DDV Druck GmbH
Selbe AdresseDruck- und Medienvorstufe
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Ulbrich seit 16.2.2009 | Geschäftsführer |
Dirk Hermann Richter seit 4.10.2006 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 49.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Media Logistik GmbHDresdenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für 2023Allgemeine Hinweise Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Dresden unter der Nr. HRB 2666 mit Firmensitz in Dresden eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen werden mit ihren Anschaffungs-/Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauer beträgt zwischen 3 und 33 Jahren. Die Abschreibungen auf Zugänge werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 250,00 werden im Jahr der Anschaffung sofort als Aufwand erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Der Abgang wird im Folgejahr unterstellt. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten und sofern erforderlich zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Vorräte betreffende Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge von 1 % auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen berücksichtigt. Die flüssigen Mittel sind mit den Nennbeträgen bilanziert. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkannten Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die Rückstellung von Jubiläumszahlungen wird nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected-Unit-Credit-Methode") unter Verwendung der "Richttafeln Heubeck 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer angenommenen restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,76 % p.a. gemäß den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssätzen verwendet. Darüber hinaus wurden eine Dynamik der anrechenbaren Bezüge von 2,25 % p.a., eine Dynamik der Beitragsbemessungsgrenzen von 2,00 % p.a. und Fluktuationswahrscheinlichkeiten berücksichtigt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden körperschafts- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen (Anteilsbesitz) setzen sich wie folgt zusammen: Media Logistik Service GmbH & Co. KG, Chemnitz, HRA 6537 (vormals: City-Post Service GmbH & Co. KG) Die Beteiligung wurde im Geschäftsjahr mit einem Betrag von TEUR 4.071 vollständig abgeschrieben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Posten weisen, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr auf. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind ihrer Art nach mit TEUR 1.853 (Vorjahr TEUR 1.729) Forderungen aus Liefer- und Leistungsbeziehungen und mit TEUR 0 (Vorjahr TEUR 646) sonstige Forderungen. Sie bestehen in Höhe von TEUR 1.249 (Vorjahr TEUR 2.195) gegen Gesellschafter. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, im Umlauf befindliche Briefmarken und Personalaufwendungen. Die Rückstellungen des Personalbereiches betreffen insbesondere Jubiläen, Tantiemen und Resturlaub. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten über TEUR 2.320 (Vorjahr TEUR 2.013) bestehen in Höhe von TEUR 2.136 (Vorjahr TEUR 2.013) aus Darlehen für Immobilien- und Maschinenfinanzierungen. Diese sind besichert mit einer Grundschuld am Objekt Meinholdstr. 2 (Darlehen Nr. 6751430033 für den Hallenneubau) und mit einer Sicherungsübereignung der Maschinen (Darlehen Nr. 6751430025 für die Sortieranlage und Mietkaufdarlehen Nr. 1164143113 für die Gangfolgesortierungsanlage). Die Summe der Darlehen hat mit TEUR 1.114 (Vorjahr TEUR 810) eine Fristigkeit bis zu einem Jahr und mit TEUR 713 (Vorjahr TEUR 1.195) eine Fristigkeit von einem bis zu fünf Jahre und mit TEUR 309 eine Fristigkeit von über fünf Jahren. Zudem bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus PKW-Finanzierungen in Höhe von TEUR 184 (Vorjahr TEUR 8). Diese haben in Höhe von TEUR 46 (Vorjahr TEUR 8) eine Laufzeit von unter einem Jahr und in Höhe von TEUR 138 (Vorjahr TEUR 0) eine Laufzeit von einem bis zu fünf Jahren. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmungen in Höhe von TEUR 21 (Vorjahr TEUR 90) und die sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 118 (Vorjahr TEUR 0) weisen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmungen in Höhe von TEUR 4.873 (Vorjahr TEUR 0) handelt es sich um die Inanspruchnahme von Kontokorrentkrediten ohne Laufzeitvereinbarungen. Es wird von einem voraussichtlichen Rückzahlungszeitpunkt größer fünf Jahren ausgegangen. Grundlage der in Anspruch genommenen Kontokorrentkredite ist eine Cash-Pooling-Vereinbarung vom 25. Februar 2015 mit Nachtrag v. 10. Oktober 2017 mit der DDV Mediengruppe GmbH & Co. KG. Diese Vereinbarung kann beidseitig mit einer Frist von zwei Monaten zum Monatsende gekündigt werden. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind ihrer Art nach Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 21 (Vorjahr TEUR 90) und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 4.991 (Vorjahr TEUR 0). Latente Steuern Gemäß § 274 HGB in Verbindung mit § 298 HGB besteht ein Wahlrecht zur Aktivierung des Überhangs aktiver latenter Steuern. Von dem Wahlrecht wird kein Gebrauch gemacht. Latente steuerliche Differenzen bestehen bei folgenden Posten:
Die latenten Steuersalden entwickelten sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt:
Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 31,2 % (Köst. mit 18,83 %; GewSt. mit 15,37 %) zugrunde. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten mit TEUR 118 (Vorjahr TEUR 82) Erträge aus der Umsatzversteuerung für Sachzuwendungen von Mitarbeitern. Periodenfremde Erträge/Aufwendungen Der Jahresabschluss enthält in den Posten sonstige betriebliche Erträge und sonstige betriebliche Aufwendungen verschiedene periodenfremde Erträge bzw. Aufwendungen. Bei den periodenfremden Erträgen handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen mit TEUR 129 (Vorjahr TEUR 37). Die periodenfremden Aufwendungen betreffen insbesondere Forderungsverluste mit TEUR 44 (Vorjahr TEUR 1). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten mit TEUR 64 (Vorjahr TEUR 0) periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Ertragssteuerrückstellungen und aus Ertragssteuererstattungen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen bestehen in Höhe von TEUR 891 (Vorjahr TEUR 412). Davon bestehen TEUR 151 (Vorjahr TEUR 218) gegenüber verbundenen Unternehmen. Sonstige Angaben Geschäftsführung Die Geschäftsführung setzt sich wie folgt zusammen:
Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung unterbleibt unter Anwendung der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB. Mitarbeiter Im Berichtsjahr wurden durchschnittlich 260 (Vorjahr 257) Arbeitnehmer beschäftigt, davon 135 gewerbliche Arbeitnehmer und 125 Angestellte und Aushilfen. Darüber hinaus besteht mit 9 Personen (Vorjahr 11) ein Ausbildungsverhältnis. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt angesichts der Liquiditätssituation und Ergebnisentwicklung den Vortrag des Bilanzgewinns auf neue Rechnung vo. Konzernkreis Die Bertelsmann SE & Co. KGaA, Gütersloh, stellt als Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Unternehmensregister veröffentlicht. Honorare des Abschlussprüfers Das im Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers beträgt für die Abschlussprüfung TEUR 27. Davon sind TEUR 8 für Vorjahre und TEUR 10 für die Eröffnungsprüfung der Tochtergesellschaft Media Logistik Service GmbH & Co. KG (vormals: City-Post Service GmbH & Co. KG) entstanden. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Alleinige und direkte Gesellschafter der Muttergesellschaft DDV Mediengruppe GmbH & Co. KG (DDV KG) sind die RM Hamburg Holding GmbH (RM) und die Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft mbH (ddvg) und zwar im Beteiligungsverhältnis von 60/40. RM und ddvg haben ihre Geschäftsanteile an der DDV KG mit Verträgen vom 22.12.2023 und 10.01.2024 an die Verlagsgesellschaft Madsack GmbH & Co. KG ("Madsack") veräußert. Der Vollzugstichtag ist der 1. Mai 2024. Bestandsgefährdende Risiken Hinsichtlich der Ereignisse und Gegebenheiten, die auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hindeuten, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann, wird auch auf die entsprechenden Darstellungen im Lagebericht unter Abschnitt D. "Berichterstattung nach § 289 ABS. 2 HGB " verwiesen.
