Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 2666
Eingetragen
6.9.1991
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenVermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Übernahme logistischer Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michael Ulbrich
seit 16.2.2009
Geschäftsführer
Dirk Hermann Richter
seit 4.10.2006
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert49.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Dresdner Druck- und Verlagshaus GmbH & Co. KG
Germany
102000
51.00%
F-LOG GmbH
Germany
98000
49.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Media Logistik GmbH

Dresden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 292.055,73 160.281,09
2. Geleistete Anzahlungen 93.988,69 386.044,42 0,00 160.281,09
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.374.608,34 4.511.018,65
2. Technische Anlagen und Maschinen 925.104,39 640.788,90
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 927.116,85 778.437,01
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 71.659,29 6.298.488,87 67.821,75 5.998.066,31
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
6.684.533,29 6.158.347,40
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 10.383,20 14.250,24
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.728.577,98 6.177.545,54
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.853.168,30 2.375.521,68
- davon gegen Gesellschafter EUR 1.248.867,64 (i. Vj. EUR 2.194.880,81) -
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.533.673,00 9.115.419,28 829.894,96 9.382.962,18
- davon gegen Gesellschafter EUR 0,00 (i. Vj. EUR 0,00) -
III. Guthaben bei Kreditinstituten, Kassenbestand 26.314,26 41.285,12
9.152.116,74 9.438.497,54
C. Rechnungsabgrenzungsposten 130.992,59 115.460,30
15.967.642,62 15.712.305,24

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 105.000,00 105.000,00
II. Bilanzgewinn 3.861.056,00 7.905.227,95
- davon Gewinnvortrag EUR 7.905.227,95 (i. Vj. EUR 6.152.740,61) -
3.966.056,00 8.010.227,95
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 2.862.916,88 1.555.453,65
2.862.916,88 1.555.453,65
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.320.154,82 2.013.413,20
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 2.134,82
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.535.114,77 3.727.529,47
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.012.270,92 89.837,67
- davon gegen Gesellschafter EUR 4.991.391,36 (i. Vj. EUR 0,00) -
5. Sonstige Verbindlichkeiten 248.659,23 283.564,24
- davon aus Steuern EUR 67.274,18 (i. Vj. EUR 62.297,25) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,00 (i. Vj. EUR 18.824,67) -
9.116.199,74 6.116.479,40
D. Rechnungsabgrenzungsposten 22.470,00 18.565,00
E. Passive latente Steuern 0,00 11.579,24
15.967.642,62 15.712.305,24

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 69.676.779,07 71.485.188,97
2. Sonstige betriebliche Erträge 389.357,90 687.510,69
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 372.642,52 342.733,17
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 56.333.914,99 56.706.557,51 56.886.435,29 57.229.168,46
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.915.080,91 6.144.206,74
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.398.415,29 8.313.496,20 1.222.673,99 7.366.880,73
- davon für Altersversorgung EUR 457,00 (i. Vj. EUR 615,26) -
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.044.078,76 940.036,47
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.877.923,24 3.948.846,44
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 14.492,36 1.627,89
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 2.108,78 (i. Vj. EUR 1.612,53) -
8. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens 4.071.414,90 0,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 151.672,30 44.540,54
- davon an verbundene Unternehmen EUR 120.557,80 (i. Vj. EUR 23,63) -
- aus Aufzinsung langfristiger Rückstellungen EUR 696,00 (i. Vj. EUR 696,00) -
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -75.684,92 817.073,13
- davon Ertrag aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern EUR 11.579,24 (i. Vj. Aufwand EUR 1.648,20) -
11. Ergebnis nach Steuern -4.008.828,66 1.827.781,78
12. Sonstige Steuern 35.343,29 75.294,44
13. Jahresfehlbetrag (i. Vj. Jahresüberschuss) -4.044.171,95 1.752.487,34
14. Gewinnvortrag 7.905.227,95 7.152.740,61
15. Ausschüttung 0,00 1.000.000,00
16. Bilanzgewinn 3.861.056,00 7.905.227,95

Anhang für 2023

Allgemeine Hinweise

Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Dresden unter der Nr. HRB 2666 mit Firmensitz in Dresden eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen werden mit ihren Anschaffungs-/Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauer beträgt zwischen 3 und 33 Jahren. Die Abschreibungen auf Zugänge werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 250,00 werden im Jahr der Anschaffung sofort als Aufwand erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Der Abgang wird im Folgejahr unterstellt. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten und sofern erforderlich zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Vorräte betreffende Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge von 1 % auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel sind mit den Nennbeträgen bilanziert.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkannten Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Die Rückstellung von Jubiläumszahlungen wird nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected-Unit-Credit-Methode") unter Verwendung der "Richttafeln Heubeck 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer angenommenen restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,76 % p.a. gemäß den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssätzen verwendet. Darüber hinaus wurden eine Dynamik der anrechenbaren Bezüge von 2,25 % p.a., eine Dynamik der Beitragsbemessungsgrenzen von 2,00 % p.a. und Fluktuationswahrscheinlichkeiten berücksichtigt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden körperschafts- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen (Anteilsbesitz) setzen sich wie folgt zusammen:

Media Logistik Service GmbH & Co. KG, Chemnitz, HRA 6537 (vormals: City-Post Service GmbH & Co. KG)

Die Beteiligung wurde im Geschäftsjahr mit einem Betrag von TEUR 4.071 vollständig abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Posten weisen, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr auf. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind ihrer Art nach mit TEUR 1.853 (Vorjahr TEUR 1.729) Forderungen aus Liefer- und Leistungsbeziehungen und mit TEUR 0 (Vorjahr TEUR 646) sonstige Forderungen. Sie bestehen in Höhe von TEUR 1.249 (Vorjahr TEUR 2.195) gegen Gesellschafter.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, im Umlauf befindliche Briefmarken und Personalaufwendungen. Die Rückstellungen des Personalbereiches betreffen insbesondere Jubiläen, Tantiemen und Resturlaub.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten über TEUR 2.320 (Vorjahr TEUR 2.013) bestehen in Höhe von TEUR 2.136 (Vorjahr TEUR 2.013) aus Darlehen für Immobilien- und Maschinenfinanzierungen. Diese sind besichert mit einer Grundschuld am Objekt Meinholdstr. 2 (Darlehen Nr. 6751430033 für den Hallenneubau) und mit einer Sicherungsübereignung der Maschinen (Darlehen Nr. 6751430025 für die Sortieranlage und Mietkaufdarlehen Nr. 1164143113 für die Gangfolgesortierungsanlage). Die Summe der Darlehen hat mit TEUR 1.114 (Vorjahr TEUR 810) eine Fristigkeit bis zu einem Jahr und mit TEUR 713 (Vorjahr TEUR 1.195) eine Fristigkeit von einem bis zu fünf Jahre und mit TEUR 309 eine Fristigkeit von über fünf Jahren.

Zudem bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus PKW-Finanzierungen in Höhe von TEUR 184 (Vorjahr TEUR 8). Diese haben in Höhe von TEUR 46 (Vorjahr TEUR 8) eine Laufzeit von unter einem Jahr und in Höhe von TEUR 138 (Vorjahr TEUR 0) eine Laufzeit von einem bis zu fünf Jahren.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmungen in Höhe von TEUR 21 (Vorjahr TEUR 90) und die sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 118 (Vorjahr TEUR 0) weisen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmungen in Höhe von TEUR 4.873 (Vorjahr TEUR 0) handelt es sich um die Inanspruchnahme von Kontokorrentkrediten ohne Laufzeitvereinbarungen. Es wird von einem voraussichtlichen Rückzahlungszeitpunkt größer fünf Jahren ausgegangen. Grundlage der in Anspruch genommenen Kontokorrentkredite ist eine Cash-Pooling-Vereinbarung vom 25. Februar 2015 mit Nachtrag v. 10. Oktober 2017 mit der DDV Mediengruppe GmbH & Co. KG. Diese Vereinbarung kann beidseitig mit einer Frist von zwei Monaten zum Monatsende gekündigt werden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind ihrer Art nach Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 21 (Vorjahr TEUR 90) und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 4.991 (Vorjahr TEUR 0).

Latente Steuern

Gemäß § 274 HGB in Verbindung mit § 298 HGB besteht ein Wahlrecht zur Aktivierung des Überhangs aktiver latenter Steuern. Von dem Wahlrecht wird kein Gebrauch gemacht.

Latente steuerliche Differenzen bestehen bei folgenden Posten:

Vermögensunterschied
in TEUR
Übrige immaterielle Vermögensgegenstände -248
Sachanlagen 32
Übrige Rückstellungen 27
Sonstige Verbindlichkeiten 7
Gesamter passiver Vermögensunterschied -182
Verlustvortrag Körperschaftsteuer 2.991
Verlustvortrag Gewerbesteuer 125

Die latenten Steuersalden entwickelten sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt:

01.01.2023 Veränderung 31.12.2023
TEUR TEUR TEUR
Akt. Steuersalden -24 -53 -77
Pass. Steuersalden 12 +501 513
Pass.(-)/Akt.(+) Saldo -12 +448 +436

Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 31,2 % (Köst. mit 18,83 %; GewSt. mit 15,37 %) zugrunde.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

2023 2022
TEUR TEUR
Erlöse Dienstleistungen und Kurier 6.543 6.423
Erlöse Postgeschäft, Zeitungslogistik, Sonstiges 63.134 65.062
69.677 71.485

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten mit TEUR 118 (Vorjahr TEUR 82) Erträge aus der Umsatzversteuerung für Sachzuwendungen von Mitarbeitern.

Periodenfremde Erträge/Aufwendungen

Der Jahresabschluss enthält in den Posten sonstige betriebliche Erträge und sonstige betriebliche Aufwendungen verschiedene periodenfremde Erträge bzw. Aufwendungen.

Bei den periodenfremden Erträgen handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen mit TEUR 129 (Vorjahr TEUR 37).

