Dessauer City Kabel GmbH
Selbe AdresseBau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und Telekommunikation
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Fred Kitzing seit 12.12.2022 | Prokura |
Torsten Henze seit 12.12.2022 | Prokura |
Dino Wolfgang Höll seit 15.1.2015 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Dessauer Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH – DVV – Stadtwerke AG Stendal | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Dessauer Wasser- und Abwasser GmbHDessau-RoßlauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Grundlagen des UnternehmensDie Dessauer Wasser- und Abwasser GmbH (DESWA) übernimmt als hundertprozentige Tochter der Dessauer Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH - DVV - Stadtwerke (DVV) die öffentliche Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung der Einwohner im Stadtgebiet Dessau-Roßlau sowie der hier ansässigen Industrie und des Gewerbes. Damit ist in Übereinstimmung mit dem Unternehmensgegenstand der öffentliche Zweck der Gesellschaft erfüllt. Zur Sicherstellung der Wasserversorgung verfügt die Gesellschaft über drei eigene Wasserwerke sowie über neun Trinkwasserspeicher, die für die kurzfristigen Zwischenspeicherung von aufbereitetem Trinkwasser bei Verbrauchsspitzen genutzt werden können. Des Weiteren betreibt die Gesellschaft zur Abwasserbeseitigung eine zentrale Kläranlage. B. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Nachdem die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland im 1. Quartal 2023 noch geringfügig zulegte, schwächte sich die Konjunktur im weiteren Verlauf des Jahres deutlich ab. Hauptgrund für die schwache wirtschaftliche Entwicklung ist, dass sich nach dem Krisenjahr 2022 die Industrie und der private Konsum langsamer erholen als zu Beginn des Jahres erwartet wurde. Ursächlich hierfür sind der starke Anstieg der Energiepreise 2022 sowie die starken Verbraucherpreisinflation, die den privaten Haushalten massiv Kaufkraft entzogen hat. Geschäftsverlauf Die dargestellte Entwicklung hatte aufgrund der Kundenstruktur im Berichtsjahr nur einen geringen Einfluss auf die Absatz- und Entsorgungsmengen der Gesellschaft. Die Absatz- und Entsorgungsmengen im Versorgungsgebiet entwickelten sich im Vergleich zum Vorjahr wie dargestellt:
Die Mengenentwicklung im Geschäftsjahr 2023 entspricht im Wesentlichen den Annahmen des Wirtschaftsplans. Die Trinkwasserbereitstellung erfolgte im Berichtsjahr auf der Beschaffungsseite zu 74,3 Prozent durch Eigenförderung. Das zusätzlich benötigte Wasser wurde hauptsächlich auf der Grundlage eines langfristigen Vertrages bezogen. Das Gesamtaufkommen aus Eigenförderung und Fremdbezug entwickelt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt:
Um die Bürger der Stadt Dessau-Roßlau sowie die hier ansässige Industrie und das Gewerbe weiterhin jederzeit zuverlässig und sicher mit qualitativ gutem Trinkwasser zu versorgen und die Abwasserentsorgung sicherstellen zu können, investierte die DESWA im Berichtsjahr 4.643 TEUR im Wesentlichen in die Modernisierung und den weiteren Ausbau der Ver- und Entsorgungsanlagen. Damit wurden ca. 50 % der geplanten und bestätigten Investitionen laut Wirtschaftsplan abgerufen. Bereitgestellte Finanzmittel konnten infolge von Planungs- und Umsetzungsverzögerungen nur teilweise abgerufen werden und mussten ins Folgejahr verschoben bzw. als Überhangmaßnahme im folgenden Geschäftsjahr weitergeführt werden. Aufgrund der getätigten Investitionen im Geschäftsjahr in das Trinkwassernetz und in das Kanalsystem stellen sich der Anlagenbestand des Leitungsnetzes in im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
Bei der Dessauer Wasser- und Abwasser GmbH waren im Berichtsjahr durchschnittlich 46 Mitarbeiter angestellt. Die Entlohnung basiert auf dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst. Vermögenslage Die Entwicklung der Vermögenslage zeigt die nachstehende Übersicht:
Das Verhältnis von Eigenkapital zuzüglich des Eigenkapitalanteils von 2/3 der Sonderposten zu Gesamtkapital hat sich mit 45,1 Prozent (31.12.2022: 43,5 Prozent) aufgrund einer Einzahlung des Gesellschafters in die Kapitalrücklage weiter erhöht. Die Vermögenslage der Gesellschaft ist im Vergleich zum Vorjahr durch einen Rückgang der Bilanzsumme um 5.037 TEUR gekennzeichnet. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Finanzlage Die Entwicklung im Finanzierungsbereich zeigt folgende zusammengefasste Kapitalflussrechnung 1 :
Die Liquidität der Gesellschaft war im Berichtsjahr durchgehend gesichert. Die Finanzierung erfolgt über die operative Geschäftstätigkeit, eine Cashpoolingvereinbarung mit der DVV sowie über bestehende konzernweite Kreditlinien in Höhe von insgesamt 23.000 TEUR. Eine Inanspruchnahme der bestehenden Kreditlinien erfolgte durch den Konzern im Geschäftsjahr nicht. Ertragslage Die Entwicklung der Ertragslage bereinigt um Sondereffekte zeigt die nachstehende Übersicht:
Die Gesellschaft erzielte im Berichtsjahr Umsätze - ohne periodenfremde Erlöse - von insgesamt 25.700 TEUR (Vj.: 24.503 TEUR). Die mit 24.099 TEUR (Vj.: 22.928 TEUR) leicht veränderten Umsatzerlöse aus den Hauptleistungen resultieren aus der Abwasserentsorgung in Höhe von 10.236 TEUR (Vj.: 10.540 TEUR), aus der Trinkwasserversorgung in Höhe von 9.946 TEUR (Vj.: 9.018 TEUR) und aus der Niederschlagswasserableitung in Höhe von 3.917 TEUR (Vj.: 3.370 TEUR). Die übrigen Umsatzerlöse stiegen um 25 TEUR auf 1.600 TEUR. Das Betriebsergebnis liegt unter dem Planansatz (3.409 TEUR). Ursachen für die Planabweichung sind höhere Abschreibungen sowie höhere als geplante Materialaufwendungen. Aufgrund dieser Preisentwicklungen bei den Materialaufwendungen wurde die laufende Kalkulationsperiode verkürzt und die Preise für Trink- und Abwasser neu kalkuliert und sind seit dem 01. Juli 2023 gültig. Die Gesellschaft schließt das Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr mit einem um 600 TEUR höheren Jahresüberschuss vor Gewinnabführung in Höhe von 3.533 TEUR ab und liegt damit rd. 115 Prozent über dem geplanten Jahresergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von 1.640 TEUR. Wesentliche Ursachen für die Planabweichung sind Sondereinflüsse. Das neutrale Ergebnis resultiert im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen aus Vorjahren und periodenfremden Erträgen. C. RisikoberichtDas Risikomanagement der Dessauer Wasser und Abwasser GmbH ist Bestandteil des Risikomanagementsystems des Mutterunternehmens Dessauer Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH - DVV - Stadtwerke, welches im Zusammenspiel mit den rollierenden Strategie-, Planungs- und Controlling-Prozessen eine fortlaufende Überprüfung und Aktualisierung der Risikosituationen der Gesellschaften sicherstellt. Ziel des gesamten Risikomanagementsystems ist es, frühzeitig ergebnisbeeinflussende Entwicklungen zu identifizieren und geeignete Steuerungsmaßnahmen zu ergreifen. Über regelmäßige jährliche Risikoinventuren werden der Gesamtumfang sowie die Einzelrisiken planmäßig aktualisiert und an den Gesellschafter berichtet. Hierbei liegt der Fokus auf folgenden Unternehmensrisiken: Umfeldrisiken und Branchenrisiken können durch Veränderung der wirtschaftlichen, politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen entstehen. Insbesondere vor dem Hintergrund der zunehmenden Veränderungsgeschwindigkeit und -fülle der politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen im Trink- und Abwasserbereich ist die Beobachtung der weiteren Entwicklung von wesentlicher Bedeutung. Auch geopolitische Risiken können zukünftig großen Einfluss auf viele Bereiche der deutschen Wirtschaft nehmen. Welche konkreten