Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 98162
Eingetragen
11.12.2013
Branche
BeteiligungsgesellschaftenWagniskapital-BeteiligungsgesellschaftenKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Gegenstand
die Erbringung von Beratungsleistungen, insbesondere für den Transaktions- und kapitalmarkt im Immobilien- und Infrastrukturbereich. Die Gesellschaft erbringt u. A. Wertpapierdienstleistungen nach dem Wertpapierinstitutsgesetz (WpIG), namentlich die Anlagevermittlung (§ 2 Abs. 1 Nr. 3 WpIG), die Anlageberatung (§ 2 Abs. 1 Nr. 4 WpIG) und die Abschlussvermittlung (§ 2 Abs. 1 Nr. 5 WpIG). Die Gesellschaft ist nicht befugt, bei der Erbringung von Wertpapierdienstleistungen Eigentum oder Besitz an Kundengeld oder Kundenwertpapieren zu erwerben. Die Gesellschaft darf keine Grundstücke oder grundstücksgleichen Rechte unmittelbar erwerben.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Max Jäger
seit 18.7.2025
Prokura
Tobias Dr. Dechant
seit 11.5.2023
Prokura
Prokura
Karsten Wirth
seit 10.12.2022
Prokura
Daniel Schülken
seit 22.6.2022
Prokura
Marco Diesing
seit 19.1.2018
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Sebastian Fuchs
seit 11.12.2013
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (5)

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
VICTORIAPARTNERS GmbHEigenbeteiligung
5.00%

Gesellschafter
Beta

6 Gesellschafter

GmbH-Struktur

5 von 6 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Porta Praetoria Asset Management GmbH
Germany
50.000 €
20.00%
OLAF Victoria Beteiligungsverwaltung GmbH
Germany
50.000 €
20.00%
Sustenia Asset Management GmbH
Germany
50.000 €
20.00%
VICTORIAPARTNERS Beteiligungs GmbH & Co. KG
Germany
50.000 €
20.00%
MMSD GmbH
Germany
37.500 €
15.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

VICTORIAPARTNERS GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Anlagen

Bilanz zum 31.12.2023

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Allgemeine Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften

BILANZ zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.628,93 4.628,93
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 205.398,00 197.268,00
III. Finanzanlagen
1. sonstige Ausleihungen 0,00 2.329.146,26
210.026,93 2.531.043,19
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. geleistete Anzahlungen 18.833,29 115.349,28
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.263.382,86 7.214.772,27
2. sonstige Vermögensgegenstände 4.106.650,06 6.370.032,92 5.887.213,06 13.101.985,33
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.800.303,59 5.729.696,79
10.189.169,80 18.947.031,40
C. Rechnungsabgrenzungsposten 120.458,22 70.136,13
10.519.654,95 21.548.210,72

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 250.000,00 250.000,00
eigene Anteile 12.500,00- 12.500,00-
ausgegebenes Kapital 237.500,00 237.500,00
II. Kapitalrücklage 500.000,00 500.000,00
III. Gewinnrücklagen
1. andere Gewinnrücklagen 3.512.500,00 3.512.500,00
IV. Gewinnvortrag 8.348.103,46 6.467.755,30
V. Jahresfehlbetrag 4.214.718,73 -4.231.815,40
8.383.384,73 14.949.570,70
B. Rückstellungen
1. sonstige Rückstellungen 1.518.836,57 1.828.642,48
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 115.108,25 200.966,39
2. sonstige Verbindlichkeiten 502.325,40 617.433,65 4.567.731,15 4.768.697,54
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 1.300,00
10.519.654,95 21.548.210,72

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023 2022
1. Umsatzerlöse 6.979.023,01 23.610.565,66
2. Gesamtleistung 6.979.023,01 23.610.565,66
3. sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 1.991,27 4.715,90
b) übrige sonstige betriebliche Erträge 113.612,66 115.603,93 70.520,50 75.236,40
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 128,56 0,00
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -6.274.446,19 -13.220.031,75
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -502.720,09 -6.777.166,28 -503.804,89 -13.723.836,64
- davon für Altersversorgung EUR 220,00 (EUR 0,00)
6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -53.207,94 -71.144,50
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten -2.863.611,33 -556.636,71
7. sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Raumkosten -572.687,70 -511.082,05
b) Versicherungen, Beiträge und Abgaben -127.829,47 -115.227,08
c) Reparaturen und Instandhaltungen -88.619,37 -109.039,68
d) Fahrzeugkosten -22.135,08 -20.035,23
e) Werbe- und Reisekosten -1.028.632,26 -933.442,04
f) verschiedene betriebliche Kosten -761.302,54 -1.564.492,48
g) Verluste aus Wertminderungen oder aus dem Abgang von Gegenständen des Umlaufvermögens und Einstellungen in die Wertberichtigung zu Forderungen -15.098,13 0,00
h) übrige sonstige betriebliche Aufwendungen -28.393,31 -2.644.697,86 -20.227,25 -3.273.545,81
8. Betriebsergebnis -5.243.927,91 6.060.638,40
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 245.198,18 184.795,77
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 784.011,00 -2.013.618,77
11. Ergebnis nach Steuern -4.214.718,73 4.231.815,40
12. Jahresfehlbetrag 4.214.718,73 -4.231.815,40

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: VICTORIAPARTNERS GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Frankfurt am Main
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Frankfurt am Main
Register-Nr.: 98162

Der Jahresabschluss weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

Ausleihungen zum Nennwert

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

2. Umlaufvermögen

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

3. Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Rückstellungen, die voraussichtlich erst mehr als ein Jahr nach dem Bilanzstichtag zu erfüllen sind, werden abgezinst. Zur Abzinsung werden die von der Deutschen Bundesbank ermittelten laufzeitabhängigen Abzinsungssätze herangezogen.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen und Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Der Betrag der in den kumulierten Abschreibungsbeträgen nicht enthaltenen Sofortabschreibungen beläuft sich auf: 4.649,28 EUR.

Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres: 213.977,74 EUR. Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres: 262.536,40 EUR.

Der Wert der Ausleihungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 0,00 EUR (Vorjahr: 2.329.146,26 EUR ).

