Marienstein Privatklinik GmbH

Stephansplatz 5, 20354 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 230161
Eingetragen
21.12.2016
Branche
Großhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und LaborbedarfTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von pharmazeutischen Erzeugnissen, medizinischen Artikeln, Krankenhaus-, Dental- und AltenpflegebedarfKrankenhäuser (ohne Hochschulkliniken, Vorsorge- und Rehabilitationskliniken)
Gegenstand
Betrieb von Privatkliniken, Gesundheitszentren, medizinischen Einrichtungen, Hotels und Wellnesseinrichtungen; Betreiben touristischer Aktivitäten; wirtschaftliche Beratung; Handel mit Waren aller Art, insbesondere Sportartikeln und mit medizinischen Produkten sowie Pflegeprodukten; Erbringung von medizinischen Leistungen, etwa durch angestellte Ärzte und/oder Therapeuten; Anmietung und Vermietung von Immobilien und Fahrnissen und Verwaltung von Liegenschaften sowie alle Maßnahmen, die dem Unternehmenszweck dienlich sind.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Friedrich Gormanns
seit 23.12.2021
Prokura
Prokura
Peter Elsässer
seit 7.2.2017
Prokura
Eva-Maria Hasenauer
seit 7.2.2017
Prokura
Christian Dr. Harisch
seit 21.12.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Lanserhof Management GmbH
Germany
2.500.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Marienstein Privatklinik GmbH

Waakirchen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Darstellung des Geschäftsverlaufes

1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Branche

Im Jahr 2023 ist die deutsche Wirtschaft bzw. das Bruttoinlandsprodukt (BIP) aufgrund inflationsbedingter Konsumzurückhaltung, ungünstiger Finanzierungsbedingungen sowie Arbeitskräftemangel preisbereinigt um 0,3% gesunken[1]Die Wirtschaft in der gesamten europäischen Union (BIP) ist in 2023 um 0,4 % gewachsen.[2] Laut der Prognose der Bundesregierung wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2024 unter Einbeziehung verschiedener Faktoren wie z.B. zurückgehende Inflation um 0,2% gegenüber dem Vorjahr wachsen.[3] Vor dem Hintergrund überwiegend aus Deutschland und der EU stammender Gäste sind diese Rahmendaten auch für die Marienstein Privatklinik GmbH relevant. Die deutsche Gesundheitswirtschaft weist seit mehreren Jahren ein zur Gesamtwirtschaft überproportionales Wachstum mit beständigen Wachstumsraten auf[4], was im Vergleich zur Entwicklung der deutschen Gesamtwirtschaft auf eine stabilere Situation im Gesundheitsmarkt hinweist.

2. Geschäftsverlauf und Ergebnis der Gesellschaft

Die Geschäftstätigkeit des Geschäftsjahres 2023 umfasste den Betrieb eines Gesundheitszentrums in Waakirchen am Tegernsee sowie in einer Zweigniederlassung in Hamburg. Die Gesellschaft hat in 2023 ein positives Ergebnis erzielt. Wie in der Planung für das Geschäftsjahr 2023 im Vorjahr prognostiziert, konnten die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr für den Standort Tegernsee weiter gesteigert werden. Das Ergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr verbessert und liegt deutlich über den Erwartungen. Dies lässt sich insbesondere durch ein verbessertes Rohergebnis und im Vorjahresvergleich reduzierte sonstige betriebliche Aufwendungen aufgrund vereinzelt rückläufiger Kostenpositionen und geringer Zuführungen zu Wertberichtigungen auf Forderungen erklären, was insgesamt trotz gestiegener Personalkosten zu einer deutlich über den Erwartung liegenden Ergebnissituation geführt hat; darüber hinaus hat sich auch die Verlustübernahme aus einem zum Bilanzstichtag bestehenden Ergebnisabführungsvertrag gegenüber dem Vorjahr verringert.

Aufgrund der regelmäßigen Schließung des Geschäftsbetriebes am Tegernsee ab ca. Mitte Dezember eines jeden Jahres lagen die Erlöse im Dezember 2023 planmäßig unter denen der Vormonate.

