United Ambient Media AGLiquidiert

20259 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 76436
Vorher
Edgar Medien AG
Eingetragen
31.7.2000
Branche
Tätigkeiten von WerbeagenturenBeteiligungsgesellschaftenTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklern
Gegenstand
Die Tätigkeit eines Medienhauses, insbesondere - die Vermarktung, der Vertrieb und der Handel mit traditionellen und innovativen Medien und Werbeträgern mit und ohne Werbeaussagen; - die Durchführung von Maßnahmen der Marktforschung; - die Nutzung moderner Kommunikations- und Multimediasysteme zur Vermarktung von Dienstleistungen und Produkten ("e-commerce") sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Tätigkeiten. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die zur Erreichung des Gesellschaftszwecks dienlich sein können. Sie ist befugt, Unternehmen aller Art im In- und Ausland zu gründen, zu erwerben oder sich an ihnen zu beteiligen und Zweigniederlassungen im In- und Ausland zu errichten. Die Gesellschaft ist berechtigt, ihre Geschäftstätigkeit auch durch Tochter-, Beteiligungs- und Gemeinschaftsunternehmen auszuüben. Sie kann ihren Betrieb ganz oder teilweise auf verbundene Unternehmen ausgliedern oder verbundenen Unternehmen überlassen.

Historie

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Beteiligungen

NameAnteil
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Konzern- und Jahresabschlüsse

United Ambient Media AG

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013

der United Ambient Media AG, Hamburg

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Das Geschäftsmodell der United Ambient Media AG (im Folgenden: UAM AG) als Marktführer im Bereich der Ambient Medien basiert auf dem Betreiben und Vermarkten von zielgruppenspezifischen und streuverlustarmen Mediennetzwerken sowie On Demand Medien in den natürlichen Lebensumfeldern von Zielgruppen.

Der Geschäftsbetrieb der Gesellschaft gliedert sich dabei zurzeit in drei Segmente. Das erste Segment ist das klassische Mediengeschäft mit den Kernnetzwerken Gastronomie, Universität, Kino und Schule sowie den Kernmedien Gratispostkarte und Plakat. Ergänzt wird dieses Segment durch umfangreiche Vermarktungsrechte an Digital Signage Netzwerken. Das zweite Segment ist das Media Projektgeschäft (On Demand Media) mit den Geschäftsbereichen Guerilla Marketing, Sampling, Promotion und Employer Branding. Das dritte und neueste Segment ist die Werbezeitenvermarktung an lokale Kunden zusammengefasst in dem Segment UAM Lokal.

Die Gesellschaft erschließt regelmäßig neue Medienumfelder zur Vermarktung an nationale, regionale und lokale Werbekunden. Für diese Tätigkeit wird eine eigene Abteilung New Business unterhalten, welche Vorschläge für neue Produkte unterbreitet, die auf ihre Marktakzeptanz getestet werden.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Bruttowerbedruck in Deutschland erreichte laut Nielsen im Jahr 2013 ein Brutto- Niveau von rund 26,7 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vergleichszeitraum 2012 bedeutet das ein Wachstum von 2,8 %.

In der Jahresbetrachtung haben sich die einzelnen Werbegattungen wie folgt entwickelt. Die Gattungen mit den größten Zuwächsen waren Plakat (+9,8 %), Fernsehen (+6,9 %), Internet (+4,8 %) sowie Hörfunk (+3,4 %).

Zu den Verlierern gehörten die Gattungen Tageszeitungen (-6,0 %), Fachzeitschriften (-3,3 %), Kino (-2,1 %) und Publikumszeitschriften (-0,9 %).

Der ZAW hingegen geht auf Basis von Nettozahlen von einem Rückgang des Marktes um 1,4 % aus.

Die für das Unternehmen relevante Branche Out-of-Home konnte auf Basis von Bruttozahlen deutlich zulegen. Ursächlich für diese Entwicklung ist die Digitalisierung von Werbeträgern.

2.2. Geschäftsverlauf

Vor dem Hintergrund der Prognosen über die Entwicklung des Werbemarktes wurde die Gesellschaft seit dem Jahr 2010 auf Wachstum ausgerichtet. Die Investitionen in zusätzliches Personal und neue Geschäftsfelder haben seit dem Jahr 2011 Früchte getragen und haben in einigen Segmenten in 2013 zu weiterem Wachstum geführt. Gegenläufige Effekte hat es im Jahr 2013 vor allem im Kinosegment gegeben. Die gesteckten Ziele konnten nicht erreicht werden. Ursächlich ist im Wesentlichen eine Branche, die in den Vorjahren ein verlässlicher Bucher gewesen ist, in 2013 jedoch keinerlei Aktivitäten im Kino mehr gezeigt hat.

Der Umsatz der Gesellschaft stieg von TEUR 19.227 im Vorjahr auf TEUR 20.026 im Geschäftsjahr 2013 und damit um 4,2 %. Der Umsatzanstieg resultiert insbesondere aus der erfolgreichen Etablierung neuer Produkte und Dienstleistungen, deren Marktstart in Vorjahren erfolgte und die in 2013 erstmals einen Ergebnisbeitrag leisteten.

Die Gesellschaft konnte damit die gesteckten Umsatzziele erreichen, auch wenn es Verschiebungen zwischen einzelnen Segmenten des Geschäftes gegeben hat. Diese Verschiebungen zwischen den Segmenten haben insgesamt zu einem Deckungsbeitragsverlust von TEUR 341 geführt. Zusätzliche Investitionen in Personal für den Aufbau des Segments UAM Lokal in Höhe von TEUR 229, die Einzelwertberichtigung einer Forderung in Höhe von TEUR 184 und um TEUR 246 geringere Beteiligungserträge beeinflussten das Ergebnis insgesamt mit TEUR 659 negativ.

Vor diesem Hintergrund hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates ein umfangreiches Kostensenkungsprogramm beschlossen, welches noch in 2013 gestartet wurde und im ersten Quartal 2014 abgeschlossen sein soll.

