4flow digital GmbH
Selbe AdresseErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hanka Smiejczak seit 2.11.2023 | Prokura |
Andreas Weber seit 25.9.2023 | Prokura |
Fabian Loeper seit 25.9.2023 | Prokura |
Marco Dreeßen seit 21.12.2022 | Prokura |
Matthias Moch seit 21.12.2021 | Prokura |
Ralph-Michael Schmidt seit 21.12.2021 | Prokura |
Kirsten Schürmann seit 21.12.2021 | Prokura |
Lennart Brüggemann seit 10.12.2020 | Prokura |
Andreas Kick seit 19.5.2020 | Vorstandsmitglied |
Felix Prestel seit 19.5.2020 | Prokura |
Julian Caspar Schulcz seit 19.5.2020 | Vorstandsmitglied |
Katharina Hüsch seit 19.5.2020 | Prokura |
Ralph Eberspächer seit 19.5.2020 | Prokura |
Sören Hagen seit 11.1.2019 | Prokura |
Svenja-Liv Andersch seit 5.6.2018 | Prokura |
Jan-Hendrik Kölling seit 28.4.2017 | Prokura |
Stephan Kappel seit 15.12.2016 | Vorstandsmitglied |
Katharina von Helldorff-Mager seit 14.9.2016 | Prokura |
marc Dr. Schleyer seit 14.9.2016 | Prokura |
Andreas Schwind seit 21.10.2015 | Prokura |
Christian Nieters seit 2.9.2014 | Prokura |
Mai-Britt Ottilie Subei seit 3.2.2014 | Prokura |
Knut Schwenke seit 3.2.2014 | Prokura |
Kai Althoff seit 13.2.2012 | Vorstandsmitglied |
Finn von Hammerstein seit 19.12.2011 | Prokura |
Holger Clasing seit 8.8.2011 | Prokura |
Leiv Klarmann seit 8.8.2011 | Prokura |
Jörg Biermann seit 13.8.2004 | Prokura |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
4flow AGBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Lagebericht zum Jahresabschluss 20211. Grundlagen des Unternehmens1.1 Organisation und Unternehmensbereiche Die 4flow AG ist die Muttergesellschaft des 4flow Konzerns und bietet darüber hinaus als operativ tätige Gesellschaft und mit Tochterunternehmen Logistikberatung und Logistiksoftware an. Des Weiteren beschäftigt sich die 4flow AG mit Logistikforschung. Die 4flow AG hat ihren Hauptsitz in Berlin, Deutschland. Zudem ist sie über Tochtergesellschaften und Betriebsstätten in Belgien, Brasilien, China, Frankreich, Österreich, Spanien, Tschechien, Ungarn und in den USA vertreten. 4flow consulting bietet Managementberatung, Konzeption und Umsetzungsunterstützung für Logistik und Supply Chain Management aus einer Hand. 4flow software entwickelt und vertreibt das Hauptprodukt 4flow vista® als Standardsoftware sowie weitere Softwareprodukte zur Logistikplanung und -optimierung. Die Kunden von 4flow sind regelmäßig große und mittelgroße Unternehmen aus verschiedenen Industrien. Die meisten dieser Kunden sind den Industrien Fahrzeughersteller, (Automobil-)Zulieferer, Konsumgüter und Handel inklusive E-Commerce, Hightech und Telekommunikation, Pharma & Medizintechnik, Maschinen- und Anlagenbau, Prozessindustrie, Ersatzteil- und Logistikdienstleister zuzuordnen. 1.2 Verbundene Unternehmen Die 4flow AG hat vier Tochtergesellschaften mit Hauptsitz in Europa. 4flow Austria GmbH mit Sitz in Wien, Österreich, bietet hautpsächlich Dienstleistungen im Rahmen der Geschäftsaktivitäten des Geschäftsbereichs 4flow consulting an. Unternehmensgegenstand der 4flow management GmbH, Berlin in Deutschland, deren Tochtergesellschaften 4flow management Kft. mit Sitz in Budapest, Ungarn, 4flow Spain S.L.U. mit Sitz in Saragossa, Spanien, 4flow management Control Tower GmbH mit Sitz in Berlin, Deutschland, sowie der 4flow management BV, mit Sitz in Brüssel, Belgien, sind das Netzwerk- und Transportmanagement für international agierende Unternehmen. Als neutraler Fourth Party Logistics Provider (4PL) bietet 4flow management die kontinuierliche Optimierung, Planung, Gestaltung und Steuerung von Logistiknetzen und Transporten an. Zusätzlich erbringt die 4flow management Kft. Softwareentwicklungsleistungen für die 4flow AG. Die Tochtergesellschaft 4flow France SAS mit Sitz in Paris, Frankreich bietet Dienstleistungen der Geschäftsbereiche 4flow management und 4flow consulting an. Der asiatische Markt wird durch die Tochtergesellschaft forflow Ltd., Hongkong in China und deren Tochtergesellschaft forflow consulting (Shanghai) Co., Ltd. mit Sitz in Shanghai, China, und einer Betriebsstätte in Changzhou, China, bedient, die die 4flow-Leistungen dort anbieten. Kunden dieser Gesellschaften sind zum Großteil asiatische Tochterunternehmen namhafter deutscher und internationaler Konzerne, aber auch zunehmend asiatische Firmen. Im nordamerikanischen Markt bietet die 4flow, Inc., Troy, Michigan, USA, die 4flow-Leistungen zusammen mit einer Betriebsstätte in Atlanta an, während die 4flow Consultoria em Logistica Ltda. mit Sitz in Campinas, Brasilien, den südamerikanischen Markt bedient. Die 4flow AG erbringt Leistungen für ihre Tochtergesellschaften in Form von Beratungs- und Softwareprojekten sowie auch als interne Dienstleistungen. 1.3 Forschung und Entwicklung Im Jahr 2021 stand sowohl die Erweiterung des 4flow software-Produktportfolios sowie die fachliche und technische Weiterentwicklung bestehender 4flow software-Lösungen, als auch die Fortführung bestehender Aktivitäten im Rahmen von Verbundforschungsprojekten und internen Studien sowie auf die Identifikation neuer Fragestellungen in den Bereichen intermodaler Transport und Quantencomputing im Fokus: Im Rahmen der Erweiterung der Produktlandschaft wurde das Add-on für die S&OP-Plattform "RapidResponse" des Anbieters Kinaxis zu einer produktiv einsetzbaren und von Kinaxis zertifizierten Applikation weiterentwickelt. Diese Applikation "Kinaxis® Transportation Load Optimizer (TLO) by 4flow" ist integriert in die Kinaxis-Lösung und optimiert die Materialbedarfe aus Transportperspektive, um die Transportkosten für einen Endkunden zu reduzieren. Die Softwarelösung "Network Viewer" zur Visualisierung von Transportnetzwerken wurde zur Vorbereitung der Markteinführung im Jahr 2022 funktional um ein Analyseframework angereichert und mit Technologien zu Nutzermanagement, Datenhaltung und Datensicherheit ergänzt. Gestartet wurde die Entwicklung eines Add-ons für SAP-ERP-Systeme. Dieses Add-on "4fow TORO (Transport Optimized Release Orders)" optimiert Lieferabrufe während der Materialplanung zur Reduzierung der Transport- und Logistikkosten. Die fachliche Weiterentwicklung des integrierten Transportmanagementsystems ("4flow iTMS") beinhaltete die Integration neuer Drittkomponenten: Anbindung einer "Smart Booking"-Lösung als Nachfolger des bisherigen Moduls zur Buchung und Verwaltung von Be- und Entladedocks in Transportnetzwerken sowie Integration einer "Reusable Packaging Management"-Lösung für die Planung, Steuerung und Buchung von Behälterbewegungen und -beständen in einem Logistiknetzwerk und von den damit verbundenen Transporten, darüber hinaus der Austausch der bisherigen Business Intelligence-Komponente zum Erstellen und Bereitstellen von Reports und Kennzahlen eines Transportnetzwerkes durch eine zeitgemäße und zukunftsfähige Lösung des Anbieters "Tableau". Im technologischen Bereich stand die Weiterentwicklung zu einer service-orientierten Systemarchitektur im Vordergrund, d.h. die Zerlegung des Softwarecodes in einzelne lauffähige Services sowie das Verpacken der Services in isolierbare Pakete (Containerisierung), um eine einfachere Implementierung und Wartbarkeit zu erzielen. Ein weiterer Schwerpunkt war der Ausbau der Integrationsschicht, u.a. durch Komponenten und Services zur asynchronen Datenreplikation oder zum speziellen Fehlerhandling und -reporting. Letztlich ist bei der Erweiterung der Produktlandschaft für neue Produkte erfolgreich das Konzept des "Serverless Computing", bei dem Rechnerressourcen als skalierbare Cloud-Services genutzt werden, umgesetzt worden. Im Verbundforschungsprojekt "Nolan - Skalierbare Notfall-Logistik für urbane Räume als öffentlich-private Partnerschaft im Katastrophenfall" (gefördert vom BMBF) wurden die Arbeiten zu Krisenszenarien in der Lebensmittelversorgung urbaner Räume sowie Resilienz- und Krisenbewältigungsstrategien in Zusammenarbeit von Privatwirtschaft und öffentlicher Verwaltung betrachtet. Die besonders hohe Relevanz der Forschungsarbeiten wurde durch die COVID-19 Pandemie deutlich gemacht. Ergebnisse wurden für interne Zwecke genutzt und in Fachpublikationen veröffentlicht. Resilienz und Kritikalität der Infrastruktur von Binnenwasserstraßen und der Lieferketten, die diese nutzen, wurden im Verbundforschungsprojekt "Preview - Resilienz kritischer Verkehrsinfrastrukturen am Beispiel der Wasserstraßen" (gefördert vom BMBF) untersucht. Die Schwesterprojekte "Rekonet - Datenbasierte Regelung kollaborativer Wertschöpfungsnetzwerke mittels geschützter Transparenz" (gefördert vom BMBF) und "Smartconet - Smart Control of Customer-Based Collaborative Manufacturing Networks with Secured Transparency" (gefördert von spanischen und koreanische Förderagenturen im Rahmen des EUREKA!