Stammdaten

Register
Amtsgericht Münster HRB 11554
Vorher
FAC'T GS GmbH
Eingetragen
20.6.2008
Gegenstand
Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke im Sinne des Abschnitts Steuerbegünstigte Zwecke der Abgabenordnung (AO). Zweck der Gesellschaft ist insbesondere die Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens und der öffentlichen Gesundheitspflege, der Jugend- und Altenhilfe, die Unterstützung hilfsbedürftiger Personen im Rahmen der Förderung des Wohlfahrtswesens, die Förderung der Erziehung, Volks- und Berufsbildung einschließlich der Studentenhilfe, die Förderung der Religion, die Förderung von Wissenschaft und Forschung sowie die Förderung der Behindertenhilfe. Die Gesellschaft verwirklicht die in § 2.2 genannten Zwecke im Rahmen eines planmäßigen Zusammenwirkens im Sinne des § 57 Abs. 3 AO mit Gesellschaften, an denen die St. Franziskus-Stiftung Münster unmittelbar oder mittelbar beteiligt ist (Verbundgesellschaften) und die die Voraussetzungen der §§ 51 bis 68 AO erfüllen. Diese Verbundgesellschaften werden für Zwecke der steuerlichen Anerkennung in einer Aufstellung außerhalb des Gesellschaftsvertrages aufgelistet. Darüber hinaus erfolgt das planmäßige Zusammen-wirken mit den nachfolgend benannten steuerbegünstigten Körperschaften: - Caritas Wohn- u. Werkstätten Niederrhein gGmbH - Caritasverband für den Kreis Coesfeld e.V. - Genossenschaft der Krankenschwestern nach der III. Regel des heiligen Franziskus - Hospiz zum Heiligen Franziskus gGmbH - KMT-Seniorenzentrum gGmbH - Lebenshilfe Hamm e.V. - LWL-Universitätsklinikum Bochum der Ruhr-Universität Bochum - Ordensgemeinschaft der Missionsschwestern vom Heiligsten Herzen Jesu e.V. - Missionsschwestern von Hiltrup Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Dieses Zusammenwirken wird verwirklicht durch das Erbringen von Leistungen, durch Nutzungsüberlassungen oder durch Lieferungen zur Erfüllung der gemeinsamen Satzungszwecke. Dabei erfolgt insbesondere die Führung von Gastronomiebetrieben und die Er-bringung von Dienstleistungen im Bereich der Gastronomie sowie der Verkauf von Produkten und Dienstleistungen im Bereich der Gastronomie, einschließlich aller damit verbundenen Service- und Nebenleistungen an die genannten Kooperationspartner, soweit diese Leistungen bzw. Lieferungen zur gemeinsamen Erfüllung der steuerbegünstigten Zwecke erforderlich sind. Zudem erfolgt das planmäßige Zusammenwirken durch die Inanspruchnahme von verschiedenen Management- und Beratungsleistungen, Verwaltungsdienstleistungen im Bereich Finanzen, Rechnungswesen, Steuern, Versicherungswesen, Controlling oder Marketing, Planungs- und Beschaffungsleistungen, Personaldienste und -gestellungen, Überlassung und Verwaltung von Mobilien und Immobilien,Versorgung mit Wäsche, Speisen und Medikamenten, Logistik, Bettenaufbereitung, Reinigungsdienstleistungen, hauswirtschaftliche Dienstleistungen, Sterilisations- und Laborleistungen sowie durch den Bezug von Strom, Erdgas und von IT-Produkten bzw. IT-Dienstleistungen. Der Gesellschaftszweck kann gemäß § 58 Nr. 1 AO auch verwirklicht werden durch die Weitergabe bzw. Zuwendung eigener Mittel zur Förderung der in der Abgabenordnung genannten steuerbegünstigten Zwecke, soweit diese durch andere steuerbegünstigte Körperschaften oder durch Körperschaften des öffentlichen Rechts verfolgt werden. Die Förderung kann auch durch die Überlassung von Gütern und Leistungen an andere steuerbegünstigte Körperschaften für deren steuerbegünstigte Zwecke erfolgen. Diese haben die ihnen zugewandten Mittel ausschließlich und unmittelbar für ihre steuerbegünstigten Zwecke zu verwenden.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
FAC'T GmbH
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

FACT GS GmbH (vormals: FAC ́T GS GmbH)

Münster

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Vorjahr
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 14.346,00 22
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattung 1.283.214,00 1.437
1.297.560,00 (1.459)
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 346.976,12 361
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.639.593,53 1.948
2. Übrige Forderungen 608.507,34 447,0
2.248.100,87 (2.395)
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 126.678,67 92
2.721.755,66 (2.848)
C. Rechnungsabgrenzungsposten 18.763,21 13
4.038.078,87 4.320,00

PASSIVA

Vorjahr
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25
II. Andere Gewinnrücklagen 541.416,81 542
III. Gewinnvortrag 48.740,76 429
IV. Jahresfehlbetrag -82.774,96 -380
532.382,61 (616)
B. Rückstellungen 1.007.829,31 1.089
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüer Kreditinstituten 935.451,59 1.317,0
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 980.915,21 697
3. Übrige Verbindlichkeiten 581.500,15 601
2.497.866,95 (2.615)
4.038.078,87 4.320,0

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für 2023

Vorjahr
T€
1. Rohergebnis 16.546.854,06 15.368,00
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -10.880.414,30 -10.651
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.734.927,16 -2.443
- davon für Altersversorgung: € 89.593,007 (Vorjahr: T€ 1) -13.615.341,46 (-13.094)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -262.361,11 -224
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.710.811,31 -2.425
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 486,84 5
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -59.601,98 -27
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 18.000,00 17
8. Ergebnis nach Steuern/Jahresfehlbetrag -82.774,96 -380

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die FAC'T GS GmbH hat ihren Sitz in Münster und wird beim Registergericht Münster (HRB 11554) geführt.

