Wintershall Dea WND GmbH

Am Lohsepark 8, 20457 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 142120
Vorher
DEA Speicher Betriebs-GmbHDEA WND GmbH
Eingetragen
8.7.2016
Branche
Erbringung von Dienstleistungen für die Gewinnung von Erdöl und ErdgasGewinnung von ErdgasHerstellung von Mineralölerzeugnissen und von fossilen Brennstoffen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Aufsuchung und Gewinnung von Bodenschätzen, insbesondere Mineralöl, Erdgas und sonstigen Kohlenwasserstoffen im Ausland.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ralf Dr. Frenzel
seit 9.12.2025
Prokura
Andreas Kauschus
seit 9.12.2025
Geschäftsführer
Willi Bozic
seit 9.12.2025
Prokura
Frank Dr. Wolfram
seit 24.9.2024
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Harbour Energy Netherlands Holdings B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Harbour Energy International GmbH
Germany
26.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DEA WND GmbH (vormals: DEA Speicher Betriebs-GmbH)

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Lagebericht zum 31. Dezember 2017

der DEA WND GmbH

1. Geschäftstätigkeit

DEA WND GmbH (vormals DEA Speicher Betriebs-GmbH) hat das primäre Ziel der sicheren, nachhaltigen und umweltbewussten Produktion von Kohlenwasserstoffen im ägyptischen Nildelta. Die Gesellschaft ist aktiver, nicht operierender Partner in den ägyptischen Konzessionen North Alexandria und West Mediterranean Deep. Dies umfasst die bereits produzierenden Felder Taurus und Libra sowie die Felder Giza, Fayoum und Raven, die sich aktuell in der Entwicklung befinden. Darüber hinaus gehört die Gasgewinnung aus grenzüberschreitenden Lagerstättenteil der Konzessionsgebiete North Alexandria und West Delta Deep Marine zum operativen Geschäft der Gesellschaft.

Für Zwecke der internen Managementsteuerung werden bei der DEA WND GmbH die Produktion, der Umsatz und die Investitionen verwendet.

Die DEA WND GmbH ist eine 100 %ige Tochtergesellschaft der DEA Deutsche Erdoel AG, Hamburg, die wiederum indirekt über die L1E Acquisitions GmbH, Hamburg, eine 100 %ige Tochtergesellschaft der LetterOne Holdings S.A., Luxemburg, ist.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 17. August 2017 und Eintragung in das Handelsregister am 31. August 2017 hat DEA Deutsche Erdoel AG ihre Aktivitäten in den ägyptischen Konzessionen North Alexandria und West Mediterranean Deep, welche die Felder Taurus, Libra, Giza, Fayoum und Raven umfassen, mit Wirkung zum 1. Januar 2017 in ihre 100 %ige Tochtergesellschaft DEA WND GmbH im Wege der Ausgliederung übertragen. Die Übertragung erfolgte zu Buchwerten.

2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die globale Wirtschaft ist aktuellen Schätzungen des Internationalen Währungsfonds zufolge in 2017 um circa 3,6 % gestiegen und wird leicht über dem Vorjahreswert von rund 3,2 % liegen. Dies ist im Wesentlichen begründet durch den ökonomischen Aufschwung in der Eurozone, in Asien und in Russland. Während der grundsätzliche Ausblick positiv ist, ist das Wachstum in einigen Ländern noch schwach und die Inflation noch unter dem erwarteten Wert für die entwickelten Länder. Für die Eurozone wird von der Europäischen Zentralbank gegenwärtig ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 2,3 % erwartet nach 1,8 % für 2016.

Währungsumrechnung

Der US-Dollar ist im Jahresverlauf 2017 gegenüber dem Euro schwächer geworden. Im Jahresdurchschnitt notierte er bei 1,13 USD/€ (Vorjahr: 1,11 USD/€). Zum Jahresende 2017 notierte er bei 1,20 USD/€ (31. Dezember 2016: 1,05 USD/€).

Nach den Verlusten in 2016 im Zuge der offiziellen Deregulierung ist das ägyptische Pfund im Berichtsjahr im Vergleich zum USD stabil bei rund 18 EGP/USD geblieben.

