i:FAO Group GmbHLiquidiert

60487 Frankfurt am Main, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 73600
Eingetragen
14.10.2004
Branche
Erbringung sonstiger reisebezogener Dienstleistungen a. n. g.Betrieb von Bahnhöfen für den Personenverkehr einschließlich OmnibusbahnhöfenErbringung von Reservierungsdienstleistungen für Theater-, Sport- und Unterhaltungsveranstaltungen
Gegenstand
die Herstellung und die Bereitstellung von Systemen und Lösungen für elektronische Reisebuchungen sowie die Erbringung aller Dienstleistungen, die zum Betrieb dieser Systeme notwendig sind; ferner die Vermarkung und Nutzung dieser Systeme und Lösungen im geschäftlichen und privaten Reiseverkehr und die Erbringung aller für den geschäftlichen und privaten Reiseverkehr erforderlichen Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

i:FAO Group GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die i:FAO Group GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der i:FAO Group GmbH, Frankfurt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der i:FAO Group GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 7. Oktober 2022

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Bostedt, Wirtschaftsprüfer

Ehrnböck, Wirtschaftsprüfer

Bilanz per 31. Dezember 2021 (HGB)

AKTIVA

2021 2020
EURO EURO
A. ANLAGEVERMÖGEN 3.028.476 3.529.018
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 993.081 1.289.820
Lizenzen und gewerbliche Schutzrechte 993.081 1.289.820
II. Sachanlagen 1.984.266 2.188.069
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.984.266 2.188.069
III. Finanzanlagen 51.129 51.129
Anteile an verbundenen Unternehmen 51.129 51.129
B. UMLAUFVERMÖGEN 9.372.206 6.785.822
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.853.166 5.467.158
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.713.616 2.337.530
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.940.149 3.014.977
3. Sonstige Vermögensgegenstände 199.401 114.652
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.519.040 1.318.664
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 849.210 633.731
SUMME AKTIVA 13.249.892 10.948.572

PASSIVA

2021 2020
EURO EURO
A. EIGENKAPITAL 6.822.010 6.822.010
I. Stammkapital 100.000 100.000
II. Kapitalrücklagen 6.722.010 6.722.010
B. RÜCKSTELLUNGEN 1.660.392 1.086.184
Sonstige Rückstellungen 1.660.392 1.086.184
C. VERBINDLICHKEITEN 4.709.678 2.869.531
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 204.465 431.505
2. Verbindlichkeiten verb. Unternehmen 4.505.196 2.438.026
3. Sonstige Verbindlichkeiten 17 0
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 57.812 170.847
SUMME PASSIVA 13.249.892 10.948.572

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2021 (HGB)

2021 2020
EURO EURO
1. Umsatzerlöse 24.866.414 22.782,475
2. Sonstige betriebliche Erträge 157.362 129.409
3. Materialaufwand/Aufwendungen für bezogene Waren 80.131 128.688
4. Personalaufwand 11.803.358 11.455.868
a) Gehälter 9.985.662 9.621.378
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.817.696 1.834.490
5. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 942.295 1.000.680
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 13.139.480 13.220.404
Betriebsergebnis -941.487 -2.893.757
7. Erträge aus Beteiligungen 1.000.000 450.000
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 57.263 31.402
Finanzergebnis 942.737 418.598
9. Ergebnis nach Steuern 1.249 -2.475.160
10. Sonstige Steuern 1.423 1.128
11. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages ausgeglichene Verluste (Ertrag aus Ergebnisabführung) -174 -2.476.288
12. Jahresüberschuss 0 0

ANHANG

I. Grundlagen

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Erleichterungsvorschriften nach § 288 Abs. 2 Handelsgesetzbuch (HGB) wurden teilweise angewendet.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Der Sitz der i:fao Group GmbH ist die Clemensstraße 9, 60487 Frankfurt am Main. Die i:fao Group GmbH ist beim Amtsgericht Frankfurt unter HRB 73600 eingetragen. Durch den verschmelzungsrechtlichen Squeeze-out wurde das Mutterunternehmen der i:fao Group GmbH die i:FAO Aktiengesellschaft im Jahre 2021 mit der Amadeus Corporate Business AG, Erding, verschmolzen. Diese gehört zum Amadeus Konzern mit dessen oberster Muttergesellschaft Amadeus IT-Group S.A., Madrid, Spanien.

Zwischen der Amadeus Corporate Business AG und der Gesellschaft besteht ein ein Beherrschungs- und Gewinnabführungs-/Verlustübernahmevertrag.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Rundungsdifferenzen können bei den Prozentangaben und Zahlen auftreten, da diese in Millionen oder Tausend dargestellt werden.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen linear pro rata temporis. Für Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung wird von einer Nutzungsdauer zwischen drei und zehn Jahren ausgegangen.

