Astorius Verwaltung FoF GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
André Varney seit 23.8.2023 | Geschäftsführer |
Susanne Dr. Hoischen seit 13.1.2020 | Geschäftsführer |
Ulf Völkel seit 11.4.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 80.27% | |
| 19.73% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
![]() Sanecum Gruppe GmbHHamburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Sanecum Gruppe GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Sanecum Gruppe GmbH, Hamburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung und der Entwicklung des Konzerneigenkapitals für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Sanecum Gruppe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 11. Juli 2025 EY GmbH & Co. KG Barnstedt, Wirtschaftsprüfer Heinrichson, Wirtschaftsprüfer Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Entwicklung des Konzerneigenkapitals für 2023
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023Abkürzungsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 1. Allgemeine Angaben 1.1. Informationen zum berichtenden Unternehmen 1.2. Grundlagen der Abschlusserstellung 1.3. Konsolidierungskreis und -grundsätze 1.4. Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 2. Erläuterungen 2.1. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 2.2. Konzern-Bilanz - Aktiva 2.2.1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 2.2.2. Finanzanlagen 2.2.3. Vorräte 2.2.4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.2.5. Latente Steueransprüche und -schulden 2.2.6. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2.2.7. Rechnungsabgrenzungsposten 2.3. Konzern-Bilanz - Passiva 2.3.1. Eigenkapital 2.3.2. Sonderposten 2.3.3. Rückstellungen 2.3.4. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.3.5. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.3.6. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen/Erhaltene Anzahlungen 2.3.7. Sonstige Verbindlichkeiten 2.4. Sonstige Angaben 2.4.1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse 2.4.2. Kapitalmanagement 2.4.3. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung 2.4.4. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen 2.4.5. Gesamtbezüge der Geschäftsführung und des Beirats 2.4.6. Konzernverhältnisse 2.4.7. Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB 2.4.8. Prüfungskosten 2.4.9. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag 1. Allgemeine Angaben 1.1. Informationen zum berichtenden Unternehmen Die Sanecum Gruppe GmbH (HRB 155889, Amtsgericht Hamburg), Hamburg, hat als Konzernmuttergesellschaft einen verpflichtenden Konzernabschluss unter Einbeziehung ihrer Tochterunternehmen aufgestellt. Die Sanecum Gruppe GmbH wurde am 2. April 2019 gegründet. Ziel war es, eine interdisziplinäre ambulante Verbundstruktur aufzustellen, in der Ärzte in ihrer Rolle als Gesellschafter und Geschäftsführer die Sanecum Gruppe mitgestalten. Den ersten Meilenstein setzte die Sanecum Gruppe am 1. Juli 2019 durch den Kauf der renommierten Fachklinik Clinicum St. Georg GmbH und Co. KG in Bad Aibling - eine Klinik für Innere Medizin mit Schwerpunkt Onkologie. Zeitgleich erlangte die Gruppe den Leistungserbringerstatus als Erbringerin von Dialysesachkostenleistungen nach § 126 SGB V. Im Geschäftsjahr 2023 wurden folgende wesentliche Tochterunternehmen erworben: Mit Wirkung zum 1. Januar 2023 wurden Anteile in Höhe von 56,90 % der Nephrologicum & Cardiologicum Allgäu MVZ GmbH, Hamburg, von der Clinicum St. Georg GmbH & Co. KG, Bad Aibling, erworben. Die Gesellschaft mit den Schwerpunkten internistische Nephrologie und Kardiologie bietet u.a. Leistungen zur Behandlung nierenkranker Patienten, insbesondere Dialysebehandlungen und kardiologische Behandlungen, an. Am 1. Januar 2023 wurden sämtliche Vermögenswerte und Schulden (100,00%) im Rahmen eines Asset-Deals an der Praxis Pihusch Medizinisches Versorgungszentrum GbR durch die Medicum Rosenheim MVZ GmbH, Hamburg, erworben. Die Gesellschaft hat Schwerpunkte in den Bereichen für Innere Medizin, Onkologie, Gastroenterologie und Diabetologie und bietet vertrags- und privatärztliche Leistungen im Bereich der Inneren Medizin, der Hämatologie, der Onkologie, der Palliativmedizin, der Hämostaseologie, der Gastroenterologie, der Diabetologie und der Allgemeinmedizin an. Am 1. Januar 2023 wurden außerdem Anteile in Höhe von 74,90 % der Nephrologicum Berlin-Marzahn MVZ GmbH, Hamburg, von der Clinicum St. Georg GmbH & Co. KG, Bad Aibling, erworben. Zunächst wurden sämtliche Anteile der Nieren- und Dialysezentrum Berlin-Marzahn CS MVZ GmbH mit Sitz in Berlin durch die Nephrologicum Berlin-Marzahn MVZ GmbH, Hamburg, erworben. Die Nieren- und Dialysezentrum Berlin-Marzahn CS MVZ GmbH betreibt ein Medizinisches Versorgungszentrum und bietet die fachärztliche Versorgung von Patienten mit Herz- Kreislauf- sowie Nieren- und Bluthochdruckerkrankungen, insbesondere Dialysebehandlungen an. Zum 1. Februar 2023 wurden Anteile in Höhe von 50,98% der Laboricum MVZ Dreilinden GmbH, Kleinmachnow, durch die Clinicum St. Georg GmbH & Co. KG, Bad Aibling, erworben. Die Laboricum MVZ Dreilinden GmbH betreibt eine Praxisgemeinschaft zur gemeinsamen Nutzung von Praxisräumen und Praxiseinrichtungen. Mit Wirkung zum 1. Mai 2023 wurden Anteile in Höhe von 50,21 % der Onkologicum HOPA MVZ GmbH, Hamburg, durch die Clinicum St. Georg GmbH & Co. KG, Bad Aibling, erworben. Die Onkologicum HOPA MVZ GmbH betreibt die Hämatologisch-Onkologische Praxis Altona, in der vertrags- und privatärztliche Behandlungen und Leistungen in den Fachbereichen Innere Medizin, Allgemeinmedizin, Gynäkologie, Laboratoriumsmedizin und Transfusionsmedizin und dabei schwerpunktmäßig in der Hämatologie, internistische Onkologie und Palliativmedizin durchgeführt werden. Mit Wirkung zum 15. August 2023 wurden Anteile in Höhe von 50,10 % der Medizinicum GmbH, Hamburg, durch die Clinicum St. Georg GmbH & Co. KG, Bad Aibling, erworben. Die Medizinicum GmbH betreibt als Trägergesellschaft ein Medizinisches Versorgungszentrum, sowie verschiedene Zweigpraxisstandorte in Hamburg. Mit Wirkung zum 1. Oktober 2023 wurde die Diagnosticum Visiorad MVZ GmbH, Hamburg, zu einem Anteil von 67,61% durch die Clinicum St. Georg GmbH & Co. KG, Bad Aibling, erworben. Die Diagnosticum Visiorad MVZ GmbH erbringt an mehreren Standorten in Schleswig-Holstein und Hamburg privat- und vertragsärztliche Leistungen in den Fachgebieten Radiologie, Strahlentherapie und Nuklearmedizin. Mit Wirkung zum 1. Oktober 2023 wurde die Nephrologicum und Cardiologicum Bad Tölz Wolf-ratshausen MVZ GmbH mit Sitz in Hamburg, zu einem Anteil von 80,00% durch die Clinicum St. Georg GmbH & Co. KG, Bad Aibling, erworben. Die Gesellschaft betreibt eine privat- und vertragsärztliche Facharztpraxis mit dem Schwerpunkt Innere Medizin, insbesondere Nephrologie in Bad Tölz mit ausgelagertem Praxisraum in Wolfratshausen und dort jeweils vor allem Leistungen zur Behandlung nierenkranker Patienten, insbesondere Dialysebehandlungen, sowie kardiologische Leistungen, anbietet. Mit Wirkung zum 1. Oktober 2023 wurde die Cardiologicum Bremerhaven MVZ GmbH mit Sitz in Hamburg, zu einem Anteil von 60,00% durch die Clinicum St. Georg GmbH & Co. KG, Bad Aibling, erworben. Mit Wirkung zum 3. Dezember 2023 wurden Anteile in Höhe von 71,06 % der Cardiologicum Herzklinik Ulm MVZ GmbH, Hamburg, durch die Clinicum St. Georg GmbH & Co. KG, Bad Aibling, erworben. Die Herzklinik Ulm MVZ GmbH betreibt eine privat- und vertragsärztliche Facharztpraxis im Bereich der Inneren Medizin mit Schwerpunkt Kardiologie. 1.2. Grundlagen der Abschlusserstellung Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 umfasst den Abschluss der Sanecum Gruppe GmbH und ihrer Tochterunternehmen in Übereinstimmung mit dem Bilanzierungsstandard des Handelsgesetzbuches (HGB), gemäß § 290 ff. HGB. Das Geschäftsjahr für alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Alle Gesellschaften werden jeweils auf Basis des von ihnen aufgestellten Abschlusses zum 31. Dezember 2023 einbezogen. Aufwendungen und Erträge werden erst ab dem Zeitpunkt der Konzernzugehörigkeit einbezogen. Die Vergleichswerte für 2022 beziehen sich auf den Zeitraum vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022. Aufgrund der im Geschäftsjahr und Vorjahr erfolgten Unternehmenszusammenschlüsse sind die Vorjahreswerte mit den Werten des Berichtsjahres nur eingeschränkt vergleichbar. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt auf Basis der historischen Anschaffungs- / Herstellungskosten, wobei Vermögensgegenstände sowie Schulden gegebenenfalls erfolgswirksam oder erfolgsneutral bewertet werden. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Konzernabschluss wird in der Berichtswährung Euro aufgestellt, welcher auch die funktionale Währung des Mutterunternehmens ist. Die Zahlenangaben erfolgen - soweit nicht anders vermerkt - in Tausend Euro (T€). Die dargestellten Tabellen und Angaben können rundungsbedingte Differenzen enthalten. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke teilweise an dieser Stelle gemacht. 1.3. Konsolidierungskreis und -grundsätze In den Konzernabschluss werden alle Unternehmen einbezogen, auf die die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausübt. Der Kreis der einbezogenen Unternehmen ergibt sich aus der Aufstellung des Anteilsbesitzes, der Bestandteil dieses Anhangs ist. Alle Tochtergesellschaften wurden im Erwerbs- bzw. Gründungsjahr erstmalig konsolidiert. Bei der erstmaligen Einbeziehung der Gesellschaften werden die in den Konzernabschluss aufgenommenen Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten im Rahmen der Kaufpreisallokation neu bewertet und unter Aufdeckung von stillen Reserven und Lasten angesetzt. Zusätzlich wird ein Geschäfts- und Firmenwert in der Konzernbilanz als Vermögensgegenstand angesetzt. Im Konzernabschluss 2023 sind folgende Tochterunternehmen einbezogen:
*
indirekter Beteiligungsbesitz Alle in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunterunternehmen nehmen die Erleichterungsvorschriften der § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB in Anspruch und lassen sich von der Verpflichtung, einen Jahresabschluss und einen Lagebericht aufzustellen, prüfen zu lassen und offenzulegen, befreien. Der Konzernabschluss umfasst grundsätzlich alle Tochtergesellschaften der Sanecum Gruppe. Ein Unternehmen wird ab dem Zeitpunkt in den Konsolidierungskreis einbezogen, zu dem die Sanecum Gruppe Beherrschung bzw. einen maßgeblichen Einfluss erlangt, in der Regel zum Erwerbszeitpunkt, und entkonsolidiert, wenn die Möglichkeit zur Einflussnahme nicht mehr besteht. Voraussetzung für eine Konsolidierung ist die Möglichkeit einer mittelbaren oder unmittelbaren Beherrschung der Finanz- und Geschäftspolitik der Tochtergesellschaften. Im Falle des Verlustes der mittelbaren oder unmittelbaren Beherrschung der Tochtergesellschaft scheidet das Unternehmen aus dem Konsolidierungskreis aus (Entkonsolidierung). Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines Erwerbs erstmals konsolidiert werden, wird nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen. Dabei wird der Wertansatz, der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Konzerninterne Transaktionen werden eliminiert. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet. Zwischenergebnisse werden eliminiert und konzerninterne Erträge mit den korrespondierenden Aufwendungen verrechnet. Bei der Veräußerung eines Tochterunternehmens werden die bis dahin einbezogenen Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie ein dem Tochterunternehmen zuzuordnender Geschäfts- oder Firmenwert mit dem Veräußerungserlös verrechnet. Verliert der Konzern die Beherrschung über ein Tochterunternehmen, bucht er die Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten des Tochterunternehmens und alle zugehörigen, nicht beherrschenden Anteile und anderen Bestandteile am Eigenkapital aus. Entstehende Gewinne und Verluste werden ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Jeder zurückbehaltene Anteil an dem ehemaligen Tochterunternehmen wird zum beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt des Verlustes der Beherrschung bewertet. 1.4. Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt nach dem Bilanzierungsstandard des Handelsgesetzbuches (HGB). Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bleiben gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert. Die Vermögensgegenstände und Schulden werden im Konzernabschluss einheitlich bewertet. Abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze in den Jahresabschlüssen der Konzernunternehmen werden angepasst (Handelsbilanz II). Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen linear vermindert. Die geschätzten Nutzungsdauern für Lizenzen, Software und Markenrechte liegt zwischen 3 und 10 Jahren. Geschäfts- oder Firmenwerte einschließlich der Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung von Anteilen werden über einen Zeitraum von 10 Jahren linear abgeschrieben, da die wirtschaftliche Nutzungsdauer bei 10 Jahren liegt. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Alle abnutzbaren Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Bei den Gesellschaften sind geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von € 800,00 im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Die Abschreibungssätze für Sachanlagevermögen basieren auf folgenden geschätzten wirtschaftlichen Nutzungsdauern:
Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Technische Anlagen:
Die jeweilige Nutzungsdauer wird regelmäßig überprüft und, wenn nötig, dem erwarteten wirtschaftlichen Nutzenverlauf angepasst. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Ausleihungen werden mit einem einheitlichen Zinsfuß auf den Barwert abgezinst. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Vorräte werden in der Bilanz grundsätzlich mit den durchschnittlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten basieren auf der Kalkulation einer Standardbeschäftigung. Im Einzelnen enthalten die Herstellungskosten die direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie die mit einer Schlüsselung verrechneten Material- und Fertigungsgemeinkosten. Sollte sich am Abschlussstichtag herausstellen, dass der Wert der Vorräte gesunken (gestiegen) ist, erfolgt eine Abwertung (Wertaufholung) zum niedrigeren (höheren) Nettoveräußerungswert. Die Anschaffungs-/ Herstellungskosten bilden die Obergrenze. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Waren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung werden nicht aktiviert. In allen Fällen wird verlustfrei bewertet, d. h. es werden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagedauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wird pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Die Erwartete Rentendynamik wurde mit 2,00 % (Vorjahr: 2,00 %) berücksichtigt. Wertpapiergebundene Pensionszusagen sind nach § 298 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert der Wertpapiere bewertet, soweit dieser den garantierten Mindestbetrag übersteigt. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den korrespondierenden Rückstellungen verrechnet. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Zudem werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. Latente Steuern auf Buchwertdifferenzen beim Geschäfts- oder Firmenwert werden nur dann angesetzt sowie sie auf temporären Differenzen beruhen, die auf einen steuerlich abzugsfähigen Geschäfts- oder Firmenwert bzw. einen steuerlich zu berücksichtigenden passivischem Unterschiedsbetrag zurückzuführen sind. Soweit im Rahmen des Erwerbs von Tochterunternehmen steuerliche Verlustvorträge mit erworben werden, für die innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verrechenbarkeit zu erwarten ist, wird die Möglichkeit, hierfür im Zuge der Kaufpreisaufteilung bis zum Ablauf der Anpassungsperiode i. S. d. § 301 Abs. 2 Satz 2 HGB aktive latente Steuern erfolgsneutral zu berücksichtigen, in Anspruch genommen. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. 2. Erläuterungen 2.1. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Für die Sanecum Gruppe bestehen gegenüber dem Vorjahr unverändert Umsätze aus Verträgen mit Kunden zur Erbringung medizinischer Leistungen. In der folgenden Tabelle werden die Erlöse nach den wichtigsten Dienstleistungslinien aufgeschlüsselt. Der Umsatz ist ausschließlich im Inland realisiert. Aufgrund einer im Vergleich zum Vorjahr geänderten internen Berichtsstruktur, wurde die Tabelle aus Gründen der Transparenz schematisch entsprechend angepasst.
Sonstige betriebliche Erträge und Bestandsveränderung Im Geschäftsjahr 2023 lag die Bestandsveränderung bei T€ 201 (Vorjahr T€ -677). Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge entfallen überwiegend auf Kostenerstattungen. Materialaufwand
Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe setzen sich überwiegend aus dem Wareneinsatz von Arzneimitteln und Praxis- sowie Laborbedarf zusammen. Personalaufwand Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
Der Jahresdurchschnitt der Mitarbeiteranzahl der in den Konzernanhang einbezogenen Unternehmen hat sich im Geschäftsjahr 2023 von 1.079 auf 1.420 erhöht und setzt sich wie folgt zusammen:
Abschreibungen Die laufenden Abschreibungen und Wertminderungen für das Berichtsjahr 2023 und das Vorjahr setzen sich wie folgt zusammen:
Für weitere Informationen wird auf den Anlagenspiegel in Kapitel 2.2.1 verwiesen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:
Die Rechts- und Beratungskosten beinhalten im Wesentlichen die Kosten für die Unternehmenszusammenschlüsse. Die übrigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich hauptsächlich aus Inanspruchnahme von Dienstleistungen, EDV und Bürobedarf sowie aus Telekommunikationskosten zusammen. Periodenfremde Aufwendungen bestehen in Höhe von T€ 2.597 (Vorjahr T€ 459)und betreffen insbesondere Forderungskürzungen sowie nachlaufende Rechnungen. Finanzergebnis Das Finanzergebnis gliedert sich wie folgt:
Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die sonstigen Finanzaufwendungen beinhalten im Wesentlichen Zinsen auf Steuernachzahlungen. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die laufenden Steuern beinhalten hauptsächlich Aufwendungen aus Steuervorauszahlungen. 2.2. Konzern-Bilanz - Aktiva 2.2.1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Anlagenspiegel für das Berichtsjahr:
Der Geschäfts- oder Firmenwert enthält Beträge in Höhe von T€ 78.137, die in den Jahresabschlüssen der einbezogenen Unternehmen entstanden sind. Die restlichen T€ 83.515 resultieren aus der Erstkonsolidierung von Anteilen. 2.2.2. Finanzanlagen Die Finanzanlagen setzen sich wie folgt zusammen:
Die sonstigen Ausleihungen bestehen in voller Höhe aus ausgegebenen Darlehen an Minderheitsgesellschafter des Konzerns in Höhe von T€ 8.221 (Vorjahr: T€ 3.748). Im Vorjahr wurden diesem Posten noch sonstigen Ausleihungen in Höhe von T€ 2.353 zugeordnet. 2.2.3. Vorräte Bei den unfertigen Leistungen handelt sich im Wesentlichen um nicht abgeschlossene Studien. Darüber hinaus sind fertige Erzeugnisse in Form von eigenen Produkten enthalten.
