Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Vincent Dominique Albert Thérese Nomblot seit 30.7.2024 | Geschäftsführer |
Stefan Dunger seit 30.7.2024 | Prokura |
Alessia, geb. Koslova Weiß seit 10.8.2021 | Prokura |
Frank Fleischmann seit 28.10.2020 | Prokura |
Alexander Somborn seit 30.8.2012 | Prokura |
Andreas Ziegler seit 4.8.2010 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Berry Global Inc | 89.90% |
AMCOR PLC | 10.10% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ESE GmbHNeuruppinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ESE GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ESE GmbH, Neuruppin - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ESE GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem dengeplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mannheim, 7. März 2025 EY
GmbH & Co. KG
Grathwol, Wirtschaftsprüfer Tunn, Wirtschaftsprüferin Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023I. Allgemeine Angaben Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die Gesellschaft ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Neuruppin unter der Nummer HRB 8949 NP eingetragen. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode bewertet. Als Nutzungsdauer werden für entgeltlich erworbene Software und sonstige immaterielle Vermögensgegenstände drei bis zehn Jahre zu Grunde gelegt. Der Geschäfts- oder Firmenwert aus der Übernahme des operativen Geschäfts der früheren Firmen ESE Industrie GmbH, Neuruppin, und ESE Dienstleistungen GmbH, Willich, im Jahr 2010 wurde gemäß § 246 Abs. 1 Satz 4 HGB aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Für den bei der Verschmelzung der deutschen Vertriebsgesellschaft ESE GmbH auf die ESE Expert GmbH (später umfirmiert in ESE GmbH) im Jahr 2012 entstandenen Geschäfts- oder Firmenwert beträgt die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer zwölf Jahre. Bei der Schätzung der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer wurden die Kundenstruktur, das Geschäftsmodell der übertragenden Gesellschaften sowie das Know-how der Mitarbeiter berücksichtigt. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode angesetzt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis einschließlich EUR 800,00 wurden im Erwerbsjahr sofort abgeschrieben. Der Abschreibungsberechnung der Sachanlagen liegen folgende Nutzungsdauern zu Grunde:
Innerhalb der Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Für bestimmte Vorräte (Klein- und Ersatzteile) werden die Werte mithilfe zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips ermittelt. Die Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse beinhalten Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten (allgemeine Verwaltungskosten). Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt worden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Bei Posten, deren Einbringbarkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Die Fremdwährungspositionen der ausgewiesenen kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet und berücksichtigen Gewinne und Verluste aus Wechselkursänderungen, die bis zum Bilanzstichtag gegenüber dem Kurs am Tage der erstmaligen Erfassung eingetreten sind. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden - abweichend von vorgenannter Vorgehensweise - das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen bilanziert. Erhaltene und geleistete Anzahlungen sind mit dem Nennbetrag bewertet. Zukünftige Steuerbe- oder -entlastungen, die sich aus unterschiedlichen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ergeben, werden mit einem Steuersatz von 29,00 % bewertet und nicht abgezinst. Bezüglich der einzelnen Differenzen oder der Verlustvorträge, auf denen die latenten Steuern basieren, verweisen wir auf unsere Ausführungen zu den Einzelangaben zur Bilanz. III. Erläuterungen zur Bilanz Geschäfts- oder Firmenwert Aus der oben beschriebenen Verschmelzung im Geschäftsjahr 2012 ging ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 20.548 und aus Verschmelzungen im Geschäftsjahr 2010 ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 10.869 hervor. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel als Anlage zu diesem Anhang dargestellt. Finanzanlagevermögen Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Beteiligungen setzen sich wie folgt zusammen:
Forderungen gegen verbundene Unternehmen In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen von TEUR 17.505 (i. Vj. TEUR 6.677) sind in Höhe von TEUR 8.684 (i. Vj. TEUR 6.223) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten. Alle Forderungen haben eine Laufzeit von unter einem Jahr. Sonstige Vermögensgegenstände Alle sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Laufzeit von unter einem Jahr. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Mitarbeiterboni, Urlaubsansprüche und Sondervergütungen, Gewährleistungsansprüche, ausstehende Lieferantenrechnungen und Jubiläumsgelder gebildet. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über fünf Jahren bestehen wie im Vorjahr nicht. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden in Höhe von TEUR 10.431 (i. Vj. TEUR 5.886) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen, davon beziehen sich TEUR 9.837 (i. Vj. TEUR 3.821) auf Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin. Latente Steuern Die passiven latenten Steuern resultieren aus den folgenden Sachverhalten:
Die aktiven latenten Steuern resultieren aus den folgenden Sachverhalten:
Entwicklung latenter Steuersalden Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gem. § 277 Abs. 1 HGB setzen sich wie folgt zusammen: Nach geografisch bestimmten Märkten:
Nach Tätigkeitsbereichen
Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.344 enthalten, welche aus einer einmaligen Korrekturabrechnung für Management-, Lizenz- und Trademark-Gebühren der Muttergesellschaft für die Geschäftsjahre 2019 bis 2023 resultieren. V. Sonstige Pflichtangaben Mutterunternehmen und verbundene Unternehmen Die Anteile der Gesellschaft wurden bis Mai 2023 zu 100 % von der ESE GmbH ist die ESE World B.V., Maastricht, Niederlande, gehalten. Diese hat alle Anteile an der ESE GmbH an die Berry Global German Holdings GmbH, Lohne/Oldenburg, verkauft. Diese ist ein mittelbares Tochterunternehmen der Berry Global Inc., Evansville, Indiana, USA. Damit ist die Gesellschaft verbundenes Unternehmen zur Berry Global Group Inc., die den Konzernabschluss für den größten und gleichzeitig kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Zur Befreiung von der Verpflichtung zur Konzernrechnungslegung nach deutschem Recht macht die Gesellschaft von der Möglichkeit Gebrauch, in Übereinstimmung mit § 292 HGB i. V. m. der KonBefrV für das Geschäftsjahr 2023 einen geprüften befreienden Konzernabschluss mit einem Bericht über die Lage des Konzerns sowie den Bestätigungsvermerk des Konzernabschlussprüfers in englischer Sprache offenzulegen. Dieser Konzernabschluss, in den die Gesellschaft einzubeziehen ist, wird von dem obersten Mutterunternehmen (Berry Global Group Inc.) nach US GAAP aufgestellt. Der Konzernabschluss ist am Sitz des Unternehmens erhältlich. Die wesentlichen Unterschiede zwischen US-amerikanischer (US GAAP) und deutscher Rechnungslegung (HGB) in Bezug auf den Konzernabschluss sind nachfolgend aufgeführt. Hinter der deutschen und der US-amerikanischen Rechnungslegung stehen grundsätzlich unterschiedliche Betrachtungsweisen. Während die Rechnungslegung nach HGB das Vorsichtsprinzip und den Gläubigerschutz in den Vordergrund stellt, ist die Bereitstellung entscheidungsrelevanter Informationen für den Kapitalgeber das vorrangige Ziel der US-amerikanischen Rechnungslegung. Daher wird auch der Vergleichbarkeit der Jahresabschlüsse - "sowohl über verschiedene Geschäftsjahre hinweg als auch von unterschiedlichen Unternehmen" - sowie der periodengerechten Erfolgsermittlung nach US GAAP ein höherer Stellenwert eingeräumt als nach HGB. Rückstellungen Die Möglichkeiten zur Bildung von Rückstellungen sind in der US-amerikanischen Rechnungslegung restriktiver geregelt als nach HGB. Rückstellungen sind nach US GAAP zu bilden, wenn eine Verpflichtung gegenüber einem Dritten besteht, die Inanspruchnahme wahrscheinlich ("more likely than not") und die voraussichtliche Höhe des Erfüllungsbetrags der notwendigen Rückstellung zuverlässig schätzbar ist. Dabei ist auch eine Abzinsung