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.107,93 0,00 0,00 0,00 5.107,93
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 5.107,93 0,00 0,00 0,00 5.107,93
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 410.766,74 61.337,94 4.649,28 0,00 467.455,40
Summe Sachanlagen 410.766,74 61.337,94 4.649,,28 0,00 467.455,40
III. Finanzanlagen
sonstige Ausleihungen 2.329.146,26 0,00 2.329.146,26 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 2.329.146.,26 0,00 2.329.146,26 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 2.745.020,93 61.337,94 2.333.795,54 0,00 472.563,33
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023 Abschreibungen Geschäftsjahr Zugänge
EUR EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 479,00 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 479,00 0,00 0,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 213.498,74 53.207,94 0,00
Summe Sachanlagen 213.498,74 53.207,94 0,00
III. Finanzanlagen
sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 213.977,74 53.207,94 0,00
Abgänge Umbuchungen kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 479,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 479,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.649,28 0,00 262.057,40
Summe Sachanlagen 4.649,28 0,00 262.057,40
III. Finanzanlagen
sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 4.649,28 0,00 262.536,40
Zuschreibungen Geschäftsjahr Buchwert 31.12.2023
EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 4.628,93
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 4.628,93
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 205.398,00
Summe Sachanlagen 0,00 205.398,00
III. Finanzanlagen
sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 0,00 210.026,93

2. Umlaufvermögen

Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 3.092.612,00 EUR (Vorjahr: 5.093.925,07 EUR).

Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern

Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 2.883,10 EUR (Vorjahr: 2.840,49 EUR). Die Restlaufzeit der Forderungen ist größer als 5 Jahre.

Sonstige Vermögensgegenstände

In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind keine größeren Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen.

3. Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:

Rückstellungen für Tantiemen und Boni, den ausstehenden Urlaub der Mitarbeiter, für ausstehende Rechnungen, die Aufbewahrungsverpflichtung und für Abschlussprüfungskosten.

4. Verbindlichkeiten

Angaben zu Restlaufzeiten

Gesamt 31.12.2023 davon mit Restlaufzeit bis 1 Jahr 31.12.2023 davon mit Restlaufzeit mehr als 1 Jahr 31.12.2023 Gesamt 31.12.2022
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 115.108,25 115.108,25 0,00 200.966,39
sonstige Verbindlichkeiten 502.325,40 502.325,40 0,00 4.567.731,15
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 13.537,47 13.537,47 0,00 1.946,14
Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt 15.432,51 15.432,51 0,00 28.847,32
Verbindlichkeiten aus Steuern 466.555,91 466.555,91 0,00 4.530.477,16
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 6.799,51 6.799,51 0,00 6.460,53
davon mit Restlaufzeit bis 1 Jahr 31.12.2022 davon mit Restlaufzeit mehr als 1 Jahr 31.12.2022
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 200.966,39 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 4.567.731,15 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 1.946,14 0,00
Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt 28.847,32 0,00
Verbindlichkeiten aus Steuern 4.530.477,16 0,00
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 6.460,53 0,00

IV. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 553.913,87 EUR im Jahr sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

Mietzahlungen für Geschäftsräumlichkeiten und Garagenplätze. Die Mietverträge haben eine Laufzeit bis Mai 2030.

V. Sonstige Angaben

1. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die Anzahl der Arbeitnehmer (ausschließlich Angestellte) betrug im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 28.

2. Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Sebastian Fuchs ausgeübter Beruf: Kaufmann
Geschäftsführer: Dr. Christian Schlüter ausgeübter Beruf: Kaufmann
Geschäftsführer: Marco Diesing ausgeübter Beruf: Kaufmann

Vergütungen der Geschäftsführer

Als Vergütung für die geleisteten Tätigkeiten im Berichtsjahr wurden 1.956.739,78 EUR gewährt.

Gewährte Vorschüsse und Kredite an Geschäftsführer

Kreditentwicklung Betrag
EUR
Stand bisheriger Kredite zum 01.01.2023 0,00
Rückzahlungen im Berichtsjahr 3.546,32
Neuvergaben im Berichtsjahr 3.546,32
= neuer Kreditbestand zum 31.12.2023 0,00

3. Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresfehlbetrag beträgt 4.214.718,73 EUR. Der Jahresfehlbetrag wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Frankfurt am Main, 27. Februar 2025

Unterschrift

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

VICTORIAPARTNERS GmbH ("VICTORIAPARTNERS" oder die "Gesellschaft") agiert als Investment Banking Boutique und berät bei Corporate Finance-Transaktionen im kontinentaleuropäischen Immobiliensektor sowie inhaltlich angrenzenden Sektoren, inklusive Infrastruktur. Dies umfasst insbesondere drei Tätigkeitsbereiche: erstens die Strukturierung und Begleitung von Unternehmensakquisitionen und Unternehmensverkäufen sowie strategischen Beteiligungen, Rekapitalisierungs- und Restrukturierungssituationen und Joint Ventures (Bereich "M&A"); zweitens die Vorbereitung und Umsetzung von Börsengängen sowie Folge-Transaktionen auf der Eigenkapital sowie Fremdkapitalseite, einschließlich laufender strategischer Beratung zur Kapitalmarktpositionierung (Bereich "Capital Markets Advisory"); sowie drittens die Konzeption, Strukturierung und Kapitaleinwerbung von, bzw. für institutionell verwaltete Investmentvehikel im Immobilien- und Infrastruktursektor - insbesondere regulierte Fondsstrukturen - für qualifizierte Anleger sowie das Arrangieren von maßgeschneiderten Finanzierungslösungen (Bereich Institutional Capital and Funds Advisory, "ICFA").

Hierbei agiert VICTORIAPARTNERS in der Funktion eines Financial Advisor sowohl für börsennotierte als auch nicht-börsennotierte Unternehmen, Private Equity-Investoren, institutionelle Investoren mit Immobilien- oder Infrastrukturfokus, Investment- bzw. Asset- Manager sowie quasi-institutionelle Family Offices. Aufgrund der langjährigen Tätigkeit der Partner und Geschäftsführer in der sogenannten DACH-Region - den Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz - liegt hier ein besonderer geschäftlicher Schwerpunkt der Gesellschaft.

Im Rahmen ihres klar definierten Tätigkeitsbereichs strebt VICTORIAPARTNERS kontinuierlich einen hohen Marktanteil insbesondere in den Geschäftsfeldern M&A und ICFA an. Wachstumsmöglichkeiten ergeben sich primär über die weitere geographische Expansion innerhalb Kontinentaleuropas.

