Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 178665
Eingetragen
22.7.2016
Branche
Friedhöfe und KrematorienBestattungsinstituteErbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer Art
Gegenstand
Die Vermarktung und Erbringung von Bestattungs- und Sterbevorsorgedienstleistungen sowie dazugehörige Dienstleistungen unter Ausschluss von Tätigkeiten, die einer behördlichen Erlaubnis bedürfen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christoph Basner
seit 15.11.2017
Geschäftsführer
Robin Klemm
seit 22.7.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (8)

NameAnteil
15.02%
10.51%
10.07%

Ungelöste Beteiligungen (5)

Gesellschafter
Beta

14 Gesellschafter

GmbH-Struktur

5 von 14 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
RK7 Ventures UG (haftungsbeschränkt)
Germany
12.500 €
15.02%
MIG GmbH & Co. Fonds 14 geschlossene Investment-KG
Germany
10.950 €
13.16%
Grison Capital UG (haftungsbeschränkt)
Germany
8.750 €
10.51%
KM 596 GmbH
Germany
8.385 €
10.07%
die Bayerische Prokunde AG
Germany
7.777 €
9.34%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Everlife GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

Everlife GmbH, Berlin

Inhaltsverzeichnis

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf und Lage

a) Ertragslage

b) Finanzlage

c) Vermögenslage

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

4. Gesamtaussage

III. Zweigniederlassungsbericht

IV. Prognosebericht

V. Chancen- und Risikobericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die Everlife GmbH ist ein deutschlandweiter Anbieter für Bestattungs- und Bestattungsvorsorgedienstleistungen.

Im Mittelpunkt der Tätigkeiten stehen die Information von Menschen zu allen Fragen rund um den Lebensabend über das Online Portal november.de, die Beratung zu Bestattungsvorsorgelösungen sowie die Durchführung von Beisetzungen im eingetretenen Sterbefall.

Organisatorische Struktur

Die Everlife GmbH gliedert sich in die Organisationseinheiten Kundenberatung, Marketing, Operations, IT Development, November Academy, Human Resources und Business Development.

Die Kundenberatung berät Kundinnen und Kunden zu allen Fragen rund um die Themen Bestattungsvorsorge und Bestattungen und vertreibt die Produktpalette von November in beiden Themen.

Marketing ist für alle werblichen Massnahmen, insbesondere Online Marketing, zuständig.

Operations und IT Development verantworten alle kundenseitigen und internen Prozesse sowie das Tech Stack der Gesellschaft.

Human Resources und November Academy sind für die Gewinnung, Retention, administrative Betreuung sowie Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verantwortlich.

Business Development führt Projekte zur Weiterentwicklung des Unternehmens durch.

Rechtliche Struktur

Hauptsitz der Everlife GmbH ist Berlin. Die Everlife GmbH hat zum Abschlussstichtag keine Tochtergesellschaften oder sonstige verbundene Unternehmen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Überblick Markt, Branche, Konjunktur

Der deutsche Bestattungsvorsorge und Bestattungsmarkt ist ein stetig wachsender Markt, dessen wesentlicher Wachstumstreiber die demographische Entwicklung ist. So sind im Jahr 2023 in Deutschland laut des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 1,02 Millionen Menschen gestorben. Im Jahr 2005 lag die jährliche Sterbefallzahl noch bei 830'000.

Auch der Markt für Bestattungsvorsorge wächst durch die demographische Entwicklung. So steigt die Zahl der Personen in der relevanten Altersgruppe von 60-80 Jahren stetig an. Im Jahr 2022 waren laut Destatis 29,4% (vs. 29,3% in 2021) der deutschen Bevölkerung über 60 Jahre alt. Im Jahr 2016 waren es erst 27,6%. Es wird erwartet, dass dieser Wert bis 2030 auf über 35% ansteigen wird.

