Pure Search Germany GmbH
Selbe AdresseVermittlung von Arbeitskräften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Moritz Karge seit 17.5.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
flatexDEGIRO SE | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Cryptoport GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Inhaltsverzeichnis Zahlen Anhang Lagebericht Bilanz zum 31. Dezember 2023
Gewinn-und-Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang 2023Allgemeine Angaben und Erläuterungen Der Jahresabschluss der Cryptoport GmbH zum 31. Dezember 2023 ist in Übereinstimmung mit den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches und des GmbH Gesetzes sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) ist nach dem Formblatt 3 der RechKredV erstellt. Die Gesellschaft betreibt die Führung eines Kryptowertpapierregisters gem. § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 8 KWG und befindet sich derzeit im Antragsverfahren. Gem. § 340 Abs. 4 HGB in Verbindung mit § 340a Abs. 1 HGB hat die Gesellschaft auf ihren Jahresabschluss die für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften unter Beachtung der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute anzuwenden. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter HRB 112692. Das gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 240.000,00 wird zum 31. Dezember 2023 vollständig von der flatexDEGIRO AG, Frankfurt am Main, gehalten. Die flatexDEGIRO AG mit Sitz in Frankfurt am Main ist oberstes Mutterunternehmen und im Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 103516 eingetragen. Die Cryptoport GmbH wird in den nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufgestellten Konzernabschluss der flatexDEGIRO AG, Frankfurt am Main einbezogen. Der Konzernabschluss wird beim Unternehmensregister eingereicht und veröffentlicht. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der vorliegende Abschluss wurde unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt. Die Forderungen an Kreditinstitute werden zum Nennwert, einschließlich aufgelaufener Zinsen bis zum Bilanzstichtag, aktiviert. Sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nennwert oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstigen Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Ermittlung der Risikovorsorge erfolgt unter Verwendung eines formelbasierten Verfahrens auf Basis der Beträge zum Ausfallzeitpunkt (EAD), der erwarteten Verlustquote (LGD) und der Ausfallwahrscheinlichkeit (PD). Rechnungsabgrenzungsposten werden gemäß § 250 HGB gebildet. Die Auflösung erfolgt entsprechend dem Aufwand bzw. dem Ertrag der Rechnungsperiode. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Dabei werden künftige Preis- und Kostensteigerungen durch entsprechende Verzinsung etwaiger Ansprüche berücksichtigt. Sofern aufgrund von Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen in der Bilanz insgesamt eine künftige Steuerentlastung erwartet wird, erfolgt der Ansatz von aktiven latenten Steuern. Soweit die aktiven latenten Steuern den vorhandenen passiven latenten Steuern entsprechen, werden diese verrechnet dargestellt. Der darüber hinausgehende Überhang der aktiven latenten Steuern wird nicht dargestellt. Insoweit wird vom Wahlrecht des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB Gebrauch gemacht. Für den Berichtszeitraum 2023 existieren lediglich aktive latente Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen zur Körperschaftsteuer und zur Gewerbesteuer in Höhe von insgesamt TEUR 307, welche unsererseits entsprechend der obigen Ausführungen nicht in der Bilanz angesetzt wurden. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgte zum aktuellen und zugleich zukünftigen Steuersatz der Cryptoport GmbH in Höhe von 31,925%. Erläuterungen zur Bilanz Die ausgewiesenen Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von EUR 389.013,55 (Vorjahr: EUR 1.000.214,12) sind wie im Vorjahr täglich fällig und enthalten im Wesentlichen Forderungen gegen die flatexDEGIRO Bank AG. Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen EUR 7.758,84 (Vorjahr: EUR 9.313,60) und enthalten im Wesentlichen Forderungen gegen das Finanzamt aus Gewerbe- und Körperschaftsteuer-Vorauszahlungen in Höhe von EUR 2.903,24 (Vorjahr: EUR 7.082,16). Daneben umfasst der Posten die Kryptowährung (Ethereum) in Höhe von EUR 4.133,98 (Vorjahr: EUR 2.231,44). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 8,50). Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen EUR 21.899,33 (Vorjahr: EUR 2.288,34) und beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 10.975,26 (Vorjahr: EUR 346,25) sowie Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen EUR 6.100,68 (Vorjahr: EUR 1.666,00). Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber der flatexDEGIRO AG in Höhe von EUR 602,10 (Vorjahr: EUR 205,88). Es bestehen keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Die anderen Rückstellungen betragen EUR 116.891,02 (Vorjahr: EUR 172.553,00) und betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für Abschluss- und Prüfungskosten in Höhe von EUR 90.281,00 (Vorjahr: EUR 90.191,00), Kosten für Beratung von EUR 16.610,00 (Vorjahr: EUR 11.362,00) sowie Kosten aus dem Geschäftsbesorgungsvertrag mit der flatexDEGIRO Bank AG in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 60.000,00). Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich überwiegend aus Weiterbelastungen an die flatexDEGIRO Bank AG zusammen. Dies betrifft die Weiterbelastung einer Kostenbeteiligung im Zusammenhang mit dem Target Operating Model in Höhe von EUR 25.000 (Vorjahr: EUR 0,00), die von der flatexDEGIRO Bank AG vereinnahmt wurde. Ferner sind in Höhe von EUR 16.164,06 (Vorjahr: EUR 9.990,01) Erträge aus dem KFZ-Sachbezug enthalten sowie EUR 7.007,00 (Vorjahr: EUR 0,00) aus der Auflösung von Rückstellungen. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von EUR 639.926,78 (Vorjahr: EUR 403.802,16) enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für EDV-Beratungskosten in Höhe von EUR 138.648,54 (Vorjahr: EUR 0,00), für Abschluss- und Prüfungskosten von EUR 94.541,62 (Vorjahr EUR 97.266,14), Kosten für Beratung von EUR 3.459,19 (Vorjahr: EUR 11.362,00), Kosten für Leasingfahrzeuge in Höhe von EUR 25.509,29 (Vorjahr: EUR 17.356,79) zuzüglich laufende KFZ-Kosten in Höhe von EUR 6.747,15 (Vorjahr: EUR 2.335,66) und sonstige KFZ-Kosten in Höhe von EUR 950,00 (Vorjahr: EUR 0,00), sowie Personalaufwand in Höhe von EUR 189.459,62 (Vorjahr: EUR 134.631,31). Darin enthalten sind EUR 18.339,00 (Vorjahr: EUR 12.197,91) für soziale Abgaben. Mit der flatexDEGIRO AG und der flatexDEGIRO Bank AG wurde jeweils ein Geschäftsbesorgungsvertrag geschlossen, anfallende Kosten belaufen sich auf EUR 120.000,00 (Vorjahr: EUR 120.000,00). Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere betragen für das Geschäftsjahr 2023 EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 4.584,70). Eine PWB-Risikovorsorge wurde im Rahmen der Erträge aus der Zuschreibung zu Forderungen ertragswirksam in Höhe von EUR 190,43 angepasst. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wurden für das Geschäftsjahr 2023 gemäß den geltenden steuerlichen Vorschriften erfasst und betragen aufgrund des Jahresfehlbetrages daher EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 3.917,20). Mit der flatexDEGIRO AG, Frankfurt am Main, besteht eine umsatzsteuerliche Organschaft. Der zum 31. Dezember 2023 ausgewiesene Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 589.440,84 (Vorjahr: EUR 395.090,74) soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Der Bilanzverlust per 31. Dezember 2023 beträgt somit EUR 331.672,96. Personal Die Gesellschaft beschäftigte im Jahr 2023 drei Mitarbeiter (Vorjahr: 1). Honorar des Abschlussprüfers Die Aufwendungen für Abschlussprüfungen betragen EUR 63.000,00 (Vorjahr: EUR 63.000) und betreffen Abschlussprüfungsleistungen der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht) Mit Beschluss vom 27.03.2024 wurde eine Kapitaleinlage in Höhe von EUR 1.000.000,00 vorgenommen. Geschäftsführung Die Geschäftsführung besteht aus folgenden Mitgliedern: Stefan Armbruster, Oberursel (Taunus), Geschäftsführer Markt (bis 31.01.2024) Dr. Joachim Freiherr von Cornberg, Hofheim am Taunus, Geschäftsführer Recht, Personal und Compliance (bis 30.04.2024) Timo Rebentisch, Kleinmachnow, wurde mit Wirkung zum 15.01.2024 zum Geschäftsführer für den Bereich Markt berufen. Moritz Karge, Mühltal, wurde mit Wirkung zum 01.05.2024 zum Geschäftsführer für den Bereich Marktfolge berufen. Die Gesellschaft wird durch zwei Geschäftsführer gemeinschaftlich oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.
Frankfurt am Main, den 16. Mai 2024 Timo Rebentisch, Geschäftsführer Moritz Karge, Geschäftsführer Lagebericht 20231 Grundlagen der Gesellschaft 1.1 Geschäftsmodell der Gesellschaft Die Cryptoport GmbH (nachfolgend auch "Gesellschaft" genannt) ist beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter HRB 112692 eingetragen. Die Gesellschaft ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der flatexDEGIRO AG, Frankfurt am Main. Die flatexDEGIRO AG ist ein europäischer Anbieter von Finanztechnologien und Konzernmutter des flatexDEGIRO Konzerns. Gegenstand der Gesellschaft ist die Führung eines Kryptowertpapierregisters nach § 16 des Gesetzes über elektronische Wertpapiere (Kryptowertpapierregisterführung). Das Geschäftsmodell beabsichtigt, Kunden künftig die Registerführung mit Kryptowertpapieren im Sinne des § 4 Abs. 3 des Gesetzes über elektronische Wertpapiere (im Folgenden "eWpG") anzubieten. Um dieses geplante Angebot innerhalb des Konzerns anzubieten, bietet die Cryptoport GmbH als Unternehmen des flatexDEGIRO Konzerns Emittenten von Kryptowertpapieren an, diese mittels eines von der Gesellschaft geführten Kryptowertpapierregisters zu begeben. 1.2 Management der Gesellschaft Die Geschäftsführung der Cryptoport GmbH setzt sich wie folgt zusammen:
