Oskar Böttcher GmbH & Co. KG
Selbe AdresseHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sebastian Kall seit 6.8.2018 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Obeta Elektro Vertriebsgesellschaft mit beschränkter HaftungBerlinKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernbilanz zum 31.12.2021Aktiva
Passiva
Konzerngewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2021
KONZERNANHANG für das Geschäftsjahr 2021Obeta Elektro Vertriebsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Berlin1. Konsolidierungskreis a. Mutterunternehmen Das Mutterunternehmen des Konzerns ist die Obeta Elektro Vertriebsgesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in Berlin, das unter der Nummer 3213 B beim Amtsgericht Berlin Charlottenburg in das Handelsregister eingetragen ist. Das Mutterunternehmen ist als alleinige Komplementärin an der Oskar Böttcher GmbH & Co. KG kapitalmäßig nicht beteiligt, hat jedoch einen beherrschenden Einfluss im Sinne des § 290 Abs. 2 b) HGB. Sie ist unmittelbares Leitungsorgan der Oskar Böttcher GmbH & Co. KG (Komplementärin). b. Tochterunternehmen In den Konzernabschluss der Obeta Elektro Vertriebsgesellschaft mit beschränkter Haftung (Mutterunternehmen) werden die folgenden Tochterunternehmen einbezogen:
Die Oskar Böttcher GmbH & Co. KG ist mit jeweils 100 % an der OBETA Vertriebsbeteiligungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, an der Technilog Technik und Logistik GmbH sowie an der atebo GmbH beteiligt. An der eldis electro distributor GmbH ist die OBETA Vertriebsbeteiligungsgesellschaft mit beschränkter Haftung unverändert zu 100 % beteiligt. An der Heinrich Häusler GmbH ist die OBETA Vertriebsbeteiligungsgesellschaft mit beschränkter Haftung unverändert zu 100 % beteiligt. Die atebo GmbH ist an der "Die Coditorei GmbH" und der "Technilog Entwicklungsgesellschaft mbH" jeweils unverändert zu 100 % beteiligt. c. Unternehmen, an denen ein Anteilsbesitz von mindestens 5 % besteht Die Oskar Böttcher GmbH & Co. KG ist mit 20 % am Gesamtkommanditkapital i.H.v. Euro 260.000,00 der DEHA Elektrohandelsgesellschaft mbH & Co. KG in Gerlingen beteiligt. Der Jahresüberschuss 2021 der DEHA Elektrohandelsgesellschaft mbH & Co. KG betrug TEUR 8.850. Die DEHA Elektrohandelsgesellschaft mbH & Co. KG wurde nicht in den Konzern einbezogen, denn die Oskar Böttcher GmbH & Co. KG übt keinen maßgeblichen Einfluss auf deren Geschäfts- und Finanzpolitik aus. 2. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden Bei der Kapitalkonsolidierung für die vor 2010 einbezogenen Unternehmen wurde die Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB a.F. fortgeführt. Für die späteren Erwerbe kommt die Neubewertungsmethode zur Anwendung. Die Schuldenkonsolidierung erfolgte nach § 303 HGB, die Zwischenerfolgseliminierung wurde nach § 304 HGB vorgenommen und die Aufwendungen und Erträge wurden nach § 305 HGB aufgerechnet. 3. Allgemeine Angaben und Angaben zur Form und Gliederung des Konzernabschlusses Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2021 wurde unter Berücksichtigung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter Berücksichtigung der Vorschriften des BilRUG erstellt. Die Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. 4. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses wurden sowohl die Bilanzierungs-, Bewertungs-, Konsolidierungs- und Umrechnungsmethoden, die für alle Kaufleute als auch die Methoden, die speziell für Kapitalgesellschaften gelten, berücksichtigt. Insbesondere wurden die allgemeinen Bewertungsgrundsätze der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, der Einzelbewertung, der Vorsicht, der Bewertungsstetigkeit sowie der Grundsatz der periodengerechten Zuordnung von Aufwendungen und Erträgen beachtet. Die Bewertung der Bilanzpositionen wurde im Einzelnen wie folgt vorgenommen: a. Anlagevermögen Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten abzüglich der bisher aufgelaufenen und im Geschäftsjahr 2021 planmäßig fortgeführten Abschreibungen bewertet. Die Abschreibung erfolgt linear und betrifft unterschiedliche Zeiträume. Die Nutzungsdauer wurde durch Schätzung ermittelt. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten abzüglich der bisher aufgelaufenen und im Geschäftsjahr 2021 planmäßig fortgeführten Abschreibungen bewertet. Es wurde nach Maßgabe der Nutzungsdauer linear abgeschrieben und bei Anschaffung im laufenden Geschäftsjahr erfolgt die Abschreibungsberechnung pro rata temporis. Von der Möglichkeit, geringwertige Wirtschaftsgüter gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs voll abzuschreiben, wurde Gebrauch gemacht. Für die im Bereich des automatischen Hochregallagers eingesetzten Behälter sowie für Reparaturteile wurde nach Inventur im Berichtsjahr ein Festwert in Höhe von TEUR 605 (i. Vj.: TEUR 405) angesetzt. Die Bewertung des Finanzanlagevermögens erfolgte zum Nominalwert. b. Umlaufvermögen Die Bewertung der Hilfsstoffe sowie der Waren erfolgte zu Anschaffungskosten unter Abzug von Rabatten und Skonti oder zu einem niedrigeren beizulegenden Wert. Der Bestand an Waren zum Bilanzstichtag wurde hinsichtlich des automatischen Hochregallagers im Wege der permanenten Einlagerungsinventur ermittelt. Alle anderen Waren wurden mittels Buchinventur auf der Grundlage permanenter Inventuren ermittelt. Die Bewertung erfolgte unter Berücksichtigung der erkennbaren Risiken, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit sowie aus anderen Gründen ergeben. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden mit ihrem Nominalbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Für das in den Forderungen enthaltene Kreditrisiko wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,0 % auf die Nettoforderungen gebildet. Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zu Nominalwerten ausgewiesen. Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestanden in Höhe von TEUR 68,6 (i. Vj. TEUR 22,4). Flüssige Mittel wurden mit dem Nennwert bilanziert. c. Ausgleichsposten für Anteile von Gesellschaftern einbezogener Unternehmen (nicht beherrschende Anteile) Für nicht dem Mutterunternehmen gehörende Anteile an in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurde ein Ausgleichsposten für Anteile von Gesellschaftern einbezogener Unternehmen innerhalb des Eigenkapitals gebildet. Die Eigenkapitalanteile der in den Einzelabschlüssen ausgewiesenen Sonderposten mit Rücklageanteil wurden seit dem Geschäftsjahr 2010 dem Ausgleichsposten zugerechnet. Der Ausgleichsposten setzt sich wie folgt zusammen:
1) Davon TEUR 73 (i.Vj. TEUR 96) nach § 253
Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Rücklage
d. Rückstellungen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. e. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen und setzen sich wie folgt zusammen:
Der Gesamtbetrag der in der Konzernbilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten, die von in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beläuft sich auf TEUR 6.532. Derzeit sind keine Risiken erkennbar, dass aus den gegebenen Sicherheiten eine Inanspruchnahme drohen könnte. 5. Angaben zu einzelnen Posten der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung a. Anlagevermögen Die Entwicklung des in der Bilanz erfassten Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021 wird in dem in der Anlage zum Anhang enthaltenen Anlagenspiegel dargestellt. b. Rückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie wurden pauschal mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Für die Bewertung wurde ein mathematisches Gutachten eingeholt. Sie wurden nach der versicherungsmathematischen Projected Unit Credit Method, einem Berechnungsverfahren aus der Klasse der Ansammlungsverfahren, ermittelt. Danach werden die Rückstellungen bestimmt als Barwert der zeitratierlich erdienten Versorgungsanwartschaften. Sie betreffen vier Versorgungsbegünstigte, welche nach den Richtlinien des ehemaligen Pensionsvereins Richard und Hildegard Helbig e. V. Anspruch auf eine Altersversorgung haben und deren Altersversorgung nicht auf eine externe Versicherungsgesellschaft übertragen wurde. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung der Pensionsrückstellungen berücksichtigt:
Der Differenzbetrag zur Berechnung auf Basis eines 7-Jahreszeitraumes von TEUR 73 ist nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrt. Die Steuerrückstellungen betreffen die Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer für das Jahr 2021. Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungen sowie Rückstellungen für den Personalbereich einschließlich Provisionen und Tantiemen. c. Passive latente Steuern Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise. Die sich ergebenden Steuerbelastungen und -entlastungen werden verrechnet unter dem Posten "Passive latente Steuern" ausgewiesen. Der Posten setzt sich wie folgt zusammen:
d. Umsatzerlöse Die Aufgliederung der ausschließlich inländischen Umsatzerlöse gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 3 HGB unterbleibt, da sich geographisch bestimmbare Märkte nicht erheblich unterscheiden und unterschiedliche Geschäftszweige nicht vorhanden sind. e. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind keine Zinserträge aus Abzinsungen enthalten. f. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Von den Zinsaufwendungen entfallen TEUR 1.612 (i. Vj. TEUR 1.412) auf Gesellschafterzinsen und TEUR 0,0 (i. Vj. TEUR 0,9) auf die Aufzinsung der Rückstellungen nach § 253 HGB. g. Latente Steuern Die Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten Aufwendungen aus der Abgrenzung aktiver latenter Steuern von EUR 53.379 (i. Vj. EUR 6.704,00) sowie Erträge aus der Auflösung latenter Steuern in Höhe von EUR 63.989 (i. Vj. EUR 57.301,00). 6. Sonstige Angaben a. Erleichterungen für Tochterunternehmen betreffend die Aufstellung, Prüfung und Offenlegung von Jahresabschluss und Lagebericht Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen haben die Erleichterungen der Befreiungsvorschriften des § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264 b HGB in Anspruch genommen. Die jeweiligen Mutterunternehmen haben dazu Patronatserklärungen nach dem folgenden Muster abgegeben:
Die Oskar Böttcher GmbH & Co. KG weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 264 a Abs. 1 i. V. m. § 267 Abs. 3 HGB auf. Die Technilog Technik und Logistik GmbH, die eldis electro distributor GmbH und die Heinrich Häusler GmbH weisen zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB auf. Die übrigen einbezogenen Unternehmen sind aufgrund der Größenmerkmale nicht prüfungspflichtig im Sinne des § 316 HGB. b. Unübliche Geschäfte gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 13 HGB Im Geschäftsjahr wurden keine wesentlichen Geschäfte zu marktunüblichen Bedingungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigt. c. Außerbilanzielle Geschäfte gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 2 HGB Wesentliche außerbilanzielle Geschäfte gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 2 HGB lagen im Geschäftsjahr nicht vor. d. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zu den Abschlussstichtagen bestanden folgende Haftungsverhältnisse:
Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln, aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften und Gewährleistungsverträgen sowie Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten, die nicht auf der Passivseite ausgewiesen sind, sind nicht vorhanden. Im Zuge der Auslagerung der betrieblichen Altersversorgung auf eine externe Versicherung besteht für die fondsförmig finanzierten und bereits laufenden Versorgungen eine Nachfinanzierungsverpflichtung zum Ausgleich einer eventuellen Deckungslücke zwischen dem Zeitwert des vorhandenen Versorgungsguthabens und den kalkulatorisch erforderlichen Mitteln. Die Überprüfung der Wertentwicklung des Versorgungsguthabens wird von der Versicherung quartalsweise durchgeführt. Im laufenden Geschäftsjahr betrug die Nachfinanzierungsverpflichtung TEUR 62 (i. Vj. TEUR 82). e. Haftungsverhältnisse gegenüber nicht konsolidierten Unternehmen Zum Bilanzstichtag bestehen derartige Verpflichtungen nicht. f. Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer Die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer (ohne Mitglieder der Geschäftsführung) betrug:
g. Abschlussprüferhonorar Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar für die Abschlussprüfungsleistungen betrug TEUR 38. Weitere Honorare wurden nicht berechnet. h. Gesamtbezüge der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans des Mutterunternehmens Hinsichtlich der nach § 314 Nr. 6 a und b HGB anzugebenden Gesamtbezüge der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans wird in analoger Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB von der Schutzklausel Gebrauch gemacht. i. Nachtragsbericht gem. § 285 Nr. 33 HGB Nach dem Bilanzstichtag kam es am 24. Februar 2022 zum Einmarsch Russlands in die Ukraine. Es zeichnet sich ab, dass sich der Ukraine-Krieg auf die globale Konjunktur durch ansteigende Energie- und Rohstoffpreise und gestörte Lieferketten negativ auswirken wird. Eine verlässliche Abschätzung bezüglich der Dauer dieses Krieges und seiner Effekte auf die Preis- und Wirtschaftsentwicklung ist nicht möglich. Die EU-Sanktionen gegen Russland und die starken Einschränkungen der industriellen Aktivitäten in der Ukraine führen zu gewissen Engpässen bei einigen Vormaterialien (betroffen sind: Rohstoffe wie z.B. Zink oder Werkstoffe wie z.B. Stahl). Entsprechend reagieren Lieferanten mit teilweise deutlichen Preiserhöhungen. Die Lieferengpässe haben in unserer Branche gegenüber dem Vorquartal (Q4/2021) wieder etwas zugenommen; dies ist jedoch vor allem auf fehlenden Kapazitäten in der Logistik (Schiffe, Container, Fahrer) zurückzuführen. Die stockende Be- und Entladung von Containerschiffen in China aufgrund