Die periodenfremden Aufwendungen betreffen insbesondere Forderungsverluste mit TEUR 44 (Vorjahr TEUR 1).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten mit TEUR 64 (Vorjahr TEUR 0) periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Ertragssteuerrückstellungen und aus Ertragssteuererstattungen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen bestehen in Höhe von TEUR 891 (Vorjahr TEUR 412). Davon bestehen TEUR 151 (Vorjahr TEUR 218) gegenüber verbundenen Unternehmen.

Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung setzt sich wie folgt zusammen:

 

Michael Ulbrich, Leiter Zeitungslogistik und Postgeschäft

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung unterbleibt unter Anwendung der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB.

Mitarbeiter

Im Berichtsjahr wurden durchschnittlich 260 (Vorjahr 257) Arbeitnehmer beschäftigt, davon 135 gewerbliche Arbeitnehmer und 125 Angestellte und Aushilfen. Darüber hinaus besteht mit 9 Personen (Vorjahr 11) ein Ausbildungsverhältnis.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt angesichts der Liquiditätssituation und Ergebnisentwicklung den Vortrag des Bilanzgewinns auf neue Rechnung vo.

Konzernkreis

Die Bertelsmann SE & Co. KGaA, Gütersloh, stellt als Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Unternehmensregister veröffentlicht.

Honorare des Abschlussprüfers

Das im Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers beträgt für die Abschlussprüfung TEUR 27. Davon sind TEUR 8 für Vorjahre und TEUR 10 für die Eröffnungsprüfung der Tochtergesellschaft Media Logistik Service GmbH & Co. KG (vormals: City-Post Service GmbH & Co. KG) entstanden.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Alleinige und direkte Gesellschafter der Muttergesellschaft DDV Mediengruppe GmbH & Co. KG (DDV KG) sind die RM Hamburg Holding GmbH (RM) und die Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft mbH (ddvg) und zwar im Beteiligungsverhältnis von 60/40.

RM und ddvg haben ihre Geschäftsanteile an der DDV KG mit Verträgen vom 22.12.2023 und 10.01.2024 an die Verlagsgesellschaft Madsack GmbH & Co. KG ("Madsack") veräußert. Der Vollzugstichtag ist der 1. Mai 2024.

Bestandsgefährdende Risiken

Hinsichtlich der Ereignisse und Gegebenheiten, die auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hindeuten, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann, wird auch auf die entsprechenden Darstellungen im Lagebericht unter Abschnitt D. "Berichterstattung nach § 289 ABS. 2 HGB " verwiesen.

 

Dresden, 2. Dezember 2024

Michael Ulbrich, Geschäftsführer

Lagebericht für 2023

A. DARSTELLUNG DES GESCHÄFTSVERLAUFS

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Die konjunkturelle Lage in Deutschland stagniert. Kaufkraftverluste aufgrund der hohen Preissteigerungen und anhaltende Konsumunsicherheit dämpfen den privaten Konsum, was wiederum die wirtschaftliche Entwicklung bremst. Im September 2023 meldet der Einzelhandel im Vergleich zum Vorjahresmonat ein reales Umsatzminus von 4,1 %. Im Internet- und Versandhandel reduzierte sich der Umsatz im September 2023 gegenüber Vorjahr um -6,6 %. Die Frühindikatoren zeigen weiterhin eine verhaltene Entwicklung der privaten Konsumausgaben an. Zur Jahreswende 2023/2024 kann bei rückläufigen Inflationsraten und steigenden Reallöhnen mit einer Erholung des privaten Konsums gerechnet werden. Im Oktober 2023 betrug die Inflationsrate 3,8 % und ist damit im Vergleich zum Vormonat 0,7 Prozentpunkte gesunken.

Die Wirtschaftsleistung ist insgesamt in den ersten 3 Quartalen des Berichtsjahres infolge schwieriger Rahmenbedingungen im Vorjahresvergleich leicht zurückgegangen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im dritten Quartal 2023 im Vergleich zum Vorjahresquartal preisbereinigt um 0,8 Prozentpunkte gesunken. 1

Der GfK-Konsumklima-Index erreichte im Oktober 2023 einem Indexwert von -27,6 Punkten (Oktober 2022: - 40,1). Somit liegt die Konsumstimmung in Deutschland laut GfK weiterhin auf niedrigem Niveau. Die Anschaffungsneigung verbesserte sich jedoch im Vergleich zum Vorjahr und übertrifft somit das Niveau vom Oktober 2022 deutlich. 2

Der kleinere Geschäftsbereich der Gesellschaft, lokale Vertriebslogistik für Zeitungen, ist weniger an die Gesamtwirtschaftslage gekoppelt, sondern unterliegt stärker dem Wandel von der traditionellen Medienlandschaft hin zur digitalen Informationsbeschaffung. Während digitale Medien stetig an Bedeutung gewinnen, verbuchten die Printmedien in den vergangenen Jahren Rückgänge. Auch 2023 verzeichnete der eigenständige und spezialisierte Markt der Zeitungsdistribution bundesweit Auflagenrückgänge bei Tageszeitungen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verliert die Auflage der Tageszeitung bis zum 3. Quartal 2023 durchschnittlich -8,95 Prozent p.a. 3 Dieser Trend wird sich erfahrungsgemäß auch im 4. Quartal 2023 fortschreiben.

