Meiller Aufzugtüren GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Hebezeugen und Fördermitteln
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Godeke Michael Stomberg seit 24.4.2024 | Geschäftsführer |
Carolin Christin Nonaka seit 8.12.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Franz Xaver Meiller Fahrzeug- und Maschinenfabrik - GmbH & Co KGMünchenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022FRANZ XAVER MEILLER FAHRZEUG- UND MASCHINENFABRIK - GMBH & CO KG, MÜNCHENDie Franz Xaver Meiller Fahrzeug- und Maschinenfabrik - GmbH & Co KG ist ein traditionsreiches Münchener Familienunternehmen und befasst sich als Premiumanbieter mit der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von Kippern und Containerhandling-Systemen als Fahrzeugaufbauten und Anhänger. Die wichtigsten Absatzmärkte sind Europa und Afrika. Ein weiteres Geschäftsfeld ist die Herstellung und der Vertrieb von hochwertigen Aufzugtüren für Personen- und Lastenaufzüge. Die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns wird grundsätzlich beeinflusst durch das BIP-Wachstum in den einzelnen Märkten. Beim Fahrzeugbau spielen zusätzlich Investitionen in die Infrastruktur und die Entwicklung in der Entsorgungsbranche und im Bereich Aufzugtürenbau die Entwicklung des Hochbaumarktes eine besondere Rolle. Innerhalb des Konzerns wird der Bereich Fahrzeugbau mit seinen sieben ausländischen Tochtergesellschaften zentral von der Franz Xaver Meiller Fahrzeug- und Maschinenfabrik - GmbH & Co KG aus München gesteuert. Die Meiller Aufzugtüren GmbH ist ebenfalls eine Tochtergesellschaft, die jedoch mit ihren Produkten und Märkten vom Fahrzeugbau unabhängig ist. Der Konzern bietet im Bereich Fahrzeugbau europaweit einzigartig die Möglichkeit für den Kunden, Stahlbau, Hydraulik und Steuerungstechnik von demselben Hersteller zu beziehen. Die dadurch erreichte Kompatibilität zwischen Fahrzeug und Aufbau ist die Basis für Qualität und Zuverlässigkeit der Gesamtfahrzeuge und macht Meiller zum Marktführer in Europa. Die Hydraulikfertigung ist zentral bei der Franz Xaver Meiller Fahrzeug- und Maschinenfabrik - GmbH & Co KG im Kompetenzzentrum in München angesiedelt, der Stahlbau zentral bei der F. X. Meiller Slaný s.r.o. in Slaný/CZ konzentriert. Bei den Meiller Aufzugtüren liegt der Fokus auf der Herstellung und dem Vertrieb von Aufzugtüren für Sonderanlagen sowie in der Modernisierung von Aufzügen. Diese sind unter anderem Lasten- und Industrieaufzüge, Glas- und Designaufzüge sowie Aufzüge mit besonderen Anforderungen wie bei der Bahn sowie in vandalismus- und explosionsgeschützten Bereichen. Die Wettbewerbssituation für beide Bereiche ist neben wenigen überregionalen und teilweise internationalen auch durch eine Vielzahl lokaler Wettbewerber geprägt, die zum Teil auf einzelne Produktgruppen bzw. Marktsegmente spezialisiert sind. Dadurch entsteht ein starker Wettbewerb mit entsprechendem Preisdruck. I. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Mit dem Jahr 2022 liegt erneut ein Krisenjahr hinter der Automobilindustrie. Nachdem die Weltwirtschaft in den Vorjahren durch die Pandemie in Atem gehalten wurde, erschütterte Ende Februar 2022 der Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine Europa. Lieferkettenprobleme und der damit verbundene Materialmangel wirkten sich bei Nutzfahrzeugen dämpfend auf die Dynamik aus. Dadurch konnten viele Märkte das Erholungspotential nicht vollständig ausschöpfen. Im Laufe des Jahres trat die Energieversorgung in den Fokus, sowohl Gas als auch Strom verteuerten sich im Jahresverlauf dramatisch. Der Mix dieser Vielzahl von Herausforderungen spiegelte sich auch in den Erzeugerpreisen und der Verbraucherpreisinflation wider. Das Statistische Bundesamt meldete ein Anstieg der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte im Jahresdurchschnitt 2022 gegenüber dem Vorjahr um 32,9 Prozent. Das war die höchste gemessene Veränderung im Jahresdurchschnitt seit Beginn der Erhebung im Jahr 1949. All diese Probleme auf der Angebotsseite führten zu einem bisher nicht gesehenen Anstieg der Auftragsbestände und langen Lieferzeiten für Neufahrzeuge. Von den fünf größten europäischen Einzelmärkten konnten das Vereinigte Königreich (+10 Prozent; 40.700 Einheiten), Polen (+6 Prozent; 33.200 Einheiten) und Italien (+1 Prozent; 24.700 Einheiten) positive Wachstumsraten verzeichnen. Der französische Markt stagnierte (±0 Prozent; 43.600 Einheiten). In Deutschland wurden im Jahr 2022 insgesamt 71.300 schwere Nutzfahrzeuge über 6 Tonnen neu zugelassen, ein Rückgang von knapp 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Nachdem der Markt infolge der Corona-Pandemie 2020 massiv eingebrochen war, hatte er sich im Jahr 2021 etwas erholen können. Im vergangenen Jahr bremste die wirtschaftlich und geopolitisch angespannte Lage die Fortsetzung der Erholung aus. [Quelle: VDA] Der aufzugsrelevante Hochbau entwickelte sich in den ersten elf Monaten des Jahres 2022 in Deutschland im Umsatz nominal positiv (+10,6%) und preisbereinigt negativ (-5,2%). Der Auftragseingang lag nominal mit 0,8% über, preisbereinigt mit -13,2% jedoch deutlich unter dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Der Auftragseingang der Branche "Aufzüge und Fahrtreppen" lag in Deutschland bei neu zu installierenden Aufzügen bei einem nominalen Plus von 1,8% im ersten Halbjahr 2022, bei Modernisierungen nominal mit 8,6% über dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Er ist jedoch damit nach einem deutlichen Rückgang in 2021 von -11,7% noch nicht auf dem Niveau von 2020 