Stammdaten

Register
Amtsgericht Paderborn HRB 6931
Eingetragen
30.12.1980
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von Kautschuk, Kautschukmischungen und Halbzeug daraus
Gegenstand
Die Herstellung von Waren aller Art, insbesondere im Bereich der Kautschukindustrie und der Antriebstechnik. Der Vertrieb der hergestellten Antriebsriemen erfolgt ausschließlich über die Optibelt GmbH bzw. deren Tochtergesellschaften. Die Gesellschaft darf alle Maßnahmen treffen, die geeignet sind, den Gesellschaftszweck zu fördern.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Regina Erika Arning
seit 4.12.2024
Geschäftsführer
Niklas Petersen
seit 12.4.2024
Prokura
Prokura
Frank-Peter Rinno
seit 2.7.2015
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Deutsche Keilriemen GmbH
Germany
2.600.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Arntz Optibelt GmbH

Höxter

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

1. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

Geschäftstätigkeit

Die Arntz Optibelt GmbH produziert Antriebselemente, wie Keilriemen und Rippenbänder, sowie Elastomerfolien für den Verkauf an Gruppengesellschaften für den Inlands- und den Weltmarkt.

Rahmenbedingungen

Die Folgen der globalen Krisen belasteten laut Statistischem Bundesamt (Destatis) die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen um -0,3% niedriger als im Vorjahr. Der Rückgang der Wirtschaftsleistung betrug kalenderbereinigt -0,1%. Dämpfer für die Konjunktur waren die nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen, ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringe Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich laut Destatis die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Das BIP war in 2023 um +0,7% höher als im Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie.

Dabei verlief die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich. Insbesondere aufgrund einer sehr viel niedrigeren Produktion im Bereich Energieversorgung, ging die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) deutlich um -2,0% zurück. Das Verarbeitende Gewerbe innerhalb des Produzierenden Gewerbes mit einem Anteil von fast 85% verzeichnete einen preisbereinigten Rückgang von -0,4%. Auch in den energieintensiven Industrie-zweigen Chemie- und Metallindustrie sanken Produktion und Wertschöpfung erneut. Positive Zuwachsraten in 2023 hatten hingegen die Automobilindustrie und der sonstige Fahrzeugbau. Das Baugewerbe erreichte in 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von +0,2%. Während die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden konnte, war der Hochbau durch hohe Baukosten, Fachkräftemangel und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen betroffen. Eine Stütze für die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 waren die meisten Dienstleistungsbereiche (Information und Kommunikation +2,6%; Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit +1,0%; Unternehmensdienstleister +0,3%).

Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe um -1,0% zurück.

Vor allem aufgrund der hohen Verbraucherpreise nahm der private Konsum im Jahr 2023 um -0,8% gegenüber dem Vorjahr ab. Besonders stark sanken hier die Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,2%). Erstmals seit fast 20 Jahren reduzierte auch der Staat seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7%).

Die Bauinvestitionen sanken preisbereinigt um -2,1% gegenüber dem Vorjahr 2022. Hohe Baupreise und gestiegene Bauzinsen bremsten insbesondere den Wohnungsbau, während das Ausbaugewerbe v.a. aufgrund der stark nachgefragten energetischen Sanierungen einen Zuwachs verzeichnen konnte.

Die Ausrüstungsinvestitionen, v.a. die Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge, stiegen in 2023 um +3,0%. Hier sieht man den Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen als Treiber.

Trotz sinkender Preise ging der Außenhandel in 2023 zurück. Die Importe sanken dabei um -3,0%, die Exporte um -1,8% (jeweils preisbereinigt), so dass es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag kam, der das BIP in Deutschland stützte.

Ein erster Rückblick des Branchenverbandes wdk (Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie) auf das Jahr 2023 zeigt, dass die Kostenbelastung der Unternehmen der deutschen Kautschukindustrie trotz sinkender Energie- und Rohstoffpreise auf einem historisch hohen Niveau blieb. Selbst ein Zuwachs des Branchenumsatzes von +10,3% auf 11,47 Mio. EUR - bei sinkenden Mengenabsätzen - reiche nicht zur vollständigen Kompensation. Laut wdk bleibe daher die Ertragslage in der Branche überaus angespannt und der Verband sieht Standortverlagerungen ins Ausland mit Verlust von 5% aller Beschäftigten in den nächsten zwei Jahren als Folge.

Bei den non-automotiven technischen Gummiprodukten setzte sich die Nachfrageschwäche aus 2022 in 2023 fort, Absatz und Umsatz lagen unter dem Vorjahr. Die Produktionsleistung bei den Technischen Elastomer-Erzeugnissen sank in 2023 um -4,2% auf 680.000 Tonnen.

Die Arntz Optibelt GmbH als Produktionsgesellschaft für Antriebsprodukte und Elastomerfolien aus Kautschuk erwirtschaftet ihre Umsätze fast ausschließlich mit verbundenen Unternehmen der Arntz Optibelt Gruppe.