-Programms der Europäischen Kommission) wurden erfolgreich fortgesetzt. Im Mittelpunkt der Arbeiten stand die Evaluation von Recommendersystemen im Supply Chain Planning. Erste Arbeiten zur Datengestützten Bewertung der Stabilität von Gütertransporttouren mithilfe von Maschinellem Lernen wurden im Forschungsprojekt "SlidePlus - Serviceplattform zur Störfallerkennung im Straßengüterverkehr mittels selbstlernenden KI-Verfahren" (gefördert vom BMB) begonnen. Im Jahr 2021 wurden die Studie "Warehouse Automation and Volatility - A strategic Fit?" im Eigenverlag publiziert. In der Studie werden Einflussfaktoren auf die Wirtschaftlichkeit automatisierter Lager modellbasiert untersucht. In weiteren internen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten von 4flow im Jahr 2021 wurden neue Methoden und Anwendungen im Risikomanagement (SCRM), Nachhaltigkeit (SSCM), der Datenanalyse (Big Data Analytics, Process Mining) und der Künstlichen Intelligenz (Maschinelles Lernen, Predicitve Analytics) evaluiert. Darüber hinaus wurden erste Untersuchungen zu neuen Methoden in der automatisierten Erfassung und Analyse öffentliche verfügbarer Daten und Ableitung von branchenrelevanten Trends durchgefürt. Die Ergebnisse werden als Innovation in das operative Geschäft überführt. 2. Wirtschaftsbericht2.1 Geschäfts- und Rahmenbedingungen 2.1.1 Situation der Logistikbranche 2021 Nachfolgend des Coronajahres 2020 ist der Umsatz der deutschen Logistikbranche im Jahr 2021 deutlich um rd. 5 % von 279 Mrd. € auf 293 Mrd. € gestiegen. Die deutsche Logistikbranche bleibt dabei mit mehr als 3 Millionen Beschäftigten einer der größten Wirtschaftsbereiche der Bundesrepublik. Größter Wirtschaftsbereich Deutschlands war im Berichtsjahr wieder die Automobilindustrie, eine wichtige Zielbranche der Gesellschaft. 1 Der deutsche Logistikmarkt nimmt eine führende Position in Europa ein. Dies liegt zum einen an der geografischen Lage Deutschlands im Herzen Europas, zum anderen aber vor allem an den hocheffizienten Strukturen des deutschen Logistiksektors. Die Bundesrepublik ist für rund 25 % des Logistikumsatzes in Europa verantwortlich. 2 Zudem ist anzumerken, dass nur etwa knapp die Hälfte der logistischen Leistungen, die in Deutschland erbracht werden, die sichtbare Bewegung von Gütern durch Dienstleister betrifft. Die andere Hälfte wird durch Planung, Steuerung und Umsetzung innerhalb von Unternehmen erbracht. 3 In einer in 2018 durchgeführten Studie klassifizierte die Weltbank Deutschland erneut als führend im Bereich Logistik Performance. Der durch die Weltbank berechnete Logistics Performance Indicator (LPI) vergleicht hierbei anhand verschiedener Dimensionen die Effizienz von Supply Chains von weltweit 160 Ländern.4 Die deutsche Wirtschaft konnte sich nach dem Corona-Krisenjahr 2020 in 2021 leicht erholen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag dabei um 2,7 % über dem Vorjahr.5 Im Vergleich zum vorangegangenen Krisenjahr 2020, in dem die Produktion im Zuge der Corona-Pandemie teilweise massiv eingeschränkt worden war, hat sich die Wirtschatsleistung im Jahr 2021 in fast allen Bereichen erhöht. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung stieg im Verarbeitenden Gewerbe deutlich um 4,4 % gegenüber dem Vorjahr. Auch die meisten Dienstleistungsbereiche verzeichneten gegenüber 2020 merkliche Zuwächse. Im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe fiel das Wirtschaftswachstum aufgrund der anhaltenden pandemiebedingten Einschränkungen mit einem Plus von 3,0 % etwas verhaltener aus. Lediglich im Baugewerbe, in dem die Corona-Pandemie im Jahr 2020 keine sichtbaren Spuren hinterlassen hatte, ging die Wirtschaftsleistung 2021 gegenüber 2020 leicht um 0,4 % zurück. Trotz der Zuwächse im Jahr 2021 hat die Wirtschaftsleistung in den meisten Wirtschaftsbereichen noch nicht wieder das Vorkrisenniveau erreicht. So lag die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe 2021 noch 6,0 % unter dem Niveau von 2019. 6 Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahresdurchschnitt 2021 von 44,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren etwa genauso viele Erwerbstätige wie im Vorjahr. Allerdings arbeiteten viele Erwerbstätige nun in anderen Wirtschaftsbereichen oder anderen Beschäftigungsverhältnissen als zuvor. 7 2.1.2 Der deutsche Beratungsmarkt 2021 Der Branchenumsatz des deutschen Beratungsmarkts ist in 2021 auch durch Nachholeffekte aus dem Coronajahr 2020 stark um 10,3 % auf € 38,7 Mrd. angestiegen. Dabei lag die Entwicklung im Bereich Bereich Supply Chain Management mit einem Umsatzplus in Höhe von 13,5 % noch über dem Branchenschnitt des Jahres.8 2.1.3 Der deutsche Softwaremarkt 2021 Im Vergleich zum Vorjahr stieg der deutsche ITK-Markt um 3,9 % auf einen Gesamtumsatz von rd. 178 Mrd. €. Der für das Unternehmen relevante Umsatz der Softwarebranche stieg dabei stark um 9 % auf rd. 32 Mrd. € an. Mit 1,25 Millionen Beschäftigten bleibt die ITK-Branche ein wichtiger industrieller Arbeitgeber in Deutschland. In Summe stieg die Anzahl an Arbeitsplätzen im ITK-Markt im Jahr 2021 leicht um 34.000 an.9 2.2 Geschäftsverlauf 2020 und Lage des Unternehmens 2.2.1 Umsatz- und Ergebnisentwicklung Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft stellt sich im Jahr 2021 als sehr zufriedenstellend dar. Nach dem Pandemiejahr 2020 erholte sich das Geschäftsvolumen in bedeutendem Umfang in 2021. Als Folge stiegen Umsatz- und Ergebnis der Gesellschaft signifikant. Die Gesamtleistung stieg gegenüber Vorjahr um 51 % (2021: 39.579 T€; 2020: 26.227 T€). Nach einem Fehlbetrag im Jahr 2020 in Höhe von 2.326 T€ weist die Gesellschaft in 2021 einen Jahresüberschuss in Höhe von 7.908 T€ aus. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Beteiligungsergebnis (EBIT) betrug 3.570 T€ (2020: negatives EBIT in Höhe von 2.736 T€). Somit liegt auch die EBIT-Marge in Höhe von 9,0 % deutlich oberhalb des Vorjahreswertes (2020: -10,4 %). Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren für die interne Unternehmenssteuerung bilden die Kennzahlen Umsatzrendite, EBIT-Marge sowie der operative Cash-Flow. Die 4flow AG erzielte im Jahr 2021 einen Umsatz von 39,5 € Mio. Der deutliche Anstieg gegenüber Vorjahr (Umsatz 2020: 26,2 € Mio.) resultiert dabei im Wesentlichen aus einem deutlich stärkeren Beratungsgeschäft in Verbindung mit dem Gewinn von Softwareaufträgen. In 2021 wurden etwa 60 % des Umsatzes der 4flow AG (siehe Abb. 1) mit Unternehmen aus dem Fahrzeugbereich erwirtschaftet (2020: 60 %). Innerhalb des Fahrzeugbereichs liegt der Anteil der Fahrzeughersteller mit rund 41 % über dem Vorjahreswert von 34 %, der Zulieferbereich liegt mit einem Anteil von 19 % unter dem Vorjahr (2020: 27 %). Handel und Konsumgüter inklusive E-Commerce liegen mit 16 % auf Vorjahresniveau (2020: 16 %). Luftfahrt liegt mit rd. 5 % deutlich über dem Vorjahresniveau von 2 %. Die Analyse der Umsatzanteile nach Endkunden verdeutlicht grundsätzlich, dass unterschiedliche Marktzyklen und Branchenentwicklungen zu schwankenden Auftragsvolumina bei einzelnen Branchen und Kunden führen können, sich diese Entwicklungen jedoch aufgrund der Präsenz von 4flow in vielen Märkten auch positiv auf das Portfolio der 4flow AG auswirken und eine nachhaltige Geschäftsentwicklung begünstigen. Im Pandemiefolgejahr 2021 ist eine Erholung in nahezu sämtlichen Kundenindustrien gegenüber 2020 festzustellen.
