Humanetics Europe GmbHLiquidiert

69126 Heidelberg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 337001
Vorher
DENTON COE GmbH
Eingetragen
20.9.2001
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von MehrzweckindustrieroboternHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Entwicklung, die Herstellung, der Vertrieb und der Service von Produkten in den Bereichen Crashtest-Messtechnik, Test Puppen, Sensorik und Instrumentierung sowie die Beratung in diesen Bereichen.

Finanzübersicht

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Humanetics Innovative Solutions, Inc.USA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Humanetics Innovative Solutions, Inc.
United States
24.700 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Humanetics Europe GmbH

Heidelberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Amtsgericht Mannheim, HRB 337001

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 320,00 490,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.442.127,00 1.881.672,00
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 168.005,32 231.264,65
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 59.168.757,27 58.935.757,27
60.779.209,59 61.049.183,92
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Erzeugnisse 1.112.836,37 1.721.581,52
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 2.818.273,39 3.412.374,60
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.843.114,32 1.603.949,04
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 8.195.138,87 5.737.980,84
davon aus Lieferungen und Leistungen EUR 0 (Vorjahr: TEUR 863)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 1.600.000,00 (Vorjahr: TEUR 2.700)
3. Forderungen gegen Gesellschafter 3.320.943,88 1.882.329,93
4. Sonstige Vermögensgegenstände 688.911,09 502.115,07
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 55.834,05 (Vorjahr: TEUR 48)
15.048.108,16 9.726.374,88
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstuten 2.342.898,37 1.870.281,69
C. Rechnungsabgrenzungsposten 164.815,35 157.162,25
82.266.141,23 77.936.958,86

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 43.953.017,06 35.453.017,06
II. Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen
600.000,00 600.000,00
III. Gewinnvortrag 12.851.906,60 11.477.883,08
IV. Jahresüberschuss 1.376.225,66 1.374.023,52
58.806.149,32 48.929.923,66
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 977.189,64 715.797,65
2. Sonstige Rückstellungen 1.073.401,99 741.862,54
2.050.591,63 1.457.660,19
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 34.537,00 193.668,84
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 34.537,00 (Vorjahr: TEUR 160)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 274.511,19 41.949,47
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.120.896,86 15.317.145,18
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 10.259.248,08 10.861.875,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 860.027,18 886.716,52
davon aus Steuern: EUR 61.612,68 (Vorjahr: TEUR 846)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 10.513,17 (Vorjahr: TEUR 13)
20.549.220,31 27.301.355,01
D. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten 110.358,91 0,00
E. Passive latente Steuern 749.821,06 248.020,00
82.266.141,23 77.936.958,86

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

01.01.2023 - 31.12.2023 01.01.2022 - 31.12.2022
1. Umsatzerlöse 22.400.003,78 21.022.735,96
2. Erhöhung/Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -45.646,92 -129.799,69
3. Sonstige betriebliche Erträge 237.008,98 439.614,94
davon aus Währungsumrechnung EUR 0 (Vorjahr: TEUR 0)
4. Materialaufwand 13.098.309,83 13.148.889,20
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.992.133,39 4.183.798,44
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.489.241,92 1.529.854,25
davon für Altersversorgung: EUR 0 (Vorjahr: TEUR 0)
5.481.375,31 5.713.652,69
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen 341.274,47 446.096,27
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.226.444,22 2.452.513,42
davon aus Währungsumrechnung EUR 2.593,29 (Vorjahr: TEUR 23)
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 4.088.640,51 2.438.960,08
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 131.887,43 112.699,11
davon aus verbundene Unternehmen EUR 131.887,43 (Vorjahr: TEUR 101)
10. Aufwendungen aus der Verlustübernahme 0,00 33.145,36
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 823.249,29 573.388,03
davon aus verbundene Unternehmen EUR 793.826,41 (Vorjahr: TEUR 573)
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.465.015,00 142.501,91
13. Ergebnis nach Steuern 1.376.225,66 1.374.023,52
14. Sonstige Steuern 0,00 0,00
15. Jahresüberschuss 1.376.225,66 1.374.023,52

Anhang zum Jahresabschluss 31.12.2023

A. Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Humanetics Europe GmbH mit Sitz in Heidelberg im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter der Nummer HRB 337001 eingetragen.

B. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der vorliegende Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB und in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Vorschriften der §§ 266 und 275 HGB.

C. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die geltenden handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften wurden unter Berücksichtigung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit beachtet.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Immaterielle Vermögensgegenstände, soweit entgeltlich erworben, werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear vorgenommen und erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 (ohne Umsatzsteuer), wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten zwischen EUR 251,00 und EUR 1.000,00 (ohne Umsatzsteuer) wurden zu einem Sammelposten zusammengefasst. Der Sammelposten wird im Wirtschaftsjahr der Bildung und in den folgenden 4 Wirtschaftsjahren mit jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgt eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

Seit dem Geschäftsjahr 2020 wird das Vorratsvermögen nach dem Verbrauchsfolgeverfahren FIFO bewertet. FIFO bedeutet die Verbuchung von Warenzugängen zu historischen Herstellungskosten bzw. Anschaffungskosten sowie die Bewertung nach den IST-Kosten des ältesten noch nicht verbrauchten Warenzugangs.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse und Waren erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten, die neben den Fertigungs- und Materialeinzelkosten angemessene Teile der notwendigen Fertigungs- und Materialgemeinkosten enthalten. Beim Ansatz der Herstellungskosten werden anteilige Fremdkapitalzinsen nicht einbezogen. Erkennbare Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus einer überdurchschnittlichen Lagerdauer oder einer geminderten Verwertbarkeit ergeben, werden im Bedarfsfall durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert angesetzt. Das allgemeine Ausfallrisiko sowie mögliche Beitreibungskosten wurden bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% (im Vorjahr 1%) sowie durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Kassen- und Bankguthaben wurden zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag eingestellt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz ermittelt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Bei den latenten Steuern ergibt sich ein passivischer Überhang aus dem Ansatz selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände bei der Organgesellschaft Humanetics Digital Europe GmbH (vormals: Human Solutions GmbH), Kaiserslautern. Die daraus resultierende Rückstellung ist mit einem Steuersatz von 29,53% berechnet.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Kurs zum Transaktionszeitpunkt erfasst. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsposten werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag unter Berücksichtigung des Realisations- und Imparitätsprinzips umgerechnet.

In den Ansatz-, Bewertungs- und Abschreibungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr keine Änderungen eingetreten; den Forderungen der §§ 246 Abs. 3 und 252 Abs. 1 Nr. 6 HGB wurde somit entsprochen.

D. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

In der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 265 Abs. 2 HGB zu jedem Posten der entsprechende Betrag des vorhergehenden Geschäftsjahres anzugeben.

Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres in dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel vom 01.01.2023 - 31.12.2023 dargestellt.

Angaben zum Anteilsbesitz (unmittelbare Beteiligungen)

Beteiligung Eigenkapital Ergebnis
in % in TEUR in TEUR
Humanetics Digital Europe GmbH (vormals: Human Solutions GmbH), Kaiserslautern 100,0 3.855 0 *)
mg-sensor GmbH, Rheinmünster 100,0 4.695 566
ATD-LabTech GmbH, Niedernberg 100,0 5.373 159

*) Für die Gesellschaft liegt ein Ergebnisabführungsvertrag vor.

Die Vorräte betreffen unfertige Erzeugnisse, fertige Erzeugnisse und Waren.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen im Wesentlichen aus sonstigen Ausleihungen in Höhe von TEUR 1.600 (Vorjahr TEUR 2.700), Forderungen aus Gewinnabführung in Höhe von TEUR 4.088 (Vorjahr TEUR 2.439) sowie Forderungen im Zusammenhang mit dem Cashpool in Höhe von TEUR 2.174 (Vorjahr TEUR 0)

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Forderungen gegen die Gesellschafter in Höhe von TEUR 3.321 (Vorjahr TEUR 1.882) resultieren im Wesentlichen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr) sowie aus Quellensteuern und haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Bei den sonstigen Vermögensgegenständen betragen die Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr TEUR 56 (Vorjahr TEUR 48).

Die Kapitalrücklage enthält Zuzahlungen des Gesellschafters i.S.d. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

Die anderen Gewinnrücklagen betreffen ausschließlich freie Rücklagen.

Die Steuerrückstellungen wurden für voraussichtliche Nachzahlungen einer zum Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossenen steuerlichen Außenprüfung gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen:

TEUR
Bonuszahlungen 479
Personalrückstellungen 330
Resturlaub 102
Prüfungsgebühren und Steuerberatung 45
Übrige 117
Summe 1.073

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem Cashpool TEUR 8.368 (Vorjahr TEUR 6.673) sowie aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 392 (Vorjahr TEUR 21) und Sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 108 (Vorjahr TEUR 10) zusammen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern resultieren aus zwei Darlehen, die zum Bilanzstichtag insgesamt in Höhe von TEUR 10.259 Vorjahr TEUR 10.259) valutieren.