1 Bruttoinlandsprodukt: Ausführliche Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 3. Quartal 2023 - Statistisches Bundesamt (destatis.de)
2 GfK-Konsumklima-Index von November 2021 bis November 2023 und Prognose für Dezember 2023, https://de.statista.com/statistik/daten/studie/2425/umfrage/gfk-konsumklima-index
3 Pressemitteilung der IVW vom 24.10.2023: https://ivw.de/sites/default/files/pm_auflagenstatistik_20233.pdf

Beim Hauptgeschäftsfeld Postdienstleistungen wird normalerweise der Einfluss der wirtschaftlichen Gesamtentwicklung überwiegend von konjunkturunabhängigen Faktoren überlagert. Die Digitalisierung beeinflusst auch hier sowohl die Hauptsäule des Postmarktes, den Kurier-Express- und Paketbereich (KEP), als auch den klassischen Briefmarkt - jedoch in unterschiedlichem Maße.

Aufgrund des niedrigen Konsumklimas ist im Onlinehandel ein Wachstumsrückgang zu verzeichnen. 4 Im 3. Quartal des Jahres 2023 wurden im Onlinehandel rund 17 Mrd. Euro umgesetzt. Dies entspricht, im Vergleich zum Vorjahr, einem Umsatzrückgang um knapp 14 %. 5

Langfristig gesehen wird das E-Commerce Geschäft weiterwachsen und der KEP-Trend anhalten. 6 Dem erfreulichen KEP-Trend steht ein Rückgang bei Briefsendungen gegen- über. 7 Infolge der Digitalisierung werden die Sendungsmengen im Bereich der Briefe weiter rückläufig sein. 8

2. Leistungserbringung

Media Logistik erbringt Leistungen in den Geschäftsbereichen Vertriebslogistik für Zeitungen, Postdienstleistungen und seit dem Geschäftsjahr 2022 Lagerdienstleistungen. Außerdem wurde im Geschäftsjahr 2023 der Kooperationspartner City-Post übernommen.

Zum Leistungsspektrum der Gesellschaft zählt die Transportlogistik für verschiedene Tageszeitungen von der Druckerei bis zur Ablagestelle für die Zustellung beim Endkunden. Seit April 2021 übernimmt die Gesellschaft zusätzlich die Koordination und Beauftragung der Zustellung von Tageszeitungen von der Ablagestelle bis zum Endkunden (sog. "Letzte Meile"). Für die letzte Meile bedient sich die Gesellschaft dabei Subunternehmern, mit denen sie über ihren Mehrheitsgesellschaft DDV Mediengruppe GmbH & Co. KG gesellschafterrechtlich mittelbar verbunden ist. Ergänzend werden Kommissionierungsleistungen angeboten. Media Logistik ist dabei regional begrenzt im Verbreitungsgebiet der Sächsischen Zeitung tätig und unterliegt den engen zeitlichen Restriktionen der Tageszeitungsdistribution. Je nach Einzelleistung steht die Gesellschaft in Kooperation oder im Wettbewerb mit Fuhrunternehmen, Kurierdiensten, Grossisten sowie Prospektverteilern, die ebenfalls derartige Dienstleistungen lokal erbringen. Die Vielzahl und Spezialisierung der Marktteilnehmer lässt dabei keine Einordnung zur jeweiligen Marktpositionierung zu.

4 GfK-Konsumklima-Index von November 2021 bis November 2023 und Prognose für Dezember 2023, https://de.statista.com/statistik/daten/studie/2425/umfrage/gfk-konsumklima-index
5 Bevh, 2023, Brutto-Umsatz im Online-Handel in Deutschland vom 1. Quartal 2015 bis zum 3. Quartal 2023: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/726899/umfrage/umsatz-im-online-handel-in-deutschland-quartalszahlen/# :~: text=Im%20dritten%20Quartal%202022%20wurden,R%C3%BCckgang%20um%2010%2C8%20Prozent
6 Statista Digital Market Outlook, 2022, Anzahl der E-Commerce Nutzer in Deutschland in den Jahren 2017-2025: https://de.statista.com/prognosen/488012/prognose-der-e-commerce-nutzer-in-deutschland
7 Bundesverband Paket & Express Logistik, 2023, Perspektiven eröffnen Gemeinschaft gestalten, S. 14: https://www.biek.de/files/biek/downloads/papiere/BIEK_KEP-Studie_2023.pdf Bundesnetzagentur, 2023, Bericht zum Briefmarkt: https://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Mediathek/Berichte/2023/Briefmarktbericht2022.pdf ?__ blob=publicationFile&v=1
8 Bundesnetzagentur, 12.12.2023, Umsätze im lizenzpflichtigen Briefbereich: https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/Datenportal/3 Post/ svg Post/Post Brief/P_Sendungsmengen Brief/P_Sendungsmengen_Brief.html

