Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 360493
Vorher
SONOTRONIC Nagel GmbH
Eingetragen
5.6.1978
Branche
Bearbeitung und Veredlung von KunststoffwarenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Herstellung von Ultraschallkomponenten, Herstellung von Sondermaschinen und Komponenten für die Automobil-, Kunststoffverarbeitende und Lebensmittelindustrie, Herstellung von Ultraschallhochleistungsreaktoren für die Umweltindustrie und deren Vertrieb.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marc Hägele
seit 4.5.2020
Prokura
Ingo Nagel
seit 6.12.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Karlsbad
425.000 DM
85.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SONOTRONIC Nagel GmbH

Karlsbad

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht zum 31. Dezember 2021

Gesamtwirtschaftliche Lage

Die Weltwirtschaft hat sich 2021 von der Corona-Krise erholt, ihre Auswirkungen prägen jedoch weiterhin die wirtschaftliche Entwicklung. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften hat der private Konsum im Zuge sinkender Neuinfektionen und rascher Impffortschritte ab dem Frühjahr 2021 deutlich angezogen. Allerdings führten seit Beginn 2021 zunehmende Liefer- und Kapazitätsengpässe zu Störungen in den globalen Wertschöpfungsketten und bremsten in vielen Ländern die Industrieproduktion. Aufgrund des Anstiegs der weltweiten Nachfrage und der angebotsseitigen Lieferengpässe sind die Erzeuger- und Verbraucherpreise stark angestiegen.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für das Jahr 2021 mit einer Zunahme der globalen Wirtschaftsleistung um 5,9 %. Auch in unseren Kernmärkten hat sich die Wirtschaft von den Folgen der Coronavirus-Pandemie erholt. In Deutschland ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorjahr um 2,7 % gewachsen. Das Wachstum hat sich allerdings zum Jahresende 2021 aufgrund der Liefer- und Materialengpässe sowie des erneut angestiegenen Infektionsgeschehens deutlich abgeschwächt. Steigende Erzeugerpreise, Lieferengpässe und ein Anstieg der privaten Nachfrage haben in vielen Regionen der Welt im zweiten Halbjahr 2021 zu einem kräftigen Auftrieb der Inflation geführt.

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war auch im Jahr 2021 von der Corona-Pandemie geprägt. Gebremst durch die andauernde Pandemiesituation und zunehmende Liefer- und Materialengpässe konnte sich die deutsche Wirtschaft nach dem Einbruch im Jahr 2020 nur allmählich erholen. Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2021 um 2,7 % höher als 2020. Das reichte jedoch nicht, um den starken Rückgang im ersten Coronajahr aufzuholen: Im Vergleich zum Jahr 2019, also dem Jahr vor der Krise, war das BIP 2021 noch um 2,0 % niedriger.

In den USA wuchs die Wirtschaft im Berichtsjahr um 5,7 % und erreichte bereits im zweiten Quartal 2021 das Niveau vor Ausbruch der Corona-Krise. Der deutliche Anstieg der privaten Konsumausgaben trug maßgeblich zum Wachstum bei. Der US-Arbeitsmarkt hat sich 2021 nach dem Corona-Einbruch erholt, die Arbeitslosenquote lag allerdings noch über Vorkrisenniveau. Die Verbraucherpreise sind 2021 im Vergleich zum Vorjahr deutlich angestiegen. Maßgebliche Ursache sind Lieferengpässe, höhere Energiepreise und steigende Mieten. Vor dem Hintergrund der zunehmenden wirtschaftlichen Aktivität hat die US-Notenbank Ende 2021 beschlossen, ihre Anleihenkäufe zurückzuführen und die Weichen für Zinserhöhungen gestellt.

Den Strukturwandel und infolgedessen die Krise aus 2019 sehen wir nach gut 2 Jahren als vollzogen. E-Fahrzeuge sind im Markt angekommen und alle OEM sehen sich diesem Antrieb verpflichtet. Verbrenner Entwicklungen werden nicht fortgeführt, Elektromobilität ist somit nach derzeitigem Stand die zukünftige Technologie. Deshalb hat sich die Nachfrage nach US-Sondermaschinen für alle Fahrzeugtypen im 2 HJ zugenommen. Auch US-Maschinen werden unabhängig vom Antriebsstrang benötigt und haben ein Alleinstellungsmerkmal in der Produktionskette. Die Nachfrage hat sich zunächst in den USA verbessert, in Europa liegt sie noch deutlich unter dem Vorkrisen-Niveau.

