Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 47335
Vorher
TGA Technische Gebäudeausrüstung Berlin GmbH
Eingetragen
15.10.2004
Branche
Herstellung von elektrischem InstallationsmaterialHerstellung von Elektrizitätsverteilungs- und -schalteinrichtungenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Entwicklung und Planung, Herstellung, Vertrieb, Montage, Inbetriebnahme und Service von leit-, automatisierungs- und elektrotechnischen Anlagen, insbesondere für Energieerzeugung, -übertragung und -verteilung, Grundstoff- und Prozessindustrie, Umwelt- sowie Verkehrstechnik; der Erwerb, das Halten und Verwalten sowie die Beratung anderer Unternehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Johannes Heimann
seit 10.2.2022
Prokura
Andreas Schröder
seit 10.2.2022
Prokura
Hans-Joachim Fronzke
seit 3.12.2013
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

95.50% identifiziert4.50% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
95.50%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Leibach Holding GmbHEigenbeteiligung
4.50%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Lelbach Holding GmbH
Germany
1.300.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Elpro GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Elpro GmbH, Berlin

Grundlagen des Unternehmens

Die Elpro GmbH (nachstehend "Elpro") mit Sitz in Berlin ist ein führender innovativer und herstellerunabhängiger Elektro-Anlagenbauer in ausgewählten Infrastruktur-Märkten und gehört in diesen Spezial-Märkten zu den führenden Anbietern in Deutschland. Im verarbeitenden Gewerbe zählen wir zu den größten mittelständischen Unternehmen in Berlin.

Elpro automatisiert verfahrenstechnische Prozesse und realisiert die Automatisierungs- und Elektrotechnik-Infrastruktur von Unternehmen. Das Leistungsangebot gliedert sich in die Sparten Automatisierungs- und Prozessleittechnik, Elektrotechnik im Wechselstrom- sowie Gleichstromsegment, Schaltanlagenbau und Elektromontage sowie Service und Softwareentwicklung.

Unser Leistungsangebot umfasst die gesamte Wertschöpfungskette eines Projektes von der Beratung über Konzepterstellung, Hard- und Software-Engineering, Fertigung und Montage bis zur Inbetriebsetzung. Alle Leistungen werden jeweils auftragsbezogen erbracht und beinhalten, je nach Aufgabenstellung, einzelne, mehrere oder alle Sparten des Leistungsangebotes.

Mit unseren Projekten unterstützen wir unsere Kunden auch bei der Umsetzung ihrer Klimaziele (ESG-Konformität) und leisten damit einen Beitrag zur Erhöhung des Klimaschutzes und der Versorgungssicherheit im Allgemeinen.

Mit dem Trend zu größeren und langjährigen Projekten versuchen unsere Kunden, sich zunehmend Fachkompetenz spezialisierter Unternehmen wie Elpro langfristig zu sichern. Dies ist auch ein starker Vertrauensbeweis der Kunden in unsere Leistungsfähigkeit.

Wir sind hauptsächlich in Deutschland und im EU-Raum tätig.

A. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Auch im Geschäftsjahr 2023 belastete der Ukrainekonflikt, die Energiepreiserhöhung, die Inflation sowie sowie das gestiegene Zinsumfeld die wirtschaftliche Entwicklung. Im Kalenderjahr 2023 sank das BIP (preisbereinigt) um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr.(1)

Die Entwicklung in unseren Märkten ist maßgeblich beeinflusst von den geplanten hohen Investitionstätigkeiten im Rahmen des Ausbaus des Sektors Verkehr durch die Deutsche Bahn AG und den Unternehmen des ÖPNV, dem Gas-Netzaus- bzw. -umbau(2) sowie der sog. Energie- und Wärmewende, die sich positiv auf den weiteren Geschäftsverlauf unserer Gesellschaft auswirken werden.

Die Grundlage der geplanten Investitionen ist der sogenannte Generationenvertrag für das Klima, darin verpflichtet sich die Bundesregierung die CO 2 Emissionen um 65 % bis 2030 und bis 2045 um 100 % zu senken.(3)

Im Bereich Energieverteilung erwarten wir zum Beispiel im Nahverkehr eine Vervielfachung des Ausschreibevolumens durch den Ausbau des Nahverkehrs. Allein die Deutsche Bahn Energy wird in den nächsten acht Jahren in Hamburg und Berlin mehr als € 800 Mio. Auftragsvolumen vergeben.(4)

Die neue Strategie der Deutschen Bahn "Starke Schiene" ist eine Basis für die positive Entwicklung des Geschäftsfeldes Fernverkehr der Elpro GmbH.(5)

Der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) beschlossene Ausbau der erneuerbaren Energien weist ein Wachstum von mehr als 100 % bis 2030 auf.(6)

Weiterhin ist es für die Entwicklung im Bereich Prozessindustrie (im Speziellen Energie und Umwelt) positiv, dass der Ausbau von Power-to-Heat-Anlagen einen wesentlichen Bestandteil der Wärmewende in der Fernwärmeversorgung darstellt.(7)

Im Segment der Prozessindustrie haben sich unsere Aktivitäten im Bereich Wasserstoff mit einigen erfolgreichen Projekten bereits etabliert. Wasserstofftechnologien stellen wesentliche Kernelemente der Energiewende dar, um mit Hilfe erneuerbarer Energien Produktionsprozesse zu dekarbonisieren.(8)

Geschäftsverlauf

Wir blicken auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2023 zurück. Unsere Strategie der fokussierten Ausrichtung auf zukunftsfähige Infrastrukturmärkte der Energie-, Wärme- und Verkehrswende hat sich ausbezahlt.

Der Auftragseingang stieg gegenüber dem Vorjahr um 71 % auf € 111,8. Mio. Gegenüber 2021 haben wir unseren Auftragseingang um 118 % steigern können.