2. Rechtliche und organisatorische Struktur

Die VICTORIAPARTNERS GmbH ist eine in Frankfurt am Main ansässige Gesellschaft mit beschränkter Haftung und €250.000 Stammkapital (davon zum Stichtag €12.500 eigene Anteile), das voll eingezahlt ist. Im Geschäftsjahr 2023 hat VICTORIAPARTNERS von ihrem Sitz aus Frankfurt am Main heraus mit durchschnittlich 26,6 in Vollzeit beschäftigten Mitarbeitern (einschließlich Geschäftsführung) ihre Dienstleistungen erbracht 1. Die Gesellschaft hatte im Geschäftsjahr 2023, wie auch in den Vorjahren, keine operativ tätigen Tochter- oder Schwestergesellschaften.

Trotz der inhaltlichen Differenzierung der angebotenen Leistungen in den Bereichen M&A, Capital Markets Advisory und ICFA besteht keine formelle Trennung innerhalb des Teams oder organisatorische Gliederung in verschiedene Abteilungen. Vielmehr setzt die Geschäftsführung von VICTORIAPARTNERS ihre Mitarbeiter parallel in den verschiedenen Dienstleistungsbereichen ein.

3. Forschung und Entwicklung, Mitarbeiterentwicklung

Als reines Dienstleistungsunternehmen spielt klassische Forschungs- und Entwicklungstätigkeit für die Gesellschaft eine nur untergeordnete Rolle. Fokus der innerbetrieblichen Entwicklungstätigkeit liegt in der laufenden Weiterentwicklung der Mitarbeiter. Diese Verbesserung der Mitarbeiterqualifikation erreicht die Gesellschaft einerseits über regelmäßige interne Seminare zur Weiterbildung, welche meist von Partnern oder Mitarbeitern im Rang eines Managing Directors begleitet werden. Weiterhin werden die Mitarbeiter den jeweiligen Kundenprojekten über ein zentral geführtes Staffing-System zugeordnet. Im Rahmen dieses Staffing-Systems wird sowohl eine ausgeglichene Arbeitsverteilung im Team als auch entsprechend diversifizierte Aufgabenstellungen für jeden einzelnen Mitarbeiter gewährleistet.

1 Durchschnittliche Mitarbeiterzahl errechnet über durchschnittlich zum jeweiligen Monatsende aktive, festangestellte Mitarbeiter und Geschäftsführer.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Überblick gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Im Jahr 2023 stand die deutsche Wirtschaft vor erheblichen Herausforderungen, die sich in einem leichten Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,3% im Vergleich zum Vorjahr widerspiegelten. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang 0,1%. Diese Stagnation ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen: Neben den hohen Preisen und den steigenden Zinsen war insbesondere auch die schwache Nachfrage aus dem In- und Ausland ein wesentlicher Faktor. Hierbei spielten vor allem die anhaltenden geopolitischen Krisen und die dadurch gestörten Lieferketten und hohen Energiepreisen eine entscheidende Rolle und verhinderten eine substanzielle wirtschaftliche Erholung nach der COVID-19-Pandemie.

Die Inflation war im Jahr 2023 ein zentrales Thema. Mit einer durchschnittlichen Teuerungsrate von 5,9% lag sie zwar leicht unter dem (hohen) Vorjahreswert von 6,9%, aber immer noch deutlich über dem angestrebten Inflationsziel der EZB von 2,0%. Die hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen belasteten sowohl die Verbraucher als auch die Unternehmen. Besonders betroffen waren energieintensive Industriezweige wie die Chemie- und Metallindustrie, die bereits 2022 stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatten. Im 4. Quartal 2023 sank erstmals die Inflation (Veränderung ggü. Vorjahresmonat) unter 4,0% und bereitete damit eine Perspektive für eine Lockerung der Zins- und Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB).

Abbildung: Entwicklung des EZB-Hauptrefinanzierungssatzes sowie des 3M Euribor

Quelle: EZB, Bloomberg.

Die EZB hatte im Jahresverlauf 2023, um der hohen Inflation entgegenzuwirken, die Leitzinsen in mehreren Schritten auf bis zu 4,5% angehoben. Diese Maßnahmen führten zu deutlich ungünstigeren Finanzierungsbedingungen, was insbesondere das Baugewerbe, den Immobiliensektor und andere kapitalintensive Branchen belastete. Die steigenden Zinsen erschwerten es Unternehmen und Privatpersonen, Kredite aufzunehmen, was die Investitionstätigkeit und den Konsum dämpfte und großen Druck auf die Asset-Preise aufkommen ließ und so das Wirtschaftswachstum verlangsamte.

Entwicklung der Kapitalmärkte

Sowohl der Dax 40 Index, als auch der EPRA NAREIT Germany konnten im Laufe des Jahres 2023 deutlich zulegen (20,3% und 27,7%). Im Vorjahr mussten beide Indizes jedoch deutlich negative Entwicklungen hinnehmen, so sank der Dax 40 um ca. 13% und der immobilienspezifische EPRA NAREIT Germany Index musste sogar über 60% seines Standes von Anfang Januar 2022 abgeben. Für den Dax 40 trugen eine spürbare Erholung in verschiedenen Sektoren, insbesondere in der Automobil- und Technologiebranche, zur positiven Performance im Jahr 2023 bei. Im Immobiliensektor führte die graduelle Stabilisierung von Inflations- und Zinsniveau in der zweiten Hälfte des Jahres 2023 zu einer positiveren Einschätzung der Zukunftsaussichten für den Sektor.

Abbildung: Entwicklung Dax 40 Index und EPRA NAREIT Germany Index

Quelle: EPRA, Bloomberg.

Entwicklung der Immobilienmärkte

Wie bereits im Jahr 2022 waren die europäischen Immobilienmärkte im Jahr 2023 weiterhin von äußerst geringer Transaktionsaktivität und stagnierenden bis sinkenden Preisniveaus gekennzeichnet. Über alle Assetklassen hinweg kam es in den Kernmärkten der Gesellschaft zu deutlichen (negativen) Wertkorrekturen und Preisanpassungen. Das Transaktionsgeschehen bei Portfolien kam fast gänzlich zum Erliegen.