2. Wirtschaftsbericht

Ertragslage

Die Geschäftsführung der Arntz Optibelt GmbH ist mit der Geschäftsentwicklung der Gesellschaft im Jahr 2023 nicht zufrieden. Als wesentliche Leistungsindikatoren werden die Umsatzerlöse, der Materialaufwand, der Personalaufwand und das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung genutzt. Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr gesunken und lagen im Berichtsjahr mit 85,5 Mio. EUR um -9% unter dem Vorjahreswert. Der Materialaufwand hat sich im Vorjahresvergleich überproportional um -17% von 57,2 Mio. EUR auf 47,7 Mio. EUR reduziert. Die Materialaufwandsquote ist folglich um -3% gesunken. Das Rohergebnis der Gesellschaft lag aber auch aufgrund deutlich gesunkener sonstiger Erträge mit 37,8 Mio. EUR um -4% unter dem Vorjahresergebnis.

Der Personalaufwand hat sich im Vorjahresvergleich ebenfalls um -4% auf 22,1 Mio. EUR verringert, was vor allem auf die im Jahresverlauf erfolgte Anpassung der Personalkapazität an die deutlich gesunkene Gesamtleistung zurückzuführen ist. Die Abschreibungen liegen mit 2,2 Mio. EUR deutlich um -12% unter dem Wert des Vorjahres. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit 13,5 Mio. EUR auf dem Niveau des Jahres 2022.

Mit einem Jahresfehlbetrag vor Ergebnisabführung von -0,3 Mio. EUR lag das Ergebnis deutlich unter dem Wert des Vorjahres 2022 in Höhe von 0,4 Mio. EUR. Die Arntz Optibelt GmbH hat das Planergebnis zudem deutlich verfehlt. Auf Grund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages wurde der Jahresfehlbetrag von der Deutsche Keilriemen GmbH ausgeglichen.

Positiv zu bewerten sind die nicht-finanziellen Leistungsindikatoren der Arntz Optibelt GmbH. Oberste Zielsetzung der Unternehmensgruppe ist die Generierung eines nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolgs, wobei die unternehmerischen Aktivitäten zukunftsorientiert ausgerichtet werden und soziale Verantwortung sowie Umweltbewusstsein einen hohen Stellenwert besitzen. Die Vermeidung und Wiederaufbereitung von Abfällen steht im Rahmen des Umweltmanagements bei den Produktionsgesellschaften im Vordergrund.

Umweltmanagement-Audits werden in regelmäßigen Abständen durchgeführt. Sowohl die Arntz Optibelt GmbH als auch die verbundenen Gruppenunternehmen haben diese erfolgreich abgeschlossen. Gleiches gilt für die Überwachungs- und Rezertifizierungsaudits im Bereich Qualitätsmanagement, die jährlich durchgeführt werden.

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl der Arntz Optibelt GmbH hat sich im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um -7% auf 399 Mitarbeiter verringert. Die Forschungs- und Entwicklungsaufgaben der Arntz Optibelt Gruppe werden zentral von der Konzernmutter Arntz Beteiligungs GmbH & Co. KG wahrgenommen.

Finanzlage

Hinsichtlich der Finanzlage war die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft im Jahre 2023 jederzeit gegeben. Die Finanzierung der Arntz Optibelt GmbH erfolgt durch Eigenkapital und Ausleihungen von der Konzernmutter Arntz Beteiligungs GmbH & Co. KG.

Das Investitionsvolumen der Arntz Optibelt GmbH lag in 2023 mit 2,2 Mio. EUR deutlich über dem Niveau des Geschäftsjahres 2022 von 1,6 Mio. EUR. Die Investitionen betrafen hauptsächlich verschiedene Zugänge im Sachanlagevermögen, vor allem im Bereich der Fertigungsanlagen und der Maschinenwerkzeuge. Es handelt sich hierbei unter anderem um Ersatz- und Rationalisierungsinvestitionen sowie Investitionen zur Kapazitätserweiterung.

Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist gekennzeichnet durch eine gegenüber dem Vorjahr um +11% auf 25,5 Mio. EUR gestiegene Bilanzsumme. Auf der Aktivseite ist die Steigerung im Wesentlichen auf die deutlich erhöhten Forderungen gegen verbundene Unternehmen zurückzuführen, welche sich von 1,6 Mio. EUR in 2022 um fast +350% erhöht haben und zum Bilanzstichtag per 31.12.2023 noch 7,0 Mio. EUR betrugen. Einen gegenläufigen Effekt von -72% zeigen die gesunkenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die sich von 0,3 Mio. EUR im Vorjahr auf 0,09 Mio. EUR reduziert haben. Das Anlagevermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um -1% reduziert. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich im Berichtsjahr leicht erhöht, sie stiegen von 0,2 Mio. EUR auf 0,3 Mio. EUR. Außerdem liegen die Vorräte mit 8,4 Mio. EUR deutlich um -24% unter dem Vorjahreswert von 11,1 Mio. EUR.

