cityrents GmbH
Selbe AdresseVerwaltung von Wohngrundstücken, Wohngebäuden und Wohnungen für Dritte
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Kurgan Daniel Pierre seit 4.4.2025 | Geschäftsführer |
Christoph Paul Lannert seit 4.4.2025 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Arelion AB | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Telia Carrier Germany GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Lagebericht1. Geschäftstätigkeit Gegenstand der Gesellschaft ist die Bereitstellung von Telekommunikations-Leistungen. Die Produktpalette enthält Leistungen aus den Bereichen Internationale Sprachterminierung, IP, Kolokation, Mietleitungen und Infrastrukturleistungen. Die Telia-Carrier-Gruppe
2. Organisation Die Gesellschaftsanteile werden zu 100 % von Telia Company AB, Stockholm, Schweden gehalten. Die Telia Carrier Germany GmbH ist im Telia Company-Konzern dem Geschäftsbereich Telia Carrier angegliedert. Innerhalb des Geschäftsbereiches agiert die Telia Carrier Germany GmbH auf dem deutschen Markt und profitiert von globalen Rahmenverträgen des Konzerns. Die deutsche Gesellschaft ist hierbei in alle globalen Prozesse des Carrier Geschäftsbereichs eingebunden. 3. Wirtschaftliches Umfeld Die Telia Carrier Germany GmbH ist als Teil des Telia-Carrier-Segmentes im Konzern in das weltweite Netzwerk eingebunden. Die Expansion der Weltwirtschaft hat im Jahr 2019 weiter an Schwung verloren. Der Anstieg der Weltproduktion ist im Berichtsjahr 2019 laut dem Konjunkturbericht des Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) auf 3,0 % zurückgegangen, was die geringste Wachstumsrate seit der großen Rezession im Jahr 2009 bedeutet. Hauptgründe für diesen globalen Abwärtstrend sind die Absatzschwäche der Industrie und die nachlassende Dynamik im Welthandel. Die führenden Volkswirtschaften versuchen, die Weltkonjunktur mit einer weiterhin expansiv ausgerichteten Geldpolitik und niedrigen Zinsen wieder in Fahrt zu bekommen, so dass für das Jahr 2020 eine leicht erhöhte Zuwachsrate von 3,1 % prognostiziert wurde. Jedoch hat die Covid-19-Krise Anfang des Jahres 2020 für einen unvorhersehbaren Einbruch des weltweiten Güterhandels um 15 % gesorgt. In der Mitte des 3. Quartals 2020 deutet sich nach Meinung des IfW scheinbar ein V-förmiger Verlauf der Krise ab: auf einen harten Einbruch folgt eine schnelle Erholung. Die fehlende Dynamik der weltwirtschaftlichen Entwicklung hat Auswirkungen auf das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP): Dieses war im Jahr 2019 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,6 % höher als im Vorjahr. Damit ist die deutsche Wirtschaft im zehnten Jahr in Folge gewachsen, aber das Wachstum hat 2019 deutlich an Schwung verloren. In den beiden vorangegangenen Jahren war das preisbereinigte BIP deutlich stärker gestiegen, 2017 um 2,5 % und 2018 um 1,5 %. Positive Wachstumsimpulse gingen 2019 vor allem von den privaten Konsumausgaben (+1,6 %) sowie den staatlichen Konsumausgaben (+2,5 %) aus. Auch die Bruttoanlageinvestitionen sind kräftig gestiegen: In Bauten - hier vor allem im Tiefbau und im Wohnungsbau - wurde preisbereinigt 3,8 % mehr investiert als ein Jahr zuvor. Dagegen entwickelten sich die Ausrüstungsinvestitionen der deutschen Industrie weniger dynamisch und stiegen nur um 0,4 %. Die deutschen Exporte nahmen 2019 um 0,9 % zu. Die Wirtschaftsleistung in Deutschland wurde im Jahresdurchschnitt 2019 von 45,3 Millionen Erwerbstätigen