Singularity Management GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Josef Niggl seit 29.8.2023 | Prokura |
Stefan Michael Hirte seit 10.8.2023 | Geschäftsführer |
Martina Liebiger seit 9.11.2020 | Prokura |
Thomas Ginzel seit 28.10.2020 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Vermes Microdispensing GmbHHolzkirchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 2023Vermes Microdispensing GmbH, 83607 Holzkirchen1. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Geschäftsmodell Die Vermes Microdispensing GmbH (nachfolgend: Vermes) ist in fünf Business Units (BU) aufgeteilt: Mikrodosierung, Spezialmaschinenbau, Medical Equipment, SOC-Technologie und Prozess-Simulation. In der BU-Mikrodosierung, dem Hauptgeschäftsfeld, werden piezobasierende Mikrodosiersysteme für höchstpräzise Dispensevorgänge im Bereich von Subnanoliter bis mehrere hundert Mikroliter entwickelt, produziert und vertrieben. Die Viskosität der dispensierbaren Dispensefluide erstreckt sich von 1 mPas bis über 2 Millionen mPas, die Geschwindigkeit von Tropfenformierung und -ausstoß beträgt theoretisch bis zu 3000 Hz. Die Entwicklung findet ausschließlich am Standort Holzkirchen statt. Mit ausländischen Tochtergesellschaften in China, Malaysia, Korea, USA, Japan, Indien und Singapur ist das Unternehmen global aufgestellt. Produktion, Wartung und Reparatur werden sowohl in Deutschland als auch in den Auslandsgesellschaften in China und Malaysia durchgeführt. In der Regel werden die Mikrodosiersysteme als sogenannte Dosierköpfe in schnell und präzise arbeitende Verfahranlagen eingesetzt. Diese Anlagen triggern die Vermes Mikrodosiereinheiten entsprechend der gewünschten Kundenapplikation. 1.2. Besondere Ereignisse im Geschäftsjahr Mit Datum vom 14.07.2023 wurde Herr Stefan Hirte zum 01.08.2023 als neuer Geschäftsführer (CEO) bestellt. Mit steigender Mitarbeiterzahl wurde ebenfalls eine weitere Ebene in die Organisationsstruktur eingefügt. Unterstützt von den Prokuristen Herrn Josef Niggl (COO) und Frau Martina Liebiger (CFO), können Projekte schneller analysiert und umgesetzt werden. 1.3. Forschung und Entwicklung Vermes ist technologischer Marktführer von piezobasierenden Mikrodosiersystemen. Durch die Kundennähe in den ausländischen Gesellschaften sowie am Hauptstandort in Deutschland werden frühzeitig Trends erkannt und umgesetzt. Die strategische Entwicklungsausrichtung, Kernaktivität der Unternehmensstrategie, ist die ganzheitliche Konzeption rund um den Dosiervorgang selbst, somit ist die personell größte Abteilung im Haus auch die Entwicklungsabteilung. Unsere Mitarbeiteranzahl in diesem Bereich konnte in den letzten 3 Jahren von 40 auf knapp 55 Mitarbeiter erhöht werden. Weiterbildung und vertiefende Schulungen sind an der Tagesordnung. Die im Jahr 2022 begonnene Umstrukturierung im Projektmanagement ist die Basis für eine agile Arbeitsweise mit permanenter Ressourcen- und Kostenkontrolle. Forschungsergebnisse werden unmittelbar mit Patenten und Verträgen abgesichert. Für den gestiegenen Flächenbedarf der Abteilung Forschung und Entwicklung stehen seit 2023 weitere 500 m 2 zur Verfügung. Ein Drittel wird seit 2022 für die Prototypenfertigung genutzt. Im Rest der Fläche befinden sich hochmoderne Labore und Arbeitsplätze. Die Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr erhöhten sich um 13% und befinden sich weiterhin auf hohem Niveau. Zusätzlich zur Prototypenfertigung, welche in 2022 in Betrieb genommen wurde, konnte nun auch die restliche Fläche (240 m 2 ) nach neuestem Stand der Technik ausgebaut und der Forschungs- und Entwicklungsabteilung zur Verfügung gestellt werden. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die für 2023 prognostizierte Stabilisierung der Weltwirtschaft auf stagnierendem, niedrigem Niveau hat sich bewahrheitet. "Die mittelfristigen Aussichten für das Wirtschaftswachstum sind so niedrig wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Es deutet sich zunehmend an, dass die Weltwirtschaft vor einer längeren Phase unterdurchschnittlichen Wachstums steht.", so das BMWK im Monatsbericht Dezember 2023, herausgegeben am 28.11.2023. Dieser Meinung schließt sich auch der DIW an und bestätigte im Juni 2024 ein Wachstum des Welthandelsvolumens um 18% auf 3,9% und somit einen leichten Anstieg im Vergleich zu 3,3% in 2022. (Der Durchschnitt 2000 - 2019 lag bei 4,9%, BMWK 12/2023). Nicht nur der Krieg in der Ukraine, sondern auch die sich verschärfende Lage in Nah-Ost sorgen für ein hohes Risiko im internationalen Handel. Sollten sich die Konflikte weiter verschärfen und weitere Kriegsparteien in die militärischen Auseinandersetzungen mit eintreten, könnte sich der Anstieg der Rohstoff-, Lebensmittel- und Brennstoffpreise fortsetzen, was wiederum negative Auswirkungen auf die Inflation hätte und eine noch restriktivere Geldpolitik auslösen würde. Eine weitere Verschlechterung der globalen Finanzierungsbedingungen hätte jedoch negativen Einfluss auf die bereits existierende Verschuldungsproblematik der Schwellenländer. Eine Erhöhung der Kreditkosten für den Schuldendienst sowie die Prolongations- und damit Ausfallrisiken hätten eine Aufwertung des US$ zur Folge und würden die nachteilige Auswirkung auf Volkswirtschaften mit einem hohen Anteil an US-Dollar-Schulden noch verstärken. Die Entwicklung der chinesischen Wirtschaft ist in unserem Geschäftsfeld ein wichtiger Indikator. Mit 17,6 Mrd. US$ nach den USA ist China die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt (de.statista.com, Ranking der 20 Länder mit dem größten BIP im Jahr 2023, Autor: Bruno Urmersbach, 29.04.2024). Dennoch tut sich China derzeit schwer damit, nach dem Corona-Einbruch wieder mehr konjunkturelle Dynamik zu entwickeln, was auch deutsche Importeure ausbremst. Die chinesischen Exporte sind eine enorm wichtige Stütze für die Konjunktur. Seit vielen Jahren ist China größter Handelspartner Deutschlands. (Constantin Röse; Chinas Kampf gegen eine schwache Wirtschaft, ARD-Finanzdirektion, 21.08.2023). Der Rückgang der Exporte hängt auch damit zusammen, dass eine Verschiebung hin zu inländischen Dienstleistungen stattfindet (BMWK, Monatsbericht Dezember 2023), um Abhängigkeiten und somit Lieferausfälle, wie in der Corona-Pandemie, zu minimieren. Auf der Beschaffungsseite kann grundsätzlich von einer Entspannung des Marktes im Vergleich zu den Jahren zuvor gesprochen werden. Zwar blieb die Inflationsrate im Vergleich zu 2022 (6,9%) auf einem vergleichbar hohen durchschnittlichen Niveau von 5,9%, allerdings zeigt eine detailliertere Analyse eine fallende Inflation quasi über den gesamten Jahresverlauf. So