3. Ertragslage und Geschäftsentwicklung

Aufgrund der zum 1. Januar 2017 wirksam gewordenen Übernahme der Aktivitäten im westlichen Nildelta von der DEA Deutsche Erdoel AG (Geschäftsbereich WND) ist die Gewinn- und Verlustrechnung des Berichtsjahres nicht mit dem Vorjahr vergleichbar. Zum besseren Verständnis wird daher das Berichtsjahr mit den Vorjahreswerten des Geschäftsbereichs WND der DEA Deutsche Erdoel AG verglichen.

Zudem enthielt der Geschäftsbereich WND im Vorjahr lediglich die Produktion aus zwei konzessionsübergreifenden Bohrungen (Libra Da und Libra North 2). Im Berichtsjahr wurde Ende März die Gas- und Kondensatproduktion aus den beiden Feldern Taurus und Libra aufgenommen, so dass die Produktions- und Absatzmengen und damit verbunden die Umsatzerlöse und Produktionskosten deutlich angestiegen sind.

Produktion

Erdgas
(Mio. scf/Tag)
Jan. - Dez. 2017 Jan. - Dez. 2016 *
Produktion 88 7

* Geschäftsbereich WND der DEA Deutsche Erdoel AG

Im Berichtszeitraum hat DEA WND AG 88 Mio. scf/Tag an Erdgas und Kondensat gefördert. In 2016 betrug die Produktion der des Geschäftsbereichs WND in der DEA Deutsche Erdoel AG 7 Mio. scf pro Tag an Gas. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr resultiert aus der Produktionsaufnahme in den Felder Taurus und Libra im März 2017.

Ertragslage

Mio. € Jan. - Dez. 2017 Jan. - Dez. 2016 *
Umsatzerlöse (Mio. €) 90,5 6,8
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 25,3 -13,6
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,7 -13,6

* Geschäftsbereich WND der DEA Deutsche Erdoel AG

Die Umsatzerlöse sind um 83,7 Mio. € auf 90,5 Mio. € in 2017 angestiegen, nach 6,8 Mio. € im Geschäftsbereich WND der DEA Deutsche Erdoel AG in 2016. Der deutliche Anstieg der Umsatzerlöse im Vorjahresvergleich resultiert aus der Produktionsaufnahme der Felder Taurus und Libra im Berichtsjahr.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeitist im Berichtsjahr um 38,9 Mio. € auf 25,3 Mio. € angestiegen. Es umfasst das Rohergebnis abzüglich des Personalaufwands, der Abschreibungen und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Ursache für den Anstieg ist einerseits der Produktionsstart Taurus und Libra im Jahr 2017, durch den neben den Umsatzerlösen auch der Materialaufwand sowie die Abschreibungen deutlich angestiegen sind. Darüber hinaus wird der Gegenwert der ägyptischen Ertragssteuern, die von der Egyptian General Petroleum Corporation (EGPC) für die DEA WND GmbH an die ägyptischen Finanzbehörden abzuführen ist, als Bestandteil der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ausgewiesen. Der Gegenposten dazu befindet sich im Steueraufwand.

Mit der Übernahme der Aktivitäten im westlichen Nildelta muss die Gesellschaft ihre Investitionen konzernintern über die DEA Deutsche Erdoel AG finanzieren. Hieraus sind im Berichtsjahr Zinsaufwendungen entstanden.

Der Steueraufwand des Berichtsjahres wird für die DEA WND GmbH von EGPC gezahlt.

Der Jahresüberschussbeträgt 0,7 Mio. €; er liegt damit deutlich über dem Niveau des Vorjahres.