erbracht, das waren rund 400.000 Personen mehr als ein Jahr zuvor. Die globale Ausbreitung des Corona-Virus hat auch in Deutschland zu einer tiefen Rezession geführt: Für 2020 wird erwartet, dass die Wirtschaft deutlich um 6,5 % schrumpft und erst im Jahr 2021 wieder um 4,9 % wachsen wird. Telekommunikationsmarkt Dem Jahresbericht der Bundesnetzagentur ist zu entnehmen, dass der deutsche Festnetz Breitband-Markt im Jahr 2019 erneut um 3 % auf rund 35 Mio. Anschlüsse gewachsen ist. Der Trend der vergangenen Jahre zu immer größeren Datenvolumen setzt sich ungebremst fort: Während die Endkunden im Jahre 2018 insgesamt etwa 46 Mrd. GB Datenvolumen nutzten, soll der Verbrauch bis Ende 2019 schon ein Gesamtvolumen von etwa 52 Mrd. GB erreichen. Auch das über mobile Netze abgewickelte Datenvolumen steigt exponentiell an: Laut Bundesnetzagentur wird zwischen den Jahren 2018 und 2019 eine Wachstumsrate von knapp 40 % auf 2.757 Mio. GB prognostiziert. Als Hauptgrund für diesen rasanten Anstieg des IPbasierten Datenverkehrs wird im Endkundensegment der Wandel von statischen Daten und Texten zu interaktiven Unterhaltungsangeboten wie Echtzeit-Streaming, Videostreaming, Audiostreaming und Gaming genannt. Im Firmenkundenbereich treibt die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung von weltweiten Standorten die Nachfrage nach hohen Bandbreiten und Datenvolumina an: so soll z.B. der Markt für verwaltete IP-Dienste wie IP Virtual Private Networks (IP-VPN) von 2019 bis 2026 jährlich um 8 % wachsen. Schon heute ist zu erkennen, dass die Corona-Pandemie im technischen Leben der Menschen zahlreiche digitale Entwicklungen beschleunigt und die Zukunft schneller Wirklichkeit werden lässt: arbeiten von zu Hause (Home Office), Onlinesportkurse, Lehrvideos, die virtuelle Museumstour oder Online-Übertragung von Konzerten sind im Corona-Alltag längst normal und werden weiter für ein rasantes Datenwachstum sorgen. Die Telekommunikationsbranche ist jedoch unverändert von einer hohen Wettbewerbsintensität geprägt. Der rasche technologische Wandel im Telekommunikationssektor erfordert hohe Investitionen, um Netzinfrastrukturen der nächsten Generation auszubauen. 4. Geschäftsverlauf Die allgemeine und finanzielle Entwicklung der Gesellschaft verlief in 2019 planmäßig. Die konzerninterne Sparte Netzwerkdienstleistungen trägt mit einem Anteil von 60,2 % am stärksten zum Gesamtumsatz bei, gefolgt von der traditionellen Sprachterminierung mit 31,2 %. Die Umsätze in dieser Sparte sind nach wie vor rückläufig, was grundsätzlich der allgemeinen Marktentwicklung entspricht. Die Umsätze im Bereich Internet Protokoll (IP) legten auch im Jahr 2019 um rund 10 % zu: Damit trägt der Produktbereich IP fast 4 % zum Gesamtumsatzvolumen bei. Trotz Rückgang der Umsatzerlöse hat sich das Betriebsergebnis gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Damit zahlt sich die Fokussierung auf permanente Optimierung der externen Kosten aus, denn diese konnten im Geschäftsjahr 2019 um 31 % vermindert werden. 5. Vermögens-, Finanz und Ertragslage Key-Performance-Indikatoren Zur Beurteilung des Erfolges des wirtschaftlichen Arbeitens im Geschäftsjahr arbeitet die Gesellschaft mit Key-Performance-Indikatoren (KPIs). Diese werden zu jedem Monats- und Quartalsabschluss ermittelt und der Geschäftsleitung vorgelegt. Dazu gehört in erster Linie die Gewinn- und Verlustrechnung mit Vergleichszahlen, wie Vorjahresangaben und Planzahlen. Große Aufmerksamkeit liegt auf dem externen Umsatz, den externen betrieblichen Aufwendungen und damit auf dem entsprechenden Betriebsergebnis (EBIT). Des Weiteren werden separate Reporte erstellt, die genaue Auskünfte über den Cashflow und die Verwendung des Investmentbudgets geben. Verkürzte Gewinn- und Verlustrechnung