Im Bereich Postdienstleistungen bietet die Gesellschaft unter der Marke PostModern ® hauptsächlich lizenzpflichtige Briefdienstleistungen (Briefsendungen bis 1.000 g) an. Darüber hinaus werden auch nicht lizenzpflichtige Post-nahe Beförderungsleistungen erbracht. Privat- und Geschäftskunden mit Sitz in den Postleitzahlgebieten 01xxx und 02xxx können Dienstleistungen der Brief -, Kurier- und Paketzustellung nutzen. Die Zustellung erfolgt ebenfalls über die bereits genannten, assoziierten Zustellgesellschaften (Medienvertriebe). In Zusammenarbeit mit überregionalen Kooperationspartnern versendet PostModern ® Briefe weltweit, Kurier- und Paketsendungen deutschlandweit.

Die Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern ist in diesem Geschäftsbereich für den Bestand des Wettbewerbsvorteils elementar. Mit dem Netzwerk an Kooperationspartnern ist es möglich den Postkunden attraktive Preise anzubieten. Die City-Post Service GmbH & Co. KG ("CP-Service"), ein wichtiger und langjähriger Kooperationspartner im Direktionsbezirk Chemnitz, hatte sich aufgrund operativer Verluste dazu entschieden, seinen Geschäftsbetrieb einzustellen. Nach Bekanntwerden der Schließungspläne im März 2023 hat Media Logistik eine Übernahme geprüft und sich daraufhin entschlossen die CP-Service ab 01.07.2023 zu übernehmen (weiterführende Informationen befinden sich unter 3. Wesentliche Veränderungen im Beteiligungsbereich).

Außerdem umfasst das Angebot Ergänzungsleistungen, wie die tägliche Postabholung für Geschäftskunden, Lettershop und Adressrecherche. Zusätzlich werden Briefmarken und individuell gestaltete Wunsch-Briefmarken über den Web-Shop verkauft. Unter der Marke KurierModern ® werden regionale Kurierdienstleistungen angeboten.

Im lizenzpflichtigen Briefmarkt steht die Media Logistik durch die regionale Tätigkeit primär in Konkurrenz zur Deutschen Post AG (DP AG). Hierbei kam es seit der stufenweisen Aufhebung des Briefmonopols 2005/2007 zu Mengenverschiebungen von der DP AG zu Gunsten der Wettbewerber. Die bundesweit dominierende Marktstellung der DP AG besteht aber unverändert fort. Laut der Bundesnetzagentur konnten die Wettbewerber der DP AG ihren Marktanteil in den vergangenen Jahren auf rund 15 Prozent erhöhen. 9 Die Wettbewerber im Markt der nicht lizenzpflichtigen Postdienstleistungen sind weitgehend identisch mit den Marktteilnehmern der Zeitungslogistik. Zusätzlich konkurriert die Gesellschaft bei der Paketbeförderung mit überregionalen Paketdiensten (DHL, DPD, Hermes, UPS und GLS).

9 Bundesnetzagentur, 31.01.2023, Pressemitteilung - Veröffentlichung aktueller Marktzahlen im Briefmarktbericht 2022 und Paketmarktbericht 2022: https://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Downloads/DE/Allgemeines/Presse/Pressemitteilungen/2023/20230131_Post.pdf? blob=publicationFile&v=2

Im Geschäftsjahr 2022 eröffnete die Gesellschaft unter Marke LagerModern ® ein neues Geschäftsfeld und bewirtschaftet ein extern angemietetes Lager in einer neuen Betriebsstätte. Dort werden primär Lagerdienstleistungen, u.a. Fulfillment, für konzernverbundene Unternehmen (u.a. DDV Sachsen GmbH) sowie Dritte erbracht.

3. Wesentliche Veränderungen im Beteiligungsbereich

Media Logistik hat am 01.07.2023 90 % der Geschäftsanteile an der City-Post Service GmbH & Co. KG ("CP Service") sowie deren Komplementärin City-Post Service Beteiligungs GmbH, mit Sitz in Chemnitz, übernommen. Die CP-Service wiederum hält 100 % der Geschäftsanteile an neun regionalen City-Post-Gesellschaften, die im Direktionsbezirk Chemnitz als Subunternehmer im Auftrag der CP-Service u.a. die Zustellung - aufgeteilt nach Regionen - realisieren (gemeinsam "CP-Gruppe"). Die als Holding agierende Firma CP-Service ist im Postmarkt aktiv tätig und tritt ggü. den Kunden auf. Zusätzlich erbringt sie zentrale Aufgaben wie Sortierung, Ausliefer- und Einhollogistik.

4. Investitionen

Im zurückliegenden Geschäftsjahr investierte die Gesellschaft insgesamt TEUR 5.642, überwiegend ins Anlagevermögen: Dabei entfielen TEUR 4.071 auf Anteile an verbundenen Unternehmen (Kauf der CP-Gruppe & Einzahlung ins variable Kapitalkonto zur Finanzierung der Verluste CP-Gruppe). Zusätzlich fielen TEUR 662 für den Kauf von Maschinen an, darunter zwei Gangfolgemaschinen für Dresden, zwei Sortiermaschinen sowie eine Druckluftanlage für Chemnitz. Des Weiteren wurden TEUR 229 in Kfz-Fahrzeuge investiert. Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände (TEUR 340) umfassen Lizenzen sowie Software-Entwicklungskosten.