4. Vermögenslage

Aktiva
( Mio. € )
31.12.2017 31.12.2016 01.01.2017 (nach Ausgliederung)
Immaterielle Vermögensgegenstände 12,8 - 13,5
Sachanlagen 761,9 - 541,1
Anlagevermögen 774,7 - 554,6
Vorräte 6,7 - 5,9
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 43,5 0 5,4
Flüssige Mittel 0 0 0
Umlaufvermögen 50,2 0 11,3
Rechnungsabgrenzungsposten 0,1 - -
Aktiva 825,0 0 565,9
Passiva
( Mio. € )
31.12.2017 31.12.2016 01.01.2017 (nach Ausgliederung)
Eigenkapital 438,3 0 437,5
Rückstellungen 18,5 - -
Verbindlichkeiten 368,2 0 128,4
Passiva 825,0 0 565,9

Das Anlagevermögen beträgt 94 % der Bilanzsumme und beläuft sich auf 775 Mio. €. Dies ist ein Anstieg von 220 Mio. € im Vergleich zum 01.01.2017. Der wesentliche Grund für den Anstieg sind die hohen Investitionen für die Entwicklung der Felder Giza, Fayoum und Raven. Insgesamt betrugen die Investitionen 292 Mio. €; im Vorjahr hat die DEA Deutsche Erdoel AG 285 Mio. € in ihren Geschäftsbereich WND investiert.

Das Umlaufvermögen ist im Vergleich zum 01.01.2017 um 39 Mio. € gestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus höheren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Zusammenhang mit der ausgeweiteten Produktion.

Die Eigenkapitalquote der DEA WND GmbH betrug zum Bilanzstichtag 53 % (01.01.2017: 77 %). Das Eigenkapital zum 31.12.2017 beträgt 438 Mio. €, der Anstieg zum Jahresende resultiert aus dem Ergebnis des Geschäftsjahres.

Die Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Steuerrückstellungen.

Die Verbindlichkeiten sind im Vergleich zum 01.01.2017 um 240 Mio. € gestiegen und betragen am 31.12.2017 368 Mio. €. Sie bestehen einerseits gegenüber dem Gesellschafter aus der konzerninternen Finanzierung, andererseits gegenüber dem Betriebsführer der Konzessionen North Alexandria und West Mediterranean Deep.

Die Gesellschaft ist in das Cash-Management der DEA Deutsche Erdoel AG eingebunden.

5. Mitarbeiter

Die Gesellschaft hat keine eigenen Mitarbeiter.

6. Risikomanagement

Die Gesellschaft ist in das Risikomanagement der DEA Deutsche Erdoel AG einbezogen.

Die Gesamtverantwortung für das konzernweite Risikomanagementsystem trägt der Vorstand der DEA Deutsche Erdoel AG. Er legt Regeln und Mindeststandards fest und entscheidet über die Risikobereitschaft des Unternehmens. Für die Überwachung und Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems ist das Risk Committee der DEA zuständig. Unterhalb des Risk Committees ist der Bereich Treasury für die Kontrolle, Steuerung und Koordination des Risikomanagementsystems verantwortlich. Der Bereich berichtet dem Risk Committee und dem Audit Committee des Aufsichtsrats der DEA Deutsche Erdoel AG regelmäßig über die Risikolage des Konzerns.

Unser unternehmerisches Handeln ist darauf ausgerichtet, Chancen optimal zu nutzen und gleichzeitig Risiken zu begrenzen. Dazu überwachen und steuern wir sämtliche Risiken durch ein konzerneinheitliches Risikomanagement. Es wird durch ein dokumentiertes Risikomanagementsystem gestützt und trägt mittels kontinuierlicher Früherkennung, standardisierter Erfassung, Bewertung, Steuerung und Überwachung dem Risikoaspekt im Rahmen aller Entscheidungen und Geschäftsprozesse der DEA Rechnung. Unsere Chancen und Risiken erheben wir mindestens dreimal jährlich mit Hilfe einer Bottom-up-Analyse. Die Führungs- und Aufsichtsgremien werden im Rahmen der Regelberichterstattung über die Risikolage informiert. Der Risikobegriff ist so definiert, um das Erreichen der langfristigen strategischen Ziele sicherzustellen und das gesamte Risikoportfolio adäquat abzubilden. Die Risiken und die Kennzahlen zur Risikomessung sind mit den Steuerungsgrößen des DEA AG Konzerns abgestimmt.