Geschäftstätigkeit

Sonotronic ist ein führender Hersteller von Ultraschall-Schweißmaschinen und Komponenten weltweit. Wir verfügen über ein globales Netz mit eigenen Niederlassungen und Vertretungen. Sonotronic ist Technologie-Partner der kunststoffverarbeitenden Industrie, insbesondere der Automobilhersteller und deren Zulieferer. Wir entwickeln und produzieren kundenspezifische Ultraschall-Schweißmaschinen, Standardmaschinen und Komponenten. Gemeinsam mit unseren internationalen Kunden realisieren wir Projekte von Beginn bis zum Serienanlauf.

Die Jahre 2019 bis 2022 waren und sind von den Krisen geprägt. Durch zu wenig Projektvergabe in der Automobilindustrie, bei gleichzeitig zu hohen Kapazitäten im Bereich der Sondermaschinen gerieten Margen unter Druck. Aber insbesondere auch die Verwerfungen in der Automobilindustrie der frühen Krisenjahre mit Projektdurchlaufzeiten von bis zu 280 Tagen führen bei krisenbedingten verlängerten Zahlungszielen zu höherem Liquiditätsbedarf. Zeitgleich zu den Krisen führte Sonotronic ein neues ERP-Systems ein, dass gerade in der Implementierungsphase zu fehlender kaufmännischer Transparenz führte, um agiler zu reagieren.

Da der Sondermaschinenbau sehr träge ist (durch Projektdurchlaufzeiten) wird eine komplette wirtschaftliche Erholung des Tagesgeschäfts erst ab 2. HJ 2022 und 2023 erwartet. Zusätzlich erschweren massive Lieferverzögerungen von Zukaufteilen die termingerechte Auslieferung und Planung, was Sonotronics Geschäftstätigkeit über das Jahr 2022 beeinflusst.

Die Fokussierung auf den Anlagenbau hat uns in den letzten Jahren durch die Krisen zugesetzt. Das Unternehmen befindet infolgedessen in einer Umstrukturierung mit dem Ziel den Maschinenbau wieder zu stabilisieren und ertragskräftig zu gestalten. Gleichzeitig planen wir den Bereich Komponenten auszubauen, und damit auch unsere Absätze außerhalb der Automobilindustrie zu erhöhen und industrieunabhängiger zu werden. Der aktuelle Auftragsbestand im Unternehmen, teilweise bedingt durch Projektverzögerungen durch Lieferkrisen, sorgt kurzfristig für fehlenden Umsatz und mittelfristig für eine hohe Auslastung.

Die Besonderheit unserer Produkte, insbesondere der Sondermaschinen, war jahrelang der Garant für Stabilität und Erfolg. Die Sondermaschinen werden für Exterieur und Interieur sämtlicher Fahrzeuge unabhängig vom Antriebsstrang benötigt. Es handelt sich bei jeder Anlage um ein Einzelstück, welches auftragsbezogen gefertigt wird. Die Maschinen werden unausweichlich benötigt. Somit ist gewährleistet, dass eine Stornierung von Maschinen nahezu ausgeschlossen ist. Auch gehen wir davon aus, dass bei einer Kundeninsolvenz der OEM die entsprechende Maschine übernimmt, um seine Produktion zu sichern. Der hohe technische Aufwand und das spezielle Fachwissen tragen dazu bei, dass Ultraschall-Sondermaschinen kein Massenprodukt werden.

Deshalb gilt es den Ultraschall als Kernkompetenz unseres Unternehmens zu bewahren. Neben dem Sondermaschinenbau als Hauptumsatzträger sind wir in weiteren Geschäftsfeldern mit unseren Komponenten und Standardmaschinen tätig. Zum Beispiel liefert Sonotronic Ultraschallsysteme und Maschinen für die Verpackungs- und Food-Industrie. Durch unsere Umweltsparte rüsten wir Biogas- und Kläranlagen mit Hochleistungs-Ultraschall-Reaktoren zur deutlichen Effizienzsteigerung aus.

Wir erwirtschaften rund 95% unserer Umsätze mittels Ultraschalltechnologie und sind entsprechend in drei Sparten tätig:

I. Automotive

II. Plastics/Packaging/Textil/Medizin/Sonst.

III. Umwelt

Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Das Jahr 2021 verlief im Rückblick nicht wie wir es erhofft und erwartet hatten. Es waren immer noch zu wenig Projekte am Markt und mit einem Auftragseingang von unter 10 Millionen ein verhaltener Auftragseingang im ersten Halbjahr. Im zweiten Halbjahr war der Auftragseingang mit ca. 20 Millionen positiv durch ein starkes drittes Quartal, indem wir überdurchschnittlich viele Projekte gewinnen konnten.

