SinnLeffers GmbHLiquidiert

Batheyer Straße 115, 58099 Hagen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hagen HRB 7408
Vorher
Sinn Leffers GmbH
Eingetragen
10.7.2006
Branche
Großhandel mit TabakwarenGroßhandel mit TextilienGroßhandel mit Anstrichmitteln
Gegenstand
Herstellung, Groß- und Einzelhandel aller üblicherweise im Einzelhandel, auch in Kaufhäusern, zum Verkauf gelangenden Waren. Eingeschlossen sind alle Dienstleistungen, die mit der Betätigung auf den vorgenannten Gebieten zusammenhängen. Der Gesellschaftszweck umfaßt auch den Erwerb gleicher oder anderer, insbesondere verwandter Unternehmen, die Beteiligung an solchen Unternehmen in jeder gesetzlich zulässigen Rechtsform sowie die Gründung solcher Unternehmen unter der gleichen oder einer anderen Firma.

Historie

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Management

NameRolle
Abram Nette
seit 24.8.2009
Geschäftsführer
Karsten Oberheide
seit 11.5.2007
Geschäftsführer

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Konzern- und Jahresabschlüsse

SinnLeffers GmbH

Hagen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.08.2010 bis zum 31.07.2011

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. August 2010 bis zum 31. Juli 2011

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Erfolgreiche Neupositionierung abgeschlossen

Mit dem Geschäftsjahr 2009/2010 wurde die "neue Zeitrechnung" der SinnLeffers GmbH eingeläutet, gemeint ist damit der erfolgreiche Abschluss eines vollständigen Geschäftsjahres nach dem im Jahr 2008 begonnen und Mitte 2009 abgeschlossenen Planinsolvenzverfahren.

Zum 31. Juli 2011 endet nun zum zweiten Mal ein Geschäftsjahr "neuer Zeitrechnung" der SinnLeffers GmbH, im Vergleich zum Vorjahr konnte das operative Ergebnis deutlich verbessert werden. Es zeigt sich, dass die bereits im Vorjahr eingeleiteten Maßnahmen zur Weiterentwicklung bzw. Neupositionierung des Unternehmens weiterhin konsequent umgesetzt werden und so einen nachhaltigen Unternehmenserfolg ermöglichen.

Wesentliche Merkmale dieser Strategie sind die Punkte "Produkt, Präsentation, Personal und Promotion".

Ausbau des Warensortiments

Die SinnLeffers GmbH setzt verstärkt auf etablierte Markenhersteller und optimiert kontinuierlich das Lieferantenportfolio. Highlight in dem abgelaufenen Geschäftsjahr war die erfolgreiche Einführung der Marke "Hugo Boss" in ausgewählten Zweigniederlassungen.

Darüber hinaus analysiert die SinnLeffers GmbH permanent die Verkaufszahlen und ist so in der Lage, kurzfristig auf sich abzeichnende Trends und Kundenwünsche zu reagieren und sich als kompetenter Partner in Sachen Mode gegenüber den Kunden zu positionieren.

Optimierung der Präsenz

Parallel zum Ausbau des Warensortiments setzt die SinnLeffers GmbH konsequent auf eine Optimierung der Warenpräsentation. So wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr rund

5,8 Mio. € in den Aus- und Umbau von Filialhäusern investiert, im Wesentlichen handelt es sich dabei um den vollumfänglichen Umbau des Verkaufshauses im Bochumer Ruhrpark, zweites wichtiges Projekt war der Umbau der Zweigniederlassung in der Dresdner Altmarktgalerie.

Weitere Zweigniederlassungen werden in den kommenden Jahren sukzessive modernisiert, darüber hinaus beobachtet die Geschäftsführung der SinnLeffers GmbH permanent die Entwicklung auf dem Markt der Geschäftsimmobilien, da auch eine Expansion in neue Standorte nicht ausgeschlossen wird.

Beratungs- und Verkaufskompetenz

Ein weiterer Bestandteil der Neupositionierung ist die nachhaltige Förderung der Mitarbeiter. Bereits während des Planinsolvenzverfahrens zeigte sich die hohe Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen SinnLeffers GmbH. Die vorgenommenen Investitionen in den wichtigsten sogenannten "weichen Faktor" tragen bereits Früchte und die Ergebnisse des Mystery-Shoppings bestätigen die hohe Beratungs- und Verkaufsqualität der Mitarbeiter in der Wahrnehmung der Kunden.

Marketingaktivitäten

Vierter wichtiger Bestandteil der Re-Positionierung ist das Marketing der SinnLeffers GmbH. Eine Vielzahl der Kunden hat der SinnLeffers GmbH die Treue gehalten, wie der hohe Anteil und weiter steigende Anteil der Fashion-Card-Kunden zeigt. Somit haben auch die Stammkunden der SinnLeffers GmbH ihren Teil zu der jüngeren Erfolgsgeschichte beigetragen.

Darüber hinaus gilt es aber, auch Neukunden von der modischen Kompetenz der SinnLeffers GmbH zu überzeugen. Hierzu sind die Werbeaktivitäten einer Qualitätsoffensive unterzogen worden, daneben werden zusätzliche Events wie Modenschauen oder Make-up-Beratung angeboten.

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Rahmenbedingungen auf internationaler Ebene

Nachdem die Finanzkrise, welche im Frühjahr 2007 mit dem Platzen der US-Immobilienblase begann, im Jahr 2010 überwunden schien, sind nahezu zeitgleich neue dunkle Wolken aufgezogen, welche das Klima für die konjunkturelle Entwicklung der Weltwirtschaft negativ beeinflussen. Neben der stark angestiegenen Verschuldung der USA sorgt vor allem die drohende Zahlungsunfähigkeit der an der Peripherie Europas liegenden Länder wie Griechenland, Irland, Spanien und Portugal für deutliche Unruhe an den Finanzmärkten. Obwohl mittlerweile umfangreiche Rettungspakete von der EU und dem Internationalen Währungsfonds aufgelegt worden sind, ist die Stimmung weiter angespannt. Die Finanzmärkte erwarten eine sichtbare Beseitigung der Ursachen der Schuldenkrise und keine weitere Bekämpfung der Symptome durch die Bereitstellung zusätzlicher Liquidität.

Dementsprechend heterogen verläuft auch die wirtschaftliche Entwicklung des Eurozone. Griechenland verzeichnet das achte Quartal in Folge ein negatives Wachstum, darüber hinaus ist auch die Einschätzung in der wirtschaftlichen Lage in Irland, Italien, Spanien und Portugal eher negativ. Völlig konträr ist die Lage in den europäischen "Kernländern" wie Deutschland, Österreich, Belgien, Frankreich und den Niederlanden. Die Arbeitslosenquote dieser Länder ist vergleichsweise stabil bzw. ist in Deutschland auf niedrigsten Niveau seit der Wiedervereinigung. Dementsprechend ist auch das Konsumentenvertrauen in diesen Ländern angestiegen. Sollte sich die Eurokrise allerdings verschärfen, dürfte dies negative Auswirkungen sowohl auf die Kapitalmärkte als auch auf die privaten Haushalte haben. Deren Konsumneigung dürfe bei einer drohenden Eskalation deutlich sinken.

Rahmenbedingungen auf nationaler Ebene

In Deutschland ist die Erholung von der weltweiten Finanzkrise besonders dynamisch verlaufen, so hat die Wachstumsrate des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2010 mit 3,7 % den höchsten Wert seit der Wiedervereinigung erreicht. Allerdings ist dabei zu berücksichtigen, dass die Produktionseinbrüche im Jahr 2009 mit 4,7 % auch besonders stark waren.

