Startup Capital Limited
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Steven Rau seit 8.12.2022 | Geschäftsführer |
Kai Noffke seit 8.12.2022 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
DuMont Mediengruppe GmbH & Co.KGKölnKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Anlagenverzeichnis Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 bestehend aus • Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021 • Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2021 • Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021 • Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2021 • Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021 Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021 Allgemeine Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften in der Fassung vom 1. Januar 2017 Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die DuMont Mediengruppe GmbH & Co.KG, Köln Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der DuMont Mediengruppe GmbH & Co.KG, Köln, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der DuMont Mediengruppe GmbH & Co.KG, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 29. April 2022 Grant
Thornton AG
Hermann-Josef Schulze Osthoff, Wirtschaftsprüfer Ralf Clemens, Wirtschaftsprüfer Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021I. Grundlagen des Konzerns Die DuMont Mediengruppe GmbH & Co. KG, Köln hat sich mit den drei strategischen Geschäftsfeldern Kölner Stadt-Anzeiger Medien (vormals Regionalmedien), Business Information und UNITED Marketing Technologies (vormals Marketing Technology) als digitales Medien- und Technologieunternehmen aufgestellt. Im Berichtsjahr hat DuMont sein 401jähriges Bestehen gefeiert und dies zum Anlass genommen, um im Rahmen eines umfassenden Veränderungsprozesses, das Unternehmen als Gruppe von Unternehmen strukturell neu aufzurichten. Die drei strategischen Geschäftsfelder Kölner Stadt-Anzeiger Medien, Business Information und UNITED Marketing Technologies werden von jeweils einer Bereichs-Holding mit zuständigen Beiratsgremien und Geschäftsführungen mit unternehmerischer Autarkie und Entscheidungskompetenzen geführt. Die drei Bereichs-Holdings werden durch die DuMont Mediengruppe GmbH & Co. KG gebündelt. Die Kölner Stadt-Anzeiger Medien stehen für Produkte mit publizistischer Qualität und lokalem Zuschnitt: Kölner Stadt-Anzeiger, Kölnische Rundschau und EXPRESS sind in der Region die führenden Titel mit klarem Fokus auf Regionalität, Aktualität und Authentizität. Die wachsenden Digitalangebote der Regionalmedien gehören zu den reichweitenstärksten News-Portalen in Deutschland. Ergänzt werden die vorgenannten Titel um regionale Anzeigenblätter und Radiosender als weitere Informations- und Unterhaltungsquellen. Das Geschäftsfeld Business Information steht für qualitativ hochwertige Daten und smart Tools, mit denen wir Unternehmen und Institutionen bei der Erfüllung ihrer wachsenden regulatorischen Anforderungen und bei ihren Geschäftschancen unterstützen. Es umfasst neben der im Namen des Gesetzgebers betriebenen Evidenzzentrale (u.a. für amtliche Verkündungen, Bekanntmachungen und Register), die Aktivitäten der DTAD im Bereich Vergabeinformationen, den Reguvis Fachverlag und Akademie, das KYC Datengeschäft Validatis sowie die in 2021 erworbene Martin Mantz mit ihren Angeboten im Bereich Compliance-Solutions. Die UNITED Marketing Technologies bieten Marketing-Softwarelösungen an, mit denen Unternehmen ihre Vertriebs- und Kommunikationsaktivitäten skalieren. Mit den Angeboten in den Bereichen Social Media Marketing und Digital Experience Plattform unterstützt UNITED Marketing Technologies Firmen dabei, ihre Inhalte in Echtzeit und personalisiert an ihre Zielgruppen auszuspielen. Das Geschäftsfeld umfasst im Wesentlichen die Aktivitäten der FACELIFT brand building technologies GmbH, führender europäischer Anbieter für Social Media Management Software-as-a-Service (SaaS), sowie die der censhare GmbH als wettbewerbsstarker "Omnichannel Content Management" Plattform Anbieter. Darüber hinaus führt die Gruppe im Bereich der sonstigen Beteiligungen - in Ergänzung zu diversen Minderheitsbeteiligungen an inländischen Verlagen - insbesondere die Geschäfte des DuMont Buchverlages sowie unternehmerische Aktivitäten im Bereich Customer Service, Venture Capital Investment und Immobilienentwicklung. Durch fortgesetzte Investitionen zur Steigerung von organischem Wachstum und gezielte Zukäufe konnte auch 2021 die operative Leistungsfähigkeit von DuMont in den digital ausgerichteten Bereichen Business Information und UNITED Marketing Technologies erneut gesteigert werden. Der Anteil dieser dynamisch wachsenden Geschäftsfelder zuzüglich der digitalen Erlöse der Kölner Stadt-Anzeiger Medien hat weiter zugenommen und erreicht einen Umsatzanteil von deutlich über 50% und repräsentiert rund zwei Drittel des operativen Ergebnisses. Forschung und Entwicklung DuMont führt im Rahmen Ihrer Geschäftstätigkeit keine Forschungsaktivitäten durch. Die für die Gruppe wesentlichsten aktuellen Entwicklungstätigkeiten werden nachfolgend je Geschäftsfeld kurz dargestellt: Für die Kölner Stadt-Anzeiger Medien werden im Zuge einer digitalen Produktoffensive Entwicklungen vorangetrieben, die sich angesichts der langfristig weniger aussichtsreichen Perspektive print-basierter Produkte auf die Entwicklung eines skalierbaren Digital-First-Produktionssystems fokussieren. Diesbezüglich ist insbesondere auf die Entwicklung einer eigenen Multi Channel Publishing Plattform wie auch auf die im Dezember 2021 erfolgreich gelaunchten und mehrfach prämierten KSTA-App hinzuweisen. Schwerpunkte diesbezüglich im Geschäftsfeld Business Information waren im Veröffentlichungsbereich die Umsetzung des Transparenzregister- und Finanzinformationsgesetzes, in Bezug auf den Bereich Validatis der Ausbau der personellen wie technologischen Kernkompetenzen im Bereich Datenmanagement und -analyse auf Basis einer konsistenten zentralen Datenbank, deren Architektur konsistente Datenverarbeitungsprozesse, ein übergreifendes Datenmodell und KI-Anwendungen ermöglicht. Zielsetzung der Entwicklungsaktivitäten ist die kontinuierliche Verbesserung von Datenstrukturen und Prozessen, die als Data-as-a-Service-Produkte oder speziellen Serviceleistungen mit manuellen Arbeitsanteilen das Leistungsportfolio der Validatis bilden. Die Notwendigkeit zur permanenten Weiterentwicklung wird durch die laufende technische Entwicklung und damit Verfügbarkeit neuer Daten und Datenverarbeitungsmethoden getrieben. Der Bereich Reguvis betreibt den weiteren Ausbau von digitalen Produkten und Services im Direktvertrieb sowie neuen Plattformen für die Weiterentwicklung des Fachverlags auf dem Weg zu einem führenden, digitalen Informationsanbieter wie auch den Ausbau effektiver, rechtskonformer und crossmedialer Compliance-Lösungen. Im Geschäftsfeld UNITED Marketing Technologies hat censhare im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 signifikante Mittel in die Weiterentwicklung der "Universal Content" Technologie Plattform investiert und wird dies auch in 2022 tun. Die FACELIFT brand building technologies GmbH konzentrierte ihre Entwicklungstätigkeiten auf den Ausbau des Funktionsumfangs der Marketing Technologie Cloud Lösung ("Facelift Cloud"). Im Bereich der sonstigen Beteiligungen finden keine Entwicklungsarbeiten in konzernrelevanter Größenordnung statt. II. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2021 massiv von der andauernden Corona-Pandemiesituation und die durch sie hervorgerufene Rezession geprägt, mit einer leichten Erholungstendenz zum Ende des Geschäftsjahres. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im Jahresdurchschnitt 2021 um 2,7 % höher als im Vorjahr, wenn auch -2,0% niedriger als im Jahr 2019 vor der Corona-Krise. Das verarbeitende Gewerbe als auch die meisten Dienstleistungsbereiche verzeichneten gegenüber 2020 merkliche Zuwächse in ihrer Wertschöpfung (Statistisches Bundesamt; Wiesbaden; Januar 2022). Die Wirtschaftsleistung in Deutschland wurde im Jahresdurchschnitt 2021 von knapp 45 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Nach ersten Berechnungen waren 44,9 Millionen und damit nahezu gleich viele Personen wie in 2020 (44,9 Millionen) erwerbstätig. Die Erwerbslosenquote, das heißt der Anteil der Erwerbslosen an der Gesamtzahl der Erwerbspersonen, sank von 3,6 % im Jahr 2020 auf 3,3 % im Jahr 2021. Es bleibt festzuhalten, dass der Beschäftigungszuwachs der Vorjahre v.a. aufgrund des demografischen Wandels voraussichtlich bald abschmelzen wird (Statistisches Bundesamt; Wiesbaden; Januar 2022). Im Bereich Printmedien sank die verkaufte Gesamtauflage der Tageszeitungen in Deutschland laut BDZV im Jahr 2021 um 1,6% zum Vorjahr auf 12,3 Millionen Exemplare und lag damit 200.000 Exemplare unter dem Vorjahreswert. Generell sinkt die verkaufte Auflage der Tageszeitung kontinuierlich und hat sich seit dem Jahr 1991 mehr als halbiert. Der gesamte Bruttowerbemarkt in Deutschland stieg laut Nielsen, einem führenden Anbieter von Publikumsmessung, Daten und Analysen, im Jahr 2021 um 6,6 % gegenüber dem deutlich pandemie-geprägten Jahr 2020. Die Mediengattung Print gewann gegenüber 2020 1,4 %. Der Anteil der Printmedien am gesamten Bruttowerbemarkt liegt somit mit 21,6 % weiterhin an zweiter Stelle nach dem Fernsehen. Die Mediengattung Online steigt erneut deutlich um 6,5 % gegenüber dem Vorjahr und liegt auf Platz 3 mit einem Anteil von 12,3 % am gesamten Bruttowerbemarkt. Im Bereich Business Information wird die Entwicklung stark vom digitalen Wandel und dem - zum Teil regulatorisch bedingten - Erfordernis nach größerer Transparenz angetrieben. Im Segment der Geschäfts- und Wirtschaftsinformationen wird es immer relevanter, dem Wirtschaftsbeteiligten Erkenntnisse aus der exponentiell wachsenden Datenmenge - Stichwort Big Data und Know-Your-Customer - möglichst realtime andienen zu können. Auch im Segment der Fachbücher und Fachzeitschriften setzt sich der Trend zu digitalen Formaten und ergänzenden Tools unvermindert fort. Die zusätzlich generierten Umsatzerlöse aus digitalen Angeboten können bereits heute die rückläufigen Umsatzerlöse aus dem Printbereich kompensieren. Im Bereich UNITED Marketing Technologies hat die Bedeutung der Digitalisierung von Unternehmensprozessen auch mit Blick auf eine zunehmende Marketingautomatisierung während der Pandemie an Gewicht gewonnen. Die Unternehmen wollen sich inzwischen konsequenter digital aufstellen, nicht nur um zukünftig größere Resilienz in Krisenzeiten aufzuweisen, sondern um deutliche Effizienzgewinne bei der Kundengewinnung und -betreuung zu erzielen. Pandemiebedingt ist der Umsatz mit Produkten und Dienstleistungen der ITK-Unternehmen 2021 daher nur um 3,6 % gewachsen. Für das laufende Jahr rechnet der Branchenverband Bitkom aufgrund von Nachholeffekten dagegen wieder mit einem Wachstum in Höhe von 5,9 Prozent. Geschäftsverlauf Der konsolidierte Umsatz der Gruppe sinkt im Jahr 2021 auf 428 Millionen EUR (Vorjahr 463 Millionen EUR) und liegt damit ca. 8% unterhalb des Vorjahreswertes. Das Geschäftsjahr ist jedoch nur eingeschränkt vergleichbar mit dem Vorjahr, da in 2020 die veräußerten Medienhäuser in Halle und Hamburg noch zeitanteilig zu berücksichtigen waren. Bereinigt um vorgenannte Portfolioveränderungen erzielte die Gruppe im herausfordernden Pandemie-Jahr leicht gestiegene Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr. Das EBITDA des Konzerns verbessert sich vor dem Hintergrund eines straffen Margenmanagements auf einen Wert von 64 Millionen EUR (Vorjahr 54 Millionen EUR). Bereinigt um negative Sondereffekte aus Restrukturierungskosten in den Personal- und sonstigen betrieblichen Aufwendungen von rund -12 Millionen EUR und positive Sondereffekte vor allem aus Entkonsolidierungen in den sonstigen betrieblichen Erträgen von rund 11 Millionen EUR liegt das so ermittelte, operative EBITDA mit ca. 66 Millionen EUR erfreulich deutlich über dem Vorjahreswert von rund 60 Millionen EUR bzw. rund 59 Millionen EUR bereinigt um die Portfolioveränderungen. DuMont definiert die Umsatzerlöse und das operative EBITDA, d.h. das um definierte Sondereffekte (wie z.B. Restrukturierungskosten und Entkonsolidierungsergebnisse) bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren. Beide Werte sind essenziell auch für die interne Steuerung des Unternehmens. Verglichen mit den Erwartungen im Konzern-Lageberichtes des Vorjahres konnte das Umsatzziel erreicht werden (-0,3% unter Plan), das Ziel des operativen EBITDA wurde sogar deutlich übertroffen. Hauptgründe hierfür sind die verbesserte operative Entwicklung insbesondere bei den Kölner Stadt-Anzeiger Medien und Business Information sowie initiierte substanzielle Kostenoptimierungen angesichts der anhaltenden Pandemie-Situation. Auch in 2021 nimmt die Portfoliogewichtung aus den Geschäftsfeldern Business Information und UNITED Marketing Technologies im Vergleich zu den Kölner Stadt-Anzeiger Medien zu. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf niedrigere Printwerbeaktivitäten bei konstanten Vertriebserlösen und bei gleichzeitigem Ausbau der Wachstumsbereiche im Bereich Daten und Technologie zurückzuführen. In allen Geschäftsfeldern wurden erhebliche Anstrengungen unternommen, die Pandemie-bedingt wegfallenden Erlöse durch Kostenoptimierungen und Strukturanpassungen zu kompensieren. Dies zeigt sich auch im Konzernjahresergebnis, das sich mit einen Wert von rund 3,4 Millionen EUR um rund 17 Millionen EUR über dem Vorjahreswert zeigt. In 2021 standen neben der erfolgreichen Umsetzung des strategischen Programms der Gruppe die Anpassung der Gruppenstruktur zur Bildung von agilen Unternehmenseinheiten mit größerer Autarkie und Marktnähe ("Gruppe von Unternehmen") sowie die erfolgreiche Veräußerung der Ticketserviceaktivitäten im Rheinland im Vordergrund. Die Kölner Stadt-Anzeiger Medien erwirtschafteten im Geschäftsjahr ein signifikant positives operatives EBITDA, welches sogar das Vorjahr übertreffen konnte, und erfüllte die an das Geschäftsfeld gesetzten Erwartungen mit Ausnahme der Pandemie-bedingten Erlöseinbußen im Lokalfunk und Ticketing. Die durch die Neuausrichtung der Kölner Stadt-Anzeiger Medien ausgelöste Fokussierungsstrategie zeigt eine substanzielle Ergebnissteigerung dank stabiler Kernerlöse und hoher Kostendisziplin. Die Lesermarkterlöse des Kölner-Stadtanzeigers konnten aufgrund innovativer Vermarktungsmodelle und Angebotsformen print wie digital gesteigert werden und lieferten damit einen wichtigen Ergebnisbeitrag zur Rentabilität des Hauptprodukts. Das Geschäftsfeld Business Information erwirtschaftet insgesamt einen im Vorjahresvergleich deutlich gesteigerten Umsatz bei einem erneut verbesserten operativen EBITDA. Im Geschäftsfeld ergibt sich eine nachhaltige Verbesserung der Erlös- und Ergebnissituation dank Ausbau der von Regulatorik getriebenen Geschäftsaktivitäten. Der corona-bedingte Rückgang im Reguvis Seminargeschäfts wird durch die akquirierten Beiträge von Martin Mantz Compliance Solutions bei den Erlösen und im operativen Ergebnis mehr als ausgeglichen. Validatis kann den Umsatz des Vorjahres komfortabel übertreffen, erreicht die Zielgröße wegen eines zeitlichen verschobenen Onboarding eines weiteren KYC Großkunden nicht, was sich auch in der EBITDA-Entwicklung widerspiegelt. Neben einer robusten Entwicklung der Evidenzzentrale erhöhte sich das Geschäftsvolumen aus LEI-Vergaben (legal entity identifyer) deutlich. Zudem wurde mit der innovativen DPAii (Deutsche Plattform für Aktionärsidentifikation und -information) eine webbasierte Plattform zur eindeutigen und konsolidierten Identifikation von Aktionären sowie der Weiterleitung von Informationen des Emittenten an die Aktionäre innerhalb der EU bereitgestellt. Die ambitionierten Umsatz- und Ergebnisziele der UNITED Marketing Technologies konnten im Corona-Jahr in Summe nicht erreicht werden. Ursächlich sind hierfür i.W. eine pandemiegeprägte Zurückhaltung im Neugeschäft, die organisatorische Umstellung des censhare Geschäftsmodells zu Gunsten eines höheren SaaS Anteils sowie die Fokussierung auf das zukünftige Wachstum des Geschäftsvolumens durch Ausbau der Marketing- und Produktentwicklungsaktivitäten. Anfang 2021 konnte DuMont die restlichen Gesellschafteranteile von ca. 1% an der censhare GmbH übernehmen und damit auf 100% erhöhen, um die vollständige Kontrolle in der Führung der Aktivitäten für die Zukunft sicher zu stellen. Im Vergleich zum Vorjahr fiel das EBITDA dieses Geschäftsbereichs wachstumsbedingt geringer aus, wenngleich die SaaS Umsätze der censhare GmbH in Übereinstimmung mit der strategischen Ausrichtung weiter gesteigert werden konnten. Im Bereich der sonstigen Beteiligungen trägt die DuMont Buchverlag GmbH & Co.KG mit deutlich über Plan und Vorjahr liegenden Umsätzen und operativem EBITDA sehr erfreulich zum Konzernergebnis bei. Ertragslage Die Umsätze im Konzern belaufen sich auf TEUR 428.109 (Vorjahr TEUR 463.440). Planmäßig fallen diese bedingt durch die Portfoliobereinigung im ehemals Geschäftsfeld Regionalmedien (jetzt Kölner Stadt-Anzeiger Medien) und erwartungsgemäß durch die Corona-Pandemie deutlich niedriger gegenüber dem Vorjahr und nahezu auf Höhe der Prognose aus. Teilweise kompensatorisch trugen die Geschäftsfelder Business Information sowie UNITED Marketing Technologies durch organisches und anorganisches Wachstum bei. Im Kölner Stadt-Anzeiger Medienbereich können die Einbußen bei den Print-Werbeerlösen durch leicht steigende Vertriebserlöse und höhere Erlöse im Digitalbereich teilweise ausgeglichen werden. Rückläufige Material- und Herstellkosten im Printbereich (u.a. Anpassung Titelumfänge) führen zu gegenüber dem Vorjahr sinkenden Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Leistungen im Materialaufwand. Die Personalaufwendungen umfassen im Jahr 2021 Kosten für Restrukturierungsmaßnahmen sowie sonstige Sondereffekte in Höhe von TEUR 7.346 (Vorjahr TEUR 5.230). Eine wesentliche, nachhaltige Kostensenkung wurde durch eine Absenkung der Betriebskosten der Kölner Zeitungsdruckerei erzielt. Diese wurde in Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern einvernehmlich vereinbart. Der gesunkene Personalaufwand gegenüber Vorjahr ist vor allem begründet durch die Abgänge der Medienhäuser Hamburg und Halle in 2020; auf einer vergleichbaren Basis zeigen sich die Personalaufwendungen gegenüber Vorjahr leicht niedriger. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen fallen mit TEUR 138.850 (Vorjahr TEUR 160.550) deutlich niedriger als im Vorjahr aus, was vor allem scope-bedingt ist (TEUR 12.034) sowie durch eine gegenüber Vorjahr deutliche Reduktion der Sozialplan-Aufwendungen (TEUR 7.356). Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten in 2021 Erträge aus der Entkonsolidierung mit TEUR 9.283 (Vorjahr TEUR 11.192), dem Abgang von Beteiligungen und Finanzanlagen in Höhe von TEUR 154 (Vorjahr TEUR 2.293) sowie aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.478 (Vorjahr TEUR 3.320) und der Auflösung der Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von TEUR 716 (Vorjahr TEUR 716). Bereinigt um einmalige Sonderaufwendungen und -erträge liegt das operative EBITDA der Gruppe bei TEUR 65.677 (Vorjahr TEUR 60.347). Nach Sondereffekten, Abschreibungen (einschließlich der linearen Akquisitions- und Neubewertungs-Amortisationen) von T€ 43.076 (Vorjahr T€ 43.553), einem Beteiligungsergebnis von T€ 3.303 (Vorjahr T€ 1.170), einem Finanzierungsaufwand von T€ 12.659 (Vorjahr T€ 12.488) und Steueraufwendungen von T€ 8.288 (Vorjahr T€ 12.446) schließt der Konzern das Geschäftsjahr 2021 mit einem Konzernjahresüberschuss von TEUR 3.432 (Vorjahr Konzernjahresfehlbetrag TEUR -13.813) ab. Vermögens- und Finanzlage Zum Stichtag 31.12.2021 weist die Gruppe im Konzernabschluss eine Bilanzsumme von TEUR 349.992 (Vorjahr TEUR 396.581) aus. Das Konzern-Eigenkapital zeigt sich gegenüber Vorjahr verbessert mit TEUR 38.093 (Vorjahr TEUR 36.969). Dies entspricht einer gestiegenen Konzerneigenkapitalquote von 10,9 %, wohingegen die Eigenkapitalquote der DuMont Mediengruppe GmbH & Co KG als Führungsgesellschaft der Gruppe 31,4 % beträgt. Das Konzerneigenkapital wird durch substanzielle lineare Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände, die im Rahmen von Akquisitionen erstkonsolidiert wurden, belastet. Die zum 31.12.2021 aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte entfallen hauptsächlich auf die Gesellschaften FACELIFT brand building technologies GmbH, censhare GmbH, DTAD GmbH sowie die Kölner Verlagsaktivitäten. Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen belaufen sich im Jahr 2021 auf TEUR 18.846 (Vorjahr TEUR 18.521). Der inhaltliche Schwerpunkt der Investitionen liegt auf dem Ausbau der digitalen Aktivitäten, Applikations- und Infrastrukturen in den Geschäftsfeldern Business Information und UNITED Marketing Technologies. Darüber hinaus sind als wesentliche Investitionen des Geschäftsjahres die Aufstockungen der Anteile an der FACELIFT brand building technologies GmbH wie auch der censhare GmbH und zugesicherte Earn-Out Komponenten auf Erwerbe im Bereich Business Information aufzuführen. Mittel für Investitionen in finanzielle Vermögenswerte bzw. Beteiligungen sind in diesem Geschäftsjahr (Vorjahr TEUR 1.310) nur in geringer Größenordnung zu verzeichnen. Im November 2021 hat die Konzernmutter eine neue Konsortialkreditfinanzierung unter Orchestrierung der Mandated Lead Arranger Bayerische Landesbank, Commerzbank und Unicredit in Höhe von insgesamt EUR 210 Mio. abgeschlossen. Dieser unbesicherte Konsortialkredit dient zur Akquisitions- und Betriebsmittelfinanzierung der Gruppe und löste die im Sommer 2020 prolongierte, alte Konsortialfinanzierung unter deutlich verbesserten Konditionen ab. Zum Bilanzstichtag ist der Konsortialkredit mit TEUR 75.000 in Anspruch genommen. Die engmaschigen und fortlaufenden Evaluierungen zur Entwicklung der Finanzierungssituation als auch die Steuerung der Zahlungsströme lassen bis heute sehr komfortable Headrooms sowohl bei den Linien-Nutzungen als auch der einzuhaltenden Covenant-Kennzahl erkennen. Zum Bilanzstichtag 31.12.2021 weist die Gruppe vor allem akquisitionsbedingt mittelfristige Bankschulden in Höhe von TEUR 70.146 (Vorjahr TEUR 60.725) sowie kurzfristige Bankschulden von TEUR 8.434 (Vorjahr TEUR 12.198) aus. Die liquiden Mittel sinken im zweiten Pandemiejahr von TEUR 36.952 in 2020 auf TEUR 20.882 in 2021, im Wesentlichen bedingt durch den Verkauf der Ticketserviceaktivitäten im Rheinland zum Ende des Geschäftsjahres. Der Zahlungsmittelbestand hat sich aus dem Zusammenwirken der Zu- und Abflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegenüber dem Vorjahr zahlungswirksam um TEUR 7.199 verkleinert, insbesondere durch die Ablösung einer externen Finanzierung im Geschäftsfeld UNITED Marketing Technologies sowie durch die Bedienung von nachgelagerten Kaufpreisverbindlichkeiten. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit zeigt sich mit TEUR 30.938 (Vorjahr TEUR 42.180) nicht auf Höhe des Vorjahres, v.a. bedingt durch den Abbau von Verbindlichkeiten. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit zeigt sich im Geschäftsjahr aufgrund der geringeren Einzahlungen aus Veräußerungen mit TEUR -12.834 (Vorjahr TEUR -8.441) größer gegenüber dem Vorjahr. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit liegt mit TEUR -25.302 deutlich über dem Vorjahreswert mit TEUR 1.445, vor allem bedingt durch den vorstehend erwähnten Verkauf der Ticketserviceaktivitäten. Die außerbilanziellen Verpflichtungen aus Miet-, Leasing-, Wartungsverhältnissen und bedingten Verbindlichkeiten haben sich gegenüber dem Vorjahr leicht verringert. Gesamtbeurteilung Insgesamt gesehen beurteilt die Geschäftsführung die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unter Berücksichtigung der pandemie-, branchen- und unternehmensspezifischen Herausforderungen sowie der dargestellten Erläuterungen nicht zuletzt vor dem Hintergrund des positiven operativen Cashflows der Gruppe und den stetig wachsenden digitalen Umsatz- und Ergebnisanteilen ihres Unternehmensportfolios als solide. Durch die erfolgreiche Diversifikations- und Refinanzierungsstrategie konnte die Abhängigkeit vom strukturell rückläufigen Geschäften sukzessive reduziert und gleichermaßen die Widerstandskraft gegenüber externen Effekten deutlich erhöht werden. III. Prognosebericht Zum Zeitpunkt der Budgeterstellung wurden die für den Konzern relevanten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für das Geschäftsjahr 2022 als nicht wesentlich abweichend von jenen des abgelaufenen Geschäftsjahres bewertet. Branchenspezifisch wurden für die strategischen Geschäftsfelder Business Information sowie UNITED Marketing Technologies Markt- bzw. Umsatzzuwächse unterstellt. Im Bereich Kölner Stadt-Anzeiger Medien wird sich der Branchentrend der Auflagenrückgangs im Print-Bereich fortsetzen, auch ist von einer Kostensteigerung durch die außerordentliche Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns zum 1. Oktober 2022 auszugehen, aber auch in anderen Produktionsbereichen, bspw. beim Papieraufwand. Die Geschäftsführung rechnet für 2022 in der Gruppe - vorbehaltlich negativer Auswirkungen aus den anhaltenden Pandemie-Einschränkungen und/oder Einflüssen des Ukraine-Krieges - mit gegenüber dem Vorjahr leicht steigenden Umsatzerlösen sowie einem gegenüber Vorjahr leicht verbesserten operativen EBITDA. Bedingt durch die anhaltende Konsolidierung der strukturell rückläufigen Geschäftsbereiche sowie den regelmäßigen Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen für eingebrachte und erworbene Aktivitäten wird sich voraussichtlich ein erneut leicht positives Konzernjahresergebnis ergeben. Im Bereich der Kölner Stadt-Anzeiger Medien muss aufgrund der Marktstrukturentwicklungen von weiteren Restrukturierungsbedarfen mit entsprechenden Ergebnisauswirkungen ausgegangen werden. Dabei werden sich die positive Vertriebs- und Digitalerlösentwicklung und der weitere Ausbau der Digitalabonnements ("KSta Plus") stabilisierend auswirken. Die Einbußen bei den Print-Werbeerlösen werden dadurch aber nur teilweise kompensiert werden können. Insofern wird auch 2022 der Fokus auf einer Konservierung der Umsatzniveaus sowie auf der Eindämmung der Herstell- und Gemeinkosten liegen. Bei den Geschäftsfeldern Business Information und UNITED Marketing Technologies ist in 2022 von einem verbesserten Geschäftsverlauf auszugehen. Insbesondere werden dazu der Ausbau der Transparenzregisters zum Vollregister sowie die "back to growth" Initiativen im Bereich Sales & Produkt des Geschäftsfeldes UNITED Marketing Technologies beitragen. Somit sollte sich der Anteil digitaler Umsätze der Gruppe als Folge der erfolgreichen Fortführung der Diversifikationsstrategie bis zum Ende des nächsten Geschäftsjahres weiter leicht erhöht haben. Unter anderem auch im Kontext der Konditionen der Konsortialfinanzierung gewinnen Nachhaltigkeits-Kriterien für DuMont weiter an Relevanz. DuMont als Familienunternehmen versteht sein Handeln als integrierter Ansatz, um die ökonomische, ökologische und soziale Leistung sicherzustellen. Zentrales Element der im Geschäftsjahr gestarteten Nachhaltigkeitsinitiative ist die Definition einer im Unternehmen abgestimmten gruppenweiten Nachhaltigkeitsstrategie unter Berücksichtigung relevanter ESG- ("Environmental", "Social", "Governance") Kriterien. Zielsetzung ist dabei, den vermeidbaren CO 2 Ausstoß der Gruppe sukzessive zu reduzieren und den nicht-vermeidbaren Anteil zu kompensieren. Solange die nicht-vermeidbaren Emissionen noch nicht die Zielwerte erreicht haben, wird DuMont auch diese Emissionen ("Corporate Carbon Footprint") übergangsweise vollständig kompensieren und sich klimaneutral positionieren können. Die Definition diesbezüglicher nichtfinanzieller Leistungsindikatoren wird projektseitig in 2022 