MVV lmmoSolutions GmbHLiquidiert

10587 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 64243
Vorher
IVB Immobilien Versorgung GmbH BerlinMVV Energiedienstleistungen GmbH BerlinMVV Energiedienstleistungen GmbH MitteMVV Energiedienstleistungen Mitte GmbHMVV Enamic Immobilien GmbH
Eingetragen
7.9.2004
Branche
Bau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und TelekommunikationTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklernWärme- und Kältehandel
Gegenstand
Die Erbringung von Energiedienstleistungen, insbesondere die Versorgung von Wohnungswirtschafts-, Gewerbe- und Kommunalkunden mit allen notwendigen Medien und Energiearten, die Entsorgung von Abwasser, die Errichtung, der Erwerb, das Halten, die Verwaltung und die Veräußerung von Vermögensgegenständen, die im Zusammhang mit Energiedienstleistungen oder der Entsorgung von Abwasser stehen, der Betrieb und die Instandhaltung für Projekte aus den o.g. Bereichen, Erschließungsträgerschaften sowie Beratungsleistungen und Ingenieurdienstleistungen in allen Infrastruktursektoren (Energie, Wasser, Abwasser, Entsorgung, Umwelt, Verkehr und Telekommunikation).

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

MVV lmmoSolutions GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2018 bis zum 30.09.2019

Lagebericht 2019

Inhaltsverzeichnis

I. Grundlagen der Gesellschaft

1. Gesellschaftsstruktur und Geschäftstätigkeit

2. Steuerungsrelevante Kennzahlen

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchen- und energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen

2. Geschäftsentwicklung

2.1 Geschäftsverlauf

2.2 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

2. Chancen- und Risikobericht

I. Grundlagen der Gesellschaft

1. Gesellschaftsstruktur und Geschäftstätigkeit

Die MVV ImmoSolutions GmbH (im Folgenden ImmoSolutions) hat ihren Sitz in Berlin. Die Gesellschaft ist ein 100%-iges Tochterunternehmen der MVV EnergySolutions GmbH.

Der vorliegende Einzelabschluss 2019 der ImmoSolutions wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes sowie des Energiewirtschaftsgesetzes erstellt. Zum 30. September 2019 beträgt das Stammkapital der Gesellschaft 1,0 Mio Euro. Es besteht seit dem 24.Oktober 2010 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit MVV EnergySolutions GmbH, Mannheim.

Gegenstand des Unternehmens ist die Ver- und Entsorgung von Wohn- und Gewerbeimmobilien mit sämtlichen Medien, insbesondere Wärme, Elektro, Wasser, Müll und in sämtlichen Dienstleistungsbereichen, wie insbesondere Reinigung, Wartung, Betriebskostenabrechnung etc., wie auch die Beratung von Eigentümern und Hausverwaltungen in diesen Bereichen.

Als überregional spezialisierter Contractor im Bereich Immobilienversorgung unterhält die ImmoSolutions auch Büros an den Standorten Hamburg, Mannheim, Leipzig und Solingen.

2. Steuerungsrelevante Kennzahlen

Schwerpunktmäßig ist in der Gesellschaft die aus dem Konzernverbund resultierende IFRS Kennzahl Adjusted EBIT als steuerungsrelevante Kennzahl zu nennen. Zusätzlich ist aus Sicht der Einzelgesellschaft insbesondere das Jahresergebnis nach HGB verankert.

Das Jahresergebnis nach HGB, als gesetzlich verankerte Kennzahl, leitet sich aus § 275 II und III HGB ab und gibt das Ergebnis der Geschäftstätigkeit nach Zinsen und Steuern an.

Das Adjusted EBIT basiert auf dem EBIT nach IFRS. Das EBIT ist um den Ergebniseffekt aus der stichtagsbezogenen Marktbewertung nach IFRS 9 bereinigt und wird ohne Restrukturierungsaufwand, allerdings inklusive den Erträgen aus Finanzierungsleasingverträgen berechnet und ergibt als Residualgröße das Adjusted EBIT.

Die Steuerung der Gesellschaft erfolgt gemäß den Vorgaben des Konzerns nach Adjusted EBIT (IFRS). Seit dem Geschäftsjahr 2016 wird die ImmoSolutions GmbH als CGU (zahlungsmittelgenerierende Einheit) betrachtet.

Im Fokus der monatlichen Berichterstattung an die Geschäftsführung und den Gesellschafter steht die Analyse der Plan-, Vorschau- und Ist-Abweichungen auf Basis des Adjusted EBIT nach IFRS. Insbesondere Plan- / Ist-Abweichungen werden einer eingehenden Analyse unterzogen und Maßnahmen werden abgeleitet.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchen- und energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen

Wesentliche energiepolitische Aspekte

Nach dem Abschlussbericht der von der Bundesregierung eingesetzten Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung (KWSB) im Januar 2019 nahm das Klimakabinett der Bundesregierung im April 2019 seine Arbeit auf. Im September 2019 legte die Bundesregierung als Ergebnis erste Eckpunkte für einen Klimaschutzplan 2030 vor. Darin ist neben einem System für die Bepreisung von CO 2, das ab 2021 greifen soll, eine Entlastung der Bevölkerung unter anderem durch sinkende Stromkosten und höhere Transferzahlungen vorgesehen. Hinzu kommen zahlreiche sektorbezogene Maßnahmen, etwa die Förderung von Fernwärmenetzen und der Ausbau der Elektromobilität. Teile dieses Gesamtpakets sind zustimmungspflichtig und werden im Bundesrat nochmals verhandelt. Die dann vereinbarten Rahmenbedingungen werden die Spielräume und Gestaltungsfreiheit der Energiewirtschaft und damit auch von MVV Enamic GmbH und ihren Tochtergesellschaften in den kommenden Jahren maßgeblich mitbestimmen.