Seit Mitte 2010 und vor allem zu Beginn des Jahres 2011 ist die Binnennachfrage deutlich gestiegen, hierfür ist nicht zuletzt auch der private Konsum verantwortlich. Ursache für diesen signifikanten Anstieg ist die positive Entwicklung des Arbeitsmarktes. Grundsätzlich ist die Stimmung auch weiterhin optimistisch, allerdings hat sich ab Mai 2011 die Stimmung aufgrund der Schuldenkrise in Europa und den USA wieder etwas eingetrübt.

Vor allem die Endverbraucher dürften bei einer Verschärfung der Eurokrise weiter verunsichert werden, so dass mit einer sinkenden Konsumneigung zu rechnen ist, welche wiederum negative Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung Deutschlands hat.

Dieser Trend spiegelt sich auch in dem ifo-Geschäftsklimaindex für Juli 2011 wieder. Vor allem der Einzelhandel ist mit der momentan Geschäftslage nicht mehr so zufrieden wie im Vormonat, schätzt die Geschäftsperspektiven insgesamt aber wieder besser ein.

Die Geschäftsführung der SinnLeffers GmbH beobachtet diese Entwicklung mit der erforderlichen Aufmerksamkeit und geht insgesamt auch für das nächste Geschäftsjahr - aufgrund der eingeleiteten Maßnahmen - weiterhin von einer leicht positiven Geschäftsentwicklung aus.

Geschäftsverlauf der SinnLeffers GmbH

Der Berichtszeitraum umfasst das Geschäftsjahr vom 01. August 2010 bis zum 31. Juli 2011. Als Vergleichszeitraum dient der vorherige Jahresabschluss, der ebenfalls einen Zeitraum von 12 Kalendermonaten umfasst. Allerdings sind im Vorjahreszeitraum Einflüsse aus der Beendigung des Insolvenzverfahrens enthalten, welche im Außerordentlichen Ergebnis dargestellt sind.

Kontinuierlicher Anstieg der Umsätze

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Einzelhandelsbruttoumsatzerlöse der SinnLeffers GmbH um 3,4 % gestiegen, dies entspricht der durchschnittlichen branchenüblichen Entwicklung. Flächenbereinigt beträgt die Umsatzsteigerung 4,0 %. Hierbei wurde die Ersatzfläche im Bochumer Ruhrpark und die Vermarktung der Altfläche in Lüdenscheid eliminiert, im folgenden Geschäftsjahr werden diese Filialen durch neue Räumlichkeiten vollumfänglich zum Geschäftserfolg beisteuern.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Der Nettoumsatzerlöse der SinnLeffers GmbH betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 257,2 Mio. €, der Warenrohertrag belief sich auf 116,6 Mio. €. Somit liegt die Rohertragsmarge im Berichtsjahr bei 45,4 Prozent. Im Geschäftsjahr wurden rund 9,8 Mio. Teile verkauft.

Im Zuge der Optimierung der Verkaufshäuser wurde die als Fashion-Outlet betriebene Filiale in Duisburg im abgelaufenen Geschäftsjahr veräußert, so dass sich die Zahl der Einzelhandelsstandorte auf 24 Filialen und 1 Outlet beläuft.

Im Geschäftsjahr 2010/2011 weist die Gesellschaft ein EBITDA von 7,89 Mio. € aus (VJ: 6,0 Mio. €). Durch ein ausgeprägtes Kostenbewusstsein ist es gelungen, mit einem moderaten Kostenanstieg die Neupositionierung der Marke "SinnLeffers" erfolgreich umzusetzen, so dass ein operatives Ergebnis vor Steuern in Höhe von knapp 1,4 Mio. € erzielt werden konnte (VJ: 0,06 Mio €). Dabei verringerte sich die Personalaufwandsquote von 18,3 % im Geschäftsjahr 2009/2010 auf 17,7 %. Der Verwaltungsaufwand beträgt insgesamt 123,8 Mio. € (VJ: 120,1 Mio. €) und ist somit um 3,1 % gestiegen.

Durch die erstmalige Anwendung der Bilanzierungsvorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) wird zum 31. Juli 2011 ein außerordentliches Ergebnis ausgewiesen, im Vorjahreszeitraum waren in dem außerordentlichen Ergebnis Effekte aus dem beendeten Planinsolvenzverfahren enthalten.

Finanzlage

Die permanente Überwachung und Sicherstellung der Liquidität ist ein wichtiger Prozess innerhalb der SinnLeffers GmbH und fester Bestandteil des Reportings an die Geschäftsführung und den Aufsichtsrat. Die SinnLeffers GmbH verfügt zum Abschlussstichtag über 46,3 Mio. € liquide Mittel (VJ: 42,4 Mio. €), dies entspricht 46,7 % der Bilanzsumme, wovon rund 27,8 Mio. € als Festgeld für ausgestellte Avale bzw. auf Treuhandkonten hinterlegt sind. Eine freie Verfügung über diesen Betrag ist daher nicht möglich. Insgesamt finanziert sich die Gesellschaft nahezu vollständig über den operativen Cash-Flow.

Die Zinserträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Verzinsung von kurzfristigen Bankguthaben und Termingeldanlagen. Die Zinsaufwendungen sind im Wesentlichen aus der Verzinsung der Pensionsrückstellungen gemäß den Anforderungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes entstanden.

Im Berichtsjahr wurden umfangreiche Investitionen durchgeführt. So wurde die Filiale im Bochumer Ruhrpark vollständig umgebaut und im Mai 2011 neu eröffnet. Des Weiteren wurden Investitionen in das Verkaufshaus in der Dresdner Altmarktgalerie vorgenommen. Durch die hohen Investitionen hat sich die Investitionsquote von 14,7 % im Geschäftsjahr 2009/2010 auf 98,1 % erhöht.

Die Veränderung der Zahlungsmittel ergibt sich aus der nachfolgenden Kapitalflussrechnung:

Kapitalflussrechnung

SinnLeffers GmbH

01.08.2010 31.07.2011 01.08.2009 31.07.2010
Tsd. € Tsd. €
Jahresfehlbetrag (-) / Jahresüberschuss (+) 515 359
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 5.818 6.036
Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens -51 0
Veränderung der Rückstellungen -1.097 -6.165
Verluste (+) aus dem Abgang von Anlagevermögen 1.280 547
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 2.327 3.255
Abnahme (-) / Zunahme (+) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 648 -5.421
1) Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 9.440 -1.389
Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen 1.100 453
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -5.295 -878
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -414 0
Einzahlungen aus Abgängen des Finanzanlagevermögens 22 0
2) Cashflow aus Investitionstätigkeit -4.587 -425
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 0 0
Einzahlungen aus Aufnahme von Krediten 1.080 0
Tilgung von Finanzverbindlichkeiten -2.000 -1.096
3) Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -920 -1.096
Veränderung der Zahlungsmittel (Summe 1 - 3) 3.933 -2.910
Zahlungsmittel am Jahresanfang 42.407 45.317
Zahlungsmittel am Jahresende 46.340 42.407

Investitionen

Die Investitionen im abgelaufenen Geschäftsjahr betrugen knapp 5,8 Mio. €, hiervon entfielen 2,4 Mio. € auf die Filiale im Bochumer Ruhrpark und 1,3 Mio. € auf das Verkaufshaus in Dresden. Die Investitionsquote liegt damit bei 98,1 %. Auch für die kommenden Geschäftsjahre setzt die SinnLeffers GmbH ihre Strategie fort, in die Optimierung der Bestandsfilialen zu investieren.