zurück. II. Geschäftsverlauf In der MEILLER-Gruppe verharrte der Umsatz mit 381 Mio. EUR auf dem Niveau des Vorjahres. Im Teilkonzern Aufbauten stieg der Umsatz geringfügig um 2,7%, während der Absatz um 11,4% zurück gegangen ist. Grund für die Diskrepanz sind die langsam greifenden Preiserhöhungen auf der Vertriebsseite. Der Rückgang im Absatz ist geprägt durch den Wegfall des Geschäftes in Russland aufgrund der durch die EU verhängten Sanktion wegen des Ukraine-Krieges. Der weggefallene Markt in Russland bedeutet einen massiven Einbruch bei den Absatzzahlen der Hinterkipper, der massiv höher ausgefallen ist als erwartet; deutlich zurück gegangen sind ferner die Stückzahlen bei den Dreiseitenkippern, während bei den Anhängern das Niveau genauso halten werden konnte wie bei den Serviceleistungen und Komponenten für die Fahrzeugausstattung. Eine Steigerung gab es nur im Bereich der Containerwechselsysteme. Der Auftragseingang ging um rd. 19% auf 330 Mio. EUR zurück. Der Auftragsbestand ist zum Jahresende auf 226 Mio. EUR gestiegen. Trotz steigendem Wettbewerbs- und Preisdruck konnte der Unternehmensbereich Aufzugtüren seine Marktposition weiter ausbauen. Der Auftragseingang erhöhte sich um 2 % auf 70 Mio. EUR und lag über den Erwartungen. Der Auftragsbestand betrug am Jahresende 14 Mio. EUR, was einer Reichweite von 11 Wochen entspricht. Die Umsatzerlöse konnten um 10% auf 70 Mio. EUR gesteigert werden. In Deutschland betrug das Umsatzwachstum gegenüber Vorjahr 12%, im Ausland 5%. Im Vordergrund stand dabei die Intensivierung der Geschäftsbeziehungen mit unseren multinationalen Kunden, die mit 17% wuchsen. Die Betriebsleistung des Meiller Konzerns sank - analog zum Umsatz - leicht um 0,5% auf 385 Mio. EUR. Das Ergebnis nach Steuern sank dagegen um rd. 23 Mio. EUR auf -10 Mio. EUR. Einem besseren Ergebnis standen zunehmend steigende Materialkosten entgegen, die aufgrund des hohen Auftragsbestandes nicht an den Markt weitergegeben werden konnten. Das Ergebnis hat ferner die Entkonsolidierung unseres russischen Tochterunternehmens belastet. Insgesamt kann damit die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft im Jahr 2022 alles andere als zufriedenstellend beurteilt werden, auch wenn nochmals der Geschäftsbereich der Aufzugtüren deutlich zur Stabilisierung des Ergebnisses beigetragen hat. III. Ertragslage Die Analyse der Ertragslage erfolgt in Abweichung zur Gewinn- und Verlustrechnung nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten unter Berücksichtigung eines Betriebs-, Finanz- und eines neutralen Ergebnisses. Die Betriebsleistung bewegte sich mit 384,8 Mio. knapp unter der des Vorjahres (-1,9 Mio. EUR bzw. -0,5%). Wichtigster Ursache für die Reduktion ist der Umsatz (-1,6 Mio. EUR), gefolgt von dem im Vergleich zu 2021 geringerem Bestandsaufbau (-0,3 Mio. EUR). Die aktivierten Eigenleistungen bewegten sind mit 0,9 Mio. EUR auf dem Niveau des Vorjahres. Dem geringen Umsatzrückgang standen deutlich höhere Minderungen auf der Absatzseite sowohl bei den Aufbauten (-7,4%) als auch bei den Aufzugtüren (-2,2%) gegenüber. Grund für diese Diskrepanz sind starke Preiserhöhungen sowohl in 2022 selbst als auch Nachwirkungen über den Auftragsbestand aus 2021. Der nahezu unveränderten Betriebsleistung stand ein signifikant höherer Materialaufwand (+9%) gegenüber. Das Ansteigen der Materialaufwandsquote um 4,9%-Punkte auf 55,7% der Betriebsleistung ist im Wesentlichen auf deutlich gestiegene Einstandspreise bei hinterherhinkenden Verkaufspreisen zurückzuführen. Die Rohertragsmarge, bezogen auf die Betriebsleistung, fiel von 49,2% im Vorjahr auf 44,3%. Die betrieblichen Aufwendungen (Personalaufwand, Zeitarbeiter, Sachaufwendungen) entsprachen mit insgesamt 170,3 Mio. EUR denen des Vorjahres (168,9 Mio. EUR). Allerdings hat sich die Zusammensetzung geändert: 3,5 Mio. EUR höheren Sachaufwendungen stehen 2,1 Mio. EUR geringere Aufwendungen für Zeitarbeiter gegenüber. In den Sachaufwendungen spiegeln sich die um 2,0 Mio. EUR höheren Verluste aus Wechselkursen wider, ferner gab es größere Steigerungen bei den Werbekosten (wieder Messen nach dem Pandemiejahr 2021) und den Mieten bei gleichzeitig deutlich gesunkenen Garantiekosten und geringeren Aufwendungen für die Vorsorge verlustbehafteter Aufträge (-1,3 Mio. EUR). Der geringere Aufwand bei den Zeitarbeitern bezieht sich auf produktive Zeitarbeiter und ist Ausdruck einer verbesserten Produktivität. Die sonstigen betrieblichen Erträge fielen mit 5,3 Mio. EUR deutlich höher als im Vorjahr (3,7 Mio. EUR) aus. Hauptgrund sind die um 1,4 Mio. EUR gestiegenen Wechselkursgewinne. Die Abschreibungen betrugen 12,4 Mio. EUR, sie lagen damit 1,5 Mio. EUR über denen des Jahres 2021 (+14%). Der Anstieg erklärt sich aus der Ganzjahreswirkung 2022 eines im Laufe des Jahres 2021 produktiv gesetzten Universalbearbeitungszentrums bei der Meiller KG und der Produktivsetzung von drei großen Anlagen (u.a. eine Oberflächenanlage) durch Meiller Slany zum Jahresende 2022. Das Betriebsergebnis liegt mit rd. -6,7 Mio. EUR -21,0 Mio. EUR unter dem des Vorjahres und entspricht rd. -1,7 % der Betriebsleistung (Vorjahr rd. 3,7 %). Das Finanzergebnis bewegt sich mit -2,7 Mio. EUR deutlich über dem des Jahres 2021 (-4,1 Mio. EUR). Die Verbesserung in Höhe von 1,5 Mio. EUR erklärt sich aus dem geringeren Zinsaufwand bei den Pensionsrückstellungen (1,7 Mio. EUR). Weitere wesentliche Bestandteile sind der Zinsaufwand für die ausgereichten Darlehen der Gesellschafter sowie der Zinsaufwand aus der Kreditaufnahme bei den Banken zur Finanzierung der großen Investitionsprojekte wie