Alle in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die passiven latenten Steuern resultieren aus den bei einer Tochtergesellschaft bilanzierten selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenständen. Aufgrund eines im Geschäftsjahr 2021 abgeschlossenen Organschaftsverhältnisses werden die latenten Steuern bei der Humanetics Europe GmbH als Organträger gebildet.

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse wurden entsprechend der Definition des § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG erfasst. Gem. § 288 Abs. 2 HGB wird auf die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen sowie nach geografisch bestimmten Märkten verzichtet.

Im Berichtsjahr sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 119 (Vorjahr TEUR 368) in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Bei den periodenfremden Erträgen handelt es sich ausschließlich um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

Wie im Vorjahr sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen keine Erträge aus Währungsumrechnungen enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr TEUR 23) enthalten. Periodenfremde Aufwendungen sind im Berichtsjahr nicht entstanden (Vorjahr TEUR 0).

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten solche aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 132 (Vorjahr TEUR 113).

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten solche an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 794 (Vorjahr TEUR 573).

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen mit TEUR 1.465 das laufende Geschäftsjahr (Vorjahr TEUR 78).

E. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Im Berichtszeitraum bestehen keine Haftungsverhältnisse.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen Miet- und Leasingverpflichtungen und betragen im Berichtszeitraum bis zu einem Jahr TEUR 113 (Vorjahr TEUR 137) und zwischen einem und fünf Jahren TEUR 113 (Vorjahr TEUR 0).

Mögliche Risiken ergeben sich aus den Kündigungsrechten, da die Verträge für die Vertragslaufzeit abgeschlossen und nur aus wichtigem Grund gekündigt werden können. Vorteile ergeben sich aus der Einsparung von Verwaltungsaufgaben, verbesserter Liquidität sowie dem Entfall des Verwertungsrisiko.

Anzahl der Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer beträgt im Berichtsjahr 59 (im Vorjahr 60).

Geschäftsführer

Herr Christopher John O'Connor, Northville, Michigan/USA

Kaufmann, President und CEO der Humanetics Group

Herr Mark Westen, Den Haag/Niederlande

MSc. Mechanical Engineering, President Safety der Humanetics Group

Herr Niklas Hendrik Weiser, Heidelberg

Kaufmann, Finance Director Europe der Humanetics Group

(vom 3. Mai 2022, bis zum 28. Februar 2023)

Dr. Andreas Rafael Marroquin Nisch, Stuttgart,

Ingenieur, Geschäftsführer mg-Sensor GmbH, Rheinmünster

(Seit dem 10. April 2023)

Alle Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer i.S.v. § 285 Nr. 9 a) HGB unterbleibt gem. § 286 Nr. 4 HGB.

Konzernzugehörigkeit

Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, in den die Gesellschaft einbezogen wird, ist die Safety Technology Holdings, Inc., Farmington Hills, Michigan/USA. Dieser Konzernabschluss wird nicht offengelegt.

Das Mutterrunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, in den die Gesellschaft einbezogen wird, ist die Safe Parent, Inc., Wilmington, Delaware/USA. Dieser Konzernabschluss wird nicht offengelegt.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresfüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von EUR 1.376.225,66 mit dem Gewinnvortrag zu verrechnen und diesen auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Im Zeitraum zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses haben sich keine Vorgänge ergeben, die berichtspflichtig wären.

 