Dresden, 2. Dezember 2024 Michael Ulbrich, Geschäftsführer Lagebericht für 2023A. DARSTELLUNG DES GESCHÄFTSVERLAUFS 1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Die konjunkturelle Lage in Deutschland stagniert. Kaufkraftverluste aufgrund der hohen Preissteigerungen und anhaltende Konsumunsicherheit dämpfen den privaten Konsum, was wiederum die wirtschaftliche Entwicklung bremst. Im September 2023 meldet der Einzelhandel im Vergleich zum Vorjahresmonat ein reales Umsatzminus von 4,1 %. Im Internet- und Versandhandel reduzierte sich der Umsatz im September 2023 gegenüber Vorjahr um -6,6 %. Die Frühindikatoren zeigen weiterhin eine verhaltene Entwicklung der privaten Konsumausgaben an. Zur Jahreswende 2023/2024 kann bei rückläufigen Inflationsraten und steigenden Reallöhnen mit einer Erholung des privaten Konsums gerechnet werden. Im Oktober 2023 betrug die Inflationsrate 3,8 % und ist damit im Vergleich zum Vormonat 0,7 Prozentpunkte gesunken. Die Wirtschaftsleistung ist insgesamt in den ersten 3 Quartalen des Berichtsjahres infolge schwieriger Rahmenbedingungen im Vorjahresvergleich leicht zurückgegangen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im dritten Quartal 2023 im Vergleich zum Vorjahresquartal preisbereinigt um 0,8 Prozentpunkte gesunken. 1 Der GfK-Konsumklima-Index erreichte im Oktober 2023 einem Indexwert von -27,6 Punkten (Oktober 2022: - 40,1). Somit liegt die Konsumstimmung in Deutschland laut GfK weiterhin auf niedrigem Niveau. Die Anschaffungsneigung verbesserte sich jedoch im Vergleich zum Vorjahr und übertrifft somit das Niveau vom Oktober 2022 deutlich. 2 Der kleinere Geschäftsbereich der Gesellschaft, lokale Vertriebslogistik für Zeitungen, ist weniger an die Gesamtwirtschaftslage gekoppelt, sondern unterliegt stärker dem Wandel von der traditionellen Medienlandschaft hin zur digitalen Informationsbeschaffung. Während digitale Medien stetig an Bedeutung gewinnen, verbuchten die Printmedien in den vergangenen Jahren Rückgänge. Auch 2023 verzeichnete der eigenständige und spezialisierte Markt der Zeitungsdistribution bundesweit Auflagenrückgänge bei Tageszeitungen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verliert die Auflage der Tageszeitung bis zum 3. Quartal 2023 durchschnittlich -8,95 Prozent p.a. 3 Dieser Trend wird sich erfahrungsgemäß auch im 4. Quartal 2023 fortschreiben.
1 Bruttoinlandsprodukt: Ausführliche
Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 3. Quartal 2023 -
Statistisches Bundesamt (destatis.de)
Beim Hauptgeschäftsfeld Postdienstleistungen wird normalerweise der Einfluss der wirtschaftlichen Gesamtentwicklung überwiegend von konjunkturunabhängigen Faktoren überlagert. Die Digitalisierung beeinflusst auch hier sowohl die Hauptsäule des Postmarktes, den Kurier-Express- und Paketbereich (KEP), als auch den klassischen Briefmarkt - jedoch in unterschiedlichem Maße. Aufgrund des niedrigen Konsumklimas ist im Onlinehandel ein Wachstumsrückgang zu verzeichnen. 4 Im 3. Quartal des Jahres 2023 wurden im Onlinehandel rund 17 Mrd. Euro umgesetzt. Dies entspricht, im Vergleich zum Vorjahr, einem Umsatzrückgang um knapp 14 %. 5 Langfristig gesehen wird das E-Commerce Geschäft weiterwachsen und der KEP-Trend anhalten. 6 Dem erfreulichen KEP-Trend steht ein Rückgang bei Briefsendungen gegen- über. 7 Infolge der Digitalisierung werden die Sendungsmengen im Bereich der Briefe weiter rückläufig sein. 8 2. Leistungserbringung Media Logistik erbringt Leistungen in den Geschäftsbereichen Vertriebslogistik für Zeitungen, Postdienstleistungen und seit dem Geschäftsjahr 2022 Lagerdienstleistungen. Außerdem wurde im Geschäftsjahr 2023 der Kooperationspartner City-Post übernommen. Zum Leistungsspektrum der Gesellschaft zählt die Transportlogistik für verschiedene Tageszeitungen von der Druckerei bis zur Ablagestelle für die Zustellung beim Endkunden. Seit April 2021 übernimmt die Gesellschaft zusätzlich die Koordination und Beauftragung der Zustellung von Tageszeitungen von der Ablagestelle bis zum Endkunden (sog. "Letzte Meile"). Für die letzte Meile bedient sich die Gesellschaft dabei Subunternehmern, mit denen sie über ihren Mehrheitsgesellschaft DDV Mediengruppe GmbH & Co. KG gesellschafterrechtlich mittelbar verbunden ist. Ergänzend werden Kommissionierungsleistungen angeboten. Media Logistik ist dabei regional begrenzt im Verbreitungsgebiet der Sächsischen Zeitung tätig und unterliegt den engen zeitlichen Restriktionen der Tageszeitungsdistribution. Je nach Einzelleistung steht die Gesellschaft in Kooperation oder im Wettbewerb mit Fuhrunternehmen, Kurierdiensten, Grossisten sowie Prospektverteilern, die ebenfalls derartige Dienstleistungen lokal erbringen. Die Vielzahl und Spezialisierung der Marktteilnehmer lässt dabei keine Einordnung zur jeweiligen Marktpositionierung zu.