Vermögenslage

Im Berichtsjahr verringerte sich die Bilanzsumme von 100,1 Mio. € auf rund 99,2 Mio. €. Im Bereich des Sachanlagevermögens ist ein Rückgang von rund 10 % zu verzeichnen, wesentliche Ursache für diese Veränderung ist der Verkauf der Immobilie in Duisburg.

Das Umlaufvermögen erhöhte sich um knapp 3,4 Mio. € auf 73,3 Mio. €. (VJ: 69,9 Mio. €).

Die Warenbestände sind um rund 1,7 Mio. € angestiegen, so dass sich eine Vorratsquote von 8,7 % bezogen auf die Umsatzerlöse ergibt (VJ: 8,3%). Ursache hierfür ist insbesondere die Neueröffnung des Ruhrparks nach der Umbauphase.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich im Vergleich zum Vorjahr um knapp 52 % verringert. Wesentliche Ursache hierfür waren die Umgliederung von Wertpapieren für die Altersversorgung in die Rückstellungen für Pensionen gemäß den Anforderungen des BilMoG sowie der Abbau von Forderungen.

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Eigenkapital von 53,9 Mio. € auf 55,1 Mio. € erhöht, dem entsprechend ist die Eigenkapitalquote von 53,9 % auf 55,6 % angestiegen.

Durch die Umstellung auf das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzt (BilMoG) haben sich die Rückstellungen für Pensionen rechnerisch um rund 3,1 Mio. € erhöht. Dem entgegen steht ein Guthaben aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von rund 1,1 Mio.

Die Mitarbeiter des Unternehmens

Ein wesentlicher Faktor für den positiven Geschäftsverlauf der SinnLeffers GmbH waren die Mitarbeiter des Unternehmens. Durch ihren Einsatz und ihr Engagement ist es dem Unternehmen gelungen, viele der gesetzten Ziele im Berichtsjahr zu erreichen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die SinnLeffers GmbH ihren Schwerpunkt auf Substanz und Nachhaltigkeit gelegt. Im Vordergrund stand die Weiterentwicklung und Stabilisierung der im Vorjahr begonnenen Qualifizierung der Führungskräfte und Verkaufsmitarbeiter, mit dem Ziel, die erlernten Fähigkeiten auszubauen und zu vertiefen. So wurden den Führungskräften Bildungsangebote gemacht, in denen sie die Gelegenheit hatten, ihre bisherige Entwicklung zu überprüfen und weitere wichtige "Tools" zu erarbeiten, die sie für die Zukunft noch erfolgreicher machen. Ebenfalls stand weiterhin die Verbessung der Verkaufsleistung im Vordergrund der Entwicklung. Um dies zu verstärken, wurden im Berichtsjahr besonders qualifizierte Mitarbeiter zu Multiplikatoren ausgebildet.

Die Ergebnisse des Mystery Shoppings bestätigen den Erfolg der Bildungsangebote, so konnte der Zufriedenheitsgrad der Kunden um einen Prozentpunkt auf 91 % gesteigert werden. Die Strategie der SinnLeffers GmbH, den einzelnen Kunden persönlich zu bedienen und zu beraten, konnte somit weiter umgesetzt werden.

Mit dem SEAK-Projekt ist es der SinnLeffers GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr gelungen, ein neues Personaleinsatzplanungsinstrument im Unternehmen einzuführen. Damit ist das Unternehmen in der Lage, seine Verkaufsmitarbeiter frequenz- und umsatzorientierter einzusetzen. Mit diesem Instrument werden Überbesetzungen in verkaufsschwachen Zeiten vermieden.

Die Personalpolitik der SinnLeffers GmbH orientiert sich im neuen Geschäftsjahr an der neuen markenstrategischen Ausrichtung des Unternehmens. Inspiration, Persönlichkeit und fachliche Kompetenz werden wesentliche Bestandteile der zukünftigen Personalpolitik sein. Diese Inhalte gilt es bei der Akquise neuer Mitarbeiter und bei der Entwicklung der jetzigen Mitarbeiter zu beachten, damit sich SinnLeffers zu einer selbständigen Marke entwickeln kann.

In der Umsetzung dieser Strategie bleibt die Kommunikation zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein wesentlicher Bestandteil der Markenumsetzung. Insoweit werden die Instrumente "Feedback" und "Mitarbeiterbefragungen" weiterentwickelt, um den ständigen Dialog mit den Mitarbeitern des Unternehmens aufrecht zu erhalten.

Ausbildung

Im Berichtsjahr wurden dreißig neue Auszubildende eingestellt. Im Sommer 2011 sind weitere 60 Einstellungen vorgesehen. Unter Berücksichtigung der vorhandenen Ausbildungsplätze wird das Unternehmen im nächsten Geschäftsjahr wieder mehr als 100 Auszubildende beschäftigen.

Im Berichtsjahr haben 41 Auszubildende mit den Berufsbildern Kaufmann/ -frau im Einzelhandel, Verkäufer/ -in, Groß- und Außenhandelskaufmann/ -frau und Bürokaufmann/-frau ihre Ausbildung absolviert. Von diesen Prüfungskandidaten konnten über 80 % weiterbeschäftigt werden.

Förderprogramme

Aufgabe der Führungskräfteentwicklung ist es, mittelfristig ausreichend qualifizierte Nachwuchskräfte auf die Übernahme einer Führungsfunktion vorzubereiten, um nachhaltig freiwerdende Positionen besetzen zu können. Dies wird aufgrund der demoskopischen Entwicklung in Zukunft schwieriger. Aus diesem Grund war der Schwerpunkt im abgelaufenen Geschäftsjahr die quantitative Aufstockung der einzelnen Förderprogramme.

Dies hat dazu geführt, dass die SinnLeffers GmbH ihre Angebote im Bereich BA-Studium und Ausbildung zum Handelsfachwirt erweitert hat. Insgesamt sind zur Zeit drei BA-Studenten beschäftigt, die im Herbst durch weitere drei Studenten verstärkt werden. Ebenfalls wird im Herbst die erste BA-Studentin ihren Abschluss erlangen und in das Traineeprogramm der SinnLeffers GmbH wechseln.

Das Handelsfachwirte-Programm konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgreich umgesetzt werden. Im Berichtsjahr haben die ersten vier Handelsfachwirte erfolgreich ihre Prüfung abgelegt und bereiten sich auf die Übernahme einer Führungsposition vor. Verstärkt wird diese Gruppe durch fünf neue Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die im Sommer ihre Ausbildung beginnen.

Insgesamt haben im abgelaufenen Geschäftsjahr 16 Förderkandidaten an der Ausbildung zum Abteilungsleiter teilgenommen. Vier Förderkandidaten haben ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und haben eine Abteilungsleiter-Funktion übernommen.

Aus dem vorhandenen Personalbestand konnten für das nächste Geschäftsjahr weitere fünf Förderkandidaten gewonnen werden.

Mit Start der Ausbildungsreihe "Führungs-Management-Programm" im Berichtsjahr sind nun alle Förderprogramme der "Führungsakademie Campus" an den Start gegangen. Insgesamt nehmen neun Professionals an der Ausbildungsreihe teil und werden auf eine leitende Position im Unternehmen vorbereitet. In dem Ausbildungsprogramm ist das Mini MBA-Programm der Boston School integriert. In verschiedenen mehrtägigen Seminaren werden die Teilnehmer auf alle Führungs- und General-Management-Themen mit abschließender Fallstudie vorbereitet.