Der Auftragsbestand stieg im Berichtsjahr 2023 um 44 % auf € 148,7 Mio. und hat sich gegenüber 2021 um über 80 % erhöht. Auf der Ertragsseite wird sich dieser Effekt aufgrund unserer längeren Projektlaufzeiten erst in den Folgejahren positiv bemerkbar machen.

Die Gesamtleistung des Unternehmens hat sich gegenüber dem Vorjahr um 5,3 % erhöht, die Wertschöpfung konnte sich um 9,4 % erhöhen. Aufgrund der guten Auftragslage waren die produktiven Kapazitäten ganzjährig ausgelastet.

T€ 2023 2022 2021 VÄ zu 2022 VÄ zu 2021
Auftragseingang 111.757 65.241 51.222 71,3 % 118,2 %
Auftragsbestand 148.691 103.200 80.600 44,1 % 84,5 %
Gesamtleistung 49.989 47.480 44.207 5,3 % 13,1 %
Wertschöpfung 22.287 20.380 18.934 9,4 % 17,7 %

Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Wir konnten im Geschäftsjahr 2023 den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 20 % auf € 51,1 Mio. steigern. Grundlage für die gute Ertragssituation und somit auch für die verbesserte Wertschöpfung bildete im Wesentlichen die Auftragslage in den Bereichen Prozessindustrie und Infrastruktur.

Die Wertschöpfung bzw. der Rohgewinn konnte um 9,4 % auf € 22,3 Mio. gesteigert werden

Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag ca. 36 %

Unsere starke Eigenkapitalausstattung erlaubt weiteres Wachstum.

T€ 2023 2022 2021
Umsatzerlöse 51.147 42.630 40.164
Gesamtleistung 49.989 47.480 44.207
Wertschöpfung 22.287 20.380 18.934
EK-Quote 35,9 % 29,7 % 37,5 %
Anzahl Mitarbeiter 260 265 260

Wir beschäftigen im Jahresdurchschnitt 260 Mitarbeiter (Vorjahr: 265), im Wesentlichen Ingenieure und Facharbeiter. Wir verfügen über eine erfahrene Stammbelegschaft mit durchschnittlich ca. 13 Jahren Betriebszugehörigkeit.

Unsere Aufwendungen für F+E haben im Berichtsjahr ca. 4 % unserer Wertschöpfung betragen.

Finanz-, Vermögens- und Ertragslage

Insgesamt verfügt die Elpro GmbH über eine gute Finanz-, Vermögens-, und Ertragslage.

Vermögens- und Ertragslage

Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2023 beträgt T€ 1.581 und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr deutlich um T€ 1.521 verbessert.

Die Umsatzerlöse sind um 20,0 % auf € 51,1 Mio. (davon Inland € 48,3 Mio. und Ausland € 2,8 Mio., Vorjahr: € 42,6 Mio.) gestiegen.

Das Ergebnis nach Steuern hat € 1,6 Mio. betragen. Im Rahmen der Risikoabschirmung aus der Abwicklung des Russlandgeschäfts haben wir ca. € 1,6 Mio. wertberichtigt, die durch einen entsprechenden Ertragszuschuss von der Muttergesellschaft ausgeglichen wurden.

T€ 2023 2022 2021
Umsatzerlöse 51.147 42.630 40.164
Ergebnis nach Steuern 1.594 74 -37
CF aus lfd. Tätigkeit 12.960 -6.943 3.149
Free Cash Flow 12.786 -7.323 2.620

Die Vermögenslage und die Eigenkapitalsituation bei Elpro sind weiterhin gut.

Das Eigenkapital des Unternehmens ist in etwa zu einem Viertel im Anlagevermögen gebunden, der Rest steht zur Working-Capital-Finanzierung zur Verfügung.

In der Regel fluktuiert unser Net-Working-Capital bzw. Netto-Umlauf-Vermögen (NUV) je nach Finanzierungs- und Abrechnungsstruktur der Projekte im Jahresverlauf, wobei der höchste temporäre Bedarf zwischen Mai und Oktober anfällt. Zum Bilanzstichtag betrug das NUV € -0,6 Mio. gegenüber € 12,7 Mio. im Vorjahr. Ursächlich für den deutlichen Rückgang des NUV den im Wesentlichen die Verringerung der Forderungen aus Lieferung und Leistungen und die Erhöhung der erhaltenen Anzahlungen aufgrund der guten Auftragslage.

Das Capital-Employed hat zum Stichtag insgesamt € 1,5 Mio., das durchschnittliche Capital-Employed hat im Berichtsjahr € 7,6 Mio. (Vorjahr € 11,2 Mio.) betragen.

Bankverbindlichkeiten und das Cash-Management zur Muttergesellschaft decken temporäre Spitzen bei der laufenden Kundenprojektabwicklung ab.

T€ 2023 2022 2021
Anlagevermögen 2.122 2.321 2.269
net-working-capital -605 12.676 5.348
capital employed 1.517 14.997 7.617
Ø capital employed 7.597 11.219 8.089
Liquide Mittel 5.423 1.154 4.864
Bankverbindlichkeiten 0 -2.013 0
cash-Äquivalente * 3.905 -4.875 -3.277
Netto-Liquidität 9.328 -5.734 1.587
Eigenkapital 10.845 9.263 9.204

* aus Cash-Management

Elpro bilanziert jedes Projekt einzeln, von unserem Bautenstand/ Realisierungsstand wird pro Projekt nur der "überzahlte" Anteil als erhaltene Anzahlung auf der Passivseite ausgewiesen

Da Elpro die Bestandsänderungen zu Herstellungskosten bewertet, sind in den unfertigen Erzeugnissen stille Reserven enthalten

Finanzlage

Elpro verfügt über eine gute Ausstattung mit Liquidität und kann ihre Zahlungsverpflichtungen jederzeit mit Skonto erfüllen, sofern die Zahlungsbedingungen des Lieferanten es erlauben.