Gegenstand der Gesellschaft ist die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich Speiseversorgung in Krankenhäusern einschließlich aller damit verbundenen Nebenleistungen.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB aufgestellt worden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die FAC'T GS GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 HGB.

Die FAC'T GS GmbH ist ein Verbundunternehmen der St. Franziskus-Gruppe, in der alle Gesellschaften zusammengefasst sind, an denen die St. Franziskus-Stiftung, Münster, mittelbar oder unmittelbar die Mehrheit der Anteile hält. Diese Unternehmen werden im vorliegenden Abschluss als verbundene Unternehmen ausgewiesen.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen denen des Vorjahres.

2. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich der bisher aufgelaufenen und im Geschäftsjahr planmäßig fortgeführten Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 3 bis 10 Jahren linear. Immaterielle Vermögensgegenstände werden über 1 bis 5 Jahre abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter von € 250,00 bis € 800,00 netto werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren zu Einstandspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Um ein allgemeines latentes Ausfallrisiko zu berücksichtigen, wird eine Pauschalwertberichtigung vorgenommen.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu ihren Nominalbeträgen angesetzt.

Unter den Rechnungsabgrenzungsposten sind nur Zahlungen vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, ausgewiesen.

Als gezeichnetes Kapital ist das Stammkapital der Gesellschaft ausgewiesen. Es ist in voller Höhe eingezahlt.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen aus Einstandsverpflichtungen gegenüber der Pensionskasse der Caritas VVaG, Köln, erfolgt unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach der Projected- Unit-Credit Methode. Es ist ein Abzinsungssatz gemäß § 253 Abs. 2 HBG von 1,82 % (10-Jahresdurchschnitt) (Vorjahr: 1,78 %) für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren zur Anwendung gekommen. Der Berechnung liegt eine Schätzung des Inflationsausgleichs laufender Renten von 2,0 % (Vorjahr: 2,0 %) zugrunde. Bei der Berechnung mit einem 7-jahresdurchschnittlichen Zinssatz von 1,74 % (Vorjahr: 1,44 %) der Deutschen Bundesbank, würde sich zum 31. Dezember 2023 eine Pensionsrückstellung in Höhe von 9 T€ ergeben. Der sich somit ergebende Mehrbetrag in Höhe von 188 € unterliegt der Ausschüttungssperre des § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB.

Rückstellungen für Jubiläen wurden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen bewertet. Die Rückstellungen für Jubiläen wurden pauschal mit einem Rechnungszins von 1,74 % (Vorjahr: 1,44 %) abgezinst. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Jubiläen wurden branchenübliche Fluktuationsabschläge sowie eine Einkommenssteigerung von 2,0 % p. a. unterstellt.

Die Bewertung der Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen erfolgt unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) und nach Maßgabe der IDW-Stellungnahme zur Rechnungslegung betreffend die "Handelsrechtliche Bilanzierung von Verpflichtungen aus Altersteilzeitregelungen (IDW RS HFA 3)" vom 19.06.2013. Die Rückstellung wird mit dem Barwert der Zahlungsverpflichtungen angesetzt und pauschal mit einem Rechnungszins von 0,99 % abgezinst. Es wird eine Einkommenssteigerung von 2,0 % p.a. unterstellt. Um die bereits vereinbarten Tarifsteigerungen der AVR-Caritas zu berücksichtigen, wird für 2024 abweichend eine Einkommenssteigerung von 9,0 % unterstellt.

Die Steuerrückstellungen und übrigen Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens und der Abschreibungen ist im Anlagenspiegel dargestellt.

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 59 (Vorjahr T€ 111) und aus Darlehen in Höhe von T€ 139 (Vorjahr T€ 177).

Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten geht aus dem Verbindlichkeitenspiegel hervor.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge sind in Höhe von 45 T€ (Vorjahr 102 T€) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und in Höhe von T€ 102 (Vorjahr T€ 14) Erträge enthalten, die einem früheren Geschäftsjahr zuzuordnen sind.

Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind in Höhe von T€ 141 (Vorjahr T€ 94) Aufwendungen enthalten, die einem früheren Geschäftsjahr zuzuordnen sind.

5. Sonstige Angaben

5.1 Geschäftsführung

Zu Geschäftsführern der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 waren bestellt:

Dipl.-Ing. (FH) Tobias Krüer, B.FM, MBA, Ibbenbüren

Dipl.-Ing. (FH) Dipl.-Wirtschaftsing. (FH) Jens Breinl, Münster.

Bezüglich der Angaben der Vergütung der Geschäftsführung wurden die Ausnahmeregelungen des § 286 Abs. 4 HGB angewendet.