Innerhalb der Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwert-berichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die Gesellschaft erzielt Lizenzerlöse aus Lizenzverträgen mit Dritten im i:fao Kernmarkt sowie weitere Erlöse mit Unternehmen der Amadeus Gruppe für die Nutzung der cytric Anwendungen in internationalen Märkten. Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden werden erfasst, wenn die Verfügungsgewalt über die Dienstleistungen auf den Kunden übertragen wird. Die Erfassung erfolgt in Höhe der Gegenleistung, die der Konzern im Austausch für Dienstleistungen voraussichtlich erhalten wird. Die Lizenzgebühren bzw. Nutzungsentgelte werden periodengerecht in Übereinstimmung mit dem wirtschaftlichen Gehalt des zugrunde liegenden Vertrags erfasst.

III. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im folgenden Anlagenspiegel dargestellt.

I. Sachanlagen II. Immaterielle Vermögensgegenstände III. Finanzanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Software, Lizenzen und ähnliche Rechte Anteile an verbundenen Unternehmen
Anschaffungskosten 01.01.2021 6.693.320 4.204.464 51.129
Zugänge 420.963 0 0
Abgänge 611.507 46.240 0
Stand am 31.12.2021 6.502.775 4.158.224 51.129
Abschreibungen 01.01.2021 4.505.251 3.284.022 0
Zugänge 624.357 317.938 0
Abgänge 611.098 046.216 0
Stand am 31.12.2021 4.518.510 3.555.744 0
Nettobuchwert am 31.12.2020 2.188.070 920.442 51.129
Nettobuchwert am 31.12.2021 1.984.266 602.480 51.129

Angaben zum Anteilsbesitz

Währung Beteiligung Eigenkapital Ergebnis
i:FAO Bulgaria EOOD, Sofia/Bulgarien EUR 100 % 51.129 700.522

2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Kundenforderungen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 1.714 (Vorjahr TEUR 2.338) und sind alle innerhalb eines Jahres fällig, der wesentliche Teil binnen eines Monats. Im Geschäftsjahr wurden keine Einzelwertberichtigungen gebildet (Vorjahr TEUR 0).

3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen zum Bilanzstichtag aus dem Vertriebsvertrag für cytric mit der Amadeus ITG i.H.v. TEUR 2.940 (Vorjahr TEUR 3.015).

4. Sonstige kurzfristige Vermögenswerte und aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die sonstigen Vermögenswerte umfassen insbesondere die Forderungen im Rahmen des Vorsteuerüberhangs.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben für zukünftige Leistungsinanspruchnahmen.

5. Eigenkapital

Das Eigenkapital besteht aus dem Grundkapital, welches zum Bilanzstichtag EURO 100.000 beträgt und unverändert zum Vorjahr ist. Des Weiteren enthält das Eigenkapital eine Kapitalrücklage i.H.v. EURO 6.722.009,87, die unverändert fortbesteht.

6. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen können nachfolgender Tabelle entnommen werden. Diese enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für unverbrauchten Urlaubsanspruch der Mitarbeiter und Boni (Personalkosten).

Rückstellungsspiegel 31.12.2020 31.12.2021
(TEUR)
Personalkosten 854 1.257
Jahresabschluss 7 61
Sonstige 167 277
Gesamt 1.086 1.660

7. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Sicherheiten wurden nicht gestellt.

8. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeit ggü. verbundenen Unternehmen betragen TEUR 4.505 (Vorjahr TEUR 2.438) und beinhalten vorallem ein Darlehen der i:fao Group GmbH bei Ihrem Mutterunternehmen i.H.v. TEUR 4.500 (Vorjahr TEUR 2.500).

9. Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten TEUR 58 (Vorjahr TEUR 171) enthält im Wesentlichen im Voraus vereinnahmte Erlöse durch Jahresrechnungen.

IV. Angaben zur Gesamtergebnisrechnung

1. Umsatzerlöse

Im Geschäftsjahr 2021 erzielte der i:fao Konzern Umsätze von EURO 24.866.414. Die Aufteilung auf die Bereiche, auch im Vergleich zum Vorjahr, ist wie folgt:

TEUR 2021 2020
Travel Technology 11.817 13.602
Travel Technology (Amadeus) 13.048 9.176
Travel Services 2 4
Summe 24.866 22.782

In erster Linie wurden die Umsätze in unserem Bereich Technologie durch unser Kernprodukt cytric erwirtschaftet. Von diesen Umsatzerlösen entfallen TEUR 11.817 auf Lizenzerlöse im i:fao Kernmarkt (Vorjahr TEUR 13.602). Die weiteren cytric Umsätze in Höhe von TEUR 13.048 (Vorjahr TEUR 9.176) basieren auf internationalen Lizenzerlösen für den Vertrieb von cytric in internationalen Märkten.

