Ventura Ace GP GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Roland Frisch seit 30.10.2025 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Bulthaup GmbH & Co KGAich, Gde.BodenkirchenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022Grundlagen des Konzerns Die Bulthaup-Gruppe gehört zu den weltweit führenden Anbietern von hochwertigen funktions- und designorientierten Küchen im privaten Wohnbereich und ist damit einer der erfolgreichsten internationalen Anbieter in diesem Branchensegment. Die Gestaltung unserer Produkte ist ausgerichtet auf höchste Funktionalität, Qualität und Wertbeständigkeit. Unsere Produktphilosophie ist geprägt durch die Reduktion auf das Wesentliche. Mit unserer aktuellen Produktgeneration b2 und b3 sowie der Produktlinie b Solitaire und den ergänzenden Produktbereichen Communication (Tische, Stühle und Bänke) und Accessoires (Küchenwerkzeuge und Zubehör) sehen wir uns als Schrittmacher der Branche. Der Konzernabschluss der Bulthaup GmbH & Co KG umfasst neben der Muttergesellschaft 19 Tochtergesellschaften. Diese werden im Konzernabschluss der Bulthaup GmbH & Co KG vollkonsolidiert. Wirtschaftliches Umfeld Der Umsatz der deutschen Möbelindustrie stieg im Jahr 2022 an, er erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,9% (Vorjahr: +1,9%). Die deutsche Küchenmöbelindustrie verzeichnete im Jahr 2022 einen Umsatzanstieg von +9,5% (Vorjahr: +8,7%), dabei erhöhten sich die Inlandsumsätze um +7,0% (Vorjahr: +2,1%) und die Auslandsumsätze um +12,7% (Vorjahr: +18,6%). Die Zahl der Beschäftigten stieg geringfügig an. Geschäftsentwicklung bei Bulthaup Umsatz- und Ertragslage Der Konzernumsatz (vor Erlösschmälerungen) des Geschäftsjahres 2022 erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 12,8% auf Mio. EUR 127,0 (GJ 2021: Mio. EUR 112,6), dabei stieg der Export um 12,9%, und der Inlandsumsatz um 12,4%. Die Exportquote betrug rund 82% (GJ 2021: 82%). Die Umsatzrendite beläuft sich auf 11,0% und liegt damit auf dem Niveau des Vorjahres (GJ 2021: 10,9%). Der Materialaufwand erhöhte sich um 21,0% auf Mio. EUR 39,5 (GJ 2021: Mio. EUR 32,6). Die Materialintensität (Materialaufwand im Verhältnis zur Betriebsleistung) liegt mit 32,6% über dem Wert des Vorjahres (GJ 2021: 30,6%). Der Personalaufwand lag im Geschäftsjahr 2022 mit Mio. EUR 40,3 über dem Vorjahresniveau (GJ 2021: Mio. EUR 38,7). Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter verringerte sich um -1 (-0,2%) auf 557 (GJ 2020: 558). Der Umsatz (vor Erlösschmälerung) je Mitarbeiter erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 202 auf TEUR 228. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit Mio. EUR 26,0 um Mio. EUR 5,1 über dem Vorjahreswert (GJ 2021: Mio. EUR 20,9). Dies ist im Wesentlichen bedingt durch gestiegene Frachten und Verpackung (Mio. EUR 1,8), Währungsdifferenzen (Mio. EUR 1,7), Betriebskosten (Mio. EUR 0,3), Mieten (Mio. EUR 0,3), Rechts- und Beratungskosten (Mio. EUR 0,2), Personalnebenkosten (Mio. EUR 0,2), Reisekosten (Mio. EUR 0,2), sowie Schadensfälle (Mio. EUR 0,2). Das Konzernergebnis vor Steuern erhöhte sich damit um Mio. EUR 1,8 auf Mio. EUR 14,0 (GJ 2021: Mio. EUR 12,2). Durch außerplanmäßige einmalige Steueraufwendungen verminderte sich der Konzernjahresüberschuss um Mio. EUR -1,7 auf Mio. EUR 8,6 (GJ 2021: Mio. EUR 10,3). Vermögenslage Im Wesentlichen bedingt durch das Ausscheiden der Gerd Bulthaup GmbH als Gesellschafterin des Mutterunternehmens im Geschäftsjahr 2022 verminderten sich die liquiden Mittel um Mio. EUR 53,3 auf Mio. EUR 30,4 (GJ 2021: Mio. EUR 83,7), die Bilanzsumme um Mio. EUR 52,7 auf Mio. EUR 67,2 (GJ 2021: Mio. EUR 119,9) sowie das Eigenkapital um Mio. EUR 73,4 auf Mio. EUR 10,3 (GJ 2021: Mio. EUR 83,7). Die Eigenkapitalquote beträgt 15,3% (GJ 2021: 69,8%). Die Rückstellungen erhöhten sich um Mio. EUR 1,1 auf Mio. EUR 14,2 (GJ 2021: Mio. EUR 13,1), dabei erhöhten sich die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um Mio. EUR 0,3 auf Mio. EUR 5,0 (GJ 2021: Mio. EUR 4,7), die Personalrückstellungen um Mio. EUR 0,4 auf Mio. EUR 5,2 (GJ 2021: Mio. EUR 4,8), die übrigen Rückstellung um Mio. EUR 0,3 auf Mio. EUR 3,4 (GJ 2021: Mio. EUR 3,1) und die Steuerrückstellungen um Mio. EUR 0,1 auf Mio. EUR 0,5 (GJ 2021: Mio. EUR 0,4) Finanzlage Auch im Geschäftsjahr 2022 konnte ein deutlich positiver Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von Mio. EUR 11,8 (GJ 2021: Mio. EUR 16,7) erzielt werden. Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr war insbesondere auf außerplanmäßige einmalige Steueraufwendungen zurückzuführen. Die Auszahlungen für Investitionen ins Sachanlagevermögen betrugen Mio. EUR 1,1 (GJ 2021: Mio. EUR 2,0), insgesamt beläuft sich der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit auf Mio. EUR -1,6 (GJ 2021: Mio. EUR -2,6). Im Wesentlichen bedingt durch das Ausscheiden der Gerd Bulthaup GmbH sowie die Aufnahme eines Darlehens beträgt der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit Mio. EUR -63,6 (GJ 2021: Mio. EUR -5,6). Der Finanzmittelbestand zum Stichtag 31. Dezember 2022 verminderte sich gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR -53,3 auf Mio. EUR 30,4 (GJ 2021: Mio. EUR 83,7). Investitionen Die Investitionen des Geschäftsjahres 2022 belaufen sich in Summe auf Mio. EUR 1,8 und liegen um Mio. EUR 1,3 unter dem Vorjahr (GJ 2021: Mio. EUR 3,1). Die Investitionen betreffen in Höhe von Mio. EUR 0,6 entgeltlich erworbene Software (GJ 2021: Mio. EUR 1,1), in Höhe von Mio. EUR 1,1 (GJ 2021: Mio. EUR 0,9) technische Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung am Standort Bodenkirchen-Aich. Bei den Tochtergesellschaften wurden Mio. EUR 0,3 (GJ 2021: Mio. EUR 1,1) in die Neu- und Umgestaltung der Verkaufsräume investiert. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage Trotz der herausfordernden makroökonomischen Entwicklungen kann Bulthaup auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2022 zurückblicken. Für Bulthaup sind die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren der Konzernumsatz (vor Erlösschmälerungen) und das Ergebnis vor Steuern. Der Konzernumsatz (vor Erlösschmälerungen) lag um 12,8% über dem Vorjahr und übertraf damit den Umsatzanstieg der deutschen Küchenmöbelindustrie (+9,5%), das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um Mio. EUR 1,8 auf Mio. EUR 14,0 (GJ 2021: Mio. EUR 12,2). Dadurch konnte ein operativer Cash-Flow in Höhe von Mio. EUR 11,8 erzielt werden, der im Wesentlichen bedingt durch einmalige Steuerzahlungen unter dem Vorjahreswert (Mio. EUR 16,7) lag. Die Entwicklung der Bilanzkennzahlen wurde geprägt durch den Austritt der Gerd Bulthaup GmbH aus dem Gesellschafterkreis. Die Eigenkapitalquote beträgt 15,3% (GJ 2021: 69,8%), die liquiden Mittel Mio. EUR 30,4 (GJ 2021: Mio. EUR 83,7). Auf der Grundlage einer soliden Finanzierungspolitik der Bulthaup Gruppe sowie unserer ertragsstarken Geschäfte beurteilen wir die wirtschaftliche Lage der Bulthaup Gruppe insgesamt als positiv. Dank unserer starken Stellung und klaren Positionierung im Küchenmöbelmarkt sind wir auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten gut aufgestellt. Personal Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl in der Gruppe ist um -0,2% auf 557 (GJ 2021: 558) gesunken. Am Standort Bodenkirchen-Aich erhöhte sich die Zahl der Mitarbeiter um +0,6%, in der internationalen Absatzorganisation verminderte sie sich um -3,2%. Die Lehrlingsausbildung in technischen und kaufmännischen Berufszweigen bildet bei Bulthaup traditionell einen wichtigen Erfolgsfaktor in der Personalentwicklung. Die Zahl der Auszubildenden und Praktikanten betrug im Berichtsjahr 35 (GJ 2021: 35). Forschung und Entwicklung Wie in den vergangenen Jahren war auch das Jahr 2022 geprägt durch die Optimierung von Fertigungsprozessen und der Erhöhung der Fertigungstiefe im eigenen Haus. Dabei steht im Zentrum der Forschung und Entwicklung bei Bulthaup die Funktionalität, die auf die individuellen Kundenbedürfnisse eingeht. In diesem Zusammenhang werden auch externe Dritte für Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in Anspruch genommen. Es geht hierbei