SWJ Engineering GmbHLiquidiert

Im Leuschnerpark 4, 64347 Griesheim, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Darmstadt HRB 9089
Eingetragen
18.3.2004
Branche
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungArchitekturbüros für HochbauIngenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und Verkehrsanlagen
Gegenstand
Erbringung von Consulting-, Ingenieur- und Architekturdienstleistungen aller Art im Industrie- und Privatsektor und der öffentlichen Hand sowie die Entwicklung, Konstruktion, Lieferung und Realisierung von Teil- oder Gesamtprojekten bis hin zur Generalübernehmerverantwortung

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Wolfgang Dr. Kneer
seit 18.12.2023
Geschäftsführer
Frank Heeser
seit 25.2.2021
Prokura
Stefan Hartmann
seit 1.10.2015
Geschäftsführer
Markus Jurditsch
seit 22.2.2006
Geschäftsführer

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SWJ Engineering GmbH

Griesheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022

SWJ Engineering GmbH, Griesheim

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

Unternehmen

Das Unternehmen der SWJ Engineering GmbH (im Folgenden auch kurz SWJ oder Gesellschaft genannt) wurde 2003 durch die geschäftsführenden Gesellschafter Thomas S iebrecht, Reinhold W alz und Markus J urditsch begründet. Zweck der Gründung war die Erbringung von Consulting- und Planungsleistungen aller Art mit Schwerpunkt im Bereich der Automobilindustrie und Zulieferindustrie.

Durch die Akquisition der IPF Engineering GmbH (2010), der Breilmann AG (2016), der inform GmbH Entwicklung und Konstruktion (2018) und der Teamplan/GK Ingenieure GmbH (2022) beinhaltet das heutige Leistungsspektrum der Gesellschaft die Erbringung von Consulting-, Ingenieur- und Architekturdienstleistungen aller Art im Industriesektor und im Bereich der öffentlichen Hand sowie die Entwicklung, Konstruktion, Lieferung und Realisierung von Teil- oder Gesamtprojekten bis hin zur Generalübernehmerverantwortung.

Die Durchführung erfolgt an einem der Standorte oder direkt vor Ort beim Kunden auf Basis von Werk- bzw. Dienstverträgen, teilweise auch im Rahmen von Arbeitnehmerüberlassung.

Die Gesellschaft mit dem Sitz der Firmenzentrale in Griesheim/Hess. unterhielt im Geschäftsjahr Niederlassungen in Bremen, Griesheim, München, Oberursel und Sindelfingen.

In den USA ist die Gesellschaft mit der SWJ TECHNOLOGY LLC, einer 90%igen Mehrheitsbeteiligung, vertreten. In China hat die Gesellschaft eine 100% Tochtergesellschaft, die SWJ Consulting Co., Ltd, Beijing.

Brancheninformationen

Die internationalen Automobilmärkte waren im Jahr 2022 von sehr unterschiedlichen Dynamiken geprägt. Während die Märkte in Europa (EU27, EFTA & UK), Japan und den USA hinter dem Vorjahresniveau zurückblieben, legte der Absatz in China deutlich zu. Insbesondere der Mangel an Vorprodukten und Rohstoffen, die deutlich gestiegenen Preise für Energie und Logistik sowie die durch den russischen Angriffskrieg ausgelöste Unsicherheit verhinderten ein besseres Ergebnis auf den internationalen Automobilmärkten. Insgesamt blieb der Pkw-Weltmarkt 2022 auf Vorjahresniveau. Es wurden 71,2 Millionen Pkw abgesetzt. Für das Jahr 2023 geht der VDA für den Pkw-Weltmarkt von einem Plus von 4 Prozent auf 74,0 Mio. Einheiten aus. Von den drei größten Absatzregionen mussten im Gesamtjahr 2022 Europa ((EU27, EFTA & UK) mit -4% und die USA mit -8% einen Rückgang verbuchen, während in China der Absatz um +10% zulegen konnte.

Quelle:

https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/2023/230118_PM_Internationale_
Automobilmaerkte_2022_Europa_Japan_und_USA_mit_Rueckgaengen

Innerhalb der deutschen Automobilindustrie wurde im Jahr 2022 ein Gesamtumsatz von rund 506,2 Mrd. € erzielt. Das sind 95,2 Mrd. € mehr als noch im Jahr zuvor. Etwa 153,7 Mrd. € entfielen dabei auf den Inlandsumsatz, etwa 352,4 Mrd. € auf den Auslandsumsatz.

Quelle:

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/160479/umfrage/umsatz-der-deutschen-automobilindustrie/ statisticContainer

Die Marktentwicklung des zweiten Geschäftsfeldes, gewerbliche Gebäudetechnik, verlief Branchenangaben zufolge mit einem Plus von 8,8% auf 74,3 Mrd. € erfreulich.

Quelle:

https://www.ingenieur.de/fachmedien/hlh/wissen/haus-und-gebaeudetechnik-in-2022-erneut-mit-umsatzwachstum/

2. Unternehmen und Rahmenbedingungen 2022

Rückblickend können wir feststellen, dass sich die Annahmen für das Jahr 2022 nur teilweise bestätigt haben. In Summe konnten die Folgen der Pandemie noch immer nicht vollständig im Berichtsjahr überwunden werden.

Der seit Anfang 2022 überraschend einsetzende rasante Zinsanstieg sowie die politische Änderung der Förderungen im Bausektor führten am Standort Oberursel mit den Bereichen Architektur/Planungs- Generalunternehmertätigkeit zu einem erheblichen Verlust von rund 0,75 Mio. € (Deckungsbeitrag 3 nach Umlageverrechnung).

Entsprechende Maßnahmen zur Restrukturierung des Geschäftsbereiches wurden durch die Geschäftsleitung bereits initiiert.