Die Gesellschaft verfügt zur Finanzierung der Projekte über die Eigenmittel hinaus über einen ausreichenden Kredit- und Avalrahmen bei Banken und Versicherungen.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beläuft sich im Jahr 2023 auf € +13,0 Mio. (Vorjahr: € ./. 6,9 Mio.). Unser Free Cash Flow im Berichtsjahr betrug € 12,9 Mio.

Insgesamt sind die Veränderungen des Working-Capital für uns nur eingeschränkt steuerbar, da projektspezifische Spitzen diese stark beeinflussen.

In einzelnen Marktbereichen gehen unsere Kunden verstärkt dazu über, nach Leistungsfortschritt bzw. Zahlungsplänen zu bezahlen und nicht mehr - wie in der Vergangenheit - Anzahlungen und Zwischenzahlungen zu leisten.

Forschung & Entwicklung

Der Schwerpunkt der F&E-Tätigkeit liegt in den Bereichen Produkte für Verkehrstechnik, E-Mobilität im ÖPNV sowie Energiemanagement. Das Re-Design und die Digitalisierung unserer Produkte für Verkehrstechnik erfolgt zusammen mit internationalen Entwicklungspartnern. Im Berichtsjahr haben wir insgesamt € 0,4 Mio. für F&E aufgewendet, davon wurden T€ 42 aktiviert.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte die Produktentwicklung eines Dioden-Gleichrichters für den Nahverkehr erfolgreich abgeschlossen werden.

Investitionen

Im Berichtsjahr haben wir im Wesentlichen die üblichen Ersatzinvestitionen in Rechentechnik, Software und Arbeitsmittel getätigt.

Geschäftsmodell und Märkte

Elpro ist in ausgewählten Infrastrukturmärkten des Elektroanlagenbaus tätig. Wir arbeiten im Wesentlichen als Systemintegrator und Solution Provider mit hoher branchenspezifischer Kompetenz. Die Tätigkeit unserer Gesellschaft in verschiedenen Geschäftsfeldern schafft einen Risikoausgleich und macht sich bei Auftragsschwankungen ebenfalls positiv bemerkbar.

Unsere Gesellschaft konzentriert sich auf zwei wachstumsstabile Kernmärkte mit sehr guten Geschäftsperspektiven (ergänzt um das dritte Standbein Service), um die zukünftigen Marktchancen besser nutzen zu können:

Die Ausrichtung der Elpro gliedert sich in folgende Segmente und Geschäftsfelder:

Energieverteilung für Infrastruktur und Verkehr Prozessindustrie Service
Wind- und Solarenergie Wärmewende (Power to Heat) Wartung und Instandhaltung
S-Bahn (Nahverkehr) Wasserstoff und Gas Energiemanagementsysteme
OPN (Straßenbahn/U-Bahn)
Deutsche Bahn (Fernverkehr)

1. Energieverteilung (Infrastruktur & Verkehr)

Ausbau Solar- und Windenergie

Der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) beschlossene Ausbau der erneuerbaren Energien weist ein Wachstum von mehr als 100 % bis 2030 auf.(9) Insbesondere in urbanen Zonen ist der Einsatz von E-Mobilität politisch vorgegeben. Insgesamt ist der Bedarf an Elektroenergie in den Ballungsgebieten steigend und damit verbunden der Ausbau der Netze in den Städten.

Der Ausbau der regenerativen Energie in Deutschland führt bei Solar- bzw. Windparks ab einer bestimmten Größe zum Bau von Umspannwerken, die den erzeugten Strom ins öffentliche Netz einspeisen. Hier ist eine spürbare Intensivierung der Nachfrage zu verzeichnen, da durch die Abschaltung der Atomkraftwerke die Stromlücke durch den verstärkten Ausbau von regenerativer Energie geschlossen werden soll.

Öffentlicher (Personen)-Nahverkehr, S-Bahn-Netze Berlin und Hamburg

Der ÖPNV und dessen energetische Versorgung bleibt weiterhin ein stabiles Wachstumsfeld für die Zukunft. Der Ausbau der bestehenden ÖPNV-Infrastruktur ist politisch gewollt und für die nächsten Jahre auch finanziert. Auch ist die bestehende ÖPNV-Infrastruktur stark modernisierungsbedürftig. Besonders in den Städten Berlin und Hamburg ist ein großer Ausbau und die Instandhaltung der Infrastruktur (S-Bahn) in den nächsten Jahren erforderlich.(10)

Elpro gehört in diesem Segment zu den wesentlichen Marktführern. So sind wir an der Modernisierung und Erweiterung des Berliner S-Bahn-Netzes beteiligt und realisieren einen langjährigen Rahmenvertrag mit der Deutschen Bahn AG.

Deutsche Bahn AG

Ein weiteres Wachstumsfeld ist der Ausbau sowie die Instandhaltung des Fernverkehrsnetzes der Deutschen Bahn AG. Die Elpro ist ein qualifizierter und langjähriger Lieferant für dieses Segment.

E-Mobilität (urbane Verkehrswende)

Durch den stark wachsenden Einsatz der E-Mobilität in den urbanen Zonen ist der Bedarf an Elektroenergie in den Ballungsgebieten steigend und damit verbunden der Ausbau der Netze in den Städten.