Heidelberg, den 31. März 2025

Christopher John O'Connor, Geschäftsführer

Mark Westen, Geschäftsführer

Dr. Andreas Rafael Marroquin Nisch, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 107.469,27 4.806,00 0,00 0,00 112.275,27
107.469,27 4.806,00 0,00 0,00 112.275,27
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.348.342,97 160.017,86 517.726,28 102.286,61 5.092.921,16
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 231.264,65 39.027,28 0,00 -102.286,61 168.005,32
5.579.607,62 199.045,14 517.726,28 0,00 5.260.926,48
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 58.935.757,27 233.000,00 0,00 0,00 59.168.757,27
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.700.000,00 0,00 1.100.000,00 0,00 1.600.000,00
61.635.757,27 233.000,00 1.100.000,00 0,00 60.768.757,27
67.322.834,16 436.851,14 1.617.726,28 0,00 66.141.959,02
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 106.985,27 4.970,00 0,00 0,00 111.955,27
106.985,27 4.970,00 0,00 0,00 111.955,27
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.466.670,97 336.304,47 152.181,28 0,00 3.650.794,16
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3.466.670,97 336.304,47 152.181,28 0,00 3.650.794,16
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3.573.656,24 341.274,47 152.181,28 0,00 3.762.749,43
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 320,00 0
320,00 0
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.442.127,00 1.882
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 168.005,32 231
1.610.132,32 2.113
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 59.168.757,27 58.936
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.600.000,00 2.700
60.768.757,27 61.636
62.379.209,59 63.749

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

A. Allgemeine Angaben

Die in Heidelberg ansässige Humanetics Europe GmbH ist die europäische Niederlassung der Alleingesellschafterin Humanetics Innovative Solutions Inc., Farmington Hills, Michigan, USA. Diese ist, laut Auffassung der Geschäftsführung, der weltweit führende Anbieter von anthropomorphen Testgeräten, auch bekannt als Crash Test Dummies (ATD). Neben der Dummy Produktpalette bietet die Humanetics Europe GmbH außerdem die notwendige Sensorinstrumentierung und zahlreiche Dienstleistungen rund um den Dummy an.

In Heidelberg betreibt die Humanetics Europe GmbH ein Sensorkalibrierlabor (für Beschleunigungs-, Kraft-, Moment- und Wegaufnehmer). Außerdem steht hier ein Dummylabor zur Verfügung, in dem die Dummies gemäß ihren Spezifikationen zertifiziert werden können. Daneben wird ein Büro in den Niederlanden (Wateringen) unterhalten, eine Vertriebsniederlassung in Weyhausen und ein Büro in Berlin.

Außerdem bietet die Humanetics-Gruppe "virtuelle Dummies", die bei der Computersimulation von Crash Tests eingesetzt werden an.

Die Kunden der Humanetics Europe GmbH lassen sich im Wesentlichen in vier Kategorien unterteilen:

Automobilhersteller

Lieferanten von sicherheitsrelevanten Fahrzeugkomponenten (im Wesentlichen Gurte, Airbags, Sitze, Lenkräder)

Unabhängige Testhäuser, die Crash Tests als Dienstleistung für die unter 1. und 2. genannten anbieten.

Staatliche Einrichtungen

Im Geschäftsjahr 2021 wurde die Gesellschaft alleinige Anteilseignerin der Human Solutions GmbH - einem Unternehmen, das Software und Consulting im Bereich der Digitalisierung und Innovationen in der ergonomischen Analyse von Fahrzeuginnenräumenr anbietet - und der Avalution GmbH - einem Unternehmen im Bereich des 3D-Bodyscanning. Beide Unternehmen haben ihren Sitz in Kaiserslautern. Beide Gesellschaften wurden zum 1. Januar 2023 verschmolzen und firmieren nun unter dem Namen Humanetics Digital Europe GmbH. Der zuvor mit der Human Solutions GmbH bestehende Ergebnisabführungsvertrag wird unter der neuen Firmierung fortgeführt. Mit den verbleibenden Tochtergesellschaften bestehen unverändert keine Ergebnisabführungsverträge.

B. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Angaben zur Marktlage

1.1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Im Jahr 2023 wurde das Wachstum der Weltwirtschaft durch hohe Inflationsraten und steigende Zinsen belastet. Das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg um 2,6 % gegenüber dem Vorjahr. Die Nachfrage nach Gütern wuchs dabei erheblich langsamer als die nach Dienstleistungen, was auf Vorzieh- und Nachholeffekte aus der Corona-Pandemie zurückzuführen ist. Die Industrieproduktion und die Chemienachfrage entwickelten sich daher außerordentlich schwach In Deutschland sank das preisbereinigte BIP im Jahr 2023 leicht um 0,3 %. Die konjunkturelle Schwächephase setzte sich fort, wobei insbesondere der private Konsum die Erholung dämpfte. Ein wichtiger Grund dafür war die Zurückhaltung der Konsumentinnen und Konsumenten, obwohl sich die real verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte stabilisierten.

