Stammdaten

Register
Amtsgericht Walsrode HRB 30086
Eingetragen
28.7.1972
Branche
Forschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieHerstellung von pharmazeutischen GrundstoffenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Der Gegenstand der Gesellschaft ist die direkte oder indirekte Beschäftigung mit der Forschung und Entwicklung, der Herstellung und dem Verkauf von biotechnologischen und biowissenschaftlich basierten Produkten, Hilfsstoffen und Zutaten für die Lebensmittelindustrie, pharmazeutische Industrie und Landwirtschaft, insbesondere von Enzymen, Bakterienkulturen, Probiotika und sonstigen Fermentierungsprodukten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Carsten Rou
seit 6.6.2019
Geschäftsführer
Ludger Bückers
seit 12.7.2006
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Chr. Hansen A/SDNK
99.00%
Novozymes A/SDNK
1.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
363.912 €
94.90%
Biostar GmbH
Germany
19.557 €
5.10%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Chr. Hansen GmbH

Nienburg/Weser

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.09.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Chr. Hansen GmbH mit Sitz in Nienburg ist als Teil der Chr. Hansen Gruppe ein Produzent von Enzymen und Kulturen, die im Wesentlichen an die Chr. Hansen Gruppe geliefert und verkauft werden. Weiterhin werden biotechnologische Hilfsstoffe vertrieben.

Die Chr. Hansen GmbH ist in Deutschland einer der führenden Anbieter in den folgenden Bereichen:

Starterkulturen, Milchgerinnungsenzyme, Enzyme und Testsysteme für die Milchwirtschaft (Cultures & Enzymes)

Kulturen für die Wein- und Fleischindustrie (Cultures)

Produkte zur Verbesserung der menschlichen, tierischen und pflanzlichen Gesundheit (Health & Nutrition)

2. Forschung und Entwicklung

Bei der Chr. Hansen GmbH bestehen nur geringe Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten, die von der Chr. Hansen A/S beauftragt sind. Diese betreffen die Prozessentwicklung, d. h. insbesondere die Optimierung unserer Produktionsverfahren. Die in diesem Zusammenhang anfallenden Aufwendungen werden an die Chr. Hansen A/S berechnet.

Die wesentlichen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, im Sinne von Produktentwicklungen werden innerhalb der Chr. Hansen Gruppe vom Mutterunternehmen in Dänemark betrieben. Der Aufwand im Konzern beträgt ca. 7,7 % vom Umsatz. Von den Ergebnissen profitiert auch die Chr. Hansen GmbH gegen die Zahlung von Lizenzgebühren.

II. Wirtschaftsbericht

1. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich im Jahr 2023 für die Milchwirtschaft und andere Branchen wesentlich stärker verändert als in den Vorjahren. Die Inflationsrate ist noch immer auf hohem Niveau mit 5,9 % im Vergleich zu 6,9 % im Vorjahr (Quelle: Statista). Nahrungsmittel bleiben in Deutschland in 2023 auch weiterhin der stärkste Preistreiber. Gegenüber Mai 2022 war im Mai 2023 ein Preisanstieg um 14,9 % zu verzeichnen. Besonders stark gestiegen sind die Preise für Molkereiprodukte und Eier (Quelle: BLE / BZL).

Dem Kaufkraftschwund hat die Bundesregierung durch verschiedene finanzielle Maßnahmen breitflächig entgegengewirkt. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Quelle: Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %.

Im Jahr 2023 wurden in Deutschland 2,66 Millionen Tonnen Käse produziert, was einem leichten Anstieg gegenüber 2022 entspricht, als die Produktion bei 2,64 Millionen Tonnen lag. Trotz dieser Zunahme sank der Pro-Kopf-Verbrauch von Käse von 24,6 kg in 2022 auf 23,8 kg in 2023 (Quelle: Statista).

Die Herstellung von Pasta-Filata-Käse ist um 1,1 % ausgedehnt worden sowie Schnittkäse mit einem Wachstum von 1,1 %. Frischkäse hatte einen Zuwachs von 0,3 % zu beobachten.

Die Absätze über den Food-Service dürften sich weiter erholt haben, da die Restriktionen für das öffentliche Leben im Vergleich zu den beiden Vorjahren ab dem Frühjahr zunehmend entfallen sind (Quellen: Milchindustrieverband Deutschland, Nielsen Zahlen, ZMB, AMI).

Die Fleischwarenindustrie hat weiterhin mit Problemen zu kämpfen. Der langfristige Trend eines rückläufigen Pro-Kopf-Verbrauchs von Fleisch aufgrund veränderter Verbrauchergewohnheiten wird nun durch die sinkende Kaufkraft aufgrund der Inflationseffekte in ganz Europa massiv verstärkt, was die Schweinefleischpreise auf ein Allzeithoch treibt.

Insgesamt wurde in der EU von 2021 bis 2023 ein massiver Rückgang des Produktionsvolumens von rund 12 % bei verarbeiteten Fleisch- und Wurstwaren verzeichnet (Quelle: EUROSTAT - Pigmeat Dashboard 23/05/2024). Dies reduziert die Kapazitätsauslastung und erhöht die Fixkostenbelastung der Produzenten. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Spitzenpreise, mit denen die Fleischindustrie derzeit konfrontiert ist, bis zu einem gewissen Grad ausgeglichen werden kann, da die Inflation zurückgeht und somit die Produktion für die Fleischereien erschwinglicher wird.

Die Nachfrage für Fleischersatzprodukte steigt weiter an. So lag 2022 der Pro-Kopf-Absatz von Fleischersatzprodukten in Deutschland bei 0,44 Kilogramm. Laut Prognose soll der Absatz im Jahr 2028 auf 0,76 Kilogramm pro Person anwachsen, denn der Trend zum Vegetarismus zieht weiter an (Quelle: Statista 2024).