Die Standorte Bremen und Zwickau entwickelten sich weiterhin erfreulich; während schwierige Umfeldbedingungen in Stuttgart und München, geprägt von hohem Konkurrenz- und Preisdruck, die Geschäftsentwicklung bremsten. Die Beendigung eines bedeutenden Auftrages bei einem Großkunden führte zu einer erheblich rückläufigen Geschäftsentwicklung der BU Großprojekte bei allerdings immer noch guter Rendite.

Ergebnisbelastend wirkten sich zudem Aufwendungen für ein Entwicklungsprojekt im Bereich der digitalen Energieverbrauchserfassung mit 250 Tsd. € aus, das im Geschäftsjahr 2023 eingestellt wurde.

Im Kontext der zuvor geschilderten Rahmenbedingungen lag die Umsatz- und Ergebnisentwicklung unter den Erwartungen mit einem deutlich negativen Ergebnis.

Das krisengeprägte Umfeld mit dem Ukrainekrieg, den Handelsstreitigkeiten zwischen den USA, China und Europa und den weltweit gestörten Lieferketten, erforderte eine kontinuierliche Improvisation und teilweise tägliche organisatorische Anpassungen.

In Summe erholte sich im Jahr 2022 das weltweite Bruttoinlandsprodukt um 3,5%, (Vj. +6,3%).

Quelle:

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/197039/umfrage/veraenderung-des-weltweiten-bruttoinlandsprodukts/

3. Vermögens- Finanz- und Ertragslage

Vor dem Hintergrund der geschilderten Rahmenbedingungen und der unterschiedlichen Entwicklung in den verschiedenen Geschäftsfeldern reduzierte sich die Gesamtleistung im Berichtsjahr um 7,4 % auf € 12.589 Tsd. (Vj. € 13.590 Tsd.).

Die wesentlichen Aufwandsposten der Gesellschaft betreffen Personal mit € 10.633 Tsd. (Vj. € 10.292Tsd.) sowie Materialaufwand (Fremdleistungen) mit € 1.064 Tsd. (Vj. € 1.263 Tsd.), IT / Telekommunikationsaufwendungen mit € 611 Tsd. (Vj. € 475 Tsd.), Raumkosten mit € 441 Tsd. (Vj. € 456 Tsd.), Fahrzeugkosten von € 338 Tsd. (Vj. € 303 Tsd.), Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen von € 160 Tsd. (Vj. € 148 Tsd.), sowie Werbe- und Reisekosten in Höhe von €136 Tsd. (Vj. € 126 Tsd.).

Trotz striktem Kostenmanagement und der im Berichtsjahr fortgeführten umfangreichen Nutzung staatlicher Hilfen in Form von Kurzarbeitergeld erhöhte sich der Gesamtaufwand um € 258 Tsd. = 1,9 %. Der im Berichtsjahr 2022 angefallene Verlust beläuft sich auf € 1.191 Tsd. (Vj.- € 22 Tsd.). Die Umsatzrendite nach Steuern beträgt im Geschäftsjahr -9,5 % (im Vj. -0,2 %).

Vermögens- und Finanzlage

Strukturtabelle Aktiva

31.12.2022 31.12.2021 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
A. Anlagevermögen 4.285,4 48,0 2.421,5 25,6 1.863,9 77,0
B. Umlaufvermögen 4.590,8 51,4 6.952,6 73,6 -2.361,8 -34,0
C. Rechnungsabgrenzungsposten 51,5 0,6 76,4 0,8 -24,9 -32,6
8.927,7 100,0 9.450,5 100,0 -522,8 -5,5

Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich von € 9.450 Tsd. zum 31. Dezember 2021 auf € 8.928 Tsd. zum 31. Dezember 2022 reduziert.

Auf der Vermögensseite stieg das Anlagevermögen um 77,0 %, im Wesentlichen bedingt durch den Erwerb der Teamplan Ingenieure GmbH, der GK Ingenieure GmbH sowie der Gründung des Ingenieurbüros Donath GmbH, verbunden mit dem Erwerb des Kundenstamms sowie der Betriebs- und Geschäftsausstattung des Planungsbüros Donath.

Im Geschäftsjahr wurden Investitionen in PKW, Software sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung von € 160 Tsd. getätigt.

Das Umlaufvermögen reduzierte sich insgesamt deutlich um € 2.362 Tsd. (= 34,0 %), im Wesentlichen aufgrund niedrigerer Forderungen (- € 982 Tsd.) sowie durch einen niedrigeren Kassenbestand (- € 1.558 Tsd.).

Strukturtabelle Passiva

31.12.2022 31.12.2021 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
A. Eigenkapital 623,6 7,0 1.814,8 19,2 -1.191,2 -65,6
B. Rückstellungen 464,4 5,2 542,6 5,7 -78,2 -14,4
C. Verbindlichkeiten 7.839,7 87,8 7.080,6 74,9 759,1 10,7
D. Rechnungsabgr.posten 0,0 0,0 12,5 0,1 -12,5 -100,0
8.927,7 100,0 9.450,5 100,0 -522,8 -5,5

Auf der Kapitalseite der Gesellschaft hat sich das Eigenkapital durch den Jahresfehlbetrag auf € 624 Tsd. reduziert. Die Eigenkapitalquote hat sich von 19,2 % auf 7,0% verringert.

Die Rückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr um € 78 Tsd. geringer und stellen rd. 5 % der Bilanzsumme dar.

Die Verbindlichkeiten haben sich im Vergleich zu 2021 erhöht durch die Nutzung des Cash Pools mit verbundenen Unternehmen (+€ 978 Tsd.), sowie gestiegener Sonstiger Verbindlichkeiten (+€306 Tsd.). Gegenläufig wurden Bankverbindlichkeiten planmäßig um € 288 Tsd. reduziert, sowie die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, zurückgeführt (€ -134 Tsd.). Die Verbindlichkeiten entsprechen rd. 88 % der Bilanzsumme.

Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit der Gesellschaft betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr € 783 Tsd. (im VJ € -1.812 Tsd.).

Die Investitionen der Gesellschaft finanzierten sich im Geschäftsjahr im Wesentlichen über die Inanspruchnahme von Mitteln aus dem Cash Pool mit verbundenen Unternehmen.