Einführung eines CO 2 -Preises in Deutschland

Hauptpunkt des im September vorgelegten Klimaschutzprogramms 2030 der Bundesregierung ist die zukünftige Bepreisung von CO 2-Emissionen der Sektoren Verkehr und Wärme, die bisher nicht im Europäischen Emissionshandel (ETS) erfasst wurden. Sie startet zunächst im Jahr 2021 mit einem Festpreis von 10 Euro pro Tonne CO 2, der sich schrittweise bis zum Jahr 2025 auf 35 Euro pro Tonne CO 2 steigert. Ab 2026 ist der Übergang zu einem nationalen Handel mit Emissionszertifikaten vorgesehen, deren Menge Jahr für Jahr sinkt. Die Preisspanne für 2026 liegt zwischen 35 Euro und 60 Euro pro Tonne CO 2. Ob eine solche Ober- und Untergrenze für den CO 2-Preis auch nach dem Jahr 2026 notwendig sein wird, soll erst im Jahr 2025 entschieden werden.

Energieeffizienz in Gebäuden

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) soll verschiedene Einzelnormen zusammenführen und neue europäische Vorgaben berücksichtigen; die zusammenzuführenden Normen stammen aus dem Gesetz zur Einsparung von Energie in Gebäuden (EnEG), der EnEV (Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz und energiesparende Anlagentechnik bei Gebäuden) und dem Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich (EEWärmeG).

Im Eckpunktepapier der Bundesregierung zum Klimaschutzprogramm 2030 ist die Einführung einer technologieoffenen steuerlichen Förderung für energetische Sanierungsmaßnahmen in Gebäuden vorgesehen. Die bestehenden Förderprogramme sollen in einer "Bundesförderung für effiziente Gebäude" zusammengefasst und mit mehr Mitteln ausgestattet werden. Bei den vorgesehenen Einzelmaßnahmen steht neben einer direkten Förderung des Umstiegs von Ölheizungen auf effiziente Heizsysteme die Aufstockung energetischer Maßnahmen in Stadtquartieren.

EU -" Clean Energy Package" final verabschiedet

Im Mai 2019 stimmte der EU-Ministerrat den verbleibenden Gesetzesteilen des "Clean Energy Package" abschließend zu. Damit ist der Gesetzgebungsprozess des sogenannten Winterpakets abgeschlossen, der im November 2016 mit der Veröffentlichung des Vorschlags durch die EU-Kommission begonnen hatte. Die wichtigsten Themen sind der Ausbau der erneuerbaren Energien und die Dezentralisierung. Das Zeitfenster zum Ausbau der erneuerbaren Energien in der EU wurde verlängert, das Ziel für den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung im Jahr 2030 von 27 % auf 32 % erhöht. Zudem soll im Wärmebereich der Anteil erneuerbarer Energien jährlich um 1,1 % steigen; sofern Abwärme einbezogen wird, soll die jährliche Steigerung 1,3 % betragen. Damit wird der EU-Strombinnenmarkt weiter auf den Umbau des Versorgungssystems vorbereitet; das System wird zunehmend aus dezentralen Prosumern und Stromspeichern bestehen und wesentlich flexibler sein.

Markt- und Wettbewerbsumfeld

Deutsche Wirtschaft wächst langsamer

In ihrem Herbstgutachten gehen die Experten der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute für das Kalenderjahr 2019 von einer BIP-Zuwachsrate von 0,5 % aus. Die Wachstumsdynamik hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr verringert. Weltweite Handelskonflikte und der drohende Brexit bremsen die Wirtschaft in Deutschland weiter aus.

Großhandelspreise für Brennstoffe im Beobachtungszeitraum uneinheitlich

Eine moderate Preisstabilisierung bei Öl führte im 1. und 2. Quartal des Kalenderjahres 2019 zu Höchstpreisen von über 75 US-Dollar/Barrel. Im weiteren Jahresverlauf konnte sich die Erholung allerdings nicht fortsetzen. Sorgen um die Robustheit der Weltkonjunktur führten ab Sommer zu stärkeren Abverkäufen. Mit einem Tief bei 56 US-Dollar/Barrel wurden allerdings neue Jahrestiefs verpasst. In diesem schwächeren Marktumfeld führte der Angriff auf Anlagen der saudi-arabischen Ölproduktion Mitte September 2019 zu den stärksten Ölpreisanstiegen an einem einzelnen Tag seit nahezu 15 Jahren. Die Umsätze bei 72 US-Dollar/Barrel konnten sich im weiteren Verlauf nicht halten.

Die aus dem milden 1. Quartal resultierenden hohen Gasspeicherfüllstände und die insgesamt sehr gute LNG- und Pipeline-Gas-Verfügbarkeit führten Anfang September 2019 zu einem Jahrestief von 17,10 Euro/MWh.

Witterungseinflüsse

Für den Geschäftsverlauf der ImmoSolutions sind die Witterungsverhältnisse - insbesondere in der Heizperiode (Oktober bis März) - von hoher Bedeutung. Die sogenannten Gradtagszahlen sind ein Indikator für den temperaturabhängigen Heizenergieeinsatz: Niedrige Außentemperaturen, die mit einem höheren Heizenergiebedarf bei unseren Kunden einhergehen, führen zu höheren Werten der Gradtagszahlen. Im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2019 lagen die Gradtagszahlen aufgrund der bis dahin außergewöhnlich milden Witterung noch unter dem Vorjahr. Die im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren Temperaturen in der 2. Jahreshälfte, insbesondere im April und im Mai, führten dazu, dass die Gradtagszahlen im Berichtszeitraum insgesamt 1 % über dem vergleichweise niedrigen Niveau des Vorjahres lagen.

