RMW Immobilien GmbH
Selbe AdresseVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Pott seit 28.3.2014 | Prokura |
Gregor Dipl.Ing. (FH) Rüth seit 11.10.2013 | Vorsitzender des Vorstands |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Bohnenkamp AGOsnabrückJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Lagebericht 20211. Gesamtwirtschaftliche EntwicklungDie Weltwirtschaft wurde 2021 weiterhin von der Corona-Krise geprägt, deren Auswirkungen weiterhin die wirtschaftliche Entwicklung beeinflusst. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften hat der private Konsum im Zuge sinkender Neuinfektionen und rascher Impffortschritte ab dem Frühjahr 2021 deutlich angezogen. Allerdings führten seit Beginn 2021 zunehmende Liefer- und Kapazitätsengpässe zu Störungen in den globalen Wertschöpfungsketten und bremsten in vielen Ländern die Industrieproduktion. Aufgrund des Anstiegs der weltweiten Nachfrage und der angebotsseitigen Lieferengpässe sind die Erzeuger- und Verbraucherpreise stark angestiegen. Für das Jahr 2021 rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) mit einer Zunahme der globalen Wirtschaftsleistung um 5,9 %. 1 Die deutsche Volkswirtschaft hat sich im Jahr 2021 vom Corona-bedingten Einbruch des Vorjahres weitestgehend erholt, allerdings weniger deutlich als erwartet. Laut Schätzung des Statistischen Bundesamts ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum Jahr 2020 um 2,7 % gewachsen. Ökonomen hatten ursprünglich mit einem Wachstum von rund 4 % gerechnet, die Bundesregierung hatte ein Wachstum von 3,5 % erwartet. Ein Grund dafür sind u.a. Lieferengpässe, unter denen nach Auskunft des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) viele Betriebe in der Automobilindustrie, der Elektroindustrie oder im Maschinenbau leiden. Insbesondere fehlende Mikrochips, Bauteile und Rohstoffe beeinträchtigten die Produktion. 2 2. Entwicklung der BrancheNach Aussage des Wirtschaftsverbands der deutschen Kautschukindustrie ist das Jahr 2021 für die Branche ein sehr ungewöhnliches Jahr mit schnell wechselnden Phasen wirtschaftlicher Aufholprozesse sowie konjunktureller Rückschläge gewesen. Der Branchenumsatz umfasste in 2021 ein Volumen von rund 9,95 Mrd. Euro, was einen Anstieg von 6,2 % im Vorjahresvergleich bedeutet. Dabei erhöhte sich die Produktion um nahezu 5 %, gegenläufig reduzierte sich die Anzahl der Beschäftigten in der Branche um 3,4 % auf etwa 68.000 Mitarbeiter. 3 2.1 Truck und Transport Im Jahr 2021 hat sich der europäische Ersatzmarkt für die Transportbranche im Vergleich zum Jahr 2020 erholt und bewegt sich mit rund 13,5 Mio. abgesetzten Einheiten über dem Niveau des Vorjahres (2020: 12,1 Mio. Einheiten). Dies spiegelt sich ebenfalls im OE-Sektor wider, welcher einen Anstieg der Absatzmengen um etwa 25 % im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete. Lediglich der Bereich OE Consumer Tyres zeigte eine negative Entwicklung mit einer 8 % niedrigeren Absatzmenge gegenüber 2020. Hauptgrund dafür ist die Knappheit an elektronischen Bauteilen. Die positive Entwicklung ist darauf zurückzuführen, dass die Branche sich aufgrund zahlreicher Entwicklungsmöglichkeiten u.a. in der Fahrzeugtechnik und Mobilität trotz der herausfordernden Gegebenheiten widerstandsfähig gezeigt hat. 4 2.2 Erdbewegungsreifen Die Baumaschinen- und Baustoffanlagenbranche verzeichnete im Jahr 2021 ein Umsatzplus von 22 % gegenüber dem Vorjahr. Der durch die Coronakrise bedingte Umsatzrückgang in 2020 führte zu einer Nachfragewelle in 2021. Allein die Baumaschinenindustrie wies ein Plus von 53 % bei den Auftragseingängen auf. 75 % des Weltmarktes resultieren aus den wesentlichen Marktteilnehmern USA, Europa und China. Bedingt durch Konjunkturprogramme ist der Baumaschinenabsatz in den USA um 30 % und in Europa um 28 % im Vergleich zu 2020 gestiegen. China hingegen verzeichnete einen 7-prozentigen Rückgang. 