Am Bilanzstichtag hatte die Gesellschaft Bankverbindlichkeiten in Höhe von € 5.163 Tsd. (31.12.2021: € 5.450 Tsd.). Der Verschuldungsgrad erhöhte sich von 4,20 auf 13,31, im Wesentlichen bedingt durch den Jahresfehlbetrag sowie die Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Mitarbeiter

Zum Ende des Geschäftsjahres hatte die Gesellschaft 164 Mitarbeiter (166 Mitarbeiter Vj.) beschäftigt.

4. Gesamtaussage

Die Entwicklung der SWJ zeigt sich im Jahresverlauf von Kunde zu Kunde und Region sehr unterschiedlich. In Summe reduzierte sich der Umsatz der Gesellschaft im Jahr 2022 um 9,3%.

Trotz massiver Einsparmaßnahmen und Nutzung von Kurzarbeit wurde ein deutlich negatives Ergebnis von € -1.191 Tsd. (Vj. € -22) erzielt.

Der hohe Verlust wurde vor allem durch zwei Umstände verursacht. Zum einen durch langfristige Aufträge als Generalplanungsunternehmen, zum anderen durch den neu gegründeten Energiemessdienst. Die Akquisition neuer Aufträge im Bereich Generalunternehmerschaft wurde aufgrund der sich in den letzten Jahren verlagerten Risiken hin zu den Lieferanten im Q1-2023 eingestellt. Es werden noch zwei laufende Projekte abgearbeitet, die mit angepassten Bedingungen bis ins Jahr 2024 laufen werden. Im Auftragsmanagement kam es zu Problemen, resultierend aus Kundenshutdowns infolge von Lieferkettenengpässen, die zu Umsatz- und Ergebnisrückgängen und einer zusätzlichen Belastung der gesamten Organisation führten.

Nach einem schwierigen und verlustbringenden Geschäftsjahr 2022 hat das Unternehmen im Geschäftsjahr 2023 wirtschaftlich wieder Fuß fassen können.

Die Geschäftsführung ist trotz der gegebenen Herausforderung mit der Entwicklung im Geschäftsjahr 2022 insgesamt nicht zufrieden.

5. Prognosebericht

Die Grundlagen und wesentlichen Annahmen der Planung sind nachfolgend dargestellt. Sie basieren auf den Prognosen führender Institute und eigener Erfahrungswerte. Diese Annahmen fließen in die Planungsprämissen für die SWJ ein. Der kontinuierliche Planungsprozess stellt sicher, dass auch Chancen, die sich kurzfristig ergeben, schnell und konsequent genutzt werden können und auch auf unerwartete Risiken entsprechend reagiert werden kann.

Im Abgleich mit der im Vorjahres-Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 aufgestellten Planung ergibt sich bei einem Umsatz von 12,6 Mio. € und einem Jahresfehlbetrag von 1,2 Mio. € ein um 0,5 Mio. € höherer Umsatz und ein um 0,3 Mio. € niedrigerer Fehlbetrag.

Der gegenwärtige Geschäftsverlauf bis zum Oktober-2023 zeigt bei konstantem Umsatz eine gegenüber dem Vergleichszeitraum 2022 verbesserte Ergebnissituation. Dies wird erreicht durch eine im Verhältnis zum Umsatz und im Vergleich zum Vorjahr unterproportionale Kostenentwicklung, insbesondere bemerkbar bei Personal- und Raumkosten, die durch entsprechende Maßnahmen vorbereitet und umgesetzt wurden.

Für das Geschäftsjahr 2023 planen wir bei reduziertem Umsatz einen positiven Erholungstrend, bedingt durch umfassende Kosteneinsparungen, vor allem im Personalbereich, und die im operativen Bereich geplanten und durchgeführten organisatorischen Veränderungen (Auslagerung Geschäftsbereich auf Tochterunternehmen im September 2023) sowie den Abschluss von Ergebnisabführungsverträgen.

Dabei wird das Wettbewerbsumfeld insgesamt auch in den nächsten Jahren weiterhin intensiv bleiben und damit Druck auf die erzielbaren Honorare ausüben. Eine weitere Herausforderung bleibt der anhaltende Fachkräftemangel und zunehmend auch die hohe Inflation.

Aus den Folgen des aktuellen Krieges in der Ukraine, resultieren immer noch Energie- und Rohstoffausfälle die, in Verbindung mit hoher Inflation und stark gestiegenen Zinsen, zu erheblichen Preissteigerungen führen und sich ergebnisbelastend auswirken (insbesondere Zinsaufwendungen).

Im Zuge der organisatorischen Weiterentwicklung des Unternehmens zur Holding wurde zum 1. September 2023 das operative Geschäft der SWJ Engineering GmbH in die bisherige Inform GmbH, seit Februar 2023 als SWJ Germany GmbH firmierend, transferiert. Ebenfalls wurden mit der SWJ Germany GmbH, der Teamplan Ingenieure GmbH und der Döttling Luxury Safes GmbH Ergebnisabführungsverträge (EAV), rückwirkend zum 1. Januar 2023, geschlossen.

In Summe wird für das Geschäftsjahr 2023 für die Gesellschaft eine Gesamtleistung von 9,9 Mio. € erwartet bei einem deutlich verbesserten Ergebnis von 0,3 Mio. € (EBITDA). Der Forecast für den Perimeter der drei Gesellschaften im Organschaftskreis einschließlich der SWJ Engineering GmbH ergibt bei einem Umsatz von 28,1 Mio. € ein EDITDA in Höhe von 1,1 Mio. €.

Die Geschäftsleitung geht für die Planung des Geschäftsjahres 2024 unter diesen veränderten Rahmenbedingungen bei einer Leistung von 0,7 Mio. € (nach Umstellung der Gesellschaft zur strategischen Managementholding) von einem neutralen Ergebnis aus. Für den Organschaftskreis wird bei einer Leistung von 30,8 Mio. € ein EBITDA von ca. 1,8 Mio. € erwartet.