1.2. Entwicklung der Branche

Die Automobilindustrie in Deutschland erzielte im Jahr 2023 einen Rekordumsatz von rund 564 Milliarden Euro, was einem Anstieg von über 10 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Ein bemerkenswerter Trend war, dass mit einem Anteil von 23 % an der Inlandsproduktion erstmals mehr rein elektrisch angetriebene Pkw (BEV) als Diesel- Pkw (20 %) hergestellt wurden. Rechnet man die knapp 8 % Plug-in-Hybride hinzu, war Deutschland mit einer Produktion von 1,27 Millionen E-Pkw nach China der zweitgrößte E-Fahrzeug-Standort weltweit.

Die Hersteller und Zulieferer der deutschen Automobilindustrie investieren von 2023 bis 2027 weltweit mehr als 250 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. Der Fokus dieser Investitionen lag auf der Transformation, insbesondere der Elektromobilität inklusive Batterietechnik, autonomem Fahren sowie Digitalisierung.

Trotz dieser positiven Entwicklungen bleibt die Branche mit Herausforderungen konfrontiert, darunter die anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten und die Notwendigkeit, die Lieferketten weiter zu stabilisieren.

2. Angaben zum Geschäftsverlauf

Die Firma Humanetics Europe GmbH konnte im Produktsegment ATD im Vergleich zum Vorjahr einen gesteigerten Umsatz verzeichnen. Die Umsätze mit Dummies erhöhten sich stark um 38%, während die Umsätzen mit Ersatzteilen leicht gegenüber dem Vorjahr gestiegen sind. Gegenläufig entwickelte sich der Umsatz mit verbundenen Unternehmen der sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Mio EUR reduzierte. Im Wesentlichen weil ein Handelsgeschäft mit einer Schwesterfirma im Berichtsjahr eingestellt wurde (Vorjahr 1,9 Mio. EUR).

Das Berichtsjahr wurde weiterhin durch den anhaltenden Krieg in der Ukraine beeinflusst. Die Unsicherheit hielt Marktteilnehmer davon ab, wesentliche Investitionen zu tätigen.

Der Auftragseingang war mit 18,7 Mio. EUR auf Planniveau, allerdings besteht zum Jahresende nur noch ein Auftragsbestand von rd. 7,4 Mio. EUR.

Aus Ergebnisabführungsverträgen wurde ein Ertrag von 4,1 Mio. EUR erzielt. Was einer deutlichen Steigerung im Vergleich zum Vorjahr um 1,6 Mio. EUR entspricht. Durch die erhöhten Zuflüsse aus dem Cashpool sind die Aufwendungen aus Zinsen um 250 TEUR angestiegen.

Das Ergebnis nach Steuern beträgt 1,4 Mio. EUR. Gegenüber dem Vorjahr ist Ergebnis nahezu unverändert. Diese Verbesserung wurde durch die Erträge aus der Ergebnisübernahme der Humanetics Digital Europe GmbH und den gestiegenen Umsatzerlösen realisiert (TEUR 1.377). Gegenläufig dazu entwickelten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen +1.6 Mio. EUR und die Steuern vom Einkommen und Ertrag +1,3 Mio. EUR.

Die für das Berichtsjahr gesetzten Ziele (Umsatz, Ergebnis, Liquidität) wurden übertroffen.

3. Darstellung und Lage der Gesellschaft

Vermögenslage

Das Betriebsvermögen beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 82.266 und hat sich um TEUR 4.329 gegenüber dem Vorjahr erhöht. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus den gestiegenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen um 5,3 Mio. EUR während die Vorräte im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 Mio. gesunken sind.

Die Finanzierung erfolgte im Wesentlichen durch die Erhöhung der Kapitalrücklage um 8,5 Mio. EUR korrespondierend reduzierten sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 8,1 Mio. EUR.

Es fanden wie im Vorjahr keine wesentlichen Investitionen in das Sachanlagevermögen statt.

Die Vorräte belaufen sich auf 3,9 Mio. EUR und sind im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 Mio. EUR reduziert, was durch einen niedrigeren Bestand an unfertigen sowie fertigen Erzeugnissen begründet ist.

Das Eigenkapital wurde durch eine Kapitaleinlage des Gesellschafters um 8,5 Mio. EUR erhöht, ebenso wirkte sich der Jahresüberschuss von 1,4 Mio. EUR aus. Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital/Betriebskapital x 100) beträgt zum Bilanzstichtag 71% und liegt damit 8%-Punkte über dem Vorjahreswert (63%).

Das gesamte Fremdkapital beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 23.460 (Vorjahr TEUR 29.007), sodass sich eine Fremdkapitalquote (Fremdkapital/Betriebskapital x 100) von 29% ergibt (Vorjahreswert 37%).