Wie schon in den vergangenen Geschäftsjahren konnte die Gesellschaft auch in 2019 ein positives Betriebsergebnis erzielen. Trotz rückläufiger Umsätze hat sich das erwirtschaftete Ergebnis durch Optimierung der Kostenstruktur und Anpassung der konzerninternen Verrechnung entgegen der Vorjahresprognose (unverändert zu 2018) wesentlich verbessert. Die externen Umsatzerlöse konnten entgegen der Prognose nicht auf dem Vorjahresniveau gehalten werden. Der Rückgang ist hier im Wesentlichen bedingt durch den deutlichen Rückgang der Umsätze bei der Sprachterminierung (-16,6 %) welche nur zum Teil durch den Anstieg im Bereich der externen IP Umsätze (+9,9 %) aufgefangen werden konnte. Insgesamt war im Geschäftsjahr 2019 ein Umsatzrückgang von 21,6 % zu verzeichnen. Das verbesserte Betriebsergebnis konnte im Wesentlichen durch gegenüber dem Vorjahr und der Vorjahresprognose gesunkene externe betriebliche Aufwendungen erreicht werden (-31 %). Hier wirkt sich die optimierte Einkaufspolitik beim Sprachterminierungsprodukt und bei den Zulieferern von Dienstleistungen für die Netzinfrastruktur positiv auf die eigenen Kosten aus. Der Abschreibungsaufwand nahm in 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 3,9 % zu. Entwicklung der Eigenkapitalquote
Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft erhöhte sich zum 31. Dezember 2019 auf 52,6 % (Vorjahr 39,7 %). Dies resultiert einerseits aus der Verringerung des Umlaufvermögens, insbesondere der Forderungen gegen verbundene Unternehmen, sowie gleichzeitig gesunkenen externen und internen Verbindlichkeiten. Die Gesellschaft zeigt weiterhin ein gesundes Verhältnis von Eigenkapital zur Bilanzsumme. Investitionen Das Investitionsniveau lag im Geschäftsjahr 2019 bei 3,7 Mio. €. Wie schon in den Vorjahren lag der Schwerpunkt bei den Ersatzinvestitionen sowie bei den Investitionen für die Kapazitätserweiterung der bestehenden Netzwerkstruktur. Finanzierung Die mit Telia Company AB, Stockholm, Schweden, vereinbarte Kreditlinie beträgt 40 Mio. € und wurde zum 31. Dezember 2019 mit 3,2 Mio. € in Anspruch genommen. Die Gesellschaft bleibt auch weiterhin ausschließlich konzernfinanziert und ist mit ausreichenden Mitteln für weitere Investitionen ausgestattet. Personal- und Sozialbereich Die Anzahl der Mitarbeiter hat sich im Vergleich zum Vorjahr um drei Mitarbeiter verringert. Insgesamt waren 32 Mitarbeiter am 31. Dezember 2019 beschäftigt. Vermögenslage Im Vergleich zum Vorjahr ist die Bilanzsumme um 16,71 Mio. € auf insgesamt 63,67 Mio. € gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf die Verringerung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie die Minderung des Anlagevermögens durch Abschreibung auf der Aktivseite und gleichzeitig auf der Passivseite durch die Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen. Das Anlagevermögen ist zu mehr als 100 % durch Eigenkapital gedeckt. Das Umlaufvermögen ist gegenüber dem Vorjahr um rund 7 Mio. € gesunken. Dieser Effekt resultiert hauptsächlich aus der Abnahme der Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die um gut 4 Mio. € zurückgegangen sind, sowie aus den reduzierten aktiven Rechnungsabgrenzungsposten. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Berichtszeitraum um rund 2,2 Mio. € zurückgegangen. Das Eigenkapital hat sich um den Jahresgewinn (1,6 Mio. €) erhöht und ist ansonsten unverändert geblieben. Die sonstigen Rückstellungen sind um 4,1 Mio. € gesunken. Dies kann im Wesentlichen mit einem Rückgang der Rückstellungen für ausstehende Rechnungen begründet werden. Die Verbindlichkeiten haben sich um 14,2 Mio. € reduziert. Im Wesentlichen resultiert dies aus dem Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 10,7 Mio. €. Finanzlage Die Zahlungsfähigkeit ist aufgrund des positiven operativen Cashflows und den Vereinbarungen zur Erbringung von Netzwerkdiensten im Konzern gewährleistet. Daneben besteht auch weiterhin eine mit Telia Company AB vereinbarte Kreditlinie in Höhe von 40 Mio. € (siehe Kapitel Finanzierung). Der positive Cashflow aus operativem Geschäft betrug 4.050 Tsd. € und wurde für Investitionen in die Netzwerkinfrastruktur sowie für Kreditrückzahlungen an verbundene Unternehmen verwendet. Ertragslage Die Telia Carrier Germany GmbH hat das Geschäftsjahr 2019 mit einem Jahresüberschuss nach Zinsen und Steuern in Höhe von 1,6 Mio. € (Vorjahr 0,8 Mio. €) abgeschlossen. Die Gesellschaft unterliegt weiterhin starkem Wettbewerb, verbunden mit anhaltendem Preisverfall, insbesondere bei den umsatzstärksten Produkten Sprachterminierung und IP Transit. Damit haben sich die externen Umsätze auch im Geschäftsjahr 2019 ein weiteres Mal verringert. Der Umsatzrückgang (-44,5 Mio. €) konnte durch stark reduzierte betriebliche Aufwendungen (-45,2 Mio. €) kompensiert werden. Das Betriebsergebnis entwickelte sich daher positiv und der Jahresüberschuss in Höhe von 1,6 Mio. € liegt entsprechend höher als prognostiziert. Die Aufwendungen für planmäßige Abschreibung auf Vermögensgegenstände sind um 729 Tsd. € gestiegen. Die Steuerbelastung hat sich nicht wesentlich verändert. Entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen Die Gesellschaft ist im Hinblick auf ihre derzeit bestehenden Netzwerkkapazitäten und durch ihren organisatorischen Aufbau nicht in der Lage, die damit verbundenen Kosten ausschließlich durch externe Kundenbeziehungen zu decken. So ist die Telia Carrier Germany GmbH, wie auch in Vorjahren, in ihrer weiteren Entwicklung auf das Bestehen der im Telia-Konzern geschlossenen Verträge angewiesen. Diese können nicht vor Ablauf des Geschäftsjahres 2021 gekündigt werden. 6. Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung Risiken Die Gesellschaft unterliegt als Teil des Telia-Konzerns den gleichen Risiken wie Schwester- und Muttergesellschaft. Der Telia-Konzern verfügt über ein zentrales Risikomanagement, dessen Ziel es ist, den wirtschaftlichen Erfolg des Konzerns und damit auch der einzelnen Gesellschaft sicherzustellen und etwaige entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen oder bestandsgefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Im Rahmen der unternehmerischen Tätigkeiten ergeben sich Risiken, die gesamtwirtschaftlich oder unternehmensspezifisch bedingt sein können. Im Rahmen einer zeitnahen Berichterstattung werden die Informationen aus zentralisiertem Einkauf, Verkauf, Personal und Rechnungswesen gebündelt und die Geschäftsführung sowohl in regelmäßigen Abständen als auch ad hoc über die Abweichungen des eingetretenen vom prognostizierten Verlauf der Geschäfte unter Angaben der identifizierten Risiken