Windpark Hummelsebene GmbH & Co. KG
Selbe AdresseElektrizitätserzeugung aus erneuerbaren Energieträgern zur Verteilung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Franz Doll seit 2.1.2020 | Prokura |
Mathias Sebastian Schmälzle seit 2.1.2020 | Prokura |
Roland Zeifang seit 18.12.2008 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
RUCH NOVAPLAST GmbHOberkirchJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für OffenlegungszweckeInhaltsübersicht1. Geschäft und Rahmenbedingungen a. Überblick über die Gesellschaft b. Überblick über den Geschäftsverlauf c. Beurteilung der Geschäftsentwicklung d. Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten 2. Analyse des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gesellschaft a. Ertragslage b. Finanzlage c. Vermögenslage d. Zusammenfassende Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 3. Prognosebericht zu Chancen & Risiken a. Voraussichtliche Entwicklung b. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung c. Zusammenfassende Beurteilung der Chancen- und Risikosituation 4. Lageberichtsfremde Angaben | Berichterstattung zur Nachhaltigkeit 1. Geschäft und Rahmenbedingungen a. Überblick über die Gesellschaft Das Unternehmen produziert und vertreibt seit der Gründung 1960 Produktlösungen aus expandierten Polymeren wie z.B. EPS, EPP und anderen Partikelschäumen. Ziel der RUCH Gruppe ist es, integrale und funktionelle Produktlösungen gemeinsam mit Kunden aus unterschiedlichsten Marktsegmenten zu entwickeln und zur Serienreife zu bringen. Die Vorteile der Partikelschäume in Form ihrer thermischen Isolationseigenschaften und ihrem hohen Energieabsorptionsvermögen in Verbindung mit den typisch niedrigen Dichten bilden eine substanziell gute Basis vieler Beratungs-, Entwicklungs-, Produktions-, Montage- und Serviceleistungen, welche RUCH NOVAPLAST sehr speziell für diverse Produktgattungen ihren Kunden anbieten kann. Die seit Jahren in Vertrieb und Entwicklung gelebte Konzentration auf technische Umfelder (maßgeblich in Non-Automotive-Bereichen) spiegelt sich in dem aktuellen Produktportfolio wider. Im Fokus stehen integrative, hoch funktionelle Chassis-Systeme aus EPP für viele Gerätearten in diversen Umfeldern. Über das Business Development werden zusätzlich im Partikelschaum-Umfeld bisher nicht bekannte Produktentwicklungen beigesteuert. Hierbei handelt es sich meist um exklusive Einzelkunden, die in der Regel mit auf ihre Produkte speziell dafür entwickelten Sonderprozessen den technischen Anteil am Portfolio nochmals erhöhen. Mit inzwischen fast 260 Mitarbeitern am Standort Oberkirch werden Lösungen entwickelt, Einzelteile oder komplexe, oft gefügte, Subsysteme gefertigt. Dies sind innovative Produktlösungen, ausgestattet mit funktionalen Vorteilen, die i.d.R. aus der eigenen Entwicklungstätigkeit stammen. Mittels durchgängiger 3D CAD/CAM-Software sowie nachfolgender CNC-Bearbeitung können abbildtreue Prototypen für Testzwecke und zur Validierung der Entwicklung geschaffen werden. Im Anschluss an erfolgreiche Entwicklungsprojekte werden Schäumwerkzeuge spezifiziert, bemustert und bis zur Serienreife qualifiziert. Zielstrebigkeit und Pioniergeist prägten das Unternehmen von jeher. Machbarkeitsgrenzen immer weiter aufzubrechen und damit neue Anwendungsfelder für die Produktleistungen zu finden, zählt auch heute zu den Kernkompetenzen des Unternehmens. Diese Fähigkeiten ermöglichen es, komplett neue Verfahren und Technologien umzusetzen und so neue Marktsegmente zu erschließen. In den letzten Jahren wurde dies mehrfach bewiesen und erfolgreich umgesetzt. Hierzu gehören die Entwicklung geeigneter Füge- und Verbindungstechnologien wie auch Hybridlösungen aus Kunststoffen für konstruktive Lösungen im Leichtbau. So werden beispielsweise unter Einsatz des patentierten Partikelschaumverbundspritzgieß - Verfahrens (PVSG®) stoffschlüssig verbundene Führungs- und Befestigungselemente für Partikelschäume hergestellt. Deren Vorteil ist es, die Möglichkeit von hochfesten Verbindungen zu schaffen bei gleichzeitiger Nutzung leichter Partikelschaum-Bauteile. Unter dem Produktnamen NOVAFeed&Fix® werden diese Art von unlösbaren, stofflichen Verbindungen geführt RUCH NOVAPLAST mit dem Schwesterunternehmen MORAPLAST (CZ) sowie einem Netzwerk aus verlässlichen Partnern beliefert strategische Kunden in ganz Europa. Durch die globale und weltweite Vertretung vieler Kunden agiert das Unternehmen jedoch auch über europäische Grenzen hinaus. Das Unternehmen unterhält ein Qualitätsmanagement-System nach ISO 9001:2015, ein Umweltmanagement-System nach ISO 14001:2015 sowie ein Energiemanagement-System gemäß ISO 50001:2018. b. Überblick über den Geschäftsverlauf Der Krieg in der Ukraine schaffte es 2023 nicht, die Industrieproduktion in Deutschland und Europa nachhaltig zu stören. In vielen Bereichen, insbesondere im Baugewerbe wurden Umsatzrekordwerte erreicht, da anhand der in den Vorjahren sehr niedrigen Kreditzinsen sowohl im Neubau wie auch in der Sanierung alles auf Hochtouren lief. Die Förderung solcher Maßnahmen mit öffentlichen Mitteln war mit Teil der Begründung des Booms. Bei RUCH NOVAPLAST war der Geschäftsverlauf 2023 insgesamt geprägt von sehr hohen und stabilen Serienumsätzen im EPP-Umfeld. Ein Hintergrund dafür war, wie weiter oben bereits angedeutet, das Thema "Ausbau erneuerbarer Energien", das von der Politik vorangetrieben wurde. Aufgrund der großen Marktnachfrage sowie befürchteten Lieferengpässen im