2. Geschäftsentwicklung

2.1 Geschäftsverlauf

Das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr von 29,3 Mio Euro auf 3,1 Mio Euro. Die Veränderung des Jahresergebnisses resultiert hauptsächlich aus Veräußerung eines Geschäftsportfolios im Vorjahr. Bereinigt um die Effekte aus der Veräußerung des Geschäftsportfolios weist die ImmoSolutions einen stabilen Geschäftsverlauf auf.

Wesentliche Unterschiede zwischen den beiden Rechnungslegungsarten IFRS und HGB bestehen in der Höhe der Abschreibungen, der Abbildung von Contractingprojekten (Finance Lease nach IFRS) sowie bei der Bewertung von Rückstellungen.

Gegenüber der Planung hat sich das Jahresergebnis deutlich auf 3,1 Mio Euro erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf die periodenfremden Effekte, erhöhte Rohmarge und geringeren Fremdleistungen zurückzuführen.

2.2 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der ImmoSolutions am 30.September 2019 hat sich im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 48,5 % verringert.

Das Anlagevermögen verringerte sich um 0,6 Mio Euro auf 13,8 Mio Euro.

Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme liegt bei 48,8 %. Die aktuelle Deckung durch Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital liegt zum Bilanzstichtag bei 39,4 %. Das Anlagevermögen wird dominiert durch das Sachanlagevermögen.

Das Umlaufvermögen verringerte sich auf 14,5 Mio Euro (Vorjahr 40,4 Mio Euro). Hauptsächlich verantwortlich für die Veränderungen waren geringere Forderungen gegen verbundene Unternehmen im Zusammenhang mit dem gesunkenen Jahresergebnis wegen der Veräußerung eines Geschäftsportfolios im Vorjahr.

Die Eigenkapitalquote der MVV ImmoSolutions GmbH am 30.09.2019 betrug 31,6 %.

Das Ergebnis der ImmoSolutions wird zu jedem Jahresabschluss über den abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit MVV EnergySolutions GmbH abgeführt.

Der Rückgang der Rückstellungen um -5,3 % auf 2,1 Mio Euro ergibt sich im Wesentlichen aus dem Verbrauch und Auflösung von Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen.

Die Verbindlichkeiten verringerten sich um 26,5 Mio Euro auf 17,1 Mio Euro. Der Rückgang resultiert aus gesunkenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus Ergebnisabführung.

Durch die Einbindung der ImmoSolutions in das Cash-Management-System der MVV Gruppe verfügt die Gesellschaft über ausreichende Finanzmittel.

Das Vermögen der Gesellschaft entwickelte sich im Vergleich zu den Annahmen im Vorjahr entsprechend den Erwartungen im Vorjahr.

Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2019 wurde die Entwicklung der Gesamtertragslage der Gesellschaft wesentlich durch die Veräußerung eines Geschäftsportfolios im Vorjahr geprägt.

Absatzmengen 2019 2018 Veränderung
in %
Strom (in Mio. kWh) 1,6 1,5 6,7
Wärme (in Mio. kWh) 350 447 -21,7

Der Rückgang der abgesetzten Wärme resultiert aus der Veräußerung eines Geschäftsportfolios im Vorjahr.

Die Umsatzerlöse im aktuellen Geschäftsjahr sind um 16,0 % zurückgegangen, dies ist insbesondere auf den gesunkenen Wärmeabsatz zurückzuführen.

Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge um 22,7 Mio Euro auf 1,2 Mio Euro resultiert im Wesentlichen durch gesunkene Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen im Vergleich zum Vorjahr.

Der Materialaufwand betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 25,6 Mio Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Rückgang um 4,1 %. Der Rückgang ist hauptsächlich eine Folge der geringeren Bezugsmengen.

Der Personalaufwand verringerte sich im Geschäftsjahr - korrespondierend zum Rückgang der Mitarbeiter auf 2,3 Mio Euro (Vorjahr 2,8 Mio Euro). Die Mitarbeiterzahl lag im Jahresdurchschnitt 2019 bei 24 und damit um 8 Mitarbeiter niedriger als im Vorjahr mit 32.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren mit 1,9 Mio. Euro um 0,8 Mio Euro niedriger als im vorherigen Geschäftsjahr. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem geringeren Aufwand aus IT- und Telekommunikation Aufwendungen.

Insgesamt verbesserte sich das Finanzergebnis um 0,1 Mio Euro.

Nach Berücksichtigung des Finanzergebnisses weist die MVV ImmoSolutions GmbH ein Ergebnis nach Steuern nach HGB von 3,1 Mio Euro (Vorjahr 29,3 Mio Euro) aus.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Energiepolitische Rahmenbedingungen

Die nötigen Regelungen zur Transformation des Energieversorgungssystems gehörten auch im Geschäftsjahr 2019 zu den zentralen politischen Themen in Deutschland. Von hoher Relevanz für den zukünftigen Geschäftsverlauf von MVV Energie AG sowie auch für ImmoSolutions sind dabei vor allem drei Themen: die Ausgestaltung der Ausschreibungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), die überarbeitete Netzentgeltsystematik im Netzentgeltmodernisierungsgesetz und die Verordnungen zur Ausgestaltung der Novelle des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes. Von besonderer Bedeutung für ImmoSolutions wird das Gebäudeenergiegesetz sein (GEG) sein, das verschiedene Einzelnormen zusammenführt und im Oktober 2019 vom Bundeskabinett beschlossen worden ist.

