SiCrystal GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Trinkgläsern und anderen Haushaltswaren aus Glas a. n. g.
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Robert Dr. Eckstein seit 12.10.2011 | Vorstandsmitglied |
Roland Reichstein seit 12.10.2011 | Vorstandsmitglied |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SiCrystal AktiengesellschaftNürnbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2015 bis zum 31.03.2016Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015/16A. Grundlagen des Unternehmens1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Gesellschaft stellt Wafer aus Siliziumkarbid (SiC) her, die als Halbleitersubstrate zur Herstellung von elektronischen Bauelementen verwendet werden. Hinsichtlich der Anwendung wird unterschieden zwischen der Optoelektronik, der Leistungselektronik und der Hochfrequenzelektronik. Die Fertigung erfolgt ausschließlich am Sitz der Gesellschaft in Nürnberg, die Belieferung erfolgt weltweit. 2. Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten Im Berichtsjahr sind letzte, öffentlich geförderte Projekte ausgelaufen. Ein neues Projekt ist derzeit in der Beantragungsphase. Dabei liegt der Fokus, auf Applikationen der Leistungselektronik. Höchste Priorität hat die Entwicklung der 150 mm-Wafer zur Marktreife. B. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Allgemein verzeichnete die Halbleiterbranche insgesamt im Berichtsjahr Umsatzzuwächse im mittleren einstelligen Bereich, wobei das Wachstum im Segment der SiC-Bauelemente und damit der SiC-Substrate deutlich über dem Branchenwachstum liegt. Allerdings, kämpft das noch junge Marktsegment mit einem deutlichen Preisverfall. 2. Geschäftsverlauf Nachdem die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2014/15 auf den Pfad des Umsatzwachstums zurückgefunden hatte, wurde für das Geschäftsjahr 2015/16 mit einer deutlichen Beschleunigung des Umsatzwachstums gerechnet, welches insbesondere von der Markteinführung des 150mm-Produktes für die Leistungselektronik getragen sein sollte. Tatsächlich lag das Umsatzniveau im ersten Quartal mehr als 40 % über dem Vorjahresvergleichszeitraum, verharrte dann jedoch bis zum Ende des dritten Quartals auf ähnlicher Höhe. Dabei blieben zunehmend Umsatzsteigerungen, die mit dem neuen 150mm-Produkt realisiert werden sollten, aufgrund von Verzögerungen in der Entwicklung aus. Diese ausbleibenden Umsatzzuwächse konnten, im ersten Halbjahr durch Zuwächse mit dem 100mm-Produkt sogar überkompensiert werden. Ab dem dritten Quartal war dies jedoch nicht mehr möglich, da das Produktionsvolumen auch auf Grund geringerer Ausbeuten an die Kapazitätsgrenzen stieß. Auf Grund eines schwächeren vierten Quartals lag das Umsatzvolumen für das Gesamtjahr mit € 7,8 Mio. um 30 % über dem Vorjahr, jedoch € 0,4 Mio. unter den Erwartungen. Im Gegensatz zu den Vorjahren war der begrenzende Faktor für das Umsatzwachstum nicht die Absatzlage, sondern die Begrenzung der Leistungsfähigkeit der Gesellschaft. Im zweiten Quartal wurde ein im Vorjahr abgeschlossener Kaufvertrag zur Veräußerung nicht betriebsnotwendigen Immobilienbesitzes erfüllt. Unter Berücksichtigung der Kosten, die im Zusammenhang mit der Transaktion standen, blieb die Auswirkung auf das Ergebnis zwar von untergeordneter Bedeutung, allerdings verbesserte sich die Liquidität um mehr als € 4 Mio. Im Berichtszeitraum wurden Investitionen in Höhe von insgesamt € 2.4 Mio. vorgenommen, wovon der Großteil auf Anlagen für den 150mm-Wafer entfällt. Die Mitarbeiterzahl zum Bilanzstichtag (einschließlich Arbeitnehmerüberlassung) erhöhte sich von 66 (VJ) auf nunmehr 71. 