nicht nur um neue Materialien, sondern um gänzlich neue systemische Ansätze. Umwelt Im Rahmen der Umweltschutzmaßnahmen konzentriert sich das Unternehmen auf den Bereich der Produkt- und Verfahrenstechnologie. Hierzu zählen die weitgehende Verwendung von Wasserlacken (Eigenentwicklung), die Rückgewinnung von Lösemitteln sowie die Sortierung und Weiterverwendung von Holzabfällen zur Wärmegewinnung. Chancen- und Risikobericht Die Handhabung von Chancen und Risiken ist in alle Geschäftsprozesse integriert. Sie werden frühzeitig erkannt, überwacht und gesteuert. Chancen Nach der Erholung der Weltwirtschaft im Jahr 2022 sehen wir gute Chancen in der Ausweitung unserer Endabnehmer-Zielgruppen durch die Einführung neuer Produkte und im weiteren Ausbau unserer internationalen Absatzorganisation. Eine wesentliche Bedeutung für unsere künftige Entwicklung kommt der Optimierung der Produkte und der Erhöhung der Produktivität zu. Dafür werden im Rahmen der aktuellen operativen Unternehmensziele unsere Unternehmens- und Organisationstrukturen sowie die darin ablaufende Prozesse kontinuierlich optimiert. Im Zuge der Konzentration auf unsere Kernwerte haben wir im Geschäftsjahr 2022 am Standort Aich weiterhin die Wertschöpfung vertieft. Durch den Ausbau unserer Position als Innovationsmotor der Branche mit ausgeweiteten Entwicklungsbudgets wie auch durch die Ausweitung unserer internationalen Absatzposition sehen wir gute Chancen unsere hervorragende Stellung im Markt weiter zu stärken. Risiken Risiken beobachten wir durch ein Früherkennungssystem mit ständigen Plan- und Vorjahresvergleichen. Dies ermöglicht zeitnahe Maßnahmen und Reaktionen. Sind Risiken identifiziert, erfolgt die Bewertung aller erfassten Einzelrisiken für den Zeitraum von einem Jahr. Die Risiken werden klassifiziert nach ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit (niedrig < 10 %, mittel 10 % bis < 25 %, signifikant 25 % bis < 50 % und hoch ≥ 50 %) und ihrem Schadensausmaß auf die Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (gering, moderat, wesentlich und kritisch). Nachstehend sind die Einzelrisiken entsprechend ihrer relativen Bedeutung absteigend dargestellt. Von einzelnen Lieferanten werden bestimmte Leistungen mit zum Teil höheren Umsätzen erbracht. Insgesamt bestehen hieraus keine wesentlichen geschäftskritischen Abhängigkeiten. Aufgrund der anhaltenden Inflation ist weiterhin mit Kostensteigerungen zur rechnen, denen wir mit einem vorausschauend Einkaufsmanagement sowie Produktivitätssteigerungen begegnen. Insgesamt sehen wir die Eintrittswahrscheinlichkeit aus Beschaffungsrisiken als hoch, das Schadensausmaß als moderat an. Als international tätiger Konzern sind wir globalen wirtschaftlichen Entwicklungen, rechtlichen Rahmenbedingungen, politischen Veränderungen, internationalen Konflikten und den damit einhergehenden Auswirkungen auf unsere Absatzmärkte ausgesetzt. Diesen Herausforderungen begegnen wir mit geographischer Diversifizierung und der Entwicklung von Alternativszenarien. Die Eintrittswahrscheinlichkeit sehen wir als hoch, das Schadensausmaß als gering an. Durch die Entwicklung der Fremdwährungen (im Wesentlichen US-Dollar und Britisches Pfund) ergeben sich Kursverlustrisiken. Diese werden durch Kurssicherungsgeschäfte reduziert. Bezüglich der Angaben nach § 315 Abs. 2 Nr. 1 HGB verweisen wir auf die Ausführungen im Konzernanhang. Die Eintrittswahrscheinlichkeit sehen wir als signifikant, das Schadensausmaß als gering an. Für Schadens- und Haftungsrisiken sind weltweit Versicherungen abgeschlossen. Diese werden jährlich überprüft. Die Eintrittswahrscheinlichkeit sehen wir als niedrig, das Schadensausmaß als gering an. Das Risiko von Forderungsausfällen wird durch ein aktives Forderungsmanagement und durch Kreditversicherungen minimiert. Die Eintrittswahrscheinlichkeit sehen wir als niedrig, das Schadensausmaß als gering an. Alle Mitarbeitenden tragen entscheidend zum Geschäftserfolg von Bulthaup bei. Obwohl die Situation auf dem Arbeitsmarkt weiterhin angespannt ist, gelingt es Bulthaup, den Bedarf an qualifizierten Mitarbeitenden zu decken. Dies wird insbesondere sowohl durch eine hochwertige Lehrlingsausbildung als auch durch gezielte Weiterentwicklungsmaßnahmen erreicht. Dadurch sehen wir die Eintrittswahrscheinlichkeit von Personalrisiken als niedrig, das Schadensausmaß als gering an. Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken Die Gesamtrisikosituation des Konzerns hat sich im Berichtsjahr nicht wesentlich verändert. Bulthaup wird weiterhin intensiv daran arbeiten, die Risikosituation weiter zu optimieren. Durch die konsequente Umsetzung unserer konzerneinheitlichen Strategie können im Marktumfeld Chancen realisiert und Risiken positiv entgegengewirkt werden. Aus derzeitiger Sicht bestehen keine Risiken, die den Fortbestand der Bulthaup Gruppe oder wesentlicher Gesellschaften gefährden. Prognose - künftige Geschäftsentwicklung Nach dem Anstieg der weltwirtschaftlichen Leistung im Jahr 2022 wird für die Jahre 2023 und 2024 mit einem moderaten Wachstum gerechnet. Allerdings erhöht der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine die Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung beträchtlich, dämpft das Wachstum und trägt zum Anstieg der Energie- und Verbraucherpreise bei. Den deutschen Küchenmöbelherstellern gelang im 1. Quartal 2023 ein Umsatzwachstum von 6,3% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dies und die Aufwärtstendenz bei den Auftragseingängen schaffen eine solide Basis für den weiteren Verlauf des Jahres. Unabhängig davon wird bei gleichbleibend schwierigen Rahmenbedingungen mit einer Fortsetzung des seit Jahren andauernden preisaggressiven Konzentrationsprozesses bei Industrie und Handel gerechnet. Der bei Bulthaup im Vorjahr prognostizierte Umsatzanstieg für das Geschäftsjahr 2022 ist eingetreten. Der Konzernumsatz vor Erlösschmälerungen erhöhte sich um +12,8%, das Ergebnis vor Steuern um +14,5%. Durch außerplanmäßige einmalige Ertragsteuern verminderte sich der Konzernjahresüberschuss um -16,3%. Aufgrund der weltwirtschaftlich angespannten Gesamtsituation und der in einigen Märkten bereits begonnenen Rezession gehen wir derzeit von einer Umsatz- und Ergebnisentwicklung aus, die leicht unter dem Vorjahr liegen kann. Impulse erwarten wir auch in den nächsten Jahren durch die Markteinführung neuer Produkte und der Entwicklung neuer Material- und Fertigungstechniken sowie aus einem wachsenden Objektgeschäft. Durch die laufende Weiterentwicklung unserer Produkte und der Ausweitung der Fertigungstiefe gehen wir von einer Ausweitung der Produktionskapazitäten aus. Vor diesem Hintergrund planen wir weiterhin mit realem Wachstum. Neben neuen Handelspartnern, vor allem in Europa, sind die bestehenden Handelspartner durch die von Bulthaup eingeschlagene konsequente Distributionsstrategie auf organisches Wachstum ausgerichtet. Insgesamt ist Bulthaup durch Innovationsstärke, ein hohes Qualitätsniveau der Produkte sowie eine ausgeprägte Markenpositionierung gekennzeichnet. Das innovative Unternehmen sieht sich langfristig dem Wachstum durch Investitionen in Markt, Produkt und Mitarbeiter verpflichtet. Dieses langfristige Wachstum ist international nur möglich, wenn attraktive Produkte und Leistungen angeboten werden. Um die Zukunftsfähigkeit der Bulthaup Gruppe sicherzustellen, werden wir weiterhin kontinuierlich in Forschung und Entwicklung investieren. Hierbei wird Wert daraufgelegt, Entwicklungsergebnisse durch Schutzrechte wie auch technologische Schwierigkeitsgrade abzusichern, wodurch die Nachahmung erschwert wird. Darüber hinaus hat das Marketing in unserem Unternehmen einen hohen Stellenwert. Wir sind sicher, für die anstehenden schwierigen Herausforderungen sehr gut gewappnet zu sein. Die herausragende Marktposition von Bulthaup soll gehalten, langfristig ausgebaut und mit neuen Erfolgen untermauert werden.
Bodenkirchen-Aich, den 26. Juni 2023 Marc Oliver Eckert, Geschäftsführung der Bulthaup Beteiligungsgesellschaft mbH Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG für das Geschäftsjahr 2022
