Buch-Immobilien GmbH & Co. KG
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jens Dahremöller seit 1.12.2025 | Prokura |
Richard James Stevenson seit 15.4.2025 | Geschäftsführer |
Markus Scheuermann seit 15.4.2025 | Geschäftsführer |
Gregor Peter Heiko Boll seit 11.3.2025 | Prokura |
Thomas Brosch seit 18.4.2023 | Prokura |
Radu Constantin Immenroth seit 1.12.2022 | Geschäftsführer |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Foster MidCo GmbHKölnKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023KonzernlageberichtA. Grundlagen1. Geschäftsmodell Gegenstand der Foster MidCo GmbH mit Sitz in Köln ist das Halten, das Verwalten und die Veräußerung von Beteiligungen an anderen Gesellschaften im In- und Ausland gleich welcher Rechtsform. In diesem Zusammenhang fungiert sie als Mutterunternehmen der cleverbridge Group Holding GmbH, Köln, die wiederum das Mutterunternehmen der operativ tätigen cleverbridge GmbH, Köln, ist. Das gesellschaftsrechtliche Organigramm stellt sich wie folgt dar:
Die cleverbridge GmbH ist wiederum Mutterunternehmen von vier operativ im E-Commerce-Bereich tätigen Gesellschaften. Da die wirtschaftliche Entwicklung der Foster MidCo GmbH als Konzernmutterunternehmen elementar von der Entwicklung des Teilkonzerns der cleverbridge GmbH abhängig ist wird nachfolgend auf ihr Geschäftsmodell eingegangen: Die cleverbridge GmbH ist ein E-Commerce-Unternehmen, das sich auf den Vertrieb von Zugangsmöglichkeiten zu digitalen Gütern (z.B. Software-Lizenzcodes) spezialisiert hat, die zollfrei über das Internet geliefert werden können. Die von der Gesellschaft entwickelte E-Commerce-Plattform ermöglicht eine effiziente und kostengünstige Abwicklung der Bestellungen, der Übermittlung der Zugangscodes (Lieferung) und der Rechnungsstellung (zusammen als Plattformdienstleistungen bezeichnet). Dabei tritt die cleverbridge GmbH überwiegend als sog. Merchant of Record (MoR) auf, indem sie für ihre Kunden als Wiederverkäufer von digitalen Produkten oder Dienstleistungen an Endverbraucher agiert. In diesem Zusammenhang erbringt das Unternehmen auch verschiedene andere Dienstleistungen. Dazu gehören beispielsweise die Sicherstellung der steuerlichen Compliance im jeweiligen Land, in dem der Verkauf erfolgt, oder verschiedene Stufen des Endkundensupports. Im Rahmen des cleverbridge Service Provider Modells (CSP) stellt das Unternehmen den Herstellern digitaler Güter seine Plattformdienstleistungen zur Verfügung, um deren Produkte im eigenen Namen und auf eigene Rechnung zu vertreiben. Zusätzlich bietet cleverbridge den CSP-Kunden weitere Dienstleistungen, sogenannte Professional Services, an, die den Kernservice ergänzen. Darüber hinaus können, falls gewünscht, auch verschiedene Payment-Verfahren angebunden werden. Dazu arbeitet die cleverbridge GmbH mit verschiedenen Payment Service Providern und Banken sowie dem eigenen Zahlungsinstitut, der cleverbridge Financial Service GmbH, zusammen. Mit dieser Angebotsstruktur hat das Unternehmen die Möglichkeit für eine breite Marktpräsenz geschaffen. Denn insbesondere das CSP ermöglicht zusätzliche Produktvarianten und die Adressierung zusätzlicher Marktsegmente. Beide Modelle werden im Rahmen von variablen Baukastenangeboten Herstellern weltweit als digitale Vertriebskanäle angeboten. Die Endkunden des Unternehmens sind Unternehmen (B2B), öffentliche Einrichtungen (B2G) und Privatpersonen (B2C) weltweit. Seit der Gründung der cleverbridge GmbH im Jahr 2005 wurden Kunden in über zweihundert Ländern beliefert. Ergänzende Beratungsleistungen für Kunden (Consulting) und die Bereitstellung verschiedener Tools, z.B. zur Steuerung von Marketingkampagnen sowie zur Analyse und Optimierung von Konversionsraten, runden das Leistungsangebot der cleverbridge GmbH ab. 2. Verbundene Unternehmen Die cleverbridge Group Holding GmbH mit Sitz in Köln ist das gesellschaftsrechtliche Bindeglied zwischen der Foster MidCo GmbH als Konzern-Mutter und des operativ tätigen cleverbridge GmbH-Teilkonzerns. Die cleverbridge Group Holding GmbH hält im Wesentlichen die Beteiligung an der cleverbridge GmbH und agiert in der Funktion als Managementholding. Die cleverbridge GmbH mit Sitz in Köln ist die Hauptgesellschaft des Konzerns und wurde 2005 gegründet, um als Reseller umfassende Dienstleistungen im Bereich E-Commerce anzubieten. Zudem hält das Unternehmen die Beteiligungen an den nachfolgend genannten operativ tätigen Gesellschaften. Die cleverbridge Inc. mit Sitz in Chicago, USA, ist für die Steuerung der Vertriebswege des Konzerns und die Betreuung sämtlicher Endkunden ("customer") und Lieferanten ("clients") in den Vereinigten Staaten von Amerika zuständig. Die cleverbridge Inc. kauft die Zugangsmöglichkeiten zu digitalen Gütern (z. B. Lizenzschlüssel) im Wesentlichen bei der cleverbridge GmbH ein und verkauft diese an Endkunden in den USA. Aufgrund der von ihr erbrachten Dienstleistungen für die cleverbridge GmbH ist der Konzern in der Lage seinen Kundenservice das ganze Jahr über täglich 24 Stunden zur Verfügung zu stellen. Die cleverbridge Financial Service GmbH mit Sitz in Köln wurde gegründet, um als Finanzdienstleistungsunternehmen neue Geschäftsfelder (Zahlungsdienste) in diesem Bereich zu erschließen. Die für den Geschäftsbetrieb erforderliche BaFin-Erlaubnis wurde am 19. Dezember 2018 mit Wirkung zum 1. Januar 2019 erteilt. Nach Abschluss der Aufbauphase hat die Gesellschaft Ende 2019 ihre operative Tätigkeit aufgenommen. Die cleverbridge K.K. mit Sitz in Tokio, Japan, ist eine reine Servicegesellschaft der cleverbridge GmbH. Sie war für den Vertrieb und die Markterschließung im japanischen Markt verantwortlich und betreute die japanischen Vertragspartner. Diese Aufgaben werden seit Mitte 2023 im Wesentlichen von der cleverbridge Inc. übernommen. Die cleverbridge Co. Ltd. mit Sitz in Taipei, Taiwan, ist eine reine Servicegesellschaft der cleverbridge GmbH. Sie war für den Vertrieb und die Markterschließung im asiatischen Raum zuständig und betreute die asiatischen Vertragspartner. Die Gesellschaft befindet sich seit Anfang 2023 in Liquidation. Ihre Aufgaben wurden im Wesentlichen von der cleverbridge Inc. übernommen. 3. Ziele und Strategien Die Ziele und Strategien des Konzerns lassen sich aufgrund der engen wirtschaftlichen Verflechtung im Wesentlichen von denen des operativ tätigen Teilkonzerns cleverbridge GmbH ableiten und werden im Folgenden dargestellt: Die cleverbridge GmbH und ihre Töchterunternehmen sind mit einem wesentlichen Teil ihres Produktportfolios im Ursprungsmarkt des Digital Commerce, dem Subscription & Billing Management, angesiedelt. Insbesondere die vollständige Abbildung des Transaktionsprozesses für digitale Produkte sowie die begleitenden, erweiterten Dienstleistungen erfordern im Rahmen ihrer Erbringung und Abwicklung keine weitere Einbindung physischer Leistungen (wie z.B. Lieferung), sondern können ausschließlich digital abgewickelt werden. Da neben dem Ursprungsmarkt "Software" zunehmend viele weitere Produkte in rein digitaler Form gestaltet werden, z.B. cloudbasierte Strukturen, aber auch Schulungen und Wartungsleistungen, nimmt der Vertrieb über E-Commerce-Plattformen stetig zu. Nach Einschätzung des Unternehmens besteht im Marktsegment "Digitale Produkte" ein erhebliches Wachstumspotenzial. Angesichts der Entwicklungen im E-Commerce und bei Abonnementdiensten investiert die Gruppe stark in den technologischen Fortschritt. Ziel ist es, die Fähigkeiten der E-Commerce-Plattform der cleverbridge GmbH zu erweitern. Dazu gehört der Einsatz von Datenanalyse, Automatisierung und künstlicher Intelligenz, um Prozesse zu optimieren, Angebote zu personalisieren und Markttrends zu antizipieren. Neben der Erweiterung des Produkt- und Dienstleistungsportfolios strebt der Konzern die Erschließung neuer geografischer Regionen und Branchen an. Durch die Diversifikation wird die Abhängigkeit von einem einzelnen Marktsegment bzw. einer einzelnen Erlösquelle verringert, Risiken reduziert und neue Chancen genutzt. Durch Kooperationen mit komplementären Unternehmen und Technologieanbietern erweitert die Unternehmensgruppe ihre Reichweite, erschließt neue Märkte und verbessert ihr Leistungsversprechen. Diese Partnerschaften fördern das beiderseitige Wachstum und ermöglichen die Bereitstellung umfassender Kunden-Lösungen. 