2. Prozessindustrie

Wärmewende (Dekarbonisierung als Klimaziel)

Zur Erreichung der Klimaziele ist ein deutlicher Rückgang der Nutzung von fossilen Energieträgern in der Strom- und Wärmeversorgung unabdingbar:

Ein wesentlicher Baustein ist dabei der Umbau der deutschen Strom- und Wärmeversorgung, die derzeit stark kohle- und gasorientiert ist. Daher ist der Um- sowie Ausbau des deutschen Wärmenetzes zwingend notwendig.

Fossile Energieträger sind derzeit ein wichtiger Faktor der Stromversorgung, die dabei entstehende Abwärme bildet in Verbindung mit der Kraftwärmekopplung (KWK-Anlagen) die Basis der Wärmeversorgung (Fernwärme) Deutschlands.

Unsere Kraftwerksaufträge haben alle den Hintergrund des Umbaus bzw. der Umstellung der bestehenden Strom- und Wärmeversorgungsinfrastruktur. Viele Energie- bzw. Wärmeversorger möchten auch bis 2030 aus der kohlebasierten Wärmeerzeugung ausgestiegen sein.

Regenerative Energie erzeugt in der Regel keine Wärme. Aus diesem Grund planen Städte und Kommunen, gasbefeuerte Heizkraftwerke, Elektroenergie betriebene Heißwassererzeuger, industrielle Großwärmepumpenanlagen sowie teilweise gasbefeuerte Heizkraftwerke mit der Option wasserstofffähig für die Absicherung der Fernwärmeversorgung zu bauen. Auch spielen Speichersysteme eine zunehmende Rolle. Wie im Gasbereich überprüfen unsere Kraftwerkskunden derzeit ihre Umstellungsstrategie, da Gas als Brückenenergieträger aufgrund der aktuellen politischen Situation überdacht werden muss.

Wasserstoff und Gas

Elpro gehört in Deutschland zu den Marktführern bei der Automatisierung von Gasspeichern und Gasverdichterstationen. In den letzten Jahren konnten wir eine starke Nachfrage in der Branche Gas wahrnehmen, da durch den Kohleausstieg und die immer mehr benötigte Speicherung von Energie der Gassektor eine immer größere Rolle spielt. Trotz aller politischen Randbedingungen wird Gas nach dem Kohle- und Atomausstieg als Brückenenergieträger seine Bedeutung beibehalten.

Der Ukraine-Krieg zwingt die deutsche Gaswirtschaft, zukünftig auch eine Versorgung über LNG (Liquefied Natural Gas) aufzubauen und dies noch schneller als geplant.

Weiterhin haben die Bundesnetzagentur und das Bundesministerium Wirtschaft beschlossen, ein Wasserstoff-Kernnetz bis 2032 mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von ca. € 20 € Mrd., aufzubauen. Davon entfallen ca. 10 % auf unser Marktsegment.(11)

Service / Instandhaltung

Die Erneuerung der vorhandenen energetischen Infrastruktur bleibt konjunkturunabhängig und somit ein stabiles Geschäftsfeld, wobei die Kunden nicht nur im Rahmen der demografischen Entwicklung viel mehr Leistungsbereiche an die Lieferanten outsourcen wollen.

Zunehmend werden auch Neuaufträge mit dem Abschluss langfristiger Serviceverträge inklusive Rufbereitschaft verbunden.

B. Bericht über Risiken und Chancen

Die Risikostrategie von Elpro klassifiziert Risiken anhand ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer möglichen Auswirkungen. Sie legt fest, welche Risiken als akzeptabel gelten und welche Risiken inakzeptabel sind. Die Risikostrategie von Elpro bestimmt, dass nur akzeptable Risiken eingegangen werden dürfen. In der Projektrealisierung werden die Risiken in sogenannten Gates überwacht und regelmäßig überprüft.

Innerhalb unserer Geschäftsbereiche arbeiten wir in verschiedenen Marktsegmenten und schaffen damit einen Risikoausgleich, der sich bei Auftragsschwankungen positiv bemerkbar macht.

Die unternehmenskritischen Prozesse werden auf Unternehmensebene monatlich überwacht. Wesentliche Einzelrisiken, die dem operativen Geschäft entspringen, werden direkt im produzierenden Bereich überwacht. Kern dieser Überwachung ist das Projektcontrolling, welches durch den Bereich kaufmännisches Projektmanagement geführt wird. Die Aufträge werden in verschiedene Kategorien (tiny, light, medium und heavy) eingeteilt und in Abhängigkeit der Größe und des Risikos in verschiedenen Umfängen überwacht.

Operatives Risikomanagement

Eine detaillierte Analyse aller Risikoprojekte wird kontinuierlich durchgeführt und daraus werden entsprechende Maßnahmen abgeleitet. Um die Steuerung und Überwachung der Projekte sicherzustellen, sind sogenannte Quality-Gates installiert, die in allen Phasen (Angebot bis Fertigstellung) der Projektabwicklung durchlaufen werden.

In jedem Gate wird der erfolgreiche Abschluss der vorangegangenen Projektphase überprüft und der Beginn der nächsten Phase evtl. auch unter bestimmten Bedingungen freigegeben oder eine bedingte Wiederholung des Gates initiiert.

Grundsätzlich werden die Risiken weiterhin vorrangig nach ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrem möglichen Umfang bewertet. Mit der Einführung der o. g. Quality-Gate-Prozesse werden Projektrisiken systematisch in die Unternehmensentscheidungsprozesse eingebunden.

Risikobereiche

Neben den allgemeinen operativen Risiken steht unsere Gesellschaft, wie viele andere Marktteilnehmer, folgenden vier Risikobereichen gegenüber:

1.

Personalrisiken aufgrund des allgemein bekannten Mangels an Fachkräften

2.

Beschaffungsrisiken aufgrund von Lieferengpässen auf dem globalen Beschaffungsmarkt

3.

