Precision Werks Group Management GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Max Jäger seit 18.7.2025 | Prokura |
Tobias Dr. Dechant seit 11.5.2023 | Prokura |
Christian Ekkehard Straube seit 10.12.2022 | Prokura |
Karsten Wirth seit 10.12.2022 | Prokura |
Daniel Schülken seit 22.6.2022 | Prokura |
Marco Diesing seit 19.1.2018 | Geschäftsführer |
Christian Dr. Schlüter seit 16.1.2014 | Geschäftsführer |
Sebastian Fuchs seit 11.12.2013 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
6 Gesellschafter
GmbH-Struktur
5 von 6 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 5.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
VICTORIAPARTNERS GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Bilanz zum 31.12.2024 Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2024 Anhang für das Geschäftsjahr 2024 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Allgemeine Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften Jahresbilanz zum 31. Dezember 2024der VICTORIAPARTNERS GmbHAKTIVA scroll
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Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2024 bis 31. Dezember 2024scroll
AnhangI Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die VICTORIAPARTNERS GmbH mit dem Sitz in Frankfurt am Main, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 98162, ist ein Wertpapierinstitut i.S.d. § 2 Abs. 1 WpIG und hat gem. § 340 Abs. 4a HGB die Vorschriften zur Rechnungslegung gem. §§ 340 ff. HGB anzuwenden. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Wertpapierinstitutsgesetzes (WpIG) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) aufgestellt. Die Bilanz ist in Kontoform aufgestellt worden. Die in Formblatt 1 der RechKredV bezeichneten Posten sind gesondert und in der vorgeschriebenen Reihenfolge ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden, die in Formblatt 3 der RechKredV bezeichneten Posten sind gesondert und in der vorgeschriebenen Reihenfolge ausgewiesen. Abweichungen in der Form der Darstellung oder in der Gliederung sind nicht vorgekommen. Angabe und Begründung der gegenüber dem Vorjahr abweichenden Form der Darstellung Die Form des Jahresabschlusses hat sich gegenüber dem Vorjahr geändert, da der Gesellschaft im August 2023 die BaFin-Erlaubnis als Wertpapierinstitut erteilt wurde und sie zum 1. Januar 2024 die erlaubnispflichtigen Geschäfte (Anlagevermittlung § 2 Abs. 2 Nr. 3 WpIG, Anlageberatung § 2 Abs. 2 Nr. 4 WpIG und Abschlussvermittlung § 2 Abs. 2 Nr. 5 WpIG) aufgenommen hat. Daher ist nunmehr ab dem Geschäftsjahr 2024 der Jahresabschluss unter Beachtung der §§ 340 ff. HGB und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufzustellen. II Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Grundsätze Bilanzierung und Bewertung erfolgten gem. §§ 242 ff., 264 ff. HGB sowie 340 ff. HGB i.V.m. Abschnitt 2 bis 4 RechKredV. Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. 2. Forderungen Forderungen an Kreditinstitute sowie an Kunden sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt worden. Sie wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Erkennbare Ausfallrisiken werden über Einzel- oder Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. 3. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. 4. Sonstige Vermögensgegenstände und Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt worden. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden gem. § 250 Abs. 1 i.V.m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 und 5 HGB entsprechend der Verursachung der Aufwendungen gebildet. Sie enthalten vor dem Bilanzstichtag getätigte Ausgaben, die erst nach dem Stichtag als Aufwand zu erfassen sind. 5. Sonstige Verbindlichkeiten und Rückstellungen Die Verbindlichkeiten sind gem. § 253 Abs. 1 HGB mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt worden. Rückstellungen wurden gem. § 249 Abs. 1 Satz 1 HGB gebildet. Der Wertansatz erfolgte gem. § 253 Abs. 1 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags zur Abdeckung der erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen, die voraussichtlich erst mehr als ein Jahr nach dem Bilanzstichtag zu erfüllen sind, werden abgezinst. Zur Abzinsung werden die von der Deutschen Bundesbank ermittelten laufzeitabhängigen Abzinsungssätze herangezogen. III. Angaben und Erläuterungen zu den Posten des Jahresabschlusses 1. Fristengliederung gem. § 9 RechKredV scroll