Abbildung 1: Umsatzanteile 2021 nach Branchen (in % vom Umsatz); Umsätze mit verbundenen Unternehmen wurden den Endkundenbranchen zugeordnet Der hoch qualifizierte Mitarbeiterstamm bildet die entscheidende Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg der Gesellschaft und wurde auch im Hinblick auf das künftig angestrebte Wachstum im Berichtsjahr leicht von 290 am Jahresende 2020 auf 310 am Jahresende 2021 aufgebaut. Die Personalaufwendungen haben sich absolut um 4.909 T€ (2021: 27.256 T€; 2020: 22.347 T€) erhöht. Relativ zur Gesamtleistung liegen die Personalaufwendungen signifikant unter Vorjahr (2021: 68,9 %; 2020: 85,2 %). Die erfolgsabhängigen Vergütungsbestandteile liegen dabei deutlich über Vorjahresniveau. Die Gewinnung weiterer Mitarbeiter ist als wichtiger Wettbewerbsfaktor einzustufen und mit im Vergleich zu den Vorjahren stetig steigenden Kosten verbunden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind in absoluter Höhe gestiegen (2021 6.163 T€; 2020: 5.571 T€) angestiegen, in Relation zur Gesamtleistung im Vergleich zum Vorjahr jedoch gesunken (2021: 15,6 %; 2020: 21,2 %). Der Anstieg in absoluter Höhe ist unter anderem auf höhere Recruitingkosten, höhere Rechts- und Beratungskosten sowie auf höhere Aufwendungen aus Währungsumrechnungen zurückzuführen. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen und Waren sind gegenüber dem Vorjahr signifikant angestiegen (2021: 6.093 T€; 2020: 4.639 T€). Dabei ist der Anstieg im Wesentlichen auf höhere von Gruppenunternehmen zugekaufte Leistungen zurückzuführen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen liegen leicht unterhalb des Vorjahreswertes (2021: 624 T€; 2020: 651 T€). Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten in Höhe von 210 T€ (2020: 216 T€) Zuschüsse für Forschungsprojekte, die von der Europäischen Union und von der Investitionsbank Berlin gefördert werden10. Im Übrigen werden im Wesentlichen Erträge aus Kostenweiterbelastungen und internen Dienstleistungen ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2021 wurde eine Gewinnausschüttung von der 4flow management GmbH an die Gesellschaft in Höhe von 5.000 T€ durchgeführt (2020: 0 T€). Nach Berücksichtigung von Aufwendungen für Einkommens- und Ertragssteuern in Höhe von 585 T€ beträgt der Jahresüberschuss der Gesellschaft 7.908 T€. In 2020 betrug der Jahresfehlbetrag 2.326 T€. 2.2.2 Personal- und Sozialbereich Per 31.12.2021 beschäftigte die 4flow AG in Summe 310 fest angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Entsprechend der mittel- und langfristigen Geschäftsplanung der Gesellschaft wurde der Mitarbeiterstamm auch im Geschäftsjahr 2021 aufgebaut (31.12.2020: 290). Die Personalaufwendungen in Höhe von 27.256 T€ (2020: 22.347 T€) entfallen mit einem Betrag von 23.930 T€ (2020: 19.086 T€) auf die Vergütung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einschließlich erfolgsabhängiger Vergütungen für festangestellte Mitarbeiter und in Höhe von insgesamt 3.326 T€ (2020: 3.261 T€) auf soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung sowie freiwillige soziale Aufwendungen. 2.2.3 Nachhaltigkeitsaspekte Die Gesellschaft legt großen Wert auf eine nachhaltige und verantwortungsvolle Unternehmensführung. Die Geschäftsführung ist sich bewusst, dass nur dann nachhaltig erfolgreich gewirtschaftet werden kann, wenn das wirtschaftliche Handeln mit den Belangen von Umwelt und Gesellschaft in Einklang stehen. Unternehmensentscheidungen werden unter Berücksichtigung von ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekten getroffen. 2.2.4 Finanzlage Das Fremdkapital beträgt zum 31.12.2021 insgesamt 16.663 T€ (2020: 11.865 T€), welches zu einem Betrag von 5.000 T€ aus einem Intercompany-Darlehen der Tochtergesellschaft 4flow management GmbH besteht und überwiegend kurzfristige Restlaufzeiten aufweist11. Dem stehen jedoch kurzfristig verfügbare Vermögenswerte12 in Höhe von 27.947 T€ (2020: 17.628 T€) gegenüber. Der Bestand an liquiden Mitteln belief sich am 31.12.2021 auf 8.830 T€ (31.12.2020: 3.370 T€). Die Projekttätigkeit der Gesellschaft sowie der Bestand an Forderungen erfordern eine hohe Vorfinanzierung. Die durchschnittlich vereinbarten Kundenziele haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht systematisch verändert. Im Geschäftsjahr 2021 wurde eine liquiditätswirksame Gewinnausschüttung in Höhe von 5.178 T€ vorgenommen (2020: 0 T€). Der zur Verfügung stehende Kreditrahmen bei Kreditinstituten in Höhe von 4.500 T€ wurde zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen. Die Liquiditätssteuerung erfolgt konzernweit; die 4flow AG hat im Berichtsjahr Tochtergesellschaften Darlehen (31.12.2021: 798 T€; 2020: 647 T€) gewährt bzw. erhöht. Der Nutzung der Dienstfahrzeuge liegen regelmäßig Operate-Leasing-Verträge zugrunde; Büro- und Geschäftsausstattung wird seit dem Geschäftsjahr 2015 überwiegend erworben; Leasingverträge werden hierfür derzeit nicht neu abgeschlossen. 2.2.5 Vermögenslage Die Vermögenslage der Gesellschaft spiegelt das weitere Geschäftswachstum und die hohe Innenfinanzierungskraft der Gesellschaft wider. Wesentliche strukturelle Veränderungen waren im Geschäftsjahr 2020 nicht zu verzeichnen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (2021: 7.740 T€; 2020: 6.278 T€; 2021: rund 25 % der Bilanzsumme; 2020: rund 30 %) und die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (2021: 9.302 T€; 2020: 5.737 T€; 2021: rund 30 % der Bilanzsumme; 2020: rund 27 %) bilden zusätzlich erneut wesentliche Bilanzposten. Die 4flow AG erbringt für ihre Tochterunternehmen Beratungs- und Softwareleistungen. Daneben werden auch Kosten sowie interne Dienstleistungen weiterbelastet. Im Geschäftsjahr 2021 wurden vor allem Software- und Beratungsleistungen für die 4flow management GmbH sowie die 4flow management Control Tower GmbH im Geschäftsfeld Netzwerkmanagement und -steuerung sowie für die 4flow, Inc. und die forflow consulting (Shanghai) Co., Ltd. (überwiegend Software) im Rahmen internationaler Projekte erbracht. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben im Geschäftsjahr stark zugenommen (s.o.), die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken (2021: 6.854 T€; 2020: 7.345 T€). Aufgrund der engen Zusammenarbeit gerade im Rahmen internationaler Projekte ergeben sich in Abhängigkeit der konzernweiten Kapazitätssteuerung und auch der Ansässigkeit des jeweiligen internationalen Auftraggebers teilweise deutlich schwankende Leistungsbeziehungen innerhalb der Unternehmensgruppe. Die Zugänge zum Sachanlagevermögen in Höhe von 368 T€ (2020: 261 T€) betreffen im Wesentlichen Erweiterungs- und Ersatzinvestitionen in Hardware und Büroausstattung sowie Softwarelizenzen. Das nachhaltige Wachstum der Gesellschaft bedingt die laufende Einrichtung weiterer Arbeitsplätze. Im Gegensatz zu den Vorjahren nutzt die Gesellschaft Gegenstände der Infrastruktur nicht mehr überwiegend im Rahmen von Operate-Leasing-Verträgen. Die Eigenkapitalquote der 4flow AG ist in 2021 angestiegen (2021: 46 %; 2020: 42 %). Unter anteiliger Berücksichtigung des Sonderpostens ergibt sich eine Eigenkapitalquote von rund 47 %. Der Sonderposten beinhaltet vor allem Zuschüsse für die getätigten Ein- und Umbaumaßnahmen am Hauptstandort der Gesellschaft in Berlin und wird über die betriebliche Nutzungsdauer der begünstigten Vermögensgegenstände aufgelöst. Im Berichtsjahr erfolgte eine Gewinnausschüttung in Höhe von 5.178 T€ (Vorjahr: 1 T€). Im Rahmen des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms wurden 6.419 Geschäftsanteile an der 4flow I Beteiligungs GmbH an Führungskräfte des Konzerns veräußert.13. Die Veräußerung der Anteile führt bilanziell zu einer Erhöhung des Bilanzgewinns und damit der Eigenkapitalquote; der wirtschaftliche Wert der Anteile wird bilanziell nicht abgebildet. Das Fremdkapital hat sich gegenüber dem Vorjahr absolut erhöht (2021: 16.663 T€; 2020: 11.865 T€) relativ zur Bilanzsumme ist das Fremdkapital leicht gesunken (2021: 53 %; 2020: 56 %). Ursächlich für den Anstieg des Fremdkapitals war insbesondere die geschäftliche Entwicklung, die zu einem erhöhten Rückstellungsbedarf, insbesondere bei den Personalkosten, zum Jahresende 2021 geführt hat. Diese Rückstellungen betreffen vor allem Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern für erfolgsabhängige Vergütungen und Urlaub14. Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden im Wesentlichen die Zahllasten für Umsatzsteuer und Lohnsteuer des Monats Dezember ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen über dem Vorjahresniveau. Der Passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet die Einnahmen aus Software-Wartungsverträgen (Updates und Support), die über die fest vereinbarte Laufzeiten abgegrenzt werden. 2.2.6 Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres4flows Anspruch, die beste Lösung für jeden Kunden, hohe Effizienz in allen Prozessen und eine ständige Innovation auch der eigenen Leistungen zu realisieren, spiegelt sich in zahlreichen Auszeichnungen wider. > Auszeichungen durch Gartner: o 4flow wurde in den Gartner® Market Guide 2021 als Spezialist für Supply-Chain-Strategie, -Planung und Operation Consulting * aufgenommen ( * Michael Dominy, 10. November 2021)15 o 4flow wurde in den Gartner® Hype Cycle™ für Supply-Chain-Exekution-Technologien 2021 ** aufgenommen ( **Dwight Klappich, 6. Juli, 2021)16 o 4flow wurde von Gartner® im Report "Europe Context: Magic Quadrant für Transportmanagementsysteme *** als "namhafter Anbieter" benannt ( *** Oscar Sanchez Duran, Bart De Muynck, Brock Johns, Carly West, 31. März 2021)17 > 4flow wurde nach ISO 45001 zertifiziert, ein international anerkannter Standard des aktuellen Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagements.18 > 4flow hat erstmals die Auszeichnung "MINT Minded Company" erhalten. Mit diesem Siegel zeichnet die Initiative "MINT Zukunft schaffen" gemeinsam mit audimax MEDIEN Arbeitgeber aus, die MINT-Talente fördern.19 > Leading Employer 2021: Laut einer Metaanalyse des Institute of Research & Data Aggregation aus Datenquellen wie Arbeitgeberbewertungen auf kununu, LinkedIn, Indeed und Glassdoor gehört 4flow zu den Top 1 % der deutschen Arbeitgeber in Bezug auf Teamzufriedenheit und Möglichkeiten der Weiterbildung und Förderung.20 > 4flow wurde erneut von der Arbeitgeberplattform kununu und der Medienmarke freundin als "familienfreundlichster Arbeitgeber" ausgezeichnet. 4flow ist auch 2021 unter den Top 10 in der Branche "Transport, Verkehr und Logistik".21 Auch das Jahr 2021 war insbesondere für den Bereich Event-Kommunikation herausfordernd, die Möglichkeit zur Teilnahme und Ausrichtung an Präsenzveranstaltungen bzw. der Teilnahme an Messen und Kongressen war mit hohen Unsicherheiten belegt. Dennoch hat 4flow eigene Veranstaltungen in den 4flow-Zielregionen geplant und ausgerichtet. Als Präsenzveranstaltungen fanden beispielsweise der Supply Chain Round Table Shanghai und der 4flow Logistics Day Shanghai statt. Darüber hinaus hat 4flow neue digitale Formate konzipiert und umgesetzt, wie verschiedene 4flow Digital Dialogs und erstmals einen digitalen 4flow software customer day. Auch hat 4flow das erfolgreiche Format der Webinare erneut eingesetzt und weiterentwickelt, in diesem Jahr gab es zum Beispiel eine Automotive-Webinar-Reihe mit dem 4flow-Partner Kinaxis, desweiteren konnten Fachthemen wie Lagerautomatisierung und Künstliche Intelligenz in der Intralogistik platziert werden. Auch war 4flow u.a. aktiver Teilnehmer an folgenden Veranstaltungen, Kongressen und Messen, Logistics Summit 2021, CSCMP Edge 2021, Deutscher Logistik Kongress 2021, BMW Supplier Diversity Conference 2021, Logipharma 2021. Die Chancen, die hybride Veranstaltungen mit sich bringen, konnten genutzt werden. 4flow hat das neue Corporate Design mit Go-Live Ende Oktober 2020 weiterentwickelt, u.a. durch Umsetzung eines neuen Slide-Design-Templates (PPT) sowie der Anpassung und Optimierung aller Unterlagen und Online-Kanäle. 3. Risiko- und ChancenberichtDie 4flow AG ist als global agierender Anbieter für Software und Beratungsleistungen im Logistikbereich, der in verschiedenen Branchen und Märkten aktiv ist, unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Diese sind unmittelbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden und können somit die Umsetzung der Unternehmensstrategie, sowie die Zielerreichung des Unternehmens beeinflussen und zu negativen, aber auch positiven Abweichungen von der dargestellten Prognose führen. Das Risikomanagement ist fester Bestandteil der wertorientierten und auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Unternehmensführung und liegt daher im Verantwortungsbereich des Vorstands. Es wird als Identifizierung, Bewertung und Bewältigung von Risiken verstanden und basiert im Wesentlichen auf einem klar definierten Qualitätsmanagement, Kontroll- und Steuerungsinstrumenten sowie auf einem Controlling, das durch Kennzahlen, Analysen und betriebswirtschaftlichen Auswertungen über die wirtschaftliche Situation des Unternehmens und mögliche Risikopotentiale zeitnah und regelmäßig informiert. Die interne Risikoberichterstattung an den Vorstand erfolgt laufend im Rahmen der Abstimmungen zum operativen Tagesgeschäft, in welches der Vorstand stark eingebunden ist. Das Risikomanagement ermöglicht neben der Bewertung und Bewältigung von Risiken auch das frühzeitige Erkennen von Möglichkeiten im Markt und deren zeitnahe Nutzung. Die wesentlichen internen und externen Risiken und Chancen werden nachfolgend erläutert. 3.1 Auftrags- und Akquisitionsrisiken und -chancenFür das Jahr 2022 wird zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts ein Wachstum der Wirtschaftsleistung in Deutschland in Höhe von 3 % erwartet. Dabei wird davon ausgegangen, dass die aktuell vorherrschende Omikron-Infektionswelle die wirtschaftliche Erholung nur temporär unterbricht.22 Die letzte Schätzung des IMF geht von einem Wachstum der Weltwirtschaft um 4,4 % aus, dies sind 1,5 % weniger als der im Jahr 2021 erzielte Wert. 23 Das weltwirtschaftliche Umfeld wird dabei insbesondere durch den Russland-Ukraine Krieg sowie Risiken im Immobiliensektor in China als äußerst risikobehaftet eingeschätzt. Ebenso wird mit einer erhöhten Inflation gerechnet. 24 Inwieweit es durch Berücksichtigung dieser Risiken zu Änderungen in den erwarteten Wachstumsprognosen kommt, ist zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts nicht abschätzbar. Die aktuelle politische und davon abgeleitet makro-ökonomische Situation birgt Risiken (allerdings auch Chancen) in Hinblick auf die Entwicklung der Logistikbranche. Grundsätzlich bietet die zumindest auf lange Sicht weiter fortschreitende Vernetzung der Weltwirtschaft positive Aussichten für den Wirtschaftsbereich Logistik. Sollten die oben genannten Risiken zu einer deutlichen Reduktion des wirtschaftlichen Wachstums führen oder eine Rezession einleiten, würde dies aus Sicht des Vorstands nicht unwesentliche Auftrags- und Akquisitionsrisiken nach sich ziehen, da zu erwarten wäre, dass für das Unternehmen große Kundengruppen, wie der Fahrzeugbau oder die Luftfahrt betroffen wären. Jedoch bieten sich, insbesondere auch dann, wenn eine tiefe Rezession als Folge der oben genannten Risiken nicht eintreten sollte, signifikante Chancen für das Jahr 2022. Das integrierte Geschäftsmodell der 4flow AG bietet ihren Kunden die nachhaltige Optimierung ihrer Supply Chains. In Hinblick auf die fortwährend steigende Komplexität im gesamten Logistikwirtschaftsbereich gewinnt diese zunehmend an Bedeutung. Durch Leistungen im Bereich der Logistikberatung, Logistiksoftware sowie, durch Tochtergesellschaften, des Logistikmanagements, generiert die Gesellschaft für ihre Kunden messbare Resultate in Form von gesteigerter Effizienz, Kostenoptimierung und Flexibilisierung der Lieferketten. Das etablierte Organisationsmodell der Gesellschaft mit ihrer Business-Line- und Business-Unit-Struktur sowie der hohe Einsatz im Bereich Business Development und Vertrieb unterstützen weiterhin die strukturelle Bearbeitung bestehender Märkte und die Gewinnung neuer Kunden und Branchen sowie die Vertiefung bestehender Kundenbeziehungen. Auch die fortschreitende Internationalisierung der Gesellschaft und die damit einhergehende Erschließung weiterer Märkte führt zu einer zusätzlichen Diversifizierung des Geschäftes und damit zu einer Absenkung des potenziellen Risikos. 