WPP Germany GmbH & Co. KG
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WPP Deutschland Holding GmbH & Co. KGFrankfurt am MainKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernlagebericht des Jahres 2021Inhaltsverzeichnis 1. Grundlagen des Konzerns 1.1 Geschäftsmodell des Konzerns 1.2 Ziele und Strategien 1.3 Steuerungssystem 1.4 Forschung und Entwicklung 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.2 Lage des Konzerns 2.2.1 Ertragslage 2.2.2 Finanzlage 2.2.3 Vermögenslage 2.3 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 2.3.1 Finanzielle Leistungsindikatoren 2.3.2 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 3. Chancen- und Risikobericht 4. Ausblick 1. Grundlagen des Konzerns 1.1 Geschäftsmodell des Konzerns Die oberste Konzerngesellschaft der WPP Deutschland Holding GmbH & Co. KG (kurz: WPP DH KG) ist die WPP plc mit Sitz in Jersey. In Ihrem Geschäftsbericht 2021 kann man lesen (Übersetzung aus dem Englischen): "Wir sind in einem schnelllebigen und wachsenden Markt tätig. Unsere Kunden investieren mehr in modernes Marketing - digitale Technologien, E-Commerce und neue Kundenerlebnisse - und konzentrieren sich auf ökologisches und soziales Engagement. Wir profitieren von der steigenden Nachfrage unserer Kunden nach unseren Dienstleistungen und haben bei unseren strategischen Plänen große Fortschritte gemacht." Die erste operative Einheit in Deutschland wurde indirekt im Jahr 1989 erworben. Zunächst kaufte WPP plc Anteile an Werbe-Networks wie J. Walter Thompson, Ogilvy & Mather und Young & Rubicam, wobei die operativen Einheiten dieser Networks in Deutschland Töchter in der jeweiligen Network-Struktur blieben. Erst ab dem Jahr 2000 entwickelte sich eine eigene Holdingstruktur in Deutschland, in der die operativen Einheiten in Deutschland unmittelbar oder mittelbar Beteiligungen deutscher Zwischenholdings des internationalen WPP-Konzerns wurden. Heute decken die Konzernunternehmen der WPP DH KG das gesamte Marktspektrum ab: Von der Werbung in allen Ausprägungen über die Mediaplanung und den Mediaeinkauf, PR-Dienstleistungen, Branchenangebote (z.B. Pharmaindustrie), digitales Marketing bis hin zur Marktforschung. Dabei wächst das Angebot an Dienstleistungen rund um digitales Marketing überproportional an: Realisierung von Websites, Online-Kampagnen, Plattformen und mobile Applikationen, computeranimierte Filmproduktion (CGI), Suchmaschinenmarketing und Online Media Planung, um nur die Wichtigsten zu nennen. In den Jahren 2016 bis 2019 bewegten sich die Umsatzerlöse des deutschen Teilkonzerns etwa auf gleichbleibendem Niveau von Euro 1,45 Mio. Bedingt durch den Verkauf der Kantar-Gruppe in 2020 und in geringem Maße auch durch das Corona-Virus gingen die Umsatzerlöse in 2020 auf Euro 1,11 Mio. zurück, konnten sich aber in 2021 mit Euro 1,24 Mio. wieder leicht erholen. Dabei sind die Bereiche Media sowie Dialog- und Onlinewerbung über die Jahre stetig gewachsen. Kaum Zuwachs gab es im Bereich der klassischen Werbung und leichte Rückgänge in den übrigen Bereichen. Der Anteil der Umsatzerlöse der WPP-Gesellschaften in Deutschland liegt bei etwa 8% der weltweiten WPP-Umsatzerlöse (Revenues). Die WPP Deutschland Holding GmbH & Co. KG ist die Obergesellschaft im deutschen Teilkonzern und erfüllt drei wesentliche Funktionen
Zu diesen Dienstleistungen gehören unter anderem ein Zentraleinkauf, Beratung und Unterstützung im Bereich Datenschutz sowie Unterstützung und Koordination von firmenübergreifenden Aktivitäten. Das Flottenmanagement für alle Firmen-PKW - ebenfalls eine zentrale Dienstleistung - haben wir in einer unserer Zwischenholdings, der WPP Marketing Communications Germany GmbH, untergebracht. 1.2 Ziele und Strategien Die Konzernspitze in London hat seit Ende 2018 begonnen, sich verstärkt als ein einheitlicher Konzern unter der Marke "WPP" zu präsentieren und nicht nur als eine Ansammlung verschiedenster Agenturen und Netzwerke. Es werden in der Zentrale zunehmend für große, internationale Kunden Berater etabliert, die die Aktivitäten der Netzwerkagenturen auf weltweiter Ebene steuern und lenken. Daneben gibt es eine Reihe zusätzlicher Aktivitäten, die den Konzern verschlanken und effizienter werden lassen. Dazu werden z.B. Firmen aus unterschiedlichen Networks fusioniert, um ein besseres Angebot für Kunden zu erzielen (z.B. Wunderman und JWT). Aber auch die Zusammenarbeit bestehender Disziplinen wird weiterhin forciert; im Jahr 2021 waren unter den Top 30 Kunden der WPP-Gruppe in Deutschland bereits 15, die von fünf und mehr Netzwerken/Agenturen betreut wurden. Der zweitgrößte Kostenblock in unserer Gruppe - Mietaufwendungen - sollen verstärkt dadurch gesenkt werden, dass Gesellschaften zusammenziehen. Weltweit wurden bis Ende 2021 bereits 31 solcher "Campus"- Lösungen realisiert. In Deutschland wurde bereits 2017 in Hamburg das erste Objekt (Zeisehof) bezogen. In Düsseldorf entstand ein WPP-Campus mit ca. 34.000 qm Mietfläche, in den seit Mitte 2022 alle in Düsseldorf ansässigen WPP-Töchter einziehen. Ein weiterer Schwerpunkt wird die Integration interner Dienstleistungen ("Backoffice") sein, die heute noch auf verschiedenen Systemen innerhalb der Netzwerke organisiert sind. Die freiwerdenden Mittel sollen verstärkt in kundennahe Abteilungen investiert werden, um die Servicequalität zu verbessern. 1.3 Steuerungssystem Das operative Geschäft wird dezentral innerhalb unserer Networks gesteuert. Unsere bekanntesten Agenturmarken (in alphabetischer Reihenfolge) sind: AKQA, bcw, Grey worldwide, groupm (MindShare, Wavemaker, MediaCom, u.a.), Hill & Knowlton, Hirschen, Ogilvy, Scholz & Friends, thjnk AG, VMLY&R, Wunderman Thompson. Daneben wurden - in den letzten Jahren verstärkt - einzelne Gesellschaften und Gruppen erworben, die keinem der erwähnten Networks angehören, aber nach und nach integriert werden. Networks sowie die "Einzelgesellschaften" agieren am Markt jeweils vollkommen unabhängig voneinander und werden international über europäische und weltweite Headquarters der jeweiligen Netzwerke bzw. Disziplinen gesteuert und organisiert. Alle Unternehmen des WPP plc Konzerns sind in ein weltweites Reportingsystem eingebunden, mit dessen Hilfe aktuelle Ergebnisse auf Monats- Quartals- und Jahresbasis erfasst und zusammengeführt werden (auf IFRS Basis). Ebenso die Jahresbudgets und drei unterjährige Forecasts jeweils nach Ende eines Quartals. Mit Hilfe dieses Systems managen die Networks bzw. Disziplinen Planung und Kontrolle aller operativen Einheiten. Daraus werden auch die Daten des Konzernabschlusses der WPP plc generiert. 1.4 Forschung und Entwicklung Um im Markt Wettbewerbsvorteile zu erlangen sind unsere Agenturen - vor allem in den Bereichen Media und Marktforschung - permanent damit beschäftigt, neue Verfahren und Tools zu entwickeln. Hierbei ist die Einbindung in die weltweite WPP-Gruppe natürlich von großem Vorteil, da somit im Konzern auch Entwicklungen von verbundenen Unternehmen aus der weltweiten WPP-Gruppe eingesetzt werden können. Insgesamt sind Aufwendungen für Forschung und Entwicklung für den Konzern von untergeordneter Bedeutung und werden als solche in den operativen Gesellschaften auch nicht separat erfasst. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft konnte sich trotz der andauernden Pandemie und der zunehmenden Liefer- und Materialengpässe nach dem Rückgang im Vorjahr ( -5,0%) im Jahr 2021 erholen; die Wirtschaftsleistung blieb aber noch hinter der Vorkrisenniveau zurück. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) lag das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2021 um 2,6 % höher als im Vorjahr. Der Ifo-Geschäftsklimaindex folgt dem Trend der Wirtschaftsentwicklung und zeigte einen deutlichen Aufwärtstrend. Ausgehend von einem Wert von 90,9, seinem niedrigsten Wert im Januar 2021 stieg er bis Juli auf 100,7 Punkte. Danach sank er leicht im Jahresverlauf und schloss im Dezember mit 95,0 Punkten. Der Markt für Werbung und Marketing-Kommunikation ist allgemein schwer zu erfassen. Konkrete Zahlen zu Umsätzen der einzelnen Agenturen bzw. Agenturgruppen veröffentlichen die internationalen Marketing- und Kommunikations-Netzwerke in der Regel nicht. Jedoch erstellen verschiedene Verbände und Behörden Publikationen und Studien zu Teilbereichen des Marketing- und Kommunikationsmarktes, die einen guten Überblick über die konjunkturelle Lage in dieser Industrie geben. Im GWA Frühjahrsmonitor 2022 gaben 67,9 % der befragten Geschäftsführer an, dass sich 2021 der Umsatz ihres Unternehmens gesteigert hat (Vorjahr nur 38,5%); nur noch 28,4% melden einen Umsatzrückgang (Vorjahr 57,7%). Für 2022 erwarteten 65 % (Vorjahr 66 %) noch eine Umsatzsteigerung. Die Durchschnittsrendite 2021 sei gegenüber 2020 von 9,0 % auf 10,1 % gestiegen und man erwarte für 2022 eine leichte Erhöhung auf 10,7%. Der ZAW erhebt Daten und befragt jeweils im Frühjahr seine Mitgliedsorganisationen der Werbeinvestoren, Medien und Agenturen. Das Ergebnis sind die seit Jahren veröffentlichten Zahlen für die Brutto-Investitionen in Werbung. Sie lagen 2021 bei EUR 36,1 Mrd. und stiegen damit leicht gegenüber 2020 (EUR 33,7 Mrd.). Enthalten sind darin EUR 25,9 Mrd. (2020: EUR 23,8 Mrd.) an Netto-Werbeeinnahmen der Medien, die damit sogar wieder über denen des Jahres 2019 lagen. Das darin enthaltene Netto-Werbevolumen in Online-Angeboten (Internet) hatte mit EUR 11,6 Mrd. (Vorjahr EUR 9,9 Mrd.) den größten Anteil und wuchs damit um 16,4%. Der Anteil der Fernsehwerbung erhöhte sich um 12,1% von EUR 4,9 Mrd. auf EUR 5,5 Mrd. in 2021. 2.2 Lage des Konzerns Die WPP Deutschland Holding GmbH & Co. KG (kurz: WPP DH KG) wurde Ende 2009 mit dem Zweck gegründet, alle Gesellschaften und Aktivitäten der internationalen WPP Gruppe in Deutschland unter einem Dach zusammenführen zu können. Im Jahr 2011 schließlich wurde die WPP Marketing Communications Germany B.V. (heute: WPP Marketing Communications Germany GmbH) und somit auch sämtliche Unternehmen der WPP Marketing Communication Germany - Gruppe in die WPP DH KG von der Gesellschafterin des Mutterunternehmens eingebracht. Im Jahr 2021 wurden keine Gesellschaften erworben, zwei Gesellschaften wurden in den Konsolidierungskreis einbezogen (Banbutsu dcp GmbH und ressourcenmangel Düsseldorf GmbH). Des Weiteren wurden die Gesellschaften Hype Hart GmbH und Hirschen Hub GmbH gegründet. Es wurden 2021 keine vollkonsolidierten Gesellschaften verkauft, aber eine Gesellschaft wurde liquidiert (SCHOLZ & FRIENDS Madrid S.A.L.) Der Konzernabschluss umfasst die WPP DH KG sowie 111 inländische (Vorjahr: 117) und 14 ausländische Konzernunternehmen (Vorjahr: 15). Es werden 125 (Vorjahr: 132) gemäß §§ 300 ff. HGB als vollkonsolidierte Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Es werden 6 (Vorjahr: 7) assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode (§§ 311 f. HGB) bewertet. 2.2.1 Ertragslage Die Konzernumsatzerlöse im Geschäftsjahr 2021 betrugen EUR 1.239,3 Mio. nach EUR 1.107,3 Mio. im Jahr zuvor. Der Anstieg von 11,9 % der Umsatzerlöse wurde im Wesentlichen geprägt durch einen Anstieg im Bereich Dialog- und Onlinewerbung (+ EUR 145,1 Mio.), mit einem Anteil von insgesamt 26 % an dem gesamten Konzernumsatz (16 % Vorjahr). In den Konzernumsatzerlösen für 2021 sind die Umsätze der "klassischen" Agenturen mit 27 % (Vorjahr 27 %) enthalten. Der Anteil an den Konzernumsatzerlösen aus dem Geschäftsbereich Media ist 2021 auf 42% gestiegen (Vorjahr 41%), währenddessen keine Umsatzerlöse im Bereich Marktforschung erzielt wurden (Vj. 6%), da der Bereich Kantar in 2020 veräußert wurde. Im Bereich der Mediaagenturen ist der WPP Konzern mit seinen Marken MediaCom, MindShare, Maxus, Quisma, Wavemaker und anderen Marktführer in Deutschland; sie sind unter der Dachmarke GroupM zusammengefasst. Gemäß des COMvergence-Rankings betrug der Marktanteil (Intra Network Market) der GroupM in Deutschland 2021 rund 29% (Vj. 34%) gemessen an den Media-Billings. Die Agentur Mediacom ist nach dem diesem Ranking mit einem Marktanteil von 13% (Vj.16%) der Marktführer in Deutschland. Außerdem gehören zum Konzern Agenturen in Spezialsegmenten der Werbung wie Pharmaindustrie oder Business to Business. Im Bereich Public Relations zu nennen wären die "Marken" Hill & Knowlton, BCW (ein Zusammenschluss der früheren Burson-Marsteller und Cohn & Wolfe). Der Konzern deckt ebenfalls die Segmente Corporate Identity und Branding ab. Zu den umsatzstärksten Kunden des Konzerns gehören Marken wie Aldi, BAT, Bayer, Beiersdorf, Boehringer Ingelheim, BMW, Bundesministerium für Gesundheit, Coca-Cola, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bahn, Deutsche Telecom, Deutsche Bank, Dyson, eBay, Ford, Henkel, IBM, IKEA, ING Group, Lidl, Lufthansa, Mondelez, McDonalds, Microsoft, Nestle, Nike, Obi, Philip Morris, Procter & Gamble, PSA, REWE, Robert Bosch, Sanofi, Siemens, Sparkassen, Telefonica, Tchibo, Toyota, Unilever, Vodafone, Volkswagen und viele weitere bekannte Marken. Von den derzeit 40 DAX Unternehmen in Deutschland waren 2021 insgesamt 12 Kunden der WPP-Gruppe. Um den Kunden in den unterschiedlichen Segmenten gerecht zu werden, sind die Strukturen, Arbeitsweisen und Personalausstattung in den einzelnen Geschäftsbereichen sehr unterschiedlich und führen auch zu unterschiedlichen Kostengewichtungen innerhalb der einzelnen Gewinn- und Verlustrechnungen. Der Materialaufwand und die Bestandsveränderung sowie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen abzüglich der übrigen betrieblichen Erträge beliefen sich auf EUR 549,6 Mio. (Vorjahr EUR 446,9 Mio.). Die Abschreibungen auf das Sachanlagenvermögen sowie auf die Geschäfts- und Firmenwerte betrugen EUR 20,3 Mio. (Vorjahr EUR 26,2 Mio.). Die Materialquote (Verhältnis Materialaufwendungen zu Umsatzerlösen) ist auf 34,0 % (29,3 % in 2020) gestiegen. Der wesentliche Einflussfaktor für den Anstieg ist der Anstieg des Anteils an den Umsatzerlösen der Sparten Dialog- und Onlinewerbung (26 %, bzw. +10% Veränderung zum Vorjahr), da diese eine vergleichsweise höhere Materialquote haben. Diese Quote liegt bei 44 bzw. +8 %- Punkte Veränderung zum Vorjahr. Für die Sparten klassische Werbung, Media und Sonstiges ist die Materialquote um 2,2 %-Punkte, 1,7 %-Punkte und 14,2 %-Punkte bei einem gesunkenen Anteil an den Konzernumsätzen (um 4%-Punkte auf 74%) zum Vorjahr gestiegen. Im Jahr 2021 waren durchschnittlich 6.815 (Vorjahr 7.008) Mitarbeiter im Konzern beschäftigt. Basierend auf diesem Mittel ergibt sich ein Pro-Kopf-Umsatz von rund TEUR 182,0 (Vorjahr TEUR 158,0). Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl ist um rund 2,8 % (Vorjahr Rückgang von 20,0 %) gesunken. Branchenüblich sind die Personalkosten einer der größten Aufwandsblöcke innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung. Im Berichtsjahr betrug der Aufwand für Löhne und Gehälter und soziale Abgaben EUR 472,7 Mio. (Vorjahr EUR 490,0 Mio.) oder 37,0 % (Vorjahr: 42,0 %) der Betriebsleistung. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verzeichneten einen Rückgang um EUR 25,3 Mio. auf EUR 167,7 (Vorjahr EUR 193,0 Mio.). Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um EUR 14,4 Mio. auf EUR 38,2 Mio. (Vorjahr EUR 52,7 Mio.) gesunken. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist ebenfalls auf die im gesamten Konzern weiterhin verfolgte Kostenkontrolle zurückzuführen. Das operative Ergebnis inklusive Beteiligungserträge aber vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) beträgt EUR 216,6 Mio. oder 17,5 % der Umsatzerlöse (Vorjahr EUR 158,7 Mio. oder 14,3 %). Im Jahr 2021 wurde eine negative Entwicklung des Zinsergebnisses um EUR 1,4 Mio. auf EUR -28,2 Mio. (Vorjahr EUR - 26,8 Mio.) verzeichnet. Diese Entwicklung ist auf einen leichten Rückgang von Zinserträgen um EUR 1,1 Mio. auf EUR 7,5 Mio. (Vorjahr EUR 8,6 Mio.) sowie einen leichten Anstieg von Zinsaufwendungen um EUR 0,3 Mio. auf EUR 35,7 Mio. (Vorjahr EUR 35,4 Mio.) zurückzuführen. Die Beteiligungserträge sind um EUR 1,2 Mio. auf EUR 1,5 Mio. (Vorjahr EUR 0,3 Mio.) angestiegen. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag liegen mit EUR 32,4 Mio. über dem Vorjahresniveau (Vorjahr EUR 28,0 Mio.) und wurden unter der gleichen Prämisse der Nichtanerkennung der ertragsteuerlichen Organschaft ermittelt wie bereits im Vorjahr. Die Steuerquote (Verhältnis Steueraufwendungen zu Umsatzerlösen) liegt auf dem Vorjahresniveau in Höhe von 2,6 % (Vorjahr 2,5 %). Die Anwendung der gesetzlichen Neuregelung des Jahres 2012, die eine Einbeziehung von Gesellschaften mit Sitz in anderen EU-Mitgliedstaaten in den deutschen Organkreis als Organgesellschaft gestattet, wird von der Finanzverwaltung bislang verweigert. Wir teilen die Rechtsauffassung der Finanzverwaltung nicht und haben bereits in 2015 diesbezüglich rechtliche Schritte eingeleitet. Eine richterliche Entscheidung steht immer noch aus. Das steigende Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss) in Höhe von EUR 136,9 Mio. (Vorjahr EUR 77,7 Mio.) ist überwiegend auf den Anstieg der Umsatzerlöse zurückzuführen. Gegenläufig zu den um EUR 97,1 Mio. angestiegenen Materialaufwendungen sind die Personalaufwendungen um EUR 17,3 Mio. (EUR 472,7 Mio.; Vorjahr EUR 490,0 Mio.) und die Sonstige betriebliche Aufwendungen um EUR 25,3 Mio. (EUR 167,7 Mio.; Vorjahr EUR 193,0 Mio.) gesunken. Bei der Budgeterstellung der Einzelgesellschaften im September 2020 ging man bei den meisten davon aus, dass die Umsatzerlöse 2021 gehalten werden können und man mit niedrigeren Personalkosten rechnen kann. Durch einen Großauftrag des Bundesministeriums für Gesundheit für den Aufbau und Betrieb einer Call-Center-Infrastruktur, bekannt unter "Corona-Hotline", sind die Umsatzerlöse und das Ergebnis letztendlich deutlich über den Erwartungen geblieben. 2.2.2 Finanzlage Im Jahr 2021 wurde ein Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von EUR 108,9 Mio. (Vorjahr 115,3 Mio.) generiert. Die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Gesellschafter sowie der sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von insgesamt EUR 41,6 Mio. (ohne Cash-Pool), sowie der Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind in Höhe von EUR 21,1 führte in Summe zu einem Zahlungsmittelabfluss von EUR 62,7 Mio. (Vorjahr: Zufluss EUR 83,5 Mio.). Dieser Cash-Abgang wurde durch einen Rückgang der Rückstellungen um EUR 20,4 Mio. verstärkt. Demgegenüber führten insbesondere Zahlungsmittelzuflüsse durch das positive Periodenergebnis zum positiven Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von EUR 108,9 Mio. Die im Geschäftsjahr 2021 getätigten Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von EUR 35,0 Mio. wurden aus dem verfügbaren Cash-Bestand bezahlt. Die Investitionen entfallen im Wesentlichen auf den Erwerb von immateriellen als auch Sachanlagevermögen in Höhe von EUR 7,4 Mio. (Vorjahr EUR 1,3 Mio.) bzw. EUR 27,1 Mio. (Vorjahr EUR 7,2 Mio.). Weiterhin führte insbesondere die Erhöhung von Cashpool-Forderungen gegen verbundene Unternehmen um EUR 37,4 Mio. zu Zahlungsmittelabflüssen. Positiv haben zum Investitionssaldo die erhaltenen Dividenden und Zinsen in Höhe von EUR 1,5 Mio., bzw. EUR 7,0 Mio. beigetragen. Insgesamt hat sich ein negativer Cashflow aus der Investitionstätigkeit von EUR 96,9 Mio. ergeben. Der negative Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von EUR 39,4 Mio. resultiert mit EUR 29,7 Mio. aus Zinszahlungen-, mit EUR 5,6 Mio. aus Dividendenzahlungen an die Minderheitsgesellschafter und mit EUR 4,2 Mio. aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten. Zum Jahresende belaufen sich die Kassen- und Bankguthaben auf EUR 50,0 Mio. (Vorjahr EUR 76,1 Mio.) und kurzfristige Bankverbindlichkeiten auf EUR 0,0 Mio. (Vorjahr EUR 0,4 Mio.). Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist im Berichtsjahr mit EUR 108,9 Mio. positiv. Zusammen mit den vorhandenen liquiden Mittel ist die WPP Gruppe daher stets in der Lage die eingetretenen und aufgrund der zukünftigen Geschäftsentwicklung absehbaren Verpflichtungen zu erfüllen. Hinsichtlich der Mittelherkunft und der Mittelverwendung verweisen wir auf die Konzernkapitalflussrechnung. 2.2.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme des Konzerns beläuft sich auf EUR 1.663,0 Mio. (Vorjahr EUR 1.537,8 Mio.). Im Rahmen, der im Geschäftsjahr 2011 durchgeführten Erstkonsolidierungen wurde insgesamt ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von EUR 893,0 Mio. errechnet. In den Jahren 2012 bis einschliesslich 2021 ergab sich durch Veränderung des Konsolidierungskreises und weitere Unternehmenserwerbe eine Erhöhung des Geschäfts- oder Firmenwertes um insgesamt EUR 28,0 Mio. (davon EUR 3,0 Mio. für 2021) Nach Abzug der Jahresabschreibungen 2011 bis 2021 (EUR 7,0 Mio. für 2021) in Höhe von insgesamt EUR 880,2 Mio. besteht am Geschäftsjahresende 2021 ein Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von EUR 40,8 Mio. Darüber hinaus wurden immaterielle Vermögenswerte im Rahmen der Erstkonsolidierungen in Form von Kundenbeziehungen und Markennamen in Höhe von Brutto-Anschaffungskosten von EUR 251,6 Mio. bilanziert. Die Jahresabschreibung auf die insgesamt angesetzten immateriellen Vermögenswerte beträgt EUR 4,4 Mio. (Vorjahr EUR 3,7 Mio.) bei einem Netto-Buchwert zum Geschäftsjahresende von EUR 21,3 Mio. (Vj. EUR 19,4 Mio.). Die unfertigen Leistungen in Höhe von EUR 6,0 Mio. (Vorjahr EUR 8,5 Mio.) betreffen im Wesentlichen noch nicht abgeschlossene Projekte. Die eingekauften Fremdleistungen in Höhe von EUR 10,0 Mio. (Vorjahr EUR 9,2 Mio.) werden im Folgejahr abgerechnet. Aufgrund des Projektgeschäfts unterliegen die Bestände an unfertigen Leistungen einer gewissen Volatilität, so dass eine stichtagsbezogene Vergleichbarkeit nicht sinnvoll ist. Die durchschnittliche Reichweite (day inventory held "DIH") ist weiter bei 4 Tagen (Vj. 4 Tagen) geblieben. Der Anstieg der Umsatzerlöse resultiert in einem Rückgang der Reichweite der Forderungen (days sales outstanding "DSO") von rund 132 Tagen in 2020 auf rund 127 Tage in 2021. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 62,9 Mio. (Vorjahr EUR 60,0 Mio.) beinhalten Steuerforderungen (Umsatz- und Ertragsteuern) in Höhe von EUR 18,7 Mio. (Vorjahr EUR 10,9 Mio.), die an Vermarkter zum Jahresende noch nicht abgerechneten Verwaltungsgebühren in Höhe von EUR 11,1 Mio. (Vorjahr EUR 4,1 Mio.), deren Anstieg überwiegend auf die Projekte zurückzuführen ist, welche anders als im Vorjahr erst zum Bilanzstichtag abgeschlossen wurden, debitorische Kreditoren in Höhe von EUR 6,8 Mio. (Vorjahr EUR 12,0 Mio.), noch abzurechnende Medialeistungen in Höhe von EUR 2,9 Mio. (Vorjahr EUR 10,4 Mio.) sowie Rückvergütungen von Lieferanten (Umsatzboni, Rabatten) in Höhe von EUR 2,0 Mio. (Vorjahr EUR 1,4 Mio.). Das Eigenkapital enthält unverändert die Kapitalanteile der Kommanditisten in Höhe von EUR 5,2 Mio. sowie die Rücklagen von EUR 755,8 Mio. Das gesamte Konzerneigenkapital beträgt EUR 220,2 Mio. (Vorjahr EUR 90,8 Mio.). Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für bezogene Medialeistungen, ausstehende Lieferantenrechnungen, Boni, Urlaubsansprüche sowie für sonstige Personalkosten und Abfindungen gebildet. Die passiven latenten Steuern in Höhe von EUR 3,2 Mio. (Vj. EUR 3,8 Mio.), die sich vor allem aus der unterschiedlichen Behandlung von im Rahmen von Unternehmenserwerben aktivierten immateriellen Vermögenswerten nach Handels- und der Steuerbilanz ergeben, reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,6 Mio. im Wesentlichen durch die in der Berichtsperiode verbuchten Abschreibungen auf die insgesamt angesetzten immateriellen Vermögenswerte in Höhe von EUR 3,7 Mio. (Vorjahr EUR 4,3 Mio.). 2.3 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 2.3.1 Finanzielle Leistungsindikatoren Die finanziellen Leistungsindikatoren der Gruppe sind Umsatz, EBITDA und Betriebsergebnis auf Ebene der operativen Gesellschaften/Networks. Auf der Ebene des Teilkonzerns werden weder Budgets erstellt noch gibt es Soll/Ist-Vergleiche. Die deutsche Konzernzentrale greift nicht in die Geschäfte der operativen Gesellschaften ein. Diese werden am Umsatzwachstum, dem operativen Ergebnis (operating profit) im Verhältnis zum Umsatz und verschiedener Kostenarten (z.B. Gehälter, Bürokosten) im Verhältnis zum Umsatz gemessen. Die Kontrolle wird über die internationalen Networks durchgeführt. 2.3.2 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Reputation In den Bereichen von klassischer Werbung, Dialogmarketing und Onlinewerbung finden zahlreiche Kreativwettbewerbe statt, für die die Fachzeitschriften ein jährliches Ranking erstellen. Werbetreibende verfolgen diese Wettbewerbe, wie etwa Cannes, den ADC oder Clio Award mit großem Interesse und sind sehr zufrieden, wenn eine ihrer Kampagnen/Produkte sich unter den Preisgekrönten befindet. Wie im Vorjahr konnte sich Scholz & Friends wieder unter den Top Ten einreihen; Ogilvy kam nach einem Jahr Abstinenz wieder zurück und thjnk verpasste die Top Ten knapp. Mitarbeiter Als Dienstleistungsunternehmen beruht die Leistungsfähigkeit des Konzerns maßgeblich auf der Kompetenz und dem Engagement seiner Beschäftigten. Um sie zu halten und neue Talente zu gewinnen sind wir bestrebt, allen Mitarbeitern ein interessantes, abwechslungsreiches und angenehmes Arbeitsumfeld zu bieten. Hierzu gehören unter anderem regelmäßige interne und externe Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen und attraktive Standorte, die eine inspirierende Arbeitsumgebung und attraktive Büroflächen mit Raum für Kreativität, Austausch und Begegnung bieten. Corporate Identity Unsere Networks und Einzelgesellschaften agieren vollkommen eigenständig am Markt und treten dort zum Teil auch als Konkurrenten auf. Der Konzern führt sie weltweit in drei Bereichen: Zum einen sind dies globale integrierte Agenturen deren kreative Dienstleistungen Werbe- Marketing- und Markenstrategien und -kampagnen in allen Medien umfassen. Daneben ist das der Bereich der Mediaagenturen die die gesamte Bandbreite an Medienplanungs- und -einkaufsdiensten umfasst. Der zweite Bereich umfasst die PR-Agenturen. Daneben sind es die Fachagenturen die Dienstleistungen nach Fach oder Gebiet erbringen und keinem der beiden anderen Bereiche zugeordnet sind. Seit einigen Jahren allerdings gibt es eine verstärkte Bestrebung auf weltweiter Basis WPP auch als "Marke" am Markt zu etablieren. So wurden auf Ebene des Konzerns - übergreifend über die Netzwerke und Agenturen - Länder- und Regionalmanager eingesetzt. Ihre Rolle besteht darin, die Marke, die Strategie und das Angebot von WPP zu fördern, die WPP-Ressourcen im Namen der Kunden zu koordinieren und die Zusammenarbeit zwischen WPP-Agenturen in den Märkten zu verstärken. So tritt WPP verstärkt bei internationalen Ausschreibungen als Anbieter auf und koordiniert die Arbeiten der "operating brands". Auch in Deutschland wird es ab dem Jahr 2023 einen solchen "Country Manager" geben. Der Konzern - international wie national - vermittelt den Mitarbeitern weltweit einheitliche Verhaltensregeln wie etwa den "Code of Business Conduct" oder den "Data Code of Conduct", um nur zwei zu nennen. Für alle Mitarbeiter und Firmen weltweit findet mit dem "Atticus Award" jährlich ein disziplinenübergreifender Wettbewerb statt, bei dem Arbeiten aus allen Geschäftsfeldern eingereicht und prämiert werden. Allen Konzerngesellschaften stehen weltweit vorhandene Hilfen und Programme zur Verfügung, die die Tagesarbeit unterstützen können. Genannt seien hier die "fact files", "marketing tools" verschiedenster Ausprägung, das "Partnership Program" und die "Navigators" für bisher vier Bereiche. Dies alles soll helfen, bei den Mitarbeitern nicht nur die Tagesarbeit zu erleichtern, sondern auch das Zugehörigkeitsgefühl zu WPP zu steigern. 3. Chancen- und Risikobericht Ein Konzern wie WPP, der unterschiedliche Marktsegmente bedient und bei dem die Kundenstruktur und die interne Organisation vergleichsweise kleinteilig sind, ist weniger anfällig für Veränderungen am Markt oder Kundenentscheidungen. Auf der anderen Seite ergeben sich aber auch zusätzliche Möglichkeiten bei der Neugeschäftsgewinnung, indem die Verbindungen zwischen den diversen Geschäftsbereichen genutzt werden (Cross Selling). So gibt es zunehmend eine Reihe von Kunden, die von mehreren Geschäftsbereichen gleichzeitig betreut werden. Die Abhängigkeit von einem oder mehreren Großkunden ist nach wie vor äußerst gering. Allerdings gab es im Jahr 2021 einen Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit zum Aufbau und Betrieb einer Call-Center-Infrastruktur, der alleine ca. 11% der Umsatzerlöse im Teilkonzern ausmachte und damit größter Kunde war. Die Umsatzerlöse mit dem nächstgrößten Kunden der Gruppe in Deutschland 2021 machten nur einen Anteil von 3,5% am Gesamtumsatz aus (größter Kunde Vorjahr 3,6%). Wieder ohne Einbeziehung dieses Großauftrages: Mit den 5 folgenden Kunden wurden 13,7 % (Vorjahr 13,5 %) der Umsatzerlöse erreicht. Die Umsatzerlöse mit den 10 folgenden Kunden erreichten 17,1 % (Vorjahr 18,7 %) der Gesamtumsatzerlöse. Wiederum unter Einbeziehung dieses Großauftrages trugen die Top 30 Kunden zu den Umsatzerlösen des Teilkonzerns in Deutschland 2021 gerade einmal ein Drittel bei. Das Risiko des Ausfalls eines größeren Kunden mag zwar für die betroffene Einzelgesellschaft erheblich sein, für den Teilkonzern ist es aber unwesentlich. Die Einbindung in die internationalen Netzwerke kann bei der Anbahnung von Neugeschäft und bei der Personalentwicklung sehr hilfreich sein. Allerdings ist natürlich auch eine gewisse Abhängigkeit bei Kundenentscheidungen auf internationaler Ebene gegeben, die das lokale Management nicht beeinflussen kann. Um so einen stark diversifizierten und dezentral geführten Konzern nach einheitlichen Vorgaben führen zu können und trotz unterschiedlicher Systeme und örtlicher Geschäftsleitungen ein Mindestmaß an Organisation zu garantieren, sind eine Reihe von Maßnahmen ergriffen worden: Alle Geschäftsführer des weltweiten WPP-Konzerns ganz gleich, ob sie über die internationalen Networks gesteuert werden oder direkt an die Zentrale in London berichten, sind den gleichen weltweiten Konzernrichtlinien verpflichtet. Hierfür gibt es eine Reihe von Arbeitsmitteln wie z.B. den "Code of Conduct", "Code of Ethics", Policies für "Internet", "IT Security", "Communications", "Related Party Transactions" usw. Die wesentlichen Vorschriften sind in deutscher Sprache verfügbar und alle Mitarbeiter werden verpflichtet sie zur Kenntnis zu nehmen. Im Rahmen der für alle weltweiten WPP-Gesellschaften einzuhaltenden Vorschriften des "Sarbanes-Oxley Acts" aus dem Jahr 2002 sind alle Gesellschaften verpflichtet, ein internes Kontrollsystem für alle Geschäftsvorfälle zu unterhalten. Durch interne und externe Prüfer werden die vorgesehenen