2.2.4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 35.510 (Vorjahr T€ 19.060) sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig. Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:
Bei den sonstigen Vermögensgegenständen handelt es sich hauptsächlich um Forderungen aus rückwirkenden Übernahmen und Forderungen gegen Krankenkassen sowie Forderungen gegen Gesellschafter der Sanecum Gruppe GmbH. 2.2.5. Latente Steueransprüche und -schulden Die latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Differenzen bilanzieller Wertansätze für den Geschäfts- oder Firmenwert/ Praxiswert sowie Kundenbeziehungen in Höhe von T€ 4.509 (Vorjahr: T€ 6.559). Die Veränderung der latenten Steuern beträgt T€ 2.050. Der Berechnung wird ein Steuersatz von 32% zugrunde gelegt.
2.2.6. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Zum Bilanzstichtag betragen das Bankguthaben und die Kassenbestände T€ 34.136 (Vorjahr: T€ 27.088). Im Gesamtbestand der Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen sind eingezahlte Fördermittel enthalten. Die Fördermittel sind zweckgebunden und nur für geförderte Investitionen zu verwenden. Zur Überleitung der Zahlungsmittel für die Kapitalflussrechnung wird auf die Erläuterung zur Kapitalflussrechnung in Kap. 2.4.3 verwiesen. 2.2.7. Rechnungsabgrenzungsposten Bei den Vorauszahlungen handelt es sich um Zahlungen, die vor dem Abschlussstichtag geleistet wurden, aber erst nach dem Stichtag aufwandswirksam darzustellen sind. Hierin enthalten sind Disagios in Höhe von T€ 5.842 (Vorjahr T€ 2.993). 2.3. Konzern-Bilanz - Passiva 2.3.1. Eigenkapital Zum 31. Dezember 2023 belief sich das Eigenkapital der Sanecum Gruppe auf insgesamt T€ 173.874 (Vorjahr: T€ 81.427) und setzt sich wie folgt zusammen:
Die Kapitalrücklage hat sich aufgrund einer Zuführung des Mutterunternehmens um T€ 117.697 erhöht. Der Anstieg der Minderheitenanteile ist im Wesentlichen auf den Unternehmenserwerb der Medizinicum GmbH, Hamburg zurückzuführen. 2.3.2. Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens Es bestehen passivierte Fördermittel nach dem KHG in Höhe von T€ 61 (Vorjahr: T€ 61). Diese sind der Clinicum St. Georg, Bad Aibling zugeordnet. 2.3.3. Rückstellungen
Die übrigen sonstigen Rückstellungen bestehen u. a. für die transaktionsbezogenen Verpflichtungen, Archivierungsverpflichtung sowie Rechtsstreitigkeiten. Die Entwicklung der sonstigen Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:
2.3.4. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Im Geschäftsjahr 2023 lag die Zuführung bei T€ 50 (davon T€ 19 Zinseffekt). Zum 31. Dezember 2023 wurde das Planvermögen mit der Pensionsverpflichtung saldiert. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt T€ 13.
2.3.5. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten setzen sich wie folgt zusammen:
Im Geschäftsjahr 2023 wurden Darlehen bei Kreditinstituten in Höhe von T€ 72.743 aufgenommen.
Die Sicherheiten der Sanecum Gruppe bestehen gegenüber einer Bank und sind durch die Anteile an Tochterunternehmen besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten marktübliche Vereinbarungen zur Einhaltung der Finanzierungsstärke (Financial Covenants), die bei Verletzung zu einer Anpassung der Vertragskonditionen oder auch zu einer Vertragskündigung durch die beteiligten Banken führen können. Die hierfür relevanten Kennzahlen werden laufend überwacht und an den Vorstand berichtet. Bei den Kennzahlen handelt es sich im Wesentlichen um den Verschuldungsgrad. Diese Kennzahlen haben sich im Geschäftsjahr 2023 nicht wesentlich verändert. 2.3.6. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen/Erhaltene Anzahlungen Sämtliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Sie haben sich wie folgt entwickelt:
2.3.7. Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten aus Steuern betreffen im Wesentlichen Umsatzsteuerverbindlichkeiten sowie Lohnsteuer. 2.4. Sonstige Angaben 2.4.1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen resultieren ausschließlich aus Miet- und Leasingverträgen.
Zum 31. Dezember 2023 bestehen Mietbürgschaften in Höhe von T€ 2.076 gegenüber einem konzernfremden Dritten. Es wird davon ausgegangen, dass hieraus keine Verpflichtungen entstehen. 2.4.2. Kapitalmanagement Der Schwerpunkt des langfristigen Kapitalmanagements beruht auf der Sicherung des Eigenkapitals der Sanecum Gruppe, das als langfristiges Risikokapital in erster Linie zur Finanzierung von Investitionen herangezogen wird. Ferner zielt das Kapitalmanagement auf einen ausgewogenen Mix zwischen Fremd- und Eigenkapital zur Optimierung der Kapitalstruktur und damit reduzierten Kapitalkosten ab. Der Kapitalbedarf in der Sanecum Gruppe wird durch das operative Geschäft sowie Kaufpreisverbindlichkeiten aus geplanten oder gezeichneten Transaktionen bestimmt und durch Einzahlungen in das Eigenkapital sowie Darlehensmittel aus dem Gesellschafterkreis gedeckt. Die Kapitalstruktur der Sanecum Gruppe wird daher fortlaufend optimiert und an die jeweils gegebenen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen angepasst. Die Geschäftsführung überwacht die Kapitalstruktur anhand regelmäßiger - mindestens monatlicher - Berichte über die Eigenkapitalzusammensetzung. Die Sanecum Gruppe unterliegt keinen externen Mindestkapitalanforderungen 2.4.3. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wurde nach der indirekten Methode ermittelt. Dabei wird das Periodenergebnis um nicht zahlungswirksame Aufwendungen (erhöhend) und Erträge (vermindernd) korrigiert und die zahlungswirksamen Veränderungen von Vermögensgegenständen und Schulden des laufenden Geschäftsbetriebes einbezogen. Der Finanzmittelfonds für Kapitalflussrechnungszwecke setzt sich zusammen aus Barmitteln und täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute. 2.4.4. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen Als nahestehende Personen oder Unternehmen werden konsolidierte Tochterunternehmen der Sanecum Gruppe bezeichnet sowie Personen, die einen maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik der Sanecum Gruppe ausüben. Dementsprechend werden insbesondere das Mutterunternehmen, die Schwestergesellschaften, die Tochterunternehmen und die Beteiligungen als nahestehende Unternehmen definiert. Zu nahestehenden Personen zählen alle Mitglieder der Geschäftsführung der Sanecum Gruppe GmbH sowie Minderheitsbeteiligter mit mehr als 20%. Die Transaktionen der Konzernunternehmen mit nahestehenden Personen sind ausnahmslos der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der jeweils beteiligten Parteien zuzurechnen und wurden zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen. Die Transaktionen zwischen der Sanecum Gruppe GmbH und ihren konsolidierten Tochtergesellschaften sowie zwischen den konsolidierten Tochtergesellschaften wurden in der konsolidierten Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung eliminiert. Mit der Sana Kliniken Berlin-Brandenburg GmbH, Berlin, als Darlehensgeberin bestehen zum 31. Dezember 2023 Darlehensverträge in Höhe von T€ 12.859 (Vorjahr T€ 16.060) zu marktüblichen Konditionen. In diesem Zusammenhang sind Zinsaufwendungen in Höhe von T€ 144 (Vorjahr T€ 144) entstanden. Im Geschäftsjahr 2023 lagen keine weiteren wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen vor. 2.4.5. Gesamtbezüge der Geschäftsführung und des Beirats Der Geschäftsführung der Muttergesellschaft gehörten an: Herr Ulf Völkel, Kaufmann, Hamburg Frau Dr. Susanne Hoischen, Ärztin, München Herr Thorsten Richter, Kaufmann, Frankfurt am Main (vom 28. Juni 2023 bis zum 18. Juli 2024) Herr André Varney, Kaufmann, München (ab 15. August 2023) Die Vergütung des Geschäftsführungsorgans der Sanecum Gruppe GmbH besteht ausschließlich aus dem Bruttoarbeitslohn zuzüglich Arbeitgeberanteil für Renten-, Kranken- und Pensionsversicherung. Die Gesamtbezüge belaufen sich im Geschäftsjahr 2023 auf T€ 1.017. Im Vorjahr wurde die Angabe aufgrund Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB nicht offengelegt, da bei einer Anzahl von zwei Personen in der Geschäftsführung die Bezüge eines Mitglieds dieses Organs feststellbar gewesen wäre. 2.4.6. Konzernverhältnisse Die Sanecum Gruppe GmbH stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis der Unternehmen auf. Die Offenlegung erfolgt im Unternehmensregister. 2.4.7. Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB Alle in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunterunternehmen nehmen die Erleichterungsvorschriften der § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB in Anspruch und lassen sich von der Verpflichtung, einen Jahresabschluss und einen Lagebericht aufzustellen, prüfen zu lassen und offenzulegen, befreien. 2.4.8. Prüfungskosten Das für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamt-Honorar des Abschlussprüfers des Konzerns setzt sich wie folgt zusammen:
2.4.9. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Es sind wesentliche Ereignisse und Entwicklungen von besonderer Bedeutung für die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Sanecum Gruppe seit dem Abschlussstichtag, dem 31. Dezember 2023, eingetreten. Nach dem Ende der Berichtsperiode und vor Genehmigung zur Veröffentlichung des Abschlusses erfolgte der Erwerb von 70,33 % der Anteile an der Radiologische Allianz eGbR, Hamburg. Darüber hinaus wurden weitere kleine Erwerbe getätigt.