der Anschaffung der Bearbeitungszentren für die Hydraulikfertigung bzw. dem Stanz- und Biegezentrum bei den Aufzugtüren, dem Werksneubau in Österreich, der Oberflächenanlage und den zwei Laserschweißanlagen in Tschechien. Das neutrale Ergebnis von -0,2 Mio. EUR hat sich gegenüber dem Vorjahr um 5,9 Mio. EUR verschlechtert. Es wird neben dem Aufwand für Abfindungen (-1,0 Mio. EUR) geprägt durch Einflüsse, die sich aus dem Konzernabschluss im engeren Sinne ergeben: die Entkonsolidierung unseres russischen Tochterunternehmens schlägt mit -1,7 Mio. EUR zu Buche, konsolidierungsbedingte Wechselkurseffekte mit weiteren -1,7 Mio. EUR. OOO Meiller Vostok wurde entkonsolidiert, da es aufgrund der massiven Kapitalverkehrsbeschränkungen nach heutiger Sachlage zu andauernden Beschränkungen kommt, die die Ausübung der Rechte des Konzerns auf das Vermögen der russischen Gesellschaft nachhaltig beinträchtigen. In der Folge wurde die Geschäftstätigkeit nahezu eingestellt und ist damit von untergeordneter Bedeutung für den Gesamtkonzern. Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2022 beläuft sich auf -10,3 EUR (Vorjahr +12,3 Mio. EUR). Er unterschreitet das Ergebnis, das im mittleren siebenstelligen negativen Bereich prognostiziert war im Wesentlichen wegen des schlechteren neutralen Ergebnisses und den im Umsatz fehlenden Preiserhöhungen. IV. Vermögens- und Finanzlage Die Vermögensstruktur zum 31.12.2022 mit 41,2 % langfristig gebundenem Vermögen, 44,5% kurzfristig gebundenem Vermögen und 14,3 % liquiden Mittel hat sich gegenüber dem Vorjahr zu Gunsten des langfristig gebundenen Vermögens deutlich verschoben (+4,9 %-Punkte). Der Anstieg ging im Wesentlichen zu Lasten der liquiden Mittel, deren Anteil um 3,9%-Punkte abgenommen hat. Die Bilanzsumme ist mit rd. 218,0 Mio. EUR ggü. dem Vorjahr (228,4 Mio. EUR) merklich gesunken. Abgenommen haben neben den Vorräten (-3,2 Mio. EUR) vor allem die sonstigen Vermögensgegenstände (-6,8 Mio. EUR). Letzteres hat seine Ursache im Geldeingang aus einer im Jahr 2021 verkauften Immobilie. Durch den Jahresüberschuss von -10,3 Mio. EUR und Entnahmen aus den Darlehenskonten der Gesellschafter verringert sich das bilanzanalytische Eigenkapital auf 91,4 Mio. EUR. Das bilanzanalytische Eigenkapital, das auch die Darlehenskonten der Gesellschafter beinhaltet, bewegt sich dabei trotz gesunkener Bilanzsumme mit 42,0% deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (48,1%). Für den Bau des Werkes in Österreich haben wir Investitionszuschüsse in Höhe von 1,5 Mio. EUR erhalten. Diese werden in der Bilanz nach der Bruttomethode (Ausweis der Investitionszuschüsse als gesonderter Posten auf der Passivseite) dargestellt. Die Auflösung erfolgt nach Maßgabe der von den vollen Anschaffungs- und Herstellungsaufwendungen berechneten Abschreibungen der mit dem Investitionszuschuss in Zusammenhang stehenden Anlagen. Das langfristige Fremdkapital, bestehend aus den Pensionsrückstellungen und den langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, hat sich mit 37,5 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr um -2,6 Mio. EUR abgesenkt und beträgt jetzt 17,2% der Bilanzsumme (Vorjahr 17,6%); die Pensionsrückstellungen sind dabei um -0,7 Mio. EUR auf 35,6 Mio. EUR zurückgegangen, aus langfristigen Bankverbindlichkeiten sind in Höhe von 2,0 Mio. EUR mittelfristige geworden. Das mittelfristige Fremdkapital besteht vorwiegend aus Bankverbindlichkeiten und hat mit einer Höhe von jetzt 21,0 Mio. EUR ggü. 2021 aufgrund von Kreditaufnahmen deutlich zugenommen (+8,0 Mio. EUR). Das kurzfristige Fremdkapital beträgt 66,7 Mio. EUR und hat sich damit ggü. 2021 (63,8 Mio. EUR) um 2,9 Mio. EUR erhöht. Es macht jetzt 30,6% der Bilanzsumme aus (Vorjahr 27,9%). Die Erhöhung kommt im Wesentlichen aus den sonstigen Rückstellungen (+2,3 Mio. EUR, hier insbesondere aus den Rückstellungen für verlustfreie Bewertung), den Bankverbindlichkeiten (+2,4 Mio. EUR, Aufnahme neuer Kredite 2022 mit Tilgung ab Januar 2023) und den sonstigen Verbindlichkeiten (+1,1 Mio. EUR mit Schwerpunkt Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer). Abgenommen haben die Steuerrückstellungen (-1,2 Mio. EUR) und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (-1,4 Mio. EUR). Der Anstieg des Anlagevermögens auf 89,9 Mio. EUR resultiert im Wesentlichen aus den 17,7 Mio. EUR Investitionen beim Sachanlagenvermögen bei gleichzeitigen Abschreibungen in Höhe von nur 10,5 Mio. EUR. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen bewegten sich die Zugänge mit 1,5 Mio. EUR unter dem Niveau der Abschreibungen (1,9 Mio. EUR). Bei den immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um Anzahlungen für die Software SAP S/4HANA sowie Softwareerweiterungen Dritter. Die Zugänge im Sachanlagevermögen betreffen vor allen den LAN-Ausbau in der Fertigung in München, die Anschaffung einer Strahlkabine im Werk Polen und die eines Flachbettlasers bei den Aufzugtüren. In unserem Stahlbauwerk in Tschechien wurde schwerpunktmäßig in eine KTL-Anlage sowie in Laser-Schweißroboter für Kippbrückenunterbauten und Hilfsrahmen investiert. Das Umlaufvermögen beträgt 127,5 Mio. EUR und liegt damit 17,3 Mio. EUR unter dem des Vorjahres. Gesunken sind sowohl die Vorräte (-3,2 Mio. EUR) als auch die sonstigen Vermögensgegenstände (-6,8 Mio. EUR). Gegenläufig entwickelten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+3,0 Mio. EUR). Der Bestand an liquiden Mitteln nahm um 10,3 Mio. EUR ab. Bei den Vorräten sind als Ursachen der Wegfall von gezielten Übernahmen von Konsignationslagerbeständen zu alten Preisen am