Die Anzahl der Menschen in Deutschland, die sich selbst als Vegetarier bezeichnen lag im Jahr 2023 bei rund 8,12 Millionen. Damit waren es ca. 3 % mehr als noch ein Jahr zuvor (Quelle: Statista 2024, Allensbacher Markt- und Werbeträger-Analyse). Auch durch die steigenden Angebote an vegetarischen und veganen Fleischimitaten in deutschen Supermärkten, greifen immer mehr Leute zu den teilweise noch teureren Alternativprodukten.

Im Bereich Health & Nutrition gehen Marktforschungsinstitute (z. B. Euromonitor) für den deutschen Markt für probiotische Nahrungsergänzungsmittel im Zeitraum 2023-28 von einem durchschnittlichen jährlichem Wachstum von 4-7 % aus.

Durch zahlreiche Markteinführungen neuer wissenschaftlich getesteter probiotischer Stämme ist in den kommenden Jahren ein weiterer Umsatzanstieg zu erwarten. Verstärkt wurde in die wissenschaftliche Erforschung der probiotischen Stämme investiert. Neue Daten wurden entsprechend publiziert und auf wissenschaftlichen Symposien vorgestellt.

Die Chr. Hansen Gruppe wird weiterhin ein führender Partner für die Entwicklung probiotischer Nahrungsergänzung für Darmgesundheit im Vertriebsweg Apotheke sein. Die angestrebte, verstärkte Zusammenarbeit mit Kunden im Bereich E-Commerce konnte in 2023 aber ebenfalls forciert und ausgebaut werden.

2. Geschäftsverlauf

Aufgrund der Tatsache, dass es sich bei diesem Jahresabschluss um ein Rumpfgeschäftsjahr handelt, sind insbesondere die zeitraumbezogenen Angaben, Kennzahlen und Veränderungen zum Vorjahreszeitraum aufgrund der unterschiedlichen Längen der Geschäftsjahre nur eingeschränkt vergleichbar. Diese Fälle sind mit „n/a“ entsprechend gekennzeichnet.

2.1. Bedeutsamste Leistungsindikatoren

Die operative Steuerung der Chr. Hansen GmbH erfolgt im Wesentlichen anhand der finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz und Materialeinsatz (in %) (Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe / Umsatzerlöse) und Jahresergebnis. Neben finanziellen werden auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung herangezogen. Genauer betrachtet werden in diesem Rahmen die durchschnittlichen DSO (Days sales outstanding = Außenstandsdauer der Forderungen) und die Mitarbeiterfluktuation. Die DSO beziehen sich auf die Umsätze der letzten zwei Monate des Geschäftsjahres und Forderungen gegen fremde Dritte; ausgeschlossen sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen.

Da für das Rumpfgeschäftsjahr keine Leistungsindikatoren gesondert prognostiziert wurden, erfolgt hier nur eine Erläuterung der Entwicklung der Indikatoren gegenüber dem Vorjahr:

Leistungsindikator Rumpfgeschäftsjahr 2023 2022/23 Veränderung
Umsatz T€ 51.752 T€ 168.222 n/a
Materialeinsatz in % 53,0 % 52,9 % + 0,1 %-Punkte
DSO-Entwicklung in Tagen 29,2 26,6 + 2,6 Tage
Mitarbeiterfluktuation in % 3,0 % 4,0 % n/a
Jahresergebnis T€ 1.005 T€ 7.134 T€ - 6.129

2.2. Umsatzentwicklung

Der Umsatz der Chr. Hansen GmbH lag im Rumpfgeschäftsjahr 2023 bei 51,752 Mio. €.

Die Aufteilung der Umsätze im Berichtsjahr stellt sich wie folgt dar:

Segment Rumpfgeschäftsjahr 2023
T€
Anteil
%
Geschäftsjahr 2022/23
T€
Anteil
%
Veränderung
%
Inlandsumsätze 15.591 30,1 51.915 30,9 n/a
Exportumsätze 10.818 20,9 38.518 22,9 n/a
Umsätze mit verbundenen Unternehmen 25.343 49,0 77.789 46,2 n/a
51.752 100,0 168.222 100,0 n/a

2.3. Beschaffung

Die Beeinträchtigungen in den globalen und regionalen Lieferketten haben sich im Rumpfgeschäftsjahr 2023 weiter reduziert. Die Verfügbarkeit bei den Rohmaterialien und Komponenten war im Berichtsjahr deutlich höher, als noch im Geschäftsjahr 2021/22. Auch wenn es manchmal noch zu Verzögerungen bei den Lieferungen kam, wurden die abgeschlossenen Kontrakte von unseren Lieferanten weitestgehend eingehalten.

Trotz der normalen Verfügbarkeit der von der Chr. Hansen GmbH bezogenen Kohlenhydratquellen auf der Basis von Mais, Weizen, Kartoffel und Zuckerrübe gab es im Markt deutliche Anstiege der Beschaffungspreise. Ursacher hierfür waren und sind die noch hohen Energiepreise und die nach dem Angriff auf die Ukraine hohen Rohwarenpreise.

Die Chr. Hansen GmbH hat hier von bestehen Liefervereinbarungen profitiert und konnte somit die Preissteigerungen begrenzt auffangen. Dennoch lagen die Einkaufspreise im Rumpfgeschäftsjahr ähnlich hoch wie im Geschäftsjahr 2022/23 und damit deutlich über den Niveau der Vorjahre. Bei der Beschaffung stand die zeitnahe Anlieferung der für die Produktion wichtigen Rohwaren im Vordergrund. Produktionsstörungen wurden hierdurch vermieden. Aufgrund hoher Energiepreise wurden Produktionen gedrosselt und wichtige Prozesshilfsmittel aus Asien waren nur teurer und schwieriger zu beschaffen.