Wärmepumpenbereich haben die großen Hersteller im Verlaufe des Jahres die Lagerkapazitäten für Vormaterialien, aber auch für Endgeräte erweitert und diese teilweise komplett aufgefüllt, was sich zwischenzeitlich stark auf die Auftragssituation in unserem Geschäftsfeld Haus- & Gebäudetechnik auswirkte. Äußerst angespannte Lieferketten bewirkten zudem, dass bei vielen Produkten proaktiv bestellt wurde. Mit Beginn des 4. Quartals ist die Nachfrage im Geschäftsfeld Haus- & Gebäudetechnik stark zurückgegangen, so dass sich im Ergebnis die Umsätze in diesem Geschäftsfeld auf Vorjahresniveau bewegen. In Folge dieser Entwicklung sind die Vorräte und Forderungen zum Bilanzstichtag, von unterjährigen Höchstständen wieder stark gesunken. Zusätzlich zum stark laufenden Seriengeschäft wurden im Geschäftsjahr 2023 in der Haus- & Gebäudetechnik sowie allgemein bei technischen Formteilen viele Neuentwicklungen umgesetzt. Dies wiederum führte zu stark wachsenden Entwicklungsumsätzen, was ebenfalls zum guten Umsatzwachstum in 2023 beigetragen hat. Der Umsatz im Bereich Ladungsträger und Verpackungen erhöhte sich zwar, was jedoch an wenigen größeren Einzelkunden lag, die zudem unterschiedliche Märkte beliefern. Die Mehrheit der durch RUCH NOVAPLAST akquirierten Ladungsträgeraufträge werden seit Jahren fast vollständig über die Schwestergesellschaft MORAPLAST s.r.o. in Tschechien abgewickelt. Dadurch werden diese bei RUCH NOVAPLAST als Handelsware geführt. Einzelne Verpackungsaufträge wurden ebenfalls zu MORAPLAST oder auch zu Wettbewerbern verlagert, um zukünftige Kapazitätsengpässe insbesondere im stark wachsenden EPP-Geschäft zu vermeiden. Im Bereich der technischen Anwendungen (mehrheitlich NOVAplex-Chassis) war zum Vorjahr ein fast identisches Geschäftsjahr zu beobachten. Der minimale Rückgang ist aufgrund eines geplanten Auslaufens einer Produktserie im Bereich von Koffereinlagen für Elektrowerkzeuge zu erklären. Der Helmbereich war gekennzeichnet durch stabile, leicht erhöhte Serienumsätze im Vergleich zum Vorjahr. Der minimale Rückgang über das komplette Geschäftsfeld kann erklärt werden durch geringere Werkzeugumsätze bzw. weniger Neuanläufe in 2023. Die strukturelle KFZ-Krise "weg vom Diesel/Benziner" hin zum E-Auto beeinflusst nach wie vor das Geschäftsfeld der Automotiv-Serienteile. Da die Teile in ähnlicher Art und Weise im E-Auto benötigt werden, ist mit einem Abreißen der Bedarfe nicht zu rechnen. Ein leichtes Umsatzplus im Berichtsjahr bestätigt dies. Der Einkauf von Rohmaterialien war das ganze Jahr über sichergestellt und hatte keinerlei negativen Auswirkungen auf die geplanten Serienbelieferungen unserer Kunden. Die Preisentwicklung über das Jahr insgesamt kann als stabil beschrieben werden. Einzige Ausnahme ist bei EPS-Materialien zu finden, wo die extrem hohen Preise aus dem Vorjahr in den ersten Monaten angepasst wurden. Die verarbeitete EPS-Tonnage insgesamt hat sich wieder verringert auf das Niveau des Jahres 2021. Im Energiebereich ist für uns der Einkauf von Gas zur Wärmeerzeugung essentiell. Hier wurden zur Absicherung von übergroßen Risiken im Vorjahr und auch im Berichtsjahr vorab Einzeltranchen auf dem Preisniveau des Vorjahres eingekauft. Die Strompreise sind nach einem starken Anstieg im Vorjahr im Berichtsjahr wieder stark gesunken. Preisanpassungen gegenüber Kunden aufgrund niedrigerer Material- und Energiepreise fanden in begrenztem Maße zwar statt, das Deckungsbeitrags-Niveau konnte sich jedoch insgesamt erholen. Die großen Umsatzsteigerungen in der EPP-Eigenfertigung konnten einerseits durch neue bzw. im Vorjahr investierte Betriebsmittel und ergänzend durch geplante Wochenendfertigungen einzelner Teilbereiche der Serienproduktion erreicht werden. Die im Jahr 2022 in Willstätt-Legelshurst in Betrieb genommene Arbeitsstätte wurde erweitert, um darin Platz für eine neu entwickelte Linienfertigung für einen Großkunden zu schaffen. RUCH NOVAPLAST konnte im Geschäftsjahr 2023 die Unternehmensstrategie konsequent weiterverfolgen und mit Erfolg umsetzen. Durch die benannten Effekte erhöhte sich der Gesamtumsatz im Vergleich zum Vorjahr um ca. 8%. Das für 2023 geplante Umsatzwachstum von 10-15% konnte nicht erreicht werden. Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) von 3,28 Mio. EUR übertrifft das Vorjahres EBT von 1,52 Mio. EUR. Maßgeblich ursächlich dafür sind die erhöhte Preisqualität, reduzierte Stromkosten sowie die Zubuchung eines EKDP-Zuschusses von 460T€ (aufgelegt im Jahr 2021 vom Bund als Zuschuss für energieintensive Unternehmen). In der Gesamtwirkung auf das Jahresergebnis konnte durch diese positiven Effekte das Nichterreichen des Planumsatzes mehr als kompensiert werden. Damit wurde das im letztjährigen Lagebericht genannte Ziel einer moderaten Ergebnissteigerung deutlich übertroffen. c. Beurteilung der Geschäftsentwicklung Die Geschäftsentwicklung war weiterhin durch den strategischen Kurs einer Positionierung des Unternehmens als Anbieter für innovative und technologische Produktlösungen geprägt. Die Organisation entwickelt sich nach wie vor konsequent innerhalb dieser Strategie. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass das Unternehmen auf unvorhergesehene weltpolitische Ereignisse gut reagieren kann und der eigentliche Geschäftsablauf nicht gefährdet ist. Die Geschäftsentwicklung 2023 wird, trotz des Nachfrageeinbruchs im Geschäftsfeld Haus- und Gebäudetechnik zum Ende des Geschäftsjahres, als sehr gut beurteilt. d. Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten In den teilweise hochtechnischen Produktbereichen übernimmt das Unternehmen umfangreiche Entwicklungsaufgaben unter Zugrundelegung bekannter Polymerschäume sowie auch neuer, hybrider Materialverbundlösungen. Mit dem Ziel, innovative und nachhaltige Produktlösungen zu entwickeln, beteiligte sich RUCH NOVAPLAST weiter an staatlich geförderten Innovationsprojekten und arbeitet eng in Partnerschaften, um die Erkenntnisse daraus in neuen Produktentwicklungen und zum Nutzen ihrer Kunden einzusetzen. Das Unternehmen ist Partner und aktives Mitglied in mehreren Netzwerken und Verbänden. 2. Analyse des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gesellschaft a. Ertragslage Gegenüber dem Vorjahr konnten die Erlöse in den strategischen Marktbereichen der Haus- und Gebäudetechnik nicht gesteigert werden. Dies lag ausschließlich am Abriss der Auftrags-Pipeline in der Eigenfertigung des Geschäftsfeldes Haus- und Gebäudetechnik, der in den letzten Wochen des Jahres stattfand. Abrufe bei ansonsten großen Serienläufern wurden teilweise bis auf 0 heruntergefahren. Bis zu diesem Zeitpunkt war die Serienfertigung das ganze Jahr über auf einem sehr hohen Niveau und ist damit einer der Hauptgründe für die erhöhte Ertragsfähigkeit im Geschäftsjahr 2023. Die Erlöse in den von der KFZ-Branche abhängigen Geschäftsbereichen steigerten sich um 14%. Zu großen Teilen rührt dies von nur einem strategischen Kunden, der größere Umsatzsteigerungen realisieren konnte. Im Bereich Kopfschutz war nach der großen Umsatzsteigerung des Vorjahrs ein unwesentlicher Rückgang zu verzeichnen. Über den Business Development-Prozess konnte im Rahmen eines Großprojekts in der Betriebsstätte Willstätt ein 7-stelliger Neu-Umsatz generiert werden. Trotz des beschriebenen Abrisses der Auftrags-Pipeline in der Haus- & Gebäudetechnik konnte ein Umsatzwachstum über alles von ca. 8% erreicht werden. Die im Rahmen der Produktionsplanung geforderte Betriebsleistung konnte umgesetzt werden. Das Ausweichen auf das Schwesterwerk MORAPLAST war, wie bereits in den Vorjahren, ein geeignetes und nochmals mehr genutztes Ventil. MORAPLAST wird inzwischen über alle Geschäftsfelder genutzt. Seit 2023 werden neue Anfragen mit einer gewünschten Anlieferung osteuropäischer Werke in den strategischen Geschäftsfeldern über MORAPLAST angeboten. Damit existiert für RUCH NOVAPLAST durch die verlängerte Werkbank eine hervorragende Möglichkeit, starkes Umsatzwachstum umsetzen zu können. Durch die gewachsenen Umsätze im Rahmen von Erlösen als Handelsware bzw. durch die Verrechnung von Personaleinsätzen ergeben sich für das Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr erhöhte Roherträge. Die Liefertreue der Fertigerzeugnisse und Serienprodukte wurde im Verhältnis zum Vorjahr verbessert. Durch eine verbesserte Umsatz- /Kostenrelation konnten die Deckungsbeiträge prozentual in nahezu jedem Geschäftsfeld gesteigert werden. Ursächlich ist u.a., dass die Produktpreise trotz zurückgehender Kosten bei Rohmaterial und Energie nicht übermäßig angepasst werden mussten. Die Energiekosten sind im Vergleich zum Vorjahr beträchtlich gesunken. Dies ist insbesondere auf niedrigere Strompreise, sowie einen reduzierten Gasverbauch zurück zu führen. Der auf dem Markt eingekaufte Stromanteil wurde 2023 als "grüner Strom" bezogen. Die Kosten für die Pflege und Instandhaltung der technischen Anlagen wurden geringfügig reduziert zum Vorjahr. Steigende Qualitätsansprüche sowie die nachhaltige und reproduzierbare Genauigkeit in der Serienfertigung bedürfen einer stetigen Qualifizierung der Mitarbeiter. So wurde weiter erheblich in die Schulung der operativen Mitarbeiter investiert. Die Personalkosten in Summe erhöhten sich um fast 17%, blieben aber unter dem Planansatz. Ein großer Teil dieser Mehrkosten entstand aufgrund eines Anstiegs der Beschäftigtenanzahl. Ebenso aufgrund eines deutlichen Anstiegs der dynamischen Gehalts- /Lohnanteile, die der im Vergleich zum Vorjahrweit verbesserten Ertragssituation geschuldet sind. Desweiteren fanden Lohn- /Gehaltserhöhungen im normalen Rahmen statt. Die Vertriebskosten sind planmäßig angestiegen. Die tatsächlichen Kosten liegen über dem Planansatz, da unterjährig Mehrkosten freigegeben wurden für die Einführung des neuen RUCH NOVAPLAST Markenauftritts inkl. der Erstellung einer neuen Webseite. Der in den sonstigen betrieblichen Erträgen verbuchte EKDP-Zuschuss in Höhe von 460T€ erhöhte das Ergebnis des Geschäftsjahres nochmals. Abschreibungen und Finanzierungskosten verhielten sich plangenau bzw. geringer als geplant. Trotz den zuvor genannten politischen und gesamtwirtschaftlichen Einflüssen war es RUCH NOVAPLAST möglich, im Geschäftsjahr 2023 ein EBT in Höhe von 3,28 Mio.€ zu erzielen. b. Finanzlage Die Investitionen des Berichtsjahres 2023 betrugen insgesamt € 3,48 Mio. Ein Anteil von ca. 1,6 Mio.