mediaprint Graphisches Institut Eckmann GmbH
Selbe AdresseDruck- und Medienvorstufe
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ulf Stornebel seit 6.3.2014 | Geschäftsführer |
Dr. Otto Drosihn seit 18.1.2011 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 74.00% | |
| 26.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
mediaprint Holding GmbHPaderbornKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023KONZERNBILANZ zum 30. Juni 2023AKTIVA
PASSIVA
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.07.2022 bis 30.06.2023mediaprint Holding GmbH Konzern, Paderborn
KONZERNANHANG zum Konzernabschluss per 30.06.2023der mediaprint GruppeI. Allgemeine Angaben Der Konzernabschluss der mediaprint Holding GmbH für das Geschäftsjahr 2022/2023 wird auf der Grundlage der Konzernrechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Der Konzernabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und gibt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zutreffend wieder. Neben Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang werden gemäß § 297 Abs. 1 HGB die Kapitalflussrechnung und darüber hinaus die Veränderung des Eigenkapitals gesondert dargestellt. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren gewählt. Das Geschäftsjahr der mediaprint Gruppe ist ein vom 01.07. bis 30.06. des Folgejahres abweichendes Wirtschaftsjahr. II. Konsolidierungskreis 1. Angaben zu allen Konzernunternehmen Der Konzernabschluss umfasst neben der Muttergesellschaft, der mediaprint Holding GmbH, alle wesentlichen Tochtergesellschaften, an denen die Muttergesellschaft direkt oder indirekt zu mehr als der Hälfte am stimmberechtigten Kapital beteiligt ist. In den Konsolidierungskreis wurden die folgenden Unternehmen einbezogen:
Alle aufgeführten inländischen Tochtergesellschaften machen im Berichtsjahr im Hinblick auf die Offenlegung von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch. 2. Angaben zu nicht konsolidierten Tochterunternehmen Unternehmen, die für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind, werden nicht konsolidiert. Bei den nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen handelt es sich um folgende Gesellschaften:
III. Konsolidierungsgrundsätze Die in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse der in- und ausländischen Tochter- und Gemeinschaftsunternehmen wurden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den bei der mediaprint Gruppe geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens aufgestellt. Der Bilanzstichtag aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 30. Juni 2023. 1. Angabe der angewandten Kapitalkonsolidierungsmethode Die Kapitalkonsolidierung für die vollkonsolidierten Unternehmen erfolgt nach der Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs oder der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss. 2. Zeitpunkt der Erstkonsolidierung Zeitpunkt der Verrechnung des konsolidierungspflichtigen Kapitals i.S.d. § 301 Abs. 2 HGB ist grundsätzlich der Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss. Dieser Zeitpunkt ist der 30.06.2004. Für die nach diesem Zeitpunkt erworbenen Anteile an Tochterunternehmen wurde die Erstkonsolidierung grundsätzlich auf den Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung durchgeführt. 3. Angabe der gegeneinander verrechneten aktivischen und passivischen Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung Bei der Kapitalkonsolidierung sind aktivische Unterschiedsbeträge entstanden. Nach Auflösung der stillen Reserven und Lasten (§ 301 Abs. 1 Satz 3 HGB) verbleibt ein aktivischer Unterschiedsbetrag, der als Geschäfts- oder Firmenwert unter den Immateriellen Vermögensgegenständen aktiviert und innerhalb der erwirtschafteten Nutzungsdauer abgeschrieben wird. Der Geschäfts- oder Firmenwert aus der Konsolidierung setzt sich wie folgt zusammen:
Der aktivische Unterschiedsbetrag der Calvendo smart factory GmbH ergibt sich aus der Erstaktivierung von Geschäftsanteilen zum 01.07.2021 und wird über 5 Jahre abgeschrieben. Aufgrund des Verschmelzungsvertrages vom 21.02.2022 und der Beschlüsse der Gesellschafterversammlungen vom selben Tag ist die CALVENDO Verlag GmbH mit dem Sitz in München mit der Calvendo smart factory GmbH mit dem Sitz in München verschmolzen worden. Durch Gesellschafterbeschluss vom 30.03.2022 ist die Calvendo smart factory GmbH umfirmiert worden in CALVENDO Verlag GmbH. Neben den aktivischen Unterschiedsbeträgen sind bei der Kapitalkonsolidierung außerdem passivische Unterschiedsbeträge entstanden. Der nach Auflösung von stillen Reserven und Lasten verbleibende passive Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 74.137,32 wurde entsprechend § 301 Abs. 3 Satz 2 HGB als Rücklage aus der Konsolidierung ausgewiesen. Die Rücklage aus der Konsolidierung setzt sich wie folgt zusammen:
Der passivische Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 74.137,32 resultiert daraus, dass im Geschäftsjahr 2009/2010 durch die Änderung der Gesellschaft an der Konzernspitze erstmals das Kapital der ehemaligen Muttergesellschaft Media-Print Group GmbH konsolidiert wurde. 4. Schuldenkonsolidierung Bei der Schuldenkonsolidierung werden wechselseitige Forderungen und Verbindlichkeiten der einbezogenen Unternehmen gegeneinander aufgerechnet und eliminiert. Die Aufrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam unter Berücksichtigung erforderlicher Steuerabgrenzungen behandelt. Bei den Pflichtangaben zu Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind die Positionen gegenüber einbezogenen Unternehmen eliminiert. 5. Aufwands- und Ertragskonsolidierung Konzerninterne Umsätze werden mit den entsprechenden konzerninternen Aufwendungen aufgerechnet. Aufwendungen und Erträge aus sonstigen Geschäftsvorfällen zwischen den einbezogenen Unternehmen werden ebenfalls aufgerechnet. Zwischengewinne aus konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr werden sowohl für das Anlagevermögen als auch für das Umlaufvermögen unter Berücksichtigung von Steuerabgrenzungen eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. 6. Zwischenergebniseliminierung Auf eine Zwischenergebniseliminierung wurde verzichtet, da die Lieferungen und Leistungen zwischen den Konzernunternehmen zu üblichen Marktbedingungen vorgenommen wurden und die Ermittlung der Wertansätze einen unverhältnismäßig hohen Aufwand erfordern würde. IV. Grundsätze der Währungsumrechnung Der Konzernabschluss wurde in EUR, der funktionalen und der Darstellungswährung des Mutterunternehmens aufgestellt. Die Bilanzen ausländischer Tochterunternehmen mit Ausnahme des Eigenkapitals werden mit den Mittelkursen am Bilanzstichtag und die Gewinn- und Verlustrechnungen mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Die aus der Anwendung unterschiedlicher Kurse resultierenden Unterschiedsbeträge werden saldiert in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Umrechnungsdifferenzen aus der Kapitalkonsolidierung werden unter dem Bilanzposten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Posten des Jahresabschlusses, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung lauteten, werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. V. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze 1. Bilanzierung und Bewertung Die für den Konzernabschluss geltenden Vorschriften der §§ 297 ff. HGB wurden beachtet. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen vorgenommen. Die Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen werden mit den Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den handelsrechtlichen Vorschriften linear und degressiv vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit einem Wert von mehr als EUR 250,-- aber weniger als EUR 1.000,-- wurden im Jahr des Zugangs in einem Sammelposten zusammengefasst und linear abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:
Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nennwert bilanziert und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Für Ausfall und allgemeine Kreditrisiken wurden Wertberichtigungen vorgenommen. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag gebildet, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag sind; sie wurden mit dem Nennwert angesetzt. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen mit dem Erfüllungsbetrag gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung eines durchschnittlichen Marktzinses für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren durchgeführt. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Sofern die Tageswerte über den Rückzahlungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden für Einnahmen vor dem Abschlussstichtag gebildet, soweit die Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag sind; sie wurden mit dem Nennwert angesetzt. Auf zeitlich begrenzte Abweichungen zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz werden latente Steuern nur angesetzt, wenn sich insgesamt eine Rückstellung ergibt. Insgesamt ergab sich eine Steuerentlastung, die in der Konzernbilanz in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde. 2. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. VI. Erläuterungen zur Konzernbilanz 1. Bruttoanlagenspiegel Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Konzernanlagenspiegel
2. Geschäftsjahresabschreibung Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. 3. Planmäßige Verteilung des Geschäfts- oder Firmenwertes Der durch die Kapitalkonsolidierung entstandene Geschäfts- oder Firmenwert wird gemäß § 309 Abs. 1 Satz 1 HGB über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren linear abgeschrieben. Die voraussichtliche Nutzungsdauer des Geschäfts- und Firmenwertes wurde auf 5 Jahre festgelegt, da die verbleibende voraussichtliche Lebensdauer der dem Geschäfts- oder Firmenwert zugrundeliegenden Produkte voraussichtlich 5 Jahre beträgt. 4. Angaben und Erläuterungen zu Pensionsrückstellungen Die ungewissen Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen in Höhe des Erfüllungsbetrags werden auf der Basis versicherungsmathematischer Berechnungen entsprechend dem Teilwertverfahren unter Zugrundelegung eines durchschnittlichen Marktzinses für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren angesetzt. Hierbei werden neben den Annahmen zur Lebenserwartung auf der Grundlage der Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck, Köln, folgende Prämissen gesetzt:
Ein abzinsungsbedingter Unterschiedsbetrag aus den Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 1.787,-- (Vj. EUR 3.437,--) ist gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB für die Ausschüttung gesperrt. 5. Angaben und Erläuterungen zu den Sonstigen Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen vor allem Verpflichtungen im Personal- und Sozialbereich, für Tantiemen, Provisionen, Jahresabschlusskosten sowie Lizenzen. 6. Aufgliederung der Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre Die Restlaufzeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.