2. Anlagespiegel zum 31.12.2024 Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden im Geschäftsjahr 2024 sofort abgeschrieben. Die Sofortabschreibung wird im Anlagespiegel als Zugang und Abgang ausgewiesen. Der Betrag der in den kumulierten Abschreibungsbeträgen nicht enthaltenen Sofortabschreibungen beläuft sich auf: 1.571,09 EUR. Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres: 262.536,40 EUR. Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres: 310.425,27 EUR. Zu den Abschreibungen im Zusammenhang mit Zugängen und Abgängen sowie Umbuchungen im Laufe des Geschäftsjahres sind folgende Angaben zu machen: ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2024scroll
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3. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen:
Von den sonstigen Vermögensgegenständen entfallen 2.899.109,25 EUR auf nachrangige Forderungen (aufgrund Rangrücktrittsvereinbarung). Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 2.926,35 EUR (Vorjahr:2.883,10 EUR). Die Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind keine größeren Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. 4. Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen aus Steuern und Sozialabgaben in Höhe von insgesamt 521.732,16 EUR (Vorjahr: 473.355,42 EUR). In den sonstigen Verbindlichkeiten sind keine größeren Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. 5. Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die folgenden wesentlichen Rückstellungsarten enthalten:
6. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 544.117,29 EUR im Jahr sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte: Mietzahlungen für Geschäftsräumlichkeiten und Garagenplätzen mit einer Laufzeit bis Mai 2030 sowie Leasingzahlungen für bewegliche Wirtschaftsgüter. 7. Gewinn- und Verlustrechnung Die Provisionserträge setzen sich aus der Beratung von Unternehmen / Corporate Finance: 8.092.803,00 EUR und Honoraren für Eigenkapitalvermittlung / Fonds / ICFA: 4.071.773,00 EUR zusammen. Da die Erträge im Wesentlichen in der DACH Region erzielt werden war keine Aufgliederung nach geografisch bestimmten Märkten vorzunehmen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Untervermietung sowie die Auflösung von Rückstellungen enthalten. Zu den Erträgen und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung ist Folgendes zu berichten: Die Gesellschaft musste im Berichtsjahr Wertberichtigungen auf eine Kundenforderung in Höhe von 1.250.000,00 EUR vornehmen. IV. Sonstige Pflichtangaben 1. Honorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2024 berechnete Gesamthonorar beträgt EUR 40.000,00 und entfällt i.H.v. EUR 20.000,00 auf Abschlussprüfungsleistungen und EUR 20.000,00 auf andere Bestätigungsleistungen. 2. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die Anzahl der Arbeitnehmer (ausschließlich Angestellte) betrug im Geschäftsjahr 2024 durchschnittlich 28. 3. Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: scroll
4. Vergütungen der Geschäftsführer Als Vergütung für die geleisteten Tätigkeiten im Berichtsjahr wurden 920.112,61 EUR gewährt. 5. Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss beträgt 1.265.709,88 EUR. Der Jahresüberschussbetrag wird auf neue Rechnung vorgetragen. Mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 4.133.384,73 EUR ergibt sich daraus ein Bilanzgewinn in Höhe von 5.399.094,61 EUR. Unterschriften der Geschäftsführung
Frankfurt am Main, 11.12.25 Unterschriften Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell VICTORIAPARTNERS GmbH („VICTORIAPARTNERS“ oder die „Gesellschaft“) agiert als Investment Banking Boutique und berät bei Corporate Finance-Transaktionen im kontinentaleuropäischen Immobiliensektor sowie inhaltlich angrenzenden Sektoren, inklusive Infrastruktur. Dies umfasst insbesondere drei Tätigkeitsbereiche: erstens die Strukturierung und Begleitung von Unternehmensakquisitionen und Unternehmensverkäufen sowie strategischen Beteiligungen, Rekapitalisierungs- und Restrukturierungssituationen und Joint Ventures (Bereich „M&A“); zweitens die Vorbereitung und Umsetzung von Börsengängen sowie Folge-Transaktionen auf der Eigenkapital- sowie Fremdkapitalseite, einschließlich laufender strategischer Beratung zur Kapitalmarktpositionierung (Bereich „Capital Markets Advisory“); sowie drittens die Konzeption, Strukturierung und Kapitaleinwerbung von, bzw. für institutionell verwaltete Investmentvehikel im Immobilien- und Infrastruktursektor - insbesondere regulierte Fondsstrukturen - für qualifizierte Anleger (Bereich Institutional Capital and Funds Advisory, „ICFA“). Innerhalb dieser Tätigkeitsbereiche agiert VICTORIAPARTNERS in der Funktion eines Financial