Die Zweigniederlassung in Hamburg wurde zum Ende des Jahres 2023 geschlossen.

II. Darstellung der Lage der Gesellschaft

1. Vermögenslage und Kapitalstruktur

Die Vermögens- und Kapitalstruktur sind in den nachfolgenden Tabellen dargestellt:

Vermögensstruktur 31.12.2023 31.12.2022
T€ % T€ %
Anlagevermögen 2.326 15 2.635 19
Umlaufvermögen 13.445 85 11.101 80
Rechnungsabgrenzungsposten 102 1 175 1
15.873 100 13.911 100

Die Gesellschaft hat in 2023 insbesondere Investitionen ins Anlagevermögen für medizinische Geräte und Ausstattung getätigt, insgesamt belaufen sich die im Geschäftsjahr 2023 geleistetenAnschaffungs-/Herstellungskosten auf T€ 340; gegenläufig wirken sich die laufenden Abschreibungen in Höhe von T€ 591 aus. Das Umlaufvermögen stieg aufgrund von anwachsenden Forderungen ggü. verbundenen Unternehmen.

Kapitalstruktur 31.12.2023 31.12.2022
T€ % %
Eigenkapital 6.835 43 5.071 36
Rückstellungen 2.504 16 2.196 18
Verbindlichkeiten 6.532 41 6.643 48
Rechnungsabgrenzungsposten 2 0 1 0
15.873 100 13.911 100

Durch das positive Ergebnis 2023 konnte das Eigenkapital weiter gesteigert werden. Die Rückstellungen sind trotz rückläufiger Personalkostenrückstellungen und einem Rückgang der sonstigen Rückstellungen für den in Abwicklung befindlichen Standort in Hamburg insbesondere aufgrund gestiegener Steuerrückstellungen in Folge des verbesserten Geschäftsjahresergebnisses und aufgrund einer leicht gestiegenen Rückstellung für Management-Vergütungen angestiegen. Die Verbindlichkeiten haben gegenüber dem Vorjahr leicht abgenommen.

Der Anlagendeckungsgrad (Eigenkapital/Anlagevermögen) liegt zum 31. Dezember 2023 bei 293,8%, die Eigenkapitalquote (Eigenkapital/Gesamtkapital) beträgt 43,1%. Beide Kennzahlen sind im Vorjahresvergleich angestiegen, was auf eine weiterhin positive Entwicklung der Vermögenslage und Kapitalstruktur hinweist.

2. Finanzlage

Die Marienstein Privatklinik GmbH hat in 2023 aufgrund signifikanter Veränderungen im Net Working Capital einen negativen operativen Cashflow in Höhe von T€ 1.538 erwirtschaftet. Demgegenüber ergibt sich ein positiver Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR 1.801, der im Wesentlichen aus der Zuführung von zusätzlichen bankenseitigen liquiden Mitteln vermindert um die anteilige Tilgung (T€ 600) des in 2021 aufgenommenen Bank-Darlehens in Höhe von T€ 3.000 resultiert. Insbesondere aufgrund von Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände (T€ 12) sowie Investitionen in das Sachanlagevermögen der Gesellschaft (T€ 340) ergab sich im Geschäftsjahr 2023 ein negativer Cashflow aus der Investitionstätigkeit. Gewinnausschüttungen sind nicht erfolgt. Die liquiden Mittel haben sich zum Bilanzstichtag insgesamt von T€ 125 (Bilanzstichtag des Vorjahres) auf T€ 37 verringert.

3. Ertragslage

Die Gesellschaft hat in 2023 insgesamt einen Umsatz von T€ 18.208 (Vj. T€ 17.863) und damit einen Umsatzanstieg von 1,9% verzeichnet. Der Materialaufwand in Höhe von T€ 2.933 (Vj. T€ 3.019) ist insbesondere aufgrund geringerer Fremdleistungen um 2,9% gesunken. Die Rohertragsmarge (Rohertrag/Umsatzerlöse) ist mit 83,9% (Vj. 83,1%) nahezu konstant geblieben. Der Personalaufwand in Höhe von T€ 6.993 (Vj. T€ 6.477) hat sich aufgrund von Gehaltsanpassungen und Neueinstellungen um 8,0% erhöht, die Personalkostenquote (Personalkosten/Umsatzerlöse) ist mit 38,4% (Vj. 36,3%) gestiegen. Der sonstige betriebliche Aufwand ist mit T€ 5.685 (Vj. T€ 6.292) insbesondere aufgrund niedriger Wertberichtigungen auf Forderungen und einzelner rückläufiger Kostenpositionen um 9,0% gesunken.

