Herstellung von Kautschuk, Kautschukmischungen und Halbzeug daraus
Sterigenics Germany GmbH
Kasteler Straße 45, 65203 Wiesbaden, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Knut Alfs seit 7.7.2010 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Nelson Labs NV | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Sterigenics Germany GmbHWiesbadenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Sterigenics Germany GmbH, WiesbadenI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Unser Unternehmen ist vor allem im Bereich der Sterilisation von medizinischen Artikeln tätig. Wir gehören zu dem weltweit tätigen Unternehmensbereich Sterigenics der Sotera Health Group. Die Sotera Health Company ist seit März 2021 an der NASDAQ gelistet. Zu unseren Kunden zählen im Wesentlichen internationale Hersteller von medizinischen Produkten. Bei der Sterilisation von großvolumigen Mengen medizinischer Artikel finden sich auf dem europäischen Markt wenige internationale Wettbewerber. Dagegen wird bei der Sterilisation von kleineren Volumen und Mengen im lokalen Bereich der Markt bestimmt durch die Konkurrenz einer Reihe mittelgroßer und kleiner Wettbewerber. 2. Bericht über Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten. 3. Forschung und Entwicklung Unser Unternehmen hat keine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Wesentliche technische Weiterentwicklungen werden von außen bezogen und dann in unserem Unternehmen von unseren Prozessingenieuren und unserem Produktionsteam umgesetzt. Außerdem arbeiten wir an der Weiterentwicklung von Techniken zur Verringerung von Umweltbelastungen aktiv mit den zuständigen Behörden und anderen Unternehmen der Branche zusammen. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft legte im Schlussquartal 2023 moderat zu. Die globale Konjunktur blieb dabei regional gespalten. Im Euroraum stagnierte die Wirtschaftsleistung. Auch in China blieb die Konjunktur angesichts des anhaltenden Abschwungs am Immobilienmarkt gedämpft. In den USA expandierte die Wirtschaft dagegen weiterhin lebhaft. Insgesamt hielt sich die Weltwirtschaft solide, trotz Belastungen wie der noch vergleichsweise hohen Energie- und Nahrungsmittelpreise, der geldpolitischen Straffung in vielen Regionen, verstärkter geopolitischer Risiken und vielfältiger struktureller Herausforderungen (Deutsche Bundesbank, Monatsbericht Februar 2024, S. 7). Das Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Euroraum blieb im vierten Quartal 2023 unverändert, sodass die Wirtschaftstätigkeit das fünfte Quartal in Folge im Großen und Ganzen stagnierte (EZB Wirtschaftsbericht Ausgabe 3/2024, S. 15). Die deutsche Wirtschaftsleistung schrumpfte im vierten Quartal 2023. Nach dem Statistischen Bundesamt ging das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) saisonbereinigt um 0,3 % gegenüber dem Vorquartal zurück, nachdem es in den ersten drei Quartalen nahezu stagniert hatte (Deutsche Bundesbank, a.a.O., S. 44). Die Industrieproduktion in Deutschland ging im vierten Quartal 2023 saisonbereinigt deutlich zurück. Der Rückgang erfasste die meisten Sektoren mit Ausnahme der Produktion von Kfz sowie des sonstigen Fahrzeugbaus. Insbesondere der seit längerem schwache Auftragseingang dürfte sich vermehrt in der Produktion niedergeschlagen haben. Gemäß Umfragen des ifo Instituts nahm der Anteil der Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe mit Auftragsmangel seit April 2023 kontinuierlich zu und betrug zuletzt 37 %. Dagegen ließen die Lieferengpässe gemäß ifo Umfragen weiter nach. Die schwache Auslandsnachfrage machte sich auch in den realen