Stammdaten

Register
Amtsgericht Bielefeld HRB 42813
Eingetragen
14.12.2017
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und SpirituosenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens sind Dienstleistungen im Bereich Wareneinkauf und Beschaffung und alle damit zusammenhängenden Tätigkeiten. Der Gesellschaft ist jede Betätigung gestattet, die geeignet ist, mittelbar oder unmittelbar den Zweck des Unternehmens zu fördern. Sie kann Zweigniederlassungen errichten und andere branchengleiche oder branchenähnliche Unternehmen erwerben, pachten oder sich an solchen Unternehmen beteiligen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sven Pelka
seit 15.2.2022
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
A**** G*****
0.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Andre Geske
Berlin
25.000 €
50.00%
Triple A Finance GmbH & Co. KG
Germany
25.000 €
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Triple A Import GmbH

Bielefeld

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
31.12.2022
Umlaufvermögen
I. Vorräte
geleistete Anzahlungen 10.198.270,33 10.375.808,38
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen Gesellschafter 9.595.554,31 12.021.993,03
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 0,00 € (Vorjahr: 0,00 €)
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 668.280,42 214.806,29
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 0,00 € (Vorjahr: 0,00 €)
3. sonstige Vermögensgegenstände 2.263.392,34 4.897.171,28
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 0,00 € (Vorjahr: 0,00 €)
12.527.227,07 17.133.970,60
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks
Guthaben bei Kreditinstituten 102.781,44 659.081,30
22.828.278,84 28.168.860,28

Passiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 820.950,91 368.961,24
III. Jahresüberschuss 138.984,96 451.989,67
984.935,87 845.950,91
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 274.000,00 177.000,00
2. sonstige Rückstellungen 658.600,00 762.000,00
932.600,00 939.000,00
C. Verbindlichkeiten
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 10.198.270,33 10.375.808,38
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 10.198.270,33 € (Vorjahr: 10.375.808,38 €)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.527.645,68 11.740.565,10
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 7.527.645,68 € (Vorjahr: 11.740.565,10 €)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.562.599,91 512.792,93
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 1.562.599,91 € (Vorjahr: 512.792,93 €)
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.591.227,05 3.651.742,96
- davon aus Steuern: 1.591.227,05 € (Vorjahr: 3.651.742,96 €)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 0,00 € (Vorjahr: 0,00 €)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 1.591.227,05 € (Vorjahr: 3.651.742,96 €)
20.879.742,97 26.280.909,37
D. Passive latente Steuern 31.000,00 103.000,00
22.828.278,84 28.168.860,28

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Umsatzerlöse 81.870.402,13 105.878.470,70
2. sonstige betriebliche Erträge 1.907.537,61 2.342.827,94
- davon aus der Währungsumrechnung: 681.886,77 € (Vorjahr: 1.664.065,12 €)
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 77.577.600,50
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 19.459,52 -77.597.060,02 -100.692.871,28
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -5.936.064,85 -7.190.685,01
- davon aus der Währungsumrechnung: 598.316,13 € (Vorjahr: 2.061.480,08 €)
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 237.188,15
- davon aus verbundenen Unternehmen: 0,00 € (Vorjahr: 237.188,15 €)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -8.125,91 -87,83
- davon an verbundene Unternehmen: 8.125,91 € (Vorjahr: 0,00 €)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -97.704,00 -122.853,00
- davon aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern: -72.000,00 € (Vorjahr: 103.000,00 €)
8. Ergebnis nach Steuern/ Jahresüberschuss 138.984,96 451.989,67

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Firma der Gesellschaft lautet Triple A Import GmbH. Sitz der Gesellschaft ist Bielefeld. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Bielefeld unter B 42813 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss 2023 wurde nach den geltenden deutschen Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 265 Abs. 1 Satz 2, 266 ff. HGB) und den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB aufgestellt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht geändert.

Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit wurden die Forderungen gegen Gesellschafter als gesonderter Bilanzposten nach § 265 Abs. 5 HGB ausgewiesen.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die geleisteten Anzahlungen im Vorratsvermögen wurden mit dem Nennwert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nennwert angesetzt und unter Berücksichtigung aller erkennbarer Risiken bewertet.

Die in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Risiken werden im Bedarfsfall durch Einzelwertberichtigungen entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls berücksichtigt.

Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nominalwert ausgewiesen. Soweit die Guthaben auf fremde Währung lauten, erfolgt die Umrechnung gemäß § 256 a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag.