Der Markt zeichnet sich zudem durch eine hohe Fragmentierung aus. Laut dem Bundesverband der deutschen Bestatter gibt es rund 4.200 Bestattungsunternehmen. Die grosse Mehrheit der Unternehmen ist lokal tätig. Das grösste in Deutschland tätige Bestattungsunternehmen ist die Ahorn Gruppe mit Hauptsitz in Berlin. Die Konsolidierung des Marktes steht dabei noch ganz am Anfang. Darüber hinaus entwickeln sich zunehmend digitale Angebote, wie die Marke November der Everlife GmbH, als Alternative zum traditionellen Geschäft.

Im Bestattungsvorsorge Bereich sind zusätzlich zu Bestattungsunternehmen Versicherungsunternehmen wie Dela, Ergo oder Allianz mit Sterbegeldversicherungsangeboten aktiv. Die Everlife GmbH bietet unter der Marke November ebenfalls eine Sterbegeldversicherung an.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Die Everlife GmbH hat seit ihrer Gründung im Jahr 2016 mit November eine der führenden Marken für Bestattungsvorsorge und Bestattungen in Deutschland etabliert.

Das Berichtsjahr 2023 stand vor allem unter dem Zeichen eines weiteren Umsatzwachstums sowie der Steigerung der Profitabilität.

Der Umsatz konnte im Berichtsjahr um 48,5% im Vergleich zum Jahr 2022 gesteigert werden. Gleichzeitig verringerte sich der Jahresfehlbetrag von -2,86 Mio. € auf -2,04 Mio. €.

a) Ertragslage

Ergebnisquellen Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
T€ T€ T€ %
Gesamtleistung 9.537 6.407 +3.130 +48,9
Jahresergebnis -2.041 -2.865 +824 +28,8

Die Everlife GmbH erwirtschaftete eine um 48,9% höhere Gesamtleistung als im Vorjahr. Dies ist auf ein Wachstum in der Zahl der organisierten Beisetzungen als auch auf eine Neukundenwachstum im Bereich Bestattungsvorsorge zurückzuführen.

Das Umsatzwachstum liegt damit deutlich über demn Branchenwachstumstrend.

Das Jahresergebnis verbesserte sich um +28,8% Dies ist zum einen auf die gestiegene Gesamtleistung als auch auf Effizienzverbesserungen bei internen Prozessen zurückzuführen.

b) Finanzlage

Die Finanzlage wird als gut eingeschätzt. In Q2 2023 konnte im Rahmen einer Finanzierungsrunde weiteres Eigenkapital eingeworben werden. Darüber hinaus wurde im Berichtsjahr in einzelnen Monaten ein positiver Cash Flow erzielt. Mit den Kapitalzuflüssen und der Verbesserung des operativen Cash Flows kann die Gesellschaft alle Verbindlichkeiten bedienen.

c) Vermögenslage

wesentliche Bilanzposten Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
Aktiva T€ T€ T€ %
Anlagevermögen 1.078 791 287 +36,3
Umlaufvermögen 18.591 11.970 6.621 +48,8
Sonstige 1.530 2.480 -950 -41,3
Passiva
Eigenkapital 0 0 0
Gel.Einlagen 0 196 -196 -100
Verbindlichkeiten 20.798 14.709 6.089 +41,4
Rückstellungen 401 336 65 19,3
Bilanzsumme 21.199 15.241 5.958 +39,1

Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 287 gestiegen. Dies ist auf die Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen zurückzuführen.

Das Wachstum im Umlaufvermögen um 55,3% ist auf den Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände zurückzuführen. Hierfür ursächlich ist insbesondere das Kundenwachstum im November Bestattungsvorsorge Bereich.

Die Forderungen aus Lieferung und Leistung konnten trotz Umsatzwachstum von T€ 1.190 auf T€ 572 reduziert werden.

Die Gesellschaft verfügte zum Stichtag über einen Barmittelbestand in Höhe von T€ 978, ein deutlicher Anstieg im Vergleich zur vorherigen Periode.

Die Verbindlichkeiten haben sich auf T€ 20.798 von T€ 14.709 erhöht. Dies ist wie der Anstieg in den sonstigen Vermögensgegenständen auf das Wachstum im Bereich Bestattungsvorsorge zurückzuführen.