Advisor sowohl für börsennotierte als auch nicht-börsennotierte Unternehmen, Private Equity-Investoren, institutionelle Investoren mit Immobilien- oder Infrastrukturfokus, Investment- bzw. Asset-Manager sowie quasi-institutionelle Family Offices. Aufgrund der langjährigen Tätigkeit der Partner und Geschäftsführer in der DACH-Region - den Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz - liegt hier weiterhin ein gewisser geschäftlicher Schwerpunkt der Gesellschaft. Im Rahmen ihrer definierten Tätigkeitsbereiche strebt VICTORIAPARTNERS kontinuierlich einen hohen Marktanteil insbesondere in den Geschäftsfeldern M&A und ICFA an. Wachstumsmöglichkeiten ergeben sich primär über die weitere geographische Expansion innerhalb Europas. 2. Rechtliche und organisatorische Struktur Die VICTORIAPARTNERS GmbH ist eine in Frankfurt am Main ansässige Gesellschaft mit beschränkter Haftung und €250.000 Stammkapital (davon zum Stichtag €12.500 eigene Anteile), das voll eingezahlt ist. Im Geschäftsjahr 2024 hat VICTORIAPARTNERS von ihrem Sitz aus Frankfurt am Main heraus mit durchschnittlich 25,8 in Vollzeit beschäftigten Mitarbeitern (einschließlich Geschäftsführung) ihre Dienstleistungen erbracht1. Die Gesellschaft hatte im Geschäftsjahr 2024, wie auch in den Vorjahren, keine operativ tätigen Tochtergesellschaften. Trotz der inhaltlichen Differenzierung der angebotenen Leistungen in den Bereichen M&A, Capital Markets Advisory und ICFA besteht keine formelle Trennung innerhalb des Teams oder eine formelle Gliederung in verschiedene Abteilungen. Vielmehr setzt die Geschäftsführung von VICTORIAPARTNERS ihre Mitarbeiter parallel in den verschiedenen Dienstleistungsbereichen ein. 3. Forschung und Entwicklung, Mitarbeiterentwicklung Als reines Dienstleistungsunternehmen spielt klassische Forschungs- und Entwicklungstätigkeit für die Gesellschaft eine nur untergeordnete Rolle. Fokus der innerbetrieblichen Entwicklungstätigkeit liegt in der laufenden Weiterentwicklung der Mitarbeiter. Diese Verbesserung der Mitarbeiterqualifikation erreicht die Gesellschaft einerseits über regelmäßige interne Seminare zur Weiterbildung, welche meist von Partnern oder Mitarbeitern im Rang eines Partners oder Managing Directors begleitet werden. Weiterhin werden die Mitarbeiter den jeweiligen Kundenprojekten über ein zentral geführtes Staffing- System zugeordnet. Im Rahmen dieses Staffing-Systems wird sowohl eine ausgeglichene Arbeitsverteilung im Team als auch entsprechend diversifizierte Aufgabenstellungen für jeden einzelnen Mitarbeiter gewährleistet. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Überblick gesamtwirtschaftliche Entwicklung Nachdem bereits im Jahr 2023 die deutsche Wirtschaft einen leichten Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,3% im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen musste, schrumpfte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2024 gemessen am BIP diesmal um 0,2% gegenüber dem Vorjahr. Die Haupttreiber dieser Entwicklungen waren unter anderem schwache Investitionen, nach wie vor hohe Finanzierungskosten, ein spürbarer Rückgang der Exporte (-0,8% gegenüber dem Vorjahr) aber auch stagnierende Produktivität und ein sich verstärkender Fachkräftemangel. Die Inflation verlangsamte sich nach den Jahren 2022 (6,9%) und 2023 (5,9%) im Jahr 2024 deutlich, erreichte im Jahresdurchschnitt nur noch ein Niveau von 2,2% und näherte sich damit auch wieder dem angestrebten Inflationsziel der EZB von 2,0% an. Diese Entwicklung ging zu einem großen Teil auf die stabilisierten Energiepreise zurück, allerdings ist auch der Basiseffekt eines nun deutlich höheren Preisniveaus insgesamt ein relevanter Faktor. Mit einer sich stabilisierenden Inflationsrate konnte die EZB ab Mitte 2024 beginnen, die Leitzinsen entsprechend zu senken. So kam es im Jahr 2024 zu vier Zinsschritten, in denen der Hauptrefinanzierungssatz von 4,5% zu Anfang des Jahres auf 3,15% zum Ende des Jahres gesenkt wurde. Eine konjunkturelle Stabilisierung aufgrund dieser gelockerten Geldpolitik konnte im Laufe des Jahres 2024 allerdings noch nicht wirklich beobachtet werden. ![]() Entwicklung der Kapitalmärkte Im Laufe des Jahres 2024 konnte der Dax 40 Index um 18,8% zulegen. Dies spiegelte die Verlangsamung der Preissteigerung und die Entspannung der Geldpolitik wider, war jedoch vor dem Hintergrund des Schrumpfens des deutschen BIP beachtenswert. Der branchenspezifische Index EPRA NAREIT Germany konnten dahingegen im Laufe des Jahres 2024 lediglich 3,3% zulegen. Die anhaltend positive Entwicklung des Dax 40 wurde im