Career Partner Group GmbHLiquidiert

80339 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 236373
Vorher
Blitz 17-270 GmbHOakley CP BidCo GmbH
Eingetragen
13.10.2017
Branche
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für DritteManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenVerwaltung von Wohngrundstücken, Wohngebäuden und Wohnungen für Dritte
Gegenstand
Verwaltung des eigenen Vermögens.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Sven Schütt
seit 12.12.2017
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Oakley CP TopCo GmbH

München

Konzernabschluss zum 31.12.2018

Konzern-Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018

der Oakley CP TopCo GmbH

1. Wirtschaftsbericht

1.1. Erwerb von Tochterunternehmen

Die Oakley CP TopCo GmbH mit Sitz in München, Ridlerstr. 57, Deutschland, eingetragen beim Amtsgericht München in Abteilung HRB Nr. 236060 (nachfolgend auch: "die Gesellschaft") ist das Mutterunternehmen des Career Partner Konzerns (nachfolgend Career Partner oder "der Konzern" oder "die Career Partner Gruppe").

Die Tochtergesellschaft Career Partner Group GmbH, die als Zwischenholdinggesellschaft für das Mutterunternehmen, die Oakley CP TopCo GmbH fungiert, hat am 10.01.2018 100% der Anteile und Stimmrechtsanteile der Apollo Global Germany GmbH (nach dem Erwerb auf die Career Partner Group GmbH verschmolzen) sowie deren Tochterunternehmen erworben.

Die Geschäftsführung sowie die Anteilseigner erwarten, dass über eine Internationalisierung der Studiengänge ein dynamisches Wachstum im Sinne steigender Studentenzahlen, Umsatzerlöse sowie Ergebnis und damit in Konsequenz eine Unternehmenswertsteigerung erzielt werden kann.

Der Erwerb wird im Abschluss aus Gründen der Wesentlichkeit so dargestellt, als hätte er schon am 01.01.2018 stattgefunden. Aus diesem Grund trugen die Career Partner Unternehmen im Geschäftsjahr 2018 in voller Höhe zu den Umsatzerlösen und dem Konzernergebnis bei. Der Effekt im Vergleich zu einer Erstkonsolidierung auf den 10.01.2018 ist nicht materiell.

Da der Konzern erst durch die hier beschriebene Transaktion (wirtschaftlich) entstanden ist, entfallen sämtliche in der Konzerngesamtergebnisrechnung aufgeführten Aufwendungen und Erträge auf die erworbenen Unternehmen.

Übertragene Gegenleistung

Nachstehend sind die zum Erwerbszeitpunkt gültigen beizulegenden Zeitwerte jeder Hauptgruppe von Gegenleistungen zusammengefasst.

in €
Zahlungsmittel 164.234.173
Gesamte übertragene Gegenleistung 164.234.173

Identifizierbare erworbene Vermögenswerte und übernommene Schulden

Nachstehend sind die erfassten Beträge der erworbenen Vermögenswerte und der übernommenen Schulden zum Erwerbszeitpunkt zusammengefasst.

in €
Sachanlagen 30.089.645
Immaterielle Vermögenswerte 86.943.843
Finanzielle Vermögenswerte 753.871
Vorräte 310.213
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.043.075
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 788.471
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.830.654
Leasingverbindlichkeiten 28.710.689
Rückstellungen für Pensionen 1.069.960
Vertragsverbindlichkeiten 17.633.449
Passivische Abgrenzungsposten 2.601.601
Latente Ertragsteuerschulden 17.018.617
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.796.057
Steuerschulden 1.426.422
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 2.677.141
Gesamtes identifizierbares erworbenes Nettovermögen 47.825.836

Geschäfts- oder Firmenwert

Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde infolge des Erwerbs wie folgt ermittelt:

in €
Übertragene Gegenleistung 164.234.173
Beizulegender Zeitwert der identifizierbaren Nettovermögenswerte 47.825.836
Geschäfts- oder Firmenwert 116.408.337

1.2. Geschäftsmodell

Bild

Die Career Partner Gruppe ist einer der führenden Full Service Anbieter der Personalentwicklung und der privaten Hochschulbildung in Deutschland. Unter unserem Dach vereinen wir akademische, staatlich anerkannte Studienangebote, zertifizierte Ausbildungen im Hotelwesen sowie innovative Weiterbildungsmöglichkeiten für Fach- und Führungskräfte aller Branchen. Unter dem Namen der IUBH bieten wir duale, berufsbegleitende und Fernstudienangebote sowie ein internationales englischsprachiges Managementstudium an. Mit der Steigenberger Akademie gehört zudem eine der ältesten und renommiertesten Hotelfachschulen Deutschlands zur Career Partner-Gruppe. Im Bereich der individuellen Personalentwicklung unterstützen wir sowohl große Unternehmen als auch kleine Institutionen durch maßgeschneiderte Weiterbildungen. Unser Leistungsportfolio umfasst unter anderem Personalberatung, Seminare für Fach- und Führungskräfte, firmeninterne Trainings, onlinebasierte Weiterbildungen für Mitarbeiter, Kompetenzanalysen sowie akademische Studienangebote.

Die Career Partner Gruppe zählt zu den größten E-Learning-Anbietern im deutschsprachigen Raum. Unsere Produktpalette umfasst eine Vielzahl standardisierter B2C- und B2B-Kurse, Fernstudienprogramme, unternehmensspezifischer E-Learning-Lösungen und Serviceangebote rund um das digitale Lernen in Unternehmen und Hochschulen. Dabei setzen wir stets neueste Lerntechnologien um, von videobasierter Lehre über virtuelle Seminarräume bis hin zu adaptiven Lernsystemen.

Alle unsere Angebote zeichnen sich durch höchste Qualität aus. Das bestätigen zahlreiche Zertifizierungen und Rankings, u.a.: Premiumsiegel der Akkreditierungsagentur FIBAA, beste private Hochschule Deutschlands für BWL laut CHE Ranking, einzige deutsche Hochschule im Verband "Hotel Schools of Distinction", einzige mit TÜV-Premiumqualität ausgezeichnete Weiterbildungsprogramme.

1.3. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 1,6% (Prognose Sachverständigenrat) hat sich die Konjunktur in Deutschland in 2018 gut entwickelt.

Die gute wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands kommt der Bildungsbranche zu Gute und erhöht die Attraktivität deutscher Hochschulabschlüsse für ausländische Studenten.

In Deutschland ist der Trend zum Studium ungebrochen, so dass trotz negativer Demographie die Anzahl der Studierenden an Hochschulen in den letzten Jahren stark zugenommen hat:

Bild

Quelle: statista: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/221/umfrage/anzahl-der-studenten-an-deutschen-hochschulen/

Die Oakley CP TopCo Gruppe konnte in 2018 durch die verschiedenen angebotenen Lernformen (On Campus Studium, Duales Studium, Berufsbegleitendes Studium, Fernstudium) überdurchschnittlich vom Branchenwachstum profitieren und die Anzahl an eingeschriebenen Studenten um über 30% erhöhen.

1.4. Umsatz- und Nachfrageentwicklung

Die Oakley CP TopCo Gruppe hat im Geschäftsjahr von Januar bis Dezember 2018 einen Umsatz von TEUR 80.981 erzielen können. Der im Budget geplante Umsatz (TEUR 80.292) wurde damit leicht übertroffen. Der Umsatz hat sich durch die gestiegenen Studentenzahlen um mehr als 30% erhöht. Der Umsatzanstieg ist rein volumengetrieben - die Preise wurden nur im Rahmen der allgemeinen Inflation erhöht. Sowohl neue Standorte (Mannheim, Wien, Peine) als auch neue Programme (z.B. Gesundheits- und Pflegemanagement) haben zum Umsatzanstieg beigetragen. Die Mehrzahl (>90%) der neuen Studenten kommen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

1.5. Personal- und Sozialbereich

Im Jahresverlauf 2018 wurden durchschnittlich 609 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) beschäftigt. Insbesondere beim Fernstudium sowie an den neuen Standorten Dortmund, Hannover, Mannheim und Nürnberg im Dualen Studium wurde die Mitarbeiteranzahl erhöht.

Bei dem Mitarbeiterstamm handelt es sich sowohl um Lehr- und Trainerpersonal als auch um Mitarbeiter im administrativen Bereich mit spezifischem Fachwissen und fundierter Berufserfahrung.

2. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

2.1. Vermögenslage

Die Bilanz des Gesamtkonzerns weist eine Bilanzsumme in Höhe von TEUR 248.706 zum 31.12.2018 aus.

Die Aktiva bestehen zu 96% (TEUR 238.664) aus langfristigem Anlagevermögen. Dieses besteht wiederum zum Großteil aus aktivierten Firmenwerten (TEUR 116.408) sowie aus immateriellen Vermögenswerten (TEUR 85.828) wie Markennamen und Kundenstämmen. Weitere TEUR 34.922 resultieren aus Sachanlagen, wobei das Gros des Betrages auf die im Rahmen der Erstanwendung von IFRS 16 aktivierten Nutzungsrechte von Leasinggütern entfällt. Gegenläufig werden hierauf passive latente Steuern von TEUR 14.864 bilanziert.

Innerhalb der kurzfristigen Vermögenswerte bilden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit TEUR 4.509 sowie die Barmittel und Bankguthaben mit TEUR 3.008 den größten Einzelposten.

2.2. Finanzlage

Die Gesellschaft finanziert sich im Wesentlichen über langfristige Darlehen von TEUR 162.242, kurz- und langfristige Leasingverbindlichkeiten von TEUR 32.705 sowie lang- und kurzfristigen Vertragsverbindlichkeiten von insgesamt TEUR 22.127. Das Eigenkapital wurde durch den Verlust des Geschäftsjahres teilweise aufgezehrt und beträgt zum 31. Dezember TEUR 863.

Im Rahmen der Transaktion wurde ein Darlehen eines nahestehenden Unternehmen über TEUR 98.900 gewährt. Dieses Darlehen unterliegt einem Rangrücktritt und hat eine Laufzeit bis 05.01.2026 und ist endfällig. Die Zinszahlungen werden bis zum Datum der Fälligkeit des Darlehens gestundet.

Ferner wurde ein zusätzliches langfristiges Darlehen in Höhe von TEUR 65.000 mit einer Laufzeit von 6 Jahren nach dem Closing Datum (10. Januar 2018) von einem externen Fremdkapitalgeber aufgenommen. Auch dieses Darlehen ist endfällig, so dass nur die Zinsen jährlich bezahlt werden müssen. Im Rahmen des Bankdarlehens wurden Covenants vereinbart, die die Gesellschaft einhalten muss. Die Covenants bestehen aus dem sogenannten "net leverage ratio" und errechnen sich aus der Verschuldung (Bankverbindlichkeiten) geteilt durch das um Anlaufverluste bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen. Die Einhaltung dieser Covenants war in 2018 problemlos möglich.

Im Februar 2019 wurde das bisher bestehende Bankdarlehen über TEUR 65.000 um weitere TEUR 35.000 erhöht. Mit den zusätzlichen Mitteln wurde das bestehende Gesellschafterdarlehen zum Teil vorzeitig zurückgeführt.

Der Cash-Flow aus operativer Geschäftstätigkeit betrug in 2018 TEUR 16.392. Darin sind Kosten für Rechtsberatung und Due Diligence in Höhe von TEUR 3.657 enthalten. Bereinigt um die Akquisition der Unternehmensgruppe inkl. dazugehöriger Finanzierung betrugen der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit TEUR -10.365 und der aus Finanzierungstätigkeit TEUR -9.086.

Die Gesellschaft erzielt nachhaltig positive und steigende operative Cash-Flows.

Die Liquidität der Gesellschaft ist mit liquiden Mitteln in Höhe von TEUR 3.008 sowie einer freien Kontokorrentlinie in Höhe von TEUR 5.000 sichergestellt.

2.3. Ertragslage

Da der Konzern erst durch die Akquisition der Career-Partner-Gruppe zu Beginn des Geschäftsjahres entstand, werden im Folgenden die Zahlen des Berichtsjahres mit denen der Career-Partner-Gruppe im Vorjahr verglichen.

in 000 € 01.01.-31.12.2018 01.01.-31.12.2017
Umsatzerlöse 80.981 61.942
Materialaufwand 7.948 9.079
% Umsatz 10% 15%
Personalaufwand 38.095 26.081
% Umsatz 47% 42%
EBITDA 11.514 8.982
% Umsatz 14% 15%
Abschreibungen 14.011
Finanzergebnis 15.432
Konzernergebnis vor Ertragssteuern -17.930

Der Umsatz der Oakley CP TopCo Gruppe stieg im Geschäftsjahr 2018 durch die erfolgreiche Entwicklung insbesondere der Bereiche Fernstudium und Duales Studium auf TEUR 80 981 an.

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Materialaufwand von 15% auf 10% des Umsatzes reduziert. Gleichzeitig stieg der Personalaufwand von 42% auf 47% des Umsatzes. Grund hierfür ist, dass in 2018 zusätzliche angestellte Professoren freie Dozenten ersetzt haben.

Das Betriebsergebnis des Jahres 2018 betrug vor Zinsen, Abschreibungen und Steuern ("EBITDA") TEUR 11.514. Darin sind einmalige Aufwendungen im Rahmen des Eigentümerwechsels in Höhe von TEUR 3.657 für im Wesentlichen Rechtsberatung und Due Diligence enthalten.

Im Finanzergebnis in Höhe von TEUR 15.432 sind nicht zahlungswirksame Zinsen für ein nachrangiges Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 8.900 enthalten.

2.4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Zur Steuerung des Konzerns verwendet die Geschäftsführung den Umsatz, das EBITDA und den operativen Cashflow als finanzielle Leistungsindikatoren. Eine Analyse des Umsatzsatzes ist im Abschnitt "Umsatz- und Nachfrageentwicklung" enthalten, die übrigen KPIs in den voranstehenden Abschnitten.

Wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind die Entwicklung der Studentenzahlen. Diese haben sich wie folgt entwickelt:

in 000 € 01.01.-31.12.2018 01.01.-31.12.2017
IST BUDGET
Anzahl Studenten 19.308 19.253 13.656

Unsere Ziele haben wir damit leicht übertroffen.

2.5. Gesamtaussage

Der Konzern weist zwar ein negatives Konzernergebnis in Höhe von TEUR 14.684 auf, jedoch sind darin nicht zahlungswirksame Zinsen für nachrangige Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 8.900 enthalten sowie einmalige Aufwendungen im Rahmen des Eigentümerwechsels in Höhe von TEUR 3.766. Abschreibungen auf im Rahmen der Kaufpreisallokation aufgedeckten Vermögensgegenstände betrugen TEUR 4.500. Die Gesellschaft erzielt trotz starkem Umsatzwachstum operativ positive operative Cash-Flows. Die zum Bilanzstichtag bestehende bilanzielle Überschuldung wird sich in den nächsten Jahren sukzessive vergrößern. Aufgrund der erwarteten, nachhaltig positiven operativen Cash-Flows sowie der zur Verfügung stehenden Kontokorrentlinie gehen wir von einer ausreichenden Liquidität der Unternehmensgruppe in den Folgejahren aus. In Bezug auf die vereinbarten Covenants besteht ein ausreichender Headroom. Insgesamt gehen wir daher von einem Fortbestand des Mutterunternehmens sowie sämtlicher Tochterunternehmen aus.

3. Risikobericht

3.1. Risikomanagement

Kontinuierliche Risikoerhebung und strukturierte Weiterleitung der Informationen ist für die Oakley CP TopCo Gruppe selbstverständlich und auch in der Abstimmung innerhalb der Geschäftsführung ständige Aufgabe. Alle wesentlichen Risiken werden im Rahmen der Geschäftsführungssitzungen und -telefonate, die zweiwöchentlich stattfinden, erfasst, diskutiert und kategorisiert. Darüber hinaus schafft ein kontinuierliches Berichtswesen und eine detaillierte Unternehmensplanung die Voraussetzung, um frühzeitig Abweichungen zu erkennen.

3.2. Liquiditätsrisiken

Durch eine regelmäßig erstellte Liquiditätsvorschau, einer monatlichen Cash-Flow Planung bis Ende des Geschäftsjahres sowie eines monatlichen Plan / Ist Abgleichs werden Liquiditätsbedarfe frühzeitig erkannt.

3.3. Prozessrisiken

Alle Bildungsprogramme werden durch eine umfassende Qualitätskontrolle gesteuert und überwiegend durch externe Agenturen akkreditiert. Damit wird gewährleistet, dass Fehler im operativen Kerngeschäft zeitnah erkannt werden und durch geeignete Maßnahmen behoben oder minimiert werden können. In 2014 hat die IUBH hat für fünf Programme eine Akkreditierung mit Premium Siegel erhalten.

Insgesamt zeichnen sich die Bildungsprogramme der Career Partner Gruppe durch durchgängig hohe Zufriedenheit der Teilnehmer aus.

3.4. Markt- oder Konjunkturrisiken

Wesentliche Markt- oder Konjunkturrisiken sind aktuell nicht vorhersehbar. Ein starker Konjunktureinbruch und ein damit evtl. verbundener Rückgang der Bewerberzahlen würde sich auf Grund der langfristigen Ausrichtung der meisten Studien- und Lernprogramme erst mittel- bis langfristig auf Umsätze und Erträge auswirken. Dadurch könnte die Career Partner Gruppe rechtzeitig Gegenmaßnahmen in Form von Kosteneinsparungen einleiten.

3.5. Produkt- und Entwicklungsrisiken

Produkt- und Entwicklungsrisiken können durch den mehrgliedrigen Aufbau der Hochschulaktivitäten vermindert werden. So können künftig neue Studiengänge zuerst Online mit vergleichsweise geringen Kosten getestet und im Erfolgsfall auf die Bereiche Fernstudium, On Campus und Duales Studium ausgerollt werden.

Darüber hinaus sieht der Entwicklungsplan der Hochschule vor, dass zukünftig auch stärker internationale Studenten rekrutiert werden sollen. Hierbei ist anzumerken, dass sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Auswahl und Aufnahme internationaler Studierenden im internationalen Vergleich weiterhin sehr positiv gestaltet sind. Nach erfolgreichem Studienabschluss haben ausländische Studenten nach erfolgreichem Studienabschluss 18 Monate Zeit, um eine ihrer Qualifikation entsprechende Arbeitsstelle zu finden.

4. Ausblick und Strategie

Zielsetzung der Gesellschaft ist auch in den nächsten Jahren Marktanteile sukzessive auszubauen. Besondere Aufmerksamkeit liegt dabei in der Entwicklung des Fernstudiumangebots, neuen dualen und berufsbegleitenden Studienangeboten sowie ein weiterer Ausbau der Rekrutierung internationaler Studierender.

5. Forschungs- und Entwicklungsbericht

Im Jahr 2018 wurden mehrere Programme der IUBH Internationale Hochschule sowohl neu erstellt (z.B. BSc Medienmanagement) als auch im Rahmen der Re-Akkreditierung weiterentwickelt. Darüber hinaus hat die Abteilung "Medienproduktion" speziell für das Fernstudium passende Unterrichtsmaterialien (Video Podcasts, pdf Skripte) entwickelt.

Anfang 2014 hat die IUBH Internationale Hochschule für die Programme Hospitality Management, International Hospitality Management, International Event Management, Tourism Management und International Tourism Management von der FIBAA jeweils das Premium Siegel verliehen bekommen.

Im Geschäftsjahr betrugen die Entwicklungskosten TEUR 1.761. Diese wurden unter den selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenständen aktiviert.

6. Prognosebericht

Für 2019 prognostiziert der Sachverständigenrat einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 1,5%.

- Für das Jahr 2019 geht die IUBH Internationale Hochschule als Führungsgesellschaft des Konzerns für Ihre Programme gegenüber dem Jahr 2018 von weiterhin steigenden Bewerberzahlen aus. Bezogen auf unsere finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren erwarten wir daher folgende Entwicklungen: Nachdem sich die Bereiche Duales Studium und Fernstudium in 2018 sehr positiv entwickelt haben, wird von einer weiteren Verbesserung von Umsatz, Jahresergebnis und operativem Cash-Flow im Geschäftsjahr 2019 ausgegangen. So erhöht sich der geplante Umsatz in 2019 um über 20% auf über M€ 100.

