Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 10326
Eingetragen
14.9.1994
Branche
Architekturbüros für HochbauBauträger für andere Gebäude und BauwerkeIngenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und Verkehrsanlagen
Gegenstand
Vorbereitung und Durchführung von Bauvorhaben als Bauunternehmer und alle zu diesem Zweck dienenden Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Wallstein
seit 13.1.2020
Geschäftsführer
Prokura
Tino Raabe
seit 27.10.2006
Prokura
Thomas Dathe
seit 20.1.2005
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

FIRA Bau GmbH

Dresden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN 1

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im 4. Quartal 2023 gegenüber dem 3. Quartal 2023 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,3 % gesunken. Damit hat die deutsche Wirtschaft das Jahr 2023 im Minus beendet. Im Schlussquartal bremsten die rückläufigen Investitionen die Konjunktur, während der Konsum leicht zulegte. In den ersten drei Quartalen stagnierte das BIP noch weitestgehend, begleitet von anhaltend schwierigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Für das gesamte Jahr 2023 haben die neuesten Berechnungen den Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,3 % zum Vorjahr (kalenderbereinigt -0,1 %) bestätigt.

Investitionen bremsten die Wirtschaftsleistung

Nach dem starken Rückgang der privaten Konsumausgaben im Winterhalbjahr 2022/2023 erholten sich diese im Laufe des Jahres 2023 etwas. Gleichzeitig sank die Inflationsrate. Im 4. Quartal 2023 stiegen die privaten Konsumausgaben leicht um 0,2 % (preis-, saison- und kalenderbereinigt) gegenüber dem Vorquartal. Positive Impulse gingen dabei von der gestiegenen Nachfrage nach Dienstleistungen aus. Auch die Konsumausgaben des Staates nahmen mit +0,3 % leicht gegenüber dem Vorquartal zu.

Die Investitionen gingen im Vorquartalsvergleich dagegen deutlich zurück: So nahmen die Bauinvestitionen preis-, saison- und kalenderbereinigt um 1,7 % ab, nachdem sie bereits in den beiden vorangegangenen Quartalen rückläufig waren. Die Investitionen in Ausrüstungen - also vor allem in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - gingen zum Jahresende mit -3,5 % sogar noch deutlicher zurück.

Im 4. Quartal 2023 wurden preis-, saison- und kalenderbereinigt insgesamt 1,6 % weniger Waren und Dienstleistungen exportiert als im 3. Quartal 2023. Die Importe sanken mit -1,7 % noch etwas stärker. Eine verhaltene Auslandsnachfrage, anhaltende geopolitische Spannungen und hohe Energiepreise machten sich besonders im schwächeren Warenhandel bemerkbar.

Bruttowertschöpfung in den meisten Bereichen im Minus

Im 4. Quartal 2023 ging die preis-, saison- und kalenderbereinigte Bruttowertschöpfung um 0,4 % im Vorquartalsvergleich zurück, nachdem sie in den beiden Quartalen zuvor stagniert hatte. Die stärksten Rückgänge waren im Baugewerbe (-2,6 %) und im Verarbeitenden Gewerbe (-1,4 %) zu verzeichnen. Während die Produktion von Kraftwagen und Kraftwagenteilen zunahm, hatten viele andere Branchen wie der Maschinenbau, die Herstellung von elektrischen Ausrüstungen sowie von Metallerzeugnissen und die chemische Industrie Einbußen zu verzeichnen. Die Bruttowertschöpfung in der Energieversorgung konnte im Vorquartalsvergleich dagegen kräftig zulegen. Im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe sowie bei den sonstigen Dienstleistern kam es preis-, saison- und kalenderbereinigt zu einem Rückgang der Bruttowertschöpfung um jeweils 0,9 %, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Bereichen im 2. und 3. Quartal 2023 noch Zuwächse verzeichnet hatte. Leichte Anstiege verzeichneten im 4. Quartal 2023 die Unternehmensdienstleister und der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit.