Das Jahresergebnis beträgt T€ 1.764 (Vj. T€ 1.191) und ist im Vorjahresvergleich um T€ 573 bzw. 48,0% insbesondere aufgrund höherer Umsatzerlöse in Verbindung mit niedrigeren Kosten gestiegen. Die EBITDA-Marge (EBITDA/Umsatzerlöse) hat sich im Vergleich zum Vorjahr (13,9%) auf 17,3% erhöht.

III. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft ist in verschiedenen Bereichen der medizinischen Forschung- und Entwicklung mit eigenen Mitarbeiterkapazitäten und Kooperationspartnern tätig. Zu den Schwerpunkten gehören innere Medizin und Naturheilkunde, Sportmedizin, Regenerationsmedizin, Dermatologie, Orthopädie, Kardiologie und Ernährungswissenschaften. Die Forschungsergebnisse dienen u.a. der Weiterentwicklung und stetigen Optimierung des hochwertigen medizinischen Angebotes der Gesellschaft.

IV. Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft verfügte bis zum Jahresende über eine im Handelsregister eingetragene Zweigniederlassung mit abweichender Bezeichnung "Lans Medicum" in Hamburg; dort waren in 2023 durchschnittlich 12 Mitarbeiter beschäftigt.

V. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Basierend auf einer stabilen Nachfrage und einer unverändert erfolgreichen Preispolitik rechnen wir für das Jahr 2024 im Vergleich zu 2023 grundsätzlich mit einem moderaten Anstieg der Umsatzerlöse am Standort Tegernsee. Es wird mit einer signifikanten Ergebnisverbesserung aufgrund der Schließung der Zweigniederlassung Hamburg gerechnet.

Bei dem Gesundheitssektor handelt es sich nach wie vor um einen krisensicheren Markt. Gesundheit nimmt allgemein in unserer heutigen Gesellschaft einen immer größeren Stellenwert ein, wodurch im Durchschnitt ebenfalls immer mehr in die eigene Gesundheit investiert wird. Die Gesellschaft muss sich weg von der konsumorientierten Wegwerfgesellschaft zu einem bewussten, nachhaltigeren Umgang in der Wirtschaft entwickeln - auf allen Ebenen.[5] Hierin liegt für die Marienstein Privatklinik GmbH die Chance, diese Entwicklung nicht nur mitzugehen, sondern auf höchstem Niveau mitzugestalten. Bereits jetzt betreibt sie ein innovatives und erfolgreiches Gesundheitszentrum, das im europäischen Gesundheitsmarkt nur eine kleine Zahl von Wettbewerbern mit vergleichbarem Geschäftsmodell kennt. Einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren sind das hochwertige Dienstleistungs- und Qualitätsdenken aller Mitarbeiter zum Gast hin, weshalb der Stellenwert des "human-resource-Bereiches" intern als überaus wichtig wahrgenommen wird. Es wird bspw. der Aufbau einer neuen Karriereseite forciert. Die in Zukunft benötigte Innovationskraft stellen wir intern mit der erfolgten Einführung der digitalen "Academy" mit zahlreichen Schulungsmaterial sicher. Die Kosten (besonders die Personalkosten) werden mittels laufenden Controllings und Monatsauswertungen gezielt beobachtet. Chancen sehen wir weiterhin in der fortschreitenden Digitalisierung der Gesundheitsbranche, welche derzeit in allen relevanten Bereichen forciert wird. Ebenfalls bietet die abklingende Inflation auch Kosteneinsparpotentiale.