2. Sonstige betriebliche Erträge

In dieser Position sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen aus dem Vorjahr, sowie sonstige Erträge aus Verzugszinsen und Rückzahlungen aus Betriebskostenabrechnungen mehrerer Jahre enthalten.

3. Aufwendungen für bezogene Leistungen

In dieser Position sind Aufwendungen für bezogene Tickets aus dem Bereich Travel Service sowie Aufwendungen für bezogene First-Level-Support Leistungen aus dem Bereich Travel Technology enthalten.

4. Personalaufwand

Der Personalaufwand der Gesellschaft beträgt TEUR 11.803 (Vorjahr 11.456). Im Geschäftsjahr wurden Zahlungen in Höhe von TEUR 806 (Vorjahr TEUR 811) an die gesetzliche Rentenversicherung (beitragsorientierter Plan) geleistet.

5. Abschreibungen auf Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagevermögen

Die Abschreibungen haben wie folgt geändert.

TEUR 2021 2020
Abschreibungen auf Immaterielle Vermögenswerte 318 369
Sachanlagen 624 632
Summe 942 1.001

6. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die wesentlichen Bestandteile der sonstigen betrieblichen Aufwendungen stellen sich wie folgt dar:

TEUR 2021 2020
Kosten Bulgarien 8.829 8.642
Kosten Reservierungssysteme 1.648 1.539
Wartung und externe Dienstleistungen 829 1.029
Miet- und Raumkosten 745 737
Rechts- und Beratungskosten (inkl Management Fee) 699 842
Sonstige 388 431
Gesamt 13.139 13.220

Unter den Kosten Bulgarien sind die weiter verrechneten Personalaufwendungen der Tochtergesellschaft i:FAO Bulgaria EOOD, Sofia/Bulgarien enthalten. Dabei handelt es sich um Aufwendungen zur laufenden Verbesserung und Erweiterung des internetbasierenden Systems cytric Travel & Expense.

7. Erträge aus der Verlustübernahme

Erträge aus der Verlustübernahme resultieren aus dem Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft der Amadeus Corporate Business AG.

8. Finanzergebnis

Im Geschäftsjahr resultieren die Erträge im Wesentlichen aus Erträgen aus der Gewinnabführung der bulgarischen Tochtergesellschaft i.H.v. TEUR 1.000 (Vorjahr TEUR 450). Weitere Aufwendungen sind im Wesentlichen Zinsen für das in Anspruch genommene Darlehen.

V. SONSTIGE ANGABEN

1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte von wesentlicher Bedeutung bestehen für das Jahr 2021 und Folgejahre insbesondere durch die Mietverpflichtungen für die Geschäftsräume in Frankfurt am Main (bis 2025) und in Hannover (bis 2023). Daraus ergeben sich folgende Verpflichtungen:

2022 → TEUR 652
2023 → TEUR 642
2024 → TEUR 601
2025 → TEUR 551

2. Geschäftsführung

Karin Frauscher - Geschäftsführerin - ausgeschieden zum 31.12.2021

Alexander Schott - Geschäftsführer

3. Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte zum 31.Dezember 2021 153 Mitarbeiter (Vorjahr: 153). Im Durchschnitt waren im Jahr 2021 154 MitarbeiterINNEN beschäftigt (Vorjahr: 157).

4. Konzernverhältnisse

Die Amadeus Corporate Business AG, Erding, ist das Mutterunternehmen der i:fao Group GmbH. Die Amadeus IT-Group, S.A., Madrid, Spanien ist das oberste Mutterunternehmen der i:fao Group GmbH, das den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, in dem die Gesellschaft konsolidiert wird. Der Konzernabschluss wird von Amadeus IT- Group S.A. im Registro Mercantil of Madrid, Madrid, offengelegt.

5. Prüfungs- und Beratungsgebühren

Für den Abschlussprüfer der i:fao Group GmbH sind im Geschäftsjahr 2021 TEUR 55 (Vorjahr TEUR 0) als Aufwand erfasst worden. Weitere Leistungen wurden wie im Vorjahr vom Abschlussprüfer nicht erbracht.

6. Nachtragsbericht

Nach dem Ende des Geschäftsjahres 2021 hat der Geschäftsreisemarkt weiterhin von den sinkenden Corona Fallzahlen, sowie den Lockerungen der Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie in den meisten Ländern profitiert. Die Buchungszahlen der Kunden der i:FAO Group GmbH sind weiterhin auf Erholungskurs.