Die passivierungspflichtigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Passive latente Steuern wurden in Höhe der Steuerbeträge gebildet, die auf Grund von Ansatz- und Bewertungsdifferenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz erst in künftigen Geschäftsjahren anfallen.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie zum Vorjahresstichtag eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten mit 10.266,02 € (Vorjahresstichtag: 8.150,43 €) Erstattungsansprüche aus Umsatzsteuer, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten, wie zum Vorjahresstichtag, ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Das gezeichnete Kapital beläuft sich auf 25.000,00 €. Es ist zum Bilanzstichtag in voller Höhe eingezahlt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Berichtsjahr und das Vorjahr betreffenden noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

T€
Rückstellungen für ausstehende Rechnungen 638
übrige Rückstellungen 21
659

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie zum Vorjahresstichtag eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte der Lieferanten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten, wie zum Vorjahresstichtag, ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die passiven latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:

Stand zu Beginn des Geschäftsjahres 103.000,00
Verminderung -72.000,00
Stand am Ende des Geschäftsjahres 31.000,00

Die Differenzen ergeben sich aus der Fremdwährungsumrechnung der kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nach § 256 a HGB. In der Steuerbilanz erfolgte auf Grund des Anschaffungskostenprinzips kein geringerer Ansatz zum Bilanzstichtag.

Bei einem Gewerbesteuersatz von 16,8 %, einem Körperschaftsteuersatz von 15,0 % sowie einem Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer (5,5 %) ergibt sich hieraus eine passive latente Steuer zum Bilanzstichtag in Höhe von 31 T€.

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse werden ausschließlich in Deutschland mit verbundenen Unternehmen erzielt.

Gesonderter Ausweis bestimmter Erträge und Aufwendungen: 31.12.2023
31.12.2022
a) sonstige betriebliche Erträge
davon aus der Währungsumrechnung 681.886,77 1.664.065,12
b) sonstige betriebliche Aufwendungen
davon aus der Währungsumrechnung 598.316,13 2.061.480,08
c) sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
davon aus verbundenen Unternehmen 0,00 237.188,15
d) Zinsen und ähnliche Aufwendungen
davon an verbundene Unternehmen 8.125,91 0,00

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten in 2023 keine periodenfremde Erträge (Vorjahr: 1.586,08 €).

VI. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Aus einem Sicherheitenpool mit zwei finanzierenden Kreditinstituten besteht eine gesamtschuldnerische Mithaftung für die an ein verbundenes Unternehmen gewährten Kreditlinien und Darlehen über insgesamt 39,4 Mio. €. Darüber hinaus besteht als weitere Darlehenssicherheit eine Globalzession für die Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr gegen Drittschuldner.

Zum Bilanzstichtag bestehen hierüber abgesicherte Verbindlichkeiten in Höhe von 15,0 Mio. €.

Darüber hinaus wurde zur Sicherung eines Darlehens eines verbundenen Unternehmens eine betragsmäßig beschränkte Bürgschaft über 1.120.000,00 € abgegeben. Die Verbindlichkeiten aus diesem Darlehen betragen zum 31. Dezember 2023 203.681,92 €.

Mit einer Inanspruchnahme der Gesellschaft wird derzeit nicht gerechnet, da die verbundenen Unternehmen ihren Verpflichtungen bisher stets nachgekommen sind.

Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigt im Berichtsjahr wie im Vorjahr keine Arbeitnehmer.

Geschäftsführung

Alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer war im Geschäftsjahr Herr Sven Pelka, Paderborn.

Der Geschäftsführer ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Der Geschäftsführer erhielt für seine Tätigkeit keine Vergütung.

Prokura

Herrn Prof. Dr. Ewald Mittelstädt, Dortmund, wurde Einzelprokura erteilt.

Der Prokurist ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Konzernabschluss

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Triple A Finance GmbH & Co. KG mit Sitz in Bielefeld einbezogen. Diese Gesellschaft ist das Unternehmen, das den Konzernabschluss mit dem größten und dem kleinsten Kreis von Unternehmen und einen Konzernlagebericht aufstellt. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht werden im Unternehmensregister offengelegt.

Die Angabe des von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar erfolgt im Konzernabschluss.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Geschäftsführer schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Bielefeld, den 4. Oktober 2024

gez. Sven Pelka, Geschäftsführer

Der in der Bilanz zum 31. Dezember 2023 ausgewiesene Jahresüberschuss von 138.984,96 € und der Gewinnvortrag von 820.950,91 € werden auf neue Rechnung vorgetragen.

