Leybold Real Estate GmbH
Selbe AdresseVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Matthias Fritz seit 9.11.2022 | Geschäftsführer |
Enzo Giuseppe Strappazzon seit 10.8.2022 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Inficon Holding AG | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Inficon GmbHKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Grundlagen der Gesellschaft 1. Geschäftsmodell und Unternehmensstruktur Gegenstand der Geschäftstätigkeit der INFICON GmbH ist die Entwicklung, Fertigung und Vertrieb von Produkten der Mess- und Vakuumtechnik, insbesondere von Dichtheitsprüfgeräten. In verschiedenen Marktsegmenten - von der Automobilindustrie über Kälte- und Klimatechnik bis hin zur Fertigung von Halbleiterbauteilen und Solartechnik - leisten unsere Produkte der Dichtheitsprüftechnik einen Beitrag für mehr Qualität und Sicherheit im Produktionsprozess unserer Kunden. Als Drehscheibe für den europäischen Vertrieb vertreibt die INFICON GmbH zusätzlich Produkte von anderen INFICON Standorten. Darüber hinaus werden technische Dienstleistungen auf dem Gebiet der Mess- und Vakuumtechnik- insbesondere Engineering- und Serviceleistungen erbracht. Die Gesellschaft vertreibt ihre Produkte weltweit, zum größten Teil erfolgt dies über ausländische Tochtergesellschaften der INFICON Holding AG. Wir operieren in einem Nischen-Markt. Die Marktgröße bedeutet eine relativ geringe Attraktivität durch hohe Eintrittsbarrieren wegen der Verwendung komplexer Technologien; dies setzt uns jedoch gleichzeitig auch Grenzen für künftiges Wachstum. 2. Forschung und Entwicklung Um den technologischen Vorsprung unserer Produkte im Wettbewerb auszubauen, haben wir im vergangenen Geschäftsjahr Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in Höhe von 9,4 Mio. € getätigt. Ziel ist es, neben der kontinuierlichen Weiterentwicklung unserer Produkte sowie der Integration neuer Produktbereiche, neue Absatzmärkte zu erschließen. In Zusammenarbeit mit anerkannten Forschungsinstituten wird nach neuen Technologien gesucht. 3. Berichterstattung Die Geschäftsführung berichtet ihre Zahlen intern, das heißt sowohl zur Steuerung des Geschäfts als auch hin zur Muttergesellschaft, nach den Rechnungslegungsvorschriften gemäß Swiss-GAAP FER. Zur Erstellung und Kommentierung des Lageberichtes nimmt sie ausschließlich Bezug auf die Zahlen der internen Berichterstattung. Aus diesem Grund kommt es zum Teil zu Abweichungen zwischen den Zahlen des Jahresabschlusses nach HGB und denen im Lagebericht. In einer Überleitung sind die Abweichungen in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zwischen HGB und Swiss-GAAP FER zusammenfassend erläutert. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Der Angriffskrieg von Russland auf die Ukraine hat das Wachstum der Volkswirtschaften weiter schrumpfen lassen. Die Weltwirtschaft hat im Berichtsjahr 2023 laut der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (kurz: OECD) ein Wachstum von 2,92% zu verzeichnen. Die Eurozone konnte insgesamt ein positives Wachstum von 0,60% aufweisen. Während Deutschland ein negatives Wachstum von rund 0,10% ausweist, ist die US-Wirtschaft um 2,36% gestiegen und China konnte ein Wachstum von 5,16% erzielen. Und auch für die Folgejahre geht das OECD grundsätzlich von einem positiven Wachstum der Weltwirtschaft aus. Für Deutschland wird ein Zuwachs von 0,64% im Geschäftsjahr 2024 erwartet. Für das Jahr 2024 wird ein Wachstum der Weltwirtschaft von bis zu 2,74% prognostiziert. [1] 2. Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2023 wurde, gegenüber 2022, ein Zugang der Umsatzerlöse (bedeutsamster Leistungsindikator) verzeichnet. Die Umsätze nach Swiss GAAP FER lagen mit 150,9 Mio. € um 19,4 Mio. € über dem Vorjahr (131,5 Mio. €) und damit besser als im Vorjahr prognostiziert. Da die Lieferketten sich schneller erholt haben als erwartet, konnte der Auftragsbestand schneller abbaut werden. Entsprechend den Umsätzen sind auch die Kosten des Umsatzes um 16,6 Mio. € gestiegen. Die Verwaltungs- und Vertriebskosten sind gegenüber dem Vergleichszeitraum um 3,5 Mio. € gestiegen. Als weiterer bedeutsamster Leistungsindikator lag das operative Ergebnis entgegen der Erwartung mit 22,4 Mio. € um 1,4 Mio. € unter dem Vorjahr (23,8 Mio. €). Hauptsächlich beeinflusst durch moderaten Kostenanstieg der allgemeinen Inflation, Währungskurseffekte sowie Neueinstellungen, wobei hier hauptsächlich Forschung und Entwicklung sowie der Vertrieb zu nennen sind. Die Ergebnismarge (Einkommen vor Steuern / Nettoumsatz) liegt mit 14,4% unter dem Vorjahr (17,5%). Das Ergebnis nach Steuern lag mit 14,4 Mio. € unter dem Vorjahresniveau (15,3 Mio. €). Die Eigenkapitalquote erhöhte sich im Betrachtungszeitraum um 8,9% auf 72,4% (Vorjahr 63,6%). Die Bilanzsumme stieg von 86,5 Mio. € auf 95,9 Mio. € an. Die flüssigen Mittel stiegen um 5,5 Mio. € auf 10,6 Mio. € zu Vorjahr 5,1 Mio. €. Das Eigenkapital erhöhte sich um 14,5 Mio. € auf 69,5 Mio. € (55,0 Mio. € Vorjahr). 3. Entwicklung von Umsatz und Auftragseingang Umsatz Das Umsatzwachstum im Berichtszeitraum um 19,4 Mio. € auf 150,9 Mio. € (Vorjahr 131,5 Mio. €) resultiert vor allem aus den steigenden Umsätzen in Europa und Asien. Umsatz nach Regionen Der Umsatz in Deutschland ist mit 25,2 Mio. € (Vorjahr 22,0 Mio. €) ansteigend. In 2023 lag der Umsatz in USA mit 28,8 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres (26,3 Mio. €). Der Umsatz in Europa lag mit 29,9 Mio. € um 7,9 Mio. € deutlich über dem Vorjahr (22,0 Mio. €). Asien, das weiterhin den größten Absatzmarkt darstellt, hat seinen Anteil am Unternehmensumsatz mit 67,0 Mio. € gegenüber dem Vorjahr 61,2 Mio. € gesteigert. Auftragseingang und Auftragsbestand Die INFICON GmbH konnte im Jahre 2023 einen Auftragseingang von 120,5 Mio. € verzeichnen, der um 38,5 Mio. € unter dem Vorjahr (159,0 Mio. €) lag. Der Auftragsbestand zum Ende des Geschäftsjahres betrug 23,0 Mio. € gegenüber dem Vorjahr von 61,3 Mio. €. 4. Investitionen und Finanzierung Die Investitionsausgaben im Geschäftsjahr 2023 betrugen 6,4 Mio. € und sind im Vergleich zum Vorjahr (3,8 Mio. €) um 2,6 Mio. € gestiegen. Alle Investitionsvorhaben wurden aus freien Eigenmitteln finanziert. C. Mitarbeiterentwicklung 1. Personalaufwand Der Personalaufwand lag im Jahr 2023 mit 37,8 Mio.€ um 7,2 Mio. € über dem des Vorjahres (30,6 Mio.€). 2. Beschäftigte Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 hatte die INFICON GmbH 329 Beschäftigte. Im Vergleich zum Vorjahr (272 Beschäftigte) ist der Beschäftigtenkreis um 57 Mitarbeiter angewachsen. Im kommenden Geschäftsjahr sind weitere Einstellungen geplant. D. Vermögens- Finanz- und Ertragslage 1. Bilanz der INFICON GmbH nach Swiss-GAAP FER
2. Erläuterung der Vermögenslage Flüssige Mittel Die flüssigen Mittel sind von 6,5 Mio. € um 4,1 Mio. € auf 10,6 Mio. € gestiegen. Im Jahre 2023 erfolgte keine Gewinnausschüttung an die Muttergesellschaft. Die Gründe für die Veränderung der Flüssigen Mittel werden in der Kapitalflussrechnung dargestellt. Vorräte Zum Stichtag ist der Vorratsbestand von 29,8 Mio. € im Vorjahr um 1,8 Mio. € auf 31,6 Mio. € gestiegen. Auf Grund der allgemeinen Materialknappheit wurde der Bestand aufgebaut, um dem Auftragsbestand gerecht zu werden. Sachanlagen Im Geschäftsjahr 2023 wurde überwiegend im Bereich der Fertigung und Logistik investiert. Das netto investierte Volumen lag bei 4,2 Mio. €. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen mit 7,0 Mio. € um 3,0 Mio. € unter dem Vorjahr (10,0 Mio. €). Hierbei handelte es sich in Höhe von 2,2 Mio. € um Zahlungsverpflichtungen gegenüber Schwestergesellschaften. Langfristige Darlehen Das seit 2013 bestehende Darlehen mit einem Restwert von 3,0 Mio. € (Stand 31.12.2022) wurde in 2023 zurückgezahlt. Pensionsrückstellungen Die Pensionsrückstellungen nach Swiss-GAAP FER wurde gemäß dem vorliegenden Pensionsgutachten wie nachfolgend dargestellt bilanziert:
Wie im Vorjahr erfolgte auch im Jahre 2023 keine Einmalzahlung in unseren Pensionsfonds. Eigenkapital Das Eigenkapital erhöhte sich in diesem Geschäftsjahr von 55,0 Mio. € um 14,5 Mio.€ auf 69,5 Mio. €, bei einem Bilanzgewinn in Höhe von 14,4 Mio. € (Vorjahr 15,3 Mio. €). Die Eigenkapitalquote stieg um 8,8% Punkte auf 72,4% (Vorjahr 63,6%). An die Muttergesellschaft wurde keine Dividende ausgezahlt. Die Eigenkapitalrentabilität bezogen auf das Ergebnis nach Steuern, sank um 7 Prozentpunkte auf 20,8% gegenüber dem Vorjahr (27,8%). 3. Ergebnisrechnung nach dem Umsatzkostenverfahren in TEUR
4. Erläuterung zur Ertragslage Umsatz Der Umsatz ist von 131,5 Mio. € im Vorjahr um 19,4 Mio. € auf 150,9 Mio.€ gestiegen. Der größte Umsatzanstieg wurde in Europa verzeichnet. Der Umsatz der INFICON GmbH mit unseren Private Label Kunden nahm im Vergleich zum Vorjahr um 3,0 Mio. € ab. Die Hauptursache des Umsatzanstieges liegt in dem Abbau des Auftragsrückstandes und ist somit größtenteils mengenabhängig. Kosten des Umsatzes und Bruttomarge Die Kosten enthalten alle Aufwendungen, die dem verkauften Produkt beziehungsweise einer Serviceleistung direkt oder indirekt zugeordnet werden können. Wesentliche Bestandteile der Umsatzkosten sind der Materialaufwand einschließlich Eingangsfrachten, Gehälter sowie Kosten des Einkaufs und der Läger. Wertberichtigungen und Abschreibungen im Vorratsvermögen werden genauso wie Aufwendungen für Gewährleistungen in den Fertigungskosten ausgewiesen. Für realisierte Umsätze werden zum Bilanzstichtag Gewährleistungsrückstellungen gebildet. Die Kosten des Umsatzes mit 100,4 Mio. € haben sich gegenüber dem Vorjahr (83,9 Mio. €) erhöht. Die Bruttomarge lag mit 33,4% unter dem Vorjahr mit 36,2%. Im Geschäftsjahr 2023 sind die Kosten für Rohstoffe und Energie sowie Logistik moderat gestiegen. Die diesbezüglichen Kosten konnten durch den Umsatzwachstum überkompensiert werden. Forschung - und Entwicklung Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung haben sich um 0,6 Mio. € von 8,8 Mio. € im Vorjahr auf 9,4 Mio. € erhöht. Der Anstieg ist hauptsächlich den Personalkosten geschuldet, die sich auf Grund von Lohnerhöhungen und Neueinstellungen erhöht haben. Verwaltungs- und Vertriebskosten Die Verwaltungs- und Vertriebskosten erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr von 15,1 Mio. € um 3,5 Mio. € auf 18,6 Mio. €. Hierin enthalten sind im Wesentlichen nicht produktionsbezogene Gehälter, Aufwendungen für die Forderungsberichtigung, Kosten der Abschlussprüfung, sonstige allgemeine Beratungskosten sowie alle übrigen Aufwendungen. Der Kostenanstieg ist insbesondere vor dem Hintergrund der Zunahme an Mitarbeitern im Vertrieb zu sehen. In den Marketing- und Vertriebskosten sind überwiegend Gehälter, Kosten für Marketing und Werbung, Kosten für Messebesuche sowie sonstige Aufwendungen der Verkaufsförderung (z. B. Kataloge, Prospekte etc.) enthalten. Gewöhnliches Ergebnis (Ergebnis vor Steuern) Das gewöhnliche Ergebnis ist gegenüber dem Vorjahr um 1,3 Mio. € von 23,0 Mio. € auf 21,7 Mio. € gesunken. Die Ergebnismarge lag bei 14,4% (Vorjahr 17,5%). 5. Finanzlage Details zeigen die nachfolgenden Elemente der Kapitalflussrechnung:
6. Erläuterung zur Finanzlage Der Geschäftsbetrieb der INFICON GmbH, Köln, basierte im Berichtsjahr auf Innenfinanzierung durch erwirtschaftete Eigenmittel. Der Bestand an liquiden Mitteln betrug zum Bilanzstichtag 10,6 Mio. € gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 5,1 Mio. €. Die Fähigkeit des Unternehmens, seine Zahlungsverpflichtung zu erfüllen, war im Geschäftsjahr aus Sicht der Geschäftsführung jederzeit gegeben. Aus dem Cashflow aus der Geschäftstätigkeit ergab sich im Berichtszeitraum ein Mittelzufluss von 15,0 Mio. €, der im Wesentlichen auf das Jahresergebnis zurückzuführen ist. Aus dem Cashflow aus Investitionstätigkeit ergab sich ein Mittelabfluss von 6,4 Mio. €, der im Wesentlichen aus Investitionen in das Sachanlagevermögen resultiert. Aus dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit resultiert im Berichtszeitraum ein Mittelabfluss von 3 Mio. € da ein Darlehen getilgt wurde. E. Wesentliche Unterschiede in der Rechnungslegung nach HGB und SWISS GAAP FER in TEUR
F. Zusammenfassung zur Geschäftsentwicklung Zusammenfassend stellt die Geschäftsführung fest, dass das operative Ergebnis hinter den Erwartungen zurückblieb, der Umsatz aber auf Grund des Abbaus des Auftragsbestandes gesteigert werden konnte. Ein Grund dafür liegt in Währungseffekten da wir auf internationalen Märkten aktiv sind, und den gestiegenen Personalkosten. Der gute Umsatz des Vorjahres mit 131,5 Mio. € konnte um 19,4 Mio. € übertroffen werden. Insbesondere das 3. Quartal 2023 zeigte eine sehr positive Tendenz. Schwerpunktmäßig konnten Umsatzsteigerungen im Bereich Semikonduktor Industrie, sowie der Abbau des hohen Auftragsbestandes aus 2022 zu diesem Erfolg beitragen. G. Risikobericht und Risikomanagement 1. Risikomanagementbericht Die INFICON GmbH betreibt ein aktives Risikomanagement. Das Berichtswesen basiert auf einer detaillierten Unternehmensplanung und monatlichen Kennzahlenanalysen im Vergleich zur Ist-Entwicklung. In verschiedenen, regelmäßig abgehaltenen Sitzungen werden die Geschäftsentwicklung sowie alle Risiken des Geschäftes besprochen, Gegensteuerungsmaßnahmen festgehalten und die Bearbeitung durch den betreffenden Bereich rückgemeldet. An diesen Sitzungen nehmen alle wesentlichen Entscheidungsträger des Unternehmens teil. Darüber hinaus berichtet die Gesellschaft monatlich alle wesentlichen Kennzahlen an die Muttergesellschaft in der Schweiz. 2. Risiko- und Chancenbericht Risiken Wir sehen zum Zeitpunkt der Berichterstattung keine über das inhärente Maß hinausgehenden Risiken. Die nachfolgenden Risiken sind in der Reihenfolge ihrer Bedeutung erläutert: Risiko des Verlustes von Marktanteilen und des Bekanntheitsgrades Wir operieren in einem Nischen-Markt. Die Marktgröße bedeutet relativ geringe Attraktivität durch hohe Eintrittsbarrieren wegen der Verwendung komplexer Technologien; dies setzt uns jedoch gleichzeitig auch Grenzen für künftiges Wachstum. Gleichwohl ist die Gefahr durch die Entwicklung eines Substitutionsprodukts, mit z.B. gleichen Eigenschaften bei deutlich geringeren Kosten, denkbar. Unsere Maßnahme gegen dieses Risiko ist ein seit über 20 Jahren etabliertes Forschungsteam, das sich u.a. mit dem Erwerb eigener Schutzrechte bei gleichzeitig weltweitem Monitoring aller Patente, die für unser Fachgebiet relevant sind, befasst. Unser Ziel ist es, alle weltweit bekanntwerdenden Innovationen auf die Verwendbarkeit für die Dichtheitsprüftechnik zu überprüfen. Dies geschieht in konkreten Fällen durch Machbarkeitsstudien. Es ist bekannt, dass es für Wettbewerber am schwierigsten ist, Firmenkultur und Prozesse von erfolgreichen Konkurrenten zu kopieren. Die INFICON GmbH ist seit langem ISO 9001 und ISO 14001 zertifiziert. Darüberhinausgehend streben wir jedoch in allen wichtigen Feldern "best practice" an. Wir haben dazu ein eigenes Prozessmodell entwickelt und lassen uns jährlich auditieren. Risiko des Umsatzrückgangs mit Private Label Kunden Da wir 8,96% unseres Umsatzes mit "Private Label"- Distributoren erzielen, kommt ihrer Betreuung ganz besondere Bedeutung zu. Vorausgesetzt, wir sichern unseren technologischen Vorsprung, müssen wir dauerhaft ein hohes Maß an Kundenzufriedenheit sicherstellen, um diese Kunden zu halten. Dazu unterstützen wir alle Kunden umfassend mit dezidierten Key Account Management-Gruppen. Die Kunden verfügen über moderne, wettbewerbsfähige