umgesetzt. Die Geschäftsführung wird die Diversifikation der Gruppe von Unternehmen in den nächsten Jahren unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten und der zunehmenden Relevanz von KI-gestützten Prozessen/Anwendungen weiter vorantreiben. Im Vordergrund stehen dabei die Konservierung der Ergebnisse bei den Kölner Stadt-Anzeiger Medien sowie der verstärkte (technologische) Ausbau der Wachstumsbereiche Business Information und UNITED Marketing Technologies organisch und durch punktuelle Zukäufe ("smart additions"). Für 2022 wurde das bislang umfassendste, digitale Produktentwicklungsinvestitionsprogramm der Unternehmensgeschichte auf den Weg gebracht. Vor diesem Hintergrund ist für die Gruppe von Unternehmen in den nächsten Jahren insgesamt von mindestens stabilen operativen Ergebnissen auszugehen. Es kann noch nicht vorhergesagt werden, inwieweit die weitere wirtschaftliche Entwicklung nach dem zweiten Jahr der Pandemie und der Ukraine Krise leidet. Auswirkungen auf die Werbeerlöse der Tageszeitungen, Anzeigenblätter und Radioaktivitäten, die über die bekannten strukturellen Effekte hinausgehen, können insofern nicht ausgeschlossen werden. Die inzwischen absehbaren inflationären Tendenzen auf die Papier-, Energie- und Mindestlohnkosten waren zum Zeitpunkt der Budgeterstellung noch nicht bekannt. Daraus resultierende Effekte sollten unter der Voraussetzung keiner weiteren Zuspitzung jedoch Großteils durch Gegenmaßnahmen aufgefangen werden können. IV. Risiko- und Chancenbericht Risiken Risiken sind unsichere unternehmensexterne und -interne Einflussfaktoren, die Erfolgspotenziale beeinträchtigen und damit die Realisierung geplanter Ziele verhindern oder drohen zu verhindern bzw. die weitere Geschäftsentwicklung negativ beeinflussen können. Chancen sind dagegen unternehmensexterne und -interne Einflussfaktoren, die Erfolgspotenziale schaffen und damit die geplanten Ziele bzw. die weitere Geschäftsentwicklung positiv beeinflussen können. Die Einführung einer Gruppenstruktur als "Gruppe von Unternehmen" zur Bildung von Unternehmenseinheiten mit größerer Autarkie und Marktnähe erforderte auch die Anpassung der Organisation des Risikomanagements; der neu gewählte Aufbau verlagert die Prozessführung und operative Verantwortlichkeit in die drei Bereichs-Holdings. Mit dem Einsatz einer gruppenweit einheitlichen Risikoklassifizierung begegnen wir Gefahrenpotenzialen. Dabei verstehen wir Risikomanagement als einen kontinuierlichen Prozess, der als regelmäßiger Vorgang in unsere betrieblichen Abläufe integriert ist. Alle Risiken unterliegen einer Steuerungspflicht und werden durch operative Maßnahmen in ihrer Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit begrenzt. Der Umfang des damit verbundenen Handlungsbedarfs und die Einleitung entsprechender Maßnahmen richten sich dabei nach der Dringlichkeit (mögliche Eintrittswahrscheinlichkeit) sowie dem möglichen Schadenspotenzial. Die Haupt-Risiken sind folgenden Themenfeldern zuzuordnen und - mit Ausnahme der dargestellten gesamtwirtschaftlichen Risiken - in absteigender Bedeutung für den Konzern erläutert: a) Absatz-/Umsatzrisiken Die im Mediaverkauf engagierten Gesellschaften der Kölner Stadt-Anzeiger Medien müssen sich sowohl branchenspezifisch weiterhin intensiv mit Auflagenrückgängen auseinandersetzen. Durch Kundenbindungsmaßnahmen (Premium-Inhalte, "Payback-Komponenten"), an Zielgruppen bzw. Regionen orientierte Preismodelle und digitale "paid content"- Angebote ("KSta Plus") soll die Abonnementsbasis bestmöglich abgesichert werden. Zudem stellen rückläufige Print-Anzeigen- und Beilagenerlöse eine konstante Herausforderung dar, wenngleich sich die absolute Höhe in den letzten Jahren bereits deutlich reduziert hat und an Gewicht vis-a-vis den Vertriebserlösen verloren hat. Ähnlich gelagerte Absatz- und Umsatzrisiken in den übrigen Geschäftsbereichen sind nicht festzustellen. In den Geschäftsfeldern Business Information und UNITED Marketing Technologies ergeben sich Risiken durch einen fortlaufenden technologischen und rechtlichen Wandel, die als handhabbar eingestuft werden. b) Liquiditätsrisiken DuMont ist durch ihre Geschäftstätigkeit verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt, insbesondere dem Liquiditätsrisiko. Die Liquiditätsrisiken werden im Rahmen monatlicher, rollierender Liquiditätsvorschauen mit dem Treasury gesteuert. Die finanziellen Risiken werden in enger Zusammenarbeit mit den operativen Einheiten identifiziert, bewertet und bei Bedarf mit den Banken abgesichert. Durch die im Geschäftsjahr neu abgeschlossene mittelfristige Konsortialfinanzierung sind die Liquiditätsrisiken der in der Gruppe gebündelten Geschäftsaktivitäten gedeckt. c) Personalrisiken Durch die Relevanz der Personalkosten im Kölner Stadt-Anzeiger Medienbereich stehen vor allem auch Personalkostenrisiken im Fokus der Risikoberichterstattung. Die Entwicklung der Tarife, des Mindestlohns in der Zeitungszustellung und der Lohnnebenkosten sind daher von großer Bedeutung. Ferner kommt der Verfügbarkeit von Arbeitskräften mit dem benötigten Kompetenzprofil in allen drei strategischen Geschäftsfeldern zunehmende Bedeutung bei. Sollten die Kostenentwicklungen über den uns bisher bekannten bzw. erwarteten Entwicklungen liegen, führt dies zu einer verstärkten Belastung, insbesondere der Verlagsaktivitäten. Durch die ständige Überprüfung von Prozessen sowie die Optimierung unserer Abläufe können Kostensteigerungen zum Teil kompensiert werden. Dies muss mit einem straffen und konsequenten Kostenmanagement einhergehen. Ungeplante Mehrkosten können auch aus zusätzlich erforderlichen Beratungsaufwendungen oder unvorhersehbaren Entwicklungen auf den Beschaffungsmärkten (z.B. Leiharbeit, Papierbeschaffung) resultieren. Weitergehende Reorganisationen in den Bereichen IT, Druck, Redaktionen und Services können Restrukturierungskosten verursachen, welche die Gruppe auch zukünftig im Ergebnis belasten würden. d) Compliance- und IT-Risiken Um rechtlichen Risiken erfolgreich zu begegnen, wurden erneut zahlreiche Präsenzschulungen und Workshops durchgeführt, in denen den Mitarbeitern allgemein, aber zum Teil auch funktionsspezifisch ein Compliance-konformes Verhalten vermittelt wurde. Zusätzlich wurde die Compliance-Organisation an die aktuellen Gruppenstrukturen angepasst und entsprechend dezentralisiert, um auf Ebene der Geschäftsbereiche eine angemessene Compliance-Organisation und -Funktion gewährleisten zu können. Mit Blick auf die Vermeidung von vertraglichen Risiken wird auf interne und in begründeten Fällen auch auf externe Rechtsberatung zurückgegriffen. Im Bereich Cyberrisiken wurde im Berichtsjahr ein Projekt gestartet, dass erfolgreich mit einer entsprechenden Versicherung zu Beginn 2022 für den Standort Köln und die dort zu einem Informationsverbund gehörenden Firmen abgeschlossen wurde. Die Leitungsorgane an den anderen Standorten gewährleisten einen entsprechenden Versicherungsschutz. Im Übrigen sind die Vertretungsorgane der Gesellschaften durch umfangreiche Directors Liability Versicherungen abgedeckt. e) Bewertungsrisiken Nachhaltige Veränderungen der erwarteten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, der zukünftigen Wachstums- und/oder Ertragschancen oder auch der zum Bewertungsstichtag anzuwendenden höhere Kapitalkosten können dazu führen, dass Vermögensgegenstände oder Geschäfts- oder Firmenwerte niedriger bewertet werden müssen. Dies kann die Ergebnisentwicklung der Gruppe wesentlich beeinflussen. f) Gesamtwirtschaftliche Risiken Die Coronavirus-Pandemie wird auch in 2022 die gesamtwirtschaftliche Lage durch Lieferkettenbeeinträchtigungen und Auswirkungen auf die Leistungserbringung (u.a. durch die Isolation bzw. Quarantäne von Mitarbeitenden) beeinflussen. In der Konsequenz kann sich dies je nach Kundenstruktur mehr oder weniger nachteilig auf die Buchungs- und damit Erlössituation im Bereich der Media- bzw. Werbeerlöse bemerkbar machen. Gegenläufig verzeichnen Unternehmen, die überwiegend auf den Verkauf Ihrer B2C und B2B Produkte über (digitale) Abo-Modelle setzen, stabilisierende bzw. sogar positive Effekte, da die Produkte/Inhalte von den Kunden in den Pandemie-Zeiten stärker nachgefragt und die Notwendigkeit für eine stärkere Digitalisierung/Automatisierung von Geschäftsprozessen erkannt wird. Der widerrechtliche Übertritt der Grenze bzw. des Luftraums der Ukraine durch das russische Militär am 24. Februar 2022 hat als innereuropäische Kriegshandlung massive und aktuell kaum bezifferbare Konsequenzen für die gesamtwirtschaftliche Lage, auch über die Grenzen Europa hinaus. Die Geschäftsleitung stuft das Risiko für die unmittelbare Absatzsituation aufgrund der geringen diesbezüglichen Bedeutung Osteuropas als Abnehmer für DuMont als gering ein. Die mittelbaren Risiken auf dem Absatz- sowie dem Beschaffungsmarkt lassen sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht beziffern, jedoch zeichnen sich u.a. im Bereich der Energiebeschaffung deutliche Marktpreisrisiken ab. Ferner sind mögliche Einbußen aufgrund allgemeiner Investitions- und Kostenzurückhaltung der Marktteilnehmer noch nicht abschätzbar. Entsprechende Evaluierungen und Gegenmaßnahmen sind durch die Geschäftsführung eingeleitet. Eine konkrete Beurteilung möglicher Auswirkungen auf die Planungen für das