Hamburg, den 30. April 2025 Sanecum Gruppe GmbH Die Geschäftsführung Ulf Völkel Dr. Susanne Hoischen André Varney Konzernlagebericht für 2023Abkürzungsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 1. Grundlagen der Sanecum Gruppe 1.1. Tochterunternehmen/ Beteiligungen 1.2. Geschäftsmodell der Sanecum Gruppe 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.1.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 2.1.2. Branchenbezogene Entwicklung 2.1.3. Geschäftsentwicklung und Ertragslage 2.2 Vermögens- und Finanzlage 2.2.1. Finanzierung und Liquidität 2.2.2 Gesamtaussage der Geschäftsführung zur wirtschaftlichen Lage 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1. Prognosebericht 3.2. Chancen- und Risikobericht 1. Grundlagen der Sanecum Gruppe 1.1. Tochterunternehmen/ Beteiligungen Der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 stellt den Geschäftsverlauf und die Lage des Konzerns der Sanecum Gruppe GmbH, Hamburg, dar. Ferner werden mögliche Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung dargestellt. Im weiteren Berichtsverlauf wird die Sanecum Gruppe GmbH unter anderem mit „Sanecum“ oder „Gruppe“ bezeichnet. Mit Eintragung des Gesellschafterbeschlusses vom 2. April 2019 in das Handelsregister am 11. April 2019 wurde die Sanecum erworben. Die Sanecum erlangte als herrschendes Unternehmen aufgrund der Stimmmehrheit vom 1. Juli 2019 die Kontrolle über die Clinicum St. Georg GmbH & Co. KG, Bad Aibling, und war in der Folge die Konzernmuttergesellschaft des rechtlich ab dem 1. Juli 2019 neu entstandenen Sanecum-Konzerns. Darüber hinaus wurden nachfolgende Tochterunternehmen erworben:
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indirekter Beteiligungsbesitz Das Geschäftsjahr für alle in den Konzern einbezogenen Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Alle Gesellschaften werden jeweils auf Basis des von ihnen aufgestellten Abschlusses zum 31. Dezember 2023 einbezogen. Aufwendungen und Erträge werden erst mit dem Zeitpunkt der Konzernzugehörigkeit einbezogen. Im vorliegenden Konzernlagebericht wird über das Geschäftsjahr 2023 und das Vorjahr berichtet. Aufgrund der im Geschäftsjahr 2023 und Vorjahr unterjährig erfolgten Unternehmenszusammenschlüsse sind die Vorjahreswerte mit den Werten des Berichtsjahres nur eingeschränkt vergleichbar. In den Geschäftsjahren 2022 und 2023 erfolgten folgende wesentliche Unternehmenstransaktionen: Erwerb der Überörtliche Berufsausübungsgemeinschaft Dres. Schumann, Knevels, Hoffmann & Kollegen Medizinische Versorgungszentren GbR, Lünen (ÜBAG Westfalen) Mit Wirkung zum 1. April 2022 wurden insgesamt 83,91% der Anteile an der überörtlichen Berufsausübungsgemeinschaft Dres. Schumann, Knevels, Hoffmann & Kollegen Medizinische Versorgungszentren GbR mit dem Schwerpunkt Innere Medizin am Vertragsarztsitz Brechtener Str. 18, Lünen, durch die Nephrologicum Lünen MVZ GmbH, Nephrologicum Unna MVZ GmbH sowie Nephrologicum Dortmund MVZ GmbH erworben. Die ÜBAG Nephrologicum Westfalen GbR teilt sich auf bzw. wird geschäftlich durch die Nephrologicum Lünen MVZ GmbH, Nephrologicum Unna MVZ GmbH sowie Nephrologicum Dortmund MVZ GmbH betrieben. Erwerb der Dialyse- und Nierenzentrum Becker & Scheel MVZ GmbH, Heusenstamm (Heusenstamm) Mit Wirkung zum 1. Juni 2022 wurden Anteile in Höhe von 50,10% der Dialyse- und Nierenzentren Becker & Scheel MVZ GmbH, Heusenstamm, von der Clinicum St. Georg GmbH & Co. KG, Bad Aibling, erworben. Die Praxen für Nierenheilkunde und Dialysezentren Heusenstamm-Seligenstadt, Dres. Becker und Scheel, Ärzte, Nephrologen Partnerschaft mit dem Sitz in Heusenstamm wurden durch formwechselnde Umwandlung in das Dialyse- und Nierenzentren Becker & Scheel MVZ GmbH umgewandelt. Die Nierenzentren Becker & Scheel MVZ GmbH ist eine ambulante Fachklinik mit dem Schwerpunkt auf Nieren- und Hochdruckerkrankungen. Die veräußernden Gesellschafter der Dialyse- und Nierenzentren Becker & Scheel MVZ GmbH sind mit 49,90% weiterhin beteiligt. Erwerb der MVZ Cuxhaven GmbH Facharzt Nephrologie Dialyse Hausarztmedizin (Cuxhaven) Mit Wirkung zum 1. Juli 2022 wurden Anteile in Höhe von 60,00% der MVZ Cuxhaven GmbH Facharzt Nephrologie Dialyse Hausarztmedizin am Vertragsarztsitz Volgelsand 167, Cuxhaven durch die Clinicum St. Georg GmbH & Co. KG, Bad Aibling, erworben. Die MVZ Cuxhaven GmbH betreibt eine Praxis zur nephrologischen Behandlung von Patienten sowie Dialyseleistungen. Erwerb der Temperatio GmbH, München Mit Wirkung zum 1. August 2022 wurden sämtliche Vermögensgegenstände und Schulden (100,00%) im Rahmen eines Asset-Deals des Einzelunternehmens Reinhold Herbst unter der Firmierung Temperatio Personalberatung mit Sitz in Memmingen durch die Temperatio GmbH, München, erworben. Die Temperatio GmbH bietet Beratungsleistungen für die Personalbeschaffung in der Nephrologie an. Nach dem Erwerb führt die Temperatio GmbH den Betrieb fort, sämtliche Arbeitsverhältnisse werden übernommen. Erwerb der ArminLabs GmbH, Augsburg und PreAnalytics GmbH, Bobingen (ArminLabs) Mit Wirkung zum 1. Juli 2022 wurden sämtliche Anteile der privatärztlichen Facharztpraxis ArminLabs GmbH; Augsburg, in der Zirbelstraße 58, Augsburg durch die Medicum Bad Aibling MVZ GmbH, Bad Aibling, erworben. Die ArminLabs GmbH, Augsburg, überträgt und übereignet Eigentum und Besitz an ihren Vermögensgegenständen und Geschäftsunterlagen gegen Zahlung eines festen und variablen Kaufpreises. Die Verkäuferin hält in den Vermögensgegenständen auch sämtliche Anteile (100%) an der PreAnalytics GmbH mit Sitz in Bobingen. Die Übertragung der Anteile an der PreAnalytics auf die Medicum Bad Aibling MVZ GmbH erfolgt im Rahmen eines Share Deals. Die privatärztlichen Facharztpraxis ArminLabs GmbH ist ein auf die Diagnostik von Infektionen spezialisiertes Labor. Erwerb der Nephrologie Lörrach MVZ GmbH, Hamburg (Lörrach) Mit Wirkung zum 01. September 2022 wurden sämtliche Vermögensgegenstände und Schulden (100,00%) im Rahmen eines Asset-Deals an der Gemeinschaftspraxis Dr. Karl-Georg Fischer und Dr. Holger Endreß GbR Gemeinschaftspraxis durch die Nephrologie Lörrach MVZ GmbH, Hamburg, erworben. Die Gemeinschaftspraxis Dr. Karl-Georg Fischer und Dr. Holger Endreß GbR Gemeinschaftspraxis ist auf Leistungen zur Behandlung nierenerkrankter Patienten spezialisiert. Erwerb der Cardiologicum Herzklinik Ulm MVZ GmbH, Hamburg Mit Wirkung zum 3. Dezember 2023 wurden Anteile in Höhe von 71,06 % der Herzklinik Ulm MVZ GmbH, am Vertragsarztsitz in Hamburg durch die Clinicum St. Georg GmbH & Co. KG, Bad Aibling, erworben. Die Herzklinik Ulm MVZ GmbH, Hamburg, betreibt eine privat- und vertragsärztliche Facharztpraxis im Bereich der Inneren Medizin mit Schwerpunkt Kardiologie. Erwerb der Cardiologicum Bremerhaven MVZ GmbH, Hamburg Mit Wirkung zum 1. Oktober 2023 wurde die Cardiologicum Bremerhaven MVZ GmbH mit Sitz in Hamburg, zu einem Anteil von 60,00% durch die Clinicum St. Georg GmbH & Co. KG, Bad Aibling, erworben. Zunächst wurde die Gemeinschaftspraxis „Kardiologische Gemeinschaftspraxis Bremerhaven GbR“ am Vertragsarztsitz Postbrookstraße 105, 27574 Bremerhaven, zu einem Anteil von 55,00% durch die neugegründete Cardiologicum Bremerhaven MVZ GmbH, Hamburg, erworben. Daraufhin wurden die einbringenden Ärzte als Gesellschafter bei der Cardiologicum Bremerhaven MVZ GmbH aufgenommen. Im Rahmen einer Kapitalerhöhung bringen die einbringenden Ärzte ihre sämtlichen verbleibenden Geschäftsanteile an der Gemeinschaftspraxis in die Cardiologicum Bremerhaven MVZ GmbH ein. Der Anteil der Cardiologicum Bremerhaven MVZ GmbH an der Gemeinschaftspraxis erhöht sich dadurch auf 100 %. Im Gegenzug werden die einbringenden Ärzte nunmehr Gesellschafter der Cardiologicum Bremerhaven MVZ GmbH mit einem Anteil von insgesamt 40,0 %. Erwerb der Nephrologicum und Cardiologicum Bad Tölz Wolfratshausen MVZ GmbH, Hamburg Mit Wirkung zum 1. Oktober 2023 wurde die Nephrologicum und Cardiologicum Bad Tölz Wolfratshausen MVZ GmbH mit Sitz in Hamburg zu einem Anteil von 80,00% durch die Clinicum St. Georg GmbH & Co. KG, Bad Aibling, erworben. Die Nephrologicum und Cardiologicum Bad Tölz Wolfratshausen MVZ GmbH, Hamburg, betreibt eine privat- und vertragsärztliche Facharztpraxis mit dem Schwerpunkt Innere Medizin, insbesondere