Produktfamilien, mit denen sie einen hohen Marktanteil erreicht haben. Die seit Jahren stabilen Umsätze und Margen unserer Private Label-Partner mit unseren Lecksucher Produkten werten wir als wichtiges Indiz ihrer Zufriedenheit mit der INFICON GmbH. Risiken auf Grund der Ukraine Krise Der von Russland geführte Angriffskrieg auf die Ukraine, dauert unvermindert fort und beeinflusst weiter die weltpolitische Lage. Dies kann zu weiteren negativen Auswirkungen auf das weltweite Wirtschaftswachstum führen. Zurzeit haben wir keine unmittelbaren Beziehungen zu Kunden oder Lieferanten in der Ukraine. Da der Umsatz mit russischen Kunden unwesentlich ist, sehen wir keine Gefährdung unserer Wachstumsentwicklung. Es bestehen keine unmittelbaren Lieferantenbeziehungen mit Russland. Risiken auf Grund der Inflation Die Auswirkungen der Inflation auf der Einkaufseite konnte durch Preiserhöhungen auf Kundenseite abgemildert werden. Zum Ende von 2023 hat sich die Inflationslage entspannt. Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken Als vertriebsorientiertes Unternehmen sind wir auf eine zeitnahe Begleichung der Forderungen durch unsere Kunden angewiesen. Das Zahlungsverhalten unserer Kunden hat sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum nicht verändert. Durch das konsequente Forderungsmanagement und die Überwachung des Zahlungsverhaltens der Kunden werden Forderungsausfälle minimiert. Risiken aus Einkauf und Vorprodukten Ein weiteres Risiko besteht in der Verknappung von Vorprodukten und Rohstoffen. Zwar hat die Gesellschaft zu einzelnen Vorprodukten und Rohstoffen die Bevorratung angepasst, jedoch könnte eine längere Verknappung einzelner Vorprodukte und Rohstoffe zu einem Produktionsengpass führen. Hier wird mit proaktivem Handeln gegengesteuert. Risiken aus IT-Sicherheit In den vergangenen Jahren haben wir erhebliche Investitionen in die IT-Sicherheit vorgenommen, um den Schutz unserer internationalen Infrastruktur zu stärken und potenzielle Sicherheitsrisiken zu minimieren. Auch für die Zukunft sind wir hier bestrebt unsere IT-Infrastruktur sowie auch die Organisation auf mögliche Angriffe vorzubereiten. Es finden regelmäßige Schulungen der Organisationen und Ihrer Mitarbeiter statt. Chancen Die Geschäftsführung sieht in der allgemeinen Marktdynamik Chancen für die INFICON GmbH. Weitere Chancen werden in der kontinuierlichen Weiterentwicklung der bestehenden Produkte sowie in der Entwicklung neuer Anwendungen gesehen. Die Entwicklung im Semikonduktor Bereich und auch die Automatisierung in der Industrie eröffnen Chancen zum weiteren Wachstum. Hierzu führen wir am Standort Köln eigene Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten durch. Für die nahe Zukunft sind wieder größere Investitionen in Forschung und Entwicklung geplant. Zeitgleich erschließen wir aktiv weitere Absatzfelder, um das Marktvolumen zu steigern. H. Prognose Die Geschäftsführung geht auf der Grundlage unserer aktuellen Auftragslage und allgemeinen Annahmen zur Entwicklung der Weltwirtschaft und der für uns wichtigen Märkte davon aus, dass sich der Umsatz im Jahr 2024 wieder etwas unter dem Niveau des Vorjahres bewegen wird, welches durch den hohen Umsatz auf Grund es Abbau des Auftragsbestandes entstanden ist. Unterstützt wird diese Erwartung durch die fortgesetzte Erneuerung unseres Produktportfolios. Dem entsprechend rechnen wir mit einem operativen Ergebnis welches leicht unter dem operativen Ergebnis von 2023 liegen wird. [1] Quelle: OECD Prognose Bruttoinlandsprodukt real, Stand: März 2024