Dementgegen steht der Krieg in der Ukraine, sowie die in diesem Zusammenhang verhängten Sanktionen gegen Russland. Aktuell überwiegt noch die Erholung des Reiseverkehrs ggü jeglicher Effekte durch den Ukraine Krieg, so dass wir keine Anpassung unserer Umsatz- und Ergebnisziele als notwendig sehen. Wir beobachten aber weiterhin die Lage, da insbesondere durch die allgemeine Preissteigerung, sowie vorallem durch die Preissteigerung bei Kraftstoffen, die Kosten für Geschäftsreisen massiv gestiegen sind und damit zu rechnen ist, dass Unternehmen hier auf die Kostensteigerung durch reduzierte Geschäftsreisen reagieren könnten. Die Wahrscheinlichkeit einer Abschwächung bzw Beeinflussung des Wachstumes sehen wir als sehr hoch ein, wohingegen durch die konservative Prognose im Rahmen der Planung eine Anpassung der Umsatzziele mit Dritten nicht notwendig ist. Darüber hinaus wurde im Amadeus Konzern im Juli 2022 beschlossen, die Geschäftstätigkeiten der i:FAO Group GmbH auf die Vermarktung in den lokalen DACH-Märkten zu fokussieren und die Entwicklung über mehrere Amadeus Standorte zentral zu steuern. In diesem Zuge wurden die Weiterbelastungen zwischen den verbundenen Unternehmen angepasst, wodurch die i:fao einen größeren Teil ihrer Kosten weiterbelasten kann. Dementsprechend sind die Umsätze mit verbundenen Unternehmen für die Prognose 2022 anzupassen.

 

Frankfurt am Main, 30. September 2022

i:fao Group GmbH

Alexander Schott, Geschäftsführer

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

A. Grundlagen des Unternehmens

Allgemeine Grundlagen

Die i:fao Group GmbH ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der Amadeus Corporate Business AG und über einen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag verbunden. Im Jahr 2021 wurde die ehemalige Muttergesellschaft der i:fao Group GmbH, die i:FAO Aktiengesellschaft in einem verschmelzungsrechtlichen Squeeze-out mit der Amadeus Corporate Business AG verschmolzen. Die i:FAO Group GmbH ist im Handelsregister unter HRB 73600, Amtsgericht Frankfurt am Main eingetragen.

Geschäftsmodell

Die i:fao Group GmbH entwickelt die internetbasierte Lösung "cytric" als Werkzeug für den Einkauf, die Verwaltung, die Buchung und die Abrechnung von Geschäftsreisen. i:fao Kunden nutzen cytric auf dem Browser oder als mobile App. Entsprechend der Nutzung berechnet i:fao Entgelte für den cytric Service.

i:fao bietet cytric als internetbasierten Service gegen monatliche oder transaktionsbezogene Entgelte an.

Entwicklungsaktivitäten

Die i:fao Group GmbH verfügt über zwei Standorte für die Softwareentwicklung in Deutschland. Diese befinden sich in Frankfurt am Main und Hannover. Darüberhinaus betreibt die i:fao über ihre Tochtergesellschaft i:FAO Bulgaria EOOD, ein Entwicklungszentrum in Sofia, Bulgarien. Der Schwerpunkt der Aktivitäten im Jahr 2021 lag dabei auf der laufenden Verbesserung und Erweiterung des internetbasierenden Systems cytric Travel & Expense. Die gesamten Entwicklungskosten betrugen im Jahr 2021 mEURO 11.0 (Vorjahr mEURO 11,5).

B. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene

Rahmenbedingungen

Die konjunkturelle Entwicklung war auch im Jahr 2021 stark abhängig vom Corona-Infektionsgeschehen und den damit einhergehenden Schutzmaßnahmen. Trotz der andauernden Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe hat sich die deutsche Wirtschaft nach dem Einbruch im Jahr 2020 erholt, bleibt aber weiterhin hinter der Wirtschaftsleistung des Vorkrisenniveau zurück (vgl. Statistisches Bundesamt: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/01/PD22_039_811.html).

Die Erholung des weltweiten Reiseverkehrs im Jahr 2021 blieb, aufgrund der weiteren unsicheren Pandemiesituation, hinter den Erwartungen zurück. Für den Geschäftreisebetrieb lagen im Berichtsjahr die weltweiten Ausgaben rund 14 % über dem Vorjahr, was aber insbesondere in internationalen Märkten zu sehen war, wohingegen die Entwicklung in den wichtigen DACH Märkten eher stagnierte (vgl. GBTA: "2021 BTI Outlook Annual Global Report & Forecast). Der Wettbewerb durch Anbieter wie KDS und vor allem SAP Concur, sowie durch Anbieter alternativer Lösungen, die Teile des Travel Management Prozesses abbilden, hat auch im Jahr 2021 zu Kundeverlusten bei der i:fao geführt.