€ wurde in eine vollautomatisierte Schäumzelle inkl. Energieerzeugungs-Infrastruktur für einen neuen Großserienläufer in der Betriebsstätte Willstätt investiert. Die Investition umfasst zwei Schäummaschinen inkl. jeweiligem Knickarmroboter, einen nachgelagerten Temperofen sowie eine Prüfzelle zur Qualitätsabsicherung der Bauteile. Verbunden wird dies durch ein Bandsystem, das die Bauteile transportiert zwischen den einzelnen Stationen. Weitere Investitionen fanden im Hauptwerk in Oberkirch statt. Dies waren eine EPS-Großmaschine sowie die Erweiterung der EPS-Siloanlage für ca. 670T€, 2 Schraubenkompressoren zur Erzeugung von Druckluft sowie nachgelagertem Kältetrockner für ca. 280T€, eine PV-Anlage mit 107KWp sowie die Umstellung der Wassersteuerung auf neueste Technik hard-/ und softwareseitig. Die Investitionen wurden zu rund einem Drittel durch Bankdarlehen finanziert. Der Rest wurde über den Cashflow getragen. Im Bereich der Materiallogistik ist ein bedeutendes Investitionsvorhaben in Höhe von rund € 4,0 Mio. geplant. Die Finanzierung hierfür wird überwiegend aus Fremdkapital erfolgen, hierfür liegen Darlehenszusagen in Höhe von € 3,5 Mio. vor, die zum Bilanzstichtag noch nicht in Anspruch genommen wurden. Die darüber hinaus zugesagten, aber nicht ausgenutzten Kreditlinien betrugen zum Bilanzstichtag € 3,3 Mio. Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022 wurde vollständig thesauriert und führt zusammen mit dem Jahresergebnis des Berichtsjahres zu einer deutlichen Erhöhung des bilanziellen Eigenkapitals. Das wirtschaftliche Eigenkapital (bilanzielles Eigenkapital zuzüglich Gesellschafterdarlehen) beträgt zum Bilanzstichtag T€ 8.918 (Vorjahr T€ 7.133). Auf dieser Grundlage ergibt sich zum Bilanzstichtag eine wirtschaftliche Eigenkapitalquote von 49,2% (Vorjahr: 39,3%). Die Liquiditätslage der Gesellschaft war während des kompletten Berichtsjahres gut. RUCH NOVAPLAST war jederzeit in der Lage, den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Lieferantenverbindlichkeiten wurden innerhalb vereinbarter Zahlungsfristen unter Ausnutzung von Skonto ausgeglichen. c. Vermögenslage Im Geschäftsjahr 2023 hat die RUCH NOVAPLAST in maschinelle Anlagen und in Betriebsausstattung investiert. Bedingt hierdurch ist das Sachanlagevermögen auf € 10,6 Mio. (Vorjahr: € 9,2 Mio.) angestiegen. Der Bestand an Vorräten hat sich, aufgrund des Nachfragerückgangs im 4. Quartal 2023 im Geschäftsfeld Haus- und Gebäudetechnik, zum Jahresende auf € 2,9 Mio. reduziert (Vorjahr: € 3,4 Mio.). Die Bestände an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen zum Stichtag 3,3 Mio.€ und lagen damit ebenfalls deutlich unter dem Vorjahreswert von € 3,9 Mio.. Damit wurde der extreme Anstieg aus dem Vorjahresabschluss zu einem großen Teil wieder kompensiert, unter anderem durch stark fallende Umsätze in den letzten beiden Monaten des Berichtsjahres. Mit wenigen Ausnahmen lagen sämtliche Forderungen innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele. Im Bereich der sonstigen Rückstellungen ist ein deutlicher Anstieg auf € 2,7 Mio. (VJ: € 1,6 Mio.) zu verzeichnen. Dies ist auf gestiegene variable Vergütungsansprüche von Mitarbeitern aufgrund der positiven Ergebnisentwicklung zurück zu führen. Die Bilanzsumme erreicht zum Bilanzstichtag des Berichtsjahres einen Wert von € 21,0 Mio. (Vorjahr: € 18,1 Mio.). Dies entspricht einer Erhöhung um ca. 15,7 %. d. Zusammenfassende Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Zusammenfassend kann die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens als sehr stabil und gut geordnet beurteilt werden. Die erzielte Gesamtkapital-Rentabilität (Jahresüberschuss + Zinsaufwand / Bilanzsumme) beträgt 12,1% (Vorjahr: 7,4%). 3. Chancen & Risikobericht a. Voraussichtliche Entwicklung Die stark unter Druck geratenen Lieferketten, hervorgerufen durch die weltwirtschaftlichen Problematiken der letzten Jahre, z.B. der Ukraine-Krieg und der Nahost-Konflikt, aber auch dem "Wirtschaftskrieg" zwischen den großen Wirtschaftsblöcken USA und China, haben sich im Geschäftsjahr 2023 weitestgehend erholt. Die Inflation ist europaweit inzwischen merklich gesunken, so dass die Aussicht auf niedrigere Finanzierungskosten von Grundstücken und Gebäuden die Wirtschaft eigentlich beleben müsste. Trotzdem sind die Investitionen in Neubauvorhaben und Sanierungen im Bereich des Wohnungs- und Industriebaus noch nicht wieder angesprungen. Zu hohe Preise für viele Bauleistungen sind nach wir vor ein bestehendes Problem. Bauprojekte werden aus diesem Grunde noch nicht forciert. Aufgrund ausufernder Lagerhaltung mit dem Ziel, Lieferungen möglichst gut abzusichern, zugleich gepaart mit stark zurückgehender Konjunktur insbesondere in der Bauwirtschaft, war ab dem 4. Quartal 2023 ein deutlicher Nachfragerückgang zu verzeichnen. In unseren Systemen sichtbar war dies konkret bereits in den letzten Wochen des Geschäftsjahres 2023, in denen Auftragseingänge wie auch Lieferabrufe stark eingebrochen sind. Wir rechnen damit, dass im ersten Halbjahr 2024 und vermutlich darüber hinaus keine spürbare Erholung eintreten wird, was die Abrufe des Geschäftsfeldes Haus- & Gebäudetechnik betrifft. Im ersten Quartal haben dies Abrufe auf rund 50% des äußerst hohen Vorjahres-Niveaus so bestätigt. Wir sind uns jedoch sehr sicher, dass die Sanierung von Gebäuden / Heizsystemen je nach staatlicher Förderung bzw. politisch regulativen Maßnahmen in den einzelnen Ländern Europas über kurz oder lang wieder ein wachsender Markt sein wird. Durch die technischen Weiterentwicklungen der Wärmepumpen in den letzten Jahren ist es sehr gut möglich, diese nun auch im nicht sanierten Altbaubestand einzusetzen. Der Druck hierfür wird politisch hoch bleiben, da es sich hierbei um ein wichtiges Teilsegment handelt, um die Klimaziele 2050 zu erreichen, zu denen sich die EU verpflichtet hat. Der deutsche und europäische KFZ-Bereich läuft wieder stabiler seit einiger Zeit, auch hier haben sich Teileverfügbarkeit, insbesondere im Elektronikbereich verbessert. Derzeit richten sich Anfragen