fiel die Inflation von ihrem Höchststand im Januar 2023 (8,7%) durchgängig auf zuletzt 3,7% im Dezember 2023. Fast im gleichen Maße stieg die Verfügbarkeit von elektronischen Komponenten (Platinen) sowie Rohmaterialien (Aluminium, Edelstahl) auf dem internationalen Markt. Generell ist eine Absenkung der deutschen Wirtschaftsleistung (BIP inflationsbereinigt -0,3%) festzustellen, welche freiwerdende Produktionskapazitäten deutscher Lieferanten zur Folge hat. Unsere Hauptabsatzmärkte für die Mikrodosierung konnten sich im Jahresverlauf ebenfalls stabilisieren und lagen über den Erwartungen der führenden Marktinstitute. Insbesondere im weltweiten Smartphone-Markt wurde im vierten Quartal 2023 ein Wachstum von 8% im Vergleich zum Vorjahr festgestellt. Die Gesamtlieferungen für das gesamte Jahr 2023 beliefen sich auf 1,14 Milliarden Einheiten, was einen leichten Rückgang von 4% gegenüber 2022 bedeutet. In der Automobilindustrie stieg der Gesamtumsatz um 14% auf 2,05 Billionen Euro (EY). Der Anteil zugelassener E-Fahrzeuge am Gesamtmarkt ist weiter gestiegen. Der Marktanteil beträgt mittlerweile 18,4% (Quelle Kraftfahrt Bundesamt). In der Medizintechnik/Life Science wird ein enormer Zuwachs erwartet, der auf die Nachfrage nach neuen Analysemethoden zurückzuführen ist (Mordor Intelligence). Präzises Fördern von kleinsten Flüssigkeitsmengen in mikrofluidischen Strukturen (In-Vitro-Diagnostik), Sensorik für diagnostische Zwecke, Messtechnik für die Prozessautomatisierung, sowie das berührungslose Aufbringen von Substanzen auf unterschiedlichste Trägermaterialien stehen für die zukünftigen Entwicklungsfelder in diesem Bereich. 2.2. Geschäftsverlauf Wir sind mit gedämpften Gewinnerwartungen in das Geschäftsjahr 2023 gegangen. Ausgehend von einer sich stabilisierenden Nachfrage und einer eher stagnierenden Prognose, konnte das Geschäftsjahr dennoch mit einem Umsatzplus von 21% (26,05 Mio. €) gegenüber dem Vorjahr abgeschlossen werden. In Q1 zeichneten sich bereits Kooperationen mit Geschäftspartnern ab, welche in Q2 und Q4 realisiert werden konnten, somit liegen wir mit unserem Gesamtumsatz wieder auf Vor-Corona-Niveau. Ebenso konnten wir nach dem Wegfall der Corona-Restriktionen unsere neuen Produkte wieder einem großen Publikum vorstellen. Der Austausch über neue Entwicklungen in den unterschiedlichen Branchen ist wichtig und birgt viele Chancen, neue Konzepte zu entwickeln. Die Lieferengpässe, insbesondere bei den Steuerplatinen, haben sich schneller normalisiert als erwartet, dies hat sich positiv auf die Herstellungskosten ausgewirkt, was eine Steigerung der Umsatzrentabilität um 12,2% auf 15,5% zur Folge hatte. An unserem Hauptsitz in Holzkirchen konnte der in Q4/2022 fertiggestellte Anbau an unser Bestandsgebäude termingerecht ausgebaut und in Betrieb genommen werden. Somit stehen insgesamt 500 m 2 Fläche für die kontinuierlich wachsende Forschungs- und Entwicklungsabteilung sowie für die Prototypenfertigung zur Verfügung. Um dem Thema Nachhaltigkeit gerecht zu werden, wurden bereits erste Berechnungen zur Installation einer PV-Anlage durchgeführt. Mit dem Jahresabschluss 2023 wurde von unseren Gesellschaftern grünes Licht für die Investition gegeben. Die Anlage soll die Beladung von E-Fahrzeugen, die Klimatisierung im Sommer und die Beheizung im Winter