zu berücksichtigen, wenn diese zuverlässig schätzbar ist. Rückstellungen nach HGB sind mit dem erwarteten Erfüllungsbetrag zu bewerten und bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr abzuzinsen. Der Diskontierungszins orientiert sich nach US GAAP an Renditen, die am Bilanzstichtag für erstrangige, festverzinsliche Unternehmensanleihen erzielt werden. Nach HGB ist dieser Zins grundsätzlich ein der Laufzeit entsprechender durchschnittlicher Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre. In Bezug auf Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen wird davon abweichend ein durchschnittlicher Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren abgeleitet, weiterhin kann vereinfachend eine Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt werden. Latente Steuern Durch die Vorschriften des BilMoG wurde eine weitgehende Harmonisierung in der Berechnungssystematik und Bewertung der latenten Steuern erzielt. Nach § 274 HGB sind steuerliche Verlustvorträge nur dann zu berücksichtigen, wenn in den kommenden fünf Jahren eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Nach HGB besteht für einen aktiven latenten Steuerüberhang ein Ansatzwahlrecht, nach US GAAP müssen aktive latente Steuern angesetzt werden. Geschäftsführung Als Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr folgende Personen bestellt:
Auf die Angabe der Organbezüge wird auf Grund der mittelbaren Schutzwirkung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Alle drei Geschäftsführer haben im Geschäftsjahr ein Gehalt durch die Gesellschaft erhalten. Arbeitnehmer Die Gesellschaft hat im Zeitraum 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023 im Durchschnitt 340 Mitarbeiter (i. Vj. 311) beschäftigt. Haftungsverhältnisse Es bestehen keine wesentlichen Haftungsverhältnisse. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen zum Stichtag bestehen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 9.585 (i. Vj. TEUR 5.804). Die Laufzeit der Verträge beträgt zwischen einem und zehn Jahren. Von diesem Gesamtbetrag sind Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.924 bis 30. September 2024 sowie TEUR 7.661 vom 1. Oktober 2024 bis zum 30. September 2028 fällig. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Die nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte betreffen im Wesentlichen die bereits unter den sonstigen finanziellen Verpflichtungen dargestellten Miet- und Leasingverträge zur langfristigen Anmietung von Grundstücken und Gebäuden sowie technischen Anlagen und Maschinen, Fahrzeugen und Geschäftsausstattung. Hierzu gehört der in 2010 abgeschlossene Sale- und Lease-Back-Vertrag über das bebaute Grundstück in Neuruppin mit einer Mindestlaufzeit von 15 Jahren sowie einem Gesamtvolumen von TEUR 126.522 bis Juni 2030. Die Miet- und Leasingvereinbarungen werden grundsätzlich zur Optimierung der Finanzierungsstruktur abgeschlossen. Die zu leistenden Mietzahlungen im Geschäftsjahr belaufen sich für die Mietverträge auf TEUR 1.830 und für die Betriebs- und Geschäftsausstattung TEUR 632. Die Vorteile aus den Leasingverträgen bestehen im Liquiditätsvorteil zu Beginn der Leasingverträge. Wesentliche Risiken bestehen in der Mindestleasingdauer, dieses Risiko wird aber als gering angesehen, da die Gesellschaft beabsichtigt, das Grundstück und die Gebäude sowie die technischen Anlagen, Fahrzeuge und Geschäftsausstattung bis zum Ende der Mindestleasingdauer betrieblich zu nutzen. Abschlussprüferhonorar Für das Honorar des Abschlussprüfers wurden im Geschäftsjahr TEUR 43 für Abschlussprüfungsleistungen vereinbart. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den zum 30. September 2023 ausgewiesenen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.604 auf neue Rechnung vorzutragen. Nachtragsbericht Mit Vertrag vom 18. Dezember 2023 wurde ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Berry Global German Holdings GmbH, Lohne/Oldenburg, abgeschlossen, dem die Gesellschafterversammlung mit Beschluss vom 21. Dezember 2023 zugestimmt hat. Daneben ergaben sich keine Ereignisse von wesentlicher Bedeutung für die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage sind nach dem Abschlussstichtag.