Das Eigenkapital der Gesellschaft weist weiterhin einen Fehlbetrag aus. Dieser Fehlbetrag soll im Jahr 2024 durch eine weitere Verbesserung der operativen Erträge und das Einwerben von weiterem Eigenkapital umfassend reduziert werden.

Unsere Gesellschaft hat im Geschäftsjahr eine positive Entwicklung genommen.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

Umsatzentwicklung, Betriebsergebnis und Branchenentwicklung.

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz und den Cashflow heran.

4. Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein.

Unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist positiv.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen..

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt.

III. Zweigniederlassungsbericht

Unser Unternehmen verfügt neben dem Hauptsitz in Berlin unverändert über zwei inländische Niederlassungen in Wiesbaden und Augsburg.

IV. Prognosebericht

Die Everlife GmbH hat sich seit ihrer Gründung 2016 mit der Marke November erfolgreich als ein deutschlandweiter Anbieter von Bestattungsvorsorge- und Bestattungsdienstleistungen etabliert.

Die Gesellschaft ist in einem Markt tätig, der weniger von konjunkturellen als viel mehr von demographischen Faktoren getrieben ist. Die allgemeine konjukturelle Abkühlung sowie die gestiegene Inflation im Berichtsjahr sowie im Folgejahr hatten daher keine wesentlichen Effekte auf Umsatz und Wachstum der Branche und der Gesellschaft.

Darüber hinaus haben wir seit der Gründung stetig an unseren Alleinstellungsmerkmalen gearbeitet. Wir haben uns an der Schnittstelle zwischen Bestattungsunternehmen und Lebensversicherern als Anbieter positioniert, der die Kompetenzen eines Bestattermeisterbetriebs mit attraktiven Versicherungsangeboten unter eigener Marke verbindet.

Zudem ist unser Markanteil mit Blick auf die Grösse des gesamten Bestattungs-, v.a. des Bestattungsvorsorgemarkts, immer noch recht klein. Das Wachstum des Berichtsjahres bestätigt uns darin, dass wir sowohl vom wachsenden Gesamtmarkt profitieren können als auch dem Wettbewerb Marktanteile abnehmen können.

Wir gehen daher für das aktuelle und die folgenden Geschäftsjahre von weiterem starkem Umsatzwachstum in Höhe von 20-30% und damit deutlich über Marktdurchschnitt aus. Wir erwarten zudem durch ein optimiertes Kostenmanagement eine weitere Verbesserung des Jahresergebnis um ca. 100%.

Wir erwarten daher allgemein eine weiterhin positive Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

V. Chancen- und Risikobericht

Risiken aus operativer Tätigkeit

Das wesentlichste Risiko für die Everlife GmbH ist das Absatzrisiko - also ein Rückgang der Neuabschlüsse in der Bestattungsvorsorge oder der Bestattungsaufträge mit entsprechendem Rückgang der Umsatzerlöse. Bisher sehen wir aber keine Effekte auf unseren Absatz aufgrund der eingetrübten gesamtwirtschaftlichen Situation oder der gestiegenen Inflation.

Die Organisation und Durchführung von Beisetzungen ist ein sensibles und emotionales Thema bei dem Fehler nicht ohne weiteres geheilt werden können. Daher besteht generell ein erhöhtes Reputationsrisiko. Diesem begegnen wir durch stetige Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter, intern in der November Academy sowie mithilfe externer Anbieter. Darüber hinaus überprüfen wir laufend die Arbeit, auch durch Vor-Ort Besuche, von Drittanbietern mit denen wir Zusammenarbeiten. Zur stetigen Verbesserung unserer Dienstleistungsqualität erheben wir intern als auch mithilfe externer Partner (TÜV Saarland) Daten zur Kundenzufriedenheit.

Da unser Unternehmen ein Digitalunternehmen mit fast ausschliesslich digitalen Prozessen ist, ist der unbefugte Zugriff auf Kunden- und Unternehmensdaten sowie Systemausfälle bei Störungen ein generelles Risiko. Durch fortlaufende Prüfung der technisch-organisatorischen Voraussetzungen und konkrete Schutzmassnahmen wie Firewalls sowie Sicherheits und Back-up Strategien begegnen wir diesen Risiken.