Vom Anstieg der Beschaffungspreise waren nahezu alle Zutaten (Mineralien, Chemikalien, Proteine, Vitamine und Aminosäuren), die wir für unsere Fermentationsstandorte in Nienburg und Pohlheim benötigen betroffen. Insgesamt haben sich die Bezugskosten für Energien am Markt seit dem Geschäftsjahr 2021/22 deutlich verteuert, bedingt durch langfristige Verträge war die Chr. Hansen GmbH hiervon nicht so stark betroffen.

Die in Deutschland vertriebenen Molkereikultur- und Health & Nutrition-Produkte wurden bei der Chr. Hansen A/S, Dänemark oder bei anderen ausländischen Schwestergesellschaften eingekauft.

Materialeinsatz Rumpfgeschäftsjahr 2023 Geschäftsjahr 2022/23 Veränderung
Umsatz T€ 51.752 T€ 168.222 n/a
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe T€ 27.445 T€ 88.954 n/a
Materialeinsatz in % 53,0 % 52,9 % + 0,1 %-Punkte

Im Ergebnis hat sich der Materialeinsatz gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr nahezu nicht verändert.

2.4. Produktion

Auch im vergangenen Geschäftsjahr erfolgten Maßnahmen, die sowohl der weiteren Entwicklung als auch der Sicherung der Produktionsprozesse dienen. Im Bereich der Prozessentwicklung wurden kleinere Investitionen vorgenommen. Weiterhin gab es kleinere Maßnahmen zur Erhöhung der Produktionsausbeute. Zur Erhöhung der Qualität wurden kleinere Investitionen am Standort Nienburg getätigt. Weitere Maßnahmen zur Verbesserung des Produktionsprozesses und zur Erhöhung der Produktionsausbeute wurden am Standort Pohlheim getätigt. Im kommenden Jahr sind an beiden Standorten Maßnahmen zur Produktionssicherung und zur Erhöhung der Produktionskapazität sowie der Produktionsqualität mit höheren Investitionsvolumen geplant.

3. Lage des Unternehmens

3.1. Vergleich der tatsächlichen zu der prognostizierten Entwicklung der Leistungsindikatoren

Aufgrund der Tatsache, dass für das Rumpfgeschäftsjahr keine Prognose erstellt wurde, wird auf den sonst üblichen Vergleich der tatsächlichen zu der prognostizierten Entwicklung der Leistungsindikatoren verzichtet. Es kann lediglich ein eingeschränkter Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr gezogen werden.

3.2. Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind auf monatlicher Basis gegenüber dem Vorjahr leicht um ca. 8 % gesunken.

Dies betrifft insbesondere die Exportumsätze, die monatlich betrachtet um ca. 16 % gesunken sind. Dies ist im Wesentlichen auf rückläufige Umsätze von vier Großkunden zurückzuführen.

Die Inlandsumsätze liegen bei monatlicher Betrachtung ca. 10 % unterhalb des Vorjahresniveaus; maßgeblich dafür sind zwei Kunden im Bereich Animal Health / Plant Health, die seit dem Zeitraum von anderen Konzerngesellschaften beliefert werden.

Die Umsätze mit verbundenen Unternehmen sind auf monatlicher Basis hingegen nur um ca. 2 % gesunken und damit annähernd auf Vorjahresniveau.

Aufgrund der rückläufigen Umsatzerlöse sind insbesondere die Bestände an fertigen Erzeugnissen angestiegen.

Die Materialaufwendungen haben sich bei monatlicher Betrachtung analog der Umsatzerlöse entwickelt und sind gegenüber dem Vorjahr um ca. 8 % zurückgegangen. Dies zeigt sich auch in der oben aufgeführten, nahezu unveränderten Materialeinsatzquote.

Der Personalaufwand ist bei monatlicher Betrachtung um ca. 6 % gegenüber dem Vorjahr angestiegen, was auf Gehaltserhöhungen und einen minimalen Anstieg der durchschnittlichen Arbeitnehmer zurückzuführen ist.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind auf monatlicher Basis aufgrund der Investitionen des vorherigen Berichtsjahres leicht um ca. 5 % angestiegen.

Abschließend sind auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf monatlicher Basis gegenüber dem Vorjahr leicht um ca. 4 % angestiegen, was im Wesentlichen auf vergleichsweise höhere Vertriebskosten zurückzuführen ist.

Als Ergebnis dieser Effekte ist das Jahresergebnis des Rumpfgeschäftsjahres auf monatlicher Basis deutlich geringer als im Vorjahr.

3.3. Finanzlage

Kapitalstruktur

Die Finanzierung des Vermögens erfolgt durch Zahlungsmittelzuflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit sowie bei Bedarf durch kurzfristige Darlehen aus dem Konzern. Die Eigenkapitalquote ist von 36,1 % auf 34,8 % gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf die zum Stichtag höheren Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aufgrund der bestehenden Verbindlichkeit aus Cashpooling (T€ 56.449; Vorjahr: T€ 43.264) zurückzuführen, während das Eigenkapital aufgrund der Gewinnabführung in unveränderter Höhe besteht. Die Rückstellungen verringerten sich von T€ 10.914 auf T€ 8.470, was im Wesentlichen auf Auszahlungen im Zusammenhang mit Personalrückstellungen zurückzuführen ist. Die übrigen Posten der Passiva haben sich nicht wesenlich zum Vorjahr verändert.

Außerbilanzielle finanzielle Verpflichtungen bestanden am Stichtag in Höhe von T€ 735 (Vorjahr: T€ 862). Diese betreffen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen.