5.2 Haftungsverhältnisse

Mittelbare Versorgungszusagen gegenüber der Arbeitnehmerschaft bestehen bei der kirchlichen Zusatzversorgungskasse des Verbandes der Diözesen Deutschland in Köln (KZVK). Hinsichtlich dieser mittelbaren Pensionsverpflichtungen besteht nach Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB ein Passivierungswahlrecht. Vom Wahlrecht wurde kein Gebrauch gemacht. Da weder der notwendige Erfüllungsbetrag noch der beizulegende Zeitwert des Vermögens der KZVK Köln zugänglich ist, wurden zur Ermittlung der auf die Gesellschaft entfallende finanzökonomische Deckungslücke als bester Schätzwert die zu erwartenden Angleichungsbeiträge, die bis 2026 erhoben werden, herangezogen. Demnach betrug die Deckungslücke am 31. Dezember 2023 T€ 131 (Abzinsungssätze gemäß § 253 Abs. 2 HGB).

Aufgrund eines Rahmenkreditvertrages bei der Volksbank Münster e.G., Münster, mit der FAC'T GmbH, Münster, der FAC'T IT GmbH, Bremen, der FACT RS GmbH, Münster sowie der FAC'T GS GmbH, Münster, besteht eine gesamtschuldnerische Haftung über maximal € 3 Mio. Der Kredit wurde zum 31. Dezember 2023 in Höhe von € 1.030.962,49 in Anspruch genommen. Eine Inanspruchnahme aus der gesamtschuldnerischen Haftung ist nach derzeitigem Kenntnisstand aufgrund der wirtschaftlichen Lage der FACT-Gesellschaften unwahrscheinlich.

Im Rahmen eines Darlehensvertrags zwischen der Volksbank und der FAC'T GmbH über ein Darlehen von € 1 Mio. hat die Gesellschaft eine selbstschuldnerische Höchstbetragsbürgschaft über 1.000.000,00 als Sicherheit abgegeben. Eine Inanspruchnahme der Bürgschaft ist nach derzeitigem Kenntnisstand aufgrund der wirtschaftlichen Lage der FAC'T GmbH unwahrscheinlich.

5.3 Arbeitnehmer

Im Jahr 2023 waren durchschnittlich 495 MitarbeiterInnen (Kopfzahl), Vorjahr 490 MitarbeiterInnen, beschäftigt.

Sie verteilen sich wie folgt:

2023 2022
Gastronomie 198 178
Service 143 159
Spüldienste 74 82
Übrige 80 71
Summe 495 490

5.4 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Miet- und Leasingverträgen mit Dritten ergeben sich künftige Verpflichtungen in Höhe von T€ 1.590, davon sind T€ 746 innerhalb eines Jahres fällig.

5.5 Konzernzugehörigkeit

Mutterunternehmen im Sinne des § 285 Nr. 14 HGB, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellen, sind die St. Franziskus- Stiftung Münster, Münster, und die FAC'T GmbH, Münster.

5.6 Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Münster, den 25. August 2024

gez. Dipl.-Ing. (FH) Dipl.-Wirtschaftsing. (FH) Jens Breinl

gez. Dipl.-Ing. (FH) Tobias Krüer, B.FM, MBA

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023

(Anlagenspiegel)

Anschaffungskosten
1.1.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 45.251,92 0,00 0,00 0,00 45.251,92
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.449.784,26 101.550,11 0,00 91.270,12 2.460.064,25
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2.449.784,26 101.550,11 0,00 91.270,12 2.460.064,25
2.495.036,18 101.550,11 0,00 91.270,12 2.505.316,17
Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 23.625,92 7.280,00 0,00 30.905,92
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.013.039,26 255.081,11 91.270,12 1.176.850,25
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.013.039,26 255.081,11 91.270,12 1.176.850,25
1.036.665,18 262.361,11 91.270,12 1.207.756,17
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 14.346,00 21.626,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.283.214,00 1.436.745,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
1.283.214,00 1.436.745,00
1.297.560,00 1.458.371,00

Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023

Restlaufzeit bis zu 1 Jahr Restlaufzeit > 1 Jahr Gesamt Restlaufzeit > 5 Jahre
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 935.451,59 0,00 935.451,59 0,00
Vorjahreswerte 1.316.862,93 0,00 1.316.862,93 0,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 756.396,40 224.518,81 980.915,21 0,00
Vorjahreswerte 384.011,86 313.531,57 697.543,43 0,00
3. Übrige Verbindlichkeiten 581.500,15 0,00 581.500,15 0,00
Vorjahreswerte 601.093,72 0,00 601.093,72 0,00
2.273.348,14 224.518,81 2.497.866,95 0,00
Vorjahreswerte 2.301.968,51 313.531,57 2.615.500,08 0,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der FAC'T GS GmbH

1. Grundlagen des Unternehmens

Als FAC'T Gruppe übernehmen wir die Verantwortung für alle Leistungen des Facility Managements im Gesundheitswesen. Unser Spektrum reicht dabei von Beratung und Planung bis zu Betrieb und Service einzelner Bausteine und kompletter Infrastrukturen. Mehr als 1.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen, unsere Kunden Tag für Tag in den Bereichen Gebäude und Technik, IT, Reinigung, Gastronomie, Dokumentation und Beratung.

Als 100 %ige Tochter der FAC'T GmbH unterstützt die FAC'T GS GmbH die gesamte Speisenversorgung im Krankenhaus, unabhängig davon, ob die Versorgung aus einer eigenen Küche, aus einer unserer beiden Zentralküchen oder von einem Drittlieferanten erfolgt. Unser Verantwortungsbereich erstreckt sich von der Organisation und Planung der Versorgung bis zum Service am Patienten, Bewohner, Besucher oder Mitarbeiter. Dabei bringen wir die Wirtschaftlichkeit immer wieder in Einklang mit gutem Geschmack, gesunder Ernährung und einem freundlichen Service. Rollende Buffets, Cafeterien und Kantinen in Krankenhäusern gehören genauso zu unserem Leistungsspektrum wie die Bewirtschaftung oder das Management von Küchen und die Speisenlogistik.