Finanzlage

Die Liquidität 1. Grades (flüssige Mittel/kurzfristiges Fremdkapital x 100) beläuft sich auf 10% was deutlich über dem Vorjahreswert von 6% liegt. Die liquiden Mittel aber auch die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind zur Finanzierung der Beteiligungserwerbe stark gestiegen.

Mit Datum vom 24. Mai 2022 hat die Humanetics Innovative Solutions Inc., Farmington Hills, Michigan/USA, in einem "Subordination and Guarantee Agreement" als Darlehensgeberin der o.a. auf unbestimmte Zeit geschlossenen Gruppendarlehen in Höhe von TEUR 10.259 die Nachrangigkeit i.S.d. § 39 Abs. 2 InsO erklärt (qualifizierter Rangrücktritt). Gleichzeitig hat die Humanetics Innovative Solutions Inc. der Humanetics Europe GmbH zugesagt, zur Bedienung weiterer Verbindlichkeiten einen Betrag von bis zu T€ 5.000 zur Verfügung zu stellen, falls der Humanetics Europe GmbH die fristgerechte Bedienung anderer Verbindlichkeiten aus eigenen Mitteln nicht möglich sein sollte.

Ertragslage

Der Umsatzrückgang im Bereich des Handelsgeschäfts mit einem Schwesterunternehmen wurde durch steigendes Geschäft des ATD Segments mehr als aufgehoben.

Um Währungseffekte zu vermeiden, besteht seit Jahren die Vereinbarung Konzernlieferungen aus den USA an die Gesellschaft in EURO zu fakturieren. Alle anderen wesentlichen Lieferanten sind im Euro-Raum ansässig, hierdurch kann es kein wesentliches Wechselkursrisiko geben. Durch einen gegenüber dem US Dollar schwächelnden Euro wurden für das kommende Berichtsjahr Preisanpassungen notwendig.

Das Rohergebnis beträgt im Wirtschaftsjahr TEUR 9.493 und ist um TEUR 1.309 gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Der Materialaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 51 auf TEUR 13.098 gesunken. Trotz Veränderungen im Absatz Mix und steigender Einkaufspreise hat sich die Materialquote von 58,4% im Vergleich zum Vorjahr (62,9%) leicht reduziert.

Die Personalintensität (Personalaufwand / Betriebsleistung (Umsatzerlöse + Bestandsveränderung + sonstige betriebliche Erträge) x 100) beläuft sich auf 24,6% und liegt damit unter dem Wert des Vorjahres (26,8%). Grund für den Rückgang der Quote sind im Wesentlichen die gestiegenen sonstigen betrieblichen Erträge.

Die Abschreibungen auf Sachanlagenlagen im Geschäftsjahr bei TEUR 341. Dies ist eine leichte Reduktion gegenüber dem Vorjahreswert (TEUR 446).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen im Berichtsjahr TEUR 4.226. Dies ist ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.774, der im Wesentlichen aus erhöhten Weiterbelastungen von Tochtergesellschaften sowie erhöhten Beratungskosten resultiert.

Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr beträgt TEUR 1.376. Das Ergebnis liegt damit auf Vorjahresniveau von TEUR 1.374. Grund für diese Entwicklung sind die um TEUR 1.649 gestiegenen Erträge aus Gewinnabführungsverträgen sowie die um TEUR 1.377 gestiegenen Umsätzen, gegenläufig dazu erhöhten sich die die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 1.614 sowie die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag um TEUR 1.322.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Zur Unternehmensteuerung werden im Wesentlichen die nachfolgenden finanziellen Leistungsindikatoren herangezogen.

Leistungsindikator 2022 2023 Prognose
Umsatzerlöse TEUR 21.023 TEUR 22.400 Stark steigend
EBITDA TEUR 3.879 TEUR 2.423 Stark sinkend
Free Cashflow TEUR -6.508 TEUR 15.628 Stark sinkend

Der Free Cashflow ist wie folgt definiert: EBIT abzüglich Steuern der Periode zuzüglich +Abschreibungen sowie Veränderungdes Working Capitals abzüglich Investitionen.

C. Forschung und Entwicklung

Am Standort in Wateringen betreibt die Gesellschaft mit 4 Mitarbeitern Forschung und Entwicklung.