Jahr 2024 von verschiedenen Sektoren getragen, insbesondere der Technologiebranche, des Energiesektors und der Rüstungsindustrie. Die Seitwärtsentwicklung des EPRA NAREIT Germany war unter anderem das Resultat von stabilen operativen Erträgen, aber gleichzeitig anhaltender Verluste der börsennotierten Immobilienunternehmen auf Jahressicht und anhaltend niedriger Transaktionsaktivität am Immobilienmarkt. ![]() Entwicklung der Immobilienmärkte Auch im Jahr 2024 war der deutsche Immobilienmarkt von äußerst geringer Transaktionsaktivität geprägt. Das Niveau stabilisierte sich im Jahresverlauf leicht und legte gegenüber dem Jahr 2023 etwas zu, blieb jedoch deutlich schwächer als die Jahre 2022 und zuvor. In ersten Teilmärkten konnten Preisstabilisierungen beobachtet werden. Außerhalb des Core-Segments, Bei Betreiberimmobilien und in einfachen Lagen ist eine Stabilisierung des Preisniveaus jedoch noch nicht zu beobachten. Im Jahr 2024 mussten weitere prominente Immobilienunternehmen Insolvenz anmelden, insbesondere wenn ein Teil des Geschäftsmodells auf Projektentwicklung beruhte (Gröner Group, Wohninvest Holding, Project Immobilien, Euroboden, Gerchgroup). Tabelle: Immobilien-Investmentmarkt Deutschland scroll
Quelle: CBRE Research. M&A Märkte Ein wesentlicher Faktor für die Nachfrage nach der Art von Beratungsdienstleistungen, die VICTORIAPARTNERS anbietet, ist die allgemeine Transaktionsaktivität im M&A- und Kapitalmarkt innerhalb des Immobiliensektors sowie die Dynamik im Bereich der Immobilien- Investment Fonds. Der deutsche M&A-Transaktionsmarkt verharrte im Jahr 2024 fast unverändert auf dem schwachen Vorjahresniveau, wohingegen im europäischen Markt ein Volumenanstieg um ca. 22% verzeichnet werden konnte. Sowohl der europäische als auch der deutsche Markt lagen somit nach wie vor über 40% unterhalb des Niveaus des Jahres 2021. ![]() 2. Geschäftsverlauf Als auf den Immobiliensektor fokussiertes Corporate Finance-Beratungshaus hat sich VICTORIAPARTNERS eine führende Marktposition in ihren Geschäftsfeldern in der DACH- Region erarbeitet und die Marktdurchdringung im angrenzenden Ausland, insbesondere in einigen osteuropäischen Ländern, ausbauen können. Soweit im Folgenden von „Umsatzerlösen“ gesprochen wird, handelt es sich um den internen Steuerungsumsatz der Gesellschaft; dieser ist nahezu deckungsgleich mit den Provisionserträgen gemäß RechKredV und umfasst darüber hinaus lediglich einen geringfügigen Anteil umsatznaher Positionen aus den sonstigen betrieblichen Erträgen. Nachdem VICTORIAPARTNERS im Jahr 2023 einen Umsatzeinbruch von ca. 70% gegenüber dem Jahr 2022 verzeichnen musste konnte im Jahr 2024 die Ertragslage wieder verbessert werden, blieb jedoch mit Umsatzerlösen in Höhe von €12,3 Mio. (+76% ggü. Vorjahr, während die Gesellschaft mit einem Umsatzplus von 30 bis 50% gerechnet hatte) auf niedrigem Niveau verglichen mit den Jahren 2022 und davor. Trotz des nach wie vor sehr herausfordernden Marktumfeldes Im Immobiliensektor hat VICTORIAPARTNERS im Jahr 2024 eine Repräsentanz für den skandinavischen Markt in Stockholm eröffnet und erste Mitarbeiter vor Ort eingestellt, um in dieser Region Transaktionssituationen und Investorendialoge zu erschließen. Eine im Vergleich zum Branchendurchschnitt unterproportionale Personalfluktuation konnte insbesondere bei den jüngeren Mitarbeitern der Gesellschaft beobachtet werden. Der Stamm der festangestellten Mitarbeiter (einschließlich geschäftsführender Gesellschafter) ist im Jahr 2024 mit durchschnittlich rd. 25,8 Personen im Vergleich zu rd. 27,6 festangestellten Mitarbeitern im Jahr 2023 leicht gesunken. Leider wirkt sich der nach wie vor angeschlagene Immobilienmarkt auch auf die Solvenz und Zahlungsmoral einiger Mandanten aus, so dass im Berichtsjahr eine Wertberichtigung auf Kundenforderungen im Wert von -€1,25 Mio. gebucht wurde. 3. Lage Ertragslage Im Geschäftsjahr 2024 erzielte VICTORIAPARTNERS €12,3 Mio. an Umsatzerlösen. Dies entspricht einer Steigerung der Umsatzerlöse von ca. 76% gegenüber dem Krisenjahr für die Immobilienwirtschaft 2023. Das operative Ergebnis nach Bonuszahlungen an Mitarbeiter und Partner und vor Zinsen und Steuern (EBIT) spiegelt im Berichtsjahr mit €1,5 Mio. eine operative Stabilisierung und signifikante Steigerung gegenüber dem Vorjahresverlust in Höhe von -€5,2 Mio. wider. Wir hatten mit einem leicht positiven Jahresüberschuss und einer EBIT-Marge im Bereich von 10% gerechnet, was entsprechend eingetreten ist. scroll