Auf Grundlage unserer Erfahrungen beraten und begleiten wir Krankenhäuser und deren Träger bei der Überarbeitung und Verbesserung ihrer Versorgungskonzepte. Gemeinsam mit unseren Restaurant- und Hotelfachleuten, Köchen und Servicespezialisten, Technikern, Architekten und Planern betrachten und vergleichen wir alternative Versorgungskonzepte, entwickeln Raumszenarien für die Produktionsoptimierung oder evaluieren eine Fremdversorgung.

Die FAC'T GS GmbH gehört zur Unternehmensgruppe der St. Franziskus-Stiftung Münster.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft im Jahr 2023 war von der nachlassenden Erholung von der Corona- Pandemie sowie dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und den damit einhergehenden Auswirkungen geprägt. Zudem haben straffere geldpolitische und finanzielle Rahmenbedingungen das Wachstum der Weltwirtschaft belastet. Insgesamt mehren sich die Anzeichen, dass die Weltwirtschaft vor einer längeren Phase unterdurchschnittlichen Wachstums steht. 1 Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamts um 0,3% niedriger als im Vorjahr 2.

Da die Kunden zum überwiegenden Teil aus der Gesundheits- und Sozialwirtschaft stammen, ist die Umsatzentwicklung und das Geschäftsmodell der Gesellschaft unmittelbar und in hohem Maße von den branchenspezifischen und gesundheitspolitischen Entwicklungen betroffen, die nachfolgend dargestellt werden.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten lag per Dezember 2023 um 214.000 oberhalb des Vorjahresmonats3.

Nach Angaben des Bundesministeriums für Gesundheit haben die gesetzlichen Krankenversicherungen in den ersten drei Quartalen 2023 mit einem Defizit von rund 1,0 Milliarde Euro abgeschlossen. Die Finanzreserven der Krankenkassen beliefen sich Ende September 2023 auf rund 9,3 Milliarden Euro. 4

Der Gesundheitsfonds, der Anfang des Jahres noch über eine Liquiditätsreserve von rund 12,0 Milliarden Euro verfügte, lag Ende September mit rund 6,9 Milliarden Euro im Minus. Ein Teil des Defizits resultiert dabei aus einer Maßnahme des GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes. Im Zuge des Gesetzes wurden durch die Absenkung der Obergrenze der Liquiditätsreserve zusätzliche Mittel an die Krankenkassen ausgeschüttet, um die Zusatzbeitragssätze der Krankenkassen zu stabilisieren. 5

Das aktuelle Krankenhaus-Barometer zeichnet ein dramatisches Bild der wirtschaftlichen Lage deutscher Krankenhäuser. Demnach erwarten fast 80 Prozent der Krankenhäuser für das Geschäftsjahr 2023 ein negatives Jahresergebnis. Zudem gehen 71 Prozent der Krankenhäuser mit Blick auf das Jahr 2024 von einer weiteren Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Situation aus. 6

1 BMWK, Die Weltwirtschaft stabilisiert sich auf niedrigem Niveau, Berlin, 2023.
2 Destatis, Wichtige gesamtwirtschaftliche Größen in Mrd. Euro, Veränderungsrate des BIP, Wiesbaden, 2024.
3 Bundesagentur für Arbeit, Beschäftigung - Die aktuellen Entwicklungen in Kürze - Februar 2024, Nürnberg, 2024.
4 BMG-Pressemitteilung, Finanzentwicklung der GKV im 1. Bis 3. Quartal 2023; Bonn, Dezember 2023.
5 Ebenda.

Die Gründe, für die sich weiter verschlechternde Lage sind vielfältig und umfassen neben dem Fachkräftemangel und den inflationsbedingt steigenden Preisen auch weiterhin bestehende stationäre Leistungseinbrüche. Dazu kommen Unsicherheiten bei der zukünftigen Finanzierung und ein damit einhergehender Investitionsstau in vielen Einrichtungen. Kurzfristige Verbesserungen der wirtschaftlichen Lage durch den Strukturwandel in der Krankenhauslandschaft im Zuge der geplanten Krankenhausreform erwarten die Krankenhäuser mehrheitlich nicht. Vielmehr wird davon ausgegangen, dass Entlastungseffekte erst ab 2028 eintreten. Vor dem Hintergrund der insgesamt sehr angespannten Lage rechnen die deutschen Krankenhaus-Manager zudem mit massenweisen Klinikschließungen und einer deutlichen Verdichtung der Kliniklandschaft in den nächsten zehn Jahren. 7

2.2 Geschäftsverlauf

Die flächendeckenden Kostensteigerungen, und das weiterhin hohe Niveau der Lebensmittelpreise, sowie der Personal- und Fach- und Hilfskräftekräftemangel haben den Geschäftsbetrieb negativ geprägt. Insgesamt war der Geschäftsverlauf 2023 von Herausforderungen geprägt, die die FACT GS GmbH auch in den kommenden Jahren begleiten werden.

Die FACT GS GmbH hat im Jahr 2023 das Überwachungsaudit nach DIN ISO 9001 mit allen ergänzenden Anforderungen der neuen DIN EN ISO 9001:2015 erfolgreich absolviert.