Rechtliche Risiken

Alle erkennbaren Risiken werden laufend abgewogen und sind in diesen Bericht bzw. in die Unternehmensplanung eingeflossen. Die Geschäftsführung schätzt die Risiken als überschaubar ein und geht derzeit davon aus, dass sie keinen nennenswerten negativen Einfluss auf die Entwicklung der Gesellschaft haben werden.

Chancen

Die Everlife GmbH ist einem positiv von der demographischen Entwicklung beeinflussten Markt tätig. Zudem reagiert der Markt relativ unelastisch auf konjunkturelle Entwicklungen. In Kombination mit dem hohen Fragmentierungsgrad der klassichen Betriebe sowie dem Wachstum im Online Segment sehen wir das Potenzial weiterhin Wachstumsraten über dem Marktdurchschnitt zu erzielen und unsere Rolle als einer der führenden deutschlandweiten Anbieter zu festigen.

Zudem bietet sich neben dem Wachstum im Kerngeschäft Bestattungsvorsorge und Bestattungsorganisation eine Vielzahl von Möglichkeiten das Angebot im Bereich Versicherungen und Vorsorge weiter auszubauen. Ein erster Schritt ist mit dem Angebot zur Erstellung von weiteren Vorsorgedokumenten wie Patientenverfügung bereits gemacht.

Einschätzung:

Insgesamt haben sich Umfang und Gefährdungspotential der Risiken nach Einschätzung der Geschäftsführung, mit Ausnahme der im Text erwähnten Veränderungen, gegenüber dem 31. Dezember 2021 nicht wesentlich verändert. Die zukünftigen Perspektiven für die Entwicklung des Unternehmens sind aus Sicht der Geschäftsführung sehr gut. Somit ist nach Einschätzung der Geschäftsführung auch in den kommenden Geschäftsjahren mit einer positiven Unternehmensentwicklung zu rechnen. Bestandsgefährdende Risiken sind aktuell nicht ersichtlich.

 

Berlin, den 31.03.2024

Christoph Basner

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.078.369,69 790.997,18
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.014.187,19 753.038,68
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.006.187,19 745.038,68
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 8.000,00 8.000,00
II. Sachanlagen 64.182,50 37.958,50
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 64.182,50 37.958,50
B. Umlaufvermögen 18.590.442,51 11.970.381,52
I. Vorräte 79.571,91 3.402,95
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 17.532.992,11 11.781.624,84
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 16.911.933,66 10.551.350,62
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 977.878,49 185.353,73
C. Rechnungsabgrenzungsposten 63.619,14 103.739,73
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 1.466.162,20 2.375.674,77
Summe Aktiva 21.198.593,54 15.240.793,20

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 0,00 0,00
I. Gezeichnetes Kapital 81.738,00 72.149,00
II. Kapitalrücklage 15.166.963,58 12.226.472,78
III. Verlustvortrag 14.674.296,55 11.809.371,51
IV. Jahresfehlbetrag 2.040.567,23 2.864.925,04
V. nicht gedeckter Fehlbetrag 1.466.162,20 2.375.674,77
B. zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung geleistete Einlagen 0,00 196.498,12
C. Rückstellungen 400.543,87 335.767,08
D. Verbindlichkeiten 20.798.049,67 14.708.528,00
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 513,09 8.470,98
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 513,09 8.470,98
2. sonstige Verbindlichkeiten 20.797.536,58 14.700.057,02
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 20.195.536,58 13.819.797,92
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 602.000,00 880.259,10
Summe Passiva 21.198.593,54 15.240.793,20

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 7.895.498,84 5.701.602,02
2. Personalaufwand 5.233.192,04 4.452.897,92
a) Löhne und Gehälter 4.320.718,89 3.711.993,58
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 912.473,15 740.904,34
davon für Altersversorgung 7.448,13 4.859,70
3. Abschreibungen 309.364,91 158.337,40
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 306.481,14 152.631,18
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 2.883,77 5.706,22
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.419.307,45 3.802.420,78
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 376,45 1.740,75
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 171.610,38 17.360,28
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 33.139,93 73.300,75
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 112.501,12 96.754,49
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 78.801,56 96.754,49
8. Ergebnis nach Steuern -2.040.396,23 -2.864.749,04
9. sonstige Steuern 171,00 176,00
10. Jahresfehlbetrag 2.040.567,23 2.864.925,04

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Everlife GmbH

I. Allgemeines

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften in Sinne von § 267 Abs. 2 HBG aufgestellt.