Geschäftsjahr 2022 und somit die Prognose ist zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Lageberichts aufgrund der Dynamik der Situation noch nicht möglich. Chancen Der vorgenannten Definition von Risiken folgend, werden Chancen spiegelbildlich als die Möglichkeit der positiven Abweichungen von definierten Zielen verstanden und können damit sowohl der Wertschöpfung als auch der Generierung potenzieller Wettbewerbsvorteile dienen. Dabei steht das informierte und bewusste Abwägen von Chancen und Risiken im Rahmen unseres unternehmerischen Handelns im Vordergrund. Sich bietende Chancen zur Steigerung des Unternehmenswertes sollten eingegangen werden, soweit sich die damit einhergehenden Risiken insgesamt in einem für das Unternehmen angemessenen und für das Management und die Mitarbeiter vertretbaren Rahmen bewegen. Zudem steht die kontinuierliche Optimierung der betrieblichen Abläufe und Strukturen auch unter Einbezug von Dritten zur Generierung von Plattformeffekten im Mittelpunkt unseres Handelns. Die unternehmens-, bereichs- und funktionsübergreifende Vernetzung stellt dabei einen wesentlichen Erfolgsfaktor dar, um innovative und bedarfsgerechte Inhalte zu produzieren und für unsere Kunden qualitativ hochwertige Produkte und Dienstleistungen nutzbar zu machen. Hieraus resultierende ungeplante Erlöspotenziale oder Synergieeffekte könnten die Umsatz- und Kostenentwicklung positiv beeinflussen. Auch der verstärkte Austausch von technologischem Know-how unserer Unternehmen untereinander - insbesondere über die inzwischen etablierten Circles zu Themen wie Lead Management, New Work und ESG - und mit externen Technologie- und KI-Anbietern bieten zusätzliche Chancen, unsere Position in unseren Kernmärkten zu festigen und auszubauen. Im Geschäftsfeld UNITED Marketing Technologies ergeben sich Chancen aus dem kontinuierlich wachsenden Software-as-a-Service Geschäft und einer Steigerung der Marktanteile ("Customer Life Time Value") des Geschäfts. Das Geschäftsfeld Business Information sieht Chancen in der Erschließung neuer Geschäftsfelder durch einen Wandel im regulatorischen Umfeld auf nationaler und paneuropäischer Ebene sowie dem Ausbau des KYC Datengeschäftes unter der Dachmarke Validatis. Chancen-Risiko-Profil Das Chancen-Risiko-Profil der Gruppe hat sich gegenüber dem Vorjahr durch die Konzentration auf den Verlagsstandort Köln bei gleichzeitigem Anstieg der sonstigen Digitalaktivitäten in allen drei strategischen Geschäftsfeldern weiter verbessert. Die Resilienz im Portfolio hat dadurch wie bereits in 2021 ersichtlich deutlich zugenommen. Der weitere Ausbau der Aktivitäten im strategischen Geschäftsfeld Business Information wird zusätzlich die Widerstandskräfte der Gruppe verstärken. Aus heutiger Sicht können die Risiken als beherrschbar eingeschätzt werden und die identifizierten Risiken - unter Berücksichtigung von etwaigen Anpassungsmaßnahmen - stellen einzeln und in ihrer Gesamtheit keine den Fortbestand des Konzerns gefährdenden Risiken dar. In diesem Sinne bleibt es bei einer unterjährigen engen Begleitung aller Unternehmensbereiche und der Anpassung der jeweiligen strategischen bzw. finanziellen Programme.
Köln, den 29.04.2022 DuMont Mediengruppe GmbH & Co. KG Dr. Christoph Bauer, Geschäftsführer Stefan Hütwohl, Geschäftsführer Der Konzernabschluss wurde vom Aufsichtsrat am 18.05.2022 gebilligt und damit für die Veröffentlichung freigegeben. Inhaltsverzeichnis Konzern-Bilanz Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Konzern-Kapitalflussrechnung Konzern-Eigenkapital Konzern-Anhang für das Geschäftsjahr 2021 I. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden III. Erläuterungen zur Konzern-Bilanz IV. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung V. Sonstige Angaben • Verbundene einbezogene Unternehmen • Quotal einbezogene Unternehmen • Assoziierte einbezogene Unternehmen • Verbundene nicht einbezogene Unternehmen • Sonstige assoziierte nicht einbezogene Unternehmen • Konzern-Anlagevermögen Konzern-Bilanz Zum 31.12.2021Aktiva
Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB: EUR 3.871.639,00 (Vorjahr EUR 5.151.893,00) Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Konzern-Kapitalflussrechnung Für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Das Zahlenwerk einzelner Zeilen des Vorjahres (*) der Kapitalflussrechnung wurde zum Zwecke der besseren Vergleichbarkeit mit den Angaben des aktuellen Geschäftsjahres im Ausweis angepasst. Der Effekt aus dieser Anpassung der Vorjahreszahlen in laufender Rechnung führt zu einem um TEUR 431 niedrigeren Ausweis des Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, während der Cashflow aus Investitionstätigkeit um TEUR 1.095 geringer und der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Summe um TEUR 788 höher als im Vorjahr ausgewiesen wird. Der Finanzmittelfonds wird definiert als Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten (TEUR 20.882, Vorjahr TEUR 36.952) sowie kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten (TEUR 3.248, Vorjahr TEUR 12.198) (jedoch ohne kurzfristige Darlehensverbindlichkeiten). In den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sind Kassenbestände, Bankguthaben und kurzfristige Einlagen (Termin-, Tages- und Festgeldkonten) mit Fälligkeiten von weniger als drei Monaten enthalten. Bei den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten handelt es sich um Kontokorrentbeträge mit einer Fälligkeit unter einem Jahr. Im Finanzmittelfonds sind quotal einbezogene Unternehmen mit einem Betrag in Höhe von TEUR 4.865 (Vorjahr TEUR 5.854) enthalten. Aus den Veränderungen des Konsolidierungskreises ergeben sich die nachfolgend aufgeführten nennenswerten Auswirkungen auf die Konzern-Kapitalflussrechnung (in TEUR):
Konzern-Eigenkapital Veränderungsrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Konzern-Anhang für das Geschäftsjahr 2021I. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss Rechnungslegung Die DuMont Mediengruppe GmbH & Co. KG ist gemäß § 264a Abs. 1 HGB i.V.m. § 290 Abs. 1 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Köln und ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Köln Abteilung A, unter der Nr. 8851 registriert. Der Konzernabschluss der DuMont Mediengruppe GmbH & Co. KG zum 31. Dezember 2021 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (§ 290 ff. HGB) aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird gemäß § 298 HGB i.V.m. § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Konsolidierungskreis und -stichtag Der Konzernabschluss umfasst neben dem Mutterunternehmen 50 (Vorjahr 60) Tochterunternehmen, 3 (Vorjahr 4) Gemeinschaftsunternehmen und 3 (Vorjahr 4) assoziierte Unternehmen. Es wurden 43 (Vorjahr 47) verbundene Unternehmen und 17 (Vorjahr 23) assoziierte Unternehmen aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht konsolidiert. Eine Übersicht aller Unternehmen ist der Anteilsbesitzliste in der Anlage I zum Anhang zu entnehmen. Neu in den Konsolidierungskreis aufgenommen wurden die folgenden Gesellschaften zu den angeführten Zeitpunkten:
Die folgenden Gesellschaften wurden verschmolzen bzw. sind angewachsen:
Die folgenden Gesellschaften wurden entkonsolidiert:
Die 50 verbundenen Unternehmen wurden im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Bei allen vollkonsolidierten Tochterunternehmen liegt die Mehrheit der Stimmrechte direkt oder indirekt bei der DuMont Mediengruppe GmbH & Co. KG. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden die Anteilswerte aufgrund Kauf an der censhare GmbH auf 100 % erhöht. Die 3 Gemeinschaftsunternehmen wurden gemäß § 310 HGB entsprechend ihrer Beteiligungsquote anteilsmäßig in den Konzernabschluss einbezogen, wobei die gemeinsame Führung dieser Unternehmen auf Basis der Beteiligungsquote beruht, welche den Stimmrechten entspricht. Anbei einige wesentliche Kennzahlen der Gemeinschaftsunternehmen in TEUR:
Die in dem Konzernabschluss berücksichtigten 3 assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode einbezogen, da ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt wird. Dies wird unterstellt, wenn ein Stimmrechtsanteil zwischen 20 % und 50 % vorliegt. Im Geschäftsjahr wurde die Düsseldorf-Express GmbH & Co. KG, Düsseldorf, nach Kauf der restlichen Anteile aufgrund Ausscheidens des Komplementärs und Anwachsung an die M. DuMont Schauberg Expedition der Kölnischen Zeitung GmbH & Co. KG, Köln, als assoziiertes Unternehmen entkonsolidiert. Bei den assoziierten Unternehmen entsprechen die Stimmrechtsanteile im Allgemeinen dem anteiligen Eigenkapital. Die 43 nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen wurden gemäß § 296 Abs. 2 HGB aufgrund von untergeordneter Bedeutung für den Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Es handelt sich bei diesen Gesellschaften entweder um reine Komplementärgesellschaften, um ruhende Gesellschaften oder um solche Gesellschaften, deren Ergebnis nach Durchführung einer Umsatzerlös-, Aufwands- und Ertragskonsolidierung nur einen geringfügigen Einfluss auf das Konzernergebnis hätte. Für 17 assoziierte Unternehmen wurde gemäß § 311 Abs. 2 HGB auf einen gesonderten Ausweis und Anwendung der Equity-Methode aufgrund von untergeordneter Bedeutung verzichtet. Insgesamt betragen die Bilanzsummen und Umsatzerlöse der nicht in den Konzern einbezogenen Unternehmen (sowohl verbundene als auch assoziierte Unternehmen) jeweils weniger als ein Prozent der konsolidierten Bilanzsumme und der konsolidierten Umsatzerlöse. Der Konzernabschluss wird auf den Stichtag des Mutterunternehmens (31. Dezember) aufgestellt. Aufgrund von Konsolidierungskreisänderungen sind die Posten der Konzern-Bilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nur bedingt mit dem Vorjahr vergleichbar. Aus den Veränderungen des Konsolidierungskreises ergeben sich die nachfolgend aufgeführten nennenswerten Auswirkungen auf die Konzernbilanz sowie die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (in TEUR):