KONZERNEIGENKAPITALSPIEGEL ZUM 31. DEZEMBER 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022A. Allgemeine Erläuterungen Der vorliegende Konzernabschluss ist unter Beachtung der Vorschriften der §§ 238 bis 256a HGB sowie nach den ergänzenden Vorschriften für große Kapitalgesellschaften der §§ 264 ff. und §§ 290 ff. HGB aufgestellt worden. Die Gliederung der Bilanz erfolgte in Anwendung der Vorschriften des § 266 HGB. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Das Mutterunternehmen wird im Handelsregister des Amtsgerichts Landshut unter der Nummer HRA 5617 geführt. I. Konzernabschlussstichtag Abschlussstichtag der Bulthaup GmbH & Co KG, Bodenkirchen-Aich, und sämtlicher Konzernunternehmen ist der 31. Dezember. Der vorgelegte Konzernabschluss umfasst folglich den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022. II. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss sind neben der Muttergesellschaft Bulthaup GmbH & Co KG, Bodenkirchen-Aich, Tochterunternehmen einbezogen, bei denen der Bulthaup GmbH & Co KG, Bodenkirchen-Aich, unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht. Der Kreis der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen umfasst neben der Bulthaup GmbH & Co KG, Bodenkirchen-Aich, inländische sowie ausländische Konzerngesellschaften und ist in der nachfolgenden Aufstellung des Anteilsbesitzes des Konzerns dargestellt:
III. Befreiungsvorschriften Folgende Gesellschaften haben die Befreiung von der Pflicht zur Offenlegung eines Jahresabschlusses gemäß § 264b HGB bzw. § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen:
B. Bilanzierung, Bewertung und Konsolidierung I. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Der Konzernabschluss ist nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt worden. Die Jahresabschlüsse der Bulthaup GmbH & Co KG, Bodenkirchen-Aich, und der in- und ausländischen Tochtergesellschaften wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Soweit von ausländischen Beteiligungsgesellschaften aufgrund gesetzlicher Vorschriften von den konzerneinheitlichen Grundsätzen abweichende Wertansätze zu wählen waren, werden diese für Zwecke der Konsolidierung an die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzerns durch Korrekturen angepasst. Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze lassen sich wie folgt zusammenfassen: Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens beinhalten entgeltlich erworbene Firmenwerte sowie EDV-Programme. Die Nutzungsdauer der EDV-Programme wird mit drei bis fünf Jahren angesetzt. Die Nutzungsdauer der Firmenwerte wird mit zehn bis fünfzehn Jahren angesetzt, was der langfristigen Nutzung des erworbenen Kundenstamms durch die Fortführung des Importgeschäftes entspricht. Über die Nutzungsdauern werden die immateriellen Vermögensgegenstände linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden nach linearer Methode auf der Grundlage der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens werden mit einem Wert von EUR 251,00 bis EUR 800,00 sofort abgeschrieben. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern betragen bei Fabrik- und Geschäftsgebäuden 33 bzw. 50 Jahre, bei Einbauten in gemieteten Räumen fünf Jahre, bei Maschinen und technischen Anlagen vier bis fünfzehn Jahre und bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen drei bis dreiundzwanzig Jahre sowie bei Musterküchen drei Jahre. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren Tageswerten angesetzt (Beachtung des strengen Niederstwertprinzips). Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen die direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie angemessene Teile der notwendigen Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten. Handelswaren werden zu Anschaffungskosten einschließlich der individuellen Anschaffungsnebenkosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Einzelwertberichtigungen wegen drohender Uneinbringlichkeit sowie die Pauschalwertberichtigung zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos werden von den Forderungen aktivisch abgesetzt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die aktiven latenten Steuern berücksichtigen temporäre Unterschiede zwischen den Steuerbilanzwerten und den Werten der nach deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellten Bilanzen sowie Unterschiede zur Steuerbilanz, die durch Konsolidierungsbuchungen entstanden sind. Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen der Bulthaup GmbH & Co KG wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Der Rückstellung liegen versicherungsmathematische Gutachten der Aon Solutions Germany GmbH, München, vom 1. Februar 2023 auf den 31. Dezember 2022 zu Grunde. Der Berechnung liegt ein Rechnungszinsfuß von 1,78 % zu Grunde. Verwendet werden die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck - Lizenz Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln (RT 2018 G). Die Bewertung von Verpflichtungen gegenüber aktiven Anwärtern erfolgt mit dem Barwert der zeitanteilig erworbenen Anwartschaft nach der Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode). Die Rentendynamik wurde mit 2,20 % angenommen. Lohn- und Gehaltssteigerungen werden nicht berücksichtigt, da die Pensionszusagen auf Fixbeträgen beruhen. Die durch Umstellung des Bewertungsverfahrens infolge des BilMoG erforderlichen Erhöhungen zum 1. Januar 2010 werden auf 15 Jahre verteilt. Die Gesamtanpassung zum 1. Januar 2010 betrug TEUR 464. Die jährliche Zuführung zum Verpflichtungsumfang beläuft sich auf TEUR 31. Der noch zuzuführende Restbetrag beträgt zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 TEUR 62. Steuerlich nicht rückstellungsfähige Altzusagen an Gesellschafter, Geschäftsführer bzw. deren Hinterbliebene in Höhe von insgesamt TEUR 698 (i. Vj. TEUR 728) werden auch handelsrechtlich gemäß Art. 28 EGHGB nicht bilanziert. Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (1,78 %) ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (1,44 %) ein Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 S. 3 HGB i. H. v. TEUR 458. Die Steuerrückstellungen wurden für Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer und ausländische Ertragsteuern des Berichtsjahres und des Vorjahres gebildet. Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen die bis zur Erstellung des Konzernabschlusses bekannt gewordenen ungewissen Verbindlichkeiten und rückstellungspflichtigen Risiken. Sie sind gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Soweit vorhanden, werden auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Gemäß § 256a HGB sind bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht anzuwenden. Aktiv- und Passivposten von auf fremde Währung lautenden Bilanzen einbezogener Tochterunternehmen werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Das Eigenkapital wird zum historischen Kurs umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnungen werden mit dem jeweiligen Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen sind im Eigenkapital unter der Position "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. II. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung für die vor dem 31. Dezember 2009 erstkonsolidierten Tochterunternehmen erfolgte als Vollkonsolidierung nach der Buchwertmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a.F.) durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung (§ 301 Abs. 2 Satz 1 HGB a.F.). Die Unterschiedsbeträge zwischen den Anschaffungskosten und dem anteiligen Eigenkapital zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung sind in der Bilanz unter den Rücklagen ausgewiesen. Aufgrund des Erwerbs der Bulthaup Belgium BV zum 2. Juni 2016 erfolgte zum Anschaffungszeitpunkt eine Erstkonsolidierung gemäß der Neubewertungsmethode nach § 301 Abs. 1 Satz 1 HGB. Der sich aus der Erstkonsolidierung ergebende aktive Unterschiedsbetrag beläuft sich auf TEUR 740 und wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Dieser wird planmäßig über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Die Erstkonsolidierung des im Geschäftsjahr 2019 gegründeten Tochterunternehmens Bulthaup Nederland Service B.V., Den Haag/Niederlande und Bulthaup