Erneuter Höchststand der Erwerbstätigenzahl trotz nachlassender Dynamik

Die Wirtschaftsleistung wurde im 4. Quartal 2023 von rund 46,2 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 216 000 Personen oder 0,5 % mehr als ein Jahr zuvor. Damit wurde ein neuer Höchststand erreicht. Die gesamtwirtschaftliche Arbeitsproduktivität - gemessen als preisbereinigtes BIP je Erwerbstätigenstunde - nahm gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,4 % ab. Je Erwerbstätigen gerechnet war sie sogar um 0,9 % niedriger als vor einem Jahr. GESCHÄFTSFELDER UND GESAMTLEISTUNG

Im Jahr 1994 wurde die FIRA Bau GmbH gegründet. Das wachsende Auftragsvolumen erforderte eine vorausschauende und umsichtige Planung sowie Organisation der Projekte. Zu den bis dahin überwiegenden Privatkunden kamen nun auch vermehrt gewerbliche Aufträge renommierter Firmen und weltweit agierender Konzerne hinzu.

Die Realisierung der einzelnen Objekte wird stets auf hohem Niveau und ausschließlich von Fachkräften und Handwerksmeistern mit logistisch straff geführten Bauleitungen und gewinnorientierten Abwicklungen ausgeführt. Die solide Ausbildung ermöglicht, dass wir uns selbst außerordentlichen Anforderungen stellen können. Zahlreiche zufriedene Kunden bestärken uns immer wieder auf unserem anspruchsvollen Weg.

Das Leistungsspektrum der FIRA Bau GmbH erstreckt sich von der Sanierung von Altbauten, dem Bau von schlüsselfertigen Ein- und Mehrfamilienhäusern bis hin zu der Ausführung der einzelnen Teilgewerke. Letztere umfassen bspw. Betonarbeiten, Estricharbeiten, Mauerwerksarbeiten, die Gestaltung von Außenanlagen oder die Planung und Leitung von Bauvorhaben als Generalbauunternehmer.

Die Nachfragen unserer Kunden trugen stetig zur Erweiterung des Angebotes bei, so dass sich die FIRA Bau GmbH heute als anspruchsvolles Bauunternehmen von denkmalgeschützten Objekten und des Hochbaus präsentiert.

Unsere Geschäftsfelder sind so vielseitig wie die Anforderungen, die an das Unternehmen gestellt werden. Wesentlich ist vor allem die Sanierung denkmalgeschützter Altbauten in und um Dresden.

Die Restauration solch klassischer und historisch wertvoller Bauwerke erfolgt generell als fachmännische Grundsanierung nach denkmalpflegerischem Gutachten, durchgeführt nach modernstem Standard und mit harmonierenden Materialien.

Historische Details werden wiederhergestellt oder gleichwertig ersetzt. Alles, was die langfristige Wohnqualität und Wertstabilität positiv beeinflusst, wird nach dem heutigen Stand der Technik neu und einfühlsam zum Bestand ergänzt.

Für diese Aufgaben ist ein hoher Grad an fachspezifischem Wissen und handwerklichen Fertigkeiten unabdingbar - vor allem aber die Liebe zur detailgetreuen Wiederherstellung historischen Erbes.

Auf diesen stark frequentierten Märkten behaupten wir uns seit Jahren erfolgreich. Hoch qualifizierte Fachkräfte, flache Hierarchien mit einem vorausschauenden Management sind ein Garant für termingerecht hergestellte und qualitativ hochwertige Produkte.

Die Leistungen der FIRA Bau GmbH im Überblick:

- Übernahme von Bauvorhaben als Generalunternehmer (Ausführung)

- Spezialputzsysteme und hochwertige Putzarbeiten

- Betonarbeiten

- Estricharbeiten

- Maurerarbeiten

- Fassadendämmsysteme

- Gestaltung von Außenanlagen

Insbesondere unsere gewerblichen und privaten Auftraggeber und Bauherren schätzen die termingerechten und qualitativ hochwertigen Arbeiten der FIRA Bau GmbH sehr.