Die Gesellschaft ist zum 31.12.2023 bilanziell überschuldet und hat bislang keine Jahresüberschüsse erzielt. Es handelt sich hierbei um erwartete Verluste, die sich durch den Markteintritt und den Geschäftsaufbau ergeben haben. Wir, die Geschäftsführer, verweisen bezüglich der Fortführungsprognose auf unsere Ausführungen im Lagebericht hin. Vor diesem Hintergrund erfolgte die Bilanzierung unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Everlife GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Berlin
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Berlin (Charlottenburg)
Register-Nr.: 17866

Der Jahresabschluss vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Andere Umstände waren nicht erkennbar.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

II. Angaben der auf die Posten der Bilanz angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den während der Entwicklung angefallenen direkten Kosten angesetzt, eine Abschreibung erfolgt planmäßig über die Nutzungsdauer ab Aktivierung. Dieser Wertansatz unterliegt, abzüglich den darauf gebildeten passiven latenten Steuern, der Ausschüttungssperre.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Umlaufvermögen

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert bewertet. Es wurden Einzel- und Pauschalwertberichtigungen gebildet. Erkennbare Risiken wird durch eine angemessene Wertberichtigung Rechnung getragen.

Die Bewertung von Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zum Nominalwert.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten noch nicht fällige Umsatzsteuer und passive latente Steuern. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgte mit dem Körperschaftsteuersatz zuzüglich des Solidaritätszuschlags und dem Gewerbesteuersatz am Sitz der Gesellschaft.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in der Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preise und Kostensteigerungen wurden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden nicht abgezinst.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit Ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Erläuterung zur Bilanz

Aus der Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ergaben sich Vermögenszugänge in Höhe von 556.649,19 €, die unter Abzug, der darauf lastenden passiven latenten Steuern das Jahresergebnis erhöht haben. Diese Erhöhung unterliegt der Ausschüttungssperre nach §268 VIII HGB.

Anlagevermögen

Der Anlagespiegel wird als Anlage zum Anhang gezeigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände, mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr, weisen einen Betrag in Höhe von TEUR 16.912 (Vorjahr. TEUR 10.551) aus.

Eigenkapital

Im Geschäftsjahr wurde das gezeichnete Kapital durch die Ausgabe von neuen Anteilen in einer ersten Tranche in Höhe von 1.812,00 € und in einer zweiten Tranche in Höhe von 7.777,00 €, auf insgesamt 81.738,00 € erhöht.

Die Kapitalrücklage hat sich im Vergleich zum Vorjahr durch Einzahlung der Gesellschafter um 2.940.490,80 € erhöht. Den größten Anteil aus Einzahlungen stammt von dem neuen Gesellschafter die Bayerische Prokunde AG in die Kapitalrücklage in Höhe von 2.542.145,76 €.

Rückstellungen

Die Rückstellung für latente Steuern beträgt 303.616,98 € (Vorjahr 224.815,43 €). Von der Veränderung entfallen auf Auflösungen der Rückstellung 89.167,33 € und auf die Zuführung 167.968,89 €.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für die Schwerbehindertenabgabe TEUR 8 (Vorjahr TEUR 14), Rückstellung ausstehender Abrechnungen TEUR 19 (Vorjahr TEUR 17), Rückstellung für Abschluss und Prüfung TEUR 20 (Vorjahr TEUR 21) und für ausstehenden Urlaub TEUR 47 (Vorjahr TEUR 40).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren betragen EUR 0,00 (Vj. EUR 0,00).