Die Gesellschaft wird durch zwei Geschäftsführer gemeinschaftlich oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten. 1.3 Geschäftstätigkeit der Gesellschaft Gegenstand der Geschäftstätigkeit ist die Führung eines Kryptowertpapierregisters nach dem eWpG. Dies schließt die Entwicklung und Herstellung sowie die Wartung von Soft- und Hardware im Bereich von dezentral geführten Kontobüchern und Transaktionsdatenbanken (Distributed-Ledger-Technologie) und den Betrieb von Onlineplattformen mittels dezentral geführter Kontobücher und Transaktionsdatenbanken ein. Die BaFin hat der Gesellschaft mit Schreiben vom 29. November 2021 im Zusammenhang mit der Eingangsbestätigung der Absichtsanzeige vom 10. Oktober 2021 mitgeteilt, dass die Übergangsbestimmung des § 65 Abs. 2 KWG vorsieht, dass die Erlaubnis für die Kryptowertpapierregisterführung im Sinne des § 1 Abs. 1a S. 2 Nr. 8 KWG vorläufig und bis zur abschließenden Entscheidung über den beabsichtigten Erlaubnisantrag als erteilt gilt. Die Gesellschaft hat den Erlaubnisantrag am 10. Juni 2022 zeitgerecht gestellt. Die Rückmeldung der BaFin ist weiterhin ausstehend. Die operative Tätigkeit wird Anfang des ersten Quartals in 2025 nach der Zulassung erwartet. 1.4 Mitarbeitende und Standort Die Gesellschaft beschäftigt zum Stichtag drei Mitarbeiter. Ihr Unternehmenssitz ist Frankfurt am Main. 1.5 Produkte und Dienstleistungen Die Möglichkeit der Begebung von Wertpapieren in kryptographischer Form hat der Gesetzgeber mit der Einführung des eWpG geschaffen, das am 10. Juni 2021 in Kraft getreten ist. Erst mit dem Inkrafttreten des eWpG ergab sich daher die Möglichkeit der Einführung von Kryptowertpapierregistern. Mit Inkrafttreten des eWpG wurden neben elektronischen Wertpapieren auch Kryptowertpapiere definiert. Nach der Definition erfasst der Begriff elektronische Wertpapiere, die in ein Kryptowertpapierregister eingetragen sind und dort geführt werden. Die Gesellschaft strebt an, zukünftig ein solches Kryptowertpapierregister zu betreiben und Emittenten von Kryptowertpapieren die Verwaltung und Begebung solcher Produkte zu ermöglichen. Die Aufnahme der operativen Tätigkeit wird in 2025 erwartet. 1.6 Absatzmärkte und Kunden Es besteht ein kleiner Markt für Kryptowertpapierregisterführung, der sich hauptsächlich auf die Tokenisierung von Assets spezialisiert, die bis jetzt noch keine Verbriefung erfahren haben. Die Gesellschaft erwartet jedoch, dass die durch das Inkrafttreten des eWpG geschaffene Möglichkeit dazu führen wird, dass künftig verstärkt Wertpapiere in kryptographischer Form begeben werden. Die Cryptoport GmbH führt dazu mit großen Emittenten Gespräche, um die bereits bestehenden hochvolumigen OTC-Handelsgeschäfte für Inhaberschuldverschreibungen zu tokenisieren. Dies führt zu bedeutenden Kostensenkungen für Broker, Depotbanken und Emittenten. Daneben geht die Gesellschaft primär davon aus, dass Depotbanken als Inhaber im Register als Kundengruppe geführt werden und die Gesellschaft dann jeweils eine Beziehung zur jeweiligen Depotbank haben wird. 1.7 Ziele und Strategien Strategische Zielsetzung der Gesellschaft ist die Führung eines Kryptowertpapierregisters nach dem eWpG für Emittenten, die den Kunden der flatexDEGIRO AG mit ihren Marken flatex und DEGIRO Wertpapiere anbieten. In diesem Zusammenhang wird ein stabiler und zuverlässiger Betrieb des Kryptowertpapierregisters angestrebt. Basierend auf diesen Annahmen ist vorgesehen, im Jahr 2025 mit dem operativen Geschäft zu beginnen. 1.8 Finanzziele der Gesellschaft Im Kern der Finanzziele steht eine ertragsorientierte und nachhaltige Unternehmensentwicklung mit positiven Effekten auf den Unternehmenswert. Dazu zählen die Erzielung nachhaltiger Gewinne sowie die Beibehaltung einer guten Eigenkapitalausstattung. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Konjunktur im Euroraum hat sich in der zweiten Jahreshälfte 2023 abgeschwächt. Belastend wirkten sich restriktivere Finanzierungsbedingungen, ein geringes Vertrauen in die Wirtschaft und Einbußen bei der Wettbewerbsfähigkeit aus. Den aktuellen Prognosen zufolge wird sich die Wirtschaft etwas langsamer erholen als in den von Experten der EZB erstellten gesamtwirtschaftlichen Projektionen vom September 2023 angenommen. Viele Frühindikatoren zeichnen nach einer ohnehin nur mäßigen Expansion der Wirtschaftsleistung im ersten Halbjahr ein zunehmend schwächeres Konjunkturbild. So hat sich das Verbrauchervertrauen zwar weiter erholt, jedoch waren Unternehmen zuletzt deutlich weniger zuversichtlich als noch vor einigen Monaten; insbesondere in der Industrie ist die Stimmung derzeit schlecht. Diese negativen Stimmungstendenzen dürften sich allerdings nicht verfestigen. Die Konjunktur dürfte im Prognosezeitraum vor dem Hintergrund einer weitgehenden Normalisierung der Energiepreise, steigender Realeinkommen und einer