Investitionen

Im Rumpfgeschäftsjahr 2023 wurden insgesamt Investitionen in Höhe von 7,6 Mio. € getätigt, wovon 6,1 Mio. € auf den Standort Nienburg und 1,5 Mio. € auf den Standort Pohlheim entfallen. Diese dienen im Wesentlichen der Optimierung und der Erweiterung der Produktion. Die neuen Labore sowie das Technikum am Standort Pohlheim sind im Herbst 2023 in Betrieb genommen worden. Die den Standort Nienburg betreffenden Investitionen im Berichtszeitraum betrafen im Wesentlichen die Sicherung von Produktionsprozessen, die Aufarbeitung von Fertigprodukten sowie die Erweiterung der Prozessentwicklung.

Liquidität

Die Chr. Hansen GmbH hält zum Stichtag nur geringe flüssige Mittel, da sie in den Cashpool der Chr. Hansen Holding A/S einbezogen ist. Im Berichtsjahr besteht eine Verbindlichkeit aus Cashpooling in Höhe von T€ 56.449 (Vorjahr: T€ 43.264). Die im abgelaufenen Geschäftsjahr getätigten Investitionen in Höhe von T€ 7.573 wurden aus dem laufenden Mittelzufluss und auch aus dem von der Chr. Hansen Holding A/S installierten Cashpool finanziert.

Der Cash-Flow der Chr. Hansen GmbH entwickelte sich im Vergleich zum Vorjahr negativ:

Geschäftsjahr 2023 Geschäftsjahr 2022/23 Veränderung
Operativer Cashflow T€ 2.160 T€ 5.520 T€ -3.360
Investitions-Cashflow T€ -7.573 T€ -17.365 T€ 9.792
Finanzierungs-Cashflow T€ -7.941 T€ -8.713 T€ 772
Veränderung des Finanzmittelfonds T€ -13.354 T€ -20.559 T€ 7.205
Finanzmittelfond zu Periodenbeginn T€ -42.709 T€ -22.150 T€ -20.559
Finanzmittelfond zu Periodenende T€ -56.063 T€ -42.709 T€ -13.354

Der Cash-Flow aus operativer Geschäftstätigkeit beträgt T€ 2.160 (Vorjahr: T€ 5.520). Die Reduzierung gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus einem aufgrund des kürzeren Geschäftsjahres geringeren Periodenergebnisses und geringeren Abschreibungen sowie einer Abnahme der Rückstellungen in Höhe von T€ 2.444. Diese Effekte können durch gegenüber dem Vorjahr geringere Abnahmen der Verbindlichkeiten und eine Zunahme der übrigen Aktiva nicht kompensiert werden.

Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit beträgt T€ -7.573 (Vorjahr: T€ -17.365). Die Reduzierung gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der Verringerung der Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen im nur vier Monate umfassenden Rumpfgeschäftsjahr 2023 gegenüber dem 12 Monate umfassenden Vorberichtszeitraum.

Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit beträgt T€ -7.941 (Vorjahr: T€ -8.713). Die Verringerung gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der Abführung des Jahresüberschusses 2022/23 (T€ 7.134), welcher gegenüber 2021/22 (T€ 7.285) niedriger ausfiel (T€ -151), sowie Zinszahlungen (T€ 807), die gegenüber dem Vorjahr (T€ 1.429) geringer (T€ -622) waren.

Im Rahmen der Erstellung der Kapitalflussrechnung wurden Verbindlichkeiten aus dem konzerninternen Cashpool dem Finanzmittelfond der Gesellschaft zugerechnet.

Die Außenstandsdauer der Forderungen (DSO - Days sales outstanding) der Chr. Hansen GmbH hat sich im Vergleich zum Vorjahr erhöht:

Forderungen Rumpfgeschäftsjahr 2023 Geschäftsjahr 2022 /23 Veränderung
DSO-Entwicklung in Tagen 29,2 26,6 +2,6 Tage

3.4. Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr von T€ 122.854 auf T€ 127.353 angestiegen. Hintergrund ist im Wesentlichen ein Anstieg im Bereich der Sachanlagen (T€ 5.882), der im Wesentlichen aus den oben beschriebenen Investitionen rührt. Diesem stehen Abschreibungen in Höhe von T€ 1.691 entgegen. Der Rückgang der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände von T€ 23.359 um T€ -3.095 auf T€ 12.260 wird durch den Anstieg des Vorratsvermögens von T€ 10.206 um T€ 2.054 auf T€ 12.260 fast kompensiert. Die Anlagenintensität ist im Ergebnis von 72,0 % auf 74,0 % gestiegen.

4. Mitarbeiterentwicklung

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl der Chr. Hansen GmbH ist im Rumpfgeschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen unverändert.

Kennzahlen Personal: Rumpfgeschäftsjahr 2023 Geschäftsjahr 2022 /23 Veränderung
Mitarbeiterfluktuation in % 3,0 % 4,0 % n/a
durchschnittliche Zahl Mitarbeiter (inkl. Azubi) 289 288 + 0,3 %
Personalaufwand T€ 7.690 T€ 21.669 n/a
Personalaufwand pro Mitarbeiter T€ 27 T€ 75 n/a

Der Personalaufwand sowie der Personalaufwand pro Mitarbeiter sind aufgrund des nur vier Monate umfassenden Rumpfgeschäftsjahres gegenüber dem zwölf Monate umfassenden Vorberichtszeitraumes entsprechend geringer.