vermehrt auf Modellvarianten von E-Autos aus. Deutsche OEM ́s indes rudern bereits wieder zurück, was das übermäßige Fokussieren auf E-Autos betrifft. Insbesondere durch das Stoppen der Förderung von Elektromobilität ist der Markt Anfang 2024 fast schon zusammengebrochen, Diesel- und Benzinvarianten wie auch Hybrid sind wieder gefragter. Mittelfristig muss beobachtet werden, wie sich insgesamt die deutschen / europäischen Hersteller noch international behaupten können. Es ist zu beobachten, dass insbesondere der Markt mit kleinen elektrischen KFZ durch chinesische Hersteller zusehends dominiert wird. Es bleibt nach wie vor schwer einschätzbar, welche Auswirkungen die genannten Gegebenheiten auf den Absatz der Produkte und Leistungen von RUCH NOVAPLAST im laufenden Geschäftsjahr haben werden. Als energieintensives Unternehmen spielt der Preis für Gas, Öl und Strom eine wesentliche Rolle. Die Entwicklung im Folgegeschäftsjahr kann allerdings kaum vorausgesagt werden. Aus diesem Grund wurden zur Risikominimierung große Mengen an Energie für das Geschäftsjahr 2024 bereits im Berichtsjahr eingekauft und damit abgesichert. Aufgrund der Absicherung im Energiebereich sowie der Nachfragerückgänge im Bereich der Bauwirtschaft rechnen wir im Geschäftsjahr 2024 nicht mit Problemen in Lieferketten und auch nicht mit größeren Preiserhöhungen bei Gas und Rohstoffen, sodass wir davon ausgehen, keine Preiserhöhungen durchsetzen zu müssen, sondern stabile Preise anbieten zu können. Aufgrund des Auftragseingangsabbruchs sowie nachlassender Abrufe bei Serienartikeln ab Oktober 2023 war in den ersten Monaten des Folgegeschäftsjahres 2024 ein starker Umsatzeinbruch zu verzeichnen. Wir rechnen damit, dass diese Entwicklung auch über die Jahresmitte hinaus andauern wird. Insgesamt ist RUCH NOVAPLAST gut gerüstet auch für längere umsatzschwache Perioden, was mit der schnellen Anpassungsfähigkeit, einer gut ausbalancierten Kostenstruktur sowie einer gefestigten Eigenkapitalstruktur begründet werden kann. Aufgrund der beschriebenen Umstände wird 2024 mit einem stark abnehmenden Umsatz und einem deutlichen Ergebnisrückgang gerechnet. b. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung RUCH NOVAPLAST konnte sich mehrfach transformieren in den letzten 10-20 Jahren. Diese Erfolge sind sichtbar anhand der ständigen Veränderung des umsatzbringenden Produkt-Portfolios, das sich stetig um neue Leistungen ergänzt. Das geschieht im Zusammenhang mit der Fähigkeit, komplett neue Produkte unter Nutzung von Partikelschaum mit dem Kunden zu entwickeln. Der Partikelschaum als solches übernimmt hierbei immer mehr und wichtigere Funktionen in den Produkten des Kunden. Alleine die durch das Rohmaterial vorhandenen Vorteile der Leichtigkeit und das immense Isolationsvermögen der Bauteile bergen Chancen, die derzeit gefragt sind. Diese gegebenen Vorzüge in Kombination mit konstruktiv gut ausgeführten, integrativen Lösungen können in vielen Arten von Produkten lösungstragend sein. Passend zu den Fähigkeiten der Entwicklung von neuen Produkten sehen wir den Ausbau des technischen Vertriebs in Europa als Chance, Umsatz- und Wertschöpfungsmöglichkeiten in einem immer größer werdenden Markt zu forcieren. Unser Risikomanagement zielt darauf ab, mögliche nachteilige Auswirkungen auf die finanzielle Leistungsfähigkeit von RUCH NOVAPLAST zu minimieren. Wir verwenden dabei keine derivativen Finanzinstrumente zur Absicherung von Zinsänderungs-, Wechselkurs oder anderen Risiken. Es werden keine ökonomischen Sicherungsbeziehungen im Jahresabschluss abgebildet. Um potentielle Risiken hinsichtlich Vermögens-, Liquiditäts- und Ertragslage frühzeitig erkennen zu können, unterhält RUCH NOVAPLAST ein umfassendes Monitoring und Controlling-System. Die Unternehmensprozesse sind in einem integrierten ERP-System geführt. Zur Analyse der Prozesse werden bedarfsgerecht aussagekräftige Kennzahlen herangezogen. Zur Verbesserung und Aktualität der Bestandsführung des Vorratsvermögens unterhält RUCH NOVAPLAST eine durchgängige Lager- und Logistiksoftware. Alle Kennzahlen können stets aktuell in einem MIS-System abgerufen werden. Besonderes Augenmerk gilt auch der nachhaltigen Überwachung der Forderungen, einem konsequenten Forderungsmanagement und dem fristgerechten Ausgleich der Verbindlichkeiten. Die Gesellschaft prüft die Bonität der Kunden und Partner angemessen zum Geschäftsumfang und sichert ihre Warenkredite größtenteils ab. Alternativ und zur Sicherung von höheren Debitoren-Forderungen werden in Einzelfällen Bürgschaften oder alternative Besicherungen angestrebt. Im Geschäftsjahr 2023 gab es keine bedeutenden Zahlungsausfälle zu verzeichnen. Fertigerzeugnisse werden i.d.R. auftragsbezogen gefertigt, Fertigungsmaterial, mit Ausnahme von Standardmaterial, nahezu ausschließlich auftragsbezogen beschafft. Hierdurch kann das Lagerrisiko hinsichtlich Überalterung oder Werteverlust der Bestände minimal gehalten werden. Währungsrisiken bestehen nahezu nicht, da der überwiegende Anteil der Forderungen in Euro fakturiert wird. Das gleiche gilt für den Einkauf von Fertigungsmaterial und Energie. Kredite und Gesellschafterdarlehen sind langfristig mit einem festen Zinssatz abgeschlossen, sodass keine Zinsänderungsrisiken bestehen und der Kapitaldienst des Unternehmens aus heutiger Sicht langfristig bewertbar und erfüllbar bleibt. Kurzfristige Zinsänderungsrisiken bestehen nur bei Kontokorrentkrediten. Erkennbare Umweltrisiken sind derzeit nicht