Neuruppin, 7. März 2025 Die Geschäftsführung Andreas Ziegler Vincent Nomblot Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Die ESE GmbH (ESE) bietet Lösungen für die temporäre Lagerung von Wertstoffen. Mit unseren innovativen und nachhaltigen Produkten unterstützen wir unsere Kunden bei der Optimierung ihres Wertstoffmanagements und bei der Erreichung ihrer Nachhaltigkeitsziele. Unser Produktportfolio umfasst Abfall- und Wertstoffbehälter, Public Furnishing/Papierkörbe, Gefahrgutsysteme, Unterflur- und Semi-Unterflursysteme. Dieses wird ergänzt durch das Angebot zusätzlicher Serviceleistungen wie Behälterverteilung und -management, Einsammlung, Austausch und Recycling von Behältern sowie der Einführung von Identifikationssystemen. Schwerpunkt unseres Geschäfts sind die Produktion und der Vertrieb von Abfall- und Wertstoffbehältern aus Kunststoff vorwiegend im europäischen Wirtschaftsraum. Hier verstehen wir uns als Full-Service Dienstleister und bieten unseren Kunden durchdachte und effiziente Komplettlösungen aus einer Hand - von der kundenspezifischen Fertigung bis zur Verteilung der Behälter vor die Haustür des Endkunden. Die Anteile der Gesellschaft wurden bis Mai 2023 zu 100 % von der ESE GmbH ist die ESE World B.V., Maastricht, Niederlande, gehalten. Diese hat alle Anteile an der ESE GmbH an die Berry Global German Holdings GmbH, Lohne/Oldenburg, verkauft. 2. Forschung und Entwicklung Um den externen Marktanforderungen und den eigenen Nachhaltigkeitszielen gerecht zu werden, entwickelt die ESE GmbH eigene Werkzeuge und Spritzgussformen. In enger Zusammenarbeit mit unseren Vertriebsmitarbeitern arbeiten 18 Mitarbeiter aus dem Bereich Forschung, Entwicklung und Marketing kontinuierlich an neuen Patenten und Produktentwicklungen. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im abgelaufenen Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023 entwickelte sich das Marktumfeld für die ESE GmbH, trotz der weiterhin anhaltenden Inflation und dem noch immer bestehenden Krieg in der Ukraine, leicht positiv. Der Absatzmarkt in Osteuropa ist weiterhin erheblich geschwächt und in einigen Ländern vollständig zusammengebrochen, jedoch ist es uns gelungen, den Anteil auf dem Europäischen Markt auszubauen, was u.a. auf die durch die EU-Maßnahmen zur Vermeidung und zum Recycling von Kunststoffen zurückzuführen ist. Daher kommt es weiterhin in diesem Bereich zu einer leichten Marktbelebung, Die steigende Inflationsrate von Durchschnittlich 5,9 % im Jahr 2023 beeinflusst zunehmend auch die Wettbewerbsfähigkeit auf dem deutschen Markt. In diesem Zusammenhang besonders zu erwähnen sind die steigenden Energiekosten. Diese führten im Wirtschaftsjahr 2023 zu einer erheblichen Erhöhung der Materialkosten. Die Energiepreiserhöhungen lagen im Durchschnitt mit 83 % über der des Vorjahres. Zwar konnte der Effekt teilweise durch einen um 17 % gefallenen HDPE-Preis kompensiert werden, aber insgesamt betrachtet stieg der Materialaufwand gegenüber dem Vorjahr um 6 %. Diese Steigerung konnte aufgrund des Wettbewerbsdruckes und des ohnehin schon umkämpften Marktes nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden. Der leicht gestiegene Umsatz ist durch die Erhöhung des Produktionsvolumens auf Basis von zwei neuen Produktionsmaschinen zurückzuführen, welche erstmalig Ende des Wirtschaftsjahres 2023 die Produktion aufgenommen haben. Bei einem stabilen Marktanteil von über zwei Dritteln der Aufträge im Ausland zeichnet sich wie in den Vorjahren besonders der skandinavische Markt durch eine hohe Nachfrage von 29,8 % (Vorjahr 22,7 %) des Gesamtumsatzes mit einem stabilen Preisniveau aus, und hat somit einem soliden Beitrag zum Unternehmenserfolg geleistet. 2. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft Die ESE GmbH erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 129.254 (Vorjahr: TEUR 124.838). Dieser Wert lag TEUR 4.416 oder 3,5 % über den Umsatzlösen des Vorjahres. Damit lagen die Umsätze auch leicht über dem im Vorjahr prognostizierten Wert, welcher Umsatzerlösen auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2021/2022 vorsah. Die Produktgruppe Abfall- und Wertstoffbehälter stellt auch weiterhin die dominante Ergebnisquelle mit einem Umsatz von TEUR 121.634 (Vorjahr: TEUR 118.261) dar. Im Produktbereich Öffentliche Ausrüstungsprodukte hat sich das Umsatzniveau mit TEUR 7.486 (Vorjahr: TEUR 6.286) leicht erhöht, was insbesondere an den gestiegenen Stahlpreisen liegt, jedoch ist das Umsatzniveau der Vor-Corona Zeiten weiterhin nicht zu erreichen. Die Dienstleistungsumsätze sind im Geschäftsjahr merklich geringer, aber auch im Verhältnis zum Gesamtumsatz unwesentlich. 3. Darstellung und Beurteilung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 3.1 Ertragslage Befördert durch eine gute Produktionsauslastung und gezielte Rohstoffbeschaffung konnte trotz der schweren Marktbedingungen ein Rohergebnis (Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderung und sonstigen betrieblichen Erträgen abzgl. Materialaufwendungen) von TEUR 46.119 (Vorjahr: TEUR 36.299) erzielt werden, was einer Erhöhung um 27,1 % entspricht. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge um TEUR 603 auf TEUR 1.373 resultiert aus einer einmaligen Korrekturabrechnung für Management,- Lizenz und Trademark-Gebühren der Muttergesellschaft für die Geschäftsjahre 2019 bis 2023 in Höhe von TEUR 1.344. Speziell die geringen Kosten des Materialaufwandes von TEUR 84.212 (Vorjahr: TEUR 89.210), im Verhältnis zum gestiegenen Umsatz, hat maßgeblich zum besseren Rohergebnis beigetragen. Auch konnte der signifikante Anstieg der Energiekosten um TEUR 2.172 durch die gefallenen Materialkosten, speziell für Roh-Hilfs und Betriebsstoffe, kompensiert werden. Der Personalaufwand ist aufgrund von regelmäßigen Tariferhöhungen bei den Löhnen und Gehältern sowie durch Neueinstellungen von Mitarbeitern und von Restrukturierungsmaßnahmen der Berry Gruppe um TEUR 1.542 auf TEUR 17.416 (Vorjahr: TEUR 15.874) gestiegen. Die Maßnahmen zur Restrukturierung betreffen u.a. die Verschlankung der Geschäftsführung von drei auf zwei Geschäftsführer. Insgesamt sind das Rohergebnis, die Rohergebnismarge (Rohergebnis im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) sowie die Umsatzerlöse auch trotz der weltweiten schwierigen politischen Lage, sowie der daraus resultierenden Preisschwankungen, als stabil zu bewerten. Die Prognose, welche eine leichte Erhöhung der Rohergebnismarge im Vergleich zum Vorjahr (29,1 %) vorsah, ist damit übertroffen worden, auch wenn diese mit 35,7 % noch leicht hinter den Werten von 2020 (36,0 %) und 2021 (36,0 %) zurück liegt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 888 bzw. 4,3 % gesunken. Wesentlich für die Senkung sind u.a. die geringeren Werbekosten für die nur alle zwei Jahre stattfindenden IFAT Munich, die geringeren Transportkosten, sowie einer Kostensenkung bei den Kfz-Kosten. Dem gegenüber stehen Kostensteigerungen für die Wartungs- und Reparatur der Anlagen, die aufgrund Ihrer Altersstruktur stetig steigen. Im Ergebnis erzielte die Gesellschaft einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.604 (Vorjahr: Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 6.089). Damit konnte die Prognose, welche ein weiterhin negatives - wenn auch deutlich besseres - Ergebnis vorsah, deutlich übertroffen werden. 