valantic Software & Technology Innovations GmbH

Kölner Straße 3, 65760 Eschborn, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 129301
Eingetragen
24.11.2022
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieUnternehmensberatung
Gegenstand
Erbringen von Beratungsdienstleistungen im Bereich des Entwerfens, Erstellens und Betreibens von Einrichtungen der Informations- und Kommunikationstechnik, Anwendungs- und Unternehmensberatung, die Entwicklung und der Vertrieb von Programmen, Geräten und Systemen der elektronischen Datenverarbeitung sowie die Übernahme und Durchführung von damit im Zusammenhang stehenden Aufträgen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Barbara Sämann
seit 6.2.2026
Prokura
Yavuz Bogazci
seit 6.2.2026
Geschäftsführer
Stefan Billeb
seit 16.6.2023
Geschäftsführer
Markus Dr. Eisel
seit 24.11.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
VAL FCV HoldCo S.à r.l.LUX
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
valantic GmbH
Germany
58.440 €
100.00%

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

valantic GmbH

München

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2022

Die Geschäftsleitung der valantic GmbH (die "Gesellschaft" bzw. "Mutterunternehmen" oder "valantic") legt hiermit den Konzernlagebericht zusammen mit dem Konzernabschluss (bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzernanhang, Kapitalflussrechnung sowie Konzern-Eigenkapitalspiegel) der Gesellschaft für das zum 31.12.2022 endende Geschäftsjahr vor.

Die valantic-Gruppe wurde 2012 von Holger von Daniels gegründet, der bis heute valantic als CEO führt und gemeinsam mit dem Managementteam (Alexander Diepold, CFO, Sebastian Hauptmann, CSO, Karsten Oetschmann, CSO, Joachim Lauterbach, Head of FSA) und der Partnerschaft einen wesentlichen Anteil an der Gesellschaft hält. Der Geschäftserfolg und die Nachhaltigkeit des Geschäfts fußt maßgeblich auf einem Wertegerüst, das bei Gründung wie eine Verfassung aufgestellt wurde. 1 Die Gesellschaft hat 2019 die ursprüngliche valantic-Gruppe erworben.

Darstellung und Entwicklung von Geschäftsverlauf und Lage des Konzerns

Grundlagen des Konzerns

valantic ist Beratungsunternehmen, Software-Anbieter und Implementierungspartner.

Das Angebotsportfolio von valantic unterteilt sich in die 5 Divisionen Digital Strategy & Analytics, Customer Experience, SAP-Services, Smart Industries und Financial Services Automation.

Digital Strategy & Analytics: Die Division Digital Strategy & Analytics unterstützt Unternehmen und deren Managementteams sowie Investoren bei der Entwicklung digitaler Strategien, großer IT-Transformationsprozesse und der Umsetzung von datengetriebenen Lösungen. Dabei reicht das Leistungsportfolio von der Erstellung von Digitalstrategien über IT-Roadmaps und Softwareauswahl, Commercial & Technical Due Diligence sowie Begleitung von Carve-ins und Carve-outs und der Entwicklung von Value Creation Plänen. Neben der Begleitung der technischen Umsetzung solcher Strategien umfasst das Leistungsspektrum Beratung und Dienstleistungen in den Feldern Cyber Security, Artifical Intelligence, Advanced Analytics, Business Intelligence, Reporting und Data Engineering. Für den CFO-Bereich besteht darüber hinaus ein 360° Beratungsangebot von der Strategie bis zur technischen Umsetzung.

Customer Experience: Die Division Customer Experience konzentriert sich auf die Digitalisierung aller Kontaktpunkte mit Kunden durch technologieagnostische Beratung und innovative Softwarelösungen. valantic entwickelt Strategien und kreative Lösungen für nahtlose Omnichannel-Erlebnisse, Marketingprozesse, E-Commerce, und Kundenbindungs-Programme. Einen besonderen Schwerpunkt legt valantic auf die Implementierung und Integration von führenden CX-Softwarelösungen - wie z.B. in den Bereichen Data Driven Marketing/MarTech, CRM, Commerce, PIM/MAM/DAM, mit denen Unternehmen die gesamte Customer Journey abbilden und den Customer Lifetime Value optimieren können.

SAP-Services: Die SAP-Division unterstützt Unternehmen bei Design, Implementierung, Rollout und Betrieb integrierter Best Practices Geschäftsprozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette auf Basis innovativer SAP-Technologien. Hierbei erstreckt sich das Angebot über sämtliche Geschäftsbereiche und Kundenprozesse wie Vertrieb, Marketing, Finance, Controlling, Einkauf, HCM, Supply Chain Planung, Logistics Execution, Produktion bis hin zum Asset Management.

Smart Industries: Die Smart-Industries Division ist auf die Digitalisierung und Automatisierung rund um die Produkte, Services und Geschäftsprozesse von valantic's Kunden fokussiert. valantic bietet passgenaue Software-Lösungen auf Basis von hybriden Cloud-Umgebungen an - sowohl eigene Produkte, Partnerprodukte und individuelle Lösungen. Hierbei kann valantic auf hohe Expertise in der Applikationsentwicklung auf Basis agiler Methoden sowohl im high-code als auch im low-code Bereich zugreifen. Die Kompetenzen spannen sich über Bereiche wie Industrial IoT, Industry 4.0., Supply Chain Management, Product Lifecycle Management, Business Process Management, Prozess Mining, Device Management, Cloud Technologien und viele weitere.

Financial Services Automation: Die Division Financial Services Automation entwickelt und verkauft innovative Technologielösungen zur Automatisierung von geschäftskritischen Prozessen in der Finanzindustrie, wie z.B. den elektronischen Handel von Wertpapieren, den Zahlungsverkehr, die Abwicklung von Fonds-, Bonds-, Aktien-, Derivate- oder Kryptogeschäften oder das Enterprise Data Management.

Die Gruppe ist hauptsächlich in Europa tätig und zählt zu den am schnellsten wachsenden Digital Solutions-, Consulting- und Software-Gesellschaften am Markt 2 . valantic begleitet seine Kunden dabei vollumfänglich von der Strategie bis zur Umsetzung und hat mit seinem tiefgreifenden Verständnis für die Herausforderungen der digitalen Transformation langjährige Beziehungen zu zahlreichen mittelständischen und großen Unternehmen auf- und ausgebaut. valantic ist an über 30 Standorten in Europa vertreten und hat darüber hinaus noch weitere Standorte außerhalb von Europa, welche bei der Gewinnung und der Bearbeitung von Kundenprojekten tätig sind.

Neben dem organischen Wachstum ist auch das anorganische Wachstum ein wesentlicher Bestandteil der Strategie von valantic. Die Gruppe wächst daher auch konstant durch Zukäufe von Unternehmen.

Den Auftakt zu einer Reihe von erfolgreich umgesetzten Akquisitionen im Geschäftsjahr bildete der Erwerb des Strategie- und Prozessberatungsunternehmens C-Clear Partners sowie dessen Schwesterunternehmen, der auf Online-Marketing-Services spezialisierten Atom Ideas. Mit diesen Akquisitionen konnte valantic seine Expansion in Europa fortführen und die Geschäftstätigkeit auf den belgischen Markt erweitern. C-Clear Partners und Atom Ideas verstärken die Expertise von valantic in den Bereichen End-to-End-CRM-Plattformen und Omni-Channel-Marketing-Automation-Services und bringen wertvolles zusätzliches Salesforce- und Microsoft-CRM-Know-how in die Gruppe ein.

Durch die Akquisition der mm1-Gruppe im September 2022 konnte valantic im Bereich Connected Business wachsen. Die Berater*innen der mm1 stehen für Kompetenz und Expertise in den Beratungsfeldern Innovation und Wachstum, Digitalisierung und Data und unterstützen führende Unternehmen in DACH bei der Gestaltung einer digitalen und vernetzten Welt in den Branchen Mobility, Telekommunikation, fertigende Industrie und Financial Services. Dabei fokussiert die Digitalisierungsberatung auf die Kompetenzbereiche Connectivity & IoT, Digital Innovation, Data Thinking und Digital Strategy & Transformation.

Mit dem im November abgeschlossenen Erwerb der Do iT Lean konnte die valantic-Gruppe ihr Angebot im Low-Code Development-Bereich hochkarätig ausbauen, ist Do iT Lean doch der Nr. 1 Partner von OutSystems. Do iT Lean entwickelt auf Grundlage der Low-Code-Entwicklungsplattform OutSystems Lösungen für Kunden in diversen Bereichen wie z. B. Web-Anwendungen und mobile Apps.

Mit dem im Dezember 2022 abgeschlossenen Erwerb der ComSol AG wurde der Geschäftsbereich SAP Services im Bereich Application Management erweitert. Die ComSol AG ist eine der führenden SAP-Beratungen für Handels- und Konsumgüterunternehmen in DACH und unterstützt Unternehmen bei der ganzheitlichen S/4HANA-basierten Business Transformation, vom Design wettbewerbsdifferenzierender Geschäftsprozesse über deren Implementierung bis hin zum späteren Betrieb.

valantic war bis September, im Rahmen einer 100%tigen Beteiligungskette, in den Konzern der VAL TopCo S.à r.l., Senningerberg (LU) eingebunden. Im September wurden die Anteile dieser Gesellschaft im Rahmen einer Transaktion an die VAL FCV HoldCo S.à r.l. übertragen. Die VAL FCV HoldCo S.à r.l. ist im Rahmen einer 100%tigen Beteiligung in den Konzern der VAL FCV TopCo S.à r.l., Luxembourg (LU) eingebunden. valantic ist über den Konzern der VAL FCV TopCo in Finanzierungsvereinbarungen eingebunden und hat aus diesen Darlehen erhalten und Sicherheiten gestellt.

Wirtschaftsbericht

Rahmenbedingungen

Nach einem Anstieg des deutschen Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2021 um 2,7% gab es auch im Jahr 2022 ein Wachstum, welches allerdings mit 1,9% etwas geringer ausgefallen ist als im Vorjahr 3 . Die Entwicklung der ökonomischen Regenerierung fiel durch den Krieg in der Ukraine und die steigenden Energiepreise im Jahr 2022 geringer aus als erwartet. Deutschland ist mit einem Anteil von 68% am Gruppenumsatz der wichtigste Markt. Mit 10% bzw. 8% vom Gruppenumsatz stellen die Schweiz und Österreich den zweit- und drittwichtigsten regionalen Markt für valantic dar.

Wichtiger als das Bruttoinlandsprodukt ist für valantic allerdings die Entwicklung der ITK-Branche (Informationstechnik, Telekomunikation und Consumer Electronis), im speziellen dabei die Entwicklung des Marktes für IT-Services und Software 4 . Dessen Marktvolumen in Deutschland stieg gemäß dem Branchenverband BITKOM (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien) im Jahr 2022 um +7,1% an (2021 +5,6%), wobei das Wachstum im Markt für IT-Services mit +5,5% (2021 +3,7%) geringer ausfiel als im Software Markt mit +9,2 % (2021 +8%). valantic erzielt den größeren Anteil seiner Umsatzerlöse im IT-Services Markt. Im Jahr 2023 soll der Branchenumsatz dann um +6,7% auf EUR 86,6 Mrd. wachsen, wobei auch hier der Software Markt mit +9,3% stärker wachsen soll als der IT Services Markt (+4,6%). 5 valantic konnte im Jahr 2022 ein stärkeres Wachstum als der Markt verzeichnen. Auch für das Jahr 2023 erwartet valantic ein Wachstum oberhalb des prognostizierten Marktwachstums.

Geschäftsverlauf

Der valantic-Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2022 eine Gesamtleistung (Umsatzerlöse zzgl. der Bestandsveränderungen) in Höhe von TEUR 340.388 (VJ: TEUR 216.257) und ein (bereinigtes) EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Sondereffekten) von TEUR 37.144 (VJ: TEUR 30.685). Die unterjährig erworbenen Gesellschaften werden dabei zeitanteilig entsprechend ihrer Konzernzugehörigkeit in die Ermittlung einbezogen.

In den Sondereffekten werden im Geschäftsjahr die Transaktionskosten dargestellt, welche im Rahmen beabsichtigter, aber nicht durchgeführter Akquisitionen angefallen sind, sowie Personalsonderzahlungen (welche z.B. im Zusammenhang mit Akquisitionen stehen) und weitere Effekte mit einmaligem oder nicht operativem Charakter. Der Effekt wird bei der Ermittlung der Steuerungskennzahl EBITDA bereinigt, um die Entwicklung der operativen Ertragskraft besser darstellen und beurteilen zu können. Im Geschäftsjahr 2022 betreffen die Sondereffekte Aufwendungen von TEUR 13.190 (VJ: TEUR 10.285).