Auf der Passivseite ist die gestiegene Bilanzsumme im Wesentlichen auf die Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen zurückzuführen, welche sich gegenüber dem Vorjahr um +109% auf 8,9 Mio. EUR mehr als verdoppelt haben. Hintergrund ist der erhöhte interne Finanzierungsbedarf der Arntz Optibelt GmbH bei der Konzernmutter in Folge der gestiegenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Einen gegenläufigen Effekt von -54% zeigen die gesunkenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die sich von 1,9 Mio. EUR im Vorjahr auf 0,9 Mio. EUR reduziert haben. Die Rückstellungen verzeichnen im Vorjahresvergleich ebenfalls eine Verminderung (-16% auf 3,7 Mio. EUR). Die sonstigen Verbindlichkeiten lagen mit 1,0 Mio. EUR in etwa auf Vorjahresniveau. Das Eigenkapital ist auf Grund des mit der Gesellschafterin Deutsche Keilriemen GmbH abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrags gegenüber dem Vorjahr unverändert, durch die gestiegene Bilanzsumme verringert sich die Eigenkapitalquote entsprechend.

3. Chancen- und Risikobericht

Die Arntz Optibelt GmbH ist als Hersteller von Antriebsriemen sowie von Elastomerfolien, die über die verbundenen Unternehmen an die internationalen Kunden vertrieben werden, unterschiedlichen Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Die Geschäftsführung der Gesellschaft sieht insgesamt keine wesentlichen Risiken, die für sich alleine oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Um sonstige, in Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit entstehende, potenzielle Risiken frühzeitig zu begrenzen, werden aufgestellte Ziele und Regelungen konsequent verfolgt und verschiedenste Maßnahmen durchgeführt.

Ein erhebliches Risiko besteht nach wie vor auf Grund der weltweiten Krisen sowie der aktuell schwachen wirtschaftlichen Lage. Sollten sich die Rahmenbedingungen und die gesamtwirtschaftliche Situation in Deutschland und auf den ausländischen Zielmärkten nicht stabilisieren, oder gar weiter eskalieren, besteht die Möglichkeit weiterer negativer Einflüsse auf die künftige Unternehmensentwicklung der Arntz Optibelt GmbH. Es wäre mit Umsatzeinbußen und Ergebnisrückgängen vor Ergebnisabführung zu rechnen.

Der wdk betont darüber hinaus erhebliche Standortnachteile für den gesamten industriellen Mittelstand in Deutschland bedingt durch nicht wettbewerbsfähige Energiepreise, erheblichen bürokratischen Anforderungen und hohen Steuerbelastungen in der Bundesrepublik. Die Kostenbelastung der deutschen Unternehmen stellt auch die Arntz Optibelt GmbH vor große Herausforderungen im Wirtschaftsjahr 2024, die zu einer weiteren Reduktion des Ergebnisses vor Ergebnisabführung führen könnten.

Absatzseitige Risiken sind neben dem Rückgang der Nachfrage auch ein Druck auf die Verkaufspreise durch die Wettbewerber. Zukünftig gilt es, die notwendige Flexibilität zu garantieren und die Herstellkosten weiter zu senken, um die Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft sicherzustellen. Kostensenkungs-programme, Maßnahmen zur Steigerung der Prozessstabilität und der Optimierung des Materialeinsatzes sowie Rationalisierungsinvestitionen gehören zu den Zielsetzungen der kommenden Jahre.

Ähnlich wie die Absatzmärkte waren auch die Beschaffungsmärkte in den vergangenen Jahren von Schwankungen geprägt. Die Hauptrisiken sind auch weiterhin die Volatilität und die Widrigkeiten der Beschaffungsmärkte. Nachdem die Preise auf den Rohstoff- und Logistikmärkten in den beiden Vorjahren 2021 und 2022 sehr deutlich im zweistelligen Prozentbereich gestiegen waren, war der Rückgang der konjunkturellen Entwicklung im Verlaufe des Jahres 2023 auch auf den Beschaffungsmärkten des Unternehmens zu spüren. Nach eigenen Einschätzungen war die Talsohle im Preisniveau im dritten Quartal des Jahres 2023 erreicht. Die beschaffungsseitigen Marktrisiken stehen dauerhaft unter intensiver Beobachtung des zentralen und lokalen Einkaufs in der Arntz Optibelt Gruppe. Auf die beschriebenen Preisschwankungen wird mit Lagerab- oder -aufbau sowie mit entsprechender Kontraktgestaltung mit den Lieferanten reagiert, um die Verfügbarkeit der Materialien in den erforderlichen Mengen und Qualitäten jederzeit für die Produktionsgesellschaften sicherstellen zu können. Allerdings haben auch die politischen Risiken, wie beispielsweise die verlängerte Transportzeit in der Seefracht, einen erheblichen und insbesondere auch kurzfristigen Einfluss auf die Entwicklung der Beschaffungsmärkte, so dass die Langfristplanung laufend an die auftretenden Veränderungen angepasst werden muss.