Die Darlehen der VerbundVolksbank OWL e.G. sind durch Verpfändung des Gesellschaftsanteils an der mediaprint Graphisches Institut Eckmann GmbH und Forderungsabtretung der mediaprint Graphisches Institut Eckmann GmbH besichert. Ferner besteht eine gesamtschuldnerische Mithaftung der mediaprint Graphisches Institut Eckmann GmbH, mediaprint infoverlag gmbh, Verwaltungs-Verlag GmbH für staatliche und kommunale Veröffentlichungen & Co. Betriebs OHG und der Verwaltungs-Verlag GmbH für staatliche und kommunale Veröffentlichungen für die Kreditlinie der Media-Print Group GmbH bei der VerbundVolksbank OWL e.G. in Höhe von TEUR 2.000. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme wird aufgrund der gegenwärtigen Bonität und den regelmäßig geleisteten Tilgungen der begünstigten Konzernunternehmen als gering eingeschätzt. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen nicht vor. VII. Erläuterungen zur Konzern Gewinn- und Verlustrechnung In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von EUR 538,54 (Vorjahr EUR 1.174,11) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von EUR 1.479,86 (Vorjahr EUR 783,44) enthalten. In den Sozialen Aufwendungen und Abgaben sind Aufwendungen aus Altersversorgung in Höhe von EUR 1.793,03 (Vorjahr EUR 4.599,76) enthalten. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Beträge in Höhe von EUR 2.262,00 (Vj. EUR 5.540,00) für die Abzinsung von Pensionsrückstellungen enthalten. VIII. Sonstige Angaben 1. Sitz und Handelsregister des Mutterunternehmens Das Mutterunternehmen, die mediaprint Holding GmbH mit Sitz in Paderborn, ist in das Handelsregister des Amtsgerichts Paderborn unter der Nummer HRB 10029 eingetragen. 2. Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte der Muttergesellschaft von folgenden Personen geführt:
Die beiden Geschäftsführer sind bzw. waren einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Mit Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Offenlegung der Bezüge der Geschäftsführung. 3. Abschlusshonorar Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beläuft sich auf EUR 35.250 und betrifft ausschließlich Leistungen der Abschlussprüfung. 4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es ergeben sich folgende, für die Beurteilung der Finanzlage bedeutende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
5. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr in den konsolidierten Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 94 Angestellte. 6. Besondere Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres Die zukünftigen Auswirkungen der Corona-Pandemie lassen sich nur schwer vorhersagen.
Paderborn, den 30. April 2024 Dr. Otto W. Drosihn Ulf Stornebel KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG mediaprint Holding GmbH Konzern, Paderborn Kapitalflussrechnung nach den Grundsätzen des Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 21 (DRS 21)Gliederungsschema II ("Indirekte Methode")
KONZERNEIGENKAPITALSPIEGELmediaprint Holding GmbH Konzern, Paderborn
Konzernlagebericht zum konsolidierten Abschluss der mediaprint Holding GmbH für das Geschäftsjahr 2022/23Gliederung I. Grundlagen der Unternehmensgruppe 1. Struktur und Geschäftsmodell 2. Forschung und Entwicklung II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf und Lage a) Ertragslage b) Finanzlage c) Vermögenslage 3. Finanzielle Leistungsindikatoren 4. Investitionen und Ausrichtung 5. Mitarbeiterentwicklung III. Prognosebericht IV. Chancen- und Risikobericht V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten I. Grundlagen der Unternehmensgruppe 1. Struktur und Geschäftsmodell Die mediaprint Gruppe agiert in den Geschäftsfeldern Medien, Marketing, Bildrechteverlag und Kalender. Wir verstehen uns als Lösungsanbieter für bedarfsgerechte Werbe-, Medien- und Druckprodukte. Mit unseren Dienstleistungen wenden wir uns an mittelständische Unternehmen im deutschsprachigen Raum sowie Kommunalverwaltungen und Trägerinstitutionen. Unsere Verlagstochter CALVENDO richtet sich mit seinem innovativen Publikationsservice an Kreative und Endkunden gleichermaßen. Unsere Kerngeschäftsfelder gliedern sich in: Lokale Informationen