Aussagekräftiger für die Leistungsfähigkeit des Konzerns ist die Entwicklung auf Basis von Pro-Forma Werten. Hierzu werden die unterjährig im Geschäftsjahr 2022 erworbenen Gesellschaften ganzjährig in die Betrachtung mit einbezogen. Darüber hinaus erfolgt der Ansatz von wesentlichen Projekten, welche nach deutschen handelsrechtlichen Regeln zu Herstellungskosten bilanziert werden müssen, für die Pro-Forma Darstellung bereits nach dem Projektfortschritt als Umsatzerlöse. Dieser Projektfortschritt ist durch Abrechnungen an den Kunden und erhaltene Anzahlungen von den Kunden auch dokumentiert. Aus rechtlicher Sicht verbleibt hierbei jedoch ein Gesamtfunktionsrisiko, welches das Management durch die Projektverläufe zwar als gering einschätzt, das die (volle) Gewinnrealisierung aber nicht zulässt. Für die Beurteilung der Entwicklung der Leistungsindikatoren Gesamtleistung und (bereinigtes) EBITDA ist diese Darstellung aus Sicht des Managements allerdings zielführender, da so größere Schwankungen im Gewinn, die allein aus dem Zeitpunkt der Fertigstellung von Projekten resultieren, entfallen. Im Jahr 2022 betrug der Effekt aus der vorgezogenen Gewinnrealisierung auf die Gesamtleistung und das EBITDA TEUR 934 (VJ: TEUR 357). Dagegen betrug der Effekt aus der ganzjährigen Einbeziehung im Geschäftsjahr neu erworbener Gesellschaften bzw. Geschäftsbetriebe auf die Gesamtleistung TEUR 71.790 (VJ: TEUR 53.144) und auf das EBITDA TEUR 20.674 (VJ: TEUR 11.090).

Auf Basis der Pro-Forma Darstellung hätte valantic eine Gesamtleistung von TEUR 412.177 (VJ: TEUR 269.401) erzielt. Das EBITDA (adjusted) hätte TEUR 58.318 (VJ: TEUR 41.776) und die EBITDA Marge (adjusted) 14,1% (VJ: 15,3%) betragen. Zudem bilden diese Kennzahlen die Ausgangslage für die zukünftige Ertrags- und Ergebnisfähigkeit der Gruppe, da alle zum 31.12.2022 zum Konzern gehörenden Gesellschaften im Geschäftsjahr 2023 ganzjährig zum Konzernergebnis beitragen werden. Auch für die im Rahmen der Fremdfinanzierung wesentliche Kennzahl Nettoverschuldungsgrad wird auf eine Pro-Forma Darstellung abgestellt.

valantic hat die für das Geschäftsjahr 2022 gesetzten Ziele beim organischen Wachstum von 10% der Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr mit 18% deutlich übertroffen. Auch beim Aufbau neuer Mitarbeiter konnte valantic die gesteckten Ziele (ähnliches Wachstum wie Gesamtleistung) übererfüllen. Beim Ergebniswachstum ist kein adäquater Vergleich mit dem ursprünglich gesteckten Ziel möglich, da das überproportional starke anorganische Wachstum im Geschäftsjahr auch größere Auswirkungen auf die Bestandsgruppe hatte. Die EBITDA-Marge wurde im zweistelligen Prozentbereich gehalten.

Die Performance im Geschäftsjahr 2022 ist vor den Hintergründen des Krieges in der Ukraine, der stark gestiegenen Inflation und teilweise noch spürbaren Auswirkungen der COVID-19 Pandemie sehr positiv zu sehen. Neben einem starken organischen Wachstum ist auch ein starkes anorganisches Wachstum gelungen, sodass damit das Leistungsspektrum der valantic-Gruppe weiter ausgebaut werden konnte.

Leistungsindikatoren

valantic verwendet zur Steuerung und Weiterentwicklung der Gruppe verschiedene finanzielle und nicht-finanziellen Leistungsindikatoren. Diese werden für die einzelnen Einheiten sowie für die Gruppe als Ganzes festgelegt und regelmäßig überprüft. Bei den finanziellen Indikatoren wird, neben dem Wachstum der Gesamtleistung, vor allem auch auf die Entwicklung der Rentabilität (EBITDA vor Sondereffekten im Verhältnis zur Gesamtleistung) auf Basis der Pro-Forma Darstellung geachtet. Ziel ist es, neben einem absoluten Wachstum der Kennziffern Gesamtleistung und Ergebnis auch die Rentabilität konstant zu steigern. Dies wird vor allem durch die ständige Überprüfung des angebotenen Leistungsspektrums unterstützt.

Bei den nicht-finanziellen Leistungsindikatoren legt valantic vor allem Wert auf die Mitarbeiterverfügbarkeit und -bindung. Dabei misst das Management die Entwicklung über die Fluktuations- sowie die Einstellungsquote der Mitarbeiter. Die für valantic maßgebliche Fluktuation lag im Geschäftsjahr bei ca. 10% (VJ: 9%) und das Ziel ist es, dieses niedrige Niveau auch beizubehalten. Der Anteil weiblicher Mitarbeiter konnte im Jahresverlauf von 27,7% auf 29,4% gesteigert werden. Der Anteil soll mindestens auf diesem Niveau gehalten werden, ist allerdings auch abhängig von der Mitarbeiterstruktur der hinzuerworbenen Unternehmen.

Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2022 hat die valantic-Gruppe das bestehende Produktportfolio weiterentwickelt. Vor allem in den Bereichen Financial Service Automation, Supply Chain Management und den eigenen Lösungen für SAP wurden und werden die bestehenden Lösungen weiterentwickelt und zum Teil auch neue Lösungen entwickelt, um die bestehende Produktpalette zu erweitern und Bestands- wie auch Neukunden in Kombination mit entsprechenden Dienstleistungen zu bedienen. Im Rahmen der Entwicklung greift die Gruppe vor allem auf die internen Fachexperten zurück und unterstützt diese je nach Bedarf durch externe Dienstleister. Hierzu beschäftigte die valantic-Gruppe Ende 2022 ca. 200 Mitarbeiter, welche die Entwicklung der bestehenden, aber auch der neuen eigenen Lösungen vorantreiben.

Auf Konzernebene wurde, wie im Vorjahr, hauptsächlich in die Weiterentwicklung von Banking-Lösungen investiert. Angefallene Entwicklungskosten wurden nicht aktiviert. Diese finden sich vor allem in den Personalkosten bzw. den sonstigen betrieblichen Aufwendungen wieder.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Geschäftsführung der valantic beurteilt die wirtschaftliche Lage des Konzerns als im Wesentlichen positiv, trotz der aktuellen globalen Krisen, dem Ukraine Krieg sowie des sich eintrübenden gesamtwirtschaftlichen Ausblicks. Einen Überblick über die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns geben die Darstellungen und Erläuterungen unter den folgenden Punkten:

Ertragslage

Die Nettoumsatzerlöse des Konzerns betrugen im Geschäftsjahr TEUR 339.432 (VJ: TEUR 215.326). Im Geschäftsjahr wurden Bestandsveränderungen für unfertige Leistungen in Höhe von TEUR 956 (VJ: TEUR 931) gebildet. Der Anstieg bei den Bestandsveränderungen fällt sehr moderat aus, da im Geschäftsjahr 2022 auch größere Projekte abgeschlossen wurden. Damit lag die Gesamtleistung für das Geschäftsjahr bei TEUR 340.388 (VJ: TEUR 216.257). Zur Aufgliederung des Umsatzes nach Märkten und Geschäftsbereichen verweisen wir auf den Konzernanhang.

Der Personalaufwand im Konzern wird durch variable Erfolgsvergütungen für die Mitarbeiter bzw. das Management wesentlich beeinflusst. Zum Ende des Geschäftsjahres wurden 2.967 Mitarbeiter beschäftigt.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte, Auftragsbestände, erworbene Software, Markennamen sowie weitere Vermögenswerte werden linear abgeschrieben und beeinflussen die Abschreibungen maßgeblich.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bestehen zu einem Großteil aus Kosten, welche unter anderem stark durch die Anzahl der Mitarbeiter beeinflusst werden, wie Mieten und Nebenkosten für Büroraum, Kfz-Kosten, Reisekosten und sonstige Personalkosten für Fort- und Weiterbildung und Recruiting. Darüber hinaus zählen Marketing und Beratungskosten zu den größten Posten.

Das Zinsergebnis (TEUR -19.121) besteht zum überwiegenden Teil aus Zinszahlungen für Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstigen Kreditgebern, sowie für endfällige Kreditverbindlichkeiten einschließlich aufgelaufener Zinsen gegen Gesellschafter.

Das Konzernjahresergebnis beträgt TEUR -46.791 (VJ: TEUR -28.396) und wird maßgeblich durch die nicht liquiditätswirksamen Abschreibungen auf Firmenwerte sowie im Rahmen der Erstkonsolidierung aktivierte immaterielle Vermögenswerte i.H.v. TEUR 47.595 (VJ: TEUR 32.966) und das Zinsergebnis negativ beeinflusst.

Finanzlage

Der Finanzmittelfonds TEUR 32.853 (VJ: TEUR 14.152) besteht aus Guthaben bei Banken (TEUR 41.049; VJ: TEUR 24.119), die zum Großteil in Euro gehalten werden, abzüglich in Anspruch genommener Kontokorrentlinien (TEUR 8.196; VJ: TEUR 9.967). Beeinflusst wurde der Finanzmittelfonds neben dem Zufluss aus dem operativen Geschäftsbetrieb (TEUR 16.767) vor allem durch die erheblichen Mittelabflüsse für die Investitionstätigkeit (TEUR 115.453). Dies führte zur Aufnahme weiterer Darlehen zur Finanzierung der Akquisitionen (TEUR 105.500), der Einzahlung aus Eigenkapitalzuführung von Gesellschaftern (TEUR 28.900) sowie zu Auszahlungen für Zinsen auf Darlehen gegenüber Kreditinstituten und sonstigen Darlehensgebern (TEUR 15.697). Die Zinsen für die Gesellschafterdarlehen sind endfällig und haben im Geschäftsjahr 2022 zu keinen Abflüssen geführt.

In Summe verfügt die Gruppe über ein für die laufenden Zahlungsverpflichtungen ausreichendes Maß an liquiden Mitteln sowie die Möglichkeit der weiteren Inanspruchnahme der Kontokorrentlinie. Zum 31. Dezember 2022 bestand eine offene Kreditlinie von EUR 29,5 Mio. Weitere Akquisitionen werden über Darlehen und anteilige Eigenmittel finanziert. Die zentrale Verfügbarkeit der liquiden Mittel auf Ebene der valantic GmbH wird durch ein umfangreiches Cash-Pooling System in Deutschland, welches im Jahr 2020 aufgebaut wurde, sichergestellt.

Vermögenslage

Im Geschäftsjahr 2022 standen den Investitionen in immaterielles Vermögen und Sachanlagen in Höhe von TEUR 137.054 planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 50.404 gegenüber. Zugänge von Geschäfts- oder Firmenwerten und sonstigen Vermögenswerten resultieren aus der Erstkonsolidierung der im Geschäftsjahr erworbenen Gesellschaften und Geschäftsbetrieben sowie aus Zugängen zu bestehenden Firmenwerten durch nachlaufende Kaufpreisbestandteile. Der Restbuchwert der Geschäfts- oder Firmenwerte steigt auf TEUR 327.546 (VJ: TEUR 237.760) und begründet damit das um 39% gewachsene Bilanzvolumen. Der Anteil langfristig gebundener Vermögensgegenstände an der Bilanzsumme beträgt 70%.

Unter den Vorräten werden im Wesentlichen die zum 31.12.2022 abgegrenzten unfertigen Leistungen gezeigt.

Das Ausfallrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist insgesamt gering, da sich diese zum wesentlichen Teil gegen Großkunden mit einer hohen Bonität richten.