Die FIRA Bau GmbH garantiert - gleich ob Neubau oder aufwendige Sanierung - von der Planung des Projektes über die Organisation bis hin zur Ausführung, Qualität auf hohem Niveau.

MITARBEITER

Die Gesellschaft verfügt über einen technisch und handwerklich gut ausgebildeten Personalstamm. Jedoch ist es sehr schwierig, gut ausgebildetes, qualifiziertes Personal zu akquirieren und für unser Unternehmen zu gewinnen.

Zum Stichtag 31. Dezember 2023 beschäftigte die FIRA Bau GmbH insgesamt 47 Mitarbeiter, darunter zählen 27 Facharbeiter des Maurer- und Putzerhandwerkes, 9 technische Angestellte, 4 Bauleiter sowie 7 kaufmännische Angestellte.

Von großer Bedeutung sind die vorbeugenden Maßnahmen zur Arbeitssicherheit und Unfallverhütung. Sicherheitsbeauftragte bringen sich bei Seminaren ein und wirken bei Ausrüstungen mit, die zur Verfügung gestellt werden.

GESCHÄFTSVERLAUF IM JAHR 2023

Das Umsatzvolumen betrug 2023 4.512 TEUR und die Bestandsänderung der unfertigen Leistungen +217 TEUR. Die Gesamtleistung betrug damit 4.729 TEUR (Vorjahr 10.715 TEUR).

Den höchsten Anteil an den Gesamtaufwendungen hat mit 2.655 TEUR (Vorjahr 7.581 TEUR) der Materialaufwand. Der Personalaufwand betrug 1.877 TEUR (Vorjahr 2.486 TEUR). Die Materialeinsatzquote (Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bezogene Leistungen) beträgt 56,1 % (Vorjahr 70,8 %) und die Personaleinsatzquote 39,7 % (Vorjahr 23,2 %).

Das Ergebnis vor Ertragsteuern für das Geschäftsjahr 2023 beläuft sich auf -367 TEUR (Vorjahr +20 TEUR).

Auf Grund der nationalen und internationalen Entwicklungen (wirtschaftlich und politisch), kam es seit dem Frühjahr 2021 zu nicht vorhersehbaren Materialpreisentwicklungen und Störungen in Herstell- und Lieferprozessen, die weiterhin anhalten. Die stark gestiegenen Preise insbesondere für Bauholz und Baustahl, die erneute Anhebung des Mindestlohns sowie die Inflation führten zu einem deutlichen Kostenanstieg.

Die langfristigen Bauvorhaben spiegeln diese Entwicklungen in allen Gewerken wider. Damit verbunden sind Bauverzögerungen und erhebliche Mehrkosten, welche nicht durch die Auftraggeber übernommen wurden. Zudem bremsen gestiegene Bauzinsen die Nachfrage.

Daher konnte das im Vorjahresbericht prognostizierte leicht positive Jahresergebnis nicht erreicht werden.

Sämtlichen Zahlungsverpflichtungen konnte ganzjährig nachgekommen werden.

Der Finanzmittelfonds entwickelte sich im Geschäftsjahr wie folgt:

2023
TEUR
2022
TEUR
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 1.195 1.232
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit -384 -24
Cash Flow aus Investitionstätigkeit -11 -9
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit -0 -4
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 800 1.195

Die Bilanz setzt sich am Stichtag wie folgt zusammen:

2023
TEUR
2022
TEUR
Anlagevermögen 40 47
Umlaufvermögen 1.734 2.799
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 48 38
Eigenkapital 712 1.079
Rückstellungen 713 822
Verbindlichkeiten 397 983
Bilanzsumme 1.822 2.884

Die Eigenkapitalquote liegt bei 39,1 % (Vj. 37,4 %).