zunehmenden Unterstützung durch das weltwirtschaftliche Umfeld wieder an Fahrt gewinnen. Da die Geldpolitik wahrscheinlich nur vorsichtig gelockert werden wird, ist von einer geringen wirtschaftlichen Dynamik auszugehen. Die Auswirkungen der restriktiveren Geldpolitik der EZB und die ungünstigen Kreditkonditionen wirken sich weiterhin auf die Wirtschaft aus und beeinflussen die kurzfristigen Wachstumsaussichten. Diese dämpfenden Effekte dürften im späteren Verlauf des Projektionszeitraums nachlassen und das Wachstum stützen. Den aktuellen Erwartungen zufolge wird sich das jahresdurchschnittliche Wachstum des realen BIP von 3,4 % im Jahr 2022 auf 0,6 % im Jahr 2023 abschwächen. Im Jahr 2024 dürfte es sich wieder auf 0,8 % erholen. Im Vergleich zu den Projektionen vom September 2023 wurden die Aussichten für das BIP-Wachstum in den Jahren 2023 und 2024 angesichts der jüngsten Datenveröffentlichungen und der zuletzt schwachen Umfrageergebnisse leicht nach unten korrigiert. Ab Anfang 2024 dürfte das Wachstum jedoch wieder anziehen, da die real verfügbaren Einkommen - gestützt durch eine rückläufige Inflation, ein robustes Lohnwachstum und eine stabile Beschäftigungslage - steigen und das Exportwachstum dank einer Belebung der Auslandsnachfrage wieder zulegt. Im Euroraum schwächte sich die Konsumnachfrage der privaten Haushalte aufgrund der ungünstigeren Reallohnentwicklung ab. Weiterhin belastet der Energiepreisschock des Vorjahres die Industriekonjunktur, insbesondere in den industriestarken Regionen Zentraleuropas. Trotz der weitgehend unveränderten gesamtwirtschaftliche Produktion vom vierten Quartal 2022 bis zum dritten Quartal 2023, bleiben die Arbeitsmärkte im Euroraum angespannt. Die demografisch bedingte Verknappung des Arbeitskräfteangebots erhöht die Suchkosten und verringert die Rekrutierungschancen der Unternehmen. Beschäftigte dürften daher trotz Unterauslastung eher in den Betrieben gehalten werden. Die Inflationsrate ist zuletzt deutlich auf 3,7 % im November 2023 gesunken und liegt damit nur noch knapp über dem Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Einschätzungen deuten darauf hin, dass die mittelfristigen Inflationserwartungen insgesamt auf dem Inflationsziel der EZB von 2,0 % verankert bleiben. Die HVPI- Gesamtinflation dürfte von 5,4 % im Jahr 2023 auf durchschnittlich 2,7 % im Jahr 2024 zurückgehen. Im Vergleich zu den Projektionen vom September 2023 wurde die HVPI-Inflation für die Jahre 2023 und 2024 nach unten korrigiert. Dies ist vor allem auf die aktuellen Daten, die niedriger als erwartet ausfallen, und auf die niedrigeren Annahmen für die Energierohstoffpreise zurückzuführen. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Handelsaktivität der Kunden im Online-Brokerage weist üblicherweise eine hohe Korrelation zur Volatilität der Aktienmärkte aus. Für Anleger ergibt sich in volatilen Märkten naturgemäß eine gestiegene Anzahl an Handelsopportunitäten. In 2023 haben externe Einflüsse die Stimmung am Kapitalmarkt und insbesondere bei Privatanlegern negativ beeinflusst und zu einem branchenweiten Rückgang der Handelsaktivität geführt. Der anhaltende Krieg in der Ukraine, die militärische Auseinandersetzung im Nahen Osten sowie weitere geopolitische Spannungen führen zu einer Verunsicherung der Anleger und wirken sich negativ auf die Weltwirtschaft aus. Die hohen Inflationsraten aus dem Vorjahr haben sich in 2023 zwar abgemildert, liegen aber nach wie vor über den langfristigen Inflationszielen der Notenbanken. Diese haben bereits ab Mitte 2022 mit deutlichen Anhebungen der Zinssätze begonnen, was sich auch in 2023 weiter fortgesetzt hat. So hat die EZB den Leitzins innerhalb von 18 Monaten um 450 Basispunkte angehoben. Dies hat die Aktienmärkte zusätzlich belastet und die Anlegerstimmung weiter eingetrübt. Die gegenwärtige globale Entwicklung spiegelte sich, im Gegensatz zu 2022, im Berichtsjahr 2023 teilweise an den Finanzmärkten wider. Während die Märkte im Verlauf des Jahres 2022 noch bis ins dritte Quartal stark abfielen, konnte für 2023 ein insgesamt stetiges Wachstum festgestellt werden. Der DAX stieg zu Beginn 2023 mit 14.069 Punkten ein und konnte nach einem kleinen Tief im Oktober zum Ende des Jahres mit historischen Rekordwerten nahe der 17.000 Punkte-Schwelle aufwarten. Am letzten Handelstag 2023 notierte der DAX bei 16.752 Punkten, was einer Jahresperformance von +19,1 % (+2.682 Punkte) entspricht. Die Deutsche Bank AG prognostizierte im November 2023 einen Kursstand für den DAX zum Jahresende 2024 bei 16.600 Punkten , was einen sich weiterhin stark behauptenden Aktienmarkt impliziert. Gründe hierfür sind die Annahmen einer stetigen Wirtschaftsentwicklung, sinkende Inflationsraten sowie zu erwartende Zinssenkungen seitens der Notenbanken. Nahezu identisch zum DAX entwickelte sich auch der SDAX im Berichtsjahr. Bei einer Jahresperformance von +15,5 % (+1.876 Punkte) notierte der SDAX Ende Dezember 2023 bei 13.960 Punkten