Das Eigenkapital beträgt zum 31.12.2022 TEUR 3.743 (VJ: TEUR 19.760). Maßgeblich wird das Eigenkapital durch den Konzernbilanzverlust vermindert, dessen Ursachen die nicht liquiditätswirksamen Abschreibungen auf die Firmenwerte und die im Rahmen der Erstkonsolidierung aufgedeckten immateriellen Vermögensgegenstände sind. Etwas aussagekräftiger ist eine Betrachtung des wirtschaftlichen Eigenkapitals als Summe aus bilanziellem Eigenkapital und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern, die mit einer Rangrücktrittserklärung versehen sind. Dieses wirtschaftliche Eigenkapital beträgt zum 31.12.2022 TEUR 102.048 (VJ: TEUR 118.066) und damit 19% der Bilanzsumme.

Die Rückstellungen sind im Vergleich zum 31.12.2021 vor allem durch höhere Rückstellungen für nachlaufende Kaufpreisbestandteile angestiegen. Bis auf einen Anteil von TEUR 38.311 (VJ: TEUR 21.097) sind die sonstigen Rückstellungen kurzfristig fällig.

Von den Verbindlichkeiten sind zum 31.12.2022 TEUR 109.479 zwischen 1 und 5 Jahren fällig und betreffen nahezu vollständig Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Eine Fälligkeit von mehr als 5 Jahren haben Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstigen Kreditgebern in Summe von TEUR 240.268. Verbindlichkeiten von TEUR 67.932 sind kurzfristig. Zum 31.12.2021 waren TEUR 47.398 kurzfristig und TEUR 241.379 zwischen 1 und 5 Jahren fällig, nach Ablauf von 5 Jahren waren keine Verbindlichkeiten fällig.

Die Bilanzierung der passiven latenten Steuern basiert hauptsächlich auf der Aktivierung von immateriellen Vermögenswerten, welche im Zuge des Erwerbs der valantic und der weiteren Unternehmenskäufe zum beizulegenden Zeitwert angesetzt wurden.

Wesentliche Risiken und Unsicherheiten, Chancenbericht

Risikobericht über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Das Mutterunternehmen wendet konzerneinheitliche Grundsätze für das allgemeine Risikomanagement an und hat Konzernvorschriften für bestimmte Risikobereiche, wie das Wechselkurs-, Kredit-, Zins- und Liquiditätsrisiko, implementiert.

Die von der Gesellschaft getätigten Käufe erfolgen hauptsächlich in Euro. Daher werden keine währungsbezogenen Finanzinstrumente zu Hedgingzwecken eingesetzt.

Kredit- und Zinsrisiken ergeben sich weitgehend aus der Konzernfinanzierung, welche zum Erwerb der Unternehmenskäufe aufgenommen wurde. Die Risiken unterliegen einer strengen Kontrolle und Nachverfolgung, da die Gesellschaft über Vorschriften verfügt, mit denen sichergestellt wird, dass die Regeln aus dem Kreditvertrag eingehalten werden. Die Gesellschaft erstellt monatlich ein Reporting, welches die Einhaltung der wesentlichen Pflichten und Regeln (z.B. Überwachung der Covenants) beinhaltet. Die Konzernfinanzierung ist langfristig angelegt und ermöglicht der Gesellschaft in den kommenden Jahren das operative Wachstum fortzusetzen. Unterstützt wird dies durch die endfälligen Gesellschafterdarlehen, welche zusätzlich mit einem Rangrücktritt versehen sind. Im Rahmen des Gesellschafterwechsels auf Ebene der VAL TopCo S.a.r.l wurde zudem die Laufzeit der Konzernfinanzierung verlängert sowie die relevanten Convenants auf die neue Struktur und Laufzeit angepasst, welches dem Konzern deutlich mehr Spielraum gegen wirtschaftliche Schwankungen einräumt. Die Kreditmarge wurde dabei nur leicht erhöht. Zur Sicherung von Zinsänderungsrisiken werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt (siehe unter Finanzrisiken).

Aus dem operativen Geschäft bestehen überschaubare Risiken. So zeigt die Fälligkeitsanalyse der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31.12.2022 eine hohe Quote an nicht fälligen bzw. nur im üblichen Bereich überfälligen (bis zu 60 Tagen) offenen Posten (86%). Bei den restlichen Posten ist von einer Bezahlung auszugehen bzw. wurde eine entsprechende Wertberichtigung gebildet.

Operationelle Risiken

Die Geschäftsstätigkeit der Gesellschaft kann vor allem durch die Bereitschaft der Kunden zu Investitionen in die Digitalisierung von IT-Systemen und Prozessen beeinflusst werden. Diese werden kontinuierlich durch ein Monitoring der Vertriebsperformance bzw. der Profitabilität der einzelnen Konzerngesellschaften überwacht. Aktuell ist ein Rückgang dieser Bereitschaft nicht erkennbar.

Finanzrisiken

Aus der Verpflichtung zur Bedienung der Fremdfinanzierung bestehen verschiedene Risiken. Zum einen müssen vertraglich vereinbarte Zinszahlungen geleistet werden. Zur jederzeitigen Erfüllung dieser Zahlungsverpflichtungen muss der valantic eine entsprechende Liquidität zur Verfügung stehen. Dies wird durch das Bestehen bzw. den Abschluss neuer Ergebnisabführungsverträge zwischen der valantic und allen wesentlichen Tochtergesellschaften unterstützt. Durch die derzeitige Finanzlage des Unternehmens (Ertragslage, Bestand an liquiden Mitteln und der positive Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit) zeigt sich das Liquiditätsrisiko begrenzt. Das seit dem Geschäftsjahr 2020 bei nahezu allen deutschen Gruppengesellschaften eingeführte flächendeckende Cash-Pooling System führt zu einer hohen Verfügbarkeit der zuvor dezentral vorgehaltenen Liquidität auf Ebene der valantic GmbH und wurde im Jahr 2022 um weitere Gruppengesellschaften erweitert. Ferner besteht ein Zinsänderungsrisiko, da der Zins für die Fremdfinanzierungen sich aus einer Zinsmarge sowie dem 6-Monats-EURIBOR zusammensetzt. Da sich der EURIBOR im Jahr 2022 vom negativen in den positiven Bereich verändert hat, wirkt sich der Anstieg spürbar auf zukünftige Zinszahlungen aus. Daher hatte die Geschäftsführung Ende 2022 bzw. Anfang 2023 den Entschluss getroffen 100% der zum 31.12.2022 bestehenden variabel verzinslichen Darlehensverbindlichkeiten über Zinsbegrenzungsvereinbarungen (Caps) langfristig bis Ende 2026 gegen einen Anstieg des 6-Monats-EURIBOR über 3 % abzusichern. Damit wird das Risiko aus weiter steigenden Zinsen auf den Teil des Fremdkapitals begrenzt, welcher nach dem 31.12.2022 aufgenommen wird. Auch hier prüft die Geschäftsführung laufend weitere Absicherungsmaßnahmen.

Durch eine endfällige Tilgungsstruktur kann zudem die operativ erwirtschafte Liquidität zum Großteil in das Wachstum investiert werden.

Ein weiteres Risiko im Zusammenhang mit der Fremdfinanzierung kann sich aus der Nichteinhaltung bzw. Verschlechterung der im Kreditvertrag aufgeführten Finanzkennzahl ergeben. Sowohl zum 31.12.2022, als auch unterjährig, hat die relevante Gruppe allerdings die Finanzkennzahl mit ausreichendem Abstand zu der festgelegten Obergrenze eingehalten. Mit Blick auf die Planungsperiode der nächsten drei Jahre sieht die Geschäftsführung ein niedriges Risiko, da für die Zukunft der einzuhaltende Grenzwert sukzessive moderat absinkt, allerdings bei einem gleichzeitig geplanten Anstieg der Ergebnisse. Allerdings ist die Mittelfristplanbarkeit im Rahmen der aktuellen Krisen schwieriger geworden. Auf Basis der Ende 2022 erstellen Planung werden über die nächsten drei Jahre aber alle Grenzwerte mit ausreichend Abstand eingehalten. Für den Fall von Liquiditätsengpässen steht der Gruppe zudem eine umfangreiche Kontokorrentlinie zur Verfügung. Darüber hinaus besteht bei den Finanzierungspartnern und Gesellschaftern der valantic-Gruppe eine grundsätzliche Bereitschaft, auch für akquisitorisches Wachstum, weiteres Kapital zur Verfügung zu stellen.

Bei der Anlage etwaiger Liquiditätsreserven besteht grundsätzlich das Risiko, dass Anlagen aufgrund der Zahlungsunfähigkeit einer Bank oder anderer Adressen ausfallen. Aus diesem Grund achten die Unternehmen der Gruppe auf eine konservative Anlage der Liquiditätsreserven bei Banken. Zudem dienen diese Mittel als Sicherheiten für die Finanzierung. Eine Anlage in Form von Wertpapieren etc. erfolgt aktuell nur in einem begrenzten Umfang und ist auf Wertpapiere begrenzt, welche im Rahmen einer Akquisition durch den Konzern erworben wurden. Die Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der Gesellschaften ist ein wichtiges Unternehmensziel. Durch das implementierte Cash-Pooling System in Kombination mit einer entsprechenden Liquiditätsplanung und -steuerung werden mögliche Engpässe rechtzeitig transparent gemacht, zum Großteil automatisiert ausgeglichen und bei Bedarf weitere angemessene Schritte ausgelöst. Im Rahmen der Unternehmensplanung wird die Liquiditäts- und Finanzlage für den Planungshorizont von drei Jahren prognostiziert. Der kurzfristige Liquiditätsbedarf wird auf Grundlage einer rollierenden Feinplanung abgeschätzt.

Ein Währungsrisiko besteht nur im geringen Ausmaß, da die Umsatzerlöse überwiegend in Euro abgerechnet werden und auch der überwiegende Teil der liquiden Mittel in Euro gehalten wird. Ebenso bestehen die Verpflichtungen aus der Konzernfinanzierung in Euro.

Rechtliche Risiken

Die Gesellschaften übernehmen im Rahmen des operativen Geschäfts in den Verträgen mit ihren Kunden zum Teil vertragliche Haftungen und Gewährleistungen. Diese sind teilweise durch Versicherungen oder Ansprüche gegen Dritte abgedeckt. Für sämtliche Rechtsrisiken und sofern sich aus den vertraglichen Haftungen konkrete Einzelrisiken ergeben, werden bei den betreffenden Gesellschaften entsprechende Rückstellungen gebildet. Zudem hat die Gruppe eine umfassenden Versicherungsschutz, welcher konstant auf die Angemessenheit in Bezug auf das operative Geschäft überprüft und bei Bedarf angepasst wird.

Sicherheits- und Umweltrisiken

Die Gesellschaft sieht aus ihrem operativen Geschäftsmodell nur geringe Sicherheits- und Umweltrisiken. Das Ziel ist es solche Vorkommnisse vollständig zu verhindern. Es wurden daher Sicherheitsvorschriften festgelegt, die von allen unseren Mitarbeitern eingehalten werden, damit dieses Ziel erreicht werden kann.

Corporate Governance

Eine gute Corporate Governance gehört zu den zentralen Werten der Gesellschaft. Sie stützt das Bestreben der Gesellschaft nach einer nachhaltigen Zukunft.

Die Geschäftsführung der Gesellschaft bzw. die Geschäftsführung der operativen Einheiten arbeiten gemeinsam daran, die Einhaltung der zentralen Werte innerhalb des gesamten Konzerns zu gewährleisten bzw. diese auch vorzuleben. Zu diesem Zweck wird eine Unternehmenskultur gefördert und unterstützt, die auf höchsten ethischen Standards, internen Kontrollen und der Einhaltung von Rechtsvorschriften aufbaut. Ende 2021 hat valantic auf Gruppenebene einen Code of Conduct und ein ESG-Konzept (Environment - Social - Governance) entwickelt, welche im ersten Halbjahr 2022 für alle Gruppengesellschaften verpflichtend wurden.

Risiken aus der COVID-19 Pandemie

Die valantic-Gruppe hat auch im Geschäftsjahr die Herausforderungen durch die Pandemie, ähnlich wie im Vorjahr, gut bewältigt. Maßnahmen wie Homeoffice oder auch Beratung der Kunden ohne Vor Ort Tätigkeit wurden dabei reduziert, sind aber nach wie vor Bestandteil des operativen Geschäftsmodells. Mit Blick auf das Geschäftsjahr 2023 ist von keinen wesentlichen Effekten auszugehen.