2.3 Ertragslage

In 2023 wird ein Jahresergebnis von -83 T€ ausgewiesen. Die Erwartungen des Wirtschaftsplanes wurden damit unterschritten. Der Jahresfehlbetrag ist durch neutrale Effekte insbesondere aufgrund von Steuernachzahlungen aus der Großkonzernbetriebsprüfung für die Jahre 2014 bis 2018 in Höhe von 100 T€ und der ausgezahlten Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 140 T€ negativ belastet.

6 DKGEV Pressemitteilung; Lage der Krankenhäuser so schlecht wie noch nie - Insolvenzen steuern 2024 auf Rekordhoch zu, Berlin, Dezember 2023.
7 Roland Berger Krankenhausstudie 2023, München, Juli 2023.

Unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten setzt sich das Ergebnis wie folgt zusammen:

Ertragslage 2023 2022 2021 Veränderung
FAC'T GS GmbH T€ * T€ * T€ * absolut in %
Speisen- und Beköstigungsleistungen 18.935 17.012 10.123 + 1.923 11,3
Hol- und Bringedienste 477 445 239 + 32 7,2
Weiterverrechnungen 0 0 29 0 0,0
Übrige Dienstleistungen und Warenumsätze 5.441 5.340 4.451 + 101 1,9
Sonstige Umsatzerlöse 134 45 107 + 89 >100
Umsatzerlöse 24.987 22.842 14.949 + 2.145 9,4
Sonstige betriebliche Erträge 130 185 106 - 55 -29,7
Gesamtleistung 25.117 23.027 15.055 + 2.090 9,1
Personalaufwand 13.475 13.090 8.734 + 385 2,9
Waren- und Materialeinsatz 5.864 5.492 2.472 + 372 6,8
Bezogene Fremdleistungen 2.807 2.161 1.622 + 646 29,9
Wasser, Energie, Brennstoffe 48 124 144 - 76 -61,3
Verwaltungsbedarf 109 119 132 10 -8,4
Aufwand für zentrale Dienstleistungen 804 715 730 + 89 12,4
Instandhaltung, Instandsetzung, Wartung 389 273 111 + 116 42,5
Abgaben und Versicherungen 21 25 25 4 -16,0
Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.126 1.194 792 - 68 -5,7
Betriebliche Aufwendungen 24.643 23.193 14.762 + 1.450 6,3
Betriebsergebnis I (EBITDA) 474 -166 293
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0 0 12 0 0,0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 59 25 2 + 34 >100
-18 0 76 - 18 0,0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Abschreibungen 262 224 111 + 38 17,0
Betriebsergebnis II 171 -415 116
Neutrales Ergebnis -254 35 -6
Jahresergebnis -83 -380 110 -

* aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen auftreten.

Die Umsatzerlöse beliefen sich auf 24.987 T€ (Vorjahr 22.842 T€) und verzeichneten damit einen Anstieg um 9,4 %. Neben der notwendigen Weitergabe von Preissteigerungen an die Kunden ist die Erhöhung insbesondere auf den ganzjährigen Betrieb des Gastronomiebetriebes im St. Franziskus-Hospital in Münster nach Übernahme zum 01.04.2022 zurückzuführen.

Der Aufwand im Personalbereich stieg um 385 T€ bzw. 2,9 % auf 13.475 T€. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Personaleinsatz um 4 Vollkräfte (VK) gestiegen.

Die durchschnittlichen Personalaufwendungen je Vollkraft belaufen sich insgesamt auf 45 T€ (Vorjahr 44 T€).

Der Anstieg der Personalaufwendungen gegenüber dem Vorjahr ist insbesondere auf die Erhöhung des Personaleinsatzes zurückzuführen und resultiert ebenfalls in erster Linie aus den erstmals ganzjährig enthaltenen Aufwendungen für die zum 01.04.2022 im Rahmen eines Betriebsübergangs übernommenen Mitarbeitenden des Gastronomiebetriebs in Münster.

Die Vollkräftezahl (VK) liegt im Rahmen der geplanten Entwicklungen (Planwert 300 VK).

Die Materialaufwendungen verzeichnen eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 12 %. Neben einer leistungsinduzierten Erhöhung der Aufwendungen belasteten insbesondere Preissteigerungen für Lebensmittel und Fremdpersonal das Betriebsergebnis.

Der Geschäftsbetrieb ist trotz Einmaleffekte im laufenden Geschäftsjahr insgesamt als gesichert zu bewerten.

2.4 Vermögens- und Finanzlage

In der nachfolgenden Übersicht werden die Vermögens- und Kapitalposten der Bilanz zum 31. Dezember 2023 zusammengefasst und den entsprechenden Vorjahreszahlen gegenübergestellt:

Vermögensstruktur 31.12.2023 31.12.2022 31.12.2021 Veränderung
FAC'T GS GmbH T€ * T€ * T€ * absolut in %
Langfristig gebundenes Vermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 13 22 9 -9 -40,9
Sachanlagen 1.283 1.437 652 -154 -10,7
1.296 1.459 661 -163 -11,2
Kurzfristig gebundenes Vermögen
Vorräte 347 361 190 -14 -3,9
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 282 189 93 93 49,2
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.640 1.948 1.237 -308 -15,8
Sonstige kurzfristige Aktiva 346 273 297 73 26,7
2.615 2.771 1.817 -156 -5,6
Liquide Mittel 127 91 107 36 39,6
Gesamtvermögen 4.038 4.321 2.585 -283 -6,5

* aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen auftreten.