Durch die Ausnutzung der Flexibilität bei der variablen Vergütung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern konnten die Lohn- und Gehaltskosten annähernd auf dem niedrigen Vorjahresniveau gehalten werden (€6,4 Mio. ggü. €6,3 Mio. in 2023). Eine signifikante Wertberichtigung einer Forderungen an Kunden musste in Höhe von €1,25 Mio. im Jahr 2024 vorgenommen werden. Bisherige Versuche, eine gütliche Einigung mit dem zahlungsunwilligen betreffenden Mandanten zu erreichen, haben noch zu keinem Ergebnis geführt. Die Geschäftsführung von VICTORIAPARTNERS prüft rechtliche Mittel zur Eintreibung der offenen Forderung. Finanzlage Die Finanzlage von VICTORIAPARTNERS ist im Geschäftsjahr 2024 als stabil zu beurteilen. Die Gesellschaft war auch im Jahr 2024 weiterhin unabhängig von externen Finanzierungsquellen und hatte keine Bankverbindlichkeiten oder sonstigen zinstragenden Verbindlichkeiten gegenüber nicht mit der Gesellschaft verbundenen Personen. Der Cash- Flow aus laufender Geschäftstätigkeit, nach Gehältern und Bonus-Zahlungen (Jahresüberschuss plus Abschreibungen) beträgt im Berichtsjahr rd. €1,3 Mio. und liegt damit wieder deutlich über Vorjahresniveau (-€1,3 Mio.). Als Beratungsgesellschaft im kontinentaleuropäischen Immobilienkapitalmarkt ist das Geschäftsmodell von VICTORIAPARTNERS nicht kapitalintensiv. Eine anhaltende Phase schwacher Umsätze jedoch zehrt an den Liquiditäts- und Eigenmitteln der Gesellschaft. Die Gesellschaft hatte im Berichtsjahr weder signifikante Investitionen zu tätigen noch externe Kapitalgeber im Zuge von Zinszahlungen oder sonstigem Kapitaldienst zu bedienen und ist somit, was ihre Finanzierung anbelangt, weiterhin komplett autark. Grundsätzlich schließt die Geschäftsführung nicht aus, zur Finanzierung von Wachstumsschritten oder zur Sicherung der Liquidität auch selektiv auf Fremdfinanzierung zurückzugreifen. Vermögenslage und wesentliche Bilanzpositionen scroll
Die Steigerung der kurzfristigen Forderungen und Vermögenswerte ist im Wesentlichen auf gestiegene Forderungen an Kunden, also bis zum Stichtag gestellte, aber noch nicht beglichene Kundenrechnungen von €6,9 Mio. im Geschäftsjahr 2024 zurückzuführen (gegenüber €2,3 Mio. per Jahresende 2023). Dies liegt insbesondere daran, dass ein Großteil des Umsatzes des Berichtsjahres erst im vierten Quartal 2024 entstanden ist. Der Anstieg der Rückstellungen resultierte im Wesentlichen aus einer Rückstellung für Personalkosten in Höhe von €2,0 Mio. ggü. €1,1 Mio. im Vorjahr, die auf die variable Vergütung der Mitarbeiter zurückgeht, welche im Februar 2025 gezahlt wurde. Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft liegt bei rd. 75% (verglichen mit 80% in 2023). Damit ist die Gesellschaft weiterhin sehr stark kapitalisiert. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Bei der Beurteilung der finanziellen Leistungsfähigkeit fokussiert die Geschäftsführung der Gesellschaft unverändert auf die folgenden Parameter:
Das Jahr 2024 war sowohl für den Immobiliensektor als auch für M&A-Transaktionen und somit auch für VICTORIAPARTNERS ein weiteres herausforderndes Jahr. Der Umsatz der Gesellschaft im Berichtsjahr konnte auf einem Niveau stabilisiert werden, das sowohl alle Plattformkosten der Gesellschaft sowie die variable Vergütung der Mitarbeiter leicht überstieg. Auch mit der Senkung des Zinsniveaus ist bislang lediglich eine Stabilisierung des Gesamtmarktumfelds, nicht aber eine deutliche Belebung des relevanten Transaktionsmarkt einhergegangen. Eine Rückkehr zu einem Marktumfeld, das deutlich höhere Umsatzerlöse zulässt, ist auch für das Jahr 2025 nicht abzusehen. Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 21,6 Professionals mit direktem Kundenbezug bei der Gesellschaft tätig. Diese Zahl ist im Berichtsjahr 2024 marginal auf 19,8 Professionals gesunken. Der Umsatz pro Professional ist damit von rd. €0,3 Mio. im Jahr 2023 auf €0,6 Mio. im Berichtsjahr gestiegen. Das operative Ergebnis (EBIT) erreichte im Berichtsjahr ein positives Niveau von €1,5 Mio. (nach einem operativen Verlust im Vorjahr). Die EBIT-Marge im Berichtsjahr liegt damit bei 11,9%. Insgesamt arbeitet die Geschäftsführung weiter daran, unter anderem auch durch Einsparmaßnahmen bei Sachkosten, den laufenden Aufwand zu senken, um bei einem Umsatzniveau von 2024 zukünftig profitabler zu werden. Die Geschäftsführung der Gesellschaft erachtet in der aktuellen Ausbaustufe von VICTORIAPARTNERS ein EBIT im Bereich von €5 bis 8 Mio. und eine EBIT-Marge von 25-30% als mittel- bis langfristiges Zielniveau, welches vor dem Hintergrund der Ausläufer der Krise im Immobilienmarkt im Jahr 2025 noch nicht erreichbar sein wird, sondern frühestens ab den Geschäftsjahren 2026/2027. 