informiert. Basis bildet ein detailliertes Budget, das jeweils im laufenden Geschäftsjahr für das künftige Geschäftsjahr verabschiedet und quartalsmäßig mit neuen Forecast-Daten abgeglichen wird. Den Hauptrisiken im finanziellen Bereich wird durch eine konsequente Liquiditätsplanung und ein Cash-Pooling-System begegnet. Forderungsausfällen wird durch ein zentrales Kredit-Managementsystem entgegengewirkt. Die Gesellschaft unterliegt den gleichen wirtschaftlichen Risiken wie alle anderen Konzerngesellschaften. Das sind im Wesentlichen rasch voranschreitende technische Entwicklung, Konvergenz und anhaltender Preisverfall. Zurzeit lassen sich keine wesentlichen Änderungen in konzerninternen Vertragsbeziehungen und den damit einhergehenden Risiken erkennen. Die gleichbleibende starke Wettbewerbsintensität im internationalen Umfeld wird auch in 2020 zu weiteren Preisrückgängen führen. Es besteht weiterhin das Risiko, dass die Gesellschaft diese Preisrückgänge nicht mit dem entsprechenden Volumenwachstum kompensieren kann. Für eventuelle Schadensfälle und Haftungsrisiken haben wir Versicherungen abgeschlossen, die die wirtschaftlichen Folgen von möglicherweise eintretenden Risiken ganz ausschließen oder in begrenztem Rahmen halten. Covid-19 (Corona) Krise Der Ausbruch der Corona-Pandemie hat die Risikolandschaft der Gesellschaften in Europa und weltweit seit März 2020 verändert. Das liegt generell an den deutlich schlechter werdenden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, wobei sich viele Unternehmen mit sinkenden Umsätzen und schrumpfenden Gewinnen bis hin zur drohenden Insolvenz konfrontiert sehen. Allein die Einnahmen der Telekommunikationsunternehmen im Roaming-Geschäft gehen nach einer Studie von Juniper Research bis Jahresende 2020 um bis zu 25 Mrd. USD zurück. Auch die Telia Carrier Group ist von der Pandemie nicht unberührt und es besteht eine hohe Unsicherheit hinsichtlich der langfristigen Auswirkungen und Konsequenzen. Seit Ausbruch der Krise ist nach Angaben von DE-CIX, Betreiber des weltweit größten Internetknotens in Frankfurt, der Datenverkehr sprunghaft auf das Rekordniveau von 9,1 Terabyte pro Sekunde angestiegen. Eine schier unfassbare Zahl - und eine Entwicklung, die gerade Telekommunikationsunternehmen vor besondere Herausforderungen stellt. Der Fokus der Telia Carrier Group liegt deshalb in der Aufrechterhaltung einer ausreichenden Netzwerkkapazität, um diese unerwarteten Verkehrssteigerungen zu bewältigen und die globale Kommunikation insgesamt zu gewährleisten. Telia Carrier Germany GmbH unternimmt in diesem Zusammenhang eine Reihe wichtiger Schritte, um die Kontinuität und Qualität der Services sicherzustellen: Dies beinhaltet u.a. die Zusammenarbeit mit den Ausrüstungsanbietern, dem technischen Service und den Colocation-Housing-Partnern, um sicherzustellen, dass die Firma weiter expandieren und die hohe Qualität des Netzwerks aufrechterhalten kann, während das Datenvolumen sein beispielloses Wachstum fortsetzt. Das Gewinnniveau von Telia Carrier Germany GmbH wird größtenteils durch die bestehenden Verrechnungspreisvereinbarungen bestimmt, die mit Telia Carrier AB vereinbart wurden. Dementsprechend liegt das Hauptrisiko der Unternehmensfortführung in der Gesamtrentabilität der Telia Carrier Group. Bisher hat COVID-19 keine negativen Auswirkungen auf die Geschäftsergebnisse, eher das Gegenteil ist der Fall: Zum Ende des zweiten Quartals 2020 betrug der positive EBITDA-Effekt