Der Geschäftsbereich Architektur - und Bauingenieurdienstleistungen soll auf das Tochterunternehmen Teamplan Ingenieure GmbH per 1.4.2024 ausgelagert werden.

6. Chancen- und Risikobericht

SWJ hat als Teil des zertifizierten QM-Systems ein integriertes Risikomanagementsystem, in welches auch alle Tochtergesellschaften eingebunden sind.

Ziel des Risikomanagementsystems und zentrale Aufgabe der mehrstufigen Risikobewertung ist es, die die Unternehmensziele gefährdenden Risiken innerhalb und außerhalb des Unternehmens zu identifizieren, zu erfassen und soweit möglich zu vermeiden. Gegenstand des Risikomanagementsystems ist die Gesamtheit aller für die Gesellschaften der SWJ wesentlichen und bestandsgefährdenden Risiken.

Der Roadmap der SWJ liegt eine rollierende 3-Jahresplanung mit Chancen und Risikobewertung zugrunde. Darüber hinaus ermöglicht ein globales monatliches Berichtswesen und auf Bereichsebene wöchentliche Jour fixes auf kritische Situationen schnell zu reagieren. Ziel ist es, Gefahren für das Vermögen, den Ertrag und die Finanzierung frühzeitig zu erkennen sowie die langfristige Auslastung sicherzustellen.

Die Auswirkungen der vielen Krisen in der Welt, wie die Nachwirkungen der Pandemie, Handelsstreitigkeiten, Lieferkettenstörungen, Ukrainekrieg, rasanter Zinsanstieg, Klimawandel, Energiekrise u.v.m. in Form von externen Risikofaktoren auf die Wirtschaft sind noch nicht final einschätzbar. Aus diesem Grund ist die aufgestellte Prognose mit höheren als üblicherweise einzubeziehenden Risiken behaftet.

Mögliche negative Effekte durch den Ukraine-Krieg, Störung der Lieferketten in der Automobilindustrie, weitere politische Risiken sowie Kostensteigerungen und Lieferprobleme in der Baubranche werden von der Geschäftsleitung sorgsam beobachtet und in ihren Auswirkungen analysiert. Erforderliche strukturelle und organisatorische Maßnahmen und Anpassungen werden entsprechend umgesetzt.

Die bewährten Erfolgsfaktoren, wie u.a. Unabhängigkeit, Kundennähe, Qualität, Branchenkompetenz, die konsequente Fort- und Weiterführung der Digitalisierung und der Ausbau unserer strategischen Zukunftsthemen stehen weiterhin im Fokus und werden durch die Geschäftsleitung kontinuierlich auf Chancen und Risiken überprüft.

Geschäftsrisiko

Die Fokussierung auf bedeutsame Key-Accounts hat im Geschäftsjahr 2022 weiter zugenommen, woraus Risiken und Chancen für das Unternehmen resultieren. Politische Risiken wie Ukrainekrieg und der Handelsstreit USA/China/EU erschweren zusätzlich die Marktentwicklung. Der Transformationsprozess hin zu softwaregetriebenen Mobilitätsunternehmen, in dem sich die Automobilindustrie mit den Zukunftstechnologien "Autonomes Fahren" und der Elektromobilität befindet, stellt die Automobilzulieferer und Engineering Dienstleister (EDL) vor große Herausforderungen. Damit einhergehend gewinnt die Digitalisierung in allen Lebensbereichen eine immer größere Bedeutung, wodurch sich gleichzeitig neue Chancen für innovative und dynamische Unternehmen ergeben.

Personalrisiko

In Bezug auf die Beschaffung von Personal besteht nach wie vor das Risiko in der Gewinnung von geeigneten Mitarbeitern. Speziell im süddeutschen Raum, zunehmend aber in ganz Deutschland und weltweit, ist der Arbeitsmarkt sehr umkämpft. Vor dem Hintergrund der vorgenannten Herausforderungen erklären sich auch die erheblichen Veränderungen an die Anforderungen und Qualifikation bestehender und künftiger Mitarbeiter. Die klassischen Fachrichtungen wie Fahrzeugtechnik, Maschinenbau und Elektrotechnik sind nach wie vor gefragt. Jedoch ist klar erkennbar, dass der Bedarf nach Softwarearchitekten- und Entwicklern, Funktionsentwicklern und Experten im Bereich funktionale Sicherheit immer mehr zunimmt. Hierbei wird die Gesellschaft mit Hilfe von geeigneten Weiterbildungsmaßnahmen und -angeboten das eigene Mitarbeiterpotential bestmöglich nutzen. Zusätzlich weitere Maßnahmen, wie der Auf- und Ausbau der SWJ Akademie, gezielte Personalrecruitingmaßnahmen mit Erfolgskontrollen, aber auch die Bindung und Weiterentwicklung der Stammbelegschaft (u.a. Benefit-Programm, Digitalisierung) sollen dem entgegenwirken. Zugleich wollen wir durch gezielte strategische M&A Aktivitäten und Kooperationen mit ausgewählten Partnern den Personalstamm weiter ausbauen.

Werkvertragsrisiko

Im Hinblick auf die zunehmende Ausrichtung des Geschäftes auf Werkverträge besteht nach wie vor ein Risiko in der Remanenz von beschäftigungsunabhängigen fixen Kosten bei zurückgehender Auslastung. Dieses Risiko erhöht sich insbesondere noch bei länger laufenden Verträgen durch die aktuell hohe Inflation. Diesem Risiko kann zumindest teilweise durch entsprechende vertragliche Gestaltung entgegengewirkt werden. Das generelle Auslastungsrisiko wird so lange weiter bestehen, bis es gelingt, das Leistungsportfolio des Unternehmens aus dem wettbewerbsintensiven Umfeld hin zu Produkten zu entwickeln, in denen wahrnehmbare Wettbewerbsvorteile möglich sind und durch Alleinstellungsmerkmale mehr Unabhängigkeit erreicht werden kann. Um dies zu erreichen hat die Geschäftsführung einen Strategieprozess in die Wege geleitet, an dessen Umsetzung konsequent gearbeitet wird. Hier sollen auch die Weiterentwicklung unserer bereits vorhanden software-basierten Planungstools helfen, skalierbare Produkte und Dienstleistungen weiter auf dem Markt zu etablieren. Durch die Aufgabe des Bereiches Planungs-Generalunternehmergeschäft ergibt sich eine Verringerung des Geschäftsrisikos, sowohl vom Risikovolumen als auch von der Risikoqualität. Als zusätzliches Risiko ist die stark gestiegene Inflation zu sehen, die zu höheren Personalkosten, bei konstanten Verkaufspreisen, führen könnte.