Trotz sehr gutem Auftragseingang ist der Gesamtbestand an Projekten im Aufbau zum 31.12.2021 auf 5 Millionen Euro gesunken. Durch die Lieferkrise konnten Projekte nicht im üblichen Umfang effektiv aufgebaut werden. Der Auftragsbestand zum Jahresende war somit außerordentlich gut. Die Leistung im Schlussquartal konnte jedoch nicht erbracht werden. Infolgedessen war es auch unvermeidbar Teile der Belegschaft in Kurzarbeit zu schicken, und historisch hohe Personalrückstellungen abzubauen. Letztendlich war 2021 ein weiteres Jahr geprägt von Krisen und Unsicherheiten. Die Lücke im Sondermaschinenbau konnte nicht geschlossen werden.

Finanzen

Gezeichnetes Stammkapital: 1.000.000,00
EBITDA: -3.719.699,99
EBIT: -5.090.750,61
EAT/Jahresüberschuss: -5.464.863,41
Bilanzverlust: 307.503,66
Eigenkapital: 6.452.496,34
Eigenkapitalquote: 24,37 %

Die Abschreibungen betragen € 1.371.050,62.

In Hard- und Software wurden im Jahr 2021 Euro 25.048,85, in Maschinen Euro 15.241,04 und in die Betriebs- und Geschäftsausstattungen Euro 123.834,89 investiert. Außerdem wurden selbst geschaffene Prototypen mit Euro 112.917,58 aktiviert.

Die Lage der Gesellschaft ist entsprechend der Bilanzstruktur zum 31.12.2021 zugunsten des Umlauf-Vermögens flexibel gestaltet und den Bedürfnissen entsprechend kurzfristig finanziert.

Von dem Gesamtpersonalaufwand in Höhe von Euro 16.148.079,67 entfallen auf Angestellte incl. der Geschäftsführervergütungen Euro 5.564.167,24 und auf die sozialen Abgaben Euro 2.937,664,10 davon für freiwillige Altersversorgung Euro 273.637,84. Der Personalaufwand sank um € 1.575.457,59 gegenüber dem VJ.

Qualifikation/Weiterbildung

Auch im Jahr 2021 wurde die Qualifikation der Mitarbeiter durch Weiterbildung verbessert. Der Aufwand betrug im Jahr 2021 Euro 51.051,74. Um auch zukünftig über qualifiziertes Personal zu verfügen, werden weiterhin Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt. Der Bruttolohn der Auszubildenden betrug im Jahr 2021 Euro 218.907,13.

Liquidität

Im Geschäftsjahr waren, unter Berücksichtigung der von den Banken gewährten Kontokorrentlinien, genügend Mittel vorhanden. Die Zahlungsfähigkeit war gewährleistet. Grundsätzlich ist Skontierfähigkeit gegeben und wurde auch zum größten Teil genutzt. Für das nächste Jahr wird bei andauernder Materialknappheit gepaart mit den Zahlungszielen der im Bestand befindlichen Aufträge die Liquidität der Gesellschaft ein potenzielles Risiko auf Grund der über die Krisenjahre kontinuierlich höher ausgeschöpften Betriebsmittellinien. Des Weiteren sind die im Bestand befindlichen Projekte teilweise noch mit höherem Vorfinanzierungsbedarf behaftet, auf Grund von längeren Zahlungszielen der Krisenjahre.

Forschung und Entwicklung

Wir investieren in unsere Zukunft und folgen unseren Zielen, in allen Bereichen eine technologisch führende Position einzunehmen.

Für Forschung, Entwicklung und Weiterentwicklung der Produktbereiche Anlagenbau, Generatorenbau, Stanztechnik, Softwareentwicklung, Umwelttechnologie und Schweißtechnologien wurden an Material- und Personalkosten Euro 1.302.165,65 aufgewendet.

Zertifizierung

Das Unternehmen ist nach EN ISO 9001:2008 zertifiziert und nach EN ISO 14001:2004 umweltzertifiziert. Umweltrisiken fallen bei der Produktion nach unserer Einschätzung keine an.

Risiko und Maßnahmen

Da rund zwei Drittel unseres Umsatzes auf Abnehmer in der Automobilbranche und deren Lieferanten entfallen, hat die konjunkturelle Entwicklung dieser Branche einen großen Einfluss auf unseren Umsatz und unser Ergebnis. Durch verstärkte Auslandsaktivitäten kann einer schwächeren inländischen Konjunktur und daher einem Umsatzrückgang entgegengewirkt werden.

Um das Risiko der Abhängigkeit von der Automobilbranche zu vermindern, werden neue Märkte in der Umwelt-, Verpackungs-, Medizin- und Lebensmitteltechnik erschlossen. Wir begegnen dem Risiko auch durch umfassende Entwicklungsarbeit und hervorragenden Lieferservice. Dies führt zum Aufbau enger und stabiler Kunden- und Lieferantenbeziehungen.