von COVID-19 52 Mio. SEK, wovon der überwiegende Teil durch zusätzlichen IP Transit-Verkehr generiert wurde. Der überarbeitete Gesamtjahresausblick zeigt ein EBITDA-Wachstum von 4 % gegenüber dem ursprünglichen Ziel. Eine langfristige COVID-19-Pandemie kann vielschichtige Folgen haben: Einerseits für die Lieferkette und andererseits auf die Investitionsentscheidungen der Kunden. Ebenfalls problematisch sind krisenbedingte Zahlungsausfälle auf der Kundenseite. Die Telia Carrier Group sieht derzeit noch keine negativen Anzeichen für die eigene Geschäftsentwicklung, das Management glaubt an eine stabile Fortentwicklung des Unternehmens. Darüber hinaus hat die Telia Carrier Group die folgenden wichtigen COVID-19-Maßnahmen zur Schadensbegrenzung eingeleitet:
Chancen und Prognose Auch wenn die Corona-Krise die Aussichten der Telekommunikations- und IT-Industrie mit ein paar dunklen Wolken überzogen hat, wird die Telia Carrier Group die Zeit während und nach der Pandemie dafür nutzen, um mit internen Projekten die Transformation des Unternehmens Richtung Digitalisierung und Automatisierung voranzutreiben. Das kann nicht nur Kosten einsparen, sondern wird auch die eigene Wettbewerbsfähigkeit erhöhen. Es zeichnet sich ab, dass die Covid-19-Pandemie den allgemeinen Trend zur Digitalisierung in den globalen Gesellschaften beschleunigen wird. Der dadurch verursachte weiter rasant steigende Datenverkehr birgt für die Telia Carrier Group die große Chance auf mehr Geschäft, wenn sie die eigene Netzinfrastruktur zeitnah an diese rasch wachsenden Bedürfnisse anpassen kann. Die Gesellschaft sieht sich durch laufende Investitionen in neue Technologien und stetige Erweiterung der zur Verfügung stehenden Kapazitäten dem anhaltend hohen Bedarf nach großen Datenmengen gewachsen und überzeugt mit einem hohen Qualitätsstandard. Vor Auftreten der Corona-Krise war man für das Geschäftsjahr 2020 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2019 von einem weiteren deutlichen Rückgang der externen Umsatzerlöse bedingt durch die Entwicklungen im Bereich Sprachterminierung ausgegangen, bei einer nur teilweisen Kompensation durch leicht steigende Umsätze im Produkt IP. Durch weitere Kostenoptimierung bei den externen Aufwendungen erwarteten wir vor der Corona-Krise ebenfalls einen deutlichen Rückgang der externen Aufwendungen, so dass sich das EBIT im Vergleich zum Geschäftsjahr 2019 nicht wesentlich ändert. Zum aktuellen Zeitpunkt sehen wir, dass durch die Corona-Pandemie die externen Umsätze im Geschäftsjahr 2020 im Produkt IP deutlich steigen und den Rückgang der Sprachterminierungsumsätze entgegen der ursprünglichen Planung nahezu vollständig kompensieren. Insgesamt gehen wir daher nur noch von einem leichten Rückgang der externen Umsatzerlöse aus. Die für die externen Aufwendungen sowie das EBIT getroffenen Aussagen sind auch unter Berücksichtigung der Corona-Pandemie unverändert. Ziel ist, die positive Gewinnspanne beizubehalten. Wir gehen bei unserer Prognose davon aus, dass die Gewinnspanne über alle externen Bereiche für 2020 nicht wesentlich von der aktuellen Gewinnspanne abweichen wird. Die Gesellschaft erwartet auch im kommenden Jahr ein positives, im Vergleich zum Vorjahr ähnliches Ergebnis. Die mit dem Telia-Konzern geschlossenen Verträge garantieren eine Verzinsung des eingesetzten Kapitals, die sich in ihrer Höhe an den durchschnittlich zu erwartenden Gewinnspannen vergleichbarer Unternehmen orientiert.