Im Geschäftsjahr 2013 hat es keine wesentlichen Veränderungen in den Grundlagen des Geschäftes gegeben. Mit Ausnahme des Auslaufens des Vermarktungsvertrages mit einer nationalen Kinokette zum 31.12.2013 und einer durchgeführten einfachen Kapitalherabsetzung zum 30.6.2013 sowie der Wandlung einer Verbindlichkeit gegenüber Gesellschaftern in ein rangrücktritterklärtes Darlehen mit dem Charakter von wirtschaftlichem Eigenkapital, hat es keine weiteren wesentlichen vertraglichen Veränderungen gegeben.

2.3. Lage der Gesellschaft

2.3.1. Ertragslage

Der Umsatz der Gesellschaft erhöhte sich im Berichtsjahr um TEUR 799 oder 4,2 % auf TEUR 20.026 (VJ TEUR 19.227). In den einzelnen Segmenten des Geschäftes entwickelte sich der Umsatz jedoch unterschiedlich.

Im Segment Netzwerkmedia wurde ein Umsatz von TEUR 14.771 (VJ TEUR 14.944) erzielt. Der Umsatz sank somit in diesem Segment Netzwerkmedia um rund 1,2 %. Ursächlich für diese Entwicklung im Geschäftsjahr 2013 war insbesondere das Segment Kino, die durch die Zunahme der Umsatzerlöse aus den Gegengeschäften (+TEUR 482) nicht kompensiert werden konnte.

Die Segmente Gastronomie, Universität sowie die Umsätze mit den Digital Signage Netzwerken in unterschiedlichen Umfeldern konnten die Erwartungen erfüllen.

Im Bereich Operations (Einkauf, Logistik und Distribution) hat es im Jahr 2013 keine wesentlichen Veränderungen gegeben. Der Geschäftsbetrieb lief reibungslos und die Preise konnten stabil gehalten werden. Es wurde weiter in die Automatisierung der Leistungsnachweise (Fotodokumentation) investiert. Ein automatischer Bilder Soll/Ist-Abgleich sowie die Erfassung der Bilder durch ein App-basiertes System befand sich in der Testphase und soll im Geschäftsjahr 2014 flächendeckend eingeführt werden.

Im Segment On Demand Media hat es im Geschäftsjahr 2013 eine positive Entwicklung gegeben. Der Umsatz konnte von TEUR 2.149 auf TEUR 2.302 um 7,1 % ausgebaut werden. Haupttreiber war hier das Segment Employer Branding.

Der Einkauf von Flächen, Personal und Material lief auch in diesem Segment problemlos.

Das Segment UAM Lokal, welches im Jahr 2011 getestet und im Herbst 2012 gestartet wurde, konnte den Umsatz im Geschäftsjahr 2013 durch den Aufbau eines nationalen Netzes bereits auf TEUR 790 (VJ TEUR 164) steigern.

Da in diesem Segment grundsätzlich Jahresverträge vermarktet werden, wurde ein anteiliger Umsatz von TEUR 384 in das Geschäftsjahr 2014 abgegrenzt, so dass ein deutlich höherer passiver Rechnungsabgrenzungsposten in der Bilanz als in den Vorjahren ausgewiesen wird.

Die Produktionserlöse stiegen von TEUR 2.096 auf TEUR 2.163. Ursächlich hierfür sind die Produktionserlöse im Segment On Demand.

Von den sonstigen betrieblichen Erträgen (TEUR 1.036; VJ TEUR 1.136) entfällt der wesentliche Teil mit TEUR 938 (VJ TEUR 1.030) auf Kostenweiterbelastungen für Dienstleistungen der UAM AG für die Tochterunternehmen.

Der Materialaufwand ist mit TEUR 9.181 (VJ TEUR 9.131) nahezu konstant geblieben. Zu beachten ist, dass durch Umstrukturierungen im Bereich der Logistik die Fremdkosten um TEUR 208 geringer ausfielen, da inzwischen in zwei Gebieten mit eigenem Personal gearbeitet und nicht mehr mit einer Dienstleistungsfirma kooperiert wird. Dagegen werden im Materialaufwand erstmalig Aufwendungen für die Produktion von Werbespots im Zusammenhang mit dem Segment UAM Lokal sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit einem Vermarktungsvertrag mit einer Kinokette ausgewiesen.

Gegenüber dem Geschäftsjahr 2012 fiel der Personalaufwand mit TEUR 3.554 um TEUR 429 höher aus. Ursache ist, wie oben beschrieben eine Verschiebung von Kosten in Höhe von ca. TEUR 200 aus dem Bereich Logistik sowie TEUR 229 für zusätzliche Personalkosten für den Aufbau des Segmentes UAM Lokal.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von TEUR 6.405 im Jahr 2012 auf TEUR 7.505 im Jahr 2013. Die Ursache dieser Entwicklung liegt zum einen in der Position Aufwendungen für Gegengeschäfte, die im Berichtsjahr von TEUR 3.424 um TEUR 497 auf TEUR 3.921 stiegen und zum anderen in der Zunahme der Vertriebsprovisionen (+TEUR 241) insbesondere mit dem Segment UAM Lokal. Eine entsprechende Gegenposition der Gegengeschäfte befindet sich in den Umsatzerlösen, so dass diese Position keine Auswirkungen auf die Ertragslage hat.

An zusätzlichen Einmalaufwendungen stiegen die Rechts- und Beratungskosten im Geschäftsjahr 2013 von TEUR 92 um TEUR 60 auf TEUR 152. Ursächlich waren hierfür insbesondere Beratungsaufwendungen für die Durchführung der Kapitalherabsetzung und den Aufbau des neuen Segments UAM Lokal.

Das EBITDA (inkl. Beteiligungserträge) erreichte TEUR 1.293 (VJ TEUR 2.393). Unter Berücksichtigung von Einmaleffekten von a) Wertberichtigung einer Forderung in Höhe von TEUR 184, b) Rechts- und Beratungskosten von TEUR 60 sowie c) zusätzlichem befristetem Personalaufwand von TEUR 229 ergab sich ein bereinigtes EBITDA von TEUR 1.767 (VJ TEUR 2.393; ohne Sondereffekte).

Die Differenz zum Vorjahr ist somit auf den oben beschriebenen Deckungsbeitragsverlust aus der Verschiebung der Umsätze von Netzwerkmedia zu Projektgeschäft und auf geringere Beteiligungserträge zurückzuführen. Ziel des gestarteten Kostensenkungsprogramms ist es, trotz dieser Entwicklung wieder nachhaltig positive Ergebnisse zu erzielen.