Geschäftsverlauf

Im Verlauf des Berichtsjahres 2021 war eine Erholung der Nutzung der cytric Platform im Vergleich zum Jahr 2020 zu beobachten. Diese Entwicklungen führten dazu, dass die Gesamtumsätze im Jahr 2021 mit rund mEUROo 24,9 bzw. einer Steigerung um 11,6 % die Prognose des Vorjahres übertroffen haben. Wobei die Entwicklung insbesondere auf den internationalen Märkten erreicht wurde, wohingegen die Umsätze mit den DACH orientierten Kunden - insbesondere aufgrund des Verlustes größerer Kundenverträge rückläufig waren. Ungeachtet dessen wurde weiter daran gearbeitet den Absatz von cytric weiter voranzutreiben und so konnten neue Kunden national, sowie international hinzugewonnen werden. Zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit, sowie zum Ausbau der Funktionalitäten des cytric Produktes sind auch im Jahr 2021 weiterhin Investitionen in Entwicklung und Infrastruktur getätigt worden.

C. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns

Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr 2020 von mEURO 22,8 um 11,6 % auf mEURO 24,9 im Berichtsjahr gestiegen. Dabei sind die Umsätze aus der Vertriebstätigkeit von Amadeus stark angestiegen und belaufen sich, mit mEURO 13,0 bzw. 42,2 % über dem Vorjahr, wohingegen die Umsätze im i:FAO Kernmarkt weiterhin rückläufig waren und mit mEURO 11,8 bzw. -9,8 % unter dem Vorjahr lagen.

Bei den operativen Aufwendungen haben sich die Personalaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um mEURO 0,35 bzw. 3,0 % auf mEURO 11,8 (Vorjahr mEURO 11,5) erhöht. Hingegen haben sich die Abschreibungen um -5,8 % (Vorjahr 9,7 %) gegenüber dem Vorjahr reduziert da weniger Erneuerungsinvestitionen in 2021 vorgenommen worden sind. Des Weiteren haben sich die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen um -0,6 % auf mEURO 13,1 reduziert.

Das EBIT (Ergebnis vor Steuern und vor dem Finanzergebnis) beträgt mEURO -0,94 (Vorjahr mEURO -2,89). Das Ergebnis liegt über dem Vorjahreswert aufgrund der besseren Entwicklung der Umsätze bei nur leicht gestiegenen Kosten. Aber weiterhin ist ein Verlust zu verzeichnen aufgrund der bedingt durch die COVID-19 Pandemie geringeren Umsatzgenerierung im Vergleich zu den Geschäftsjahren vor Ausbruch der Covid-19 Pandemie. Die EBIT-Marge liegt bei -3,8 % (Vorjahr -12,7 %).

Finanzlage

Im Berichtsjahr hat sich der Finanzbestand um TEUR 3.200 verbessert, was auf die Gewinnausschüttung der bulgarischen Tochter i.H.v. TEUR 1.000 (Vorjahr TEUR 450), dem Ausgleich des Verlusts der i:FAO Group GmbH 2020 im Rahmen des Beherrschungs- und Abführungsvertrags i.H.v. TEUR 2.476 und der Auszahlung aus dem Darlehen mit der Amadeus Corporate Business AG, Erding um TEUR 2.000 zurückzuführen ist. Der Cash-Flow aus operativer Geschäftstätigkeit, sowie aus Investitionstätigkeiten hat mit TEUR -1.435 gegenläufig beigetragen.

Die i:fao verfügt über eine stabile Liquidität aufgrund einer Darlehensvereinbarung mit der Muttergesellschaft, die eine kurzfristige Geldaufnahme möglich macht und die Zahlungsfähigkeit nach Einschätzung der Geschäftsführung sicherstellt.

Das Eigenkapital ist unverändert, aber die Eigenkapitalquote hat von 62,5 % im Vorjahr auf 51,8 % abgenommen in 2021. Das ist auf die Erhöhung des Darlehens und damit die Erhöhung des Fremdkapitals in 2021 zurückzuführen.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt mEURO 13,2 (Vorjahr mEURO 10,9).

Die Veränderung der Bilanzsumme resultiert im Wesentlichen aus der Aufnahme des Darlehens und der damit einhergehenden Erhöhung der Liquiden Mittel auf der Aktivseite, sowie der Verbindlichkeiten ggü. Verbundenen Unternehmen auf der Passivseite.

Investitionen

Im Geschäftsjahr 2021 wurden Investitionen i.H.v. mEURO 0,4 (Vorjahr mEURO 0,7) in das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögenswerte vorgenommen. Die Investitionen, die vollständig durch eigene Mittel finanziert wurden, betreffen im Wesentlichen Investitionen in die IT-Infrastruktur für das Produkt cytric.

Personalbereich

Am 31. Dezember 2021 waren für die i:fao Group GmbH 153 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 153). Von allen Mitarbeitern sind etwa 40 % für die Produktentwicklung und Infrastruktur zuständig, ca. 51 % der Mitarbeiter sind in kundennahen Bereichen tätig. Die verbleibenden 9 % sind in Shared Services beschäftigt.