- Eine Steigerung der Studentenzahl im deutlich zweistelligen Prozentbereich

- Eine mit der Umsatzsteigerung einhergehende Erhöhung des EBITDAs im zweistelligen Prozentbereich

- Eine Verbesserung des Konzernergebnisses, da sich auch das Finanzergebnis nach der Umfinanzierung positiv entwickelt wird

- Eine Steigerung des operativen Cash-Flows im zweistelligen Prozentbereich

- Zudem planen wir für 2019 die Eröffnung weiterer Standorte in Essen, Köln und Stuttgart.

Per Ende Juni 2019 liegen wir bezüglich unseres Budgets leicht über Plan.

 

München, im August 2019

Oakley CP TopCo GmbH, München

Die Geschäftsführung

Konzernbilanz zum 31.12.2018

AKTIVA

in € 31.12.2018 31.12.2017
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Geschäfts- oder Firmenwert 116.408.337 0
Immaterielle Vermögenswerte 85.827.795 0
Sachanlagen 34.921.576 0
Sonstige langfristige Vermögenswerte 1.506.589 0
Latente Ertragsteueransprüche 869.869 0
239.534.166 0
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Vorräte 260.576 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.509.235 0
Sonstige kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte 1.394.618 0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3.007.835 72.003
9.172.264 72.003
SUMME AKTIVA 248.706.431 72.003

PASSIVA

in € 31.12.2018 31.12.2017
EIGENKAPITAL
Gezeichnetes Kapital 14.602.646 25.000
Kapitalrücklage 923.567 50.000
Sonstige Rücklagen 32.511 0
Bilanzverlust -14.695.965 -11.997
862.759 63.003
LANGFRISTIGE SCHULDEN
Langfristige Leasingverbindlichkeiten 28.951.189 0
Rückstellungen für Pensionen 1.055.206 0
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 162.242.089 0
Sonstige langfristige Rückstellungen 131.821 0
Langfristige Vertragsverbindlichkeiten 7.331.522 0
Langfristige passivische Abgrenzungsposten 594.749 0
Latente Ertragsteuerschulden 14.864.443 0
215.171.020 0
KURZFRISTIGE SCHULDEN
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
und sonstige Verbindlichkeiten 10.844.520 0
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten 3.754.043 0
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 248.333 0
Steuerschulden 259.673 0
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 1.967.229 9.000
Kurzfristige Vertragsverbindlichkeiten 14.795.289 0
Kurzfristige passivische Abgrenzungsposten 803.565 0
32.672.652 9.000
SUMME PASSIVA 248.706.431 72.003

Konzerngesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1.1. bis 31.12.2018

in € 01.01.-31.12.2018 26.09.-31.12.2017
Umsatzerlöse 80.980.691 0
Sonstige Erträge 3.828.873 0
Materialaufwand 7.947.947 0
Personalaufwand 38.094.965 0
Abschreibungen 14.011.267 0
Wertminderungsaufwand aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 947.768 0
Sonstige Aufwendungen 26.305.342 11.997
Finanzerträge 40.205 0
Finanzierungsaufwendungen 15.472.033 0
Konzernergebnis vor Ertragssteuern -17.929.554 -11.997
Ertragsteuern 3.245.585 0
Konzernergebnis -14.683.969 -11.997
davon Gesellschafter der Oakley CP TopCo GmbH -14.683.969 -11.997
Neubewertung aus Pensionsverpflichtungen 32.511 0
Steuereffekt 0 0
Sonstiges Konzernergebnis aus Posten, die nicht in den Gewinn
oder Verlust umgegliedert werden 32.511 0
Konzerngesamtergebnis -14.651.458 -11.997
davon Gesellschafter der Oakley CP TopCo GmbH -14.651.458 -11.997

Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für die Zeit vom 1.1. bis 31.12.2018

der Oakley CP TopCo GmbH

In € Anhangangabe Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Sonstige Rücklagen Bilanzverlust Gesamtes Eigenkapital
Saldo zum 26.09.2017 12.500 0 0 0 12.500
Zuführung von noch zu zahlenden Einlagen 22 12.500 12.500
Anteilsveränderungen an Tochterunternehmen 22 50.000 50.000
Konzernergebnis 22 -11.997 -11.997
Sonstiges Ergebnis 0
Saldo zum 31.12.2017 25.000 50.000 0 -11.997 63.003
Saldo zum 1.1.2018 25.000 50.000 0 -11.997 63.003
Einzahlungen aus der Ausgabe von Anteilen 22 14.577.646 14.577.646
Anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente 21 873.567 873.567
Konzernergebnis 22 -14.683.968 -14.683.968
Sonstiges Ergebnis 24 32.511 32.511
Saldo zum 31.12.2018 14.602.646 923.567 32.511 -14.695.965 862.759

Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 1.1. bis 31.12.2018

der Oakley CP TopCo GmbH

in € 2018 2017
Konzernergebnis -14.683.969 -11.997
Ertragsteuern -3.245.585 0
Sonstiges Finanzergebnis 15.431.828 0
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) -2.497.726 -11.997
Abschreibungen 14.011.267 0
Verluste aus dem Agbang von Anlagevermögen 13.826 0
Veränderung Rückstellungen 1.194.629 0
Veränderung sonstige langfristige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten 1.311.986 0
Ertragsteuerzahlungen -694.816 0
Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit vor Änderung des kurzfristigen Nettovermögens 13.339.166 -11.997
Vorräte 49.636 0
Forderungen und sonstige kurzfristige Vermögenswerte -1.072.307 0
Nicht zahlungswirksame Änderungen aus IFRS 16 -166.379 0
Verbindlichkeiten und sonstige Posten 4.241.723 9.000
Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit 16.391.839 -2.997
Erwerb von Tochterunternehmen, abzüglich erworbener liquider Mittel -162.403.518 0
Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -10.405.335 0
Erhaltene Zinsen 40.205 0
Cash Flow aus Investitionstätigkeit -172.768.648 -172.754.822
Aufnahme langfristiger Finanzschulden 157.929.588 0
Tilgung langfristiger Finanzschulden -5.000.000 0
Tilgung Leasing -3.174.719 0
Einzahlungen aus der Ausgabe von Anteilen oder anderer Eigenkapitalinstrumenten 15.451.215 62.500
Zinszahlungen -5.893.443
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit 159.312.641 62.500
Konsolidierungskreisbedingte Veränderung des Finanzmittelbestandes 0 0
Flüssige Mittel und Zahlungsmitteläquivalente am Anfang der Berichtsperiode 72.003 12.500
Flüssige Mittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Berichtsperiode 3.007.835 72.003

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2018

1. Berichtendes Unternehmen

Die Oakley CP TopCo GmbH mit Sitz in München, Ridlerstr. 57, Deutschland, eingetragen beim Amtsgericht München in Abteilung HRB Nr. 236060 (nachfolgend auch: "die Gesellschaft") ist das Mutterunternehmen des Career Partner Konzerns (nachfolgend "Career Partner" oder "der Konzern" oder "die Career Partner Gruppe"). An der Oakley CP TopCo GmbH ist die Oakley CP Holdings Ltd. mit Sitz in London mit 84% beteiligt. Das oberste Mutterunternehmen der Oakley CP TopCo GmbH stellt die CP Bermuda HoldCo Ltd., Hamilton, Bermuda, dar.

Die Career Partner Gruppe ist einer der führenden Full Service Anbieter der Personalentwicklung und der privaten Hochschulbildung in Deutschland. Unter unserem Dach vereinen wir akademische, staatlich anerkannte Studienangebote, zertifizierte Ausbildungen im Hotelwesen sowie innovative Weiterbildungsmöglichkeiten für Fach- und Führungskräfte aller Branchen. Unter dem Namen der IUBH bieten wir duale, berufsbegleitende und Fernstudienangebote sowie ein internationales englischsprachiges Managementstudium an. Mit der Steigenberger Akademie gehört zudem eine der ältesten und renommiertesten Hotelfachschulen Deutschlands zur Career Partner Gruppe. Im Bereich der individuellen Personalentwicklung unterstützen wir sowohl große Unternehmen als auch kleine Institutionen durch maßgeschneiderte Weiterbildungen. Unser Leistungsportfolio umfasst unter anderem Personalberatung, Seminare für Fach- und Führungskräfte, firmeninterne Trainings, onlinebasierte Weiterbildungen für Mitarbeiter, Kompetenzanalysen sowie akademische Studienangebote.

Die Career Partner Gruppe zählt zu den größten E-Learning-Anbietern im deutschsprachigen Raum. Unsere Produktpalette umfasst eine Vielzahl standardisierter B2C- und B2B-Kurse, Fernstudienprogramme, unternehmensspezifische E-Learning-Lösungen und Serviceangebote rund um das digitale Lernen in Unternehmen und Hochschulen. Dabei setzen wir stets neueste Lerntechnologien um, von videobasierter Lehre über virtuelle Seminarräume bis hin zu adaptiven Lernsystemen.

Alle unsere Angebote zeichnen sich durch höchste Qualität aus. Das bestätigen zahlreiche Zertifizierungen und Rankings, u.a.: Premiumsiegel der Akkreditierungsagentur FIBAA, beste private Hochschule Deutschlands für BWL laut CHE Ranking, einzige deutsche Hochschule im Verband "Hotel Schools of Distinction", einzige mit TÜV-Premiumqualität ausgezeichnete Weiterbildungsprogramme.

Am 10.01.2018 hat die Career Partner Group GmbH (vorm. Oakley CP BidCo GmbH), die als Zwischengesellschaft für das Mutterunternehmen des Konzerns (Oakley CP TopCo GmbH) fungiert, 100% der Anteile und Stimmrechtsanteile der Apollo Global Germany GmbH sowie deren Tochtergesellschaften erworben. Weitere Angaben zu dem Erwerb erfolgen im folgenden Abschnitt. Insofern beinhalten die Vergleichswerte ausschließlich die Werte der drei (konsolidierten) Holdinggesellschaften, welche als Akquisitionsvehikel der Career Partner Gruppe dienten.

2. Erwerb von Tochterunternehmen

Die Tochtergesellschaft Career Partner Group GmbH, die als Zwischenholdinggesellschaft für das Mutterunternehmen, die Oakley CP TopCo GmbH fungiert, hat am 10.01.2018 100% der Anteile und Stimmrechtsanteile der Apollo Global Germany GmbH (nach dem Erwerb auf die Career Partner Group GmbH verschmolzen) sowie deren Tochterunternehmen (siehe nachfolgende Tabelle, die erworbenen Unternehmen werden im Folgenden als "Career Partner Unternehmen" bezeichnet) erworben.

Firma Sitz Haupttätigkeit Zeitpunkt des Erwerbs Erworbene Anteile
(%)
Apollo Global Germany GmbH (verschmolzen auf Career Partner Group GmbH) München Vermögensverwaltung 10.01.2018 100
Career Partner GmbH München Konzernholding 10.01.2018 100
IUBH Internationale Hochschule GmbH Bad Honnef Hochschulstudium 10.01.2018 100
IUBH GmbH Wien, Österreich Hochschulstudium 10.01.2018 100
Career Partner Service GmbH Bad Honnef Serviceleistungen im Bereich Vermietung/Verpflegung 10.01.2018 100
Proaktiv Management Training und Beratung im Management und Verkauf GmbH München Training / Blended Learning 10.01.2018 100
hr Team Horst Rückle GmbH Holzgerlingen Training 10.01.2018 100
Career Partner IT Services GmbH München IT Services 10.01.2018 100
Career Partner Human Ressource & Financial Services GmbH München Human Ressource and Financial Services 10.01.2018 100
Career Partner Sales and Marketing Services GmbH München Sales and Marketing Services 10.01.2018 100
Delveo GmbH München Kompetenzanalyse/-management 10.01.2018 100
Steigenberger Akademie GmbH Bad Reichenhall Berufsaus- und -weiterbildung 10.01.2018 100
Steigenberger Hotelberufsfachschule GmbH Bad Reichenhall Berufsaus- und -weiterbildung 10.01.2018 100
Steigenberger Hotelfachschule gGmbH Bad Reichenhall Berufsaus- und -weiterbildung 10.01.2018 100
Steigenberger Berufsfachschule für Assistenten im Hotel- und Tourismusmanagement gGmbH Bad Reichenhall Berufsaus- und -weiterbildung 10.01.2018 100

Die Geschäftsführung sowie die Anteilseigner erwarten, dass über eine Internationalisierung der Studiengänge ein dynamisches Wachstum im Sinne steigender Studentenzahlen, Umsatzerlöse sowie Ergebnis und damit in Konsequenz eine Unternehmenswertsteigerung erzielt werden kann.

Der Erwerb wird im Abschluss aus Gründen der Wesentlichkeit so dargestellt, als hätte er schon am 01.01.2018 stattgefunden. Aus diesem Grund trugen die Career Partner Unternehmen im Geschäftsjahr 2018 in voller Höhe zu den Umsatzerlösen und dem Konzernergebnis bei. Der Effekt im Vergleich zu einer Erstkonsolidierung auf den 10.01.2018 ist nicht materiell.

Da der Konzern erst durch die hier beschriebene Transaktion (wirtschaftlich) entstanden ist, entfallen sämtliche in der Konzerngesamtergebnisrechnung aufgeführten Aufwendungen und Erträge auf die erworbenen Unternehmen.

Übertragene Gegenleistung

Nachstehend sind die zum Erwerbszeitpunkt gültigen beizulegenden Zeitwerte jeder Hauptgruppe von Gegenleistungen zusammengefasst.

in €
Zahlungsmittel 164.234.173
Gesamte übertragene Gegenleistung 164.234.173

Mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Kosten

Bei dem Konzern sind mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Kosten in Höhe von EUR 3.657.325 für im Wesentlichen Rechtsberatung und Due Diligence angefallen. Diese Kosten sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

Identifizierbare erworbene Vermögenswerte und übernommene Schulden

Nachstehend sind die erfassten Beträge der erworbenen Vermögenswerte und der übernommenen Schulden zum Erwerbszeitpunkt zusammengefasst.

in €
Sachanlagen 30.089.645
Immaterielle Vermögenswerte 86.943.843
Finanzielle Vermögenswerte 753.871
Vorräte 310.213
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.043.075
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 788.471
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.830.654
Leasingverbindlichkeiten 28.710.689
Rückstellungen für Pensionen 1.069.960
Vertragsverbindlichkeiten 17.633.449
Passivische Abgrenzungsposten 2.601.601
Latente Ertragsteuerschulden 17.018.617
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.796.057
Steuerschulden 1.426.422
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 2.677.141
Gesamtes identifizierbares erworbenes Nettovermögen 47.825.836

Der beizulegene Zeitwert der erworbenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beläuft sich auf EUR 4.043.075. Der Bruttobetrag der fälligen vertraglichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegt bei EUR 5.809.127, wovon EUR 1.766.052 voraussichtlich uneinbringlich sind.

Bestimmung beizulegende Zeitwerte

Die verwendeten Bewertungstechniken zur Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte der erworbenen wesentlichen Vermögenswerte waren wie folgt:

Erworbene Vermögenswerte und Schulden Bewertungstechnik
Markennamen Ertragswertverfahren; Relief from Royalty-Methode
Akkreditierung Ertragswertverfahren; With-and-without-Methode
Studieninhalte und -module Kostenverfahren; Wiederbeschaffungswert
Studierendenstamm Ertragswertverfahren; Excess Earnings-Methode
Abgrenzungsposten Ertragswertverfahren

Geschäfts- oder Firmenwert

Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde infolge des Erwerbs wie folgt ermittelt:

in €
Übertragene Gegenleistung 164.234.173
Beizulegender Zeitwert der identifizierbaren Nettovermögenswerte 47.825.836
Geschäfts- oder Firmenwert 116.408.337

Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert hauptsächlich aus der Skalierbarkeit der Studiengänge und dem daraus resultierenden Wachstumspotenzial der Career Partner Gruppe. Darüber hinaus konnten im Rahmen des Erwerbs stille Reserven gehoben werden, die im Wesentlichen auf den Markennamen "IUBH", die Studierendenstämme, die Akkreditierung sowie Studieninhalte und -module entfallen. Von dem erfassten Geschäfts- oder Firmenwert ist voraussichtlich nichts für Steuerzwecke abzugsfähig.

3. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

3.1. Grundlagen der Aufstellung des Abschlusses

Der vorliegende Konzernabschluss zum 31.12.2018 der Oakley CP TopCo GmbH wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Gemäß § 315e Abs. 3 HGB hat der nach den IFRS aufgestellte Konzernabschluss eine befreiende Wirkung von der Aufstellung eines HGB-Konzernabschlusses.

Es handelt sich um den ersten Konzernabschluss nach IFRS. Demzufolge wurde IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards" angewandt. Eine Überleitungsrechnung sowie weitergehende Angaben erfolgten nicht, da die Gesellschaft bisher keinen Konzernabschluss aufgestellt hat.

Der Abschluss wurde am 12.08.2019 von der Geschäftsführung aufgestellt und zur Veröffentlichung freigegeben.

Dieser Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung der Unternehmen des Career Partner Konzerns, dargestellt. Im Konzernabschluss werden die Beträge grundsätzlich in Euro (EUR) dargestellt. Hierbei kann es in den Summen aufgrund kaufmännischer Rundungen zu Differenzen kommen.

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse der Oakley CP TopCo GmbH und deren Tochterunternehmen werden unter Beachtung der konzerneinheitlich geltenden Ansatz- und Bewertungsmethoden in den Konzernabschluss einbezogen. Sie sind zu demselben Stichtag wie der Konzernabschluss des Mutterunternehmens aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht hierbei jeweils dem Kalenderjahr.

Der von der Oakley CP TopCo GmbH aufgestellte Konzernabschluss zum 31.12.2018 stellt den Konzernabschluss für den größten (und kleinsten) Konsolidierungskreis dar.

Die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der Konzernabschluss wurde grundsätzlich auf der Grundlage der historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten aufgestellt. Davon ausgenommen sind Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag angesetzt wurden. Eine entsprechende Erläuterung erfolgt im Rahmen der jeweiligen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

Historische Anschaffungs- oder Herstellungskosten basieren im Allgemeinen auf dem beizulegenden Zeitwert der im Austausch für den Vermögenswert entrichteten Gegenleistung.

Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden nachfolgend erläutert.

3.2. Konsolidierung

In den Konzernabschluss zum 31.12.2018 sind die Oakley CP TopCo GmbH als Mutterunternehmen und alle wesentlichen Unternehmen, die das Mutterunternehmen mittelbar oder unmittelbar beherrscht, einbezogen. Diese weisen alle denselben Abschlussstichtag auf wie das Mutterunternehmen. An strukturierten Unternehmen bestehen keine Beteiligungen. Für alle Tochterunternehmen liegt jeweils die Stimmrechtsmehrheit in Höhe von 100% vor, d.h. nicht beherrschende Gesellschafter sind nicht vorhanden.

Beherrschung besteht, wenn die Oakley CP TopCo GmbH:

· Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen ausüben kann,

· schwankenden Renditen aus ihrer Beteiligung ausgesetzt ist, und

· die Renditen aufgrund ihrer Verfügungsgewalt der Höhe nach beeinflussen kann.

Die Gesellschaft nimmt eine Neubeurteilung vor, ob sie ein Beteiligungsunternehmen beherrscht oder nicht, wenn Tatsachen und Umstände darauf hinweisen, dass sich eines oder mehrere der oben genannten drei Kriterien der Beherrschung verändert haben.

Ein Tochterunternehmen wird ab dem Zeitpunkt, zu dem die Gesellschaft die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt, bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung durch die Gesellschaft endet, in den Konzernabschluss einbezogen. Dabei werden die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen entsprechend vom tatsächlichen Erwerbszeitpunkt bzw. bis zum tatsächlichen Abgangszeitpunkt in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und dem sonstigen Konzern-Ergebnis erfasst. Im Geschäftsjahr lagen keine Veräußerungen von Tochterunternehmen vor.

Sofern erforderlich, werden die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen angepasst, um die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden an die im Konzern zur Anwendung kommenden Methoden anzugleichen.

Alle konzerninternen Vermögenswerte, Schulden, Eigenkapital, Erträge, Aufwendungen und Cashflows im Zusammenhang mit Geschäftsvorfällen zwischen Konzernunternehmen werden im Rahmen der Konsolidierung vollständig eliminiert.