Risiken aus dem Krieg in der Ukraine

Im Rahmen der Akquisition der valantic NL (vormals ISM-Gruppe) hat valantic auch einen Standort in Schytomir in der Westukraine erworben. Aktuell werden dort ca. 60 Entwickler beschäftigt, welche valantic NL bei Kundenprojekten in den Niederlanden unterstützen. Oberste Priorität hat die Unterstützung der Kollegen und ihrer Familien in der Ukraine. Die geschieht sowohl finanziell als auch durch Hilfsangebote für einen Umzug in die Niederlande oder an andere valantic-Standorte. Zum aktuellen Zeitpunkt kann der Betrieb mit nur leichten Einschränkungen aufrecht erhalten werden.

Es besteht aber weiterhin ein Risiko, dass die Geschäftstätigkeit des Standorts weiter eingeschränkt wird oder sogar komplett eingestellt werden muss. Zudem verfolgt valantic konstant die Entwicklung der Sanktionen gegenüber Russland. Direkte Auswirkungen aus den Sanktionen auf die Geschäftstätigkeit von valantic bestehen jedoch nicht.

Risiken aus der Inflation

Als Dienstleistungsunternehmen ist valantic nur in geringem Umfang von steigenden Rohstoff- und Energiepreisen betroffen. Durch ein effizienteres Büromanagement und einer geringeren Reisetätigkeit als vor der Covid Pandemie können Effekte entsprechend abgemildert, aber nicht gänzlich aufgefangen werden. Bei den Personalkosten erwartet die Geschäftsführung einen etwas stärkeren Anstieg als in der Vergangenheit. Dem gegenüber können aber auch Preissteigerungen erfolgreich umgesetzt werden, welche diesen Effekt kompensieren bzw. bestmöglich überkompensieren sollen.

Chancenbericht

Neben den bereits dargestellten Risiken bestehen auch Chancen, die über die in der Planung prognostizierte Geschäftsentwicklung hinausgehen. Die Geschäftsführung sieht diese insbesondere in den folgenden Bereichen:

Mitarbeiter

Durch das Wachstum und den am Markt weiter zunehmenden Bekanntheitsgrad des Brands "valantic" hat sich die Visibilität und Attraktivität der Gruppe stetig erhöht. Darüber hinaus wurden weitere Gruppengesellschaften auf den valantic Brand überführt, was diesen Effekt verstärkt. Die Möglichkeit, den künftigen Erfolg der Gruppe mitgestalten zu können und in einem dynamischen Umfeld mit kurzen Entscheidungswegen und flacher Hierarchie arbeiten zu dürfen, zieht weiterhin viele Bewerber an. Zudem bietet valantic neuen Mitarbeitern die Möglichkeit an komplexen und herausfordernden Projekten mitarbeiten zu können. Auch investiert valantic konstant in die Weiterbildung und in Führungskonzepte und gewährleistet so, dass sowohl junge als auch langjährige Mitarbeiter sich konstant weiterentwickeln können und der Gruppe somit treu bleiben. Hierzu hat valantic in 2022 in die Neugestaltung der eigenen Academy investiert, welche die Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiter unterstützt. Verstärkt wird dieser Effekt durch die langjährige Betriebszugehörigkeit der Führungskräfte. Um auch weiterhin gegen den akuten Fachkräftemangel und den fortschreitenden demographischen Wandel bestehen zu können, ist valantic auch in der Zusammenarbeit mit Hochschulen aktiv, um über Praktika bzw. Traineeprogramme Talente langfristig an valantic zu binden.

Technologien und Märkte

valantic verfügt über umfassendes Know-how insbesondere in Trendtechnologien. Der beschriebene Wandel des IT-Marktes, der sowohl IT-Unternehmen als auch Unternehmen aus klassischen Branchen erfasst, eröffnet ein großes Marktpotential für die Gruppe. Die Expertise in technologischen Themen ermöglicht es den valantic-Gruppengesellschaften auch zu neuen Geschäftsfeldern, mit bedeutenden Wachstumspotentialen, einen Zugang zu erlangen. Aber auch der Eintritt in neue Marktsegmente und Regionen durch organisches oder akquisitorisches Wachstum schafft neue Möglichkeiten. Die Gruppe arbeitet konstant auch an verschiedenen IT-Lösungen, welche zukünftig auch zur Ergebniskraft beitragen sollen.

Internationalisierung

Zwar bleiben Deutschland, Österreich und die Schweiz Kernmärkte von valantic, aber mit den erfolgreich umgesetzten Akquisitionen der letzten Jahre konnten weitere Länder erschlossen und ausgebaut werden. Perspektivisch sieht valantic in diesen und auch anderen Ländern weiteres Wachstumspotential. Auch bei der Zusammenarbeit mit Dienstleistern im Near- und Offshorebereich bzw. der Akquisition weiterer solcher Gesellschaften kann eine Option liegen, das angestrebte Wachstum zu unterstützen und gleichzeitig eine Verbesserung der Marge zu erzielen.

Akquisitionen

Auch im Geschäftsjahr 2023 will valantic durch Akquisitionen wachsen, da diese einen wichtigen Bestandteil der Unternehmensstrategie und -entwicklung darstellen. Neben den beschriebenen Risiken aus Akquisitionen stellen diese aber auch eine erhebliche Chance zur Beschleunigung des Wachstums für den weiteren, gezielten und strategischen Aufbau der Gruppe dar. Der Fokus der Akquisitionstätigkeit richtet sich hierbei auf mittelständische IT-Unternehmen, deren Geschäftsmodell sich in der Vergangenheit bereits bewährt hat, da diese Unternehmen am meisten davon profitieren, sich einer größeren Gruppe anzuschließen.

Prozesse und Systeme

Die stetige Verbesserung der internen Organisation und Zusammenarbeit hat für valantic hohe Priorität. Der Einsatz moderner Systeme und durchdachter Prozesse erlaubt es, gruppenübergreifend effizient zusammenarbeiten zu können. Deshalb hat valantic im Geschäftsjahr 2022 den Roll-Out bestehender Systeme vorangetrieben, aber auch bestehende Systeme durch neue ersetzt. Die Priorität liegt hierbei auf dem Teilen von Know-how und verfügbaren Ressourcen sowie auf der Intensivierung bestehender und neuer Kundenbeziehungen und dem erfolgreichen Durchführen von Kundenprojekten.

Gesamtbild der Risiko - und Chancenlage

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das Gesamtrisiko, dem valantic ausgesetzt ist, unter Berücksichtigung des angewandten Risikomanagements und der positiven Marktbedingungen im Bereich Digitalisierung als überschaubar angesehen werden kann. Allerdings, eine durch den Ukraine Krieg, die hohe Inflation sowie international weiterhin auftretende Effekte aus derCOVID-19 Pandemie verschlechterte gesamtwirtschaftliche Lage, kann diese Beurteilung ändern. Das konzernweite Risikomanagementsystem sowie die damit im Zusammenhang stehenden organisatorischen Maßnahmen erlauben es der Geschäftsführung, Risiken zeitnah zu erkennen, um adäquate Maßnahmen einzuleiten. Bestandsgefährdende Risiken bestehen für die Gruppe zum aktuellen Zeitpunkt nicht.

Das Management sieht valantic für die Zukunft gut aufgestellt. Das Leistungsportfolio wurde im Jahr 2022 nochmals erweitert und ist auf die Bedürfnisse der Kunden im Rahmen der Digitalisierung ausgerichtet und wird durch die flexible Organisationsstruktur unterstützt.

Prognosebericht

Die Geschäftsführung sieht in der aktuellen Entwicklung zur Digitalisierung von Geschäftsprozessen einen wesentlichen Wachstumstreiber für die kommenden Jahre. Diese Entwicklung wurde durch die COVID-19 Pandemie in vielen Branchen nochmals verstärkt, was zu einer Stärkung der strukturellen Wachstumschancen des IT-Consulting und Solutions Markts führt. Darüber hinaus führen Weiterentwicklungen von Technologiepartnern und neue Megatrends zu weiteren Auftrags- und Umsatzchancen. Speziell im Bereich der großen Mittelstandskunden sowie Großkunden sieht die Geschäftsführung die Chance für weitere gruppenübergreifende Projekte und damit einen weiteren Ausbau des Cross-Selling, welches bereits jetzt konstant gesteigert werden kann. Auch die steigende Internationalisierung der valantic führt dazu, dass weitere Kundensegmente und Projektopportunitäten bedient werden können. Mögliche Risiken aus der Abhängigkeit von einzelnen Kunden für die Gruppe sind dabei überschaubar. Die Kundenbeziehungen zu Großkunden in der Gruppe sind in der Regel langfristiger Natur. Durch das organische und anorganische Wachstum und den damit einhergehenden Ausbau des Leistungsspektrums verspricht sich die Geschäftsführung zusätzliche Chancen bei der Gewinnung von Großprojekten, aber auch beim Recruiting neuer Mitarbeiter und somit einer Verstärkung des operativen Wachstums.

Die Fragmentierung bei anhaltender Konsolidierung des deutschen IT-Service-Marktes stellt für valantic eine bedeutende Chance dar. Zahlreiche IT-Servicegesellschaften werden von potentiellen Kunden als zu klein angesehen, um als verlässlicher Geschäftspartner mit "Preferred Supplier Status" geführt zu werden. Aus diesem Grund verfolgt valantic das Ziel, durch starkes organisches und anorganisches Wachstum in den kommenden Jahren die erreichte Größe weiter auszubauen, um bei immer mehr internationalen Großkonzernen und führenden Mittelständlern als starker Partner auftreten zu können.

Ziel von valantic ist es, neben einem operativen Wachstum der bestehenden Gruppengesellschaften ein zusätzliches Wachstum durch weitere Akquisitionen zu erreichen. Hierzu führt das Management fortwährend Gespräche mit potentiellen neuen Gruppenunternehmen.

Für die bestehenden Gruppengesellschaften und basierend auf den Pro-Forma Zahlen für 2022 erwartet valantic im Geschäftsjahr 2023 eine Steigerung der Gesamtleistung (Basis EUR 412,2 Mio.) um über 15%. Das Ergebnis (EBITDA vor Sondereffekten) soll vom Ausgangswert EUR 58,3 Mio. um mehr als 10% gesteigert werden. Die EBITDA-Marge soll dabei im zweistelligen Prozentbereich gehalten und ausgehend vom Vergleichswert 14,1% leicht verbessert werden. Bei den Mitarbeitern sieht die Planung ein ähnliches Wachstum wie bei der Gesamtleistung vor. Auf Grund der volatilen gesamtwirtschaftlichen Lage in unseren Zielabsatzmärkten, kann eine Anpassung der Ziele allerdings unterjährig erforderlich sein.