Nephrologie in Bad Tölz mit ausgelagertem Praxisraum in Wolfratshausen und bietet dort jeweils vor allem Leistungen zur Behandlung nierenkranker Patienten, insbesondere Dialysebehandlungen, sowie kardiologische Leistungen, an. Zunächst hat die fentus 260 GmbH, Hamburg, das Dialysezentrum & Facharztpraxis Bad Tölz und Wolfratshausen MVZ GbR erworben und die einbringenden Ärzte bringen ihre Geschäftsanteile an der GbR in die fentus GmbH ein. Im Anschluss wird die fentus 260 GmbH in die Nephrologicum und Cardiologicum Bad Tölz Wolfratshausen MVZ GmbH umfirmiert. Erwerb der Diagnosticum Visiorad MVZ GmbH, Hamburg Mit Wirkung zum 1. Oktober 2023 wurde die Diagnosticum Visiorad MVZ GmbH, Hamburg, am Vertragsarztsitz Gerhofstraße 10-12, 20354 Hamburg, zu einem Anteil von 67,61% durch die Clinicum St. Georg GmbH & Co. KG, Bad Aibling, erworben. Die Diagnosticum Visiorad MVZ GmbH erbringt an mehreren Standorten in Schleswig-Holstein und Hamburg privat- und vertragsärztliche Leistungen in den Fachgebieten Radiologie, Strahlentherapie und Nuklearmedizin. Zunächst hat die Diagnosticum Visiorad MVZ GmbH Geschäftsanteile an der VISIORAD GbR erworben. Daraufhin wurden die einbringenden Ärzte als Gesellschafter bei der Diagnosticum Visiorad MVZ GmbH aufgenommen. Im Rahmen einer Kapitalerhöhung bringen die einbringenden Ärzte ihre sämtlichen verbleibenden Geschäftsanteile an der GbR in die Diagnosticum Visiorad MVZ GmbH ein. Erwerb der Medizinicum GmbH, Hamburg Mit Wirkung zum 15. August 2023 wurden Anteile in Höhe von50,10% der Medizinicum GmbH, Hamburg, am Vertragsarztsitz Stephansplatz 3, Hamburg, durch die Clinicum St. Georg GmbH & Co. KG, Bad Aibling, erworben. Die Medizinicum GmbH betreibt als Trägergesellschaft ein Medizinisches Versorgungszentrum sowie verschiedene Zweigpraxisstandorte in Hamburg. Die MEDIZINICUM ist die alleinige Gesellschafterin der Klinikum Stephansplatz GmbH, einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in Hamburg, sowie Gesellschafterin der Labororganisationsgemeinschaft Stephansplatz GbR. Die Medizinicum GmbH ist an dem Vermögen und den Gewinnen der Labororganisationsgemeinschaft Stephansplatz GbR beteiligt. Erwerb der Onkologicum HOPA MVZ GmbH, Hamburg Mit Wirkung zum 1. Mai 2023 wurden Anteile in Höhe von 50,21 % der Onkologicum HOPA MVZ GmbH, Hamburg, am Vertragsarztsitz Mörkenstr. 47, Hamburg, durch die Clinicum St. Georg GmbH & Co. KG, Bad Aibling, erworben. Die Onkologicum HOPA MVZ GmbH betreibt die Hämatologisch-Onkologische Praxis Altona, in der vertrags- und privatärztliche Behandlungen und Leistungen in den Fachbereichen Innere Medizin, Allgemeinmedizin, Gynäkologie, Laboratoriumsmedizin und Transfusionsmedizin und dabei schwerpunktmäßig in der Hämatologie, internistische Onkologie und Palliativmedizin durchgeführt werden. Erwerb der Laboricum MVZ Dreilinden GmbH, Kleinmanchow Mit Wirkung zum 1. Februar 2023 wurden Anteile in Höhe von 50,98% der Laboricum MVZ Dreilinden GmbH, Kleinmachnow, am Vertragsarztsitz Rheinstr. 22-23, Berlin durch die Clinicum St. Georg GmbH & Co. KG, Bad Aibling, erworben. Die Laboricum MVZ Dreilinden GmbH betreibt eine Praxisgemeinschaft zur gemeinsamen Nutzung von Praxisräumen und Praxiseinrichtungen. Erwerb der Nephrologicum Berlin-Marzahn MVZ GmbH, Hamburg Mit Wirkung zum 1. Januar 2023 wurden Anteile in Höhe von 74,90 % der Nephrologicum Berlin-Marzahn MVZ GmbH, Hamburg, von der Clinicum St. Georg GmbH & Co. KG, Bad Aibling, erworben. Zunächst wurden sämtliche Anteile der Nieren- und Dialysezentrum Berlin-Marzahn CS MVZ GmbH mit Sitz in Berlin durch die Nephrologicum Berlin-Marzahn MVZ GmbH, Hamburg, erworben. Die Nieren- und Dialysezentrum Berlin-Marzahn CS MVZ GmbH betreibt am Standort Helene-Weigel-Platz 11, Berlin, ein Medizinisches Versorgungszentrum und bietet die fachärztliche Versorgung von Patienten mit Herz-, Kreislauf- sowie Nieren- und Bluthochdruckerkrankungen, insbesondere Dialysebehandlungen an. Erwerb der Medicum Rosenheim MVZ GmbH, Hamburg Mit Wirkung zum 1. Januar 2023 wurden sämtliche Vermögenswerte und Schulden (100,00%), mit Ausnahme der sich in Privateigentum befindlichen Gegenstände (im Wesentlichen Gemälde), im Rahmen eines Asset-Deals an der Praxis Pihusch Medizinisches Versorgungszentrum GbR durch die Medicum Rosenheim MVZ GmbH, Hamburg, erworben. Die Praxis Pihusch Medizinisches Versorgungszentrum GbR hat Schwerpunkte für Innere Medizin, Onkologie, Gastroenterologie und Diabetologie, und bietet vertrags- und privatärztliche Leistungen im Bereich der Inneren Medizin, der Hämatologie, der Onkologie, der Palliativmedizin, der Hämostaseologie, der Gastroenterologie, der Diabetologie und der Allgemeinmedizin an. Erwerb der Nephrologicum & Cardiologicum Allgäu MVZ GmbH, Hamburg Mit Wirkung zum 1. Januar 2023 wurden Anteile in Höhe von 56,90 % der Nephrologicum & Cardiologicum Allgäu MVZ GmbH, Hamburg, von der Clinicum St. Georg GmbH & Co. KG, Bad Aibling, erworben. Zunächst wurde die Gemeinschaftspraxis „Internistisches Facharztzentrum mit Dialyse Memmingen / Leutkirch und Mindelheim “ am Vertragsarztsitz Donaustraße 78, 87700 Memmingen, zu einem Anteil von 60 % durch die neugegründete Nephrologicum & Cardiologicum Allgäu MVZ GmbH erworben. Daraufhin wurden die einbringenden Ärzte als Gesellschafter bei der Nephrologicum & Cardiologicum Allgäu MVZ GmbH aufgenommen. Im Rahmen einer Kapitalerhöhung bringen die einbringenden Ärzte ihre sämtlichen verbleibenden Geschäftsanteile an der Gemeinschaftspraxis in die Nephrologicum & Cardiologicum Allgäu MVZ GmbH ein. Der Anteil der Nephrologicum & Cardiologicum Allgäu MVZ GmbH an der Gemeinschaftspraxis erhöht sich dadurch auf 100 %. Im Gegenzug werden die einbringenden Ärzte nunmehr Gesellschafter der Nephrologicum & Cardiologicum Allgäu MVZ GmbH mit einem Anteil von insgesamt 43,1 %. 1.2. Geschäftsmodell der Sanecum Gruppe Die Sanecum Gruppe GmbH erwirbt und hält Beteiligungen an medizinischen Versorgungszentren mit Schwerpunkten in den Fachrichtungen der Inneren Medizin, Nephrologie und Kardiologie. Die medizinischen Versorgungszentren werden durch ärztliche Geschäftsführer dezentral geführt und profitieren von gruppenweit einheitlich bereitgestellten innovativen und digitalen IT-Lösungen zur optimierten Versorgung der Patienten. Die Gruppe erbringt einzelne Dienstleistungen zur Förderung und Entwicklung der medizinischen Versorgungszentren (MVZ) durch Eingehen regionaler Kooperationen sowie Patientenzuweisung in den regionalen Netzen. Die Umsatzerlöse resultieren hauptsächlich aus dem ambulanten Bereich. Die Medizinischen Versorgungszentren sowie die Klinik unterliegen der gesetzmäßigen Norm der Entgeltregelungen. Das Angebot von ambulanten und stationären Behandlungen sowie die Preise gegenüber Krankenkassen und anderweitigen Kostenträgern sind durch Rechtsverordnungen auf Bundes- und Landesebene festgesetzt. Um erbrachte medizinische Leistungen in den MVZ auf Kosten der gesetzlichen Krankenversicherungen abrechnen zu können, gilt die Voraussetzung der Teilnahme an der vertragsärztlichen Versorgung. Die Leitung und Steuerung der Sanecum Gruppe erfolgt durch die Geschäftsführung der Muttergesellschaft sowie durch die geschäftsführenden Ärzte in den einzelnen Tochtergesellschaften mit ihren Medizinischen Versorgungszentren. Weitere Organe der Gruppe sind der Beirat sowie die Gesellschafterversammlung. Dem Beirat obliegen die Beratung, Kontrolle und Überwachung der Geschäftsführung sowie die entsprechenden Rechte und Pflichten. Die Gesellschafterversammlung beschließt über die Feststellung des Jahresabschlusses sowie über die Entlastung der Geschäftsführer und über die Gewinnverwendung. Die operative Verantwortung wird den regionalen Gesellschaften für die Erreichung der Ziele übertragen, die auch organisatorisch die Patienten betreuen. Im Hinblick auf die unternehmerischen Ziele der Gruppe werden die Umsatzerlöse und das EBITDA als betriebswirtschaftliche Steuerungs- und Planungskennzahl genutzt, welche Rückschlüsse auf das Wachstum und die Rentabilität geben. Das EBITDA beschreibt die operative Leistungsfähigkeit vor Abschreibungen, Steuern und Zinsen und stellt einen bedeutsamen steuerungsrelevanten finanziellen Leistungsindikator dar. Die Planung der Tochtergesellschaften der Sanecum Gruppe erfolgt lokal nach handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften. Die Überleitung zu einer nach IFRS aufgestellten konzernübergreifenden Planung und Steuerung erfolgt zentral auf Ebene der Sanecum Gruppe. Mit der Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2023 ist die Geschäftsführung insgesamt zufrieden. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts beurteilt die Geschäftsführung der Sanecum Gruppe GmbH die Geschäftsentwicklung als positiv. Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine bedeutsamen nichtfinanziellen Leistungsindikatoren von der Sanecum Gruppe als Steuerungsinstrument genutzt. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.1.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Das Jahr 2023 ist geprägt von einer nach wie vor gedämpften Konjunktur und dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, der die Aussichten für die Weltwirtschaft weiterhin belastet. Bedingt durch hohe Preise, gestiegene Zinsen und einer geringeren Nachfrage sowohl im Inland als auch international liegt die wirtschaftliche Entwicklung 2023 hinter den volkswirtschaftlichen Erwartungen. Besonders im Produzierenden Gewerbe gab es einen Rückgang, insbesondere in der Energieversorgung und der energieintensiven Industrie. Im Baugewerbe gab es aufgrund hoher Baukosten und Fachkräftemangel lediglich ein leichtes Plus. Im Dienstleistungssektor gab es ebenfalls positive Entwicklungen, allerdings weniger stark als in den Vorjahren. Der Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe verzeichnete einen Rückgang. Gemäß Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis, Stand 15. Januar 2023) notierte das preisbereinigte BIP im Jahr 2023 um 0,3% niedriger als im Vorjahr. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 damit um 0,7% höher. Gemäß Einschätzung des Ifo-Instituts wird das preisbereinigte BIP im Jahr 2024 um 0,4% steigen und im Jahr 2025 weiter um 1,5% zulegen. Die Inflationsrate wird im Jahr 2024 mit durchschnittlich 2,2% erwartungsgemäß gegenüber dem Vorjahr abnehmen. 2.1.2. Branchenbezogene Entwicklung Die Gesundheitswirtschaft hat eine erhebliche ökonomische Bedeutung für den Standort Deutschland. Im Kernbereich der Gesundheitswirtschaft lag die Bruttowertschöpfung 2023 bei knapp € 435,5 Mrd. (entspricht etwa als 11,5% des BIP). Der Gesundheitsmarkt ist damit weiterhin eine Wachstumsbranche auf Expansionskurs. Mit einem Wachstum von jährlich 3,9% wuchs der Sektor in den letzten zehn Jahren deutlich stärker als das BIP. Die jährlichen Gesundheitsausgaben sind in Deutschland seit mehr als 10 Jahren stetig gestiegen. Die Ausgaben werden aufgrund langfristiger Trends erwartungsgemäß auch in den kommenden Jahren ansteigen (u. a. eine alternde Gesellschaft). Es werden Umsätze im Gesundheitswesen in Deutschland für das Jahr 2024 in Höhe von € 106,5 Mrd. und in 2025 von € 109,4 Mrd. erwartet. Die Gesundheitsausgaben beliefen sich im Jahr 2022 gemäß Statistischen Bundesamt auf rund € 498 Mrd. Sie haben damit bereits seit dem Jahr 2017 die Marke von € 1 Mrd. pro Tag regelmäßig überschritten. Das Bundesministerium für Gesundheit sieht die Gesundheitswirtschaft weiterhin als Beschäftigungsmotor. Die Branche ist sehr personalintensiv und beschäftigt derzeit 8,3 Millionen Menschen. Damit ist aktuell etwa jeder achte Erwerbstätige in Deutschland in dieser Branche tätig. Seit dem Jahr 2014 hat die Zahl der Beschäftigten im Gesundheitswesen um 1,6 Millionen zugenommen. Mehr als drei Viertel der Beschäftigten sind weiblichen Geschlechts. Nach der Gesundheitsberichterstattung des Bundes (GBE) ist die Zahl der 6,0 Millionen Beschäftigten im Gesundheitswesen im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 36.000 (plus 0,5 %) gestiegen. Zurückzuführen ist dieser positive Beschäftigungstrend vor allem auf das Wachstum der Beschäftigten in der Gesundheits- und Krankenpflege, Rettungsdienst und Geburtshilfe (plus 14.000 oder 1,2%) und in den anderen Berufen des Gesundheitswesens, wie bspw. Altenpflege (plus 12.000), Verwaltung (plus 5.000) sowie Human- und Zahnmedizin (plus 5.000). Am Jahresende 2022 arbeiteten mehr als zwei Drittel der Beschäftigten in ambulanten und (teil-)stationären Einrichtungen des Gesundheitswesens. In der ambulanten Pflege ist das Personal mit einem Zuwachs von 14.000 (plus 0,5%) vergleichbar stark angestiegen wie in der stationären und teilstationären Pflege (plus 22.000 oder plus 1,0%). Ein überdurchschnittliches Beschäftigungswachstum gab es auch in Krankenhäusern (plus 19.000 oder plus 1,5%) und Praxen sonstiger medizinischer Berufe (plus 13.000 oder plus 2,3%), in Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen ist die Zahl in etwa gleichgeblieben. Mittelfristig betrachtet ist zwischen 2019 und 2022 das Personal in Arztpraxen um 3,7% gestiegen, in den Praxen sonstiger medizinischer Berufe um 3,9% und in Krankenhäusern um 5,7%. In der ambulanten Pflege erfolgte ein Anstieg des Personals um 5,9% und in der (teil-)stationären Pflege um 3,0%. 2.1.3. Geschäftsentwicklung und Ertragslage Die Geschäftszahlen für das Geschäftsjahr 2023 sind, wie bereits zum vorangegangenen Berichtsstichtag, nicht mit den Vorjahresangaben vergleichbar. Dies wird erneut bedingt durch den erstmaligen Einbezug unterjährig übernommener Gesellschaften in den Konzernabschluss der Sanecum Gruppe GmbH (siehe Abschnitt 1.1. „Tochterunternehmen/Beteiligungen“). Nachstehend wird die Ertragslage des Konzerns beschrieben.
Die Sanecum Gruppe erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse in Höhe von T€ 193.290 (Vorjahr: T€ 124.062) und hat damit die Vorjahresprognose übertroffen. Der Anstieg um T€ 69.228 ist überwiegend anorganisch und bedingt durch die mehrheitliche Übernahme der Onkologicum HOPA MVZ GmbH, Hamburg (T€ 10.216), der Medizinicum GmbH, Hamburg (T€ 7.276), der Nephrologicum & Cardiolologicum Allgäu MVZ GmbH, Hamburg (T€ 7.631), der Diagnosticum Visiorad MVZ GmbH, Hamburg (T€ 5.056), der Nephrologicum Berlin-Marzahn MVZ GmbH, Hamburg (T€ 3.174) und der Medicum Rosenheim MVZ GmbH, Hamburg (T€ 1.562). Darüber hinaus werden die im Vorjahr erworbenen Gesellschaften erstmalig über das gesamte Geschäftsjahr 2023 einbezogen. Daraus ergibt sich ebenfalls ein anorganisches Wachstum (T€ 15.659). Infolgedessen hat sich das EBITDA im Vergleich zum Vorjahr um T€ 11.597 auf T€ 20.159 sehr positiv entwickelt. Insbesondere aufgrund der stark angestiegenen Abschreibungen T€ 31.200 (Vorjahr T€ 17.587) lag der Jahresfehlbetrag im Geschäftsjahr bei T€ 26.966 (Vorjahr T€ 16.008). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 42.926 (Vorjahr T€ 25.417) wurden wesentlich durch die Raumkosten T€ 12.348 (Vorjahr T€ 7.995), Rechts- und Beratungskosten T€ 9.108 (Vorjahr T€ 4.754) im Zusammenhang mit den Unternehmenstransaktionen, Versicherungen und Beiträge T€ 4.346 (Vorjahr T€ 2.639) sowie Reparaturen und Instandhaltung T€ 3.588 (Vorjahr T€ 2.702) geprägt. Die Abschreibungen resultieren im Wesentlichen aus Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte T€ 24.927 (Vorjahr T€ 13.590) sowie aus Abschreibungen auf Sachanlagen T€ 4.193 (Vorjahr T€ 2.376). Darüber hinaus stieg der Zinsaufwand im Geschäftsjahr um T€ 11.594 auf T€ 15.041. Die Gruppe erbringt medizinische Leistungen vor allem in den Fachbereichen Nephrologie, Onkologie, Kardiologie, Radiologie und im multidisziplinären Umfeld. Im Bereich Nephrologie sind die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um 50,5% auf T€ 120.700 gestiegen. Im Vorjahresvergleich haben sich die Umsätze aus dem Bereich der Onkologie um 99,7% auf T€ 26.547 erhöht. Dies ist vor allem auf die Übernahmen zurückzuführen. Im multidisziplinären Bereich konnten die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um 57,1% auf T€ 21.438 erhöht werden. Die Umsatzerlöse aus dem Bereich Kardiologie konnten im Vergleich zum Vorjahr um 15,3% auf T€ 19.549 gesteigert werden. Zudem gab es neu im Geschäftsjahr Umsätze im Bereich Radiologie in Höhe von T€ 5.056. Die Ertragskraft des Unternehmens wird durch die Umsatzerlöse gemessen. Die Umsatzerlöse der Gruppe werden nach den wichtigsten Dienstleistungslinien aufgeschlüsselt und ausschließlich im Inland realisiert.