Politischen Risiken aufgrund des gegenwärtigen Ukraine-Krieges sowie der weiteren Krisenherde des zukünftigen Energiekonzeptes für Deutschland durch die Regierung sowie dessen Finanzierbarkeit

4.

Allgemeine Umfeldrisiken aus der allgemeinen Wachstumsschwäche der deutschen Wirtschaft sowie dem stark gestiegenen Zinsumfeld

In der Projektabwicklung hat sich der Fachkräftemangel neben dem Bau und Ausrüstungsbereich auch im Engineering, Einkauf und Projektmanagement noch einmal spürbar verschärft. Dies gilt auch für die Kundenseite, was immer häufiger zu verzögerten Bauabläufen führt.

Im Personalbereich hat Elpro frühzeitig begonnen, sich durch die kontinuierliche und langfristig angelegte Investition in Ausbildung und Nachwuchsförderung den Zugang zu einem angemessenen Potenzial an Fachkräften zu sichern. Trotzdem ist zu erwähnen, dass der Fachkräftemangel ein inhärentes Risiko für die deutsche Industrie darstellt und der Wettbewerb um Fachkräfte zukünftig noch schärfer werden wird.

Der Beschaffungsmarkt hat sich mittlerweile stabilisiert, jedoch sind einzelne Komponenten aufgrund der großen Marktnachfrage bei erneuerbaren Energien ausverkauft und nur schwer auf dem Markt zu beziehen. Montagekräfte aus Osteuropa stehen durch den andauernden Krieg in der Ukraine teilweise nur eingeschränkt zur Verfügung.

Ausfallrisiken bei Kunden sind bei Elpro eher gering, da die breite Kundenbasis und ein stabiler Anteil öffentlicher Auftraggeber die Ausfallrisiken reduzieren. Große Einzelrisiken mindert die Elpro durch die Vereinbarung von Abschlagszahlungen und die Überwachung der Bonität ihrer Auftraggeber.

Bis auf ein Projekt sind unsere bestehenden Bestandsprojekte in Russland im Wesentlichen abgewickelt. Im Rahmen der Restabwicklung stehen wir in ständigem Austausch mit unserem Auftraggeber und Lieferanten, um hier eine Lösung für die Abwicklung/ Beendigung dieses Projekts zu finden.

Das traditionelle, langjährige Russlandgeschäft von Elpro ist beendet und befindet sich aktuell in Abwicklung. Die Beendigung ist bedauerlich, aber finanziell verkraftbar und wird durch hohe Inlandsnachfrage überkompensiert.

Chancen

Elpro ist auf sehr zukunftsträchtigen Geschäftsfeldern und Märkten tätig und für die Zukunft gut aufgestellt. Elpro hat eine gute Kundenstruktur und verfügt über eine anerkannte Fachkompetenz mit entsprechenden erfolgreichen Projektreferenzen.

Dieser strategische Marktausblick wird durch den andauernden Ukraine-Krieg langfristig nicht verändert.

Themen wie Klimawandel, Energie, Wasser und Infrastruktur werden die Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen noch steigern. Dies eröffnet vielfältige Chancen für Elpro und kann deshalb auch in Zukunft weiteres Wachstum generieren.

Insgesamt verfügt Elpro über ein sehr positives Chancen-Risikoprofil, das weiteres Wachstum der Gesellschaft ermöglicht. Die positive Entwicklung des Auftragsbestands ist - trotz Ukraine- und Energie-Krise - ein Vertrauensbeweis unserer Kunden in unsere Leistungsfähigkeit.

C. Prognosebericht

Bereits der inländische Markt bietet ein stabiles Wachstum für die Zukunft. Hinzu kommen Marktanteile im Ausland, über die Elpro einen indirekten Zugang über deutsche Generalunternehmen erlangen kann.

Der Bereich Infrastruktur & Verkehr ist bereits heute für die nächsten Jahre ausgelastet. Der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs wird dieses Segment über Jahre positiv antreiben. Hinzu kommt der hohe Bedarf an Umspannwerken zur Einleitung von nachhaltig erzeugtem Strom in das öffentliche Stromnetz.

Im Bereich Prozessindustrie ist die Umgestaltung der Energie- und Wärmeversorgung der wesentliche Markttreiber. Große Investitionen werden in diesem Bereich vorgenommen werden müssen, um die politischen Vorgaben zu den Klimazielen zu erreichen.

Ein wesentlicher Bestandteil der technischen Umrüstung wird die Elektrotechnik sowie die Automatisierungstechnik mit intelligenter Steuerung sein. In allen Modernisierungen, Ertüchtigungen und Neubauten unserer Kunden ist Elektro-, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik eine wesentliche Komponente.

Wir fokussieren uns auf den deutschen Infrastrukturmarkt. Unser Rückzug vom russischen Markt ist aufgrund unserer gewachsenen Kundenbeziehungen zu Unternehmen, die alle nicht unter Sanktion stehen, zwar bedauerlich, aber finanziell verkraftbar. Durch das expandierende Inlandsgeschäft wird dieser Ausfall aber mehr als kompensiert werden können.

Insgesamt sehen wir uns für die Zukunft gut aufgestellt, was sich auch an dem aktuellen Auftragsbestand (Ende Dezember 2023) von € 148,7 Mio. ablesen lässt, der um 44 % höher ist als am Jahresanfang 2023.

Die Planung für die Folgejahre ist durch den bereits vorhandenen Auftragsbestand stabil abgesichert. Bereits heute sind über 40 % der geplanten Umsätze 2025 und 2026 durch bestehende Aufträge abgedeckt, für 2024 liegt die Abdeckung bereits bei über 70 %. Damit verfügt Elpro über eine gute Ausgangslage für eine positive Geschäftsentwicklung.