5. Gesamtaussage Die Vermögens- und Finanzlage von VICTORIAPARTNERS schätzt die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2024 als wieder stabilisiert ein. Die Ertragslage im Berichtszeitraum ist jedoch aufgrund des weiterhin angespannten Marktumfeldes im europäischen Immobiliensektor und im Immobilienkapitalmarkt auf einem niedrigen Niveau. Umsatz, Operatives Ergebnis und Jahresüberschuss waren im Geschäftsjahr 2024 noch nicht auf einem als nachhaltig zu bezeichnenden Niveau. Für eine positive Ertragsentwicklung der Gesellschaft ist zwingend eine deutliche Belebung des Marktumfeldes für Immobilientransaktionen erforderlich. Die Bilanz von VICTORIAPARTNERS zum Ende des Geschäftsjahres 2024 weist ein hohes Umlaufvermögen aus, welches die kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen mehr als vollständig abgedeckt. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten können per Jahresende 2024 sogar durch die Liquiden Mittel in Höhe von €1,7 Mio. vollständig abgedeckt werden. III. Prognosebericht für 2025 Als Corporate Finance-Beratungshaus für den Immobilienkapitalmarkt in Kontinentaleuropa verfügt VICTORIAPARTNERS über eine klar definierte Marktpositionierung und grenzt ihre Tätigkeitsfelder sowohl Sektor-bezogen als auch inhaltlich deutlich von breiter aufgestellten Beratungshäusern ab. Die Partner und Geschäftsführer verfügen individuell über etwa 25 Jahre relevante Erfahrung in der Corporate Finance- und M&A-Beratung oder in vergleichbaren Bereichen mit Bezug zum Immobilienkapitalmarkt in Europa. So besteht unverändert ein sehr enges und tragfähiges Netzwerk an Kunden- und Investorenbeziehungen. Diese personenbezogenen Kundenbeziehungen sind nach Einschätzung der Geschäftsführung kurzfristig nicht replizierbar und ermöglichen es der Gesellschaft, auch über Marktvolatilitäten hinweg profitable Beratungsmandate in ihren Kerngeschäftsfeldern zu generieren. Dies schließt jedoch nicht aus, dass die Gesellschaft bei gravierenden Veränderungen der Marktbedingungen kurzfristig auch signifikante Ertragsschwankungen hinnehmen muss. Im Jahr 2025 zeichnet sich eine punktuelle Stabilisierung des Marktumfeldes ab, allerdings auf niedrigem Niveau. Die allgemeine Transaktionsaktivität im Bereich der Wohnimmobilien und angrenzenden Segmenten (Studentenwohnen, Seniorenwohnen, Wohnen auf Zeit) hat im Vergleich zu 2024 bereits zugenommen und bietet Ansatzpunkte für Transaktionsmandate. Daneben steigt die Aktivität sowohl bei Transaktionen als auch bei Finanzierungsanfragen für Datencenter-Projekte kontinuierlich an. Im Rahmen der Bestrebungen von VICTORIAPARTNERS auch im Bereich Infrastruktur verstärkt Beratungsdienstleistungen anzubieten, können sich hieraus auch Ertragspotenziale für die Gesellschaft ergeben. Alle anderen Segmente des Immobilienmarkt sind nach Wahrnehmung der Geschäftsführung weiterhin von einer Zurückhaltung der Investoren beeinträchtigt. Die Auftragslage sowie intensive Kundendialoge deuten auf eine moderate Verbesserung der Situation für die Gesellschaft hin, aber da die Mandate in der Regel erst bei einem Transaktionserfolg zu einem ertragswirksamen Ergebnis für die Gesellschaft führen, übersetzt sich diese positive Entwicklung erst über mehrere Quartale in steigende Erträge. In den vergangenen Monaten und Jahren sind einige Transaktionssituationen der Marktlage geschuldet hinausgeschoben und verzögert worden. Es gibt gute Gründe dafür, dass bei einer Verstetigung des Marktumfeldes solche schwebenden Situationen reaktiviert werden können und in erfolgreiche Transaktionen münden. Für 2025 nehmen wir bereits ein gesteigertes Interesse von opportunistisch geprägten Finanzinvestoren an Kaufgelegenheiten war. Tatsächlich abgeschlossene Transaktionen auf Unternehmens- oder Portfolioebene sind jedoch nur vereinzelt zu verzeichnen. Im Bereich ICFA stellen wir ebenfalls eine deutliche Zurückhaltung der Investoren im Hinblick auf Neuengagements in Immobilienfonds fest. Zum einen sind die Immobilienquoten der institutionellen Investoren über die vergangenen Jahre bereits zu einem hohen Maße ausgenutzt, zum anderen erfüllen bereits aufgelegte Investment-Produkte oft nicht mehr die aktuellen (höheren) Verzinsungsansprüche der Investoren. Im Bereich Infrastruktur ist indes eher ein grundsätzliches Interesse vorhanden, jedoch sind Investoren sehr selektiv. Diese Anlageklasse ist bei Investoren insbesondere innerhalb der Nische der „grünen Energie“ von Interesse. VICTORIAPARTNERS arbeitet weiterhin daran, in diesem Bereich eine stärkere Marktpräsenz aufzubauen. Hinsichtlich der finanziellen Leistungsindikatoren erwartet die Geschäftsführung, vor dem Hintergrund des relevanten Zins- und Investmentumfelds, für das Geschäftsjahr 2025 folgende Entwicklung (im Vergleich zu dem Geschäftsjahr 2024):