 

München, 2. Juni 2023

Geschäftsführer

Dr. Holger von Daniels

Alexander Diepold

Dr. Sebastian Hauptmann

Joachim Lauterbach

Karsten Ötschmann

1 www.valantic.com/de/ueber-uns
2 Lünendonk-Studie 2022: Der Markt für IT-Beratung und IT-Service in Deutschland
3 Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 um 1,9 % gestiegen - Statistisches Bundesamt (destatis.de)
4 Definition von valantic für den relevanten Markt; setzt sich aus den gewichteten Werten der Märkte IT Services & Software des Branchenverbands BITKOM zusammen
5 BITKOM, https://www.bitkom.org/Marktdaten/ITK-Konjunktur/ITK-Markt-Deutschland.html

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022
TEUR
31.12.2021
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Software und gewerbliche Schutzrechte 17.753 22.499
2. Auftragsbestände und Markennamen 13.866 15.532
3. Geschäfts- oder Firmenwerte 327.546 237.760
359.165 275.791
II. Sachanlagen
1. Geschäftsausstattung 6.459 5.208
2. geleistete Anzahlungen 3 72
6.462 5.280
III. Finanzanlagen
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 2.008 1.877
2. Genossenschaftsanteile 0 0
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 237 0
4. sonstige Ausleihungen 562 45
2.807 1.922
368.434 282.993
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 0 1
2. unfertige Leistungen 14.786 12.094
3. fertige Erzeugnisse und Waren 25 18
4. geleistete Anzahlungen 42 17
14.853 12.130
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 73.924 47.013
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 8.902 2.517
3. sonstige Vermögensgegenstände 11.329 3.841
94.155 53.371
III. sonstige Wertpapiere 1.742 0
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 41.049 24.119
151.799 89.620
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.980 3.313
524.213 375.926

Passiva

31.12.2022
TEUR
31.12.2021
TEUR
A. Eigenkapital
I. gezeichnetes Kapital 25 25
II. Kapitalrücklage 112.021 83.121
III. Nicht beherrschende Anteile 3.889 1.928
IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 234 183
V. Konzernbilanzverlust -112.426 -65.497
3.743 19.760
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 192 81
2. Steuerrückstellungen 7.233 6.941
3. sonstige Rückstellungen 81.460 44.555
88.885 51.577
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 23.819 10.725
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 19.146 17.347
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.487 9.249
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 109.256 103.358
5. Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen Kreditgebern 225.675 134.828
5. sonstige Verbindlichkeiten 23.296 13.270
417.679 288.777
D. Rechnungsabgrenzungsposten 4.834 4.753
E. Passive latente Steuern 9.072 11.059
524.213 375.926

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022
TEUR
2021
TEUR
1. Umsatzerlöse 339.432 215.326
2. Veränderung des Bestandes an fertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen 956 931
3. Gesamtleistung 340.388 216.257
4. sonstige betriebliche Erträge 4.603 4.093
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren 7.499 4.478
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 52.437 31.690
59.936 36.168
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 181.821 112.512
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 28.945 18.356
210.766 130.868
7. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 17.175 13.420
b) auf die Geschäfts- oder Firmenwerte 33.229 21.467
50.404 34.887
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 50.235 32.871
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 162 88
10. Ergebnisse aus assoziierten Unternehmen 131 -396
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 19.282 13.349
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.352 -251
13. Ergebnis nach Steuern -46.691 -28.352
14. sonstige Steuern 100 44
15. Konzernjahresfehlbetrag -46.791 -28.396
16. Nicht beherrschten Anteilen zustehender Gewinn 138 372
17. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -65.497 -36.729
18. Konzernbilanzverlust -112.426 -65.497

Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2022

I. Allgemeine Angaben

Angaben zur Identifikation des Mutterunternehmens

Die valantic GmbH hat ihren Sitz in München und ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Registernummer HRB 246035 eingetragen.

Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die valantic GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Der Konzernabschluss der valantic GmbH wird nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die Geschäftsführung hat die Auswirkungen von Ereignissen nach dem Abschlussstichtag auf den Konzern und die valantic GmbH bis zum Zeitpunkt der Beendigung der Aufstellung überwacht. Wertaufhellende Ereignisse sind in diesem Abschluss berücksichtigt worden. Auf wesentliche neue (wertbegründende) Ereignisse gehen wir im Nachtragsbericht ein. Bezüglich zukünftiger Risiken verweisen wir auf die Ausführungen im Risikobericht des Lageberichts.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Zur Vergrößerung der Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung werden Davon-Vermerke sowie Angaben, die wahlweise in der Konzernbilanz bzw. der Konzern-Gewinn- oder Verlustrechnung oder im Konzernanhang gemacht werden können, weitestgehend im Konzernanhang gemacht.

Angaben zur Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr

Aufgrund von Zugängen zum Konsolidierungskreis ist die Vergleichbarkeit des Konzernabschlusses mit dem Vorjahresabschluss nicht ohne weiteres gegeben. Die Vergleichbarkeit wird daher durch zusätzliche Angaben im Anhang hergestellt. So werden die Veränderungen des Konsolidierungskreises im Folgenden einzeln aufgeführt. Die Auswirkungen der Änderungen zu den wesentlichen Posten der Konzernbilanz und -GuV sind wie folgt:

Veränderung wesentlicher GuV-Positionen aufgrund von Zugängen zum Konsolidierungskreis in 2022 TEUR
Umsatzerlöse 25.566
Verminderung des Bestandes an unfertigen Leistungen -618
sonstige betriebliche Erträge 126
Materialaufwand -9.637
Personalaufwand -12.819
Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.293
EBITDA -676
Anstieg wesentlicher Aktiva und Passiva aufgrund von Zugängen zum Konsolidierungskreis in 2022 TEUR
Vorräte 1.136
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 32.184
Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestand 20.170
Rückstellungen 19.774
Verbindlichkeiten 47.354

Seit dem Geschäftsjahr 2022 werden Erlöse aus der (Unter-)Vermietung von Geschäftsräumen sowie aus Provisionen von Technologiepartnern unten den Umsatzerlösen ausgewiesen. Die Vorjahreszahlen wurden nicht angepasst. Bei entsprechender Handhabung im Vorjahr wären die Umsatzerlöse um TEUR 1.259 höher und die sonstigen betrieblichen Erträge entsprechend geringer gewesen.

Abweichend zum Vorjahr werden Verbindlichkeiten gegenüber einem Debt Fund, der nicht als Kreditinstitut qualifiziert, gesonderten als Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen Kreditgebern ausgewiesen. Der Vorjahresausweis wurde angepasst. Im Vorjahresabschluss wurden diese Verbindlichkeiten unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Änderung wurde vorgenommen, um einen größeren Einblick in die Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zu ermöglichen.

II. Konsolidierungskreis und Konsolidierungsmethoden

Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst die valantic GmbH und die nachfolgend aufgeführten Tochterunternehmen. Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, auf die die valantic GmbH unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann.

Ein Unternehmen, auf dessen Geschäfts- und Finanzpolitik mittelbar ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt wird, ist als assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode bewertet.

Der Anteilsbesitz ist in nachfolgender Übersicht ersichtlich:

Anteilsbesitz zum 31. Dezember 2022

Nr. Gesellschaft Sitz Anteile am Kapital
in %
Währung Erstkonsolidierung Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift des § 264 (3) HGB im Berichtsjahr
1. valantic GmbH München (DE) 100% EUR
Unmittelbare Beteiligungen der valantic GmbH
2. valantic Operations GmbH München (DE) 100% EUR 31.03.2019 x
3. valantic Telco Solutions & Services GmbH Siegburg (DE) 100% EUR 31.03.2019 x
4. valantic Transaction Solutions GmbH * Magdeburg (DE) 100% EUR 31.03.2019 x
5. valantic Business Analytics GmbH Hamburg (DE) 100% EUR 31.03.2019 x
6. valantic Supply Chain Excellence GmbH München (DE) 100% EUR 31.03.2019 x
7. valantic ERP Consulting GmbH Langenfeld (DE) 100% EUR 31.03.2019 x
8. INTARGIA Managementberatung GmbH Dreieich (DE) 100% EUR 31.03.2019 x
9. elemantic GmbH Salzburg (AT) 100% EUR 31.03.2019
10. valantic CEC Deutschland GmbH * Mannheim (DE) 100% EUR 31.03.2019 x
11. valantic CEC Schweiz AG St. Gallen (CH) 100% CHF 31.03.2019
12. valantic .more AT GmbH Wien (AT) 100% EUR 31.03.2019
13. valantic people GmbH Fürth (DE) 100% EUR 30.06.2019 x
14. valantic Enterprise Solutions GmbH (vormals: Circle Unlimited GmbH) Hamburg (DE) 100% EUR 31.12.2020 x
15. valantic Business, Technology & Transformation GmbH (vormals: pro Task GmbH Dornbirn (AT) 100% EUR 30.06.2021
16. verovis GmbH München (DE) 100% EUR 30.06.2021 x
17. wdp GmbH Köln (DE) 100% EUR 31.07.2021 x
18. Innovative Solutions in Media (ISM) B.V. Rotterdam (NL) 92% EUR 31.07.2021
19. valantic Software & Technology Innovations GmbH (vormals: SyroCon AG) Eschborn (DE) 100% EUR 30.09.2021 x
20. valantic consulting India Pvt Ltd Bengaluru (IN) 100% INR 26.10.2021
21. DGTLS GmbH München (DE) 100% EUR 31.12.2021 x
22. VAR3F - Consultoria Informática e Sistemas, Lda. Porto (PT) 75% EUR 31.12.2021
23. valantic BE BV Mortsel (BE) 100% EUR 31.03.2022
24. mm1 Consulting GmbH Stuttgart (DE) 100% EUR 30.09.2022 x
25. DOITLEAN S.A. Leiria (PT) 80% EUR 31.12.2022
26. ComSol AG Commercial Solutions Köln (DE) 100% EUR 31.12.2022 x
Mittelbare Beteiligungen über beherrschte Tochterunternehmen
27. valantic Financial Services GmbH Frankfurt am Main (DE) 100% EUR 31.03.2019 x
28. valantic Business Analytics Swiss AG Zürich (CH) 100% CHF 31.03.2019
29. netz98 GmbH Mainz (DE) 100% EUR 31.12.2019 x
30. elements.at New Media Solutions GmbH Salzburg (AT) 100% EUR 31.03.2019
31. Punkt und Komma GmbH Salzburg (AT) 100% EUR 31.03.2019
32. valantic Digital Marketing & CRM GmbH Langenfeld (DE) 75% EUR 31.12.2019
33. Nexus United Srl Iasi (RO) 97% RON 31.12.2019
34. valantic Romania Srl Iasi (RO) 90% RON 31.12.2020
35. "pro Task" Consulting GmbH Ulm (DE) 100% EUR 30.06.2021
36. Guilty People B.V. Rotterdam (NL) 92% EUR 31.07.2021
37. ISM UA LLC Zhytomyr (UA) 92% UAH 31.07.2021
38. 2SA, Lda. Porto (PT) 75% EUR 31.12.2021
39. valantic CX SRL Cluj-Napoca (RO) 76% RON 31.10.2021
40. valantic LT UAB Vilnius (LT) 100% EUR 20.12.2021
41. C-Clear Partners BV Mortsel (BE) 100% EUR 31.03.2022
42. Atom Ideas BV Mortsel (BE) 100% EUR 31.03.2022
43. mm1 Technology GmbH Wildberg (DE) 100% EUR 30.09.2022
44. mm1 Beratungs- und Service GmbH Aichwald (DE) 100% EUR 30.09.2022
45. mm1 Schweiz AG Zürich (CH) 100% CHF 30.09.2022
46. mm1 Austria GmbH Wien (AT) 100% EUR 30.09.2022
47. DOITLEAN Inc. Austin, Texas (US) 64% USD 31.12.2022
48. Doitlean India Private Limited Bhopal (IN) 80% INR 31.12.2022
49. Doitlean Malaysia Sdn Bhd Kuala Lumpur (MY) 80% MYR 31.12.2022
Assoziierte Unternehmen (at equity konsolidiert)
50. pimcore GmbH Salzburg (AT) 15% EUR 31.03.2019

* Diese Gesellschaft nimmt die Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB im Berichtsjahr in Anspruch und ist zudem durch die Einbeziehung in den Konzernabschluss und Konzernlagebericht der valantic GmbH von der Verpflichtung befreit, selbst einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen.

Im Geschäftsjahr 2022 ergaben sich folgende wesentliche Änderungen im Konsolidierungskreis:

Gründung der valantic BE BV, Mortsel (BE) durch die valantic GmbH. Die Erstkonsolidierung wurde auf den 31. März 2022 vorgenommen.

Erwerb sämtlicher Anteile an der C-Clear Partners BV, Mortsel (BE) und der Atom Ideas BV, Mortsel (BE) durch die valantic BE BV. Die Erstkonsolidierung wurde auf den 31. März 2022 vorgenommen.

Gründung der mm1 Consulting GmbH, Stuttgart durch die valantic GmbH. Die Erstkonsolidierung wurde auf den 30. September 2022 vorgenommen.

Erwerb des Geschäftsbetriebs inklusive sämtlicher Vermögensgegenstände und Schulden der mm1 Consulting & Management, Lindenau Scholz Hofmann und Partner, beratende Ingenieure Betriebswirte, Stuttgart, durch die mm1 Consulting GmbH. Eingang in den Konzernabschluss der valantic GmbH fanden der übernommene Geschäftsbetrieb und das erworbene Nettovermögen mit der Erstkonsolidierung der mm1 Consulting GmbH zum 30. September 2022. Zu dem erworbenen Nettovermögen gehören sämtliche Geschäftsanteile an der mm1 Beratungs- & Service GmbH, Stuttgart, die wiederum sämtliche Geschäftsanteile an der mm1 Austria GmbH, Wien (AT) und sämtliche Aktien an der mm1 Schweiz AG, Zürich (CH), hält. Die Erstkonsolidierung dieser Gesellschaften wurde auf den 30. September 2022 vorgenommen.