Publikationsservice
2. Forschung und Entwicklung Forschung und Entwicklung werden in der mediaprint Gruppe nicht durchgeführt. II. Wirtschaftsbericht Trotz Inflation, Ukraine-Krieg und anhaltender Lieferprobleme ist die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 leicht gewachsen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg um 1,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach ersten Berechnungen mitteilte. Kalenderbereinigt habe das Wirtschaftswachstum 2,0 Prozent betragen. Nach Angaben der Statistiker ist die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2022 insgesamt gegenüber 2021 um 1,8 Prozent gestiegen. Dabei sei die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich verlaufen: Einige Dienstleistungsbereiche hätten nach dem Wegfall nahezu aller Corona-Schutzmaßnahmen von Nachholeffekten profitiert. Besonders stark, um 6,3 Prozent, legten den Fachleuten zufolge die sogenannten "Sonstigen Dienstleister" zu. Zu diesen zählt auch die Kreativ- und Unterhaltungsbranche. Auch die Wirtschaftsbereiche Verkehr und Gastgewerbe hätten von der Aufhebung der Schutzmaßnahmen profitiert. Diese beiden Bereiche sorgten im zusammengefassten Wirtschaftsbereich "Handel, Verkehr und Gastgewerbe" für ein kräftiges Plus von 4,0 Prozent. Die Bruttowertschöpfung im Handel sei dagegen zurückgegangen, nachdem sie im Vorjahr noch gestiegen war. Der Bereich Information und Kommunikation habe ebenfalls einen deutlichen Zuwachs von 3,6 Prozent verzeichnet. Im Baugewerbe hätten Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen dagegen zu einem deutlichen Rückgang der Bruttowertschöpfung um 2,3 Prozent geführt. Die hohen Energiepreise und die immer noch eingeschränkte Verfügbarkeit von Vorprodukten haben den Fachleuten zufolge auch die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe gebremst. Diese habe im Vergleich zum Vorjahr kaum zugenommen (+0,2 Prozent). Das Verarbeitende Gewerbe habe dabei vor allem in der ersten Jahreshälfte 2022 wie schon im Jahr 2021 unter gestörten internationalen Lieferketten gelitten. Hinzu sei der massive Anstieg der Energiepreise infolge des Kriegs in der Ukraine gekommen. Auf der Nachfrageseite seien die privaten Konsumausgaben im Jahr 2022 die wichtigste Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft gewesen. Sie seien preisbereinigt um 4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen und hätten damit fast das Vorkrisenniveau von 2019 erreicht. Grund hierfür seien Nachholeffekte im Zuge der Aufhebung fast aller Corona-Schutzmaßnahmen im Frühjahr 2022 gewesen. Auch im Bereich Freizeit, Unterhaltung und Kultur hätten die privaten Haushalte wieder mehr aus als noch vor einem Jahr ausgegeben. Die Konsumausgaben des Staates erhöhten sich den Fachleuten zufolge im Jahr 2022 vergleichsweise moderat um 1,1 Prozent. Der Staat habe deutlich mehr Geld ausgegeben, um die zahlreichen Schutzsuchenden aus der Ukraine und anderen Staaten zu verpflegen und unterzubringen. Dagegen seien die staatlichen Ausgaben zur Bekämpfung der Corona-Pandemie gesunken. Die Bauinvestitionen nahmen laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2022 preisbereinigt um 1,6 Prozent ab. Dabei wirkten sich die fehlenden Baumaterialien und der Fachkräftemangel vor allem im Hochbau und bei Wohnbauten aus. Zunehmende Auftragsstornierungen gewerblicher und privater Bauvorhaben im Zuge andauernd hoher Baupreise sowie steigender Bauzinsen hätten den negativen Trend der Bauinvestitionen im Jahresverlauf 2022 verstärkt. Laut Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft ZAW e.V. konnte die Werbewirtschaft 2022 ein Gesamtplus von 1,6 Prozent verbuchen. Die Segmente innerhalb der Branche entwickelten sich allerdings unterschiedlich. So sanken die Nettoerlöse der Medien um 0,6 Prozent, während die weiteren Formen kommerzieller Kommunikation preisbedingt und aufgrund von Coronanachholeffekten