Im Berichtszeitraum abgeschlossene Objekte:

Milkeler Straße 10 in 01324 DresdenAm Rande der Dresdner Heide im begehrten Stadtteil Dresden-Bühlau wurde das Bestandsgebäude (Baujahr ca. 1938) neu gestaltet. Das bestehende Gebäude wurde um ein Geschoss (2.OG) aufgestockt und das Dachgeschoss neu ausgebaut. So entstanden 7 Wohneinheiten, großzügige 3,5 bis 4-Raum-Wohnungen mit einer Größe von 101 m 2 bis 124 m 2 Wohnfläche.

Leistung: Sanierung und teilweiser Neubau

Ausführung: Mai 2022 - Dezember 2023

Kap-herr-Weg 15a, 15b in 01257 DresdenErrichtung von 2 Reihenhäusern,Anbau an Bestandshaus mit einer Wohnfläche von je ca. 185 m 2 , incl. 2 Garagen Königsteiner Straße 101 in 01824 Rosenthal-Bielatal,Sanierungs- und Umbauarbeiten Bestandswohnhaus Loschwitzer 3b in 01309 Dresden, Errichtung Wintergarten und Sanierung Nebengebäude Pforzheimer Straße 7a in 01189 Dresden, Beton-, Schacht- und Außenanlagenarbeiten Talstraße 52 in 01156 Dresden, Neubau GarageBeilstraße 27 in 01277 Dresden, erweiterte Rohbauarbeiten Am Jägerpark 71-81 in 01099 Dresden, Sanierungsarbeiten (Fassade)

In der Vergangenheit abgeschlossene Projekte (Auswahl):

- Seidnitzer Straße 2, 4a und 1, 7a, 15 in 01069 Dresden (Neubau 5 MFH)- Theresienstraße 3 in 01097 Dresden (Neubau)- "Alte f6" Cigarettenfabrik, (Komplettsanierung und Neubau Tiefgarage)Gottleubaer Straße 8, Glashütter Straße 92 und 94 in 01277 Dresden- Tittmannstraße 6/6a in 01309 Dresden (Neubau Mehrfamilienhaus mit Tiefgarage)

- Turnerweg 2/4 in 01097 Dresden (Neubau von 2 Mehrfamilienhäusern mit Tiefgarage)

- Dr.-Friedrich-Wolf-Str. 22-28 in 01097 Dresden (Neubau 4 Mehrfamilienhäuser mit Tiefgarage)

- Schlosspark 15 in 01796 Pirna (Komplettsanierung)

- "Melkus-Villa" - Leipziger Straße 27 in 01097 Dresden (Komplettsanierung)

- Striesener Gärten in 01309 Dresden (Neubau von 4 Mehrfamilienhäusern mit Tiefgarage)

- Garten-Ensemble Dresden Seidnitz in 01277 Dresden (Komplettsanierung)

- Blaues Haus - Gerhart-Hauptmann-Straße 1 in 01217 Dresden (Komplettsanierung)

- Villa "Marienhof" - Iglauer Straße 17 in 01279 Dresden (Komplettsanierung sowie Neubau eines Mehrfamilienhauses mit Tiefgarage)

- Kurländer Palais in 01067 Dresden (Wiederaufbau)

- Keppschloss in 01326 Dresden (Komplettsanierung)

- Wiederaufbau Frauenkirche in 01067 Dresden (Putzarbeiten)

- Wiederaufbau Dresdner Schloss in 01067 Dresden (Putzarbeiten an der Westfront)

UNTERNEHMENSORGANISATION

Als mittelständische Unternehmer denken wir langfristig. Eine Organisation oder Strategie, die nur auf die kurzfristige Gewinnmaximierung zum nächsten Jahresabschluss gerichtet ist, widerspricht unserem Unternehmensleitbild.

Jede unserer Entscheidungen hat mittelfristige Auswirkungen auf unser Unternehmen. Nur durch ehrliches, nachhaltiges und transparentes Handeln der Geschäftsführung kann bei den Mitarbeitern echte Integrität und Loyalität erlangt werden. Und nur dann entsteht ein Gefühl der Fairness vor dem Hintergrund gemeinsamer Verantwortung.