4. Forschung und Entwicklung Die E-Commerce-Plattform der cleverbridge GmbH wird durch eine eigene Softwareabteilung gepflegt und kontinuierlich weiterentwickelt. Dabei wird berücksichtigt, dass auch neue Anforderungen, die sich aus der Adressierung von Zukunftsmärkten oder relevanten Rechtsgebieten (z. B. Datenschutz oder Steuern) ergeben, eine permanente Produktanpassung erfordern. Dies kann aus Sicht der Gesellschaft nur bedingt ausschließlich mit eigenen Ressourcen erfolgen, da die Ressourcenverfügbarkeit insbesondere im Entwicklungsbereich knapp ist und für spezifische Lösungen spezielles Know-how für einen begrenzten Zeitraum benötigt wird. Aus diesem Grund setzt die cleverbridge GmbH stark auf ein hybrides Modell als Kombination aus fest angestelltem Personal und der projektbezogenen Ergänzung durch flexible, externe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Durch diesen gezielten Einsatz von kombinierten Teams sowie durch gezieltes Outsourcing von Teilprojekten besteht das Ziel, die Zukunftsfähigkeit der E-Commerce-Plattform mit modernen Technologien bzw. über deutlich flexiblere Strukturen und neuen Produkten zu sichern. Entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit der cleverbridge GmbH und die Sicherung des Unternehmens-Know-hows bleibt jedoch, dass wesentliche Entwicklungsfunktionen, die eine Vielzahl von Wettbewerbern derzeit bereits an Outsourcing-Partner ausgelagert haben, weiterhin durch eigene Mitarbeitenden beherrscht werden und damit der Zugriff auf Kernbereiche gesichert ist. Ein Schwerpunkt der laufenden und zukünftigen Entwicklungsaktivitäten wird die Entwicklung eines völlig neuen, innovativen, schnellen und flexiblen Zahlungs-Gateways für weltweit abzurechnende digitale Produkte sein. Das System soll hochkomplexe Zahlungsroutings optimieren und die Verwendung von Token, Kryptowährungen und von Zentralbanken akzeptierten digitalen Währungen ermöglichen. Darüber hinaus soll es in der Lage sein, Betrug durch künstliche Intelligenz zu erkennen und gleichzeitig die Anzahl der abgelehnten Zahlungen zu minimieren. Laut der Studie "The economic potential of generative AI" von McKinsey & Company von Juni 2023 hat der Einsatz von künstlicher Intelligenz (Generative Artificial Intelligence - GenAI) das Potenzial, einen jährlichen Produktivitätsgewinn von 2,6 bis 4,4 Billionen US-Dollar zu erzielen. Etwa 75 % des geschätzten Werts werden durch GenAI in den Bereichen Kundenservice, Marketing und Vertrieb, Softwareentwicklung sowie Forschung und Entwicklung geschaffen. Die cleverbridge GmbH wird GenAI auch zur Optimierung der User Experience im E-Commerce einsetzen. GenAI wird Webseiten und Checkout-Prozesse selbstständig und automatisiert im Code verändern und dabei die Reaktionen der Nutzer messen. Basierend auf diesen Messungen werden kontinuierlich Anpassungen vorgenommen, um für jeden Kunden einen optimierten Zustand zu erreichen. Des Weiteren entwickelt die cleverbridge GmbH für Kunden im B2B-Segment ein neues Produkt zur Maximierung des Customer Lifetime Value (CLV) ihrer Bestandskunden, z. B. durch Reduzierung der Kündigungsraten oder Erhöhung der Margen durch Automatisierung. Mittels technologischer Bausteine werden digitale Zwillinge von Kundensegmenten erzeugt, deren autonome Agenten auf Basis des Large Language Model (LLM) Kundengespräche simulieren und unterschiedliche, mehrdimensional optimierte, personalisierte Automatisierungsabläufe für Kundenbindungs- oder Rückgewinnungskampagnen berechnen. Die Zuverlässigkeit der E-Commerce-Plattform wird von der cleverbridge GmbH regelmäßig und ohne Beanstandungen getestet. Das Unternehmen legt großen Wert auf externe Sicherheitsaudits mit entsprechender Zertifizierung, die durch ISAE 3402 und den Payment Card Industry Data Security Standard (PCI DSS) untermauert werden. Die Audits durch externe Sachverständige konnten seit 2019 ohne nennenswerte Beanstandungen abgeschlossen werden. Nach Abschluss etwaig erforderlicher Forschungsarbeiten in Vorjahren wurden im Geschäftsjahr ausschließlich Entwicklungsleistungen einschließlich sonstiger Fremdleistungen in Höhe von insgesamt TEUR 10.461 (Vorjahr: TEUR 7.782) erbracht. Die Entwicklungskosten wurden als Immaterielle Vermögenswerte aktiviert. 5. Mitarbeitende Im Berichtsjahr 2023 waren durchschnittlich 250 Mitarbeitende und 8 Aushilfen (Vorjahr: 297 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 5 Aushilfen) beschäftigt. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Personalbestand um 16 % gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf die im Jahr 2022 durchgeführte Restrukturierung, die erst im ersten Halbjahr 2023 voll wirksam wurde, sowie auf die Verlagerung des Customer Support nach Manila auf den Philippinen, zurückzuführen. B. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft erwies sich im Jahr 2023 als widerstandsfähig. Die Ergebnisse fielen in den einzelnen Ländern jedoch unterschiedlich aus, wobei das starke Wachstum in den Vereinigten Staaten und vieler Schwellenländern durch eine Verlangsamung in den meisten europäischen Ländern kompensiert wurde. Das globale Wachstum wird sich den Prognosen zufolge von 3,1 % im Jahr 2023 auf 2,9 % im Jahr 2024 abschwächen, bevor es sich im Jahr 2025 im Zuge der Lockerung der finanziellen Bedingungen auf 3,0 % erholt. 1 In Deutschland kam es 2023 zu einer Rezession. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte gegenüber dem Vorjahr um 0,3 %. 2 Die Auswirkungen der ansteigenden Preise im Energiesegment und allgemein der hohen Inflation sowie die allgemeine weltwirtschaftliche Schwäche, unter anderem bedingt durch die Folgen des Krieges in der Ukraine, belasten die deutsche Wirtschaft. Laut Prognosen der Bundesregierung wird das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2024 lediglich um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr wachsen. 3 Die USA verzeichneten 2023 mit einem Wachstum von 2,5 % eine starke Wirtschaftsleistung. Das jährliche Wachstum in den Vereinigten Staaten wird den Projektionen zufolge weiterhin von den Ausgaben der privaten Haushalte und der guten Arbeitsmarktlage gestützt, dürfte sich aber auf 2,1 % im Jahr 2024 und 1,7 % im Jahr 2025 abschwächen. 1 Der Umsatz im B2C-E-Commerce in Deutschland wird laut Prognosen in 2023 von 84,5 auf 89,4 Milliarden Euro steigen. 4 Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Umsatzwachstum von 5,8 %. Die umsatzstärksten Warengruppen im deutschen Online-Handel sind Bekleidung sowie Elektronikartikel und Telekommunikation. Das Umsatzwachstum der letzten Jahre war rasant und wurde durch die pandemiebedingte Schließung von Geschäften noch zusätzlich verstärkt. 4 Sollte sich der aktuelle Trend fortsetzen, könnte der E-Commerce-Umsatz laut dem aktuellen "Branchenreport Onlinehandel" des Instituts für Handelsforschung Köln bis 2027 ein Umsatzvolumen von rund 119 Milliarden Euro erreichen. 5 Die Software-Branche in Deutschland konnte sich trotz der schwierigen Rahmenbedingungen behaupten und erwirtschaftete einen Umsatz von rund 38,8 Milliarden Euro. Das entspricht einem Wachstum von 9,3 % im Vergleich zum Vorjahr. 6 Die Software-Branche in den USA wächst kontinuierlich und dominiert den Weltmarkt mit einem Umsatz von 310,8 Milliarden Euro im Jahr 2023. Unternehmenssoftware ist mit einem Marktvolumen von 127,9 Milliarden Euro das größte Segment. Es wird erwartet, dass der Branchenumsatz eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR 2024-2028) von 4,14 % aufweist, was zu einem prognostizierten Marktvolumen von 380,2 Milliarden Euro im Jahr 2028 führt. 7 Der weltweite Markt für Online-Zahlungen hat laut den Analysten der Boston Consulting Group (BCG) von 2017 bis 2022 eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 8,3 % erreicht. Bis 2027 wird sich das Umsatzwachstum voraussichtlich auf 6,2 % pro Jahr verlangsamen und das weltweite Zahlungsvolumen von 1,6 Billionen US-Dollar auf 2,2 Billionen US-Dollar ansteigen. Davon werden die transaktionsabhängigen Einnahmen aus Karten- und Konto-zu-Konto-Zahlungen voraussichtlich um 7,1 % steigen. Die transaktionsunabhängigen Einnahmen aus Zinsen und Gebühren werden dagegen voraussichtlich nur um 5,7 % steigen. 8 Die Zahlungsverkehrsbranche steht vor mehreren wichtigen Herausforderungen:
2. Geschäftsverlauf Da die Pflicht zur Konzernrechnungslegung erst mit dem Erwerb der cleverbridge GmbH, die das operative Geschäft des Konzerns betreibt, entstanden ist, wurde das gesamte Geschäft aus dem Erwerb erst ab dem 1. Juni 2022 erfasst, infolgedessen Vorjahreszahlen nur für das Rumpfgeschäftsjahr vorliegen. Der Konzern weist zum Jahresende ein negatives Konzernjahresergebnis in Höhe von TEUR 18.760 (Vorjahr: TEUR -12.308) aus. Das Ergebnis ist insbesondere durch die Abschreibung des im Rahmen der Kaufpreisallokation aufgedeckten Firmenwertes in Höhe von TEUR 10.608 (Vorjahr: TEUR 6.180), der aktivierten Technologieprojekte in Höhe von TEUR 11.025 (Vorjahr: TEUR 6.431) sowie der Marke in Höhe von TEUR 724 (Vorjahr: TEUR 422) belastet. Insgesamt verlief das Geschäftsjahr dennoch zufriedenstellend. Der Konzern blieb bei der Umsatzentwicklung hinter den Erwartungen (Prognose Vorjahr TEUR 853.743) zurück. Einer möglichen deutlich positiveren Entwicklung standen verschiedene Einzelfaktoren entgegen: So konnten sich die Wachstums- und Ergebniseffekte aus den Ende 2023 verspätet eingeführten neuen Plattformprodukten CleverEssentials, CleverInsights und CleverAutomations kundenseitig noch nicht wie ursprünglich geplant entfalten. Dies wirkte sich negativ auf das Onboarding von Neukunden aus bzw. verzögerte dieses, was auch dazu führt dass das EBITDA Ziel von TEUR 10.157 sowie das Ziel für den Konzernjahresfehlbetrag von TEUR -16.896 nicht erzielt wurde. Diese neuen Produkte werden zukünftig Kunden aller Größenordnungen beim Start, der Skalierung und dem Wachstum ihres Geschäfts unterstützen. Darüber hinaus hat ein Kunde sein Engagement auf der Plattform sukzessive reduziert. Der Geschäftsverlauf in den ersten Wochen des Jahres 2024 zeigt trotz anhaltend schwieriger geopolitischer und gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen eine Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Vor diesem Hintergrund gehen wir aus heutiger Sicht davon aus, dass der Konzernumsatz und das Konzernergebnis voraussichtlich näherungsweise auf Planniveau liegen werden. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Die finanziellen Leistungsindikatoren des Konzerns sind Bruttoerlös, Rohertrag, EBITDA sowie Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit. Diese stellen sich im Jahresvergleich wie folgt dar:
Aufgrund der fehlenden Vergleichbarkeit des Geschäftsjahres 2023 mit dem Rumpfgeschäftsjahr 2022, konzentrieren sich die nachfolgenden Ausführungen hauptsächlich auf die Entwicklung im Berichtsjahr. Die Entwicklung der Bruttoerlöse im Jahr 2023 liegt unter den Erwartungen. Hauptverantwortlich für diese Entwicklung sind die bereits oben erfolgten Ausführungen zu dem verspäteten GoLive von neuen Plattformprodukten und das hierdurch verspätete Onboarding von Kunden. Die Entwicklung des Rohertrags (Net Revenue) zeigt eine stabile Rohertragsmarge von 5,8 %, die auch zukünftig mindestens gehalten und bestenfalls noch ausgebaut werden soll Unter der Annahme eines unterjährig gleichverteilten operativen Ergebnisses (EBITDA) ergibt sich deutliche Erhöhung des Konzern EBITDA auf TEUR 8.661. Dies geht einher mit einer deutlichen Steigerung der Marge von 5,6 % im Vorjahr auf 20,6 % in 2023. Diese Entwicklung ist auf die erfolgreiche Umsetzung eines strikten Kostenmanagements sowie der im Vorjahr erfolgten Restrukturierungsmaßnahmen zurückzuführen. Ausgehend von einem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 8.196, einem Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR -9.633 und einem Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR -3.748 ergibt sich zum Ende der Berichtsperiode ein Finanzmittelfonds in Höhe von TEUR 32.163. 4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Konzernleitung ist davon überzeugt, dass der Erfolg der Unternehmensgruppe maßgeblich von der Qualifikation der Mitarbeitenden abhängt. Die cleverbridge Gruppe rekrutiert, entwickelt und bindet Talente und unterstützt ihre Mitarbeitenden dabei in einem cleverbridge-Umfeld, das ihnen die Freiheit gibt, sich in einer vielfältigen, kollaborativen und leistungsorientierten Kultur weiterzuentwickeln, ihr Bestes zu geben. Die Aus- und Weiterbildung unterteilt sich in zentral organisierte Trainings über die "cleverbridge Academy" sowie fach- und führungsspezifische Trainings bis hin zu individuellem Coaching, die über Abteilungsbudgets gesteuert und koordiniert werden. Die "cleverbridge Academy" ist ein globales und standardisiertes Lernmanagementsystem mit Trainingsangeboten, das die individuelle Entwicklung von Business Skills, Interpersonal Skills und Fachexpertise der cleverbridge-Mitarbeitenden unterstützt und sicherstellt. Ziel ist es, alle Mitarbeitenden zu schulen und sicherzustellen, dass jeder Mitarbeitende die Möglichkeit hat, seine Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Zu diesem Zweck steht jedem Mitarbeitenden 2023 ein dediziertes Weiterbildungs-Budget zur Verfügung, das für Fortbildungen genutzt werden konnte. Darüber hinaus hatte im Berichtsjahr jeder Mitarbeitende die Möglichkeit, zwei Tage für soziales Engagement zu nutzen. Im Berichtsjahr wurden insgesamt TEUR 91 (Vorjahr: TEUR 81) in die Weiterbildung der Mitarbeitenden investiert. Darüber hinaus hat die cleverbridge GmbH kommende ESG-Anforderungen in ihren Wachstumsprozess integriert. Dieser Ansatz ist in den Unternehmensgrundsätzen verankert, die auf Zweck, Mission und Werten beruhen und wird nicht nur dazu beitragen, die besten Arbeitsplätze zu schaffen, sondern auch die Wertschöpfung zu steigern. Um diese Ziele zu erreichen, bedarf es des aktiven Engagements des Managements und der gesamten Organisation. Konkret wurden folgende Initiativen umgesetzt: Die cleverbridge Gruppe legt großen Wert auf Chancengleichheit unabhängig von Geschlecht und Herkunft. Um diese Vielfalt und Kultur zu fördern und eine neue Art des Leistungsmanagements zu etablieren, beschäftigen sich Mitarbeitenden aus Köln und Chicago im Rahmen der "Culture of Growth"-Reihe mit verschiedenen Themen zur kontinuierlichen Verbesserung des Unternehmens. Dazu gehören Initiativen wie "Special Momento" oder "Engagement Survey". Zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität wurden auch die Aktivitäten im Bereich "Frauenförderung" für weibliche Führungskräfte weiter vorangetrieben. Ziel ist es, im Rahmen dieser Aktivitäten weitere Entwicklungsmöglichkeiten zu schaffen. Im Rahmen der Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit fördert die cleverbridge Gruppe den offenen Austausch auf allen Ebenen und strebt eine offene Feedbackkultur über Abteilungs- und Hierarchiegrenzen hinweg an. Zahlreiche Kommunikationskanäle gewährleisten die Möglichkeit, Rückmeldungen und Verbesserungsvorschläge zu Kultur, Initiativen oder Führungsverhalten zu geben. Die Ergebnisse werden unter Berücksichtigung der Compliance-Vorgaben ausgewertet und den Teams bzw. dem gesamten Unternehmen zur Verfügung gestellt, um sie zu diskutieren und gemeinsam mit den Mitarbeitenden Lösungsansätze zu entwickeln. Die genannten Aktivitäten dienten auch dazu, den sozialen Zusammenhalt nach der Pandemie wieder zu stärken und die Mitarbeitenden trotz der aktiven Einführung eines hybriden Arbeitsmodells im Januar 2022 weltweit zurück ins Büro zu holen. C. Konzern-Vermögens-, Finanz- und Ertragslage1. Konzern-Vermögenslage Die Konzern-Vermögenslage stellt sich im Periodenvergleich wie folgt dar:
Die Konzern-Bilanzsumme beträgt TEUR 200.770 (Vorjahr: TEUR 219.741) und resultiert im Anlagevermögen neben einem aktivierten Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 71.550 (Vorjahr: TEUR 82.142) im Wesentlichen aus immateriellen Vermögensgegenstände für im Rahmen des Kaufpreisallokation aktivierte Technologieprojekte in Höhe von TEUR 48.693 (Vorjahr: TEUR 59.718) sowie der Marke in Höhe von TEUR 3.922 (Vorjahr: TEUR 4.647). Darüber hinaus ist das Umlaufvermögen durch liquide Mittel in Höhe von TEUR 32.163 (Vorjahr: TEUR 37.348) geprägt, wovon TEUR 4.218 (Vorjahr: TEUR 3.775) aufgrund von marktüblichen Sicherungsmaßnahmen Verfügungsbeschränkungen unterliegen. 2. Konzern-Finanzlage Die Konzern-Finanzlage stellt sich im Periodenvergleich wie folgt dar:
Das Eigenkapital wird durch die im Vorjahr getätigten Einstellungen in die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 (übersteigende Einlage zum Nennkapital; TEUR 105.560) und gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 (sonstige Zuzahlungen der Gesellschafter; TEUR 3.077) bestimmt. Zusammen mit der Stammkapital (TEUR 876) und den Währungsdifferenzen in Höhe von TEUR -53 (Vorjahr: TEUR 39) sowie dem Konzernbilanzverlust von TEUR 31.086 (Vorjahr: TEUR 12.326) ergibt sich ein Konzerneigenkapital von TEUR 78.373 (Vorjahr: TEUR 97.224), was einer Konzerneigenkapitalquote von 39,0 % (Vorjahr: 44,2 %) entspricht. Die Rückstellungen in Höhe von insgesamt TEUR 5.421 (Vorjahr: TEUR 5.510) beinhalten neben Steuerrückstellungen im Wesentlichen für umsatzsteuerliche Registrierungspflichten in Höhe von TEUR 1.214 (Vorjahr: TEUR 1.219) im Wesentlichen personalbezogene Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.325 (Vorjahr: TEUR 2.534) und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 1.643 (Vorjahr: TEUR 1.490). Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 2.567 auf TEUR 49.483 ist auf die gestiegenen Verkaufskommissionen zurückzuführen. In den sonstigen Verbindlichkeiten ist das Akquisitionsdarlehen in Höhe von TEUR 35.000 (Vorjahr: TEUR 35.000) enthalten. Dieses Darlehen hat einen möglichen Gesamt-Finanzierungsrahmen von TEUR 85.000 und wurde nicht vollständig in Anspruch genommen. Darüber hinaus bestehen Steuerverbindlichkeiten - im Wesentlichen aus Umsatzsteuer - in Höhe von TEUR 11.031 (Vorjahr: TEUR 11.871). Unter Berücksichtigung der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung schätzen wir die Finanzlage des Konzerns im Jahr 2023 als solide ein. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 8.196 (Vorjahr: TEUR 17.638) wird im Wesentlichen durch die Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Verbindlichkeiten bestimmt. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt TEUR -9.633 (Vorjahr: TEUR -77.609) und ist im Wesentlichen durch Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände geprägt (Vorjahr Zugänge zum Konsolidierungskreis). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beläuft sich auf TEUR -3.748 (Vorjahr: TEUR 97.309) und stellt die Zinszahlungen für das im Jahr 2022 aufgenommene Darlehen zur Akquisitionsfinanzierung in Höhe von TEUR 35.000 dar (Vorjahr Einzahlung EK und Darlehen). 3. Konzern-Ertragslage Die Konzern-Ertragslage stellt sich wie folgt dar:
Im Vorjahr ergab sich mit dem Erwerb einer mittelbaren Mehrheitsbeteiligung an der cleverbridge GmbH, Köln, und ihrer Tochtergesellschaften Anfang Juni 2022 erstmalig die Konzernrechnungslegungspflicht der Foster MidCo GmbH für das Geschäftsjahr 2022. Da die Gesellschaften erst ab dem Erstkonsolidierungszeitpunkt ab Juni 2022 in den Konzernabschluss einbezogen wurden ist die Gewinn- und Verlustrechnung nicht mit dem Vorjahr vergleichbar. Zur Herstellung der Vergleichbarkeit wurde in der vorhergehenden Tabelle der ehemalige Konzernabschluss der cleverbridge GmbH bis zum Zeitpunkt der Entstehung der Konzernrechnungslegungspflicht der Foster MidCo GmbH auf die Vorjahreszahlen addiert. Von den Brutto-Erlösen entfallen TEUR 714.081 (Vorjahr: TEUR 420.232) auf das Reseller Geschäft (MoR) und TEUR 2.231 (Vorjahr: TEUR 1.283) auf Leistungen im Rahmen des CSP-Modells sowie TEUR 4.691 (Vorjahr: TEUR 2.364) auf sonstige Umsätze, wie z.B. Beratungsleistungen auf Stundenbasis. In den aktivierten Eigenleistungen sind im Wesentlichen die internen Entwicklungsleistungen für die E-Commerce-Plattform der cleverbridge GmbH enthalten. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus Währungsdifferenzen in Höhe von TEUR 145 (Vorjahr: 0) und Erträge aus Auflösungen von Rückstellungen in Höhe Von TEUR 325 (Vorjahr: TEUR 46). Im Vorjahr waren die sonstigen betrieblichen Erträge maßgeblich durch periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 208 sowie Weiterbelastungen von vorverauslagten Kosten der Due Diligence an die Alt-Gesellschafter geprägt. Der Personalaufwand hat sich im 12-Monats-Vergleich im Wesentlichen durch den Abbau von Personal um TEUR 3.332 vermindert. Die Abschreibungen beinhalten im Wesentlichen Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 10.608 (Vorjahr: TEUR 6.180), auf aktivierte Technologieprojekte in Höhe von TEUR 11.025 (Vorjahr: TEUR 6.431) sowie auf die Marke in Höhe von TEUR 724 (Vorjahr: TEUR 422). Der Anstieg im Vergleich zur Vergleichs-GuV 2022 ist im Wesentlichen auf den Kauf der Gruppe sowie den Beginn der Abschreibungen auf den Geschäfts- und Firmenwert, die Technologien und die Marke ab dem 1. Juni 2022 zurückzuführen. Kosteneffizienzmaßnahmen waren für die Verminderung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen im 12-Monats-Vergleich verantwortlich. Das Finanzergebnis beinhaltet im Wesentlichen die Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 3.766 (Vorjahr: TEUR 1.423) für das Akquisitionsdarlehen in Höhe von TEUR 35.000. Nachfolgend wird die Ergebnisentwicklung der einzelnen Gesellschaften für das gesamte Geschäftsjahr dargestellt: Ertragslage der Foster MidCo GmbH Die Gesellschaft erzielte einen Jahresfehlbetrag von TEUR 27 (Vorjahr: TEUR 150). Ertragslage der cleverbridge Group Holding GmbH Aufgrund hoher Zinsaufwendungen für das Akquisitionsdarlehen in Höhe von TEUR 3.766 (Vorjahr: TEUR 1.423) und sonstiger betrieblicher Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.400 (Vorjahr: TEUR 1.120) erzielte die Gesellschaft im Geschäftsjahr einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 5.465 (Vorjahr: TEUR 2.423). Ertragslage der cleverbridge GmbH Die Gesellschaft verzeichnete im Geschäftsjahr einen Anstieg der Bruttoerlöse in Höhe von TEUR 10.372 auf TEUR 704.085 und einen Anstieg des Aufwands für Verkaufskommissionen in Höhe von TEUR 10.547 auf TEUR 658.232 bei einem reduzierten Kostenblock und konnte somit ein positives Ergebnis in Höhe von TEUR 4.693 (Vorjahr: TEUR 1.331) erzielen. Das Jahresergebnis wurde im Geschäftsjahr nicht - wie im Vorjahr - durch Ausschüttungen von Tochtergesellschaften in Höhe von TEUR 2.476 beeinflusst. Ertragslage der cleverbridge Financial Service GmbH Die Provisionserträge und sonstige Erträge der Gesellschaft belaufen sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 1.164 (Vorjahr: TEUR 1.104) und lag damit um 5,4 % über dem Vorjahresniveau. Ertragslage der cleverbridge Inc. Die Bruttoerlöse der cleverbridge Inc. betrugen im Geschäftsjahr TEUR 324.345 (Vorjahr: TEUR 306.301). Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Steigerung von 5,9 %. Ertragslage der cleverbridge KK Die Umsatzerlöse der Gesellschaft betrugen im Geschäftsjahr TEUR 369 (Vorjahr: TEUR 639). Dies entspricht einem Rückgang der Gesamtleistung um 42,3 % gegenüber dem Vorjahr, da die Gesellschaft nur noch eingeschränkt Dienstleistungen an die cleverbridge GmbH erbringt. Ertragslage der cleverbridge Co., Ltd. Die Umsatzerlöse der Gesellschaft betrugen im Geschäftsjahr TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 347). Dies entspricht einer Reduzierung der Gesamtleistung um 100 % gegenüber dem Vorjahr. Die Gesellschaft befindet sich in Liquidation. D. Risiken-, Chancen- und Prognosebericht1. Risiken Die cleverbridge GmbH als Kernunternehmen des Konzerns ist seit ihrer Gründung im Jahr 2005 in Märkten tätig, die sich seither durch Wachstum auszeichnen. Den Chancen in diesen Märkten stehen jedoch - wie in jeder Branche - auch Risiken gegenüber. Folgende wesentliche Risiken wurden identifiziert, die im Rahmen des Risikomanagementprozesses des Konzerns regelmäßig betrachtet, neu bewertet und mit entsprechenden Maßnahmen u. a. mitigiert werden: a. Branchen- und unternehmensspezifische Risiken im Kundensektor Die Konzernleitung betrachtet die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung - trotz der sich bietenden Chancen des Marktsegments, in dem der Konzern tätig ist - weiterhin mit einem zurückhaltenden Optimismus, da die derzeitige gesamtwirtschaftliche Entwicklung nur schwer verlässliche Aussagen über nachhaltige Trends zulässt. Grundsätzlich bleibt festzuhalten, dass der Konzern nach Einschätzung der Geschäftsleitung mit ihrem Geschäftsmodell, den getroffenen strategischen Maßnahmen (Investition in die Plattform und neuer Produkte) und der Art ihrer Marktpositionierung (Softwareindustrie als Fokuskundengruppe) robust auf die aktuellen Marktveränderungen vorbereitet ist. Trotz der negativen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung konnte und kann die der Konzern sein Geschäft ausbauen. Sollten sich die Wachstumsaussichten und die Wettbewerbssituation für digitale Produkte und Finanzdienstleistungen jedoch ungünstiger als erwartet entwickeln, könnte dies auch die Planungen für die Geschäftstätigkeit negativ beeinflussen. E-Commerce-Unternehmen weisen in der Regel eine nicht unerhebliche Abhängigkeit von den zur Verfügung gestellten Zahlungsmitteln auf, die von den Kunden für den Einkauf im Internet genutzt werden können. Der Konzern begegnet den Risiken im Zusammenhang mit den im E-Commerce eingesetzten Zahlungsmitteln durch den Dialog mit den jeweiligen Anbietern dieser Zahlungsmittel sowie durch eine kontinuierliche Diversifizierung und Schaffung möglicher Redundanzen in diesem Bereich. Die eigenen Systeme zur Betrugs- und Geldwäscheprävention werden kontinuierlich weiterentwickelt und durch Machine Learning Tools ergänzt. Mit der Zahlungsinstitutslizenz der cleverbridge Financial Services GmbH hat der Konzern nicht nur zusätzliche Möglichkeiten der Zahlungsabwicklung für seine Kunden geschaffen, sondern auch Optionen zur Reduzierung der Zahlungsverkehrskosten, die neben den Personalkosten den größten Kostenblock darstellen. Darüber hinaus bietet die cleverbridge Financial Services GmbH die Möglichkeit, neben dem Kerngeschäft des Konzerns mit dem Reseller-Modell auch ein Service Provider-Modell anzubieten, was zu einer weiteren Reduzierung der Risiken im Bereich der Zahlungsdienstleistungen führt. b. Produktrisiken Die kontinuierliche Weiterentwicklung bestehender Produkte sowie die Neuentwicklung von Dienstleistungen im digitalen Umfeld ist eine wesentliche Voraussetzung für das Funktionieren des Geschäftsmodells des Konzerns. Gleichwohl kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich aus den Entwicklungstätigkeiten negative Auswirkungen ergeben können. Der Konzern muss berücksichtigen, dass zur Abdeckung neuer Anforderungen, die sich aus möglichen Zukunftsmärkten für den Konzern ergeben, auch eine Anpassung der Produkte erforderlich sein kann. Dies gilt sowohl für die Einführung neuer Produkte als auch für die technische Weiterentwicklung der vorhandenen Kernfunktionalitäten der eigenen E-Commerce-Plattform. c. IT-Risiken Das Geschäftsmodell eines E-Commerce-Konzerns basiert im Wesentlichen auf der Erbringung von technischen und regulatorischen Dienstleistungen. Dementsprechend nehmen die technische Verfügbarkeit sowie der sichere Betrieb einen hohen Stellenwert im Rahmen des Risikomanagements ein. Möglichen Risiken im IT-Bereich begegnet der Konzern mit moderner Hard- und Software, die kontinuierlich auf dem aktuellen Stand der Technik gehalten wird, sowie einem Prozessframework zur Adressierung und kontinuierlichen Optimierung der IT-Strukturen, z.B. moderne Hosting- und Cloud-Lösungen. Betriebskonzepte, die agil auf Risiken reagieren und schnelle Lösungszyklen ermöglichen, reduzieren operative Risiken. Zum Schutz der Daten vor dem Zugriff unberechtigter Dritter und vor Verlust hat der Konzern umfangreiche Sicherungs- und Backup-Systeme, Vorkehrungen zum Viren- und Zugangsschutz sowie Systeme zum Schutz vor DDoS-Attacken im Einsatz. Zur Gewährleistung der Vertraulichkeit werden Daten sowohl bei der Übertragung als auch bei der Speicherung verschlüsselt. Geografisch getrennte und redundant ausgelegte Rechenzentren gewährleisten eine hohe Verfügbarkeit. Szenarien für mögliche Betriebsstörungen und Ausfälle werden durch Notfallpläne auf ein unvermeidbares Restrisiko reduziert. Zusätzlich zu den eigenen Maßnahmen wird die Einhaltung aller Anforderungen des PCI-DSS-Standards durch jährliche Audits sichergestellt. d. Steuerliche Risiken Die konzerneigene Steuerabteilung untersucht im Rahmen eines internen Monitorings regelmäßig anhand allgemein zugänglicher Quellen die weltweite Steuerentwicklung in den relevanten Steuerarten (indirekte und direkte Steuern sowie Sondersteuern wie z.B. Digitalsteuern). In Ländern, in denen bereits eine steuerliche Registrierung vorliegt und gegebenenfalls externe Steuerberater vor Ort mandatiert wurden, dienen diese als zusätzliche Informationsquelle für steuerliche Entwicklungen. Aufgrund der Komplexität und hohen Dynamik internationaler Steuerentwicklungen können jedoch auch rückwirkend neue Risiken entstehen, die zu nachträglichen Steuerzahlungen führen können. Um dieser Dynamik zu begegnen, hat der Konzern ein internes Monitoring etabliert. Sofern sich Anhaltspunkte für neue Steuerpflichten ergeben, werden bei Bedarf externe Berater hinzugezogen. e. Rechtliche Risiken Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Konzern wegen der Lieferung mangelhafter Produkte oder der Verletzung sonstiger vertraglicher oder gesetzlicher Pflichten in Anspruch genommen wird, wie dies auch bei anderen Unternehmen der Fall ist. Unabhängig von den Erfolgsaussichten solcher Ansprüche könnten dem Konzern Kosten entstehen, um solche Ansprüche abzuwehren. Der Konzern bedient sich in solchen Angelegenheiten sowohl der internen Rechtsabteilung als auch der Unterstützung externer Spezialisten. Darüber hinaus kann nicht ausgeschlossen werden, dass länderspezifische Gesetze und Vorschriften die Rahmenbedingungen für Investitionen und die Möglichkeiten des freien Handels, insbesondere im Zusammenhang mit