Der Erwerb von Geschäftsbetrieben wird nach der Erwerbsmethode bilanziert. Die bei einem Unternehmenszusammenschluss übertragene Gegenleistung wird zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dieser bestimmt sich aus der Summe der zum Erwerbszeitpunkt gültigen beizulegenden Zeitwerte der übertragenen Vermögenswerte, der von den früheren Eigentümern des erworbenen Unternehmens übernommenen Schulden und der vom Konzern emittierten Eigenkapitalinstrumente im Austausch gegen die Beherrschung des erworbenen Unternehmens. Mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Transaktionskosten werden bei Anfall erfolgswirksam erfasst.

Die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden werden mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Hierzu gelten folgende Ausnahmen:

· Latente Steueransprüche oder latente Steuerschulden und Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten in Verbindung mit Vereinbarungen für Leistungen an Arbeitnehmer werden gemäß IAS 12 Ertragsteuern bzw. IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer erfasst und bewertet und

· Schulden oder Eigenkapitalinstrumente, welche sich auf anteilsbasierte Vergütungen oder auf den Ersatz anteilsbasierter Vergütungen durch den Konzern beziehen, werden zum Erwerbszeitpunkt gemäß IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütung bewertet.

Der Geschäfts- oder Firmenwert ergibt sich als Überschuss der Summe aus der übertragenen Gegenleistung, dem Betrag aller nicht beherrschenden Anteile an dem erworbenen Unternehmen und dem beizulegenden Zeitwert des zuvor vom Erwerber gehaltenen Eigenkapitalanteils an dem erworbenen Unternehmen (sofern gegeben) über den Saldo der zum Erwerbszeitpunkt ermittelten beizulegenden Zeitwerte der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und der übernommenen Schulden. Für den Fall, dass sich - auch nach nochmaliger Beurteilung - ein negativer Unterschiedsbetrag ergibt, wird dieser unmittelbar als Ertrag erfolgswirksam erfasst.

Ist die erstmalige Bilanzierung eines Unternehmenszusammenschlusses am Ende eines Geschäftsjahres noch nicht abgeschlossen, gibt die Gesellschaft für die Posten mit derartiger Bilanzierung vorläufige Beträge an.

Sofern innerhalb des Bewertungszeitraums neue Informationen bekannt werden, die die Verhältnisse zum Erwerbszeitpunkt erhellen, werden die vorläufig angesetzten Beträge korrigiert bzw. es werden zusätzliche Vermögenswerte oder Schulden angesetzt, falls erforderlich.

3.3. Fremdwährung

Bei der Aufstellung der Abschlüsse jedes einzelnen Konzernunternehmens werden Geschäftsvorfälle, die auf andere Währungen als die funktionale Währung des Konzernunternehmens (Euro) lauten, mit dem am Tag der Transaktion gültigen Kurs umgerechnet. An jedem Abschlussstichtag werden monetäre Posten in Fremdwährung mit dem gültigen Stichtagskurs umgerechnet. Zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertete nicht-monetäre Posten werden mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt der erstmaligen bilanziellen Erfassung umgerechnet.

Umrechnungsdifferenzen aus monetären Posten werden erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie auftreten.

Ein ausländischer Geschäftsbetrieb ist im Konzern der Oakley CP TopCo GmbH in Österreich vorhanden.

Die für die Umrechnung verwendeten Wechselkurse der wesentlichen Währungen im Konzern ergeben sich aus folgender Tabelle:

Stichtagskurs Durchschnittskurs
1 € = 31.12.2018 31.12.2017 26.09.2017 2018 2017
USD 1,1450 1,19930 1,1812 1,1810 1,1297
GBP 0,8945 0,8872 0,8776 0,8847 0,8767

3.4. Erlösrealisierung

IFRS 15 legt einen umfassenden Rahmen zur Bestimmung fest, ob, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt Umsatzerlöse erfasst werden. Er ersetzt die bisherigen Leitlinien zur Erfassung von Umsatzerlösen, darunter IAS 18 Umsatzerlöse, IAS 11 Fertigungsaufträge und IFRIC 13 Kundenbindungsprogramme. Da es sich bei dem vorliegenden Konzernabschluss um den ersten IFRS Konzernabschluss der Career Partner Group handelt und durch die Unternehmenserwerbe in 2018 auch erst in 2018 Umsätze angefallen sind, wurde für die Erlösrealisierung ausschließlich IFRS 15 angewendet.

Nach IFRS 15 erfolgt die Erfassung eines Erlöses, wenn ein Kunde Verfügungsgewalt über Güter oder Dienstleistungen erlangt. Die Bestimmung, ob die Verfügungsgewalt zeitpunkt- oder zeitraumbezogen übergeht, erfordert Ermessensentscheidungen.

Der Umsatz wird auf Grundlage der in einem Vertrag mit einem Kunden festgelegten Gegenleistung gemessen. Der Konzern erfasst Erlöse, wenn er die Verfügungsgewalt über ein Gut oder Dienstleistung an einen Kunden überträgt. Weitere Informationen über Art und Zeitpunkt der Erfüllung von Leistungsverpflichtungen aus Verträgen mit Kunden, einschließlich wesentlicher Zahlungsbedingungen, und die damit verbundenen Grundsätze der Erlösrealisierung sind in Abschnitt 5 beschrieben.

Zusätzlich zu den Umsatzerlösen nach IFRS 15 erzielt der Konzern Umsatzerlöse im Sinne von IFRS 16 im Wesentlichen aus der Vermietung von Studentenzimmern. Es handelt sich hier in allen Fällen um Operating Lease Verträge, für welche die Umsatzerlöse linear vereinnahmt werden.

3.5. Ertragsteuern

Der Ertragsteueraufwand stellt die Summe des laufenden Steueraufwands und der latenten Steuern dar. Laufende oder latente Steuern werden grundsätzlich in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Für die latenten Steuern gilt, dass wenn sie im Zusammenhang mit Posten stehen, die entweder im sonstigen Ergebnis oder direkt im Eigenkapital erfasst werden, sie ebenfalls im sonstigen Ergebnis oder direkt im Eigenkapital erfasst werden. Wenn laufende oder latente Steuern aus der erstmaligen Bilanzierung eines Unternehmenszusammenschlusses resultieren, werden die Steuereffekte bei der Bilanzierung des Unternehmenszusammenschlusses einbezogen.

Laufende Steuern

Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens für das Jahr ermittelt. Das zu versteuernde Einkommen unterscheidet sich vom Jahresüberschuss aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung aufgrund von Aufwendungen und Erträgen, die in späteren Jahren oder niemals steuerbar bzw. steuerlich abzugsfähig sind. Die Verbindlichkeit des Konzerns für die laufenden Steuern wird auf Grundlage der geltenden Steuersätze berechnet.

Latente Steuern

Latente Steuern werden für die temporären (einschließlich quasi-permanenten) Unterschiede zwischen den Buchwerten der Vermögenswerte und Schulden im Konzernabschluss und den entsprechenden steuerlichen Wertansätzen erfasst. Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen bilanziert; latente Steueransprüche werden insoweit erfasst, wie es wahrscheinlich ist, dass zu versteuernde Gewinne zur Verfügung stehen, für welche die abzugsfähigen temporären Differenzen genutzt werden können. Keine latenten Steueransprüche und latenten Steuerschulden werden angesetzt, wenn sich die temporären Differenzen aus einem Geschäfts- oder Firmenwert oder aus der erstmaligen Erfassung (außer bei Unternehmenszusammenschlüssen) von anderen Vermögenswerten und Schulden ergeben, welche aus Vorfällen resultieren, die weder das bilanzielle Ergebnis vor Steuern noch das zu versteuernde Ergebnis (den steuerlichen Verlust) beeinflussen. Außerdem werden latente Steuern auf Verlustvorträge, Zinsvorträge und Steuervergütungsansprüche abgegrenzt, soweit die Realisierung mit hinreichender Sicherheit gewährleistet ist.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird am Abschlussstichtag geprüft und im Wert gemindert, falls es nicht wahrscheinlich ist, dass genügend zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung steht, um den Anspruch vollständig oder teilweise zu realisieren. Latente Steuerschulden und Steueransprüche werden auf Basis der erwarteten Steuersätze und der Steuergesetze ermittelt, die im Zeitpunkt der Erfüllung der Schuld oder der Realisierung des Vermögenswertes voraussichtlich Geltung haben werden. Die Bewertung von latenten Steueransprüchen und Steuerschulden spiegelt die steuerlichen Konsequenzen wider, die sich aus der Art und Weise ergeben, wie der Konzern zum Abschlussstichtag erwartet, die Schuld zu erfüllen bzw. den Vermögenswert zu realisieren.

Latente Steuernansprüche und latente Steuerschulden werden saldiert, sofern die Saldierungsbedingungen erfüllt sind.

3.6. Immaterielle Vermögenswerte

Folgende Nutzungsdauern wurden grds. für die Berechnung der Abschreibungen zugrunde gelegt:

· EDV Software 3-11 Jahre
· Aktivierte Entwicklungskosten 3-10 Jahre
· Provisionen 1-6 Jahre
· Lizenzen 2-14 Jahre
· Studieninhalte 5 Jahre
· Studierendenstamm 5 Jahre

Separat erworbene immaterielle Vermögenswerte

Separat, d.h. nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene immaterielle Vermögenswerte mit einer bestimmbaren Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen erfasst. Die Abschreibungen werden linear über die erwartete Nutzungsdauer aufwandswirksam erfasst. Die erwartete Nutzungsdauer sowie die Abschreibungsmethode werden an jedem Abschlussstichtag überprüft und sämtliche Schätzungsänderungen prospektiv berücksichtigt.

Separat erworbene immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer sind im Konzern nicht vorhanden.

Geschäfts- oder Firmenwert

Der aus einem Unternehmenszusammenschluss resultierende Geschäfts- oder Firmenwert wird zu Anschaffungskosten abzüglich ggf. erforderlicher Wertminderungen bilanziert und ist gesondert in der Konzernbilanz ausgewiesen.

Für Zwecke der Wertminderungsprüfung wird der Geschäfts- oder Firmenwert bei Erwerb auf jene zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (oder Gruppen davon) des Konzerns aufgeteilt, von denen erwartet wird, dass sie einen Nutzen aus den Synergien des Zusammenschlusses ziehen können. Details hierzu werden in Abschnitt 13 erläutert.

Zahlungsmittelgenerierende Einheiten, welchen ein Teil des Geschäfts- oder Firmenwertes zugeteilt wurde, sind mindestens jährlich auf Wertminderung zu prüfen. Liegen Hinweise für eine Wertminderung einer Einheit vor, kann es erforderlich sein, häufiger Wertminderungstests durchzuführen. Wenn der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit kleiner ist als der Buchwert der Einheit, ist der Wertminderungsaufwand zunächst dem Buchwert eines jeglichen der Einheit zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwertes und dann anteilig den anderen Vermögenswerten auf Basis der Buchwerte eines jeden Vermögenswertes im Verhältnis zum Gesamtbuchwert der Vermögenswerte innerhalb der Einheit zuzuordnen. Dabei ist der erzielbare Betrag der höhere Wert aus Nutzungswert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten.

Jeglicher Wertminderungsaufwand des Geschäfts- oder Firmenwertes wird direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Ein für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand darf in künftigen Perioden nicht aufgeholt werden.

Bei der Veräußerung einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit wird der darauf entfallende Betrag des Geschäfts- oder Firmenwertes im Rahmen der Ermittlung des Abgangserfolges berücksichtigt.

Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte

Ein selbst erstellter immaterieller Vermögenswert, der sich aus der Entwicklungstätigkeit oder aus der Entwicklungsphase eines internen Projektes ergibt, wird dann bilanziert, wenn die folgenden Nachweise erbracht wurden:

· Die Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes ist technisch realisierbar, sodass er zur Nutzung oder zum Verkauf zur Verfügung stehen wird.

· Es besteht die Absicht, den immateriellen Vermögenswert fertigzustellen sowie ihn zu nutzen oder zu verkaufen.

· Die Fähigkeit, den immateriellen Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen, ist vorhanden.

· Der immaterielle Vermögenswert wird voraussichtlich einen künftigen wirtschaftlichen Nutzen erzielen.

· Die Verfügbarkeit adäquater technischer, finanzieller und sonstiger Ressourcen, um die Entwicklung abschließen und den immateriellen Vermögenswert nutzen oder verkaufen zu können, ist gegeben.

· Die Fähigkeit zur verlässlichen Bestimmung der im Rahmen der Entwicklung des immateriellen Vermögenswertes zurechenbaren Aufwendungen ist vorhanden.

Der Betrag, mit dem ein selbst erstellter immaterieller Vermögenswert erstmalig aktiviert wird, ist die Summe der entstandenen Aufwendungen von dem Tag an, an dem der immaterielle Vermögenswert die oben genannten Bedingungen erstmals erfüllt. Wenn ein selbst erstellter immaterieller Vermögenswert nicht aktiviert werden kann bzw. noch kein immaterieller Vermögenswert vorliegt, werden die Entwicklungskosten erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie entstehen.

In den Folgeperioden werden selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, genauso wie erworbene immaterielle Vermögenswerte, zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen und Wertminderungen bewertet. Aktivierte Entwicklungskosten werden im Konzern über eine Nutzungsdauer von 3 bis 10 Jahren linear abgeschrieben.

Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, wie z.B. Markennamen, Akkreditierung und Studieninhalte- und module, werden gesondert vom Geschäfts- oder Firmenwert erfasst und im Erwerbszeitpunkt mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. In den Folgeperioden werden immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, genauso wie einzeln erworbene immaterielle Vermögenswerte mit ihren Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und etwaiger kumulierter Wertminderungen bewertet.

Aufgrund des erwarteten Nutzens der im Konzern vorhandenen Markennamen durch ihre weitreichende Reputation einer qualitativ hochwertigen Bildungseinrichtung, hat der immaterielle Vermögenswert Markenname eine unbestimmte Nutzungsdauer. Darüber hinaus hat auch der Vermögenswert der Akkreditierung eine unbestimmte Nutzungsdauer.

Markennamen und Akkreditierung haben eine unbestimmte Nutzungsdauer und werden daher nicht linear abgeschrieben, sondern regelmäßig einem Wertminderungstest unterzogen. Der Konzern investiert regelmäßig in Form von Marketing und Qualitätssicherung in diese Vermögenswerte um deren Wert zu erhalten bzw. zu steigern; insbesondere die Akkreditierung bildet die Basis für die Hochschulzulassung.

Die folgenden immateriellen Vermögenswerte wurden im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworben:

in € Anschaffungskosten zum Erwerbszeitpunkt Buchwert 31.12.2018 Nutzungsdauer
Markennamen 34.800.000 34.800.000 unbestimmt
Akkreditierung 26.200.000 26.200.000 unbestimmt
Studieninhalte und -module 2.900.000 2.320.000 5 Jahre
Studierendenstamm 19.600.000 15.680.000 5 Jahre
EDV Software 1.846.939 1.245.726 3-11 Jahre
Aktivierte Entwicklungskosten 978.496 977.402 3-10 Jahre
Provisionen 180.964 86.578 1-6 Jahre
Lizenzen 437.445 307.042 2-14 Jahre
86.943.844 81.616.749

Ausbuchung immaterieller Vermögenswerte

Ein immaterieller Vermögenswert ist bei Abgang oder wenn kein weiterer wirtschaftlicher Nutzen von seiner Nutzung oder seinem Abgang erwartet wird auszubuchen. Der Gewinn oder Verlust aus der Ausbuchung eines immateriellen Vermögenswertes, bewertet mit der Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswertes, wird im Zeitpunkt der Ausbuchung des Vermögenswertes in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der Ausweis erfolgt in den sonstigen Erträgen bzw. den sonstigen Aufwendungen.

3.8. Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und erfasster Wertminderungen ausgewiesen. Die Abschreibung erfolgt derart, dass die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Vermögenswerten über deren Nutzungsdauer linear abgeschrieben werden. Die erwarteten Nutzungsdauern, Restwerte und Abschreibungsmethoden werden an jedem Abschlussstichtag überprüft. Sämtliche notwendigen Schätzungsänderungen werden prospektiv berücksichtigt. Die folgenden wirtschaftlichen Nutzungsdauern wurden für die Ermittlung der Abschreibungen der Sachanlagen zugrunde gelegt:

· IT-Ausstattung 3-10 Jahre
· Sonstige Geschäftsausstattung 1-33 Jahre
· Bibliothekausstattung 4-15 Jahre
· PKW und sonst. Transportmittel 5-8 Jahre
· Nutzungswert PKW 1-4,5 Jahre
· Nutzungswert sonstige Geschäftsausstattung 3-4 Jahre
· Nutzungswert Gebäude 1-13 Jahre

Eine Sachanlage wird bei Abgang oder dann, wenn kein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen aus der fortgesetzten Nutzung des Vermögenswerts erwartet wird, ausgebucht. Der sich aus dem Verkauf oder der Stilllegung einer Sachanlage ergebende Gewinn oder Verlust bestimmt sich als Differenz zwischen dem Veräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswertes und wird erfolgswirksam erfasst.

3.8. Wertminderungen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten

Zu jedem Abschlussstichtag überprüft der Konzern die Buchwerte der Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte, um festzustellen, ob es Anhaltspunkte für eine eingetretene Wertminderung dieser Vermögenswerte gibt. Sind solche Anhaltspunkte erkennbar, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes geschätzt, um den Umfang eines eventuellen Wertminderungsaufwands festzustellen. Kann der erzielbare Betrag für den einzelnen Vermögenswert nicht geschätzt werden, erfolgt die Schätzung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, zu welcher der Vermögenswert gehört.

Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer bzw. bei solchen, die noch nicht für eine Nutzung zur Verfügung stehen, wird mindestens jährlich und immer dann, wenn ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung vorliegt, ein Wertminderungstest durchgeführt.

Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Bei der Ermittlung des Nutzungswertes werden die geschätzten künftigen Zahlungsströme mit den gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten abgezinst. Dieser Diskontierungssatz stellt eine Vor-Steuer-Größe dar, die auf Grundlage der historischen branchendurchschnittlich gewichteten Kapitalkosten bei und einem Marktzinssatz von 6,5 Prozent geschätzt wurde.

Wenn der geschätzte erzielbare Betrag eines Vermögenswertes oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert unterschreitet, wird der Buchwert des Vermögenswertes oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf den erzielbaren Betrag vermindert.

Sollte sich der Wertminderungsaufwand in der Folge umkehren, wird der Buchwert des Vermögenswertes oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf die jüngste Schätzung des erzielbaren Betrages erhöht. Die Erhöhung des Buchwertes ist dabei auf den Wert beschränkt, der sich ergeben hätte, wenn für den Vermögenswert oder die zahlungsmittelgenerierende Einheit in den Vorjahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Ein etwaiger Geschäfts- oder Firmenwert wird hingegen nicht zugeschrieben.

Die Wertminderungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte werden in der Position Abschreibungen der Konzerngesamtergebnisrechnung erfasst.

3.9. Vorräte

Die Vorräte beinhalten im Wesentlichen Unterrichtsmaterialien sowie Vorräte für die Kantine. Sie werden zu Anschaffungskosten bewertet. Aufgrund der untergeordneten Bedeutung für den Konzernabschluss werden zum Abschlussstichtag keine Abwertungen vorgenommen.

3.10. Finanzielle Vermögenswerte

IFRS 9 legt die Anforderungen für Ansatz und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten fest. Dieser Standard ersetzt IAS 39 Finanzinstrumente. IFRS 9 enthält drei grundsätzliche Kategorien zur Klassifizierung von finanziellen Vermögenswerten: zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im sonstigen Ergebnis bewertet (FVOCI) sowie zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust bewertet (FVTPL). Bei dem Abschluss handelt es sich um einen erstmaligen Abschluss nach IFRS. Effekte aufgrund der Umstellung auf IFRS 9 entstehen daher nicht.

Die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte nach IFRS 9 erfolgt auf der Grundlage des Geschäftsmodells des Unternehmens zur Steuerung finanzieller Vermögenswerte und der Eigenschaften der vertraglichen Zahlungsströme. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden ab dem Zeitpunkt, zu dem sie entstanden sind, angesetzt.

Die finanziellen Vermögenswerte der Career Partner Gruppe setzen sich aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen Vermögenswerten sowie Zahlungsmitteln zusammen.