Erwerb sämtlicher Aktien der ComSol AG Commercial Solutions, Köln, deren Erstkonsolidierung auf den 31. Dezember 2022 vorgenommen wurde.

Erwerb sämtlicher Geschäftsanteile der DOITLEAN, LDA, Leiria (PT). Die DOITLEAN, LDA, hält 80% der Geschäftsanteile der Doitlean Inc., Austin (TX, USA), 99,99995% der Geschäftsanteile an der Doitlean India Private Limited, Bhopal (IND) und 99,9995% der Geschäftsanteile an der Doitlean Malaysia SDN. BHD., Kuala Lumpur (MYS). Die Erstkonsolidierungen wurden auf den 31. Dezember 2022 vorgenommen.

Zudem wurden die folgenden Transaktionen durchgeführt, die zu keiner Änderung des Konsolidierungskreises führten:

Erwerb des Geschäftsbetriebs der Alper & Schetter AG, Neuss, durch die verovis GmbH. Das übernommene Nettovermögen fand zum 1. Januar 2022 Eingang in den Konzernabschluss der valantic GmbH.

Im Mai 2022 erfolgte der Erwerb der sandborn digital GmbH, Aichach, durch die valantic GmbH. Die sandborn digital GmbH im Anschluss an den Erwerb im Wege eines Side-Stream-Mergers rückwirkend zum 1. Januar 2022 auf die valantic Supply Chain Excellende GmbH verschmolzen, so dass keine Erstkonsolidierung erfolgte. Die Abbildung der Verschmelzung erfolgte im Konzernabschluss nach den allgemeinen Grundsätzen zur Erwerbsbilanzierung.

Konsolidierungsmethoden und Equity-Bewertung

Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen sind auf den Stichtag des Mutterunternehmens (31.12.2022) aufgestellt.

Die Kapitalkonsolidierung (Erstkonsolidierung) wird nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 HGB) vorgenommen. Dabei werden die Anschaffungskosten der Anteile an den einbezogenen Tochterunternehmen mit dem jeweils anteiligen Reinvermögen basierend auf den beizulegenden Zeitwerten der übernommenen Vermögenswerte und Schulden dieser Unternehmen zum Zeitpunkt, zu dem das jeweilige Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, verrechnet.

Die Anschaffungskosten umfassen neben dem Erstkaufpreis auch variable Kaufpreisbestandteile, welche an die Erreichung zukünftiger Ergebnis- bzw. Umsatzziele gekoppelt sind. Die Höhe dieser variablen Kaufpreisbestandteile wird zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung auf Basis von Wahrscheinlichkeitsannahmen bewertet. Darüber hinaus umfassen die Anschaffungskosten sämtliche Kosten, die im direkten Zusammenhang mit dem Anteilserwerb stehen. Akquisitionskosten werden im Aufwand gebucht, sofern sie keine Anschaffungsnebenkosten darstellen. Bei der Neubewertung des Eigenkapitals werden die gesetzlichen Vorschriften sowie die bei der valantic GmbH geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet. Ein positiver Unterschiedsbetrag aus der Verrechnung wird als Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert.

Für Anteile von Minderheitsgesellschaftern an Tochterunternehmen wird im Konzerneigenkapital ein Ausgleichsposten unter der Bezeichnung "Nicht beherrschende Anteile" ausgewiesen.

Die Auf- oder Abstockung von Anteilen an Tochterunternehmen wird jeweils als Erwerbsvorgang abgebildet.

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. Konzerninterne Umsatzerlöse sowie andere Erträge werden mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet. Wesentliche Zwischenergebnisse aus Geschäftsvorfällen zwischen einbezogenen Unternehmen werden eliminiert.

Nach der Equity-Methode werden entsprechend § 312 HGB die Beteiligungen anfangs mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und der Buchwert danach um die dem Konzern anteilig zurechenbaren Eigenkapitalveränderungen des assoziierten Unternehmens korrigiert. Auf die Beteiligung entfallende Gewinnausschüttungen werden abgesetzt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert in der Konzernbilanz und dem anteiligen Eigenkapital wird im Konzernabschluss fortgeführt. Ein darin enthaltener Geschäfts- oder Firmenwert wird über 10 Jahre verteilt. Der Unterschiedsbetrag wird zu dem Zeitpunkt ermittelt, zu dem das Unternehmen assoziiertes Unternehmen geworden ist.

Soweit einschlägig, erfolgt bei Asset Deals und vermögensübertragenden Umwandlungen im Konzernabschluss eine analoge Anwendung der Grundsätze des DRS 23.

Bei der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse werden alle Vermögenswerte und Schulden, mit Ausnahme des Kapitals, zu Stichtagskursen umgerechnet. Das Kapital wird zu historischen Kursen umgerechnet. Die Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnungen erfolgt mit den monatlichen Durchschnittskursen. Eine sich ergebende Umrechnungsdifferenz wird ergebnisneutral im Eigenkapital im Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Die geringen Währungsumrechnungsdifferenzen im Rahmen der Schuldenkonsolidierung werden ergebniswirksam erfasst. Im Rahmen der Zwischenergebniseliminierung werden vereinfachend keine Umrechnungsdifferenzen ermittelt.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angewendet.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Entwicklungskosten für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.

Entgeltlich von Dritten erworbene Software wird zu Anschaffungskosten aktiviert. Im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbene Software wird mit ihrem Zeitwert im Zeitpunkt der Erstkonsolidierung angesetzt. Die Abschreibung erfolgt jeweils über die betriebsübliche Nutzungsdauer von 3 bis 7 Jahren.

Auftragsbestände, Markennamen und sonstige Werte, die im Rahmen von Unternehmenserwerben zugegangen sind, werden mit ihrem Zeitwert zum Stichtag der Erstkonsolidierung bewertet. Sie werden über ihre betriebsübliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Für Marken sind dies 5 Jahre, für Auftragsbestände 1 bis 5,75 Jahre.

Geschäfts- oder Firmenwerte aus dem Erwerb von Tochterunternehmen, wie unter "Kapitalkonsolidierung" beschrieben, werden planmäßig über 10 Jahre abgeschrieben. Sie werden den erworbenen Unternehmen bzw. Sparten zugeordnet.

Die Nutzungsdauer wird mit 10 Jahren geschätzt, da die erworbenen Gesellschaften eine überdurchschnittliche Markt- und Wettbewerbsposition besitzen. Durch die Implementierung ihrer Produkte bei Kunden mit langfristigen oder sich in der Regel jährlich verlängernden Serviceverträgen besteht eine hohe Sicherheit zur Realisierung des ökonomischen Nutzens. Darüber hinaus haben die erworbenen Gruppengesellschaften durch ihre Positionierung in Themengebieten mit stetig steigenden Anforderungen, wie z.B. der Banken-Regulatorik oder der Dokumentations- und Auskunftspflicht in der Telekommunikationsindustrie, eine sehr gute Marktpositionierung. Die langjährige Betriebszugehörigkeit von Schlüsselmitarbeitern und Kompetenzträgern ist ebenfalls ein Grund für die gewählte Abschreibungsdauer.

Geschäfts- oder Firmenwerte, die aus dem Erwerb von Geschäftsbetrieben im Rahmen von Asset Deals resultieren und bei denen die Übernahme von Mitarbeitern und Kompetenzen (Teams) im Vordergrund standen, werden über eine kürzere Nutzungsdauer von 4 bis 5 Jahren abgeschrieben, wenn dies der Zeit entspricht, über die die valantic GmbH voraussichtlich von den übernommenen Teams profitieren kann.

Immaterielle Vermögenswerte werden linear abgeschrieben, im Zugangsjahr zeitanteilig. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden bei entsprechenden Anzeichen gesondert auf außerplanmäßigen Wertminderungsbedarf hin überprüft.

Sachanlagen

Die Sachanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten, soweit sie abnutzbar sind, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Bei Sachanlagen mit zeitlich begrenzter Nutzung werden lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern von 3 bis 13 Jahren für Geschäftsausstattung vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von weniger als EUR 800 werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Soweit notwendig werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Finanzanlagen

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bei dauerhafter Wertminderung.

Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet. Diese Unternehmen werden im Zugangszeitpunkt mit ihren Anschaffungskosten bewertet. Sofern ein Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem anteiligen Eigenkapital besteht, der nicht einer bestimmten Kategorie von Aktiva oder Passiva zugerechnet werden kann, wird dieser grundsätzlich abgeschrieben. Der auf die gehaltenen Anteile entfallende Anteil des Ergebnisses der Beteiligung wird in der Folge in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung gesondert ausgewiesen. Auf die Anpassung etwaiger vom Konzernabschluss der valantic GmbH abweichender Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Abschluss der assoziierten Unternehmen wird verzichtet.

Vorräte

In Arbeit befindlichen Aufträge werden als unfertige Leistungen bilanziert. Erst mit der Übertragung des Risikos auf den Kunden wird der Umsatzerlös gebucht und der Gewinn realisiert. Für abgrenzbare Teilprojekte kann der Umsatzerlös auch früher mit Teilabnahme gebucht werden, wenn kein Gesamtfunktionsrisiko übernommen wird. Die unfertigen Leistungen sind mit einem auf Basis der handelsrechtlichen Herstellungskosten ermittelten Stundensatz bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten auch angemessene Anteile an den allgemeinen Verwaltungskosten. Der Grundsatz der verlustfreien Bewertung wird durch eine am Projekterlös orientierte retrograde Bewertung sichergestellt.

Die Bewertung der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Nominalbeträgen unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bilanziert.

Sonstige Wertpapiere

Sonstige Wertpapiere sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bilanziert.

Flüssige Mittel

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nennwerten bilanziert. Guthaben in fremder Währung werden mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtages umgerechnet.

Eigenkapital

Als Gezeichnetes Kapital wird das Stammkapital des Mutterunternehmens zum Nennwert bilanziert. Die Kapitalrücklage enthält sonstige Zuzahlungen der Gesellschafterin.

Pensionsrückstellungen und Deckungsvermögen

Bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen kommt als versicherungsmathematisches Verfahren das Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung der Heubeck-Richttafeln 2018 G zur Anwendung. Aufgrund der Regelung in § 253 Abs. 1 HGB (Ansatz von Rückstellungen zum Erfüllungsbetrag) werden bei der versicherungsmathematischen Bewertung der Pensionsrückstellungen jährlich erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen von 2,25 Prozent p. a. bzw. 2,3 Prozent p. a. angesetzt. Als Diskontierungssatz wird der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre für eine pauschal angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren verwendet (1,78 Prozent).

Soweit Pensionsverpflichtungen rückgedeckt sind, erfolgt die Bewertung nach dem Aktivprimat mit dem Buchwert des Rückdeckungsversicherungsanspruchs.

Ein Bestand an Altersversorgungszusagen, dessen Höhe sich ausschließlich nach dem Wert der Rückdeckungsversicherungen bestimmt, wird mit dem beizulegenden Zeitwert (Aktivwert) der Rückdeckungsversicherungen bewertet.

Das Deckungsvermögen enthält verpfändete Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen, die mit dem von der Versicherung mitgeteilten Aktivwert angesetzt sind, da ein beizulegender Zeitwert nicht verlässlich bestimmt werden kann. Das Deckungsvermögen wird mit dem Bestand an Pensionsverpflichtungen saldiert, zu dessen Erfüllung es gebildet wurde. Die verbleibenden Überhänge werden in den Rückstellungen für Pensionen gezeigt. Die Erträge und Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen werden mit den Ergebniswirkungen aus Aufzinsungen und Änderungen des Rechnungszinses im Finanzergebnis saldiert.

Steuerrückstellungen

Rückstellungen für laufende Steuern werden für die nach den lokalen Steuergesetzen berechneten Verpflichtungen für abgelaufene Geschäftsjahre gebildet. Steuervorauszahlungen werden bei der Berechnung der Rückstellung berücksichtigt.

Sonstige Rückstellungen

Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrages. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten alle bis zur Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Mit ihnen werden Verpflichtungen abgedeckt, die dem Grunde nach erkennbar, aber hinsichtlich ihrer Höhe oder des Zeitpunkts ihres Eintritts unbestimmt sind. Sofern die Restlaufzeit von Rückstellungen über einem Jahr liegt, werden diese mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahren abgezinst.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen bewertet.