Wir sind als E&P-Unternehmen grundsätzlich den Risiken, aber auch den Chancen aus der Veränderung von Öl- und Gaspreisen an den internationalen Märkten ausgesetzt. Dieses Risiko haben wir durch die abgeschlossenen Gaslieferverträge eingeschränkt.

Als international tätige Gesellschaft sind wir sowohl den Risiken als auch den Chancen aus der Veränderung von Währungskursen an den internationalen Märkten ausgesetzt, insbesondere in Bezug auf die Währungsrelationen USD/EUR. Diese Risiken werden im DEA AG Konzern durch ein systematisches Risikomanagement und den Abgleich der Währungsstruktur von Vermögenswerten und Schulden begrenzt.

Als international tätige E&P-Gesellschaft unterliegen wir allen branchenüblichen Risiken (z. B. Blow Outs, Ölverschmutzungen). Zum Schutz unseres Kerngeschäfts gegen Verluste oder Haftungen gegenüber Dritten nutzen wir Versicherungen in dem branchenüblichen Umfang.

Risiken bestehen vor allem in eventuellen Fehleinschätzungen geologischer Strukturen und daraus resultierender Fehlbohrungen. Zur Minderung dieser Risiken setzt der Betriebsführer modernste Technologien ein; gemeinsam mit diesem verfolgen wir eine systematische Qualitätssicherung.

7. Umweltschutz und Sicherheit

Qualität, Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz sind zwingende Voraussetzungen in unserem Geschäft. Gemeinsam mit dem Betriebsführer unserer beiden Konzessionen halten wir uns an die höchsten internationalen Standards bezüglich Umweltschutz, Gesundheit und Sicherheit. Unser Handeln umfasst die Sicherheit aller Mitarbeiter, die für uns arbeiten; dies schließt die Vorgabe von Gesundheits- und Sicherheitsstandards, die Umsetzung von Sicherungsmaßnahmen für unsere Anlagen und die Durchführung externer und interner Audits für die gesetzten Standards ein.

8. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft betreibt keine eigene Forschung und Entwicklung.

9. Ausblick

Im 4. Quartal 2017 wurde die neue Mittelfristplanung des DEA AG Konzerns für die fünf Folgejahre erstellt und verabschiedet. Dies beinhaltet auch das Budget für die DEA WND GmbH. Die Vorausschau für 2018 basiert auf dieser Mittelfristplanung.

Die folgenden Klassifizierungen werden verwendet:

"leicht" repräsentiert eine Veränderung von 1 - 10 %

"deutlich" repräsentiert Veränderungen von 11 % oder mehr.

Für 2018 erwarten wir eine Produktion, die um 5 - 15 % über der des Berichtsjahres liegt. Der Anstieg resultiert aus der erstmalig ganzjährigen Förderung aus dem Feldern Taurus und Libra.

Resultierend aus dem Anstieg der Produktion erwarten wir einen leichten Anstieg der Umsatzerlöse für 2018 im Vergleich zum Berichtsjahr.

Die Investitionen werden in 2018 um 15 - 20 % unter dem Niveau des Berichtsjahres liegen. Wir investieren weiterhin in die Entwicklung der Felder Giza und Fayoum, die Ende 2018 die Produktion aufnehmen sollen, bzw. Raven, wo die Inbetriebnahme ein Jahr später geplant ist.

 

Hamburg, 1. Februar 2018

DEA WND GmbH

Schauer

Schöne

Bilanz zum 31. Dezember 2017

AKTIVA

31.12.2017 31.12.2016
T€
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.828.299,46
II. Sachanlagen        
1. Technische Anlagen und Maschinen 214.439.678,00      
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 144.905,00      
3. Anlagen im Bau 547.260.502,03      
    761.845.085,03    
      774.673.384,49  
B. Umlaufvermögen        
I. Vorräte   6.682.398,96    
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände        
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 43.534.413,21      
2 Sonstige Vermögensgegenstände 182,41      
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstuten 25.440,71     25
    43.560.036,33    
    6.682.398,96 50.242.435,29 25
C. Rechnungsabgrenzungsposten     76.508,82  
Summe Aktiva     824.992.328,60 25