Risiken, die mit Investitionsentscheidungen einhergehen, werden durch konzerneinheitliche Genehmigungsverfahren, welche u.a. eine Prüfung der Wirtschaftlichkeit beinhalten, minimiert. Die Zertifizierung nach der Umweltnorm DIN EN ISO 14001 sowie das Umweltmanagement in der Arntz Optibelt Gruppe dienen darüber hinaus dem Ziel, Risiken für die Umwelt frühzeitig zu erkennen.

Chancen ergeben sich für die Arntz Optibelt GmbH aus den verstärkten Aktivitäten der verbundenen Vertriebsgesellschaften der Arntz Optibelt Gruppe und aus einer optimalen Auslastung der eigenen Produktionskapazitäten. Durch die im Jahr 2022 erfolgte Einführung eines neuen ERP-Systems und der damit verbundenen Optimierung der Geschäftsprozesse wird die Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft in den kommenden Jahren weiter gesteigert. Durch die Entwicklung neuer und die Optimierung bestehender Fertigungsverfahren soll im Rahmen einer Zukunftskonzeption der Standort wirtschaftlicher sowie effizienter ausgerichtet werden. Primäre Zielsetzung der Einführung und Umsetzung dieser neuen Fertigungsverfahren ist, die Materialeffizienz deutlich zu steigern und die Personalkosten möglichst zu reduzieren. Die hohe Flexibilität und die Innovationsfähigkeit der Arntz Optibelt GmbH, auch durch den Sitz am Standort der Konzernzentrale, bieten der Gesellschaft vielfältige Chancen. Hierzu zählen auch die Produktion von technologischen Weiterentwicklungen und die Konzentration auf ein anspruchsvolles Produktionssortiment innerhalb des Portfolios der Unternehmensgruppe.

4. Prognosebericht

Nach Einschätzung des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) expandiert die Weltwirtschaft in moderatem Tempo, wobei die Dynamik in den einzelnen Regionen sehr unterschiedlich ist. Die Konjunktur in den Vereinigten Staaten ist bis zuletzt kräftig, während sich die Wirtschaft im europäischen Raum in einer Phase der Stagnation befindet. Eine konjunkturelle Erholung lässt weiter auf sich warten. Im Ergebnis rechnet das IfW mit einem leichten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von +0,1% für das laufende Jahr 2024. Im Jahr 2025 dürfte das Bruttoinlandsprodukt der Prognose zu Folge nur mit +2,0% über dem Niveau von vor sechs Jahren (2019) liegen. Die Weltkonjunktur bleibt zunächst anämisch und gewinnt nur langsam an Schwung. Für die Weltproduktion erwartet das IfW in 2024 einen Anstieg von +2,8%. Für das Jahr 2025 wird ein Anstieg von +3,1 % prognostiziert.

Laut der aktuellen Konjunkturprognose des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) bleiben die Wachstumsaussichten der Wirtschaft in Deutschland für 2024/25 gedämpft. Das HWWI rechnet für die deutsche Wirtschaft nach einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von -0,3% im Jahr 2023 für die Jahre 2024 und 2025 nur mit geringerem Erholungspotenzial. Im Jahresverlauf für 2024 ist nur mehr ein Wirtschaftswachstum von im Durchschnitt +0,25% zu erwarten, unter der Voraussetzung, dass die geopolitischen Konflikte nicht weiter eskalieren. Trotz alledem ist unter Berücksichtigung der strukturellen Probleme in Deutschland für 2025 lediglich mit einer Zunahme des realen Bruttoinlandsprodukts um +1% zu rechnen. Die Preisperspektiven haben sich dagegen deutlich verbessert, bereits im Jahresverlauf 2023 hat sich die Inflation erheblich verringert. Trotz merklich steigender Arbeitskosten, die den Disinflationsprozess bremsen, erwartet das HWWI für das Jahr 2024 eine Inflationsrate von +2,7% und für das Jahr 2025 von +2,3%. Somit wird wieder eine Annäherung an die 2-Prozent-Marke erreicht, unter der Prämisse, dass die geopolitische Lage sich entspannt und die Wirtschaftspolitik geeignete Maßnahmen auf den Weg bringt.