Datum der Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 der Triple A Import GmbH ist in der Gesellschafterversammlung vom 17.12.2024 festgestellt worden.

Lagebericht für das Geschäftjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Gesellschaft ist Teil der Triple A-Unternehmensgruppe und unter der organisatorischen Leitung der Triple A Internetshops GmbH verantwortlich für das Warenhandling und sämtliche Dienstleistungen im Bereich Produktbeschaffung. Die Unternehmensgruppe versteht sich dabei als eine der Größen im E-Commerce Business und bietet als solche Onlineshops an. Die Gruppe gehört zu einer der führenden Firmen im Bereich E-Commerce und betreut über 18.000.000 Kunden allein in Deutschland. Entsprechend ist das durch die Triple A Import GmbH abgedeckte Spektrum der Beschaffung breit gefächert und erstreckt sich auch auf verschiedenste regionale Märkte.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

1.1 Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Im Geschäftsjahr 2023 wurde das Wirtschaftswachstum durch mehrere Faktoren beeinflusst und war mit großen Herausforderungen konfrontiert. Die Inflationsraten blieben auf hohem Niveau, obwohl sie im Laufe des Jahres sanken. Die Zentralbanken hielten die Leitzinsen auf einem restriktiven Niveau, was sich auf das Wirtschaftswachstum auswirkte, und die geopolitischen Spannungen nahmen weiter zu und beeinträchtigten die globalen Lieferketten. In Anbetracht dieser Entwicklungen schätzt der Internationale Währungsfonds (IWF), dass die Weltwirtschaft im Jahr 2023 um 3,3 % gewachsen ist (2022: 3,5 %). Gegenüber der letzten Schätzung vom Januar 2024 wurde die Wachstumserwartung um 0,2 Prozentpunkte nach oben korrigiert, da das Wirtschaftswachstum in den Vereinigten Staaten sowie in mehreren wichtigen Schwellen- und Entwicklungsländern stärker ausfiel als erwartet. Für die Eurozone schätzt der IWF, dass die Wirtschaft im Jahr 2023 um 0,5 % gewachsen ist (2022: 3,4 %), was auf eine relativ hohe Belastung durch den Krieg in der Ukraine zurückzuführen ist. Die Wachstumserwartungen wurden gegenüber der Schätzung im Oktober 2023 um 0,2 Prozentpunkte nach unten korrigiert. Dies ist vor allem auf die Entwicklung in Deutschland zurückzuführen. Hier wurde für das zweite Halbjahr 2023 ein Rückgang der Wirtschaftsleistung aufgrund der Schwäche in zinssensiblen Sektoren und einer geringeren Nachfrage von Handelspartnern prognostiziert. Auch wenn sich das globale Wirtschaftswachstum im zweiten Halbjahr 2023 etwas besser entwickelte als erwartet, waren die Wachstumsraten in der Eurozone im Vergleich zu 2022 deutlich geringer. Dies spiegelte sich auch im Verbrauchervertrauen für die Eurozone wider, das sich nur leicht von seinen Tiefstständen im Jahr 2022 erholte, da das gesamtwirtschaftliche Umfeld schwierig blieb.

(Quelle: IMF (July 2024) World Economic Outlook)

1.2 Branchenumfeld

Da die Gesellschaft ausschließlich für Unternehmen im E-Commerce tätig ist, ist die Entwicklung dieser Branche essenziell für die Beurteilung der Lage der Gesellschaft. Laut dem Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) spiegelte sich die geringere Ausgabenbereitschaft der Verbraucherinnen und Verbraucher im Jahr 2023 erneut in deutlich gesunkenen Gesamtumsätzen im deutschen E-Commerce wider. Der Brutto-Umsatz mit Waren fiel im Gesamtjahr 2023 erstmals zweistellig um 11,8 % auf 79,7 Mrd. Euro nach 90,4 Mrd. Euro im Jahr davor. Der Anteil des E-Commerce mit Waren am gesamten Einzelhandel im engeren Sinn (inkl. Lebensmittel, aber ohne Apothekenumsätze) ging vergangenes Jahr voraussichtlich auf 10,2 % zurück (2022: 11,8 %).