Jahresende zu nennen (so erfolgt in 2021) und bei den sonstigen Vermögensgegenständen ist die Hauptursache der Geldeingang zu einer Kaufpreisforderung aus dem Verkauf einer Immobilie in Österreich. Beim Bestand an liquiden Mitteln genügte der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 1,8 Mio. EUR und die Erhöhung der Nettoverschuldung bei den Banken nicht, um das hohe Investitionsvolumen von 19,1 Mio. EUR zu kompensieren. Der Meiller Konzern ist bezüglich der Forderungen in seinem operativen Geschäft Ausfallrisiken ausgesetzt, denen ein intensives Forderungsmanagement gegenübersteht. Vor Aufnahme sowie im Verlauf einer Geschäftsverbindung wird regelmäßig die Kreditwürdigkeit unserer Kunden geprüft. Aufgrund des geringen Fremdwährungsgeschäfts und den Euro-basierten Verkaufspreisen besteht nur ein geringes Währungsrisiko. Zur Unterstützung des operativen Geschäfts stehen dem Konzern ausreichend Kreditlinien zur Verfügung. Alle wesentlichen Bankgeschäfte werden mit einem ausgewählten Kreis erstklassiger internationaler und deutscher Geschäftsbanken getätigt, zu welchen langfristig angelegte Beziehungen bestehen. Die finanziellen Mittel werden durch die Franz Xaver Meiller Fahrzeug- und Maschinenfabrik - GmbH & Co KG zentral gemanagt. Die wirtschaftliche Lage der Unternehmensgruppe ist insgesamt als gut zu bezeichnen. Der Konzern war und ist jederzeit in der Lage seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Insbesondere durch die solide Finanzierung und Liquiditätsausstattung ist das Unternehmen vorbereitet, um künftiges Wachstum zu finanzieren wie auch mögliche Rückschläge zu verkraften. V. Entwicklung und Konstruktion *) Dieser Abschnitt ist mit Ausnahme der Angaben zum Faktoreinsatz kein prüfungspflichtiger Bestandteil des Lageberichts. 2022 waren im Bereich Entwicklung und Konstruktion im Meiller Konzern 92 Mitarbeiter (2021: 90 Mitarbeiter) beschäftigt. Die Entwicklungsaufwendungen beliefen sich auf rund 16,1 Mio. EUR (Vorjahr 14,5 Mio. EUR). Darin enthalten waren 1,1 Mio. EUR Fremdleistungen (Vorjahr 0,7 Mio. EUR). Der Schwerpunkt der Entwicklungsaktivitäten lag auch 2022 in der Überarbeitung der neuen Dreiseitenkipper-Generation. Alle Baureihen werden insbesondere hinsichtlich Nutzlast, Funktionalität, Sicherheit und einer modularen Bauweise optimiert. Dazu wurden neue Fertigungstechnologien entwickelt und eine Flotte an Feldtest-Fahrzeugen an ausgewählte Kunden ausgeliefert. Im Segment Containerhandlingsysteme wurden neue Entwicklungsprojekte zur Modularisierung der Absetz- und Abrollkipper umgesetzt. Durch schraubbare Verlängerungs- und Befestigungsmodule wurden die Aufbauten noch besser auf unterschiedliche Chassis- und Containermaße adaptiert. Das vereinfacht den Aufbau in Partnerwerkstätten zusätzlich. Die i.s.a.r.-control® 3 Funkfernsteuerung wurde um zusätzliche Anwendungen und Funktionalitäten erweitert, unter anderem mit einer mobilen Diagnose-App, welche Aufbau- und Servicepartnern umfassende Parametrier- und Diagnosemöglichkeiten bietet. Bei den Aufzugtüren waren Entwicklungsschwerpunkte die Qualifizierung zusätzlicher Hersteller für Türantriebe, die Weiterentwicklung der Türsteuerungssoftware, eine neue Türblattvariante für Schiebetüren und die Erweiterung des Produktprogramms der Hubtore um eine Kabinentür in explosionsgeschützter Ausführung. VI. Produktion und Materialwirtschaft *) Dieser Abschnitt ist kein prüfungspflichtiger Bestandteil des Lageberichts. In 2022 wurden die Werke ständig an die dynamischen Marktgegebenheiten angepasst. Im Fokus stand die Synchronisierung des gesamten Werksverbunds mit der Produktion der OEM-Partner sowie die Sicherstellung einer ausreichenden Eindeckung von Roh- und Kaufteilen. Weiterhin planen die Werke ihre Auslastung rollierend auf Wochenbasis und nutzen die gesamte Bandbreite der verfügbaren Maßnahmen zur Flexibilisierung des Personaleinsatzes. Als neue Herausforderung kam in 2022 die extreme Inflation bei Energieträgern hinzu. Alle MEILLER-Werke haben kurzfristig zahlreiche Maßnahmen zur Energieeinsparung getroffen und eine Reduzierung des Gasverbrauchs um ca. ein Drittel im Vergleich zum Vorjahr erreicht. Das MEILLER-Produktionssystem wurde weiter optimiert. Konkret stand 2022 die Installation einer modernen KTL-Anlage und die Automatisierung der Schweißtechnik (u.a. Laserschweißroboter) in der Tochtergesellschaft in Tschechien im Vordergrund. In München waren wesentliche Aktivitäten die Optimierung der Montage-Rollenbahn für Abrollkipper-Aufbauten sowie die Vorbereitung der nächsten Investitionen in Energieeffizienz (u.a. Wärmerückgewinnung) und die Modernisierung der Härterei. Rückverlagerungen aus Asien nach Europa brachten mehr Versorgungssicherheit aber dadurch auch erhöhte Kosten mit sich. Die anhaltende Allokationsphase im Halbleitermarkt (Stichwort Chip) verstärkte ebenfalls die Auswirkung, so dass Produktionsvolumen bei Bremsenherstellern aber auch Lieferanten für Elektronik (z.B. Fernsteuerungen) nicht in dem Maß geliefert werden konnten, wie das erforderlich gewesen wäre. Die Versorgungslage im Stahl war 2022 stabil, jedoch auf hohem Preisniveau. In allen anderen Warengruppen für direkte Materialien wurden wir lieferantenseitig mit gestiegenen Energiekosten konfrontiert, was die Warenlieferungen teilweise stark verteuerte aber auch aufgrund von bindenden Vereinbarungen abgewendet werden konnten. Das Risikomanagement wurde weiterhin zur Überwachung aller Lieferketten verstärkt eingesetzt. Zu Ende 2022 zeichneten wenige Wirtschaftsindikatoren eine Entspannung im Beschaffungsmarkt ab. VII. Personal- und Sozialbereich *) Dieser Abschnitt ist mit Ausnahme der Angaben zum Personalaufwand kein prüfungspflichtiger Bestandteil des Lageberichts. Der Personalaufwand im Geschäftsjahr betrug 101,8 Mio. EUR (Vorjahr 101,3 Mio. EUR). Dabei entfielen auf soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 18,7 Mio. EUR (Vorjahr 19,1 Mio. EUR). Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl der Stammbelegschaft betrug 1.727 Personen (Vorjahr 1.752 Personen). Dank des Engagements und der Flexibilität aller Beschäftigten konnten die vielfältigen Herausforderungen des abgelaufenen Geschäftsjahres bewältigt werden. Hierzu zählt bei den Auslastungsschwankungen die flexible Anpassung zur Sicherstellung der Lieferzeiten bei gleichzeitig hoher Liefertreue und Qualität. Neben der Stammbelegschaft werden Zeitarbeitskräfte eingesetzt. Der Einsatz hat vor allem den Zweck, die durch den Markt verursachten Schwankungen des Kapazitätsbedarfs zeitlich befristet auszugleichen. Insgesamt wurden im Durchschnitt rd. 301 Zeitarbeiter eingesetzt. Die Anzahl der Auszubildenden lag bei durchschnittlich 36. Dabei wird sowohl in den technischen Berufen (z.B. Industriemechaniker (m/w/d), Fahrzeugbauer (m/w/d)) wie auch in kaufmännischen Berufen (z.B. Industriekaufmann (m/w/d)) ausgebildet. Die Absolventen lagen mit ihren Abschlussnoten wieder deutlich über dem Notendurchschnitt vergleichbarer Absolventen. Allen Auszubildenden wurden nach erfolgreichem Abschluss ein Anstellungsverhältnis angeboten. Die kontinuierliche fachliche und persönliche Weiterbildung stand bei den Mitarbeitern und Führungskräften hoch im Kurs. Neben der fachlichen Qualifikation war ein Schwerpunkt die Mitarbeiterführung. Auch das Jahr 2022 stand im Zeichen der Coronavirus-Pandemie. Um die Gesundheit der Beschäftigten zu schützen, haben wir flächendeckend umfangreiche Hygienekonzepte umgesetzt. Ab November 2022 haben wir darüber hinaus wieder Impfungen mit dem neuen Wirkstoff anbieten können. Auch unser Angebot zum Mobilen Arbeiten wurde von der Belegschaft intensiv genutzt. Die in Deutschland tarifvertraglich vorgesehene Inflationsausgleichsprämie zur Abfederung der enormen Preissteigerungen haben wir bereits vorzeitig an unsere Mitarbeiter in en deutschen Standorten im Dezember 2022 ausgezahlt. VIII. Qualität und Umwelt *) Dieser Abschnitt ist kein prüfungspflichtiger Bestandteil des Lageberichts. Im Jahr 2022 wurde erfolgreich ein Überwachungsaudit nach ISO 9001:2015 und VDA 6.1:2016 durch den TÜV Süd in den Fahrzeugbaustandorten München, Karlsruhe, Slany, Niepolomice und Erstein durchgeführt. Weitere Audits mit Zertifikaten wurden erfolgreich durchgeführt z.B. UTAC in Frankreich und Schweißzertifikat DIN EN 3834-2 in München. Im Reklamationsmanagement konnten weitere Verbesserungen durch die Etablierung eines Q-Ticket Systems im Sinne des PDCA-Zyklus erreicht werden. Alle Feld- und internen Reklamationen werden digital erfasst, bewertet und anschließend strukturiert unter Anwendung der Qualitätstechniken 8 D, 5 Why, Ishikawa etc. nachhaltig gelöst. Im Umweltmanagementsystem nach ISO 14001:2015 und EMAS wurden die Erfassung und Bewertung der betrieblichen Tätigkeiten hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Umwelt weiterentwickelt. Mit einem Revalidierungsaudit gemäß ISO 14001:2015 und EMAS wurde das Umweltmanagementsystem in 2022 erfolgreich überprüft. IX. Chancen- und Risikobericht Durch die Nähe zum Markt, die enge Zusammenarbeit mit den westlichen LKW-Herstellern und den großen Aufzugherstellern sowie die aktive Mitarbeit in den für die Gesellschaft wichtigen Verbänden erkennen wir frühzeitig Veränderungen und sind somit in der Lage, uns auf die zukünftigen Entwicklungen einzustellen. Im Folgenden werden Risiken beschrieben, die nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage des Unternehmens haben können. Das Geschäftsumfeld wird weltweit durch die Rahmenbedingungen in vielen nationalen Volkswirtschaften beeinflusst. So wirken sich die geopolitischen Krisenherde, insbesondere der Angriff Russlands auf die Ukraine, die Entwicklung der Öl- und Gaspreise und die hohen Staatsverschuldungen in manchen Ländern nachteilig auf die Konjunktur sowie auf die Investitionsbudgets der Verwaltungen in Infrastrukturmaßnahmen aus. Handelskonflikte mit drohenden Zöllen und Mengenbeschränkungen für Rohmaterial und für verkaufsfähige Produkte sind bedeutende Risiken für den Erfolg der Geschäftstätigkeit. Als Folge davon kann sich der Absatz unserer Produkte in die betroffenen Märkte ändern und damit unmittelbaren Einfluss auf das Ergebnis haben. Die Verfügbarkeit von LKW-Chassis und anderer Vormaterialien kann im Segment Aufbauten den Absatz einschränken. Wir erwarten keine unmittelbaren Probleme für das Segment Aufzugtüren, weder auf Kundennoch Lieferantenseite. Die Preiserhöhungen auf wesentlichen Feldern des Rohmaterialeinkaufs setzen sich mit reduziertem Tempo fort. Hinzu kommen die Entwicklungen der wichtigen Kostenfaktoren in den Bereichen Transport, Energie sowie Löhnen und Gehältern. Die Weiterwälzung der Effekte in die Produktpreise gestaltet sich angesichts der Höhe und Geschwindigkeit der Preisänderungen sehr herausfordernd, auch wegen der intensiven Wettbewerbssituation auf unseren Absatzmärkten und den hohen Auftragsbeständen. Die mengenmäßige Versorgung ist weitgehend über unsere langfristigen Lieferbeziehungen zu Schlüssel-Lieferanten und aktuell einer grundsätzlich längeren Vertragsdauer gesichert. Sie unterliegt einem laufenden Monitoring. Als kritisch erkannte Lieferantenbeziehungen werden gezielt