Der Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie (wdk) berichtet von einer schlechteren Stimmungslage in der deutschen Industrie zum Jahreswechsel 2023/2024 als vor einem Jahr und bezieht sich dabei auf eine Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln. Die schwache Entwicklung der Weltwirtschaft infolge der geopolitischen Verwerfungen, die geldpolitische Straffung infolge der hohen Inflation sowie die Verunsicherungen der Unternehmen und Haushalte infolge der haushaltspolitischen Unklarheiten in Deutschland würden die Aussichten für das Jahr 2024 drücken. Auch die aktuelle Stimmungslage bei den Unternehmen der deutschen Kautschukindustrie ist laut wdk im Vergleich zum Vorjahr unverändert eingetrübt. Die Unternehmen der Branche haben die gleiche Erwartungshaltung wie im Vorjahr, dass sich die konjunkturelle Lage in dem Industriezweig im Jahresverlauf verbessert. Diese Hoffnung beruht jedoch auf Experteneinschätzungen für die deutsche Gesamtwirtschaft. Wird der Jahreswechsel 2023/2024 betrachtet, ist die Stimmung schlecht und die Branche befindet sich in einer rezessiven Lage. Betrachtet man die von Branchenverbänden und Wirtschaftsexperten für die wesentlichen Abnehmerindustrien von Gummiprodukten abgegebenen Produktionsprognosen für 2024, so muss man laut wdk schlussfolgern, dass für die deutsche Kautschukindustrie sowohl beim Umsatz und stärker noch bei Absatz und Produktion eine rückläufige Wirtschaftsentwicklung wahrscheinlich ist. Gründe dafür sind mögliche Verlagerungen und Schließungen von Werken am Standort Deutschland, wodurch die Produktion bzw. Umsatz in 2024 laut dem Verband unter dem Vorjahr liegen wird.

Die Geschäftsplanung 2024 sieht vor, dass die Arntz Optibelt GmbH Umsatzerlöse von 83,1 Mio. EUR realisiert. Die Umsatzerlöse liegen damit um -3% unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2023. Die Planung wurde unter der Prämisse erstellt, dass der Produktionsstandort Höxter auch weiterhin ein fester Bestandteil im Produktionsverbund der Arntz Optibelt Gruppe ist. Die Ausrichtung des Standortes, vor allem im Hinblick auf die Konzentration auf anspruchsvolle Produktionssortimente (Sonderausführungen, Kundenlösungen, etc.) ermöglicht weiterhin eine zukunftsorientierte Perspektive. Die Produktion Höxter zeichnet sich durch eine hohe Flexibilität und Innovationsfähigkeit aus, mit schlanken und gut organisierten Prozessen in und um die Produktion sollen Lohnkostennachteile zum Teil ausgeglichen werden.

Die Plan-Materialaufwandsquote für das Geschäftsjahr 2024 liegt bei 56,1%. Die Personalkosten werden sich im Vergleich zum abgelaufenen Geschäftsjahr leicht um +1% auf 22,4 Mio. EUR erhöhen, die Abschreibungen werden sich in 2024 um +3% erhöhen. Zudem steigen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen laut Geschäftsplanung in 2024 auf 13,8 Mio. EUR an (Vj. 13,5 Mio. EUR). Auf Basis der genannten Annahmen wird nach dem negativen Jahresergebnis des Berichtsjahres 2023 auch im laufenden Jahr 2024 ein leicht negatives Jahresergebnis vor Ergebnisabführung erwartet. Dies resultiert u.a. aus der rückläufigen Gesamtleistung.

Die Investitionsplanung 2024 umfasst insgesamt 3,1 Mio. EUR und liegt damit deutlich über dem Investitionsvolumen des Berichtsjahres. Die geplanten Investitionen in Maschinen und Anlagen zielen vor allem auf die Erhöhung der Prozesssicherheit und Qualität sowie der Rationalisierung und Produktivitätssteigerung ab. Darüber hinaus sind u.a. Ersatzinvestitionen für einzelne Maschinen geplant.

Aus heutiger Sicht gehen wir davon aus, dass die weltweiten Krisen keinen nachhaltigen negativen Einfluss auf die künftige Unternehmensentwicklung der Arntz Optibelt GmbH haben werden. Sofern Lieferketten auf den Beschaffungs- und Absatzmärkten nachhaltig unterbrochen werden, ist allerdings mit Produktionsausfällen und deutlichen Umsatz- und Ergebniseinbußen zu rechnen.

Auf dieser Basis blickt die Geschäftsführung der Gesellschaft vorsichtig optimistisch in die kommenden Jahre.

 

Höxter, 29. April 2024

K. Ummen

R. Mühlbeyer

Bilanz

AKTIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.487,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 56.235,00 63.741,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.721.675,00 7.037.834,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.865.423,00 1.750.346,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 581.731,74 456.923,15
9.225.064,74 9.308.844,15
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 426.000,00 426.000,00
9.652.551,74 9.734.844,15
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.591.245,26 8.831.819,02
2. Unfertige Erzeugnisse 1.787.128,07 2.257.178,46
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 44.537,21 6.735,88
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 37.503,87
8.422.910,54 11.133.237,23
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 93.694,02 339.092,14
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 7.018.216,04 1.561.281,25
3. Sonstige Vermögensgegenstände 307.215,31 212.517,13
7.419.125,37 2.112.890,52
15.842.035,91 13.246.127,75
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 8.854,87 10.198,43
25.503.442,52 22.991.170,33

PASSIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 2.600.000,00 2.600.000,00
II. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 6.947.506,88 6.947.506,88
III. Bilanzgewinn 1.279.024,04 1.279.024,04
10.826.530,92 10.826.530,92
B. RÜCKSTELLUNGEN
Sonstige Rückstellungen 3.744.646,00 4.473.218,00
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 867.784,32 1.885.586,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.882.480,30 4.241.465,61
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 139.193,08 308.420,73
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.042.807,90 1.255.949,07
- davon aus Steuern: EUR 189.004,21 (Vorjahr EUR 284.835,74)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 19.009,17 (Vorjahr EUR 22.600,67)
10.932.265,60 7.691.421,41
25.503.442,52 22.991.170,33

Gewinn- und Verlustrechnung

2023 Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 85.538.074,52 94.466.094,10
2. Verminderung/Erhöhung des Bestands an unfertigen und fertigen Erzeugnissen -450.135,88 658.536,72
3. Sonstige betriebliche Erträge 367.219,77 1.450.312,90
davon aus Währungsumrechnung: EUR 0,00 (Vorjahr EUR 391,56)
4. Gesamtleistung 85.455.158,41 96.574.943,72
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -44.364.296,03 -52.522.907,22
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -3.327.567,42 -4.687.233,42
-47.691.863,45 -57.210.140,64
6. Rohergebnis 37.763.294,96 39.364.803,08
7. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -18.289.761,38 -19.051.978,60
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -3.814.995,44 -3.951.041,02
- davon für Altersversorgung: EUR 71.800,89 (Vorjahr EUR 74.590,24 )
-22.104.756,82 -23.003.019,62
8. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.219.389,47 -2.527.616,11
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen -13.530.960,05 -13.541.808,75
davon aus Währungsumrechnung: EUR 7,34 (Vorjahr EUR 2.266,20)
10. Betriebsergebnis -91.811,38 292.358,60
11. Erträge aus Beteiligungen 300.000,00 300.000,00
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 300.000,00 (Vorjahr EUR 300.000,00)
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 31.567,00 14.795,58
- davon aus Abzinsung EUR 31.567,00 (Vorjahr EUR 14.533,00)
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -506.953,60 -215.875,45
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 487.246,00 (Vorjahr EUR 199.220,45)
- davon aus Aufzinsung: EUR 19.677,00 (Vorjahr EUR 16.655,00)
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.918,34 0,00
15. Ergebnis nach Steuern -269.116,32 391.278,73
16. Sonstige Steuern -160,00 -217,00
17. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages auszugleichender Verlust / abgeführter Gewinn 269.276,32 -391.061,73
18. Jahresüberschuss 0,00 0,00
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugang Umbuchungen Abgang Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 464.007,10 1.785,00 0,00 0,00 465.792,10
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 451.463,27 0,00 0,00 0,00 451.463,27
2. Technische Anlagen und Maschinen 40.169.389,22 947.458,27 355.569,57 202.000,29 41.270.416,77
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.823.480,56 689.275,63 18.200,00 0,00 14.530.956,19
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 456.923,15 514.946,16 -373.769,57 16.368,00 581.731,74
54.901.256,20 2.151.680,06 0,00 218.368,29 56.834.567,97
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 426.000,00 0,00 0,00 0,00 426.000,00
55.791.263,30 2.153.465,06 0,00 218.368,29 57.726.360,07
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugang Abgang Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 464.007,10 298,00 0,00 464.305,10
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 387.722,27 7.506,00 0,00 395.228,27
2. Technische Anlagen und Maschinen 33.131.555,22 1.619.186,84 202.000,29 34.548.741,77
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.073.134,56 592.398,63 0,00 12.665.533,19
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
45.592.412,05 2.219.091,47 202.000,29 47.609.503,23
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
46.056.419,15 2.219.389,47 202.000,29 48.073.808,33
Restbuchwerte
Stand 31.12.2023 Stand Vorjahr
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.487,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 56.235,00 63.741,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.721.675,00 7.037.834,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.865.423,00 1.750.346,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 581.731,74 456.923,15
9.225.064,74 9.308.844,15
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 426.000,00 426.000,00
9.652.551,74 9.734.844,15

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Arntz Optibelt GmbH, Höxter, (Amtsgericht Paderborn, HRB 6931) wurde nach den §§ 242 ff., 264 ff. des HGB und den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind überwiegend im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer und ggf. außerplanmäßig abgeschrieben. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear mit Nutzungsdauern von 3 bis 5 Jahren vorgenommen.

Das Aktivierungswahlrecht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird nicht in Anspruch genommen.

Das Sachanlagevermögen wird im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen und rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich, soweit abnutzbar, nutzungsbedingter planmäßiger und ggf. außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB enthalten die Einzelkosten für Material und Fertigung, die Sonderkosten der Fertigung, angemessene Teile der Gemeinkosten und die fertigungsbedingten Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear und degressiv vorgenommen. Bei degressiven Abschreibungen erfolgt ein planmäßiger Übergang auf lineare Abschreibungen, falls diese zu höheren Abschreibungsbeträgen führen. Im Jahr des Zugangs erfolgt die Abschreibung zeitanteilig (pro-rata-temporis).