Digital GmbH, Bodenkirchen-Aich, erfolgte als Vollkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 HGB) zum Zeitpunkt, zu dem die Unternehmen Tochterunternehmen geworden sind. Es ergaben sich keine Unterschiedsbeträge. Die Erstkonsolidierung des im Geschäftsjahr 2020 gegründeten Tochterunternehmens Bulthaup Köln GmbH, Köln, erfolgte als Vollkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 HGB) zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Es ergab sich kein Unterschiedsbetrag. Die Erstkonsolidierung des im Geschäftsjahr 2022 gegründeten Tochterunternehmens Bulthaup Stuttgart GmbH, Stuttgart, erfolgte als Vollkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 HGB) zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Es ergab sich kein Unterschiedsbetrag. Die Unterschiedsbeträge der vor dem 31. Dezember 2009 erstkonsolidierten Tochterunternehmen bestehen zum Bilanzstichtag aus passiven Unterschiedsbeträgen in Höhe von TEUR 622 (Vorjahr: TEUR 622) und aktiven Unterschiedsbeträgen in Höhe von TEUR 3.556 (Vorjahr: TEUR 3.556). Die Unterschiedsbeträge wurden mit den sonstigen Rücklagen verrechnet. Schuldenkonsolidierung Gegenseitige Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Gesellschaften wurden aufgerechnet. Zwischengewinneliminierung Entstandene Zwischengewinne und -verluste aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen wurden eliminiert. Aufwands- und Ertragskonsolidierung Umsatzerlöse und andere Erträge zwischen den einbezogenen Unternehmen wurden mit den entsprechenden Aufwandsposten verrechnet. C. Erläuterungen zum Konzernabschluss I. Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im laufenden Geschäftsjahr wird im nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt: ENTWICKLUNG DES KONZERNANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2022
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr sämtlich eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Latente Steuern Die latenten Steuern werden im Rahmen einer Gesamtdifferenzenbetrachtung gebildet. Dabei stehen sich aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 644 (Vorjahr: TEUR 304) und passive latente Steuern in Höhe von TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 22) gegenüber. Diese werden saldiert und es ergibt sich eine aktive latente Steuer in Höhe von TEUR 628 (Vorjahr: TEUR 282). Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit den individuellen Steuersätzen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen (10,6 bis 30,0 %). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich aus personalbezogenen Verpflichtungen, insbesondere aus Urlaubsrückständen, Überstunden, Boni/Gratifikation, Firmenjubiläen und Abfindungen (TEUR 5.152; Vorjahr: TEUR 4.824), Erlösschmälerungen (TEUR 1.855; Vorjahr: TEUR 1.636), ausstehenden Rechnungen (TEUR 546; Vorjahr: TEUR 530), Gewährleistungen (TEUR 621; Vorjahr: TEUR 541) und diversen Einzelrisiken zusammen. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen (Vorjahreswerte in Klammern):
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und ehemaligen Gesellschaftern Die Verbindlichkeiten gegenüber ehemaligen Gesellschaftern in Höhe von EUR 316.500,79 (Vorjahr: EUR 5.619.262,84) werden in dem Posten "Sonstige Verbindlichkeiten" ausgewiesen. II. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse entfallen fast ausschließlich auf den Möbelbereich. Die Erlöse zu Brutto-Rechnungswerten verteilen sich auf folgende Regionen:
Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Position enthält Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 107 (Vorjahr: TEUR 120). Diese beinhalten in Höhe von TEUR 98 (Vorjahr: TEUR 111) den Aufwand aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung und in Höhe von TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 9) den Aufwand aus der Aufzinsung der Rückstellung für Jubiläumszuwendungen. D. Ergänzende Angaben I. Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Muttergesellschaft bietet ihren Handelspartnern die Möglichkeit, Ausstellungsküchen zu leasen. Gegenüber dem Leasinggeber trägt die Gesellschaft das Ausfallrisiko. Das Obligo hieraus betrug zum 31. Dezember 2022 TEUR 49 (Vorjahr: TEUR 11). Im Konzern bestehen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 12.974 (Vorjahr: TEUR 13.792), davon betreffen TEUR 3.663 das Jahr 2023. Darüber hinaus bestehen keine weiteren finanziellen Verpflichtungen. Das Risiko der Inanspruchnahme aus Haftungsverhältnissen wird als gering eingeschätzt. II. Mitarbeiterzahl Die Anzahl der Mitarbeiter betrug im Durchschnitt:
III. Derivative Finanzinstrumente Im Rahmen des Risikomanagements des Unternehmens werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt, um Risiken, die hauptsächlich aus Wechselkursschwankungen resultieren, zu begrenzen. Zum 31. Dezember 2022 waren die folgenden derivativen Finanzinstrumente im Bestand:
Die Devisentermingeschäfte dienen der Begrenzung des Wechselkursrisikos von Umsatzlegungen in den Fremdwährungen US-Dollar (USD) und Britisches Pfund (GBP). Durch die Devisentermingeschäfte werden ausschließlich schwebende Geschäfte und geplante Transaktionen abgesichert. In Höhe von TUSD 7.200 liegen bei den Devisentermingeschäften Bewertungseinheiten (portfolio hedges) mit entsprechenden Lieferaufträgen zu Grunde, so dass auf die Bildung von Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften verzichtet werden konnte. Zur Abbildung der Bewertungseinheiten kam unverändert zum Vorjahr die Einfrierungsmethode zur Anwendung. Der Zeitraum, in dem sich die gegenläufigen Zahlungsströme voraussichtlich ausgleichen, ist auf Grund der zu Grunde liegenden Lieferaufträge als kurzfristig zu klassifizieren. Die Sicherungsgeschäfte sind effektiv, da die Parameter der Sicherungsgeschäfte mit den Parametern der Grundgeschäfte im Wesentlichen übereinstimmen (critical terms match). Den Wertänderungen aus den Sicherungsgeschäften stehen Wertänderungen aus den Grundgeschäften in gleicher Höhe gegenüber. Der Marktwert entspricht im Wesentlichen der Differenz zwischen dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag und dem Terminkurs zum Fälligkeitstag. IV. Geschäftsführung Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens wird durch die Komplementärin, die Bulthaup Beteiligungsgesellschaft mbH, Bodenkirchen-Aich, (ohne Einlage zugleich Tochtergesellschaft der Bulthaup GmbH & Co KG, Bodenkirchen-Aich) vertreten durch den Geschäftsführer
ausgeübt. Die Angabe der Gesamtbezüge des Geschäftsführungsorgans gem. § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB unterbleibt gemäß § 314 Abs. 3 HGB. Frühere Organmitglieder und deren Hinterbliebene erhielten Pensionszahlungen in Höhe von TEUR 87 (Vorjahr: TEUR 95). Für diese bestehen die unter dem Punkt B.I. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze genannten, nach Art. 28 EGHGB nicht angesetzten Pensionsverpflichtungen sowie in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 61) in der Bilanz abgebildete Pensionsverpflichtungen. V. Abschlussprüferhonorar Das im Geschäftsjahr 2022 als Aufwand erfasste Gesamthonorar des Abschlussprüfers beläuft sich auf TEUR 178 und umfasst in Höhe von TEUR 109 Abschlussprüfungsleistungen, Steuerberatungsleistungen in Höhe von TEUR 45 sowie in Höhe von TEUR 24 andere Bestätigungsleistungen. VI. Nachtragsbericht Vorgänge, über die hier im Sinne von § 314 Abs. 1 Nr. 25 HGB zur berichten wäre, sind nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 nicht eingetreten.
Bodenkirchen-Aich, den 26. Juni 2023 Marc Oliver Eckert, Geschäftsführer der Bulthaup Beteiligungsgesellschaft mbH Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Bulthaup GmbH & Co KG, Bodenkirchen-Aich Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Bulthaup GmbH & Co KG, Bodenkirchen-Aich, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Bulthaup GmbH & Co KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 29. Juni 2023 KPMG
AG
David, Wirtschaftsprüfer Stümpfl, Wirtschaftsprüferin Billigung des KonzernabschlussesDer Konzernabschluss wurde am 20. Juli 2023 gebilligt. |
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