Auswirkungen auf unsere Geschäftsentwicklung werden insbesondere der Witterungsverlauf haben und - wenn auch nicht in so hohem Maße - die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland. Im Kalenderjahr 2020 soll die deutsche Wirtschaft um 1,1 % wachsen.

Strategie setzt auf nachhaltiges Wachstum

Auf Basis einer fokussierten Vertriebsstrategie in Verbindung mit neuen Produkten will sich die Gesellschaft vor allem in der Wohnungswirtschaft als Energiepartner und Immobiliendienstleister positionieren. Damit soll eine höhere Bindung bestehender und die Akquisition neuer Kunden erreicht werden.

Einhergehend mit einem Marktumfeld, das sich grundlegend verändert, wandeln sich die Bedürfnisse der Kunden. Gefragt sind innovative Lösungen, die alle aktuellen technischen Möglichkeiten nutzen und die Wünsche der Verbraucher berücksichtigen. Unsere Vertriebseinheiten richten sich auf die neuen Herausforderungen des Energiemarkts aus. Sie bieten Produkte und Dienstleistungen rund um eine nachhaltige Energieversorgung an und stellen den Kundennutzen in den Fokus ihrer Lösungen.

In der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft stehen die transparente Beschaffung von Strom und Gas zu attraktiven Konditionen sowie die effiziente und nachhaltige Energieversorgung im Fokus. Im Rahmen eines modularen Leistungsangebots erfolgt die ganzheitliche Betrachtung der Immobilieneffizienz - von der Heizungsanlage bis zur Gebäudehülle.

Künftige Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Für das Geschäftsjahr 2020 rechnen wir mit operativen Umsatzerlösen, die etwas über dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres 2019 liegen werden. Parallel dazu wird sich das operative Ergebnis der ImmoSolutions positiv entwickeln.

2. Chancen- und Risikobericht

Für die ImmoSolutions ist es sehr bedeutend, die unternehmerischen Chancen zu erkennen und diese positiv für die Unternehmensentwicklung zu nutzen. Ebenso ist es für die Gesellschaft von großer Wichtigkeit, potenzielle Risiken regelmäßig und frühzeitig zu erkennen, zu minimieren und zu vermeiden. Für diese Zwecke setzt das Unternehmen ein Risikomanagementsystem ein. Dieses definiert einheitliche Standards für die Identifizierung, Bewertung und Steuerung von Chancen und Risiken. Das Risikomanagementsystem wird regelmäßig vom zentralen Risikocontrollings und der Konzernrevision der MVV Energie AG überprüft. Die Risikosituation wird in "gering", "mittel" und "hoch" unterschieden, indem die finanziellen Auswirkungen bei Eintritt des Risikos mit dessen Eintrittswahrscheinlichkeit kombiniert werden. Dazu betrachten wir die ungünstigsten Fälle je Risikokategorie.

Preischancen und -risiken

Für die ImmoSolutions besteht kein Risiko aus Preissteigerungen, da durch die Absatzverträge Änderungen der Marktpreise für Primärenergien über die Preisgleitklauseln an den Kunden weitergegeben werden können.

Mengenchancen und -risiken

Auf Grund der Witterungsabhängigkeit unseres Kerngeschäfts hat die ImmoSolutions eine permanente Absatzmengenchance sowie ein permanentes Absatzmengenrisiko. Diese können vom Unternehmen nicht beeinflusst werden. Auf der Primärenergiebezugsseite hat das Unternehmen ein Mengenrisiko sowie eine Mengenchance im Rahmen des Bezugs von Gas und Heizöl. Hier wird durch ständige Überprüfung der Nutzungsgrade der Heizzentralen der Einsatz der Primärenergie optimiert. Diese Maßnahmen sind Gegenstand des Energie Monitorings. Wir beurteilen die zukünftige Risikosituation innerhalb der Mengenrisiken insgesamt als gering und leicht gestiegen.

Operative Chancen und Risiken

Operative Risiken sind für die ImmoSolutions von großer Bedeutung, insbesondere die Betriebsrisiken. Diese Risiken haben einen direkten Einfluss auf den Fortbestand des Unternehmens und werden deshalb besonders beachtet. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Sicherstellung einer nachhaltigen und störungsfreien Versorgung unserer Kunden mit Wärme. Dieser wird bestimmt durch den reibungslosen Betrieb der Heizzentralen (Kernbestandteil der Leistungserbringung). Zur Vermeidung von Anlagenschäden oder Betriebsausfällen unterliegen die Anlagen regelmäßigen Wartungen und Instandhaltungen. Aus dem Betrieb der Anlagen und dem Verkauf der Wärme folgt das Forderungsausfallrisiko. Aufgrund der langfristigen Verträge im Wärmecontracting muss dieses Risiko minimiert werden. Dies wird durch die Kontrolle der Kalkulationen über den Vertragsabschluss bis hin zum Forderungsmanagement aktiv von der ImmoSolutions begleitet und über die Anbindung an das Controlling des Teilkonzerns Enamic und des Konzerncontrollings unterstützt.

Durch die aktive Steuerung werden die Eintrittswahrscheinlichkeiten der operativen Risiken als gering eingestuft.

Gesetzliche Risiken

Gesetzliche Risiken bzw. rechtliche Risiken aus Vertragsverhältnissen mit Kunden oder Lieferanten unterliegen der ständigen Aufmerksamkeit der ImmoSolutions und werden durch die Betreuung der Konzernrechtsabteilung der MVV Energie AG eingeschätzt und begleitet. Die zukünftige Risikosituation aus rechtlichen Risiken schätzen wir als gleichbleibend gering ein.