5 2021 hat bedingt durch die schwersten Störungen in der Lieferkette der jüngeren Geschichte negative Einflüsse zu verzeichnen. Der Absatzanstieg auf dem europäischen Markt ist daher umso bemerkenswerter. Der weltweite Bauboom und das europäische Konjunkturprogramm haben neben der anhaltenden Nachfragesteigerung in den größten Märkten einen wesentlichen Anteil an dieser positiven Entwicklung. 6 2.3 Landwirtschaftsreifen Der Ersatzmarkt für Landwirtschaftsreifen in Europa verringerte sich im Jahr 2021 zum wiederholten Mal in Folge und sank im Vergleich zum Vorjahr um rund 3 %. Der deutsche Ersatzmarkt für Landwirtschaftsreifen ist mit rund 190.000 Einheiten leicht rückläufig gegenüber dem Vorjahr. 7 Die Neuzulassungen von Traktoren in Deutschland belaufen sich im Jahr 2021 auf 34.472, was einen Anstieg um 7,6 % bzw. 2.433 Einheiten im Vergleich zu 2020 bedeutet. 8 3. Entwicklung der GesellschaftDie Bohnenkamp AG hat sich in den vergangenen sieben Jahrzehnten zu einem der europaweit führenden Spezialanbieter von Reifen, Rädern, Fahrzeugbauteilen für den professionellen Einsatz in der Agrartechnik, der Industrie und im Transportwesen entwickelt. Die Bohnenkamp AG betreut ihre Kunden in Deutschland von den fünf Standorten Osnabrück (Zentrale), Kletzin, Landshut, Kabelsketal und Lüneburg aus. International ist die Bohnenkamp AG mit den Tochter- und Enkelgesellschaften sowie mit Kooperationspartnern in vielen wichtigen Agrarländern Europas präsent. Die wichtigsten Kennzahlen, die zu der Unternehmenssteuerung herangezogen werden, sind Umsatz vor Erlösschmälerungen, Absatz und Nettoerlösquote. 3.1 Umsatz und Auftragsentwicklung Der Gesamtumsatz aus Warenlieferungen vor Erlösschmälerungen stieg um 15,9 % auf T€ 305.521 im Vergleich zum Vorjahr (T€ 263.660) und entwickelte sich besser als die Branche, die deutlichere Rückgänge in den verschiedenen Produktgruppen zu verzeichnen hatte. Der Exportanteil sank um knapp 0,1 %-Punkte, Lieferungen in das übrige Gemeinschaftsgebiet sanken um knapp 1,9 %-Punkte, der Inlandsanteil am Gesamtumsatz erhöhte sich um 2,0 %-Punkte. Die Bohnenkamp AG agiert mehrheitlich in den Segmenten:
Die Umsatzverteilung stellt sich wie folgt dar: Im Segment Erstausrüstung hat sich der Gesamtumsatz um T€ 16.820 auf T€ 79.461 deutlich erhöht, was einem prozentualen Umsatzanstieg von 26,9 %-Punkten entspricht. Im Segment Landmaschinenhandel, dessen Umsatz im Wesentlichen durch den Absatz der Landtechnikindustrie und durch Reparaturen generiert wird, hat sich der Gesamtumsatz um T€ 8.415 auf T€ 91.297 deutlich erhöht, was einem prozentualen Umsatzanstieg von 10,2 % entspricht. Im Segment Reifenhandel, hat sich der Gesamtumsatz um T€ 19.143 auf T€ 111.311 deutlich erhöht, was einem prozentualen Umsatzanstieg von 20,8 % entspricht. Im Bereich der Reifen entwickelte sich die Absatzmenge deutlich und stieg im Vorjahresvergleich um 7,2 %, im Bereich der Räder stieg der Absatz um 8,8 %. Bei den übrigen Warengruppen war ein Anstieg um 10,0 % zu verzeichnen. Die Erhöhung der Absatzmengen ergab sich insbesondere durch die sehr hohe Warenverfügbarkeit. 3.2 Vorräte (Entwicklung der Importquote) Die Importquote bei der Produktbeschaffung aus Ostasien liegt bei rund 73,1 % (Vorjahr 72,4 %). Die Hauptlieferanten sind in Indien und China angesiedelt. Die übrigen 26,9 % (Vorjahr 27,6 %) der Produkte werden in Europa inklusive Deutschland beschafft. Die Lieferfristen liegen geographisch bedingt zwischen einer und vier Wochen (Deutschland und Europa) sowie sechs und acht Monaten (Ostasien). Bedingt durch die Ausweitung von Produktionskapazitäten bei den Hauptlieferanten der Bohnenkamp AG und die langfristige Bestandsplanung gab es teilweise leichte Lieferengpässe. 