Latente Steuern

Latente Steuern werden für temporäre Differenzen zwischen steuerlichen und handelsrechtlichen Bilanzansätzen ermittelt. Das Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB zum Ansatz einer sich insgesamt ergebenden Steuerentlastung wird nicht in Anspruch genommen. Bei der Berechnung wird ein konzerneinheitlicher Durchschnittssteuersatz von 30,0% zugrunde gelegt. Auf Geschäfts- oder Firmenwerte werden grundsätzlich keine latenten Steuern angesetzt. Aktive latente Steuern und passive latenten Steuern werden saldiert ausgewiesen.

Fremdwährungsumrechnung

Das Mutterunternehmen sowie die meisten der einbezogenen Tochterunternehmen führen ihre Bücher und Aufzeichnungen in Euro. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden werden bei Zugang mit den Kursen am Transaktionstag eingebucht und zum Devisenkassamittelkurs am Stichtag umgerechnet und die entstehenden Kursdifferenzen in den Erträgen und Aufwendungen abgebildet. Für Vermögensgegenstände und Schulden mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wird bei der Währungsumrechnung die Bewertung zum niedrigeren beizulegenden Wert bzw. nicht über den Anschaffungskosten sichergestellt.

Derivative Finanzinstrumente

Gezahlte Prämien für Zinsbegrenzungsvereinbarungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bilanziert und in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Die Auflösung der Prämien erfolgt pro rata temporis linear über die Laufzeit der Vereinbarung. Der Aufwand aus der Auflösung wird unter den Zinsen und ähnliche Aufwendungen ausgewiesen. Erträge aus Ausgleichszahlungen aus Zinsbegrenzungsvereinbarungen werden unter den Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge ausgewiesen. Bilanzielle Bewertungseinheiten werden nicht gebildet.

IV. Erläuterungen der Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und der Abschreibungen sind im folgenden Anlagespiegel dargestellt:

Immaterielle Anlagewerte Entgeltlich erworbene Software und gewerbliche Schutzrechte
TEUR
Auftragsbestände und Markennamen
TEUR
Geschäfts- oder Firmenwert
TEUR
Bruttowert zum 01.01.2022 37.000 36.081 287.409
Zugänge zum Konsolidierungskreis & aus erworbenen Geschäftsbetrieben 19 7.812 123.318
Zugänge 411 0 365
Abgänge 176 0 668
Währungsdifferenzen 3 0 0
Bruttowert zum 31.12.2022 37.256 43.893 410.424
Kumulierte Wertberichtigungen am 01.01.2022 14.500 20.549 49.650
Zugänge zum Konsolidierungskreis & aus erworbenen Geschäftsbetrieben 10 0 0
Zugänge 5.074 9.478 33.229
Abgänge 88 0 0
Währungsdifferenzen 6 0 0
Kumulierte Wertberichtigungen am 31.12.2022 19.503 30.027 82.879
Nettowert am 31.12.2022 17.753 13.866 327.546
Nettowert am 31.12.2021 22.499 15.532 237.760
Sachanlagen Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen
Bruttowert zum 01.01.2021 14.693 72
Zugänge zum Konsolidierungskreis & aus erworbenen Geschäftsbetrieben 1.721 0
Zugänge 3.404 5
Abgänge 1.498 31
Umgliederungen 42 -42
Bruttowert zum 31.12.2022 18.374 3
Kumulierte Wertberichtigungen am 01.01.2022 9.485 0
Zugänge zum Konsolidierungskreis & aus erworbenen Geschäftsbetrieben 770 0
Zugänge 2.623 0
Abgänge 974 0
Kumulierte Wertberichtigungen am 31.12.2022 11.915 0
Nettowert am 31.12.2022 6.459 3
Nettowert am 31.12.2021 5.208 72
Finanzanlagen Anteile an assoziierten Unternehmen
TEUR
Genossenschaftsanteile
TEUR
Wertpapiere des Anlagevermögens Sonstige Ausleihungen
TEUR
Bruttowert zum 01.01.2021 1.877 0 0 45
Zugänge zum Konsolidierungskreis & aus erworbenen Geschäftsbetrieben 0 0 237 58
Zugänge 131 0 0 460
Abgänge 0 0 0 0

Der Zugang der Anteile an assoziierten Unternehmen von TEUR 131 (VJ: Abgang TEUR 396) beinhalten Ergebnisanteile aus der Fortschreibung des Equity-Wertansatzes von TEUR 169 (VJ: TEUR -172).

Geschäfts- oder Firmenwerte

Die Zugänge zu den Geschäfts- oder Firmenwerten entfallen mit (TEUR 103.412; VJ: TEUR 110.296) auf die Erstkonsolidierung der im Geschäftsjahr erworbenen Gesellschaften, mit TEUR 19.906 (VJ: TEUR 0) auf die im Geschäftsjahr erworbenen Geschäftsbetriebe und mit TEUR 365 (VJ: TEUR 0) auf höhere Erwartungen bezüglich nachgelagerten Kaufpreisbestandteilen. Der Abgang von den Geschäfts- oder Firmenwerten betrifft eine reduzierte Erwartung hinsichtlich der Verpflichtungen aus einem nachgelagerten Kaufpreisbestandteil.

Von den Geschäfts- oder Firmenwerten per 31.12.2022 sind TEUR 306.804 (VJ: TEUR: 235.521) im Rahmen der Kapitalkonsolidierung (Share Deal) und TEUR 20.742 (VJ: TEUR 2.239) aus Erwerben von Geschäftsbetrieben (Asset Deal) entstanden.

Der Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten der Beteiligung und dem anteiligen Eigenkapital der Pimcore GmbH wird nach der kapitalmäßigen Beteiligung am Nennkapital bestimmt. Abweichend vom Gewinnbezugsrecht besteht ein Erlösvorzug in Bezug auf den Liquidationserlös. Der Unterschiedsbetrag entspricht dem vergüteten Firmenwert und beträgt per 31. Dezember 2022 TEUR 1.400 (VJ: EUR 1.624). Auf Anpassungen an einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurde im Rahmen der Equity-Bilanzierung verzichtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben TEUR 612 (VJ: TEUR 830) eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen gegen die Gesellschafterin und betreffen sonstige Vermögensgegenstände.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Zinsbegrenzungsvereinbarungen von TEUR 2.914 (VJ: TEUR 0), Forderungen aus deutscher Gewerbe- und Körperschaftsteuer, vorwiegend aus Vorauszahlungen in 2022, von TEUR 1.611 (VJ: TEUR 697) enthalten. Daneben werden hier debitorische Kreditoren, Kautionen und im Folgejahr abziehbare Vorsteuer bilanziert. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 3.008 (VJ: TEUR 1.494) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen von TEUR 492 (VJ: TEUR 296) enthalten, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen.

Eigenkapital

Die Entwicklung des Eigenkapitals ist dem Konzern-Eigenkapitalspiegel zu entnehmen.

Rückstellungen

Die Pensionsrückstellungen belaufen sich auf TEUR 192 (VJ: TEUR 81). Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 1.042 (VJ: TEUR 474). Das mit dem beizulegenden Zeitwert bewertete mit den Pensionsrückstellungen verrechnete Deckungsvermögen beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 899 (VJ: TEUR 393). Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten. Zu verrechnende Erträge aus Deckungsvermögen sind nicht angefallen.

Bei den Rückstellungen für Altersvorsorgeverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 34 (VJ: TEUR 34).

Unter den sonstigen Rückstellungen (TEUR 81.460; VJ: TEUR 44.555) sind im Wesentlichen Personalrückstellungen, Rückstellungen für Urlaub und Überstunden, Rückstellungen für variable Kaufpreisbestandteile, Rückstellungen für Gewährleistungen, Jahresabschlusskosten und ausstehende Rechnungen bilanziert.

Verbindlichkeiten

Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag davon mit einer Restlauzeit
31.12.2022 (31.12.2021)
TEUR
von bis zu einem Jahr
TEUR
von einem bis fünf Jahren
TEUR
von mehr als fünf Jahren
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 23.819 8.609 210 15.000
(Vorjahr) (10.725) (10.322) (403) (0)
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 19.146 19.136 10 0
(Vorjahr) (17.347) (14.523) (2.824) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.487 16.487 0 0
(Vorjahr) (9.249) (9.249) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 109.256 0 109.256 0
(Vorjahr) (103.357) (0) (103.358) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen Kreditgebern 225.675 407 0 225.268
(Vorjahr) (134.828) (60) (134.768) (0)
sonstige Verbindlichkeiten 23.296 23.293 3 0
(Vorjahr) (13.270) (13.244) (26) (0)
Gesamt 417.679 67.932 109.479 240.268
(Vorjahr) (288.777) (47.398) (241.379) (0)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen mit TEUR 8.196 (VJ: TEUR 9.967) in Anspruch genommene Kontokorrentlinien.

Die erhaltenen Anzahlungen betreffen in Arbeit befindliche Aufträge.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (zugleich Gesellschafter) in Höhe von TEUR 109.256 (VJ: TEUR 103.358) beziehen sich zu einem Großteil (TEUR 98.306; VJ: TEUR 98.306) auf Darlehen, welche zusätzlich zu den Darlehen gegenüber Kreditinstituten und sonstigen Kreditgebern im Rahmen des Erwerbs der einzelnen operativen Einheiten aufgenommen wurden. Diese sind erstmals wieder zum 27. März 2024 kündbar und verlängern sich jeweils um 1 Jahr. Die Darlehen sind mit einem Rangrücktritt versehen und werden endfällig mit einem Zinssatz von 6% p.a. verzinst. Es handelt sich bei den Verbindlichkeiten um sonstige Verbindlichkeiten.

Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen Kreditgebern betreffen Darlehen eines DebtFund, welche ebenfalls für die Finanzierung des Erwerbs der valantic GmbH im Jahr 2019 sowie der Zukäufe in den Folgejahren aufgenommen wurden.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Steuern in Höhe von TEUR 12.074 (VJ: TEUR 7.358) sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 1.659 (VJ: TEUR 831). Die sonstigen Verbindlichkeiten aus Steuern und sozialer Sicherheit haben wie im Vorjahr ausnahmslos eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Weiterhin werden hier auch der Höhe nach feststehende Kaufpreiszahlungen für Erwerbe von Unternehmen bilanziert.

Für die bei dem DebtFund aufgenommenen Darlehen sowie die in den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthaltene Kontokorrentlinie wurden die folgenden wesentlichen Sicherheiten bestellt:

Anteilsverpfändung der Anteile an den wesentlichen Tochterunternehmen

Globalzession der Forderungen, Ansprüche und Rechte (einschließlich solcher aus Lieferungen und Leistungen und Versicherungen, Darlehen sowie Unternehmensverträgen) der wesentlichen Tochterunternehmen,

Verpfändung der Guthabenkonten bei Banken der wesentlichen Tochtergesellschaften

Latente Steuern

Die latenten Steuern beruhen im Wesentlichen auf Differenzen aus den im Rahmen der Erstkonsolidierungen vorgenommenen Neubewertungen der immateriellen Vermögensgegenstände sowie aus der Zwischengewinneliminierung.

Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:

Entwicklung der latenten Steuern
(in TEUR)
Buchwert zum 01.01.2022 (unsaldiert) Zugänge aus Erstkonsolidierung Sonstige Veränderungen im Geschäftsjahr Saldierung aktiver und passiver latenten Steuern Buchwert zum 31.12.2022 (saldiert)
Aktive latente Steuern 150 +20 +43 -213 0
Passive latente Steuern 11.209 2.344 -4.268 -213 9.072

Nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte derivative Finanzinstrumente

Zur wirtschaftlichen Absicherung von Zinsänderungsrisiken wurde eine Zinsbegrenzungsvereinbarungen abgeschlossen. Die Cap-Prämien werden in den sonstigen Vermögensgegenständen mit einem Buchwert von TEUR 2.914 ausgewiesenen. Der beizulegende Zeitwert der Zinsbegrenzungsvereinbarungen entspricht dem Marktwert und beträgt TEUR 3.737, der abgesicherte Nominalwert TEUR 140.000. Der Marktwert wurde auf Basis bankinterner Modelle ermittelt, die auf dem Bewertungsmodell nach Black & Scholes basieren.