diversifiziert. Dennoch kam es 2022 vereinzelt zu Force Majeure Anzeigen unserer Lieferanten, bedingt durch die Chip-Krise sowie Corona-bedingten Werksschließungen und Einschränkungen in den Transport-Kapazitäten. Produktrisiken begegnen wir mit einem effektiven Qualitätsmanagementsystem. Dieses reduziert das Risiko einer Inanspruchnahme aus Haftung und vermindert Reputationsrisiken im Markt. Verbleibende Haftungsrisiken sind Versicherungen gegenübergestellt. Gleiches gilt für größere Schadensfälle in Bezug auf Produktionsrisiken und Angriffen auf die IT-Infrastruktur. Ein Konzept zur Absicherung gegen die Risken aus Cyber-Kriminalität befindet sich in Umsetzung; die Einzelbereiche werden sukzessive einer Risikobeurteilung unterzogen und entsprechende Maßnahmen ausgelöst. Die Einführung von für MEILLER neuen Technologien (bspw. kathodische Tauchlackierung, Laser-Schweißen) und neuer Software (bspw. SAP S/4) birgt immer Risiken für die laufende Produktion. Falls die Funktionalität nach Start nicht wie geplant zur Verfügung steht, kann es zu Lieferverzug mit negativen Auswirkungen auf die Reputation, zu Pönalen und zu Umsatz- und Ergebniseinbußen kommen. Zur Beherrschung dieser Risiken setzen wir auf umfangreiche Tests (bspw. von mit neuen Technologien hergestellten Produkten im Dauerversuch und im Feldtest) bzw. funktionale und Integrationstests durch die geschulten Anwender selbst (Software). Das Risiko einer Gas-Mangellage, das im Sommer 2022 akut erschien, ist auch in 2023 ein zumindest denkbares Szenario. Der MEILLER-Konzern hat bereits im Frühjahr 2022 seine Anstrengungen zur Effizienzsteigerung in der Nutzung von Erdgas verstärkt und konnte durch technische und organisatorische Maßnahmen ca. 28% des Verbrauchs je produzierter Einheit im Vergleich zum Vorjahr einsparen. In 2023 wirken zusätzlich Maßnahmen mit Investitionsvorlaufzeit, die in 2022 initiiert wurden (bspw. Rekuperation industrieller Abwärme). Von einer Umrüstung auf heizöl- statt erdgas-betriebenen Anlagen wird abgesehen aufgrund des unausgewogenen Kosten-/Nutzen-Verhältnisses (hohe Investitionen stehen voraussichtlich beschränktem Nutzen bei tatsächlicher Gas-Mangellage gegenüber). Verstöße gegen gesetzliche Regelungen bergen neben einem erheblichen Reputationsverlust ein hohes Risiko an Strafzahlungen und Bußgeldern. Im Rahmen des Risikomanagements wird das Compliance-Regelwerk regelmäßig auf seine Wirksamkeit geprüft, weiterentwickelt und geschult. Die Exportkontroll-Organisation und Tax-Compliance ist etabliert und sichert Gesetzeskonformität ab. Damit wird auch eine Anforderung unserer globalen Kunden erfüllt. Die laufende Evaluierung der identifizierten Risikopotentiale und Durchführung präventiver Maßnahmen soll Schäden vom Unternehmen, den Organen und den Mitarbeitern abwenden. Im Segment Aufbauten: Das Monitoring der verfügbaren LKW-Chassis nimmt in der Steuerung der Produktionskapazitäten weiter breiten Raum ein. Chancen auf unseren internationalen Absatzmärkten ergeben sich immer wieder durch den hohen Bekanntheitsgrad und die große Akzeptanz der MEILLER-Produkte bei den Endkunden. Dies wird durch den hohen Qualitätsstandard, die den Kundenanforderungen entsprechende Funktionalität und die permanente Innovation der Produkte erreicht. Im Segment Aufzugtüren: Der Wettbewerb in den europäischen Märkten hat die Verkaufspreise für einfache Standardaufzüge auf ein niedriges Niveau gebracht. In Erwartung einer weiter zunehmenden Marktstärke der Konzerne arbeitet das Unternehmen sein Profil als Nischenanbieter im oberen und mittleren Marktsegment weiter heraus, sucht gezielt weitere Nischen und verstärkt sein Engagement im Modernisierungsgeschäft. Dieses Konzept wird konsequent und gezielt in hochpreisige und anspruchsvolle Auslandsmärkte getragen. Durch Differenzierung ihrer Produkt- und Vertriebsstrategie zwischen KMU und OEM wird sich MEILLER als kompetenter Problemlöser bei den Konzernen etablieren. Der Aufbau von Geschäftsbeziehungen in Großbritannien, Frankreich, Polen, Dänemark, Australien und weiteren internationalen Märkten, die Entwicklung von neuen Kunden in den traditionellen Märkten sowie der Aufbau des Internetvertriebs ist die Grundlage für nachhaltiges Wachstum in der Zukunft. Mit einer Reihe neuer Produkte und Lösungen baut das Unternehmen derzeit ein Profil als Technologiepartner und Problemlöser -auch international- im Modernisierungsmarkt auf. Auf Grundlage des regelmäßig durchgeführten Monitorings, auch der laufenden Beobachtung des Verlaufs der Corona-Krise, stufen wir die aktuelle Risikolage als beherrschbar ein. Wir gehen davon aus, dass der Konzern keinen bestandsgefährdenden Risiken ausgesetzt ist und eine stabil positive Liquiditätslage im Jahresverlauf aufweist. X. Prognose Aufgrund des hohen Auftragsbestandes ergibt sich ein Ergebnisrisiko nur aus zu geringer Ausbringung aufgrund mangelnder Chassis-Verfügbarkeit, Lieferkettenproblemen und krankheitsbedingter fehlender Personalverfügbarkeit sowie im Verfehlen der Produktivitätsziele. Die Entwicklung der Materialeinstandspreise bewegt sich aktuell auf dem Niveau unserer Erwartungen, die Energiepreise entwickeln sich besser als geplant. Trotz der erheblichen Veränderungsgeschwindigkeit im Umfeld des Unternehmens gehen wir davon aus, dass die Risiken durch das installierte Managementsystem sowie die getroffenen und angepassten Maßnahmen zu beherrschen sind. Der Umsatz, als der wesentliche finanzielle Leistungsindikator, wird bei 435 Mio. EUR erwartet (+14% ggü. 2022), dazu prognostizieren wir ein Ergebnis um die 10 Mio. EUR für den Konzern in 2023.