Eine unserer Stärken ist unsere flache Hierarchie, wodurch der Informationsfluss und eine offene Kommunikation mit denen stattfinden, welche die Informationen zum Handeln benötigen. Alle Bereiche des Unternehmens werden bei wesentlichen Entscheidungen mit einbezogen. Klare Anweisungen, eine klare Struktur und die eindeutige Verantwortung des Einzelnen versetzen uns in die Lage effizient und schnell zu agieren und zu reagieren.

Personalfragen sind Führungsfragen. Wir wollen dem Einzelnen die Chancen für die Entfaltung seiner Möglichkeiten und Potentiale geben.

Der Erfolg des gesamten Unternehmens entscheidet sich häufig auf der Projektebene. Um ein Projekt erfolgreich abzuschließen, ist es heute mehr denn je unerlässlich nicht nur technisch einwandfreie, das heißt mängelfreie Leistung in dem vereinbarten Zeitrahmen herzustellen, sondern vor allem auch den wirtschaftlichen Erfolg eines Projekts im Blick zu haben, und zwar in allen Phasen.

PROGNOSEBERICHT

Es liegen jetzt für die Geschäftsjahre 2023 und 2024 Aufträge in Höhe von insgesamt ca. 4,1 Mio. EUR brutto (einschließlich der gesetzlichen Mehrwertsteuer) vor. Die beschriebenen angespannten Bedingungen auf dem Materialmarkt setzen sich im Jahr 2024/ 2025 fort. Die Geschäftsführung erhält fast täglich Mitteilungen von Herstellern/Lieferanten zu Preissteigerungen, Logistikänderungen, Energiezulagen etc. Bereits geplante Bauvorhaben werden nicht ausgeschrieben oder beauftragt, Investoren ziehen sich zurück, die Bauzinsen steigen. Aufgrund dessen ist eine mittel- und langfristige Planung aktuell nahezu unmöglich.

Für das Geschäftsjahr 2024 rechnet die Geschäftsführung mit einem Umsatz zwischen 3 und 4 Mio. EUR und einem ausgeglichenen Jahresergebnis. Die weitere Geschäftstätigkeit wird sich weiterhin in Richtung von Aufträgen mit kürzerer Laufzeit sowie dann besser planbaren Kosten entwickeln.

RISIKOBERICHT

Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer unternehmerischen Tätigkeit einigen Risiken ausgesetzt. Das aktive Risikomanagement dient zur Früherkennung, Vermeidung und Reduktion der unternehmensgefährdenden Risiken. Die Organisation des Risikomanagements der FIRA Bau GmbH baut auf dem projektbezogenen Baustellen- und Akquisitionscontrolling auf, ergänzt durch das übergeordnete Prüfungs- und Steuerungsmanagement. Die Tätigkeit wird durch eine Vielzahl von Regelungen und Maßnahmen unterstützt.

EXTERNE RISIKEN

Die gesamte Bauindustrie ist zyklischen Schwankungen unterworfen und reagiert regional und nach Sektoren unterschiedlich empfindlich. Die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung, die Entwicklung der Baumärkte, die Wettbewerbssituation, aber auch die Verhältnisse auf den Kapitalmärkten und die technologischen Veränderungen am Bau können zu Risiken führen. Diese Risiken werden von den zentralen Fachbereichen und den operativen Einheiten kontinuierlich beobachtet und überwacht. Veränderungen bei den externen Risiken führen zu Anpassungen in unserer Organisation, Marktpräsenz und Angebotspalette sowie zur Adaptierung unserer strategischen bzw. operativen Planung.