5. Gesamtaussage der Geschäftsleitung zur Lage und dem Geschäftsverlauf des Unternehmens

Im Rumpfgeschäftsjahr 2023 hat sich die Chr. Hansen GmbH positiv entwickelt. Trotz leichter Umsatzrückgänge blieb die Materialeinsatzquote nahezu unverändert. Darüber hinaus konnte ein Jahresüberschuss im Rumpfgeschäftsjahr erzielt werden. Die Mitarbeiterfluktuation ist nach wie vor auf einem sehr niedrigen Niveau. Abschließend konnten die hohen Investitionstätigkeiten im Rumpfgeschäftsjahr weiter vorangetrieben werden. Es gab keine wesentlichen Veränderungen gegenüber dem üblichen Geschäftsverlauf der Vorjahre.

III. Chancen- und Risikobericht, Prognosebericht

Chancenbericht

Ausgehend von einem weiterhin stabilen, leicht wachsenden Nahrungsmittelmarkt können sich zukünftige Chancen für die Chr. Hansen GmbH im Wesentlichen aus der Entwicklung und Markteinführung neuer Produkte im Konzernverbund ergeben.

Die Chr. Hansen GmbH ist im deutschen Milchmarkt im Bereich der Kulturen und Enzyme sehr gut im Markt positioniert. Daher bestehen weiterhin gute Möglichkeiten auch in den nächsten Jahren in diesem Bereich der Nahrungsmittelindustrie Umsatzwachstum zu generieren. Dieses gilt insbesondere für das Segment Käse, in dem die Produktion aller Voraussicht nach auch im Kalenderjahr 2024 weiter steigen wird.

Die Chr. Hansen GmbH hat für den gesamten Bereich Milch innovative Produkte entwickelt, aus denen sich gute Wachstumschancen ergeben können. Hierbei handelt es sich beispielsweise um Direktstarterlösungen für die Käseherstellung von Schnittkäse, neue Lösungen zur Reduzierung des Zuckergehaltes fermentierter Milchprodukte, probiotische Kulturen Konzepte für die Darmgesundheit, sowie Schutzkulturen, die z.B. die Mindesthaltbarkeit bei Lebensmittelprodukten verlängern. Hohe Zuwachsraten gibt es im Markt für vegetarische und vegane Produkte. Auch hier gibt es von der Chr. Hansen Gruppe zahlreiche Lösungen für den Konsumenten, woraus sich Chancen auf Wachstum für die Chr. Hansen GmbH ergeben können.

Im Segment Human Health & Nutrition konzentriert sich die Chr. Hansen Gruppe weiterhin auf die Entwicklung neuer Konzepte und probiotischer Stämme für unsere Kunden. Diese sollen helfen in dem sich für die Chr. Hansen Gruppe günstig entwickelnden Markt, neue Wachstumschancen zu generieren.

Mit den von der Chr. Hansen Gruppe im Geschäftsjahr 2019/20 getätigten Akquisitionen im Bereich Human Health & Nutrition wurde die Positionierung der Chr. Hansen Gruppe im Markt sowohl durch den Zugewinn neuer Produkte und Kunden als auch einer Erweiterung der Produktionskapazitäten durch zwei GMP Standorte in den USA nachhaltig gestärkt.

Diese Investitionen kommen sowohl der Produktdiversität als auch der Lieferfähigkeit von Produkten zugute und sind somit für die Chr. Hansen GmbH eine wichtige Voraussetzung für ein weiteres Wachstum.

Auch aus der am 29.01.2024 vollzogenen Fusion mit der Novozymes Holding A/S können sich weitere Chancen ergeben. Möglicherweiser gibt es Produkte der neuen Gesellschaft, die die Chr. Hansen GmbH an ihre bisherigen Kunden verkaufen kann. Weitere Chancen bestehen darin, bestehende Produkte an neue Kunden der Novozymes zu verkaufen.

Risikobericht

Die Identifizierung von Risiken im Bereich der Roh-,Hilfs-, und Betriebsstoffe erfolgt im Wesentlichen durch den Bereich Beschaffung; Risiken im Bereich Produktion und Vertrieb werden durch Marktbeobachtung in den jeweiligen Segmenten, in denen auch entsprechende Maßnahmen getroffen werden, identifiziert.

Im Speziellen durch die aktuellen makroökonomischen Entwicklungen können steigende Energiekosten, insbesondere durch steigende Strompreise, höhere Transportkosten sowie die mögliche Rohstoffknappheit bei einigen Produkten und die damit verbundenen Preissteigerungen die Ertragslage des Unternehmens negativ beeinflussen.

Probleme bei den Lieferketten werden auch weiterhin die Lieferfähigkeit von Unternehmen beeinflussen. Dieses kann für die Chr. Hansen GmbH indirekt negative Einflüsse haben, wenn die Hersteller unserer Rohwaren ihreseits keine kontiniuierliche Lieferung zur Herstellung dieser Rohwaren bekommen können.

Im Bereich Health & Nutrition kann das Inkrafttreten neuer gesetzlicher Vorgaben zu entsprechenden positiven und negativen Auswirkungen auf unser Geschäft führen.

Risiken für das Unternehmen durch fehlende Fachkräfte in einzelnen Bereichen des Unternehmens bestehen derzeit nicht. Bislang konnten alle Positionen wunschgerecht besetzt werden.

Wie alle Unternehmen ist die Chr. Hansen Gruppe möglichen Cyber-Risiken ausgesetzt und deshalb abhängig von einer gesicherten IT-Infrastruktur, die das Tagesgeschäft unterstützt und sichert. Eine interne Datenpanne oder ein möglicher externer Versuch der Chr. Hansen Gruppe, seinen Kunden, seinen Lieferanten oder seinen Partnern durch unbefugten Zugriff, Zerstörung, Verfälschung oder Manipulation von Daten oder Systemen Schaden zuzufügen, würde ein erhebliches Risiko für das Unternehmen darstellen. Folgen bei Eintritt des Risikos sind möglicherweise erhebliche finanzielle Auswirkungen, langfristige Betriebsunterbrechung mit starken Auswirkungen auf Lieferungen an die Kunden der Chr. Hansen Gruppe, Reputationsschäden und ein möglicher Verlust von Kunden an die Konkurrenz.