Generell ist zu sagen, dass die Markteintrittsbarriere in der Gesundheitsbranche aufgrund des hohen benötigten Investitionsvolumens sowie der anspruchsvollen medizinischen Leistungen und dem erheblichen Know How Erfordernis sehr hoch ist, wodurch nach wie vor nur wenige direkte Konkurrenzbetriebe mit ansatzweise vergleichbarem Angebot in diesem Branchensegment vorhanden sind. Das mit einem zunehmenden Wettbewerb verbundenen Risiko abnehmender Nachfrage ist daher aktuell eher gering.

Die aktuelle Lage spiegelt das allgemeine Risiko weiterer internationaler Konflikte mit Auswirkung auf die Inflation und Nachfrage sowie konjunktureller Unsicherheiten vor allem in Deutschland wider.

Es ist, wie in den Vorjahren, davon auszugehen, dass die Nachfrageauswirkungen auf die Marienstein Privatklinik aufgrund der kaufkräftigen Kundenklientel geringer ausfallen. Dem aus einem möglichen Nachfragerückgang resultierenden Risiko und den damit verbundenen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage begegnen wir mit verschiedenen Maßnahmen, wie z.B. der Anpassung der Kostenstrukturen.

Dem Risiko hinsichtlich der nicht ausreichenden Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal (Fachkräftemangel) begegnen wir mit attraktiven Mitarbeiterangeboten, einer neuen Karriereseite sowie wertegetriebener Personalentwicklung.

 

Waakirchen, 31. März 2024

Dr. Christian Harisch

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.326.391,00 2.635.259,20
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 12.215,00 40.510,00
II. Sachanlagen 2.314.175,00 2.594.748,20
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 657.936,00 716.833,00
2. technische Anlagen und Maschinen 1,00 3.563,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.629.848,00 1.635.268,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 26.390,00 239.084,20
III. Finanzanlagen 1,00 1,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 1,00
B. Umlaufvermögen 13.444.615,76 11.101.262,60
I. Vorräte 410.323,21 382.728,95
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 12.996.862,00 10.593.966,78
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.987.825,28 1.026.173,76
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 37.430,55 124.566,87
C. Rechnungsabgrenzungsposten 102.198,69 174.510,42
Summe Aktiva 15.873.205,45 13.911.032,22

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 6.834.621,76 5.071.092,95
I. Gezeichnetes Kapital / Kapitalkonto / Kapitalanteile 2.500.000,00 2.500.000,00
II. Kapitalrücklage 1.914.667,54 1.914.667,54
III. Gewinnvortrag 656.425,41 -534.812,51
IV. Jahresüberschuss 1.763.528,81 1.191.237,92
B. Rückstellungen 2.503.731,37 2.196.378,61
C. Verbindlichkeiten 6.532.542,43 6.642.629,53
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.110.856,49 2.250.000,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 708.616,30 2.220.335,49
D. Rechnungsabgrenzungsposten 2.309,89 931,13
Summe Passiva 15.873.205,45 13.911.032,22

Angaben unter der Bilanz

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Marienstein Privatklinik GmbH, Waakirchen, ist durch Beschluss der alleinigen Gesellschafterin vom 4. September 2024 festgestellt worden.

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Betriebsergebnis 2.549.249,29 1.888.951,77
a) Rohergebnis 15.820.115,33 15.258.439,67
b) Personalaufwand 6.992.718,39 6.476.506,13
Löhne und Gehälter 5.937.022,82 5.528.557,81
soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.055.695,57 947.948,32
c) Abschreibungen 592.757,58 600.435,76
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 590.868,60 590.578,44
auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 1.888,98 9.857,32
d) sonstige betriebliche Aufwendungen 5.685.390,07 6.292.546,01
2. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 189.883,26 93.263,31
3. Aufwendungen aus Verlustübernahmen (Mutter) 206.691,04 340.639,74
4. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 94.771,98 93.526,83
davon an verbundene Unternehmen 33.878,80 67.192,03
5. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 669.793,42 344.361,82
6. Ergebnis nach Steuern 1.767.876,11 1.203.686,69
7. sonstige Steuern 4.347,30 12.448,77
Jahresüberschuss 1.763.528,81 1.191.237,92

Anhang

A. Grundsätze

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Marienstein Privatklinik GmbH ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung für eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB aufgestellt worden. Die Gesellschaft mit Sitz in Waakirchen ist im Handelsregister B des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 230161 eingetragen.