Konsolidierungsgrundsätze und Währungsumrechnung Die Kapitalkonsolidierung der Tochtergesellschaften erfolgt gem. § 301 Abs. 2 Satz 1 HGB grundsätzlich zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen wird. Für die zum 1. Januar 2016 erstmals einbezogenen Gesellschaften wurden gem. § 301 Abs. 2 Satz 3 HGB abweichend die Wertansätze zum Zeitpunkt der Einbeziehung des Tochterunternehmens zugrunde gelegt. Entsprechend wurde bei der anteilsmäßigen Konsolidierung der Gemeinschaftsunternehmen und bei der Equity-Methode bei assoziierten Unternehmen verfahren. Aus der Kapitalkonsolidierung, die im Rahmen der Erstkonsolidierung zum 1. Januar 2016 erstmals durchgeführt wurde, resultierte ein Geschäfts- oder Firmenwert (TEUR 57.124), der innerhalb des Bilanzpostens "Immaterielle Vermögensgegenstände" abgebildet wird. Die Firmenwerte werden gemäß § 309 Abs. 1 HGB über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Es wurde seinerzeit eine Nutzungsdauer von zehn Jahren unterstellt, da bei Tageszeitungen und Verlagen eine gewisse Marktstellung einhergeht, bei der ein langfristiger Produktlebenszyklus bzw. eine lange Nutzungsdauer grundsätzlich unterstellt wird. Anlassbedingt kann es zu einer außerplanmäßigen Abschreibung kommen. Im Rahmen der Erstkonsolidierung assoziierter Unternehmen zum 1. Januar 2016 entstand aus der Equity-Methode als Unterschiedsbetrag zwischen Buchwert und anteiligem Eigenkapital der assoziierten Unternehmen ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 1.010, der passive Unterschiedsbetrag betrug TEUR 155. Passive Unterschiedsbeträge in Höhe von TEUR 17.343 aus der Kapitalerstkonsolidierung werden über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer ebenfalls linear abgeschrieben und unter dem Posten Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Bei den passiven Unterschiedsbeträgen handelt es sich dem Charakter nach um "technische" passive Unterschiedsbeträge. Dies ist bedingt durch das Auseinanderfallen des Zeitpunkts der Entstehung des Mutter-Tochter-Verhältnisses und des Zeitpunktes der erstmaligen Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss und der daraus resultierenden Veränderung des zu konsolidierenden Eigenkapitals. Die quotenkonsolidierten Unternehmen sind in dem passiven Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 33 enthalten. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach § 303 Abs. 1 HGB zum Stichtag im Rahmen der Schuldenkonsolidierung gegeneinander aufgerechnet. Quotal einbezogene Unternehmen werden entsprechend behandelt. Neben den Erträgen und Aufwendungen aus den Gewinnabführungen bzw. Verlustübernahmen werden konzerninterne Umsatzerlöse, Zwischenergebnisse, Erträge und Aufwendungen zwischen den einbezogenen Konzernunternehmen aufgerechnet. Die Währungsumrechnung von ausländischen einbezogenen Konzernunternehmen von Fremdwährung in die nationale Währung EUR erfolgt nach der modifizierten Stichtagsmethode. Hiernach sind sämtliche Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs sowie sämtliche Erträge und Aufwendungen (statt zum Transaktionskurs) vereinfachend zum Jahresdurchschnittskurs umzurechnen. Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen umgerechnet. Die Differenz zwischen der Summe der Einzelpositionen und der Umrechnung des gesamten Eigenkapitals zum Stichtagskurs wird erfolgsneutral als Umrechnungsdifferenz innerhalb des Eigenkapitals separat ausgewiesen. Die Aufstockung der Anteile an bereits vollkonsolidierten Tochterunternehmen wird als Erwerbsvorgang abgebildet. Die Vermögensgegenstände und Schulden werden daher neu bewertet. Ein sich nach der Verrechnung der Anschaffungskosten der weiteren Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden neubewerteten Eigenkapital ergebener Unterschiedsbetrag wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften der § 301 Abs. 3 und §309 HGB behandelt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr resultiert daraus ein Zugang bei den Geschäfts- und Firmenwerten in Höhe von TEUR 686. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt einheitlich nach den für Kapitalgesellschaften und haftungsbeschränkten Personenhandelsgesellschaften geltenden Vorschriften. Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechte werden im Konzern grundsätzlich in gleicher Weise ausgeübt wie in den Einzelabschlüssen. Alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Gemäß § 312 Abs. 5 Satz 2 HGB wird auf die Anpassung der Bewertung bei assoziierten Unternehmen an die konzerneinheitliche Bewertung verzichtet. Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten. Geschäfts- oder Firmenwerte werden vorbehaltlich außerplanmäßiger Abschreibungen über eine Nutzungsdauer von zehn Jahren in Anlehnung an die Nutzungsdauer der jeweils wesentlichen geschäftsfeldspezifischen immateriellen Vermögensgegenstände abgeschrieben. Soweit eine Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden kann, erfolgt ebenfalls eine Abschreibung über zehn Jahre. Die anderen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, über einen Zeitraum von zwei bis zwanzig Jahren linear abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2021 fielen insgesamt TEUR 10.954 (Vorjahr 4.340) an Entwicklungskosten an, davon wurde im Berichtsjahr eigenentwickelte Software mit TEUR 7.504 (Vorjahr TEUR 4.340) unter den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens aktiviert. Es fielen keine Forschungskosten an. Zur Abgrenzung der Entwicklungs- von möglichen Forschungskosten sowie zum Nachweis der Erfüllung der vorstehend genannten Kriterien wird für das gesondert zu aktivierende Gut ein Projektplan erstellt. Aus dem Projektplan muss nachvollzogen werden können, dass die Fertigstellung des Gutes - z.B. der angestrebten Software - technisch tatsächlich realisierbar ist. Es ist zu dokumentieren, welche technischen, finanziellen und sonstigen Ressourcen benötigt werden und wie deren Verfügbarkeit sichergestellt wird. Dabei ist neben eigenen Mitarbeitern und deren erwarteten Arbeitsstunden die ggf. geplante Einbindung von Entwicklungspartnern sowie der geplante Termin der Inbetriebnahme zu dokumentieren. Die Herstellungskosten umfassen Einzelkosten und anteilige Gemeinkosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen. Die Nutzungsdauer wurde in der Regel mit fünf Jahren angesetzt. Der Nutzungs- und Abschreibungsbeginn ist die jeweilige vollständige Inbetriebnahme und Vermarktung der einzelnen Softwaremodule. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen über die voraussichtliche Nutzungsdauer. Die Abschreibungen bei den Sachanlagen erfolgen linear oder degressiv, wenn dies dem tatsächlichen Entwertungsverlauf entspricht. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung. Geringwertige Anlagegüter mit Einzelwerten bis einschließlich EUR 800,00 werden im Zeitpunkt ihrer Anschaffung oder Herstellung aktiviert und im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben und als Abgang gezeigt. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt, sofern keine außerplanmäßigen Abschreibungen wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung erforderlich sind. Wurden in Vorjahren außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen und sind die Gründe für die Wertminderung in der Zwischenzeit ganz oder teilweise entfallen, erfolgt eine Wertaufholung bis höchstens zu den Anschaffungskosten. Die bei der erstmaligen Einbeziehung nach der Equity-Methode entgeltlich erworbenen Geschäfts- und Firmenwerte werden linear entsprechend ihrer Restnutzungsdauern abgeschrieben. Die Nutzungsdauern entsprechen dabei denjenigen in analoger Anwendung ihrer vollkonsolidierten Mutterunternehmen. Die Vorräte sind, soweit es sich um Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und um Waren handelt, zu Anschaffungskosten bewertet. Die Bewertung der Ersatzteile erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag. Das Niederstwertprinzip wurde, soweit wesentlich, beachtet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Den Risiken im Forderungsbestand wird durch Einzelwertberichtigungen sowie dem allgemeinen Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Kassenbestand und Bankguthaben bei Kreditinstituten werden zu Nennwerten angesetzt. Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Latente Steuern werden auf temporäre Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und den steuerrechtlichen Wertansätzen ermittelt. Das Aktivierungswahlrecht für aktive latente Steuern nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird grundsätzlich nicht in Anspruch genommen. Die zum 1. Januar 2016 angesetzten aktiven latenten Steuern resultieren aus der Neubewertung im Rahmen der Erstkonsolidierung. Hier besteht eine Ansatzpflicht nach § 306 in Verbindung mit § 301 HGB. Hierbei wurden sowohl latente Steuern auf temporäre Differenzen als auch latente Steuern auf Verlustvorträge berücksichtigt. Aktive latente Steuern auf die fortgeführten steuerliche Verlustvorträge aus der Neubewertung werden insoweit aktiviert, als es wahrscheinlich ist, dass hierfür ein zu versteuerndes Ergebnis innerhalb der nächsten fünf Jahre verfügbar sein wird und die Verlustvorträge genutzt werden können. Die Bewertung erfolgte auf Basis der individuellen Steuerplanungen. Das Kommanditkapital der Konzernmutter wird zum Nennwert angesetzt. Die Pensionsrückstellungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach der Projected Unit Credit Methode (PUC) ermittelt. Zukünftige erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen von bis zu 1,75 % (Rententrend) und bis zu 1,5 % (Anwartschaftstrend) ausgegangen. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beläuft sich zum 31. Dezember 2021 auf 1,87 % (Vorjahr 2,30 %), es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Auswirkungen auf die Pensionsaufwendungen, die allein auf einer unterjährigen Veränderung des Zinssatzes beruhen, werden den Zinsaufwendungen zugerechnet. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schuld beträgt TEUR 54.990 (Vorjahr TEUR 53.604). Die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) ermittelt. Als Zinssatz wurde der von der Bundesbank zum 31. Dezember 2021 bekanntgegebene Abzinsungssatz von 1,35 % (Vorjahr 1,60 %) für den pauschalen Ansatz nach § 253 Abs. 2 HGB verwendet. Als jährlicher Anstieg der Altersteilzeitbezüge wurde eine Steigerung von 1,5 % unterstellt. Die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen werden teilweise gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit Vermögensgegenständen (Rückdeckungs-versicherung) verrechnet. Im Vorjahr erfolgte der saldierte Ausweis von Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände, die gleichzeitig dem Zeitwert (Vorjahr TEUR 258) entsprechen mit dem Erfüllungsbetrag der Altersteilzeitverpflichtungen (Vorjahr TEUR 216) auf der Aktivseite. Auf der Passivseite haben Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 3.709 (Vorjahr TEUR 3.837) Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von TEUR 6.867 (Vorjahr TEUR 5.918) gemindert. Die Rückstellungen für Überbrückungshilfen und Jubiläumsverpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Teilwertverfahren ermittelt. Für die Barwertberechnung wird ein Rechnungszins von 1,35 % (Vorjahr 1,60 %) verwendet. Die Fluktuationsrate wird in Abhängigkeit von den Dienstjahren zwischen 1 % und 5 % p.a. im Gesamtbestand berücksichtigt. Rückstellungen für Abfindungen werden auf Basis von Einzelfallregelungen gebildet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Bei der Ermittlung der Rückstellungen werden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt, wenn ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden und von der Deutschen Bundesbank herausgegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre zum 31. Dezember 2021 abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgte mit Steuersätzen zwischen 16,31 % und 32,15 %. Aufgrund der Einbindung einer Konzerntochter in die steuerliche Organschaft mit der DuMont Mediengruppe GmbH & Co. KG wurde die passive latente Steuer ertragswirksam um TEUR 1.503 angepasst. Latente Steuern sind im Wesentlichen in den folgenden Positionen enthalten:
Der Bestand latenter Steuern hat sich in 2021 wie folgt entwickelt (in TEUR):
III. Erläuterungen zur Konzern-Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres sind im Anlagenspiegel (Anlage II zum Anhang) gesondert dargestellt. Hinsichtlich der im Berichtsjahr vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen verweisen wir auf die Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung. In den übrigen Beteiligungen wurden Zuschreibungen in Höhe von TEUR 22 vorgenommen. Im Konzernabschluss 2021 sind Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von TEUR 77.227 (Vorjahr TEUR 80.886) enthalten, davon resultieren TEUR 175 (Vorjahr 201) aus konsolidierten Einzel- und Teilkonzernabschlüssen und TEUR 77.052 (Vorjahr TEUR 80.685) aus Kapitalkonsolidierungen. Die Geschäfts- oder Firmenwerte entwickelten sich wie folgt (in TEUR):
Im Vorjahr wurde ein Betrag in Höhe von TEUR 11, der aus der Abschreibung auf Equity-Geschäfts- oder Firmenwerte resultiert, in der Gewinn- und Verlustrechnung in dem Posten Ergebnisse aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen saldiert ausgewiesen. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr TEUR 1) ausgewiesen. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 189 (Vorjahr TEUR 270). In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von TEUR 114 (Vorjahr TEUR 5.803) mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren ausgewiesen. Aktive latente Steuern Zum 31. Dezember 2021 werden aktive Steuern in Höhe von TEUR 1.255 (Vorjahr TEUR 3.079) bilanziert. Diese beinhalten aktive latente Steuern auf Verlustvorträge. Des Weiteren entstehen die aktiven latenten Steuern im Wesentlichen aus steuerlichen Ergänzungsbilanzen sowie abweichenden Wertansätzen aus Rückstellungen für Verpflichtungen aus Pensions- und Altersteilzeit-Vereinbarungen. Bei der Ermittlung der latenten Steuern werden gesellschaftsspezifische Ertragssteuersätze zwischen rund 16,31 % und 32,15 % angewendet. Es erfolgte keine Saldierung mit den sich aus der Neubewertung ergebenen passiven latenten Steuern. In der Gewinn- und Verlustrechnung ist in den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ein Ertrag aus latenter Steuer in Höhe von TEUR 4.326 (Vorjahr TEUR 3.096) enthalten. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Im Vorjahr wurden Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bzw. beizulegendem Zeitwert in Höhe von TEUR 258 mit Verpflichtungen für Altersteilzeitversorgung in Höhe von TEUR 216 (Vorjahr TEUR 216) verrechnet. Es wurden keine Aufwendungen und Erträge verrechnet. Eigenkapital Das Kommanditkapital beträgt TEUR 65.000 und ist voll eingezahlt. Das "Sonstige von den Gesellschaftern langfristig zur Verfügung gestellte Kapital" in Höhe von TEUR 40.690 (Vorjahr TEUR 40.690) ist mit Ausnahme von § 9 Abs. 2 des Gesellschaftsvertrages nicht entnahmefähig. Der Konzern-Bilanzgewinn/-verlust entwickelte sich wie folgt (in TEUR):
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern enthalten Darlehen in Höhe von TEUR 20.000 (Vorjahr TEUR 22.330) mit Rangrücktritt, so dass aus wirtschaftlicher Betrachtungsweise heraus dieser Betrag dem Eigenkapital zuzurechnen ist. Passiver Unterschiedsbetrag Die Entwicklung des passiven Unterschiedsbetrages ist wie folgt (in TEUR):
Die erfolgswirksamen Auflösungen erfolgen linear über acht bis zwölf Jahre und werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Personalrückstellungen TEUR 9.244 (Vorjahr TEUR 8.960), Restrukturierungsmaßnahmen TEUR 3.531 (Vorjahr TEUR 5.775), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen TEUR 3.033 (Vorjahr TEUR 3.974), Rückstellungen für Remittenden TEUR 1.538 (Vorjahr TEUR 1.585), Rück-stellungen für Archivierung TEUR 1.345 (Vorjahr TEUR 1.338) sowie Berufsgenossenschaft TEUR 1.242 (Vorjahr TEUR 1.401). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten (in TEUR):
Kurzfristige Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 5.186 sowie mittelfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 70.146 (Vorjahr TEUR 53.090 mit dem in 2016 abgeschlossenen Konsortialkreditvertrag mit der DuMont Mediengruppe GmbH & Co. KG als originärem Kreditnehmer) stehen in Verbindung mit dem im November 2021 neu abgeschlossenen Konsortialkreditvertrag. Es besteht eine Mithaftung mehrerer Konzerngesellschaften. Für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte, alle übrigen Verbindlichkeiten sind unbesichert. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 24 (Vorjahr TEUR 13) ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 73 (Vorjahr TEUR 138). Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern enthalten Darlehen in Höhe von TEUR 20.000 (Vorjahr TEUR 22.330) mit Rangrücktritt, so dass aus wirtschaftlicher Betrachtungsweise heraus dieser Betrag dem Eigenkapital zuzurechnen ist. Passive Rechnungsabgrenzungsposten Bei den passiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich im Wesentlichen um im Voraus vereinnahmte Abo-Erlöse der Kölner Stadt-Anzeiger Medien - bzw. UNITED Marketing Technologies Aktivitäten für 2022. IV. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die DuMont Mediengruppe GmbH & Co. KG hat sich mit den drei Geschäftsfeldern Regionalmedien (Kölner Stadt-Anzeiger Medien), Business Information und Marketing Technology (UNITED Marketing Technologies) als digitales Medien- und Technologieunternehmen aufgestellt. Im Geschäftsfeld Kölner Stadt-Anzeiger Medien waren im Vorjahr noch die veräußerten Medienhäuser Halle und Hamburg enthalten. Die Konzernumsatzerlöse wurden zu 90,6 % (Vorjahr 90,7 %) (TEUR 388.000 ,Vorjahr TEUR 420.375) in Deutschland, zu 3,3 % (Vorjahr 4,0 %) (TEUR 14.114 ,Vorjahr TEUR 18.723) in der Europäischen Union und zu 6,1 % (Vorjahr 5,3 %) (TEUR 25.995 , Vorjahr TEUR 24.342) in Drittländern erzielt. Die Umsatzerlöse untergliedern sich nach Geschäftsfeldern wie folgt (in TEUR):