4 GfK-Konsumklima-Index von November 2021 bis
November 2023 und Prognose für Dezember 2023,
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/2425/umfrage/gfk-konsumklima-index
Im Bereich Postdienstleistungen bietet die Gesellschaft unter der Marke PostModern ® hauptsächlich lizenzpflichtige Briefdienstleistungen (Briefsendungen bis 1.000 g) an. Darüber hinaus werden auch nicht lizenzpflichtige Post-nahe Beförderungsleistungen erbracht. Privat- und Geschäftskunden mit Sitz in den Postleitzahlgebieten 01xxx und 02xxx können Dienstleistungen der Brief -, Kurier- und Paketzustellung nutzen. Die Zustellung erfolgt ebenfalls über die bereits genannten, assoziierten Zustellgesellschaften (Medienvertriebe). In Zusammenarbeit mit überregionalen Kooperationspartnern versendet PostModern ® Briefe weltweit, Kurier- und Paketsendungen deutschlandweit. Die Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern ist in diesem Geschäftsbereich für den Bestand des Wettbewerbsvorteils elementar. Mit dem Netzwerk an Kooperationspartnern ist es möglich den Postkunden attraktive Preise anzubieten. Die City-Post Service GmbH & Co. KG ("CP-Service"), ein wichtiger und langjähriger Kooperationspartner im Direktionsbezirk Chemnitz, hatte sich aufgrund operativer Verluste dazu entschieden, seinen Geschäftsbetrieb einzustellen. Nach Bekanntwerden der Schließungspläne im März 2023 hat Media Logistik eine Übernahme geprüft und sich daraufhin entschlossen die CP-Service ab 01.07.2023 zu übernehmen (weiterführende Informationen befinden sich unter 3. Wesentliche Veränderungen im Beteiligungsbereich). Außerdem umfasst das Angebot Ergänzungsleistungen, wie die tägliche Postabholung für Geschäftskunden, Lettershop und Adressrecherche. Zusätzlich werden Briefmarken und individuell gestaltete Wunsch-Briefmarken über den Web-Shop verkauft. Unter der Marke KurierModern ® werden regionale Kurierdienstleistungen angeboten. Im lizenzpflichtigen Briefmarkt steht die Media Logistik durch die regionale Tätigkeit primär in Konkurrenz zur Deutschen Post AG (DP AG). Hierbei kam es seit der stufenweisen Aufhebung des Briefmonopols 2005/2007 zu Mengenverschiebungen von der DP AG zu Gunsten der Wettbewerber. Die bundesweit dominierende Marktstellung der DP AG besteht aber unverändert fort. Laut der Bundesnetzagentur konnten die Wettbewerber der DP AG ihren Marktanteil in den vergangenen Jahren auf rund 15 Prozent erhöhen. 9 Die Wettbewerber im Markt der nicht lizenzpflichtigen Postdienstleistungen sind weitgehend identisch mit den Marktteilnehmern der Zeitungslogistik. Zusätzlich konkurriert die Gesellschaft bei der Paketbeförderung mit überregionalen Paketdiensten (DHL, DPD, Hermes, UPS und GLS). Im Geschäftsjahr 2022 eröffnete die Gesellschaft unter Marke LagerModern ® ein neues Geschäftsfeld und bewirtschaftet ein extern angemietetes Lager in einer neuen Betriebsstätte. Dort werden primär Lagerdienstleistungen, u.a. Fulfillment, für konzernverbundene Unternehmen (u.a. DDV Sachsen GmbH) sowie Dritte erbracht. 3. Wesentliche Veränderungen im Beteiligungsbereich Media Logistik hat am 01.07.2023 90 % der Geschäftsanteile an der City-Post Service GmbH & Co. KG ("CP Service") sowie deren Komplementärin City-Post Service Beteiligungs GmbH, mit Sitz in Chemnitz, übernommen. Die CP-Service wiederum hält 100 % der Geschäftsanteile an neun regionalen City-Post-Gesellschaften, die im Direktionsbezirk Chemnitz als Subunternehmer im Auftrag der CP-Service u.a. die Zustellung - aufgeteilt nach Regionen - realisieren (gemeinsam "CP-Gruppe"). Die als Holding agierende Firma CP-Service ist im Postmarkt aktiv tätig und tritt ggü. den Kunden auf. Zusätzlich erbringt sie zentrale Aufgaben wie Sortierung, Ausliefer- und Einhollogistik. 