München, den 21. Juni 2023 Dr. Daniel Böhmer Jürgen Hamann Dr. Sebastian Simon BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022FRANZ XAVER MEILLER FAHRZEUG- UND MASCHINENFABRIK - GMBH & CO KG, MÜNCHENAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022FRANZ XAVER MEILLER FAHRZEUG- UND MASCHINENFABRIK - GMBH & CO KG, MÜNCHENI. AUFSTELLUNGS- UND GLIEDERUNGSVORSCHRIFTEN Die Franz Xaver Meiller Fahrzeug- und Maschinenfabrik GmbH & Co KG ist gemäß § 290 Abs. 1 HGB verpflichtet, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen. In den Konzernabschluss werden sämtliche Tochterunternehmen einbezogen. Der vorliegende Konzernabschluss zum 31.12.2022 ist nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen haben ihre Jahresabschlüsse auf den Stichtag des Mutterunternehmens zum 31.12.2022 aufgestellt. Die Konzernbilanz und die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den Bestimmungen der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Die Konzern-Kapitalflussrechnung entspricht dem Deutschen Rechnungslegungsstandard (DRS 21, indirekte Methode). Der Konzern-Eigenkapitalspiegel richtet sich nach dem Deutschen Rechnungslegungsstandard DRS 22. II. BETEILIGUNGS- UND KONSOLIDIERUNGSKREIS 1. Aufstellung des Anteilsbesitzes Neben der Franz Xaver Meiller Fahrzeug- und Maschinenfabrik GmbH & Co. KG als Mutterunternehmen werden in den Konzernabschluss der Franz Xaver Meiller Fahrzeug- und Maschinenfabrik GmbH & Co. KG zum 31. Dezember 2022 noch folgende Unternehmen einbezogen:
Aufgrund der massiven Kapitalverkehrsbeschränkungen kommt es zu erheblichen und nach heutiger Sachlage andauernden Beschränkungen, die die Ausübung der Rechte der Franz Xaver Meiller Fahrzeug- und Maschinenfabrik GmbH & Co. KG in Bezug auf das Vermögen der OOO Meiller Vostok, Moskau nachhaltig beeinträchtigen. Aus diesem Grund wird die OOO Meiller Vostok nicht mehr in den Konsolidierungskreis einbezogen und zum 31.12.2022 entkonsolidiert. Die Meiller GmbH, Oed-Oehling, ehemals 100-Prozentiges Tochterunternehmen der Franz Xaver Meiller Fahrzeug- und Maschinenfabrik GmbH & Co. KG war in 2017 an die Meiller International GmbH, München, zum Buchwert veräußert worden. Das ehemals 100-Prozentige Tochterunternehmen F. X. Meiller Praha s.r.o., Prag, wurde per 01.01.2015 auf die F. X. Meiller Slany s.r.o., Slany, verschmolzen. Die F. X. Meiller Praha s.r.o hielt bis dahin 99% der Anteile an der F. X. Meiller Slany s.r.o. 2. Konsolidierungsmethoden Kapitalkonsolidierung Entsprechend § 301 HGB wurden die der Muttergesellschaft (Meiller KG) gehörenden Anteile an den in die Konzernbilanz einbezogenen Tochterunternehmen (F. X. Meiller Slany s.r.o., Slany, Meiller Aufzugtüren GmbH, München, Meiller s.a.r.l., Lipsheim, Meiller Polska spólka z o.o., Krakau, Meiller International GmbH, München) sowie den Enkelgesellschaften (Meiller GmbH, Oed-Oehling, Boweld Truck Bodies Ltd., Holywell, Schweiz AG, Rüthi und Meiller Iberia S.L., Madrid) mit den auf diese entfallenden Beträgen des Eigenkapitals verrechnet. Bei allen Konsolidierungen handelt es sich um Folgekonsolidierungen. Die im Jahr der Erstkonsolidierung entstandenen Unterschiedsbeträge wurden im vorliegenden Konzernabschluss fortgeführt. Der aktivische Unterschiedsbetrag bei Meiller Polska spólka z o.o. resultiert aus unterschiedlichen Wechselkursen zum Zeitpunkt der Kapitaleinzahlung und der Erstellung der Eröffnungsbilanz. Die Unterschiedsbeträge wurden als immaterielles Anlagevermögen aktiviert und über 4 Jahre abgeschrieben. Der aktivische Unterschiedsbetrag bei der Boweld Truck Bodies Ltd. stellt einen derivativen Firmenwert dar, den die Meiller International für das technische KnowHow bezahlt hat, Hinterkipper ohne Hilfsrahmen bauen zu können. Dieser wird analog dem geschätzten Produktlebenszyklus des Hinterkippers auf 12 Jahre abgeschrieben. Aufgrund einer nachträglichen Kaufpreisanpassung im Berichtsjahr kam es zu einer Aufstockung des Firmenwertes. Der passive Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung resultiert aus nachträglichen Änderungen sowohl des Beteiligungsansatzes (Aktivierung von nachträglichen Anschaffungskosten) als auch des darauf entfallenden Eigenkapitals (Gewinnvortrag) im Zeitraum zwischen der Einbringung des Geschäftsbereiches Aufzugtüren in die neue Meiller Aufzugtüren GmbH und dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung der Gesellschaft. Schuldenkonsolidierung Bei der Schuldenkonsolidierung wurden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den im Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gegeneinander aufgerechnet. Aufwands- und Ertragskonsolidierung Innerhalb des Konzerns bedingte Aufwendungen und Erträge wurden saldiert, sofern die Beträge für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht von untergeordneter Bedeutung waren (Wesentlichkeit). Bis zum 31.12.2021 wurden Währungsgewinne, -verluste aus konzerninternen Geschäften generell ergebniswirksam eliminiert und in den Folgejahren vorgetragen. Die Auflösung des Vortrages passierte erst im Rahmen einer eventuellen Entkonsolidierung. Mit dem Geschäftsjahr erfolgte eine Änderung der Vorgehensweise dahingehend, dass nur noch konzerninterne Geschäfte, die über das Geschäftsjahresende hinweg nicht abgeschlossen sind, so behandelt werden. Alle Vorträge aus abgeschlossenen Geschäften wurden daher zum 01.01.2022 ergebniswirksam aufgelöst. Behandlung der Zwischenergebnisse Zwischenergebnisse, die auf Lieferungen und Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beruhen, wurden, soweit sie entstanden sind, im vorliegenden Konzernabschluss eliminiert, sofern sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. III. BILANZ, GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind bewertet zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um Abschreibungen bilanziert. Es wurden sowohl planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode als auch nach der degressiven Methode vorgenommen. Eine darüberhinausgehende Änderung der Bewertungs- und Abschreibungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten vermindert um Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. Bei der Bewertung des Umlaufvermögens wurde das Niederstwertprinzip beachtet. Die eigenen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den unmittelbar zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Materialgemeinkosten und Fertigungsgemeinkosten Berücksichtigung fanden. Bestandsrisiken bei Vorräten ist durch angemessene Bewertungsabschläge Rechnung getragen. Die Abschläge erfolgten nach einem System von Wertstufen auf Basis der Reichweite. Außerdem wurden Abwertungen insbesondere zur Abdeckung des technischen Risikos vorgenommen. Fremdkapitalzinsen wurden bei der Ermittlung der Herstellungskosten nicht berücksichtigt. Die Forderungen kamen zu Nennwerten zum Ansatz unter Berücksichtigung angemessener Wertberichtigungen. Flüssige Mittel bzw. sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten ausgewiesen. Die ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sämtlich eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Rechnungsabgrenzungsposten wurden zeitanteilig gebildet. Die latenten Steuern resultieren aus erfolgswirksamen Konsolidierungsmaßnahmen, auf die der landesspezifische Steuersatz (19% bis 25%) angewendet wurde. Passive latente Steuern (€ 249.312,89) ergeben sich aus der Zwischengewinneliminierung (€ 51.198,53) sowie aus dem Einzelabschluss Boweld Truck Bodies Limited (€ 46.850,47) und der Überleitung zur Handelsbilanz II der Meiller GmbH, Oed-Oehling (€ 151.263,89), aktive latente Steuern sind keine bilanziert. Auf eine Überleitungsrechnung gem. DRS 18 Tz. 67 wurde verzichtet. Das Kommanditkapital entspricht der Eintragung im Handelsregister, die Gewinnrücklage den Gesellschafterbeschlüssen bzw. der Regelung im Gesellschaftsvertrag. Die Rückstellungen sind vorsichtig bemessen und in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben bzw. zehn Jahre abgezinst. Pensionsrückstellungen sowie Rückstellungen für Altersteilzeit sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. 