Risiken ANÜ

Im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung (ANÜ) bestehen Risiken vor allem durch politische Vorgaben. Hinzu kommt die oft nur eingeschränkte Bindung der Mitarbeiter an die eigene Firma und der häufige Wechsel der Mitarbeiter zum Kunden. Meist darf zwar nachbesetzt werden, jedoch lassen sich kurzfristig oft keine geeigneten Mitarbeiter finden.

Liquiditäts- und Zinsänderungsrisiken

Die Geschäftsführung hat Vorsorge dafür getroffen, dass durch konsequente operative Finanzplanung Liquiditätsspitzen stets abgesichert waren. Aufgrund der Pandemie seit März 2020 hat die SWJ zusätzliche, erhebliche Finanzmittel bei der KfW und Kontokorrentlinien bei den Hausbanken sicherstellen können, so dass der Fortbestand des Unternehmens aus Sicht der Geschäftsführung nicht gefährdet ist. In den kommenden Jahren soll die Verschuldung, insbesondere die KfW-Mittel, planmäßig zurückgeführt werden und die Eigenkapitalquote wieder deutlich erhöht werden. Mit weiterem Wachstum steigt auch das Umlaufvermögen und das damit gebundene Kapital. Gleichzeitig erfolgt eine Reduzierung der Finanzverbindlichkeiten durch planmäßige Tilgung der KfW Darlehen (1.080 Tsd. € p.a.) und Rückführung des an die US-Gesellschaft ausgereichten Darlehens, valutierend zum 31.12.2022 mit 715 Tsd. USD (per Oktober 2023 getilgt), zur Finanzierung des ATC (Sell and Leaseback des Alberta Technology Centers in Tuscaloosa, Al, USA).

Zur Eigenkapitalstärkung hat die Gesellschaft im Oktober 2023 die gehaltenen Eigenen Anteile an einen bestehenden Gesellschafter übertragen. Weiterhin ist für den Dezember 2023 eine Stammeinlagenerhöhung durch einen bestehenden Gesellschafter geplant. Beide Maßnahmen zusammen haben einen Umfang von 365 Tsd. €.

Sehr genau beobachten wir die aktuelle Zinslandschaft. Wir gehen beim derzeitigen Niveau von einer Seitwärtsbewegung bei der EZB aus.

Risiken aus der Krise infolge der Covid-19 Pandemie und eventuell zukünftiger Pandemien

Zum aktuellen Stand, September 2023, scheint die akute Pandemie so weit gebannt. Zwar steigen die Infektionszahlen wieder, das Robert Koch Institut geht aber derzeit von keiner neuen Pandemie aus. SWJ wird gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen ergreifen.

Risiken aus dem Ukrainekrieg

Der aktuelle Krieg in der Ukraine, mit Destabilisierung der gesamten Wirtschaft durch drohenden Energie- und Rohstoffausfall, ist ein weiteres Risiko. Alle Prognosen für 2023ff sind daher mit hoher Unsicherheit behaftet. In Summe ist die SWJ in der Ukraine und in der russischen Föderation, wenn überhaupt, nur in sehr geringem Umfang tätig. Der Energie- und Rohstoffmarkt ist gerade kurzfristig auf fossile Energie und Rohstoffe der Kriegsparteien angewiesen. Mittel- und langfristig bieten sich durch die beschleunigte Energiewende auch Chancen u.a. für den Gebäudesektor im Zusammenhang mit erneuerbaren Energien. Solange sich der Krieg nicht auf Nato-Staaten ausweitet und regional begrenzt bleibt, halten wir - auch bei einer sehr lange andauernden Auseinandersetzung - die Risiken für überschaubar.

Chancen

Strategisch wird die Gesellschaft ihre angestammten Sektoren Automobilindustrie, technische Gebäudeausrüstung, Logistik, Elektrik/Elektronik und Personaldienstleistung weiter ausbauen. Durch die intensive Nutzung der Möglichkeiten von Kurzarbeit ist die Gesellschaft in die Lage versetzt worden, qualifiziertes Personal zu halten, was für das Gesamtunternehmen weiteres Wachstum generiert hat, bzw. zukünftig sichern soll.

Die Übernahmen der Teamplan Ingenieure GmbH und der Ingenieurbüro Donath GmbH zum 01.01.2022 sollen langfristig und planmäßig zu weiteren profitablen Erträgen beitragen und das bisherige Leistungsspektrum vor allem im Sektor Technische Gebäudeausrüstung am Standort Oberursel durch die Nutzung von Synergien und der Verbreiterung des Leistungsportfolios wesentlich verbessern. Auch zukünftig sollen die Chancen von gezielten Übernahmen, Gründung von Auslandsgesellschaften und das Eingehen von Kooperationen genutzt werden und die Resilienz des Unternehmens stärken. Dies ist ein wesentlicher Teil der SWJ Strategie und Roadmap.

Neue Produkte bzw. Dienstleistungen, wie etwa die von SWJ Energy GmbH entwickelten Energiespeichersysteme, bieten weitere Chancen im Bereich der Zukunftstechnologien.