3.3 Investition und Finanzierung Die Gesamtinvestitionen betrugen in 2021 rund T€ 9.511 (Vorjahr T€ 7.807). Diese Investitionssumme teilt sich im Wesentlichen wie folgt auf: geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau für technische Anlagen, Gebäude- und Kapazitätserweiterungen T€ 7.062 sowie die Entwicklung der firmenintern genutzten Software und weiterer immaterieller Vermögensgegenstände T€ 963. Die Bankverbindlichkeiten aus vier Darlehen für Bauvorhaben und Unternehmenserwerbe betrugen T€ 35.504. 3.4 Personalbereich Die Zahl der Mitarbeiter/innen (inkl. Teilzeit) zum 31. Dezember 2021 erhöhte sich auf 256 (Vorjahr 246), die Anzahl der Auszubildenden beträgt 26 (Vorjahr 27). Die Fluktuation im Unternehmen war auch im Berichtsjahr gering. Neben den bereits über dem Branchendurchschnitt liegenden Löhnen und Gehältern wurde auch in 2021 eine Erfolgsbeteiligung ausgeschüttet sowie eine leistungsorientierte Prämie für alle Mitarbeiter zum Teil in eine betriebliche, arbeitgeberfinanzierte Altersversorgung eingezahlt. Darüber hinaus wurde eine Corona-Einkaufsprämie gewährt. 3.5 Umwelt Anfallende Abfälle werden fachgerecht entsorgt. Die Kosten hierfür sind aufgrund des geringen Volumens von untergeordneter Bedeutung. Der Neubau des ersten Bauabschnittes des Logistikzentrums am Standort Osnabrück sowie das neu errichtete Bürogebäude werden mit Erdwärme beheizt. Auch die Logistik-Gebäude wurden so geplant, dass die nachträgliche Montage einer Photovoltaikanlage problemlos möglich ist. Im Berichtsjahr wurden rund 22 % des gesamten Energiebedarfs durch die Photovoltaikanlage generiert. Rund 78 % des durch die Photovoltaikanlage generierten Stroms wurden selbst genutzt. Es ist geplant, diese Autarkie durch die Installation einer weiteren Photovoltaikanlage und eines Batteriepuffers auf rund 40 % zu erhöhen und den Anteil des selbst generierten Stroms weiter zu maximieren. Im Rahmen der regelmäßig stattfindenden betrieblichen Besprechungen werden Umweltthemen und -risiken aufgenommen und gemanagt. Es wurde die Erstellung eines Corporate Carbon Footprint für die Bohnenkamp AG mit ihren 26 Standorten im In- und Ausland in Zusammenarbeit mit der TÜV Rheinland Energy GmbH nach den Anforderungen des Greenhouse Gas Protocols (Scope 1 und 2) beauftragt. 3.6 Wichtige Ereignisse im Geschäftsjahr Das Jahr 2021 war vor allem geprägt durch die COVID-19-Pandemie. Als Großhandelsunternehmen war die Bohnenkamp AG in der Lage, auch trotz des Lockdowns weiterhin vollumfänglich tätig sein zu können. Das Instrument Kurzarbeit wurde nicht eingesetzt. Es wurde im Bereich Bevorratung die Strategie verfolgt, die Lagerkapazität maximal zu nutzen, um hierdurch eine permanente Lieferfähigkeit in Richtung Kunde sowie eine weitestgehende Abmilderung von möglichen Lieferengpässen durch Lockdowns in den Lieferländern zu erreichen. Durch die Fortführung der im Vorjahr sehr früh ergriffenen innerbetrieblichen Maßnahmen, wie die strikte räumliche Trennung zwischen Logistik und Verwaltung, als auch innerhalb dieser Bereiche sowie durch den verstärkten Einsatz von mobilem Arbeiten, wurde erreicht, dass die Infektionszahlen bei der Bohnenkamp AG gering ausgefallen sind. Die geplanten Messen und Veranstaltungen konnten aufgrund der internationalen Aussteller und Besucher sowie der Kontaktbeschränkungen im Rahmen des Lockdown weitestgehend nicht stattfinden. Nach Abriss der alten Gebäudestruktur des im Vorjahr erworbenen bebauten Grundstücks wurden in 2021 der Bauabschnitt Nelos VII abgeschlossen und die neue Montagemaschine in Betrieb genommen. Im Dezember 2021 hat die Bohnenkamp AG ein bebautes Grundstück in Osnabrück erworben. Geplant ist in 2022 der Abriss des darauf befindlichen Einfamilienhauses. 