Kapitalstruktur 31.12.2023 30.12.2022 31.12.2021 Veränderung
FAC'T GS GmbH T€ * T€ * T€ * absolut in %
Eigenkapital 532 615 996 -83 -13,5
Mittel- und langfristiges Fremdkapital
Pensionsrückstellungen 9 8 7 1 12,5
Mittel- und langfristige sonstige Rückstellungen 172 274 31 -102 -37,2
Mittel- und langfristige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 225 314 0 -89 -28,3
406 596 38 -190 -31,9
Kurzfristiges Fremdkapital
Steuerrückstellungen 158 40 151 118 >100
Sonstige Rückstellungen 669 767 549 -98 -12,8
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 936 1.317 285 -381 -28,9
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 502 519 370 -17 -3,3
Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 756 384 119 372 96,9
Sonstige kurzfristige Passiva 79 83 77 -4 -4,8
3.100 3.110 1.551 -10 -0,3
Gesamtkapital 4.038 4.321 2.585 -283 -6,5

* aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen auftreten.

Zum Bilanzstichtag ergibt sich eine Unterdeckung langfristiger Vermögenswerte durch langfristig zur Verfügung stehende Mittel in Höhe von 358 T€ (Vorjahr: Unterdeckung in Höhe von 247 T€).

Die betriebswirtschaftlich wünschenswerte Übereinstimmung von Kapitalüberlassungs- und Kapitalbindungsfristen ist damit zum Bilanzstichtag nicht gegeben. Die Unterdeckung resultiert zum einen aus den erwirtschafteten Verlusten, die das Eigenkapital mindern, und zum anderen aus den getätigten Investitionen der Vorjahre im Zuge der Übernahme von Gastronomiebetrieben. Die Unterdeckung wird dadurch abgefedert, dass die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus der Inanspruchnahme der Kontokorrentlinie über den Rahmenkreditvertrag der FAC'T-Gruppe gesichert sind.

Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 13,2 % (Vorjahresstichtag 14,2 %).

Es wurden Investitionen in Höhe von 102 T€ durchgeführt; sie betreffen im Wesentlichen die Ausstattung der betriebenen Küchen.

Für die getätigten Investitionen wurde im Jahr 2023 kein zusätzliches Fremdkapital aufgenommen.

Die Liquiditätssituation der Gesellschaft zeigt im Geschäftsjahr insgesamt eine stabile wenngleich weiterhin angespannte Entwicklung.

Der positive Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (+ 664 T€) reichte aus, um den negativen Cash-Flow aus der aus der Investitionstätigkeit (- 100 T€) und aus der Finanzierungstätigkeit (- 146 T€) zu decken, sodass sich der Finanzmittelfonds um insgesamt 418 T€ erhöht hat. Der Finanzmittelfonds beläuft sich zum Bilanzstichtag auf - 808 T€ (Vorjahresstichtag: - 1.226 T€).

Zum Bilanzstichtag ergibt sich eine kurzfristige Liquiditätslücke von - 725 T€ (Liquidität II. Grades). Zur Finanzierung steht ein Rahmenkreditvertrag für die FAC'T GmbH, Münster, die FAC'T IT GmbH, Bremen, die FACT RS GmbH, Münster, sowie die FAC'T GS GmbH, Münster, in Höhe von € 3 Mio. zur Verfügung. Diese wurde von der FAC'T GS GmbH zum Bilanzstichtag in Höhe von 935 T€ in Anspruch genommen. Die Liquidität der FAC'T GS GmbH ist unter Inanspruchnahme aus diesen Rahmenvertrag sichergestellt.

Die Gesellschaft konnte ihren finanziellen Verpflichtungen (unter Inanspruchnahme des Kontokorrents) jederzeit fristgerecht nachkommen.

2.5 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die FAC'T GS GmbH zieht für die interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatzerlöse und Jahresergebnis heran. Als nicht finanzielle Leistungsindikatoren sind die Personalentwicklung und Personalqualifikation von Bedeutung. Zu den Entwicklungen im abgelaufenen Geschäftsjahr sowie zu den Erwartungen für das kommende Geschäftsjahr verweisen wir auf die Kommentierungen im Wirtschafts- und Prognosebericht.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von 474 T€ erzielt.

Im Geschäftsjahr 2023 waren bei der FAC'T GS GmbH durchschnittlich insgesamt 495 MitarbeiterInnen (Vorjahr: 490) beschäftigt.

Hinsichtlich der Leistungsentwicklung und des Personaleinsatzes (Vollkräfte) verweisen wir auf die Ausführungen unter Punkt 2.3 Ertragslage.

3. Chancen-/ Risiko- und Prognosebericht

Das Risikomanagementsystem der FAC'T GS GmbH ist auf die Identifizierung möglicher Chancen und Risiken ausgerichtet. Die stetige und systematische Überwachung der Entwicklungen trägt zur frühzeitigen Erkennung bei und ermöglicht eine zeitnahe Reaktion. Die Geschäftsführung der Gesellschaft berichtet im monatlichen Rhythmus insbesondere zur Leistungsentwicklung, Ertrags- und Liquiditätslage, sowie zu Qualitätsindikatoren an die Konzernmutter.