PASSIVA

       
    31.12.2017 31.12.2016
    T€
A. Eigenkapital        
I. Gezeichnetes Kapital   26.000,00   25
II. Andere Gewinnrücklagen   437.508.717,81    
III. Verlustvortrag   -890,02    
IV. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag   743.816,91   -1
      438.277.644,70 24
B. Rückstellungen        
1. Steuerrückstellungen   18.503.135,99    
2. Sonstige Rückstellungen   28.000,00    
      18.531.135,99  
C. Verbindlichkeiten        
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   124.262.161,79    
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen   243.921.386,12   1
davon gegenüber Gesellschafter: 243.921.386,12 Euro (Vorjahr T€ 1)        
      368.183.547,91 1
Summe Passiva     824.992.328,60 25

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2017

2017
2016
T€
1. Umsatzerlöse 90.522.322,27 -
2. Ägyptische Ertragssteuer Gegenwert 23.742.078,95 -
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 2.157.160,40 -
4. Sonstige betriebliche Erträge 3.043.237,21 -
davon Erträge aus der Währungsumrechnung: 1.640.829,09 €    
5. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 58.558,69 -
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 12.881.978,66 -
6. Abschreibungen 71.827.715,60 -
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.397.635,21 1
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: 1.083.552,12 €    
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.215,74 -
davon aus verbundenen Unternehmen: 5.215,74 €    
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 818.230,55 -
davon an verbundene Unternehmen: 818.230,33 €    
10. Ergebnis vor Steuern 24.485.895,86 -1
11. Steuern vom Einkommen und Ertrag 23.742.078,95 -
12. Ergebnis nach Steuern 743.816,91 -1
13. Jahresüberschuss (Vorjahr Jahresfehlbetrag) 743.816,91 -1

Anhang

A. Allgemeine Angaben und Erläuterungen zum Jahresabschluss

1. Allgemeines

Die DEA WND GmbH (vormals DEA Speicher-Betriebs GmbH) hat ihren Sitz in Hamburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter der Nummer HRB 142120 eingetragen.

Der Jahresabschluss der DEA WND GmbH ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Der Abschluss ist in Euro (€) aufgestellt. Alle Beträge einschließlich der Vorjahreszahlen sind in Tausend Euro (T€) angegeben.

2. Ausgliederung und Übernahme der ägyptischen Konzessionen North Alexandria und West Mediterranean Deep

Die DEA Deutsche Erdoel AG, Hamburg hat mit Ausgliederungs- und Übernahmevertrag vom 17. August 2017 das zugeordnete Aktiv- und Passivvermögen der ägyptischen Konzessionen North Alexandria und West Mediterranean Deep, die die Felder Taurus, Libra, Giza, Fayoum und Raven umfassen, einschließlich der Gewinnung von Gas aus grenzüberschreitenden Lagerstättenteilen der Konzessionsgebiete "North Alexandria" und "West Delta Deep Marine", im Wege der Ausgliederung nach § 123 Abs. 3 Nr. 1 UmwG auf ihre 100 %ige Tochtergesellschaft DEA WND GmbH, Hamburg übertragen.

Die Ausgliederung erfolgte mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2017 zu Buchwerte:

T€ 1. Januar 2017
Aktiva  
Immaterielle Vermögensgegenstände 13.477
Sachanlagen 541.077
Vorräte 5.901
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.385
Summe Aktiva 565.840
Passiva  
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 127.394
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 936
Summe Passiva 128.330
Nettovermögensübertrag 437.510

Mit Eintragung in das Handelsregister am 31. August 2017 wurde die Ausgliederung rechtswirksam vollzogen. Die Gesellschafterversammlung der DEA WND GmbH vom 17. August 2017 hat die Erhöhung des Stammkapitals von EUR 25.000 um EUR 1.000 auf EUR 26.000 zum Zwecke der Durchführung der Ausgliederung von Vermögensteilen der DEA Deutsche Erdoel AG, Hamburg, zur Aufnahme auf die DEA WND GmbH und die Änderung des § 3 (Stammkapital) des Gesellschaftsvertrags beschlossen.