D. Hinweise auf Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung und Prognosebericht

1. Prognose

Die Prognose bezüglich des Ergebnisses vom Vorjahr konnte erreicht werden.

Im Geschäftsjahr 2024 konnten die Umsatzerlöse um rund 2,2 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden und liegt damit ebenfalls 1,6 Mio EUR über Budget. Das Rohergebnis hat sich jedoch durch den Produktmix und eine erhöhte Materialquote lediglich um 0,9 Mio. EUR verbessert.

2. Chancen

Aktuelle Entwicklungen im Bereich des autonomen Fahrens und der Geschlechtergleichstellung könnten im Rahmen der Testverfahren und Zertifizierungen des THOR-Dummies in verschiedenen Testregionen zukünftiges Wachstum fördern. Die Gesellschaft leitet aus der stabilen Nachfrage nach Dummies während der Krisenjahre eine gewisse Robustheit ihres Geschäfts ab.

Die erfolgreiche Einführung von Frontalaufprall-Dummies (THOR 50th Dummy) wird zukünftig durch weitere Modelle der THOR-Familie ergänzt. Neben dem THOR 5th Female Dummy wird intensiv an der Entwicklung von Dummies gearbeitet, die ältere sowie übergewichtige Personen repräsentieren, um realistischere Testergebnisse zu erzielen. Zusätzlich gewinnen biomechanisch optimierte Dummies für verletzungsbezogene Analysen an Bedeutung, da Regulierungsbehörden weltweit ihre Sicherheitsanforderungen verschärfen.

Der Ausbau der THOR-Produktpalette wird langfristig dazu führen, dass ältere Dummy- Modelle, wie der Hybrid III, ersetzt werden, um neuen gesetzlichen Anforderungen an die passive Sicherheit gerecht zu werden. Entsprechend wird eine steigende Nachfrage nach THOR-Modellen erwartet.

Der zunehmende Ausbau der Elektromobilität führt dazu, dass neue Fahrzeugmodelle intensiveren Crashtests unterzogen werden müssen. Die spezifischen Herausforderungen von Elektrofahrzeugen, wie Batterieintegrität und Insassenschutz, erhöhen den Bedarf an fortschrittlichen Dummy-Technologien. Dies wird die Nachfrage nach unserer gesamten Produktpalette weiterhin positiv beeinflussen.

Ein weiterer bedeutender Trend ist die verstärkte Berücksichtigung von Geschlechterunterschieden in Crashtests. Traditionell basierten viele Crashtests auf männlichen Dummies, was dazu führte, dass Sicherheitsmaßnahmen nicht optimal auf die weibliche Anatomie abgestimmt waren. Studien zeigen, dass Frauen bei Autounfällen ein höheres Verletzungsrisiko haben als Männer, was auf die unzureichende Repräsentation weiblicher Körper in Crashtests zurückzuführen ist. Um diesem Missstand entgegenzuwirken, wurden Initiativen gestartet, die den Einsatz weiblicher Dummies in Crashtests fördern. Beispielsweise hat Mercedes-Benz bereits vor zwei Jahrzehnten den weiblichen Dummy SID-IIs für Seitenaufpralltests eingeführt, obwohl dieser in Europa nicht gesetzlich vorgeschrieben ist. Diese Entwicklung könnte zu einer erhöhten Nachfrage nach weiblichen Dummies führen und somit neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnen.

3. Risiken

Marktrisiken

Bestehende Liefer- und Kapazitätsengpässe in der Halbleiterindustrie, steigende Rohstoffpreise durch höhere CO 2 -Steuern sowie geopolitische Spannungen haben auch 2024 das Marktumfeld der Automobilbranche belastet. Während sich einige Lieferketten stabilisiert haben, bleibt die Verfügbarkeit kritischer Rohstoffe für Batterien und Elektronikbauteile ein wesentliches Risiko. Der Russland-Ukraine-Krieg hält weiterhin an, und neue geopolitische Unsicherheiten, insbesondere im Nahen Osten und im Südchinesischen Meer, verschärfen die wirtschaftliche Volatilität. Die daraus resultierenden Inflationsraten und Energiepreissteigerungen belasten die Automobilindustrie und führten 2024 zu einem gedämpften Absatzwachstum.

Das Geschäftsumfeld für die Automobilwirtschaft bleibt herausfordernd: Besonders in Europa, aber auch in anderen Regionen, kommt es infolge von geopolitischen Spannungen und wirtschaftlichen Unsicherheiten zu einer nachlassenden Nachfrage. Hohe Verbraucherpreise sowie Unsicherheiten hinsichtlich politischer Regulierung beeinträchtigen das Konsumverhalten und führen in vielen Fällen zu Kaufzurückhaltungen.