Köln, 9. August 2024 Enzo Strappazzon, Geschäftsführer Matthias Fritz, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Bemerkungen Die INFICON GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, Fertigung und der Vertrieb von Produkten der Mess- und Vakuumtechnik, insbesondere von Dichtheitsprüfgeräten. Weiter gehören zum Geschäftsfeld der INFICON GmbH der Vertrieb und Service von Produkten anderer Standorte in Europa. Der Jahresabschluss der INFICON GmbH für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Das Geschäftsjahr stimmt mit dem Kalenderjahr überein. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Köln und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Köln, Abteilung B, unter der HRB 26659 eingetragen. II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden 1. Allgemeine Angaben Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt. 2. Bilanzierung- und Bewertung der Bilanzposten Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die Nutzungsdauern betragen zwischen 3 und 10 Jahren. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn eine Wertminderung voraussichtlich von Dauer ist. Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Die abnutzbaren Sachanlagen werden planmäßig linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauern betragen für Gebäude 30 Jahre, für Technische Anlagen und Maschinen 3 bis 15 Jahre und für andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 25 Jahre. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn eine Wertminderung voraussichtlich von Dauer ist. Geringwertige Anlagegüter werden handelsrechtlich analog der steuerrechtlichen Regelung entsprechend § 6 Abs. 2 EStG behandelt. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Anlagengütern, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden somit im Geschäftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Anlagegut EUR 800 nicht übersteigen. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn eine Wertminderung voraussichtlich von Dauer ist. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren wurden zu durchschnittlichen Einstandspreisen aktiviert. Unfertige- und fertige Erzeugnisse sind auf Basis von Einzelkalkulationen, die auf der Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Hierzu zählen die fertigungsbedingten Abschreibungen, anteilige Verwaltungskosten sowie die anteiligen Kosten des sozialen Bereichs. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Reparaturkosten werden sofort als Aufwand erfasst. Für Risiken im Vorratsvermögen erfolgen Abwertungen gemäß dem Niederstwertprinzip. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit ihrem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Einzelwertberichtigungen werden in Abhängigkeit der Wahrscheinlichkeit einer vollständigen oder teilweisen Realisierbarkeit und des Alters gebildet. Abschreibungen erfolgen erst, wenn alle Möglichkeiten zur Realisierung der Forderung ausgeschöpft sind. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung von 1 % Rechnung getragen. Flüssige Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag bilanziert. Rechnungsabgrenzungsposten werden gebildet für Auszahlungen/Einzahlungen, die vor dem Bilanzstichtag geleistet werden, soweit diese Aufwendungen/Erträge für Folgejahre darstellen. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein erwarteter Steuersatz von 32,4% zugrunde, der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung beinhaltet das Deckungsvermögen der Pensionszusagen und wird zum Zeitwert (Rücknahmepreise) bewertet. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen der Projected Unit Credit Methode gemäß § 253 Abs. 2 HGB auf der Basis der Richttafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck von 2018 G herausgegeben durch Heubeck-Richttafeln-GmbH, eines Rechnungszinsfußes von 1,82%, sowie unter der Berücksichtigung von Gehalts- 1,50% und Rententrends 2,00% angesetzt. Es wird ein fristenkongruenter, durchschnittlicher Marktzins (im November auf den 31. Dezember 2023 prognostiziert) der letzten zehn Jahre verwendet, der von der Deutschen Bundesbank monatlich veröffentlicht wird. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz des siebenjährigen und des zehnjährigen Durchschnittssatzes beträgt TEUR 415 (Vorjahr: TEUR 1.309). Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt einer Ausschüttungssperre i.S.d. § 253 Abs. 6 HGB. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder ähnlich vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, werden mit diesen Schulden in Übereinstimmung mit § 246 Abs. 2 HGB verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Für die sonstigen Rückstellungen werden alleerkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten im Rahmen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung berücksichtigt und nach ihrer wahrscheinlichen Inanspruchnahme in Höhe des Erfüllungsbetrages bemessen. Für die Berechnung der Rückstellung für Altersteilzeit werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen, auf der Basis der Richttafeln von 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck herausgegeben durch Heubeck-Richttafeln-GmbH, ein Rechnungszinsfuß von 1,75% und einem Gehaltstrend von 1,50% angesetzt. Für die Berechnung der Rückstellung für Jubiläumsverpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen der PUC - Methode (hier: Projected Unit Credit Method) ein Rechnungszinsfuß von 1,76% und einem Gehaltstrend von 1,50% angesetzt. Zinsänderungseffekte werden im operativen Ergebnis erfasst. Die Verbindlichkeiten werden in Höhe des Erfüllungsbetrags bilanziert. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und Verbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisen-Geldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamonatsendkurses am Abschlussstichtag bewertet. III. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen TEUR 382 (Vorjahr: TEUR 1.132) auf die Gesellschafterin. TEUR 12.704(Vorjahr: TEUR 16.573) der Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sind innerhalb eines Jahres fällig. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. 3. Latente Steuern Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern ein Aktivüberhang der latenten Steuern. Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch. Die ermittelten aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus temporären Differenzen: abweichenden Wertansätzen der Firmenwerte, der Gebäude, der Pensionsrückstellungen sowie dem Deckungsvermögen. 4. Eigenkapital Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 1.026. Die Entwicklung des Gewinnvortrages und der Gewinnrücklagen stellt sich wie folgt dar:
Die aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 4.598 (Vorjahr: TEUR 4.275) zusammen mit dem zum Zeitwert bewerteten Anteil des Deckungsvermögens von TEUR 1.820 (Vorjahr: TEUR 2.872) unterliegen einer Ausschüttungssperre im Sinne des § 268 Absatz 8 HGB (zusammen TEUR 6.418, Vorjahr: TEUR 7.147). Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen. 5. Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen Hierbei handelt es sich um den Erfüllungsbetrag der Rückstellungen für Pensionen in Höhe von TEUR 25.571 und Verpflichtungen aus Lebensarbeitszeitkonten in Höhe von TEUR 6.030. Der Ausweis erfolgt saldiert mit den Vermögensgegenständen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen oder ähnlich vergleichbaren langfristigen fälligen Verpflichtungen dienen (Deckungsvermögen TEUR 27.575, Anschaffungskosten TEUR 25.545). Das Deckungsvermögen besteht aus Fonds-Anteilen, die zum Rücknahmepreis bewertet sind. Hierdurch ergibt sich insgesamt ein ausgewiesener aktiver Überhang aus der Vermögensverrechnung von TEUR 1.451 (Vorjahr: TEUR 788) sowie eine Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 5.477. Es wurden Zinsaufwendungen aus Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 457 (Vorjahr: TEUR 382) und Verluste aus der Wertveränderung des Deckungsvermögens in Höhe von TEUR 991 (Vorjahr Ertrag: TEUR 3.454) erfasst. 6. Sonstige Rückstellungen Mit Ausnahme der versicherungsmathematisch ermittelten Rückstellungen für Pensionen, Lebensarbeitszeit, Jubiläen sowie Garantie sind sämtliche Rückstellungen voraussichtlich innerhalb eines Jahres fällig. Wesentliche Positionen in den sonstigen Rückstellungen stellen die Rückstellung für Erfolgsbeteiligung, Tantiemen und Sonderzahlungen, Garantie sowie die Rückstellung für ausstehende Eingangsrechnungen dar. 7. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar (in TEUR):