Die Abschreibungen erhöhten sich leicht von TEUR 1.188 auf TEUR 1.207. Die wesentlichen Investitionen erfolgten in den Ausbau des digitalen Netzes in den Kino Foyers.

Das EBIT verringerte sich im Berichtsjahr um TEUR 1.120 auf TEUR 85.

Das Finanzergebnis (inkl. aufgrund eines Teilgewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne) ging von TEUR 390 auf TEUR 312 um TEUR 78, insbesondere durch die unterjährige Rückführung von Finanzverbindlichkeiten, zurück.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug TEUR -227 (VJ TEUR 845). Der Steueraufwand (inkl. sonstigen Steuern) belief sich auf TEUR 47 (VJ TEUR 278), so dass sich ein Jahresfehlbetrag von TEUR 274 (VJ Jahresüberschuss TEUR 537) ergibt.

2.3.2. Finanzlage

2.3.2.1. Kapitalstruktur

Die Bilanzsumme des Geschäftsjahres 2013 erhöhte sich sowohl durch strukturelle Veränderungen als auch durch Sondereffekte von TEUR 12.374 auf TEUR 12.783.

Die strukturellen Veränderungen sind in der deutlichen Erhöhung der Rechnungsabgrenzungsposten zu erkennen. Ursache ist das Geschäft des Segmentes UAM Lokal. Hier werden in der Regel Verträge mit der Mindestlaufzeit von einem Jahr oder länger geschlossen. Sowohl die Umsätze als auch die für die Akquisition der Kunden fälligen Vertriebsprovisionen wurden pro rata temporis abgegrenzt, was zu einer Verlängerung der Bilanzsumme in einer Größenordnung von ca. TEUR 580 führte.

Einen Sondereffekt gab es hinsichtlich der Forderung eines Großkunden, der nicht entsprechend dem Vertrag zum 30.12.2013, sondern erst nach dem Abschlussstichtag seine Verbindlichkeit beglichen hat. Die verspätete Zahlung führte zu einem stichtagsbedingten Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 790 und analog zu einer Zunahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Ohne diese Effekte wäre die Bilanzsumme um rund TEUR 1.370 niedriger ausgefallen.

Bedingt durch den Jahresfehlbetrag von TEUR 274 verringerte sich das bilanzielle Eigenkapital der Gesellschaft auf TEUR 3.060 (VJ TEUR 3.334).

Wirtschaftlich sind dem Eigenkapital zwei rangrücktrittserklärte Darlehen von insgesamt TEUR 1.000 sowie eine zum 31.12.2013 in ein rangrücktritterklärtes Darlehen gewandelte Earn Out-Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 716 hinzuzurechnen. Somit ergibt sich ein wirtschaftliches Eigenkapital von TEUR 4.776 (VJ TEUR 5.834). Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote beträgt vor dem Hintergrund der ausgeweiteten Bilanzsumme zum 31.12.2013 37,3 % (VJ 47,1 %).

Im Vorjahr zählte die stille Beteiligung in Höhe von TEUR 1.500 zum wirtschaftlichen Eigenkapital. Diese wurde zum 31.12.2013 planmäßig zurückgeführt und durch ein Annuitätendarlehen von TEUR 1.000 mit einer Laufzeit von 5 Jahren refinanziert. Durch diese Refinanzierung werden im Geschäftsjahr 2014 die Zinsaufwendungen um ca. TEUR 100 geringer ausfallen.

Die im Berichtsjahr durchgeführte vereinfachte Herabsetzung des Grundkapitals um TEUR 1.638 auf TEUR 3.276 sowie die Entnahme aus der Kapitalrücklage (TEUR 175) diente dem Abbau des Bilanzverlustes.

2.3.2.2. Investitionen

Im Berichtsjahr 2013 wurden Investitionen in Höhe von TEUR 270 in immaterielle Vermögensgegenstände sowie TEUR 601 in Sachanlagevermögen getätigt. Die Investitionen dienten zum einen der weiteren Automatisierung der Leistungsnachweise (Fotokontrolle) sowie dem weiteren Ausbau des digitalen Poster Netzwerkes.

Zur Finanzierung der Investitionen in das Sachanlagevermögen wurden 2012 und 2013 Annuitätendarlehen mit einer Laufzeit zwischen 4 und 5 Jahren in Höhe von insgesamt TEUR 800 (davon TEUR 200 in 2013) aufgenommen.

Geplante Investitionen im Geschäftsjahr 2014 betragen TEUR 400 und sind hauptsächlich für die Erweiterung des digitalen Poster Netzwerkes vorgesehen.

2.3.2.3. Liquidität

In der Kapitalflussrechnung der UAM AG werden die Zahlungsströme getrennt nach Mittelzu- und -abflüssen aus dem operativen Geschäft sowie aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit dargestellt.

Aus der laufenden Geschäftstätigkeit verringerte sich der Cashflow um TEUR 1.394 auf TEUR 208. Ursächlich hierfür waren einerseits die Ergebnisverschlechterung gegenüber dem Vorjahr (TEUR -811) und andererseits die Veränderung der Rückstellungen (TEUR -516). Die Auszahlungen im Rahmen der Investitionstätigkeit erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 185 auf TEUR 884. Kompensiert wurden die Mittelabflüsse durch den positiven Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von TEUR 271 (VJ TEUR -606). Insgesamt verringerte sich der Bestand an liquiden Mitteln um TEUR 405 auf TEUR 160. Hiervon sind rd. TEUR 109 nur beschränkt verfügbar.

Die Geschäftstätigkeit wurde im Berichtsjahr ohne Probleme unter teilweiser Inanspruchnahme der Kontokorrentkreditlinien finanziert. Neben den liquiden Mitteln verfügt die Gesellschaft über ausreichende Kontokorrentkreditlinien bei den finanzierenden Kreditinstituten.

Die Finanzstruktur hat sich unter Berücksichtigung aller Maßnahmen (Refinanzierung der stillen Beteiligung, Aufnahme von Investitionsdarlehen sowie Umwandlung von Earn Out-Verbindlichkeiten in einer langfristiges Gesellschafterdarlehen) des Berichtsjahres gegenüber dem Vorjahr verbessert.