Aufgrund unserer bestehenden Auslastung planen wir für das Geschäftsjahr 2024 eine Verringerung unserer Auftragseingänge auf ca. € 76,5 Mio. Ebenfalls gehen wir von einer deutlichen Steigerung unserer Umsatzerlöse sowie der Gesamtleistung aus. Unsere Wertschöpfung wird sich ebenfalls entsprechend deutlich erhöhen.

Das steigende Geschäftsvolumen wird unsere Bilanzsumme erhöhen. Durch Thesaurierung von Gewinnen beabsichtigen wir, unsere EK-Quote weiterhin auf einem Niveau von 25-30 % zu halten.

Unsere Forschungs- und Entwicklungs-Aufwendungen 2024 werden auf Vorjahresniveau bleiben.

Wir planen ebenfalls, die Zahl unserer Mitarbeiter weiter zu erhöhen und an das Wachstum anzupassen.

Aufgrund des hohen Fachkräftemangels ist die Mitarbeiterzufriedenheit für uns ein wesentliches Instrument für unseren Unternehmenserfolg. Daher werden wir in 2024 weiterhin unsere Belegschaft erhöhen, um die Arbeitsbelastung gleichmäßig verteilen zu können. Darüber hinaus werden wir durch z. B. Mitarbeiterevents die Mitarbeiterzufriedenheit und das Zugehörigkeitsgefühl weiter verstärken.

 

Berlin, den 30. April 2024

Elpro GmbH

gez. Abris Lelbach

gez. Ingo Weber

Geschäftsführung

1 vgl. https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html

2 https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Artikel/Energie/gas-erdgasversorgung-in-deutschland.html

3 https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/klimaschutz/klimaschutzgesetz-2021-1913672

4 vgl. https://ir.deutschebahn.com/de/db-konzern/investitionen/

5 vgl. https://ir.deutschebahn.com/de/db-konzern/strategie/unsere-strategie-starke-schiene/

6 vgl. https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Dossier/erneuerbare-energien.html)

7 vgl. https://www.bdew.de/presse/presseinformationen/energiewirtschaft-steht-in-den-startloechern-um-verstaerkt-in-gruene-fernwaerme-zu-investieren/

8 https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Publikationen/Energie/die-nationale-wasserstoffstrategie.html

9 vgl.https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Dossier/erneuerbare-energien.html)

10 vgl.https://ir.deutschebahn.com/de/db-konzern/investitionen/

11 vgl. FNB-Gas e.V., www.fnb-gas.de/wasserstoff-kernnetz

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Elpro GmbH, Berlin

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 2.122.148,66 2.320.499,28
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.628.092,63 1.699.038,54
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 756.667,32 695.640,39
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 871.425,31 1.003.398,15
II. Sachanlagen 394.050,03 471.497,74
1. Technische Anlagen und Maschinen 79.865,13 97.912,13
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 314.184,90 373.585,61
III. Finanzanlagen 100.006,00 149.963,00
Anteile an verbundenen Unternehmen 100.006,00 149.963,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 27.947.771,80 28.737.093,68
I. Vorräte 8.821.721,17 8.528.263,78
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.363.431,18 1.924.616,11
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 20.584.527,93 21.791.043,67
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 5.998,49 6.847,58
4. Geleistete Anzahlungen 1.776.260,81 2.530.273,69
5. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -15.908.497,24 -17.724.517,27
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 13.703.366,19 19.054.554,85
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.627.192,49 18.609.816,15
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 189.189,25 73.805,70
3. Forderungen gegen Gesellschafter 2.486.618,54 473,05
4. Sonstige Vermögensgegenstände 400.365,91 370.459,95
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 5.422.684,44 1.154.275,05
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 109.937,76 110.977,84
30.179.858,22 31.168.570,80

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 10.844.355,63 9.263.205,04
I. Gezeichnetes Kapital 1.300.000,00 1.300.000,00
II. Kapitalrücklage 2.000.000,00 2.000.000,00
III. Gewinnrücklagen 27.520,72 27.520,72
IV. Bilanzgewinn 7.516.834,91 5.935.684,32
B. RÜCKSTELLUNGEN 5.504.633,79 6.140.427,46
1. Steuerrückstellungen 0,00 5.000,00
2. Sonstige Rückstellungen 5.504.633,79 6.135.427,46
C. VERBINDLICHKEITEN 13.830.868,80 15.764.938,30
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 2.012.760,00
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 9.049.875,00 5.043.539,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.065.731,30 3.195.722,38
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.180,68 0,00
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 4.875.046,20
6. Sonstige Verbindlichkeiten 1.707.081,82 637.870,72
30.179.858,22 31.168.570,80

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 51.147.229,71 42.630.407,02
2. Verminderung/ Erhöhung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen und Leistungen -1.206.515,74 4.636.891,97
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 48.480,93 212.392,53
4. Gesamtleistung 49.989.194,90 47.479.691,52
5. Sonstige betriebliche Erträge 2.388.467,39 791.655,32
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 43.783,43)
6. Materialaufwand -27.701.800,53 -27.100.443,08
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -12.126.426,73 -8.466.890,56
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -15.575.373,80 -18.633.552,52
7. Personalaufwand -18.139.422,86 -17.428.246,03
a) Löhne und Gehälter -15.095.749,68 -14.539.222,67
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -3.043.673,18 -2.889.023,36
8. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -298.615,16 -328.550,52
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.365.949,85 -3.195.845,15
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 29.182,33)
10. Erträge aus Beteiligungen 0,00 24.999,00
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 11.711,44 3.663,62
- davon aus der Abzinsung von Rückstellungen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 1.472,46)
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen -64.957,00 0,00
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -226.324,49 -167.502,90
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 1.463,85)
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.805,04 -5.710,92
15. Ergebnis nach Steuern 1.594.108,88 73.710,86
16. Sonstige Steuern -12.958,29 -14.135,03
17. Jahresüberschuss 1.581.150,59 59.575,83
18. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 5.935.684,32 5.876.108,49
19. Bilanzgewinn 7.516.834,91 5.935.684,32