3.7 Analysen des Geschäftsverlaufs Die Bohnenkamp AG hat eine hohe Marktpräsenz, Materialverfügbarkeit, Service und eine große Produktpalette. Die Absatzmengen sind im Geschäftsjahr 2021 angestiegen. Dies führte dazu, dass die im Vorjahr prognostizierte Erhöhung der Umsätze vor Erlösschmälerungen auf T€ 255.801 in 2021 um 19,6 % überschritten werden konnte. Hintergrund hierfür ist im Wesentlichen die hohe Bevorratung, durch die sich eine sehr hohe Lieferfähigkeit ergibt. Für das Geschäftsjahr 2021 wurde eine Steigerung der Nettoerlösquote prognostiziert. Die im Berichtszeitraum erzielte Nettoerlösquote in Höhe von 26,2 % fiel um 2,7 %-Punkte höher aus als die geplante Nettoerlösquote in Höhe von 23,5 %. 4. Darstellung der Lage4.1 Vermögenslage Mit T€ 207.173 zu T€ 176.525 hat sich die Bilanzsumme um rund T€ 30.648 deutlich erhöht. Das Anlagevermögen erhöhte sich um T€ 2.733 auf T€ 98.824. Dieser Anstieg ist dadurch bedingt, dass die Investitionen in Software und Sachanlagen höher waren als die Abschreibungen, insbesondere bei den immateriellen Vermögensgegenständen und die Ausleihungen an verbundene Unternehmen die zum Teil zurückgeführt worden sind. Das Umlaufvermögen erhöhte sich um T€ 27.732 auf T€ 107.828 (Vorjahr T€ 80.075). Hiervon entfallen T€ 18.785 auf die Bestandserhöhung des Lagers auf T€ 60.310 (Vorjahr T€ 41.525) und T€ 9.794 der im Eigentum der Bohnenkamp AG befindlichen, jedoch noch nicht eingelagerten Ware auf T€ 19.546 (Vorjahr T€ 9.752). Eine Erhöhung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um T€ 746 auf T€ 27.503 (Vorjahr T€ 26.765) ist zu verzeichnen. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sanken um T€ 1.563 auf T€ 469 (Vorjahr T€ 2.032). 4.2 Finanzlage In 2021 wurden T€ 2.200 an die Aktionärin ausgeschüttet. Die Gesellschaft ist zu 63,6 % über Eigenkapital finanziert. Die Eigenkapitalquote stieg im Vorjahresvergleich um 0,7 %-Punkte an. Daneben werden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 45.047 ausgewiesen. Die mittel- und langfristigen Fremdmittel bestehen hauptsächlich aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die kurzfristigen Fremdmittel betreffen im Wesentlichen sonstige Rückstellungen, Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten und sonstige Verbindlichkeiten. Der zugesagte Kreditrahmen für kurzfristige Kredite beträgt T€ 39.000, von denen T€ 29.457 nicht in Anspruch genommen worden sind. 4.3 Ertragslage Die Ertragslage entwickelte sich positiv. Die Nettoerlöse stiegen um 16,0 % von T€ 253.171 im Vorjahr auf T€ 293.599 im Berichtszeitraum. Bei der geographischen Umsatzverteilung gab es Umsatzverschiebung zugunsten von Verkäufen in das Inland im Vergleich zum Vorjahr. Im Inland wurden 89,8 % (Vorjahr 87,8 %) des Umsatzes erzielt, im Ausland 10,2 % (Vorjahr 12,2 %). Der Jahresüberschuss stieg um 78,0 % auf T€ 23.063. Dies ist im Wesentlichen bedingt durch die stark gestiegenen Umsatzerlöse bei geringeren Materialaufwendungen, reduzierten Abschreibungen und geringen Marketingkosten. 5. Prognose und RisikoberichtFür die nachfolgend aufgeführten Prognosen, Chancen und Risiken wird ein Betrachtungszeitraum von 12 Monaten zugrunde gelegt. Die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft ist von vielen Faktoren abhängig und damit schwer prognostizierbar. Insbesondere durch den militärischen Angriff der russischen Armee auf die Ukraine und den daraus resultierenden Sanktionen bzw. Restriktionen gegen die Russische Föderation und Belarus durch Mitglieder der Europäischen Union sowie weiterer Staaten können sich im Laufe des aktuellen Geschäftsjahres Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ergeben, die noch nicht qualifiziert abgeschätzt werden können. Es wird in der Branche eine steigende Preissituation erwartet. Für die Bohnenkamp AG gehen wir davon aus, dass sich der weitere Ausbau der Geschäftsbereiche Erdbewegungsmaschinen, Industrie und Lkw sowie das Wachstum in den Landesgesellschaften positiv auf die Absatz- und Umsatzentwicklung auswirkt. Mit der langfristigen Optimierung der Bestände versucht die Bohnenkamp AG mögliche Lieferengpässe zu umgehen. Vor