Im Jahresdurchschnitt 2021 hat die i:fao insgesamt 154 Mitarbeiter (Vorjahr 157) beschäftigt.

Gesamtaussage

Die i:fao Group GmbH ist weiterhin vom reduzierten Buchungsrückgang aufgrund der COVID-19 Pandemie betroffen. Im Vergleich zu 2019 liegt das Buchungsaufkommen bei rund 40 % des Jahres 2019. Stabilisierend wirken hier die Vertragsgestaltungen mit den Direktkunden, die durch ihre fixen Bestandteile nicht vollständig von der Volatilität der Buchungen abhängig sind, sowie die Vereinbarung mit Amadeus, die auf einer Cost+ Vereinbarung basiert. Die Personalaufwendungen in Deutschland, die aufgrund von Gehaltsanpassungen gestiegen sind, sowie die Personalaufwendungen in Bulgarien, die über die Weiterbelastung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen werden, stellen die größte Aufwandspostion der Gesellschaft dar. Die Verbesserung der Umsätze bei nur in geringem Umfang gestiegenen Aufwendungen haben im Geschäftsjahr zu einem EBIT in Höhe von mEURO -0,9 geführt. Die Gewinnabführung der bulgarieschen Tochter in Höhe von mEURO 1,0 (Vorjahr mEURO 0,45) beeinflusst das Finanzergebnis und sorgt so für ein fast ausgeglichenes Ergebnis i.H.v. mEURO -0,2 nach Steuern (Vorjahr mEURO -2,5). Im Rahmen des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags wurde der Jahresfehlbetrag i.H.v. EURO -173,64 durch die Muttergesellschaft (Amadeus Corporate Business AG) ausgeglichen.

Die gestiegenen Umsatzerlöse sowie geringe Aufwendungen und Investitionen haben dazu geführt, dass due Umsatz- und Ergebnisplanung des Vorjahres übertroffen wurde.

Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Finanzielle Leistungsindikatoren im i:fao Konzern basieren auf monatlich ermittelten Finanzkennzahlen. Umsatz, EBIT und Jahresüberschuss/ -fehlbetrag stellen die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren dar. Es werden keine nicht-finanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung herangezogen.

D. Prognosebericht

Die Prognosen des internationalen Geschäftsreiseverbandes GBTA bezüglich einer vollständigen Erholung des Reisemarktes gehen weiterhin davon aus, dass im Jahre 2024 das Niveau von 2019 erreicht wird. Analog zu den Erwartungen des Verbandes gehen auch wir für das Jahr 2022 von einer weiteren Erholung aus, die sich insbesondere bei den Reseller Umsätzen bemerkbar machen wird. Für die Direktkunden erwarten wir auch eine weitere Erholung, was sich aber aufgrund der Vertragsgestaltungen nur teilweise in den Umsätzen zeigen wird. Für die Umsätze im internationalen Segment aus dem Vertrag mit Amadeus gehen wir auch von einer weiteren Erholung aus. Dagegen erwarten wir negative Auswirkungen durch den intensiven Wettbewerb mit Concur und weiteren Unternehmen.

Im Juli 2022 wurde außerdem im Amadeus Konzern beschlossen, die Geschäftstätigkeiten der i:FAO Group GmbH auf die Vermarktung in den lokalen DACH-Märkten zu fokussieren und die Entwicklung der cytric Lösung über mehrere Amadeus Standorte zentral zu steuern. In diesem Zuge wurden die Berechnungen zwischen den verbundenen Unternehmen angepasst, wodurch die i:fao einen größeren Teil ihrer Kosten weiterbelasten kann. Dementsprechend sind die Umsätze mit verbundenen Unternehmen für die Prognose 2022 anzupassen. In Summe gehen wir von einer Umsatzsteigerung von rund 61 % aus, was aufgrund weiterer Umstrukturierungen keine nachhaltige Entwicklung darstellt.

Die aktuelle Entwicklung in der ersten Hälfte des Jahres 2022 unterstreicht unsere Erwartungen für die Umsätze mit Dritten mit weiter steigenden Buchungszahlen zu rechnen, die aber weiterhin unter den Zahlen des Jahres 2019 liegen (vgl. https://www.wallstreet- online.de/nachricht/15820530-geschaeftsreisetrends-2022-laengere-trips-inlandsfluege-lieblingsziele-planungssicherheit).

Für das Jahr 2022 rechnen wir mit höheren Kosten aufgrund der weiteren Erholung bei den Geschäftsreisebuchungen und den damit verbundenen Aufwendungen sowie weiterer Investitionen in die Infrastruktur. Auch für das Jahr 2022 planen wir eine Erhöhung des Personalstamms, der sich auf die Kosten auswirken werden. Aber aufgrund der angepassten Umsatzerwartungen erwarten wir im Jahr 2022 für die i:fao Group GmbH ein deutlich positives Betriebsergebnisses (EBIT) zwischen mEURO 10,5 und mEURO 12,0. Der erwartete Jahresgewinn liegt voraussichtlich zwischen mEURO 9,0 und mEURO 10,0.