Das Kundenrisiko ist als geringfügig einzustufen, da zum erheblichen Teil langjährige Geschäftsverbindungen bestehen. Kundenforderungen werden im Zuge der Überwachung auch laufend auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Bei Ausfallrisiken, die sich allerdings in den vergangenen Jahren als geringfügig dargestellt haben, werden rechtzeitig und mit der gebotenen Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns entsprechende Rückstellungen gebildet.

Ein weiteres Risiko auf Grund beginnender Lieferengpässe ist das Preisrisiko, insbesondere da Preise kundenseitig teils Monate im Voraus kalkulatorisch erfasst werden, während die Einkaufsteile zur Bedienung der Kundenprojekte bei den derzeitigen Lieferverzögerungen Einkaufspreisanstiege beinhalten können. Dem wird versucht mit Rahmenverträgen entgegenzuwirken und mit Vorabbeschaffung Stabilität herzustellen.

Organisation und Abläufe sind auf das Unternehmen weitestgehend abgestimmt und etabliert. Die internen Kontroll-Maßnahmen werden ständig verbessert und fortentwickelt. Durch die Restrukturierung und Anpassung des Personalschlüssels müssen sich einige Abläufe wieder einpendeln. Ein marktunabhängiges Risiko ist die Anpassung unserer IT-Systeme. Dazu wurden im Wirtschaftsjahr 2021 weitere 106.117,52€ in Beratung investiert, um dieses Risiko abzufangen und der Bereich der Datenauswertung durch interne Versetzungen verstärkt, um diesem Risiko entgegenzutreten.

Zurzeit stellen uns die Banken unbesicherte Linien zur Verfügung, welche für das Unternehmen in der Gesamtfinanzierung existenziell wichtig sind. Die Finanzierung des Tagesgeschäfts basiert auf Inanspruchnahmen der Linien, die dazu dienen Schwankungen des Liquiditätsbedarfs resultierend aus dem Projektgeschäft auszugleichen. Durch die Krisen der letzten Jahre kam es zu einem Abbau des Eigenkapitals und einer über die Jahre gesehenen stärkeren Ausschöpfung der Linien. Falls die Krisen fortbestehen, könnte daraus ein Liquiditätsrisiko resultieren oder eine Ausweitung der Linien erforderlich werden.

Die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Das Jahr 2021 ist eine Fortführung der Krisenjahre 2019 und 2020.

Strukturwandel und Corona haben tiefe Spuren hinterlassen

Unser Unternehmen startet in das Jahr 2022 mit einem guten Auftragsbestand. Die Probleme in den Lieferketten intensivieren sich. Nach einem nahezu kompletten Stillstand der Weltwirtschaft, starten viele Unternehmen mit einer guten Auftragslage in das Jahr, genau wie wir. Was am Anfang leichte Verzögerungen mit sich brachte, hat sich zu einer dramatischen Beschaffungskrise entwickelt. Lieferzeiten sind teilweise unkalkulierbar, und damit einhergehend auch das Preisrisiko. Eine weitere dramatische Entwicklung folgte durch den Krieg in der Ukraine. All diese Ereignisse waren in ihrer Auswirkung bisher unvorstellbar und führten nun zu einer Energiekriese. Wir befinden uns somit in der 4. Krise ohne Unterbrechung. Strukturwandel, Pandemie, Lieferketten und Energiekrise! Wir arbeiten 2022 mit vollen Auftragsbüchern, werden dennoch wahrscheinlich ein weiteres negatives Jahr haben. Es finden massive Projektverschiebungen auf Grund der Lieferproblematik in der gesamten Zulieferkette statt.

Der Auftragseingang liegt aktuell hinter den Erwartungen in Europa, jedoch haben wir eine starke Entwicklung bei unserer Tochtergesellschaft in den USA, was auch Auswirkungen auf unsere Produktion in Deutschland hat. Somit haben wir aktuell eine gute Auslastung in der Produktion. Trotz Auslastung, durch die beschriebenen Risiken und unter dem Einfluss der gesamtwirtschaftlichen Lage der letzten Jahre ergeben sich dennoch Risiken für das operative Geschäft. Durch die weltweiten Lieferengpässe leiden auch unsere Partner- und Tochtergesellschaften. Es könnte mehr geliefert werden, wenn die Verfügbarkeit der Teile gewährleistet wäre.

