Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 40398
Vorher
Fluor Daniel Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
19.3.2001
Branche
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungIngenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und VerkehrsanlagenIngenieurbüros für Tragwerksplanung
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist a) das Engineering und Design, b) die Beschaffung, c) die Planung, Entwicklung, Konstruktion, d) die Fertigung, Modualisierung, Lieferung, Montage und Inbetriebnahme, e) die Reparatur, Modifikation, Assetlntegritätsprüfung und Wartung, f) das Projektmanagement, insbesondere die Vertragsgestaltung und Vertragsdurchführung, die Koordination der Logistik und Lieferantenketten, von industriellen Anlagen und Infrastruktureinrichtungen im In- und Ausland, insbesondere in den Branchen Pharmazie, Chemie, Petrochemie, Gas, Mineralöl-, Energie- und Umwelttechnik, Biowissenschaften, Ernährung, Bergbau, Metalle, Transport und Infrastruktur.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Gerard Verboon
seit 16.5.2024
Geschäftsführer
Carolien van der Lans
seit 25.3.2022
Prokura
Prokura
Marcel Bechger
seit 29.12.2016
Prokura
Frits Sluijter
seit 23.7.2013
Prokura
Maurice J.H. Kuitems
seit 5.11.2002
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Fluor GmbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Grundlagen und Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die Fluor GmbH, Düsseldorf (nachfolgend "Fluor" oder die "Gesellschaft"), erbringt Leistungen in den Bereichen Engineering, Planung, Beschaffung und Baubetreuung, insbesondere in den Branchen Pharmazie, Chemie, Petrochemie, Gas, Mineralöl-, Energie- und Umwelttechnik, Biowissenschaften, Ernährung, Bergbau, Metalle, Transport und Infrastruktur. Die Gesellschaft ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Fluor Enterprises Inc., Irving/USA, und gehört zum global agierenden Konzern Fluor Corporation mit Sitz in Irving/USA. Die Fluor Corporation ist ein großer börsennotierten Engineering-, Beschaffungs-, Bau-, Instandhaltungs- und Projektmanagementkonzern und ist für Kunden in verschiedenen Branchen rund um den Globus tätig. Fluor ist Teil der strategischen Geschäftseinheiten "Energy & Chemicals" und "Advance technology and Life science".

Die Projekte der Gesellschaft werden von verbundenen Unternehmen akquiriert und danach an Fluor als Subunternehmer vergeben. Die Kunden sind überwiegend große Industrieunternehmen. Da die Gesellschaft nur über einen geringen Mitarbeiterbestand verfügt, stellen andere Konzernunternehmen Mitarbeiter zur Verfügung, um diese Projekte abzuwickeln. Teilweise werden Projekte auch über strategische Allianzen mit Dritten durchgeführt.

Die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft ist eng mit dem Fortschritt der aktuellen Projekte verbunden, die eine durchschnittliche Laufzeit von drei Jahren haben. Aufgrund der Anwendung der "Completed Contract-Methode" kann das Jahresergebnis erheblich vom Vorjahr abweichen.

Geschäftsentwicklung und Lage der Gesellschaft

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr ein Projekt abgeschlossen und einen Jahresfehlbetrag von TEUR 1.352 erzielt, wohingegen im Vorjahr ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.077 erwirtschaftet wurde. Die Bruttomarge (Umsatzerlöse ./. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen) lag mit TEUR 4.609 unter der des Vorjahres (TEUR 6.409).

Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag zwei laufende Projekte (Vorjahr: Drei), welche im Folgenden näher beschrieben sind:

DCS Migration Olefins 3 & KTL

Das Hauptziel dieses Projekts besteht darin, das veraltete Steuerungssystem einschließlich der Stromversorgung zu ersetzen, um sicherzustellen, dass die Funktionsfähigkeit und Zuverlässigkeit im erwarteten Bereich liegen.

Bayernoil

Fluor liefert technische Unterstützung für das Investitionsprogramm der Gesellschaft.

Entwicklung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Die Umsatzerlöse stellen den wichtigsten finanziellen Leistungsindikator dar. Da die meisten Dienstleistungen zugekauft werden, sollte die Margenentwicklung der Umsatzentwicklung folgen, sofern keine besonderen Umstände vorliegen.

Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 36.752 auf TEUR 23.625 gesunken. Dies ist auf den Abschluss eines Projektes (Vorjahr 3 Projekte) zurückzuführen. Im Gegenzug stiegen jedoch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 4.163 auf TEUR 8.601, welches auf zum Stichtag unterbliebene Zahlungen von Kunden zurückzuführen ist.

Der Bestand an liquiden Mitteln in Höhe von TEUR 1.577 liegt unter dem des Vorjahres (TEUR 4.350). Dies ist das Ergebnis unvollendeter Projekte und des Jahresfehlbetrages. Die Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2023 aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie aus Liquiditätsreserven finanziert.

Im aktuellen Geschäftsjahr ergibt sich ein Überhang der erhaltenen Anzahlungen über die unfertigen Leistungen in Höhe von TEUR 1.817. Der Überhang wird entsprechend unter den Verbindlichkeiten auf der Passivseite ausgewiesen. Für den Überhang der erhaltenen Anzahlungen ist der Abschluss eines Projektes im Geschäftsjahr 2023 verantwortlich.

Die Rechnungsabgrenzungsposten sind im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 32 auf TEUR 534 gestiegen. Dies ist auf die Abgrenzung von Rechnungen für Pensionskosten zurückzuführen.

Die sonstigen Rückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 124 auf TEUR 591 gestiegen. Grund hierfür ist im Wesentlichen der Anstieg der Rückstellung für ausstehende Rechnungen.

Die Steuerrückstellungen sind von TEUR 531 auf TEUR 481 gesunken, was auf unterjährige Zahlungen zurückzuführen ist.

Im aktuellen Geschäftsjahr ergeben sich Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 556. Grund hierfür waren Probleme mit den Zahlungen eines Kunden, weshalb sich kurzfristig liquide Mittel geliehen werden mussten.

Der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 712 beruht im Wesentlichen auf geringere Kostenweiterbelastungen, die abhängig vom jeweiligen Projektfortschritt sind.

Die Erhöhung der sonstigen Verbindlichkeiten ist zum einen auf eine im Vergleich zum Vorjahr höhere Umsatzsteuerzahllast und zum anderen auf zum Stichtag erfasste Rechnungen für Pensionskosten zurückzuführen.

Die Bilanzsumme hat sich aufgrund der zuvor beschriebenen Entwicklungen um 16,4% auf TEUR 13.254 erhöht und die Eigenkapitalquote beträgt nunmehr 50,9% (Vorjahr: 71,2%).

Im Geschäftsjahr 2023 ergaben sich Umsatzerlöse aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 633 (Vorjahr: TEUR 958), die die Erstattung von Umlagen von indirekten Personalkosten betreffen. Darüber hinaus resultieren die sonstigen betrieblichen Erträge im Wesentlichen aus Kursgewinnen in Höhe von TEUR 204.

Die allgemeinen Verwaltungskosten sind von TEUR 4.000 auf TEUR 5.186 aufgrund von Personalinvestitionen für das zukünftige Wachstum des Unternehmens gestiegen.

Im Vorjahresabschluss wurden für das Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse in Höhe von EUR 41,0 Mio. sowie ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 440 prognostiziert. Tatsächlich wurden im Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 23.625 und ein Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 1.352 erzielt. Grund hierfür sind zwei Projekte, welche ursprünglich im Geschäftsjahr 2023 abgeschlossen werden sollten, welche sich jedoch bis in das Geschäftsjahr 2024 verzögert haben.

Insgesamt war die Geschäftsleitung trotz des schwierigen Geschäftsjahres mit dem Geschäftsverlauf zufrieden.

Geschäftschancen und -risiken

Die Aufträge, die von der Gesellschaft abgewickelt werden, sind überwiegend langfristiger Natur. Im Projektverlauf könnten sich Verzögerungen ergeben oder Unwirtschaftlichkeiten eintreten, die zulasten des Ergebnisses der Gesellschaft gehen. Um den Projektstatus zu überwachen, werden mithilfe von internen Berichts- und Budgetierungssystemen regelmäßige Soll-/Ist-Vergleiche durchgeführt. Darüber hinaus wird im Rahmen des Risikomanagements evaluiert, mit welchen Risiken die Projekte verbunden sind.