Frankfurt am Main, den 15. September 2020 Die Geschäftsführung Frank Kirchner Gerhard Harmel Bilanz zum 31. Dezember 2019Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019
Anhang 2019Allgemeine Hinweise Die Telia Carrier Germany GmbH wird unter der Handelsregisternummer B 50081 beim Amtsgericht Frankfurt am Main geführt. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist wie in den Vorjahren nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Dauerhaften Wertminderungen wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Die Nutzungsdauern wurden wie folgt gewählt:
Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 250,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 werden in einem Sammelposten erfasst und über 5 Jahre abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Anlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert angesetzt. Allen erkennbaren Risiken wird durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen. Flüssige Mittel und Rechnungsabgrenzungsposten werden zu Nominalwerten angesetzt, soweit die nachstehenden Abschnitte keine anderslautenden Angaben enthalten. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Rückbau- und Renovierungsverpflichtungen wurden Kostensteigerungen von durchschnittlich 2 % pro Jahr zugrunde gelegt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten und erhaltene Anzahlungen sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Bilanzierung und Bewertung von langfristigen Nutzungsüberlassungen Die Bilanzierung von langfristigen Nutzungsüberlassungen (Indefeasable Rights of Use, sog. "IRU") von überwiegend optischen Fasern und Faserschutzrohren für geografisch bestimmte Streckenabschnitte wird wie folgt dargestellt: Im Voraus bezahlte Nutzungsüberlassungen Entrichtete Zahlungen für erhaltene Nutzungsüberlassungen werden grundsätzlich im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten erfasst und zeitanteilig über die Laufzeit der Verträge aufwandswirksam erfasst, wobei der Ausweis unter den Aufwendungen für bezogene Dienstleistungen erfolgt. Für die Vorauszahlungen ist eine Verzinsung von 3 % kalkuliert. Entsprechend werden bei der Auflösung des Bilanzpostens Zinserträge respektive entsprechend höhere Aufwendungen für bezogene Dienstleistungen angesetzt. Abweichend hiervon werden erhaltene Nutzungsüberlassungen, deren vereinbarte Vertrags-Laufzeit mehr als 90 % der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer beträgt, unter dem Bilanzposten technische Anlagen und Maschinen erfasst und linear abgeschrieben. Empfangene Zahlungen für gewährte Nutzungsüberlassungen werden grundsätzlich im passiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen und zeitanteilig über die Laufzeit der Verträge als Umsatz erfasst. Bei der Auflösung des Bilanzpostens werden keine Zinsaufwendungen respektive keine entsprechend erhöhten Umsatzerlöse kalkuliert und angesetzt. Die vertraglich vereinbarten Laufzeiten langfristiger Nutzungsüberlassungen liegen in der Regel zwischen 10 und 20 Jahren. Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten Auf fremde Währung lautende kurzfristige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden zum Devisenkassamittelkurs entsprechend § 256a HGB zum Abschlussstichtag umgerechnet. Latente Steuern Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge sowie auf steuerliche Zinsvorträge im Sinne des § 4h EStG i.V.m. § 8a KStG gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Der Steuersatz beläuft sich auf rd. 30 %. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres ist im Anlagenspiegel dargestellt.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben bis auf die geleisteten Kautionen (TEUR 178; Vorjahr: TEUR 178) innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.144 (Vorjahr: TEUR 108). Es bestehen Forderungen gegen die Gesellschafterin aus Cash-Pool in Höhe von TEUR 2.353 (Vorjahr: TEUR 7.445). Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet abgegrenzte bezogene Leistungen des Geschäftsjahres 2020 und später. Wir verweisen an dieser Stelle auf den Abschnitt Bilanzierung und Bewertung von langfristigen Nutzungsüberlassungen. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 2.600.000,00. Es ist voll eingezahlt. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen TEUR 210 (Vorjahr: TEUR 2.924) und enthalten ein kurzfristig verzinsliches Darlehen gegenüber der Gesellschafterin von TEUR 3.002 (Vorjahr: TEUR 11.000). Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus hinterlegten Sicherheitsleistungen von Kunden in Höhe von TEUR 28 (Vorjahr: TEUR 908). Daneben enthält der Bilanzposten Verbindlichkeiten aus Umsatz-, Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von TEUR 67 (Vorjahr: TEUR 64). Verbindlichkeitenspiegel