V. Erläuterung der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse lassen sich wie folgt aufgliedern:

2022 2021
Land TEUR % TEUR %
Deutschland 227.989 67% 146.262 68%
Schweiz 32.308 9% 21.374 10%
Österreich 25.594 8% 20.696 10%
Niederlande 12.537 4% 4.670 2%
Belgien 8.065 2% 973 0%
United Kingdom 5.556 2% 3.088 2%
Luxemburg 5.859 2% 2.681 1%
Tschechien 3.612 1% 2.546 1%
Sonstige 17.912 5% 13.036 6%
Gesamt 339.432 100% 215.326 100%
2022 2021
Division TEUR % TEUR %
Customer Experience 118.812 35% 75.318 35%
SAP Services 81.813 24% 42.922 20%
Digital Strategy & Analytics 63.270 19% 29.888 14%
Financial Service Automation 38.966 11% 37.716 17%
Smart Industries 36.570 11% 29.482 14%
Gesamt 339.432 100% 215.326 100%

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen verrechnete Sachbezüge und Auflösungen von Rückstellungen und Wertberichtigungen enthalten. Die Erträge aus der Währungsumrechnung betragen TEUR 207 (VJ: TEUR 89), die periodenfremden Erträge inklusive Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 623 (VJ: TEUR 800).

Der Personalaufwand beinhaltet Aufwendungen für Altersvorsorge in Höhe von TEUR 1.311 (VJ: TEUR 1.033). Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 7.252 (VJ: TEUR 3.581) resultieren aus Sonderboni, die in Zusammenhang mit Transaktionen gewährt wurden. Diese Aufwendungen sind außergewöhnlich i.S.d. § 314 Abs. 1 Nr. 23 HGB.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Kosten für Miete, Reisen, KfZ, Marketing, IT und Lizenzen enthalten. Die periodenfremden Aufwendungen betragen TEUR 214 (VJ: TEUR 88) und Aufwendungen aus Währungsumrechnung TEUR 276 (VJ: TEUR 88). Wesentliche außergewöhnliche Aufwendungen i.S.v. § 314 Abs. 1 Nr. 23 HGB betreffen im Geschäftsjahr mit TEUR 3.070 (VJ: TEUR 1.460) Aufwendungen für erfolgte Akquisitionen, welche nicht als Anschaffungskosten aktiviert wurden bzw. für geprüfte, aber nicht durchgeführte Akquisitionen, mit TEUR 1.866 Aufwendungen für Strategieberatung und Produkte sowie mit TEUR 1.001 Abschreibungen von Investitionen in ein Start-Up aus dem Bereich IT-Security.

Von den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen entfallen TEUR 119 (VJ: TEUR 2) auf verbundene Unternehmen.

Das Ergebnis nach der Equity Methode enthält Aufwand aus der Auflösung des Unterschiedsbetrages in Höhe von TEUR 224 (VJ: TEUR 224). Das Jahresergebnis des assoziierten Unternehmens für das Geschäftsjahr des Konzerns wurde auf der Basis von vorläufigen Zahlen des assoziierten Unternehmens und nach Kürzung von Ertragsteuern berücksichtigt.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen stammen mit TEUR 5.898 (VJ: TEUR 5.484) aus Darlehen von verbundenen Unternehmen, die zugleich Gesellschafter sind. Weitere Zinsen und ähnliche Aufwendungen von TEUR 13.277 (VJ: TEUR 7.796) resultieren aus Bank- bzw. sonstigen Darlehen, wovon TEUR 2.482 (VJ: TEUR 3.339) auf einmalige Bankgebühren und -provisionen entfallen. Aus der Abzinsung von Rückstellungen resultiert Aufwand von TEUR 101 (VJ: TEUR 93) und aus der Auflösung von Zinsbegrenzungsvereinbarungen ein Aufwand von TEUR 1 (VJ: TEUR 0)

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag aus laufenden Steuern betragen TEUR 5.663 (VJ: TEUR 3.530). Aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern ist ein Ertrag in Höhe von TEUR 4.311 (VJ: TEUR 3.279) entstanden.

VI. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

In der Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme entsprechend dem DRS 21 des Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee e.V. nach Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit aufgeteilt.

Auszahlungen für sonstige Investitionen von TEUR 1.000 betreffen Investitionen in ein Start-Up im Bereich IT-Security.

Die gezahlten Zinsen enthalten einen Betrag von TEUR 2.915 für den Kauf einer Zinsbegrenzungsvereinbarung.

Der Finanzmittelfond umfasst den Posten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten abzüglich in Anspruch genommener Kontokorrentlinien von TEUR 8.196, die in der Bilanz unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen werden. Von den Guthaben bei Kreditinstituten sind TEUR 6.801 nicht im unmittelbaren Zugriff des Konzerns. Hierbei handelt es sich mit TEUR 6.650 um kurzfristig angelegte Festgelder und mit TEUR 151 um Kautionskonten.

VII. Weitere Angaben

Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 2.551 angestellte Arbeitnehmer im Konzern beschäftigt. Zum 31.12.2022 waren es 2.967 angestellte Arbeitnehmer. Der Großteil der 2.551 angestellten Arbeitnehmern ist in Deutschland beschäftigt (1.745), 751 sind im europäischen Ausland angestellt und weitere 55 außerhalb Europas.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die valantic-Gruppe hat weitreichende Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten bestellt, die der Absicherung eines Darlehens eines verbundenen Unternehmens (VAL FCV HoldCo S.à.r.l.) dienen. Die Haftungsverhältnisse werden begründet durch:

Globalzessionsvertrag bezüglich der Forderungen,

Verpfändung von Geschäftsanteilen an verbundenen Unternehmen,

Verpfändung der Guthaben-Konten bei Banken,

Eine konkrete Verfügungsbeschränkung in Bezug auf die Liquidität ist damit jedoch nicht verbunden, da die Verfügung im Rahmen des gewöhnlichen Geschäftsbetriebes nach den Bestimmungen des Darlehensvertrages gestattet wurde. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Sicherheiten wird als gering eingeschätzt, da der VAL FCV HoldCo S.à r.l. ausreichende Cashflows zur Bedienung des Darlehens über die Gruppengesellschaften zur Verfügung stehen. Am Bilanzstichtag valutierten die Darlehen mit MEUR 89 (VJ: MEUR 89).

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten sind, für die folgenden 5 Jahre beläuft sich auf TEUR 67.693, davon für das Folgejahr TEUR 40.861. Die Verpflichtungen resultieren überwiegend aus einem zum Bilanzstichtag noch schwebendem Anteilskaufvertrag sowie aus Miet- und Leasingverträgen.

Für Mietverpflichtungen und Kreditkarten wurden Sicherheiten in Form von Bankavalen in Höhe von TEUR 1.166 gestellt.

Konzernzugehörigkeit

Der Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen, in den die valantic GmbH als Tochterunternehmen einbezogen wird, ist der Konzernabschluss der VAL FCV TopCo S.à r.l, Luxembourg (LU). Der Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen, in den die valantic GmbH als Tochterunternehmen einbezogen wird, ist der Konzernabschluss der VAL FCV HoldCo S.à r.l, Luxembourg (LU). Die Konzernabschlüsse werden beim Luxemburger Handels- und Firmenregister (RCS) elektronisch eingereicht und veröffentlicht.

Honorar des Abschlussprüfers

Die Aufwendungen für den Prüfer des Konzernabschlusses betragen TEUR 255 für Abschlussprüfungsleistungen und TEUR 168 für sonstige Leistungen.

Gesamtvergütung der Geschäftsführung und Kredite

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführer betrugen im Geschäftsjahr TEUR 2.301. Ein mit 1% verzinster Kredit in Höhe von T€ 250 wurde im Geschäftsjahr zurückgezahlt.

Nachtragsbericht

Im Februar 2023 wurde der Vertrag über den Kauf der Geschäftsanteile der SieGer Consulting GmbH, Frankfurt am Main, durch die valantic GmbH vollzogen. Im März 2023 wurde der Vertrag über den Kauf sämtlicher Geschäftsanteile an der Orianda Solutions AG, Tägerwillen (CH) vollzogen. Im April 2023 wurde der Vertrag über den Kauf sämtlicher Geschäftsanteile an der AIOPSGROUP AD, Sofia (BGR) vollzogen. Anfang Juni 2023 wurde die Höveler Holzmann Consulting GmbH, Düsseldorf erworben. Die Kaufpreise für die Geschäftsanteile werden bei Fälligkeit anteilig durch eigene Mittel bzw. frei verfügbare Kreditlinien finanziert.

Geschäftsführung

Der Geschäftsführung der valantic GmbH gehören an:

Dr. Holger von Daniels, CEO

Joachim Lauterbach, Geschäftsführer valantic GmbH

Alexander Diepold, CFO

Dr. Sebastian Hauptmann, Geschäftsführer valantic GmbH

Karsten Ötschmann, Geschäftsführer valantic GmbH (ab 31. März 2022)

 

München, den 2. Juni 2023

Geschäftsführer

Dr. Holger von Daniels

Alexander Diepold

Dr. Sebastian Hauptmann

Joachim Lauterbach

Karsten Ötschmann

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022

2022
TEUR
2021
TEUR
Konzernjahresfehlbetrag -46.791 -28.396
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 50.404 34.888
Zunahme/Abnahme (-) der Rückstellungen 6.659 5.561
Zunahme (-)/ Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -12.629 -10.455
Zunahme/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 3.682 8.758
Gewinn (-)/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -13 673
Zinsaufwendungen/Zinserträge (-) 19.121 13.261
sonstige Beteiligungserträge -131 396
Aufwendungen/Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung 11.322
Ertragsteueraufwand/-ertrag (-) 1.352 251
Auszahlungen im Zusammenhang mit Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung -7.455
Ertragsteuerzahlungen (-) -8.754 -1.659
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 16.767 22.702
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -377 -197
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 551 0
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -3.280 -1.879
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -460 0
Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis und aus dem Erwerb von Geschäftsbetrieben -103.690 -93.306
Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen anderer Gesellschafter -974 -3.677
Auszahlungen an Gesellschafter im Rahmen des Cashpooling -6.271 -2.517
Auszahlungen für sonstige Investitionstätigkeiten -1.000 0
erhaltene Zinsen 48 10
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -115.453 -112.146
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens 28.900 4.639
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 105.500 91.000
Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten -1.072 0
Gezahlte Zinsen -15.697 -10.162
Auszahlungen von Dividenden an andere Gesellschafter -295 -989
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 117.336 96.584
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 18.650 7.140
Wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelfonds 51 99
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 14.152 6.913
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 32.853 14.152
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Liquide Mittel 41.049 24.119
Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Banken -8.196 -9.967
32.853 14.152

Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2022

Eigenkapital des Mutterunternehmens (MU)
Gezeichnetes Kapital
TEUR
Kapitalrücklage
TEUR
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
TEUR
Konzernbilanzverlust
TEUR
Summe
TEUR
Stand am 01.01.2022 25 83.121 183 -65.497 17.832
Erwerb von Minderheiten 0 0 0 0 0
Verkauf an Minderheiten 0 0 0 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0 0
Gewinnausschüttungen an Minderheiten 0 0 0 0 0
Einzahlungen in die Kapitalrücklage 0 28.900 0 0 28.900
Währungsumrechnung 0 0 51 0 51
Konzernergebnis 0 0 0 -46.929 -46.929
Stand am 31.12.2022 25 112.021 234 -112.426 -146
Nicht beherrschende Anteile (Minderheiten) Konzerneigenkapital
Minderheiten vor Konzernergebnis
TEUR
Auf Minderheiten entfallendes Konzernergebnis
TEUR
Summe
TEUR
TEUR
Stand am 01.01.2022 314 1.614 1.928 19.760
Erwerb von Minderheiten 2.118 0 2.118 2.118
Verkauf an Minderheiten 0 0 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0
Gewinnausschüttungen an Minderheiten -295 0 -295 -295
Einzahlungen in die Kapitalrücklage 0 0 0 28.900
Währungsumrechnung 0 0 0 51
Konzernergebnis 0 138 138 -46.791
Stand am 31.12.2022 2.137 1.752 3.889 3.743

Ergänzende Angaben zum Konzerneigenkapital per 31.12.2022 *

davon zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung stehend: 0

davon gesetzlichen Ausschüttungssperren unterliegend: 0

davon gemäß Satzung einer Ausschüttungssperre unterliegend: 0

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die valantic GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der valantic GmbH, München, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der valantic GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, den 7. Juni 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Carl Erik Daum, Wirtschaftsprüfer

ppa. Markus Salzer, Wirtschaftsprüfer

Der Konzernabschluss zum 31.12.2022 wurde am 12.07.2023 gebilligt.

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