4. Investitionen Im zurückliegenden Geschäftsjahr investierte die Gesellschaft insgesamt TEUR 5.642, überwiegend ins Anlagevermögen: Dabei entfielen TEUR 4.071 auf Anteile an verbundenen Unternehmen (Kauf der CP-Gruppe & Einzahlung ins variable Kapitalkonto zur Finanzierung der Verluste CP-Gruppe). Zusätzlich fielen TEUR 662 für den Kauf von Maschinen an, darunter zwei Gangfolgemaschinen für Dresden, zwei Sortiermaschinen sowie eine Druckluftanlage für Chemnitz. Des Weiteren wurden TEUR 229 in Kfz-Fahrzeuge investiert. Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände (TEUR 340) umfassen Lizenzen sowie Software-Entwicklungskosten. 5. Personal Die Gesamtanzahl der Beschäftigten lag 2023 im Durchschnitt der Quartalsstände mit 261 Mitarbeitern (davon 9 Auszubildende) unter dem Vorjahresniveau (268 Beschäftigte in 2022, davon 11 Auszubildende). Seit Jahresende 2020 stieg die Anzahl der Mitarbeiter stetig und deutlich an. Für keinen der Tätigkeitsbereiche der MediaLogistik gab es 2023 Verpflichtungen aus Tarifverträgen. Das Ziel ist eine qualifikationsgerechte und am regionalen Arbeitsmarkt orientierte Vergütung der Mitarbeiter. B. DARSTELLUNG DER LAGE Die Media Logistik GmbH schloss das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresfehlbetrag von TEUR -4.044 (Vorjahr Jahresüberschuss TEUR 1.752) ab, worin allerdings die außerplanmäßige Abschreibung des Beteiligungsansatzes auf die erst 2023 erworbene Finanzanlage "Geschäftsanteile City-Post Service GmbH & Co. KG (siehe auch lit. A, Ziffer 3/4) i. H. v TEUR 4.071 enthalten ist. Um diesen Sondereffekt bereinigt realisiert die Gesellschaft einen Jahresüberschuss von TEUR 27. Das um die außerplanmäßige Abschreibung bereinigte Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (finanzieller Leistungsindikator) fällt mit TEUR 89 dabei gegenüber dem Vorjahr deutlich niedriger aus (Vorjahr TEUR 2.612). Der Gesamtumsatz der Gesellschaft ist im abgelaufenen Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr erstmalig deutlich um TEUR 1.808 gesunken, wobei darin bereits ein Anstieg von TEUR 365 für den Zustellauftrag ("letzte Meile") für die Zeitungsprodukte der DDV Mediengruppe GmbH & Co. KG enthalten ist. Insgesamt sind die Gesamtumsätze in dem Geschäftsfeld Zeitungslogistik sogar um TEUR 736 gestiegen. Im Bereich der Kurierdienstleistungen wuchs der Umsatz im Vorjahresvergleich um rund TEUR 7. Im Bereich der Postdienstleistungen hingegen sind die Umsätze um TEUR 2.524 gesunken. Das Ergebnis ist vor allem auf fehlende Sonderaktionen und insgesamt geringere Mengen als im Vorjahr bei Post Modern ® zurückzuführen. Zudem fielen die Zustellpreise für die Medienvertriebe höher als geplant und zunächst abgerechnet aus. Von der höheren Nachvergütung (TEUR 1.260) entfiel ein Betrag von 882 T€ auf den Postbereich und verblieb bei der Gesellschaft, während der übrige Betrag (378 T€) von der DDV Mediengruppe übernommen wurde. Außerdem nahm die Gesellschaft Erstanschaffungen für die CP-Gruppe vor, die zunächst von PostModern ® getragen und an die CP-Gruppe weiterberechnet werden. Im GJ 2023 verblieben daraus stichtagsbedingt rund TEUR 56 bei Kosten bei der Gesellschaft, die erst 2024 an City-Post