Die Kundengruppe der Projektenwicklungsunternehmen, einschließlich der auf Wohnungen fokussierten Bauträger, litt im Berichtsjahr mit am stärksten unter dem massiv veränderten Finanzierungsumfeld und war in sämtlichen Phasen der Wertschöpfungskette negativ beeinträchtigt. Signifikante Insolvenzen von Projektentwicklern aber auch spürbare finanzielle Schwierigkeiten bei Bestandhaltern und Asset Managern (Signa-Gruppe, Centrum-Gruppe, Development Partner, Euroboden, Gerch-Gruppe, Corestate, Adler Real Estate) belasten den Markt und die Kapitalgeber auch über das Berichtsjahr hinaus.

Tabelle: Immobilieninvestmentmarkt Deutschland

2021 2022 2023 Veränderung
(€ Mio.) (€ Mio.) (€ Mio.) (2023 vs. 2022)
Investmentvolumen gesamt 112.314 66.573 28.578 -57%
davon Portfolios 56.875 24.787 9.019 -64%
davon Einzel-Assets 55.439 41.786 19.559 -53%

Quelle: CBRE Research.

Das Transaktionsvolumen im deutschen Immobiliensektor belief sich 2023 lediglich noch auf rund €28,6 Mrd., gegenüber €112,3 Mrd. im Jahr 2021, was einem signifikanten Rückgang um fast 75% entspricht. Das Jahr 2022 war bereits gekennzeichnet von niedriger Transaktionsaktivität, doch 2023 unterbot diese Werte nochmal deutlich mit einem Minus von ca. 57%.

M&A Märkte

Ein wesentlicher Faktor für die Nachfrage nach der Art von Beratungsdienstleistungen, die VICTORIAPARTNERS anbietet, ist die allgemeine Transaktionsaktivität im M&A- und Kapitalmarkt innerhalb des Immobiliensektors sowie die Dynamik im Bereich der Immobilien- Investment Fonds.

Das Jahr 2023 war insbesondere in der ersten Hälfte des Jahres von signifikanter Unsicherheit in Bezug auf die Inflations- und Zinsentwicklung gekennzeichnet. Zusammen mit der unsicheren geopolitischen Lage und dem weiterhin angespannten Finanzierungsmarkt ergab sich so kein Umfeld, in dem Käufer und Verkäufer im Rahmen von M&A-Transaktionen im Immobiliensektor zueinander fanden. Für 2023 muss jedoch in Summe ein weiterer Rückgang der abgeschlossenen Transaktionen über alle Sektoren hinweg sowohl in Europa als auch in Deutschland verzeichnet werden. Gegenüber 2021 betrug dieser Rückgang für Europa 52%, für Deutschland 37%. Erst mit einer perspektivischen Stabilisierung des Umfeldes in 2024 könnte ein verbessertes Sentiment den Grundstein für ein Erstarken des Käuferinteresses im Verlaufe des Jahres 2024 legen.

Abbildung: M&A Transaktionsvolumen über alle Sektoren

Quelle: Bloomberg.

2. Geschäftsverlauf

Als auf den Immobiliensektor fokussiertes Corporate Finance-Beratungshaus hat sich VICTORIAPARTNERS in den zehn Jahren seit ihrer Gründung eine führende Marktposition in ihren Geschäftsfeldern in der DACH-Region erarbeitet und im angrenzenden Ausland, insbesondere in einigen osteuropäischen Ländern, ausbauen können.

Die komplett eingebrochene Transaktionsaktivität im Jahr 2023 führte jedoch für VICTORIAPARTNERS zu einem Umsatzeinbruch von ca. 70% gegenüber dem Jahr 2022 (€7,0 Mio. ggü. €23,6 Mio. im Vorjahr). Trotz guter Mandatslage und prozessual fortgeschrittenen Projekten, konnten nur einzelne Projekte zum Abschluss gebracht werden. Ca. 50% des Umsatzerlöses entfallen in der Berichtsperiode auf den Bereich M&A, ca. 30% der Umsatzerlöse entfallen auf den Bereich ICFA und ca. 20% auf den Bereich Capital Markets Advisory. Darüber hinaus spiegelte sich der stark angeschlagene Immobilienmarkt auch in der Solvenz und Zahlungsmoral einzelner Mandanten wider und führte schlussendlich auch zur Notwendigkeit, einzelne Forderungen im Wert zu berichtigen.

Eine gewisse Personalfluktuation, wenn auch auf branchenunterdurchschnittlichem Niveau, konnte insbesondere bei den jüngeren Mitarbeitern der Gesellschaft beobachtet werden. Der Stamm der festangestellten Mitarbeiter (einschließlich geschäftsführender Gesellschafter) ist im Jahr 2023 mit durchschnittlich rd. 27 Personen im Wesentlichen gleichgeblieben, im Verglich zu rd. 26 festangestellten Mitarbeitern im Jahr 2022.

Im Berichtsjahr mussten Darlehen im Zusammenhang mit einem Projekt der Callidus Real Estate Capital GmbH signifikant wertberichtigt werden. Somit schloss die VICTORIAPARTNERS GmbH ihr Geschäftsjahr mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von €4,2 Mio. ab.

Ausstehende Darlehen mit einer Restvaluta von ca. €2,4 Mio. wurden im Zusammenhang mit dem Verkauf Eigener Anteile der VICTORIAPARTNERS GmbH im Rahmen der Erweiterung des Gesellschafterkreises im Jahr 2020 durch eine disquotale Gewinnausschüttung an einen aktiven Partner und Geschäftsführer der Gesellschaft getilgt.

3. Lage

Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 erzielte VICTORIAPARTNERS €7,0 Mio. Umsatzerlöse, dies entspricht einem Umsatzrückgang von ca. 70% gegenüber dem Vorjahr.

Das operative Ergebnis nach Bonuszahlungen an Mitarbeiter und Partner und vor Zinsen und Steuern (EBIT) spiegelt im Berichtsjahr mit -€5,2 Mio. eine signifikante Verringerung gegenüber dem Vorjahr wider (€6,0 Mio. in 2022), beinhaltet jedoch einmalige Sondereffekte aus der Wertberichtigung von Forderungen.