3.2 Vergütungsrisiken und -chancenIn Anbetracht der Auswirkungen der Corona-Pandemie und des Russland-Ukraine-Kriegs auf wesentliche Kundengruppen der 4flow AG und eines sich verschärfenden Wettbewerbs im Logistik- und Beratungsmarkt sowie der weiterhin wachsenden Unsicherheiten hinsichtlich der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung können Preisrisiken grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Durch ihre klare Positionierung am Markt und ihre Strategie der Kundenorientierung und Qualitätsführerschaft war die Gesellschaft in Vorjahren in der Lage, positive Preiseffekte zu realisieren und aufgrund ihrer Ertragslage auch negative Preiseffekte zu bewältigen. Die Geschäftstätigkeit der 4flow AG im Geschäftsbereich Beratung ist überwiegend projektorientiert. Einzelne Projekte können dabei durch ihre Volumina und Vertragsstrukturen eine jeweils signifikante Bedeutung für die Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft erlangen. Die Steuerung projektimmanenter Risiken wie die termin- und aufwandsgerechte Fertigstellung ist daher ein wesentlicher Bestandteil des im Unternehmen angewandten Risikomanagements. 3.3 Wettbewerbsrisiken und -chancenDer Vorstand der Gesellschaft rechnet auch im Geschäftsjahr 2022 mit einem hohen Vertriebsaufwand, um avisierte Auftragsvolumina trotz Auswirkungen des Russland-Ukraine-Kriegs und der Corona-Pandemie sowie des sich verschärfenden Wettbewerbs zu erreichen. Die Fortführung und Vertiefung von Vertriebspartnerschaften bilden daher neben dem Auf- und Ausbau neu erschlossener Branchen die wesentlichen Bestandteile der Unternehmensstrategie zur Realisierung der Vertriebsziele. Die Gesellschaft hat sich eine hohe Bekanntheit am Markt für Logistikberatung und -software erarbeitet, welche auch im Geschäftsjahr 2022 durch gezielte Marketingaktivitäten verstärkt und erweitert werden soll. Das von der Gesellschaft entwickelte Softwareprodukt 4flow vista® weist weiterhin wichtige Alleinstellungsmerkmale, wie die selbst entwickelten Optimierungsalgorithmen und die vertikal und horizontal integrierte Transport- und Netzwerkplanung, auf. Die deutliche Abgrenzung von Konkurrenzprodukten bietet bedeutsame Potentiale für eine positive Geschäftsentwicklung. Ein Wettbewerbsrisiko besteht prinzipiell in der möglichen Entwicklung von Nachahmungsprodukten. Aufgrund der benötigten Entwicklungszeiten für Produkte mit einem entsprechenden Reifegrad sind trotz der Anstrengungen einiger Mitbewerber zurzeit sehr wenige Unternehmen im deutschen Markt zu beobachten, die mit ihren Produkten die Alleinstellung der 4flow AG hinsichtlich 4flow vista® gefährden könnten. Für den Markt in den USA sind Konkurrenzprodukte für Teilanwendungen von 4flow vista® zu beobachten. 3.4 Softwareentwicklungsrisiken und -chancenDie 4flow AG entwickelt und vertreibt das Hauptprodukt 4flow vista® als Standardsoftware zur Logistikplanung und -optimierung und nimmt das Wahlrecht zur Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögenswerte für ein neu zu entwickelndes Softwaremodul in Anspruch. Entwicklungskosten werden aktiviert, wenn ein neu entwickeltes Produkt oder Verfahren eindeutig abgegrenzt werden kann, technisch realisierbar und entweder die eigene Nutzung oder die Vermarktung vorgesehen ist. Weitere Voraussetzungen für die Aktivierung sind die voraussichtliche Erzielung eines künftigen wirtschaftlichen Nutzens und eine zuverlässige Bewertung des Vermögenswertes. Die Investitionen in die Softwareentwicklung und die Erweiterung der vorhandenen Standardlösungen können unterschiedlichen Risiken unterliegen. So könnten Softwareprodukte und Services den hohen Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen von 4flow nicht vollkommen gerecht werden oder Kundenerwartungen und Markanforderungen nicht umfassend erfüllen. Fehler, Verzögerungen und Kostenüberschreitungen bei der Entwicklung und Einführung neuer Standardlösungen können negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit und die Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben und auch zu einem Wertminderungsbedarf für aktivierte Entwicklungskosten führen. Diesen Risiken wirkt die Gesellschaft durch ein umfangreiches Projektmanagement, eine enge und kontinuierliche Abstimmung mit Kunden sowie strengen Qualitätssicherungsmaßnahmen entgegen. Die bisherigen Entwicklungsleistungen belegen die Wirksamkeit dieser Maßnahmen. Der Vorstand schätzt mögliche Risiken im Bereich Softwareentwicklung daher als gering ein, sieht jedoch hohe Geschäftspotentiale in der Vermarktung weiterer Standardsoftwarelösungen für die automatisierte Transportplanung, welche - wegen des integrierten Geschäftsmodells - auch Chancen für die Ausweitung der weiteren Geschäftsbereiche der 4flow-Unternehmensgruppe bieten. 3.5 Personalrisiken und -chancenDer wirtschaftliche Erfolg der 4flow AG ist wesentlich von ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und deren Know-how abhängig. Zur Realisierung des mittel- bis langfristig angestrebten Wachstums ist der weitere Ausbau des Mitarbeiterstamms wesentlich. Der Wettbewerb um hochqualifizierte Mitarbeiter und Führungskräfte ist allerdings nach wie vor sehr stark und wird nach Einschätzung des Vorstands vor dem Hintergrund des demographischen Wandels eher zunehmen. Die künftige erfolgreiche Entwicklung der Gesellschaft hängt daher auch davon ab, inwiefern es gelingt, geeignete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen, zu integrieren und langfristig an die Gesellschaft oder den 4flow-Konzern zu binden. Die Unternehmensstrategie und die vorhandenen Personalinstrumente berücksichtigen solche Personalrisiken, tragen zu einer gezielten Personalgewinnung, -bindung und -entwicklung sowie der Know-how-Sicherung bei. Die Unternehmenskultur und das Talentmanagement von 4flow ermöglichen hervorragende Arbeitsbedingungen und optimale Entwicklungsmöglichkeiten für alle Mitarbeiter. Auch die kontinuierlich wachsende Bekanntheit von 4flow und die Zusammenarbeit mit Universitäten sind bedeutende Faktoren für den nachhaltigen Ausbau des Mitarbeiterstamms. Die Rekrutierung exzellenter Mitarbeiter, die die Anforderungen der 4flow AG erfüllen, bleibt eine herausfordernde Aufgabe, der die Gesellschaft im Jahr 2022 mit verstärkten Anstrengungen im Bereich des Personalmarketings begegnen wird. 3.6 Finanzwirtschaftliche Risiken, Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den von der 4flow AG verwendeten Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs vor finanziellen Risiken aller Art. Bei dem Management von Finanzpositionen wird eine konservative Risikopolitik verfolgt. Zinsrisiken entstehen aus einer Veränderung des Zinsniveaus und können Finanzschulden und Geld- bzw. Wertpapieranlagen betreffen. Eine Minimierung der Zinsrisiken wird durch ein konzernweites Cash-Management und originäre Finanzgeschäfte angestrebt, durch die eine Reduzierung des Fremdfinanzierungsvolumens und eine Optimierung der Geldanlagen mit positiven Auswirkungen auf das Zinsergebnis erreicht werden. Zum 31.12.2021 bestanden zinstragende Schulden aus einem von der Tochtergesellschaft 4flow management GmbH ausgereichten Intercompany-Darlehen. Finanzwirtschaftliche Risiken durch Veränderungen von Zinskursen sind als unwesentlich einzustufen. Offene Risikopositionen bestehen derzeit nicht. Unter Kreditrisiko wird das Risiko des Zahlungsausfalls eines Kunden oder Vertragspartners verstanden, welches dazu führt, dass in der Bilanz ausgewiesene Vermögenswerte, Finanzanlagen oder Forderungen einer Wertberichtigung unterzogen werden müssen. Demnach ist das Risiko auf den Buchwert dieser Vermögensgegenstände beschränkt. Kreditrisiken resultieren für die Gesellschaft im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, denen durch eine regelmäßige Bonitätseinschätzung der Kunden und ein effizientes Forderungsmanagement begegnet wird. Darüber hinaus bildet die Gesellschaft hierfür regelmäßig eine ausreichende Risikovorsorge. Das Risiko kann jedoch insgesamt als begrenzt angesehen werden, Anhaltspunkte für Zahlungsausfälle liegen trotz der aktuellen Corona-Pandemie derzeit nicht vor. Liquiditätsrisiken resultieren aus einer mangelnden Verfügbarkeit liquider Mittel zur fristgerechten Erfüllung finanzieller Verpflichtungen. Solche Risiken können sich für die Gesellschaft aus den beauftragten Projekten ergeben, da diese oftmals eine gewisse Vorfinanzierung erfordern, die gegebenenfalls auch zu einer Anspannung der Liquiditätslage führen kann. Aufgrund der soliden Finanzierung der Gesellschaft sowie der 4flow-Unternehmensgruppe ist das Liquiditätsrisiko jedoch als gering einzustufen, jedoch letzten Endes abhängig von Länge und Umfang der Auswirkungen der Corona-Pandemie. Die Gesellschaft verfügt über ungenutzte Kreditlinien. Eine vorausschauende Liquiditätsplanung, die vorhandene Liquidität sowie die bestehenden Kreditlinien gewährleisten die derzeitige Zahlungsfähigkeit. Vor dem Hintergrund der fortschreitenden Internationalisierung der Gesellschaft sind finanzwirtschaftliche Risiken durch Veränderungen von Wechselkursen nicht auszuschließen, jedoch derzeit noch unwesentlich. Im Berichtsjahr wurden im Saldo Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von 82 T€ (2020: Erträge in Höhe von 6 T€) realisiert. Die Gesellschaft prüft anlassbezogen den Abschluss von Sicherungsgeschäften, die aufgrund der Umsatzvolumina derzeit nicht bzw. nur kurzfristig und in einem kleineren Umfang sinnvoll erscheinen. 