Chancen aus der Zugehörigkeit zur St. Franziskus Gruppe

Die FAC'T GS GmbH gehört zur Unternehmensgruppe der St. Franziskus-Stiftung Münster. Die St. Franziskus-Stiftung Münster verfügt über umfassende Erfahrung im Management von Krankenhäusern auch im wettbewerbsintensiven Marktumfeld und hat in verschiedenen Regionen Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen miteinander vernetzt. Die Stiftung unterstützt ihre Einrichtungen vor Ort und steht mit ihrer fachlichen Expertise zur Verfügung. Es werden zentrale Kompetenzen vorgehalten, die die Einrichtungen in den immer komplexer werdenden Handlungsfeldern im Gesundheitswesen beraten und unterstützen.

Ein wesentlicher Baustein für die Zukunftssicherung einer regionalen Gesundheitsversorgung ist die Etablierung von durchgängigen sektorenübergreifenden Versorgungsstrukturen. Die FAC'T GS GmbH ist eingebettet in eine regionale Versorgungsstruktur mit den Einrichtungen der St. Franziskus-Stiftung Münster und externen Partnern. Zwischen den Einrichtungen des Konzernverbunds wird ein intensiver fachlicher Austausch gepflegt, Wissen geteilt sowie gemeinsame Angebote und zukunftsweisende Projekte entwickelt.

Chancen aus der Digitalisierung und den Einsatz neuer Technologien

Die FAC'T GS GmbH verbessert kontinuierlich die digitale Infrastruktur und die Prozessabläufe. Die Maßnahmen sind eingebettet in die Digitalisierungsstrategie der St. Franziskus-Stiftung Münster. Im Vordergrund steht bezüglich des Aufgabenspektrums der FACT GS GmbH hierbei die Verbesserung der gastronomischen Patienten- und Mitarbeiterversorgung, und die Aufmerksamkeit aller Beteiligten bei der Cybersicherheit. Neben der Verbesserung der Dienstleistungsqualität können Effizienzgewinne realisiert werden, die sich auch wirtschaftlich positiv auswirken.

Risiken aus Marktentwicklungen

Die deutschen Krankenhäuser befinden sich in der Post-Corona-Pandemie-Phase. Insbesondere ist nicht abzusehen, inwieweit die Krankenhäuser ein mit 2019 vergleichbares Leistungsniveau nachhaltig wieder erreichen können.

Die Folgen des Ukraine- sowie des Nahost-Krieges wirken sich weiterhin auf den Markt und die Konjunktur aus. Folgen sind neben beeinträchtigten Lieferketten insbesondere die inflationsbedingten Preissteigerungen z. B. in den Bereichen Energie und Lebensmittel. Die Einrichtungen im Gesundheitswesen sind auf die Unterstützung des Staates angewiesen, da sie den Preis für ihre Leistungen ihrerseits nicht beeinflussen können.

Indirekte Risiken aus der Krankenhausfinanzierung und Krankenhausreform

Im Land Nordrhein-Westfalen findet derzeit die Verfahrensumsetzung einer neuen Krankenhausplanung statt, die auf einer neuen Planungssystematik aufbaut. Ziel ist eine bedarfsorientiere Planung, die sich an medizinischen Leistungsgruppen orientiert und für jede Leistungsgruppe Struktur- und Qualitätskriterien definiert. Damit findet eine Abkehr vom Bett als Planungsgröße statt. Die Zustellung der damit verbundenen neuen Feststellungsbescheide für alle Plankrankenhäuser des Landes ist seitens des zuständigen Ministeriums für Dezember 2024 anvisiert. Der zugewiesene Versorgungsauftrag sollte einen Umfang (Fallzahl) haben, der eine wirtschaftliche Tragfähigkeit der Leistungserbringung für das jeweilige bedarfsnotwendige Krankenhaus erwarten lässt.

Parallel dazu hat sich die Regierungskoalition auf Bundesebene zum Ziel gesetzt, Reformen in der Krankenhausversorgung auf den Weg zu bringen. Das Bundesgesundheitsministerium plant in diesem Rahmen eine Reform der Krankenhausfinanzierung sowie der Krankenhausplanung. Die Krankenhausfinanzierung soll auf eine Kombination aus Vorhaltefinanzierung und DRG umgestellt werden. Die Krankenhausplanung soll nach dem Vorbild der NRW-Planungssystematik auf medizinische Leistungsgruppen und dazugehörige Qualitäts- und Strukturkriterien umgestellt werden. Da die Folgen dieser Krankenhausreformen aktuell nicht einzuschätzen sind und von Bund und Ländern unterschiedlich bewertet werden, stocken die Gesetzgebungsverfahren derzeit. Da der finanzielle Druck auf die Krankenhäuser währenddessen weiter zunimmt, aber kein entsprechender Ausgleich in Sicht ist, ist davon auszugehen, dass sich die Krankenhauslandschaft deutlich verändern und die Anzahl der Krankenhäuser in Deutschland spürbar sinken wird.

Ein akutes Thema der Krankenhausfinanzierung ist die angestrebte Ambulantisierung von bisher stationär erbrachten Leistungen. Die Krankenhäuser sind gefordert, auf diese Situation zu reagieren und einen Mix aus der Erweiterung ihrer ambulanten Versorgungsstrukturen und der Akquirierung zusätzlicher stationärer Fälle zu entwickeln, um die freiwerdenden stationären Ressourcen auszulasten. Dies führt zu einem weiter steigenden Wettbewerb und Investitionsbedarfen bei den Krankenhäusern.

Risiken aus dem Personalbereich

Neben dem o.g. Risiko, besteht weiterhin ein verschärfter Wettbewerb um Fach- und Hilfskräfte.