In tausend €, sofern nicht anders angegeben 2023 2022 Veränderung ggü. Vj. absolut Veränderung ggü. Vj. relativ
Umsatzerlöse 6.979 23.611 -16.632 -70,4%
Operatives Ergebnis (EBIT) -5.244 6.061 -11.305 -186,5%
EBIT-Marge nm 25,7%
Ergebnis vor Steuern -4.999 6.245 -11.244 -180,0%
Jahresüberschuss -4.215 4.232 -8.447 -199,6%

Trotz einer Anpassung der variablen Vergütung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und der damit verbundenen Reduktion der Lohn- und Gehaltskosten um ca. 50% gegenüber dem Vorjahr musste der signifikante Umsatzeinbruch zu einem negativen Operativen Ergebnis führen.

Im Rahmen eines Immobilienprojektes der Callidus Real Estate Capital GmbH ("CREC") hat VICTORIAPARTNERS sich bereits in 2021/22 über die Gewährung von Darlehen an die CREC aber auch direkt an die betreffende Projektgesellschaft an der Finanzierung des Projektes beteiligt. Ein Erfolg dieses Projektes ist zum Berichtszeitpunkt nicht wahrscheinlich, daher wurde das Darlehen an die Projektgesellschaft vollständig wertberichtigt, die Darlehen an CREC jeweils zu einem Drittel wertberichtigt. In Summe ergibt sich hieraus eine Abschreibung in Höhe von €2,8 Mio., die als einmaliger Sondereffekt im Berichtsjahr zu verbuchen sind.

Finanzlage

Die Finanzlage von VICTORIAPARTNERS ist im Geschäftsjahr 2023 als stabil einzuschätzen. Die Gesellschaft war auch im Jahr 2023 weiterhin vollständig unabhängig von externen Finanzierungsquellen und hatte keine Bankverbindlichkeiten oder sonstigen zinstragenden Verbindlichkeiten gegenüber nicht mit der Gesellschaft verbundenen Personen. Der Cash- Flow aus laufender Geschäftstätigkeit, nach Gehältern und Bonus-Zahlungen (Jahresüberschuss plus Abschreibungen) beträgt im Berichtsjahr jedoch rd. -€1,3 Mio. und liegt damit deutlich unter Vorjahresniveau (€4,9 Mio.).

Als Beratungsgesellschaft im kontinentaleuropäischen Immobilienkapitalmarkt ist das Geschäftsmodell von VICTORIAPARTNERS nicht kapitalintensiv. Eine anhaltende Phase schwacher Umsätze jedoch zehrt an den Liquiditäts- und Eigenmitteln der Gesellschaft. Die Gesellschaft hatte im Berichtsjahr weder signifikante Investitionen zu tätigen noch externe Kapitalgeber im Zuge von Zinszahlungen oder sonstigem Kapitaldienst zu bedienen und ist somit, was ihre Finanzierung anbelangt, weiterhin komplett autark. Zukünftig schließt die Geschäftsführung nicht aus, zur Finanzierung von Wachstumsschritten oder zur Sicherung der Liquidität auch selektiv auf Fremdfinanzierung zurückzugreifen.

Vermögenslage und wesentliche Bilanzpositionen

in tausend €, sofern nicht anders angegeben 2023 2022 Veränderung ggü. Vj. absolut Veränderung ggü. Vj. relativ
Aktiva
Anlagevermögen 210 2.531 -2.321 -91,7%
Kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte 6.389 13.217 -6.828 -51,7%
Liquide Mittel 3.800 5.730 -1.929 -33,7%
Passiva
Eigenkapital 8.383 14.950 -6.566 -43,9%
Rückstellungen 1.519 1.829 -310 -16,9%
Sonstige Verbindlichkeiten 617 4.770 -4.153 -87,1%
Bilanzsumme 10.520 21.548 -11.029 -51,2%
Eigenkapitalquote 79,7% 69,4%

Die Reduktion der kurzfristigen Forderungen und Vermögenswerte ist im Wesentlichen auf verringerte Forderungen aus Lieferung und Leistung, also bis zum Stichtag gestellte, aber noch nicht beglichene Kundenrechnungen von €2,3 Mio. im Geschäftsjahr 2023 (gegenüber €7,2 Mio. per Jahresende 2022) zurückzuführen. Dies liegt zum einen an einem verbesserten Forderungsmanagement, zum anderen liegt aber auch eine gewisse Proportionalität zum Umsatz vor.

Das Eigenkapital der Gesellschaft sank im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um €6,6 Mio. auf €8,4 Mio. Dieser Effekt ist zum einen dem negativen Jahresergebnis (-€4,2 Mio.) und zum anderen der disquotalen Ausschüttung zur Tilgung (im Wege der liquiditätsschonenden Verrechnung) von Darlehensforderungen aus dem Verkauf Eigener Anteile (-€2,4 Mio.) geschuldet.

Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft liegt bei rd. 80% (verglichen mit 69% auch in 2022). Damit ist die Gesellschaft weiterhin sehr auskömmlich kapitalisiert.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei der Beurteilung der finanziellen Leistungsfähigkeit fokussiert die Geschäftsführung der Gesellschaft unverändert auf die folgenden Parameter:

1.

Umsatz und Umsatzwachstum

2.

Umsatz pro durchschnittlich festangestellte Mitarbeiter (ohne Assistenz/ Back-Office), intern auch "Professional" genannt

3.

EBIT und EBIT-Marge, definiert als operatives Ergebnis (nach Partner und Mitarbeiter-Boni) durch Gesamtleistung

Das Jahr 2023 war in Summe sowohl für den Immobiliensektor als auch für M&A Transaktionen und somit auch für VICTORIAPARTNERS ein äußerst herausforderndes Jahr. Der Umsatz der Gesellschaft im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr brach um über 70% ein. Wir hatten mit deutlich reduzierten Umsätzen (minus 40 bis 50%) gerechnet. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass erst mit dem Rückgang der Unsicherheiten im Marktumfeld spätestens allerdings mit einer Senkung des Zinsniveaus eine Belebung im Immobilientransaktionsmarkt einhergeht. Einen positiven Effekt auf die Ertragslage kann es damit erst im zweiten Halbjahr 2024 geben.