Da die Gesellschaft nur über einen geringen Mitarbeiterbestand verfügt, ist sie bei der Projektabwicklung darauf angewiesen, Personal von verbundenen Unternehmen zur Verfügung gestellt zu bekommen. Darüber hinaus besteht eine gewisse Abhängigkeit der Gesellschaft von verbundenen Unternehmen im Bereich der Auftragsakquise, da Fluor vor allem für Projekte des Konzerns eingesetzt wird, die in Deutschland stattfinden.

Risiken aus dem Russland-Ukraine-Krieg werden als gering eingeschätzt, da das Geschäftsmodell auf längerfristigen Aufträgen beruht.

Die Gesellschaft geht für 2024 und 2025 davon aus, in allen Branchen, in denen sie tätig ist, neue Aufträge zu erhalten. Chancen können sich insbesondere aus einem über die bisherige Beauftragung als Subunternehmer hinausgehenden Projektvolumen ergeben.

Bestandsgefährdende Risiken liegen aus Sicht der Geschäftsführung nicht vor.

Ausblick für die Jahre 2024 und 2025

Für den Zeitraum nach dem 31. Dezember 2023 geht die Gesellschaft von der Durchführung weiterer Projekte in der Öl-, Gas-, Energie-, Chemie-, Pharma- und Spitzentechnologie aus. Entsprechend werden für das Geschäftsjahr 2024 Umsatzerlöse in Höhe von EUR 48,0 Mio. prognostiziert. Für das Jahr 2025 geht die Geschäftsführung von Umsatzerlösen in Höhe von EUR 36.7 Mio. aus. Diese Annahmen beruhen auf der Fertigstellung mehrerer bestehender Projekte.

lm Geschäftsjahr 2024 wird ein Jahresfehlbetrag von TEUR 700 und im Folgejahr ein Jahresüberschuss von TEUR 7 erwartet. In 2024 geht die Gesellschaft davon aus, zwei Projekte fertigzustellen und in 2025 kein Projekt.

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 280.754,42 84.461,51
I. Sachanlagen 280.754,42 84.461,51
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 280.754,42 84.461,51
B. Umlaufvermögen 12.439.408,05 11.266.524,35
I. Vorräte 0,00 570.258,99
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 17.130.213,79 17.320.746,73
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 10.862.738,13 6.346.298,07
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.261.701,71 2.111.760,75
2. sonstige Vermögensgegenstände 8.601.036,42 4.234.537,32
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.576.669,92 4.349.967,29
C. Rechnungsabgrenzungsposten 533.842,92 31.737,57
Summe Aktiva 13.254.005,39 11.382.723,43

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 6.752.031,85 8.103.903,67
I. eingefordertes Kapital 1.789.521,59 1.789.521,59
1. Gezeichnetes Kapital 2.172.990,50 2.172.990,50
2. nicht eingeforderte ausstehende Einlagen -383.468,91 -383.468,91
II. Gewinnvortrag 6.314.381,58 5.237.778,73
III. Jahresfehlbetrag 1.351.871,32 -1.076.603,35
B. Rückstellungen 1.071.822,12 997.444,96
C. Verbindlichkeiten 5.430.151,42 2.281.374,80
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 556.462,30
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 923.845,97 1.635.983,25
3. sonstige Verbindlichkeiten 3.949.843,15 645.391,55
Summe Passiva 13.254.005,39 11.382.723,43

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 23.828.422,24 36.979.723,78
2. sonstige betriebliche Aufwendungen 25.154.491,46 35.452.076,66
3. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 16.321,44 16.808,79
4. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 42.123,54 12.582,21
5. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 455.270,35
6. Ergebnis nach Steuern -1.351.871,32 1.076.603,35
7. Jahresfehlbetrag 1.351.871,32 -1.076.603,35

Anhang

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke überwiegend im Anhang gemacht.