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Elpro GmbH, Berlin

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Unsere Gesellschaft hat ihren Sitz in Berlin. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin Charlottenburg unter HRB 47335 B eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Elpro GmbH wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

II. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden werden im Einzelnen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Für die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wird das Aktivierungswahlrecht nach § 248 Abs. 2 S. 1 HGB in Anspruch genommen. Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswerts ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil verbunden ist und die Kosten des Vermögenswerts zuverlässig bestimmt werden können. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten. Sonstige Wahlbestandteile gem. § 255 Abs. 2 S. 3 HGB werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Darüber hinaus bestehen die Herstellungskosten ausschließlich aus Entwicklungskosten. Diese Vermögensgegenstände werden zu Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer bewertet.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Die Abschreibungen werden linear nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Auf Zu- und Abgänge des Geschäftsjahres werden die Abschreibungen zeitanteilig angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Abschlussstichtag bewertet.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt.

Unfertige Erzeugnisse und Leistungen werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu niedrigeren Zeitwerten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten. Kosten der Verwaltung werden nicht aktiviert. Bestandsrisiken werden durch Abwertungen, gegebenenfalls auch durch Bildung von Rückstellungen, angemessen berücksichtigt.

Geleistete Anzahlungen werden mit ihrem jeweiligen Nennwert bilanziert.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt. Der Abzug erfolgt zum Abschlussstichtag projektbezogen, d. h. die Saldierung wird nur insoweit vorgenommen, als der Bestand an Anschaffungs- und Herstellungskosten und die erhaltenen Anzahlungen denselben Projekten zuzuordnen sind.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel werden zu ihrem jeweiligen Nominalwert angesetzt. Allen erkennbaren Einzelrisiken wurden durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen sowie dem allgemeinen Kredit- und Zinsrisiko durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) wurde zum Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen werden in Höhe der Erfüllungsbeträge angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 wird im Anlagespiegel gesondert dargestellt (vgl. Anlage zum Anhang). Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres.

Für Forschung und Entwicklung hat die Elpro GmbH im Berichtsjahr T€ 423 (Vorjahr: T€ 1.029) aufgewendet. Entwicklungsausgaben wurden i. H. v. T€ 48 (Vorjahr: T€ 212) aktiviert.

Aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ergibt sich nach Abzug der hierauf angefallenen passiven latenten Steuern ein nicht zur Ausschüttung verfügbarer Betrag i. H. v. T€ 529. Der zugrunde gelegte Steuersatz beträgt 30,18 %. Dem ergebenden ausschüttungsgesperrten Betrag stehen frei verfügbare Kapitalrücklagen i. H. v. T€ 2.000 gegenüber. Insgesamt ergibt sich somit für das Geschäftsjahr ein zur Ausschüttung verfügbarerer Betrag i. H. v. T€ 1.103.

Für den aus den gesamten Steuerbe- und -entlastungseffekten resultierenden Überhang wird das Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht ausgeübt. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus steuerlichen Verlustvorträgen.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Name und Sitz von Unternehmen, an denen die Elpro GmbH zum 31. Dezember 2023 Anteile besitzt, lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Name Sitz Anteil am Kapital
%
Eigenkapital (**)
T€
Ergebnis (**) per 31.12.2023
T€
Elpro EFM Drives GmbH Berlin 70 -5 0
Elpro Service GmbH & Co. KG Berlin 100 92 -6
Elpro EPC SRL * Cluj-Napoca, Rumänien 99 0 -2
AGATHON Holding GmbH Wien 100 35 -4
OOO Elpro Rus Moskau 100 108 -39
Elpro UKR UG Berlin 99 0 0
Elpro RUS UG Berlin 99 0 -1

*) 2019 - weitere Jahresabschlüsse liegen noch nicht vor - Gesellschaft in Liquidation.

**) Die Werte für das Eigenkapital und das Jahresergebnis der Gesellschaften basiert auf den vorläufigen Jahresabschlüssen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundenen Unternehmen (T€ 189) betreffen im Wesentlichen den laufenden Geschäftsverkehr.

Die Forderungen gegenüber Gesellschaftern (T€ 2.487) betreffen im Wesentlichen erhaltene Darlehen (T€ 3.990) verrechnet mit Verbindlichkeiten aus der Umsatzsteuer der Monate November und Dezember, die im Rahmen der umsatzsteuerlichen Organschaft bestehen (T€ 1.418).

Die sonstigen Vermögensgegenstände (T€ 400) betreffen im Wesentlichen Vorsteuer im Folgejahr abziehbar (T€ 101), debitorische Kreditoren (T€ 95), Forderungen gegen das Finanzamt aus Forschungszulage (T€ 51) sowie kurzfristige Forderungen aus ausgereichten Darlehen (T€ 56).

Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt T€ 1.300.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen vor allem die verursachungsgerechte Kostenabgrenzung bei teil- und schlussgerechneten Aufträgen (T€ 3.658), Garantie- bzw. Gewährleistungsverpflichtungen (T€ 616) und verschiedene Personalkosten (T€ 1.097).

Verbindlichkeiten

Sonstige Verbindlichkeiten (T€ 1.707) betreffen im Wesentlichen die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus dem Verrechnungsverkehr mit ARGE'n, in denen Elpro federführend tätig ist (T€ 1.348), Verbindlichkeiten aus Steuern (T€ 256) sowie Löhne (T€ 78).