und wird sich ebenfalls in 2024 auf einem starken Niveau halten. Typischerweise verhielt sich zudem die Entwicklung des MDAX nahezu identisch mit den Entwicklungen der vorhergenannten Indizes, wenn auch die Gesamtperformance in 2023 niedriger bei +6,5 % (+1.662 Punkte) lag. Mit Blick auf die bedeutenden Indizes in Europa, Asien und den USA, wurden ebenfalls positive Entwicklungen festgestellt. Der MSCI World, der die Perfomance von mehr als 1.500 Unternehmen aus 23 Industrienationen misst, lag mit einer Jahresperformance von +21,8 % (+568 Punkte) über dem DAX. Der US-Dollar entwickelte sich in 2023 weitaus weniger stark als im Jahr zuvor, in dem der Euro zwischenzeitlich sogar unter die Dollar-Parität rutschte. Während der Wechselkurs des Euro gegenüber dem US-Dollar bis Mitte 2023 noch einen Aufwärtstrend erkennen ließ, wertete dieser seitdem deutlich ab. Gründe hierfür sind die weiterhin anhaltenden geldpolitische Straffungen sowie das sich in Krisen immer noch bedeutende Gewicht des US- Dollars und seine Bedeutung im Welthandel. Die Rohölpreise entwickelten sich, nach einem Allzeithoch Mitte 2022, zunächst rückläufig. Anfang 2023 notierte der Ölpreis für ein Fass der Sorte Brent bei USD 84,69. Infolge einerer höheren Nachfrage, insbesondere getrieben durch China, wurde Ende September 2023 der Jahreshöchststand bei USD 94,64 erreicht. Ein zusätzlicher Faktor für den kurzeitigen Preisanstieg war die Ankündigung Russlands sowie Saudi-Arabiens ihre freiwillige Produktionsdrosselung bis Jahresende 2023 beizubehalten. Zum Ende des Berichtsjahres notierte der Ölpreis wieder bei USD 77,26, da die Staaten außerhalb der OPEC+ ihre Produktion gesteigert haben. Während der EZB-Rat die Leitzinssätze in 2022 in vier Zinsschritten bis zum Jahresende 2022 auf 2,5 % angehoben hat, folgten in 2023 sechs weitere Zinsschritte (02. Februar: +0,5 %; 16. März: +0,5 %; 04. Mai: +0,25 %; 15. Juni: +0,25 %; 27. Juli: +0,25 %; 14. September: +0,25 %). Bei den Sitzungen am 26. Oktober 2023 und 14. Dezember 2023 erfolgten keine weiteren Anpassungen der Leitzinssätze. Der EZB-Rat ist weiterhin entschlossen, für eine zeitnahe Rückkehr zum mittelfristigen Inflationsziel von 2,0 % zu sorgen. Auf Grundlage der aktuellen Beurteilung ist der EZB-Rat der Ansicht, dass sich die EZB-Leitzinsen auf einem Niveau befinden, das - wenn es lange genug beibehalten wird - einen erheblichen Beitrag zur Erreichung dieses Ziels leisten wird. Weiterhin wurde bekanntgegeben, dass sich die Bestände des Asset Purchase Programme (APP) in einem maßvollen und vorhersehbaren Tempo verringern, da das Eurosystem die Tilgungsbeträge von Wertpapieren bei Fälligkeit nicht wieder anlegt. Des Weiteren beabsichtigt der EZB-Rat, die Tilgungsbeträge der im Rahmen des Pandemic Emergency Purchase Programme (PEPP) erworbenen Wertpapiere in der ersten Jahreshälfte 2024 weiterhin bei Fälligkeit vollumfänglich rezuinvestieren. Er beabsichtigt, das PEPP- Portfolio in der zweiten Jahreshälfte im Durchschnitt um monatlich EUR 7,5 Mrd. zu reduzieren und die Wiederanlage der Tilgungsbeträge aus dem PEPP zum Jahresende 2024 einzustellen. Im Jahr 2023 lag die Rendite deutscher Staatsanleihen mit zehnjähriger Laufzeit im Durchschnitt bei etwa 2,463 %. Damit liegt die jährliche Rendite deutscher Staatsanleihen zum ersten Mal seit dem Jahr 2011 wieder bei über 2 % per annum. Die Bundesanleihe notierte zum Ende des Jahres bei 2,02 %. Im Jahr 2023 hat sich der Kryptomarkt nach einem herausfordernden Jahr 2022 deutlich erholt. Die wichtigsten Kryptowährungen Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) konnten deutliche Kursgewinne verzeichnen. Bislang (Stand 13.12.2023) konnte BTC im Jahr 2023 einen beeindruckenden Anstieg von über 150 % verzeichnen, während ETH um rund 85 % zulegen konnte. Im Vergleich dazu ist der Gesamtmarkt für Kryptowährungen um über 90% gestiegen und hat Ende Dezember 2023 eine Marktkapitalisierung von über 1,6 Billionen US-Dollar erreicht. Die Nachfrage nach Technologieprodukten und -dienstleistungen wird, ebenso bedingt durch eine fortschreitende Digitalisierung der Finanzindustrie, nicht nachlassen. Im Kontext einer branchenbezogenen Betrachtung zeigen sich hier insbesondere bestehende wie auch künftige technische und regulatorische Anforderungen als Umsatztreiber. Die Möglichkeit der Begebung von Wertpapieren in kryptographischer Form hat der Gesetzgeber mit der Einführung des eWpG geschaffen, das am 10. Juni 2021 in Kraft getreten ist. Erst mit dem Inkrafttreten des eWpG ergab sich daher die Möglichkeit der Einführung von Kryptowertpapierregistern. Es besteht bisher ein kleiner Markt für Kryptowertpapierregisterführung. Die Gesellschaft erwartet jedoch, dass die durch das Inkrafttreten des eWpG geschaffene Möglichkeit dazu führen wird, dass künftig verstärkt Wertpapiere in kryptographischer Form begeben werden. Durch Initiativen wie das DLT-Pilot Regime der EU und die Ausweitung des Begriffs der Finanzinstrumente der derzeitigen MiFiD II Regulierung auf Wertpapiere, die mittels DLT begeben worden sind, wird weiter Rechtssicherheit für Emittenten geschaffen. Zukünftig werden DLT-Wertpapiere den klassisichen Wertpapieren gleichgestellt werden. 