3.2 Finanzlage Die Gesellschaft ist auch nach dem Gesellschafterwechsel und der Zuordnung zur deutschen Muttergesellschaft, der Berry Global German Holdings GmbH, zum 31. Mai 2023 weiter in die zentrale Finanzierung der ESE-Gruppe eingebunden. Die Liquidität der ESE-Gruppe wird über den Cash-Pool auf Ebene der ESE World B.V., Maastricht/Niederlande, sichergestellt. 3.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahresbilanzstichtag um TEUR 4.829 bzw. 9,0 % erhöht. Zum 30. September 2023 beläuft sich das Anlagevermögen TEUR 18.651 (Vorjahr: TEUR 19.547) und ist vollständig durch Eigenkapital gedeckt. Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr im Rahmen der Erweiterungs- und Ersatzinvestitionen TEUR 5.310 (Vorjahr: TEUR 4.014) in das Anlagevermögen investiert. Die Investitionen betrafen insbesondere zwei neue Fertigungsmaschinen und marktorientierte Neuentwicklungen und Modifikationen von Werkzeugen. Die im Berichtsjahr durchgeführten Investitionen haben die planmäßigen Abschreibungen des Berichtsjahres um TEUR 507 erhöht. Daraus resultiert ein Rückgang des Anlagevermögens im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 896. Die Anlagenabgänge in Höhe von TEUR 3.073 (brutto) betrafen überwiegend die Verschrottung alter Maschinen und Werkzeugteile, sowie Lizenzen. Die Vorräte sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.205 bzw. 15,1 % gefallen. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, welche sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.739 verringert haben. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich um TEUR 3.090 gegenüber dem Vorjahr verringert. Die Reduzierung resultiert hauptsächlich aus dem konsequenten Cash Management. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind hingegen um TEUR 10.828 gestiegen, was aus der gestiegenen Cash-Pooling Forderung resultiert. Die sonstigen Vermögensgegenstände hingegen sind unwesentlich auf TEUR 3.122 (Vj. TEUR 3.045) gestiegen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.404 auf TEUR 11.129 gesunken. Grund dafür sind im Wesentlichen die geänderten Zahlungsziele vieler Lieferanten. Dem gegenüber steht die Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 4.545. Aufgrund des Jahresüberschusses ist das Eigenkapital im Geschäftsjahr auf TEUR 30.170 (Vj: TEUR 28.566) gestiegen. Die Eigenkapitalquote hat sich zum 30. September 2023 mit 51,8 % gegenüber dem Vorjahr (53,5 %) nur leicht verschlechtert. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:
Die Darstellung und Analyse der finanziellen Leistungsindikatoren erfolgen innerhalb der Berichterstattung an den jeweils relevanten Stellen. 5. Gesamtaussage Unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung verlief im abgelaufenen Geschäftsjahr entsprechend der Prognose positiv. Die Umsatzerlöse haben sich im Vergleich zum Niveau des Vorjahres leicht verbessert. Aufgrund der wiederum leicht gefallenen Materialpreise und der gefallenen Transportkosten ist das Rohergebnis und die Rohergebnismarge gestiegen. Auch dieses Ergebnis entspricht unseren Erwartungen. Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses und der Steueraufwendungen hat die Gesellschaft einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.604 (Vj: Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 6.089) erzielt. Die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Geschäftsjahr wird insgesamt als positiv beurteilt. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. III. Zweigniederlassungsbericht Unser Unternehmen verfügt neben dem Hauptsitz in Neuruppin zum Bilanzstichtag 30. September 2023 eine inländische unselbständige Zweigniederlassung in Olpe. An diesem Produktionsstandort werden Gefahrgutsysteme sowie Behälter für den öffentlichen Raum aus Stahl hergestellt. Zudem hat die Gesellschaft im Oktober 2021 eine Zweigniederlassung als Verkaufsbüro in Kasachstan etabliert. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikomanagementsystem Die Gesellschaft ist in das konzernweite Risikomanagement eingebunden. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Geschäftsführung und Gesellschafter werden regelmäßig durch geeignete Erfolgskennziffern über den Geschäftsverlauf unterrichtet, um entsprechende Korrekturmaßnahmen frühzeitig ergreifen zu können. Zudem minimiert unser effektives Debitorenmanagement die Ausfallrisiken von Forderungen. 2. Risikobericht 2.1. Branchenspezifische Risiken Es gibt eine volatile Preisfindung bei Polymerkunststoffen, z.B. wegen unterschiedlich genutzter Kapazitäten bei den HDPE-Produzenten und spekulativer Nachfrage. Durch langfristige Lieferkontrakte und zentrale Beschaffungsprozesse im Konzern können auftretende kurzfristige Preisschwankungen am Spotmarkt abgefedert werden. Zur Preisentwicklung verweisen wir auf den zweiten Abschnitt im Kapitel 2.2 Gesamtwirtschaftliche und finanzwirtschaftliche Risiken. Es besteht das Risiko, dass durch einen Maschinenausfall ein Produktionsausfall und dadurch eine Reduzierung der Ausbringungsmenge erfolgt. Durch regelmäßige umfangreiche Wartungsmaßnahmen wird diesem Risiko entgegengewirkt, sodass die Ausprägung als gering eingestuft wird. Insbesondere im Exportgeschäft steigen zudem die Herausforderungen angesichts der aktuellen politischen Lage und der damit verbundenen Schließung lokaler Absatzmärkte. Dem gestiegenen Wettbewerb tritt die Gesellschaft in mehreren Ländern mit lokalen Konzernvertriebsgesellschaften und kontinuierlichen Innovationen im Produktionsbereich, um kosteneffizient die Produkte anbieten zu können, entgegen. Da die Produktion von Kunststoffbehältern sehr energieintensiv ist, triff die Erhöhung der Energiekosten unsere Geschäftsmodel weiterhin hart und wird langfristig zudem zu steigenden Produktionspreisen führen. Dem Versuchen wir durch weniger Energieintensive Maschinen und Anlagen entgegenzuwirken. Wir haben bereits in den letzten Jahren in sparsamere Maschinen investiert und konnten so unseren Ökologischen Fußabdruck verringern. Wir werden weiter in innovative Lösungen investieren. Die geplante Investition in neue Maschinen wurde 2023 abgeschlossen. Diese Maschinen stellen eine wesentliche Verbesserung der Energieeffizienz dar und helfen uns sukzessive den Altbestand durch neue Maschinen zu ersetzten. 