BETRIEBLICHE RISIKEN UND CHANCEN

Hierzu zählen in erster Linie die komplexen Risiken der Auftragsauswahl und der Auftragsabwicklung. Die schwierige Kalkulationsbasis bei Sanierungsobjekten, durch die nur eingeschränkt analysierbare vorhandene Altbausubstanz, führt insbesondere bei Festpreisverträgen zu erhöhten Risiken Verluste zu realisieren. Die Auftragsabwicklung wird von Baustellenteams bzw. Bauleitern vor Ort gesteuert.

Im Interesse einer größtmöglichen Liefer- und Preissicherheit werden grundsätzlich zum frühestens möglichen Zeitpunkt die erforderlichen Verträge mit Nachunternehmern und Lieferanten geschlossen. Zur aktuellen Situation wird auf die Erläuterungen im Prognosebericht verwiesen.

Langjährige und eingespielte Lieferanten- und Kundenbeziehungen haben für uns einen erheblichen Wert. Die oft über lange Jahre währende vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Partnern gibt uns einen Wettbewerbsvorsprung. Trotzdem besteht keine direkte Abhängigkeit von Lieferanten. Die Zulieferprodukte sind austauschbar, eine lokale Gebundenheit besteht wegen des Einsatzes des Internets kaum noch.

Die FIRA Bau GmbH vergibt zur Sanierung von Bauvorhaben als Generalunternehmer die Fremdleistungen an Subunternehmen. Sollte es innerhalb des Gewährleistungsanspruches von 5 Jahren zu Mängelanzeigen und deren Ausbesserung/Abstellung kommen, können in diesem Fall die Subunternehmer meistens in Regress genommen werden.

Ebenso konnte durch die enge und langjährige Zusammenarbeit mit Wirtschaftsauskunftsgesellschaften (z. B. Creditreform Dresden Aumüller KG, Dresden, und Bürgel Wirtschaftsinformationen GmbH & Co. KG, Hamburg) das bestehende Risiko von Forderungsausfällen minimiert werden.

1 Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 066 vom 23.02.2024

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 40.219,00 47.068,00
I. Sachanlagen 40.219,00 47.068,00
1. technische Anlagen und Maschinen 11.293,00 13.160,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 28.926,00 33.908,00
B. Umlaufvermögen 1.733.733,27 2.798.103,18
I. Vorräte 200.805,54 290.402,98
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.248.663,90 940.892,91
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 732.489,89 1.312.688,74
1. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 161.131,69
2. sonstige Vermögensgegenstände 732.489,89 1.151.557,05
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 800.437,84 1.195.011,46
C. Rechnungsabgrenzungsposten 47.609,56 38.359,00
Summe Aktiva 1.821.561,83 2.883.530,18

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 711.780,36 1.078.583,85
I. Gezeichnetes Kapital 26.700,00 26.700,00
II. Gewinnvortrag 1.051.883,85 1.031.555,00
III. Jahresfehlbetrag 366.803,49 -20.328,85
B. Rückstellungen 713.220,00 821.589,46
C. Verbindlichkeiten 396.561,47 983.356,87
Summe Passiva 1.821.561,83 2.883.530,18

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 2.115.918,17 3.245.899,40
2. Personalaufwand 1.877.020,09 2.486.227,30
a) Löhne und Gehälter 1.346.491,43 1.806.395,46
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 530.528,66 679.831,84
davon für Altersversorgung 154.941,76 217.122,52
3. Abschreibungen 17.798,56 18.054,25
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 17.798,56 18.054,25
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 580.982,25 708.332,05
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 689,22 1,94
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 189,00 4.091,00
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -160,17
8. Ergebnis nach Steuern -359.382,51 29.356,91
9. sonstige Steuern 7.420,98 9.028,06
10. Jahresfehlbetrag 366.803,49 -20.328,85

Anhang

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft mit der Firmenbezeichnung FIRA Bau GmbH hat ihren Sitz in Dresden und ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Dresden unter der Nummer HRB 10326 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde für das Geschäftsjahr 2023 gemäß den Bestimmungen der aktuellen Fassung des Handelsgesetzbuches unter Beachtung der Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2HGB auf.