In der Branchenbetrachtung zeigen sich unterschiedliche Entwicklungen. Alles, was das Zuhause schöner macht, hat 2023 an Umsatz verloren, wie Wohnen und Einrichten (-2,7 %), Heimwerken und Garten (-2,9 %) und Consumer Electronics/Elektro (-2,5 %). Produkte für die persönliche Ausstattung, Freizeit, Gesundheit, Ernährung und Schönheit liegen hingegen im Plus - wie Lebensmittel inkl. Getränke, Drogerieartikel und Tabakwaren mit +8,7 %. Das auch in 2023 zum Teil preisgetriebene Wachstum des Einzelhandels insgesamt (+2,9 %) wirkt sich dämpfend auf den Onlineanteil mit 13,2 % (2022 13,4 %) aus.

(Quellen: Pressemitteilung des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. vom 24.1. 2024 unter dem Titel "Umsätze im E-Commerce erreichen Talsohle"; Online Monitor 2024 des Handelsverbands Deutschland - HDE e.V.)

1.3 Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2023 zeigt hinsichtlich der Umsatzerlöse eine deutlich rückläufige Entwicklung, die naturgemäß stark mit der Entwicklung der Kunden korreliert. So wirkten sich stagnierende oder rückläufige Wachstumsraten insofern auch auf den Umsatz der Gesellschaft aus.

Der Jahresüberschuss liegt als Folge dessen ebenfalls deutlich unter dem des Vorjahres und somit unter den im Vorjahreslagebericht prognostizierten Erwartungen.

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren sind das Jahresergebnis und der Rohertrag. Der wesentliche nicht-finanzielle Leistungsindikator ist die Kundenzufriedenheit.

2. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

2.1 Ertragslage

Die Umsatzerlöse belaufen sich im Geschäftsjahr 2023 auf 81.870 T€ gegenüber 105.878 T€ im Vorjahr. Dies entspricht einem Rückgang um 24.008 T€ bzw. 22,7 %. Der Materialaufwand verminderte sich um 23.096 T€ bzw. 22,9 % auf 77.597 T€. Im Geschäftsjahr 2023 verminderte sich der Rohertrag gegenüber dem Vorjahr um 912 T€ bzw. 17,6 % auf 4.273 T€. Die Materialaufwandsquote konnte gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert werden.

Wesentliche Kernaufgaben werden flexibel durch externe Dienstleister erfüllt, sodass die Gesellschaft kein eigenes Personal beschäftigt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen werden wesentlich durch die Wechselkursentwicklung geprägt. Das Ergebnis aus der Fremdwährungsumrechnung verbesserte sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr. Infolgedessen verringerte sich der Aufwandssaldo um 819 T€ auf -4.028 T€. Eine Verschlechterung zeigt sich jedoch im Finanzergebnis von -8 T€ (Vorjahr: 237 T€), das im Wesentlichen das Zinsergebnis des Cashpool-Kontos mit der Gesellschafterin umfasst.

Unter Berücksichtigung dieser Effekte wurde ein geringeres EBIT von 245 T€ (Vorjahr: 338 T€) erwirtschaftet.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ging um rd. 59 % auf 237 T€ zurück.

Das Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2023 beträgt 139 T€ (Vorjahr: 452 T€).

2.2 Finanzlage

Die Liquidität der Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr zu jeder Zeit gewährleistet. Verbindlichkeiten werden regelmäßig innerhalb der vorgegebenen Zahlungsfristen beglichen. Die Finanzierung erfolgt im Wesentlichen durch kurzfristige Gesellschafterdarlehen.

Der nach den Grundsätzen der gemeinsamen Empfehlung der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management (DVFA) und der Schmalenbach Gesellschaft/ Deutsche Gesellschaft für Betriebswirtschaft e.V. entwickelte Jahres-Cashflow belief sich in 2023 auf 139 T€. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine Verminderung um 313 T€. Ursächlich hierfür ist das geringere Jahresergebnis. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit verbesserte sich um 30 T€ bzw. 5,1 % auf -556 T€. Aus der Investitions- und aus der Finanzierungstätigkeit ergaben sich keine Zahlungsflüsse.

Entsprechend verringerte sich der Finanzmittelfonds, der die Guthaben bei Kreditinstituten umfasst, um 556 T€ auf 103 T€.

2.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme verringerte sich zum 31.12.2023 um 5.341 T€ auf 22.828 T€. Die Veränderung beruht im Wesentlichen auf stichtagsbedingt geringeren Forderungen gegen Gesellschafter und sonstigen Vermögensgegenständen sowie auf dem rückläufigen Ausweis an flüssigen Mitteln.