Gesamtaussage

Alle bestehenden Risiken werden als grundsätzlich beherrschbar angesehen. SWJ wird die Chancen nutzen, welche sich durch den erlernten Umgang mit der Vielzahl an Krisen auf der einen Seite und andererseits mit der weiteren Umsetzung bei den bisher getätigten Zukunftsinvestitionen ergeben. Die Strategie und die zur Umsetzung notwendigen Prozesse werden fortlaufend den Veränderungen des Umfeldes und den Erfordernissen des laufenden Geschäfts angepasst. Aus heutiger Sicht und angesichts der vorgenommenen Planungen ist der Bestand des Unternehmens nicht gefährdet. Das Unternehmen ist für die Zukunft gut aufgestellt. Die derzeit bestehenden Risiken können sich aber ebenso wie die Chancen positiv und negativ auf die Prognosen auswirken.

Die finanzielle Ausstattung der SWJ ist stabil, der Bedarf an liquiden Mitteln ist durch vorhandene Liquidität und freie Kreditlinien gedeckt.

7. Forschung und Entwicklung

Das im Jahr 2021 begonnene Entwicklungsprojekt Digiletti, im Bereich der digitalen Energieverbrauchserfassung, wurde im Geschäftsjahr 2023 eingestellt.

 

Griesheim, im Dezember 2023

SWJ Engineering GmbH

Die Geschäftsführung

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 4.285.412,61 2.421.516,22
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 86.104,00 123.275,00
1. Geschäfts- oder Firmenwert 33.789,00 44.244,00
II. Sachanlagen 276.614,02 266.195,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 276.614,02 266.195,00
III. Finanzanlagen 3.922.694,59 2.032.046,22
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.230.580,84 1.232.199,59
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 691.613,75 799.346,63
3. Beteiligungen 500,00 500,00
B. Umlaufvermögen 4.590.805,92 6.952.538,39
I. Vorräte 111.567,80 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.454.534,76 5.369.587,31
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.107.445,47 2.784.104,22
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 258.373,37 400.000,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 24.703,36 1.582.951,08
C. Rechnungsabgrenzungsposten 51.495,79 76.428,71
Bilanzsumme, Summe Aktiva 8.927.714,32 9.450.483,32

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 623.647,63 1.814.784,14
I. gezeichnetes Kapital 530.000,00 530.000,00
1. Eigene Anteile - offen vom Gezeichneten Kapital abgesetzt -15.300,00 -15.300,00
2. eingefordertes Kapital 514.700,00 514.700,00
II. Kapitalrücklage 160.000,00 160.000,00
III. Gewinnrücklagen 292.900,00 292.900,00
IV. Gewinnvortrag 847.184,14 869.308,62
V. Jahresfehlbetrag 1.191.136,51 22.124,48
B. Rückstellungen 464.370,74 542.571,24
C. Verbindlichkeiten 7.839.695,95 7.080.601,90
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.162.827,21 5.450.437,60
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.118.025,53 145.873,38
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 134.076,21
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 12.526,04
Bilanzsumme, Summe Passiva 8.927.714,32 9.450.483,32

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 11.935.136,08 12.633.176,13
2. Personalaufwand 10.633.269,93 10.291.600,41
a) Löhne und Gehälter 8.795.331,19 8.390.318,09
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.837.938,74 1.901.282,32
davon für Altersversorgung 28.054,60 33.411,45
3. Abschreibungen 159.977,64 148.264,14
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 159.977,64 148.264,14
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.299.111,11 2.195.938,33
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 3.739,44 12,32
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 7,37 37,29
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 64.631,43 53.315,62
davon aus verbundenen Unternehmen 47.688,44 38.536,70
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 3.614,46 0,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 91.169,87 64.474,12
davon an verbundene Unternehmen 4.522,35 0,00
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag -2.802,34 526,62
10. Ergebnis nach Steuern -1.184.565,79 -14.274,58
11. sonstige Steuern 6.570,72 7.849,90
Jahresfehlbetrag 1.191.136,51 22.124,48

Anhang

1. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft lt. Registergericht

Firmenname laut Registergericht: SWJ Engineering GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Griesheim
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Amtsgericht Darmstadt
Register-Nummer: HRB 9089

2. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG erstellt.

Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Der Geschäfts- und Firmenwert wird über eine Nutzungsdauer von 8 Jahren abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Gründe für eine Teilwertabschreibung lagen zum Bilanzstichtag nicht vor.

Bei den in Arbeit befindlichen Aufträgen handelt es sich um Arbeiten, deren Abrechnung erst im Folgejahr erfolgt. Die Bewertung erfolgt mit den angefallenen Einzelkosten einschließlich angemessener Teile der Gemeinkosten. Ebenso wurden angemessene zuordenbare Verwaltungskosten berücksichtigt. Fremdkapitalzinsen wurden nicht berücksichtigt. Es erfolgte eine verlustfreie Bewertung, sofern dies bei einem Projekt erforderlich war.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind im Bilanzposten der Vorräte ausgewiesen, der überschüssige Wert ist im Bilanzposten Verbindlichkeiten enthalten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Für voraussichtliche Verluste wurden Einzelwertberichtigungen vorgenommen.

Die flüssigen Mittel sind in Höhe ihres Nennwerts angesetzt.

Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind, soweit vorhanden, gem. § 253 Abs.2 HGB entsprechend ihrer Restlaufzeit mit dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzins abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassakurs (Briefkurs bzw. Geldkurs) am Entstehungstag des Geschäftsvorfalls in Euro bewertet. Am Bilanzstichtag erfolgte die Umrechnung mit dem Devisenkassamittelkurs. Die aus der Stichtagsbewertung resultierenden Gewinne und Verluste sind erfolgswirksam in der GuV-Rechnung erfasst (§ 256a S.1 HGB); Kursgewinne jedoch nur insoweit, als sie Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen (§ 256a S.2 HGB).

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

4. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt.

Finanzanlagevermögen

Die SWJ Engineering GmbH erwarb im Geschäftsjahr 2022 jeweils eine 100% Beteiligung an der Teamplan Ingenieure GmbH, Berlin sowie an der GK Ingenieure GmbH, Leipzig. Die GK Ingenieure GmbH wurde mit Beschluss vom 10.08.2022 auf die Teamplan Ingenieure GmbH verschmolzen.