Registerinformationen

Die Fluor GmbH, mit Sitz in Düsseldorf, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter der Nummer HRB 40398 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgte unter dem Grundsatz der Unternehmensfortführung (Going-Concern-Prinzip gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips. Die unfertigen Leistungen werden nach der "Completed Contract Methode" bilanziert, so dass Gewinne erst zu dem Zeitpunkt der Fertigstellung der Projekte in der Gewinn- und Verlustrechnung bilanziert werden. Verluste hingegen werden erfasst, sobald ersichtlich ist, dass insgesamt mit einem Verpflichtungsüberschuss zu rechnen ist.

Die Herstellungskosten enthalten den Projekten direkt zurechenbare Gehalts- und Materialkosten, Kosten für bezogene Fremdleistungen sowie angemessene Teile verrechenbarer Material- und Fertigungsgemeinkosten. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden zum Rückzahlungsbetrag angesetzt. Unter Ausübung des Ausweiswahlrechts nach § 266 HGB in Verbindung mit § 268 Abs. 5 S. 2 HGB werden die erhaltenen Anzahlungen offen von den Vorräten abgesetzt. Übersteigen die erhaltenen Anzahlungen den Vorratsbestand vor Absetzung wird der Differenzbetrag unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet.

Die Guthaben bei Kreditinstituten wurden ebenfalls zum Nennwert angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden - soweit vorhanden - abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden unsaldiert ausgewiesen. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls umgerechnet bzw. mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag, soweit es sich um kurzfristige Positionen handelt. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei grundsätzlich das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Einzelnen in einer gesonderten Anlage zum Anhang (Anlagenspiegel) dargestellt.

Die unfertigen Leistungen bestehen ausschließlich aus aktivierungsfähigen Bestandteilen der Projektarbeit.

Die erhaltenen Anzahlungen beinhalten alle bereits geleisteten Zahlungen für Projekte, die auf entsprechenden Verträgen basieren.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstande haben wie im Vorjahr eine Laufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich überwiegend aus einer Forderung gegen die Gesellschafterin, die Fluor Enterprises Inc., Irving, Texas/USA, von TEUR 1.847 (Vorjahr: TEUR 1.720) zusammen, welche auf einer Steuerrückerstattung beruht. Daneben beruhen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen im Wesentlichen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

Das Gezeichnete Kapital der Gesellschaft lautet auf Deutsche Mark und beträgt unverändert DM 4.250.000,00 (dies entspricht umgerechnet EUR 2.172.990,50). Auf das Gezeichnete Kapital wurden zum Bilanzstichtag EUR 1.789.521,59 eingezahlt.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen eine Rückstellung für ausstehende Urlaubstage sowie ausstehende Eingangsrechnungen. Die Steuerrückstellungen enthalten die Körperschaftssteuer und Gewerbesteuer aus Vorjahren. Aufgrund des Jahresfehlbetrages im Geschäftsjahr 2023 ergeben sich keine wesentlichen Veränderungen bei den Steuerrückstellungen.

Verbindlichkeitenspiegel

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 556 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.817 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 139 220
Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 924 1.636
Sonstige Verbindlichkeiten 1.994 426
(davon aus Steuern) (1.369) (342)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (0) (65)
5.430 2.282

Sämtliche Verbindlichkeiten sind nicht besichert und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren - wie im Vorjahr - im Wesentlichen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Wesentlicher Bestandteil der sonstigen betrieblichen Erträge im Geschäftsjahr sind Kursgewinne in Höhe von TEUR 204 (Vorjahr: TEUR 224).

Der Materialaufwand beläuft sich im Geschäftsjahr auf TEUR 15.468 (Vorjahr: TEUR 23.848). Es handelt sich ausschließlich um Aufwendungen für bezogene Leistungen.

Personalaufwand

2023 2022
TEUR % TEUR %
Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.876 82,2 5.105 86,3
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.490 17,8 812 13,7
8.366 100,0 5.917 100,0
Davon für Altersversorgung (TEUR) 187,0 93,0

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von EUR 138.447,55 enthalten.

Außerbilanzielle Geschäfte / Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat wie im Vorjahr keine bedeutsamen außerbilanziellen Geschäfte / sonstigen finanziellen Verpflichtungen.