Finanzierungschancen und -risiken

Finanzierungsrisiken werden durch die MVV Energie AG begrenzt. Wir sind per Dienstleistungsvertrag an den Cash-Pool angebunden und werden durch die Finanzierungsabteilung der MVV Energie AG betreut.

Das Finanzierungsrisiko wird als gering eingestuft.

Die betrachteten Risiken entsprechen den gewöhnlichen Risiken, denen die ImmoSolutions im Geschäftsbetrieb ausgesetzt ist. Die MVV ImmoSolutions GmbH verfügt über die notwendigen Mittel und Instrumente, um diesen Risiken adäquat zu begegnen. Die Prozesse zur Identifizierung und Bereinigung von Risiken unterliegen einer ständigen Überprüfung und Anpassung. Durch die Einbeziehung in das Teilkonzern- sowie das Konzerncontrolling werden die Risikoeinschätzungen der ImmoSolutions objektiviert und die richtigen Maßnahmen ergriffen. Aus aktueller Sicht bestehen keine konkreten Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens oder die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage gefährden.

 

Berlin, 08. November 2019

Dirk Ebert

Dr. Joachim Hofmann

Dr. Ferdinand Höfer

Wilfried Werner

Jahresabschluss zum 30. September 2019

MVV ImmoSolutions GmbH, Berlin

Handelsrecht (HGB)

Bilanz zum 30. September 2019

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2019 (1.10.2018 - 30.9.2019)

Anhang für das Geschäftsjahr 2019

Bilanz zum 30.9.2019

in Tsd Euro

Aktiva

2019 2018 Anhang
Anlagevermögen      
Immaterielle Vermögensgegenstände 2.238 2.858 1
Sachanlagen 11.527 11.476 2
  13.765 14.334  
Umlaufvermögen      
Vorräte 818 445 3
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 13.568 39.760 4
Flüssige Mittel 79 194 5
  14.465 40.399  
Rechnungsabgrenzungsposten 0 96 6
  28.230 54.829  

Passiva

     
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 1.000 1.000  
Kapitalrücklage 7.387 7.387  
Gewinnvortrag 539 539  
  8.926 8.926  
Empfangene Ertragszuschüsse 67 73 7
Rückstellungen 2.114 2.233 8
Verbindlichkeiten 17.083 43.536 9
Rechnungsabgrenzungsposten 40 61 10
  28.230 54.829  

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1.10.2018 bis zum 30.9.2019

in Tsd Euro

2019 2018 Anhang
Umsatzerlöse 33.547 39.986  
Abzüglich Strom- und Erdgassteuer -56 -122  
Umsatzerlöse ohne Strom- und Erdgassteuer 33.491 39.864 11
Erhöhung oder Verminderung des Bestands      
an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 392 11 12
Sonstige betriebliche Erträge 1.224 23.894 13
Materialaufwand 25.600 26.696 14
Personalaufwand 2.270 2.772 15
Abschreibungen 2.244 2.292 16
Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.922 2.702 17
Finanzergebnis 50 -44 18
Ergebnis nach Steuern 3.121 29.263  
sonstige Steuern 1 0 19
Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages      
abgeführter Gewinn 3.120 29.263  
Jahresüberschuss 0 0  

Anhang

Allgemeine Grundlagen

Die MVV ImmoSolutions GmbH hat ihren Sitz in Berlin und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Charlottenburg (HRB 64243 B).

Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2019 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie nach den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes und des Energiewirtschaftsgesetzes aufgestellt worden.

Um die Klarheit der Darstellung zu vergrößern wurden Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang gesondert ausgewiesen. Um die Klarheit und Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses zu vergrößern, wird vom Wahlrecht, bestimmte Angaben im Anhang zu machen, grundsätzlich Gebrauch gemacht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Beträge werden in Tausend Euro (Tsd Euro) ausgewiesen. Aus den jeweiligen Rundungen können sich Differenzen ergeben, die naturgemäß keinen signifikanten Charakter haben. Zudem können sich bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben.

Die Gesellschaft gehört zum umsatzsteuerlichen Organkreis der MVV Energie AG, Mannheim und zum ertragsteuerlichen Organkreis der MVV decon GmbH, Mannheim.

Es besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der MVV EnergySolutions GmbH, Mannheim.

MVV Energie AG ist Cash-Pool führende Gesellschaft in der MVV Energie Gruppe für den Bereich Versorgung. Es besteht ein Vertrag mit der MVV ImmoSolutions GmbH, Berlin.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind mit Anschaffungskosten angesetzt und werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Im Rahmen der Projektübernahmen im Teilkonzern Enamic wurden die Anschaffungskosten soweit wie möglich auf die materiellen Vermögensgegenstände und Schulden verteilt. Die Mehranschaffungskosten für implizit erworbene Kundenstämme und Projektsynergien werden als immaterieller Vermögensgegenstand bilanziert und über die durchschnittliche Laufzeit der Projekte linear abgeschrieben.

Sachanlagen sind zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert. Bei selbst erstellten Anlagen sind angemessene Gemeinkostenzuschläge berücksichtigt. Zinsen für Fremdkapital werden bei den Herstellungskosten nicht berücksichtigt. Geleistete Anzahlungen werden mit ihrem Nennwert erfasst.

Die von den Anschlussnehmern geleisteten Ertragszuschüsse werden als Sonderposten passiviert. Die Auflösung der Ertragszuschüsse erfolgt entsprechend der Nutzungsdauer der zugehörigen Vermögensgegenstände in den Umsatzerlösen.