3.7 GesamtbewertungDie Gesamtrisikolage der Gesellschaft unter Berücksichtigung möglicher Interdependenzen zwischen den Risiken und Chancen hat sich nach Einschätzung der Geschäftsführung gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. Die Geschäftsführung erwartet, dass bestehende Risiken, die aus den Implikationen der Corona-Pandemie resultieren, eher abnehmen werden. Dies sollte die Auftrags- und Akquisitionsrisiken des Vorjahres reduzieren. Gleichzeitig erwartet die Geschäftsführung, dass insbesondere makro-ökonomische Risiken, die aus dem Russland-Ukraine-Krieg resultieren, in erheblichen Maße zur Unsicherheit in der Weltwirtschaft beitragen und insofern eine eventuell hieraus resultierende Rezession negative Auswirkungen auf die Gesellschaft haben können. Aus den resultierenden logistischen Komplexitäten des Kriegs erheben sich hingegen auch Chancen für zusätzliche Aufträge und erhöhte Transaktionsvolumina. In Summe erwartet die Geschäftsführung eine im Wesentlichen zum Vorjahr unveränderte Risiko- und Chancenlage. Alle bestehenden Risiken sind aber - insbesondere aufgrund der sehr guten Ertrags- und Finanzlage der vorangegegangenen Wirtschaftsjahre - beherrschbar. Risiken, die allein oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind weder zum Bilanzstichtag noch zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses erkennbar. 4. PrognoseberichtDie im Prognosebericht getroffenen Aussagen sind zukunftsbezogen und beinhalten die zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Berichts bekannten Ereignisse, die nach Einschätzung der Geschäftsführung einen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft haben können. Die tatsächliche Entwicklung kann sowohl in positiver als auch negativer Hinsicht wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen. Eine Prognose ist aufgrund der derzeit nach wie vor hohen Ungewissheit hinsichtlich der weltweiten Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie nun auch des Russland-Ukraine-Kriegs erschwert. Auf Basis der aktuell skizzierten konjunkturellen Entwicklung in Deutschland (Wachstum der Wirtschaftsleistung +3 %) sowie der Weltwirtschaft (Wachstum der Wirtschaftsleistung +4,4 %) ist zu erwarten, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Gesellschaft für das Gesamtjahr 2022 zufriedenstellend darstellen. Der Vorstand der Gesellschaft erwartet, dass sowohl Projektvergaben im Beratungs-, als auch im Softwaregeschäft kundenseitig leicht stärker als in der Vorperiode nachgefragt werden. In Anbetracht der derzeitigen Auftragssituation, aktueller Entwicklungen und der oben genannten Prognosen für das Geschäftsjahr 2022, erwartet der Vorstand der 4flow AG für das Geschäftsjahr 2021 einen leichten Anstieg der Leistungsindikatoren Umsatz, Rohertrag, EBIT-Marge und operativer Cash-Flow mit zusätzlichen Wachstumschancen in 2023. Wir beobachten die weitere Entwicklung, insbesondere vor dem Hintergrund des Russland-Ukraine-Kriegs und der Corona-Pandemie intensiv und könnten notwendige Maßnahmen zeitnah umsetzen.
Kai Althoff, Vorsitzender des Vorstands Stephan Kappel, Vorstand Andreas Kick, Vorstand Julian Schulcz, Vorstand 1 Quelle: Bundesvereinigung Logistik, https://www.bvl.de/service/zahlen-daten-fakten/umsatz-und-beschaeftigung 2 Quelle: Bundesvereinigung Logistik, https://www.bvl.de/service/zahlen-daten-fakten/umsatz-undbeschaeftigung 3 Quelle: Bundesvereinigung Logistik, https://www.bvl.de/service/zahlen-daten-fakten/umsatz-und-beschaeftigung 4 Quelle: The World Bank, https://lpi.worldbank.org/international/aggregated-ranking. 5 Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 020 vom 14. Januar 2022. 6 Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 020 vom 14. Januar 2022. 7 Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 020 vom 14. Januar 2022. 8 Quelle: BDU; Facts & Figures zum Beratermarkt 2022, https://www.bdu.de/news/auswirkungen-des-ukraine-krieges-auf-die-consultingbranche-zurzeit-noch-gering/ 9 Quelle: BITKOM, Presseinformation 11. Januar 2022, https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Bitkom-Branche-waechst-stabil-und-schafft-neue-Jobs. 10 Auf die Ausführungen unter Punkt 1.3 wird verwiesen. 11 Auf den Verbindlichkeitenspiegel im Anhang wird verwiesen 12 Liquide Mittel zzgl. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 13 Auf die Erläuterungen im Anhang zum Eigenkapital wird verwiesen. 14 Auf den im Anhang abgebildeten Rückstellungsspiegel wird verwiesen. 15 https://www.4flow.de/news/single-ansicht-news/article/4flow-im-gartner-market-guide-2021-als-spezialist-gelistet.html 16 https://www.4flow.de/unternehmen/auszeichnungen.html 17 https://www.4flow.de/news/single-ansicht-news/article/gartner-ernennt-4flow-im-maerz-2021-zum-notable-vendor-im-report-europe-context-magic-quadrant-for-transportation-management-systems.html 18 https://www.4flow.de/news/single-ansicht-news/article/iso-45001-zertifizierung-fuer-4flow.html 19 https://www.4flow.de/news/single-ansicht-news/article/4flow-als-mint-minded-company-ausgezeichnet.html 20 https://www.4flow.de/news/single-ansicht-news/article/4flow-zum-leading-employer-2021-gekuert.html 21https://www.4flow.de/news/single-ansicht-news/article/4flow-erneut-als-familienfreundlicher-arbeitgeber-gekuert.htm 22 Quelle: DIW Berlin; Pressemitteilung vom 23. Februar 2022. 23 Quelle: IMF, World Economic Outlook Update vom Januar 2022. 24 Quelle: DIW Berlin; Pressemitteilung vom 23. Februar 2022. BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
EigenkapitalspiegelEntwicklung des Eigenkapitals vom 01.01.2021 bis 31.12.2021der 4flow AG
AnhangI. Allgemeine Angaben zum UnternehmenII. Erläuterungen zum JahresabschlussIII. Erläuterungen zur BilanzIV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungV. Sonstige AngabenVI. ErgebnisverwendungVII. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des GeschäftsjahresI. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die 4flow AG hat ihren Sitz in Deutschland, 10587 Berlin, Hallerstr. 1. Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg zu HRB 75560 geführt. Die Gesellschaft ist nach den Regelungen des § 267 HGB eine große Kapitalgesellschaft. II. Erläuterungen zum Jahresabschluss(1) Allgemeines Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend waren die Vorschriften des Aktiengesetzes zu beachten. Die allgemeinen Vorschriften der §§ 238 bis 263 HGB für alle Kaufleute sowie die ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften gem. §§ 264 ff. HGB wurden beachtet. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. (2) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Das Aktivierungswahlrecht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens gem. § 248 Abs. 2 HGB wird in Anspruch genommen. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden aktiviert, wenn ein neu entwickeltes Produkt oder Verfahren eindeutig abgegrenzt werden kann, technisch realisierbar und entweder die eigene Nutzung oder die Vermarktung vorgesehen ist. Weitere Voraussetzungen für die Aktivierung sind die voraussichtliche Erzielung eines künftigen wirtschaftlichen Nutzens und eine zuverlässige Bewertung des Vermögenswertes, welche durch das Projektcontrolling der Gesellschaft sichergestellt ist. Die Entwicklungskosten werden gem. § 255 Abs. 2a HGB mit den bei der Entwicklung anfallenden Herstellungskosten zu Vollkosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Im Herstellungszeitraum angefallene Fremdkapitalzinsen wurden nicht einbezogen. Die Entwicklungskosten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den aktivierten Eigenleistungen ausgewiesen. Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögenswerte werden über ihre voraussichtliche betriebliche Nutzungsdauer planmäßig linear pro rata temporis ab dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Verwendungsmöglichkeit abgeschrieben. Forschungskosten werden als Aufwand in der Periode ihrer Entstehung erfasst. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten angesetzt und werden planmäßig nach Maßgabe ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear pro rata temporis abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die beweglichen Anlagegüter werden nach Maßgabe ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear pro rata temporis abgeschrieben. Die Abgänge werden zu Anschaffungskosten abzüglich aufgelaufener Abschreibungen zum Zeitpunkt ihres Ausscheidens erfasst. Bewegliche Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens von geringem Wert werden in Anlehnung an die steuerliche Vorschrift des § 6 Abs. 2 EStG bewertet. Zugänge zum Sachanlagevermögen bis € 250,00 ohne Umsatzsteuer werden sofort aufwandswirksam verrechnet. Bewegliche abnutzbare Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten über € 250,00 und bis € 800,00 werden sofort abgeschrieben. Gegenstände des Sachanlagevermögens mit Anschaffungskosten von mehr als € 800,00 ohne Umsatzsteuer werden aktiviert und linear abgeschrieben. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert bilanziert. Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind mit ihren Anschaffungskosten bzw. mit den ihnen beizulegenden niedrigeren Werten angesetzt. Die Bestände des Vorratsvermögens sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Die unfertigen Leistungen wurden zu Herstellungskosten bewertet. Diese enthalten die nach § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB aktivierungspflichtigen Einzel- und Gemeinkosten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nominalwert bzw. zum niedrigeren Stichtagswert gemäß § 253 Abs. 4 HGB bewertet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch einen pauschalen Abschlag in Höhe von 1 % des nicht einzelwertberichtigten Forderungsbestands Rechnung getragen. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nominalwerten angesetzt. Eigene Anteile werden in Höhe des rechnerischen Anteils am Grundkapital von dem gezeichneten Kapital abgesetzt; der verbleibende Betrag der Anschaffungskosten wird mit dem übrigen Eigenkapital verrechnet. Im Fall der Veräußerung der eigenen Anteile werden das gezeichnete Kapital bzw. das übrige Eigenkapital wieder erhöht. Übersteigt der Veräußerungspreis die ursprünglichen Anschaffungskosten wird dieser Teilbetrag in die Kapitalrücklage eingestellt. Anschaffungskosten werden aufwandswirksam erfasst. Nebenkosten der Veräußerung sind Aufwand des Geschäftsjahres. Investitionszuschüsse werden als Sonderposten für Investitionszuschüsse passiviert. Die ertragswirksame Auflösung erfolgt linear entsprechend der Nutzungsdauer der begünstigten Vermögensgegenstände. Bei der Bildung der Rückstellungen wird den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten sowie drohenden Verlusten aus schwebenden Geschäften angemessen Rechnung getragen. Sie sind in der Höhe bewertet, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung der Verpflichtung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre auf den Bilanzstichtag abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden am Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Zum Bilanzstichtag eingetretene Kursgewinne und Kursverluste werden realisiert, soweit die Restlaufzeit der Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten bis zu einem Jahr beträgt. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden Vermögensgegenstände mit dem niedrigeren und Verbindlichkeiten mit dem höheren relevanten Stichtagskurs angesetzt. Wertaufholungen erfolgen unter Beachtung des Anschaffungskostenprinzips. III. Erläuterungen zur Bilanz(3) Anlagevermögen Zur Entwicklung des Anlagevermögens per 31.12.2021 wird auf den als Anlage 1 beigefügten Anlagenspiegel verwiesen. Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten des Geschäftsjahres betrug T€ 6.884 (Vorjahr: T€ 7.331). Davon entfällt auf die aktivierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ein Betrag in Höhe von T€ 89 (Vorjahr: T€ 117). (4) Umlaufvermögen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten in Höhe von T€ 7.618 (Vorjahr: T€ 4.042) solche aus Lieferungen und Leistungen. Alle Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden in Höhe von T€ 160 (Vorjahr: T€ 179) solche mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und solche, die rechtlich nach dem Bilanzstichtag entstehen, in Höhe von T€ 52 (Vorjahr: T€ 9) ausgewiesen. (5) Eigenkapital Das Gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt zum 31.12.2021 € 97.815 und ist eingeteilt in 54.422 Stammaktien und 28.605 stimmrechtslose Vorzugsaktien, die gemäß § 6 Nr. 1 der Satzung auf den Namen lauten. Nach § 25 der Satzung erhalten die Inhaber von Vorzugsaktien ohne Stimmrecht aus dem jährlichen Bilanzgewinn, der sich aus dem Jahresüberschuss nach Abschreibungen, Wertberichtigungen, Rückstellungen und den vom Vorstand und Aufsichtsrat gebildeten Rücklagen sowie nach Zahlung etwaiger Rückstände auf Vorzugsdividenden ergibt, eine Vorzugsdividende von 4 % des auf die Vorzugsaktien ohne Stimmrecht entfallenden anteiligen Grundkapitals. Reicht der verteilbare Bilanzgewinn in einem Geschäftsjahr zur Zahlung der Vorzugsdividende nicht aus, so ist der Rückstand ohne Zinsen aus dem Bilanzgewinn der folgenden Geschäftsjahre in der Weise nachzuzahlen, dass die älteren Rückstände vor den jüngeren zu tilgen sind und die aus dem Gewinn eines Geschäftsjahres für dieses zu zahlenden Vorzugsbeträge erst nach Tilgung sämtlicher Rückstände zu leisten sind. Am 31.12.2021 hält die 4flow I. Beteiligungs GmbH 28.605 Vorzugsaktien an der 4flow AG, die sie erworben hat, um den Mitarbeitern der 4flow AG eine mittelbare Beteiligung einräumen zu können. Im Jahr 2021 hat die 4flow AG Geschäftsanteile an der 4flow I. Beteiligungs GmbH in Höhe von nominal € 633 zu einem Kaufpreis von € 319.089 erworben. Entsprechend des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms erfolgte eine teilweise Veräußerung der Geschäftsanteile in Höhe von nominal € 6.419 an Mitarbeiter zu einem Gesamterlös von insgesamt € 3.235.754. Der rechnerische Wert der eigenen Anteile wurde in der Vorspalte offen von dem Posten "Gezeichnetes Kapital" abgesetzt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem rechnerischen Wert und den Anschaffungskosten der eigenen Anteile wurde mit den freien Rücklagen verrechnet. Kapitalrücklagen Die Kapitalrücklage beträgt zum Ende des Geschäftsjahres T€ 608 und entspricht damit mehr als dem zehnten Teil des Grundkapitals. Auf die Darstellung der Veränderung des Eigenkapitals in der Anlage 2 wird verwiesen. (6) Ausschüttungsgesperrter Betrag Der Gesamtbetrag des ausschüttungsgesperrten Betrages nach § 268 Abs. 8 HGB resultiert aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände und beträgt im Geschäftsjahr T€ 89 (Vorjahr: T€ 117). (7) Sonderposten für Investitionszuschüsse Die Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse haben das Ergebnis des Geschäftsjahres um T€ 11 (Vorjahr: T€ 11) erhöht und werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten sonstige betriebliche Erträge ausgewiesen. (8) Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen nahmen im Berichtszeitraum folgende Entwicklung:
(9) Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten - nach Bilanzposten gegliedert - stellen sich zum Ende des Geschäftsjahres wie folgt dar.