2.4. Vermögenslage

Das Vermögen der UAM AG besteht zu 67,5 % (VJ 72,5 %) aus Anlagevermögen und zu 32,5 % (VJ 27,5 %) aus kurzfristigen Vermögensgegenständen.

Die immateriellen Vermögensgegenstände haben sich insbesondere durch die planmäßige Abschreibung (TEUR 731) des Firmenwertes von TEUR 7.033 auf TEUR 6.376 verringert.

Der Firmenwert beträgt zum 31. Dezember 2013 TEUR 5.847 (VJ TEUR 6.577).

Im Bereich der Sachanlagen ist der Bestand insbesondere durch die getätigten Investitionen in das digitale Netzwerk von TEUR 712 auf TEUR 1.033 gestiegen.

Bei den Finanzanlagen wurde ein Geschäftsanteil von 51 % an der Beteiligung Grapevine GmbH zum Nennwert erworben. Der Anteilsbesitz der UAM AG erhöhte sich dadurch auf 100 %, so dass die Beteiligung in die Anteile an verbundenen Unternehmen umgegliedert wurde.

In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden gegenüber dem Vorjahr höhere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Der Anstieg von TEUR 2.682 auf TEUR 3.219 beruht, wie an anderer Stelle schon erwähnt, auf einer nicht fristgerechten Zahlung in Höhe von TEUR 780 eines Großkunden.

Aufgrund dieser zum Stichtag nicht eingegangenen Zahlung ist der Kassenbestand bzw. die Inanspruchnahme der Kreditlinie zum Stichtag nicht wie geplant ausgefallen und hat die Bilanzsumme entsprechend erhöht.

Ebenfalls deutlich angestiegen ist der aktive Rechnungsabgrenzungsposten. Der Anstieg von TEUR 79 auf TEUR 663 ist im Wesentlichen dem neuen Segment UAM Lokal geschuldet, da die durch den Abschluss von Jahreswerbeverträgen abgegrenzten Provisionszahlungen analog dem Umsatz pro rata temporis entstehen.

Die Rückstellungen haben sich um TEUR 309 auf TEUR 912 verringert, da aufgrund von Verschiebungen in den Vertriebssegmenten weniger Rückstellungen für Boni zugunsten von Absatzmittlern gebildet werden mussten.

Die Verbindlichkeiten haben sich insgesamt leicht von TEUR 7.747 um TEUR 557 auf TEUR 8.304 erhöht. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind zum Bilanzstichtag von TEUR 573 auf TEUR 2.513 gestiegen. Der Anstieg ist zum einen auf die Refinanzierung der stillen Beteiligung in Höhe von TEUR 1.000 durch ein mittelfristiges Darlehen eines Kreditinstitutes sowie die Investitionsfinanzierung von TEUR 200 in den Ausbau des digitalen Poster Netzwerkes zurückzuführen. Zum anderen resultiert die Erhöhung aus der Inanspruchnahme von Kontokorrentkrediten zur Finanzierung des laufenden Geschäftes aufgrund einer verspäteten Zahlung eines Kunden.

Im Gegenzug sind die sonstigen Verbindlichkeiten von TEUR 4.650 auf TEUR 3.121 gesunken. Hauptveränderungen waren die Rückführung der stillen Beteiligung in Höhe von TEUR 1.500 und die Tilgung von Earn Out-Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 319, dem der Anstieg der Umsatzsteuerverbindlichkeiten um TEUR 321 gegenübersteht.

2.5. Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Das Geschäftsjahr 2013 war in seiner Entwicklung sehr unterschiedlich. Das erste Halbjahr lag über den Erwartungen. Leider erreichte insbesondere das vierte Quartal nicht die gewohnte Umsatzhöhe. Ursächlich war hier ein vergleichsweise schwacher Dezember sowie insgesamt der Geschäftsbereich Kino.

Die beiden Geschäftssegmente Projektgeschäft On Demand sowie UAM Lokal konnten die Erwartungen übertreffen. Mit hohen Investitionen in die immateriellen Vermögensgegenstände und in das Sachanlagevermögen sowie in zusätzliches Personal konnte der Umsatz der UAM abermals ausgebaut werden.

Das Ergebnis ist durch einige Einmaleffekte belastet (Forderungsverlust, zusätzliches befristetes Personal zum Aufbau des Segmentes UAM Lokal), welche voraussichtlich im Geschäftsjahr 2014 nicht mehr anfallen werden.

Im Bereich der Umsatzerlöse wurde der Planumsatz erreicht. Vor allem bedingt durch Sondereffekte und Investitionen ergaben sich deutliche Planabweichungen beim EBITDA und dem Jahresergebnis.

3. Nachtragsbericht

Über die zuvor berichteten Vorgänge hinaus haben sich nach Schluss des Geschäftsjahres 2013 keine Ereignisse von besonderer Bedeutung für die Gesellschaft ergeben.

Im Februar 2014 hat die Gesellschaft ein mittelfristiges Darlehen über TEUR 750 bei einem Kreditinstitut zur weiteren Optimierung der Finanzierungsstruktur aufgenommen.

4. Prognosebericht

Die Experten des ZAW gehen auch für 2014 von einem leichten Rückgang des Werbemarktes aus. Die Ursachen werden im Wesentlichen in zwei Punkten gesehen:

Makroökonomische Abschwünge führen in der Regel immer zu einer vorsichtigen Werbeplanung insbesondere beim Mittelstand. Fast 2/3 der werbetreibenden Unternehmen sind dieser Kategorie zuzuordnen.

Strukturelle Veränderungen der Medien als Werbeträger sind die zweite Ursache. Werbetreibende testen Ihre Marktkommunikation zunehmend in den sich rasch weiterentwickelnden digitalen Medien.

Diese Einschätzung teilen wir grundsätzlich. Daher fällt die Planung für das Geschäftsjahr 2014 in den einzelnen Segmenten unterschiedlich aus.

Für das Geschäftsjahr 2014 geht der Vorstand von einer verhalten positiven Entwicklung des für die Gesellschaft relevanten Werbemarktes aus. Grund hierfür sind folgende Erfahrungen und Annahmen:

Die Großkunden 2013 werden die Zusammenarbeit auch in 2014 fortsetzen.