3. Lage der Gesellschaft Ertragslage Die Umsatzerlöse lagen im Berichtsjahr (T€ 7.825) um T€ 1.788 und somit um 30 % höher als im Vorjahr (T€ 6.037). Die Bruttogewinnmarge konnte deutlich verbessert werden und beträgt -28,4 % (VJ -39,7 %). Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung erhöhten sich deutlich um T€ 371 auf nunmehr T€ 2.637. Ihr Anteil vom Umsatz beträgt 33,7% (VJ 37,5 %). Die Erhöhung ist zum einen auf eine Aufstockung des Personals und zum anderen auf höhere Verbräuche an Materialien zurückzuführen. Die Vertriebskosten erhöhten sich nur unwesentlich auf T€ 332 (VJ T€ 307), ihr Anteil vom Umsatz verringerte sich auf 4,2 % (VJ 5,1 %). Die Verwaltungskosten erhöhten sich auf T€ 1.809 (VJ 1.426) was im Wesentlichen auf dem Verkauf des nicht betriebsnotwendigen Immobilienbesitzes und auf Kurseffekte zurückzuführen ist. Trotz der Erhöhung um T€ 383 reduzierte sich ihr Anteil bezogen auf den Umsatz von 23,6 % auf nunmehr 23,1 %. Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen T€ 819 (VJ T€ 449) was zum größten Teil aus dem Verkauf des Immobilienbesitzes resultiert. Außerdem entfallen T€ 42 (VJ T€ 57) auf die Auflösung von Rückstellungen und T€ 13 (VJ T€ 269) auf vereinnahmte Fördermittel. Die Zinsbelastung reduzierte sich in Folge der im Vorjahr durchgeführten Umfinanzierung auf null (VJ. T€ 749). Insgesamt liegt das Ergebnis (T€ -6.179) um T€ 509 besser als im Vorjahr (T€ -6.688) jedoch deutlich unter den Erwartungen. Vermögens-/Finanzlage Die Bilanzsumme liegt mit T€ 30.081 deutlich unter dem Vorjahr (T€ 35.734) was im Wesentlichen auf das Jahresergebnis zurückzuführen ist. Das Anlagevermögen reduzierte sich um T€ 4.931 was zum größten Teil auf den Abgang des veräußerten Grundstücks zurückzuführen ist. Die Finanzmittel reduzierten sich um T€ 1.300 auf nunmehr T€ 3.626 (VJ T€ 4.926). 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Neben der Bruttogewinnmarge werden zur Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter, EBIT-Marge und der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit herangezogen. Bei den Mitarbeitern sind Personen aus Arbeitnehmerüberlassungsverhältnissen sowie 2 Vorstandsmitglieder mitgezählt. Die EBIT-Marge errechnet sich als Verhältnis des EBIT zu den Umsatzerlösen. Der Umsatz pro Mitarbeiter erhöhte sich im Jahresdurchschnitt gegenüber dem Vorjahr um T€ 21 auf nunmehr T€ 114. Die EBIT-Marge verbesserte sich von -98,5 % auf -79,0 %. Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt T€ -3.718 (VJ T€ -3.670). Alle drei Kennzahlen sind in Ihrer Höhe unbefriedigend. Sowohl eine erfolgreiche Markteinführung des 150mm-Produkts als auch höhere Ausbeuten beim 100mm-Produkt, hätten zu einer deutlich positiveren Veränderung der Kennzahlen führen können. 5. Gesamtaussage Die Nachfrage nach SiC-Wafern aus der Bauelemente Industrie hat deutlich an Fahrt gewonnen, wobei nach wie vor ein erheblicher Preisdruck herrscht. Zwar konnte die Gesellschaft Ihre Umsatzerlöse deutlich steigern, blieb jedoch hinter den Erwartungen und signifikant hinter den marktseitig gegebenen Möglichkeiten zurück. Die fehlende Produkteinführung 150mm-Wafer sowie Störungen der Produktion des 100mm-Wafers führten im Berichtsjahr dazu, dass sich die wirtschaftliche Situation deutlich negativer darstellt als es das Marktumfeld erlaubt hätte. D. NachtragsberichtIm April 2016 wurde von der Konzernmutter, ROHM Co. Ltd, Kyoto ein Darlehen über € 11,0 Mio. zugesichert, dass am 27. Mai 2016 zur Auszahlung kommen soll. E. PrognoseberichtDerzeit sind umfangreiche Investitionsprojekte angestoßen, die in den kommenden Monaten die Produktionskapazitäten für den 150mm-Wafer deutlich ausbauen. Die Anlagenkapazität für den 100mm-Wafer sind unter normalen