Verbindlichkeitsspiegel

mit einer Restlaufzeit von
Gesamtbetrag
EUR
1 Jahr
EUR
1 bis zu 5 Jahren
EUR
mehr als 5 Jahren
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 513,09 513,09 0,00 0,00
(Vorjahr) (8.470,98) (8.470,98) (0,00) (0,00)
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 19.324.757,34 19.324.757,34 0,00 0,00
(Vorjahr) (12.916.946,04) (12.916.946,04) (0,00) (0,00)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 499.303,72 499.303,72 0,00 0,00
(Vorjahr) (603.404,57) (603.404,57) (0,00) (0,00)
4. * sonstige Verbindlichkeiten 973.475,52 371.475,52 602.000,00 0,00
(Vorjahr) (1.179.706,41) (299.447,31) (880.259,10) (0,00)
Stand 31.12.2023 20.798.049,67 20.196.049,67 602.000,00 0,00
Stand 31.12.2022 14.708.528,00 13.828.268,90 880.259,10 0,00

* enthält mit einer Restlaufzeit 1-5 Jahren das IBB ProFit Darlehen in Höhe von TEUR 740 aus VJ 2022.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Abschlussstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 37 aus Leasingverhältnissen. Aus zwei unbefristeten Mietverträgen mit einmal dreimonatiger Kündigungsfrist und einmal sechsmonatiger Kündigungsfrist sowie einem bis 2026 befristeten Mietvertrag besteht eine jährliche Zahlungsverpflichtung von TEUR 246.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse stellen sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt dar:

2023
TEUR
2022
TEUR
Erlöse aus Bestattungsorganisation (Erl. Vorb. Planung Treuhänder + Vorbereitende Planung Flex Aktivierungspauschalen) 5.578 3.877
Erlöse aus Bestattungsvorsorgen (Erlöse Abrechnung Vorsorgen + Erlöse Kündigungen) 1.453 1.158
Erlöse aus Bestattungen (ohne Vorsorge) 798 514
Erlöse aus anderen Tätigkeiten (Provisionsumsätze + Erlöse Portal) 1.074 445
8.904 5.994

Die Erhöhung der Umsatzerlöse beruht auf ein höheres Auftragsvolumen.

Es gab einen Zugang bei den Bestandsveränderungen der unfertigen Leistungen in Höhe von TEUR 76.

sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 95 (Vorjahr: TEUR 358) beinhalten im wesentlichen Sachbezüge TEUR 35 (Vorjahr TEUR 17), Erträge aus Inkasso TEUR 19 (Vorjahr TEUR 17) sowie Erstattungen aus dem Aufwendungsausgleichsgesetz TEUR 6.

In Berichtsjahr werden aperiodische Erträge in Höhe von TEUR 60 (Vorjahr: TEUR 34) ausgewiesen. Sie betreffen im Einzelnen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 29 (Vorjahr: TEUR 16) und periodenfremde Erträge von TEUR 31 (Vorjahr: TEUR 18).

Abschreibung auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Im Geschäftsjahr sowie im Vorjahr wurden ausschließlich planmäßige Abschreibungen vorgenommen.

sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten unter anderem Werbekosten TEUR 2.394 (Vorjahr TEUR 2.381), Raum- und Nebenkosten TEUR 203 (Vorjahr TEUR 225), Reisekosten TEUR 60 (Vorjahr 74), Versicherungen TEUR 48 (Vorjahr 74) und Fahrzeugkosten TEUR 31 (Vorjahr TEUR 30).

SonstigeAngaben

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 92 davon 37 Teilzeitkräfte.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende, des Geschäftsjahres gab es nicht.

Ergebnisverwendung:

Der Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 2.040.567,23 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

sonstige Berichtsbestandteile

 

Robin Klemm Betriebswirt M.S.c, Geschäftsführer

Christoph Basner Betriebswirt M.S.c, Geschäftsführer

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Berlin, 31. März 2024

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 24.03.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Everlife GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Everlife GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Everlife GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

 

Berlin, 2. April 2024

Peicher DIV Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Peicher, Wirtschaftsprüfer

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen

 

Berlin, 2. April 2024

Peicher DIV Treuhand GmbH
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Peicher, Wirtschaftsprüfer

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