Der längerfristigen Entwicklung des Unternehmens sehen wir hier positiv entgegen. Ultraschall setzen wir neben der Automobilindustrie in diversen Wachstumsmärkten ein. Wir erwarten für die nächsten Jahre eine sehr positive Entwicklung im Bereich Umwelttechnik, Biogas (LNG) und Komponente für Verpackung und Automation. Die neueste Generation unserer Digitalgeneratoren wird ständig erweitert und bereits 2023 werden neue Produktgruppen eingeführt.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Die Sonotronic Nagel GmbH hat am 4. November 2022 einen Antrag auf Insolvenz beim Amtsgericht Karlsruhe eingereicht, und am 1. Februar 2023 wurde das Insolvenzverfahren eröffnet. Durch die Lieferkrise kam es bei den Projekten zu weiteren Verzögerungen, und damit zu späterem Liquiditätszufluss nach verpassten Meilensteinen im Projektdurchlauf.

Kurzfristig konnte fehlende Liquidität mit verbesserten Zahlungsbedingungen bei Neuprojekten (z.B. Anzahlung bei Auftragseingang) und einem aggressiveren Mahnwesen ausgeglichen werden. Insgesamt kam es durch die Lieferkrise zu länger andauernden Verzögerungen im Projektablauf und damit erneut zu Verzögerungen im Zufluss neuer Liquidität, da trotz besseren Zahlungsbedingungen diese an Projektmeilensteine gebunden sind, die erst verzögert erreicht wurden.

Erschwerend wirkt hier auch die fehlende kaufmännische Transparenz durch inadäquate kaufmännische und systemische Prozesse, die ein zeitnäheres Gegensteuern verhinderten und kurzfristig angelegte Fehlentscheidungen begünstigten.

Insgesamt geht die Geschäftsführung von einer Fortführung des Unternehmens aus, da die Technologie und Produkte am Markt nach wie vor gebraucht werden. Indikativ dafür ist auch bei das bei 70% bis 80% der imAuftragsbestand befindlichen Projekte eine Fortführungsvereinbarungen erreicht werden konnte. Deshalbkommt es trotz Insolvenz zu Vollauslastung, um Aufträge abzuarbeiten. Mit abschwellender Lieferkrise unddem verbesserten Anzahlungsverhalten minimieren sich externe Gefahren auf die Liquidität, und mit dem Insolvenzrecht gibt es diverse Möglichkeiten den Geschäftsbetrieb weiterzuführen.

 

Karlsbad, den 17. April 2023

Ingo Nagel

BILANZ zum 31.12.2021

Sonotronic Nagel GmbH, Karlsbad

AKTIVA

EUR Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 546.403,00 576.697,73
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 757.160,00 1.076.991,00
1.303.563,00 1.653.688,73
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 54.709,00 59.742,00
2. technische Anlagen und Maschinen 770.004,00 1.180.715,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.507.539,00 1.879.359,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 9.021,26
2.332.252,00 3.128.837,26
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.810,98 1.433,69
2. Beteiligungen 150,25 150,25
3. Genossenschaftsanteile 800,00 800,00
5.761,23 2.383,94
Summe Anlagevermögen 3.641.576,23 4.784.909,93
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.806.894,48 8.116.374,60
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 5.011.583,10 9.565.241,95
3. fertige Erzeugnisse und Waren 289.906,66 210.831,00
4. geleistete Anzahlungen 57.177,84 121.755,00
5. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -878.150,11 -1.353.862,69
12.287.411,97 16.660.339,86
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.200.732,55 7.404.508,68
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.072.953,55 4.189.083,07
3. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 211.875,00
4. sonstige Vermögensgegenstände 103.019,94 302.415,00
10.376.706,04 12.107.881,75
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 165.518,13 616.324,79
Summe Umlaufvermögen 22.829.636,14 29.384.546,40
C. Rechnungsabgrenzungsposten 289.145,81 264.461,09
26.760.358,18 34.433.917,42

PASSIVA

EUR Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Gewinnrücklagen
1. andere Gewinnrücklagen 5.760.000,00 5.760.000,00
III. Bilanzverlust 307.503,66 -5.157.359,75
- davon Gewinnvortrag EUR 5.157.359,75 (EUR 8.198.217,20)
Summe Eigenkapital 6.452.496,34 11.917.359,75
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 290.486,95 192.893,65
2. sonstige Rückstellungen 2.870.515,93 3.275.494,16
3.161.002,88 3.468.387,81
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15.312.505,00 16.562.500,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 15.000.005,00 (EUR 16.000.000,00)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 312.500,00 (EUR 562.500,00)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.077.691,73 1.909.302,17
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 1.077.691,73 (EUR 1.909.302,17)
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 500,00 0,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 500,00 (EUR 0,00)
4. sonstige Verbindlichkeiten 756.162,23 576.367,69
- davon aus Steuern EUR 616.098,44 (EUR 235.344,57)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 13.261,80 (EUR 88.934,63)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 756.162,23 (EUR 576.367,69)
17.146.858,96 19.048.169,86
26.760.358,18 34.433.917,42