diesem Hintergrund erwartet die Bohnenkamp AG für das Geschäftsjahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr eine moderate Erhöhung der Umsatzerlöse und der Absatzmenge sowie einen leichten Rückgang der Nettoerlösquote. Die Bohnenkamp AG ist im Rahmen ihrer weltweiten geschäftlichen Tätigkeiten unterschiedlichsten Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit ihrem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Der Umgang mit Risiken und Chancen zielt darauf ab, vorhandene Chancen optimal auszuschöpfen und Risiken nur dann einzugehen, wenn ihnen die Chance auf eine entsprechende Wertsteigerung entgegensteht. Das Risikomanagementsystem der Bohnenkamp AG ist als integraler Bestandteil in die Unternehmensführung eingebunden. Es basiert auf einer Risikoinventur, in deren Rahmen die Chancen und Risiken und die Stärken und Schwächen der einzelnen Bereiche erfasst und analysiert werden. Auf dieser Grundlage werden Strategien zur Risikovermeidung bzw. zur Reaktion auf Risikoereignisse erarbeitet. Eine zielorientierte Gruppenberichterstattung sowie ein regelmäßiger Strategieabgleich sorgen dafür, dass bei unternehmerischen Entscheidungen Chancen und Risiken in einem ausgewogenen Verhältnis zueinanderstehen, frühzeitig erkannt und transparent dargestellt werden. Ein Teil des Einkaufs der Bohnenkamp AG findet außerhalb des EURO-Raumes statt, insbesondere in der Währung US-Dollar, so dass durch Währungsschwankungen das Ergebnis beeinflusst werden kann. Diesem Risiko wird in der Bohnenkamp AG bei Bedarf zum Teil durch den Abschluss von Devisentermingeschäften begegnet. Wie für alle Unternehmen besteht auch für die Bohnenkamp AG ein Liquiditätsrisiko in der Form, dass aufgrund einer mangelhaften Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln bestehende oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllt werden können. Zur Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit werden liquide Mittel vorgehalten, um sämtliche geplanten Zahlungsverpflichtungen zur Fälligkeit erfüllen zu können. Diese liquiden Mittel können sowohl aus operativen Zahlungsströmen als auch aus zugesagten kurzfristigen Kreditlinien bestehen, wobei jederzeit eine ausreichende Reserve vorgehalten wird. Weiterhin existieren die Risiken durch die COVID-19-Pandemie, welche in verschiedenen Regionen der Welt den wirtschaftlichen Alltag verändert. Dies kann zu möglichen Lieferengpässen führen. Dem wird durch die langfristige Strategie der Nutzung der maximalen Lagerkapazität begegnet. Dem Risiko von Beeinträchtigungen der betrieblichen Abläufe durch Infektionen der Belegschaft oder Quarantäneanordnungen begegnet die Bohnenkamp AG durch ein umfangreiches betriebliches Hygienekonzept und vermehrtes mobiles Arbeiten der Mitarbeiter. Potenzielle Angriffe auf unsere IT-Systeme stellen ein wesentliches Geschäftsrisiko dar, welchem wir durch Investitionen in moderne Sicherheitstechnik und weiterhin auch Penetrationstests begegnen. Einem etwaigen Ausfallrisiko durch Cyber-Angriffe begegnet die Bohnenkamp AG mit einer im Berichtszeitraum abgeschlossenen Versicherung. Die geringe Fluktuation der gut ausgebildeten und motivierten Mitarbeiter, die Investitionen in den letzten Jahren in Gebäude zur Schaffung einer modernen Gebäudeinfrastruktur und eines optimierten Supply Chain Managements sowie die finanzielle Leistungsfähigkeit werden als Chance gesehen, die Bohnenkamp AG auch weiterhin auf Wachstumskurs zu halten. 6. Erklärung des Vorstandes gemäß § 312 Abs. 3 AktGIn seinem Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen hat der Vorstand die folgende Erklärung abgegeben: "Unsere Gesellschaft, die Bohnenkamp AG, hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen für den Berichtszeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Im Berichtszeitraum wurden andere Maßnahmen weder getroffen, noch unterlassen."