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten aktiviert und, soweit abnutzbar, nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig um lineare Abschreibungen auf der Grundlage der von der Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-Tabellen bzw. anderer branchenüblichen Abschreibungstabellen vermindert.

Die Gesellschaft nimmt das Wahlrecht nach § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB nicht in Anspruch und aktiviert keine Fremdkapitalzinsen.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten oder, bei Vorliegen von voraussichtlich dauernder Wertminderung, zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots werden bis zu den Anschaffungskosten vorgenommen, wenn die Gründe für eine dauernde Wertminderung nicht mehr bestehen.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren wurden mit Anschaffungskosten zum gleitenden Durchschnitt unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Für einen Teil der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ist ein Festwert nach § 240 Abs. 3 HGB gebildet.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Kalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden.

Geleistete Anzahlungen wurden mit den Anschaffungskosten angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennwert oder mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken bei zweifelhaften Forderungen werden durch entsprechende Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Uneinbringliche Forderungen werden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Aufrechenbare Forderungen und Verbindlichkeiten verbundener Unternehmen werden saldiert dargestellt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden gemäß § 250 Abs. 1 HGB Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, abgegrenzt.

Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, so kann eine sich nach Saldierung insgesamt ergebende Steuerentlastung als aktive latente Steuern in der Bilanz angesetzt werden (ist eine sich daraus insgesamt ergebende Steuerbelastung als passive latente Steuern anzusetzen). Allerdings wird vom Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht und auf den Ansatz aktiver latenter Steuern in der Bilanz verzichtet. Wesentliche Ursache für aktive latente Steuern sind Bewertungsunterschiede bei den sonstigen Rückstellungen.

Der Ausweis und die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt nach § 272 HGB unter Berücksichtigung der zum Abschlussstichtag vorliegenden Beschlüsse.

Die Rückstellungen werden für alle ungewissen Verpflichtungen und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Dabei wird vorsichtig bewertet und alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden soweit erforderlich bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags (in Höhe der allgemeinen Inflationsrate) berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden nach § 253 Abs. 2 HGB auf den Abschlussstichtag abgezinst. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten außerdem Gewährleistungen, die ohne rechtliche Verpflichtungen erbracht werden. Die Rückstellungen für Gewährleistungen werden pauschal in Höhe von 0,25 % der risikobehafteten Umsatzerlöse gebildet.

Die Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen nach dem Blockmodell umfassen die Aufwendungen für die Lohn- und Gehaltszahlungen an Mitarbeiter in der Freistellungsphase sowie Aufstockungsleistungen für Anwärter. Diese Rückstellungen werden entsprechend IDW-Stellungnahme (IDW RS HFA 3) vom 19. Juni 2013, unter Berücksichtigung eines Gehaltstrends von 1,5 %, gebildet. Die voraussichtlich zu leistenden Beiträge werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt und mit dem Barwert angesetzt. Als Rechnungsgrundlagen für die Altersteilzeitrückstellungen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck mit einem Rechnungszins in Höhe von 1,12 % gewählt. Ergebnisse aus Zinssatzänderungen werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Umsatzerlöse werden realisiert, wenn die Lieferungen und Leistungen ausgeführt sind und der Gefahrenübergang erfolgt ist.

Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss berücksichtigt. Alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, werden berücksichtigt. Gewinne werden nur berücksichtigt, wenn sie am Abschlussstichtag realisiert sind.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden am Abschlussstichtag zum Stichtagskurs umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Stichtagskurs angesetzt, soweit die Entstehungskurse nicht niedriger waren (Niederstwertprinzip) oder höher lagen (Höchstwertprinzip). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Geschäften in Fremdwährung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Entwicklung der Abschreibungen im Geschäftsjahr können aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel entnommen werden.

Die folgende Aufstellung enthält die Angaben zum Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB:

Name Sitz Eigenkapital Anteil Ergebnis letztes Geschäftsjahr
TEUR % TEUR
Optibelt Elastomer Solutions GmbH Höxter 874 100 -249

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 7.129,2 (Vorjahr: TEUR 1.800,9) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 111,0 (Vorjahr: TEUR 239,6) enthalten.

Aktive latente Steuern

Zum 31. Dezember 2023 errechnen sich künftige Steuerentlastungen saldiert aus abweichenden Wertansätzen in der Steuerbilanz im Wesentlichen bei den sonstigen Rückstellungen. Der Berechnung liegt ein Steuersatz von 30 % zugrunde. Aufgrund des ausgeübten Wahlrechts, auf den Ansatz aktiver latenter Steuern zu verzichten, werden zum 31. Dezember 2023 keine aktiven latenten Steuern angesetzt.