Aufgrund von Veränderungen im Gesellschafterkreis hat sich aus Sicht der Gesellschaft die Zusammensetzung der verbundenen Unternehmen gegenüber dem Vorjahr verändert; dementsprechend sind die Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bzw. die Anhangsangaben zu den Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sowie die "davon-Vermerke" zu den Zinserträgen bzw. Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen nur eingeschränkt mit dem Vorjahr vergleichbar.

II. Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände sowie das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich aufgelaufener Abschreibungen bilanziert. Die Bewertungsregeln des § 6 Abs. 2 EStG für geringwertige Wirtschaftsgüter und des § 6 Abs. 2a EStG (Sammelposten) werden analog angewandt.

Die Abschreibungen werden planmäßig gemäß der linearen Abschreibungsmethode und in Anlehnung an die amtlichen steuerlichen Abschreibungstabellen über die voraussichtliche Nutzungsdauer vorgenommen.

2. Finanzanlagen

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. den ihnen am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert bilanziert.

3. Vorratsvermögen

Die Gegenstände des Vorratsvermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bilanziert.

4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert angesetzt. Für einen Teil der Forderungen werden die allgemeinen Kreditrisiken zudem durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf den nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungsbestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen berücksichtigt.

5. Rückstellungen

Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, ungewisse Verpflichtungen sowie drohende Verluste und sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

6. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

7. Umrechnungsmethoden

Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremden Währungen werden mit dem jeweiligen Tageskurs eingebucht.

Bei am Bilanzstichtag vorhandenen Positionen in fremder Währung werden Verluste aus Kursänderungen durch Neubewertung zum Mittelkurs am Bilanzstichtag erfasst. Gewinne aus Kursänderungen werden grundsätzlich erst bei Realisierung erfasst. Ausgenommen hiervon sind Kursgewinne, die auf Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von maximal einem Jahr entfallen; diese werden gemäß § 256a HGB bereits bei Kursänderung erfasst. Im Berichtsjahr fielen Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von € 0,00 (Vj. € 0,00) und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von € 33,67 (Vj. € 73,08) an.

B. Erläuterungen zur Bilanz

I. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist auf der letzten Seite des Anhangs dargestellt.

Die Gesellschaft ist seit Dezember 2020 zu 100% an der LH Physio GmbH, Hamburg, beteiligt. Aufgrund eines seit 2021 wirksamen Ergebnisabführungsvertrages hat die LH Physio GmbH im Jahr 2023 ein Ergebnis von T€ 0 erzielt, das Eigenkapital zum 31. Dezember 2022 beträgt - T€ 7. Seit Februar 2022 befindet sich die Gesellschaft mit der LH Physio GmbH in einer umsatzsteuerlichen Organschaft.

II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände weisen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 22 (Vj. T€ 95), davon bestehen Forderungen in Höhe von T€ 0 (Vj. T€ 5) gegen Gesellschafter.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten in Höhe von T€ 838 Forderungen aus Darlehen und in restlicher Höhe Forderungen aus der Weiterbelastung von Kosten.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen bestehen verzinsliche Forderungen aus laufendem Verrechnungsverkehr gegen den Geschäftsführer in Höhe von T€ 12 (Vj. T€ 11). Die Verzinsung ist in Höhe von 2,5% p.a. erfolgt.

III. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr betragen T€ 3.023 (Vj. T€ 4.993), Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren betragen T€ 3.510 (Vj. T€ 1.650).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 1.049 (Vj. T€ 1.058), davon bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 0 (Vj. T€ 57) gegenüber Gesellschaftern.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 0 (Vj. T€ 1.724), es handelt sich in voller Höhe um Darlehensverbindlichkeiten nebst Zinsen.

C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 105 aus der Nachbelastung von Kosten durch die Lanserhof Management GmbH.