Im Geschäftsjahr 2022 waren durchschnittlich 20,1 Professionals mit direktem Kundenbezug bei der Gesellschaft tätig. Diese Zahl ist im Berichtsjahr marginal auf 20,6 Professionals angestiegen. Der Umsatz pro Professional ist damit folgerichtig von rd. €1,2 Mio. im Jahr 2022 auf €0,3 Mio. im Berichtsjahr gesunken.

Das operative Ergebnis (EBIT) ging im Berichtsjahr um ca. €11,3 Mio. auf ein Niveau von - €5,2 Mio. zurück. Die EBIT-Marge im Berichtsjahr ist damit negativ. Wir hatten eine EBIT- Marge unterhalb von 10% erwartet. Die Wertberichtigung auf Darlehensforderungen gegenüber Callidus Real Estate Capital GmbH stellt einen einmaligen Sondereffekt dar. Insgesamt arbeitet die Geschäftsführung daran, unter anderem auch durch Einsparmaßnahmen bei Sachkosten, ein positives Ergebnis für 2024 darstellen zu können. Hierfür sind bei der vorhandenen Personalausstattung steigende Umsatzerlöse eingeplant.

Die Geschäftsführung der Gesellschaft erachtet in der aktuellen Ausbaustufe von VICTORIAPARTNERS ein EBIT im Bereich von €5 bis 8 Mio. und eine EBIT-Marge von 25- 30% als mittel- bis langfristiges Zielniveau, welches vor dem Hintergrund des aktuellen Marktumfeldes im Jahr 2024 noch nicht wieder erreichbar ist, sondern frühestens wieder ab den Geschäftsjahren 2025/ 2026.

5. Gesamtaussage

Die Vermögens- und Finanzlage von VICTORIAPARTNERS schätzt die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2023 als stabil ein. Die Ertragslage im Berichtszeitraum ist jedoch aufgrund der Marktkorrektur im europäischen Immobiliensektor und im Immobilienkapitalmarkt deutlich schwächer als in den vergangenen Jahren.

Umsatz, Operatives Ergebnis und Jahresüberschuss waren im Geschäftsjahr 2023 nicht zufriedenstellend. Als auf den Immobiliensektor fokussierte Investment Banking-Boutique ist VICTORIAPARTNERS sehr stark vom Umfeld für Immobilientransaktionen und -investments abhängig. Für eine positive Ertragsentwicklung der Gesellschaft ist zwingend eine positive Entwicklung des Marktumfeldes für Immobilientransaktionen erforderlich.

Die Bilanz von VICTORIAPARTNERS zum Ende des Geschäftsjahres 2023 weist ein hohes Umlaufvermögen aus, welches die kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen mehr als vollständig abgedeckt. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten können per Jahresende 2023 sogar durch die Liquiden Mittel in Höhe von €3,8 Mio. vollständig abgedeckt werden.

III. Prognosebericht für 2024

Als Corporate Finance-Beratungshaus für den Immobilienkapitalmarkt in Kontinentaleuropa verfügt VICTORIAPARTNERS über eine klar definierte Marktpositionierung und grenzt ihre Tätigkeitsfelder sowohl Sektor-bezogen als auch inhaltlich deutlich von breiter aufgestellten Beratungshäusern ab. Die Partner und Geschäftsführer verfügen individuell über etwa 25 Jahre relevante Erfahrung in der Corporate Finance- und M&A-Beratung oder in vergleichbaren Bereichen mit Bezug zum Immobilienkapitalmarkt in Europa. So besteht unverändert ein sehr enges und tragfähiges Netzwerk an Kunden- und Investorenbeziehungen.

Diese personenbezogenen Kundenbeziehungen sind nach Einschätzung der Geschäftsführung kurzfristig nicht replizierbar und ermöglichen es der Gesellschaft, auch über Marktvolatilitäten hinweg profitable Beratungsmandate in ihren Kerngeschäftsfeldern zu generieren. Dies schließt jedoch nicht aus, dass die Gesellschaft bei gravierenden Veränderungen der Marktbedingungen kurzfristig auch signifikante Ertragsschwankungen hinnehmen muss.

Im Jahr 2024 zeichnet sich zwar eine Aufhellung des Marktsentiments ab, und die Auftragslage sowie intensive Kundendialoge deuten auf eine moderate Verbesserung der Situation für die Gesellschaft hin, aber da die Mandate in der Regel erst bei einem Transaktionserfolg zu einem ertragswirksamen Ergebnis für die Gesellschaft führen, übersetzt sich diese positive Entwicklung erst über mehrere Quartale in steigende Erträge.

In den vergangenen Monaten und Jahren sind einige Transaktionssituationen der Marktlage geschuldet hinausgeschoben und verzögert worden. Es gibt gute Gründe dafür, dass bei einer Verstetigung des Marktumfeldes solche schwebenden Situationen reaktiviert werden und tatsächlich in Transaktionen münden.

Bei eher opportunistisch geprägten Finanzinvestoren ist zwar Eigenkapital in signifikanter Höhe vorhanden, aktuelle Verkaufspreise und Fremdkapitalkosten bieten jedoch derzeit selten die Möglichkeit, die Zielrenditen zu erwirtschaften. Für 2024 nehmen wir bereits ein gesteigertes Interesse von Finanzinvestoren an Kaufgelegenheiten wahr, tatsächliche Transaktionen auf Unternehmens- oder Portfolioebene bleiben bislang auf breiter Front jedoch noch aus.

Im Bereich ICFA stellen wir ebenfalls eine deutliche Zurückhaltung der Investoren im Hinblick auf Neuengagements in Immobilienfonds fest. Zum einen sind die Immobilienquoten über die vergangenen Jahre bereits zu einem hohen Maße ausgenutzt, zum anderen erfüllen bereits aufgelegte Investment-Produkte nicht mehr die aktuellen (höheren) Verzinsungsansprüche der Investoren. Erst mit neuen Produkten und entsprechend höheren Renditen, die über geringere Einkaufspreise im Transaktionsmarkt oder sinkende Zentralbankzinsen erzielt werden können, wird das Investoreninteresse zurückkehren.

Leicht anders gelagert scheint hier das Interesse von institutionellen Investoren im Hinblick auf Infrastruktur-Investments. Diese Anlageklasse ist bei Investoren insbesondere innerhalb der Nische der "grünen Energie" von Interesse. VICTORIAPARTNERS arbeitet bereits seit dem Jahr 2022 aktiv daran, in diesem Bereich eine Marktpräsenz mit reputablen Partnern aufzubauen und konnte für das Geschäftsjahr 2024 konkrete Mandatssituationen generieren.