Warenexporten bemerkbar, welche im vierten Quartal weiter zurückgingen (Deutsche Bundesbank, a.a.O, S. 44). Bei der chemisch-pharmazeutischen Industrie ging die Produktion im Vergleich zum Vorjahr um 7,9 Prozent zurück und der Umsatz sank um 12,2 Prozent auf insgesamt 229,3 Mrd.Euro (VCI Pressemitteilung vom 15. März 2024, S. 3). Sie erwirtschaftete damit rund 10 Prozent des Umsatzes im Verarbeitenden Gewerbe (VCI Branchenportrait, Stand Mai 2024, S. 6). Für das Gesamtjahr 2024 rechnet der VCI mit einer auf niedrigem Niveau stagnierenden Produktion. Bei rückläufigen Preisen wird der Branchenumsatz in diesem Jahr voraussichtlich um 3,5 Prozent sinken (VCI Pressemitteilung vom 15. März 2024, S. 3). 2. Geschäftsverlauf Die Marktsituation in unserem speziellen Branchensegment (Sterilisation von medizintechnischen Produkten) ist in Deutschland gekennzeichnet durch wenige große Leistungserbringer und eine größere Zahl von kleinen und mittleren Unternehmen. Unsere Erweiterungsinvestitionen in den letzten Geschäftsjahren haben sich positiv auf unsere Leistungsfähigkeit ausgewirkt. Wir konnten im Laufe des I. Quartals 2023 unsere neunte Kammer für die von uns durchzuführenden Sterilisationsprozesse in den regulären Betrieb überführen. Durch die höhere Gesamtauslastung unserer nunmehr neun Sterilisationskammern und einer im mittleren einstelligen Bereich durchgeführten Preiserhöhung haben wir unseren Umsatz (+ 10,2 %) gegenüber dem Vorjahr steigern können. Unser Ergebnis nach Steuern nahm geringfügig zu (+ 1,8 %). Im Wesentlichen ist dies darin begründet, dass höhere Personalkosten von 965 TEUR (+ 15,6 %) und höhere Management Fees und Prozesskosten von 335 TEUR (+ 13,0 %) aufgrund der Vorbereitung zur Einführung neuer Produktionsprozesse und deren Umsetzung anfielen. Unser Ziel ist möglichst alle Kammern gleichmäßig auszulasten, damit haben wir jetzt wieder die Möglichkeit gewonnen, aufgrund der zusätzlichen Kapazität der neunten Kammer, neue und zusätzliche Aufträge annehmen und erledigen zu können. Durch einen deutlichen Anstieg der Löhne- und Gehälter aufgrund der Inflation der letzten beiden Jahre, dem Fachkräftemangel und dem etwas höheren Personaleinsatz mit Aufnahme der Produktion der neunten Kammer stieg unser Personalaufwand um 15,6 % gegenüber dem Vorjahr an. Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände stiegen durch zusätzliche Investitionen der letzten Jahre um + 123 TEUR (+ 7,8 %) gegenüber dem Vorjahr. Das Jahresergebnis nach Steuern von + 3.490 TEUR (Vorjahr + 3.435 TEUR) hat trotz gestiegener Produktions- und Personalkosten bei planmäßig höheren Abschreibungen in etwa unseren Erwartungen entsprochen. 3. Lage des Unternehmens Die Lage des Unternehmens ist geprägt durch erfolgreiche zurückliegende Geschäftsjahre und positive Auswirkungen der Reorganisation der Produktionsabläufe auf das operative Geschäft. a) Ertragslage Aufgrund des zwischenzeitlich abgeschlossenen Umbaus und der Erweiterung unserer Produktionsanlagen mit jetzt neun Kammern und der guten Auslastung konnten wir im Geschäftsjahr 2023 unsere Umsatzerlöse weiter steigern (+ 10,2 %). Der Anstieg ist in etwa zur Hälfte auf die Erhöhung unserer Verkaufspreise und zu anderen Hälfte auf eine insgesamt höhere Leistung der nunmehr neun Kammern zurückzuführen. Der Materialaufwand nahm um 90 TEUR (./. 4,4 %) ab und betrug 1.966 TEUR. Die Personalkosten sind stärker als die Ausgangsleistungen um 965 TEUR (+ 15,6 %) im Vorjahresvergleich gestiegen. Dies ist im Wesentlichen bedingt durch die deutlichen Lohn- und Gehaltssteigerungen und die Ausweitung der Produktion. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich von 9.386 TEUR um 1.535 TEUR auf 10.921 TEUR (+ 16,4 %) erhöht. Dies liegt im Wesentlichen an der deutlichen Erhöhung der Energiekosten von 618 TEUR (+65,7 %), der Zunahme der Management Fees und konzerninterner Lizenzgebühren um 335 TEUR (+ 13,0 %). Das Betriebsergebnis verschlechterte sich nur geringfügig und ging von + 5.267 TEUR im Vorjahr um 36 TEUR auf + 5.231 TEUR im Geschäftsjahr (- 0,7 %) leicht zurück. Das Finanzergebnis verbesserte sich im Wesentlichen durch den deutlich geringeren Zinsaufwand insbesondere für Pensionen von - 33 TEUR und Zinserträgen von + 30 TEUR insgesamt um 69 TEUR von - 72 TEUR im Vorjahr auf - 3 TEUR im Geschäftsjahr. Der Ertragssteueraufwand von 1.734 TEUR (Vorjahr 1.761 TEUR) blieb auf dem gleichen Niveau wir im Vorjahr (- 1,6 %). Das Geschäftsjahr 2023 schließt insgesamt mit einem Jahresüberschuss von 3.490 TEUR (Vorjahr 3.435 TEUR; Zunahme von 55 TEUR (+ 1,6 %)) ab. b) Finanzlage Unsere Finanzlage ist stabil. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Forderungsausfälle sind in den letzten Jahren nur in geringem Umfang vorgekommen. Unsere Kapitalstruktur zum Bilanzstichtag bewegt sich mit einer Eigenkapitalquote von 87,0 % -leicht besser gegenüber dem Vorjahr- auf einem hohen Niveau. Durch große Investitionen der letzten Jahre in das Sachanlagevermögen werden erhebliche finanzielle Mittel im Anlagevermögen gebunden. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach unseren Prognosen von Erträgen überkompensiert, sodass die Eigenkapitalquote in den nächsten Jahren voraussichtlich weiter auf einem konstant hohen Niveau bestehen bleiben wird. Derzeit benötigen wir keine Darlehen von Banken oder anderen Finanzierungsunternehmen. Wir finanzieren unsere Anlageinvestitionen durch unseren operativen Cash Flow und soweit erforderlich durch Darlehen aus unserer Gruppe. Der vereinfachte Cash Flow (Jahresergebnis zuzüglich Abschreibungen) beträgt für das Geschäftsjahr 5.196 TEUR gegenüber dem Vorjahr 5.017 TEUR (Zunahme + 179 TEUR = + 3,6 %). Unseren kumulierten Liquiditätsüberschuss in Höhe von 9.526 TEUR (Vorjahr 4.698 TEUR) haben wir verzinslich unserem Gesellschafter zur Verfügung gestellt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen rd. 3,2 % des Gesamtkapitals (Vorjahr 4,4 %). Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden. Die langfristig gebundenen Vermögenswerte sind vollständig durch Eigenkapital gedeckt. Die kurzfristigen Forderungen übersteigen unsere kurzfristigen Verbindlichkeiten. c) Vermögenslage Die Vermögenslage unserer Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr durch den erwirtschafteten Jahresüberschuss weiter verbessert. Das Eigenkapital zum Bilanzstichtag in Höhe von 26.695 TEUR entspricht 87,0 % der Bilanzsumme (Vorjahr 84 %). Die Struktur unseres kurz und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir stabil. Das Anlagevermögen verringerte sich aufgrund der planmäßigen Abschreibungen von 1.705 TEUR bei geringen Zugängen von 69 TEUR von 16.829 TEUR auf 15.193 TEUR. Durch die Investitionen der letzten Jahre in unsere Maschinen und maschinellen Anlagen beträgt das Anlagevermögen 49,5 % der Bilanzsumme (Vorjahr 61,0 %). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nahmen von 4.807 TEUR im Vorjahr um 780 TEUR auf 4.027 TEUR ab Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stiegen von 4.698 TEUR (+ 4.828 TEUR) auf 9.526 TEUR zu. Die Rückstellungen gingen insgesamt von 3.055 TEUR im Vorjahr auf 2.769 TEUR zurück. Im Wesentlichen lag dies am Rückgang der Steuerrückstellungen von - 366 TEUR und der Zunahme der Pensionsrückstellungen von 78 TEUR. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Der Erfolg des zurückliegenden Geschäftsjahres basiert auf der Möglichkeit der Nutzung von zusätzlichen Kapazitäten, die durch erheblichen Erweiterungsmaßnahme der letzten Jahre geschaffen wurden. Insgesamt haben sich unsere wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren (Umsatz und EBITDA) in den letzten Jahren positiv entwickelt. Das EBITDA schließt im Geschäftsjahr mit 6.932 TEUR um + 82 TEUR besser als im Vorjahr (6.850 TEUR) ab (+ 1,2 %). Der Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr um 10,2 % gestiegen. Unsere wirtschaftliche Lage hat sich mit einem weiter leicht gegenüber dem Vorjahr besserten Ergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt gut entwickelt. Die von uns im Vorjahr prognostizierten Werten für Umsatz und EBITDA (Steigerung zumindest im mittleren einstelligen Prozentbereich) konnte für den Umsatz übertroffen werden. Vor allem durch die höheren Energie- und Personalkosten wurde das Ziel auch der Steigerung des EBITDA im mittleren einstelligen Bereich (+ 1,2 %) nicht ganz erreicht. III. Prognosebericht Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens weiter als sehr positiv. Die Sterilisation insbesondere von medizintechnischen Produkten und anderen Produkten für die Humanmedizin sowohl in Deutschland als auch für den internationalen Markt bietet in Zukunft ein großes Wachstumspotential. Es werden von der medizintechnischen Industrie immer anspruchsvollere und teurere medizinische Instrumente und Hilfsmittel entwickelt, die alle für ihren Einsatz einmal oder im Bereich der Wiederverwendung nach Gebrauch wiederum sterilisiert werden müssen. Zur Erweiterung unserer technischen Anlagen haben wir im Geschäftsjahr und in den vorigen drei Geschäftsjahren Investitionen ins Anlagevermögen von insgesamt mehr als 10 Mio. EUR vorgenommen. Damit haben wir unsere Kapazität erhöht und auf den technisch neuesten Stand gebracht. Diese Politik werden wir in Zukunft weiter fortsetzen. Dabei schätzen sie die Nachfrage der Sterilisation von hochentwickelten und teuren Instrumenten und Hilfsmittel als gut ein. Wir sehen dadurch auch in Zukunft einem weiteren Anstieg der Auslastung als positiv ein. Im Geschäftsjahr 2024 und in den Folgejahren bleibt weiter ein bedeutendes Problem die Energieversorgung und die Energiepreise. Die Energieverknappung bei deutlich höheren Energiepriesen nahm seit dem Krieg in der Ukraine stark zu. Außerdem ist durch die generelle Umstellung zu umweltfreundlicheren und CO 2 freien Energieträgern noch nicht zuverlässig einzuschätzen, wie sich die Energiepreise in Zukunft weiter entwickeln werden. Wichtig ist allerdings dass trotz der Liefereinschränkung durch den Energielieferanten Russland und das Gasembargo gegen Russland wir aus derzeitiger Sicht mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen können, weiter eine ausreichende Versorgung mit Energie zu erhalten. Wir sind überwiegend für Hersteller von medizinischen Geräten und anderen Medizinprodukten tätig. Die Produkte dieser Unternehmen werden durch die medizintechnische Entwicklung in Zukunft zur Versorgung der Bevölkerung selbst in einer Krise noch mehr als früher gebraucht werden. Daher gehen wir bei der Annahme von nur einem geringeren gesamtwirtschaftlichen Wachstum davon aus, dass wir keine Absatzeinbrüche bei unseren Kunden zu erwarten haben, sondern unser Geschäft weiter ausbauen können. Wir stellen bisher nicht fest, dass wir einen Auftragsmangel haben könnten, da die Nachfrage nach unseren Leistungen für die Medizintechnik ungebrochen ist und wir die