Das Kerngeschäft, mit Ausnahme des Geschäftsbereiches Kino, hat sich in 2013 auf hohem Niveau gehalten.

Das Projektgeschäft in dem Segment Employer Branding konnte erfolgreich ausgebaut werden.

Das Segment UAM Lokal wird im Geschäftsjahr 2014 erstmals einen spürbaren Beitrag zum Ergebnis leisten.

Ergebnisbeiträge aus der Umsetzung des Kostensenkungsprogramms.

Unterstellt ist in diesem Szenario, dass Deutschlands Sonderkonjunktur sich im europäischen Umfeld in 2014 unverändert fortsetzt.

Auf Basis dieser Prämissen erwarten wir einen Umsatzrückgang um rd. EUR 1,3 Mio. auf rd. EUR 18,7 Mio. Der Umsatzrückgang betrifft mit rd. EUR 0,6 Mio. die Gegengeschäfte und mit EUR 0,5 Mio. einen Großkunden, dessen Buchungsverhalten nicht genau planbar ist. Deshalb wurde vom Vorjahresumsatz dieses Großkunden ein Sicherheitsabschlag vorgenommen.

Trotz des Umsatzrückgangs rechnen wir vor dem Hintergrund der bereits eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen mit einer Steigerung des EBITDA auf rd. EUR 1,8 Mio.

Unter Berücksichtigung der Verbesserung des Finanzergebnisses und des aufgrund der steuerlichen Hinzurechnungen überproportional hohen Ertragsteueraufwands rechnen wir mit einem positiven Jahresergebnis in einer Bandbreite von TEUR 100 - TEUR 200.

Der Auftragseingang für das erste und zweite Quartal 2014 ist zurzeit zufriedenstellend. Allerdings sind wir traditionell von einigen großen Aufträgen abhängig und das Buchungsverhalten der Kunden ist zunehmend kurzfristig. Daher lässt sich eine genaue Vorhersage über den erwarteten Geschäftsverlauf des Jahres nicht treffen.

5. Risikomanagementsystem

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt grundsätzlich über einen solventen Kundenstamm, so dass wesentliche Forderungsausfälle - wie im Berichtsjahr - die Ausnahme darstellen. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend aus Eigenmitteln, kurzfristigen Kontokorrent- und Lieferantenkrediten.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird auf Basis der Monatsabschlüsse eine rollierende Liquiditätsplanung erstellt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.

6. Wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

6.1. Branchenbezogene Risiken

Risiken bestehen in einer zunehmenden Marktkonzentration auf Kundenseite sowie in der allgemeinen konjunkturellen Lage. Schon heute wird ein Großteil des Geschäftes über Spezialmittler und Mediaagenturen und mehrere Großkunden abgewickelt. Spezialmittler und Mediaagenturen übernehmen eine wichtige Funktion zwischen Werbetreibenden und Mediaanbietern und verteilen die Budgets auf einzelne Mediengattungen.

Sollte es nicht gelingen, die Gattung Ambient Media im Hinblick auf Werbewirkung, Zielgruppenpositionierung und Pricing wettbewerbsfähig zu halten, ist mit einem Rückgang des Ambient-Media-Marktes zu rechnen.

Auf der anderen Seite ermöglicht Ambient Media, Zielgruppen werblich auch außerhalb des häuslichen Umfeldes zu erreichen, und macht die Medien damit attraktiv, da sich das Mediennutzungsverhalten generell weg vom Fernsehen, als heute größte Einzelmediagattung, entwickelt.

Eine zunehmende Bedeutung gewinnt das Segment Digital Signage. Es ist davon auszugehen, dass in den nächsten Jahren zumindest an den hoch frequentierten Indoor Lebensumfeldern digitale Werbeträger zunehmend die Benchmark werden. Für die UAM AG bedeutet das, zumindest in den Hochfrequenz-Umfeldern eine Strategie und ein Geschäftsmodell für das erfolgreiche Betreiben solcher Netzwerke zu finden. Erste Ansätze sind seit 2011 getestet worden und zeigen eine erfreuliche Entwicklung. Die Gesellschaft plant für die Jahre 2014 bis 2015, das Angebot an digitalen Werbeträgern in den hochfrequenten Umfeldern deutlich zu erweitern.

6.2. Ertragsorientierte Risiken

Ertragsorientierte Risiken liegen vor allem in der teilweisen Abhängigkeit von Großkunden sowie in einer stark zunehmenden Konzentration des Medieneinkaufs und dem damit verbundenen Druck auf die Bruttopreise in Form von Rabatten, die mittelfristig zu hohen Ertragseinbußen führen können.

Aufgrund der Umsatzrückgänge im Bereich Netzwerkmedia, insbesondere im Geschäftsbereich Kino, hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates ein umfangreiches Kostensenkungsprogramm beschlossen. Kern des Programms ist zum einen die Reduzierung der Fixvergütungen für den Rechteeinkauf durch Verschlankung des Angebotes, der Reorganisation des Vertriebs, die Einsparung von Verwaltungspersonal, die Übernahme der Logistik in eigene Verantwortung und damit eine bessere Auslastung des eigenen Personals sowie die Senkung der sonstigen Gemeinkosten. Insgesamt sollen die Kosten um mehr als TEUR 1.000 gesenkt werden.

6.3. Finanzwirtschaftliche Risiken

Im Zuge der Umfinanzierung der stillen Beteiligung (TEUR 1.500) wurde ein mittelfristig zu tilgendes Darlehen bei einem Kreditinstitut über TEUR 1.000 aufgenommen, für das Covenants vereinbart wurden. Die Covenants wurden im Geschäftsjahr 2013 erreicht.

Bei einem anderen Kreditinstitut wurden im Rahmen der Erhöhung der bereits bestandenen Kontokorrentkreditlinie ebenfalls Covenants vereinbart. Ein Covenant wurde verfehlt, so dass die bislang unbefristete Kreditlinie befristet werden kann. Ferner kann ein Aufschlag auf den Zinssatz von 1,5 % für die Zeit der Verfehlung der Covenants vereinbart werden.