2.2. Vermögens- und Finanzlage Die Vermögensstruktur der Sanecum Gruppe stellt sich wie folgt dar:
Im Geschäftsjahr 2023 hat die Gruppe im Wesentlichen in den Erwerb von auf Nephrologie, Onkologie und Dialyse ausgerichtete Praxen investiert (wie unter Abschnitt 1.1 „Tochterunternehmen / Beteiligungen“ ausgeführt). Weiterhin wurde fortlaufend in eine einheitliche IT-Infrastruktur investiert. Die Gesamtinvestitionen lagen im Geschäftsjahr 2023 bei T€ 185.328. Die Kapitalstruktur des Konzerns gliedert sich wie folgt:
Die Finanzierung der Gruppe wird zentral gesteuert und ist grundsätzlich mittel bis langfristig ausgerichtet. Die Zahlungsfähigkeit sowie ausreichende Liquiditätsreserven sind zu jeder Zeit sichergestellt. Neben den liquiden Mitteln in Höhe von T€ 34.136 stehen der Gruppe zum Bilanzstichtag zugesagte Kreditlinien in Höhe von T€ 12.500 zur Verfügung. Dabei handelt es sich um Kreditlinien zur Finanzierung der Unternehmenserwerbe als auch Betriebsmittelkreditlinien. 2.2.1. Finanzierung und Liquidität Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Im Geschäftsjahr 2023 wurden Darlehen bei Kreditinstituten in Höhe von T€ 72.743 (Vorjahr: T€ 65.124) aufgenommen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden zu marktüblichen Zinssätzen abgeschlossen und enthalten darüber hinaus Vereinbarungen zur Einhaltung der Finanzierungsstärke (Financial Covenants), die bei Verletzung zu einer Anpassung der Vertragskonditionen oder auch zu einer Vertragskündigung durch die beteiligten Banken führen können. Die hierfür relevanten Kennzahlen werden laufend überwacht und an die Geschäftsführung berichtet. Bei den Kennzahlen handelt es sich im Wesentlichen um den Verschuldungsgrad. Diese Kennzahlen haben sich im Geschäftsjahr 2023 nicht wesentlich verändert. Zum Abschlussstichtag bestehen keine Kreditlinien in Fremdwährungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen gegenüber Gesellschaftern der Policum Gruppe und Minderheitsgesellschaftern aus Kaufpreisverbindlichkeiten und wurden „at arms lenght“ abgeschlossen. Im Zusammenhang mit neuen Unternehmenstransaktionen wurden weitere Darlehen im Jahr 2023 aufgenommen. Es wird eine Fremdkapitalfinanzierung von mindestens 40% angestrebt. Der Finanzmittelfonds umfasst die in der Bilanz ausgewiesenen Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten.
Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Mittelabfluss aus operativer Geschäftstätigkeit in Höhe von T€ 7.975 realisiert. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2023 T€ 159.723 (Vorjahr: T€ 102.507) und ist im Wesentlichen auf Unternehmenstransaktionen zurückzuführen. Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis betrugen T€ 148.260 (Vorjahr: T€ 85.972). Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit ist im Wesentlichen aus der Aufnahme neuer Darlehen T€ 79.863 (Vorjahr: T€ 63.190) und Kapitalzuführungen der Gesellschafter T€ 117.697 (Vorjahr: T€ 64.634) begründet. 2.2.2 Gesamtaussage der Geschäftsführung zur wirtschaftlichen Lage Zusammenfassend war das Geschäftsjahr 2023 hauptsächlich durch die Übernahme der neuen ambulanten Gesellschaften geprägt. Die Umsatzerlöse konnten anorganisch um T€ 69.228 erhöht werden. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1. Prognosebericht Die Gesellschaft ist in 2024 erwartet stark gewachsen. Auch für das Geschäftsjahr 2025 erwartet die Geschäftsführung, wie bereits in der vorangegangenen Berichtsperiode, ein deutliches Wachstum der Umsatzerlöse und des EBITDA. Das geplante Wachstum wird sowohl durch organische als auch durch anorganische Faktoren getragen. Anorganisches Wachstum resultiert insbesondere aus den geplanten Akquisitionen weiterer Gesellschaften, überwiegend aus den Fachrichtungen Nephrologie und Radiologie. Organisches Wachstum wird insbesondere im Bereich der Labordienstleistungen erwartet. Zusätzlich tragen die Gesamtjahreseffekte der bereits in der aktuellen Berichtsperiode vollzogenen Akquisitionen zum Wachstum bei. Der Verlauf des Ukraine-Kriegs sowie mögliche weitere Sanktionen, Handelsrestriktionen oder politische Entwicklungen können die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Prognosezeitraum weiterhin beeinflussen. Zum Berichtszeitpunkt bestehen keine direkten wirtschaftlichen Beziehungen zu Unternehmen oder Institutionen in Russland oder der Ukraine. Etwaige indirekte Auswirkungen, insbesondere im Hinblick auf Energieversorgung, Lieferketten und Kostenentwicklung werden laufend analysiert. Änderungen im gesundheitspolitischen und regulatorischen Umfeld können ebenfalls maßgeblichen Einfluss auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung haben. Die Gesellschaft beobachtet die weitere Entwicklung kontinuierlich und wird bei wesentlichen Veränderungen zeitnah geeignete Maßnahmen ergreifen und die Prognosen bei Bedarf entsprechend anpassen. 3.2. Chancen- und Risikobericht Aufgrund des perspektivisch andauernden anorganischen Wachstums ist die Gruppe künftig einer Steigerung der Komplexität in den Geschäftsverflechtungen, einem erhöhten Anspruch nach steigender sowie konsequenter Effizienz und Effektivität ausgesetzt. Folglich ist die Gruppe einer Reihe von Herausforderungen und Risiken ausgesetzt. Risiken und Chancen werden gleichermaßen und systematisch erfasst, damit die Gruppe rechtzeitig auf die Risiken reagiert und die Chancen erkennt und zu ihrem Vorteil nutzt. So kann die Gruppe die Ansprüche ihrer Patienten erfüllen, ihren Mitarbeitern sichere Arbeitsplätze bieten und den wirtschaftlichen Erfolg sichern. Die Steuerung der Risiken und Chancen ist eine fortbestehende Herausforderung und wichtiger Bestandteil der Geschäftsführung der Gruppe. Die folgenden Risiken und Chancen wurden für die Sanecum Gruppe identifiziert und nach ihrer Relevanz dargestellt. Die Darstellung erfolgt vor Berücksichtigung von ergriffenen Maßnahmen zur Risikobegrenzung (Bruttobetrachtung): Risiken aus Akquisitionen und Governance-Risiken Die Einbindung von erworbenen Praxen und Medizinischen Versorgungszentren kann Risiken mit sich bringen. Die Aufgabe der Gruppe ist es, schnellstmöglich die Prozesse und die Infrastruktur des erworbenen Unternehmens in die Gruppe einzubinden. Dazu werden Prozesse, IT und das Berichtswesen gruppenweit vereinheitlicht. Kritisch könnte sich der Verlust von wichtigen Leistungsträgern im Rahmen der Einbindung sowie nicht sorgfältige und angemessene Due-Diligence-Verfahren auswirken. Darüber hinaus besteht grundsätzlich das Risiko, dass Führungsstrukturen und Etablierung von einem funktionierenden internen Kontrollsystem (bspw. Vier-Augen-Systeme) nicht angemessen greifen bzw. zunächst etabliert werden müssen. Diese Risiken der Akquisition werden dahingehend minimiert, indem erfahrenes Personal der Gruppe diesen Prozess begleitet. Da in den kommenden Geschäftsjahren weitere Akquisitionen geplant sind, erwarten wir ein mittelfristiges Bestehen dieser Risiken. Personalmangel Im Gesundheitsmarkt sind Risiken im Personalbereich durchgehend vorhanden und können zu einer Verschlechterung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen. Zu den wichtigsten Einzelrisiken gehören der Fachkräftemangel und die Abwanderung von Schlüsselpersonal. Zur Vorbeugung des Risikos des Fachkräftemangels nutzt die Gruppe umfangreiche dezentrale Rekrutierungsmaßnahmen und Personalentwicklungs- und Personalbindungsprogramme. Daneben hat die Aus- und Fortbildung der eigenen Fach- und Servicekräfte hohe Priorität. Durch die optimale Qualifizierung der Mitarbeiter werden ein hohes Innovationspotenzial und zukunftsweisende Prozesse gewährleistet, nicht nur auf dem Gebiet hochwertiger Medizin, sondern auch bezogen auf unsere wirtschaftlichen Aktivitäten. Zusätzlich werden gezielte Personalbindungsmaßnahmen durchgeführt, um qualifizierte und motivierte Mitarbeiter langfristig für die Sanecum Gruppe zu begeistern. So wird dem Fachkräftemangel gezielt vorgebeugt. Mit Hilfe dieses Ansatzes wird der ökonomischen und der gesellschaftlichen Verantwortung der Sanecum Gruppe gleichsam Rechnung getragen und die eigene Marke gestärkt. IT- und Cyber-Risiken Im Bereich der