Produktionsbedingungen hinreichend, um deutliche Absatzsteigerungen zu realisieren. Die Nachfragesituation wird auch für die kommenden Jahre als robust und wachstumsorientiert eingeschätzt. Um die Möglichkeiten des Marktes ausschöpfen zu können ist es dringend erforderlich die Entwicklungsarbeiten an den 150mm-Wafer erfolgreich abzuschließen und alle Störfaktoren, die die Produktions- und Lieferfähigkeit beeinträchtigen zu eliminieren. Erst wenn die marktseitig mögliche Mengensteigerung gepaart mit Produktivitätssteigerungen zu weiteren signifikanten Fixkostendegressionen führt wird die Gesellschaft die Gewinnschwelle erreichen. Für das Geschäftsjahr 2016/17 wird erneut ein deutliches Umsatzwachstum erwartet, wobei mit einem Verlust zu rechnen ist, wenn auch auf deutlich niedrigerem Niveau. Die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter, EBIT-Marge und Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit werden sich, bei Erreichen der gesteckten Ziele im angelaufenen Geschäftsjahr deutlich verbessern. F. Chancen- und RisikenberichtDie Gesellschaft verfügt über ein Risikomanagementsystem. Dabei werden Geschäftsrisiken und -chancen erfasst, hinsichtlich Ihrer Auswirkungen auf die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bewertet, entsprechende Maßnahmen eingeleitet und deren Wirksamkeit überwacht. Die wesentliche Herausforderung für die Gesellschaft besteht darin, den 150 mm-Wafer für die Leistungselektronik möglichst schnell auf einem marktkonformen Preis- und Qualitätsniveau verfügbar zu haben. Für das laufende Geschäftsjahr sind Investitionen zur weiteren Absicherung des Qualitätsniveaus geplant, die zur Ausbeuteverbesserung in der Produktion führen werden. Für die Entwicklungsabteilung sind Anlagenbeschaffungen geplant, mit deren Hilfe kostengünstigere Prozesse entwickelt werden. Für die Produktion ist eine Erweiterung der Produktionskapazität geplant, um das erwartete Wachstum des neuen 150 mm-Produkts zu realisieren. Zur Reduzierung von Risiken hinsichtlich Anlagenverfügbarkeit und Materialversorgung sind Arbeitsgruppen gebildet und Projekte definiert. Hinsichtlich des Risikos möglicher Patentklagen erfährt die Gesellschaft Unterstützung von der Konzernmutter. Zur Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft wurde von der Konzernmutter ein Darlehen zugesichert. Chancen werden vor allem in Asien gesehen, wo bislang der Durchbruch bei der Akquise von Großkunden noch nicht gelang. Hierbei wird die Vertriebsinfrastruktur der Konzernmutter genutzt. Auch auf dem amerikanischen Markt ist die Gesellschaft unterrepräsentiert und versucht sich vertriebsseitig neue Absatzchancen zu erarbeiten. Im Übrigen erwartet der Vorstand unter Berücksichtigung von Eintrittswahrscheinlichkeit und Intensität der Auswirkung der identifizierten Einzelrisiken aus heutiger Sicht für das laufende Geschäftsjahr keine zusätzlichen, wesentlichen Beeinträchtigungen der Vermögens- Finanz- und Ertragslage, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden würden. G. Berichterstattung nach § 312 AktGDie Gesellschaft steht in einem Abhängigkeitsverhältnis i.S.d. § 17 AktG zur ROHM Co., Ltd. Kyoto, Japan. Die berichtspflichtigen Vorgänge mit der ROHM Co., Ltd. Sowie mit Konzernunternehmen sind im Bericht gemäß § 312 AktG über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) dargestellt. In diesem Bericht hat der Vorstand die folgende Erklärung abgegeben: "Die SiCrystal Aktiengesellschaft hat nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem Rechtsgeschäfte vorgenommen, Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhaften und wurde bei getroffenen oder unterlassenen Maßnahmen nicht benachteiligt."