2.2. Gesamtwirtschaftliche und finanzwirtschaftliche Risiken Der anhaltende Ukrainekrieg führt immer noch zu schwankenden Einkaufspreisen und veränderten Lieferwegen. Auch die von der Bundesrepublik gesteuerten Umweltinvestitionen, die kurzfristigen Änderungen der Strategie und deren daraus resultierenden Mehrkosten, bilden weiterhin eine große Herausforderung nicht nur bei der Einkaufsplanung, sondern auch bei einer langfristigen Ausrichtung der Produktion, was die Preisgestaltung als auch die Einkaufsplanung angeht. Durch den Krieg ist zudem auch der Ausbau des Absatzes unserer Produkte in den osteuropäischen- und asiatischen Märkten stark eingeschränkt. Entsprechend herausfordernd ist es daher, das Risiko für die ESE GmbH einzuschätzen. Die Geschäftsführung beobachtet laufend die weitere Entwicklung zur Identifikation der damit verbundenen Risiken und reagiert bedarfsweise unter Zugrundelegung des Risikomanagementsystems der Gesellschaft. Das Ausfallrisiko von Forderungen wird im Rahmen unseres Risikomanagementsystems minimiert. Sonstige finanzwirtschaftliche Risiken bestehen insbesondere durch die Einbindung in den Konzern und die stabile finanzielle Lage nicht. 3. Chancenbericht Der deutsche Markt ist weiterhin in einem dynamischen Stadium. Es ergeben sich trotz der Preissteigerung weitreichende Potenziale zur Neubehältergestellung, da zahlreiche Gebietskörperschaften eine Umstellung von Sack- auf Behältersammlung umsetzten. Auch im Bereich Papier sowie im Bereich Restmüll und Bio ist das Ausschreibungsverhalten der Gebietskörperschaften stabil. 4. Gesamtaussage Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin im zunehmenden Wettbewerb, in schwankenden und sich weiterhin erhöhenden Rohstoffpreisen sowie im stagnierenden Preisniveau. Die Auswirkungen des Ukrainekrieges und die damit verbundenen Kostensteigerungen könnten öffentliche Investitionen aufgrund der Gesamtbelastung der öffentlichen Haushalte in den Hintergrund drängen. Jedoch vor dem Hintergrund der sich in der ESE-Gruppe ergebenen Synergien und der stärkeren Marktpositionen im Bereich "Nordic", sehen wir daher für das kommende und die nächsten Jahre eine positive Entwicklung. Dazu trägt auch die Normalisierung der Preise für unsere Rohstoffe bei. Wir sind sehr zuversichtlich, im nächsten Geschäftsjahr wieder ein positives Ergebnis zu erreichen. Aufgrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir keine Risiken, die unsere Entwicklung im nächsten Jahr wesentlich beeinträchtigen oder unseren Fortbestand gefährden würde. V. Prognosebericht Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Erwartungen, Vermutungen und Prognosen der Geschäftsführung sowie den ihr derzeit verfügbaren Informationen beruhen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Im Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 erzielte die Gesellschaft Umsatzerlöse in Höhe von ca. EUR 124 Mio., eine Rohergebnismarge von ca. 38 % sowie einen Jahresergebnis vor Steuern und Ergebnisabführung in Höhe von ca. EUR 6 Mio. (alle Zahlen sind vorläufig und ungeprüft). Für das Geschäftsjahr zum 30. September 2025 erwarten wir Verkaufszahlen auf dem Niveau des Vorjahres bei einer deutlich verbesserten Rohergebnismarge. Die Gründe für das deutlich verbesserte Rohergebnis sind zum einen neue Aufträge mit einer besseren Marge sowie gesunkene Energiepreise. Daraus resultierend erwarten wir auch ein deutlich höheres Jahresergebnis vor Steuern und Ergebnisabführung als im Geschäftsjahr 2023/2024. Je nachdem, in welchem Umfang sich die Preisentwicklungen am Rohstoff- und Energiemarkt sowie bei den Transporten auf uns und die gesamte Branche auswirken, können die erwarteten Ergebnisse in den nächsten Jahren auch leicht darunter liegen.
Neuruppin, den 7. März 2025 Die Geschäftsführung Andreas Ziegler Vincent Nomblot Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023
Bilanz zum 30. September 2023Aktiva
Passiva
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