Um dieser Mangelsituation entgegenzuwirken, hat die FAC'T GS GmbH die Personalakquise und Mitarbeiterbindung weiter professionalisiert und hierzu verschiedene Instrumente eingeführt und umgesetzt. Neben den bestehenden Instrumenten wie Jobrad und Jobticket ist das Arbeitsumfeld für die Mitarbeiter der FAC'T GS besonders wichtig. Hier haben wir Arbeitsabläufe standardisiert und vereinfacht um körperliche Belastungen zu reduzieren. Auch im Bereich der Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf können gezielte Maßnahmen gegenüber den Wettbewerbern entscheidende Vorteile bieten. Hierdurch können zudem Mitarbeitende zurück in eine Tätigkeit gebracht werden, die aufgrund fehlender Berücksichtigung familiärer Anforderungen bisher dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung gestanden haben. Die FAC'T GS GmbH hat hierzu folgende Maßnahmen zur Förderung der Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf etabliert. Die FAC'T GS bietet flexible Einsatzmöglichkeiten in unterschiedlichen vertraglichen Umfängen an. Dies geschieht im Rahmen der mit den Kunden vereinbarten Leistungserbringung. Flankiert werden diese Maßnahmen durch den Aufbau einer zentralen Abteilung für Personalmarketing und -recruiting in Verbindung mit der Ausweitung der internationalen Personalakquise.

Auch zukünftig ist davon auszugehen, dass u. a. durch Anpassungen der Mindestlöhne und die Tarifentwicklung für die Gebäudereinigung die Personalkosten weiter steigen werden. Sofern die Kostensteigerungen nicht in die Verkaufspreise einkalkuliert werden, wird die Marge zukünftig sinken.

Cyberrisiken

Das Bundesinstitut für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) kommt in seinem Bericht zur Lage der IT-Sicherheit in Deutschland 2023 zu dem Ergebnis, dass die Bedrohung im Cyberraum so hoch ist wie nie zuvor. Die Cyberattacken richten sich dabei gezielt an kleinere und mittlere Unternehmen sowie auch gegen Krankenhäuser, staatliche Institutionen und Kommunen.

Die Zeit, in denen Einrichtungen des Gesundheitswesens aus ethischen Überlegungen nicht attackiert wurden, ist vorbei. Wichtig ist daher, dass alle Akteure im Gesundheitswesen ihre Kompetenz zur Cyberabwehr stärken und die Awareness aller Mitarbeitenden erhöht wird, denn Cyberangriffe werden immer professioneller. Durch die Künstliche Intelligenz (Kl) werden sich die Möglichkeiten der Cyberkriminellen weiter verbessern. Zusätzlich werden immer mehr Schwachstellen in Softwaresystemen und Applikationen bekannt. Das BSI geht von 70 neuen Schwachstellen in Softwareprodukten pro Tag aus, die dann schnell durch Softwareupdates und -patches geschlossen werden müssen, bevor diese von Cyberkriminellen ausgenutzt werden können.

Es besteht das Risiko, dass die FAC'T GS GmbH Opfer eines kriminellen Cyberangriffs wird, welcher das Ziel hat, sensible Daten zu stehlen und/oder die IT-Systeme zu verschlüsseln und erst nach Zahlung eines Lösegeldes wieder freizugeben. Sollte ein Cyberangriff auf das FAC'T GS GmbH erfolgreich sein, besteht zum einen ein erhebliches Reputationsrisiko, zum anderen kann es auf Grund eines möglichen, vorübergehenden Aussetzens der Leistungserbringung und den notwendigen Aufwendungen zur Wiederherstellung des IT-Systems zu erheblichen Auswirkungen auf die Ertragslage kommen.

Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2024

Aufgrund der unklaren Entwicklungsperspektiven in der Post-Corona-Phase sowie der Auswirkungen der angespannten Konjunkturlage und der aktuellen, weltweiten Krisenherde ist der Wirtschaftsplan 2024 mit vielen Unsicherheitsfaktoren behaftet. Zudem wird eine gesicherte Prognose durch die laufenden Vorbereitungen für die Krankenhausreform erschwert. Wir gehen allerdings davon aus, dass Krankenhäuser weiterhin als systemrelevante Institutionen betrachtet werden und der Staat entsprechend Unterstützungsleistungen insbesondere zur Kompensation der tarifbedingten Mehrkosten anbietet. Momentan gehen wir von einem leicht positiven Jahresergebnis für 2024 aus, welches deutlich über dem Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2023 liegen wird. Zudem gehen wir davon aus, dass das EBITDA als wesentliche Steuerungskennzahl in 2024 sich deutlich über Vorjahresniveau bewegen wird.

 

Münster, 25.08.2024

gez. Dipl.-Ing. (FH) Dipl.-Wirtschaftsing. (FH) Jens Breinl

gez. Dipl.-Ing. (FH) Tobias Krüer, B.FM, MBA

In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen.

Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die FAC'T GS GmbH, Münster

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der FAC'T GS GmbH, Münster, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FAC'T GS GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 2. September 2024

Forvis Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Bert Franke, Wirtschaftsprüfer

gez. Kathrin Graf, Wirtschaftsprüferin

HRB 11554

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 15.10.2024 festgestellt.

Beschluss über die Verwendung des Ergebnisses

Die Gesellschafterin beschließt, den Jahresfehlbetrag der FACT GS GmbH in Höhe von € - 82.774,96 auf neue Rechnung vorzutragen.

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