Als Verschmelzungsstichtag wurde der 01.01.2022 0.00 Uhr festgelegt. Die Verschmelzung erfolgte durch Übernahme der Anschaffungskosten der übertragenen Gesellschaft (§ 24 UmwG). Die Anschaffungskosten der Beteiligung an der GK Ingenieure GmbH wurden daher auf die Beteiligung an der Teamplan Ingenieure GmbH umgebucht.

Ausleihungen in Fremdwährung wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet (EZB Referenzkurs), 256a HGB.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Gesamtbetrag Restlaufzeiten Restlaufzeiten
2022
T€
Vorjahr
T€
bis 1 Jahr 2022
T€
Vorjahr
T€
größer 1 Jahr 2022
T€
Vorjahr
T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.647 1.814 1.647 1.814 0 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.107 2.784 1.233 1.556 874 1.228
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 258 400 2 0 256 400
Sonstige Vermögensgegenstände 442 372 214 125 228 247
Gesamt: 4.454 5.370 3.096 3.495 1.358 1.875
davon gegenüber Gesellschaftern 258 615 2 215 256 400

Die Forderungen gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht enthalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 258 (Vj. TEUR 615) gemäß § 42 Abs.3 GmbHG. Es bestehen Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 1.358 (Vj. TEUR 1.875).

Eigenkapital

Die Gewinnrücklage beträgt zum Geschäftsjahresende TEUR 293 (Vj. TEUR 293). Darin enthalten sind Gewinnrücklagen zum Erwerb eigener Anteile in Höhe von TEUR 15 (Vj. TEUR 15).

Der Bilanzverlust/ -gewinn entwickelte sich wie folgt:

2022
TEUR
2021
TEUR
Gewinnvortrag zum 01.01. 847 869
Gewinnausschüttung 0 0
Jahresfehlbetrag/-überschuss -1.191 -22
Bilanzgewinn zum 31.12. -344 847

Rückstellungen

Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen im Wesentlichen Personalverpflichtungen für Überstunden und Urlaubstage in Höhe von TEUR 383 (Vj. TEUR 373).

Verbindlichkeiten

Der Verbindlichkeitenspiegel stellt sich wie folgt dar:

Gesamtbetrag Restlaufzeiten
2022
T€
Vorjahr
T€
bis 1 Jahr 2022
T€
Vorjahr
T€
gegenüber Kreditinstituten 5.163 5.451 2.154 1.282
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 66 0 66
aus Lieferungen und Leistungen 483 513 483 513
gegenüber verbundenen Unternehmen 1.118 146 1.118 85
gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 134 0 134
sonstige Verbindlichkeiten 1.076 771 555 771
Gesamt: 7.840 7.081 4.310 2.851
davon Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 0 134 0 134
1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
2022
T€
Vorjahr
T€
2022
T€
Vorjahr
T€
gegenüber Kreditinstituten 3.009 4.169 0 0
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 0 0 0
aus Lieferungen und Leistungen 0 0 0 0
gegenüber verbundenen Unternehmen 0 61 0 0
gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 521 0 0 0
Gesamt: 3.530 4.230 0 0
davon Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 0 0 0 0

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt TEUR 4.310 (Vj. TEUR 2.851). Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über 5 Jahre beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 0 (Vj. TEUR 0).

Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen sind mit den Verbindlichkeiten verbunden: Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind insgesamt abgesichert durch Sicherungsabtretungen von Fahrzeugen in Höhe von TEUR 247.

5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Es sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 52 TEUR (Vj. TEUR 5), die im Vorjahr gebildet worden sind, Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 104 TEUR (Vj. TEUR 40) sowie Investitionszuschüsse in Höhe von 4 TEUR (Vj. TEUR 23) und andere periodenfremde Erträge von TEUR 23 (Vj. TEUR 14) in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten.

Aufgrund des Vorsichtsprinzips wurden im Rahmen des strengen Niederstwertprinzips beim Umlaufvermögen Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 252 (Vj. TEUR 0) vorgenommen.

6. Sonstige Angaben

Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31.12.2022

Kapitalanteil gem. § 285 Nr.11 HGB Eigenkapital 31.12.2022 Jahresergebnis 2022
Name und Sitz der Gesellschaft in % [Währung] [Währung]
SWJ Germany GmbH, Darmstadt 100% 548.653,04 EUR 185.418,80 EUR
IPF Engineering GmbH, Oberursel (Taunus) 100% 117.488,00 EUR 8.316,50 EUR
Teamplan Ingenieure GmbH 100% 252.454,90 EUR 202.454,90 EUR
SWJ Akademie GmbH 100% 2.685,24 EUR -1.401,91 EUR
Ingenieurbüro Donath GmbH 100% 29.095,29 EUR 4.095,29 EUR
BV Silberberg GmbH 100% 41.961,51 EUR -18.811,42 EUR
SKB Holding GmbH 100% -3.040,59 EUR -3.570,23 EUR
SWJ Austria GmbH, Graz 100% -6.347,06 EUR -23.173,00 EUR
SWJ Technology US LLC, Tuscaloosa (Alabama) 90% 3.360.484,39 USD 575.185,65 USD
3.279.111,84 EUR 540.283,35 EUR
SWJ Consulting (Beijing) Co.Ltd, Beijing, China 100% 3.111.792,17 CNY 2.871.857,22 CNY
421.338,05 EUR 388.850,75 EUR

Mitarbeiter

Während des Geschäftsjahres wurden durchschnittlich 194 (Vj. 168) Arbeitnehmer beschäftigt.

Haftungsverhältnisse gemäß §§ 251, 268 Abs. 7 HGB

Es bestehen keine nicht bilanzierten Haftungsverhältnisse zum Abschlussstichtag.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von 834 TEUR resultieren im Wesentlichen aus Mietverträgen für Büroräume in Höhe von 562 TEUR, aus Leasingverträgen für Fahrzeuge in Höhe von 161 TEUR und sonstigen Leasingverträgen in Höhe von 111 TEUR. Die Vertragsfristen enden zwischen März 2023 und August 2027.

Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr 2022 waren als Geschäftsführer bestellt:

Herr Dipl. Ing. Markus Jurditsch, Ingenieur

Herr Dipl. Ing. Dr. Matthias Kühnrich, Ingenieur

Herr Dipl. Ing. Stefan Hartmann, Ingenieur

Der Geschäftsführer Herr Dipl. Ing. Markus Jurditsch ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betragen im abgelaufenen Geschäftsjahr 418 TEUR.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Die SKB Holding GmbH, eine 100% ige Tochtergesellschaft der SWJ Engineering GmbH, wurde mit Beschluss vom 02.06.2023 auf die SWJ Engineering GmbH verschmolzen. Als Verschmelzungsstichtag wurde der 01.01.2023 0.00 Uhr festgelegt. Durch die Verschmelzung erfolgt die Übernahme der Summe der Einzelwerte der SKB Holding GmbH in Höhe der Anschaffungskosten der übertragenen Gesellschaft (§ 24 UmwG).

Die bisher in der SKB Holding gehaltenen Beteiligungen an der Döttling Luxury Safes GmbH und der SWJ Energy GmbH gingen damit in den unmittelbaren Beteiligungsbesitz der SWJ Engineering GmbH über.

Die bisherige 100%ige Tochtergesellschaft der SWJ Engineering GmbH die inform GmbH wurde im Februar 2023 in SWJ Germany GmbH umfirmiert. Mit Wirkung zum 31.08./01.09.2023 wurde der aktive Geschäftsbetrieb der SWJ Engineering GmbH größtenteils auf diese übertragen. In diesem Zusammenhang wurden die Arbeitsverträge der betroffenen Mitarbeiter von der SWJ Engineering GmbH auf die SWJ Germany GmbH mit Wirkung zum 01.09.2023 übertragen. Die sich bisher im Besitz der SWJ Engineering befindliche Büroausstattung, welche ab diesem Zeitpunkt durch die SWJ Germany GmbH genutzt wird, wurde an diese übertragen.

Zur Eigenkapitalstärkung hat die Gesellschaft in 2023 bisher selbst gehaltene eigene Anteile an einen bestehenden Gesellschafter übertragen. Damit eingeplant ist im Dezember 2023 eine Stammkapitalerhöhung durch einen bestehenden Gesellschafter. Beide Maßnahmen zusammen führen zu einem Nettozufluss an Liquidität in Höhe von 366 TEUR.

Des Weiteren wurde im folgenden Geschäftsjahr die Ausleihung an das verbundene Unternehmen SWJ Technologies LLC vor Ablauf der Darlehensfrist zurückgeführt, woraus ein Rückfluss von Mitteln von 672 TEUR resultierte.

Schließlich hat die Gesellschaft mit Wirkung vom 1.1.23 Ergebnisabführungsverträge mit drei Tochtergesellschaften abgeschlossen. Die Ergebnisabführungsverträge wurden geschlossen mit der:

SWJ Germany GmbH

Teamplan Ingenieure GmbH Döttling Luxury Safes GmbH.

Die Ergebnisse der Tochtergesellschaften werden ab 1.1.2023 in vollem Umfang der Gesellschaft zugerechnet.

Es gibt aus derzeitiger Sicht keine weiteren wertbegründenden Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag.

Im Übrigen wird auf den Lagebericht verwiesen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Griesheim, den 7. Dezember 2023

Anlagespiegel

Anlagenspiegel zum 31.12.2022

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 177.846,97 2.000,00 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 65.741,50 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 243.588,47 2.000,00 0,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 582.445,91 147.369,96 113.770,33
Summe Sachanlagen 582.445,91 147.369,96 113.770,33
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.232.199,59 1.998.381,25 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 799.346,63 20.000,00 206.844,68
3. Beteiligungen 500,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 2.032.046,22 2.018.381,25 206.844,68
Summe Anlagevermögen 2.858.080,60 2.167.751,21 320.615,01
Zuschreibung
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 179.846,97
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 65.741,50
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 245.588,47
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 616.045,54
Summe Sachanlagen 0,00 616.045,54
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 3.230.580,84
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 79.111,80 691.613,75
3. Beteiligungen 0,00 500,00
Summe Finanzanlagen 79.111,80 3.922.694,59
Summe Anlagevermögen 79.111,80 4.784.328,60
kumulierte Abschreibung 01.01.2022
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2022
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
Buchwert 31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 98.815,97 28.716,00 0,00 127.531,97 52.315,00 79.031,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 21.497,50 10.455,00 0,00 31.952,50 33.789,00 44.244,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 120.313,47 39.171,00 0,00 159.484,47 86.104,00 123.275,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 316.250,91 121.445,94 98.265,33 339.431,52 276.614,02 266.195,00
Summe Sachanlagen 316.250,91 121.445,94 98.265,33 339.431,52 276.614,02 266.195,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 3.230.580,84 1.232.199,59
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 691.613,75 799.346,63
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 500,00 500,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 3.922.694,59 2.032.046,22
Summe Anlagevermögen 436.564,38 160.616,94 98.265,33 498.915,99 4.285.412,61 2.421.516,22

sonstige Berichtsbestandteile

 

Griesheim, den 7. Dezember 2023

gez. Markus Jurditsch, Geschäftsführer

gez. Stefan Hartmann, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 08.12.2023 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Die Offenlegung gem. § 325 HGB erfolgt unter Berücksichtigung der Offenlegungsvorschriften des § 327 HGB. Der nachfolgend verwendete und wiedergegebene Bestätigungsvermerk des Jahresabschlussprüfers bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die SWJ Engineering GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SWJ Engineering GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SWJ Engineering GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bad Kreuznach, den 7. Dezember 2023

RGW Content GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Andreas Kuhn, Wirtschaftsprüfer

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