VICTORIAPARTNERS plant mittelfristig keine Änderung des erfolgreichen und grundsätzlich profitablen Geschäftsmodells und erwartet auch in den kommenden Jahren einen klaren Aktivitätsschwerpunkt in den Bereichen M&A und ICFA. Die derzeitig schwache Marktphase und Unruhe im Bankensektor ist durchaus geeignet, bei den internationalen Investmentbanken zu einer taktischen Reallokation von Ressourcen zu führen. Eine Verlagerung der Ressourcen zu Lasten des Sektors Real Estate konnte auch in Folge der globalen Finanzkrise 2008/2009 beobachtet werden. Sollten die internationalen Investmentbanken im aktuellen Umfeld ähnlich reagieren, so könnte VICTORIAPARTNERS seine Marktposition durch stabile und verlässliche Kundenbetreuung stärken und Marktanteile gewinnen. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risiken Risiken im operativen Bereich Als fokussiertes Corporate Finance-Beratungshaus mit diversifiziertem Kundenportfolio liegen die wesentlichsten betrieblichen Risiken der Gesellschaft im Bereich Human Resources/ Personalwesen. Die Verfügbarkeit einer ausreichenden Anzahl qualifizierter Mitarbeiter über alle Hierarchieebenen hinweg ist für VICTORIAPARTNERS die wesentliche Voraussetzung zur Erbringung ihrer Dienstleistungen auf einem seitens ihrer Kunden erwarteten, hohen Qualitätsniveau. In diesem Kontext spielen, je nach Seniorität der Mitarbeiter, der Ausbildungsgrad und die Fachkenntnisse im Bereich Corporate Finance, die individuelle persönliche Motivation und das persönliche Kundennetzwerk jeweils entscheidende Rollen für den geschäftlichen Erfolg von VICTORIAPARTNERS. Der Verlust erfahrener Mitarbeiter mit Kundenverantwortung oder mehrerer jüngerer in der Projektabwicklung eingesetzter Mitarbeiter gleichzeitig könnte zu signifikanten Beeinträchtigungen der Leistungsfähigkeit der Gesellschaft führen und stellt ein Risiko dar. Ebenso könnte es zu mittelfristigen Kapazitätsengpässen kommen, falls es der Gesellschaft zukünftig nicht gelingen sollte, im regelmäßigen jährlichen Turnus mindestens zwei bis drei passende Hochschulabsolventen mit geeignetem Kompetenzprofil zu identifizieren und als Professionals einzustellen. Durch ein strukturiertes und professionelles Hochschulmarketing sowie regelmäßige Weiterbildungsinitiativen, eine aktive Personalführung und regelmäßige Team-Veranstaltungen versucht die Gesellschaft die Risiken im Bereich Human Resources soweit möglich zu reduzieren. Als weiteres operativ geprägtes Risiko ist zunehmend der Zahlungsausfall von Kundenforderungen zu identifizieren. Trotz der insgesamt guten Diversifizierung der Umsatzstruktur der Gesellschaft kann eine drohende oder kurzfristig eintretende finanzielle Schieflage einzelner großer Kunden auch in der Zukunft zu Abschreibungen von Forderungen auf bereits erfolgreich abgeschlossene Projekte führen und damit zu einer Ertragsreduzierung, bzw. einem negativen Deckungsbeitrag auf Einzelprojektebene und hiermit verbundene negative Liquiditätseffekte für die Gesellschaft. Die VICTORIAPARTNERS GmbH nutzt eine moderne IT- und Telekommunikations- Infrastruktur sowie Internet-basierte Finanzinformationssysteme und ist insofern von der dauerhaften Funktionsfähigkeit und Verfügbarkeit dieser technischen Infrastruktur abhängig. Ein auch nur temporärer Ausfall der IT-Systeme stellt ein materielles Risiko für die Gesellschaft dar, dem die Geschäftsführung über die Etablierung einer sog. Cloud-basierten Datenhaltung, täglichen Back-ups und der Zusammenarbeit mit führenden IT-Dienstleistern begegnet. Politische und rechtliche Risiken Der Tätigkeitsbereich der Gesellschaft unterliegt im Berichtsjahr keinem besonderen politischen Fokus und ist keinen direkten politischen Risiken ausgesetzt. Allenfalls die politische Einflussnahme auf den Immobilienmarkt - und dort insbesondere das Wohnimmobiliensegment - haben einen gewissen indirekten Einfluss auf die Geschäftstätigkeit von VICTORIAPARTNERS. Besondere Risiken für die Finanz- oder Ertragslage der Gesellschaft lassen sich hieraus jedoch unverändert nicht ableiten. Als rechtliches Risiko können sich verändernde gesetzliche Anforderungen hinsichtlich der etwaigen Regulierung der von der Gesellschaft ausgeübten Tätigkeiten benannt werden. Im Jahr 2023 hat die Geschäftsführung einen Erlaubnisantrag nach §15 WpIG gestellt, der