Zusätzlich belasten das von der EU und anderen Staaten beschlossene Verbrenner-Aus sowie hohe Preise für batterieelektrische Fahrzeuge und der schleppende Ausbau der Ladeinfrastruktur das Vertrauen der Verbraucher. Dies könnte zu einer längeren Kaufzurückhaltung und Verzögerungen im Transformationsprozess der Automobilindustrie führen. Die Marktdurchdringung neuer Antriebskonzepte hängt maßgeblich von staatlichen Förderungen und Infrastrukturausbau ab, deren Entwicklung in den kommenden Jahren ungewiss bleibt.

Bei einer wirtschaftlichen Entwicklung unterhalb der Planerwartungen könnten sich Investitionsentscheidungen weiter verzögern. Dies könnte sich auf das Unternehmen insbesondere im Bereich der neu eingeführten THOR-Produktlinien auswirken, indem wichtige Aufträge verschoben werden. Die Geschäftsführung bewertet das Risiko von Absatzrückgängen durch weiterhin bestehende Liefer- und Kapazitätsengpässe als erheblich.

Eine Eskalation der geopolitischen Spannungen im Südchinesischen Meer könnte zu massiven Störungen des Welthandels führen, von denen die Automobilindustrie nach Einschätzung der Geschäftsführung stark betroffen wäre. Sollten Sanktionen gegen China in einem vergleichbaren Ausmaß wie gegen Russland verhängt werden, erwartet die Geschäftsführung eine nachhaltige Phase wirtschaftlicher Stagnation oder gar Depression. Das geopolitische Risiko und die damit verbundenen Auswirkungen auf das Investitionsverhalten der Automobilindustrie werden weiterhin als erheblich eingestuft.

Produktionsrisiken

Diese Risiken betreffen die Humanetics Europe GmbH indirekt. Durch neue weltweite Richtlinien zur Minimierung von schädlichen Stoffen in Materialien können viele Teile von Crash Test Dummies nicht mehr mit den bisherigen Materialien hergestellt werden. Es müssen Ersatzstoffe gefunden, geprüft und auf die Konformität mit Crash Vorschriften und Gesetzen geprüft werden. Dies kann zu weiteren Verzögerungen bei den Lieferzeiten führen. Bisher konnten jedoch für alle Materialien Ersatzstoffe gefunden werden.

IT-Risiken

Risiken können in der IT durch Störungen beim Betrieb der Systeme entstehen, woraus eine Unterbrechung der Betriebsabläufe resultieren könnte. Den zunehmenden Angriffswellen (Phishing Attacken, Social Engineering, etc.) wird durch entsprechende End User Trainings begegnet.

Personalrisiken

Die Vorsätze der Geschäftsführung, das Team mit modernen Management- und Führungsmethoden zu begeistern und mit Workshops für Teambuilding und Führungsentwicklung langfristig an das Unternehmen zu binden, haben sich als erfolgreich erwiesen.

Es wird regelmäßig überprüft, ob die vorhandene Personalstärke im Einklang mit der Geschäftsentwicklung steht. Eine unerwartete Eintrübung der Geschäftsentwicklung kann zu einem Abbau der Personalstärke führen.

Fremdwährungsrisken

Durch die im Jahr 2012 erfolgte Absicherung des Währungskursrisikos, indem alle Einkäufe bei der Muttergesellschaft in Euro abgewickelt werden und Verkaufspreise bei einem schwachen Euro entsprechend angepasst werden, bestehen weitestgehend keine Fremdwährungsrisiken.

Kurssicherungen auf Unternehmensebene finden nicht statt.

Gesamtaussage

Insgesamt werden keine Risiken gesehen, die den Bestand der Gesellschaft gefährden könnten.

 

Heidelberg, den 31. März 2025

Die Geschäftsführung

Christopher John O'Connor

Mark Westen

Andreas Marroquin

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Humanetics Europe GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Humanetics Europe GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Humanetics Europe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der Jahresabschluss vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023. Der beigefügte Lagebericht vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen uns Risiken der zukünftigen Enwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungsle gungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern ange wandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bad Homburg v. d. Höhe, 11.04.2025

Losemann + Sauer GmbH
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Christian Losemann, Wirtschaftsprüfer

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