unterstützen. Im Ausland sind die Entwicklungen in unseren Beteiligungsgesellschaften ebenfalls ein wichtiger Indikator für die strategische Ausrichtung unseres Unternehmens. Sowohl in China, Korea, USA, Malaysia, Japan, Indien und Singapur entwickeln sich die Umsätze stabil. Dennoch machte sich auch hier der Abwärtstrend in 2023 bemerkbar. Erst zum Jahresende konnte eine Verbesserung der Nachfrage, insbesondere im Smartphone-Markt, festgestellt werden. China und Korea dominieren weiterhin den Markt. Aus Sicht der Geschäftsführung ist der Geschäftsverlauf 2023 zufriedenstellend verlaufen. 2.3. Lage Nach wie vor dominiert das operative Geschäft die Lage des Unternehmens. Zur Beurteilung der Geschäftslage, werden verschiedene Indikatoren herangezogen. Zum einen gilt es, den Dispensemarkt, ein Nischenmarkt, kontinuierlich zu beobachten, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und in wettbewerbsfähige Produkte umzusetzen, zum anderen werden die klassischen finanzwirtschaftlichen Controlling-Instrumente angewandt. Nachdem das Unternehmen ISO 9001 zertifiziert ist, sind alle Prozesse transparent dokumentiert und können so permanent überprüft werden. Zur Beurteilung der Geschäftslage, werden verschiedene Indikatoren in einer 3-Jahresbetrachtung herangezogen: Zum einen ist die Veränderung der Roherlöse (Gesamtleistung ./. Materialaufwand ./. Personalaufwand) und zum anderen die Entwicklung des Jahresergebnisses von primärer Bedeutung. Seit Corona und den damit verbundenen Lieferproblemen mussten die Lagervorräte zur Sicherung der Lieferfähigkeit stark angepasst werden. Die Entwicklung der Bestandsveränderungen wird aktuell zusätzlich zur Beurteilung der Lage herangezogen. 2.3.1. Ertragslage
Die Roherlöse des Geschäftsjahres 2023 liegen zwar unter dem Niveau von 2021. Allerdings ist im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 ein starker Zuwachs festzustellen, was aber dem überproportionalen Rückgang von 2021 auf 2022 (-35,6%) zuzuschreiben ist. Dies ist hauptsächlich auf Faktoren, wie die außergewöhnliche Rohstoffknappheit, inflationsbedingte Anpassungen der Personalausgaben sowie die gestiegenen Kosten externer Dienstleister, zurückzuführen. Das Jahresergebnis im Geschäftsjahr 2023 liegt mit 3.936 T€ unter dem Wert von 2021 (5.976 T€), aber im Vergleich zum Vorjahr 2022 (2.986 T€) ist ein Anstieg von 31,8% zu verzeichnen. Die Ausgabenseite, insbesondere hinsichtlich der gestiegenen Kosten externer Dienstleister, konnte abgemildert werden, indem wir stärker auf interne Abbildung der Entwicklungsprozesse umgestellt haben. Dies wirkte sich bereits in 2023 positiv auf das Geschäftsergebnis aus. 2.3.2. Vermögens- und Finanzlage Das Sachanlagevermögen in Höhe von 13.721 T€ (Vorjahr 13.885 T€) ist im Geschäftsjahr 2023 leicht gesunken. Dem standen Abschreibungen in Höhe von 677 T€ (Vorjahr 672 T€) gegenüber. Die Vorräte konnten gegenüber dem Vorjahr von 6.614 T€ um 375 T€ auf 6.239 T€ abgebaut werden. Nachdem sich die Lieferengpässe im Laufe des Geschäftsjahres stabilisierten, konnten die Vorsichtsnahmen sukzessive zurückgefahren werden. Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zeigt einen Anstieg auf 3.416 T€ und um 1.193 T€ im Vergleich zum Vorjahr 2022 (2.223 T€). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich ebenfalls um 1.197 T€ auf 5.354 T€ erhöht. Hier sehen wir jedoch kein Risiko, da wir eng mit unseren Kunden zusammenarbeiten und bisher noch keine Forderungsausfälle zu beklagen hatten. Der Verzug liegt eher in der Tatsache, dass unsere Kunden auf die Zahlung ihrer Kunden im Durchschnitt länger warten müssen. Unser Forderungsmanagement ist darauf ausgerichtet, steten Kontakt zu Kunden zu haben und rechtzeitig zu mahnen. Die Eigenkapitalquote liegt zum Geschäftsjahresende 2023 bei 94,0% (Vorjahr 94,9%). Die zum 31.12.2023 gestiegenen sonstigen Rückstellungen (1.689 T€, Vorjahr 1.235 T€) sind auf gestiegene Rückstellungen für Gewährleistung, für Personal und für ausstehende Rechnungen zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 573 T€ (Vorjahr 442 T€). Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der vorgegebenen Zahlungsziele beglichen werden. Zum 31.12.2023 ist die Liquiditätssituation stabil geblieben und die Gesellschaft hat keine externen Finanzschulden. Die Gesellschaft ist in der Lage, alle Verpflichtungen fristgerecht und vollständig zu begleichen. Sonstige außerbilanzielle Verpflichtungen liegen nicht vor. 2.3.3. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Der nicht finanzielle Leistungsindikator "Mitarbeiterfluktuation" im Unternehmen konnte trotz gestiegener Mitarbeiterzahlen auf stabilem Niveau in Höhe von 17% gehalten werden, was die hohe Mitarbeiterzufriedenheit widerspiegelt. Die Gesamtmitarbeiterzahl erhöhte sich um 5% auf knapp 180 weltweit. Bedingt durch die im Hause Vermes entwickelte anspruchsvolle Hochtechnologie liegt der Anteil sogenannter MINT-Arbeitskräfte im Personalbereich bei über 50%. Diese Mitarbeiter sind in der Elektronikentwicklung, Softwareentwicklung, Konstruktion, Simulation, Produktanalyse und -verhalten eingesetzt. Die Nachfrage nach Fachkräften im MINT-Sektor steigt weiter. Zusätzlich befinden wir uns in Konkurrenz mit anderen Arbeitgebern in der Region. Über die Ausweitung auf internationalen Recruiting-Plattformen, stärkere Präsenz im Umland durch Werbeaktionen und Nutzung des Tools "Mitarbeiter werben Mitarbeiter" konnten wir das Risiko minimieren. Alle wichtigen Umweltvorschriften werden durch die Verwendung besonderer Materialien und unter Berücksichtigung der RoHS-Vorschriften - bei Arbeiten im elektronischen Umfeld - eingehalten. Im Produktionsbereich legen wir besonderen Wert auf energieschonendes Arbeiten. Fazit: Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als zufriedenstellend bezeichnet werden. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1. Prognosebericht Der internationale Währungsfonds erwartet für 2024 ein Wachsen der Wirtschaftsleistung um 0,5%. Auch die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) nahm leichte Aufwärtskorrekturen für 2024 vor (BMWK, Schlaglichter der Wirtschaftspolitik, Märzausgabe, herausgegeben am 28.02.2024). Gleichwohl bleibt das weltwirtschaftliche Wachstum insgesamt gering und die regionalen Unterschiede bleiben hoch. Positiv zu bewerten ist die restriktive Geldpolitik zur Eindämmung der Inflation. Die Erholung der Weltwirtschaft von den multiplen Krisen bleibt abzuwarten, zumal die Entwicklung im Nahost-Konflikt einen weiteren Unsicherheitsfaktor darstellt. Unsere Prognose für das Geschäftsjahr 2024 ist weiterhin verhalten, da