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Umsatzerlöse i. H. v. T€ 48.348 im Inland und i. H. v. T€ 2.799 im Ausland ausgeführt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge (T€ 2.388) betreffen im Wesentlichen einen Ertragszuschuss der Gesellschafterin zum Ausgleich der Kosten aus einem abgebrochenen Lieferauftrag nach Russland (T€ 1.632), Erträge aus der Weiterbelastung von Kosten (u. a. Strom, Mieten, Telefon, T€ 406), aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 85), aus Schadenersatz (T€ 57) und sonstige Sachbezüge aus Kfz-Gestellung (T€ 97).

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung i. H. v. T€ 2 enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung i. H. v. T€ 9 enthalten.

In den Sozialen Abgaben sind Aufwendungen (T€ 7) für die Altersversorgung enthalten.

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen (T€ 11) sind Zinserträge aus Darlehen an verbundene Unternehmen (T€ 5) und Erträge aus Abzinsung von Rückstellungen (T€ 6) enthalten.

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen (T€ 226) sind Zinsaufwendungen aus Darlehen an verbundene Unternehmen (T€ 37), Bankzinsen (T€ 59) und Bürgschaftsprovisionen (T€ 130) enthalten.

Außergewöhnliche Aufwendungen im Geschäftsjahr 2023 stellt eine Einzelwertberichtigung in Höhe von T€ 1.069 dar. Bei dem zugrundeliegenden Auftrag handelt es sich um einen Lieferauftrag an eine russische Gesellschaft. Mit Bekanntgabe des zehnten Sanktionspakets der europäischen Union vom 25. Februar 2023 ergab sich nunmehr der Abwertungsbedarf. Sämtliche Aufwendungen des Geschäftsjahres im Zusammenhang mit diesem Projekt wurden durch einen entsprechenden Ertragszuschuss i. H. v. T€ 1.632 der Muttergesellschaft ausgeglichen.

Der Jahresüberschuss beträgt T€ 1.581. Unter Einbeziehung des Ergebnisvortrages aus dem Vorjahr (T€ 5.936) ergibt sich ein Bilanzgewinn i. H. v. T€ 7.517.

Im Geschäftsjahr sind für die Beurteilung der Ertragslage keine wesentlichen periodenfremden und zugleich außergewöhnlichen Erträge und Aufwendungen entstanden.

V. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen geschäftsübliche Bürgschaften für die Einhaltung der vertraglichen Verpflichtungen bei erhaltenen Aufträgen (T€ 26.645 Avale). Es sind keine Hinweise vorhanden, dass die am Jahresende bestehenden Bürgschaften zu Zahlungsverpflichtungen führen werden.

Die jährlichen Mietverpflichtungen betragen T€ 554 (netto) und die Leasingverpflichtungen T€ 225 (netto).

Durchschnittliche Zahl und Aufgliederung der Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt wurden insgesamt 260 Arbeitnehmer, davon 189 Angestellte und 71 gewerbliche Mitarbeiter beschäftigt (berechnet nach § 267 Abs. 5 HGB).

Abschlussprüferhonorar

Angaben gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB

Die Honorare des Abschlussprüfers des Einzelabschlusses im Geschäftsjahr betrugen:

a) Abschlussprüfung T€ 25
b) Steuerberatungsleistung T€ 1

Geschäftsführung

Im Berichtsjahr waren Geschäftsführer:

Herr Abris Lelbach, Dipl.-Kaufmann, Berlin

Herr Ingo Weber, Dipl.-Ingenieur, Berlin

Die Gesellschaft nimmt die Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch und verzichtet auf die Angabe der im Geschäftsjahr an die Mitglieder der Geschäftsführung gewährten Gesamtbezüge.

Konzernzugehörigkeit

Alleinige Gesellschafterin ist die Lelbach Holding GmbH, Berlin.

Die Elpro GmbH wird in den Konzernabschluss der Lelbach Holding GmbH einbezogen.

VI. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ereignet.

 

Berlin, den 30. April 2024

Elpro GmbH, Berlin

gez. Abris Lelbach

gez. Ingo Weber

Geschäftsführung

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am ... festgestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 (Anlage zum Anhang)

Elpro GmbH, Berlin

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 695.640,39 61.026,93 0,00 756.667,32
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.548.349,16 1.500,00 0,00 3.549.849,16
4.243.989,55 62.526,93 0,00 4.306.516,48
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 942.578,00 0,00 3.505,46 939.072,54
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.180.828,79 91.198,47 80.560,06 2.191.467,20
3.123.406,79 91.198,47 84.065,52 3.130.539,74
III. FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.088.384,65 23.177,00 686.574,40 1.424.987,25
9.455.780,99 176.902,40 770.639,92 8.862.043,47
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.544.951,01 133.472,84 0,00 2.678.423,85
2.544.951,01 133.472,84 0,00 2.678.423,85
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 844.665,87 18.047,00 3.505,46 859.207,41
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.807.243,18 147.095,32 77.056,20 1.877.282,30
2.651.909,05 165.142,32 80.561,66 2.736.489,71
III. FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.938.421,65 64.957,00 678.397,40 1.324.981,25
7.135.281,71 363.572,16 758.959,06 6.739.894,81
RESTBUCHWERTE
31. Dez. 2023
EUR
31. Dez. 2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 756.667,32 695.640,39
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 871.425,31 1.003.398,15
1.628.092,63 1.699.038,54
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 79.865,13 97.912,13
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 314.184,90 373.585,61
394.050,03 471.497,74
III. FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 100.006,00 149.963,00
2.122.148,66 2.320.499,28

Bestätigungsvermerk für das Geschäftsjahr 2023

Elpro GmbH, Berlin

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die Elpro GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Elpro GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Elpro GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 30. April 2024

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Albrecht Richard, Wirtschaftsprüfer

gez. Svenja Stauch, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss wurde am 17.09.2024 festgestellt.

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