Auswirkungen aktuelle Krisensituationen auf die Gesellschaft haben, ist derzeit nur bedingt prognostizierbar und hängt wesentlich vom weiteren Verlauf ab. Bezüglich der bestehenden Forderungen ist die Gesellschaft Ausfall- (einschließlich der Risiken aus Insolvenzanfechtungen) und Liquiditätsrisiken ausgesetzt. Zur Minderung dieser Ausfallrisiken ist ein effizientes Forderungsmanagement mit einem kontinuierlichen Controlling, eine adäquate Verfahrensbegleitung und ein aussagefähiges Berichtswesen eingerichtet. Erkennbare Risiken werden durch entsprechende Wertberichtigungen bzw. Rückstellungen berücksichtigt. Dem generellen Liquiditätsrisiko wird durch permanente Liquiditätssteuerung entgegengewirkt. Für den kurzfristigen Liquiditätsbedarf stehen freie Kreditlinien zur Verfügung. Betriebsrisiken in Form von Betriebsstörungen und Anlagenausfällen werden mit systematischen Verfahren der Wartung und Qualitätssicherung vorgebeugt. Soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll, werden hier die Schadensauswirkungen auf Versicherungen transferiert. Das Risikomanagementsystem der Dessauer Wasser und Abwasser GmbH benennt für das Jahr 2023 keine den Bestand des Unternehmens gefährdende Risiken. Dem allgemeinen IT-Risiko der Versorgungsbranche als kritischen Infrastrukturen (KRITIS), wird durch die Umsetzung entsprechender Maßmaßnahmen begegnet. Ein weiteres allgemeines Risiko stellt der insgesamt deutschlandweite Fachkräftemangel dar, hier wird durch gezielte Maßnahmen, z.B. der Arbeitgebermarke gegengesteuert. D. ChancenberichtDer prognostizierte Bevölkerungsrückgang, bedingt durch die allgemeine industrielle Entwicklung in Dessau-Roßlau und Umgebung, Geburtenrückgänge und Umzug von Bevölkerungsteilen in das außerstädtische Umland, wird neben den Klimaverhältnissen auch weiterhin Einfluss auf die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft und deren Ertragslage nehmen. Aufgrund der aktuellen Erkenntnisse geht die Gesellschaft allerdings von zukünftig stabilen Trinkwasser- und Abwasserabsatzmengen in Dessau-Roßlau aus. Mit den bereits durchgeführten und den geplanten zukünftigen Investitionen zur Erneuerung und Erweiterung der Ver- und Entsorgungsnetze sind und werden Voraussetzungen für eine langfristig sichere, wirtschaftliche und qualitativ hochwertige sowie umweltfreundliche Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung geschaffen. Hierfür sind weitere erhebliche Investitionsausgaben notwendig. Der Schwerpunkt wird dabei für die nächsten Jahre auf der Sanierung alter Kanäle, Schächte sowie Sonderbauwerke und der Modernisierung der Kläranlage liegen. Insbesondere die geplante Erneuerung der Schlammentwässerung der Kläranlage stellt eine Großinvestition dar. Im Rahmen der Planung erfolgte energetische Betrachtungen zeigen, dass die Maßnahmen zu einer nachweisbaren Reduzierung des Energiebedarfes führen werden. Auf diese Weise leistet die Gesellschaft einen wichtigen Beitrag zur Energiewende vor Ort E. PrognoseberichtIn der Vorschauplanung wird von gleichbleibenden Mengen in den Bereichen Trink- und Abwasser ausgegangen. Bedingt durch die erzielten Tarifabschlüsse im TVöD und erhöhten Abschreibungen aufgrund der Umsetzung des Trinkwasserkonzeptes sowie notwendigen Investitionen im Abwasserbereich und den damit steigenden Finanzaufwendungen werden die erhöhten Umsatzerlöse voraussichtlich teilweise kompensiert werden. Um weiterhin eine Auskömmlichkeit sicherzustellen, wurden im Berichtsjahr die Absatzpreise moderat erhöht. Unter den genannten Bedingungen wird davon ausgegangen, dass die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2024 ein Jahresergebnis vor Gewinnabführung in Höhe von 2.334 TEUR erzielen kann. Diesem Planansatz liegt ein Trinkwasserverbrauch von 3.305 Tm 3 sowie eine Abwasser- und Niederschlagsmenge von 4.595 Tm 3 zugrunde.