Ausblick

Nachdem die Neupositionierung der SinnLeffers GmbH mit Erfolg umgesetzt worden ist, steht im kommenden Geschäftsjahr die Platzierung der Marke "SinnLeffers" im Vordergrund. Dabei geht es sowohl um das Selbstverständnis als auch um die Wahrnehmung der Marke "SinnLeffers". Zu diesem Zweck wurden interdisziplinäre Teams aufgestellt, die gemeinsam mit externen Beratern geeignete Strategien entwickeln und umsetzen.

Nach zwei erfolgreichen Geschäftsjahren erwartet die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2011/2012 moderat steigende Umsatzzahlen im Vergleich zum Vorjahr, insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Unsicherheiten hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung in der Eurozone und damit auch in Deutschland.

Für das Geschäftsjahr 2012/2013 rechnet die Unternehmensleitung ebenfalls mit einer leichten Ergebnisverbesserung, die einerseits durch Umsatzzuwächse andererseits aber auch durch geringfügig steigende Kosten, z.B. aufgrund von Tariflohnsteigerungen oder Mieterhöhungen, beeinflusst wird.

Darüber hinaus werden sowohl für das Geschäftsjahr 2011/2012 als auch für 2012/2013 keine wesentlichen zusätzlichen Sondereffekte erwartet.

Zur langfristigen Sicherung der Standorte von SinnLeffers beabsichtigt die Deutsche Industrie-Holding als mittelbarer Gesellschafter des Unternehmens im Laufe des Geschäftsjahres 2011/2012 die Immobilien in Trier, Aachen, Menden, Mönchengladbach und Oberhausen zu erwerben. Die Mietverträge sollen zu unveränderten Konditionen fortgeführt werden, allerdings soll zukünftig auf die Gestellung von Mietsicherheiten für diese Häuser verzichtet werden.

Nachtragsbericht

Die alte Zweigniederlassung in Lüdenscheid wurde Ende August 2011 geschlossen, die neuen Räumlichkeiten am Sternplatz konnten termingerecht zum 01.09.2011 eröffnet werden. Die Mietverträge für die Immobilien in Augsburg und Hagen wurden durch die Vermieter fristgerecht zum 29.02.2011 gekündigt, in beiden Fällen prüft die Geschäftsführung tragfähige Alternativen.

Risikomanagement

Das operative Risikomanagement der SinnLeffers GmbH ist im Unternehmenscontrolling angesiedelt. Hier erfolgt eine permanente Überwachung der Risiken, die das Unternehmen in seinen Zielen und Erwartungen beeinträchtigen können. Darüber hinaus finden in regelmäßigen Abständen ein Risikomanagement-Audit und Gespräche mit den jeweiligen Führungskräften, die zu der Risikosituation ihrer Geschäftsbereiche Stellung nehmen können, statt. Die konkrete Risikosituation und die sich daraus ergebenden Maßnahmen werden regelmäßig an die Geschäftsführung und den Aufsichtsrat kommuniziert, im Bedarfsfall geschieht dies unverzüglich.

Finanzrisiken

Da sich die Gesellschaft nahezu vollständig aus eigenen Mitteln finanziert, genießt die Steuerung und Überwachung der Liquidität hohe Priorität. Durch das Unternehmenscontrolling wird ein täglicher Liquiditätsstatus ermittelt und analysiert. Insgesamt ist die Entwicklung der Liquidität in hohem Maß von dem Konsumverhalten der Verbraucher abhängig und unterliegt somit saisonalen Schwankungen.

Geschäftsrisiken / Absatzrisiken

Die SinnLeffers GmbH ist auf dem Weg, weiterhin an Größe im deutschen Textileinzelhandel zu gewinnen. Die Geschäftsentwicklung ist jedoch in hohem Maße von der Binnenkonjunktur abhängig. Der Geschäftsplan für das Geschäftsjahr 2011/2012 sieht weiterhin steigende Umsätze bei moderat ansteigenden Kosten vor, so dass auch im kommendem Geschäftsjahr mit einem positiven Ergebnis gerechnet wird.

Gleichwohl ist der Erfolg der SinnLeffers GmbH auch von der wirtschaftlichen Entwicklung der Eurozone abhängig. Sofern die aktuellen Unsicherheiten hinsichtlich möglicher Zahlungsunfähigkeiten einiger Eurostaaten bestehen bleiben bzw. Gewissheit werden, wird dies nicht ohne Auswirkung auf das Konsumverhalten der Kunden der SinnLeffers GmbH bleiben.

Daher analysiert die Geschäftsführung der SinnLeffers GmbH regelmäßig die Auswertungen und Prognosen zur wirtschaftlichen Entwicklung, um so rechtzeitig aktiv die Warenbestände und Sortimente steuern zu können.

IT-Risiken

Die wesentlichen Risiken im IT-Bereich beschränken sich auf die Sicherheit der eigenen Systeme vor unberechtigten Zugriffen und auf die permanente Verfügbarkeit der eigenen Systeme. Die SinnLeffers GmbH hat ihre IT-Infrastruktur im Rahmen einer qualifizierten Outsourcingstrategie an die IBM AG ausgelagert. Seitens der IBM AG wird die Sicherheit der IT-Systeme regelmäßig in Form eines Reports (SAS 70) nachgewiesen.

Lieferantenrisiken

Lieferantenrisiken können durch eine breite Streuung der Lieferanten weitestgehend vermieden werden. Gewährleistungsansprüche bei Produktmängeln oder Forderungen aus dem Produkthaftungsgesetz werden vertraglich durch Risikovereinbarungen mit den Lieferanten abgesichert. Durch einen permanenten Ausbau der Depotlieferanten verbleibt das Absatzrisiko bei diesen Lieferanten, da die Depotware bis zum Verkauf an den Kunden als Kommissionsware in den SinnLeffers-Häusern angeboten wird. Zusätzlich bestehen mit einigen Lieferanten sogenannnte "Concessionverträge", hier mieten Lieferanten Stellflächen in den Verkaufshäusern der SinnLeffers GmbH und bieten die Ware auf eigene Rechnung an.

Risiken im Personalbereich

Gutes Personal ist der Schlüssel zum Erfolg eines Unternehmens und die demographische Entwicklung verdeutlicht das wachsende Risiko, qualifiziertes und engagiertes Personal zu finden und an das Unternehmen zu binden. Aus diesem Grund investiert die SinnLeffers GmbH permanent in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die ausgeprägte Identifikation der Belegschaft mit den Zielen und Ansprüchen der Gesellschaft wurde auch im abgelaufenen Geschäftsjahr durch die ausgesprochen positiven Werte des durchgeführten Mystery-Shopping bestätigt.

Sonstige Risiken

Für mögliche Risiken aus dem im Jahr 2009 abgeschlossenen Planinsolvenzverfahren hat die Gesellschaft angemessene Vorsorge durch Bildung von Rückstellungen getroffen.

Darüber hinaus hat die Gesellschaft keine Kenntnis von anhängigen oder drohenden Gerichtsverfahren, die einen wesentlichen Einfluss auf die geschäftliche Entwicklung der Gesellschaft haben könnten.

Für die betriebsüblichen Risiken verfügt die Gesellschaft über einen ausreichenden Versicherungsschutz.

Dank an die Mitarbeiter

Gemeinsam blicken wir auf ein erfolgreiches SinnLeffers-Jahr zurück, in dem wir viele unserer Ziele erreicht haben.

Dieses Ergebnis ist eine Leistung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens. Der Einsatz und das Engagement jedes einzelnen haben dazu beigetragen, dass SinnLeffers heute wieder einen festen Platz auf der Bühne des textilen Einzelhandels hat. Die Geschäftsleitung dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren hohen persönlichen und teamorientierten Einsatz.