Die Erfassung der finanziellen Vermögenswerte der Career Partner Gruppe erfolgt erstmals am Handelstag, wenn das Unternehmen Vertragspartei nach den Vertragsbestimmungen des Finanzinstruments wird. Der Ansatz erfolgt hierbei zum Erfüllungsbetrag.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von Career Partner haben keine wesentliche Finanzierungskomponente und werden daher beim erstmaligen Ansatz zum Transaktionspreis bewertet. Die Zahlungsmittel werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden nicht verkauft und gewöhnlich selbst beigetrieben. Darüber hinaus enthalten die zugrunde liegenden Verträge ausschließlich den Anspruch auf Zahlung der Forderung und erfüllen die Voraussetzungen für "Standard Zahlungsstrombedingungen". Aus diesen Gründen werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen über die Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten" folgebewertet. Die Zahlungsmittel sowie die sonstigen Vermögenswerte werden ebenfalls "zu fortgeführten Anschaffungskosten" folgebewertet.

Die Risikovorsorge und damit auch die Wertberichtigungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen basieren auf dem Modell erwarteter Kreditausfälle des IFRS 9. Der Bewertungsansatz ist abhängig von dem Kreditrisiko der Gegenpartei zum Bewertungsstichtag. Dabei kommt ein vereinfachter Ansatz auf Basis einer Ausfallrate und individueller Einzelwertberichtigungen zur Anwendung ("Lifetime Expected Credit Loss").

Der Konzern betrachtet einen finanziellen Vermögenswert als individuell wertgemindert, wenn:

· es unwahrscheinlich ist, dass der Schuldner seine Kreditverpflichtung vollständig zahlen kann, ohne dass Maßnahmen wie die Verwertung von Sicherheiten (falls welche vorhanden sind) ergriffen werden oder

· der finanzielle Vermögenswert mehr als 90 Tage überfällig ist.

Der Konzern bucht einen finanziellen Vermögenswert aus, wenn die vertraglichen Rechte hinsichtlich der Zahlungsströme aus dem finanziellen Vermögenswert auslaufen oder er die Rechte zum Erhalt der Zahlungsströme in einer Transaktion überträgt, in der auch alle wesentlichen mit dem Eigentum des finanziellen Vermögenswertes verbundenen Risiken und Chancen übertragen werden oder mit einer Einbringlichkeit nicht mehr gerechnet wird.

Saldierungen von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten werden nicht durchgeführt, da die notwendigen Voraussetzungen nicht vorliegen. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden nur dann saldiert und in der Bilanz als Nettobetrag ausgewiesen, wenn der Konzern einen gegenwärtigen, durchsetzbaren Rechtsanspruch hat, die erfassten Beträge miteinander zu verrechnen, und es beabsichtigt ist, entweder den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Verwertung des betreffenden Vermögenswertes die dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen. Diese notwendigen Voraussetzungen wurden nicht erfüllt. Demnach wurde keine Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten durchgeführt.

3.11. Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand in Bezug auf Vermögenswerte werden zunächst als passivische Abgrenzungsposten zum beizulegenden Zeitwert erfasst, sobald hinreichende Sicherheit darüber besteht, dass sie gewährt werden und der Konzern die mit der Zuwendung verbundenen Bedingungen erfüllen wird. Anschließend werden diese sonstigen Zuwendungen der öffentlichen Hand planmäßig als sonstige Erträge in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Zuwendungen, die den Konzern für angefallene Aufwendungen kompensieren, werden planmäßig in den Zeiträumen, in denen die Aufwendungen erfasst werden, als sonstige Erträge in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

3.12. Leasing

IFRS 16 ersetzt die vorhandenen Regelungen zu Leasingverhältnissen: IAS 17 Leasingverhältnisse, IFRIC 4 Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, SIC-15 Operating-Leasingverhältnisse-Anreize und SIC-27 Beurteilung des wirtschaftlichen Gehalts von Transaktionen in der rechtlichen Form von Leasingverhältnissen. IFRS 16 führt für den Leasingnehmer ein einheitliches Rechnungslegungsmodell ein, wonach Leasingverhältnisse in der Bilanz zu erfassen sind. Ein Leasingnehmer erfasst ein Nutzungsrecht (right-of-use asset), welches sein zeitlich befristetes Recht auf die Nutzung des zugrundeliegenden Vermögenswerts abbildet, sowie eine Schuld aus dem Leasingverhältnis, die seine Verpflichtung zu Leasingzahlungen darstellt. Die Bilanzierung beim Leasinggeber ist im Wesentlichen gleich geblieben.

Career Partner hat die Regelungen des IFRS 16 Leasingverhältnisse vorzeitig zum 01.01.2018 angewendet. Zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 existierten keinerlei Leasingverhältnisse, so dass aus der erstmaligen Anwendung keine Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten zu bilanzieren waren. Sämtliche Leasingverhältnisse wurden im Rahmen des am 10.01.2018 erfolgten Unternehmenszusammenschlusses erworben. Im Erwerbszeitpunkt hat Career Partner die Leasingverhältnisse, bei denen die erworbenen Unternehmen Leasingnehmer waren, so bilanziert, als wären die Leasingverhältnisse im Erwerbszeitpunkt neu abgeschlossen worden. Dementsprechend wurde der Barwert der Leasingverbindlichkeiten basierend auf den zukünftig, über die verbleibende Laufzeit des Leasingverhältnisses, zu zahlenden Leasingraten ermittelt. Als Grenzfremdkapitalzinssatz für die Diskontierung wurde ein laufzeitabhängiger, risikoloser Zinssatz zzgl. einer Marge von 6% verwendet. Career Partner hat mehrere vorteilhafte Leasingverhältnisse identifiziert, so dass die hierauf entfallenden Nutzungsrechte in Summe mit EUR 415.181 die Leasingverbindlichkeiten übersteigen. Zudem wurden auch mehrere unvorteilhafte Leasingverhältnisse identifiziert. Deren Nutzungsrechte wurden entsprechend mit den - im Vergleich zu den Leasingverbindlichkeiten - um EUR 4.283.328 geringeren Anschaffungskosten bilanziert. Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten wurden für solche Leasingverhältnisse nicht angesetzt, deren verbleibende Laufzeit des Leasingverhältnisses am 10.01.2018 maximal 12 Monate betragen hat oder bei deren der Leasinggegenstand von geringem Wert ist.

Leasingverhältnisse, bei denen der Konzern Leasingnehmer ist

Career Partner mietet Gebäude, PKW´s und sonstige Vermögenswerte (Drucker, Kopierer etc.). Die Immobilienmietverträge betreffen im Wesentlichen die Räumlichkeiten für den Universitätsbetrieb (Vorlesungssäle, Cafeterien, etc.), Verwaltungsgebäude und Parkplätze sowie Studentenwohnheime. Zudem zählt das Schulungsgebäude der Steigenberger Hotel- und Berufsfachschulen dazu.

Üblicherweise haben die Immobilienleasingverträge zunächst eine feste Vertragslaufzeit über 3 bis 20 Jahre, die ergänzt wird durch einseitig durch Career Partner ausübbare Verlängerungsoptionen über weitere 2 bis 10 Jahre.

Career Partner bilanziert ein Nutzungsrecht und eine Leasingverbindlichkeit zu Beginn der Nutzungsüberlassung.

Das Nutzungsrecht wird planmäßig entweder über die Laufzeit des Leasingverhältnisses oder die Nutzungsdauer des Vermögenswerts, je nachdem, welcher Zeitraum kürzer ist, linear abgeschrieben. Darüber hinaus wird das Nutzungsrecht wertberichtigt, sofern Anhaltspunkte für eine Wertberichtigung vorliegen, und um bestimmte Neubewertungen der Leasingverbindlichkeit angepasst.

Die Leasingverbindlichkeit wird zum Barwert der künftigen Leasingzahlungen bilanziert. Die Abzinsung erfolgt mit dem dem Leasingverhältnis zugrunde liegenden Zinssatz oder, sofern dieser nicht bestimmbar ist, dem leasingnehmerindividuellen Grenzfremdkapitalzinssatz. Die Leasingzahlungen, welche in die Berechnung der Leasingverbindlichkeit eingehen, umfassen:

· fixe Zahlungen,

· variable Leasingzahlungen, die von einem Index oder einem Kurs abhängen, anfänglich gemessen mittels des Indizes oder Kurses zu Beginn der Nutzungsüberlassung,

· den Betrag, welcher unter einer Residualwertgarantie erwartet wird; und

· den Ausübungspreis einer Kaufoption, falls deren Ausübung hinreichend sicher ist, Leasingzahlungen einer Verlängerungsoption, falls deren Ausübung hinreichend sicher ist, und Strafzahlungen für eine frühzeitige Beendigung des Leasingverhältnisses, falls deren Ausübung hinreichend sicher ist.

Leasingverbindlichkeiten werden mittels der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sie werden neubewertet, falls aufgrund einer Änderung des Indizes oder Kurses eine Änderung der Höhe der Leasingzahlungen eintritt, falls sich die Schätzung des erwarteten Betrags der Inanspruchnahme unter einer Residualwertgarantie ändert oder falls der Konzern seine Einschätzung bezüglich der Ausübung einer Kaufoption, Verlängerungsoption oder vorzeitigen Kündigungsoption ändert.

Wird eine Leasingverbindlichkeit entsprechend neubewertet, wird der Buchwert des Nutzungsrechts analog angepasst. Verringert sich die Leasingverbindlichkeit und übersteigt der Betrag der Anpassung den Buchwert des Nutzungsrechts, ist der den Buchwert übersteigende Anpassungsbetrag im Aufwand zu erfassen.

Career Partner bilanziert keine Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten für kurzfristige Leasingverhältnisse (≤12 Monaten) und Leasingverhältnisse, bei denen der Leasinggegenstand von geringem Wert ist. Der Konzern erfasst den Aufwand für diese Leasingverhältnisse linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses. Der Konzern macht zudem von der Möglichkeit der Portfoliobilanzierung Gebrauch. Teilweise beinhalten die Leasingverträge Leasing- und Nicht-Leasingkomponenten, insbesondere bei PKWs. Hier macht der Konzern von dem Wahlrecht Gebrauch, diese Verträge insgesamt als Leasing zu behandeln.

Die Entwicklung der Nutzungsrechte ist dem Anlagespiegel in Angabe 15 zu entnehmen. Die Leasingverbindlichkeiten entwickelten sich in 2018 wie folgt:

in € 2018 2017
Stand zu Beginn des Jahres 0 0
Erwerb durch Unternehmenszusammenschluss 28.710.689 0
Zugang 7.169.261 0
Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten 1.965.639 0
Zahlungsmittelabflüsse für Leasingverhältnisse 5.140.358 0
Stand zum Ende es Jahres 32.705.232 0

In 2018 ergaben sich folgende Auswirkungen von IFRS 16 auf die Gesamtergebnisrechnung.

Abschreibungen auf Nutzungsrechte 4.055.250
Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten 1.965.639
Aufwendungen für kurzfristige Leasingverhältnisse 677.498
Aufwendungen für Leasingverhältnisse über einen Vermögenswert von geringem Wert 0
Gesamt 6.698.387

Zum Bilanzstichtag ist der Konzern neue Leasingverbindlichkeiten in Höhe von EUR 1.611.418 eingegangen, deren Laufzeit erst in 2019 beginnt. Der Konzern erwartet, dass die Anwendung des IFRS 16 keine Auswirkungen auf seine Fähigkeit hat, die in Anhangangabe 25 beschriebenen überarbeiteten Darlehensbedingungen hinsichtlich der zulässigen Obergrenze der Fremdkapitalaufnahme zu erfüllen.

Leasingverhältnisse, bei denen der Konzern Leasinggeber ist

Die seitens des Konzerns angemieteten Studentenwohnheime und teilweise auch die Parkplätze dienen der Weitervermietung an unsere Studenten. Die Mieten sind marktüblich.

3.13. Barmittel und Bankguthaben

Barmittel und Bankguthaben werden zu Anschaffungskosten bewertet. Sie umfassen Barbestände, auf Abruf zur Verfügung stehende Bankguthaben und andere kurzfristige hochliquide finanzielle Vermögenswerte, die im Zeitpunkt der Anschaffung eine Laufzeit von maximal drei Monaten aufweisen.

3.14 Anteilsbasierte Vergütung

Im vorliegenden Konzernabschluss sind ausschließlich anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente bilanziert. Der beizulegende Zeitwert am Tag der Gewährung anteilsbasierter Vergütungsvereinbarungen an Arbeitnehmer wird als Aufwand mit einer entsprechenden Erhöhung des Eigenkapitals über den Zeitraum erfasst, in dem die Arbeitnehmer einen uneingeschränkten Anspruch auf die Prämien erwerben. Der als Aufwand erfasste Betrag wird angepasst, um die Anzahl der Prämien widerzuspiegeln, für die die entsprechenden Dienstbedingungen und marktunabhängigen Leistungsbedingungen erwartungsgemäß erfüllt werden, sodass der letztlich als Aufwand erfasste Betrag auf der Anzahl der Prämien basiert, die die entsprechenden Dienstbedingungen und marktunabhängigen Leistungsbedingungen am Ende des Erdienungszeitraums erfüllen. Für anteilsbasierte Vergütungsprämien mit Nichtausübungsbedingungen wird der beizulegende Zeitwert am Tag der Gewährung unter Berücksichtigung dieser Bedingungen ermittelt; eine Anpassung der Unterschiede zwischen erwarteten und tatsächlichen Ergebnissen ist nicht vorzunehmen.

3.15. Pensionsrückstellungen

Die Nettoverpflichtung des Konzerns im Hinblick auf den vorhandenen leistungsorientierten Plan wird berechnet, indem die künftigen Leistungen geschätzt werden, welche der ausgeschiedene Anwärter in früheren Perioden erdient hat. Dieser Betrag wird abgezinst. Die Berechnung der leistungsorientierten Verpflichtungen wird jährlich mittels des international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected Unit Credit Method) von einem anerkannten Versicherungsmathematiker durchgeführt.

Neubewertungen der Schuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen werden grundsätzlich unter Berücksichtigung latenter Steuern unmittelbar im sonstigen Ergebnis erfasst. Die Neubewertung umfasst die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus der Defined Benefit Obligation, die z.B. aus Abweichungen zwischen tatsächlichen Trends und Bewertungsannahmen entstehen können. Der Konzern ermittelt die Nettozinsaufwendungen (Erträge) auf die Schuld (Vermögenswert) aus leistungsorientierten Versorgungsplänen für die Berichtsperiode mittels Anwendung des Abzinsungssatzes, der für die Bewertung der leistungsorientierten Verpflichtung zu Beginn der jährlichen Berichtsperiode verwendet wurde. Dieser Abzinsungssatz wird auf die Nettoschuld (Vermögenswert) aus leistungsorientierten Versorgungsplänen zu diesem Zeitpunkt angewendet. Dabei werden etwaige Änderungen berücksichtigt, die infolge der Beitrags- und Leistungszahlungen im Verlauf der Berichtsperiode bei der Schuld (Vermögenswert) aus leistungsorientierten Versorgungsplänen eintreten.

3.16. Sonstige Rückstellungen

Rückstellungen werden gebildet, wenn der Konzern eine gegenwärtige Verpflichtung (rechtlicher oder faktischer Natur) aus einem vergangenen Ereignis hat und es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung mit dem Abfluss von Ressourcen einhergeht und eine verlässliche Schätzung des Betrages der Rückstellung möglich ist.

Der angesetzte Rückstellungsbetrag ist der beste Schätzwert, der sich am Abschlussstichtag für die hinzugebende Leistung ergibt, um die gegenwärtige Verpflichtung zu erfüllen. Dabei sind der Verpflichtung inhärente Risiken und Unsicherheiten zu berücksichtigen. Wird eine Rückstellung auf Basis der für die Erfüllung der Verpflichtung geschätzten Zahlungsströme bewertet, sind diese Zahlungsströme abzuzinsen, sofern der Zinseffekt wesentlich ist.

Kann davon ausgegangen werden, dass Teile oder der gesamte zur Erfüllung der Rückstellung notwendige wirtschaftliche Nutzen durch einen außenstehenden Dritten erstattet wird, wird dieser Anspruch als Vermögenswert aktiviert, wenn die Erstattung so gut wie sicher ist und ihr Betrag zuverlässig geschätzt werden kann.

Eine Schuld für Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird erfasst, wenn der Konzern das Angebot solcher Leistungen nicht mehr zurückziehen kann oder, falls früher, der Konzern damit zusammenhängende Kosten für eine Restrukturierung erfasst hat.

3.17. Finanzielle Verbindlichkeiten

IFRS 9 legt die Anforderungen für Ansatz und Bewertung von finanziellen Verbindlichkeiten fest. Dieser Standard ersetzt IAS 39 Finanzinstrumente. IFRS 9 enthält grundsätzlich folgende Kategorien zur Klassifizierung von finanziellen Verbindlichkeiten: zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust bewertet. Bei dem Abschluss handelt es sich um einen erstmaligen Abschluss nach IFRS. Effekte aufgrund der Umstellung auf IFRS 9 entstehen daher nicht.

Eine finanzielle Verbindlichkeit wird zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust bewertet, wenn sie als zu Handelszwecken gehalten einstuft wird, ein Derivat ist oder beim Ersatzansatz als ein solches designiert wird. Andere finanzielle Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten mittels der Effektivzinsmethode bewertet.

Die Erfassung der finanziellen Verbindlichkeiten der Career Partner Gruppe erfolgt erstmals am Erfüllungstag, wenn das Unternehmen Vertragspartei nach den Vertragsbestimmungen des Finanzinstruments wird.

Die finanziellen Verbindlichkeiten des Career Partner Konzerns setzen sich ausschließlich aus originären Finanzinstrumenten zusammen.

Diese werden zu dem Zeitpunkt in der Konzernbilanz von Career Partner erfasst, wenn die vertragliche Pflicht besteht, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte auf eine andere Partei zu übertragen. Die finanziellen Verbindlichkeiten gehören zur Kategorie "fortgeführte Anschaffungskosten" und werden zum Rückzahlungsbetrag bzw. zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Bei Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von unter einem Jahr besteht die Annahme, dass der beizulegende Zeitwert dem Rückzahlungswert entspricht. Unverzinsliche Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind bei Career Partner nicht vorhanden. Direkt zurechenbare Transaktionskosten werden bei den Verbindlichkeiten ebenfalls angesetzt und unter Anwendung der Effektivzinsmethode über die vertragliche Laufzeit amortisiert.

Zinsaufwendungen der Finanzschulden werden erfolgswirksam im Finanzergebnis erfasst.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind.

Saldierungen von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten werden nicht durchgeführt, da die notwendigen Voraussetzungen nicht vorliegen. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden nur dann saldiert und in der Bilanz als Nettobetrag ausgewiesen, wenn der Konzern einen gegenwärtigen, durchsetzbaren Rechtsanspruch hat, die erfassten Beträge miteinander zu verrechnen, und es beabsichtigt ist, entweder den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Verwertung des betreffenden Vermögenswertes die dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen. Diese notwendigen Voraussetzungen wurden nicht erfüllt. Demnach wurde keine Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten durchgeführt.

3.18. Sonstige Verbindlichkeiten

Diese Position umfasst im Wesentlichen Steuerverbindlichkeiten, erhaltene Anzahlungen sowie Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern, die keine finanziellen Verbindlichkeiten im Sinne von IAS 32 sind. Die sonstigen Verbindlicheiten werden zum Erfüllungsbetrag bewertet.

3.19. Verwendung von Ermessensentscheidungen und Schätzungen

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfordert von den gesetzlichen Vertretern Ermessensentscheidungen und Schätzungen, die die Anwendung von Rechnungslegungsmethoden und die ausgewiesenen Beträge der Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen betreffen. Tatsächliche Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.

Ermessensentscheidungen

Informationen über Ermessensentscheidungen bei der Anwendung der Rechnungslegungsmethoden, die die im Abschluss erfassten Beträge am wesentlichsten beieinflussen, sind in den nachstehenden Anhangangaben enthalten:

· Anhangangabe 2: Erwerb von Tochterunternehmen

· Anhangangabe 3.17: Finanzielle Verbindlichkeiten

· Anhangangabe 3.15: Pensionsrückstellungen

· Anhangangabe 3.12: Leasing

· Anhangangabe 3.10: Finanzielle Vermögenswerte

· Anhangangabe 3.8 Wertminderungen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte

· Anhangangabe 3.4: Erlösrealisierung

· Anhangangabe 3.5: Ertragsteuern

Annahmen und Schätzungsunsicherheiten

Informationen über Annahmen und Schätzungsunsicherheiten zum 31.12.2018, durch die ein beträchtliches Risiko entstehen kann, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden erforderlich wird, sind in den nachstehenden Anangangaben enthalten:

· Anhangangabe 5: Umsatzerlöse

· Anhangangabe 24: Pensionsrückstellungen

· Anhangangabe 13: Geschäfts- oder Firmenwert

Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte

Eine Reihe von Rechnungslegungsmethoden und Angaben des Konzerns verlangen die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte für finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.

Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld verwendet der Konzern, soweit wie möglich, am Markt beobachtbare Daten. Dabei berücksichtigt der Konzern bestimmte Merkmale des Vermögenswerts oder der Schuld (bspw. Zustand und Standort des Vermögenswerts oder Verkaufs- und Nutzungsbeschränkungen), wenn Marktteilnehmer diese Merkmale bei der Preisfestlegung für den Erwerb des jeweiligen Vermögenswerts oder die Übertragung der Schuld zum Bewertungsstichtag ebenfalls berücksichtigen würden. Im vorliegenden Konzernabschluss wird der beizulegende Zeitwert für die Bewertung und/oder die Angabepflichten grundsätzlich auf dieser Grundlage ermittelt.

Davon ausgenommen sind:

· anteilsbasierte Vergütungen im Anwendungsbereich von IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütung,

· Leasingverhältnisse im Anwendungsbereich von IFRS 16

· Bewertungsmaßstäbe, die dem beizulegenden Zeitwert ähneln, ihm aber nicht entsprechen, z. B. der Nettoveräußerungswert in IAS 2 Vorräte oder der Nutzungswert in IAS 36 Wertminderung von Vermögenswerten.

Basierend auf den in den Bewertungstechniken verwendeten Inputfaktoren werden die beizulegenden Zeitwerte in unterschiedliche Stufen in der Fair Value-Hierarchie eingeordnet:

· Stufe 1: Notierte Preise (unbereinigt) auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Schulden

· Stufe 2: Bewertungsparameter, bei denen es sich nicht um die in Stufe 1 berücksichtigten, notierten Preise handelt, die sich aber für den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt (das heißt als Preis) oder indirekt (das heißt als Ableitung von Preisen) beobachten lassen

· Stufe 3: Bewertungsparameter für Vermögenswerte oder Schulden, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen.

Wenn die zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld verwendeten Inputfaktoren in unterschiedliche Stufen der Fair Value-Hierarchie eingeordnet werden können, wird die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in ihrer Gesamtheit der Stufe der Fair Value-Hierarchie zugeordnet, die dem niedrigsten Inputfaktor entspricht, der für die Bewertung insgesamt wesentlich ist.

Der Konzern erfasst Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Fair Value-Hierarchie zum Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist.

Weitere Informationen zu den Annahmen bei der Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte sind in den nachstehenden Anhangangaben enthalten:

· Anhangangabe 2: Erwerb von Tochterunternehmen

· Anhangangabe 13: Geschäfts- oder Firmenwerte

· Anhangangabe 21: Anteilsbasierte Vergütungsvereinbarungen

· Anhangangabe 24: Pensionsrückstellungen

3.20. Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - Geänderte Standards und Interpretationen

Der Konzern stellt erstmals einen Konzernabschluss auf und wendet die Regelungen des IFRS 1 an. Es entstehen demnach für den Konzern keine Auswirkungen aufgrund von geänderten Standards und Interpretationen. Der Konzern hat in der Periode die neuen Standards IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden, IFRS 9 Finanzinstrumente und durch die Möglichkeit der vorzeitigen Anwendung auch IFRS 16 Leasingverhältnisse angewendet. Da der Konzernabschluss erstmalig aufgstellt wurde, sind keine Überleitungen oder angepassten Vorjahreswerte erforderlich.

3.21. Neue, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards und Interpretationen

Eine Reihe neuer Standards sind in der ersten Berichtsperiode eines nach dem 01.01.2018 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden, wobei eine vorzeitige Anwendung möglich ist. Der Konzern hat sich dazu entschiedenen IFRS 16 Leasingverhältnisse, der verpflichtend für die Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.01.2019 beginnen, anzuwenden ist, vorzeitig anzuwenden. Weitere neue oder geänderte Standards hat der Konzern bei der Erstellung dieses Konzernabschlusses nicht vorzeitig angewendet. Diese werden erst zum Zeitpunkt ihrer verpflichtenden Anwendung umgesetzt.

Die nachstehenden geänderten Standards und Interpretationen haben voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss:

· IFRIC 23 Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung (Erstmalige Anwendung: 01.01.2019)

· Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung (Änderungen an IFRS 9) (Erstmalige Anwendung: 01.01.2019)

· Langfristige Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures (Änderungen an IAS 28) (Erstmalige Anwendung: 01.01.2019)

· Planänderung, -kürzung oder -abgeltung (Änderungen an IAS 19) (Erstmalige Anwendung: 01.01.2019)

· Annual Improvements to IFRS-Standards 2015-2017: diverse Standards (Erstmalige Anwendung: 01.01.2019)

· Änderungen der Verweise auf das Rahmenkonzept in den IFRS-Standards (Erstmalige Anwendung: 01.01.2020)

· Definition eines Geschäftsbetriebs (Änderung an IFRS 3) (Erstmalige Anwendung: 01.01.2020)

· Definition von Wesentlichkeit (Änderung an IAS 1 und IAS 8) (Erstmalige Anwendung: 01.01.2020)

· IFRS 17 Versicherungsverträge (Erstmalige Anwendung: 01.01.2021)

4. Angaben zu Tochterunternehmen

Einzelheiten zu den Tochterunternehmen zum Bilanzstichtag sind nachstehend aufgeführt.

Anteilsbesitzliste nach § 313 Abs. 2 HGB

Gesellschaft Sitz Eigenkapital Ergebnis 31.12.2018 Kapitalanteil 31.12.2018
%
In den Konzernabschlusseinbezogene Tochterunternehmen
Oakley CP MidCo GmbH * München 104.595.816 0 100
Career Partner Group GmbH * München 102.956.069 -2.791.423 100
IUBH Internationale Hochschule GmbH * Bad Honnef 22.480.763 22.992.828 100
IUBH GmbH Wien, Österreich -437.645 -455.145 100
Career Partner GmbH * München 2.515.371 48.967 100
Career Partner Service GmbH * Bad Honnef -578.239 89.017 100
Proaktiv Management Training und Beratung in Management und Verkauf GmbH * München 935.478 -191.265 100
hr Team Horst Rückle GmbH Holzgerlingen 349.478 39.846 100
Career Partner IT Services GmbH München 8.368 38.568 100
Career Partner Human Ressource & Financial Services GmbH München 5.533 8.154 100
Career Partner Sales and Marketing GmbH München -4.755 93.089 100
Delveo GmbH München 6.847 -10.072 100
Steigenberger Akademie GmbH Bad Reichenhall -2.232.609 137.648 100
Steigenberger Hotelberufsfachschule GmbH Bad Reichenhall -265.525 -202.387 100
Steigenberger Hotelfachschule gGmbH * Bad Reichenhall 136.637 -8.126 100
Steigenberger Berufsfachschule für Assistenten im Hotel- und Tourismusmanagement gGmbH Bad Reichenhall 75.917 -45.942 100

Aus Wesentlichkeitsgründen ist die Gesellschaft IUBH Irland Limited mit Sitz in Killarney, Irland, an dem die Konzernmutter 100% der Anteile hält[LH1] [KM2] , nicht in den Konzernabschluss mit einbezogen. Die Gesellschaft hat ein Eigenkapital i.H.V. EUR 0 und ein Jahresergebnis von EUR -1.123.

Zusammensetzung des Konzerns

Hauptgeschäft Sitz Anzahl der 100%igen Tochterunternehmen
31.12.2018 31.12.2017 26.09.2017
Hochschule Deutschland 1 0 0
Hochschule Österreich 1 0 0
Berufsausbildung Deutschland 4 0 0
Weiterbildung Deutschland 1 0 0
Sonstiges Deutschland 9 2 0
16 2 0

5. Umsatzerlöse

Bei dem Abschluss handelt es sich um einen erstmaligen Abschluss nach IFRS. Effekte aufgrund der Umstellung auf IFRS 15 auf die Erlöse aus Verträgen mit Kunden des Konzerns entstehen daher nicht. Da mit Erwerb der operativen Gesellschaften im Geschäftsjahr 2018 erstmals Umsatzerlöse erwirtschaftet wurden, erfolgte keine Anwendung einer Übergangsmethode.

Umsatzerlösströme

Career Partner erzielt Umsatzerlöse im Wesentlichen aus Studiengebühren aus Präsenzstudiumsangeboten sowie den dualen, berufsbegleitenden und Fernstudienangeboten und aus Ausbildungsangeboten. Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

in € 2018 2017
Umsatzerlöse aus Studiengebühren 71.370.295 0
Umsatzerlöse aus Schulungen und Seminaren 5.155.365 0
Umsatzerlöse aus Vermietung 1.760.206 0
Umsatzerlöse aus Verpflegung 1.147.858 0
Sonstige Umsatzerlöse 1.546.966 0
80.980.691 0

Von den Umsatzerlöse werden Erlöse i.H.v. EUR 78.848.988 aus Verträgen mit Kunden erzielt. Die Umsatzerlöse aus Vermietung (IFRS 16) betragen EUR 1.760.206. Darüber hinaus sind in den Umsatzerlösen Erlöse aus Studiengangwechsel und Neuausstellung von Studierendenausweisen sowie Semestertickets und Vermittlungsgebühren für Auslandssemester i.H.v. EUR 371.497 enthalten.

Vertragssalden

Die folgende Tabelle gibt Auskunft über Forderungen und Vertragsverbindlichkeiten aus Verträgen mit Kunden.

in € 31.12.2018 31.12.2017 26.09.2017
Forderungen, die in Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten sind 4.509.235 0 0
Vertragsverbindlichkeiten 22.126.811 0 0

Bei den Vertragsverbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um Studiengebühren, die über einen bestimmten Zeitraum als Umsatzerlöse realisiert werden. Die Semester fangen jeweils zum 01.03. und zum 01.10. eines Jahres an. Den Studierenden steht dabei frei, ob die Semestergebühren pro Monat, pro Semester oder jährlich im Voraus entrichtet werden. Die vorausgezahlten Studiengebühren werden über die entsprechende Dauer abgegrenzt. Im Fall, dass Studierende die Studiengebühren für das gesamte Studium zu Beginn der Studienzeit vorauszahlen, können Erstattungsansprüche entstehen, sofern der Studienvertrag vorzeitig beendet wird. Zusätzlich ist in den Vertragsverbindlichkeiten eine Umsatzabgrenzung für die Möglichkeit der kostenlosen Vertragsverlängerung der Studenten im Wesentlichen im Fernstudium enhalten.

Darüber hinaus sind in den Vertragsverbindlichkeiten Gebühren für Managementschulungen, die eine der Tochtergesellschaft anbietet, und Gebühren für Ratenzahlungen enthalten.

in € 31.12.2018 31.12.2017 26.09.2017
Studiengebühren 20.959.185 0 0
Sonstige 1.167.626
22.126.811
Langfristig 7.331.522 0 0
Kurzfristig 14.795.289 0 0
22.126.811

Zu Beginn der Periode bestanden keine Vertragsverbindlichkeiten. In den in 2018 erfassten Umsatzerlösen sind keine Umsatzerlöse aus in früheren Perioden erfüllten Leistungsverpflichtungen enthalten. Im Rahmen der Akquisition wurden Vertragsverbindlichkeiten i.H.v. EUR 17.633.449 übernommen.

Leistungsverpflichtungen und Methoden der Erlöserfassung

Der Umsatz wird auf Grundlage der in einem Vertrag mit einem Kunden festgelegten Gegenleistung gemessen. Der Konzern erfasst Erlöse, wenn er die Verfügungsgewalt über ein Gut oder Dienstleistung an einen Kunden überträgt. Weitere Informationen über Art und Zeitpunkt der Erfüllung von Leistungsverpflichtungen aus Verträgen mit Kunden, einschließlich wesentlicher Zahlungsbedingungen, und die damit verbundenen Grundsätze der Erlösrealisierung sind in der folgenden Tabelle enthalten:

Art der Dienstleistung Art und Zeitpunkt der Erfüllung der Leistungsverpflichtung, einschließlich wesentlicher Zahlungsbedingungen Erlösrealisierung / Erwartete Zeitspanne für die Vereinnahmung der Vertragsverbindlichkeit
Internationale On Campus Studiengänge Das Campusstudium in Bad Honnef und Berlin umfasst Bachelor-, Master- und MBA-Programme. Rechnungen werden gemäß den vertraglichen Vereinbarungen gestellt. Die Rechnungen sind zahlbar bei Erstsemester bis 6 Wochen vor Studienbeginn, bei Folgesemestern bis 12 Wochen vor Semesterbeginn. Die Rechnungen werden grundsätzlich 7 Wochen vor Fälligkeit gestellt. Die Erfassung der Umsatzerlöse erfolgt monatlich in Höhe der monatlichen Studiengebühren. 1 - 3 Jahre
Duales Studium An deutschlandweit zwölf Studienorten bietet die IUBH duale Bachelorstudiengänge aus den Bereichen Gesundheit, Immobilien, Industrie & Logistik, Marketing & Vertrieb, Personalmanagement, Projektmanagement, Steuern & Rechnungswesen, Soziale Arbeit und Tourismus an. Rechnungen werden gemäß den vertraglichen Vereinbarungen gestellt und sind in der Regel innerhalb von 15 Tagen zahlbar. Die Erfassung der Umsatzerlöse erfolgt monatlich in Höhe der monatlichen Gebühren für das duale Studium. 1 - 3 Jahre
Fernstudium Das Studienangebot umfasst deutsch- und englischsprachige Bachelor-, Master- und MBA-Programme mit über 30 Spezialisierungen für verschiedenste Branchen und Aufgabenbereiche. Die Studenten können bei dem Online-Fernstudium zwischen Laufzeiten von 36, 48 und 72 Monaten wählen. Bei einem Masterstudium sind Laufzeiten ab 12 Monaten bis zu 48 Monaten möglich. Die Kosten für das Studium steigen mit zunehmender Laufzeit an. Bei allen Laufzeiten können die Studenten eine kostenlose Verlängerung von bis zu 18 Monaten in Anspruch nehmen, um das Studium abzuschließen. Neben den monatlichen Studiengebühren wird eine Graduierungsgebühr erhoben. Da Vorleistungen der Studenten auf die Prüfungen angerechnet werden, erfolgt eine entsprechende Berücksichtigung durch eine Preisreduzierung. Im Wesentlichen erfolgt eine monatliche Zahlung, die bis zum 3. des jeweiligen Monats zu leisten ist. Die Erlöse werden im Wesentlichen über die jeweilige Regelstudienzeit erfasst und auf Basis von vergangenen Erfahrungswerten hinsichtlich erworbener ECTS-Punkte auch auf den kostenlosen Verlängerungszeitraum verteilt. Hierfür wird während der Regelstudienzeit eine Abgrenzung gebildet, die als passivischer Abgrenzungsposten ausgewiesen wird.Der Faktor zur Berechnung des Abgrenzungspostens wird anhand historischer Werte nach Zeitmodell (Programmlaufzeit) berechnet. Für die Ermittlung des entsprechenden Faktors je Programmlaufzeit (z.B. 12, 24, 36 Monate) werden Studierende berücksichtigt, die ihr Studium entweder bereits abgeschlossen bzw. abgebrochen haben oder sich innerhalb der kostenlosen Verlängerung befinden. Diese Faktoren werden dann auf die aktuelle Studentenpopulation angewandt um die Abgrenzung zu bilden, die als passiver Abgrenzungsposten unter der Position Vertragsverbindlichkeiten ausgewiesen wird. 1 - 6 Jahre
Online Trainings Das Programm der IUBH umfasst über 150 Online Trainings und Zertifikatskurse mit insgesamt mehr als 25.000 Lernstunden für alle betriebswirtschaftlichen Funktionen sowie zentrale Methodenkompetenzen. Die Erfassung der Umsatzerlöse erfolgt monatlich in Höhe der monatlichen Gebühren für die Online Trainings. 1 Jahr
Unternehmensangebote Für Firmenkunden erstellen wir kundenspezifische Trainingsmaßnahmen und bieten Seminare zu den Themengebieten Kommunikation, Persönlichkeitsentwicklung, Führung und Vertrieb an. Rechnungen werden gemäß den vertraglichen Vereinbarungen gestellt und sind in der Regel innerhalb von 14 Tagen zahlbar. Die Umsatzerlöse werden erfasst, wenn die Seminare und Trainings für die Mitarbeiter von Unternehmen durchgeführt wurden.1 - 6 Monate
Berufsausbildung Die Steigenberger Akademie ermöglicht mit verschiedenen Aus- und Weiterbildungen einen professionellen Start für den Aufstieg in Hotellerie, Gastronomie und Tourismus. Rechnungen werden gemäß den vertraglichen Vereinbarungen gestellt. Die vertragliche Gestaltung ist individuell ausgerichtet. Die Zahlungen sind in der Regel vor Beginn des jeweiligen Ausbildungssemesters fällig. Die Erfassung der Umsatzerlöse erfolgt monatlich in Höhe der monatlichen Gebühren für die Berufsausbildung. 0,5 - 3 Jahre
Kantine In den Kantinen und Cafeterien der Hochschulen werden Essensgerichte und Getränke verkauft. Die Zahlungen sind sofort fällig. Die Umsatzerlöse werden erfasst, wenn die Güter in den Kantinen verkauft werden.
Vermietung (Erlöserfassung nach IFRS 16 für Leasinggeber) Wir stellen unseren Studierenden Appartements in Studentenwohnheimen an den Standorten unserer Hochschulen zur Verfügung. Die Mietzahlungen werden monatlich abgerechnet. Die Erfassung der Umsatzerlöse erfolgt monatlich in Höhe der vertraglichen Monatsmieten. 0,5 - 1 Jahr

6. Sonstige Erträge

Die sonstigen Erträge des Geschäftsjahres 2018 resultieren hauptsächlich aus den Zuschüssen aus öffentlicher Hand, die Career Partner im Rahmen des Hochschulpaktes II erhalten hat.

in € 2018 2017
Erträge aus Fördermitteln 2.058.397 0
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 9.584 0
Übrige sonstige Erträge 1.760.892 0
- davon aktiv. Eigenleistungen Studiengänge 892.459 0
- davon aktiv. Eigenleistungen Systemakkreditierung 355.051 0
- davon aktiv. Eigenleistungen Trainingsprogramme 279.593 0
- davon aktiv. Eigenleistungen Software/Website 141.423 0
- davon andere Erträge 92.366 0
3.828.873 0

Der Posten beinhaltet keine Erträge aus der Währungsumrechnung.

7. Materialaufwand

Der Materialaufwand des Geschäftsjahres 2018 enthält im Wesentlichen Studienmaterialien, wie Skripte, Bücher und Trainingsmaterial sowie Aufwendungen aus Catering. Darüber hinaus ist in den Aufwendungen für bezogene Leistungen im Wesentlichen die Vergütung für Gastdozenten enthalten.

in € 2018 2017
Aufwendungen für bezogene Waren, Lehrmaterial und Provisionen 2.021.691 0
Aufwendungen für bezogene Leistungen 5.926.256 0
7.947.947 0

8. Personalaufwand

Der Personalaufwand des Geschäftsjahres 2018 enthält im Wesentlichen Gehälter von Mitarbeitern.

in € 2018 2017
Löhne und Gehälter 32.024.892 0
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 6.070.073 0
38.094.965 0

9. Abschreibungen

In den Abschreibungen sind Wertminderungen auf aktivierte Entwicklungskosten sowie auf Software i.H.v EUR 935.205 enthalten. Die Wertminderungen erfolgten in vollständiger Höhe des Restbuchwertes, weil die entsprechenden Vermögenswerte weder im Konzern weitergenutzt werden können noch veräußerbar sind. Weitere Ausführungen zu diesen Wertminderungen sind in Anhangangabe 14 enthalten.

in € 2018 2017
auf immatierielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 9.375.643 0
Abschreibung as IFRS 16 4.055.249 0
Abschreibungen aus Vermittlungsprovisionen 580.375 0
14.011.267 0

10. Sonstige Aufwendungen

in € 2018 2017
Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 11.762 0
Sonstige Steuern 253.347 0
Fahrzeugkosten 297.149 0
Lizenzen und Konzessionen 575.641 0
Telekommunikations- und IT-Aufwendungen 2.280.800 0
Raumkosten 2.401.113 0
Prüfungs- und Beratungsaufwand 6.829.586 11.910
Werbe- und Reisekosten 11.702.866 0
Übrige sonstige Aufwendungen 1.953.078 87
- davon Porto und Bürobedarf 477.053
- davon Aufwendungen für Studenten (Graduierung, Auslandsstudium) 466.936 0
- davon Versicherungen und Beiträge und Abgaben 355.111 0
- davon Aufwendungen für Bibliothek 176.451 0
- davon Instandhaltung Betriebs- und Geschäftsausstattung 132.767 0
- davon Aufwand für Fremdleistungen 120.455 0
- davon Aufwand für Fortbildung 42.107 0
- davon übrige Aufwendungen 182.198 0
26.305.342 11.997

Der Posten beinhaltet Aufwendungen aus der Währungsumrechnung i.H.v. EUR 1.078,44.