Im Jahr 2022 wird das Coronavirus (COVID-19) nach Einschätzung der Geschäftsführung nur noch teilweise eine Rolle spielen, aber weiterhin Einfluss haben auf die Entwicklung unseres Geschäfts. Dementsprechend sehen wir hier weiterhin ein Risiko in Abhängigkeit von der Entwicklung der Pandemie, insbesondere im Herbst und Winter 2022. Darüberhinaus können sich aus dem Krieg in der Ukraine und den damit verbundenen Effekten auf die Gesamtwirtschaft weitere Risiken für unsere Geschäftsentwicklung ergeben.

Für das Jahr 2022 sehen wir uns, insbesondere durch die Neustrukturierung der Verbindungen innerhalb des Amadeus Konzern, sowie aufgrund der künftigen Strategie für das Produkt cytric gut gerüstet.

E. Risiko- und Chancenbericht

Die i:fao hat ein Risikomanagement-System implementiert, das der langfristigen Sicherung des Unternehmensbestandes sowie der Wertsteigerung dient und somit einen wesentlichen Erfolgsfaktor für das Unternehmen darstellt. Neben den klassischen Berichtssystemen wie Unternehmensplanung, Prognosen und Abweichungsanalysen wird zwischen operativen, strategischen und finanziellen Risikokategorien unterschieden.

Die Forderung des Gesetzgebers, Risiken durch effiziente Überwachungssysteme frühzeitig zu erkennen, stellt für uns eine wichtige und wertbringende Aufgabe dar. Aus diesem Grund bedient sich die i:fao eines Risikomanagement-Systems, das der langfristigen Sicherung des Unternehmensbestandes sowie der Wertsteigerung dient und somit einen wesentlichen Erfolgsfaktor für das Unternehmen darstellt. Neben den klassischen Berichtssystemen wie Unternehmensplanung, Prognosen und Abweichungsanalysen wird zwischen operativen, strategischen und finanziellen Risikokategorien unterschieden.

Wesentliche Bereiche mit operativen Risiken sind hier Personal (Geschäftstätigkeit, Personalführung, Aufgaben und Verantwortungen, Mitarbeiterstand und Qualifikation, Fehlverhalten), Projekte (Projektmanagement, Zeitplanung, Budgets, zusätzliche Aufgaben), IT (Sicherheit, Datenmanipulation, Systemqualität und Systemkapazität, Systemtechnologie), Infrastruktur (Zerstörung, Ausfälle), äußere Einflüsse (politische und rechtliche Änderungen, Kriminalität, Lieferanten, Subunternehmer), Kunden und Distributoren (Offene Posten, Reklamationen, Insolvenzen, Vertragsstreitigkeiten).

Mögliche operative Risiken werden von den verantwortlichen Standort- und Bereichsleitern identifiziert und kommuniziert, damit entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können, sofern diese erforderlich sind. Operative Risiken können aus der Sicht der Unternehmensführung jeweils an der externen Schnittstelle bestmöglich erkannt und vermieden, bzw. vermindert werden. Strategische Risiken werden durch eine Vernetzung des Unternehmens mit Geschäftspartnern im In- und Ausland vermindert. Durch die breite Aufstellung in allen denkbaren Kundenkategorien verfügt die i:fao praktisch über ein Früherkennungssystem, um Marktverschiebungen exakt zu erfassen. Die Verantwortung für das System liegt zum einen bei der Geschäftsführung, zum anderem beim Director Group IT Service & IT Operations.

Finanzielle Risiken mindert die Gesellschaft durch eine konservative Anlagepolitik und die Begrenzung der Geschäftsbeziehungen auf Kunden mit entsprechenden Bonitätsnachweisen. Dies vorausgeschickt prüft das Management laufend anhand von Kennzahlen die aktuelle Situation. Fällige und überfällige Forderungen werden gemonitored. Die vorhandenen liquiden Mittel für den operativen Betrieb verwaltet die i:fao Konzern nach konservativen Wertmaßstäben, d.h. risikoavers. Dabei steht im Vordergrund die Sicherstellung der Liquidität und nicht die Absicht Erträge zu erzielen.

Die Bewertung von Risiken erfolgt im operativen Tagesgeschäft durch den jeweiligen Bereichsverantwortlichen. Ad hoc Maßnahmen, z.B. im Falle von Kunden Reklamationen, werden sofort umgesetzt und bedürfen keines längeren Abstimmungsprozesses. Damit wird vermieden, dass größere Risiken aus kleinen Risiken entstehen.