gegeben. Umfangreiche Regelwerke hinsichtlich Umwelt- und Arbeitssicherheit sowie eine regelmäßige Überwachung durch die Beauftragten sind dazu ausgelegt, Gefahren für die Umwelt und Mitarbeiter möglichst auszuschließen. Ferner bestehen regelmäßige Kontakte und Informationsaustausche mit der zuständigen Gewerbeaufsicht / Berufsgenossenschaft. Das Unternehmen ist zertifiziert nach ISO 14001:2015 (Umweltmanagementsystem) sowie nach ISO 50001:2018 (Energiemanagementsystem). Die Systeme werden regelmäßig überwacht. Als Kunststoff verarbeitender Betrieb legt RUCH NOVAPLAST sehr viel Wert auf vorbeugenden Brandschutz und führt regelmäßige Revisionen mit Brandschutzsachverständigen durch. Für Schadens- und Haftungsrisiken bestehen branchenübliche Versicherungen, die etwaige finanzielle Folgen für das Unternehmen oder geschädigte Dritte soweit als möglich begrenzen. Im Zuge des vorbeugenden Brandschutzes wird ein aktiver Informationsaustausch zu den örtlichen Brandschutzbehörden gepflegt. Es werden regelmäßig Brandschutzübungen durchgeführt. Eine permanente und den jeweiligen Produktspezifikationen angepasste Qualitätsüberwachung der Fertigprodukte zielt darauf ab, Risiken aus fehlerhaft gelieferten Produkten zu vermeiden. Auch hier bestehen branchenübliche Versicherungen zur Minimierung von Haftungsrisiken. Zur Untermauerung der Qualitätsphilosophie wurde ein zertifiziertes Qualitäts-Managementsystem nach ISO 9001:2015 im Geschäftsfeld Automobil um einzelne Maßnahmen der Automobilnorm ISO TS 16949 erweitert. Die konsequente Umsetzung der Diversifikationsstrategie reduziert marktbezogene Absatzrisiken und Abhängigkeiten des Unternehmens. Preisänderungsrisiken ergeben sich aus dem Angebotsoligopol bei Rohmaterialien und den damit einhergehenden Kostenerhöhungen. Hierbei wird überwiegend mit großen Chemiekonzernen verhandelt. Es besteht das latente Risiko von Ergebnisbelastungen, sofern die Weitergabe von Preiserhöhungen an Kunden nicht, nur teilweise oder mit erheblichem Zeitversatz gelingt. Pluspunkt für das Unternehmen die Detailtiefe, mit der anhand der IT-Systeme Auswertungen möglich sind, so dass Erklärungen gegenüber Kunden auf Artikelebene und bezogen auf einzelne Kostentreiber klar ausgewertet und dargestellt werden können. Ein vorhandenes und zukünftiges Risiko liegt nicht nur in den Energiepreisen, sondern vor allem in der absoluten Verfügbarkeit, insbesondere von Gas. Dahinter steht das Risiko, dass die Fabrik bisher nicht in der Lage war, ohne Gasverfügbarkeit zu fertigen. Die Sorge um die potenzielle Nichtverfügbarkeit von Gas, die 2022 sehr groß war, hat sich im Geschäftsjahr 2023 relativiert. Zusätzlich wurde durch technische Projekte eine komplette bzw. in mehreren Stufen realisierbare Redundanz mit Heizöl geschaffen, die ab Beginn des Geschäftsjahres 2023 einsetzbar war. Die Werks- und Vertriebsleitung des tschechischen Schwesterunternehmens MORAPLAST arbeitet immer enger und vollumfänglicher mit Verantwortlichen der RUCH NOVAPLAST zusammen. Unter anderem werden Ressourcen zur Herstellung von hochwertigen Kundenprodukten vereinheitlicht mit dem Ziel, identische Leistungsinhalte in beiden Werken abrufen zu können. Damit werden zukünftige Wachstumsmöglichkeiten mit einer unternehmensübergreifenden Sicherheitsstrategie (Backup-Strategie) vereinheitlicht, immer mit dem Ziel, für Großkunden ein Wertschöpfungspartner für komplett Europa zu sein. Abhängig vom Verhalten der Kunden in der derzeitigen Krisensituation wird das Unternehmen vorsichtig agieren und Entscheidungen über Investitionen sowie Neueinstellungen von Mitarbeitern in der jeweiligen Situation mit Bedacht treffen. Die Geschäftsstrategie hin zu mehr technischen Umsätzen und dies mit einem breiten Kundenstamm wurde in 2023 eindeutig auch als strategische Linie für die Folgejahre bestätigt. IT Sicherheits- /Cybercrime-Risiken stellen eine zunehmende Bedrohung dar. Zur Reduzierung der sich hieraus ergebenden Risiken hat das Unternehmen entsprechende Präventionsmaßnahmen veranlasst und optimiert diese laufend. c. Zusammenfassende Beurteilung der Chancen- und Risikosituation RUCH NOVAPLAST ist nach eigener Beurteilung mit einem sehr innovativen und diversifizierten Produkt- und Kundenportfolio gut aufgestellt, um die strategischen Marktsegmente weiter auszubauen und auf diese Weise steigende Umsätze und Ergebnisse realisieren zu können. Das etablierte Geschäftsmodell hat sich bestätigt. Die Risiken werden weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit als bestandsgefährdend für die Gesellschaft beurteilt. 4. Lageberichtsfremde Angaben | Berichterstattung zur Nachhaltigkeit Nachhaltigkeit ist seit jeher ein Teil der Unternehmensphilosophie und Strategie. Im Lagebericht 2022 wurde im Rahmen der "lageberichtsfremden Angaben" auf die Nachhaltigkeitsstrategie eingegangen. Das Unternehmen RUCH NOVAPLAST wird nach derzeitigem Ermessen ab dem Geschäftsjahr 2025 zur Nachhaltigkeitsberichterstattung verpflichtet sein. Das Unternehmen nimmt diese Verpflichtung sehr ernst, arbeitet bereits heute an der Struktur und deren Umsetzung. Dabei orientiert sich das Unternehmen an der CSRD-Richtlinie der Europäischen Union. Um sich in das komplexe Thema einzuarbeiten, wurden bereits 2023 erweiterte personelle und finanzielle Ressourcen freigegeben. Dies ermöglicht, sich tiefgreifend und gewissenhaft mit der Nachhaltigkeitsberichterstattung auseinanderzusetzen und damit auch die verbindlichen bürokratischen Hürden zu bestehen. Es ist geplant, einen internen Nachhaltigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2024 zu erstellen als Vorläufer für den dann für das Geschäftsjahr 2025 abzugebenden Bericht.