berechnet werden. Die Transport- und Zustellkosten verringern sich im Vergleich zum Vorjahr mit TEUR 604 dennoch deutlich. Der Hauptteil der Einsparung kommt auch hier aus dem Bereich der Post, da die Sendungsmengen stark gesunken sind und damit die o. g. Preiseffekte überkompensieren. Die Personalkosten stiegen über alle Geschäftsfelder um TEUR 947 ggü. dem Vorjahr. Gründe sind einerseits der Ausbau des Geschäftsfeldes LagerModern® sowie der personelle Aufbau (Fahrer) im Bereich KurierModern ®. Im Bereich des Kurierdienstes wird vermehrt eigenes Personal eingesetzt, während externe Transporte reduziert wurden. Des Weiteren wirkt im Jahr 2023 der seit 01.10.2022 geltende, gesetzliche Mindestlohn von 12 €/h ganzjährig. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sinken gegenüber dem Vorjahr um TEUR 71. Im Geschäftsjahr 2022 wurde an die Mitarbeiter in den assoziierten Zustellgesellschaften eine Inflationsausgleichsprämie gezahlt, die sich 2023 nicht wiederholte. Allerdings sind die Aufwendungen nicht in Höhe der entfallenen Inflationsausgleichsprämie 2022 gesunken, da gegenläufig höhere Aufwendungen u. a. für IT, Mieten und Strom entstanden. Die Geschäftsentwicklung 2023 entspricht in der Tendenz zum Großteil der Prognose des Lageberichtes 2022. Hierbei war von einem spürbaren Rückgang des finanziellen Leistungsindikators - Betriebsergebnis vor Steuern und Zinsen - gegenüber dem Jahr 2022 ausgegangen worden. Tatsächlich liegt dieser finanzielle Leistungsindikator jedoch deutlicher unter dem Vorjahr als erwartet. Grund war vor allem (wie prognostiziert) die sinkende Postmenge durch den Wegfall von einmaligen und größeren Sonderaktionen (bspw. Versand Wahlunterlagen, Preisanpassungsschreiben der Energieversorger) sowie die außerplanmäßige Abschreibung auf die erworbene Beteiligung. Die Umsatzrendite bezogen auf das bereinigte Betriebsergebnis lag im Berichtsjahr mit 0,1 Prozent deutlich unter dem Vorjahresniveau (3,7 Prozent). Im Geschäftsjahr 2023 beträgt der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen 41,9 Prozent und weist damit gegenüber Vorjahr (39,2 Prozent) ein leichtes Wachstum aufgrund der getätigten Investitionen aus. Der Anteil kurzfristiger Forderungen am Gesamtvermögen 2023 liegt bei 57,1 Prozent. Das immaterielle Anlagevermögen steigt in Folge Software- und Lizenzkosten. In den Jahren 2015/2016 wurde das Investitionsprojekt Errichtung eines Postsortierzentrums realisiert. Mit fortschreitender Tilgung sinken die Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten. 2023 sind die Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten angestiegen, da die Media Logistik GmbH neue Fahrzeuge erworben hat. Im Geschäftsjahr 2023 hat das Unternehmen Geschäftsanteile an der City-Post Service GmbH & Co. KG sowie an deren Komplementärin City-Post Service Beteiligungs GmbH erlangt. Für die Übernahme der Gesellschaften und den Kauf von Maschinen hat Media Logistik zur Zwischenfinanzierung ein Darlehen bei den Gesellschaftern aufgenommen (Cash Pooling), wodurch die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen deutlich angestiegen sind (um rund TEUR 4.922). Auf Grund der steigenden Verbindlichkeiten und geringeren Gewinne einschließlich der außerplanmäßigen Abschreibung auf eine Beteiligung im Geschäftsjahr 2024 ist die Eigenkapitalquote auf 24,8 Prozent gesunken (Eigenkapitalquote 2022: 51 Prozent). C. PROGNOSEBERICHT Folgende Aspekte sind in dem Geschäftsjahr 2024 zu erwarten: Der Teilbereich Zeitungslogistik wird weiterhin den auflagenbedingten Umsatzrückgang bei Tageszeitungen spüren. Die zunehmende Durchdringung von digitalen Zeitungs- und Zeitschriftenangeboten mit Bezahlmodellen lässt weiterhin eine Verstärkung der Auflagenrückgänge erwarten. Die Auswirkungen der aktuellen, gesamtwirtschaftlichen und weltpolitischen Lage werden mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter zu einem zusätzlichen Auflagenrückgang führen. Strukturelle Umsatzrückgänge sowie Umsatzverluste in Folge einer Rezession werden mit Hilfe von stetigen Optimierungsmaßnahmen zur Kostensenkung und gegebenenfalls durch Preisanpassungen aufgefangen. Im Geschäftsbereich Post geht die Gesellschaft für 2024 davon aus, dass es im Vergleich zum Jahr 2023 zu einem leicht steigendem Postumsatz kommen wird. Aufgrund der sich verändernden strukturellen Bedingungen (Substitution durch elektronische Medien) werden die Postmengen auf einem verhältnismäßig geringen Niveau bleiben. 2024 finden Europa-, Kommunal- und Landtagswahlen statt. Hier besteht für das Unternehmen die Chance durch gewonnene Ausschreibungen zusätzliche Postmenge zu erhalten. Durch die leichte Erhöhung der Umsätze werden auch die Transport- und Zustellkosten ansteigen. Im Bereich der Post ist es ebenso Ziel, insbesondere die steigenden Personalaufwendungen durch Optimierungen in den Zustellbetrieben entgegenzuwirken. Media Logistik hat im Jahr 2023 zudem in zwei Gangfolgemaschinen investiert, um weitere Sortierprozesse zu automatisieren und daraus deutliche Kosteneinsparungen zu erzielen. Die Anhebung des Mindestlohnes zum 01.01.2024 wird die Personalkosten der Gesellschaft hingegen erneut erhöhen (ca. +4 %). Das Geschäftsfeld LagerModern ® zeigt vielversprechende Zukunftsaussichten, weshalb sich Media Logistik dazu entschieden hat, im Laufe 2023 eine größere Lagerfläche in Ottendorf Okrilla anzumieten. Durch Steigerung der Auslastung soll der Geschäftszweig mittelfristig den Break Even Point erreichen. Infolge der anhaltenden aktuellen gesamtwirtschaftlichen und weltpolitischen Lage ist eine Ergebnisprognose sehr schwierig. Die Gesellschaft plante ursprünglich mit einem leichten Ergebniszuwachs (Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern) gegenüber dem aus den genannten Gründen sehr schwachen Geschäftsjahr 2023, den die Gesellschaft aber aller Voraussicht nach nicht erreichen wird. Während die Zeitungslogistik im Zeitraum Jan-Aug 2024 primär infolge von Kostensenkungen über Prognose und Vorjahr performt, steigen im Postbereich die Kosten deutlich stärker als der prognostizierte Umsatz. Insgesamt wird für 2024 nunmehr mit einem nochmaligen und zwar stärkeren Ergebnisrückgang (Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern sowie außerplanmäßigen Abschreibungen) im Vergleich zum Vorjahr gerechnet. D BERICHTERSTATTUNG NACH § 289 ABS. 2 HGB Im Bereich der Zeitungslogistik besteht unverändert ein generelles Risiko infolge weiterhin rückläufiger Auflagenzahlen bei Tageszeitungen der Verlagskunden und dem damit verbundenen Preisdruck auf die von der Gesellschaft erbrachten Dienstleistungen. Die Risikohöhe wird über den Betrachtungszeitraum als mittel klassifiziert. Im Geschäftsfeld Postdienstleistungen bestehen mittlere Risiken in der verstärkten Substitution von Briefmengen durch elektronische Post sowie der Förderung der elektronischen Verwaltung. Weitere Risiken könnten sich möglicherweise aus dem Verlust von