Besondere Besicherungen bestanden zum Abschlussstichtag nicht. Latente Steuern Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzenbetrachtung) ein Aktivüberhang der latenten Steuern. Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, so dass sich insgesamt kein Ausweis latenter Steuern in der Bilanz ergibt. Die ermittelten aktiven und passiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus temporären Differenzen hinsichtlich der sonstigen Rückstellungen (Bewertung von Rückbauverpflichtungen nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB) sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die Umsatzerlöse mit Dritten wurden überwiegend in Deutschland und in anderen EU-Ländern, wie z.B. Großbritannien, Frankreich, Luxemburg oder Polen erbracht. Bei den Umsatzerlösen aus Netzwerkdiensten Konzern handelt es sich im Wesentlichen um an das Konzernführungsunternehmen berechnete Vergütungen für Serviceleistungen und Netzwerkdienstleistungen, die im Rahmen des im Konzern abgeschlossenen Sales- und Asset-Agreements nach der Cost-plus-Methode abgerechnet werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 186 (Vorjahr: TEUR 240) aus der Auflösung von Rückstellungen und Einzahlungen auf in Vorjahren wertberichtigte Forderungen. Wesentliche periodenfremde Aufwendungen haben sich nicht ergeben. Die Ertragsteuern enthalten periodenfremden Aufwendungen aus Vorjahren in Höhe von TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 7). Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Stichtag bestehen in Höhe von TEUR 5.199 (Vorjahr: TEUR 4.734) sonstige finanzielle Verpflichtungen wie folgt: Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Diese Verpflichtungen betreffen Zahlungsverpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen. Die Verträge enden zwischen 2020 und 2032. Angaben zu den Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen Die Gesellschaft ist ein Tochterunternehmen der Telia Company AB, Stockholm/Schweden. Daher gilt diese und ihre einzelnen Tochterunternehmen als nahestehende Personen/Unternehmen der Telia Carrier Germany GmbH.
Daneben wurden festverzinsliche Darlehen im Geschäftsjahr mit TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 43) verzinst. Geschäftsführer Die Geschäftsführung setzt sich wie folgt zusammen: Frank Kirchner, Geschäftsführungvorsitz, Zeppelinheim, Rechtsanwalt, Gerhard Harmel, Geschäftsführung Finanzen, Usingen, Betriebswirt Beide Geschäftsführer sind hauptberuflich für Telia Carrier Germany GmbH tätig. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug 29 (Vorjahr: 35) zum Bilanzstichtag waren 32 Mitarbeiter beschäftigt. Die Mitarbeiter unterteilen sich in die folgenden Gruppen:
Honorare und Dienstleistungen der Abschlussprüfer gemäß § 285 HGB Das erfasste Honorar für die Prüfung des Jahresabschlusses im Geschäftsjahr beträgt TEUR 55 (Vorjahr: TEUR 54). Die Aufwendungen beinhalten ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen der Firma Deloitte. Konzernverhältnisse Die Gesellschaft ist ein Tochterunternehmen der Telia Company AB, Stockholm/Schweden, und wird in den Konzernabschluss dieser Gesellschaft einbezogen. Diese stellt den Konzernabschluss sowohl für den kleinsten als auch für den größten Konzernkreis auf. Der Konzernabschluss ist beim schwedischen Firmenregisteramt (Bolagsverkets) unter der Registrier-Nummer 556103-4249 in Stockholm offengelegt. Nachtragsbericht Seit März 2020 erleben wir die Auswirkungen des Corona-Virus. Die Telia Carrier-Gruppe bleibt von der Pandemie nicht unberührt. Bisher hat COVID-19 keine negativen Auswirkungen auf die Geschäftsergebnisse, eher das Gegenteil ist der Fall. Allerdings besteht zum jetzigen Zeitpunkt eine hohe Unsicherheit über die langfristigen allgemeinen Auswirkungen der Pandemie auf die Telia Carrier Germany GmbH. Abgesehen von der Corona-Pandemie haben sich keine Ereignisse von besonderer materieller Bedeutung nach Geschäftsjahresende ergeben.
Frankfurt am Main, den 15. September 2020 Frank Kirchner Gerhard Harmel Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2019
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Telia Carrier Germany GmbH, Frankfurt am Main Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Telia Carrier Germany GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Telia Carrier Germany GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 15. September 2020 Deloitte
GmbH
Max Schürtz, Wirtschaftsprüfer Markus Reuter, Wirtschaftsprüfer |
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