Auftragswünsche unserer Kunden und potentieller Kunden durch die Kapazitätserweiterungen in Zukunft noch in größerem Umfang erfüllen können. Ein möglicher weiterer deutlicher Kostenanstieg der Energie und der Rohstoffe stellt sich für uns trotz dem nicht unbedeutenden Energiebedarf insgesamt aber als ein untergeordnetes Problem dar, da wir zuversichtlich sind, diese Kostensteigerungen durch höhere Verkaufspreise für unsere Leistungen den Kunden weiterberechnen zu können. Die positive Umsatzentwicklung hat sich auch im Geschäftsjahr 2023 durch einen Anstieg des Umsatzes um ca. 10,2 % fortgesetzt. Auch für das Geschäftsjahr 2024 gehen wir von einem Umsatzanstieg gegenüber 2023 mindestens im oberen einstelligen Prozentbereich aus. Wir rechnen damit, dass sich die Erweiterung unserer technischen Anlagen dauerhaft positiv auf unsere wirtschaftliche Entwicklung auswirken wird. Durch unsere gesteigerte Leistungsfähigkeit, basierend auf den in den letzten Jahren durchgeführten Investitionen, werden wir zusätzlich neue anspruchsvolle Aufträge annehmen und verarbeiten können. Unsere Kostensteigerungen werden wir voraussichtlich durch höhere Verkaufspreise kompensieren können. Damit schaffen wir einen entscheidenden Betrag zur Sicherung und Verbesserung der Ertragslage. Nach den Zahlen für die ersten Monate des Geschäftsjahrs 2024 gehen wir davon aus, dass wir unser EBITDA im ganzen Geschäftsjahr 2024 weiterhin im mittleren einstelligen Prozentbereich steigen können. Wir werden auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen stets fristgerecht nachzukommen. Die von uns im Vorjahr prognostizierte positive Entwicklung des Unternehmens haben wir nahezu erreicht und werden diese Entwicklung im Geschäftsjahr 2024 fortsetzen. IV. Chancen und Risikobericht 1. Risikobericht Branchenspezifische Risiken Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiter durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch die Einhaltung und Weiterentwicklung unser Qualitätssicherung begegnen. Auf der Beschaffungsseite können sich durch stark steigende Energiepreise unsere Kosten nicht unwesentlich erhöhen. Wir gehen aber davon aus, dass wir diese höheren Kosten unseren Kunden durch höhere Verkaufspreise weiterberechnen können. Unsere Leistungen liegen im Wesentlichen in der Sterilisation von medizinischen Geräten und Verbrauchsmaterial für die Humanmedizin. Deshalb sehen wir uns von der schwachen Branchenentwicklung im chemisch-pharmazeutischen Bereich und auch der unterdurchschnittlichen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung im Vergleich zu anderen westlichen Industrieländern weniger betroffen. Ein großer Mangel an Energie insbesondere Gas könnte unser Unternehmen empfindlich treffen. Wir müssten dann gegebenenfalls unsere Produktion einschränken oder Teile unserer Anlagen stilllegen. Nach unserer derzeitigen Einschätzung gehen wir von einer solchen sehr negativen Entwicklung des Energiemarktes nicht aus. Ertragsorientierte Risiken In Deutschland sind auf regionalen Märkten im Bereich der industriellen Sterilisation eine Vielzahl insbesondere kleinerer und mittelgroßer Unternehmen tätig. Wir haben aber unseren Fokus auf die international tätigen Großkunden und deren besonderen Ansprüchen gelegt, sodass in unserem Marktsegment kein besonders hoher Wettbewerbsdruck besteht. Durch die Ausrichtung unserer Leistungen auf die besonderen Kundenanforderungen von größeren Kunden und deren spezifischen Qualitätsanforderungen unterscheiden wir uns von der Mehrzahl der Mitkonkurrenten, die nur Standardleistungen erbringen können. Wir gehen davon aus, dass unsere leistungswirtschaftlichen