um rund 6 Prozent stiegen. Die Werbewirtschaft steht 2022 insgesamt für Gesamtinvestitionen in kommerzielle Kommunikation von 48,09 Mrd. Euro, die damit um 1,6 Prozent zum Vorjahr (47,34 Mrd. Euro) stiegen. Der Wert setzt sich zusammen aus den medienbasierten Investitionen in Werbung (36,2 Mrd. Euro), inklusive der Netto-Werbeeinnahmen erfassbarer Werbeträger, sowie den weiteren Formen kommerzieller Kommunikation (11,9 Mrd. Euro). Obwohl die letztgenannten weiteren Formen kommerzieller Kommunikation (Werbeartikel, Sponsoring, Kataloge und sonstige Werbedrucke) um rund 6 Prozent zulegen konnten, erreichten auch sie nicht das Vorkrisenjahr von 2019 mit 13,4 Mrd. Euro. 2. Geschäftsverlauf und Lage Im gesamten abgelaufenen Wirtschaftsjahr erzielte die Firmengruppe eine Gesamtleistung von 17,7 Mio. €, welche damit 7% unter dem Vorjahreswert liegt. Der Rohertrag fiel im Vergleich zum Vorjahr absolut zur Gesamtleistung ab. Mit 9,9 Mio. € verringerte er sich um 600 T€; die Umsatzquote beträgt 60,0% und damit 0,7% mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Firma Eckmann mit Sitz in Paderborn hat das Geschäftsjahr mit einem Umsatzvolumen exakt im geplanten Rahmen abgeschlossen. Mit einer leicht verbesserten Rohertragsquote und solidem Fixkostenmanagement konnten die Ertragskennzahlen EBITDA und Vorsteuerergebnis im Vergleich zur Planung und zum Vorjahr noch übertroffen werden. Die Umsatzrendite liegt konstant im zufriedenstellenden zweistelligen Bereich. Der Aufbau einer neuen Vertriebsstruktur parallel zum bewährten Modell der Kooperation mit selbständigen Handelsvertretern hat bei den Meringer Verlagen in 2022/23 wie erwartet zu einer Reduzierung der Ertragskraft geführt. Die Gesamtleistung blieb um 5% unter dem Vorjahreswert, gleichzeitig sank die Rohertragsquote um 2,1 Prozentpunkte durch gestiegene Einkaufskosten für Druckdienstleistungen und Logistik. Bei plankonformen Fixkosten konnte dennoch ein positives Betriebsergebnis erwirtschaftet werden. CALVENDO konnte naturgemäß das Umsatzvolumen der von besonderen Einflussfaktoren geprägten Saisons der Jahre 2020 und 2021 sowie das Planbudget nicht ganz erreichen, durch Anpassung der Verkaufspreise und geschickte Einkaufspolitik sowie Optimierung der Vertriebskanäle fiel der Rohertrag jedoch genau im Zielbereich aus. Eine durch uns unbeeinflussbare Einschränkung im neu eröffneten Nordamerikageschäft hat ein noch höheres Ergebnis im Berichtszeitraum leider verhindert. Durch die produktbedingt sehr kurze Verkaufssaison war ein Gegensteuern nicht mehr möglich. Die Media-Print Group GmbH deckt, neben ihrer reinen Holdingfunktion, die Zentralbereiche Buchhaltung, Finanzen, Personal, Versicherungen und Steuern ab. Hier konnten die operativen Ziele hinsichtlich Kosten und Leistungen voll erfüllt werden. a) Ertragslage
Die geschilderten Faktoren Anlaufverluste durch Restrukturierung, erhöhte Einkaufskosten und geringeres Umsatzvolumen ließen das Betriebsergebnis mit 1,2 Mio. € um 0,2 Mio. € geringer ausfallen als im Vorjahr. Bei strak verbessertem Zinsergebnis und gesunkener Steuerlast ergibt sich eine Bilanzergebnis von 869 T€, das entspricht einer Gesamtleistungsrendite von 4,9%. In den Ergebnisdaten sind Firmenwertabschreibungen iHv 490 T€ enthalten. b) Finanzlage Das positive Jahresergebnis erhöhte das Eigenkapital auf 1,3 Mio. € T€. Die Eigenkapitalquote steigerte sich von 4,1% im Vorjahr auf aktuell 12,6% der Bilanzsumme. Die Bankverbindlichkeiten liegen zum Bilanzierungszeitpunkt mit 1,3 Mio. € um nahezu 33% unterhalb des Vorjahreswertes und beinhalten keine Langfristverträge. Die Gesamtverbindlichkeiten der Firmengruppe gingen um 15% auf 7,4 Mio. € zurück. Den größten Posten hierbei bilden die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen iHv 4,7 Mio. € (Vorjahr 5,1 Mio. €) aus dem inseratfinanzierten Bereich. Die Firmen der Unternehmensgruppe waren jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Der erwirtschaftete operative cash-flow von 2,2 Mio. € reichte aus, um neben den Tilgungsleistungen auch die Investitionen von rund 860 T€, über die im Folgenden weiter berichtet wird, zu finanzieren. c) Vermögenslage