Hinsichtlich der finanziellen Leistungsindikatoren erwartet die Geschäftsführung, vor dem Hintergrund des relevanten Zins- und Investmentumfelds, für das Geschäftsjahr 2024 folgende Entwicklung (im Vergleich zu dem Geschäftsjahr 2023):

1.

Wir erwarten vor dem Hintergrund eines sich stabilisierenden Inflations- und Zinsumfeldes stark steigende Umsätze (plus 30 bis 50%).

2.

Wir erwarten bei steigendem Umsatz eine proportionale Steigerung des Umsatzes pro Professional, da die Anzahl der durchschnittlich angestellten Professionals weitgehend gleichbleiben wird.

3.

Wir erwarten einen leicht positiven Jahresüberschuss und eine EBIT-Marge im Bereich von 10%, die damit unterhalb der Zielmarge der Gesellschaft liegen wird.

VICTORIAPARTNERS plant mittelfristig keine Änderung des erfolgreichen und profitablen Geschäftsmodells und erwartet auch in den kommenden Jahren einen klaren Aktivitätsschwerpunkt in den Bereichen M&A und ICFA.

Die derzeitig schwache Marktphase und Unruhe im Bankensektor ist durchaus geeignet, bei den internationalen Investmentbanken zu einer taktischen Reallokation von Ressourcen zu führen. Eine Verlagerung der Ressourcen zu Lasten des Sektors Real Estate konnte auch in Folge der globalen Finanzkrise 2008/2009 beobachtet werden. Sollten die internationalen Investmentbanken im aktuellen Umfeld ähnlich reagieren, so könnte VICTORIAPARTNERS seine Marktposition durch stabile und verlässliche Kundenbetreuung weiter stärken und Marktanteile gewinnen.

Darüber hinaus wird VICTORIAPARTNERS seine Bemühungen intensivieren, in den kommenden Jahren eine Marktposition in weiteren Regionen Europas aufzubauen. Hierfür scheint der Geschäftsleitung insbesondere die Region Skandinavien geeignet. Der Aufbau einer Repräsentanz und ein damit verbundener Aufbau von M&A- und ICFA-Ressourcen in dieser Region wird kurz- bis mittelfristig angestrebt.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risiken

Risiken im operativen Bereich

Als fokussiertes Corporate Finance-Beratungshaus mit diversifiziertem Kundenportfolio liegen die wesentlichsten betrieblichen Risiken der Gesellschaft im Bereich Human Resources/ Personalwesen. Die Verfügbarkeit einer ausreichenden Anzahl qualifizierter Mitarbeiter über alle Hierarchieebenen hinweg ist für VICTORIAPARTNERS die wesentliche Voraussetzung zur Erbringung ihrer Dienstleistungen auf einem seitens ihrer Kunden erwarteten, hohen Qualitätsniveau. In diesem Kontext spielen, je nach Seniorität der Mitarbeiter, der Ausbildungsgrad und die Fachkenntnisse im Bereich Corporate Finance, die individuelle persönliche Motivation und das persönliche Kundennetzwerk jeweils entscheidende Rollen für den geschäftlichen Erfolg von VICTORIAPARTNERS.

Der Verlust erfahrener Mitarbeiter mit Kundenverantwortung oder mehrerer jüngerer in der Projektabwicklung eingesetzter Mitarbeiter gleichzeitig könnte zu signifikanten Beeinträchtigungen der Leistungsfähigkeit der Gesellschaft führen und stellt ein Risiko dar.

Ebenso könnte es zu mittelfristigen Kapazitätsengpässen kommen, falls es der Gesellschaft zukünftig nicht gelingen sollte, im regelmäßigen jährlichen Turnus mindestens zwei bis drei passende Hochschulabsolventen mit geeignetem Kompetenzprofil zu identifizieren und als Professionals einzustellen.

Durch ein strukturiertes und professionelles Hochschulmarketing sowie regelmäßige Weiterbildungsinitiativen, eine aktive Personalführung und regemäßige Team- Veranstaltungen versucht die Gesellschaft die Risiken im Bereich Human Resources soweit möglich zu reduzieren.

Als weiteres operativ geprägtes Risiko kann der Zahlungsausfall von Kundenforderungen identifiziert werden. Trotz der insgesamt guten Diversifizierung der Umsatzstruktur der Gesellschaft kann eine drohende oder kurzfristig eintretende finanzielle Schieflage einzelner Kunden, welche in direktem oder indirektem Zusammenhang mit deutlich gestiegenen Kapitalkosten stehen kann, in der Zukunft zu Abschreibungen von Forderungen auf bereits erfolgreich abgeschlossene Projekte führen und damit zu einer Ertragsreduzierung, bzw. einem negativen Deckungsbeitrag auf Einzelprojektebene. Dies gilt insbesondere für Projekte mit einem über mehrere Quartale verteilten Fälligkeitsprofil der Forderungen und für Forderungen gegen mittelständische inhabergeführte Unternehmen.

Die VICTORIAPARTNERS GmbH nutzt eine moderne IT- und Telekommunikations- Infrastruktur sowie Internet-basierte Finanzinformationssysteme und ist insofern von der dauerhaften Funktionsfähigkeit und Verfügbarkeit dieser technischen Infrastruktur abhängig. Ein auch nur temporärer Ausfall der IT-Systeme stellt ein materielles Risiko für die Gesellschaft dar, dem die Geschäftsführung über die Etablierung einer sog. Cloud-basierten Datenhaltung, täglichen Back-ups und der Zusammenarbeit mit führenden IT-Dienstleistern begegnet.

Politische und rechtliche Risiken

Der Tätigkeitsbereich der Gesellschaft unterliegt im Berichtsjahr keinem besonderen politischen Fokus und ist keinen direkten politischen Risiken ausgesetzt. Allenfalls die politische Einflussnahme auf den Immobilienmarkt - und dort insbesondere das Wohnimmobiliensegment - haben einen gewissen indirekten Einfluss auf die Geschäftstätigkeit von VICTORIAPARTNERS. Besondere Risiken für die Finanz- oder Ertragslage der Gesellschaft lassen sich hieraus jedoch nicht ableiten.