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 01.01.2021 bis 31.12.2021

Sonotronic Nagel GmbH, Karlsbad

EUR Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
1. Umsatzerlöse 29.975.674,99 31.708.136,88
2. Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 4.474.583,19 1.473.177,00-
3. andere aktivierte Eigenleistungen 112.917,85 592.322,73
4. Gesamtleistung 25.614.009,65 33.773.636,61
5. sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens und aus Zuschreibungen zu Gegenständen des Anlagevermögens 33.620,53 0,00
b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 453.258,43 275.958,59
c) übrige sonstige betriebliche Erträge 595.577,18 764.003,61
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 342.523,18 (EUR 196.013,96)
1.082.456,14 1.039.962,20
6. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 8.098.605,30 11.417.789,95
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.019.118,18 964.353,15
9.117.723,48 12.382.143,10
7. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 13.210.415,57 14.671.643,54
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.937.664,10 3.051.893,72
- davon für Altersversorgung EUR 273.637,84 (EUR 253.751,42)
16.148.079,67 17.723.537,26
8. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.371.050,62 1.502.057,75
9. sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Raumkosten 1.590.963,74 1.703.663,85
b) Versicherungen, Beiträge und Abgaben 163.685,35 223.783,49
c) Reparaturen und Instandhaltungen 932.484,37 808.817,00
d) Fahrzeugkosten 372.597,97 373.538,65
e) Werbe- und Reisekosten 335.313,79 329.173,84
f) Kosten der Warenabgabe 711.266,82 1.038.956,01
g) verschiedene betriebliche Kosten 955.086,09 1.019.446,30
h) Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 0,00 473,00
i) Verluste aus Wertminderungen von Gegenständen des Umlaufvermögens und Einstellung in die Wertberichtigung zu Forderungen 1.500,00 996,00
j) übrige sonstige betriebliche Aufwendungen 78.714,13 617.594,68
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 77.864,13 (EUR 617.378,68)
5.141.612,26 6.116.442,82
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 98.995,59 140.414,99
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 95.002,82 (EUR 135.205,56)
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 473.108,39 260.781,17
- davon Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen EUR 87,00 (EUR 123,00)
- davon Aufwendungen aus der Saldierung nach § 246 Abs. 2, S. 2 HGB EUR 5.847,00 (EUR 5.080,34)
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4,22 0,00
13. Ergebnis nach Steuern -5.456.117,26 -3.030.948,30
14. sonstige Steuern 8.746,15 9.909,15
15. Jahresfehlbetrag 5.464.863,41 3.040.857,45
16. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 5.157.359,75 8.198.217,20
17. Bilanzverlust 307.503,66 -5.157.359,75

ANLAGENSPIEGEL zum 31.12.2021

Sonotronic Nagel GmbH, Karlsbad

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2021
EUR
Zugänge Abgänge-
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2021
EUR
Abschreibungen Zuschreibungen- vom 01.01.2021 bis 31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 281.233,00 424.007,58 158.837,58 143.212,58
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 311.089,73 112.917,85 -424.007,58 0,00
3. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.316.995,63 25.048,85 2.584.884,48 344.879,85
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 3.909.318,36 137.966,70 0,00 2.743.722,06 488.092,43
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 132.753,78 78.044,78 5.033,00
2. technische Anlagen und Maschinen 4.126.262,27 15.241,04 3.371.499,31 425.952,04
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.617.602,27 123.834,89 9.021,26 5.084.743,62 451.973,15
158.175,80-
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.021,26 -9.021,26 0,00
Summe Sachanlagen 10.885.639,58 139.075,93 0,00 8.534.287,71 882.958,19
158.175,80-
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.433,69 3.377,29 0,00
2. Beteiligungen 150,25 0,00
3. Genossenschaftsanteile 800,00 0,00
Summe Finanzanlagen 2.383,94 3.377,29 0,00
Summe Anlagevermögen 14.797.341,88 280.419,92 0,00 11.278.009,77 1.371.050,62
158.175,80-
Buchwert 31.12.2021
EUR
Buchwert 31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 546.403,00 265.608,00
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 311.089,73
3. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 757.160,00 1.076.991,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.303.563,00 1.653.688,73
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 54.709,00 59.742,00
2. technische Anlagen und Maschinen 770.004,00 1.180.715,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.507.539,00 1.879.359,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 9.021,26
Summe Sachanlagen 2.332.252,00 3.128.837,26
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.810,98 1.433,69
2. Beteiligungen 150,25 150,25
3. Genossenschaftsanteile 800,00 800,00
Summe Finanzanlagen 5.761,23 2.383,94
Summe Anlagevermögen 3.641.576,23 4.784.909,93

ANHANG

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: SONOTRONIC Nagel GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Karlsbad
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Mannheim
Register-Nr.: HRB 360493

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Entwicklungskosten angesetzt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen.

Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

Beteiligungen zu Anschaffungskosten

Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

Ausleihungen zum Nennwert

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten wurden nach der Durchschnittsmethode ermittelt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Gemeinkosten wurden berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennbetrag bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen gebildet.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Zahlungen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennwert angesetzt.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Währungsumrechnung erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag.

Angaben zur Bilanz

Forschungs- und Entwicklungskosten

Entwicklungskosten für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden aktiviert.

Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten betrugen im Geschäftsjahr 1.302.165,56 Euro.

Davon entfallen 112.917,85 Euro auf die Entwicklungskosten für selbst geschaffene immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens.

Die aktivierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von 546.403,00 Euro führen abzüglich der hierauf entfallenden passiven latenten Steuern mit 152.446,05 Euro zu einem für die Ausschüttung gesperrten Betrag in Höhe von 393.956,95 Euro.

Angaben zu Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen 3.072.953,55 Euro (Vorjahr: 4.189.083,07 Euro) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Pensionsrückstellungen

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode) angewendet.

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz 1,87 %
erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 0,00 %
zugrunde gelegte Sterbetafel Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 130.186,00 Euro (Vorjahr: 154.823,00 Euro). Dieser Betrag unterliegt der Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 S.2 HGB.

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden Euro
Erfüllungsbetrag der Schulden 866.903,00
Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte 576.416,05
Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte 576.416,05
verrechnete Aufwendungen 17.407,00
verrechnete Erträge 11.560,00

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:

Stand 01.01.2021
Euro
Verbrauch 2021
Euro
Auflösung 2021
Euro
Zuführung 2021
Euro
Stand 31.12.2021
Euro
Urlaub Arbeitnehmer 1.252.952 1.252.952 0 1.114.319 1.114.319
Offene INB 140.159 0 0 46.851 187.010
Bonus Kunden 493.330 94.579 379.799 543.689 562.641
Provision/Abfindung Mitarbeiter 216.229 216.229 0 81.617 81.617
Gewährleistung 724.609 0 45.192 0 679.417
Ausstehende WE-Rechnungen 334.000 334.000 0 108.000 108.000
Summe 3.161.279 1.897.760 424.991 1.894.476 2.733.004

Aufgliederung der Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte

Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten und Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten.

Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2021 davon mit einer RLZ von
Gesamtbetrag
TEuro
< 1 J.
TEuro
1-5 J.
TEuro
> 5 J.
TEuro
gesicherte Beträge
TEuro
Art der Sicherheit
Anleihen 0 0 0 0 0
ggü. Kreditinstituten 15.312 15.000 312 0 0
aus Lieferungen und Leistungen 1.078 1.078 0 0 1.078 6
aus Wechselgeschäften 0 0 0 0 0
ggü. verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0
ggü. beteiligten Unternehmen 0 0 0 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 757 757 0 0 0
Summe 16.859 16.547 312 0 1.078

Die Nummern der Sicherungsvermerke bedeuten:

1 = Pfandrecht an unbeweglichen Sachen

2 = Pfandrecht an beweglichen Sachen

3 = Pfandrecht an übertragbaren Rechten

4 = Sicherungsübereignung Vorräte

5 = Sicherheitsabtretung Forderungen

6 = Eigentumsvorbehalt

Latente Steuern

Im Berichtsjahr kam es zu folgenden Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz:

Bilanzposten Differenz
(EUR)
Aktive latente Steuern
(EUR)
Passive latente Steuern
(EUR)
Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände 546.403,00 152.446,00
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.800,00 1.618,00
Forderungen verbundene Unternehmen 129.411,00 36.106,00
Pensionsrückstellungen 521.483,00 145.494,00
Sonstige Rückstellungen 12.556,00 3.503,00
Steuerlicher Verlustvortrag 37.937,00
Summe latente Steuern (unsaldiert) 188.552,00 188.552,00
Saldierung -188.552,00
Summe latente Steuern (saldiert) 0

Angabe der sonstigen finanziellen Verpflichtungen § 285 Nr. 3 a HGB

Die voraussichtlichen Miet- und Leasingzahlungen des Geschäftsjahres 2022 betragen 1.369.800,18 Euro.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:

Tätigkeitsbereich Umsatz
TEuro
Sondermaschinen 20.050
Komponenten 9.926
Geographisch bestimmter Markt Umsatz
TEuro
Inland 16.507
Ausland 13.469

Erträge und Aufwendungen aus Kursdifferenzen

Die Erträge aus Kursdifferenzen betragen 342.523,18 Euro (Vorjahr: 196.013,96 Euro).