Das Anlagevermögen der Konsolidierungsbilanz reduzierte sich durch planmäßige Abschreibung der Firmenanteile um 490 T€ und durch übrige planmäßige Abschreibung auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände um 897 T€. Saldiert mit den Anlagenzugängen im Rahmen operativer Geschäftstätigkeit ergibt sich ein Rückgang um 528 T€ auf 1,9 Mio. €. Die Vorräte, im Wesentlichen bestehend aus Unfertigen Erzeugnissen, haben gering um 88 T€ auf 669 T€ abgenommen. Auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich, allerdings deutlicher, um 257 T€ im Vergleich zum Vorjahreswert auf 1.174 T€. Die Sonstigen Vermögensgegenstände stiegen dagegen von 5,7 Mio. € auf 6,3 Mio. € an. Gründe hierfür sind der Anstieg der Vorschusszahlungen an selbständige Handelsvertreter bei den inseratfinanzierten Firmen und ein erhöhter Saldo der kurzfristigen Ausleihungen an den parallelen Konzernverbund unter der M.P. Media-Print GmbH & Co. KG, in dem die Print- und Online-Sales-Aktivitäten zusammengefasst sind. Die Bilanzsumme von 10,3 Mio. € fällt im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Mio. € geringer aus. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter, Wareneinsatzquote, Umsatzrendite und den Cash Flow heran. Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen, den Cash Flow aus der Summe aus Jahresergebnis, Abschreibungen und Dotierung (bzw. Auflösung) längerfristiger Rückstellungen. Der Umsatz pro Mitarbeiter hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 18 T€ auf 176 T€ reduziert. Die Wareneinsatzquote beläuft sich auf 46,6% nach 47,9% im Vorberichtszeitraum und zeigt sich damit leicht rückläufig. Die EBIT-Umsatzrelation beträgt 6,5% und hat sich damit um 0,8 Prozentpunkte gegenüber dem Vorzeitraum abgeschwächt. Der Cash Flow sinkt im Vorjahresvergleich um 0,4 € Mio. € und beläuft sich auf 2,2 Mio. € im Berichtszeitraum. Die Prognose unserer Leistungsindikatoren aus dem letzten Wirtschaftsjahr ist unter Einbeziehung des leicht reduzierten Geschäftsgangs im Wesentlichen eingetroffen. Unsere finanzielle Lage kann insgesamt als zufriedenstellend bezeichnet werden. 4. Investitionen und Ausrichtung Im Verlauf des Berichtszeitraums wurden in der Firmengruppe 859 T€ investiert, die Finanzierung erfolgte durch die eigenen erwirtschafteten liquiden Mittel. Den Großteil der operativen Investitionen verursachte mit 772 T€ die Firma Eckmann, wo aufgrund der besonderen Bilanzierungsvorschriften die Kosten zur Erstellung der Orientierungsanlagen und Online-Präsenzen mit dreijähriger Veröffentlichungszeit aktiviert werden müssen. Das übrige Investitionsvolumen betrug beim infoverlag 40 T€ und beim Verwaltungs-Verlag 15 T€, Calvendo schließlich investierte 32 T€ im Berichtszeitraum. Schwerpunkt der Anschaffungen lag in allen Unternehmen bei Software und EDV-Hardware und zu geringem Anteil bei Mietereinbauten sowie Geschäftsausstattung. 5. Mitarbeiterentwicklung Zum Bilanzstichtag waren in dem Unternehmen des Konsolidierungskreises 94 aktive Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fest beschäftigt, drei mehr als im Vorjahresbericht genannt. Die Zahl der bezugsberechtigten Betriebsrentner beträgt 6. III. Prognosebericht Der Verlagsbereich wird das Geschäftsjahr 23-24 mit generell unverändertem Leistungsportfolio angehen, was jedoch die Adaption an wechselnde Anforderungen ausdrücklich nicht ausschließt. Unsere Planung für die kommende Wirtschaftsperiode geht von einem konsolidierten Gesamtleistungsvolumen iHv 17,3 Mio. € bei einem positiven EBITDA von 1,5 Mio. € aus. Die aktuell erreichten Werte weisen darauf hin, dass trotz leichter Volumenunterschreitung die Renditeziele erreicht werden. Die Meringer Verlage, mediaprint infoverlag GmbH und Verwaltungs-Verlag GmbH & Co. Betriebs OHG, planen für das kommende Geschäftsjahr aufgrund der laufenden Transformationsprozesse in den Bereichen Vertrieb, interner Workflow und Leisungsportfolio