2. Währungsumrechnung Im vorliegenden Abschluss wurden auf fremde Währung lautende Bilanzpositionen der Einzelabschlüsse zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Eine Ausnahme stellt das Eigenkapital dar, das zum historischen Kurs in Euro umgerechnet wurde. In den Einzelabschlüssen sind Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet worden. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind zum Anschaffungskurs oder dem jeweils ungünstigeren Kurs am Abschlussstichtag bewertet. 3. Angaben zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zu diesem Anhang (Anlage 5a) dargestellt. Latente Steuern Von dem Wahlrecht, aktive Steuerabgrenzungen nicht zu bilanzieren, wurde in den Einzelabschlüssen Gebrauch gemacht. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Pensionsrückstellungen umfassen die vertraglichen Versorgungsansprüche der aktiven und ehemaligen Mitarbeiter und deren Witwen. Die Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach der versicherungsmathematischen Teilwertmethode gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt: durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,78% für eine Laufzeit von 15 Jahren der von der Deutschen Bundesbank bekanntgemacht wurde. Rententrend von 2,2% nach den Erfahrungswerten aus der Vergangenheit Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G" Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 1.612. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt. Die Erhöhung der Pensionsrückstellungen aufgrund des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) beträgt T€ 5.736 (Unterschiedsbetrag). Unter Nutzung des Wahlrechts gem. Art. 67 Abs. 1 EGHGB wurde die Erhöhung auf 15 Jahre verteilt. Die Zuführung für das Jahr 2022 beträgt T€ 382. Der verbleibende Unterschiedsbetrag zum 31.12.2022 ist T€ 765 (Art. 67 Abs. 2 EGHGB). Gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen, welche dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen dienen, mit den dazugehörigen Pensionsverpflichtungen in Höhe von insgesamt T€ 149 verrechnet. Der verrechnete Wert entspricht dem beizulegenden Wert. Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Prämien/Tantiemen, Resturlaub und Gleitzeitüberhänge, Altersteilzeit; Abfindungen sowie Rückstellungen für Gewährleistungen und Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Die abgetretenen Bankvermögen zur Insolvenzsicherung der Altersteilzeit- bzw. Bildungsteilzeitverpflichtungen dienen ausschließlich der Erfüllung dieser Verpflichtungen und sind dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen, so dass diese Planvermögen in Höhe ihrer Nominalwerte (= beizulegende Werte) von T€ 600 mit der Rückstellung für Altersteilzeit verrechnet wurden. Die Erträge aufgrund dieser Planvermögen wurden in voller Höhe (T€ 0) bzw. (T€ 37) mit den Aufwendungen aus der Verzinsung der Altersteilzeitrückstellung verrechnet. Verbindlichkeiten: Restlaufzeit zum 31.12.2022
Restlaufzeit zum 31.12.2021
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten mit T€ 4.320 Verbindlichkeiten aus Steuern und mit T€ 800 Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit. 4. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Die Währungsumrechnung aller Aufwendungen und Erträge der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften erfolgte nach der modifizierten Stichtagsmethode. Mit der Umrechnung auf einen monatsweise ermittelten Durchschnittskurs wird den im Zeitablauf eines Berichtsjahres erheblichen Kursschwankungen Rechnung getragen und eine zeitgenauere Konsolidierung der Konzernverrechnungen mit den Tochtergesellschaften, die nicht in Euro bilanzieren, erreicht. Unterschiedsbeträge aus Währungskursdifferenzen werden regelmäßig als Unterposition zum Eigenkapital (VI. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung) erfasst. Umsatzerlöse Diese Erlöse betreffen Umsätze im Inland in Höhe von 239,3 Mio. € (Vj. 236,2 Mio. €), ins EU-Ausland in Höhe von 117,2 Mio. € (Vj. 112,9 Mio. €) und in Drittländer in Höhe von 24,7 Mio. € (Vj. 34,3 Mio. €). Der Umsatzanteil der Aufbauten beträgt 82,0% (Vj. 83,5%), der Rest entfällt jeweils auf Aufzugtüren. Sonstige betrieblichen Erträge Enthalten sind insbesondere Erträge aus Wechselkursgewinnen (2,9 Mio. €). Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gem. § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB und § 285 Nr. 17 HGB (befreiende Angabe für in den Konzern einbezogene Töchter) für Dienstleistungen des Abschlussprüfers Honorare erfasst in Höhe von T€ 337, davon für Abschlussprüfung T€ 234 (davon Leistungen, die die Vorjahre betreffen: T€ 18). Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen wird auch die Zuführung des anteiligen Unterschiedsbetrages (1/15) in Höhe von T€ 382 für das Geschäftsjahr 2022, der sich aufgrund der Neubewertung der Pensionsrückstellungen unter Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) ergibt, ausgewiesen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungskursverlusten in Höhe von 3,4 Mio. € enthalten. Die Abschreibungen beinhalten die Abschreibungen auf den Firmenwert, der beim Kauf von Boweld Truck Bodies Limited, Holywell in 2017 entstanden ist. IV. ERGÄNZENDE ANGABEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG Definition Finanzmittelfonds Der Finanzmittelfonds besteht aus dem Bilanzposten Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände. V. SONSTIGE ANGABEN Durchschnittlich beschäftigte Mitarbeiter:
Gesamtbezüge Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung der Meiller KG für die Tätigkeit im Geschäftsjahr betrugen T€ 1.324 (Vj. T€ 1.454). Für frühere Geschäftsführer und deren Hinterbliebene bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 3.830 (Vj. T€ 4.050). Die im Geschäftsjahr an frühere Geschäftsführer und deren Hinterbliebene gezahlten Gesamtbezüge betrugen T€ 347 (Vj. T€ 347). Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB Im Hinblick auf die Tochtergesellschaften Meiller Aufzugtüren GmbH, München und Meiller International, München, kommt die Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB zur Anwendung. Gemäß § 264b HGB macht die Franz Xaver Meiller Fahrzeug- und Maschinenfabrik GmbH & Co KG von der Befreiung der Offenlegung des Jahresabschlusses Gebrauch. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Inanspruchnahme aus Bürgschaften, Rückkaufverpflichtungen und Avalen schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Nachtragsbericht Ereignisse nach dem Stichtag mit besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft haben nicht stattgefunden.
München, 21. Juni 2023 Franz Xaver Meiller Fahrzeug- und Maschinenfabrik GmbH & Co KG Dr. Daniel Böhmer Jürgen Hamann Dr. Sebastian Simon Die Feststellung bzw. Billigung des Konzernabschlusses erfolgte am: 27. Juni 2023 Kapitalflussrechnung
Eigenkapitalspiegel
Anlagespiegel
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Franz Xaver Meiller Fahrzeug- und Maschinenfabrik - GmbH & Co KG, München Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Franz Xaver Meiller Fahrzeug- und Maschinenfabrik - GmbH & Co KG, München, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Franz Xaver Meiller Fahrzeug- und Maschinenfabrik - GmbH & Co KG, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Grünwald b. München, den 21. Juni 2023 LKC
Grünwald GmbH & Co. KG
Dr. Franz-Stephan v. Gronau, Wirtschaftsprüfer Joachim D. Heinrich, Wirtschaftsprüfer |
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