5. Personal

Die Gesamtanzahl der Beschäftigten lag 2023 im Durchschnitt der Quartalsstände mit 261 Mitarbeitern (davon 9 Auszubildende) unter dem Vorjahresniveau (268 Beschäftigte in 2022, davon 11 Auszubildende). Seit Jahresende 2020 stieg die Anzahl der Mitarbeiter stetig und deutlich an.

Für keinen der Tätigkeitsbereiche der MediaLogistik gab es 2023 Verpflichtungen aus Tarifverträgen. Das Ziel ist eine qualifikationsgerechte und am regionalen Arbeitsmarkt orientierte Vergütung der Mitarbeiter.

B. DARSTELLUNG DER LAGE

Die Media Logistik GmbH schloss das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresfehlbetrag von TEUR -4.044 (Vorjahr Jahresüberschuss TEUR 1.752) ab, worin allerdings die außerplanmäßige Abschreibung des Beteiligungsansatzes auf die erst 2023 erworbene Finanzanlage "Geschäftsanteile City-Post Service GmbH & Co. KG (siehe auch lit. A, Ziffer 3/4) i. H. v TEUR 4.071 enthalten ist. Um diesen Sondereffekt bereinigt realisiert die Gesellschaft einen Jahresüberschuss von TEUR 27. Das um die außerplanmäßige Abschreibung bereinigte Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (finanzieller Leistungsindikator) fällt mit TEUR 89 dabei gegenüber dem Vorjahr deutlich niedriger aus (Vorjahr TEUR 2.612).

Der Gesamtumsatz der Gesellschaft ist im abgelaufenen Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr erstmalig deutlich um TEUR 1.808 gesunken, wobei darin bereits ein Anstieg von TEUR 365 für den Zustellauftrag ("letzte Meile") für die Zeitungsprodukte der DDV Mediengruppe GmbH & Co. KG enthalten ist. Insgesamt sind die Gesamtumsätze in dem Geschäftsfeld Zeitungslogistik sogar um TEUR 736 gestiegen. Im Bereich der Kurierdienstleistungen wuchs der Umsatz im Vorjahresvergleich um rund TEUR 7. Im Bereich der Postdienstleistungen hingegen sind die Umsätze um TEUR 2.524 gesunken. Das Ergebnis ist vor allem auf fehlende Sonderaktionen und insgesamt geringere Mengen als im Vorjahr bei Post Modern ® zurückzuführen. Zudem fielen die Zustellpreise für die Medienvertriebe höher als geplant und zunächst abgerechnet aus. Von der höheren Nachvergütung (TEUR 1.260) entfiel ein Betrag von 882 T€ auf den Postbereich und verblieb bei der Gesellschaft, während der übrige Betrag (378 T€) von der DDV Mediengruppe übernommen wurde. Außerdem nahm die Gesellschaft Erstanschaffungen für die CP-Gruppe vor, die zunächst von PostModern ® getragen und an die CP-Gruppe weiterberechnet werden. Im GJ 2023 verblieben daraus stichtagsbedingt rund TEUR 56 bei Kosten bei der Gesellschaft, die erst 2024 an City-Post berechnet werden.

Die Transport- und Zustellkosten verringern sich im Vergleich zum Vorjahr mit TEUR 604 dennoch deutlich. Der Hauptteil der Einsparung kommt auch hier aus dem Bereich der Post, da die Sendungsmengen stark gesunken sind und damit die o. g. Preiseffekte überkompensieren.

Die Personalkosten stiegen über alle Geschäftsfelder um TEUR 947 ggü. dem Vorjahr. Gründe sind einerseits der Ausbau des Geschäftsfeldes LagerModern® sowie der personelle Aufbau (Fahrer) im Bereich KurierModern ®. Im Bereich des Kurierdienstes wird vermehrt eigenes Personal eingesetzt, während externe Transporte reduziert wurden. Des Weiteren wirkt im Jahr 2023 der seit 01.10.2022 geltende, gesetzliche Mindestlohn von 12 €/h ganzjährig.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sinken gegenüber dem Vorjahr um TEUR 71. Im Geschäftsjahr 2022 wurde an die Mitarbeiter in den assoziierten Zustellgesellschaften eine Inflationsausgleichsprämie gezahlt, die sich 2023 nicht wiederholte. Allerdings sind die Aufwendungen nicht in Höhe der entfallenen Inflationsausgleichsprämie 2022 gesunken, da gegenläufig höhere Aufwendungen u. a. für IT, Mieten und Strom entstanden.