Risiken im Vergleich zu den Vorjahren weiter niedrig sind. Wir nehmen an, dass wir unsere Marktanteile in Zukunft weiter ausbauen können. Insbesondere sind unsere in den letzten Jahren entwickelten und umgesetzten Prozess- und Energiekonzepte erfolgreich, sodass wir auch bei steigenden Energiepreisen in der Lage sein werden, einen großen Teil der sonst anfallenden Kostensteigerungen entweder zu vermeiden oder unseren Kunden in vollem Umfang weiter zu berechnen. Der Fachkräftemangel stellt inzwischen eine nicht unwesentliche Belastung dar, die geplante Leistungen vollständig erbringen zu können. Wir erfüllen alle Umweltauflagen und arbeiten an einer weiteren Entwicklung der Verbesserung der Umweltverträglichkeit unserer Produktionsprozesse und der dabei eingesetzten Mittel. Daher sehen wir auch hier kein bedeutendes Risiko. Das größte Risiko stellt die stets ausreichende Versorgung mit notwendigen Rohstoffen und Energie dar. Hier bleibt eine allgemeine Unsicherheit bestehen. Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund der stabilen Liquidität- und Eigenkapitalsituation und dem Rückhalt in der Unternehmensgruppe sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Da wir grundsätzlich in EURO fakturieren und unsere bezogenen Leistungen ebenfalls in dieser Währung einkaufen, haben wir keine Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft wesentlich beeinflussen könnten. Die Liquiditätslage ist gut; es sind keine Engpässe zu erwarten. 2. Chancenbericht Um die positive Entwicklung des Unternehmens kontinuierlich weiter auszubauen, werden wir unsere Leistungen in technischer und wirtschaftlicher Hinsicht stets fortentwickeln und optimieren. Damit werden wir in Zukunft gute Chancen haben, die steigenden Ansprüche unserer Kunden zufrieden zu stellen und sowohl aufgrund vorhandener Kapazitäten als auch besonderer qualitativer Leistungsfähigkeit weitere Aufträge hinzuzugewinnen. Wir sehen gute Chancen durch Investitionen in neue Technologien, insbesondere in Anlagen zum Kapazitätsausbau und zur Energiereduzierung, unser Leistungsvermögen, Produktivität und Energieeffizienz weiter zu steigern und damit auch unser wirtschaftliches Ergebnis positiv zu gestalten. Durch unsere Erweiterungsinvestitionen der letzten Jahre haben wir unsere Leistungsfähigkeit erhöht und werden durch weitere Investitionen dies in Zukunft fortsetzen. Darüber hinaus sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant. 3. Gesamtaussage Risiken der künftigen Entwicklung bestehen insbesondere durch den Fachkräftemangel und auf nicht ausreichender Energieversorgung. Ansonsten sehen wir uns vor dem Hintergrund unserer kundenbezogenen Leistungsfähigkeit, der Verbesserung der Energieeffizienz, der finanziellen Stabilität und der Unterstützung in der Unternehmensgruppe für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind außer dem genannten Risiko, nicht in ausreichendem Umfang Energie und Rohstoffe zu erhalten, derzeit nicht erkennbar. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenkreis. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Soweit Bedarf besteht, finanziert sich die Gesellschaft im kurzfristigen Bereich durch Gruppendarlehen. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird regelmäßig ein Finanz- und Liquiditätsplan erstellt, der stets zuverlässig die finanzielle Steuerung des Unternehmens ermöglicht. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Darüber hinaus informieren wir uns vor dem Eingehen einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden. Hinsichtlich eines Nachtragberichts verweisen wir auf unseren Anhang.