Oberkirch, 12. Juni 2024 RUCH NOVAPLAST GmbH gez. Roland Zeifang, Geschäftsführer Bilanz für OffenlegungszweckeAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für Offenlegungszwecke
Anhang für das Geschäftsjahr 2023RUCH NOVAPLAST GmbH, OberkirchA. Allgemeine Angaben Die RUCH NOVAPLAST GmbH mit Sitz in Oberkirch (i.F. auch "Gesellschaft") ist im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg i. Br. unter der Nummer HRB 703134 eingetragen. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB in Verbindung mit rechtsformspezifischen Sondervorschriften des GmbHG aufgestellt. Die zur Erläuterung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erforderlichen Angaben sind, soweit gesetzlich zulässig, in den Anhang übernommen. B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben bzw. auf die Laufzeit der zugrunde liegenden Verträge verteilt. Die Zugänge zum Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die beweglichen Anlagen werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig linear bzw. degressiv abgeschrieben. Sobald die lineare Abschreibung die degressive Abschreibung übersteigt, wird von der degressiven zur linearen Abschreibung übergegangen. Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten bis zu € 250,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Zugänge mit Anschaffungskosten zwischen € 250,00 und € 1.000,00 werden in einen Sammelposten eingestellt und über eine Laufzeit von 5 Jahren abgeschrieben. Die Gesellschaft hat Investitionszuschüsse erhalten, die mit einer Gegenleistungsverpflichtung verbunden sind. Die erhaltenen Zuschüsse werden nicht von den Anschaffungs-/Herstellungskosten der bezuschussten Vermögensgegenstände gekürzt, sondern ratierlich, entsprechend dem Umfang der erbrachten Gegenleistung, ertragswirksam vereinnahmt. Zuschussteile, die als Vorausleistung des Zuschussgebers auf eine noch nicht erfüllte mengenmäßig definierte Leistungsverpflichtung entfallen, werden unter dem Posten "erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen" ausgewiesen. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Bei den Wertpapieren handelt es sich um sogenanntes Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB. Sie sind mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den zugehörigen Altersversorgungsverpflichtungen verrechnet. Bei den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Gruppen zusammengefasst und mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten oder mit den niedrigeren Werten zum Bilanzstichtag bewertet. Der Ansatz der unfertigen Erzeugnisse sowie der fertigen Erzeugnisse erfolgt mit den Herstellungskosten. Zinsen für Fremdkapital werden nicht angesetzt. Soweit die Wertansätze den niedrigeren beizulegenden Wert übersteigen, werden Abschreibungen auf den niedrigeren Wert zum Bilanzstichtag vorgenommen. Die Grundsätze der verlustfreien Bewertung werden beachtet. Bei den Waren erfolgt die Bewertung mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten oder mit den niedrigeren Werten zum Bilanzstichtag. Die erhaltenen/geleisteten Anzahlungen werden zu Nettowerten (ohne Umsatzsteuer) bilanziert. Erhaltene Anzahlungen werden auftragsbezogen offen von den Vorräten abgesetzt, soweit sie diese nicht übersteigen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert unter Berücksichtigung angemessener Einzelwertberichtigungen für erkennbare Risiken und - bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - durch Abzug einer Pauschalwertberichtigung ausgewiesen. Die flüssigen Mittel sind mit dem Nominalwert angesetzt. Auf der Aktivseite sind als Rechnungsabgrenzungsposten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Rückstellungen für Pensionen sowie die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem modifizierten Teilwertverfahren bzw. nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Klaus Heubeck ermittelt. Die Pensionsrückstellungen werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Zinssatz beträgt 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %). Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Latente Steuern werden auf temporäre Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Die sich danach ergebenden aktiven und passiven latenten Steuern werden verrechnet und angesetzt, soweit sich ein Passivüberhang ergibt. Die Haftungsverhältnisse berücksichtigen die Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen und aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten. Die Haftungsverhältnisse sind mit dem Betrag vermerkt, mit dem die Gesellschaft nach den Verhältnissen am Bilanzstichtag haftet. Bestehende Rückgriffsforderungen werden nicht abgezogen. C. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist in einem gesonderten Anlagenspiegel dargestellt, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist. 2. Forderungen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von T€ 346 (Vorjahr: T€ 71). 3. Eigenkapital Der in der Bilanz ausgewiesene Gewinnvortrag zuzüglich des Jahresergebnisses ist in Höhe von T€ 109 (Vorjahr: T€ 143) ausschüttungsgesperrt. Die Ausschüttungssperre resultiert aus folgenden Sachverhalten:
4. Rückstellungen für Pensionen Der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen beträgt zum 31.12.2023 T€ 595. Bei den hiermit verrechneten Vermögensgegenständen handelt es sich um Wertpapiere des Anlagevermögens, die mit einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von T€ 195 bewertet sind. Davon wurden T€ 169 mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet, der verbleibende Betrag in Höhe von T€ 26 wird auf der Aktivseite der Bilanz als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen. Der beizulegende Zeitwert der Wertpapiere des Anlagevermögens wurde als Kurswert zum Bilanzstichtag ermittelt. Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände betragen T€ 50. Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte die Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Geschäftsjahre. Würde die Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Geschäftsjahre erfolgen, würde sich der Bilanzansatz um T€ 4 erhöhen (Unterschiedsbetrag im Sinne von § 253 Abs. 6 S. 1 HGB). 5. Verbindlichkeiten Eine Aufgliederung der Verbindlichkeiten ist in einem gesonderten Verbindlichkeitenspiegel dargestellt, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen, unverändert zum Vorjahr, in voller Höhe aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. 6. Latente Steuern Die latenten Steuersalden haben sich im Geschäftjahr wie folgt entwickelt:
Die aktiven und passiven latenten Steuern werden miteinander verrechnet. Der danach verbleibende Passivüberhang in Höhe von T€ 198 (Vorjahr: T€ 50) wird in der Bilanz ausgewiesen. 7. Haftungsverhältnisse Die RUCH NOVAPLAST GmbH hat Kreditsicherheiten für Bankverbindlichkeiten der RUCH INVEST GmbH + Co. KG gewährt. Nachfolgende Tabellen stellen die Art der gewährten Kreditsicherheit sowie die Höhe der zum Stichtag bestehenden, besicherten Bankverbindlichkeiten dar.
Bei den Sicherheiten handelt es sich um Grundpfandrechte, Globalzession von Forderungen sowie die Sicherungsübereignung des Warenlagers und von Maschinen.
Unter Berücksichtigung der Bonität des Schuldners, für den wir die Sicherheiten bestellt haben, halten wir eine Inanspruchnahme nicht für überwiegend wahrscheinlich. Im Vorjahr wurden Verbindlichkeiten aus Bürgschaften iHv T€ 1.702 ausgewiesen, die zum Bilanzstichtag in die Kategorie Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen umgegliedert wurden; der Vorjahresausweis wurde entsprechend angepasst. 8. Außerbilanzielle Geschäfte Miet-, Pacht- und Leasingverträge Die Gesellschaft hat als Mieter bzw. Leasingnehmer Verträge über die Nutzung von Betriebsgrundstücken und -gebäuden sowie von beweglichem Anlagevermögen abgeschlossen. Zweck der Geschäfte ist die Nutzung der betreffenden Vermögensgegenstände bei Vermeidung einer langfristigen Kapitalbindung. Aus den Verträgen resultieren folgende finanzielle Verpflichtungen:
9. sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den genannten außerbilanziellen Geschäften bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen:
D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Verrechnung von Aufwendungen und Erträgen Aufgrund der Verrechnung von Deckungsvermögen (Wertpapieren) mit den Rückstellungen für Pensionen werden Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von T€ 3 (Vorjahr: T€ 3) mit sonstigen betrieblichen Erträgen aus Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts des Deckungsvermögens verrechnet. E. Sonstige Angaben 1. Arbeitnehmer
2. Geschäftsführer Geschäftsführer der Gesellschaft ist Herr Dipl.-Ing. Roland Zeifang. Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge des Geschäftsführers wird von der Befreiungsvorschrift nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.
Oberkirch, 21.06.2024 gez. Roland Zeifang Anlagenspiegel für OffenlegungszweckeAnschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Abschreibungen
Buchwerte
Aufgliederung der Verbindlichkeiten
sonstige BerichtsbestandteileErgebnisverwendung: Über die Verwendung des Bilanzgewinns wurde von der Gesellschafterversammlung folgender Beschluss gefasst: Der Bilanzgewinn in Höhe von € 5.744.270,32 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 10.10.2024 festgestellt. Wiedergabe des BestätigungsvermerksBestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers:Bei dem nachfolgenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 326 f. HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "An die RUCH NOVAPLAST GmbH, Oberkirch PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der RUCH NOVAPLAST GmbH, Oberkirch, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RUCH NOVAPLAST GmbH, Oberkirch, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Die in der Anlage genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. SONSTIGE INFORMATIONEN Der gesetzliche Vertreter ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die in der Anlage genannten Bestandteile des Lageberichts. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsachen zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. VERANTWORTUNG DES GESETZLICHEN VERTRETERS UND DER GESELLSCHAFTERVERSAMMLUNG FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Die Gesellschafterversammlung ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 21.06.2024 gez. Olaf Brank, Wirtschaftsprüfer Anlage zum Bestätigungsvermerk: nicht inhaltlich geprüfte Bestandteile des Lageberichts Folgende Bestandteile des Lageberichts haben wir nicht inhaltlich geprüft: die in Abschnitt 4. des Lageberichts enthaltene Berichterstattung zur Nachhaltigkeit." |
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