Auf der Passivseite verminderten sich insbesondere die Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr und die sonstigen Verbindlichkeiten. Stichtagsbedingt erhöhten sich hingegen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen bewegen sich annähernd auf dem Niveau des Vorjahres.

Daneben verringerten sich die kurzfristigen Rückstellungen, während sich der Ausweis des Eigenkapitals erhöhte. Unter Berücksichtigung der rückläufigen Bilanzsumme erhöhte sich die Eigenkapitalquote aufgrund des Jahresüberschusses des Berichtsjahres um 1,3 Prozentpunkte auf 4,3 %.

2.4 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Gruppenweit betrachten wir als nicht finanzielle Leistungsindikatoren neben der Mitarbeiter- insbesondere die Endkundenzufriedenheit, also die Zufriedenheit der Endverbraucher und Geschäftskunden unserer Kunden. Die geringe Reklamationsquote weist für uns auf eine hohe Endkundenzufriedenheit hin.

III. Prognosebericht

1. Gesamtentwicklung

Der IWF geht davon aus, dass das globale Wirtschaftswachstum im Jahr 2024 bei 3,2 % liegen wird (2023: 3,3 %). Auch diese Prognose liegt unter dem historischen Durchschnitt der Jahre 2000 bis 2019 von 3,8 %. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Leitzinsen der Zentralbanken zur Inflationsbekämpfung auf einem hohen Niveau verbleiben, während gleichzeitig Fiskalmaßnahmen reduziert werden und die hohe Verschuldung die Wirtschaftstätigkeit belastet.

Für die Eurozone rechnet der IWF mit einer leichten Beschleunigung des Wirtschaftswachstums auf 0,9 % im Jahr 2024 (2023: 0,5 %). Es wird mit einem stärkeren Konsum der privaten Haushalte gerechnet, da die Auswirkungen des Energiepreisschocks nachlassen und die Inflation zurückgehen sollte, wodurch das Wachstum der Realeinkommen als Treiber des Aufschwungs unterstützt wird.

(Quelle: IMF (July 2024) World Economic Outlook)

2. Branchenentwicklung

Laut dem Online-Monitor 2024 des HDE Handelsverband Deutschland steigen die prognostizierten Umsätze im deutschen Online-Handel in 2024 um 3,4 % auf 88,3 Mrd. €. Demnach werden die Umsätze der starken Corona-Jahre nach einer Konsolidierungsphase wieder erreicht bzw. übertroffen. Neben der angespannten wirtschaftlichen Lage und unsicheren Zukunftserwartungen vieler Haushalte bleiben insbesondere die politischen Rahmenbedingungen für den Onlinehandel herausfordernd. Der bevh und das EHI Retail Institute gehen in ihrer gemeinsamen Einschätzung aber davon aus, dass diese Effekte nahezu im Ausgabenverhalten der Kunden eingepreist sind. Im Verlauf des Jahres 2024 werden daher ein Ende des Abwärtstrends und für das Gesamtjahr ein nominales Umsatzwachstum im Gesamtmarkt von 2,0 % erwartet. Mit Stand Juli 2024 teilt der bevh mit, dass das E-Commerce sich zur Jahresmitte 2024 aus dem Minus gedreht habe. Im Onlinehandel mit Waren ist demnach im 2. Quartal 2024 ein kleines Umsatzplus von 0,2 % im Vorjahresvergleich zu verzeichnen gewesen. Bezogen auf das 1. Halbjahr 2024 liegen die Umsätze um 1,2 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Es werden die Anfänge einer Normalisierung am Markt gesehen. Die Einkommen haben die Teuerung der vergangenen Jahre, seit 2019 etwa 20 %, nicht nur überkompensiert, sondern treffen nun auf eine deutlich geringere Inflationsquote.

(Quellen: Pressemitteilung des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. vom 24.1. 2024 unter dem Titel "Umsätze im E-Commerce erreichen Talsohle"; Online Monitor 2024 des Handelsverbands Deutschland - HDE e.V; Pressemitteilung des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. vom 08.07.2024 unter dem Titel "E-Commerce dreht sich zur Jahresmitte aus dem Minus")

3. Umsatz- und Ertragsentwicklung der Gesellschaft

Die Entwicklung der Triple A Import GmbH ist wesentlich abhängig von der Entwicklung der Gesellschaften der Triple A-Gruppe. Unverändert belastet das hohe Inflationsniveau die Konsumbereitschaft der Bevölkerung.