Investitionsförderungen werden separat im Anlagespiegel ausgewiesen.

Das Anlagevermögen wird entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Anlagen, die vor dem 31. Dezember 2010 zugegangen sind, werden, soweit dies steuerlich zulässig war, nach der degressiven Methode abgeschrieben mit Übergang auf die lineare Abschreibung, sobald diese zu einer höheren Abschreibung führt.

Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert.

Wurden steuerrechtlich begründete Abschreibungen vorgenommen, so werden die niedrigeren Wertansätze der Vermögensgegenstände beibehalten.

Nutzungsdauern
in Jahren
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3 - 15
Geschäfts- oder Firmenwert 14
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12 - 50
Technische Anlagen und Maschinen 4 - 22
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 23

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert bis 250 Euro sind kein Anlagevermögen und werden sofort als Betriebsausgaben gebucht (ausgenommen sind Zähler). Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert über 250 Euro bis 800 Euro sind Anlagevermögen mit Sofortabschreibung im Zugangsjahr (gem. § 6 Abs. 2 EStG). Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert über 800 Euro werden im Anlagevermögen erfasst und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe einschließlich erworbener Emissionsberechtigungen sind zu Durchschnittseinstandspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Die Bewertung von fertigen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellkosten. Angemessene Gemeinkostenzuschläge werden berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten unter Berücksichtigung erkennbarer Risiken angesetzt. Unverzinsliche langfristige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden auf den Barwert abgezinst.

Flüssige Mittel werden zum Nennwert angesetzt.

Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennwert ausgewiesen.

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der "Projected Unit Credit" - Methode ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018G" von Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt und dafür der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre von 2,82% angesetzt (Vorjahr 3,34%). Neben angemessenen Karriere- und Fluktuationstrends werden die zukünftigen Gehaltsentwicklungen mit 2,50 % p.a. (Vorjahr 2,50% p.a.) und Rententrends mit 2,00 % p.a. (Vorjahr 2,00% p.a.) berücksichtigt.

Bei den sonstigen Rückstellungen werden alle erkennbaren Risiken auf der Grundlage vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften berücksichtigt. Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem fristgerechten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Vom Wahlrecht Aufwandsrückstellungen, die vor dem 30. September 2009 gebildet wurden, beizubehalten wurde kein Gebrauch gemacht.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen passiviert.

Unter den Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen bzw. Erträge für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen.

Erläuterungen zur Bilanz

1 Immaterielle Vermögensgegenstände

Der Anlagespiegel zeigt die Aufgliederung sowie die Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen (siehe Seite 13).

Entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden über den Zeitraum von 14 Jahren linear abgeschrieben. Folgende Gründe haben zu der Annahme einer Nutzungsdauer von über 5 Jahren geführt:

Die gewählte Nutzungsdauer spiegelt die erworbene Vertragslaufzeit wider, unter Einbeziehung der Wahrscheinlichkeit der Verlängerung der Kundenverträge.

2 Sachanlagen

Der Anlagespiegel zeigt die Aufgliederung sowie die Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen (siehe Seite 13).

3 Vorräte

in Tsd Euro 2019 2018
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 415 434
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 403 11
  818 445

4 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

in Tsd Euro 2019 2018
Forderungen    
aus Lieferungen und Leistungen 397 539
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) (0) (0)
gegen verbundene Unternehmen 13.153 39.083
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) (0) (0)
(davon gegen Gesellschafter) (0) (0)
Sonstige Vermögensgegenstände 18 138
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) (0) (0)
  13.568 39.760

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten abgegrenzte, am Bilanzstichtag noch nicht fakturierte Wärme- und Stromlieferungen in Höhe von 22.318 Tsd Euro (Vorjahr 23.303 Tsd Euro). Die aktivisch gekürzten Kundenabschlagszahlungen belaufen sich auf 22.081 Tsd Euro (Vorjahr 23.060 Tsd Euro).

Die Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen 67 Tsd Euro (Vorjahr 204 Tsd Euro).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich zusammen aus sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 13.153 Tsd Euro (Vorjahr 39.083 Tsd Euro).

Erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstandene Forderungen sind Forderungen aus Energiesteuererstattungsansprüchen in Höhe von 0 Tsd Euro (Vorjahr 108 Tsd Euro).

Es bestehen keine Forderungen gegenüber Gesellschafter.

5 Flüssige Mittel

Die Flüssigen Mittel beinhalten ausschließlich Guthaben bei Kreditinstituten.

6 Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurde im Berichtsjahr aufgelöst (Vorjahr 96 Tsd Euro).

7 Empfangene Ertragszuschüsse

Der Posten empfangener Ertragszuschüsse resultiert aus Baukostenzuschüssen für Contracting-Projekte. Der Betrag der aufgelösten Ertragszuschüsse beträgt im Berichtsjahr 6 Tsd Euro (Vorjahr 6 Tsd Euro).

8 Rückstellungen

in Tsd Euro 2019 2018
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 199 178
Sonstige Rückstellungen 1.915 2.055
  2.114 2.233

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 27 Tsd Euro. Dieser Unterschiedsbetrag betrifft den Personalaufwand und ist für die Ausschüttung gesperrt. Da § 301 AktG nicht auf § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB verweist, wurde der Unterschiedsbetrag an den Organträger abgeführt.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Personalsachverhalten 578 Tsd Euro (Vorjahr 632 Tsd Euro), kurz- und langfristigen Rückbauverpflichtungen 1.242 Tsd Euro (Vorjahr 1.339 Tsd Euro).