Großkunden bei der Zustellung oder aus dem Verlust von Kooperationspartnern bei der bundesweiten Zustellung sowie von Einspeisern nationaler Sendungsmengen ergeben. Daneben unterliegt dieser Bereich auch in einem gewissen Maß dem Einfluss der konjunkturellen Entwicklung. Ein genereller Wirtschaftsabschwung birgt das Risiko von geringeren Sendungsmengen vor allem im Postbereich bei Ausschreibungskunden und der Infopost. Media Logistik schätzt die Risiken, die sich aus konjunkturellen Entwicklungen ergeben, als gering ein. Dem gegenüber besteht jedoch weiterhin die Chance, in Krisenzeiten unterschiedliche, margenstarke Sonderaufträge (z. B. Informationsschreiben über Preisanpassungen von Energieversorgern) zu akquirieren. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, aufgrund der Landtagswahlen höhere Sendungsmengen zu akquirieren. Die Gesellschaft verfügt über ein Risikomanagementsystem, welches die Kriterien eines Mindestkontrollrahmens erfüllt.
Die Gesellschaft rechnet für den am 31. Dezember 2025 endenden Prognosezeitraum mit der Entstehung einer Liquiditätslücke, die aus eigenen liquiden Mitteln nicht geschlossen werden kann. Die Gesellschaft ist daher darauf angewiesen, auf weitere liquide Mittel zugreifen zu können. Aus diesem Grund besteht mit der DDV Mediengruppe GmbH & Co. KG eine Cash-Pooling-Vereinbarung, die den Zugriff während des Prognosezeitraums erlaubt. Die den Cash-Pool führende DDV Mediengruppe GmbH & Co. KG plant ihrerseits für den Prognosezeitraum mit der Entstehung einer Liquiditätslücke. Aus diesem Grunde ist sie mit der Verlagsgesellschaft Madsack GmbH & Co. KG für die Dauer des Prognosezeitraums in eine Vereinbarung über die zentrale Geldanlage und -aufnahme eingebunden. Diese Ereignisse und Gegebenheiten zeigen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.
Dresden, 2. Dezember 2024 Michael Ulbrich Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Media Logistik GmbH, Dresden Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Media Logistik GmbH, Dresden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Media Logistik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben unter Abschnitt "Bestandsgefährdende Risiken" im Anhang und auf die Angaben im Abschnitt D. "Berichterstattung nach § 289 Abs. 2 HGB" im Lagebericht. Dort beschreiben die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft, dass sie für den am 31. Dezember 2025 endenden Prognosezeitraum mit der Entstehung einer Liquiditätslücke rechnen, die aus eigenen liquiden Mitteln nicht geschlossen werden kann. Die Gesellschaft ist daher darauf angewiesen, auf weitere liquide Mittel zugreifen zu können. Aus diesem Grund besteht mit der DDV Mediengruppe GmbH & Co. KG eine Cash-Pooling-Vereinbarung, die den Zugriff während des Prognosezeitraums erlaubt. Die den Cash-Pool führende DDV Mediengruppe GmbH & Co. KG plant ihrerseits für den Prognosezeitraum mit der Entstehung einer Liquiditätslücke. Aus diesem Grunde ist sie mit der Verlagsgesellschaft Madsack GmbH & Co. KG für die Dauer des Prognosezeitraums in eine Vereinbarung über die zentrale Geldanlage und -aufnahme eingebunden. Wie in Angabe "Bestandsgefährdende Risiken" im Anhang und im Abschnitt D. "Berichterstattung nach § 289 Abs. 2 HGB" des Lageberichts dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Dresden, den 3. Dezember 2024 KPMG
AG
Sternberg, Wirtschaftsprüfer Kolditz, Wirtschaftsprüfer |
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