Die Geschäftsentwicklung 2023 entspricht in der Tendenz zum Großteil der Prognose des Lageberichtes 2022. Hierbei war von einem spürbaren Rückgang des finanziellen Leistungsindikators - Betriebsergebnis vor Steuern und Zinsen - gegenüber dem Jahr 2022 ausgegangen worden. Tatsächlich liegt dieser finanzielle Leistungsindikator jedoch deutlicher unter dem Vorjahr als erwartet. Grund war vor allem (wie prognostiziert) die sinkende Postmenge durch den Wegfall von einmaligen und größeren Sonderaktionen (bspw. Versand Wahlunterlagen, Preisanpassungsschreiben der Energieversorger) sowie die außerplanmäßige Abschreibung auf die erworbene Beteiligung.

Die Umsatzrendite bezogen auf das bereinigte Betriebsergebnis lag im Berichtsjahr mit 0,1 Prozent deutlich unter dem Vorjahresniveau (3,7 Prozent).

Im Geschäftsjahr 2023 beträgt der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen 41,9 Prozent und weist damit gegenüber Vorjahr (39,2 Prozent) ein leichtes Wachstum aufgrund der getätigten Investitionen aus. Der Anteil kurzfristiger Forderungen am Gesamtvermögen 2023 liegt bei 57,1 Prozent. Das immaterielle Anlagevermögen steigt in Folge Software- und Lizenzkosten.

In den Jahren 2015/2016 wurde das Investitionsprojekt Errichtung eines Postsortierzentrums realisiert. Mit fortschreitender Tilgung sinken die Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten. 2023 sind die Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten angestiegen, da die Media Logistik GmbH neue Fahrzeuge erworben hat.

Im Geschäftsjahr 2023 hat das Unternehmen Geschäftsanteile an der City-Post Service GmbH & Co. KG sowie an deren Komplementärin City-Post Service Beteiligungs GmbH erlangt. Für die Übernahme der Gesellschaften und den Kauf von Maschinen hat Media Logistik zur Zwischenfinanzierung ein Darlehen bei den Gesellschaftern aufgenommen (Cash Pooling), wodurch die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen deutlich angestiegen sind (um rund TEUR 4.922). Auf Grund der steigenden Verbindlichkeiten und geringeren Gewinne einschließlich der außerplanmäßigen Abschreibung auf eine Beteiligung im Geschäftsjahr 2024 ist die Eigenkapitalquote auf 24,8 Prozent gesunken (Eigenkapitalquote 2022: 51 Prozent).

C. PROGNOSEBERICHT

Folgende Aspekte sind in dem Geschäftsjahr 2024 zu erwarten:

Der Teilbereich Zeitungslogistik wird weiterhin den auflagenbedingten Umsatzrückgang bei Tageszeitungen spüren. Die zunehmende Durchdringung von digitalen Zeitungs- und Zeitschriftenangeboten mit Bezahlmodellen lässt weiterhin eine Verstärkung der Auflagenrückgänge erwarten. Die Auswirkungen der aktuellen, gesamtwirtschaftlichen und weltpolitischen Lage werden mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter zu einem zusätzlichen Auflagenrückgang führen. Strukturelle Umsatzrückgänge sowie Umsatzverluste in Folge einer Rezession werden mit Hilfe von stetigen Optimierungsmaßnahmen zur Kostensenkung und gegebenenfalls durch Preisanpassungen aufgefangen.

Im Geschäftsbereich Post geht die Gesellschaft für 2024 davon aus, dass es im Vergleich zum Jahr 2023 zu einem leicht steigendem Postumsatz kommen wird.

Aufgrund der sich verändernden strukturellen Bedingungen (Substitution durch elektronische Medien) werden die Postmengen auf einem verhältnismäßig geringen Niveau bleiben. 2024 finden Europa-, Kommunal- und Landtagswahlen statt. Hier besteht für das Unternehmen die Chance durch gewonnene Ausschreibungen zusätzliche Postmenge zu erhalten. Durch die leichte Erhöhung der Umsätze werden auch die Transport- und Zustellkosten ansteigen. Im Bereich der Post ist es ebenso Ziel, insbesondere die steigenden Personalaufwendungen durch Optimierungen in den Zustellbetrieben entgegenzuwirken. Media Logistik hat im Jahr 2023 zudem in zwei Gangfolgemaschinen investiert, um weitere Sortierprozesse zu automatisieren und daraus deutliche Kosteneinsparungen zu erzielen. Die Anhebung des Mindestlohnes zum 01.01.2024 wird die Personalkosten der Gesellschaft hingegen erneut erhöhen (ca. +4 %).

Das Geschäftsfeld LagerModern ® zeigt vielversprechende Zukunftsaussichten, weshalb sich Media Logistik dazu entschieden hat, im Laufe 2023 eine größere Lagerfläche in Ottendorf Okrilla anzumieten. Durch Steigerung der Auslastung soll der Geschäftszweig mittelfristig den Break Even Point erreichen.