9 Verbindlichkeiten

davon Restlaufzeit
in Tsd Euro 2019 bis zu 1 Jahr über 1 Jahr davon über 5 Jahre
Verbindlichkeiten        
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 58      
aus Lieferungen und Leistungen 2.741 2.741 0 0
gegenüber verbundenen Unternehmen 13.436 11.226 1.269 941
(davon gegen Gesellschafter) (3.120) (3.120) (0) (0)
sonstige 848 0 0 0
(davon aus Steuern) (29) (29) (0) (0)
  17.083 13.967 1.269 941
davon Restlaufzeit
in Tsd Euro 2018 bis zu 1 Jahr über 1 Jahr davon über 5 Jahre
Verbindlichkeiten        
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 0 0 0
aus Lieferungen und Leistungen 4.774 4.774 0 0
gegenüber verbundenen Unternehmen 37.947 36.434 1.513 582
(davon gegen Gesellschafter) (29.263) (29.263) (0) (0)
sonstige 815 814 1 1
(davon aus Steuern) (39) (39) (0) (0)
  43.536 42.022 1.514 583

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich zusammen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 7.610 Tsd Euro (Vorjahr 6.936 Tsd Euro) und sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 5.826 Tsd Euro (Vorjahr 31.011 Tsd Euro). Bei den sonstigen Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten aus der Gewinnabführung in Höhe von 3.120 Tsd Euro (Vorjahr 29.263 Tsd Euro), sowie Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von 2.528 Tsd Euro (Vorjahr 1.745 Tsd Euro).

10 Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten resultiert aus erhaltenen und über die Vertragslaufzeit abgegrenzten Ausgleichszahlungen in Höhe von 40 Tsd Euro (Vorjahr 61 Tsd Euro).

Haftungsverhältnisse/ sonstige finanzielle Verpflichtungen / Außerbilanzielle Geschäfte

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf 794 Tsd Euro (Vorjahr 1.066 Tsd Euro), davon entfallen 0 Tsd Euro auf Verpflichtungen gegenüber verbundenen oder assoziierten Unternehmen.

Für aktive und ehemalige Mitarbeiter der MVV ImmoSolutions GmbH besteht eine mittelbare Altersvorsorgeverpflichtung, in Form einer Zusatzversorgungskasse. Die Unterdeckung der Zusatzversorgungskasse, Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL Karlsruhe), lässt sich nicht verlässlich ermitteln, da die dafür notwendigen Informationen nicht vorliegen und insbesondere aufgrund der vertraglichen Ausgestaltung keine eindeutige Zuordnung des Deckungskapitals zur arbeitsrechtlichen Verpflichtung vorgenommen werden kann.

Die MVV ImmoSolutions GmbH leistet für ihre Mitarbeiter Zahlungen an die Zusatzversorgungskasse "VBL Karlsruhe". Im Geschäftsjahr 2019 wurden vom Unternehmen an die VBL Karlsruhe Beiträge in Höhe von 83 Tsd Euro bezahlt. Der absolute Betrag wird bei erwartet gleichbleibendem Beitragssatz aufgrund der zukünftig steigenden Gehälter ansteigen. Die Höhe der umlagepflichtigen Gehälter betrug in 2019 1.286 Tsd Euro.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

11 Umsatzerlöse ohne Strom- und Erdgassteuer

in Tsd Euro 2019 2018
Strom 200 -68
Wärme 20.043 23.219
Wasser 15 13
Contracting 10.655 13.018
Sonstige 2.578 3.682
  33.491 39.864

Die Umsätze aus dem proprietären Energiehandelsgeschäft werden netto ausgewiesen. Dies bedeutet, dass lediglich die Rohmarge aus der Summe der proprietären Energiehandelsgeschäfte - im positiven Fall als Umsatzerlöse, bei einem negativen Ergebnis als Materialaufwand - ausgewiesen wird. Der an den Umsatzerlösen sowie am Materialaufwand gekürzte Betrag belief sich zum 30. September 2019 auf 56 Tsd Euro (Vorjahr 122 Tsd Euro).

12 Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen

Die Bestandserhöhung im Berichtsjahr ergab sich aus dem Erwerb von Komponenten für Wärmerzeugungsanlagen.

13 Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 841 Tsd Euro (Vorjahr 158 Tsd Euro) enthalten. Diese resultieren aus der Auflösung von Abgrenzungen für Miet- und Pachtaufwendungen sowie Provisionen.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind keine Erträge aus der Währungsumrechnung enthalten.

14 Materialaufwand

in Tsd Euro 2019 2018
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 18.733 24.559
Aufwendungen für bezogene Leistungen 6.867 2.137
  25.600 26.696

15 Personalaufwand

in Tsd Euro 2019 2018
Löhne und Gehälter 1.822 2.236
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 448 536
(davon für Altersversorgung) (94) (129)
  2.270 2.772
2019 2018
Anzahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 1 24 32
(davon Mitarbeiter mit ruhenden Arbeitsverhältnissen) (0) (0)

1 (berechnet auf der Basis der monatlichen Endbestände)

16 Abschreibungen

in Tsd Euro 2019 2018
Abschreibungen    
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.244 2.292
  2.244 2.292

Aufgrund der degressiven Abschreibung bei Anlagen, die vor dem 31. Dezember 2010 zugegangen sind, ergibt sich im Geschäftsjahr 2019 ein Unterschiedsbetrag zwischen degressiver und linearer Abschreibung in Höhe von 79 Tsd Euro.