Da die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zum Vollzugsdatum bereits beglichen waren, wurde vertragsgemäß ein Ausgleich über das Finanzmittelkonto gegenüber der DEA Deutsche Erdoel AG vorgenommen.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Wertansätze für das Anlagevermögen beruhen auf Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Bei Bohrungen umfassen die Herstellungskosten auch die Kosten von wirtschaftlich fündigen Explorationsbohrungen und noch laufenden Explorationsbohrungen, die als Produktionsbohrungen geeignet sind. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden auch anteilige Gemeinkosten in angemessenem Umfang einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen grundsätzlich nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer bzw. produktionsabhängig. Produktionsabhängige Sachanlagen (wie z. B. Bohrungen und Produktionseinrichtungen) sowie Konzessionserwerbskosten/Zeichnungsboni, die ausschließlich für die Entwicklungs- oder Produktionsphase gezahlt werden, werden nach der Unit-of-Production-Methode abgeschrieben. Im Rahmen der Unit-of-Production-Methode wird die laufende Produktion der Periode bei aktivierten Bohrungen in das Verhältnis zu den sicheren "developed producing" Reserven und bei Konzessionserwerbskosten/Zeichnungsboni sowie Produktionseinrichtungen in das Verhältnis zu den gesamten sicheren Reserven gesetzt. Alle übrigen Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenstände werden linear abgeschrieben.

Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer liegt bei technischen Anlagen und Maschinen bei 14 Jahren sowie bei Betriebs- und Geschäftsausstattung bei 3 bis 8 Jahren. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden im Jahr der Anschaffung zeitanteilig abgeschrieben.

Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen erfolgen bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu durchschnittlichen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert. Falls notwendig, werden Abwertungen auf den niedrigeren Marktpreis vorgenommen. Für geminderte Verwertbarkeit sind entsprechende Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Bei den Forderungen und den sonstigen Vermögensgegenständen wird den individuellen Risiken durch ausreichend bemessene Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Im Übrigen werden Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Guthaben bei Kreditinstituten mit dem Nominalwert und Verbindlichkeiten mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis - und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Forderungen, Verbindlichkeiten und flüssige Mittel in fremder Währung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet und der Bewertungsunterschied erfolgswirksam erfasst. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt weiterhin die Anwendung des Imparitätsprinzips.

Den Umsatzerlösen und dem Materialaufwand, aber auch anderen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung, liegen in einem erheblichen Umfang Beträge zugrunde, die ursprünglich auf fremde Währung lauten. Diese werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls in Euro umgerechnet.

B. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Zugänge zum Sachanlagevermögen umfassen vor allem Investitionen in die Feldesentwicklung der Felder Taurus/Libra, Raven und Giza/Fayoum.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

3. Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt T€ 26 (Vorjahr T€ 25). Die Gesellschaft verfügt über eine Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB von T€ 437.509 (Vorjahr T€ -). Das Ergebnis des laufenden Geschäftsjahres von T€ 744 (Vorjahr T€ -1) wird auf neue Rechnung vorgetragen.

4. Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen betreffen ägyptische Ertragsteuern für die Jahre 2016 (T€ 1.595) und 2017 (T€ 16.908). Diese sind von der staatlichen Ölgesellschaft - Egyptian General Petroleum Corporation (EGPC) für die DEA WND GmbH an die ägyptischen Finanzbehörden abzuführen.

5. Verbindlichkeiten

T€ 31.12.2017 davon mit einer Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr
31.12.2016 davon mit einer Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 124.262 124.262 - -
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 243.921 243.921 1 1

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von T€ 124.262 bestehen überwiegend aus Abgrenzungen für ausstehende Rechnungen für Ausgaben des Joint Ventures West Nile Delta mit dem Betriebsführer BP International Ltd., Kairo.

6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Verpflichtungen aus der Feldesentwicklung der Konzessionen North Alexandria und West Mediterranean Deep von T€ 291.900.

C. Erläuterungen zur Gewinn - und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse resultieren aus Erdgas und Kondensatverkäufen, die auf dem ägyptischen Markt abgesetzt wurden.