Dessau-Roßlau, den 09. Februar 2024 Höll, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDer vorliegende Jahresabschluss ist nach den geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in der aktuell gültigen Fassung sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist unter der Firma Dessauer Wasser- und Abwasser GmbH (DESWA) mit Sitz in Dessau-Roßlau im Handelsregister Stendal unter der Nummer HRB 12518 eingetragen. Die Gesellschaft ist gemäß § 267 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Es werden jedoch die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften angewandt, da für kommunale Mehrheitsbeteiligungen nach § 133 KVG LSA die Anwendung der Vorschriften für große Kapitalgesellschaften vorgeschrieben ist. Der vorliegende Jahresabschluss wird unter der Anwendung der Fortführungsprognose aufgestellt. Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Dessauer Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH - DVV - Stadtwerke (DVV), Dessau-Roßlau, einbezogen. Die DVV erstellt damit einen Konzernabschluss nach den handelsrechtlichen Vorschriften für den kleinsten als auch größten Kreis der Unternehmen. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger offengelegt. Mit der DVV besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag, der im Handelsregister eingetragen ist. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Das Gliederungsschema der Bilanz wurde um branchentypische Posten erweitert. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewandt. II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen bilanziert. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Geleistete Anzahlungen sind zu Nennwerten bilanziert. Steuerlich sogenannte geringwertige Wirtschaftsgüter werden auch handelsrechtlich entsprechend den steuerlichen Regelungen im Zugangszeitpunkt sofort vollständig abgeschrieben. Hieraus ergibt sich keine materielle Auswirkung auf den Jahresabschluss. Die Abschreibungen erfolgen linear auf der Grundlage folgender betriebsgewöhnlicher Nutzungsdauern:
Die Vorräte werden zu den durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt, erkennbare Ausfallrisiken wurden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Für einen Teil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ergibt sich der Ansatz aus einem stetig angewandten Schätzverfahren, wonach hochgerechnete Verbräuche mit den relevanten Tarifen je Kunden bewertet werden. Die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten bilanziert. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Latente Steuern auf temporäre oder quasi-permanente Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden auf Ebene des Organträgers ermittelt. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Sonderposten für Investitionszuschüsse und Baukostenzuschüsse beinhaltet zur Finanzierung des Sachanlagevermögens erhaltene Fördermittel und Investitionszuschüsse von Dritten, verrechnete Abwasserabgabe, von den Kunden vereinnahmte Baukostenzuschüsse und Anschlusskostenbeiträge sowie unentgeltliche Vermögensübertragungen. Die entsprechenden Zuschüsse werden erfolgsneutral vereinnahmt und in die Sonderposten für Investitionszuschüsse und Baukostenzuschüsse eingestellt. Nach dem 31. Dezember 2002 vereinnahmte Baukostenzuschüsse und übrige Zuschüsse werden entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Anlagengüter aufgelöst. Die Bilanzierung erfolgt in Höhe des Nennbetrages. Die Bilanzierung der sonstigen Rückstellungen für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden entsprechend § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Die aus veränderten Zinssätzen resultierenden Effekte werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Rückstellungen für Jubiläums- und Sterbegeldaufwendungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Der Ermittlung wurde ein Gehaltstrend von 2,6 Prozent zugrunde gelegt. Verbindlichkeiten wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. III. Erläuterungen zur BilanzDie Entwicklung des Anlagevermögens ist im Einzelnen aus dem Anlagenspiegel ersichtlich. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stellen sich wie folgt dar:
Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie zum Vorjahresbilanzstichtag eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten den abgegrenzten Verbrauch zwischen Ablese- und Bilanzstichtag in Höhe von 14.260 TEUR (12.783 TEUR) abzüglich der erhaltenen Abschlagszahlungen in Höhe von 12.728 TEUR (12.891 TEUR). Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind antizipative Posten aus noch nicht fälliger Vorsteuer in Höhe von 55 TEUR (48 TEUR) enthalten, die im Folgejahr abzugsfähig sind. Das gezeichnete Kapital beträgt 50 TEUR (50 TEUR) und betrifft das im Handelsregister eingetragene Stammkapital. Die Kapitalrücklage beträgt auf Grund einer Einzahlung des Gesellschafters in Höhe von 650 TEUR gemäß Aufsichtsratsbeschluss der DVV und dem Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 18. Juli 2023 zum Bilanzstichtag 52.140 TEUR. Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen aus öffentlich-rechtlichen Verpflichtungen sowie Aufwendungen für Entschädigungsleistungen, kostendeckende Entgelte, periodenfremde Zahlungsverpflichtungen, Wasserentnahmeentgelte und Abrechnungsverpflichtungen. Zur Zusammensetzung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten (RLZ) wird auf den nachstehenden Verbindlichkeitsspiegel verwiesen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von 1.440 TEUR durch kommunale Ausfallbürgschaften gesichert. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie ausschließlich im Inland erzielten Umsatzerlöse verteilen sich im Wesentlichen auf folgende Tätigkeitsbereiche:
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge wie folgt enthalten:
Im Posten sonstige betriebliche Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen für die Abschreibungen auf uneinbringliche Forderungen in Höhe von 42 TEUR (18 TEUR) sowie Aufwendungen für Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von 19 TEUR (15 TEUR) enthalten. V. Ergänzende Angaben1. Angaben zu Organen Geschäftsführer der Gesellschaft war:
Der Geschäftsführer erhielten für seine Tätigkeiten keine Bezüge von der Gesellschaft. 2. Arbeitnehmer Bei der Gesellschaft waren im Jahresdurchschnitt die nachfolgend aufgeführten Mitarbeiter beschäftigt:
3. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten bestanden zum Bilanzstichtag Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB im Zusammenhang mit Kreditverträgen aufgrund gesamtschuldnerischer Mithaftung für Unternehmen des DVV-Konzerns in Höhe von 14.606 TEUR (15.439 TEUR). Des Weiteren können Unternehmen der DVV-Gruppe über die Holdinggesellschaft zwei Darlehensrahmenverträge zur Finanzierung von Betriebsmitteln nutzen, dessen Gesamtverfügungsrahmen durch gesamtschuldnerische Haftung der Tochterunternehmen, unter anderem der Dessauer Wasser- und Abwasser GmbH, gesichert ist. Der Gesamtverfügungsrahmen war am Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen. Aufgrund der zur Verfügung stehenden Informationen über die Finanzlage im Konzernverbund rechnet die Gesellschaft aus den vorgenannten Haftungsverhältnissen nicht mit einer Inanspruchnahme. Aus einem Trinkwasserbezugsvertrag mit einer Mindestlaufzeit bis zum 31. Dezember 2026 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 1.285 TEUR. Ein Bestellobligo besteht am Bilanzstichtag in Höhe von 4.483 TEUR, davon 3.260 TEUR für Investitionen. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Fahrzeugleasing betragen zum Bilanzstichtag 12 TEUR. Die Gesellschaft ist Mitglied im Kommunalen Versorgungsverband Sachsen-Anhalt, die auf tarifvertraglicher Grundlage eine Betriebsrente gewährt. Die Umlage bemisst sich nach dem zusatzversorgungspflichtigen Entgelt der Mitarbeiter. Es gilt ein Umlagesatz von 1,5 Prozent und ein Zusatzbeitrag von 4,8 Prozent. Der Zusatzbeitrag, der zur Hälfte vom Arbeitnehmer zu tragen ist, dient dem Aufbau einer kapitalgedeckten Altersvorsorge. Der von der Gesellschaft zu tragende Anteil belief sich im Geschäftsjahr auf 94 TEUR. Sofern zukünftig das Vermögen der Zusatzversorgungskasse nicht ausreicht, die übernommenen Verpflichtungen zu erfüllen, gilt die Subsidiärhaftung durch die Gesellschaft. Hierfür gibt es derzeit keine Anzeichen. Für diese mittelbare Pensionsverpflichtung wird vom Passivierungswahlrecht des Art. 28 EGHGB kein Gebrauch gemacht. 4. Abschlussprüferhonorar Auf die Angabe des Gesamthonorars des Abschlussprüfers nach § 285 Nr. 17 HGB wird verzichtet, da diese Angabe in dem die Gesellschaft einbeziehenden Konzernabschluss der DVV enthalten sein wird. VI. NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschluss des Geschäftsjahres sind nicht bekannt.
Dessau-Roßlau, den 09. Februar 2024 Höll, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Dessauer Wasser- und Abwasser GmbH, Dessau-Roßlau Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Dessauer Wasser- und Abwasser GmbH, Dessau-Roßlau, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Dessauer Wasser- und Abwasser GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Leipzig, den 8. April 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Carl Erik Daum, Wirtschaftsprüfer ppa. Rene Strobach, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 28.06.2024 festgestellt. |
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