6.4. Chancenbericht

Während wir für die Kernsegmente sehr konservativ geplant haben und davon ausgehen, hier keine signifikanten Umsatzsteigerungen generieren zu können, glauben wir mit unseren neuen Dienstleistungsangeboten noch weiteres Potenzial zu haben, da der Marktanteil der UAM AG in diesen Segmenten noch ausbaufähig ist. Insbesondere gilt das für die Segmente Guerilla Marketing, Sampling, Employer Branding, Digital Signage und das Segment UAM Lokal.

Es wird weiter ein stringentes Kostenmanagement betrieben und der Fokus verstärkt auf den Vertrieb sowie die weitere Optimierung der internen Abläufe gelegt. Die Gesellschaft ist daher zuversichtlich, wieder an die positiven Vorjahre anknüpfen zu können.

Die Chancen liegen in einer stabilen Entwicklung des Ambient Media-Marktes vor dem Hintergrund, dass in Zeiten geringerer Werbebudgets Ambient Medien zielgruppengenaue und streuverlustarme Kommunikation bieten.

 

Hamburg, 11. März 2014

United Ambient Media AG

Stefan Wasmuth

Mark van Loon

Bilanz zum 31. Dezember 2013

der United Ambient Media AG, Hamburg

Aktiva

31.12.2013
EUR
31.12.2012
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 5.846.939,00 6.577.477,00
2. Übrige immaterielle Vermögensgegenstände 528.693,00 455.291,52
6.375.632,00 7.032.768,52
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.019.986,04 656.775,37
2. Geleistete Anzahlungen 12.800,00 55.028,10
1.032.786,04 711.803,47
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.217.776,29 1.192.776,29
2. Beteiligungen 0,43 36.750,43
3. Übrige Finanzanlagen 1.000,00 1.000,00
1.218.776,72 1.230.526,72
8.627.194,76 8.975.098,71
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 115.054,78 72.485,33
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 254.293,38 176.773,62
2. Übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.964.211,43 2.505.453,51
3.218.504,81 2.682.227,13
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 160.147,44 564.843,54
3.493.707,03 3.319.556,00
C. Rechnungsabgrenzungsposten 662.557,68 78.887,04
12.783.459,47 12.373.541,75

Passiva

31.12.2013
EUR
31.12.2012
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 3.275.906,00 4.913.860,00
II. Kapitalrücklage 325.000,00 500.000,00
IV. Bilanzverlust - 541.050,88 - 2.080.184,18
3.059.855,12 3.333.675,82
B. Rückstellungen 912.496,84 1.221.417,71
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.513.161,30 572.527,79
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.014.247,73 665.680,93
3. Übrige Verbindlichkeiten 4.776.813,63 6.508.954,85
8.304.222,66 7.747.163,57
D. Rechnungsabgrenzungsposten 506.884,85 71.284,65
12.783.459,47 12.373.541,75

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2013

der United Ambient Media AG, Hamburg

2013
EUR
2012
EUR
1. Rohergebnis 11.904.616,98 11.216.224,13
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.106.954,27 2.736.427,65
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 447.057,07 388.644,64
3.554.011,34 3.125.072,29
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.207.533,30 1.188.013,34
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.504.548,00 6.404.994,07
- 361.475,66 498.144,43
5. Erträge aus Beteiligungen 438.390,00 685.100,00
6. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 8.171,24 21.338,94
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 945,60 2.839,68
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 312.689,25 362.652,44
134.817,59 346.626,18
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit - 226.658,07 844.770,61
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 43.174,45 273.481,54
11. Sonstige Steuern 3.988,18 4.434,94
12. Aufgrund eines Teilgewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne 0,00 30.000,00
13. Jahresfehlbetrag (Vj. Jahresüberschuss) - 273.820,70 536.854,13
14. Verlustvortrag - 2.080.184,18 - 3.678.257,04
15. Entnahmen aus der Kapitalrücklage 175.000,00 931.302,73
16. Entnahmen aus anderen Gewinnrücklagen 0,00 129.916,00
17. Ertrag aus der Kapitalherabsetzung 1.637.954,00 0,00
18. Bilanzverlust - 541.050,88 - 2.080.184,18

Anhang für das Geschäftsjahr 2013

der United Ambient Media AG, Hamburg

1. Allgemeines

Die Gliederung der Bilanz erfolgt gemäß § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird unter Anwendung des Gesamtkostenverfahrens (§ 275 Abs. 2 HGB) gegliedert. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen.

Im Interesse der Übersichtlichkeit werden die gesetzlich in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung vorgesehenen Angaben im Anhang aufgeführt.

2. Rechnungslegungsgrundsätze

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet.

Die voraussichtliche Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände beträgt zwischen drei und 15 Jahren. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird wegen der langfristigen strategischen Bedeutung über 15 Jahre abgeschrieben. Die Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert betrugen im Berichtsjahr TEUR 731 (Vj. TEUR 731).

Die Sachanlagen werden zu den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Sie werden linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Seit dem 1. Januar 2008 werden abnutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten über EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 gemäß § 6 Abs. 2a EStG in einen Sammelposten eingestellt und linear über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Vorräte werden zu Herstellungskosten/Anschaffungskosten bzw. zu dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Zur Abdeckung des Ausfallrisikos bei den zweifelhaften Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden, soweit erforderlich, entsprechende Einzelwertberichtigungen gebildet. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 1,0 % (Vj. 1,0 %) auf die nicht einzelwertberichtigten Netto-Forderungen gebildet.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Die Gesellschaft erzielt unter anderem auch Umsatzerlöse aus Gegengeschäften. Dabei werden Werbeflächen gegen andere Werbeflächen bzw. -zeiten oder gegen Waren getauscht. Diese Umsätze werden nach der Gewinnrealisierungsmethode mit dem Marktpreis der hingegebenen Leistung bewertet, höchstens jedoch mit dem Marktpreis der erhaltenen Gegenleistung. Die Gegenposition zu den Umsatzerlösen aus Gegengeschäften wird in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

3. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

3.1. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 11) eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von TEUR 116 (Vj. TEUR 181) enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen.

3.2. Eigenkapital

Das Grundkapital ist eingeteilt in 3.275.906 nennwertlose, auf den Namen lautende vinkulierte Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von jeweils EUR 1,00.

Die durch die Kapitalherabsetzung in 2013 gewonnenen Beträge in Höhe von EUR 1.637.954,00 wurden zur Minderung des Bilanzverlustes verwendet.