2.2 Geschäftsverlauf Strategische Zielsetzung der Gesellschaft ist die Führung eines Kryptowertpapierregisters nach dem Gesetz zur Einführung von elektronischen Wertpapieren für die Kunden der flatexDEGIRO AG mit ihren Marken flatex und DEGIRO. Im abgelaufenen Geschäftsjahr war die Gesellschaft nicht operativ tätig. Basierend auf den Annahmen der Gesellschaft wird angestrebt, das operative Geschäft im Jahr 2025 aufzunehmen. 2.3 Ertragslage Es wurden sonstige betriebliche Erträge in Höhe von EUR 53.376,60 (Vorjahr EUR 11.277,01) erzielt. Diesen Erträgen stehen allgemeine Verwaltungsaufwendungen in Höhe von EUR 639.926,78 (Vorjahr: EUR 403.802,16) gegenüber. Im Vorjahr standen den Erträgen zudem noch Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere in Höhe von EUR 4.584,70 gegenüber. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für EDV-Kosten EUR 138.648,54 (Vorjahr: EUR 0,00) für Abschluss- und Prüfungskosten von EUR 94.541,62 (Vorjahr EUR 97.266,14), Kosten für Beratung von 3.456,19 (Vorjahr: EUR 11.362,00), Kosten für Leasingfahrzeuge in Höhe von 25.509,29 (Vorjahr: EUR 17.356,79), Kosten für Konzernversichungen in Höhe von EUR 22.944,03 (Vorjahr: EUR 0,00) und Personalaufwand in Höhe von EUR 189.459,62 (Vorjahr: EUR 134.631,31) darin enthalten sind EUR 18.339,00 für soziale Abgaben (Vorjahr: EUR 12.197,91). Mit der flatexDEGIRO AG und der flatexDEGIRO Bank AG wurde ein Geschäftsbesorgungsvertrag geschlossen, anfallende Kosten belaufen sich auf EUR 120.000,00 (Vorjahr: EUR 120.000,00). Das Geschäftsjahr 2023 schloss mit einem Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in Höhe von EUR -586.359,75 (Vorjahr: EUR -397.109.85) ab. Somit ergibt sich nach Steuern von Einkommen und Ertrag in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 3.917,20) und Sonstigen Steuern in Höhe von EUR 3.081,09 (Vorjahr: EUR 1.898,09) ein Jahresfehlbetrag von EUR 589.440,84 (Vorjahr: EUR 395.090,74). 2.4 Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme der Cryptoport GmbH zum Bilanzstichtag ist gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 um 60,98 % auf EUR 398.992,39 (Vorjahr: EUR 1.022.617,72) gesunken. Forderungen an Kreditinstitute bestehen in Höhe von EUR 389.013,55 (Vorjahr: EUR 1.000.214,12), welche mit 97,5 % den wesentlichen Anteil der Aktiva darstellen. Die restlichen Vermögenswerte bilden die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 7.758,84 (Vorjahr: EUR 9.313,60). Darin enthalten sind Forderungen gegen das Finanzamt aus Gewerbesteuer-Vorauszahlungen in Höhe von EUR 1.460,00 (Vorjahr: EUR 7.082,16). Daneben umfasst der Posten Kryptowährung (Ethereum) in Höhe von EUR 4.133,98 (Vorjahr: EUR 2.231,44) Die zum Bilanzstichtag bestehenden sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 21.899,33 (Vorjahr: EUR 2.288,34) sind im Wesentlichen auf Verbindlichkeiten aufgrund eines abgeschlossenen Leasingvertrages für KFZ sowie auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 10.975,26 (Vorjahr: EUR 346,25) zurückzuführen. Die Rückstellungen betragen EUR 116.891,02 (Vorjahr: EUR 172.553,00) und betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für Abschluss- und Prüfungskosten in Höhe von EUR 90.281,00 und Beratung in Höhe von EUR 16.610,00 sowie im Vorjahr EUR 60.000,00 aus dem Geschäftsbesorgungsvertrag mit der flatexDEGIRO Bank AG. Das zum 31. Dezember 2023 ausgewiesene Eigenkapital beläuft sich auf EUR 258.327,04 (Vorjahr: EUR 847.767,88) und stellt mit 64,74 % den wesentlichen Anteil der Passiva dar. Die Cryptoport GmbH war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. Liquiditätsengpässe sind im Geschäftsjahr nicht eingetreten. Darüber hinaus sind auch keine Liquiditätsengpässe absehbar, die Liquiditätslage war somit im gesamten Geschäftsjahr geordnet. 2.5 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage der Gesellschaft Im vierten Quartal 2021 wurde der Gesellschaft erstmalig die Führung eines Kryptowertpapierregisters gem. § 16 eWpG genehmigt. Im Dezember 2021 wurde das erste Kryptowertpapier eines Emittenten im Rahmen eines Testbetriebs unter realen Bedingungen in Registerführung genommen. Die Gesellschaft hat den Erlaubnisantrag am 10. Juni 2022 zeitgerecht gestellt. Die abschließende Entscheidung über den Erlaubnisantrag bei der BaFin ist weiterhin ausstehend. Aufgrund der andauernden Entwicklung des Abwicklungstools für Kryptowertpapiere wird die Aufnahme des operativen Geschäfts nicht vor 2025 erwartet. 2.6 Nachtragsbericht Mit Beschluss vom 27.03.2024 wurde eine Kapitaleinlage in Höhe von EUR 1.000.000,00 vorgenommen. 3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1 Prognosebericht Der Prognosezeitraum zum Geschäftsverlauf bezieht sich auf die Geschäftsjahre 2024 und 2025. Es werden folgende Entwicklungen bei den Zins-, Provisions- und sonstigen betrieblichen Erträgen erwartet:
3.2 Chancenbericht Die Geschäftsführung der Cryptoport GmbH erwartet für das Jahr 2025 bei entsprechender produktiver Marktreife eine Nachfrage nach einem innovativen und kostengünstigen Verfahren bei der Emission und Verwahrung von Kryptowertpapieren im Gegensatz zu dem klassischen Ansatz durch einen Zentralverwalter. Wesentliche Chancen der Cryptoport GmbH bestehen in der Anbindung von Emittenten von Exchange Traded Products an das Kryptowertpapierregister der Gesellschaft. 3.3 Risikobericht Das Risikoportfolio der Cryptoport GmbH leitet sich grundsätzlich aus den strategischen Überlegungen (i. W. der Geschäftsstrategie) der flatexDEGIRO AG ab, entsprechende Produkte über die bereits etablierten Plattformen (flatex, DEGIRO, ViTrade) anzubieten und die Gesellschaft für einzelne Aspekte einzubinden. Insofern ist die Cryptoport mit Blick auf das gesamte Risikomanagement in das entsprechende Risk Management Framework der flatexDEGIRO Gruppe eingebunden. Diesbezüglich sind die folgenden Ausführungen grundsätzlich aus dem Risikomanagement des Konzerns abgeleitet und für die Cryptoport GmbH entsprechend angewendet. Risikomanagementsystem Die Fokussierung der Cryptoport GmbH liegt auf der Kryptowertpapierregisterführung für elektronische Wertpapiere. Das Unternehmen beabsichtigt seinen Service ausschließlich im B2B Geschäft (Business to Business) anzubieten und richtet sich an Emittenten für die Teilnahme an der Kryptowertpapierregisterführung im Rahmen des eWpG. Die Gesellschaft hat verschiedene Leistungen und Services im Bezug zum Risikomanagement an die flatexDEGIRO Bank AG ausgelagert und soll grundsätzlich über das interne Risikomanagement der flatexDEGIRO in allen relevanten Prozessen und Verfahren mitberücksichtigt werden. Neben den stetigen Änderungen im wirtschaftlichen Umfeld der Gesellschaft ist daher auch der Wandel der gesetzlichen beziehungsweise aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen für den Unternehmenserfolg von wesentlicher Bedeutung. Die aktuellen Entwicklungen werden permanent beobachtet und sorgfältig analysiert. Die flatexDEGIRO AG ist gem. § 2f Abs. 1 KWG seit 2022 übergeordnetes Institut des Konzerns und trägt die Verantwortung der konzernweiten Aufgaben der Risikocontrollingfunktion gemäß Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) AT 4.4.1. Sie trägt damit wesentlich zu den abteilungsübergreifend und gruppenweit in Risikosteuerungs- und Risikocontrollingprozessen verankerten Aufgaben der Identifikation, Beurteilung, Steuerung, Überwachung und Kommunikation von Risiken bei. Eine gruppenweit eingerichtete Risikostrategie soll einheitliche Verfahren und Methoden zur Risikosteuerung aller gruppenangehörigen Unternehmen sicherstellen. In diesem Sinne wird das sogenannte Look- Through-Verfahren in der Risikotragfähigkeitsrechnung angewendet, um auf die Ebene der einzelnen Unternehmen durchzuschauen. In diesem Sinne soll auch das Risikomanagement der Cryptoport aus der flatexDEGIRO AG heraus gesteuert werden. Risikoidentifikation und Risikobeurteilung Die flatexDEGIRO-Gruppe verfügt über eine regelmäßige - bei Bedarf auch anlassbezogen aktualisierte - Risikoinventur, welche grundsätzlich alle Gesellschaften berücksichtigen soll. Die Cryptoport GmbH ist insbesondere den operationellen und sonstigen Risiken ausgesetzt. Steuerung von Risiken Die Cryptoport GmbH soll grundsätzlich beim Start ihrer operativen Geschäftstätigkeit in die übergreifenden Risikosteuerung der flatexDEGIRO AG berücksichtigt werden. Die Integration soll grundsätzlich die Dimensionen "Governance", "Prozess", "Methoden/Instrumente" sowie "Reporting" einbeziehen und eine ganzheitliche Sicht auf die Steuerung enthalten. Dies beinhaltet auch die Integration in das operative Überwachungs- und Steuerungsinstrumentarium in Form von z.B. entsprechenden Reportings an das Leitungsorgan der Cryptoport als auch an die übergreifende Gesellschaft flatexDEGIRO. Internes Kontrollsystem Das eingesetzte ERP-System "SAP Business byDesign" sorgt dafür, dass die vorab definierten Geschäftsprozesse organisatorisch umgesetzt werden, damit die korrekte, zeitnahe und einheitliche Erfassung der Geschäftsvorfälle gewährleistet ist. Oberstes Ziel dabei ist die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben sowie interner Vorschriften. Durch die ausgelagerten Funktionen Accounting und Controlling an die flatexDEGIRO AG werden die Rechnungslegungsprozesse fortwährend gruppenweit gesteuert und die angewandten Methoden und Instrumentarien (Vier-Augen-Prinzip, Zugriffssteuerung, Ablage Archivsystem, etc.) zur Sicherstellung der regelmäßigen Risikobewertung / -begrenzung kontinuierlich aktualisiert. Dabei werden die Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang und Lagebericht der Cryptoport GmbH erstellt und dem Adressatenkreis zur