 

Hagen, den 30. September 2011

Abram Nette

Karsten Oberheide

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. August 2010 bis zum 31. Juli 2011

Bilanz

A k t i v a

31.7.2011 Vorjahr
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Nutzungsrechte 440.889,32 253.649,32
2. Anzahlungen immaterieller Vermögensgegenstände 150.613,82 0,00
591.503,14 253.649,32
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 17.214.587,57 21.936.707,37
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.406.490,20 5.153.821,20
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 769.918,86 124.289,31
24.390.996,63 27.214.817,88
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 81.129,19 55.000,00
81.129,19 55.000,00
25.063.628,96 27.523.467,20
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 90.000,00 115.000,00
2. Waren 22.338.495,92 20.568.538,40
22.428.495,92 20.683.538,40
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.074.199,33 1.690.637,56
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 232,04
3. Sonstige Vermögensgegenstände
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 1.277.805,92) - 2.517.871,87 5.160.513,00
4.592.071,20 6.851.382,60
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 46.340.035,06 42.407.162,76
73.360.602,18 69.942.083,76
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 771.505,95 2.655.653,53
D. AKIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER VERMÖGENSVERRECHNUNG 70.947,00 0,00
99.266.684,09 100.121.204,49

P a s s i v a

31.7.2011 Vorjahr
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 28.808.000,00 28.808.000,00
II. Kapitalrücklage 48.045.731,38 48.045.731,38
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 2.401.398,19 1.691.677,19
IV. Verlustvortrag -24.624.932,87 -24.984.280,28
V. Jahresüberschuss 514.720,59 359.347,41
55.144.917,29 53.920.475,70
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 11.325.110,95 12.110.168,00
2. Steuerrückstellungen 540.000,00 0,00
3. Sonstige Rückstellungen 12.131.505,10 12.984.108,51
23.996.616,05 25.094.276,51
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: EUR 9.633.829,99 (Vorjahr: EUR 8.768.396,27) - 9.633.829,99 8.768.396,27
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: EUR 752.949,09 (Vorjahr: EUR 2.577.857,91) 752.949,09 2.577.857,91
3. Sonstige Verbindlichkeiten
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: EUR 9.038.371,67 (Vorjahr: EUR 9.760.198,10)
- davon aus Steuern: EUR 1.367.095,75 (Vorjahr: EUR 1.784.535,63) 9.738.371,67 9.760.198,10
20.125.150,75 21.106.452,28
99.266.684,09 100.121.204,49

Gewinn- und Verlustrechnung

2011/2010 2010/2009
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 257.203.476,55 248.650.969,62
2. Sonstige betriebliche Erträge 9.388.431,30 7.231.077,34
266.591.907,85 255.882.046,96
3. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren 140.552.225,83 135.725.344,11
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 39.278.976,40 38.893.422,71
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
- davon für Altersversorgung EUR 302.957,36 (Vorjahr: EUR 728.726,70) - 7.864.892,61 7.951.346,85
47.143.869,01 46.844.769,56
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 5.818.920,83 5.981.309,23
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 71.001.193,63 67.288.743,70
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 304.681,61 140.462,52
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.010.388,25 117.878,19
- davon an verbundene Unternehmen EUR 210.112.86 (Vorjahr: EUR 117.552,51) -
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.369.991,91 64.464,69
10. Außerordentliche Erträge 0,00 4.290.255,84
11. Außerordentliche Aufwendungen 260.774,95 3.882.555,27
12. Außerordentliches Ergebnis -260.774,95 407.700,57
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 513.619,00 0,00
14. Sonstige Steuern 80.877,37 112.817,85
15. Jahresüberschuss 514.720,59 359.347,41

Entwicklung des Anlagevermögens

Bruttobuchwerte
Stand 1.8.2010 Umbuchung Zugang Abgang/ Tilgung Stand 31.7.2011
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Nutzungsrechte 1.110.058,46 46.394,00 217.476,11 0,00 1.373.928,57
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 150.613,82 0,00 150.613,82
1.110.058,46 46.394,00 368.089,93 0,00 1.524.542,39
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 77.885.741,02 21.175,05 1.197.944,86 11.468.608,41 67.636.252,52
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 62.979.337,41 56.720,26 3.371.930,75 7.838.235,02 58.569.753,40
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 124.289,31 -124.289,31 769.918,86 0,00 769.918,86
140.989.367,74 -46.394,00 5.339.794,47 19.306.843,43 126.975.924,78
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 9.281.256,55 0,00 0,00 25.000,00 9.256.256,55
2. Beteiligungen 24.030,71 0,00 0,00 0,00 24.030,71
9.305.287,26 0,00 0,00 25.000,00 9.280.287,26
151.404.713,46 0,00 5.707.884,40 19.331.843,43 137.780.754,43
kumulierte Abschreibungen
Stand 1.8.2010 Abschreibungen des Geschäftsjahres Zuschreibung Entnahme für Abgänge Stand 31.7.2011
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Nutzungsrechte 856.409,14 76.630,11 0,00 0,00 933.039,25
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
856.409,14 76.630,11 0,00 0,00 933.039,25
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 55.949.033,65 3.586.532,71 0,00 9.113.901,41 50.421.664,95
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 57.825.516,21 2.155.758,01 0,00 7.818.011,02 52.163.263,20
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
113.774.549,86 5.742.290,72 0,00 16.931.912,43 102.584.928,15
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 9.226.256,55 0,00 51.129,19 0,00 9.175.127,36
2. Beteiligungen 24.030,71 0,00 0,00 0,00 24.030,71
9.250.287,26 0,00 51.129,19 0,00 9.199.158,07
123.881.246,26 5.818.920,83 51.129,19 16.931.912,43 112.717.125,47
Nettobuchwerte
Stand 31.7.2011 Stand Vorjahr
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Nutzungsrechte 440.889,32 253.649,32
2. Geleistete Anzahlungen 150.613,82 0,00
591.503,14 253.649,32
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 17.214.587,57 21.936.707,37
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.406.490,20 5.153.821,20
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 769.918,86 124.289,31
24.390.996,63 27.214.817,88
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 81.129,19 55.000,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00
81.129,19 55.000,00
25.063.628,96 27.523.467,20

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. August 2010 bis 31. Juli 2011

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der SinnLeffers GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. August 2010 bis 31. Juli 2011 ist nach den Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften sowie nach dem GmbHG unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung der SinnLeffers GmbH wird auf der Basis des Gesamtkostenverfahrens aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Erworbene Nutzungsrechte werden auf die Dauer ihrer Nutzung abgeschrieben. Die Nutzungsdauer für Parkhäuser und Einstellplätze beträgt durchschnittlich 28 Jahre. Ein Nießbrauchsrecht wird über die Nutzungsdauer von 37 Jahren abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der bisher aufgelaufenen und im Geschäftsjahr zum 31. Juli 2011 planmäßig fortgeführten Abschreibungen bewertet.

Die Abschreibungen auf Ladeneinbauten und Ladenumbauten erfolgen nach der linearen Methode bei einer Nutzungsdauer von acht Jahren.

Im Jahr des Zugangs zum Anlagevermögen werden zeitanteilige Abschreibungen vorgenommen. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten über 150,00 Euro und bis zu 1.000,00 Euro werden in einem Sammelposten zusammengefasst. Der Sammelposten wird über 5 Jahre linear abgeschrieben. Der Anschaffungszeitpunkt im Geschäftsjahr beeinflusst die Berechnung der Abschreibungssumme nicht. Der Abgang dieser geringwertigen Wirtschaftsgüter erfolgt nach 5 Jahren.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind zum Anschaffungswert, gegebenenfalls vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen, bilanziert. Zuschreibungen werden vorgenommen, wenn die Voraussetzungen für eine außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen.