das derzeitige Tätigkeitsspektrum von VICTORIAPARTNERS regulatorisch absichert und einen zusätzlichen Ausbau ermöglicht. Dieser Antrag wurde im Jahr 2023 positiv beschieden und die Gesellschaft hat mit Beginn des Jahres 2024 die erlaubnispflichtigen Tätigkeiten aufgenommen. Der durch die Regulierung entstehende zusätzliche finanzielle und administrative Aufwand besteht in Teilen aus Einmalkosten, ein erheblicher Teil wird allerdings jährlich wiederkehren und fällt nicht nur proportional zum erzielten Umsatz an. Veränderungen in der bestehenden Regulierung können Anpassungsschritte und damit zusätzlichen Aufwand erforderlich machen. Weitere rechtliche oder regulatorische Risiken können aktuell von der Geschäftsführung nicht erkannt werden. Marktrisiken Auch im Jahr 2024 konnte sich das Marktumfeld (in der Folge der zinsinduzierten Krise am Immobilienmarkt) noch nicht vollständig erholen. Weitere Risiken für die Geschäftstätigkeit von VICTORIAPARTNERS könnten sich ergeben, falls sich das allgemeine Aktivitätsniveau am Immobilientransaktionsmarkt auch mittelfristig nicht wieder deutlich erhöhen wird. Sollte sich entweder das Finanzierungsumfeld wieder verschlechtern oder die in den vergangenen Jahren zu verzeichnende Preisanpassung im europäischen Immobiliensektor über Immobiliengattungen hinweg weiter anhalten, könnte die abwartende Haltung der wesentlichen Investoren und Kunden von VICTORIAPARTNERS weiter andauern und die Umsetzung von Transaktionen sich somit verschieben oder gar komplett ausbleiben. Eine geringere Transaktionsaktivität aufgrund eines Ungleichgewichts im Immobilienkapitalmarkt könnte zu geringeren Umsätzen der Gesellschaft führen. Darüber hinaus geht ein schlechtes Umfeld im Immobilientransaktionsmarkt regelmäßig mit einer schlechten wirtschaftlichen Situation der Mandanten von VICTORIAPARTNERS einher. Selbst bei erfolgreichen Transaktionen könnten sich somit der Solvenz einzelner Mandanten geschuldet Zahlungsausfälle und Wertberichtigungen auf Forderungen ergeben. 2. Chancen Die wesentlichen Chancen für VICTORIAPARTNERS liegen einerseits im weiteren kontinuierlichen Ausbau ihrer starken Marktposition im Segment der Corporate Finance- Beratung im Immobiliensegment in der DACH-Region, einschließlich des ICFA-Geschäfts. Ein weiterer, auf den engen Kundenbeziehungen basierender Zuwachs an Marktanteilen in den Kerngeschäftsfeldern der Gesellschaft kann mittelfristig (im Vergleich zum Berichtsjahr) wieder zu deutlichem Umsatz- und Ertragswachstum führen, ohne hierbei signifikante Investitionen zu erfordern. Zusätzlich ist die Geschäftsführung der Auffassung, dass die Positionierung der Gesellschaft mit den bestehenden Tätigkeitsbereichen und mit der Aufnahme der Geschäftstätigkeit in Skandinavien ein signifikantes Potenzial zur mittelbis langfristigen Gewinnung von institutionellen Neukunden und zur Generierung von zusätzlichen Umsätzen bietet. 3. Gesamteinschätzung Neben einer deutlich ausgeprägten Abhängigkeit von einem funktionierenden Finanzierungsmarkt hat die Gesellschaft als wichtigste Risiken die Bereiche Human Resources/Personal und die ständige Verfügbarkeit einer leistungsfähigen IT-Infrastruktur identifiziert. Diese beiden Bereiche haben sich im Berichtsjahr 2024 in ihrer Relevanz und Ausprägung im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. So konnte VICTORIAPARTNERS die personellen Abgänge im Berichtsjahr über kurzfristige und qualifizierte Neueinstellungen gut kompensieren, ohne hierbei irgendeine Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit der Gesellschaft verzeichnen zu müssen. Weitere identifizierte Risikobereiche haben grundsätzlich entweder eine deutlich indirektere oder weniger substanzielle Auswirkung auf die Ertragskraft und die finanzielle Leistungsfähigkeit der Gesellschaft. Die wesentlichsten Chancen für zukünftiges Ertragswachstum erkennt die Gesellschaft in der weiteren kontinuierlichen regionalen Expansion als unabhängiger, spezialisierter Corporate Finance-Berater für den Immobilien- und Infrastrukturkapitalmarkt.
Frankfurt am Main, 11.12.25 Unterschrift BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die VICTORIAPARTNERS GmbH, Frankfurt am Main Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der VICTORIAPARTNERS GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der VICTORIAPARTNERS GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Offenbach am Main, den 11.12.2025 Müllergroß GmbH Christian Müllergroß, Wirtschaftsprüfer Thomas Müllergroß, Wirtschaftsprüfer |
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