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten - nach Bilanzposten gegliedert - stellen sich zum Ende des Vorjahres wie folgt dar.
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung(1) Periodenfremde Erträge und Aufwendungen
(10) Honorar des Abschlussprüfers Die im Geschäftsjahr als Aufwand erfassten Honorare für den Abschlussprüfer betrugen T€ 30 (Vorjahr: T€ 31) und betreffen die Prüfung des Einzelabschlusses und des Konzernabschlusses der Gesellschaft. V. Sonstige Angaben(11) Aufgliederung der Arbeitnehmerzahl nach Gruppen
Die Mitarbeiter waren in folgenden Bereichen tätig:
(12) Haftungsverhältnisse Verbindlichkeiten aus Bürgschaften bestanden zum 31.12.2021 in Höhe von T€ 450, davon gegenüber einem verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 450 für Kontokorrentverbindlichkeiten. Die Inanspruchnahme der Kontokorrentlinie und damit die Haftung der 4flow AG beträgt zum Bilanzstichtag € 0,00. Für Verpflichtungen eines verbundenen Unternehmens wurde eine Patronatserklärung abgegeben, wonach die 4flow AG sich verpflichtet, das verbundene Unternehmen so auszustatten, dass dieses allen seinen Verpflichtungen aus oder im Zusammenhang mit einem Mietvertrag vollumfänglich und fristgerecht nachkommen kann. Aufgrund der wirtschaftlichen Lage und der aktuellen Geschäftsentwicklung sowie des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten erscheint eine Inanspruchnahme der 4flow AG als sehr unwahrscheinlich. (13) Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Nutzung des Fuhrparks sowie diverser Geräte und Anlagen der Betriebs- und Geschäftsausstattung liegen Operate-Leasing-Verträge zugrunde. Dies trägt zu einer Verringerung der Kapitalbindung bei, führt zu gleichmäßigen Zahlungsabflüssen und belässt das Investitionsrisiko bei dem Leasinggeber. Die hieraus insgesamt resultierenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen am Abschlussstichtag T€ 464 (Vorjahr: T€ 432), wovon T€ 243 (Vorjahr: T€ 200) innerhalb eines Jahres und T€ 221 (Vorjahr: T€ 232) innerhalb von zwei bis fünf Jahren fällig sind.
(14) Geschäftsführung Vorstandsmitglieder der Gesellschaft waren im Berichtsjahr: Herr Kai Althoff, Diplom-Ingenieur, Berlin, Chief Executive Officer (CEO) Vorsitzender Herr Stephan Kappel, Diplom-Kaufmann, Berlin, Chief Financial Officer (CFO) Herr Andreas Kick, Unternehmensberater, Berlin, Chief Operating Officer (COO) Herr Julian Schulcz, Betriebswirt, Berlin, Chief Operating Officer (COO) Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft gehörten im Berichtsjahr an: Herr Dr. Stefan Wolff, Doktor-Ingenieur, Berlin Vorsitzender Herr Christian Berner, Unternehmer, Hamburg Herr Dr. Hans-Robert Greim, Diplom-Ingenieur, München (15) Beteiligungen/Verbundene Unternehmen
1) Umrechnungskurs zum 31.12.2021: € 1,00 entspricht HKD 8,8331 2) Umrechnungskurs zum 31.12.2021: € 1,00 entspricht USD 1,1326 3) Umrechnungskurs zum 31.12.2021: € 1,00 entspricht BRL 6,3099 4) Die Angaben betreffen die vorläufigen Jahresabschlüsse für das Geschäftsjahr 2021 (16) Beteiligungen gemäß § 20 AktG Die 4flow I. Beteiligungs GmbH hat mitgeteilt, dass sie 28.605 stimmrechtslose Vorzugsaktien an der 4flow AG hält. VI. ErgebnisverwendungWir schlagen der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn der 4flow AG für das Geschäftsjahr 2021 in Höhe von € 13.851.164,53 wie folgt zu verwenden: 1. Verteilung an die Aktionäre a) Ausschüttung einer Vorzugsdividende von 4 % des auf die Vorzugsaktien ohne Stimmrecht entfallenden anteiligen Grundkapitals, mithin in Höhe von € 0,05 je Vorzugsaktie bei 28.605 Vorzugsaktien sind das € 1.430,25 b) Ausschüttung einer Dividende von € 80,00 je Vorzugs- oder Stammaktie bei 28.605 Vorzugsaktien und 54.422 Stammaktien sind das € 6.642.160,00 2. Vortrag des verbleibenden Betrags in Höhe von € 7.207.574,28 auf neue Rechnung Der Gewinnverwendungsvorschlag berücksichtigt keine im Besitz der Gesellschaft befindlichen nicht dividendenberechtigten eigenen Aktien zum 31.12.2021. Bis zum Zeitpunkt der Hauptversammlung kann sich die Zahl der dividendenberechtigten Aktien vermindern, soweit eigene Aktien erworben werden. In diesem Fall wird der Hauptversammlung bei gleichbleibendem Dividendenbetrag je dividendenberechtigter Stückaktie ein angepasster Gewinnverwendungsvorschlag unterbreitet werden, der die Veränderung des Bestands an eigenen Aktien zwischen dem 01.01.2022 und dem Zeitpunkt des Gewinnverwendungsbeschlusses berücksichtigt und somit zu einer Erhöhung oder Verminderung des insgesamt an die Aktionäre auszuschüttenden Betrags führt. Der Gewinnvortrag vermindert oder erhöht sich um diese Teilbeträge entsprechend. VII. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des GeschäftsjahresDer seit Jahren andauernde Konflikt zwischen Russland und der Ukraine ist seit dem 24.02.2022 eskaliert; ein Krieg hat mit dem umfassenden Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine begonnen. Dauer und Auswirkungen dieses Krieges auf die Zivilgesellschaft und die Wirtschaft dieser Länder, Europas sowie der ganzen Welt sind derzeit nicht abschätzbar. Für das Consulting- Geschäft der 4flow AG können sich analog der Entwicklung des Gesamtmarkts mittelfristig negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage durch die Verschiebung bzw. Stornierung von Beratungsaufträgen ergeben. Die kurz-, mittel- und langfristigen Auswirkungen dieses Krieges auf die 4flow AG können derzeit aber nicht vollständig abgesehen werden. Die Geschäftsführung beobachtet und reagiert auf die fortlaufende Entwicklung und steuert insoweit die sich hieraus ergebende Risiken für die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft.
Berlin, den 13.04.2022 Der Vorstand Kai Althoff, Vorsitzender des Vorstands Stephan Kappel Andreas Kick Julian Schulcz Anlagespiegel
Bericht des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat hat während des Berichtsjahres die ihm nach den gesetzlichen Bestimmungen und der Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat sich vom Vorstand regelmäßig schriftlich und mündlich über die Entwicklung der Gesellschaft und den Gang ihrer Geschäfte unterrichten lassen und die Geschäftsführung laufend überprüft. Insgesamt fanden im Geschäftsjahr 2021 vier Sitzungen des Aufsichtsrates statt. Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2021 an: Dr. Stefan Wolff (Vorsitzender) Herr Christian Berner, Herr Dr. Hans-Robert Greim. Der vorgelegte Jahresabschluss wurde von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Mazars GmbH & Co. KG, Berlin, unter Einbeziehung der Buchführung und des Geschäftsberichts des Vorstands der Gesellschaft geprüft und den gesetzlichen Bestimmungen und der Satzung entsprechend befunden. Der Bestätigungsvermerk wurde ohne Einschränkungen erteilt. Der Jahresabschluss wurde vom Aufsichtsrat geprüft. Als Ergebnis der Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und den Mitarbeitern der Gesellschaft für deren großartigen Einsatz und die hervorragenden Leistungen im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Berlin, 03. Mai 2022 Der Aufsichtsrat Dr. Stefan Wolff, Vorsitzender des Aufsichtsrates der 4flow AG sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 03.05.2022 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die 4flow AG, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der 4flow AG, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der 4flow AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrates für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichtes, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Daraus hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerkes erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Berlin, 24. April 2022 Mazars
GmbH & Co. KG
Ralf Bierent, Wirtschaftsprüfer Jaqueline Kotynski, Wirtschaftsprüfer |
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