Die Vorräte sind mit Anschaffungskosten (Einstandswerte abzüglich Skonti und Boni) unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Insgesamt sind die Abschläge weiterhin mit der gebotenen Vorsicht bemessen und tragen wie in den Vorjahren der Lagerstruktur und einem unverändert scharfen Preiswettbewerb und Entwertungsrisiko Rechnung.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Nennwert angesetzt. Wertberichtigungen berücksichtigen die erfahrungsgemäßen Risiken aus diesen Forderungen. Die vorliegenden Risiken werden im Rahmen von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Pauschalwertberichtigungen werden je nach Kundengruppe mit 3% bzw. 4% berechnet.

Der Ausweis der Rückstellungen für Jubiläen, Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen entspricht den in den versicherungsmathematischen Gutachten der Hamburger Pensionsverwaltung e.G., Hamburg, errechneten Erfüllungsbetrag. Der Erfüllungsbetrag wird gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 bzw. Abs. 2 HGB in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) unter Anwendung der Pauschalregelung von § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB über den der Bewertung zugrunde liegenden Rechnungszinssatz sowie der versicherungsmathematischen "Projected-Unit-Credit-Method" berechnet.

Der versicherungsmathematische Barwert errechnet sich nach der "Projected-Unit-Credit-Method" gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB mit einem Rechnungszinssatz in Höhe von 5,14 %.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages nach dem Grundsatz vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dotiert und berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Auf fremde Währungen lautende Bankguthaben einerseits und kurzfristige Verbindlichkeiten andererseits sind bei Einbuchung zu den jeweiligen Kursen am Entstehungstag bewertet. Kursänderungen zum Bilanzstichtag werden auf der Aktiv- bzw. Passivseite durch Abwertung bzw. Bewertung mit dem Devisenkassamittelkurs Rechnung getragen.

Einführung des Bilanzmodernisierungsgesetzes (BilMoG)

Die SinnLeffers GmbH hat im Geschäftsjahr erstmalig die Regelungen des Bilanzmodernisierungsgesetzes (BilMoG) vollständig angewendet. Soweit sich durch das BilMoG Änderungen bei Ansatz und Bewertung von Bilanzpositionen ergeben haben, wurden die Vorjahreswerte nicht an die geänderten Ansatz- und Bewertungsmethoden angepasst.

Folgende Änderungen haben sich daraus ergeben:

Änderung des Ansatzes von langfristigen Rückstellungen

Rückstellungen mit einer Laufzeit größer 1 Jahr bestehen für Pensionen, Jubiläen und Rückbauverpflichtungen.

Die Verpflichtungen für Pensionen und Jubiläen wurden bis zum 31. Juli 2010 mit einem Zinssatz von 6 % abgezinst. Dieser Zinssatz hat sich durch die Anwendung des BilMoG auf

5,14 % reduziert. Zusätzlich sind zukünftige Gehaltsentwicklungen und Fluktuationsraten bei der Ermittlung der Pensionsrückstellungen berücksichtigt worden. Die langfristigen Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen wurden gemäß der veröffentlichten Abzinsungssätze der Deutschen Bundesbank fristenkongruent abgezinst.

Bei der Ermittlung der Pensions- und Jubiläumsrückstellungen gemäß BilMoG haben sich zum 1. August 2010 folgende Änderungen ergeben:

Pensionen
in Tsd. €
Jubiläen
in Tsd. €
Stichtag
HGB alt zum 31. Juli 2010 12.110,00 633,80
BilMoG zum 1. August 2010 15.259,00 347,10
Unterschiedsbetrag 3.149,00 286,70

Der Unterschiedsbetrag aus der Anpassung der Rückstellungen für Pensionen wird im Geschäftsjahr mit dem Mindestbetrag anteilig aufgeholt. Dies führt zu einem außerordentlichen Aufwand in Höhe von 216,9 Tsd. € im Geschäftsjahr.

Der Unterschiedsbetrag aus der Neubewertung der Jubiläumsverpflichtungen führt zu einem Auflösungsbetrag in Höhe von 286,7 Tsd. €.

Die Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen erfassen mehrere Mietverträge. Die Neubewertung führt sowohl zu einer Auflösung in Höhe von 423,0 Tsd. € als auch zu einer Zuweisung in Höhe von 22,0 Tsd. €.

Der Auflösungsbeträge wurden gemäß der Regelung im Artikel 67 Absatz 1 Satz 3 EGHGB unmittelbar in die sonstigen Gewinnrücklagen eingestellt.

Verrechung der Aktivwerte der Versorgungsverpflichtungen mit Rückstellungen

Im Berichtsjahr wurden erstmalig die Aktivwerte der Rückdeckungsversicherungen mit den Rückstellungen für Pensionen verrechnet. Das saldierungspflichtige Vermögen beträgt zum 31. Juli 2011 rund 1.167,3 Tsd. €. Ein Betrag von 70,9 Tsd. € wird als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechung ausgewiesen.

Der Zinsanteil aus der Zuführung zur Pensionsrückstellung beträgt EUR 783,0 Tsd. € und ist erstmals im Zinsergebnis ausgewiesen.

Erfassung latenter Steuern

Unter der Anwendung der Temporary-Concept-Methode wurden für das Berichtsjahr 2010/2011 Steuerlatenzen für Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz berechnet. Die Differenzen beruhen im Wesentlichen aus unterschiedlichen Wertansätzen der Rückstellungen sowie des Umlaufvermögens. Die Berechnung wurde mittels eines Steuersatzes von 31,0 % vorgenommen.

Die Berechung führt zu einem Überhang von aktiven latenten Steuern. Gemäß der Regelung im § 274 Abs. 1 HGB werden die aktiven latenten Steuern bilanziell nicht erfasst.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Sachanlagen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr zum 31. Juli 2011 ist dem beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Im Geschäftsjahr 2010/2011 wurde die Immobilie in Duisburg veräußert. Am 25. Juli 2011 hat SinnLeffers GmbH einen Grundstückkaufvertrag über die Immobilie in Trier unter einer aufschiebenden Bedingung des Übergangs von Nutzen und Lasten und abgeschlossen. Der Nutzen- und Lastenübergang findet erst im Geschäftsjahr 2011/2012 statt.

Finanzanlagen

Unter dem Posten "Anteile an verbundenen Unternehmen" der SinnLeffers GmbH sind ausgewiesen:

Anteile an verbundenen Unternehmen Höhe der Beteiligung

Höhe der Beteiligung Eigenkapital 31.07.2011 Jahresüberschuss / -fehlbetrag 31.07.2011
(in %) (Tsd. € ) (Tsd. € )
SL Retail Services GmbH, Hagen 100 47,8 0
Gebr. Sinn Versicherungs-Vermittlungs GmbH i.L., Hagen 1) 100 44,0 0
SINN Unterstützungs- und Pensionskasse GmbH i.L., Hagen 100 0 0
Gebr. Sinn-Belegschaftshilfe GmbH i.L., Hagen 100 0 0
Gebr. Cordes-Unterstützungskasse GmbH i.L., Hagen 100 0 0
KINTO Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH, Grünwald 100 314,4 -42,6

1) Hierbei handelt es sich um den Abschluss zum 30. April 2011. Zum 1. Mai 2010 hat der Liquidationszeitraum begonnen.