Wiesbaden, den 17. Dezember 2024 Sterigenics Germany GmbH Knut Alfs, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Sterigenics Germany GmbH hat ihren Sitz in Wiesbaden. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Wiesbaden unter HRB 22418 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 II HGB auf. Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 242, 264 ff. HGB) sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 II HGB aufgestellt. Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§ 288 HGB) des Jahresabschlusses wurden in Anspruch genommen. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und teilweise davon-Vermerke in diesem Anhang gemacht. Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 I 2, 266 ff. HGB). III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierung der erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes (§ 253 I 1, III HGB). Bei den immateriellen Vermögensgegenständen erfolgt die Abschreibung linear. Die Sachanlagen werden ebenfalls linear abgeschrieben. Für Ersatzteile zu technischen Anlagen und Maschinen wurde ein Festwert gebildet (§ 240 III HGB). Die Abschreibungen auf Zugänge des Anlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu den Anschaffungskosten, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen war (§ 253 IV HGB). Das unter dieser Bilanzposition ausgewiesene Labormaterial wurde mit einem Festwert (§ 240 III HGB) angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch Bildung angemessen dotierter Einzelwert- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt, der sich nach Umrechnung von DM in EUR ergeben hat. Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde nach der versicherungsmathematischen Projected Unit Credit Method (Anwartschaftsbarwertverfahren) gebildet. Ein versicherungsmathematisches Gutachten der PBG Pensions-Beratungsgesellschaft mbH, Idstein, mit Bescheinigung vom 3. Januar 2024 liegt dem Ansatz zugrunde. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt (§ 285 Nr. 24 HGB): • Diskontierungszinssatz: 1,82 % Abzinsungssatz (Vorjahr 1,78 %) gemäß § 253 II HGB gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) für Restlaufzeiten von 15 Jahren, • Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,5 % sowie ein Rententrend von 2 % nach den Erfahrungswerten aus der Vergangenheit unverändert zum Vorjahr • Sterbetafeln nach Prof. Dr. Klaus Heubeck "RICHTTAFELN 2018 G von Klaus Heubeck" Nach § 253 II 1 HGB wurden die Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Jahre abgezinst. Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 VI HGB beträgt 41.890,00 EUR (Vorjahr: 174.724,00 EUR). Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenständen (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 II 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 I 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 II 1 HGB). Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert (§ 253 I 2 HGB). Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, wurden mit dem Euroreferenzkurs am Bilanzstichtag bewertet (§ 256a HGB). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. Die im Anhang ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. IV. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres (§ 284 III HGB). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von 12.177,69 EUR (Vorjahr: 68.551,96 EUR). Bei dem Rest handelt es sich um Forderungen aus dem Cashpooling in Höhe von 9.514.137,31 EUR (Vorjahr: 4.628.961,02 EUR). Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von 837.314,84 EUR (Vorjahr: 798.291,38 EUR) eine Restlaufzeit von über 1 Jahr. Antizipative Aktiva i. S. v. § 268 IV 2 HGB in Höhe von 28.645,49 EUR entfallen ausschließlich auf zukünftige Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen für Pensionsverpflichtungen. Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Das gezeichnete Kapital beträgt 250.000 DM (Vorjahr: 250.000 DM). Eine Umstellung auf Euro ist noch nicht erfolgt. In Höhe von 1.202.047,55 EUR haben Arbeitnehmer rechtswirksam die angebotene Verpfändung von Planvermögen mit Pensionsverpflichtungen angenommen. Diese verpfändeten Vermögenswerte in Höhe von 1.202.047,55 EUR (beizulegender Zeitwert) werden mit den Pensionsverpflichtungen insgesamt in Höhe von 2.452.821,00 EUR (Erfüllungsbetrag) saldiert. Damit ergibt sich der Ausweis von 1.250.773,45 EUR. Die Anschaffungskosten der verpfändeten Vermögenswerte bis 1993 betragen 89.403,91 DM. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem beizulegenden Zeitwert und den Anschaffungskosten unterliegt einer Ausschüttungssperre.