Die Chr. Hansen Gruppe investiert viel in eine geschützte Technologieplattform. Aus diesem Grund wird die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls oder eines böswilligen Eingriffs mit erheblichen Auswirkungen als gering angesehen. Weiterhin haben Digitalisierung und Fernarbeit das Risiko des Auftretens spezifischer Cyberangriffe erhöht. Dieses Risiko wird durch die Aufrechterhaltung eines umfangreichen technischen Netzwerks, Sicherheitskontrollen, Mechanismen zur Durchsetzung von Richtlinien und Überwachungssystemen sowie durch das Management überwacht und kontrolliert.

Die Weltwirtschaft hat im Verlauf des Rumpfgeschäftsjahres 2023 an Wachstumsdynamik verloren. Insbesondere aus dem geopolitischen Konflikt zwischen Russland und der Ukraine resultieren Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Die gegenwärtige geopolitische Spannungslage und die damit verbundene Energiekrise, deren Verlauf und Kosten bislang nicht vollständig absehbar sind, belegen alle Prognosen zur Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit hoher Unsicherheit.

Risiko Eintrittswahrscheinlichkeit
Beschaffungsmarktrisiken Mittel
Lieferkettenrisiken Gering
Regulatorische Risiken Gering
Fachkräftemangel Mittel
Cyber-Risiken Mittel
Politisches Risiko Gering

Neben den allgemeinen Konjunktur-, Branchen und Preisrisiken sowie den oben genannten weiteren unternehmensindividuellen Risiken sind keine Risiken bekannt, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben könnten bzw. den Fortbestand des Unternehmens gefährden würden.

Prognosebericht

Da das Kalenderjahr 2024 bereits abgelaufen ist, werden anstelle der Prognose für das Geschäftsjahr 2024 die im Geschäftsjahr 2024 vorläufig erreichten Leistungsindikatoren sowie die Prognose dieser für das Kalenderjahr 2025 gezeigt. Diese sind wie folgt:

Leistungsindikatoren Prognose-Wert 2025 Ist-Wert 2024 (vorläufig) Ist-Wert Rumpfgeschäftsjahr 2023
Umsatz T€ 174.000 T€ 163.741 T€ 51.752
Materialeinsatz in % 56,8 % 52,5 % 53,0 %
DSO-Entwicklung in Tagen 25,0 24,9 29,2
Mitarbeiterfluktuation in % 4,0 % 4,3 % 3,0 %
Jahresergebnis T€ 8.500 T€ 9.511 T€ 1.005

Für das Kalenderjahr 2025 wird aufgrund der per 29. Januar 2024 vollzogenen Fusion mit der Novozymes A/S und den damit verbundenen Fusions- und Harmonisierungsprojekten die Prognosegenauigkeit auf Gesellschaftsebene voraussichtlich nicht sehr hoch sein. Erwartet wird aber eine Umsatzsteigerung im einstelligen Prozentbereich (konzernweit 7-8 %) bei einer gleichbleibenden Materialeinsatzquote. Hinsichtlich der Mitarbeiterfluktuation und der Außenstandsdauer der Forderungen (DSO - Days sales outstanding) wird von keiner wesentlichen Änderung zum Geschäftsjahr 2024 ausgegangen. Im Kalenderjahr 2025 wird ein Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung in Höhe von ungefähr 8,5 Mio. € erwartet.

Der Wirtschaftsbericht enthält die möglichen Auswirkungen des Ukraine-Krieges. Aus den Störungen an den Beschaffungsmärkten sowie den Lieferketten aufgrund des Ukraine-Krieges erwarten wir absatzseitig geringe Auswirkungen. Kostenseitig werden die anhaltend hohen Energiepreise das Ergebnis belasten.

 

Nienburg, den 18. August 2025

Carsten Rou

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
31.08.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 87.212,12 113.186,64
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 27.359.027,13 27.797.490,30
2. Technische Anlagen und Maschinen 29.552.583,37 29.383.745,70
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.928.843,10 2.923.238,41
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 34.364.343,16 28.192.152,04
94.204.796,76 88.296.626,45
94.292.008,88 88.409.813,09
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.937.514,15 3.756.377,10
2. Unfertige Erzeugnisse 450.428,21 457.880,23
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 7.872.517,07 5.991.784,37
12.260.459,43 10.206.041,70
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.815.184,67 12.984.812,61
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 10.019.900,76 9.460.728,63
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.429.414,68 913.835,07
20.264.500,11 23.359.376,31
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 385.680,01 554.770,63
32.910.639,55 34.120.188,64
C. Rechnungsabgrenzungsposten 150.066,02 323.654,10
127.352.714,45 122.853.655,83

Passiva

31.12.2023
31.08.2023
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklage 32.000.000,00 32.000.000,00
III. Gewinnvortrag 11.355.767,47 11.355.767,47
44.355.767,47 44.355.767,47
B. Sonderposten mit Rücklageanteil 21.309,16 28.760,81
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.628.350,00 3.629.576,00
2. Sonstige Rückstellungen 4.841.526,38 7.284.230,22
8.469.876,38 10.913.806,22
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.565.492,84 6.495.168,84
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 68.556.743,28 60.787.411,73
3. Sonstige Verbindlichkeiten 383.525,32 272.740,76
74.505.761,44 67.555.321,33
127.352.714,45 122.853.655,83

Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. September 2023 bis 31. Dezember 2023