wir die geografischen Krisenherde als potenzielles Risiko betrachten. Mit der Erweiterung unseres Produktportfolios sowie der Einführung unserer Dosiersysteme der neuen Generation, erwarten wir mit ca. 15% ein moderates Wachstum der Roherlöse. Ebenso kann über den sukzessiven Abbau der Lagerbestände die Bestandserhöhung geschmälert werden. Innerhalb der nächsten 2 Jahre, gehen wir von einem Rückgang von ca. 40% auf das Niveau von 2022 aus. Sofern sich die Investitionsbereitschaft im Dispensemarkt weiter stabilisiert und die geopolitischen Risiken ausbleiben, planen wir 2024 eine leichte Verbesserung unseres Jahresergebnisses um ca. 16%. Bei den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren gehen wir weiterhin von einer niedrigen Mitarbeiterfluktuation aus. Vermes bietet hochmoderne und ergonomische Arbeitsplätze. Außerdem findet eine kontinuierliche Gefährdungsbeurteilung im Rahmen der Arbeitssicherheit statt, so dass Anpassungen für den einzelnen Arbeitsplatz schnell umgesetzt werden können. Wir erwarten daher keine gravierenden Veränderungen. 3.2. Risikobericht Der sorgsame Umgang mit potenziellen Risiken besitzt für die Gesellschaft einen sehr hohen Stellenwert. Ziel unseres Risikomanagements ist es, potenzielle Risiken frühestmöglich zu minimieren, zu erkennen, zu steuern und zu vermeiden. Die Gegenmaßnahmen erfolgen in enger Zusammenarbeit mit der Muttergesellschaft. Bedeutende Sachverhalte werden der Geschäftsführung im Rahmen der regelmäßigen konzerninternen Geschäftsleitungssitzungen berichtet. 3.2.1. Branchenrisiken Die Wettbewerbssituation hat sich in den letzten Jahren im weltweiten Dispensemarkt verschärft. Mittlerweile ist die Technik zum Standard geworden und die Anzahl der Mitanbieter steigt weiter an. Wir sind starkem Preisdruck ausgesetzt, können uns aber mit Neuentwicklungen abgrenzen. Ohne technische Produktinnovationen müssen wir dem Preisdruck nachgeben, was sinkende Margen zur Folge hätte. 3.2.2. Finanzwirtschaftliche Risiken Währungsrisiken bestehen nur in geringem Maße, da die Umsätze größtenteils in Euro abgewickelt werden. Die steigende Inflation konnte im Jahr 2023 durch attraktive Geldanlagemöglichkeiten, sowohl im kurzfristigen als auch langfristigen Bereich, abgemildert werden. Hier gilt es, den richtigen Zeitrahmen zu finden, um das gestiegene Zinsniveau längerfristig mitzunehmen. 3.2.3. Personalrisiken Um die ohnehin knappen Fachkräfte ringt Vermes als mittelständisches Unternehmen weiterhin mit den großen Konzernen in und um München. Um die passenden Bewerber zu finden, geht Vermes verschiedene Wege. Unter anderem werden verstärkt regionale Jobbörsen genutzt. Aufgrund der regionalen Nähe zum Wohnort und damit kürzerer Fahrzeiten beim Arbeitsweg konnten bereits potentielle Mitarbeiter eingestellt werden. Weitere Vorteile sind der flexible Gleitzeitrahmen sowie die Einführung von Home-Office und interessante Mitarbeiteraktionen. Nachdem Vermes in der Vergangenheit Mitarbeiter aus dem Ausland erfolgreich angeworben hat, halten wir an einem weltweiten Recruiting fest. Unsere moderne, internationale Firmenkultur ist die Grundlage für ein attraktives Arbeitsumfeld. 