Feld/Konzession Gas mmscf Kondensat mbbl T€
Taurus / Libra 28.585 43 80.462
Libra Unit 3.591 4 10.060
Gesamt 32.176 47 90.522

2. Sonstige betriebliche Erträge

In den Sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung von T€ 1.641 enthalten

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von T€ 1.084 enthalten.

4. Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag setzen sich zusammen aus T€ 5.239 für 2015 und T€ 1.595 für 2016 sowie T€ 16.908 für das Jahr 2017.

D. Ergänzende Angaben

1. Mutterunternehmen

Die DEA Deutsche Erdoel AG, Hamburg stellt einen Konzernabschluss nach IFRS auf, in den der Jahresabschluss der DEA WND GmbH einbezogen wird. Der Konzernabschluss der DEA Deutsche Erdoel AG ist am Sitz der Gesellschaft, Überseering 40, 22297 Hamburg erhältlich. Der Konzernabschluss wird beim Betreiber des Bundesanzeigers elektronisch eingereicht und nach Einreichung im Bundesanzeiger bekannt gemacht. Das oberste Mutterunternehmen der Unternehmensgruppe ist die LetterOne Holdings S.A. (eingetragen in Luxemburg).

2. Zahlungsbericht

Die DEA WND GmbH wird in den Konzernabschluss der L1E Finance GmbH & Co. KG, Hamburg einbezogen. Entsprechend ist der Zahlungsbericht gemäß § 341s Abs. 2 HGB im Konzernzahlungsbericht der L1E Finance GmbH & Co. KG, Hamburg enthalten. Der Konzernzahlungsbericht wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

3. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag liegen nicht vor.

4. Geschäftsführung

Die folgenden Personen waren im Berichtsjahr Geschäftsführer der Gesellschaft:

Sylke Schauer, Hamburg (Leiterin Rechnungswesen und Steuern)

Dr. Thomas Kremski, Hamburg (Leiter Finanzen Norwegen)

bis zum 15.01.2018

Dirk Schöne, Hamburg (Leiter Controlling)

ab dem 16.01.2018

Alle Geschäftsführer sind bei der DEA Deutsche Erdoel AG angestellt und üben dort den oben angegebenen Beruf aus. Die Geschäftsführer haben für ihre Tätigkeit von der Gesellschaft keine Bezüge erhalten.

 

Hamburg, den 1. Februar 2018

DEA WND GmbH

Geschäftsführung

Sylke Schauer

Dirk Schöne

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2017

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Stand Anfang Berichtsjahr
T €
Zugänge durch Ausgliederung
T €
Zugänge
T €
Umbuchungen
T €
Abgänge
T €
Stand Ende Berichtsjahr
T €
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 62.263 62.263
  0 62.263 0 0 0 62.263
II. Sachanlagen            
1. Technische Anlagen und Maschinen   29.288   277.668   306.956
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung   5   186   191
3. Anlagen im Bau   533.168 291.947 -277.854   547.261
  0 562.461 291.947 0 0 854.408
  0 624.724 291.947 0 0 916.671
kumulierte Abschreibungen
Stand Anfang Berichtsjahr
T €
Zugänge durch Ausgliederung
T €
Abschreibungen Berichtsjahr
T €
Entnahmen für Abgänge
T €
Stand Ende Berichtsjahr
T €
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 48.786 649 0 49.435
  0 48.786 649 0 49.435
II. Sachanlagen          
1. Technische Anlagen und Maschinen   21.382 71.134   92.516
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung   2 45   47
3. Anlagen im Bau         0
  0 21.384 71.179 0 92.563
  0 70.170 71.828 0 141.998
Buchwert
Stand Ende Berichtsjahr
T €
Stand Ende Vorjahr
T €
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 12.828
  12.828 -
II. Sachanlagen    
1. Technische Anlagen und Maschinen 214.440  
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 144  
3. Anlagen im Bau 547.261  
  761.845 -
  774.673 -

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die DEA WND GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der DEA WND GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DEA WND GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2017 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017.

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lagebberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechen- des Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 9. März 2018

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thorsten Dzulko, Wirtschaftsprüfer

ppa. Helge Schäper, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2017 wurde am 19.4.2018 festgestellt.

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