Sep-Dez 2023
2022/23
1. Umsatzerlöse 51.751.641,65 168.222.232,92
2. Erhöhung (+) / Verminderung (-) des Bestandes an fertigen und unfertigen Leistungen 1.705.292,28 -512.164,08
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 573.187,69 1.879.022,10
4. Gesamtleistung 54.030.121,62 169.589.090,94
5. Sonstige betriebliche Erträge 315.356,30 368.459,08
(davon Erträge aus Währungsumrechnung € 74.587,68; Vorjahr € 105.554,82)
54.345.477,92 169.957.550,02
6. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 27.445.182,60 88.953.800,23
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 408.722,18 1.590.597,25
27.853.904,78 90.544.397,48
7. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.454.967,01 18.218.738,54
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.235.327,46 3.449.779,47
(davon für Altersversorgung € 65.240,41; Vorjahr € 152.535,81)
7.690.294,47 21.668.518,01
18.801.278,67 57.744.634,53
8. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.690.968,79 4.846.773,26
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen 15.298.240,62 44.325.233,09
(davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung € 58.600,50; Vorjahr € 222.192,40)
1.812.069,26 8.572.628,18
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 806.871,38 1.429.217,77
(davon aus verbundenen Unternehmen € 784.916,23 ; Vorjahr € 1.389.597,17)
(davon Aufwendungen aus Abzinsung € 17.702,00; Vorjahr € 44.951,00)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 8.951,70
12. Ergebnis nach Steuern 1.005.197,88 7.134.458,71
13. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn 1.005.197,88 7.134.458,71
14. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. September 2023 bis 31. Dezember 2023

1. Grundlagen

Die Chr. Hansen GmbH ist zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Das Geschäftsjahr der Gesellschaft wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 04. Mai 2023 auf das Kalenderjahr geändert, d.h. das Geschäftsjahr beginnt künftig am 1. Januar und endet am 31. Dezember des Kalenderjahres. Das aktuelle Geschäftsjahr, welches am 01. September 2023 beginnt und am 31. Dezember 2023 endet, ist ein Rumpfgeschäftsjahr. Aufgrund der unterschiedlichen Länge der dargestellten Geschäftsjahre sind die Werte in der Gewinn- und Verlustrechnung nur eingeschränkt vergleichbar.

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Nienburg und ist unter HR B 30086 im Handelsregister des Amtsgerichts Walsrode eingetragen.

2. Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

Der Jahresabschluss enthält sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter unter € 800 werden sofort abgeschrieben.

Geleistete Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, werden durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Hilfs- und Betriebsstoffen und Handelswaren erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens. Die fertigen und unfertigen Leistungen und Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bzw. mit dem am Abschlussstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Der Sonderposten mit Rücklageanteil betrifft steuerrechtliche Abschreibungen nach § 281 HGB a.F. auf Grundlage einer Abschreibung nach § 6b EStG.

Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der “Richttafeln 2018 G“ von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,82% (Vorjahr 1,81%). Der durchschnittliche Marktzinssatz für die vergangenen 7 Jahre beträgt 1,74% (Vorjahr 1,63%). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Rentensteigerungen von 2,00% sowie Gehaltssteigerungen von 0,00% zugrunde gelegt. Zum 31. Dezember 2023 beträgt der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB T€ 33.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Die Umsatzrealisation erfolgt, soweit die geschuldete Lieferung oder Leistung erbracht wurde und ein Anspruch auf die Gegenleistung entstanden ist. Umsätze aus Lieferungen werden ausgewiesen, sobald das wirtschaftliche Eigentum (Übergang von Besitz, der Rechte auf Nutzung und Veräußerung, der Lasten und der Gefahren des Verlustes und des zufälligen Untergangs) auf den Kunden übergegangen ist. Umsätze aus Dienstleistungen werden erfasst, sobald die Leistung erbracht wurde. Die Höhe der Umsatzerlöse entspricht der vereinbarten Gegenleistung. Im Übrigen werden die Umsätze unter Abzug der Umsatzsteuer sowie von Erlösschmälerungen ausgewiesen.

Mit der Halley GmbH, Nienburg, besteht seit dem 12. Dezember 2016 ein Gewinnabführungsvertrag. Nach der formalen Betrachtungsweise ist die Halley GmbH als Organträgerin alleinige Steuerschuldnerin, d.h. auch tatsächliche und latente Steuern der Organgesellschaften sind vollständig in dem Jahresabschluss der Organträgerin auszuweisen, da sie alleine die Besteuerungsfolgen treffen. Dementsprechend werden die temporären Differenzen der Chr. Hansen GmbH im Abschluss der Halley GmbH erfasst. Außerdem ergeben sich dadurch bei der Chr. Hansen GmbH keine Auswirkungen aus dem Mindeststeuergesetz und aus ausländischen Mindeststeuergesetzen nach § 274 Abs. 3 Nr. 2 HGB.

3. Erläuterungen zu den einzelnen Bilanzposten

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen vollständig auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und beinhalten analog zum Vorjahr keine Forderungen gegenüber Gesellschaftern.

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Der Gewinnvortrag der Chr. Hansen GmbH (T€ 11.356) ist aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, diesen auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Sonderposten mit Rücklageanteil beinhaltet ausschließlich steuerrechtliche Abschreibungen nach § 281 HGB a.F. (T€ 21; Vorjahr T€ 29) auf Grundlage einer Abschreibung nach § 6b EStG. Von der Übergangsregelung des Art. 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB wurde Gebrauch gemacht, so dass der Sonderposten mit Rücklageanteil, unter Anwendung der für ihn geltenden Vorschriften in der bis zum 28. Mai 2009 geltenden Fassung des HGB, beibehalten wurde. Durch die planmäßige Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil erhöht sich das Jahresergebnis um T€ 7 (Vorjahr: T€ 22).