Beteiligungen

Höhe der Beteiligung
(in %)
Eigenkapital
(Tsd. € )
Jahresergebnis
(Tsd. € )
Pelog Grundstücks- Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, Grünwald 94 -4.711 1) -200,0 1)

1) Eigenkapital und Jahresüberschuss zum 31.07.2010

Forderungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die in den sonstigen Vermögensgegenständen bisher erfassten wertpapiergebundenen Versorgungsverpflichtungen (Deferred Compensation) werden zum Bilanzstichtag 31. Juli 2011 mit den Pensionsverpflichtungen auf der Passivseite verrechnet. Das saldierungspflichtige Deckungsvermögen beträgt rund 1.167,3 Tsd. €.

Kassenbestände

Der Kassenbestand und die Bankguthaben betragen zum 31. Juli 2011 rund 46.340,0 Tsd. €. Davon ist jedoch ein Betrag in Höhe von 27.874,9 Tsd. € als Festgeld für ausgestellte Avale bzw. auf Treuhandkonten hinterlegt, sodass die SinnLeffers GmbH über diese Gelder nicht frei verfügen kann.

Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 771,5 Tsd. € enthält im Wesentlichen Mietvorauszahlungen für die Immobilie in Bonn sowie Werbekostenbeiträge.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechung

Ein aktiver Unterschiedsbetrag in Höhe von 70,9 Tsd. € resultiert aus einem Einzelfall, bei dem das Deckungsvermögen den Erfüllungsbetrag übersteigt.

Stammkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt unverändert 28.808,0 Tsd. € .

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt zum Vorjahr unverändert 48.045,7 Tsd. €. Der Betrag resultiert aus Agien.

Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen summieren sich auf 2.401,4 Tsd. €. Dieser Betrag enthält im Vergleich zum Vorjahr die auflösungsbeträge von langfristigen Rückstellungen aufgrund der Umstellung auf BilMoG in Höhe von 709,7 Tsd. €.

Pensionsrückstellungen

Der Ausweis der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen im Vermögensstatus entspricht den im versicherungsmathematischen Gutachten von der Hamburger Pensionsverwaltung e.G. errechneten Barwert und summieren sich auf 11.325,1 Tsd. €. Als Rechnungsgrundlage dienten die Richttafeln für die Pensionsrückstellungen 2005 G von Klaus Heubeck. Die Bewertung wurde nach der "Projected-Unit-Credit-Method" vorgenommen und berücksichtigt zukunftsorientierte Steigerungsraten von Gehalts- und Rententrends. Für die Gehaltsdynamik und laufende Versorgungsbezüge wurde eine wahrscheinliche Steigerung von 2,0 % angenommen. Für Renten der Kapitalzusagen wurde eine Steigerung von 3,25 % und für die Fluktuation der Mitarbeiter 5,0 % angesetzt. Unter Anwendung der Pauschalregelung gemäß § 253 Abs. 2 HGB wurde die Bewertung mit einem Rechnungszins von 5,14 % vorgenommen. Der Zinsaufwand für das Geschäftsjahr vom 1. August 2010 bis zum 31. Juli 2011 beträgt 783,0 Tsd. €.

Die Zuschreibungshöhe aus der Umstellung der Bewertungsmethode auf BilMoG beläuft sich auf 3,1 Mio. €.

Gemäß der Regelung des § 246 Abs. 2 HGB wurden die Pensionsverpflichtungen mit den Aktivwerten der Rückdeckungsversicherungen der Aktivseite verrechnet. Dieser teilt sich auf in ein saldierungspflichtiges Deckungsvermögen in Höhe von 1.167,3 Tsd. € und einen aktiven Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechung in Höhe von 71,1 Tsd. €, da in einem Einzelfall das Deckungsvermögen den Erfüllungsbetrag um diesen Betrag übersteigt.

Wert zum 31. Juli 2011
Entwicklung der Pensionsrückstellung Tsd. €
Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 15.402,7
Aktivwerte aus der Rückdeckungsversicherung -1.167,3
Umstellungsbetrag auf BilMoG -2.910,3
Summe Rückstellung 11.325,1

Steuerrückstellungen

Rückstellungen für Steuern vom Einkommen und Ertrag für das Geschäftsjahr 2011 wurden in Höhe von 540 Tsd. € gebildet (VJ: 0,00 €). Aufgrund der Hinzurechnungen der geleisteten Mietaufwendungen ergibt sich bei der Ermittlung der Gewerbesteuerzahllast eine im Verhältnis zum handelsrechtlichen Jahresüberschuss hohe Gewerbesteuerquote.

Sonstige Rückstellungen

Der Posten sonstige Rückstellungen beinhaltet folgende Sachverhalte: langfristige Rückstellungen für Wiederherstellungsverpflichtungen in Höhe von 2.640,0 Tsd. € (VJ: 3.052,0 Tsd. €), Resturlaubsansprüche und Jubiläumsgelder in Höhe von insgesamt 2.266,8 T€ (VJ: 2.405,7 Tsd. €), Personalrückstellungen in Höhe von 1.835,1 Tsd. € (VJ: 1.718,4 Tsd. €), Ansprüche aus Bürgschaften von 1.526,7 Tsd. € (VJ: 1.980,2 Tsd. €) sowie Rückstellungen für verbleibende Risiken aus der Planinsolvenzphase (152 Tsd. €).

Verbindlichkeiten

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind nicht durch Grundpfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert und setzen sich zum 31. Juli 2011 folgendermaßen zusammen:

Verbindlichkeiten (Tsd. € )

Stand 31.07.2011 bis zu 1 Jahr 1-5 Jahre Stand 31.07.2010 bis zu 1 Jahr 1-5 Jahre
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.633,90 9.633,90 - 8.768,40 8.768,40
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 752,9 752,9 - 2.577,90 2.577,90
Sonstige Verbindlichkeiten 9.738,30 9.038,30 700 9.760,20 9.760,20
Summe 20.125,10 19.425,10 700 21.106,50 21.106,50 -

Die Verbindlichkeiten aus Steuern belaufen sich auf 1.367,1 Tsd. €. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen nicht (VJ: 2 Mio. €).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen (Tsd. € )

gesamt davon gegenüber verbundenen Unternehmen davon gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen 277.080 - 18.149

Das Bestellobligo beträgt zum 31.07.2011 rund 24.100 Tsd. €, davon entfallen 22.450 Tsd. € auf Handelswaren.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die SinnLeffers GmbH erreichte im vergangenen Geschäftsjahr einen Nettoumsatz in Höhe von 257.203,5 Tsd. € nach 248.651,0 Tsd. € im Geschäftsjahr 2009/2010. Der Warenrohertrag im Berichtsjahr zum 31. Juli 2011 beträgt 116.651,3 Tsd. €, was einer Rohertragsmarge von 45,4 % entspricht.

Von dem Gesamtumsatz entfallen 256.699,9 Tsd. € (VJ: 248.000,0 Tsd. €) auf Einzelhandelsumsätze und 503,6 Tsd. € (VJ: 100,0 Tsd. €) auf Großhandelsumsätze. Die Umsätze wurden im Inland getätigt.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Vermietungen und Untervermietungen in Höhe von 2.983,8 Tsd. € (VJ: 2.520,5 Tsd. €) und Erträge aus Rückstellungsauflösungen in Höhe von 2.557,5 Tsd. € (VJ: 671,8 Tsd. €) enthalten. Periodenfremde Erträge summieren sich zum Stichtag 31. Juli 2011 auf 2.782, Tsd. € (VJ: 3.273,4 Tsd. €).