ein verhalten positives Betriebsergebnis mit nur ausgeglichenem EBITDA. Der Geschäftsgang der Firma Eckmann ist langjährig konstant und von hoher Ertragskraft. Wenn auch nur mit geringem Wachstumspotential, sind hier auch starke Einbrüche nur von geringer Wahrscheinlichkeit. Wir sehen aber unverändert den dämpfenden Effekt aus der Schwierigkeit, den Pool der Vertriebspartner zu verjüngen. Das Geschäftsmodell von Calvendo kann mittlerweile als gereift und vom Markt positiv angenommen bezeichnet werden. Für die kommende Periode wird alles unternommen, um die Profitabilität in den aktuell bedienten Vertriebsregionen konstant zu halten und gleichzeitig ein stabiles Wachstum durch die Erschließung neuer Landesmärkte zu generieren. Aus den Vorgängen des zurückliegenden Geschäftsjahres wurden die entsprechenden Lehren gezogen und die Abläufe zielmarktgerecht geändert. Eine wesentliche Änderung in der Struktur der Firmengruppe wird mit dem Beginn des nächsten Geschäftsjahres stattfinden: Wir werden mit Wirkung zum 01.07.2023 die beiden Teile der mediaprint-Gruppe, die Drucksparte und den Verlagsbereich, zu einer rechtlichen Einheit zusammenführen. Durch die intensiven gegenseitigen Verflechtungen im Kapitalbereich besteht de facto bereits ein Haftungsverbund, der nun auch in den unmittelbaren Beteiligungsverhältnissen abgebildet werden wird. Die aktiven Firmen der Drucksparte überführen wir in den Besitz der Media-Print Group GmbH. Die Unternehmen mediaprint solutions GmbH, PDC Paderborner Druck Centrum GmbH, Online Druck GmbH & Co. KG sowie portavice GmbH werden dadurch zu Schwesterunternehmen von mediaprint Graphisches Institut Eckmann GmbH, Verwaltungs-Verlag GmbH & Co. Betriebs OHG, mediaprint infoverlag GmbH und der CALVENDO Verlag GmbH. IV. Chancen- und Risikobericht Chancen Die Rentabilität der sicher beherrschten Geschäftsmodelle bietet genug finanziellen und zeitlichen Spielraum, sinnvolle Erweiterungen in neue Märkte und Marktsegmente zu testen und bei positiver Erfahrung zügig auszubauen. Die breite Streuung der Vertriebsaktivitäten (Calvendo im B2C-Bereich international tätig, Eckmann, info-und Verwaltungs-Verlag bundesweit aufgestellt im branchenneutralen B2B-Bereich mit Kommunalbezug) hat sich gerade in der zurückliegenden Krisensituation eindeutig bewährt. Diese Strategie wird beibehalten, um partielle Ausfälle kompensieren zu können. Risiken Beschaffungsrisiken: Die durch Zukauf realisierten grafischen Dienstleistungen und Printprodukte lassen sich auf dem deutschen Binnenmarkt sowie Druckereien in Anrainerstaaten derzeit problemarm zukaufen. Die wirtschaftlich herausfordernde Situation konventioneller Druckereien kann dazu führen, dass bestehende Lieferantenbeziehungen ersetzt werden müssen. Neue Partner müssen dann hinsichtlich Preises, Qualität und Liefertreue geprüft und in die Bestellprozesse eingebunden werden. Die anhaltende weltweite Verknappung und gleichzeitige Verteuerung von grafischen Papieren hat diesen Aspekt nochmals verschärft und kann die Rendite der printbasierten Geschäfte stärker unter Druck bringen. Für das Geschäftsmodell der CALVENDO Verlag GmbH ist zudem die vollständig verlässliche just-in-time-Produktion und Auslieferung von entscheidender Bedeutung. Risiken human resources: Von besonderer Bedeutung ist es für den Erfolg der Unternehmensgruppe, das Fachwissen und Engagement des Mitarbeiterstammes zu halten und zu mehren. Angesichts der faktischen Vollbeschäftigung in den passenden Qualifikationssegmenten des deutschen Arbeitsmarktes sind Ausfälle und/oder Abgänge der Belegschaft nicht leicht zu kompensieren. Auch ein denkbares sprunghaftes Wachstum würde mit den bestehenden Kapazitäten behindert werden. Gemeinsame permanente Aufgabe aller werbefinanzierten Unternehmen ist es zudem, den Mitarbeiterbestand im kaufmännischen Außendienst auf einem Niveau an Qualität und Quantität zu halten, um die möglichen Umsatzvolumina auch realisieren zu können. Risiken Gesamtwirtschaft: Nach unserer Kenntnis und Perspektive gibt es eine