Sonstige Angaben

Angaben zu Mindeststeuergesetzen

Die Gesellschaft ist in Ländern tätig, welche bis zum Abschlussstichtag Mindeststeuergesetze entsprechend der Vorgaben der OECD

("Säule-2-Gesetzgebung") erlassen haben. Die Mindeststeuergesetze werden zum 1. Januar 2024 wirksam werden. Die Gesellschaft hat die Auswirkungen dieser Steuergesetze auf die Gesellschaft analysiert und rechnet hieraus mit keinen Auswirkungen.

Haftungsverhältnisse

Die Subsidiärhaftung der Gesellschaft aus mittelbaren Pensionsverpflichtungen beläuft sich am Abschlussstichtag auf TEUR 2.149 mit zehnjährigem Durchschnittszinssatz und TEUR 2.220 mit siebenjährigem Durchschnittszinssatz. Da die Unterstützungskasse solvent ist, wird das Risiko der Inanspruchnahme als gering eingestuft.

Die Gesellschaft ist am globalen Cashpooling der Fluor-Gruppe beteiligt. Im Rahmen dieser Vereinbarung sind die Bankguthaben der Gesellschaft gegenüber der Bank Mendes Gans N.V., Amsterdam/Niederlande, verpfändet. Zum 31. Dezember 2023 betragen die Guthaben bei dieser Bank TEUR 1.577. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird aufgrund der hohen Profitabilität der Fluor-Gruppe als gering eingeschätzt.

Mitarbeiter

Während des Geschäftsjahres hat die Gesellschaft durchschnittlich 71 Mitarbeiter (Vorjahr: 52) beschäftigt, die in folgenden Abteilungen tätig sind.

Fluor GmbH - 2023
Abteilung Mitarbeiter Durchschnittlich
Project Execution 68
Construction Execution 3
Total 71

Geschäftsführung

Als Mitglieder der Geschäftsführung waren im Geschäftsjahr 2023 folgende Personen bestellt:

• Dirk Peter Schüler (Geschäftsführer; Verantwortlich für das Büro in Mannheim) bis 05.07.2024

• Tom Bastiaan Duzijn (Geschäftsführer der Fluor B.V., Hoofddorp, Niederlande) bis 16.05.2024

• Mervyn Tracey Sambles (Geschäftsführer; Vizepräsident für Risiko- und Versicherungsmanagement bei Fluor Corporation) bis 02.09.2024

• Gerard Verboon (Geschäftsführer; Verantwortlich für das Büro in Mannheim) seit 16.05.2024

Nur zwei der im Geschäftsjahr beschäftigten Geschäftsführer erhielten ihr Gehalt von der Fluor GmbH. Hinsichtlich der Gesamtbezüge der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans macht die Gesellschaft von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch, da im Geschäftsjahr 2023 lediglich drei Geschäftsführer tätig waren.

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Der Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen, in den die Gesellschaft einbezogen wird, wird von der Muttergesellschaft, der Fluor Enterprises Inc. mit Sitz in Irving, Texas/USA, erstellt und dort veröffentlicht.

Der Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen, in den die Gesellschaft einbezogen ist, wird von der Fluor Corporation mit Sitz in Irving, Texas/USA, erstellt und veröffentlicht.

Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Unsere Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 keine Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen zu marktunüblichen Bedingungen abgeschlossen.

Honorar des Abschlussprüfers

Im Geschäftsjahr 2023 beträgt das Gesamthonorar für Abschlussprüferleistungen des Abschlussprüfers TEUR 64. Für Bestätigungs-, Steuerberatungs- oder sonstige Leistungen wurde kein Aufwand erbracht.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 1.352 zusammen mit dem bestehenden Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 6.314 auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Es gab keine Ereignisse von besonderer Bedeutung, die nach dem Ende des Geschäftsjahres eingetreten sind und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz ausgewiesen sind.

Anlage zum Anhang

Fluor GmbH, Düsseldorf

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungskosten Buchwerte
01.01.2023
EURO
Zugänge
EURO
31.12.2023
EURO
31.12.2023
EURO
31.12.2022
EURO
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 474.838,66 285.875,42 760.714,08 280.754,42 84.461,51

sonstige Berichtsbestandteile

 

Ratingen, 13. Dezember 2024

gez. Gerard Verboon

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 13.12.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Fluor GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Fluor GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Fluor GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 13. Dezember 2024

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