Wir gehen aufgrund der bereits getroffenen Maßnahmen sowie basierend auf den Erfahrungen des letzten Geschäftsjahres und der bisherigen Entwicklung im Berichtsjahr von Umsatzerlösen, einem Rohertrag und einem Jahresergebnis auf dem Niveau des Berichtsjahres

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Die unverändert bestehenden Auswirkungen der Energiepreiskrise, hervorgerufen durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, sowie die allgemein herrschende Inflation wurden bereits vorstehend skizziert.

Es ist darüber hinaus grundsätzlich nicht auszuschließen, dass weitere, derzeit noch unbekannte potenzielle Risiken oder solche, die aktuell als nicht wesentlich eingeschätzt werden, sich künftig negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken können. Ungeachtet aller implementierten Gegenmaßnahmen zur Steuerung der identifizierten Risiken bleiben bei allen unternehmerischen Aktivitäten Restrisiken bestehen, die auch durch ein umfassendes Risikomanagementsystem nicht vollständig eliminiert werden können. Insgesamt sind die Risiken als typisch für ein Online-Handelsunternehmen anzusehen.

Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können, sind derzeit nicht ersichtlich.

1.1 Störungen der Lieferketten

Das geo- und weltpolitische Gefüge im asiatischen Raum und in Osteuropa sowie die Machtposition Chinas kristallisieren sich in der Folge des Ukrainekriegs als kritische Faktoren für unser Unternehmen heraus, und zeigen die große Abhängigkeit von einer intakten Lieferkette. Dies gilt sowohl für die Produktion selbst, als auch für die Beschaffungslogistik.

Störungen oder Lücken dieser Kette gefährden die Warenverfügbarkeit und damit die Grundlage unseres Geschäftsmodells als Dienstleister für Online-Shops.

Diesem Risiko begegnen wir durch eine diversifizierte Auswahl von Vor-Lieferanten sowie zusätzlich durch Berücksichtigung im Mengenforecast.

1.2 Abhängigkeit von den Kunden einer Unternehmensgruppe

Unsere Gesellschaft ist derzeit überwiegend für die Unternehmen der Triple A-Unternehmensgruppe tätig. Negative Einflüsse auf diese Unternehmen hätten unmittelbaren Einfluss auf das Geschäft der Gesellschaft. Allerdings sehen wir uns aufgrund der Expertise in den angebotenen Dienstleistungen grundsätzlich auch in der Lage, für Kunden außerhalb der Gruppe tätig zu sein.

2. Chancenbericht

Zukünftige Chancen sehen wir in erster Linie in folgenden Bereichen:

2.1 Ausweitung der Dienstleistungen

Mit wachsenden Anforderungen unserer Kunden baut das Unternehmen immer tiefergehendes Knowhow in allen Dienstleistungsbereichen im E-Commerce auf. Mittelfristig ist es damit möglich, den Umfang der zu übernehmenden Dienstleistungen, und damit die Geschäftstätigkeit sowie durch Skaleneffekte die Rendite, zu erhöhen.

2.2 Wachstum unserer Kunden

Die funktionierenden Prozesse binden unsere Kunden in der Form an uns, dass wir auch in neuen Geschäftsbereichen oder bei der Ausweitung von deren Kerngeschäft der erste Ansprechpartner für die organisatorische Abwicklung des Onlinegeschäftes bleiben.

Da unsere Kunden in wachstumsstarken Märkten tätig sind, können wir als Dienstleister von diesen Wachstumsraten direkt profitieren.

3. Gesamtaussage

Insgesamt überwiegen die Chancen. Sollte die Chancenauswertung in ähnlichem Maße gelingen wie in der Vergangenheit, sehen wir der weiteren Entwicklung, vorbehaltlich unvorhersehbarer Einflüsse wie Wirtschaftskriegen oder Sanktionen, positiv entgegen.

Wesentlichen Risiken begegnen wir durch unser ständig weiterentwickeltes internes Kontrollsystem.

 

Bielefeld, den 4. Oktober 2024

gez. Sven Pelka, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Triple A Import GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Triple A Import GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Triple A Import GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichtes geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen auf Grund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichtes, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zu künftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichtes in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen auf Grund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichtes getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

● identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht auf Grund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können,

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichtes relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben,

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben,

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann,

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zu Grunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt,

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichtes mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens,

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zu Grunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen.

Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zu Grunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Herford, den 4. Oktober 2024

DR. WOELKE AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Wilhelm Upheber, Wirtschaftsprüfer

gez. Michael Blöbaum, Wirtschaftsprüfer

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