11. Finanzergebnis

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen stammen im Wesentlichen aus dem bestehenden Darlehen zu einer nahestehenden Gesellschaft und einem Dritten.

in € 2018 2017
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 40.205 0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 13.506.394 0
Zinsaufwand nach IFRS 16 1.965.639 0
15.431.828 0

12. Ertragsteuern

Bei der folgenden Überleitungsrechnung wird der rechnerisch erwartete Steueraufwand auf den tatsächlichen Steueraufwand bzw. -ertrag übergeleitet.

in EUR 2018 2017
Ergebnis vor Steuern -17.929.554 -11.997
Erwarteter Ertragsteueraufwand 2018: 32,98%, 2017: 32,98% 0 0
Anpassung des erwarteten Steueraufwands
Auswirkungen abweichender nationaler Steuersätze 11.277 0
Periodenfremde Steuererträge / - aufwendungen -237.878 0
Nicht abzugsfähige Aufwendungen 0 0
Steuervergünstigungen 0 0
Steuereffekte aus Hinzurechnungen und Kürzungen für lokale Steuern 5.083 0
Auswirkungen von nicht angesetzten und wertberichtigten latenten Steuern 0 0
Selbst erstellete immateriellen Vermögensgegenstände -797.684 0
Steuerlich nicht angesetzten Goodwills 74.230 0
Nicht steuerwirksame Abschreibungen auf Beteiligungen 0 0
Nicht steuerwirksame Pensionsverpflichtungen 0 0
Steuereffekte aus Verlustvorträgen -4.028.399 0
Sonstige Änderungen in der Gewinnrücklage 0 0
Neubewertung aus Anlagevermögen -150.244 0
Steuerlich wirksame passive Rechnungsabgrenzung 1.168.950 0
Sonstige 709.080 0
Ertragsteuereinnahme/-aufwand laut Gesamtergebnisrechnung -3.245.585 0
Konzernsteuerquote in % -18% 0

Der erwartete Ertragsteuersatz des Career Partner Konzerns setzt sich zusammen aus dem Körperschaftsteuersatz von 15,0% zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5% auf die Körperschaftsteuer sowie dem Gewerbesteuersatz von 17,15% bei einem durchschnittlichen Hebesatz von 490%. Insgesamt ergibt sich daraus ein Gesamtsteuersatz von 32,98%. Der erwartete Ertragsteueraufwand liegt in 2018 jedoch bei EUR 0, da das Konzernergebnis vor Steuern negativ ist.

Insgesamt ergibt sich im Konzern im Jahr 2018 ein Steuerertrag aus Ertragsteuern i.H.v. EUR 3.245.585 und somit eine negative tatsächliche Konzernsteuerquote i.H.v. -18%.

In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Steuern erfasst:

Im Gewinn oder Verlust wurden folgende Steuern erfasst:

in EUR 2018 2017
tatsächliche Steuern -221.518 0
latente Steuern auf temporäre Differenzen 1.004.331 0
latente Steuern auf Verlustvorträge -4.028.399 0
Gesamt -3.245.585 0

Die latenten Steuern in der Bilanz haben sich während des Geschäftsjahres wie folgt verändert:

2018 Stand netto 01.01. Erfasst im Gewinn / Verlust Erfasst im sonstigen Ergebnis Erworben durch Unternehmenszusammenschluss
Sachanlagen 0 -476.447 6.419.199
Immaterielle Vermögenswerte 0 -681.752 15.987.945
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen 0 50.096 -97.992
Vorräte 0 0 0
Andere finanzielle Verbindlichkeiten 0 302.716 -7.182.895
Leistungen an Arbeitnehmer 0 -33.194 0
Anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente 0 0 0
Sonstige Rückstellungen 0 0 0
Vertragsverbindlichkeiten 0 1.159.203 2.014.010
Andere Posten 0 683.711 -17.370
Steuerliche Verlustvorträge 0 -4.028.399 -104.280
Steueransprüche (-schulden) 0 -3.024.067 0 17.018.617
Saldierung aktive/passive latente Steuern
Summe nach Saldierung
- davon kurzfristig
- davon langfristig
2018 Netto Latente Steueransprüche 31.12.2018 Latente Steuerschulden 31.12.2018
Sachanlagen 5.942.752 0 5.942.752
Immaterielle Vermögenswerte 15.306.192 0 15.306.192
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen -47.896 47.896 0
Vorräte 0 0 0
Andere finanzielle Verbindlichkeiten -6.880.180 6.880.180 0
Leistungen an Arbeitnehmer -33.194 33.194 0
Anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente 0 0 0
Sonstige Rückstellungen 0 0 0
Vertragsverbindlichkeiten 3.173.213 903.029 4.076.242
Andere Posten 666.341 16.377 682.718
Steuerliche Verlustvorträge -4.132.679 4.132.679 0
Steueransprüche (-schulden) 13.994.550 12.013.354 26.007.905
Saldierung aktive/passive latente Steuern -11.143.485 -11.143.485
Summe nach Saldierung 13.994.550 869.869 14.864.420
- davon kurzfristig 869.869 0
- davon langfristig 0 14.864.420

Zum 31. Dezember 2018 belaufen sich die körperschaftsteuerlichen Verlustvorträge auf EUR 23.743.695 (2017: EUR 0) und die gewerbesteuerlichen Verlustvorträge auf EUR 6.554.057 (2017: EUR 0). Diese steuerlichen Verlustvorträge können grundsätzlich auf Ebene der jeweiligen Gesellschaft in den folgenden Veranlagungszeiträumen abgezogen werden.

Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge werden nur insoweit bilanziert, als das voraussichtlich zu versteuerndes Einkommen zur Verrechnung zur Verfügung stehen wird. Zum 31.12.2018 werden aktive latente Steuern auf Verlustvorträge nur bis zur Höhe de sPassivüberhangs auf temporäre Abweichungen angesetzt. Der den Passivüberhang übersteigende Betrag wird nicht aktiviert.

Aktive latente Steuern auf versicherungsmathematische Gewinne (Saldo), die im sonstigen Ergbnis erfasst sind, wurden nicht angesetzt, da mit einer Realisierung nicht gerechnet werden kann.

Aktive latente Steuern auf versicherungsmathematische Gewinne (Saldo), die im sonstigen Ergbnis erfasst sind, wurden nicht angesetzt, da mit einer Realisierung nicht gerechnet werden kann.

13. Geschäfts- oder Firmenwerte

Der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts zum Abschlussstichtag kann der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:

31.12.2018
in Euro
31.12.2017
in Euro
Anschaffungskosten 116.408.337 0
Kummulierte Wertminderungsverluste 0 0
116.408.337 0
2018
in Euro
2017
in Euro
Anschaffungskosten
Stand zu Beginn des Jahres 0 0
Zusätzlich erfasste Beträge aus Unternehmenszusammenschlüssen des Geschäftsjahres (siehe Tz. 3) 116.408.337 0
Abgang durch Veräußerung von Tochterunternehmen 0 0
Auswirkungen von Wechselkursdifferenzen 0 0
Sonstige 0 0
Stand zum Ende des Jahres 116.408.337 0

Die Career Partner Gruppe besteht aus insgesamt drei zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) ZGE 1 "Hochschulstudium", ZGE 2 "Corporate Education" und ZGE 3 "schulische Weiterbildung". Der durch den Unternehmenserwerb der Career Partner GmbH resultierende Geschäfts- oder Firmenwert entfällt vollständig auf die ZGE 1 "Hochschulstudium". Die langfristig erwartete Steigerung des konzernweiten Unternehmenswertes entfällt aufgrund der erwarteten Zunahme an Studierenden durch die Weiterentwicklung der Produkte- und Dienstleistungen sowie die weitere Internationalisierung der Studiengänge nahezu ausschließlich auf diesen Bereich.

Der erzielbare Betrag der ZGE basiert auf dem Nutzungswert, der durch diskontierte Cash Flows geschätzt wurde. Die wesentlichen Annahmen, die bei der Schätzung des erzielbaren Betrags verwendet wurden, werden nachstehend dargelegt. Die den wesentlichen Annahmen zugewiesenen Werte stellen die Beurteilung der Geschäftsführung der zukünftigen Entwicklung in den relevanten Branchen dar und basieren auf Vergangenheitswerten von externen und internen Quellen.

In Prozent 2018
Abzinsungssatz 7,61
Nachhaltige Wachstumsrate 1
Geplante EBIT-Wachstumsrate 35,86

Der Abzinsungssatz stellt eine Vor-Steuer-Größe dar, die auf Grundlage der historischen branchendurchschnittlich gewichteten Kapitalkosten bei einem möglichen Verschuldungsgrad von null Prozent und einem Marktzinssatz von 6,5 Prozent geschätzt wurde.

Die Cashflow-Prognosen enthielten spezifische Schätzungen für drei Jahre und eine ewige Wachstumsrate danach. Die nachhaltige Wachstumsrate wurde basierend auf der Schätzung der Geschäftsführung der langfristigen durchschnittlichen jährlichen EBIT-Wachstumsrate ermittelt, die mit der Annahme, die ein Marktteilnehmer treffen würde, übereinstimmt.

Das geplante EBIT wurde auf Basis einer bottom-up Planung pro Unit (Online, Dual, On Campus, etc.), Standort (Berlin, Bad Honnef, Hamburg, München, etc.) und Kostenposition (z.B. Entwicklung der Lehrkosten, Marketingkosten, Personalkosten, etc.) unter Berücksichtigung der historischen Wachstumsraten bei den Studentenzahlen ermittelt.

Der geschätzte erzielbare Ertrag der ZGE übersteigt deren Buchwert um EUR 35.397.334. Eine Wertminderung ist demnach nicht notwendig.

Die Geschäftsführung hat festgestellt, dass eine für möglich gehaltene Änderung von zwei wesentlichen Annahmen dazu führen könnte, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt. Die nachstehenden Tabellen zeigen den Betrag, um den sich diese beiden Annahmen jeweils ändern müssten, damit der geschätze erzielbare Betrag den Buchwert unterschreitet. Es wird dabei unterstellt, das die jeweils andere Annahme unverändert bleibt.

In Prozent 2018
Veränderung Abzinsungssatz 0,5
Veränderung Wachstumsrate -0,5

14. Immaterielle Vermögenswerte

Die Buchwerte der sonstigen immateriellen Vermögenswerte zum Abschlussstichtag können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand zum 26.09.2017 0 0 0 0 0
Erwerbe durch Unternehmenszusammenschlüsse 0 0 0 0 0
Zugänge 0 0 0 0 0
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Abgänge 0 0 0 0 0
Stand zum 31.12.2017 0 0 0 0 0
Erwerbe durch Unternehmenszusammenschlüsse 978.496 1.846.939 180.964 437.445 34.800.000
Zugänge 4.573.283 364.156 833.575 222.032 0
Umbuchungen -255.052 245.532 0 0 0
Abgänge 0 10.328 0 0 0
Stand zum 31.12.2018 5.296.726 2.446.299 1.014.539 659.477 34.800.000
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen
Stand zum 26.09.2017 0 0 0 0 0
Abschreibungsaufwand 0 0 0 0 0
Abgänge 0 0 0 0 0
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Wertminderungen 0 0 0 0 0
Stand zum 31.12.2017 0 0 0 0 0
Abschreibungsaufwand 259.974 649.470 580.375 164.221 0
Abgänge 0 0 0 0 0
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Wertminderungen 500.592 434.613 0 0 0
Stand zum 31.12.2018 760.567 1.084.083 580.375 164.221 0
Nettobuchwert am 31.12.2018 4.536.159 1.362.216 434.164 495.256 34.800.000
Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand zum 26.09.2017 0 0 0 0
Erwerbe durch Unternehmenszusammenschlüsse 0 0 0 0
Zugänge 0 0 0 0
Umbuchungen 0 0 0 0
Abgänge 0 0 0 0
Stand zum 31.12.2017 0 0 0 0
Erwerbe durch Unternehmenszusammenschlüsse 26.200.000 2.900.000 19.600.000 86.943.843
Zugänge 0 0 0 5.993.046
Umbuchungen 0 0 0 -9.520
Abgänge 0 0 0 10.328
Stand zum 31.12.2018 26.200.000 2.900.000 19.600.000 92.917.041
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen
Stand zum 26.09.2017 0 0 0 0
Abschreibungsaufwand 0 0 0 0
Abgänge 0 0 0 0
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Wertminderungen 0 0 0 0
Stand zum 31.12.2017 0 0 0 0
Abschreibungsaufwand 0 580.000 3.920.000 6.154.040
Abgänge 0 0 0 0
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Wertminderungen 0 0 0 935.205
Stand zum 31.12.2018 0 580.000 3.920.000 7.089.246
Nettobuchwert am 31.12.2018 26.200.000 2.320.000 15.680.000 85.827.795

Die aktivierten Eigenleistungen betreffen Aufwendungen für die Entwicklung von Studiengängen, Modulen und Kursen sowie die Entwicklung von selbstgenutzter Software.

Wertminderungen im Geschäftsjahr

Im Geschäftsjahr wurde eine Wertminderung i.H.v EUR 935.205 vorgenommen. Mit dem Projekt Delveo sollte eine Softwarelösung für die Personalentwicklung entwickelt werden. Im Fokus stand die Kompetenzanalyse und das Kompetenzmanagement basierend auf individuellen Fort- und Weiterbildungsangeboten. Die Entwicklung der Software wurde im Geschäftsjahr 2018 eingestellt. Es wird nicht erwartet, dass die Entwicklung der Software zu einem späteren Zeitpunkt fortgeführt wird. Die bis zum Zeitpunkt der Entwicklungseinstellung aktivierten Entwicklungskosten wurden vollständig abgeschrieben. Der Wertminderungsaufwand ist vollständig in der Position Abschreibungen der Gewinn- und Verlustrechnungen erfasst.

Wertminderungstest

Die Marke "IUBH" und "Akkreditierung" der Hochschule entfallen auf die ZGE 1 "Hochschulstudium". Für die Werte der Marke "IUBH" (Buchwert EUR 32.700.000) und "Akkreditierung" der Hochschule (Buchwert EUR 26.200.000) wurde die Überprüfung der Werthaltigkeit im Rahmen des Wertminderungstests für den Geschäfts- und Firmenwert durchgeführt, weil es sich dabei um immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer handelt und diese allesamt der gleichen ZGE zugeordnet sind. Die Marke "Pro:Aktiv" (Buchwert EUR 2.100.000) wurde der ZGE 2 zugeordnet und in einem eigenen Wertminderungstest, dessen Parameter aufgrund der Ähnlichkeit des Geschäftsmodells denen der ZGE 1 entsprechen, auf eine mögliche Abwertung getestet. Beide Wertminderungstests ergaben keine Notwendigkeit einer Wertminderung für das Geschäftsjahr 2018.

15. Sachanlagen

Die Sachanlagen bestehen aus Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie den Nutzungsrechten an Gebäuden, PKWs und Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Die Buchwerte der Sachanlagen zum Abschlussstichtag können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:

in € Nutzwert Gebäude PKW Nutzwert PKW Bibliotheksausstattung IT-Ausstattung
Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand zum 26.09.2017 0 0 0 0 0
Zugänge 0 0 0 0 0
Abgänge 0 0 0 0 0
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Zugänge durch Untenrehmenszusammenschlüsse 0 0 0 0 0
Stand zum 31.12.2017 0 0 0 0 0
Zugänge 7.016.476 54.079 226.316 99.973 3.255.285
Abgänge 0 0 0 0 3.498
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Zugänge durch Untenrehmenszusammenschlüsse 23.445.166 53.374 358.013 333.830 3.520.974
Stand zum 31.12.2018 30.461.641 107.453 584.329 433.803 6.772.760
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen
Stand zum 26.09.2017 0 0 0 0 0
Ausbuchung bei Veräußerung von Vermögenswerten 0 0 0 0 0
Erfolgswirksam erfasste Wertminderung 0 0 0 0 0
Abschreibungsaufwand 0 0 0 0 0
Stand zum 31.12.2017 0 0 0 0 0
Ausbuchung bei Veräußerung von Vermögenswerten 0 0 0 0 0
Erfolgswirksam erfasste Wertminderung 0 0 0 0 0
Abschreibungsaufwand 3.561.869 19.398 207.451 110.093 2.007.668
Stand zum 31.12.2018 3.561.869 19.398 207.451 110.093 2.007.668
Nettobuchwert am 31.12.2018 26.899.773 88.055 376.878 323.710 4.765.092
in € Geschäftsausstattung Nutwert BGA Sonstige BGA Summe
Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand zum 26.09.2017 0 0 0 0
Zugänge 0 0 0 0
Abgänge 0 0 0 0
Umbuchungen 0 0 0 0
Zugänge durch Untenrehmenszusammenschlüsse 0 0 0 0 0
Stand zum 31.12.2017 0 0 0 0
Zugänge 368.916 92.849 634.037 11.747.930
Abgänge 0 0 0 3.498
Umbuchungen 0 0 9.520 9.520
Zugänge durch Untenrehmenszusammenschlüsse 689.041 1.029.487 659.762 0 30.089.645
Stand zum 31.12.2018 1.057.957 1.122.335 1.303.318 41.843.597
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen
Stand zum 26.09.2017 0 0 0 0
Ausbuchung bei Veräußerung von Vermögenswerten 0 0 0 0 0
Erfolgswirksam erfasste Wertminderung 0 0 0 0
Abschreibungsaufwand 0 0 0 0
Stand zum 31.12.2017 0 0 0 0
Ausbuchung bei Veräußerung von Vermögenswerten 0 0 0 0 0
Erfolgswirksam erfasste Wertminderung 0 0 0 0
Abschreibungsaufwand 121.779 285.930 607.834 6.922.021
Stand zum 31.12.2018 121.779 285.930 607.834 6.922.021
Nettobuchwert am 31.12.2018 936.178 836.405 695.484 34.921.576

Wertminderungen im Geschäftsjahr

Im Geschäftsjahr wurden keine Wertminderungen vorgenommen.

16. Sonstige langfristige Vermögenswerte

In den sonstigen langfristigen Vermögenswerten sind Mietkautionen und eine nicht verpfändete Rückdeckungsversicherung enthalten.

in € 31.12.2018 31.12.2017 26.09.2017
Mietkautionen 844.480 0 0
Rückdeckungsversicherung 222.453
Avalkonten (verpfändet) 439.656 0 0
1.506.589 0 0

17. Vorräte

in € 31.12.2018 31.12.2017 26.09.2017
Vorräte 260.576 0 0
260.576 0 0

Die Vorräte bestehen im Wesentlichen aus Unterrichtsmaterialien sowie Vorräten für die Kantine.

Wertminderungen im Geschäftsjahr

Im Geschäftsjahr wurden keine Wertminderungen vorgenommen.

18. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

in € 31.12.2018 31.12.2017 26.09.2017
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.385.314 0 0
Wertminderungen -876.079 0 0
4.509.235 0 0

Die Wertminderung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen ausschließlich gegenüber Kunden. Die Wertminderungen beziehen sich daher ausschließlich auf Forderungen aus Verträgen mit Kunden. Diese haben sich wie folgt entwickelt.

in € Einzelwertberichtigung * Pauschalierte Einzelwertberichtigung Gesamt
Stand zu Beginn des Jahres 0 0 0
Wertberichtigungen auf Forderungen 925.992 21.776 947.768
Aufgrund von Uneinbringlichkeit während desGeschäftsjahres abgeschriebene Beträge -71.689 0 -71.689
Stand zum Ende des Jahres 854.303 21.776 876.079
* inkl. Expected Credit Loss auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Wertberichtigung im Hinblick auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2018 wurde wie folgt ermittelt:

in € Fälligkeit < 90 Tage Fälligkeit >90 Tage Fälligkeit >120 Tage Fälligkeit >150 Tage Fälligkeit >180 Tage Gesamt
Erwartete Verlustquote 3% 13% 29% 42% 52%
Bruttowert Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.677.029 208.824 106.785 156.091 1.236.585 5.385.314
Wertberichtigung 111.317 26.715 30.754 64.793 642.499 876.079

19. Sonstige kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte

in € 31.12.2018 31.12.2017 26.09.2017
sonstige Vermögenswerte 100.326
Aktivische Abgrenzung 1.294.292 0 0
1.394.618 0 0

In den sonstigen Vermögenswerten sind im wesentlichen Forderungen aus Vorauszahlungen sowie Personalforderungen enthalten. Wertminderungstatbestände liegen hierbei nicht vor.

In der aktiven Rechnungsabgrenzung sind Aufwendungen für Lizenzen und Stellenanzeigen enthalten, die nach dem Stichtag entsprechend der vertraglichen Laufzeit aufgelöst werden.

20. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Für Zwecke der Konzernkapitalflussrechnung umfassen die Zahlungsmittel Kassenbestände und Guthaben auf Bankkonten. Die Zahlungsmittel am Ende des Geschäftsjahres, wie sie in der Konzernkapitalflussrechnung dargestellt werden, können auf die damit in Zusammenhang stehenden Posten in der Konzernbilanz wie folgt übergeleitet werden:

in € 31.12.2018 31.12.2017 26.09.2017
Bankbestände 2.986.976 72.003 12.500
Barbestände 20.859 0 0
3.007.835 72.003 12.500

21. Anteilsbasierte Vergütungsvereinbarung

Beschreibung des anteilsbasierten Vergütungsplans (Belegschaftsanteilsprogramm)

Im Rahmen des Erwerbs der Oakley CP TopCo GmbH wurden am 04.01.2018 über eine Management-Beteiligungsgesellschaft, die Oakley CP Management GmbH & Co. KG, München, 12 Mitarbeitern Anteile am gezeichneten Kapital der Oakley CP TopCo GmbH im Nennwert von insgesamt EUR 2.337.000 (EUR 1 je Anteil) gewährt. Der Anteil des Oakley CP TopCo GmbH Managements am gezeichneten Kapital von 2.337.000 EUR beträgt 1.270.000 EUR. Die Mitarbeiter entrichteten als Gegenleistung für die Anteilsgewährung den Nennwert der Anteile.

Die gewährten Anteile umfassen verschiedene Anteilsklassen:

· Stammanteile ("Ordinary Shares"): Die Stammanteile werden bei Ausschüttungen oder Liquidationsausschüttungen nachrangig nach der Bezahlung von Aufwendungen, der Tilgung von Darlehen inklusive aufgelaufener Zinsen und der Vergütung der Vorzugsanteile (siehe nachfolgend) bedient. Dafür erhalten die Inhaber von Stammanteilen ein Stimmrecht auf der Hauptversammlung.

· Vorzugsanteile ("Preference Shares"): Die Vorzugsanteile erhalten eine Vorabvergütung von 10 % (kumulativ) auf das eingesetzte Kapital, dahingegen erhalten Inhaber dieser Anteile kein Stimmrecht.

Die Mitarbeiter haben jeweils unterschiedlich zusammengesetzte Pakete aus Stamm- und Vorzugsanteilen erhalten.

Nach den Vorgaben des Plans muss ein Mitarbeiter mindestens sieben Jahre im Konzern verbleiben, um vollständig an einer etwaigen Wertsteigerung der gewährten Anteile zu partizipieren. Verlässt er den Konzern vorzeitig, so hat der Mehrheitsanteilseigner das Recht, die gewährten Anteile zum Nennwert oder zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert zurückzuerwerben.

Im Falle eines vor Ablauf von sieben Jahren erfolgten Verkaufs der Mehrheit der Anteile oder eines Börsengangs der Oakley CP TopCo GmbH ("Exit") entfällt diese Bedingung. Die Geschäftsführung der Oakley CP TopCo GmbH schätzt einen Verkauf als wahrscheinlich ein. Im Falle eines Verkaufs der Gesellschaft oder einer oder mehrerer Konzerngesellschaften gibt es Tag-Along Rights und Drag-Along Rights, die dem Investor die Möglichkeit gibt, die Manager zu verpflichten ihre Anteile zu gleichen Bedingungen zu verkaufen, bzw. den Managern die Möglichkeit geben, den Investor zu verpflichten, ihre Anteile zu gleichen Bedingungen mit zu verkaufen.

Die Oakley CP TopCo GmbH trifft keine Ausgleichsverpflichtung aus dem Belegschaftsanteilsprogramm, so dass der anteilsbasierte Vergütungsplan einen Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente widerspiegelt.

Im Geschäftsjahr 2018 ist ein Periodenaufwand durch anteilsbasierte Verütungsvereinbarungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente i.H.v. EUR 873.567 (2017: EUR 0) erfasst worden.

Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts

Der beizulegende Zeitwert des anteilsbasierten Vergütungsplans (EUR 3.494.270) wurde unter Zugrundelegung eines Black-Scholes-Merton-Modells ermittelt, wobei alle Ansprüche auf das Konzernvermögen (verzinsliche Verbindlichkeiten, Vorzugsanteile und Stammanteile) als Kombinationen von (Call- und Put-) Optionen bzw. Anleihen modelliert werden können.

Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts wurden Dienstbedingungen und marktunabhängige Leistungsbedingungen nicht einbezogen.

Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgte unter Zugrundelegung der folgenden wesentlichen Parameter:

• Erwartete Volatilität: 30 %;

• Erwartete Laufzeit: 4 Jahre;

• Erwartete Dividenden: 0 %;

• Risikoloser Zinssatz (basierend auf Staatsanleihen): -0,25 %

Die erwartete Volatilität basiert auf einer Analyse der historischen Volatilität von Aktienkursen einer Gruppe von vergleichbaren, börsennotierten Unternehmen. Die erwartete Laufzeit beruht auf Einschätzungen der Geschäftsführung.

Der gewichtete durchschnittliche beizulegende Zeitwert der anteilsbasierten Vergütung beläuft sich zum Zeitpunkt der Gewährung auf rund EUR 2,01 je Anteil.

22. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wurde zum 31.12.2017 um die noch zu zahlende Gesellschaftereinlage i.H.v. EUR 12.500 auf insgesamt EUR 25.000 erhöht. Im Geschäftsjahr 2018 stieg das gezeichnete Kapital durch Einzahlungen aus der Ausgabe von Anteilen (ordnungsgemäße Kapitalerhöhung) um EUR 14.577.646.

Durch die Einlage der Anteile an der Oakley CP MidCo GmbH wurde die Kapitalrücklage im Geschäftsjahr 2017 um EUR 50.000 gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB erhöht. Zum 31.12.2018 erhöht sich die Kapitalrücklage um EUR 873.568 im Zusammenhang mit den anteilsbasierten Vergütungen.

Der Jahresfehlbetrag aus dem Geschäftsjahr 2017 i.H.v. EUR 11.997 ist, ebenso wie der Jahresfehlbetrag zum 31.12.2018 i.H.v. EUR 14.683.968 im Bilanzverlust erfasst. Das sonstige Ergebnis aus der Neubewertung aus Pensionsverpflichtungen i.H.v. EUR 32.511 wird in den sonstigen Rücklagen ausgewiesen.

Die Entwicklungen sind in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Die Geschäftsanteile setzen sich wie folgt zusammen:

Anzahl in € davon voll eingezahlt davon nicht voll eingezahlt
Stammgeschäftsanteile 1.000.190 1.000.190 1.000.190 0
Vorzugsgeschäftsanteile 13.602.456 13.602.456 13.602.456 0
Gesamt 14.602.646 14.602.646 14.602.646 0

Die Inhaber der Vorzugsgeschäftsanteile erhalten eine Vorzugsdividende in Höhe von 10% p.a. der von ihnen auf den jeweiligen Geschäftsanteil geleisteten Gesamteinlage. Die Gesamteinlage umfasst neben dem Betrag, der als Stammeinlage eingezahlt wurde (also dem Nennwert des jeweiligen Geschäftsanteils) auch sonstige aufgrund eines Gesellschafterbeschlusses in Bezug auf den Geschäftsanteil getätigten Zuzahlungen in die Kapitalrücklagen der Gesellschaft nach § 272 (2) Nr. 4 HGB, nicht jedoch Gesellschafterdarlehen. Basis ist immer ein Gesellschafterbeschluss und es erfolgt nur eine Verteilung, wenn ein Gewinn erwirtschaftet wurde.

Ein nach Zahlung der Vorzugsdividende verbleibender Gewinn ist an die Inhaber der Stammgeschäftsanteile im Verhältnis der Nennbeträge der Stammgeschäftsanteile zueinander auszuzahlen. Die Vorzugsgeschäftsanteile berechtigen über die Zahlung der Vorzugsdividende hinaus nicht zur Teilhabe am Gewinn der Gesellschaft.

23. Leasingverbindlichkeiten

Der Konzern mietet Gebäude, PKW´s und sonstige Vermögenswerte (Drucker, Kopierer etc.). Diese werden aufgrund der Anwendung des IFRS 16 im Geschäftsjahr 2018 als Nutzungswerte bilanziert, hier werden die daraus resultierenden Leasingverbindlichkeiten ausgewiesen.

Mindestleasingzahlungen Barwert der Mindestleasingzahlungen
in € 31.12.2018 31.12.2017 26.09.2017 31.12.2018 31.12.2017 26.09.2017
Mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 6.141.964 0 0 2.754.042 0 0
Mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und bis zu fünf Jahren 20.056.594 0 0 14.145.568 0 0
Mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren 17.738.775 0 0 14.805.622 0 0
Barwert der Mindesleasingzahlungen 31.705.232 0 0
in € 31.12.2018 31.12.2017 26.09.2017
Im Konzernabschluss ausgewiesen als:
- Kurzfristige Verbindlichkeiten 3.754.043 0 0
- Langfristige Verbindlichkeiten 28.951.189 0 0
Barwert der Mindesleasingzahlungen 32.705.232 0 0

24. Pensionsrückstellungen

Der Konzern unterhält eine Pensionsverpflichtung gegenüber einem ehemaligen Mitarbeiter.

Die jährliche Pensionszahlung beträgt 38% des 2,2-fachen Jahresgehalts nach Tarifgruppe 6, höchstes Berufsjahr, des Tarifvertrags für das private Bankgewerbe in der jeweiligen Fassung (Bemessungsgrundlage). Das Ruhegehalt erhöht sich für jedes der ersten zehn nach dem 14.10.1996 vollendeten Dienstjahre um 2%. Für jedes weitere vollendete Dienstjahr erhöht sich das Ruhegehalt um 1% auf höchstens 75% der Bemessungsgrundlage. Die Zahlung des Ruhegehalts erfolgt in monatlichen Teilbeträgen.

Das Ruhegehalt erhöht sich in demselben prozentualen Verhältnis, wie sich die Bemessungsgrundlage ändert. Sollte eine Neuordnung der der Bemessungsgrundlage zugrundeliegenden Tarifgruppen erfolgen, tritt an die Stelle der Tarifgruppe 6 die dieser dann entsprechenden Gruppe mit der höchsten Anzahl an Berufsjahren.

Auf das Ruhegehalt werden Leistungen aus anderen Versorgungszusagen angerechnet. Die Anrechnung entfällt, soweit die Versorgungsleistungen aus einer mit dem Mitarbeiter abgeschlossenen Entgeltumwandlungsvereinbarung oder aus eigenen Beiträgen des Mitarbeiters resultieren. Die Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung werden zur Hälfte auf das Ruhegehalt angerechnet. Besteht eine befreiende Lebensversicherung, wird eine fiktive Rente errechnet und zur Hälfte auf das Ruhegehalt angerechnet.

Erhält der Mitarbeiter mit Beginn der gesetzlichen Rentenzahlung vom Unternehmen ein Treuegeld, ruhen die Ansprüche aus der betrieblichen Altersversorgung (Versorgungszusage) für den der Bemessung dieser Leistung entsprechenden Zeitraum.

Beim Ableben des Mitarbeiters gewährt das Unternehmen eine Witwenrente von 60% des Ruhegehalts; gegebenenfalls werden zusätzlich Erziehungsbeihilfe oder Waisengeld gewährt.

Hat der Mitarbeiter bei seinem Ableben bereits Ruhegehalt bezogen, so wird das Ruhegehallt für den Todesmonat und für die drei darauffolgenden Monate anstelle der Witwenrente und einer Erziehungsbeihilfe an die Hinterbliebenen weiterbezahlt.

Der Mitarbeiter ist am 30.09.2012 aus der Tochtergesellschaft ausgeschieden.

in € 31.12.2018 31.12.2017 26.09.2017
Höhe der Pensionsverpflichtung 1.055.206 0 0

Die versicherungsmathematische Bewertung der Pensionsverpflichtungen wurde zum 31.12.2018 von Kern Mauch & Kollegen GmbH mit Sitz in Stuttgart durchgeführt.

Der leistungsorientierte Versorgungsplan setzt sich wie folgt zusammen:

in € 2018 2017
Stand zu Beginn des Jahres
Leistungsorientierte Verpflichtung aus Änderung des Konsolidierungskreises 1.069.960 0
Zinsaufwand 17.757 0
Gewinne und Verluste aus der Neubewertung
Versicherungsmathematische Gewinne aus der Änderung der finanziellen Annahmen 45.093 0
Versicherungsmathematische Verluste aus der Änderung der demographischen Annahmen 11.821 0
Versicherungsmathematische Verluste aus erfahrungsbedingten Anpassungen 761 0
Leistungsorientierte Verpflichtung zum Ende des Jahres 1.055.206 0

In der Gesamtergebnisrechnung sind hinsichtlich der Pensionsrückstellung folgende Beträge erfasst:

in € 2018 2017
Nettozinsaufwand 17.757
In der Gewinn und Verlustrechnung erfasste komponenten der leistungsorientierten Kosten 17.757 0
0
Versicherungsmathematische Gewinne aus der Änderung der finanziellen Annahmen 45.093
Versicherungsmathematische Verluste aus der Änderung der demographischen Annahmen 11.821 0
Versicherungsmathematische Verluste aus erfahrungsbedingten Anpassungen 761 0
Im sonstigen Ergebnis erfasste Komponente der leistungsorientierten Kosten 32.511 0
Summe 14.754 0

Versicherungsmathematische Annahmen

Im Folgenden sind die wichtigsten, zum Abschlussstichtag verwendeten versicherungsmathematischen Annahmen (in Form von gewichteten Durchschnittswerten in Prozent) aufgeführt.

Der Bewertung der Pensionsrückstellung liegen folgende Annahmen zugrunde:

31.12.2018
Rechnungszins p.a. 1,87%
Rententrend p.a. 1,50%
Biometrische Rechnungsgrundlagen gem. Heubeck-Richttafeln 2018 G
Rechnerisches Pensionsalter = Vollendung des 60. Lebensjahres

Am 31. Dezember 2018 lag die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtung bei 19,2 Jahren. Die voraussichtliche Fälligkeit der nicht diskontierten Pensionsleistungen beträgt EUR 0 im Zeitraum bis zu einem Jahr, EUR 91.300 in einem Zeitraum von einem bis fünf Jahren und EUR 203.000 in einem Zeitraum von sechs bis 10 Jahren. Die verbleibenden Beträge sind erst nach mehr als 10 Jahren fällig.

Sensitivitätsanalyse

Bei Konstanthaltung der anderen Annahmen hätten die bei vernünftiger Betrachtungsweise am Abschlussstichtag möglich gewesenen Veränderungen bei einer der maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen die leistungsorientierte Verpflichtung mit den nachstehenden Beträgen beeinflusst.

Veränderung leistungsorientierte Verpflichtung
Veränderung der finanziellen Annahmen: Rechnungszins p.a. -0,22% 45.093 €
Veränderung der finanziellen Annahmen (Rechnungszins p.a.) und demographischen Annahmen -0,22% 33.272 €

Obwohl die Analyse die vollständige Verteilung der nach dem Plan erwarteten Cashflows nicht berücksichtigt, liefert sie einen Näherungswert für die Sensitivität der dargestellten Annahmen.

25. Finanzverbindlichkeiten

Im Rahmen des Kapitalmanagements besteht die unternehmerische Zielsetzung des Career Partner Konzerns neben der Sicherstellung der Unternehmensfortführung in der langfristigen Steigerung des Unternehmenswertes. Durch neue und verbesserte Produkte und Dienstleistungen sollen die Studentenzahlen jährlich erhöht werden. Dieses Wachstum soll zu einem stetigen Anstieg von EBITDA und Cash-Flow führen. Die Entwicklung von Intake (neuen Studenten), Drop-out (Studienabbrecher), Studentenbestand, EBITDA, Cash-Flow und Net Leverage Ratio des Career Partner Konzerns wird regelmäßig durch die Geschäftsführung der Oakley CP TopCo GmbH überwacht.

Als Nebenbedingung des Wachstums muss der Konzern sicherstellen, dass er seinen finanziellen Verpflichtungen nachkommen kann und dass die finanziellen Kennzahlen (Covenants) aus den Kreditverträgen eingehalten werden.

Der Konzern betreibt keinerlei Sicherungs- oder Hedgingaktivitäten.

Die Finanzverbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

in € 31.12.2018 31.12.2017 26.09.2017
Unbesichert - zu fortgeführten Anschaffungskosten
Kredite von: 0 0 0
- nahestehenden Unternehmen oder Personen 98.900.000 0 0
- sonstigen Unternehmen 65.660.833 0 0
Finanztransaktionskosten -2.070.411 0 0
162.490.422 0 0
Kurzfristig 248.333 0 0
Langfristig 162.242.089 0 0
162.490.422 0 0

Hierbei handelt es sich zum einen um ein Darlehen der nahestehenden Gesellschaft CP Bermuda Holdco Ldt., Hamilton/Bermuda, vom 05.01.2018 an die Oakley CP TopCo GmbH i.H.v. EUR 90.000.000 mit einer Verzinsung von 10 % und kapitalisierten Zinsen für das Geschäftsjahr von EUR 8.900.000. Die Verbindlichkeit beträgt zum 31.12.2018 inklusive Zinsen EUR 98.900.000. Das Darlehen inklusive Zinsen ist rückzahlbar am 03.01.2026. Dieses Darlehen wurde mit Nachtrag vom 26.02.2019 mit einem Rangrücktritt versehen.

Des Weiteren wurde von der Tochtergesellschaft Career Partner Group GmbH (vormals Oakley BidCo GmbH) am 08.01.2018 ein Darlehen bei Fremdkapitalgebern in Höhe von EUR 70.000.000 aufgenommen. Das Darlehen hat eine Laufzeit von sechs Jahren. Im Geschäftsjahr 2018 wurden EUR 5.000.000 vorzeitig getilgt. Die Verzinsung beträgt 6%, die Zinsen für November und Dezember 2018 in Höhe von EUR 660.833 wurden vertragsgemäß im Januar 2019 gezahlt. Für dieses Darlehen ist Career Partner verpflichtet, eine Finanzkennzahl einzuhalten. Diese Finanzkennzahl ist das "Net leverage ratio" und errechnet sich indem man die Finanzverschuldung durch das Pro Forma EBITDA der letzten zwölf Monate teilt. Die Career Partner Gruppe hat die vereinbarte Finanzkennzahl zum 31.12.2018 erfüllt.

Die mit der Aufnahme des Darlehens bei Fremdkapitalgebern angefallenen Finanztransaktionskosten wurden offen von den Finanzverbindlichkeiten abgesetzt und werden linear über die Laufzeit des Darlehens verteilt.

Beide Darlehen wurden zum Zwecke des Erwerbes der Apollo Global Germany GmbH (nach Erwerb auf die Career Partner Group GmbH verschmolzen) und deren Tochterunternehmen aufgenommen.