Das Eigenkapital hat sich im Geschäftsjahr 2013 wie folgt entwickelt:

Namensaktie
Stück
Grundkapital
EUR
Kapitalrücklage
EUR
Bilanzverlust
EUR
1. Januar 2013 4.913.860 4.913.860,00 500.000,00 - 2.080.184,18
Jahresfehlbetrag 0 0,00 0,00 - 273.820,70
Herabsetzung/Entnahme - 1.637.954 - 1.637.954,00 - 175.000,00 1.812.954,00
31. Dezember 2013 3.275.906 3.275.906,00 325.000,00 - 541.050,88

3.3. Verbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten haben TEUR 4.551 (Vj. TEUR 4.864) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über fünf Jahren beträgt TEUR 716 (Vj. TEUR 0).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind besichert durch eine Globalabtretung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen übliche Eigentumsvorbehalte an gelieferten Gegenständen.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen TEUR 590 (Vj. TEUR 665) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

3.4. Latente Steuern

In Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird ein sich ergebender Überhang an aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 2 (Vj. TEUR 2) nicht aktiviert.

3.5. Personalaufwand

In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen für Altersvorsorge in Höhe von TEUR 4 (Vj. TEUR 4) enthalten.

3.6. Erträge aus Beteiligungen

Die Beteiligungserträge betreffen wie im Vorjahr sämtlich verbundene Unternehmen.

3.7. Periodenfremde Aufwendungen und Erträge

Unter den Personalaufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen von TEUR 50 ausgewiesen. Weitere nennenswerte periodenfremde Aufwendungen und Erträge sind nicht angefallen.

3.8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge beinhalten Zinserträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 1).

3.9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 31 (Vj. TEUR 22) enthalten.

3.10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten Aufwendungen aus der Veränderung latenter Steuern in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 63).

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Erträge von TEUR 16 (Vj. Aufwendungen TEUR 2) enthalten.

4. Sonstige Angaben

4.1. Beteiligungsverhältnisse

Die Gesellschaft ist am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen beteiligt:

Beteiligungsquote
%
Eigenkapital
TEUR
Jahresergebnis
TEUR
Verbundene Unternehmen:
Indoor Media Deutschland GmbH, Hamburg 100,0 51 0 1)
Promoductions GmbH, Hamburg 100,0 56 83
Grapevine GmbH Werbeagentur, München 100,0 30 1
UAM Education Marketing GmbH, München 70,0 35 123
Ambient-TV Sales & Services GmbH, Hamburg 70,0 53 232
Outsite Media GmbH, Mönchengladbach 51,0 40 184
DSA Schuldisplay GmbH, Hamburg 51,0 13 43
Beteiligungen:
IHM Innovatives Marketing an Hochschulen GmbH, Frankfurt am Main 49,0 - 18 - 14 2)

1) nach Ergebnisabführungsvertrag
2) Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012

4.2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 1.769.

4.3. Arbeitnehmer

Die Gesellschaft hat im Durchschnitt des Geschäftsjahres 56 (Vj. 50) Angestellte, 26 (Vj. 18) Aushilfen beschäftigt.

4.4. Vorstand

Dem Vorstand gehörten im Geschäftsjahr 2013 an:

 

Herr Stefan Wasmuth, Kaufmann, Hamburg, (Vorsitzender)

 

Herr Mark van Loon, Kaufmann, Wassenaar, Niederlande

4.5. Aufsichtsrat

Folgende Personen gehörten im Geschäftsjahr 2013 dem Aufsichtsrat an:

 

Herr Egbert Miebach, Kaufmann, Hamburg, Vorsitzender

 

Herr Prof. Dr. Christoph H. Seibt, Rechtsanwalt, Hamburg, stellvertretender Vorsitzender

 

Herr Dr. Christoph Braun, Kaufmann, München

 

Herr Maximilian Schilling, Kaufmann, Hamburg

 

Herr Dr. Peter Dill, Kaufmann, Hamburg

 

Herr Marcus Polke, Kaufmann, Neuried, (seit 9. August 2013)

Der Aufsichtsrat erhielt für seine Tätigkeit eine Vergütung von TEUR 36.

 

Hamburg, 11. März 2014

United Ambient Media AG

Stefan Wasmuth

Mark van Loon

Entwicklung des Anlagevermögens der United Ambient Media AG, Hamburg, im Geschäftsjahr 2013

Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.01.2013
EUR
Zugänge
EUR
Umgliederungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2013
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 10.664.897,00 0,00 0,00 0,00 10.664.897,00
2. Übrige immaterielle Vermögensgegenstände 1.272.907,39 270.009,13 0,00 112.929,83 1.429.986,69
11.937.804,39 270.009,13 0,00 112.929,83 12.094.883,69
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.614.980,53 588.570,22 55.028,10 19.684,60 4.238.894,25
2. Geleistete Anzahlungen 55.028,10 12.800,00 - 55.028,10 0,00 12.800,00
3.670.008,63 601.370,22 0,00 19.684,60 4.251.694,25
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.192.776,29 12.750,00 36.750,00 24.500,00 1.217.776,29
2. Beteiligungen 39.250,43 0,00 - 36.750,00 0,00 2.500,43
3. Übrige Finanzanlagen 1.000,00 0,00 0,00 0,00 1.000,00
1.233.026,72 12.750,00 0,00 24.500,00 1.221.276,72
16.840.839,74 884.129,35 0,00 157.114,43 17.567.854,66
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2013
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2013
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 4.087.420,00 730.538,00 0,00 4.817.958,00
2. Übrige immaterielle Vermögensgegenstände 817.615,87 196.607,65 112.929,83 901.293,69
4.905.035,87 927.145,65 112.929,83 5.719.251,69
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.958.205,16 280.387,65 19.684,60 3.218.908,21
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2.958.205,16 280.387,65 19.684,60 3.218.908,21
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 2.500,00 0,00 0,00 2.500,00
3. Übrige Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
2.500,00 0,00 0,00 2.500,00
7.865.741,03 1.207.533,30 132.614,43 8.940.659,90
Buchwerte
31.12.2013
EUR
31.12.2012
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 5.846.939,00 6.577.477,00
2. Übrige immaterielle Vermögensgegenstände 528.693,00 455.291,52
6.375.632,00 7.032.768,52
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.019.986,04 656.775,37
2. Geleistete Anzahlungen 12.800,00 55.028,10
1.032.786,04 711.803,47
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.217.776,29 1.192.776,29
2. Beteiligungen 0,43 36.750,43
3. Übrige Finanzanlagen 1.000,00 1.000,00
1.218.776,72 1.230.526,72
8.627.194,76 8.975.098,71