Osnabrück, den 25. März 2022 Bohnenkamp AG, Osnabrück Gregor Rüth, Vorstandsvorsitzender Michael Rieken, Vorstand
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https://www.telekom.com/de/medien/medieninformationen/detail/bericht-zum-geschaeftsjahr-2021-646698
Bilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Anhang für das Geschäftsjahr 20211. Allgemeine AngabenDie Gesellschaft Bohnenkamp AG, Osnabrück, ist beim Registergericht Osnabrück unter der Handelsregisternummer HR B 19625 gemeldet. Der Jahresabschluss ist nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen sowie den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt worden. 2. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und AusweismethodenEntgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird über seine voraussichtliche Nutzungsdauer von 9 Jahren linear abgeschrieben, da die verbleibende voraussichtliche Lebensdauer der dem Geschäfts- oder Firmenwert zu Grunde liegenden Kundenbeziehungen ebenfalls voraussichtlich etwa 9 Jahre beträgt. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen gemäß der voraussichtlichen Nutzungsdauer vermindert. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von € 800,00 werden im Jahr des Zugangs gem. § 6 Abs. 2 EStG voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Der Ansatz der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert. Erkennbaren Risiken wird durch die Vornahme außerplanmäßiger Abschreibungen Rechnung getragen. Ausleihungen sind grundsätzlich zum Nominalwert bilanziert. Vorräte werden mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt; dabei wird besonderen Bestandsrisiken durch pauschale Abschläge Rechnung getragen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Erkennbaren Ausfallrisiken wird durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Darüber hinaus wurde für das allgemeine Kreditrisiko eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die erhaltenen Anzahlungen sind zu ihrem Nennwert angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassakurs am Bilanzstichtag bewertet. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Ein nach der Saldierung mit passiven latenten Steuern verbleibender Überhang von aktiven latenten Steuern wird nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert. Die temporären Unterschiede in den Bilanzansätzen betreffen Sachanlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Rückstellungen. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 30,999 % zugrunde (15,825 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 15,174 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. 3. Erläuterungen der BilanzSämtliche Forderungen sowie sonstige Vermögensgegenstände sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit T€ 4.135 (Vorjahr T€ 3.720) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, mit T€ 4.673 (Vorjahr T€ 10.173) Forderungen aus kurzfristigen Darlehen und mit T€ 126 (Vorjahr T€ 160) Zinsforderungen. Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) in Höhe von T€ 60.000 teilt sich in 12.000.000 Namensaktien mit einem Nennwert von je € 5,00 auf. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 8.593 (Vorjahr T€ 6.429) enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für gewährte Skonti / Boni in Höhe von T€ 4.164 (Vorjahr T€ 3.777) und Rückstellungen für Personal in Höhe von T€ 3.763 (Vorjahr T€ 2.448). Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum 31.12.2021 nach Restlaufzeiten ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel (Werte in Klammern geben die Vorjahreswerte an):
Die übrigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Darlehen wurden durch Eintragung von Grundschulden in Höhe von T€ 32.191 abgesichert. 4. Erläuterungen der Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse setzen sich nach geografischen Gesichtspunkten wie folgt zusammen:
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 493, davon T€ 296 aus der Auflösung von Rückstellungen. Die periodenfremden Aufwendungen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf T€ 109. 5. Sonstige Angabena) Haftungsverhältnisse Die Bohnenkamp AG hat der DZ Bank AG eine Mithafterklärung in Höhe von € 6,3 Mio. für das Darlehen ihrer Tochtergesellschaft Bohnenkamp Austria GesmbH, Hörsching/ Österreich, gegeben. Die Bohnenkamp AG hat der Sparkasse Oberösterreich eine Bürgschaft in Höhe von € 2,0 Mio. für die Betriebsmittellinie ihrer Tochtergesellschaft Bohnenkamp Austria GesmbH, Hörsching/ Österreich, gegeben. Bohnenkamp AG und Bohnenkamp SIA, Riga/ Lettland, haben ein gemeinsames Konto mit einer Betriebsmittellinie in Höhe von € 7,0 Mio., die vollständig von der Bohnenkamp SIA, Riga/ Lettland, ausgeschöpft ist. Die Bohnenkamp AG hat der SEB banka, Riga/ Lettland, eine Bürgschaft in Höhe von € 4,5 Mio. für die Betriebsmittellinie ihrer Tochtergesellschaft Bohnenkamp SIA, Riga/Lettland, gegeben. Bohnenkamp AG und Bohnenkamp A/S, Galten/ Dänemark, haben ein gemeinsames Konto mit einer Betriebsmittellinie in Höhe von € 3,0 Mio., die vollständig von der Bohnenkamp A/S, Galten/ Dänemark, ausgeschöpft ist. Die Bohnenkamp AG hat der Sparkasse Osnabrück eine Bürgschaft in Höhe von € 2,9 Mio. für das Darlehen ihrer Tochtergesellschaft Bohnenkamp Benelux B.V., Soesterberg/ Niederlande, gegeben. Die Bohnenkamp AG hat der Sparkasse Osnabrück eine Bürgschaft in Höhe von € 0,1 Mio. für den Betriebsmittelkredit ihrer Tochtergesellschaft Grothaus GmbH, Bissendorf/ Deutschland, gegeben. Die Bohnenkamp AG hat der Nykredit Realkredit A/S eine Bürgschaft in Höhe von € 2,5 Mio. für das Darlehen ihrer Enkelgesellschaft Jelshoj Eijendomme ApS, Galten/ Dänemark, gegeben. Der Vorstand geht davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrundeliegenden Verbindlichkeiten durch die oben genannten verbundenen Unternehmen aufgrund positiver Ertragsaussichten voraussichtlich erfüllt werden können und daher mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen ist. b) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Am Bilanzstichtag bestehen für die Gesellschaft aus vier langfristigen Mietverträgen finanzielle Verpflichtungen von jährlich T€ 118. Die Laufzeit dieser Mietverträge ist unbestimmt. Es besteht ein jährliches Kündigungsrecht. Aus den bestehenden Leasingverträgen ergibt sich bis Ende 2024 eine Verpflichtung in Höhe von rund T€ 416. c) Anzahl der Beschäftigten Im Geschäftsjahr 2021 waren durchschnittlich beschäftigt:
(Werte in Klammern geben die Vorjahreswerte an.) d) Vorstand Der Vorstand der Gesellschaft setzt sich im Geschäftsjahr 2021 wie folgt zusammen:
Von der Schutzklausel des § 286 Absatz 4 HGB in Hinblick auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wird Gebrauch gemacht. e) Aufsichtsrat Mitglieder des Aufsichtsrates waren im Geschäftsjahr 2021:
Die Aufsichtsratsmitglieder haben im Geschäftsjahr eine Aufwandsentschädigung von insgesamt T€ 210 (ohne Umsatzsteuer) erhalten. f) Angaben zum Anteilsbesitz Zum Bilanzstichtag wurden Anteile an den folgenden Unternehmen i.S. des § 285 Nr. 11 HGB gehalten:
1 Angabe per 31.12.2020, da zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses der Abschluss zum 31.12.2021 noch nicht festgestellt war. 2 Gründung der Gesellschaft erfolgte während des Geschäftsjahres 2021. g) ErgebnisverwendungsvorschlagDer Vorstand schlägt vor, den im Jahresabschluss ausgewiesenen Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2021 in Höhe von € 11.531.728,06 auf neue Rechnung vorzutragen. h) Nachtragsbericht Die Bohnenkamp AG hält mittelbar über ihre lettische Tochtergesellschaft Beteiligungen an einer ukrainischen, einer belarussischen und zwei russischen Gesellschaften. Durch den militärischen Angriff der russischen Armee auf die Ukraine und den daraus resultierenden Sanktionen bzw. Restriktionen gegen die Russische Föderation und Belarus durch Mitglieder der Europäischen Union sowie weiterer Staaten können sich im Laufe des aktuellen Geschäftsjahres Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ergeben. Mit Datum vom 3. März 2022 wurde durch Kampfhandlungen das angemietete Lager in Kiew weitgehend zerstört. Durch den Brand wurde dabei auch der entsprechende Warenbestand vollständig vernichtet. Zum jetzigen Zeitpunkt kann aufgrund der bestehenden Unvorhersehbarkeit der weiteren Entwicklung in der Ukraine und der Wirkung der in Kraft gesetzten Sanktionen für die Russische Föderation keine abschließende qualifizierte Aussage zu den Auswirkungen auf den Jahresabschluss der Bohnenkamp AG für die Zukunft gemacht werden. i) Konzernverhältnisse Die Gesellschaft wird als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Bohnenkamp-Verwaltungs-Gesellschaft mit beschränkter Haftung, mit Sitz in Osnabrück, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss der Bohnenkamp-Verwaltungs-Gesellschaft mit beschränkter Haftung ist beim Betreiber des Bundesanzeigers elektronisch einzureichen und im Bundesanzeiger bekannt machen zu lassen.