3.3. Chancenbericht Die sich stabilisierende Nachfrage in der Unterhaltungselektronikbranche macht neue Entwicklungstrends im Mikrodosiermarkt möglich. Innovative Technologien konnten bis zur Marktreife entwickelt und erfolgreich im Markt eingeführt werden. Die Verschiebung der Absatzmärkte als Reaktion auf die Sanktionen gegen China bot die Chance, eine weitere Niederlassung in Indien zu gründen. Wir können somit rechtzeitig auf Änderungen reagieren und unseren Marktanteil frühzeitig ausbauen. Die sukzessive Umstellung der Entwicklungsprozesse führte zu erfolgreichen, dynamischeren Teams. Mitarbeiter werden aus einer interdisziplinären Matrixstruktur in Projekte eingebunden. Schnellere Entwicklungszyklen erhöhen gleichzeitig die Effizienz in der Umsetzung der Kundenanforderungen. Ein zweiter Baustein des Erfolgs ist weiterhin die eigene Prototypenfertigung. Nicht nur, dass wir mehr Erfahrung mit neuen Materialien gewinnen konnten, sondern auch die Projektzeiten verringerten sich deutlich. Ebenso ist unser Unternehmen nach ISO 9001 zertifiziert. Prozesse werden kontinuierlich überprüft und gegebenenfalls angepasst (KVP). Wir sehen das Qualitätsmanagement als wichtigen Pfeiler für die Darstellung und Kontrolle der Zuverlässigkeit unserer Produkte im weltweiten Dispensemarkt, einem Nischenmarkt im High-Tech Bereich. Die Erweiterung unseres Bestandsgebäudes für die stetig wachsende Abteilung "Forschung & Entwicklung" am Standort Holzkirchen wurde in Q4/2022 fertig gestellt. Ab Q2/2023 standen unserem internationalen, breit aufgestellten Entwicklungsteam zusätzliche 500 m 2 zur Verfügung. Dieser Bereich wurde nach modernsten Standards konzipiert. Unser wachsendes, internationales Team hat im modernen Arbeitsumfeld der Firma Vermes einen fruchtbaren Boden für erfolgreiche Ansätze, sowohl im Kernsegment der Mikrodosierung als auch in den neuen Geschäftsfeldern, gefunden. Dies ist einer der Hauptpfeiler für unsere Innovationskraft. Durch den wachsenden Einsatz von KI sehen wir Chancen, Marktentwicklungen frühzeitig zu erkennen und diese dann in Form von innovativen Produktlösungen umzusetzen. Unsere weltweiten Vertriebs- und Supportteams nutzen diesen Vorteil und können sich so stärker von der Konkurrenz abheben. Fazit: Durch die Stabilisierung der Absatz- und Beschaffungsmärkte auf der einen Seite und die schwer einzuschätzenden, geopolitischen Risiken auf der anderen Seite, lässt sich die Entwicklung im Bereich der Mikrodosierung aktuell schlecht einschätzen. Die genannten Chancen bieten uns zwar die Möglichkeit, auf Änderungen im Markt schnell zu reagieren und rechtzeitig neue Lösungen zur Produktreife zu bringen, aber eine Ausweitung des Nahost-Konflikts auf die gesamte Region birgt erhebliche Risiken, insbesondere in der Energie- und Rohstoffversorgung. Als Anbieter von Hochtechnologie mit eigener Prototypenfertigung und damit kurzen Entwicklungszyklen ist Vermes Vorreiter im Bereich der Mikrodosierung. Ein harmonisches Betriebsklima, motivierte Mitarbeiter und eine gute Positionierung in den Zielmärkten sind eine solide Basis für zukünftiges Wachstum. Mit Einführung neuer Entwicklungsmethoden und zunehmendem Einsatz von KI sehen wir uns nah bei unseren Kunden und sind zuversichtlich, auch in Zukunft die richtigen, qualitativ hochwertigen Lösungen frühzeitig dem Dispensemarkt, unserem Hauptabsatzmarkt, zur Verfügung zu stellen. Derzeit sind existenzbedrohende Risiken für das Unternehmen nicht erkennbar.