digitalen Produkten, beeinflussen und unterschiedliche Auslegungspraktiken von steuerlichen, rechtlichen oder behördlichen Vorschriften den Umfang unserer Aktivitäten beeinträchtigen. Insbesondere steuerliche und wettbewerbsrechtliche Vorschriften können für den Konzern Risiken bergen. Der Konzern versucht, mögliche Risiken durch eigene Beobachtungen und intensive Zusammenarbeit mit externen Beratern bzw. Experten so weit wie möglich zu reduzieren. Darüber hinaus sichert sich der Konzern durch den Abschluss von Versicherungen bestmöglich gegen die Auswirkungen von Haftungsrisiken oder Schadensfällen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ab. f. Personalrisiken Die Mitarbeitenden tragen mit ihrem Know-how und ihrem Engagement entscheidend zum Unternehmenserfolg bei. Es besteht das Risiko, dass wichtige und hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte abgeworben werden oder Konzernunternehmen aus anderen Gründen verlassen. Der Konzern begegnet diesem Risiko zum einen durch eine Vielzahl von Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung, sowohl in materieller als auch in immaterieller Form. Einem latenten Risiko des Ausfalls einzelner Mitarbeitenden wird durch die Einrichtung von Vertretungsregelungen vorgebeugt. Zum anderen versucht der Konzern, durch Rekrutierung auch auf dem europäischen Arbeitsmarkt gegenzusteuern; alternativ wurde damit begonnen, Personaldienstleistungen extern einzukaufen oder durch Nearshoring abzudecken. g. Fremdwährungsrisiken Verkäufe sowie Wareneinkäufe werden überwiegend in Fremdwährung abgerechnet, was in vielen Ländern auch die Erhebung von Steuern einschließt. Dabei kann die vom Endkunden gewählte Währung, die in der Regel auch die Währung der Steuerbehörden ist, in Kombination mit der Zahlungswährung des Lieferanten zu mehreren Währungsumrechnungen innerhalb einer Transaktion bzw. eines Geschäftsvorfalls führen. Im Rahmen dieser Währungstauschvorgänge entsteht für den Konzern ein Währungsänderungsrisiko. Das Management der (transaktionalen) Fremdwährungsrisiken obliegt der Abteilung Treasury, die die im Rahmen der Geschäftstätigkeit entstehenden transaktionalen Fremdwährungsrisiken auf täglicher Basis absichert. Im Rahmen der Sicherungsstrategie bzw. des Risikomanagementkreislaufs wird das aus den erwarteten Zahlungsströmen abgeleitete Nettorisiko durch entsprechende Devisenkassa- oder Devisentermingeschäfte abgesichert. Zudem wird die Entwicklung der für den Verkauf verfügbaren Zahlungswährungen täglich beobachtet, um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls Steuerungsmaßnahmen zu ergreifen. Darüber hinaus arbeitet der Konzern kontinuierlich an der Verfeinerung der für die Steuerung der Liquiditätsströme zur Verfügung stehenden Prognoseinstrumente. Dies führt insgesamt zu einer deutlich höheren Visibilität und ermöglicht eine gezieltere Steuerung möglicher Risiken. Dennoch bleiben Restrisiken bestehen, die sich aus der Entwicklung der Fremdwährungen ergeben. Diese ergeben sich im Wesentlichen aus dem jeweiligen aktuellen makroökonomischen Umfeld. In jüngster Vergangenheit waren dies beispielsweise die Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konflikts und der Energiepreiskrise. Wechselkursschwankungen in kurzen Zeitabständen bestimmen weiterhin die Märkte. Da diese nicht vorhersehbar sind, beobachtet der Konzern die Marktentwicklung weiterhin auf täglicher Basis. h. Zinsänderungsrisiko Das Zinsänderungsrisiko ergibt sich aus der Möglichkeit einer nicht vorhergesehenen Veränderung der Marktzinssätze. Bei variabler Verzinsung besteht die Gefahr, dass Zinssteigerungen (bei Krediten) bzw. Zinssenkungen (bei Geldanlagen) gegenüber einem vergleichbaren Festzinsgeschäft zu zusätzlichen Zinsaufwendungen (bzw. entgangenen Erträgen) führen. Das Zinsänderungsrisiko ergibt sich somit als zinsänderungsinduzierte negative Abweichung zwischen dem aktuellen und dem zukünftig realisierten Zinsüberschuss. Die Verbindlichkeiten des Konzerns aus dem Darlehen zur Akquisitionsfinanzierung der cleverbridge Group Holding GmbH in Höhe von TEUR 35.000 unterliegen derzeit in voller Höhe den Schwankungen des Referenzzinssatzes EURIBOR. Dem Risiko steigender Zinsen begegnet der Konzern durch die Anlage von Liquiditätsüberschüssen, so dass der Anstieg der Kreditzinsen teilweise kompensiert wird. Weitere Maßnahmen zur Reduzierung des Zinsänderungsrisikos bestehen derzeit nicht. i. Wettbewerb Der Konzern steht weltweit im Wettbewerb mit anderen Unternehmen, die ähnliche Dienstleistungen anbieten. Bei einzelnen Kunden zeigt sich wie in den Vorjahren, dass der Wettbewerb auch über die Preisgestaltung geführt wird. Der Konzern geht davon aus, dass er sich mit seinen bestehenden und zukünftigen Dienstleistungen gut am Markt positionieren kann und die Basis für weiteres Wachstum vorhanden ist. Nach sorgfältiger Prüfung der aktuellen Risikosituation ergibt sich, dass sich im Berichtszeitraum die Risikosituation zwar verschlechtert hat, jedoch keine Risiken bestanden, die den Fortbestand des Konzerns gefährdeten. Auch für die Zukunft wird von einer robusten Risikosituation ausgegangen. 2. Chancen Unternehmerische Chancen werden auf Konzernebene identifiziert, bewertet und im Rahmen der Strategie- und Planungsprozesse berücksichtigt. Unter Chancen versteht der Konzern mögliche zukünftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer positiven Abweichung von der Planung führen können. Die cleverbridge GmbH und ihre Töchterunternehmen befinden sich im Kernmarkt des Digital Commerce, dem Subscription & Billing Management für Softwareprodukte, einem grundsätzlich reifen Markt, der sich nach Einschätzung der Gesellschaft in einer Konsolidierungsphase befindet. Dennoch bietet dieser Markt weiterhin erhebliches Wachstumspotenzial, da Unternehmen, die digitale Güter anbieten, ihre digitalen Vertriebskanäle weiter ausbauen und ihre Geschäftsmodelle im Bereich Marketing und Billing zunehmend auf Abonnements ausrichten. Gleichzeitig suchen diese Unternehmen häufig nach einer kostengünstigeren Lösung für den Verkauf ihrer Produkte an Endkunden. Aus Konzernsicht sind die cleverbridge GmbH und ihre Töchterunternehmen gut positioniert, um die vielfältigen Marktchancen im digitalen Geschäft zu nutzen. Dazu gehören neben Software auch Schulungen, Veranstaltungen und Wartungsprodukte. Die steigende Nachfrage nach digitalen Dienstleistungen und die zunehmende Nutzung von Subskriptionsmodellen bieten Chancen zur Diversifizierung des Angebots und zur Verbreiterung der Kundenbasis. Die bereits bestehenden Partnerschaften und die geplanten Verträge mit Herstellern digitaler Produkte und Dienstleistungen ermöglichen dem Konzern eine weitere Beschleunigung des Umsatzwachstums und eine Festigung der Marktposition. Insgesamt wird in der dynamischen Entwicklung des digitalen Handels eine vielversprechende Chance für den weiteren Ausbau und die Sicherung des langfristigen Erfolgs gesehen. Der Abschluss von Vereinbarungen mit lokalen Zahlungsabwicklern und die Umsetzung der steuerlichen Behandlung von Wertschöpfungsabgaben in den wichtigsten Wirtschaftsräumen stellen für den Konzern Wettbewerbsvorteile dar. Diese umfassenden Dienstleistungen ermöglichen eine effizientere und effektivere Etablierung im Markt und unterscheiden sich in Art und Umfang von denen der Wettbewerber. Um die Marktdurchdringung zu beschleunigen und das Angebot um weitere Kerndienstleistungen zu erweitern, sollen auch sich bietende Möglichkeiten des anorganischen Wachstums genutzt werden. Hierdurch könnten zusätzliche Skaleneffekte erzielt werden. Darüber hinaus geht der Konzern davon aus, dass aufgrund der hohen Flexibilität der E-Commerce-Plattform der cleverbridge GmbH, die kontinuierlich weiterentwickelt wird, schneller auf sich verändernde Marktbedingungen reagiert werden kann. Insbesondere im technischen und personellen Bereich hat der Konzern Vorkehrungen getroffen, um kurzfristig auftretende Auslastungsspitzen aufzufangen und die oben skizzierten Chancen schnell nutzen zu können. Insgesamt schätzt der Konzern die Chancen als "gut" ein. 3. Prognose Die Ziele zur Kundengewinnung und zur Steigerung von Umsatz und Rohertrag sowie des Konzernjahresergebnisses konnten im Jahr 2023 nicht vollständig erreicht werden. Insbesondere im Bereich der Neukunden konnten die geplanten Umsätze nicht im Rahmen der Planung realisiert werden. Zudem lag der prognostizierte EUR/USD-Kurs unter der tatsächlichen Entwicklung, wodurch sich eine kalkulatorische Reduzierung des USD-Umsatzanteils in Euro ergab. Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet der Konzern eine deutliche Verbesserung der Umsatzentwicklung und eine verstärkte Neukundengewinnung durch die neu implementierten Plattformprodukte sowie eine weitere Steigerung der Profitabilität durch verschiedene eingeleitete Maßnahmen, wie z.B. Preiserhöhungen. Für die kommenden Geschäftsjahre plant der Konzern die Expansion in neue Märkte sowie die weitere Einführung innovativer Produkte und Dienstleistungen. Investitionen in Technologie und Datenanalyse werden eine zentrale Rolle bei der Optimierung von Betriebsabläufen und der Personalisierung des Kundenerlebnisses spielen. Insgesamt befindet sich der Konzern mit seinen Unternehmen in einer starken Position, um weiteres profitables Wachstum zu erzielen. Durch die konsequente Ausrichtung auf Kundenzufriedenheit, innovative Marketingstrategien und operative Effizienz wollen die cleverbridge GmbH und ihre Tochtergesellschaften ihre Position als führender Anbieter im E-Commerce-Markt festigen und ausbauen. In diesem Zusammenhang hat der Konzern ein Budget von TEUR 5.750 an Investitionen für externe Ressourcen sowie weitere TEUR 4.300 an Eigeninvestitionen für diverse Projekte zum weiteren Um- und Ausbau der E-Commerce-Plattform vorgesehen. Grundsätzlich wird der Konzern vor dem Hintergrund der sich abzeichnenden vielfältigen Marktentwicklungen auch in Zukunft nicht nur die sich bietenden Marktchancen aktiv nutzen, sondern auch die Profitabilität des Konzerns weiter steigern. Dies führt in 2024 zu einem geplanten Wachstum des Rohertrags von 19,4 %, des EBITDA von 35,2 % und des Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit von 20,8 %. Trotz dieser positiven Profitabilitätseffekte sinkt das erwartete Konzernjahresergebnis auf TEUR -20.247 ab (2023: TEUR -18.760), was im Wesentlichen auf höhere Zinsaufwendungen sowie eine erhöhte Abschreibungsbelastung zurückzuführen ist. Der Geschäftsverlauf in den ersten Wochen des Jahres 2024 zeigt trotz anhaltend schwieriger geopolitischer und gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen eine Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Vor diesem Hintergrund geht der Konzern aus heutiger Sicht davon aus, dass Umsatz und Ergebnis näherungsweise auf Planniveau liegen werden. Die bestehende Vertriebspipeline für 2024 untermauert diese Aussage und zeigt zusätzliche kundenbezogene Umsatzpotenziale vor allem im Neukundengeschäft, aber auch hinsichtlich einer Ausweitung der Bestandskundenumsätze. Der Konzern rechnet im Geschäftsjahr 2024 hinsichtlich der finanziellen Leistungsindikatoren mit folgenden Werten:
Köln, den 30. April 2024 Wendi Sturgis, Geschäftsführerin Dr. Markus Wesel, Geschäftsführer Radu Immenroth, Geschäftsführer
1 OECD (2024), OECD Economic Outlook, Interim
Report February 2024:
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzernkapitalflussrechnung 2023der Foster MidCo GmbH
* Der Finanzmittelfonds setzt sich aus dem Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks zusammen. Es bestehen Verfügungsbeschränkungen in Höhe von TEUR 4.218 (Vorjahr: TEUR 4.144) sowie treuhänderische Bankbestände in Höhe von TEUR 1.242 (Vorjahr: TEUR 912) Konzerneigenkapitalspiegelder Foster MidCo GmbH
Konzernanhang1 AllgemeinesDer Konzernabschluss der Foster MidCo GmbH wird von der Foster MidCo GmbH - eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Köln unter der Nummer HRB 112818 - nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die Gesellschaft hält als Mutterunternehmen direkt jeweils 100 % der Anteile an den einbezogenen Tochtergesellschaften. Der Konzernabschluss wird nach den Vorschriften der §§ 290-315 HGB aufgestellt, wobei die Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert ist. Das Geschäftsjahr der Gesellschaft entspricht dem Kalenderjahr. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung wurden gesetzlich vorgeschriebene davon-Angaben in der Bilanz sowie der Gewinn- und übernommen. Gleiches gilt für die Angabe von Mitzugehörigkeitsvermerken zu anderen Positionen. Die Aufstellung erfolgte unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB. Da wesentliche Elemente des wirtschaftlichen Eigentums beim Veräußerer (Software-Produzenten) verbleiben, werden als Umsatzerlöse neben Dienstleistungserlösen die Differenz von Bruttoerlöse aus Verkäufen abzüglich Aufwendungen für Software-Produzenten ausgewiesen. Im Vorjahr ergab sich mit dem Erwerb einer mittelbaren Mehrheitsbeteiligung an der cleverbridge GmbH, Köln, und ihrer Tochtergesellschaften Anfang Juni 2022 erstmalig die Konzernrechnungslegungspflicht der Foster MidCo GmbH für das Geschäftsjahr 2022. Da die Gesellschaften erst ab dem Erstkonsolidierungszeitpunkt ab Juni 2022 in den Konzernabschluss einbezogen wurden ist die Gewinn- und Verlustrechnung nicht mit dem Vorjahr vergleichbar. Notwendige Angaben zur Vergleichbarkeit wurden im Rahmen einer 3-Spalten Gewinn und Verlustrechnung im Anhang dargestellt. 2 KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss der Foster MidCo GmbH, Köln wurden folgende Tochterunternehmen einbezogen:
* Umrechnung zum Stichtagskurs der Bundesbank per 31.12.2023 (USD = 1,1,050; JPY = 156,33; TWD = 33,98) ** Umrechnung zum Jahresdurchschnittskurs 2023 der Bundesbank (USD = 1,0813; JPY = 151,99; TWD = 33,74) 3 Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses, dem 31. Dezember 2023, erstellt. Folgende Bewertungsmethoden kommen zur Anwendung: Immaterielle Vermögensgegenstände a) Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände Selbst geschaffene immaterielle Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens werden zu Herstellungskosten (Entwicklungskosten) aktiviert, sofern zum Abschlussstichtag zumindest eine hohe Wahrscheinlichkeit der tatsächlichen Entstehung eines Vermögensgegenstandes besteht. Zu den Herstellungskosten zählen die einzeln zurechenbaren Kosten der Löhne und Gehälter inklusive Lohnnebenkosten, die Inanspruchnahme von Diensten sowie der durch den Entwicklungsprozess veranlasste Werteverzehr von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens (IT-Ausstattung). Selbstgeschaffene immaterielle Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens werden planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Diese liegt zwischen 5 und 10 Jahren. Im Geschäftsjahr wurden Entwicklungsarbeiten einschließlich sonstiger Fremdleistungen in Höhe von insgesamt TEUR 10.461 (Vorjahr: TEUR 7.782) erbracht. Die Entwicklungskosten wurden als immaterielle Vermögenswerte aktiviert. b) Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände Der im Rahmen des Kaufs der cleverbridge GmbH, Köln, und ihrer Tochtergesellschaften, aus dem Jahr 2022, entstandene Geschäfts- und Firmenwert wird über die geschätzte Nutzungsdauer von 8,3 Jahren abgeschrieben. Die im Rahmen der Kaufpreisallokation ermittelten Vermögensgegenstände selbst entwickelten Technologien werden über die geschätzte Nutzungsdauer von 6 Jahren sowie die neubewertete Marke cleverbridge über die geschätzte Nutzungsdauer von 7 Jahren abgeschrieben. Die weiteren entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Diese liegt zwischen 3 und 10 Jahren. Immaterielle Vermögensgegenstände werden im Zugangsjahr pro rata temporis abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Als Anlagen im Bau werden sämtliche aktivierungspflichtige Anschaffungs- und Herstellungskosten für noch nicht betriebsbereite bzw. nicht fertiggestellte immaterielle Vermögensgegenstände angesetzt. Sachanlagevermögen Gegenstände des Sachanlagevermögens sind mit den Anschaffungskosten oder Herstellungskosten aktiviert. Gegenstände, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Diese liegt zwischen 3 und 20 Jahren. Sachanlagen werden im Zugangsjahr pro rata temporis und grundsätzlich linear abgeschrieben. Die dabei zu Grunde gelegten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern basieren auf einer betriebsindividuellen Einschätzung, die sowohl technische als auch wirtschaftliche Entwertungsfaktoren berücksichtigt. Geringwertige Anlagegüter werden bis zu einem Wert von EUR 250 im Zugangsjahr vollständig im Aufwand als Betriebsausgabe erfasst. Vermögensgegenstände mit einem Wert zwischen EUR 250 und EUR 800 werden als geringwertige Wirtschaftsgüter erfasst und im Jahr der Anschaffung abgeschrieben. Liegt der Anschaffungswert eines Vermögensgegenstandes über EUR 800 wird dieser im Anlagevermögen erfasst und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden darüber hinaus vorgenommen, wenn eine Wertminderung voraussichtlich von Dauer ist. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden bei Verkauf oder sonstigem Abgang mit ihren jeweiligen Buchwerten (Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen) ausgebucht. In Höhe des Unterschieds zwischen dem Verkaufserlös und dem Buchwert wird ein Gewinn oder Verlust aus Anlageabgängen berücksichtigt. Finanzanlagen Die sonstigen Ausleihungen werden mit ihren vertraglich vereinbarten Erfüllungsbeträgen bilanziert. Liegen Anzeichen für eine dauerhafte Wertminderung vor, so werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Bei voraussichtlich nicht dauernder Wertminderung werden in Übereinstimmung mit § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB grundsätzlich keine Abschreibungen vorgenommen. Entfallen die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung, so werden die niedrigeren Wertansätze nicht beibehalten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert, unter Berücksichtigung des erkennbaren Ausfallrisikos angesetzt. Forderungen in fremder Währung wurden zum Tageskurs oder zum niedrigeren Stichtagskurs bewertet. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert angesetzt. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Aktive latente Steuern Aktive latente Steuern werden in der Höhe angesetzt, in der sie in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich zu Steuerentlastungen führen. Vom Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird Gebrauch gemacht. Die latenten Steuern werden saldiert dargestellt. Eigenkapital Das Eigenkapital wird mit dem Nennwert ausgewiesen. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen sind zu dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der unter Berücksichtigung des Vorsichtsprinzips nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung angemessen erschien. Die Höhe der Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung. Soweit eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr besteht, wird eine Abzinsung auf den Barwert vorgenommen mit dem jeweiligen von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zins am Bilanzstichtag. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert worden. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Als passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden die im jeweiligen Geschäftsjahr erhaltenen Zahlungen abgegrenzt, soweit sie auf Folgejahre entfallen. Passive latente Steuern Die Ermittlung der passiven latenten Steuern erfolgt auf den Unterschieden zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden und ihren steuerlichen Wertansätzen. Bauen sich die temporären Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ab, so wird eine sich daraus insgesamt ergebende Steuerbelastung als passive latente Steuer (§ 266 Abs. 3 E. HGB) in der Bilanz angesetzt. Sie wird mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen bewertet und nicht abgezinst. Der Berechnung der latenten Steuern der Foster MidCo GmbH liegt ein effektiver Steuersatz von 32,45 % zugrunde (15,825 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 16,625 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus einem durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatz von 475 %. Der Berechnung der latenten Steuern der cleverbridge Inc. liegt ein effektiver Steuersatz von 24,19 % zugrunde (21 % für die Federal Tax und 3,19 % für State Tax). Die latenten Steuern werden saldiert ausgewiesen. 4 WährungsumrechnungAuf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt des Transaktionstags des Geschäftsvorfalls erfasst. Die cleverbridge GmbH ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt. Deren Absicherung von transaktionalen Wechselkursrisiken erfolgt im Wesentlichen durch den Einsatz derivativer und originärer Finanzinstrumente. Bei den derivativen Finanzinstrumenten handelt sich meist um außerhalb der Börse gehandelte (sogenannte OTC-) Instrumente. Dazu gehören insbesondere Devisentermin- und Devisenswaps. Ihr Einsatz erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt strengen internen Kontrollen und bleibt auf die Absicherung des operativen Geschäfts der Gesellschaft sowie der damit verbundenen Geldanlagen und Finanzierungsvorgänge beschränkt. Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse die Wert- oder Zahlungsstromänderungen zu reduzieren, die auf Veränderungen von Wechselkursen zurückgehen. Zur Absicherung von transaktionalen Wechselkursrisiken, welche sich aus dem Grundgeschäft ergeben, werden regelmäßig Devisentermingeschäfte bei bestehenden Verbindlichkeiten in Fremdwährungen eingesetzt. Sofern die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, werden Bewertungseinheiten i.S.d. § 254 HGB gebildet. Zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten wird die sog. Einfrierungsmethode (kompensatorische Bewertung) angewendet. Es wurden folgenden Bewertungseinheiten gebildet: Devisentermingeschäfte und originäre Sicherungsinstrumente (Makro-Hedge) Zur Vermeidung von Wechselkursverlusten werden transaktionale Wechselkursrisiken auf aggregierter und arbeitstäglicher Basis ermittelt und ab einem Gegenwert von TEUR 100 je Fremdwährung durch entsprechende Devisenkassa- bzw. Devisentermingeschäfte abgesichert (Makro-Hedge). Art der gebildeten Bewertungseinheit: Makro-Hedge Art des abgesicherten Risikos: Wertänderungsrisiko (Währungsrisiken aufgrund von Fremdwährungsschwankungen In die Bewertungseinheit sind zum Abschlussstichtag sämtliche Verbindlichkeiten in Fremdwährung in Höhe von insgesamt TEUR 38.377 und mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete zukünftige Transaktionen einbezogen. Die Risikopositionen sämtlicher Grundgeschäfte (Forderungen, Verbindlichkeiten)) werden gemeinsam betrachtet und mit Geldmittelbeständen und kontrahierte Sicherungsgeschäften saldiert. Anschließend wird ein etwaiger Risikoüberhang (Nettorisiko) abgesichert, insofern er das Risikolimit iHv. TEUR 100 übersteigt. Die Wert- und Zahlungsstromänderungen der (künftigen) Grundgeschäfte (Verbindlichkeiten in Fremdwährung) und die gegenläufigen Wert- und Zahlungsstromänderungen der Devisenterminkontrakte (Verkauf Währungen insbesondere gegen USD) gleichen sich aus, da Grund- und Sicherungsgeschäft demselben Risiko (hier: Wechselkurs) ausgesetzt sind. Gleiches gilt für die originären Sicherungsbeziehungen. Es besteht Währungsidentität, da den Verbindlichkeiten in Fremdwährung zum Fälligkeitszeitpunkt Forderungen, sowie Guthaben bei Kreditinstituten in gleicher Währung gegenüberstehen. Die am Abschlussstichtag bestehenden Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden im Zeitraum vom 2. Januar bis 29. Februar 2024 fällig. Die mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten zukünftigen Transaktionen werden (voraussichtlich) im Zeitraum 2. Januar bis 19. Dezember 2024 fällig. Dies gilt auch für die korrespondierenden Devisentermingeschäfte. Sobald absehbar wird, dass es zu zeitlichen Verschiebungen beim Zahlungsausgleich der Verbindlichkeiten kommt, werden die Laufzeiten der entsprechenden Devisenterminkontrakte angepasst. Das Nominalvolumen der zur Absicherung von Fremdwährungstransaktionen abgeschlossenen Devisenterminkontrakte beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 27.402. Grundlage für die Ermittlung der Wirksamkeit (Effektivität) der Bewertungseinheit ist die Übereinstimmung der bewertungsrelevanten Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft. Die Wirksamkeit wird anhand der critical term match -Methode prospektiv festgestellt. Verlustspitzen werden imparitätisch aufwandswirksam durch die Bildung von Drohverlustrückstellungen erfasst. Die Abschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften werden gemäß § 308a HGB nach der modifizierten Stichtagskursmethode umgerechnet: Vermögensgegenstände und Schulden werden mit den Kursen "Refinitiv Geld Tief" am Bilanzstichtag umgerechnet, das Eigenkapital zu historischen Kursen und Aufwendungen und Erträge zu Monatsdurchschnittskursen. Die sich hieraus sowie aus Wechselkursänderungen gegenüber dem Vorjahr ergebenden Währungskursdifferenzen werden erfolgsneutral im Eigenkapital verrechnet und als Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung gesondert ausgewiesen. 5 KonsolidierungsmethodenDer Erstkonsolidierungszeitpunkt ist der Zeitpunkt, an dem das jeweilige Unternehmen Tochtergesellschaft geworden ist. Die Kapitalkonsolidierung von Tochterunternehmen, die in den Konzernabschluss einbezogen wurden, erfolgt nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 HGB). Dabei werden die Anschaffungskosten der Anteile an den einbezogenen Tochterunternehmen mit dem jeweils anteiligen Reinvermögen basierend auf den beizulegenden Zeitwerten der übernommenen Vermögenswerte und Schulden dieser Unternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs verrechnet. Aktive Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung sind im Anlagevermögen des Konzerns in den Immateriellen Vermögensgegenständen sowie in dem Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Konzerninterne Gewinne und Verluste, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften sind, unter Berücksichtigung der Vorschriften der §§ 303-305 HGB, gegeneinander eliminiert. Geschäftsvorfälle, die eine Zwischenergebniseliminierung erforderlich machen, lagen nicht vor. Entstehende Währungsdifferenzen werden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung erfolgsneutral, im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgswirksam erfasst. Sofern das Konzernjahresergebnis aufgrund von Konsolidierungsmaßnahmen beeinflusst wurde, werden Abgrenzungsposten für latente Steuern (§ 306 HGB) gebildet. 6 Angaben zur KonzernbilanzAnlagevermögen Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 ist im Anlagengitter dargestellt. Die selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechte und ähnlich Rechte und Werte enthalten Kosten für Entwicklungsleistungen mit einem Buchwert von TEUR 23.329 (Vorjahr: TEUR 0). Die entgeltlich erworbenen Konzessionen, gewerblichen Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten in Höhe von TEUR 57.910 (Vorjahr: TEUR 70.555) beinhalten im Wesentlichen TEUR 3.922 (Vorjahr: TEUR 4.647) für erworbene Marken sowie TEUR 48.693 (Vorjahr: TEUR 59.718) für erworbene Technologien. TEUR 5.295 (Vorjahr: TEUR 6.190) entfallen auf andere entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerblichen Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten. In der Bilanz wird ein Wert von TEUR 1.604 (Vorjahr: TEUR 16.594) für Anlagen im Bau ausgewiesen, wobei es sich hierbei um Neuentwicklungen von Produkten handelt (Vorjahr: für den Umbau der E-Commerce Plattform sowie das ERP-System). In diesem Betrag sind Fremdleistungen in Höhe von TEUR 739 (Vorjahr: TEUR 8.901) enthalten. Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 71.550 (Vorjahr: TEUR 82.142) resultiert aus der Erstkonsolidierung im Berichtsjahr 2022. Die sonstigen Ausleihungen beinhalten Darlehen an Mitarbeiter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 2.270 (Vorjahr: TEUR 1.843) umfassen im Wesentlichen Forderungen aus Steuern in Höhe von TEUR 1.622 (Vorjahr: TEUR 1.244) sowie Forderungen aus Sicherheitsleistungen in Höhe von TEUR 542 (Vorjahr: TEUR 561). Die sonstigen Vermögensgegenstände sind in Höhe von TEUR 1.727 (Vorjahr: TEUR 1.282) innerhalb eines Jahres fällig, TEUR 542 (Vorjahr: TEUR 561) haben eine Restlaufzeit von über einem, aber unter fünf Jahren. Flüssige Mittel Bei den zum Bilanzstichtag ausgewiesenen flüssigen Mittel in Höhe von TEUR 32.163 (Vorjahr: TEUR 37.348) handelt es sich um Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 28.612 (Vorjahr: TEUR 34.675, treuhänderische Bankbestände in Höhe von TEUR 1.242 (Vorjahr: TEUR 912) sowie Guthaben bei PayPal in Höhe von TEUR 2.309 (Vorjahr: TEUR 1.761). Die bei der Deutschen Bank und bei der HSBC hinterlegten Sicherheiten in Höhe von insgesamt TEUR 4.218 (Vorjahr: TEUR 4.144) teilen sich wie folgt auf: TEUR 2.280 (Vorjahr: TEUR 2.275) für Lastschriftobligos, TEUR 1.500 (Vorjahr: TEUR 1.500) für FX-Margenlinien, TEUR 281 (Vorjahr: TEUR 281) für Mietkautionsbürgschaften, TEUR 89 (Vorjahr: TEUR 87) für Zahlungsgarantien sowie TEUR 68 (Vorjahr: TEUR 0) für Kreditkartenobligos. Aktive latente Steuern Die aktiven latenten Steuern ergeben sich im Wesentlichen aus den in den nächsten fünf Jahren voraussichtlich nutzbaren steuerlichen Verlustvorträgen und entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:
Eigenkapital Die Entwicklung des Eigenkapitals ist im Konzerneigenkapitalspiegel dargestellt. Das Stammkapital beträgt zum Stichtag 875.535,00 EUR. Die Kapitalrücklage beträgt 108.636.737,12 EUR. Von der Kapitalrücklage entfallen 105.559.737,12 EUR auf die Kapitalrücklage gem. §272 (2) Nr. 1 HGB und sind dem den Nennbetrag übersteigenden Zahlungen bzw. dem über den rechnerischen Wert hinaus erzielenden Werten zuzuordnen. 3.077.000,00 EUR entfallen auf die Kapitalrücklage gem. §272 (2) Nr. 4 HGB und sind somit anderen Zuzahlungen der Gesellschafter zuzuordnenden. Die Bilanz wurde unter Berücksichtigung der Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Der Bilanzverlust ergibt sich wie folgt:
Rückstellungen Die Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 1.214 (Vorjahr: TEUR 1.219) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen aus Umsatzsteuerregistrierungspflichten in Höhe von TEUR 1.213 (Vorjahr: TEUR 1.030), Rückstellungen für Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 172) sowie Rückstellungen für Ertragssteuern Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 16). Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 4.207 (Vorjahr: TEUR 4.291) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 1.643 (Vorjahr: TEUR 1.490), Rückstellungen für Gehalt und Boni in Höhe von TEUR 2.091 (Vorjahr: TEUR 2.243), Jahresabschlussprüfungskosten in Höhe von TEUR 239 (Vorjahr: TEUR 267) sowie Urlaubsrückstellungen in Höhe von TEUR 235 (Vorjahr: TEUR 290). Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung haben wie auch im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Keine der bestehenden Verbindlichkeiten ist durch Pfandrechte besichert. Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 46.526 (Vorjahr: TEUR 47.508) sind im Wesentlichen Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 35.018 (Vorjahr: TEUR 35.008) sowie Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 11.031 (Vorjahr: TEUR 11.871). Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit bestehen in Höhe von TEUR 47 (Vorjahr: TEUR 59). Die Darlehensverbindlichkeiten sind vertraglich mit allen Anteilen an der cleverbridge GmbH sowie ihrer Tochtergesellschaften, allen Bankkonten sowie allen konzerninternen Forderungen und Versicherungsforderungen besichert. Die Verbindlichkeiten sind wie folgt fällig:
Passive Latente Steuern Die passiven latenten Steuern ergeben sich aus der Aktivierung selbst erstellter Software sowie aus der Aufdeckung von stillen Reserven im Rahmen der Kaufpreisallokation und entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:
7 Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungIm Vorjahr ergab sich mit dem Erwerb einer mittelbaren Mehrheitsbeteiligung an der cleverbridge GmbH, Köln, und ihrer Tochtergesellschaften Anfang Juni 2022 erstmalig die Konzernrechnungslegungspflicht der Foster MidCo GmbH für das Geschäftsjahr 2022. Da die Gesellschaften erst ab dem Erstkonsolidierungszeitpunkt ab Juni 2022 in den Konzernabschluss einbezogen wurden ist die Gewinn- und Verlustrechnung nicht mit dem Vorjahr vergleichbar. Zur Herstellung der Vergleichbarkeit wurde nachfolgend der ehemalige Konzernabschluss der cleverbridge GmbH bis zum Zeitpunkt der Entstehung der Konzernrechnungslegungspflicht der Foster MidCo GmbH auf die Vorjahreszahlen addiert:
Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt.
Bruttoerlöse Die Bruttoerlöse werden im Wesentlichen aus dem Vertrieb von Lizenzschlüsseln erzielt und dann realisiert, wenn die Preisgefahr auf den Käufer übergegangen ist. Dies ist in der Regel bei Auslieferung der Lizenzschlüssel der Fall. In den Bruttoerlösen sind TEUR 716.524 (Vorjahr: TEUR 421.515) aus diesen genannten Umsatzerlösen enthalten. Umsätze für sonstige Dienstleistungen belaufen sich auf TEUR 4.307 (Vorjahr: TEUR 2.198). TEUR 384 (Vorjahr: TEUR 166) entfallen auf Umsätze aus Mietverhältnissen. Die Umsatzerlöse ergeben sich nach dem Abzug der Verkaufskommissionen. Andere aktivierten Eigenleistungen Die anderen aktivierten Eigenleistungen betreffen die Personalkosten der Entwicklungsabteilung sowie angemessener Gemeinkostenzuschläge. Der Gesamtbetrag der Entwicklungskosten im Berichtsjahr beläuft sich auf TEUR 4.785 (Vorjahr: TEUR 3.573) und entspricht den anderen aktivierten Eigenleistungen. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 775 (Vorjahr: TEUR 491) enthalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 410 (Vorjahr: TEUR 208), die im Wesentlichen auf die Auflösung von Rückstellungen zurückzuführen sind. TEUR 81 (Vorjahr: TEUR 283) entfallen auf andere sonstige betriebliche Erträge. Aus den Währungsumrechnungen ergibt sich ein Ertrag in Höhe von TEUR 145 (Vorjahr: TEUR 0). Materialaufwand Der Materialaufwand in Höhe von TEUR 20.061 (Vorjahr: TEUR 11.684) entfällt im Wesentlichen auf bezogene Leistungen. Die Gebühren der Payment Service Provider belaufen sich auf TEUR 19.244 (Vorjahr: TEUR 11.142). Personalaufwand Der Personalaufwand des Berichtszeitraums beträgt TEUR 25.817 (Vorjahr: TEUR 18.027) und verteilt sich auf Aufwendungen für Löhne und Gehälter TEUR 22.799 (Vorjahr: TEUR 16.209) sowie soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge TEUR 3.018 (Vorjahr: TEUR 1.818). Abschreibungen Die Abschreibungen in Höhe von TEUR 25.569 (Vorjahr: TEUR 13.719) enthalten die Abschreibungen des Berichtsjahres und entfallen im Wesentlichen auf die in der Erstkonsolidierung entstandenen Vermögensgegenstände. Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände oder Sachanlagen wurden nicht vorgenommen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstige betriebliche Aufwendung in Höhe von TEUR 12.791 (Vorjahr: TEUR 8.793) setzen sich wie folgt zusammen:
Die sonstigen Aufwendungen in Höhe von TEUR 601 (Vorjahr: TEUR 169) beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für die Bildung von Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Die periodenfremden Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus nachlaufenden Rechnungen. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten im Wesentlichen sonstige Zinserträge in Höhe von TEUR 642 (Vorjahr: TEUR 62) aus Bankguthaben. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betragen im Berichtszeitraum TEUR 3.748 (Vorjahr: TEUR 1.529) und beinhalten im Wesentlichen Zinsen aus erhaltenen Darlehen. Steuern vom Einkommen und Ertrag Die Aufwendungen aus Steuern vom Einkommen und Ertrag belaufen sich im Berichtszeitraum auf einen Gesamtertrag in Höhe von TEUR 1.254 (Vorjahr: TEUR 1.493) und setzen sich aus Aufwendungen aus Ertragsteuern in Höhe von TEUR 254 (Vorjahr: TEUR 675) und latentem Steuerertrag in Höhe von TEUR 1.510 (Vorjahr: TEUR 2.168) zusammen. GewinnverwendungsvorschlagEs wird vorgeschlagen den Jahresfehlbetrag des Mutterunternehmens auf neue Rechnung vorzutragen. 8 Sonstige AngabenSonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 4.254 (Vorjahr: TEUR 4.434) bestehen aus den nachfolgend dargestellten Verpflichtungen:
Die aufgeführten, nicht in der Bilanz enthaltenen Miet- und Leasingvereinbarungen tragen zu einer Verringerung der Kapitalbindung bei und belassen das Investmentrisiko beim Vermieter bzw. Leasinggeber. Konzernbeziehungen Die Foster MidCo GmbH, Köln, stellt zum 31. Dezember 2023 einen Konzernabschluss auf (kleinster und zugleich größter Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister bekannt gemacht. Honorare und Dienstleistungen der Abschlussprüfer Das für den Abschlussprüfer im Berichtszeitraum als Aufwand erfasste Gesamthonorar in Höhe von TEUR 307 (Vorjahr: TEUR 475) umfasst Dienstleistungen für Jahresabschlussprüfungen in Höhe von TEUR 292 (Vorjahr: TEUR 451) sowie TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 24) für sonstige Prüfungsleistungen. Mitarbeiter Im Berichtszeitraum wurden im Durchschnitt 250 (Vorjahr: 297) Angestellte und 8 (Vorjahr: 5) Aushilfen beschäftigt. Angaben zur Geschäftsführung Die Geschäftsführung setzte sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen:
Die in § 312 Abs. 1 Nr. 6 HGB verlangten Angaben über die Gesamtbezüge der dort bezeichneten Personen sind analog nach § 286 Abs. 4 HGB unterblieben. Nahestehende Personen Es bestand ein Beratervertrag mit einem Gesellschafter. Dieser ist zum 30.09.2023 beendet worden. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, liegen nicht vor.
Köln, den 30. April 2024 Wendi Sturgis, Geschäftsführerin Dr. Markus Wesel, Geschäftsführer Radu Immenroth, Geschäftsführer Konzernanlagenspiegel für die Zeit vom 1. Juni bis 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Foster MidCo GmbH, Köln Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Foster MidCo GmbH, Köln, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Foster MidCo GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 30. April 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Norbert Linscheidt, Wirtschaftsprüfer ppa. Christine Krombach, Wirtschaftsprüferin Der Konzernabschluss wurde am 13.06.2024 gebilligt. |
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