D. Sonstige Pflichtangaben

I. Sonstige finanzielle Verpflichtungen / Haftungsverhältnisse

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus einem Mietvertrag in Höhe in Höhe von T€ 557 p.a. Dessen Laufzeit endet vertragsgemäß am 31. Dezember 2063.

Es bestanden am Abschlussstichtag zudem folgende Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB:

Bürgschaft gegenüber einem Kreditinstitut in Höhe von € 3,0 Mio. zugunsten eines nahestehenden Unternehmens. Die Bürgschaft dient der Besicherung eines Kreditverhältnisses.

Bürgschaft gegenüber einem Kreditinstitut in Höhe von € 0,5 Mio. zugunsten eines nahestehenden Unternehmens. Die Bürgschaft dient der Besicherung eines Kreditverhältnisses.

Bürgschaft gegenüber einem Kreditinstitut in Höhe von € 8,0 Mio. zugunsten eines nahestehenden Unternehmens. Die Bürgschaft dient der Besicherung eines Kreditverhältnisses.

Gesamtschuldnerische Mithaftung gegenüber einem Kreditinstitut in Höhe von € 0,6 Mio. zugunsten der Tochtergesellschaft.

Mietbürgschaft gegenüber der Vermieterin der Tochtergesellschaft in Höhe von € 0,1 Mio. zugunsten der Tochtergesellschaft. Die Bürgschaft dient der Besicherung sämtlicher aus dem Mietverhältnis erwachsender Ansprüche der Vermieterin.

Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme aus den Bürgschaften wird unter Berücksichtigung der planmäßigen Liquiditätslage der Begünstigten als sehr gering eingeschätzt.

II. Anzahl Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 im Durchschnitt 109 Arbeitnehmer, die sich in folgende Gruppen einteilen lassen:

Tätigkeit im Bereich Medizin: 97

Tätigkeit im Bereich Verwaltung: 12

III. Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 Herr Dr. Christian Harisch (Wohnsitz: Kitzbühel / Österreich), dem die Gesamtgeschäftsführung obliegt.

IV. Vorschlag Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Waakirchen, 31. März 2024

Dr. Christian Harisch

sonstige Berichtsbestandteile

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 269.189,89 12.026,64 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstückgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.316.983,28 0,00 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 38.873,00 0,00 0,00 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.989.344,23 313.313,26 221.825,67 239.084,20
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 239.084,20 26.390,00 0,00 239.084,20
6.584.284,71 339.703,26 221.825,67 478.168,40
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 0,00 0,00 0,00
6.853.475,60 351.729,90 221.825,67 478.168,40
Kumulierte Abschreibungen
31.12.2023
EUR
1.1.2023
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
Abgänge
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 281.216,53 228.679,89 40.321,64 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstückgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.316.983,28 600.150,28 58.897,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 38.873,00 35.310,00 3.562,00 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.319.916,02 3.354.076,23 488.087,96 152.096,17
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 26.3980,00 0,00 0,00 0,00
6.702.162,30 3.989.536,51 550.546,96 152.096,17
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 0,00 0,00 0,00
6.983.379,83 4.218.216,40 590.868,60 152.096,17
Buchwerte
Umbuchungen 31.12.2023
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 269.001,53 12.215,00 40.510,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstückgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 659.047,28 657.936,00 716.833,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 38.872,00 1,00 3.563,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 3.690.068,02 1.629.848,00 1.635.268,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 26.390,00 239.084,20
0,00 4.387.987,30 2.314.175,00 2.594.748,20
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 1,00 1,00
0,00 4.656.988,83 2.326.391,00 2.635.259,20

Bestätigungsvermerk

In dem vorstehenden Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Offenlegungserleichterungen nach § 325 ff. HGB sowie die Aufstellungserleichterungen für Zwecke der Offenlegung in Anspruch genommen. Zu dem - ohne vorgenannte Erleichterungen - aufgestellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und dem Lagebericht für 2023 wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

An die Marienstein Privatklinik GmbH, Waakirchen

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Marienstein Privatklinik GmbH, Waakirchen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Marienstein Privatklinik GmbH, Waakirchen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 30. April 2024

EBS GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Christian Entringer, Wirtschaftsprüfer

Volker Bahlburg, Wirtschaftsprüfer

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