Verfügung gestellt. Zur Unterstützung im Rahmen der Jahresabschlüsse werden von der Gesellschaft Ansprechpartner benannt. Zur Gewährleistung der Aktualität angewandter Methoden im Zuge der Erstellung von Abschlussunterlagen werden die an diesem Prozess beteiligten Mitarbeiter der Abteilungen Accounting und Controlling in regelmäßigen Abständen geschult. Abhängigkeit von Software und EDV-Risiken Für die Cryptoport GmbH besteht das operationelle Risiko insbesondere aufgrund der banktypischen Abhängigkeit des operativen Betriebs von der IT-Infrastruktur und den damit verbundenen Services. Dies schließt auch die Abhängigkeit von der fehlerfreien Bereitstellung von Dienstleistungen konzernfremder Service-Provider ("Outsourcing") ein. Die operationellen Risiken in der IT lassen sich in Hardware -, Softwaresowie Prozessrisiken unterteilen. In der Cryptoport GmbH werden umfangreiche EDV- und Internetsysteme eingesetzt, die für einen ordnungsgemäßen Geschäftsablauf unerlässlich sind. Die Cryptoport GmbH ist in einem ganz besonderen Maß von einem störungsfreien Funktionieren dieser Systeme abhängig. Trotz umfassender Maßnahmen zur Datensicherung und Überbrückung von Systemstörungen lassen sich Störungen und/oder vollständige Ausfälle der EDV- und Internetsysteme nicht ausschließen. Auch könnten Mängel in der Datenverfügbarkeit, Fehler oder Funktionsprobleme der eingesetzten Software und/oder Serverausfälle, bedingt durch Hard- oder Softwarefehler, Unfall, Sabotage, Phishing oder aus anderen Gründen, zu erheblichen Image- und Marktnachteilen sowie etwaigen Schadensersatzzahlungen für die Gesellschaft sowie für die Gruppe führen. Rechtliche Risiken Die flatexDEGIRO -Gruppe agiert als regulierter Anbieter von Finanzdienstleistungen in einem Umfeld mit sich rapide wandelnden (aufsichts)rechtlichen Rahmenbedingungen. Dabei können rechtliche Verstöße Strafzahlungen oder Prozessrisiken verursachen. Die Cryptoport GmbH begegnet diesen rechtlichen Risiken durch permanente Beobachtung des rechtlichen Umfelds, durch Vorhaltung internen rechtlichen Know-hows sowie durch Rückgriff auf externe Rechtsexpertise im Bedarfsfall. Die BaFin hat der Gesellschaft mit Schreiben vom 29. November 2021 im Zusammenhang mit der Eingangsbestätigung der Absichtsanzeige vom 10. Oktober 2021 mitgeteilt, dass die Übergangsbestimmung des § 65 Abs. 2 KWG vorsieht, dass die Erlaubnis für die Kryptowertpapierregisterführung im Sinne des § 1 Abs. 1a S. 2 Nr. 8 KWG vorläufig und bis zur abschließenden Entscheidung über den beabsichtigten Erlaubnisantrag als erteilt gilt. Dieser Erlaubnisantrag wurde bereits am 10. Juni 2022 gestellt und befindet sich derzeit in der Prüfung. Reputationsrisiken Das Reputationsrisiko ist das Risiko negativer wirtschaftlicher Auswirkungen, die sich daraus ergeben, dass der Ruf des Unternehmens Schaden nimmt. Insofern übertragen sich die möglichen Reputationsrisiken von der flatexDEGIRO Gruppe auch auf ihre entsprechenden Gesellschaften, hier Cryptoport. Die Cryptoport GmbH berücksichtigt Reputationsrisiken insbesondere in ihren strategischen Vorgaben und nutzt ihre risikosteuernden Prozesse laufend zur Beobachtung des relevanten Umfelds. Mit Beginn der operativen Tätigkeit soll die Cryptoport auch in das Risk and Control- Framework der flatexDEGIRO AG eingebunden werden und ist entsprechend den internen Anforderungen auch gefordert ein weitreichendes Kontrollumfeld vorzuhalten. Sonstige Risiken Zu den sonstigen Risiken zählen derzeit die allgemeinen Geschäftsrisiken. Allgemeine Geschäftsrisiken bestehen aufgrund der Abhängigkeit von technischen Entwicklungen. Die allgemeinen Geschäftsrisiken bezeichnen dabei die Risiken, die aufgrund veränderter Rahmenbedingungen entstehen. Dazu gehören beispielsweise das Marktumfeld, das Kundenverhalten und der technische Fortschritt. Technische Entwicklungen sowie ein sich änderndes Kundenverhalten können die Gegebenheiten auf den Märkten für Finanzdienstleistungen wesentlich beeinflussen. Dies kann Chancen für die von der flatexDEGIRO-Gruppe angebotenen Finanzprodukte eröffnen (und hier die entsprechende operative Ausführung durch die Cryptoport), kann aber umgekehrt auch negative Auswirkungen auf die Nachfrage nach Konzernprodukten nach sich ziehen und somit den finanziellen Erfolg des Konzerns verringern. Die Cryptoport GmbH, sowie die flatexDEGIRO -Gruppe beobachten die Veränderungen im rechtlichen und regulatorischen Umfeld sowie in den Bereichen Kundenverhalten und technischer Fortschritt mit besonderer Aufmerksamkeit und prüfen laufend die daraus resultierenden strategischen Implikationen. 4 Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid) Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Abschluss der Cryptoport GmbH ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Frankfurt am Main, den 16. Mai 2024 Cryptoport GmbH Timo Rebentisch, Geschäftsführer Moritz Karge, Geschäftsführer |
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