Die Rückstellung für Rückbauverpflichtungen wird entsprechend der Restlaufzeit der Mietverträge ratierlich gebildet. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten (§ 268 V 1 HGB, § 285 Nr. 1 und Nr. 2 HGB) ergeben sich wie folgt (Vorjahr in Klammern):
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 0,00 EUR (Vorjahr 4.780,56 EUR). Zum 31. Dezember 2023 bestanden neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB):
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen in Höhe von 45.563 TEUR die Verpflichtung aus dem Pachtvertrag bzgl. der genutzten Immobilie in Wiesbaden und 1.145 TEUR aus anderen Miet- und Leasingverträgen insbesondere für Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung (Fahrzeuge). Die Miet- und Leasingverträge dienen in der Regel zur Verbesserung der Liquidität und der Reduzierung der Bilanzsumme. Aus den zu geschäftsüblichen Konditionen eingegangenen Miet- und Leasingverträgen werden keinerlei besonderen Risiken eingegangen. V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge in Höhe von 8.428,26 EUR aus der Währungsumrechnung (Vorjahr 6.057,30 EUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 10.016,76 EUR (Vorjahr 12.419,96 EUR). Durch das Inkrafttreten des Mindeststeuergesetzes ab dem Veranlagungszeitraum 2024 ist zukünftig mit keinem zusätzlichen Steueraufwand oder Steuerertrag zu rechnen (§ 285 Nr. 30a HGB). VI. Sonstige Pflichtangaben Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 104 Arbeitnehmer beschäftigt. Davon waren durchschnittlich 33 in Produktion und Lager und 72 in der Administration beschäftigt. Geschäftsführer der Gesellschaft ist: Herr Dipl.-Physiker Knut Alfs, Wachenheim. Herr Alfs ist alleinvertretungsberechtigt. Die Schutzklausel gem. § 286 IV HGB wurde in Anspruch genommen. Von den Erleichterungen des § 288 II HGB wurde Gebrauch gemacht. Muttergesellschaft ist die STR 1 B.V., Amsterdam, Niederlande. Diese stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf, in den die Gesellschaft einbezogen ist. Dieser ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich. Die Sterigenics Germany GmbH gehört zum Konzern der Sotera Health Topco Parent L.P. Delaware (USA) und wird in deren Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen einbezogen. Dieser ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich. Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss, saldiert mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen. Es liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres vor (§ 285 Nr. 21 HGB)
Wiesbaden, den 17. Dezember 2024 Knut Alfs, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileEntwicklung des Anlagevermögens 2023
Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 30.01.2025 festgestellt. BestätigungsvermerkDer folgende Bestätigungsvermerk zum Jahresabschluss 31. Dezember 2023 und Lagebericht des Geschäftsjahres 2023 der Sterigenics Germany GmbH bezieht sich auf den vollständigen nicht verkürzten Jahresabschluss Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Sterigenics Germany GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Sterigenics Germany GmbH, Wiesbaden - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sterigenics Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft; - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Eschborn/Frankfurt am Main, 17. Dezember 2024 EY
GmbH & Co. KG
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