unternehmensinternen Risiken stellen die Vorhaltung der benötigten IT-Infrastruktur und deren Sicherung für die Leistungserbringung sowie die notwendigen internen Belange Maßnahmen von dauerhaft wichtiger Bedeutung dar. Die Gruppe begegnet den sich insoweit ergebenden grundsätzlichen Risiken, wie etwa einer unzureichenden Datenverfügbarkeit, des Datenverlustes und der Datenintegrität durch die Beschäftigung hochqualifizierten IT-Dienstleister, durch die Vorhaltung des jeweils technisch neuesten Stands der IT-Hardware, geeigneter Back-up-Systeme sowie Investitionen in die Absicherung der Systeme. Störungen in der IT-Integration und -Infrastruktur sowie in den dazugehörigen Verfahren können entsprechende Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. In diesem Zusammenhang wird das Risikomanagement im IT-Bereich kontinuierlich weiterentwickelt. In den vergangenen Jahren hat sich die allgemeine Risikolage im Bereich der IT durch eine weltweite Steigerung von Cyberangriffen erhöht. Um dieser Entwicklung angemessen zu begegnen, hat die Gruppe Maßnahmen ergriffen, um die IT-Sicherheit weiter zu verbessern und mögliche Cyberangriffe auch zukünftig erfolgreich abwehren zu können. Das Rechenzentrum ist zum Nachweis der Datenschutz- und Datensicherheitsstandards zertifiziert und führt darüber hinaus unabhängige interne und externe Audit Penetration Tests durch, welche die Leistungsfähigkeit unserer Sicherheitsmaßnahmen unterstreichen. Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken Die Sanecum Gruppe unterliegt grundsätzlich Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken. Die Steuerung der kurzfristigen Liquiditäts- und längerfristigen Finanzierungsrisiken ist zentrale Zuständigkeit des Bereichs Finanzen, der hierfür ein effizientes Steuerungssystem zur Überwachung der kurzfristigen liquiden Mittel einsetzt. Bedingt durch die Unternehmensakquisitionen und damit verbundenen Investitionslaufzeiten ist die Finanzierungsstrategie grundsätzlich langfristig ausgerichtet und beinhaltet überschaubare kurzfristige Refinanzierungsrisiken. Die breite Streuung der Finanzierungspartner sowie die umfangreichen freien Kreditlinien unterstreichen einen hohen Grad an Unabhängigkeit gegenüber generellen Finanzierungsentwicklungen und sichern volle finanzielle Handlungsfähigkeit unter anderem auch für anorganisches Wachstum. Insofern es bei laufender Überwachung zu kurzfristigen Liquiditätsengpässen kommen sollte, können geplante Unternehmensakquisitionen durch das Management abgesagt bzw. verschoben werden. Insgesamt wird das Finanzierungs- und Liquiditätsrisiko als gering eingestuft. Ukraine-Krieg und Sanktionen Der im Februar 2022 erfolgte russische Angriffskrieg auf die Ukraine und die darauffolgenden Sanktionen werden nicht ohne Folgen bleiben. Zum Zeitpunkt der Abschlussaufstellung sind zwar keine direkt mit dem Konzern zusammenhängenden Risiken bzw. deren Auswirkungen für den Sanecum-Konzern erkennbar. Risiken ergeben sich jedoch derzeit aus gesamtwirtschaftlichen und politischen Entwicklungen. Neben den bereits deutlich gestiegenen Energiepreisen können sich Risiken für viele finanzielle und wirtschaftliche Einflussfaktoren ergeben, so u. a. die Preissteigerungen auf den Rohstoffmärkten, die Kostensteigerungen bei Baumaterialien oder ein zusätzlicher Aufwand für die medizinische Behandlung von geflüchteten Menschen. Mögliche Auswirkungen werden weiterhin intensiv beobachtet und werden von der Geschäftsführung als gering eingestuft. MVZ-Reformdiskussion In der politischen Diskussion um investorengetragene MVZ (iMVZ) fordern die Bundesländer drastische Verschärfungen für Gründung und Betrieb von iMVZ: Die Gesundheitsminister der Bundesländer haben auf ihrer Konferenz am 27. März 2023 beschlossen, einen Entschließungsantrag auf Grundlage eines gemeinsam erarbeiteten Eckpunktepapiers in den Bundesrat einzubringen. Das Eckpunktepapier sieht erhebliche Einschränkungen vor:
Vor allem die ersten beiden Punkte - die räumliche Beschränkung der Gründungsbefugnis und die Streichung des § 103 Abs. 4a S. 1 SGB V (Verzicht auf die Zulassung zugunsten der eigenen Anstellung) würden zu weitreichenden Veränderungen in der MVZ-Landschaft führen. Bisher handelt es sich lediglich um ein Eckpunktepapier. Es bleibt abzuwarten, ob hieraus eine Bundesratsinitiative entsteht. Auch wenn dem so sein sollte: Die Gesetzgebungskompetenz liegt beim Bund und nicht bei den Ländern. Das Eckpunktepapier dürfte deshalb allenfalls als Ideengeber dienen, ob sich die Bundestagsabgeordneten bzw. die Fraktionen diesen Vorschlägen anschließen, bleibt fraglich. Mögliche Auswirkungen werden intensiv beobachtet und werden von der Geschäftsführung als gering eingestuft. Chancen aus Markt und Umfeld In die Chancenkategorie fallen positive Entwicklungen, die sich aufgrund der politischen oder wirtschaftlichen Entwicklung ergeben. Die Stärke des medizinischen Sektors ist die relative Unabhängigkeit von wirtschaftlichen Entwicklungen, sodass die Gruppe hier die Chance sieht, auch bei einer sich ändernden wirtschaftlichen Lage das avisierte Wachstum aufrechtzuerhalten. Auch Chancen, die sich im Kontext des Wettbewerbs ergeben, zählen in diese Kategorie. Hier sieht die Gruppe Potenzial im Aufbau und Ausbau der medizinischen Dienstleistungen. Neben den Aspekten der medizinischen Versorgung ergeben sich auch im gesamten ambulanten Bereich für die Gruppe Möglichkeiten, sich durch moderne Angebote und Services vom Wettbewerb weiter positiv abzuheben. Die Gruppe orientiert sich am Bedarf und Wohl ihrer Patienten. Strategische Chancen Hierunter werden alle Chancen zusammengefasst, die sich langfristig durch globale Trends und Entwicklungen ergeben. Auch Investitionsprojekte, Akquisitionen, Stärkung der eigenen Marke und der Eintritt in neue Geschäftsfelder zählen in diese Kategorie. Die Gruppe beobachtet kontinuierlich den ambulanten Bereich in Deutschland. Die Erfahrung bei der Akquisition und Einbindung von medizinischen Versorgungszentren in die Sanecum Gruppe ermöglicht es, Investitionschancen und strategische Potenziale frühzeitig zu identifizieren und zu ergreifen. Durch den Ausbau und die Erweiterung des vorhandenen Leistungsspektrums wird gezielt die Stärkung der Marke Sanecum bei Patienten und Mitarbeitern betrieben. Chancen aus Finanzaktivitäten Der breite Finanzierungsmix und hohe Eigenkapitalanteil ermöglichen der Gruppe, langfristige Finanzierungssicherheit zu erreichen und dabei trotzdem flexibel auf günstige Finanzierungsmöglichkeiten zu reagieren. Neben der allgemeinen Unternehmens- und Wachstumsfinanzierung wird hierdurch die notwendige Kapitalstärke erreicht, um in der Lage zu sein, Chancen frühzeitig zu ergreifen. Chancen aus operativer Tätigkeit Chancen aus operativer Tätigkeit beinhalten insbesondere Möglichkeiten zur Weiterentwicklung der Abrechnungsprozesse und Erlössteigerung. Hierzu zählen auch Chancen zur weiteren Verbesserung der medizinischen Qualität durch den Einsatz neuer Prozesse, Technologien und Weiterbildung der Mitarbeiter. Die Fixkostendegression und Schaffung von gruppenweiten Synergien ermöglicht es, die Kostensituation der Gruppe stetig zu verbessern und dabei die medizinische Leistung auf konstant hohem Niveau zu erhalten. Aufgrund der internen IT-Kompetenz und der gruppenweiten Digitalisierungsstrategie ist die Sanecum Gruppe in der Lage, den Änderungsprozess in zusätzliche Wettbewerbsvorteile umzuwandeln. Gesamtaussage der Geschäftsführung: Die Geschäftsführung erwartet grundsätzlich keine Risiken, die die Unternehmensfortführung des Konzerns wesentlich beeinträchtigen könnten. Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens geht davon aus, dass die Ertrags- und Liquiditätskraft der Sanecum Gruppe eine solide Grundlage für die künftige Lage des Konzerns bildet und die notwendigen Ressourcen zur Verfügung stellt und die zuvor genannten Chancen geeignet nutzen kann.
Hamburg, den 30. April 2025 Die Geschäftsführung der Sanecum Gruppe GmbH Ulf Völkel Geschäftsführung Dr. Susanne Hoischen Geschäftsführung André Varney Geschäftsführung |
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