Vielzahl möglicher negativer Einflussfaktoren, die sich negativ auf die Entwicklung der Gesamtwirtschaft auswirken können: da ist zuerst der seit über einem Jahr andauernde Krieg in der Ukraine mit der Folge der wiederauflebenden globalen Blockbildung und den daraus resultierenden Handelshemmnissen und Lieferkettenproblematiken. Dann die ungebremste Energiepreisentwicklung und daraus folgend eine erhöhte Realinflation mit dämpfenden Folgen auf das private Konsumverhalten. Ein Risikofaktor ist der starke Rückgang des stationären Einzelhandels aufgrund der Konsumverlagerung in die oligopol strukturierten Onlinemarktplätze. Die Abkehr, von der seit 2008 andauernden Niedrig- bis Nullzinspolitik in nahezu allen westlichen Industrieländern hat für unsere Firmengruppe aufgrund der geringen Fremdkapitalquote keinen schwerwiegenden Einfluss, könnte aber bei schwächer finanzierten Geschäftspartnern und Marktteilnehmern für Existenzprobleme sorgen, was wiederum erhöhten Aufwand bei der zuverlässigen Ersatzbeschaffung bedeuten könnte. Ob, wann und in welchem Maße diese Szenarien real eintreten und welche unmittelbaren Negativeinflüsse auf unsere Aktivitätsfelder daraus eintreten können, können wir als mittelständisch orientierte Firmengruppe nicht gesichert feststellen oder prognostizieren. Aus aktueller Sicht auf Basis der bekannten Informationen ist jedenfalls festzustellen, dass keine den Fortbestand der Unternehmensgruppe unmittelbar gefährdenden Risiken bestehen und auch für die Zukunft keine solchen Risiken erkennbar sind. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Der Bestand an Finanzinstrumenten wird vollständig in der Bilanz ausgewiesen und umfasst auf der Aktivseite im Wesentlichen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Höhe der bilanzierten Vermögensgegenstände, die grundsätzlich zum Anschaffungs- bzw. zum Nennbetrag bilanziert sind, gibt damit das maximale Ausfallrisiko an. Individuellen und allgemeine Ausfallrisiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch die Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Auf der Passivseite ausgewiesene Verbindlichkeiten sind zu Rückzahlungsbeträgen angesetzt. Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, insbesondere Debitorenausfallrisiken, Preisänderungsrisiken auf den Beschaffungsmärkten und im Rahmen ihrer Finanzierung auch Zinsänderungsrisiken ausgesetzt. Den Debitorenausfallrisiken begegnet die Gesellschaft durch eine systematische Prüfung der Kreditrisiken bei Vertragsabschluss sowie einer laufenden und zeitnahen Überwachung der Einzelengagements der Kunden. Preisänderungsrisiken auf den Beschaffungsmärkten werden durch die Beobachtung der Veränderung der Preisphasen und durch den Abschluss längerfristiger Einkaufskontrakte minimiert. Zinsrisiken aus der Finanzierung begegnet die Gesellschaft durch eine langfristige Ausrichtung der Unternehmensfinanzierung. Die finanzierten Investitionen sind bis zum Ende der Laufzeit der Kredite durch eine feste Zinsbindung abgesichert. In der Gesellschaft sind umfangreiche Informations- und Überwachungssysteme zur frühzeitigen Erkennung und Begrenzung möglicher Risiken eingerichtet, die sich positiv auf die Steuerung des Unternehmens auswirken. Ein umfassender Versicherungsschutz gegen verschiedene Risiken wird regelmäßig geprüft und aktualisiert.
Paderborn, den 25. April 2024 Ulf Stornebel Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die mediaprint Holding GmbH Konzern: PrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der mediaprint Holding GmbH Konzern und ihrer Tochtergesellschaften - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. Juni 2023, der Konzerngewinn- und Verlustrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung und dem Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der mediaprint Holding GmbH Konzern für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Bielefeld, den 23. Mai 2024 Ostwestfälische
Gez. Werner Klockemann, Wirtschaftsprüfer |
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