Nürnberg, den 6. Mai 2016 SiCrystal Aktiengesellschaft Dr. Robert Eckstein Roland Reichstein Bilanz zum 31. März 2016Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2015 bis 31. März 2016
Anhang für das Geschäftsjahr 2015/16Allgemeine AngabenDie SiCrystal AG ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss ist aufgestellt nach den Vorschriften des deutschen Handelsrechts und des deutschen Aktienrechts. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gegliedert. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden orientieren sich an den deutschen Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen über eine Nutzungsdauer von 3 - 5 Jahren angesetzt. Abnutzbare Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Gebäude werden über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 33 Jahren abgeschrieben. Technische Anlagen und Maschinen werden über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von bis zu 10 Jahren, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung über 3 bis 8 Jahre abgeschrieben. Technische Anlagen und Maschinen mit Anschaffungszeitpunkt vor dem 1. April 2010 werden überwiegend degressiv abgeschrieben, wobei ein Übergang zur linearen Methode erfolgt sobald sich hieraus höhere Abschreibungsbeträge als bei der degressiven Methode ergeben. Die Abschreibung auf im Geschäftsjahr angeschaffte Anlagegüter erfolgt linear. Selbständig nutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten jeweils 410,00 EUR nicht übersteigen werden sofort abgeschrieben. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten und abzüglich der Anschaffungskostenminderungen oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Bestandteile der Herstellungskosten sind neben Material- und Fertigungskosten angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten, sowie fertigungsbedingte Abschreibungen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nominalwert bewertet. Fremdwährungsforderungen sind zu Devisenkassamittelkursen am Bilanzstichtag bewertet. Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt. Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschluss-Stichtag, die Aufwendungen nach diesem Tag darstellen, berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des zu erwartenden Erfüllungsbetrags passiviert. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrags angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten sind zu Devisenkassamittelkursen am Bilanzstichtag bewertet. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles oder zu Devisenkassamittelkursen am Bilanzstichtag bewertet. Erläuterungen zur BilanzDie Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagengitter, das diesem Anhang als Anlage beigefügt ist. Sämtliche Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die ausgewiesenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 362 aus Lieferungen und Leistungen. Der Posten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten beinhaltet Bankguthaben in Höhe von TEUR 3.626 wovon TEUR 414 sicherungshalber verpfändet sind. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 129 beinhaltet im Wesentlichen Abgrenzungen für Dienstleistungsverträge und Patente, deren Aufwand gleichmäßig über ihre Laufzeit verteilt wird. Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft zum 31. März 2016 ist in 771.000 vinkulierte Namensaktien im Nennwert von EUR 1,00 eingeteilt. Die Kapitalrücklage erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr nicht. In den sonstigen Rückstellungen sind alle erkennbaren Verpflichtungen i.S.d. § 249 Abs. 1 HGB ausgewiesen. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Rückstellungen für ausstehende Rechnungen TEUR 203 (davon TEUR 13 für verbundene Unternehmen), für Personalkosten TEUR 369 und für Jahresabschlusskosten TEUR 46. Sämtliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben in Höhe von TEUR 12 (im Vorjahr TEUR 14) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Weitere Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB bestehen zum Stichtag nicht. Der Abschluss von Leasingverträgen führt künftig zu finanziellen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 203. Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 3.111 im Rahmen noch ausstehender Einkaufsbestellungen. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungMaterialaufwand
Personalaufwand
Periodenfremde Erträge sind in Höhe von TEUR 700 unter der Position sonstige betriebliche Erträge ausgewiesen. Darin enthalten sind TEUR 658 Erträge aus Abgang von Anlagevermögen und TEUR 42 Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Die außerplanmäßigen Abschreibungen aus dem Verkauf von Anlagevermögen sind in der Position Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen berücksichtigt und betrugen TEUR 348. Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe von TEUR 99, welche in der Position sonstige betriebliche Erträge enthalten sind und hatte Aufwendungen aus Kursdifferenzen in Höhe von TEUR 140, welche in der Position der allgemeinen Verwaltungskosten berücksichtigt wurden. Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer betrug 69 fest angestellte Mitarbeiter (alles Angestellte). Für Aufsichtsratsvergütungen wurde eine Vorsorge in Höhe von TEUR 14 getroffen. Vorschüsse und Kredite wurden nicht gewährt. Vorstände der Gesellschaft im Geschäftsjahr waren:
Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr aus folgenden Mitgliedern zusammen:
Mehrheitsgesellschafter ROHM Electronics Europe Limited, Milton Keynes, Buckinghamshire, United Kingdom, die wiederum eine Tochtergesellschaft der ROHM Co. Ltd., 21 Saiin Mizosakicho, Ukyo-ku, Kyoto, Japan ist hält 100 % der SiCrystal Aktien. Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss einbezogen. Der Konzernabschluss wird auf der Internetseite der ROHM Co. Ltd. offengelegt. Der Jahresabschluss der SiCrystal AG für das Geschäftsjahr 2015/16 wird beim Betreiber des Bundesanzeigers elektronisch eingereicht und nach der Einreichung im Bundesanzeiger bekannt gemacht.