Aufwendungen aus Kursdifferenzen belaufen sich auf 77.864,13 Euro (Vorjahr: 617.378,66 Euro).

Erträge und Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von 17.494,00 Euro (Vorjahr: 16.650,00 Euro).

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 107
Angestellte 144
leitende Angestellte 3
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 254
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 228
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 26

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Ingo Nagel

Vergütungen der Geschäftsführer

In Bezug auf die Vergütungen der Geschäftsführer wird von der Befreiung gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname / Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis
Euro
Eigenkapital
Euro
Sonotronic Inc., Wixom, USA 100,00 % 435.400 USD 2.000 USD
Sonotronic HK Ltd., Hongkong 69,99 % 10.000 HKD

Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt 35.000,00 Euro und gliedert sich wie folgt:

Honorar des Abschlussprüfers Euro
a) Abschlussprüfungsleistungen 35.000,00
d) sonstige Leistungen 0,00

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Die Sonotronic Nagel GmbH hat am 4. November 2022 einen Antrag auf Insolvenz beim Amtsgericht Karlsruhe eingereicht, und am 1. Februar 2023 wurde das Insolvenzverfahren eröffnet. Durch die Lieferkrise kam es bei den Projekten zu weiteren Verzögerungen, und damit zu späterem Liquiditätszufluss nach verpassten Meilensteinen im Projektdurchlauf.

Kurzfristig konnte fehlende Liquidität mit verbesserten Zahlungsbedingungen bei Neuprojekten (z.B. Anzahlung bei Auftragseingang) und einem aggressiveren Mahnwesen ausgeglichen werden. Insgesamt kam es durch die Lieferkrise zu länger andauernden Verzögerungen im Projektablauf und damit erneut zu Verzögerungen im Zufluss neuer Liquidität, da trotz besserer Zahlungsbedingungen diese an Projektmeilensteine gebunden sind, die erst verzögert erreicht wurden.

Erschwerend wirkt hier auch die fehlende kaufmännische Transparenz durch inadäquate kaufmännische und systemische Prozesse, die ein zeitnaheres Gegensteuern verhinderten und kurzfristig angelegte Fehlentscheidungen begünstigten.

Insgesamt geht die Geschäftsführung von einer Fortführung des Unternehmens aus, da die Technologie und Produkte am Markt nach wie vor gebraucht werden. Indikativ dafür ist auch bei das bei 70% bis 80% der im Auftragsbestand befindlichen Projekte eine Fortführungsvereinbarungen erreicht werden konnte. Deshalb kommt es trotz Insolvenz zu Vollauslastung, um Aufträge abzuarbeiten. Mit abschwellender Lieferkrise und dem verbesserten Anzahlungsverhalten minimieren sich externe Gefahren auf die Liquidität, und mit dem Insolvenzrecht gibt es diverse Möglichkeiten den Geschäftsbetrieb weiterzuführen.

Sonstiges

Der Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis der Unternehmen wird von dieser Gesellschaft erstellt und ist dort auf Anfrage erhältlich.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Die Geschäftsführung beschließt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung:

Der Jahresfehlbetrag beträgt 5.464.863,41 Euro; er wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Karlsbad, den 17. April 2023

Ingo Nagel

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Sonotronic Nagel GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Sonotronic Nagel GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sonotronic Nagel GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse:

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben im Anhang zu den Ereignissen nach dem Schluss des Geschäftsjahres sowie die Angaben im Lagebericht zu Risiko und Maßnahmen, sowie Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft und Ereignisse nach dem Bilanzstichtag. Die dort genannten Ereignisse und Gegebenheiten zeigen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhaltes nicht modifiziert.

Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts - Insolvenzantrag

Das Unternehmen hat am 4. November 2022 beim Amtsgericht Karlsruhe Insolvenz beantragt. Das Insolvenzverfahren wurde am 1. Februar 2023 wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung eröffnet. Geschäftsleitung und Insolvenzverwaltung gehen aufgrund der Gegebenheiten von einer Fortführung der Unternehmenstätigkeit - evtl. auch im Rahmen einer übertragenden Sanierung - aus.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder un beabsichtigten - falschen Darstellungen/falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen/falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen/dolosen Handlungen oder Unrichtigkeiten/Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

 

Rastatt, 24. April 2023

WKS - GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dipl-Wirtschaftsing. Holger Baierl, Wirtschaftsprüfer

Dipl-Betriebswirt (BA) Konrad Walter, Wirtschaftsprüfer

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