26. Sonstige Rückstellungen

Die Entwicklung der sonstigen Rückstellungen ist dem folgenden Rückstellungsspiegel zu entnehmen:

in € 01.01.2018 Erwerb Verbrauch Auflösung Zugänge 31.12.2018
Urlaub 0 305.315 305.315 0 492.337 492.337
Personalkosten 0 0 0 0 13.157 13.157
Boni, Sonderzahlungen 0 289.646 289.646 0 754.253 754.253
Berufsgenossenschaft 0 119.200 109.616 9.584 195.000 195.000
langfristige Tantiemen (LTIP) 0 0 0 0 131.821 131.821
Sonstige 0 37.500 37.500 0 136.700 136.700
Abfindungen 0 101.209 101.209 0 337.782 337.782
Kreditkarten 0 40.550 40.550 0 38.000 38.000
0 893.420 883.836 9.584 2.099.049 2.099.049
in € 31.12.2018 31.12.2017 26.09.2017
Leistungen an Arbeitnehmer 1.391.567 0 0
Abfindungen 337.782 0 0
Sonstige Rückstellungen 369.700 0 0
2.099.049 0 0
Langfristig 131.821 0 0
Kurzfristig 1.967.229 0 0
2.099.049 0 0

· Die Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer umfassen rückständige Urlaubsansprüche und Bonusansprüche.

· Die Rückstellung für die Abschlussprüfung und Steuerberatung enthält Kosten für die Prüfung des IFRS-Konzernabschlusses der Career Partner Gruppe. Darüber hinaus sind auch die Beratungskosten für die Erstellung von Steuererklärungen enthalten.

· Die Rückstellung für Abfindungen beinhaltet Aufwendungen an Arbeitnehmer aufgrund von Abfindungsvereinbarungen.

Die kurzfristigen Rückstellungen führen im Geschäftsjahr 2019 zu entsprechenden Auszahlungen.

Wesentliche Unsicherheiten bei der Rückstellungsbewertung bestehen nicht.

27. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

in € 31.12.2018 31.12.2017 26.09.2017
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.015.169 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 6.829.351 0 0
- davon Finanzinstrumente:
- davon Überzahlungen aus Lief. und Leistungen 458.545 0 0
- davon Lohn- und Kirchensteuer 1.031.678 0 0
- davon Lohn und Gehalt 2.434 0 0
- davon Soziale Sicherheit und Vermögensbildung 296.418 0 0
- davon Semesterticket 239.782 0 0
- davon andere 2.197.699 0 0
- davon keine Finanzinstrumente:
- davon Anzahlungen auf Forderungen aus LuL 885.496 0 0
- davon Deposit und Guthaben Studierende 1.717.299 0 0
10.844.520 0 0

28. Passivische Abgrenzungsposten

Career Partner wurden durch Bund und Länder im Rahmen des Hochschulpaktes II Fördermittel in Höhe von EUR 19.292.500 gewährt. Bei der Zuwendung handelt es sich um eine Projektförderung, die zur Bewältigung der "doppelten Abiturjahrgänge" zu nutzen ist. Zur Erfüllung der Bedingung können Maßnahmen, wie die Einstellung von Lehrpersonal, die Anmietung von Räumlichkeiten oder die Anschaffung von Hard- oder Software, ergriffen werden.

Darüber hinaus wurden Career Partner Förderungen in Bezug auf die Vergabe des Deutschlandstipendiums vom Bundesministerium für Bildung und Forschung i.H.v EUR 228.876 gewährt. Das Stipendium wird an Studierende vergeben, deren Werdegang herausragende Leistung in Studium und Beruf erwarten lässt. Es handelt sich bei dem Stipendium um eine Förderung an Studierende, die zur Hälfte von privaten Stiftern und zur Hälfte vom Bund getragen wird. Die Höhe der an Career Partner gewährten Fördermittel ist von der Anzahl der Stipendiaten abhängig.

Außerdem wurden Career Partner durch die Regierung Oberbayern Betriebszuschüsse für private berufliche Schulen i.H.v. EUR 626.235 gewährt. Die Förderungen stellt einen Betriebszuschuss für notwendigen Personalaufwand und Schulaufwand dar. Die Betriebszuschüsse werden nur gewährt, wenn die Schule (hier: Steigenberger Hotelfachschule, Steigenberger Berufsfachschule für Ass.) zu einem mittleren Schulabschluss oder zum Abschluss einer bundes- oder landesrechtlich geregelten Berufsausbildung führt.

Alle Zuwendungen wurden zu Beginn der Förderung komplett ausgezahlt und müssen innerhalb der definierten Laufzeit entsprechend des Förderzwecks verwendet werden.

Zum Bilanzstichtag sind folgende Fördermittel bilanziert, die über die verbleibende Restlaufzeit aufzulösen sind:

in € 31.12.2018 31.12.2017 26.09.2017
Langfristig 594.749 0 0
Kurzfristig 803.565
1.398.315 0 0

29. Finanzinstrumente und Finanzrisikomanagement

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Klassifizierungskategorien und leitet die Buchwerte auf die Zeitwerte über:

Zeitwerte von Finanzinstrumenten nach Klassen und Bewertungskategorien

BewertungskategorienIFRS 9 Stufe FairValue-Hierarchie Buchwert 31.12.2018 Zeitwert 31.12.2018
Aktiva
Langfristige finanzielle Vermögenswerte Fortgeführte Anschaffungskosten 3 844.480 844.480
Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Fortgeführte Anschaffungskosten 3 4.509.235 4.509.235
Kurzfristige sonstige Vermögenswerte Fortgeführte Anschaffungskosten 3 100.326 100.326
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Fortgeführte Anschaffungskosten 3 3.447.492 3.447.492
Gesamt 8.901.533 8.901.533
Passiva
Langfristige Finanzschulden Fortgeführte Anschaffungskosten 3 162.242.089 163.900.000
Langfristige Leasingverbindlichkeiten Fortgeführte Anschaffungskosten 28.951.189
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten Fortgeführte Anschaffungskosten 3.754.043
Kurzfristige Finanzschulden Fortgeführte Anschaffungskosten 3 248.333 248.333
Kurzfristige Verbindlichkeitenaus Lieferungen und Leistungen undsonstige Verbindlichkeiten Fortgeführte Anschaffungskosten 3 8.241.726 8.241.726
Gesamt 203.437.380 172.390.059

Soweit Umgliederungen in andere Stufen der Bewertungshierarchie erforderlich sind, werden diese zum Ende des Geschäftsjahres, in dem das Ereignis eintritt, das die Umgliederung erforderlich macht, vorgenommen. Im aktuellen Geschäftsjahr lagen keine Umgliederungen vor.

Bei den kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie den liquiden Mitteln entsprechen die Buchwerte aufgrund der kurzen Restlaufzeit näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.

Langfristige Forderungen und Verbindlichkeiten werden mit dem Marktzins auf den Barwert abgezinst bzw. sind verzinslich.

Nettoergebnis

Die im Folgenden dargestellten Nettogewinne und Nettoverluste aus Finanzinstrumenten umfassen Bewertungsergebnisse, das Fortschreiben von Agien und Disagien, das Erfassen und das Stornieren von Aufwendungen aus Wertminderungen sowie Zinsen und alle sonstigen Ergebnisauswirkungen aus Finanzinstrumenten.

Nettoergebnis Bewertungskategorie IFRS 9: 2018 2017
Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
davon Wertberichtigung -947.768 0
davon Zinsen 40.205 0
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
davon Zinsen -15.031.930 0
davon Gebühren -404.589 0

Marktrisiken

Die Finanzierung des Konzerns erfolgt überwiegend durch langfristige Darlehen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die sich hieraus ergebenden Risiken umfassen Marktrisiken, insbesondere Kreditrisiken, Zinsänderungsrisiken, und Währungsrisiken sowie das Liquiditätsrisiko werden laufend überwacht.

Im Folgenden werden die Verfahren zur Steuerung der einzelnen Risikoarten dargestellt.

Kreditrisiko

Der Konzern ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit mit Dritten grundsätzlich einem weltweiten Ausfallrisiko ausgesetzt, das sich im Wesentlichen aus dem operativen Geschäft ergibt. Dieses Risiko resultiert aus der möglichen Nichterfüllung einer Vertragspartei.

Kreditrisiken unterliegen im Wesentlichen die flüssigen Mittel sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Der Konzern schließt Geschäfte ausschließlich mit kreditwürdigen Banken ab. Kreditrisikokonzentrationen im Bereich der Forderungen liegen aufgrund des Geschäftsmodells in der Regel nicht vor.

Das maximale Kreditrisiko bei Ausfall eines Kontrahenten entspricht dem Buchwert dieser Instrumente.

Die Buchwerte der nachfolgenden Finanzinstrumente geben das maximale Kreditrisiko wider. Zum Bilanzstichtag betrug das maximale Risiko:

Buchwerte von Finanzinstrumenten
in EUR
2018 2017
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.509.235 0
Sonstige Vermögenswerte 944.805 0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3.007.835 0

Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wendet Career Partner den sogenannten "Simplified Approach" an und erfasst bereits bei Zugang die über die gesamte Restlaufzeit erwarteten Kreditverluste. Career Partner ermittelt die erwarteten Kreditausfälle im Rahmen des "Simplified Approach" gegliedert nach Risikogruppen unter Berücksichtigung von historischen Ausfallraten. Die Zuordnung zu den jeweiligen Risikogruppen erfolgt auf Basis gemeinsamer Kreditrisikomerkmale. Dies sind für Career Partner Forderungen aus Präsenzkursen, Forderungen aus Online Kursen sowie sonstige Forderungen. Auf Basis historischer Ausfalldaten des letzten Geschäftsjahres und unter Berücksichtigung von zukunftsorientierten makroökonomischen Indikatoren werden Risikocluster spezifische Ausfallraten ermittelt.

Eine Wertberichtigung auf individueller Basis erfolgt im "Simplified Approach", wenn eines oder mehrere Ereignisse mit nachteiliger Auswirkung auf die Bonität des Schuldners eingetreten sind. Bei diesen Ereignissen handelt es sich u. a. um Zahlungsverzögerungen, eine drohende Insolvenz oder Zugeständnisse des Schuldners aufgrund von Zahlungsschwierigkeiten. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden direkt abgeschrieben, wenn ihre Realisierbarkeit nicht mehr hinreichend erwartet wird. Dies ist u. a. der Fall, wenn Zahlungsunfähigkeit des Schuldners festgestellt wird.

Die nachfolgende Tabelle enthält Informationen über das Ausfallrisiko und die erwarteten Kreditverluste (Expected Credit Losses) für Forderungen aus Lieferungen zum 31.12.2018:

Brutto Forderung
(in EUR)
Expected Credit Loss
(in EUR)
Ausfallrate
(in %)
Buchwert
(in EUR)
Forderungen Präsenzkurse 3.309.791 509.187 15,38% 2.800.604
Forderungen Online Kurse 1.664.184 323.739 19,45% 1.340.446
Sonstige 411.339 43.153 10,49% 368.186
Gesamt 5.385.314 876.079 4.509.235

Zur Entwicklung der Wertberichtigung auf Basis der erwarteten Kreditverluste auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen siehe Anhangangabe 18.

Bei den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten handelt es sich um Bankguthaben. Die Bonität der Banken wird zudem regelmäßig überwacht.

Durch die kurze Anlagedauer und die gute Bonität der Banken weisen die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ein geringes Ausfallrisiko auf. Es wurden somit zum 31.12.2018 keine wesentlichen Wertminderungen ermittelt.

Zinsänderungsrisiko

Der Konzern unterliegt Zinsänderungsrisiken aufgrund eines variabel verzinslichen Darlehens. Das Risikocontrolling überwacht fortlaufend das Zinsänderungsrisiko mit geeigneten Instrumenten und Methoden und berichtet regelmäßig der Geschäftsführung über die aktuellen Entwicklungen. Ziel der Risikostrategie ist es, die Risiken aus Zinsänderungen zu begrenzen bzw. zu eliminieren.

Das Darlehen gegenüber fremden Dritten unterliegt neben einer fixen Verzinsung auch einer variablen Verzinsung, welche sich am 3-Monats-Euribor orientiert. Gemäß Kreditvertrag führt ein negativer Euribor Zinssatz nicht zu einer Reduzierung der Zinslast.

Buchwerte der originär verzinslichen Finanzinstrumente
in EUR
2018 2017
Fest verzinslich bzw. unverzinslich Variabel verzinslich Fest verzinslich bzw. unverzinslich Variabel verzinslich
Finanzverbindlichkeiten 98.900.000 63.342.089 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 8.241.726 0 0 0

Die Zinssensitivität stellt sich entsprechend wie folgt dar:

In EUR Gewinn oder Verlust
Anstieg um 100 Basispunkte Rückgang um 100 Basispunkte
31.12.2018
Variabel verzinsliche Finanzinstrumente -430.986 0
31.12.2017
Varbiabel verzinliche Finanzinstrumente 0 0

Währungsrisiko

Der Konzern ist keinen nennenswerten Währungsrisiken ausgesetzt.

Liquiditätsrisiko

Der Konzern überwacht laufend das Risiko möglicher Liquiditätsengpässe unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Fälligkeiten der Finanzverbindlichkeiten sowie der erwarteten Cashflows aus der operativen Geschäftstätigkeit. Etwaigen Liquiditätsrisiken wird durch eine weitestgehend langfristige Finanzierung entgegengewirkt. Es erfolgt eine laufende Überwachung der kurzfristig fälligen Finanzierungsanteile mit den entsprechenden Unternehmensplanungen.

Die vertraglichen Zahlungsströme aus Leasingverbindlichkeiten können der Angabe 23 entnommen werden. Die vertraglichen Zahlungsströme aus weiteren Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

Fälligkeiten vertraglicher Zahlungsströme aus Finanzverbindlichkeiten in EUR

Fälligkeiten vertraglicher Zahlungsströme aus Finanzverbindlichkeiten (ausgenommen Leasingverbindlichkeiten) Kredite von nahestehenden Unternehmen oder Personen Kredite von sonstigen Unternehmen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten Gesamt
<1 Jahr 0 3.900.000 8.241.726 12.141.726
1 bis 5 Jahre 0 15.600.000 0 15.600.000
>5 Jahre 192.946.689 65.735.678 0 258.682.367
Gesamt 192.946.689 85.235.678 8.241.726 286.424.093

Sofern ein Kündigungsrecht besteht, wird der Zahlungsmittelabfluss bis zum frühestmöglichen Kündigungszeitpunkt berücksichtigt.

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt EUR 10.844.520 sind nicht zahlungswirksame Verbindlichkeiten aus Anzahlungen von Studenten in Höhe von EUR 2.602.794 enthalten, die keine Finanzinstrumente darstellen. Entsprechend weicht der Zahlungsmittelabfluss der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen vom Buchwert der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ab.

30. Nahestehende Unternehmen und Personen

Vergütung der Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen

2018
EUR
2017
EUR
Kurzfristig fällige Leistungen 250.000 0
- davon in der Rückstellungen erfasst 67.500 0
Andere langfristig fällige Leistungen 0 0
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses 0 0
Anteilsbasierte Vergütungen 282.211 0
Gesamt 532.211 0

Bzgl. der anteilsbasierten Vergütung verweisen wir auf die Anhangangabe 21.

Sonstige Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Die CP Bermuda HoldCo Limited mit Sitz in Hamilton, Bermuda ist ein mittelbarer Anteilseigner an der Oakley CP TopCo GmbH. Die CP Bermuda HoldCo Limited hat der Oakley CP TopCo GmbH am 05.01.2019 ein Darlehen über EUR 90.000.000 mit einer Laufzeit von 8 Jahren gewährt. Das Darlehen wird mit 10% verzinst. Im Geschäftsjahr 2018 sind daraus EUR 8.900.000 Zinsen angefallen. Zum 31.12.2018 betrug das Darlehen einschließlich der kapitalisierten Zinsen EUR 98.900.000.

31. Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten betrug 922 (2017:0) und teilt sich wie folgt auf:

2018
Anzahl
2017
Anzahl
Anzahl Mitarbeiter an der Hochschule 529 0
Anzahl Mitarbeiter in Administration und in anderen Bereichen 393 0
922 0

32. Honorar des Konzernabschlussprüfers

Für die im Geschäftsjahr erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft sind folgende Honorare angefallen:

2018
in Euro
2017
in Euro
Abschlussprüfungsleistungen 150.000 0
Andere Bestätigungsleistungen 16.000 0
Steuerberatungsleistungen 15.500 0
Sonstige Leistungen 571.336 0
752.836 0

Die sonstigen Leistungen i.H.v. EUR 571.336 enthalten Beratungskosten, die im Rahmen der Financial und Tax Due Diligence angefallen sind.

33. Organe der Gesellschaft

Mitglieder der Geschäftsführung im Geschäftsjahr waren:

Dr. Sven Schütt, Vorsitzender der Geschäftsführung, München

Hayley Whitehead, ehem. Vorsitzender der Geschäftsführung, London/Großbritannien (bis 15.01.2018)

Die Bezüge der Geschäftsführung wurden gemäß § 314 Abs. 3 S. 2 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben, da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhalten hat.

34. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Im Februar 2019 wurde das bisher bestehende Bankdarlehen über EUR 65.000.000 um weitere EUR 35.000.000 erhöht. Mit den zusätzlichen Mitteln wurde das bestehende Gesellschafterdarlehen zum Teil vorzeitig zurückgeführt.

Für das bestehende Gesellschafterdarlehen hat der Darlehensgeber am 26.02.2019 eine Rangrücktrittserklärung abgegeben.

Desweiteren wird die Verlegung des Geschäftssitzes der IUBH Internationale Hochschule GmbH von Bad Honnef nach Thüringen vorbereitet.

35. Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB

Die im Folgenden aufgeführten inländischen Tochtergesellschaften in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft nehmen die Möglichkeit zur Befreiung von bestimmten Vorschriften über die Aufstellung, Prüfung und Offenlegung des Jahresabschlusses bzw. des Lageberichts gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch:

Gesellschaft Sitz
Career Partner GmbH München
Career Partner Group GmbH München
Career Partner Service GmbH München
IUBH Internationale Hochschule GmbH Bad Honnef
Oakley CP MidCo GmbH München
Proaktiv Management Training und Beratung in Management und Verkauf GmbH München

36. Angaben zur Kapitalflussrechnung

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind insbesondere im Zusammenhang mit dem Erwerb der Apollo Global Germany GmbH gegenüber dem Vorjahr um EUR 2.935.832 angestiegen. Im Rahmen dieser Akquisition wurden u.a. auch EUR 1.830.654 Zahlungsmittel übernommen. Der Cash-Flow aus operativer Geschäftstätigkeit beträgt in 2018 EUR 16.391.839.

Der Zusammenhang mit dem Erwerb spiegelt sich darin wider, dass sich der Kapitalfluss aus Investitionstätigkeiten besonders stark verändert hat (Anstieg auf EUR -172.768.648). Bereinigt um die Akquisition der Unternehmensgruppe inkl. dazugehöriger Finanzierung betrugen der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit EUR -10.365.130 und der aus Finanzierungstätigkeit EUR -6.383.053.

Der Anstieg des Kapitalflusses aus Finanzierungstätigkeit ist insbesondere auf die Aufnahme von Darlehen (vgl. Anagbe 25) zurückzuführen, welche zum Zwecke des Erwerbs der Apollo Global Germany GmbH aufgenommen wurden und somit im Zusammenhang mit Tochterunternehmen stehen.

Zusätzliche Finanzierungsaktivitäten liegen im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen vor (vgl. Angabe 23), für die jedoch zu Beginn keine Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente eingesetzt werden. Zukünftig führen die Leasingraten zu ratierlichen Zahlungsmittelabflüssen.

Zur Finanzierung der Gruppe verweisen wir auf Abschnitt 25. Finanzverbindlichkeiten.

Aufgrund der erwarteten, nachhaltig positiven Cash-Flows sowie der zur Verfügung stehenden Kontokorrentlinie gehen wir von einer ausreichenden Liquidität der Unternehmensgruppe in den Folgejahren aus. In Bezug auf die vereinbarten Covenants besteht ein ausreichender Headroom. Insgesamt gehen wir daher von einem Fortbestand des Mutterunternehmens sowie sämtlicher Tochterunternehmen aus.

 

München, 12. August 2019

Dr. Sven Schütt, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Oakley CP TopCo GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Oakley CP TopCo GmbH, München, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Oakley CP TopCo GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

· entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2018 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und

· vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

· identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

· gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

· beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

· ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

· beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

· holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

· beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

· führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 12. August 2019

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Holger Lutz, Wirtschaftsprüfer

ppa. Christian Dornhöfer, Wirtschaftsprüfer

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