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten u.a. Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von TEUR 83 (Vorjahr TEUR 2.920), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.478 (Vorjahr TEUR 3.320), sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.882 (Vorjahr TEUR 1.328) sowie die Ergebnisse aus den Entkonsolidierungen TEUR 9.283 (Vorjahr TEUR 11.192). Erträge aus der Währungsumrechnung betragen TEUR 751 (Vorjahr TEUR 70). Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen werden auch die Einzahlungen aus Corona-Überbrückungshilfen in Höhe von TEUR 1.394 und Zuschreibungen in Höhe von TEUR 22 ausgewiesen. Positive Sondereffekte in Höhe von TEUR 10.820 (Vorjahr TEUR 14.593) vor allem aus Entkonsolidierungen wurden im Rahmen der operativen EBITDA-Ermittlung nicht berücksichtigt. Personalaufwand Im Personalaufwand sind Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von TEUR 7.347 (Vorjahr TEUR 5.230) enthalten. Ebenso beinhaltet dieser Posten Inanspruchnahmen von Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 3.262 (Vorjahr TEUR 4.152). Die bei der Bundesagentur für Arbeit auf Grundlage von § 2 Abs. 1 der Verordnung über Erleichterungen der Kurzarbeit (KugV) beantragte, aber noch nicht ausgezahlte Erstattung der vom Arbeitgeber allein zu tragenden Sozialversicherung wird mit dem beantragten Erstattungsbetrag angesetzt. Die erhaltenen Erstattungen mindern den Personalaufwand um TEUR 287 (Vorjahr TEUR 396). Insgesamt wurden negative Sondereffekte aus Restrukturierungskosten in Höhe von TEUR 7.595 (Vorjahr TEUR 5.189) ermittelt, die im Rahmen der operativen EBITDA-Ermittlung nicht berücksichtigt wurden. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind u.a. Zustellkosten, Werbekosten, Provisionen, Sozialplanaufwendungen, Mieten und Pachten, Anlagenverkäufen sowie im Vorjahr Ergebnisse aus Entkonsolidierungen enthalten. Periodenfremde Aufwendungen sind in Höhe von TEUR 2.885 (Vorjahr TEUR 1.790) enthalten. Im Vorjahr sind im Kontext der Veräußerung der Medienhäuser Hamburg und Halle konzernweit Sozialplanaufwendungen in Höhe von TEUR 7.458 angefallen, im aktuellen Geschäftsjahr sind TEUR 102 enthalten. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen TEUR 207 (Vorjahr TEUR 801). Insgesamt wurden negative Sondereffekte in Höhe von TEUR 4.749 (Vorjahr TEUR 16.247) ermittelt, die im Rahmen der operativen EBITDA-Ermittlung nicht berücksichtigt wurden. Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen Der Ergebnisanteil aus der Veränderung der assoziierten Unternehmen beträgt TEUR -12 (Vorjahr TEUR 91). Abschreibungen auf Finanzanlagen Es wurden außerplanmäßige Abschreibungen im Wesentlichen auf nicht zum Kerngeschäft gehörende Finanzanlagen in Höhe von TEUR 1.544 (Vorjahr TEUR 2.980) vorgenommen. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Der Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthält Aufwendungen aus der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen in Höhe von TEUR 4.155 (Vorjahr TEUR 4.147). V. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Abschluss-Stichtag bestand eine sich in Ablösung befindliche Patronatserklärung für Mietbürgschaften Dritter in Höhe von TEUR 9.000 (Vorjahr TEUR 9.000), die sich im Übrigen im Jahr 2022 auf TEUR 5.600 reduzieren wird. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus dieser Patronatserklärung wird aufgrund vertraglicher Vereinbarungen als gering eingestuft. Außerdem steht DuMont nunmehr im Falle einer etwaigen Inanspruchnahme eine Rückgriffsforderung in gleicher Höhe zu. Des Weiteren besteht bei einem Tochterunternehmen eine Gewährleistungsverpflichtung gegenüber Kunden in den USA für Haftungsrisiken im Zusammenhang mit dem Vertrieb von Software. Die Haftung wurde auf TEUR 5.000 begrenzt. Der Konzern schätzt die Inanspruchnahme aus dieser Gewährleistungsverpflichtung als gering ein. Ferner bestehen wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Leasing-, Wartungsverhältnissen und bedingten Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit der operativen Geschäftstätigkeit. Diese betragen zum Bilanzstichtag TEUR 70.382 (Vorjahr TEUR 75.999). Davon entfallen TEUR 543 (Vorjahr TEUR 1.320) auf die quotenkonsolidierten Unternehmen. Abschlussprüferhonorare Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 415 (Vorjahr TEUR 417). Diese entfallen in voller Höhe auf die Abschlussprüfung. Die Angaben beziehen sich auf die im jeweiligen Jahr mit der Konzernabschlussprüfung betraute Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Mitarbeiterzahl Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 2.459 Mitarbeitende (Vorjahr 2.601) (im Vorjahr ohne Mitarbeitende der entkonsolidierten Tochtergesellschaften) angestellt. Diese verteilen sich auf 2.205 kaufmännische Mitarbeitende (Vorjahr 2.354) und 254 gewerbliche Mitarbeitende (Vorjahr 247). Daneben wurden im Geschäftsjahr durchschnittlich 4.270 Personen (Vorjahr 4.709) als Zusteller:innen durch Konzerngesellschaften eingesetzt. Auf die quotal einbezogenen Unternehmen entfallen 135 kaufmännische Mitarbeitende (Vorjahr 161) und 2.136 Zusteller:innen (Vorjahr 2.449). Geschäftsführungsorgane Die Geschäftsführung erfolgt durch die DuMont Geschäftsführungs-Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Köln, vertreten durch ihre Geschäftsführer:
Die DuMont Geschäftsführungs-Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Köln, ist beim Amtsgericht Köln, Abteilung B, unter der Nr. 5376 eingetragen. Das Stammkapital beträgt TEUR 31. Aufwendungen für Organe Die Geschäftsführer haben für ihre Tätigkeit von der Gesellschaft keine Bezüge erhalten, die Abrechnung erfolgte über Umlagen. Organe der DuMont Geschäftsführungs-Gesellschaft mit beschränkter Haftung Dem Aufsichtsrat gehören an:
Nachtragsbericht Seit dem 11. März 2020 stuft die WHO die Verbreitung des Coronavirus als Pandemie ein. Auch im Januar 2022 breitet sich das Coronavirus weltweit weiter aus. Der weitere Verlauf der Ausbreitung des Coronavirus und die Folgen für den Geschäftsverlauf werden laufend überwacht. Die tatsächlichen Auswirkungen für das Geschäftsjahr 2022 sind derzeit noch nicht verlässlich prognostizierbar und variieren je nach Dauer der Pandemie sowie den damit verbundenen Eindämmungsmaßnahmen. Im Jahresverlauf sind jedoch weitere Belastungen möglich. Wir verweisen auch auf unsere Berichterstattung im Lagebericht. Am 24. Februar 2022 hat Russland die Ukraine angegriffen. Die Europäische Union hat hierauf im Einklang mit einer Vielzahl weiterer Industrienationen wie den USA, Japan und Südkorea umfangreiche Wirtschaftssanktionen verhängt. Diese werden - neben einer Vielzahl weiterer Effekte - die schon vor Beginn der Kampfhandlungen zu verzeichnende Inflation mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter verstärken, die öffentlichen Haushalte belasten und die Konjunkturentwicklung damit beeinträchtigen. Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zum Bilanzstichtag ergeben sich nicht. Mögliche Auswirkungen auf die Entwicklung der Gesellschaft können derzeit jedoch weder für das Geschäftsjahr 2022 noch darüber hinaus beurteilt werden. Die Bundesregierung hat die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns auf den Weg gebracht. Das Kabinett billigte eine entsprechende Vorlage von Arbeitsminister Hubertus Heil. Demnach soll der Mindestlohn zum 1. Oktober 2022 auf EUR 12 steigen. Dies wird entsprechende Auswirkungen auf die anfallenden Personalkosten im Bereich Zustellung haben. Angabe zu Befreiungen der Offenlegung von Tochterunternehmen Eine Personengesellschaft i.S.d. § 264a Abs. 1 HGB ist unter bestimmten Voraussetzungen (§ 264b HGB) von der Verpflichtung befreit, einen Jahresabschluss und einen Lagebericht nach den Vorschriften der für Kapitalgesellschaften geltenden Regeln aufzustellen, prüfen zu lassen und offen zu legen. Personengesellschaften im Sinne des § 264a Abs. 1 HGB, die diese Erleichterungen (teilweise) in Anspruch nehmen, ergeben sich aus der Anlage I zum Anhang. Kapitalgesellschaften im Sinne des § 264 Abs. 3 HGB, die eine Erleichterung (teilweise) in Anspruch nehmen und ihren Jahresabschluss (und gegebenenfalls Lagebericht) nicht offen legen, ergeben sich ebenfalls aus dieser Anlage I zum Anhang.
Köln, den 29. April 2022 DuMont Mediengruppe GmbH & Co. KG Dr. Christoph Bauer, Geschäftsführer Stefan Hütwohl, Geschäftsführer Anteilsbesitzliste für das Jahr 2021 • Verbundene einbezogene Unternehmen
2: Die Gesellschaft macht von der Befreiung
gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch.
Unternehmen, die erstmals konsolidiert werden, sind in dieser Tabelle hervorgehoben. • Quotal einbezogene Unternehmen
• Assoziierte einbezogene Unternehmen
• Verbundene nicht einbezogene Unternehmen
• Sonstige assoziierte nicht einbezogene Unternehmen
1 Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020
2 Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 oder
älter
*: keine Angaben gem. § 313 Abs. 3 Satz 5
HGB
Konzern-Anlagevermögen Entwicklung Anschaffungs- und Herstellungskosten in EUR
Entwicklung Abschreibungen in EUR
Entwicklung Restbuchwert in EUR
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