17 Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 108 Tsd Euro (Vorjahr 0 Tsd Euro) enthalten. Periodenfremde Aufwendungen resultieren aus der Auflösung von Ausbuchung von Energiesteuerforderungen.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind keine Aufwendungen aus der Währungsumrechnung enthalten.

18 Finanzergebnis

in Tsd Euro 2019 2018
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 124 6
(davon aus verbundenen Unternehmen) (0) (0)
  124 6
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 74 50
(davon an verbundene Unternehmen) (51) (37)
  50 -44

Die Position sonstige Zinsen und ähnliche Erträge enthält Erträge aus der Abzinsung langfristiger Rückstellungen in Höhe von 124 Tsd Euro (Vorjahr 6 Tsd Euro).

Die Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthält Aufwendungen aus der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen in Höhe von 23 Tsd Euro (Vorjahr 7 Tsd Euro).

19 Sonstige Steuern

in Tsd Euro 2019 2018
Sonstige Steuern 1 0
  1 0

Sonstige Angaben und Anlagen

Angaben § 6b EnWG

Folgende Geschäfte größeren Umfangs im Sinne des § 6b Abs. 2 EnWG wurden mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen getätigt:

Geschäftsbesorgungen für die MVV Energie AG in Höhe von 687 Tsd Euro, (Betriebsführungsvertrag).

Betriebsführungsverträge und Personalleistungen mit MVV Enamic GmbH in Höhe von 4.858 Tsd Euro

Personalleistungsverträge mit MVV Enamic GmbH in Höhe von 1.774 Tsd Euro

In der internen Rechnungslegung werden für andere Tätigkeitsbereiche innerhalb des Elektrizitätssektors sowie für andere Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors im Sinne des § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten geführt. Die Gesellschaft führt den Nachweis über ein Entflechtungshandbuch.

Konzernbeziehungen

Für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen stellt die MVV Energie AG, Mannheim, den Konzernabschluss auf, in den die Gesellschaft einbezogen ist. Der Konzernabschluss und der zusammengefasste Konzernlagebericht werden nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt und im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Geschäftsführung

 

Herr Wilfried Werner, Geschäftsführer vertrieblicher Bereich

 

Herr Dirk Ebert, Geschäftsführer kaufmännischer Bereich

 

Herr Dr. Joachim Hofmann, Geschäftsführer vertrieblicher Bereich

 

Herr Dr. Ferdinand Höfer, Geschäftsführer kaufmännischer Bereich (ab 13.08.19)

Vergütung von Geschäftsführung

Für die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird § 286 Abs. 4 HGB angewandt.

Honorare des Abschlussprüfers

Es erfolgen keine Angaben zu Honoraren des Abschlussprüfers, da diese im Konzernabschluss der MVV Energie AG dargestellt werden, in den die Gesellschaft einbezogen wird.

Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2019 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

 

Berlin, 08. November 2019

MVV ImmoSolutions GmbH, Berlin

Geschäftsführung

Dirk Ebert

Dr. Joachim Hofmann

Dr. Ferdinand Höfer

Wilfried Werner

Anlagenspiegel

Immaterielle Vermögensgegenstände
in Tsd Euro
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Geschäfts- oder Firmenwert Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten 1.10.2018 7.414 5.494 12.908
Zugänge 0 0 0
Abgänge 0 0 0
Umbuchungen 0 0 0
Anschaffungs- und Herstellungskosten 30.9.2019 7.414 5.494 12.908
Abschreibungen 1.10.2018 6.698 3.352 10.050
Abschreibungen des Geschäftsjahres 247 373 620
Zuschreibungen 0 0 0
Änderung aus Abgänge 0 0 0
Änderung aus Umbuchungen 0 0 0
Abschreibungen 30.9.2019 6.945 3.725 10.670
Restbuchwerte 30.9.2019 469 1.769 2.238
Restbuchwerte 30.9.2018 716 2.142 2.858
Sachanlagen
in Tsd Euro
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten 1.10.2018 264 23.297 456 1.014 25.031
Zugänge 0 573 0 1.111 1.684
empfangene/abgesetzte Zuschüsse 0 0 0 0 0
Abgänge 0 -131 0 0 -131
Umbuchungen 0 607 0 -607 0
Anschaffungs- und Herstellungskosten 30.9.2019 264 24.346 456 1.518 26.584
Abschreibungen 1.10.2018 100 13.032 423 0 13.555
Abschreibungen des Geschäftsjahres 3 1.605 16 0 1.624
Zuschreibungen 0 0 0 0 0
Änderungen aus Abgänge 0 -122 0 0 -122
Änderungen aus Umbuchungen 0 0 0 0 0
Abschreibungen 30.9.2019 103 14.515 439 0 15.057
Restbuchwerte 30.9.2019 161 9.831 17 1.518 11.527
Restbuchwerte 30.9.2018 164 10.265 33 1.014 11.476

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die MVV ImmoSolutions GmbH, Berlin

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MVV ImmoSolutions GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. September 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MVV ImmoSolutions GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. September 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. September 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Wir haben die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen sind, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. September 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen sind, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. September 2019 in allen wesentlichen Belangen erfüllt.

Wir haben unsere Prüfung nach § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist nachfolgend sowie im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" weitergehend beschrieben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil hierzu zu dienen.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zur Führung getrennter Konten sowie für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie zur Einhaltung dieser Pflichten als notwendig erachtet haben.

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt wurden sowie einen Vermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet. Die Prüfung umfasst die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten nach § 6b Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

 

Essen, den 8. November 2019

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Andrea Ehrenmann, Wirtschaftsprüferin

Thomas Büchler, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 30.09.2019 wurde am 19.12.2019 festgestellt.

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