Hinweis zum verkürzt publizierten Abschluss für das Geschäftsjahr 2013

Bei dem beigefügten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013 handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013 wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der United Ambient Media AG, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Hamburg, 13. März 2014

Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Thomas Götze, Wirtschaftsprüfer

Andreas Fettke, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2013

Überwachung der Geschäftsführung

Das vergangene Geschäftsjahr 2013 war aus Sicht des Aufsichtsrats vor allem geprägt durch die Neupositionierung des Unternehmens (in Nachfolge des erfolglosen Projekts Kickstart 2012) sowie der Refinanzierung des Unternehmens. Der Aufsichtsrat begleitete den Vorstand hierbei aktiv durch umfassende Beratung und Diskussion. Der Aufsichtsrat nahm im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahr und hat die Geschäftsführung auf der Grundlage von Vorstandsberichten und gemeinsamen Sitzungen laufend überwacht. Die seiner Zustimmung bedürfenden Geschäfte hat der Aufsichtsrat überprüft und jeweils mit dem Vorstand besprochen.

Aufsichtsratszusammensetzung

Dem sich nach der Satzung der Gesellschaft aus sechs Mitgliedern zusammensetzenden Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2013 an: (i) Herr Egbert Miebach (Vorsitzender), (ii) Herr Prof. Dr. Christoph H. Seibt (stellvertretender Vorsitzender), (iii) Herr Dr. Christoph Braun, (iv) Herr Marcus Polke (seit 9. August 2013; als Nachfolger von Herrn Pedro Anacker, der sein Amt zum 31. Dezember 2012 niedergelegt hatte), (v) Herr Maximilian Schilling und (vi) Herr Dr. Peter Dill.

Sitzungen des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2013 zur Wahrnehmung seiner Aufgaben auf insgesamt zwei Sitzungen - am 15. April 2013 (Bilanzaufsichtsratssitzung) und 3. Dezember 2013 - ausführlich über die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft, über die laufende Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung, über die Planung und die strategischen Ziele sowie alle wesentlichen organisatorischen und personellen Veränderungen und andere Vorgänge von wesentlicher Bedeutung umfassend unterrichten lassen und hat der Durchführung dieser Maßnahmen, soweit nach der Geschäftsordnung des Vorstands erforderlich, zugestimmt.

Der Vorstand hat darüber hinaus nach Maßgabe der vom Aufsichtsrat für ihn erlassenen Geschäftsordnung den Aufsichtsrat monatlich durch Berichte über wesentliche Ereignisse und durch die Mitteilung von Finanzdaten (jeweils im Vergleich zum Vorjahr) informiert. Der Aufsichtsrat stand in ständigem engen Kontakt zum Vorstand und wurde über aktuelle Geschäftsvorgänge unterrichtet; er hat regelmäßig Gespräche zu wesentlichen strategischen und geschäftspolitischen Fragen der Gesellschaft geführt.

Wichtige Themen der Aufsichtsratssitzungen im Geschäftsjahr 2013 waren unter anderem (i) die vereinfachte Kapitalherabsetzung, die von der ordentlichen Hauptversammlung am 9. August 2013 beschlossen wurde, (ii) die Vertragsverlängerung des CPO Vertrags mit Telefonica 02, (iii) die Entwicklung im Bereich Digital Poster (DLP), (iv) die Entwicklung im Bereich Recruiting/Employer, (v) die Ablösung bzw. Refinanzierung von Finanzverbindlichkeiten, (vi) die Reorganisation des (lokalen) Vertriebs sowie (vii) die (erneute) Reduzierung der Kosten. Der Aufsichtsrat ließ sich zu diesen Themen vom Vorstand berichten, beteiligte sich an den Ausführungen des Vorstands aktiv mit Fragen, diskutierte mit ihm ausführlich die Chancen und Risiken der vorgeschlagenen Maßnahmen und forderte weitere Informationen zu diesen an.

Der Aufsichtsrat hat keine Ausschüsse gebildet.

Rechnungslegung

Als Abschlussprüfer wurde von der Hauptversammlung der Gesellschaft die Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Hamburg, gewählt und vom Aufsichtsrat beauftragt. Der Aufsichtsrat hat daraufhin den Prüfungsauftrag verhandelt und den Auftrag erteilt. Der Abschlussprüfer hat den Jahresabschluss des Konzerns und den Einzelabschluss der United Ambient Media AG zum 31. Dezember 2013 sowie den Lagebericht unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Am 21. Mai 2014 fand die Bilanzsitzung des Aufsichtsrats statt Die entsprechenden Vorlagen und Sitzungsberichte wurden den Aufsichtsratsmitgliedern im Vorfeld der Sitzung übermittelt Der Abschlussprüfer nahm an der Sitzung teil, berichtete über den Verlauf der Prüfung und die Prüfungsergebnisse und stand für die Beantwortung von Fragen und zur Diskussion der Unterlagen zur Verfügung.

Nach ausführlicher Besprechung des Prüfungsverlaufs und der Prüfungsergebnisse des Abschlussprüfers und nach eingehender Auseinandersetzung mit den Prüfberichten des Abschlussprüfers und auf Basis seiner eigenen Prüfung und Erörterung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses und des Lageberichts schloss sich der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an und stellte im Rahmen seiner eigenen Prüfung fest, dass Einwendungen nicht zu erheben sind. Er billigte in seiner Bilanzaufsichtsratssitzung am 21. Mai 2014 den geprüften Jahresabschluss, den Konzernabschluss sowie den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt (§ 172 Satz 1 AktG).

Der Aufsichtsrat bedankt sich ganz herzlich bei den Vorstandsmitgliedern und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft für das große Engagement und die geleistete Arbeit

 

Hamburg, 21. Mai 2014

Für die Richtigkeit:

Egbert Miebach, Vorsitzender

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