Der Beurteilungszeitraum für die nachfolgend dargestellten Risiken beträgt grundsätzlich ein Jahr. Betrachtet werden ausschließlich Netto-Risiken. Gegenüber dem Vorjahr hat sich das Risiko im Zusammenhang mit der makroökonomischen Situation im Allgemeinen und der Reiseindustrie im Speziellen signifikant erhöht. In der Struktur der operativen Risiken haben sich allerdings keine wesentlichen Veränderungen ergeben.

Einzelrisiken

Im Geschäftsjahr 2021 hat die i:fao wesentliche Umsatzanteile mit großen Vertriebspartnern erzielt. Als wachsendes strategisches Risiko hat i:fao jedoch für sich den Wettbewerb durch vergleichbare Systeme von SAP (Concur), American Express (KDS), Sabre (Get There) und anderen identifiziert. Verluste im Großkundengeschäft belasten die Ertragslage erheblich. Wir stufen dieses Risiko mittel- bis langfristig als maßgeblich ein und sehen darum weiterhin die kontinuierlichen Investitionen in Infrastruktur und Produkt als notwendig an, um cytric entsprechend auf dem bekannt qualitativ hohen Niveau zu halten.

Darüber hinaus birgt der internationale Vertrieb von cytric durch Amadeus, neben den Chancen, Risiken, da er notwendige Investitionen in Produkt und Infrastruktur voraussetzt.

Die anhaltende Pandemie hat im Jahr 2021 weiterhin gezeigt, wie eine weitreichendere und nachhaltige Auswirkung auf die Geschäftsreisetätigkeit das Geschäft der i:fao beeinflusst und die Anpassung der Geschäftstätigkeit des Ein-Produkt-Unternehmens notwendig macht. Experten nehmen an, dass in Zukunft häufiger damit zu rechnen ist, dass Seuchen und Krankheiten weltweit auftreten und wirtschaftliche Implikationen haben werden. Krisen dieser Art mit starkem Einfluss auf die weltweiten Reisetätigkeiten haben für das Geschäft von i:fao bestandsgefährdenden Charakter in Abhängigkeit von Dauer und Ausmaß solcher Pandemien.

Zusätzlich ist das Auftreten weltweiter Krisen ein Risiko, dass das Geschäft der i:fao stark beeinflussen kann. Die Auswirkungen des aktuellen Kriegs in der Ukraine hat noch keine weitreichenden Effekte, was aber auch in Abhängigkeit zur Dauer des Konfliktes zu sehen ist und eine längere Krise kann Veränderungen in den Geschäftsreisetätigkeiten nach sich ziehen.

Darüber hinaus besteht ein starker Zusammenhang mit der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung, die sich auf die Reisetätigkeit der Kunden auswirken kann. Neben möglichen Ausfallrisiken bei Forderungen kann der Verlust eines Kunden oder Vertriebspartners, der wesentlichen Anteil am Gesamtumsatz hat, entsprechend negative Auswirkung auf den Umsatz und die Ertragslage der i:fao haben. Mit der Begrenzung der Geschäftsbeziehungen auf Kunden mit entsprechender Bonität und implementierten Forderungsmanagement wirken wir diesem Risiko und seinem möglichen Eintritt entgegen. Aufgrund der nun 100 %igen Zugehörigkeit zum Amadeus Konzern und der Einbindung in die Liquiditätsteuerung des Konzernes, sehen wir das Risiko durch den Ausfall von Zahlungen als nicht maßgeblich ein.

Nach unserer Überzeugung weisen vorstehend beschriebene Risiken, außer dem Risiko einer Pandemie, in Bezug auf Eintritt und Auswirkung, weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit bestandsgefährdenden Charakter auf. Der Vorstand bleibt zuversichtlich, dass die um die COVID-Effekte bereinigte Ertragskraft eine solide Basis für die künftige Entwicklung des Konzerns bildet und für die nötigen Ressourcen sorgt, um die der i:fao zur Verfügung stehenden Chancen zu verfolgen.

Chancen für die zukünftige Entwicklung sieht i:fao darin, dass sich immer mehr große Unternehmen für die konzernweite und internationale Implementierung von cytric entscheiden. Durch die Funktionalität der internetbasierenden i:fao Technologie erwartet i:fao zudem eine kontinuierlich steigende Akzeptanz bei den Benutzern und somit steigende Transaktionszahlen. Damit einher geht auch die Steigerung des Vermarktungspotentials aufgrund stetiger Verbesserungen der vielen Module in cytric Travel & Expense.

Nach der Ausweitung des cytric Produktangebotes durch cytric EXPENSE bietet i:fao den Kunden umfassende Services rund um die Geschäftsreise an, um damit den gesamten Prozess von der Planung und Buchung bis zur Abrechnung und das gesamte Travel Management optimal zu gestalten.

 

Frankfurt am Main, 30. September 2022

Alexander Schott, Geschäftsführer

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