Arbeitsweisen und Kontrollen beurteilt und deren Wirksamkeit wird durch regelmäßige, jährlich wiederkehrende Prüfungen überwacht. Festgestellte Fehler müssen kurzfristig beseitigt werden. Derzeit arbeiten die einzelnen Konzerngesellschaften oder Gruppen mit den unterschiedlichsten Systemen für das Rechnungswesen und Reporting, die Abwicklung von Kundenaufträgen (Job- Control) oder die Gehaltsabrechnung. In den letzten Jahren ist es uns gelungen, die Anzahl der Systeme zu verringern - dies ist auch eine Aufgabe für die nächsten Jahre. Für bestimmte Bereiche bieten wir außerdem zentrale Dienstleistungen an (Einkauf, Treasury, Steuern, Datenschutz usw.). Damit wird eine zusätzliche Effizienzsteigerung erzielt - die operativen Einheiten werden entlastet. Währungsrisiken Der Konzern ist auch in einigen europäischen Ländern, den USA und einigen Ländern in Asien wirtschaftlich tätig. Die Währungsrisiken der Gesellschaft resultieren ausschließlich aus der operativen Tätigkeit dieser Gesellschaften. Dies kann Einfluss auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Derzeit wird das Risiko als äußerst gering eingestuft. Vor dem Hintergrund des sehr geringfügigen Auslandsvolumens wird das Währungsrisiko derzeit als äußerst gering eingestuft und daher keine Sicherungsmaßnahmen ergriffen. Personal Wie schon erwähnt ist ein wichtiger Erfolgsfaktor der WPP Gruppe die Qualifikation und Marktkenntnis unserer Mitarbeiter. Die qualifizierten und leistungsbereiten Fach- und Führungskräfte mit branchen-spezifischem Hintergrund sind stark umworben. Eine hohe Personalfluktuation oder der Verlust von Personal in Schlüsselpositionen könnte die Entwicklung einzelner Konzerngesellschaften negativ beeinflussen. Wir begegnen diesen Risiken mit den oben geschilderten Maßnahmen. Netzwerk Der Konzern ist in die weltweit operierenden WPP Gruppe eingebunden. Durch den Zugriff auf die konzernweiten Marken können Kunden und deren weltweite Organisationen rund um den Globus betreut werden. In immer mehr Ländern - so auch in Deutschland ab dem Jahr 2023 - beschäftigen wir Spezialisten, die Zusammenarbeit unserer Konzerngesellschaften bei der Acquisition und Betreuung von Kunden unterstützen und fördern. Zinsrisiko Die deutsche WPP Gruppe hat am 23. März 2015 eine Anleihe mit einer Laufzeit bis 23. März 2030 in Höhe von EUR 600 Mio. emittiert. Es wurden im laufenden Jahr bis zum heutigen Zeitpunkt keine Zinssicherungsgeschäfte eingegangen, sodass Zinsänderungsrisiken bestehen. Die Unternehmensleitung geht allerdings von einem tendenziell unveränderten Zinsniveau aus. Kredit- und Ausfallrisiko Die Gesellschaft ist aus ihrem operativen Geschäft einem Ausfallrisiko ausgesetzt. Daher werden die Außenstände bereichsbezogen, also dezentral, fortlaufend überwacht. Ausfallrisiken werden mittels Einzelwertberichtigungen und pauschalierten Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind überwiegend durch Abschluss einer Kreditversicherung abgesichert. Ferner werden alle offenen Forderungen regelmäßig überprüft und bei Bedarf gemahnt. Steuerliche Risiken Wir schätzen derzeit die Risiken aus laufenden Betriebsprüfungen als nicht außergewöhnlich ein. Die in Vorjahren eingelegten Einsprüche wegen der Nichtanerkennung der Organschaft zwischen der WPP Marketing Communications Germany B.V. und der WPP Deutschland Holding GmbH & Co. KG sind derzeit immer noch nicht entschieden. 4. Ausblick Nach letzten Veröffentlichungen wird die Werbewirtschaft 2022 ein leichtes Wachstum verzeichnen, ebenso die Investitionen in Werbung. Für 2023 allerdings sind die Prognosen eher negativ; hierzu finden Sie weitergehende Ausführungen im Anhang. Die im Spätsommer 2021 erstellten Budgets (IFRS-Reporting) der deutschen WPP-Gruppe für 2022 gingen von einer Erhöhung der Umsatzerlöse um ca. 5% gegenüber der damaligen Hochrechnung für 2021 aus. Umsatzerlöse und Ergebnis 2021 lagen dann aber wegen des beschriebenen Regierungsauftrags im 4. Quartal 2021 deutlich über dieser Hochrechnung, sodass das Budget 2022 in Umsatz und Ergebnis leicht unter den Abschlusszahlen für 2021 blieb. Für 2022 werden entsprechend den letzten Hochrechnungen vom Herbst 2022 (auf Basis IFRS) etwa gleiche Umsatzerlöse ("Revenues") wie im Geschäftsjahr 2021 (EUR 1,2 Mrd.) und ein insbesondere aufgrund des höheren Personalaufwandes um 10% niedrigeres Betriebsergebnis ("Operating Profit" 2021: EUR 0,2 Mrd.) erwartet. Die auf IFRS basierenden Hochrechnungen für 2022 weichen von den nach HGB ermittelten Konzernabschlüssen ab. Die Ende Oktober 2022 finalisierten Budgets der WPP-Gesellschaften in Deutschland (wiederum auf IFRS-Basis) für das Jahr 2023 weisen eine Steigerung der Revenues auf Mrd. Euro 1,23 und eine Steigerung des Operating Profits auf Mio. Euro 230 aus. Mit Blick auf die oben erwähnten Marktberichte sind wir allerdings nicht sicher, ob diese optimistischen Zahlen für das Jahr 2023 erreicht werden können.
Frankfurt am Main, 30. Dezember 2022 Die Geschäftsführung Helmut Hechler Richard Karpik Frank-Michael Schmidt Antony Zacharia Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für 2021
Konzernanhang für 20211. Grundsätze und Methoden 1.1 Allgemeine Hinweise Der vorliegende Konzernabschluss der WPP Deutschland Holding GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, (die "Gesellschaft" oder "WPP DH KG") für das Geschäftsjahr 2021 wurde gemäß §§ 290 ff. HGB i.V.m. § 264a HGB aufgestellt. Zur Verbesserung von Klarheit und Übersichtlichkeit sind in der Konzernbilanz und in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Vermerke und Erläuterungen zu einzelnen Posten, soweit nicht ausdrücklich gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, im Anhang dargestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Die WPP DH KG wurde in 2009 gegründet. Nach Gründung wurden im Dezember 2009 die ersten Tochtergesellschaften erworben bzw. bestimmte Anteile an Tochtergesellschaften konzernintern eingelegt. Bedingt durch die Offenlegung des befreienden Konzernabschlusses der obersten Muttergesellschaft WPP Plc., Jersey, in deutscher Sprache, war die Gesellschaft für die Jahre 2009 und 2010 von der Aufstellung und Veröffentlichung von Konzernabschlüssen in Deutschland gemäß § 291 HGB i.V.m. § 264a HGB befreit. Die erstmalige Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte zum 31. Dezember 2011. 1.2 Registerinformationen Das Mutterunternehmen ist unter der Firma WPP Deutschland Holding GmbH & Co. KG mit Sitz in Frankfurt am Main im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter der Nummer HRA 47365 eingetragen. 1.3 Konsolidierungskreis einschließlich Anteilsbesitz Der Konzernabschluss umfasst die WPP DH KG sowie 111 inländische (Vj. 117) und 14 ausländische Konzernunternehmen (Vj. 15). Es werden 125 (Vj. 132) gemäß §§ 300 ff. HGB als vollkonsolidierte Unternehmen einbezogen. Es werden 6 (Vj. 7) assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode (§§ 311 f. HGB) bewertet. Im Berichtsjahr hat der Konzern keine neue Gesellschaft erworben, zwei Gesellschaften wurden in den Konsolidierungskreis einbezogen (Banbutsu dcp GmbH und ressourcenmangel Düsseldorf GmbH) und zwei weitere Gesellschaften gegründet (Hype Hart GmbH und Hirschen Group Hub GmbH). Im Jahr 2021 wurde keine vollkonsolidierte Gesellschaft verkauft aber eine Gesellschaft wurde liquidiert (SCHOLZ & FRIENDS Madrid S.A.L.). Durch gesellschaftsrechtliche Neustrukturierungen haben sich im Jahr 2021 folgende Verschmelzungen ergeben:
Angaben zum Anteilsbesitz Anteilsbesitz zum 31. Dezember 20211. Konsolidierungskreis
1) Die mit N gekennzeichneten Gesellschaften
wurden wegen untergeordneter Bedeutung gemäß
§ 296 Abs. 2 HGB nicht in die Konsolidierung
einbezogen.