Osnabrück, den. 25. März 2022 Bohnenkamp AG, Osnabrück Gregor Rüth, Vorstandsvorsitzender Michael Rieken, Vorstand Entwicklung des Anlagevermögens
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Bohnenkamp AG, Osnabrück Prüfungsurtei le Wir haben den Jahresabschluss der Bohnenkamp AG, Osnabrück, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bohnenkamp AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Osnabrück, den 25. März 2022 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Prof. Dr. Gregor Solfrian, Wirtschaftsprüfer ppa. David Benjamin Lecomte, Wirtschaftsprüfer Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2021 durch den Aufsichtsrat und Stellungnahme über die Prüfung des Abschlussprüfers an die Hauptversammlung gemäß § 171 Abs. 2 AktGDer Aufsichtsrat der Bohnenkamp AG hat seine nach Gesetz und Satzung ihm zukommenden Aufgaben wahrgenommen und sich vom Vorstand regelmäßig mündlich und schriftlich über die Geschäftsentwicklung sowie über wichtige Einzelvorgänge unterrichten lassen. In vier Hauptsitzungen hat sich der Aufsichtsrat eingehend mit der wirtschaftlichen und finanziellen Lage der Gesellschaft und des Konzerns befasst, insbesondere mit der Markt- und Absatzsituation, der Erfolgsrechnung, der Liquiditätsentwicklung und sonstigen bedeutenden Ereignissen. Zwischen den Hauptsitzungen trifft sich der Vorsitzende des Aufsichtsrats regelmäßig mit dem Vorstand zur zeitnahen Information und Vorbereitung der Aufsichtsratssitzungen. Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstands überwacht, im Rahmen seiner Zuständigkeit an den zu treffenden Entscheidungen (gemäß § 3 Vorstandsvertrag) mitgewirkt sowie Anregungen gegeben. Wenn für Entscheidungen und Maßnahmen des Vorstands eine Zustimmung erforderlich war, haben die Mitglieder des Aufsichtsrats die mündlichen und/oder schriftlichen Vorlagen in den Sitzungen geprüft und genehmigt oder abgelehnt. Zur laufenden Berichterstattung wurden vom Vorstand schriftliche betriebswirtschaftliche Übersichten über Absatz-, Umsatz-, Kosten-, Personal- und Ergebnisentwicklung sowie über die Investitionen und die Liquidität vorgelegt. Die Buchführung, der Jahresabschluss und der Lagebericht und der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021 sind von der zum Abschlussprüfer bestellten PricewaterhouseCoopers GmbH, Osnabrück, geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen worden. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und den Lagebericht sowie den Konzernabschluss und Konzernlagebericht des Vorstands gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss 2021 gemäß § 172 Satz 1 AktG festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands zur Einstellung eines Betrages aus dem Jahresüberschuss in andere Gewinnrücklagen sowie zur Gewinnverwendung des danach verbleibenden Bilanzgewinns der Bohnenkamp AG schließt sich der Aufsichtsrat an. Der Aufsichtsrat befürwortet eine Dividende in Höhe von gerundet € 0,33 je Stückaktie aus dem Bilanzgewinn. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sprechen an dieser Stelle allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie dem Vorstand für Ihr Engagement, ihre erfolgreiche Arbeit im Sinne des Unternehmens und seiner Kunden, Dank und Anerkennung aus. Sie werden der Hauptversammlung vorschlagen, dem Vorstand Entlastung zu erteilen.
Osnabrück, den 22.04.2022 Für den Aufsichtsrat Prof. Dr. Norbert Winkeljohann, Vorsitzender des Aufsichtsrats Auszug aus dem Protokoll der Ordentlichen Hauptversammlung der Bohnenkamp AGTOP 3 Verwendung des Bilanzgewinns für das Geschäftsjahr 2021Die Hauptversammlung fasste den Beschluss, aus dem für das Geschäftsjahr 2021 festgestellten Bilanzgewinn in Hohe von € 11.531.728,06 einen Betrag in Hohe von€ 4.000.000,00 (brutto) an die alleinige Aktionärin, die Bohnenkamp-Verwaltungs-Gesellschaft mit beschränkter Haftung, zur Zahlung fällig am 25. April 2022, auszuschütten und den anschließend verbleibenden Betrag in Höhe von € 7.531.728,06 in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen. Der Jahresabschluss zum 31.12.2021 wurde am 22.04.2022 festgestellt. |
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