Personalaufwand

Im abgeschlossenen Geschäftsjahr zum 31. Juli 2011 sind Personalaufwendungen von insgesamt 47.143,9 Tsd. € geleistet worden. Davon entfallen 39.279,0 T€ auf Löhne und Gehälter (VJ: 38.893,4 Tsd. €), 7.561,9 Tsd. € auf soziale Abgaben (VJ: 7.222 Tsd. €) und 303,0 Tsd. € auf Altersvorsorge (VJ: 729 Tsd. €).

Abschreibungen

Die Abschreibungen in Höhe von 5.818,9 Tsd. € beinhalten die planmäßigen Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögensgegenstände. Aufgrund der Schließung der Niederlassung Augsburg zum 28.02.2012 und der Neueröffnung der Filiale in Lüdenscheid zum 01.09.2011 wurden die jeweiligen Restbuchwerte auf die Restmietdauer verteilt.

Außerordentliche Aufwendungen

Der außerordentliche Aufwand von 260,8 Tsd. € resultiert aus der Umstellung der Bewertung von Pensions- und langfristigen Rückstellungen nach BilMoG.

Sonstige Angaben

Konzernabschluss

Wegen des unbedeutenden Einflusses der Tochtergesellschaften auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage des SinnLeffers-Konzerns wird auf die Aufstellung des Konzernabschlusses unter Anwendung der Erleichterungsvorschrift des § 290 (5) i.V.m. § 296 (2) HGB verzichtet.

Beziehungen zu Unternehmensorganen

Die Aufsichtsratvertreter des Gesellschafters der DIH/HMD Investco S.à.r.l. haben im Geschäftsjahr zum 31. Juli 2011 im Rahmen der Restrukturierungsmaßnahmen auf eine Aufsichtsratvergütung verzichtet. Für die übrigen Aufsichtsratmitglieder wurde eine Vergütung in Höhe von 82,7 Tsd. € gezahlt.

Die Gesellschaft macht von der Vorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch und verzichtet auf die Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführer.

An die Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats wurden weder Kredite vergeben noch wurden zu ihren Gunsten Haftungsverhältnisse eingegangen.

An ehemalige Mitglieder des Vorstands/der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats sind keine Zahlungen geleistet worden.

Personal

Die SinnLeffers GmbH beschäftigte im Berichtszeitraum durchschnittlich auf Basis von Vollzeitkräften 1.194 Mitarbeiter. Unterteilt nach Geschlecht waren es 170 männliche und 1.024 weibliche Mitarbeiter (VJ: 1.231 Mitarbeiter).

Ohne Umrechnung auf Vollzeitkraft waren im Berichtszeitraum durchschnittlich 259 männliche und 1.559 weibliche Mitarbeiter beschäftigt. In der Summe somit 1.818 Personen. (VJ: 1.698 Mitarbeiter).

Sonstiges

Das Honorar unseres Wirtschaftsprüfers für die Abschlussprüfung des Berichtsjahrs 2010/2011 beträgt rund 61,0 Tsd. €. (VJ: 70,0 Tsd. €), für andere Bestätigungsleistungen war der Aufwand 0,0 Tsd. € (VJ: 3,0 Tsd. €)

Mehrheitsbeteiligung

Die DIH/HMD Investco S.à.r.l., Luxemburg, hält 100 % des Stammkapitals der SinnLeffers GmbH.

Aufsichtsrat

Patrick Feller , Vorsitzender (ab 22.06.2011)

Erlenbach/Schweiz, Geschäftsführer der DIH Deutsche Industrie-Holding GmbH, Frankfurt/Main

Mandate:

Aufsichtsrat YOC AG, Berlin

Peter Zühlsdorff, Vorsitzender (bis 21.06.2011)

ab 22.06.2011 Ehrenvorsitzender Frankfurt/Main, Gesellschafter/Beirat der DIH Deutsche Industrie-Holding GmbH, Frankfurt/Main

Mandate:

Aufsichtsratsvorsitzender Berlin Partner GmbH, Berlin

Aufsichtsrat Kaiser's Tengelmann AG, Viersen

Aufsichtsrat der YOC AG, Berlin

Beirat Tengelmann Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH, Mülheim an der Ruhr

Beirat der KMS Gruppe, Viersen

Annegret Schüring , stellv. Vorsitzende (ab 1. Dezember 2010) Münster, Mitarbeiterin der SinnLeffers GmbH, Filiale Münster

Klaus Besten, stellv. Vorsitzender (bis 30. November 2010)

Waltrop, Abteilungsleiter der SinnLeffers GmbH, Hauptverwaltung Hagen

Dr. Christoph Achenbach (bis 31. August 2010)

Haan, Geschäftsführer und Partner bei der Intes Beratung für Familienunternehmen GmbH & Co. KG

Mandate:

Aufsichtsrat der GFK SE, Nürnberg

Karin B. Arnold (ab 1. September 2010)

Berlin, Rechtsanwältin und Notarin, Partnerin bei der Hogan Lovells International LLP

Mandate:

Aufsichtsrat der Haubrock AG, Düsseldorf

Birgit Brüns

Nürnberg, Diplom-Soziologin, Geschäftsführerin der GfK SE, Bereich Marktforschung, Nürnberg

Mandate:

Kaiser's Tengelmann AG, Viersen

Mitglied im Präsidium des Deutschen Mode-Instituts DMI, Düsseldorf

Mitglied des Vorstands des Marketing-Club Nürnberg e.V., Nürnberg

Mitglied des Vorstands von GfK Dänemark, Kopenhagen

Heinz-Jürgen Griese (bis 28. Januar 2011)

Coesfeld, Geschäftsleiter SinnLeffers GmbH, Filiale Lüdenscheid

Monika Grothe (ab 1. März 2011)

Hagen, Gewerkschaftssekretärin im Verbandsbezirk ver.di Südwestfalen, Fachbereich Handel

Wolfgang Simet (ab 01. Februar 2011)

Hagen, Zentraleinkäufer der SinnLeffers GmbH, Hauptverwaltung Hagen

Gertrud TippelKluth (bis 28. Februar 2011) Berlin, Sekretärin beim Bundesvorstand der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Berlin, Fachbereich Handel

Mandate:

Aufsichtsrat der Arcandor AG i.I., Essen

Aufsichtsrat der Karstadt Warenhaus GmbH, Essen

Susanne Veh

Berlin, Sekretärin beim Bundesvorstand der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Berlin, Fachbereich Handel

Matthias Freiherr von Tettau

Königstein, Geschäftsführer der DIH Deutsche Industrie-Holding GmbH, Frankfurt/Main

Mandate:

Präsident des Verwaltungsrates der HairHaus Suisse AG, Schweiz

Karl-Heinz Werner

Trier, Modeberater und Kassierer der SinnLeffers GmbH, Filiale Trier

Geschäftsführung

Abram Nette, Bocholt

Vorsitzender der Geschäftsführung,

Geschäftsführer Verkauf, Finanzen/Logistik/Immobilien, Marketing/Visual Merchandising, Öffentlichkeitsarbeit

Karsten Oberheide, Dortmund

Geschäftsführer Einkauf, Personal, IT/Organisation

 

Hagen, den 30. September 2011

Abram Nette

Karsten Oberheide

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Wir haben den Jahresabschluss bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der SinnLeffers GmbH, Hagen, für das Geschäftsjahr vom 1. August 2010 bis zum 31. Juli 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirt-schaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Düsseldorf, 7. Oktober 2011

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Eckmann, Wirtschaftsprüfer

gez. Jakob, Wirtschaftsprüferin

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