2. Assoziierte Unternehmen
5) Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen
wurden wegen untergeordneter Bedeutung gemäß
§ 311 Abs. 2 HGB zu Anschaffungskosten bilanziert.
In Folge des jeweils geringen Geschäftstransaktionsvolumens sowie der Größe der einzelnen Unternehmen in Bezug auf die Finanzkennzahlen des Konzerns, werden in der Anteilbesitzliste die mit N gekennzeichneten Konzernunternehmen von der Geschäftsleitung im Hinblick auf die Unternehmensentscheidungen nicht aktiv gesteuert und sind von untergeordneter Bedeutung. Vor diesem Hintergrund ist die Geschäftsleitung der Ansicht, dass die Unternehmen sowohl einzeln, als auch hinsichtlich der gemäß § 296 Absatz 2 HGB nicht einbezogenen Unternehmen zusammen von untergeordneter Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sind, da sowohl einzeln als auch bei den nach § 296 Absatz 2 HGB nicht einbezogenen Unternehmen in Summe der Umsatz, das Eigenkapital sowie das Jahresergebnis weniger als 5 Prozent bezogen auf die entsprechenden Posten des Konzernabschlusses betragen. Folgende Gesellschaft, die die Befreiung gemäß § 264 (3) HGB und § 264b HGB hinsichtlich Aufstellung, Prüfung und Offenlegung in Anspruch genommen haben, wurden nach dem 31. Dezember 2021 umfirmiert und sind unter folgenden Firmierungen im Handelsregister hinterlegt.
1.4 Konsolidierungsgrundsätze Kapitalkonsolidierung Der Konzernabschluss wurde auf den 31. Dezember 2021, dem Abschlussstichtag der Obergesellschaft und aller übrigen einbezogenen Unternehmen, aufgestellt. Bei der Kapitalkonsolidierung wurde für die Erstkonsolidierung von Tochterunternehmen die Neubewertungsmethode nach § 301 Absatz 1 HGB angewandt. Die Erstkonsolidierung erfolgt jeweils auf der Grundlage der Wertansätze der Tochterunternehmen gemäß § 301 Absatz 1 Satz 1 HGB zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist bzw. gemäß §§ 301 Absatz 2 Satz 3 i.V.m. Satz 4 HGB auf Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt der Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss. Dabei wurde der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender positiver Unterschiedsbetrag wurde als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Assoziierte Unternehmen Der Wertansatz von assoziierten Unternehmen wurde gemäß § 312 Abs. 3 HGB zum Zeitpunkt ermittelt, zu dem das Unternehmen assoziiertes Unternehmen geworden ist. Die Bewertung von assoziierten Unternehmen erfolgte nach der Buchwertmethode gemäß § 312 Abs. 1 und Abs. 4 HGB. Konzerninterne Ergebnisse aus Lieferungen und Leistungen mit assoziierten Unternehmen werden wegen geringer Bedeutung nicht eliminiert. Schuldenkonsolidierung / Aufwands- und Ertragskonsolidierung Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge innerhalb des Konsolidierungskreises werden eliminiert. Zwischenergebniseliminierung Auf eine Zwischenergebniseliminierung wird gem. § 304 Abs. 2 HGB verzichtet, da die Herausrechnung der Zwischenergebnisse für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist. 1.5 Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i.V.m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i.V.m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. Die Aktiv- und Passivposten der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse wurden, mit Ausnahme des Eigenkapitals (gezeichnetes Kapital, Rücklagen), das zu historischen Kursen umgerechnet wurde, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz ist innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. 2.1 Anlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Kundenbeziehungen werden über die geschätzten betriebswirtschaftlichen Nutzungsdauern von 3 - 7 Jahren und die Markennamen über die voraussichtlichen Nutzungsdauern von 5 bis 20 Jahren abgeschrieben. Diese Schätzungen basieren auf der Dauer der Verwertbarkeit aus der vorhandenen branchenspezifischen Marke sowie dem Nutzen aus den bestehenden Kundenbeziehungen. Hierbei werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
Alle aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens haben eine begrenzte Nutzungsdauer. Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung von Anteilen werden über einen Zeitraum von 5, bzw. von 10 Jahren bei neuen Akquisitionen linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige und lineare Abschreibungen vermindert. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Entfallen die Gründe für die Wertminderung in Folgejahren, so erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Die Zugänge im Rahmen der Erstkonsolidierung werden nach der Bruttomethode in den Konzernanlagenspiegel aufgenommen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer (ermittelt in Anlehnung an steuerliche AFA-Tabellen und betriebsindividuellen Schätzungen) abgeschrieben. Die Nutzungsdauern betragen:
Bei den inländischen Gesellschaften werden geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto- Einzelwert von EUR 250,00 im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 werden die jährlich gebildeten Sammelposten über 5 Jahre abgeschrieben. Unter Ausübung des Wahlrechtes werden in bestimmten deutschen Gesellschaften geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800 sofort abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Geringwertige Vermögensgegenstände bei den ausländischen Konzerngesellschaften werden überwiegend im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Zugänge bei Beteiligungen an assoziierten Unternehmen enthalten neben erworbenen Anteilen Einlagen und anteilige Jahresüberschüsse. Unter den Abgängen sind anteilige Jahresfehlbeträge sowie Dividendenausschüttungen und veräußerte Anteile erfasst. 2.2 Umlaufvermögen und Rechnungsabgrenzungsposten In Ausübung des Wahlrechts des § 268 Absatz 5 Satz 2 HGB i.V.m. § 298 Absatz 1 HGB werden die erhaltenen Anzahlungen, soweit sie auf das ausgewiesene Vorratsvermögen entfallen, offen von den Vorräten abgesetzt. Die unfertigen Leistungen sind zu Herstellungskosten, die noch nicht abgerechneten Fremdleistungen sind zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Materialkosten, hierbei insbesondere Aufwendungen für bezogene Leistungen, sowie Fertigungskosten, die im Wesentlichen aus Personalkosten bestehen, sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten und der Fertigungsgemeinkosten. Kosten der Projektfertigstellung bei fertigen bzw. abgerechneten Leistungen, für die zum Bilanzstichtag eine Umsatzrealisierung erfolgte, werden durch die Bildung von Rückstellungen für Nachleistungen berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten abzüglich der Wertabschläge für Einzelrisiken und für das allgemeine Kreditrisiko bilanziert. Die sonstigen Wertpapiere des Umlaufvermögens setzten wir zu Anschaffungskosten oder gegebenenfalls zu niedrigeren beizulegenden Werten, die sich aus den Börsen- oder Marktpreisen am Stichtag ergeben, an. Flüssige Mittel (Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten) wurden zu Anschaffungskosten erfasst. 2.3 Eigenkapital Kapitalanteile der Kommanditisten sind mit dem Einzahlungsbetrag angesetzt. 2.4 Rückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen im Inland werden nach der so genannten Projected-Unit-Credit-Methode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von rund 1,87 % (Vj. 2,31%) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Rentensteigerungen von 1,75 % (Vj.1,75 %), Gehaltstrend von 2,50 % (Vj. 2,50 %) und eine Dynamik der gesetzlichen Rentenversicherung mit 2 % (Vj. 1,75 % bis zu 2,00%) wurden berücksichtigt. Für die aus sog. Abfertigungsverpflichtung gegenüber österreichischen Mitarbeitern gebildeten und unter den Pensionsverpflichtungen ausgewiesenen Rückstellungen von EUR 0,4 Mio. (Vj. EUR 0,5 Mio.) wurde wie im Vorjahr abweichend ein Rechenzinssatz von 1,0 % (Vj. 1,15 %) und ein Pensionsantrittsalter von 60 (Vj. 60) Jahren bei Frauen bzw. von 65 (Vj. 65) Jahren bei Männern berücksichtigt. Bestimmte Vermögensgegenstände, die von keinem anderen Gläubiger eingefordert werden können und die ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen (sogenanntes Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB), werden zum beizulegenden Zeitwert (Marktpreis) bewertet. Sie werden mit den korrespondierenden Pensionsverpflichtungen verrechnet. Daneben werden auch Aufwendungen und Erträge aus der Bewertung dieser Vermögensgegenstände mit den Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen in der Gewinn- und Verlustrechnung verrechnet. Der Ausweis des verbleibenden Betrags erfolgt im Finanzergebnis. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden von der Deutschen Bundesbank nach der Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung veröffentlichten Sieben-Jahres-Durchschnittszins zum Bilanzstichtag abgezinst. 2.5 Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. 2.6 Steuerabgrenzung Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese auf Basis des durchschnittlichen Gewerbesteuersatzes des steuerlichen Organkreises der WPP DH KG von ca. 16 % (Vj. 16 %) und auf Basis des durchschnittlichen Gewerbesteuer- und Körperschaftsteuersatzes der WPP Marketing Communications Germany GmbH von ca. 30 % (Vj. 30 %) ermittelt und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts aus der Kapitalkonsolidierung. Aktive und passive Steuerlatenzen werden unsaldiert ausgewiesen. Bei Tochterunternehmen außerhalb des steuerlichen Organkreises werden je nach Land und Rechtsform unternehmensindividuelle Steuersätze zwischen 15 % und 40 % verwendet. 2.7 Leistungserbringung Die zu erbringenden Mediendienstleistungen werden in der Regel auf Honorar- oder Provisionsbasis abgerechnet. Daneben werden auch Umsatzerlöse auf Basis von Projekthonoraren erzielt. Bei Abrechnung auf Provisions- oder Honorarbasis werden, wie branchenüblich, nur die Provision oder das Honorar selbst, d.h. Rechnungsbetrag abzüglich der direkt weiterberechneten (Media-) Fremdleistungen, als Umsatzerlöse angesetzt. Die direkt weiterberechneten, im Namen der Kunden bezogenen Fremdleistungen werden sowohl wirtschaftlich als auch rechtlich als durchlaufende Posten angesehen. 3. Erläuterungen zur Konzernbilanz 3.1 Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Im Berichtsjahr wurden die Anteile an der WPP Media Solutions GmbH, Düsseldorf, um 20,3 % und die Anteile an der icon impact GmbH, Berlin um 15% aufgestockt. Im Rahmen der o.g. aufgestockten Anteile der WPP Media Solutions GmbH, Düsseldorf wurde ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von EUR 2,5 Mio. (Vj. EUR 45,0 Mio.) durch Aufstockungen errechnet. Darüber hinaus wurde ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von EUR 0,5 Mio. durch die Erstkonsolidierung von Banbutsu dcp GmbH, Berlin errechnet. Die darauf anfallende Abschreibung betrug insgesamt EUR 0,1 Mio. (Vj. EUR 0,1 Mio.). 3.2 Vorräte Die unfertigen Leistungen betreffen im Wesentlichen noch nicht abgeschlossene Marktforschungsprojekte sowie eingekaufte Fremdarbeiten, die im Folgejahr fertig gestellt werden. Die noch nicht abgerechneten Fremdleistungen betreffen hauptsächlich kundenspezifisch und auftragsbezogen angeschaffte Media- und Produktleistungen für noch nicht abgeschlossene Projekte, deren Projektabschluss erst im Folgejahr erfolgt. 3.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 50,2 Mio. (Vj. EUR 26,7 Mio.), Darlehensforderungen in Höhe von EUR 36,2 Mio. (Vj. EUR 2,5 Mio.), Zinsforderungen in Höhe von EUR 4,7 Mio. (Vj. EUR 4,5 Mio.) und Cash-Pooling Forderungen von EUR 732,4 Mio. (Vj. EUR 695,0 Mio.) sowie Forderungen aus Dividenden EUR 1,2 Mio. (Vj. EUR 1,3 Mio.). Die Forderungen gegen den Gesellschafter (zugleich verbundenes Unternehmen) betreffen wie im Vorjahr Steuerzahlungen für den Gesellschaft. 3.4 Rechnungsabgrenzungsposten In den Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite ist ein nach § 250 Abs. 3 HGB aufgenommener Unterschiedsbetrag i.H.v. EUR 6,2 Mio. (Vj. EUR 7,0 Mio.) enthalten, der aus Ausgabe einer Anleihe über MEUR 600 im Jahr 2015 der WPP Finance Deutschland GmbH mit einer Laufzeit von 15 Jahren resultiert. 3.5 Eigenkapital Die Kapitalanteile der Kommanditisten von TEUR 5.220 (Vj. TEUR 5.220) und die Rücklagen von TEUR 755.849 (Vj. TEUR 755.849) entsprechen den bei der WPP Deutschland Holding GmbH & Co. KG ausgewiesenen Bilanzposten. Das Kommanditkapital wird alleinig von der WPP Luxembourg Germany Holdings S.á.r.l., Luxemburg, gehalten. Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals ist aus dem Konzerneigenkapitalspiegel ersichtlich. 3.6 Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden für Anwartschaften und laufende Leistungen aus Altersversorgungszusagen gebildet. Nach der Verrechnung des beizulegenden Zeitwertes des Deckungsvermögens in Höhe von EUR 12,0 Mio. (Vj. EUR 13,1 Mio.) mit den Pensionsverpflichtungen EUR 66,6 Mio. (Vj. EUR 65,4 Mio.) betragen die Pensionsverpflichtungen EUR 54,6 Mio. (Vj. EUR 52,3 Mio.). Die verrechneten Aufwendungen und Erträge beliefen sich auf EUR 1,4 Mio. (Vj. EUR 1,6 Mio.), bzw. auf EUR 0,4 Mio. (Vj. EUR 0,1 Mio.). Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 S1. HGB beträgt EUR 4,2 Mio. (Vj. EUR 5,7 Mio.). Steuerrückstellungen Steuerrückstellungen werden in Höhe von EUR 31,7 Mio. für Gewerbesteuer sowie in Höhe von EUR 4,2 Mio. für Körperschaftsteuer gebildet. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für bezogene Medialeistungen, ausstehende Lieferantenrechnungen, Boni, Urlaubsansprüche sowie für sonstige Personalkosten und Abfindungen gebildet. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst, bei einer Restlaufzeit von bis zu 10 Jahren wie im Vorjahr mit einem durchschnittlichen Zinsfuß zwischen 2 bis 8 Prozent. 3.7 Latente Steuern Aktive latente Steuern Die angesetzten aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus dem Ansatz Sonstige Rückstellungen auf Konzernebene (EUR 1,0 Mio.; Vj. EUR 0,9 Mio.). Latente Steuerschulden Die latenten Steuerschulden resultieren aus der unterschiedlichen Behandlung von im Rahmen von Unternehmenserwerben aktivierten immateriellen Vermögenswerten in der Handels- und der Steuerbilanz. Der Rückgang in Höhe von EUR 0,6 Mio. (Vj. EUR 0,9 Mio.) ist im Wesentlichen auf die Abschreibungen von im Rahmen von Unternehmenserwerben aktivierten immateriellen Vermögenswerten zurückzuführen. Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:
3.8 Verbindlichkeiten (in TEUR)
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Cash-Pooling Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 118,3 Mio. (Vj. EUR 121,7 Mio.), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 67,3 Mio. (Vj. EUR 24,6 Mio.) und Garantiegebühren betreffend der emittierten Anleihe i.H.v. EUR 15,2 Mio. (Vj. EUR 15,2 Mio.). Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (zugleich verbundene Unternehmen) enthalten ausschließlich unbesicherte Verbindlichkeiten aus dem laufenden Verrechnungskonto und stellen sonstige Verbindlichkeiten dar. 4. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 4.1 Umsatzerlöse Der WPP DH KG Konzern erzielte im Berichtsjahr einen Umsatz in Höhe von EUR 1.239,3 Mio. und lag damit um 11,9 % über dem Vorjahreswert (Vj. EUR 1.107,3 Mio.). Die einzelnen Konzernsparten tragen im folgenden Verhältnis zum Konzernumsatz bei:
Die Umsatzerlöse werden mit rund 93 % (Vj. 94 %) in Deutschland sowie mit rund 7 % (Vj. 6 %) im Ausland erwirtschaftet. 4.2 Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 13,5 Mio. (Vj. EUR 16,0 Mio.) enthalten. Zu den periodenfremden Erträgen zählen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (EUR 12,4 Mio.; Vj. EUR 8,2 Mio.), aus der Herabsetzung der Einzel- und Pauschalwertberichtigungen (EUR 0,3 Mio.; Vj. EUR 1,6 Mio.) und aus dem Erhalt von Versicherungs- und Schadensersatzleistungen (EUR 0,2 Mio.; Vj. EUR 0,3 Mio.). 4.3 Abschreibungen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist gemäß § 268 Absatz 2 HGB in einem Konzernanlagengitter als Anlage zum Konzernanhang dargestellt. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände sowie auf Sachanlagen enthalten außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 0,0 Mio. (Vj. EUR 0,4 Mio.). 4.4 Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 2,3 Mio. (Vj. EUR 3,3 Mio.) enthalten. In den periodenfremden Aufwendungen wurden Forderungsausfälle in Höhe von EUR 0,2 Mio. (Vj. EUR 2,7 Mio.) erfasst. 4.5 Steuern vom Einkommen und Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten Erträge aus der Veränderung latenter Steuern in Höhe von TEUR 638 (Vj. Erträge TEUR 171). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich wie folgt zusammen:
4.6 Gewinnverwendungsvorschlag / Gewinnverwendungsbeschluss Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens schlägt vor, das Jahresergebnis (Gewinn) des Mutterunternehmens in Höhe von EUR 46.559.093,47 (Vorjahr: 16.925.980,44) auf die Gesellschafterkonten zuzuschreiben. 5. Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich der Finanzmittelbestand des Konzerns während des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert hat. In Übereinstimmung mit dem Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 21 zur Kapitalflussrechnung (DRS 21) wurde zwischen Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie solchen aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. In der Kapitalflussrechnung wurden wesentliche unbare Transaktionen, die insbesondere die erstmalige Einbeziehung von Tochterunternehmen in den Konzernabschluss betreffen, eliminiert. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt EUR 108,9 Mio. (Vj. EUR + 115,3 Mio.). Das positive Periodenergebnis in Höhe von EUR 136,9 Mio. wird durch die zahlungsunwirksamen Aufwendungen aus Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte (EUR + 7,0 Mio.) sowie aus Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (EUR + 4,4 Mio.) und Sachanlagen (EUR + 8,9 Mio.) wesentlich beeinflusst. Des Weiteren begründet sich der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (EUR 30,2 Mio.) aus dem Anstieg der Umsatzerlöse. Des Weiteren hat der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen (EUR 97,4 Mio.), der Anstieg der Vorräte und der übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände (EUR 13,1) sowie der Rückgang der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen (EUR 2,2 Mio.) und sonstigen Verbindlichkeiten, bei angestiegenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie Gesellschaftern negativ zum Cash Flow beigetragen. Die gezahlten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betrugen im Geschäftsjahr 2021 EUR 20,8 Mio. (Vj. EUR 72,3 Mio.). Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von EUR -96,9 Mio. resultiert überwiegend aus den Auszahlungen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition (Anstieg der Cash-Pooling-Forderungen auf EUR 732,4 Mio., Vorjahr EUR 695,0 Mio.) und in das Sachanlagevermögen in Höhe von EUR 27,1 Mio. sowie in das immaterielle Anlagevermögen in Höhe von EUR 7,4 Mio. Die erhaltenen Dividenden und Zinsen in Höhe von EUR 1,5 Mio., bzw. EUR 7,0 Mio. haben sich positiv auf den Cash Flow aus der Investitionstätigkeit ausgewirkt. Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit wurde im Wesentlichen durch Auszahlung von Finanzkrediten in Höhe von EUR 4,2 Mio. und Zinszahlungen für die Kapitalüberlassung in Höhe von EUR 29,7 Mio. sowie Auszahlungen an die Minderheitsgesellschafter in Höhe von EUR 5,6 Mio. geprägt. Der Finanzmittelfonds entspricht dem Kassenbestand, dem Guthaben bei Kreditinstituten und kurzfristigen Bankverbindlichkeiten (Kontokorrentkonten). Im Finanzmittelfonds sind im Berichtsjahr sowie im Vorjahr keine verfügungsbeschränkten Zahlungsmittel ausgewiesen. 6. Sonstige Angaben 6.1 Haftungsverhältnisse
Bei den Bürgschaften handelt es sich im Wesentlichen um die ausgereichten Abnahme- sowie Mietbürgschaften mit einer unbefristeten Laufzeit. Im Berichtsjahr bestehen keine Haftungen gegenüber den nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen oder aus Altersversorgung. Es bestehen keine Haftungen, die mit gewährten Pfandrechten, bzw. mit sonstigen Sicherheiten gesichert sind (Vorjahr EUR 0,0 Mio., bzw. EUR 0,0 Mio.). Aufgrund der ausreichenden liquiden Mittel der betreffenden Gesellschaften ist das Risiko einer Inanspruchnahme aus den aufgeführten Haftungspositionen als gering einzuschätzen. 6.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den Haftungsverhältnissen bestehen zum 31.12.2021 sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von EUR 74,7 Mio. (Vj. EUR 79,7 Mio.), davon EUR 0,0 Mio. gegen verbundene Unternehmen (Vj. EUR 2,6 Mio.). Im Einzelnen betreffen die Verpflichtungen u. a. folgende Sachverhalte:
Auf Verpflichtungen aus Altersversorgung entfallen TEUR 0. Die Miet- und Leasingverträge haben eine Laufzeit bis zu 10 Jahren. Die sonstigen Verpflichtungen laufen bis zu 7 Jahre. 6.3 Persönlich haftender Gesellschafter Persönlich haftende Gesellschafterin ist die WPP Deutschland Verwaltungs GmbH, Frankfurt am Main, mit einem Stammkapital von EUR 25.000,00. Die WPP Deutschland Verwaltungs GmbH ist Komplementärin ohne Kapitaleinlage und ohne Beteiligung am Gesellschaftsvermögen. 6.4 Organe Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Geschäftsführung wird durch die Komplementärin WPP Deutschland Verwaltungs GmbH ausgeübt. Diese handelt durch ihre satzungsgemäß berufenen und im Handelsregister eingetragenen Organe. Mitglieder der Geschäftsführung der Komplementärin während des Berichtsjahres bis zum Aufstellungszeitpunkt waren:
Die Bezüge der Geschäftsführung der Muttergesellschaft für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Mutterunternehmen und den Tochterunternehmen betrugen EUR 0,8 Mio. (Vj. EUR 0,8 Mio.). Die Bezüge den früheren Mitgliedern der Geschäftsführung betrugen EUR 0,0 Mio. (Vj. EUR 1,7 Mio.). 6.5 Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
6.6 Konzernzugehörigkeit Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Konsolidierungskreis aufstellt, ist WPP Plc., Jersey. Der Konzernabschluss ist auf der Internetseite der WPP plc. unter http://www.wpp.com/WPP/Investors sowie unter SEC File-Nr. 001-38303 auf der Internetseite der SEC, www.sec.gov, Sektion "Filing & Forms" erhältlich. 6.7 Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzerns beträgt für
6.8 Nachtragsbericht Auch im Jahr 2021 wurden die Bemühungen fortgesetzt, die Anzahl der Gesellschaften zu reduzieren, um die Konzernstruktur schlanker zu gestalten. Der Verkauf der Kantar Holding GmbH mit ihren Tochtergesellschaften wirkte sich jetzt voll aus. Der Krieg in der Ukraine und die sich anschließende Energiekrise haben sich nach erstem Anschein auf die Geschäftsverläufe der Konzernunternehmen bisher kaum ausgewirkt. Nachdem die Werbewirtschaft nach den vom ZAW - Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft e.V. - Anfang Dezember 2022 veröffentlichten Zahlen schon im Jahr 2021 wieder gewachsen war, legte sie im Jahr 2022 weiter zu; der Verband erwartet eine Steigerung gegenüber 2021 um 2,8% auf Mrd. Euro 48,7 und damit erstmals wieder über dem Niveau des Vorkrisenjahres 2019. Allerdings blickt man etwas sorgenvoller in das Jahr 2023: Rezessive Konjunkturdaten, Inflation und sinkende Konsumlaune belasten die ZAW-Mitglieder. Der GWA berichtet von einer Mitgliederbefragung im Oktober 2022, wonach 78% der befragten Agenturen bereits Budgetkürzungen erleben oder Kunden schon auf die Möglichkeit von Kürzungen hingewiesen haben. Für 2022 berichten die Agenturen im WPP DH KG - dass es bislang noch keine wesentlichen Einflüsse für Umsatz und Betriebsergebnis aus der gegenwärtigen wirtschaftlichen Lage gegeben hat. Mit Gesellschafterbeschluss vom 20. Dezember 2022 wurde Herr Richard Karpik mit Wirkung vom 31. Dezember 2022 als Geschäftsführer abberufen. Mit Beschluss und Wirkung vom 20. Oktober 2022 wurde Herr Frank-Michael Schmidt zum weiteren Geschäftsführer bei WPP Deutschland Verwaltungs GmbH bestellt.
Frankfurt am Main, 30. Dezember 2022 Die Geschäftsführung Richard Karpik Helmut Hechler Antony Zacharia Frank-Michael Schmidt Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2021
Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Entwicklung des Konzerneigenkapitals für 2021
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die WPP Deutschland Holding GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der WPP Deutschland Holding GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der WPP Deutschland Holding GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 20. Januar 2023 Deloitte
GmbH
Pierre Back, Wirtschaftsprüfer Stefan Anthes, Wirtschaftsprüfer Sonstiges Der Konzernabschluss der WPP Deutschland Holding GmbH & Co. KG zum 31.12.2021 wurde einstimmig durch Beschluss der Gesellschafter vom 25. Januar 2023 gebilligt. |
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