Infolge der anhaltenden aktuellen gesamtwirtschaftlichen und weltpolitischen Lage ist eine Ergebnisprognose sehr schwierig. Die Gesellschaft plante ursprünglich mit einem leichten Ergebniszuwachs (Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern) gegenüber dem aus den genannten Gründen sehr schwachen Geschäftsjahr 2023, den die Gesellschaft aber aller Voraussicht nach nicht erreichen wird. Während die Zeitungslogistik im Zeitraum Jan-Aug 2024 primär infolge von Kostensenkungen über Prognose und Vorjahr performt, steigen im Postbereich die Kosten deutlich stärker als der prognostizierte Umsatz. Insgesamt wird für 2024 nunmehr mit einem nochmaligen und zwar stärkeren Ergebnisrückgang (Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern sowie außerplanmäßigen Abschreibungen) im Vergleich zum Vorjahr gerechnet.

D BERICHTERSTATTUNG NACH § 289 ABS. 2 HGB

Im Bereich der Zeitungslogistik besteht unverändert ein generelles Risiko infolge weiterhin rückläufiger Auflagenzahlen bei Tageszeitungen der Verlagskunden und dem damit verbundenen Preisdruck auf die von der Gesellschaft erbrachten Dienstleistungen. Die Risikohöhe wird über den Betrachtungszeitraum als mittel klassifiziert. Im Geschäftsfeld Postdienstleistungen bestehen mittlere Risiken in der verstärkten Substitution von Briefmengen durch elektronische Post sowie der Förderung der elektronischen Verwaltung. Weitere Risiken könnten sich möglicherweise aus dem Verlust von Großkunden bei der Zustellung oder aus dem Verlust von Kooperationspartnern bei der bundesweiten Zustellung sowie von Einspeisern nationaler Sendungsmengen ergeben. Daneben unterliegt dieser Bereich auch in einem gewissen Maß dem Einfluss der konjunkturellen Entwicklung. Ein genereller Wirtschaftsabschwung birgt das Risiko von geringeren Sendungsmengen vor allem im Postbereich bei Ausschreibungskunden und der Infopost. Media Logistik schätzt die Risiken, die sich aus konjunkturellen Entwicklungen ergeben, als gering ein. Dem gegenüber besteht jedoch weiterhin die Chance, in Krisenzeiten unterschiedliche, margenstarke Sonderaufträge (z. B. Informationsschreiben über Preisanpassungen von Energieversorgern) zu akquirieren. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, aufgrund der Landtagswahlen höhere Sendungsmengen zu akquirieren.

Die Gesellschaft verfügt über ein Risikomanagementsystem, welches die Kriterien eines Mindestkontrollrahmens erfüllt.

Die Gesellschaft rechnet für den am 31. Dezember 2025 endenden Prognosezeitraum mit der Entstehung einer Liquiditätslücke, die aus eigenen liquiden Mitteln nicht geschlossen werden kann. Die Gesellschaft ist daher darauf angewiesen, auf weitere liquide Mittel zugreifen zu können. Aus diesem Grund besteht mit der DDV Mediengruppe GmbH & Co. KG eine Cash-Pooling-Vereinbarung, die den Zugriff während des Prognosezeitraums erlaubt. Die den Cash-Pool führende DDV Mediengruppe GmbH & Co. KG plant ihrerseits für den Prognosezeitraum mit der Entstehung einer Liquiditätslücke. Aus diesem Grunde ist sie mit der Verlagsgesellschaft Madsack GmbH & Co. KG für die Dauer des Prognosezeitraums in eine Vereinbarung über die zentrale Geldanlage und -aufnahme eingebunden. Diese Ereignisse und Gegebenheiten zeigen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

 

Dresden, 2. Dezember 2024

Michael Ulbrich

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Media Logistik GmbH, Dresden

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Media Logistik GmbH, Dresden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Media Logistik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben unter Abschnitt "Bestandsgefährdende Risiken" im Anhang und auf die Angaben im Abschnitt D. "Berichterstattung nach § 289 Abs. 2 HGB" im Lagebericht. Dort beschreiben die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft, dass sie für den am 31. Dezember 2025 endenden Prognosezeitraum mit der Entstehung einer Liquiditätslücke rechnen, die aus eigenen liquiden Mitteln nicht geschlossen werden kann. Die Gesellschaft ist daher darauf angewiesen, auf weitere liquide Mittel zugreifen zu können. Aus diesem Grund besteht mit der DDV Mediengruppe GmbH & Co. KG eine Cash-Pooling-Vereinbarung, die den Zugriff während des Prognosezeitraums erlaubt. Die den Cash-Pool führende DDV Mediengruppe GmbH & Co. KG plant ihrerseits für den Prognosezeitraum mit der Entstehung einer Liquiditätslücke. Aus diesem Grunde ist sie mit der Verlagsgesellschaft Madsack GmbH & Co. KG für die Dauer des Prognosezeitraums in eine Vereinbarung über die zentrale Geldanlage und -aufnahme eingebunden. Wie in Angabe "Bestandsgefährdende Risiken" im Anhang und im Abschnitt D. "Berichterstattung nach § 289 Abs. 2 HGB" des Lageberichts dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dresden, den 3. Dezember 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Sternberg, Wirtschaftsprüfer

Kolditz, Wirtschaftsprüfer

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