Als rechtliches Risiko können sich verändernde gesetzliche Anforderungen hinsichtlich der etwaigen Regulierung der von der Gesellschaft ausgeübten Tätigkeiten benannt werden. Im Berichtsjahr konnte VICTORIAPARTNERS weiterhin als nicht unter eine BaFin-Regulierung fallende Gesellschaft agieren. Bereits im Vorjahr hat die Geschäftsführung jedoch einen Erlaubnisantrag nach §15 WpIG gestellt, der das derzeitige Tätigkeitsspektrum von VICTORIAPARTNERS regulatorisch absichert und einen zusätzlichen Ausbau ermöglicht. Dieser Antrag wurde im Berichtsjahr positiv beschieden und die Gesellschaft plant somit die erlaubnispflichtigen Tätigkeiten mit Beginn des nächsten Geschäftsjahres, also 2024 aufzunehmen. Die Geschäftsführung rechnet mit höherem administrativem Aufwand und signifikanten zusätzlichen Kosten, welche durch diese Regulierung ausgelöst werden.

Weitere rechtliche oder regulatorische Risiken können aktuell von der Geschäftsführung nicht erkannt werden.

Marktrisiken

Bereits im zweiten Halbjahr 2022 und in 2023 konnten die Effekte eines eingetrübten Marktumfeldes auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft deutlich beobachtet werden. Weitere Risiken für die Geschäftstätigkeit von VICTORIAPARTNERS könnten sich ergeben, falls die im Berichtsjahr sehr niedrige Aktivität am Transaktionsmarkt sich verstetigen würde und zu einer mittelfristigen Ermüdung im Transaktions- und damit auch Transaktionsberatungsmarkt führen würde.

Falls, in diesem Szenario, Investoren weder zusätzliches Kapital in den Sektor (über Investitionen) allozieren würden, noch ihr Kapital über Verkäufe freisetzen würden, ergäben sich für VICTORIAPARTNERS deutlich weniger Transaktionsberatungsansätze. In dieser Konstellation könnte das Geschäftsvolumen von VICTORIAPARTNERS in ihren Kerngeschäftsfeldern deutlich zurückgehen und damit die Umsätze schrumpfen.

Sollte sich entweder das Finanzierungsumfeld weiter verschlechtern oder die zu erwartende Preisanpassung über Immobiliengattungen hinweg weiter anhalten, könnte die derzeitig abwartende Haltung der Investoren und Kunden von VICTORIAPARTNERS weiter andauern und die Umsetzung von Transaktionen sich somit verschieben oder gar komplett ausbleiben. Eine geringere Transaktionsaktivität aufgrund eines Ungleichgewichts im Immobilienkapitalmarkt könnte zu geringeren Umsätzen der Gesellschaft führen.

Darüber hinaus geht ein schlechtes Umfeld im Immobilientransaktionsmarkt regelmäßig mit einer schlechten wirtschaftlichen Situation der Mandanten von VICTORIAPARTNERS einher. Selbst bei erfolgreichen Transaktionen könnten sich somit der Solvenz der Mandanten geschuldet Zahlungsausfälle und Wertberichtigungen auf Forderungen ergeben.

2. Chancen

Die wesentlichen Chancen für VICTORIAPARTNERS liegen einerseits im weiteren kontinuierlichen Ausbau ihrer starken Marktposition im Segment der Corporate Finance- Beratung im Immobiliensegment in der DACH-Region, einschließlich des ICFA-Geschäfts. Ein weiterer, auf den engen Kundenbeziehungen basierender Zuwachs an Marktanteilen in den Kerngeschäftsfeldern der Gesellschaft kann mittelfristig im Vergleich zum Berichtsjahr wieder zu deutlichem Umsatz- und Ertragswachstum und der Erreichung in der Vergangenheit erzielter Profitabilitätsniveaus führen, ohne hierbei signifikante Investitionen zu erfordern.

Zusätzlich ist die Geschäftsführung der Auffassung, dass die Positionierung der Gesellschaft als komplett unabhängiger Corporate Finance-Berater im Immobilien-Kapitalmarkt ein weiteres Ausrollen der Aktivitäten im kontinentaleuropäischen Ausland ermöglicht. Gerade in Skandinavien sieht die Gesellschaft signifikantes Potenzial zur mittel- bis langfristigen Gewinnung von institutionellen Neukunden und zur Generierung von zusätzlichen Umsätzen. Relevante Voraussetzung hierfür wird die Identifizierung und Einstellung von geeigneten Mitarbeitern mit relevantem Erfahrungshintergrund und tragfähigen Kontakten in die jeweilige Zielkundengruppe der Region sein.

3. Gesamteinschätzung

Neben einer deutlich ausgeprägten Abhängigkeit von einem funktionierenden Finanzierungsmarkt bei moderatem Zinsumfeld hat die Gesellschaft als wichtigste Risiken die Bereiche Human Resources/Personal und die Verfügbarkeit einer leistungsfähigen IT-Infrastruktur erachtet. Diese beiden letztgenannten Risiken haben sich im Berichtsjahr 2023 in ihrer Relevanz und Ausprägung im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. So konnte VICTORIAPARTNERS die personellen Abgänge im Berichtsjahr über kurzfristige und qualifizierte Neueinstellungen gut kompensieren, ohne hierbei irgendeine Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit der Gesellschaft verzeichnen zu müssen. Weitere identifizierte Risikobereiche haben entweder eine deutlich indirektere oder weniger substanzielle Auswirkung auf die Ertragskraft und die finanzielle Leistungsfähigkeit der Gesellschaft im Berichtsjahr.

Die wesentlichsten Chancen für zukünftiges Ertragswachstum erkennt die Gesellschaft in der weiteren kontinuierlichen regionalen Expansion als unabhängiger, spezialisierter Corporate Finance-Berater für den Immobilien- und Infrastrukturkapitalmarkt.

 

Frankfurt am Main, 27. Februar 2025

Unterschrift

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die VICTORIAPARTNERS GmbH, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der VICTORIAPARTNERS GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der VICTORIAPARTNERS GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Offenbach am Main, den 28.02.2025

Müllergroß GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christian Müllergroß, Wirtschaftsprüfer

Thomas Müllergroß, Wirtschaftsprüfer

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