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und der Gesellschafterin betreffen zu TEUR 2.118 (Vorjahr: TEUR 1.738) Lieferungen und Leistungen, zu TEUR 81 (Vorjahr: TEUR 95) sonstige Leistungen. Ein Darlehen über TEUR 3.000 wurde vor Fälligkeit zurückgezahlt. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse nach Regionen teilen sich wie folgt auf (in TEUR):
2. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 763 (Vorjahr: TEUR 352) enthalten. Diese entfallen im Wesentlichen auf Auflösungen von Rückstellungen. V. Sonstige Angaben 1. Beschäftigte zum Jahresende
2. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat betreffend einen Rahmenkreditvertrag zwischen der Dresdner Kleinwort, Singapur, und der INFICON PTE Ltd., Singapur, in Höhe von insgesamt TEUR 500 (Vorjahr: TEUR 500) eine gesamtschuldnerische Mithaftung zur Sicherung der Ansprüche der Bank aus dem Rahmenkreditvertrag übernommen. Die INFICON PTE Ltd., Singapur, hat im Jahr 2023 keinen Kredit hieraus in Anspruch genommen. Das Risiko einer weiteren Inanspruchnahme wird nach Beurteilung der aktuellen Finanzlage als gering eingestuft. Aus Rahmen-Einkaufsverträgen sowie Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen bestehen Zahlungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 11.095 (Vorjahr: TEUR 10.261) Die Verträge haben eine Laufzeit bis maximal 2028. Der Vorteil der Einkaufsverträge liegt in der Verfügbarkeit der Produkte. Der Vorteil der Miet- und Leasingverträge liegt in der verminderten Kapitalbindung im Unternehmen. 3. Honorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar für den Abschlussprüfer, KPMG Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, beträgt für das Berichtsjahr TEUR 55 und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen. 4. Beziehungen zu verbundenen Unternehmen Mutterunternehmen ist die INFICON Holding AG, Bad Ragaz/Schweiz. Diese Gesellschaft stellt den Konzernabschluss auf, in den auch die INFICON GmbH, Köln, einbezogen wird. Der Konzernabschluss kann im Internet auf der Homepage der INFICON Holding AG eingesehen werden. 5. Angaben zu Gesellschaftsorganen Der Geschäftsführung gehörten im Berichtsjahr an: Herrn Enzo Strappazzon, Aurachtal, hauptberuflicher Geschäftsführer der INFICON GmbH Herrn Matthias Fritz, Kreuztal, hauptberuflicher Geschäftsführer der INFICON GmbH Die Gesellschaft macht von der Befreiungsmöglichkeit gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. 6. Nachtragsbericht Im ersten Quartal 2024 wurde ein Grundstück zu einem Kaufpreis in einem einstelligen Millionenbereich erworben, welcher komplett aus eigenen Mitteln finanziert wurde. Ferner wurde ein Grundstück getauscht.
Köln, 09.08.2024 INFICON GmbH Enzo Strappazzon, Geschäftsführer Matthias Fritz, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023(erweiterte Bruttodarstellung)
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Inficon GmbH, Köln Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Inficon GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Inficon GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 16. August 2024 KPMG
AG
Wengenroth, Wirtschaftsprüferin Lusmeier, Wirtschaftsprüfer Feststellung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss der Inficon GmbH zum 31. Dezember 2023 wurde am 22. August 2024 festgestellt. |
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