Aus der Umstellung der Pensionsrückstellungen im Rahmen des BilMoG zum 1. September 2011 (BilMoG-Eröffnungsbilanz) ergab sich ein Zuführungsbetrag im Vergleich zum alten Ansatz zum 31. August 2010 von T€ 551. Die Chr. Hansen GmbH machte von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und verteilt den Aufwand aus der Umstellung (T€ 551) linear über einen Zeitraum von 15 Jahren. Im Rumpfgeschäftsjahr 2023 wurden T€ 37 in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Zum Abschlussstichtag beläuft sich die Unterdeckung bei den Pensionsrückstellungen somit auf T€ 37.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten u.a.:

31.12.2023
T€
31.08.2023
T€
Jahresrückvergütungen 1.771 1.437
Übrige 535 948
Bonuszahlungen 518 946
Weihnachtsgeld 0 941
Urlaub und Überstunden des Geschäftsjahres 290 784
Starkverschmutzungszuschlag 270 598
Energiekosten 517 775
Jahresabschluss und Steuererklärungen 103 270
Ausstehende Rechnungen 422 168
Wartungsarbeiten 58 145
Betriebsprüfung 140 140
Reisekosten 138 117
Rechtsanwaltskosten 80 15
4.842 7.284

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ergeben sich zum Abschlussstichtag wie folgt:

31.12.2023
T€
31.08.2023
T€
Cashpooling 56.449 43.264
Lieferungen und Leistungen 10.861 7.489
Gewinnabführungsvertrag 1.247 9.793
68.557 60.546

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 1.247 (Vorjahr T€ 9.793) enthalten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten T€ 384, (Vorjahr T€ 273) sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 258 (Vorjahr T€ 239) sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit von T€ 0 (Vorjahr T€ 0) enthalten.

Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

4. Erläuterungen zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:

2023
T€
2022/23
T€
Cultures 26.195 78.966
Health & Nutrition 13.376 56.189
Enzymes 8.937 25.696
Weiterentwicklungen für Prozessentwicklungen 3.244 7.336
Weiterberechnungen von Serviceleistungen 0 35
51.752 168.222
davon Inland 15.591 51.915
davon Ausland 36.161 116.307

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 233 (Vorjahr T€ 279) sowie die planmäßige Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil in Höhe von T€ 7 (Vorjahr T€ 22).

5. Sonstige Angaben

Im Rumpfgeschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich beschäftigt:

Anzahl
Angestellte 132
Gewerbliche Mitarbeiter 147
Aushilfen 10
289

Das berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das abgeschlossene Rumpfgeschäftsjahr beläuft sich auf T€ 64 (Vorjahr: T€ 55) und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen zukünftige Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen und betragen insgesamt T€ 735 (Vorjahr T€ 862). Darüber hinaus bestehen keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Chr. Hansen GmbH von Bedeutung wären.

Alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer der Gesellschaft im Rumpfgeschäftsjahr 2023 war der Kaufmann Carsten Rou, Hannover. Da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhält wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf eine Angabe verzichtet.

Der Jahresabschluss zum 31. August 2023 der Chr. Hansen GmbH wird in den Konzernabschluss der Chr. Hansen A/S, Hørsholm/Dänemark, (kleinster und größter Konsolidierungskreis) einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird nach dänischen Rechnungslegungsgrundsätzen aufgestellt. Der Konzernabschluss der Chr. Hansen Holding A/S, Hørsholm/Dänemark, wird beim Betreiber des Det Centrale Virksomhedsregister in Dänemark eingereicht und dort bekannt gemacht.

Als Vorgang von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag ist der Zusammenschluss des dänischen Enzymherstellers Novozymes und der Chr. Hansen Gruppe zum 29. Januar 2024 zu nennen.

 

Nienburg, den 18. August 2025

Carsten Rou

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. September 2023 bis zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.09.2023
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.967.334,62 0,00 0,00 0,00 1.967.334,62
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstückgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 41.637.562,63 12.127,50 12.127,50 0,00 41.661.817,63
2. Technische Anlagen und Maschinen 75.033.377,84 16.491,65 1.130.569,43 0,00 76.180.438,92
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.132.394,38 29.121,16 200.536,22 0,00 9.362.051,76
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 28.192.152,04 7.515.424,27 -1.343.233,15 0,00 34.364.343,16
153.995.486,89 7.573.164,58 0,00 0,00 161.568.651,47
155.962.821,51 7.573.164,58 0,00 0,00 163.535.986,09
Abschreibungen Buchwerte
01.09.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
31.12.2023
31.08.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.854.147,98 25.974,52 0,00 1.880.122,50 87.212,12 113.186,64
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstückgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.840.072,33 462.718,17 0,00 14.302.790,50 27.359.027,13 27.797.490,30
2. Technische Anlagen und Maschinen 45.649.632,14 978.223,41 0,00 46.627.855,55 29.552.583,37 29.383.745,70
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.209.155,97 224.052,69 0,00 6.433.208,66 2.928.843,10 2.923.238,41
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 34.364.343,16 28.192.152,04
65.698.860,44 1.664.994,27 0,00 67.363.854,71 94.204.796,76 88.296.626,45
67.553.008,42 1.690.968,79 0,00 69.243.977,21 94.292.008,88 88.409.813,09

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Chr. Hansen GmbH, Nienburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Chr. Hansen GmbH, Nienburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. September 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Chr. Hansen GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. September 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. September 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, den 29. August 2025

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Sabrina Pankse, Wirtschaftsprüferin

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Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 01.09.2025 festgestellt.

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