Die Gliederung entspricht den §§ 266 und 275 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen unter Berücksichtigung einer Nutzungsdauer von drei Jahren, bewertet.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Zugänge zum beweglichen Anlagevermögen werden linear abgeschrieben. Die Abschreibungen erfolgen entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauern, die zwischen drei und fünfzehn Jahren liegen.

Die Bewertung der Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen erfolgte zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

Die unfertigen Leistungen wurden zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten und des fertigungsbedingten Wertverzehrs des Anlagevermögens sowie angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden zum Nennwert angesetzt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf die zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung noch nicht beglichenen Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten bilanziert.

Abgegrenzte Aufwendungen sind unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten erfasst, sofern der abzugrenzende Betrag 800,00 EUR netto übersteigt.

Der Ansatz der Rückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

3. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage A des Anhangs dargestellt.

Vorräte

Von den unfertigen Leistungen wurden die erhaltenen Anzahlungen auf diese Leistungen offen abgesetzt. Insofern wurde vom Wahlrecht des § 268 Abs. 5 S. 2 HGB Gebrauch gemacht.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen 52.265,49 EUR (Vj. 0 TEUR). Die übrigen Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen 25.632,84 EUR (Vj. 26 TEUR).

Eigenkapital

Das im Gesellschaftsvertrag festgelegte und im Handelsregister eingetragene Stammkapital beträgt 26.700,00 EUR.

Verbindlichkeiten

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeitenin einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt (in Kursiv die Vorjahreswerte):

Stand 31.12.2023
EUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr
EUR
Restlaufzeit > 1 Jahr
EUR
Restlaufzeit > 5 Jahre
EUR
GESAMT 396.561,47 201.995,00 194.566,47 0,00
983.356,87 855.295,02 128.061,85 0,00

Für die Verbindlichkeiten wurden keine Sicherheiten bestellt.

4. Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten:

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 47 Arbeitnehmer (Vj. 58) beschäftigt.

2023 2022
Arbeiter 31 38
Angestellte 16 20
Gesamt 47 58

Mitglieder der Geschäftsführung:

Einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer im Berichtszeitraum war:

- Andreas Wallstein, Diplom-Bauingenieur (FH)

Bezüge der Geschäftsführung

Bezüglich der Angaben zur Geschäftsführervergütung gemäß § 285 S. 1 Nr. 9 a HGB macht die Geschäftsführung von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Form von Mietverträgen sowie Leasingverträgen in Höhe von 274 TEUR (Vj. 304 TEUR).

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Jahresfehlbetrag in Höhe von 366.803,49 EUR mit dem Gewinnvortrag des Vorjahres zu verrechnen und den verbleibenden Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung im Sinne von § 285 Nr. 33 HGB ergeben.

Anlagenspiegel

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 4.072,00 0,00 0,00 4.072,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 67.297,11 2.513,70 7.959,66 61.851,15
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 126.648,61 8.435,86 14.149,77 120.934,70
193.945,72 10.949,56 22.109,43 182.785,85
198.017,72 10.949,56 22.109,43 186.857,85
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
01. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 4.072,00 0,00 0,00 4.072,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 54.137,11 4.380,70 7.959,66 50.558,15
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 92.740,61 13.417,86 14.149,77 92.008,70
146.877,72 17.798,56 22.109,43 142.566,85
150.949,72 17.798,56 22.109,43 146.638,85
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023
EUR
31. Dez. 2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 11.293,00 13.160,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 28.926,00 33.908,00
40.219,00 47.068,00
40.219,00 47.068,00

sonstige Berichtsbestandteile

 

Dresden, 11. Dezember 2024

gez. Andreas Wallstein, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 16.12.2024 festgestellt.

Der Bestätigungsvermerk

An die FIRA Bau GmbH, Dresden

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der FIRA Bau GmbH, Dresden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FIRA Bau GmbH, Dresden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil züber die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dresden, 11. Dezember 2024

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