Nürnberg, den 6. Mai 2016 SiCrystal Aktiengesellschaft Dr. Robert Eckstein Roland Reichstein Entwicklung des Anlagevermögens
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| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| Vortrag 01.04.2015 | Zugänge | Umbuchungen | Abgänge | 31.03.2016 | |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 640 | 29 | 0 | 74 | 595 |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke und Bauten | 15.802 | 1 | 122 | 4.537 | 11.388 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 29.560 | 344 | 1.186 | 893 | 30.197 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4.741 | 107 | 5 | 169 | 4.684 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 348 | 1.912 | -1.313 | 96 | 851 |
| 50.451 | 2.364 | 0 | 5.695 | 47.120 | |
| 51.091 | 2.393 | 0 | 5.769 | 47.715 | |
| kumulierte Abschreibungen | |||||
| Vortrag 01.04.2015 | Zugänge | Umbuchungen | Abgänge | 31.03.2016 | |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 577 | 36 | 0 | 74 | 539 |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke und Bauten | 1.408 | 622 | 0 | 475 | 1.555 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 18.452 | 2.193 | 0 | 883 | 19.762 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.738 | 297 | 0 | 161 | 3.874 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 23.598 | 3.112 | 0 | 1.519 | 25.191 | |
| 24.175 | 3.148 | 0 | 1.593 | 25.730 | |
| Buchwert | ||
| 31.03.2016 | 31.03.2015 | |
| TEUR | TEUR | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 56 | 63 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke und Bauten | 9.833 | 14.394 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 10.435 | 11.108 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 810 | 1.003 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 851 | 348 |
| 21.929 | 26.853 | |
| 21.985 | 26.916 | |
Den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk haben wir wie folgt erteilt:
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der SiCrystal Aktiengesellschaft, Nürnberg, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2015 bis 31. März 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Nürnberg, den 6. Mai 2016
KPMG
AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Renner, Wirtschaftsprüfer
Dr. Kelle, Wirtschaftsprüfer
Sehr geehrte Damen und Herren Aktionäre der SiCrystal AG,
Die Umsatzerlöse für das gesamte Geschäftsjahr betrugen EUR 7,8 Mio, was einer Erhöhung von 30% gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über die aktuelle Geschäftslage und die Unternehmensplanung. Anhand der Berichterstattung und in gemeinsamen Sitzungen mit dem Vorstand hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung der SiCrystal AG bei der Leitung der Unternehmung beraten und seine Tätigkeit überwacht. In allen Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für die Unternehmung war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden.
Der Jahresabschluss und der Lagebericht des Geschäftsjahres 2015/2016 wurde von der KPMG Deutsche Treuhand AG geprüft und uneingeschränkt bestätigt. Die Wirtschaftsprüfer präsentierten dem Aufsichtsrat ihren Bericht während der Aufsichtsratssitzung am 21. Juni 2016 und haben alle Fragen zufriedenstellend beantwortet. Während dieser Aufsichtsratssitzung präsentierte der Vorstand der SiCrystal AG dem Aufsichtsrat den Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2015/2016 und lieferte Erklärungen zum Geschäftsverlauf und Abweichungen gegenüber dem Vorjahr und dem Geschäftsplan.
Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss inklusive Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015/2016 geprüft und gebilligt und dieser gilt somit als festgestellt.
Die Geschäftsplanung für das neue Geschäftsjahr 2016/2017 wurde intensiv diskutiert und freigegeben.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der SiCrystal AG für ihren Einsatz und die geleistete Arbeit.
Willich, den 21. 06. 2016
Für den Aufsichtsrat Christian André, Vorsitzender
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