Eigenkapital

Das Eigenkapital ist aufgrund des mit der Deutschen Keilriemen GmbH abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrags gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten überwiegend Rückstellungen für Altersteilzeit in Höhe von TEUR 2.851,2 (Vorjahr: TEUR 3.190,3), Rückstellungen für Gewährleistung in Höhe von TEUR 211,8 (Vorjahr: TEUR 234,5) und sonstige Personalaufwendungen (noch nicht genommener Urlaub, Mehrarbeit, Berufsgenossenschaft, Tantiemen, Jubiläumsrückstellungen) in Höhe von TEUR 626,9 (Vorjahr: TEUR 968,8).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 1.789.6 (Vorjahr: TEUR 2.190,1), sonstige Verbindlichkeiten von TEUR 7.337,6 (Vorjahr: TEUR 2.432,5) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 244,7 (Vorjahr: TEUR 381,1) enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beinhalten (wie im Vorjahr) ausschließlich solche gegen verbundene Unternehmen, und betreffen, sonstige Vermögensgegenstände von TEUR 269,3 (Vorjahr TEUR 0,0), sonstige Verbindlichkeiten von TEUR 407,9 (Vorjahr: TEUR 391,1), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 0,9 (Vorjahr: TEUR 9,1) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 0,3 (Vorjahr: TEUR 91,2).

IV. Erläuterungen zur GuV

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Inland Ausland Gesamt
TEUR TEUR TEUR
Produktions- und Handelsumsatz 67.854,3 16.805,3 84.659,6
Sonstige Umsätze 74,3 38,2 112,5
Konzernverrechnungen 723,9 59,0 782,9
Erlösschmälerungen -16,9 0,0 -16,9
Gesamt 68.635,6 16.902,5 85.538,1

Sonstige betriebliche Erträge

In dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" sind Erträge, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind (periodenfremde Erträge), wie folgt enthalten:

2023
TEUR
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 291,8
291,8

V. Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2023
Angestellte 24
Gewerbliche Mitarbeiter 375
399

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Arntz Optibelt GmbH hat Produktionsflächen von der Arntz Beteiligungs GmbH & Co. KG (verbundenes Unternehmen) auf unbestimmte Zeit gemietet. Die Kaltmiete beträgt in 2024 insgesamt TEUR 809,8. Die übrigen sonstigen finanziellen Verpflichtungen, z. B. aus Leasingverträgen, sind für die Beurteilung der Finanzlage von untergeordneter Bedeutung und schränken die künftigen Finanzierungsspielräume nicht ein, sodass sich eine Angabe erübrigt.

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft ist neben der Darlehensnehmerin Arntz Beteiligungs GmbH & Co. KG ein Haftungsverhältnis durch Schuldbeitritt eingegangen. Im Falle der Nichterfüllung durch die Darlehensnehmerin haftet die Gesellschaft für Darlehen in Höhe von TEUR 4.032,7. Auf Grund der wirtschaftlichen Lage und der erwarteten Entwicklung der Kreditnehmerin ist nicht mit einer Inanspruchnahme aus dem Haftungsverhältnis zu rechnen.

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung setzte sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen:

Dipl.-Handelslehrer Reinhold Mühlbeyer, Tönisvorst

Dipl.-Kfm. Konrad Ummen, Beverungen

Vorschüsse und Kredite wurden nicht gewährt. Haftungsverhältnisse zugunsten der Geschäftsführer wurden nicht eingegangen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden von der Arntz Beteiligungs GmbH & Co. KG, Höxter, für die Geschäftsführung TEUR 191,2 an die Arntz Optibelt GmbH berechnet.

Beirat

Dem Beirat der Gesellschaft gehörten im Berichtsjahr folgende Mitglieder an:

Dipl.-Kfm. Gunnar Ummen, Düsseldorf (Vorsitzender)
Steuerberaterin Birgit Becker, Nußdorf am Inn
M.A. Redakteur Robert Ummen, Berlin
Dipl.-Ing. Architekt Andreas Becker, Senden

Der Beirat erhielt keine Bezüge von der Gesellschaft.

Konzernverhältnisse

Die Arntz Beteiligungs GmbH & Co. KG, Höxter, stellt als oberstes Mutterunternehmen den Konzernabschluss (größter und kleinster Konsolidierungskreis) auf, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Dieser Konzernabschluss wird im Unternehmensregister offengelegt.

Gemäß § 291 HGB wurde darauf verzichtet, einen separaten Konzernabschluss für die Arntz Optibelt GmbH aufzustellen.

Honorar des Abschlussprüfers

Die Angaben zu § 285 Nr. 17 HGB erfolgen im Konzernabschluss der Muttergesellschaft.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.

 

Höxter, 29. April 2024

Reinhold Mühlbeyer

Konrad Ummen

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Arntz Optibelt GmbH, Höxter

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Arntz Optibelt GmbH, Höxter - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Arntz Optibelt GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES BEIRATS FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bielefeld, 29. April 2024

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Horn, Wirtschaftsprüfer

Spinneken, Wirtschaftsprüfer

Sonstige Angabe i.S. von § 328 Abs. 1a Satz 1 HGB

Der Jahresabschluss 2023 der Arntz Optibelt GmbH wurde in der Gesellschafterversammlung vom 24.05.2024 festgestellt.

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