Holzkirchen, 5. November 2024 BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Vermes Microdispensing GmbH, HolzkirchenI. Allgemeine Angaben Die Vermes Microdispensing GmbH hat ihren Sitz in Holzkirchen. Die Gesellschaft wird beim Handelsregister, Amtsgericht München unter HRB 186400 geführt. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt worden. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) gewählt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB und hat größenabhängige Erleichterungen bei der Aufstellung des Jahresabschlusses teilweise in Anspruch genommen. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Bei der Bewertung wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden. Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Rückstellungen sowie die Schulden sind in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend aufgegliedert. Die in der Bilanz ausgewiesenen Vermögensgegenstände wurden einzeln bewertet (§ 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB). Aktiva Anlagevermögen Die Immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden linear über die erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, linear um planmäßige Abschreibungen vermindert worden. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die planmäßige Nutzungsdauer beträgt drei Jahre. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert. Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ergibt sich aus der Gegenüberstellung von Anschaffungskosten und dem Wert der einzelnen Vermögensgegenstände des erworbenen Unternehmens, abzüglich der Schulden zum Zeitpunkt der Übernahme, und wird planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer von drei Jahren ab 1. Juli 2022 abgeschrieben. Im Jahr 2023 erfolgte die vollständige Abschreibung des Firmenwertes eines im Jahr 2022 entgeltlich erworbenen Einzelunternehmens (Fa. Lerner Systems). Der Grund hierfür ist, dass die Lerner-Produktreihe nicht in das Verkaufsportfolio aufgenommen wurde, weil diese technisch überholt sind. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Sachanlagen werden linear vorgenommen. Die Abschreibungszeiträume basieren auf der jeweils voraussichtlichen Nutzungsdauer. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, die unterjährig erworben wurden, werden zeitanteilig abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis € 800,00 werden im Jahr des Zugangs abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Umlaufvermögen Die Vorräte wurden unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Zinsverlusten und Mahnkosten wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert am Bilanzstichtag bilanziert. Rechnungsabgrenzungsposten Der Rechnungsabgrenzungsposten wird zum Nennwert angesetzt. Passiva Eigenkapital Das Gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt. Rückstellungen Die Rückstellungen wurden nach Maßgabe des § 253 HGB ermittelt. Anzusetzen ist hierbei der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendige Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 HGB. Sonstige Rückstellungen Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen mit den Erfüllungsbeträgen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind. Beträgt ihre Restlaufzeit mehr als ein Jahr, werden die Rückstellungen mit einem der jeweiligen Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023 wird gesondert im Anlagenspiegel dargestellt. Umlaufvermögen Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. mit dem zum Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen die produktionsbezogenen Vollkosten nach § 255 Abs. 2 S. 1 bis 2 HGB; erforderliche Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert erfolgten bei Bedarf. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen Disagien, die über die Laufzeit der Darlehen aufgelöst werden. Eigenkapital Das Gezeichnete Kapital beträgt € 25.000,00 und ist in voller Höhe eingezahlt. Im Eigenkapital ist ein Gewinnvortrag in Höhe von € 21.051.737,78 enthalten. Sonstige Rückstellungen Die Sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen die Aufwendungen für Gewährleistungen, Personalkosten sowie Aufwendungen für die Erstellung des Jahresabschlusses und der Steuererklärungen 2023 sowie ausstehende Rechnungen. Verbindlichkeiten
IV. Sonstige Angaben Belegschaft Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 120 Mitarbeiter. Vorstand/Geschäftsführung Geschäftsführer ist seit dem 1. August 2023 Herr Stefan Hirte, München. Bis zum 31. Juli 2023 war Herr Jürgen Städtler, Feldkirchen-Westerham, Geschäftsführer. Herr Stefan Hirte hat Einzelvertretungsbefugnis und ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Anteilsbesitz
Ergebnisverwendung Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von € 3.936.270,34 ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. sonstige Berichtsbestandteile
Holzkirchen, 5. November 2024 Stefan Hirte, Geschäftsführer Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 11.11.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Vermes Microdispensing GmbH, Holzkirchen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Vermes Microdispensing GmbH, Holzkirchen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Vermes Microdispensing GmbH, Holzkirchen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit und, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben und ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 6. November 2024 ALPERS
WESSEL DORNBACH GmbH
C. Wessel, Wirtschaftsprüfer M. Meyer, Wirtschaftsprüfer |
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