der dortigen Null-Covid-Politik verschlimmert die Situation zusätzlich. Im Ergebnis gibt es jedoch i.d.R. nur temporäre Engpässe bei einzelnen Produkten. Aufgrund der Breite unseres Sortiments ist eine hohe Lieferfähigkeit gegeben. Wir rechnen damit, dass sich die Ukraine-Krise aufgrund der erhöhten Unsicherheit, steigender (Energie- und Rohstoff-) Preise und der mannigfaltigen Störungen der Lieferketten und des Außenhandels negativ auf die allgemeine globale wirtschaftliche Entwicklung auswirken wird. Von einer nachteiligen Beeinflussung der geschäftlichen Aktivitäten und damit der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Obeta-Gruppe ist dann zumindest mit Zeitverzögerung auszugehen. Die Preiserhöhungen unserer Lieferanten geben wir aufgrund unserer Kalkulationslogik vollumfänglich an unsere Kunden (und diese an die Endkunden) weiter. Dabei belasten uns primär die deutlich gestiegenen Energiepreise (v. a. Strom und Diesel) im Bereich der Inter- und Intralogistik. Speditionen versuchen nun, preisfixierte Verträge auf sogenannte Diesel-Floater umzustellen. Wir gehen aktuell davon aus, dass die Energiepreise zwar wieder etwas sinken, jedoch das Vorkrisenniveau nicht mehr erreichbar sein dürfte. Unsere Kalkulation wird entsprechend "behutsam" angepasst. In unserem Marktbereich verspüren wir zzt. noch keinen Rückgang der Nachfrage nach unseren Produkten. Die Baukonjunktur bei Wohnungsbauten ist nach wie vor in vergleichsweise stabiler Verfassung. Der Bauüberhang ist seit Jahren groß und in 2022 mit ca. 700.000 Wohnungen ein Niveau erreicht, welches für eine Zweijahresproduktion ausreicht. Die Zinsentwicklung der letzten Wochen und Monate hat jedoch - gepaart mit den deutlichen Baupreissteigerungen - bereits zu einer gewissen Abkühlung der Nachfrage im Neubaubereich geführt. Aufgrund unserer Kundenstruktur profitieren wir aber nicht nur vom Neubau, sondern auch von Sanierung/Renovierung/Modernisierung sowie Reparaturen in gleichem Maße, sodass wir zumindest keinen "dramatischen" Geschäftseinbruch erwarten. Jedoch ist es zum jetzigen Zeitpunkt sehr schwierig, den potentiellen negativen Ergebniseffekt für die Obeta-Gruppe zu quantifizieren, denn es ist völlig unklar, wie lange der Ukraine-Krieg andauert, wann die Lieferketten wiederhergestellt oder neu arrangiert sind, ob preistreibende Effekte anhalten und in welcher Intensität die skizzierten rezessiven Effekte tatsächlich auftreten werden. Zwischen dem Bilanzstichtag und dem Tag der Abschlusserstellung sind darüber hinaus keine weiteren Ereignisse eingetreten, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Obeta-Gruppe wesentlich beeinflussten oder beeinflussen könnten.
Berlin, 27. Mai 2022 Obeta Elektro Vertriebsgesellschaft mit beschränkter Haftung Geschäftsführung Dr. Dirk Jandura Thomas Wintels Konzernanlagenspiegel zum 31.12.2021
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021
Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2021
KONZERNLAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2021Obeta Elektro Vertriebsgesellschaft mit beschränkter Haftung, BerlinI. Grundlagen des Konzerns 1. Geschäftsmodell des Konzerns Als bundesweit aktiver Elektrofachgroßhändler beliefert die Obeta-Gruppe vornehmlich lokal und regional agierende Kunden aus dem Elektrohandwerk, Elektrofachhändler sowie Industrieunternehmen, Facility Service-Dienstleister und öffentliche Auftraggeber. Geliefert werden elektrotechnische Artikel, u. a. Installationsmaterial, Kabel und Leitungen, Schaltermaterial, Überspannungs- und Brandschutz, Sicherheitstechnik, Leuchtmittel, Telekommunikationstechnik, Industrietechnik, Werkzeuge, Messgeräte und Arbeitskleidung. Die Obeta-Gruppe ist als unabhängiges Familienunternehmen im Markt bekannt und als Stammhauskonzern mit der Oskar Böttcher GmbH & Co. KG als Muttergesellschaft strukturiert. Die Obeta-Gruppe hat ihre Position als einer der bedeutendsten Elektrogroßhändler der östlichen Bundesländer in den letzten Jahren gefestigt und ausgebaut. In Berlin und Umgebung ist Obeta nach wie vor Marktführer. Mit den Tochterunternehmen eldis electro distributor GmbH und Heinrich Häusler GmbH ist die Obeta-Gruppe auch im Norden, Westen und Süden Deutschlands erfolgreich vertrieblich aktiv. Die Logistik-Tochtergesellschaft, Technilog Technik und Logistik GmbH erbringt zentral über ein eigenes Logistikzentrum in Ludwigsfelde bei Berlin den gesamten Warenverkehr der Obeta-Gruppe. In der "Die Coditorei GmbH" werden die digitalen Entwicklungen der Obeta-Gruppe gebündelt und vorangetrieben. 2. Forschung und Entwicklung Als Handelsunternehmen betreibt die Gruppe keine Forschung und Entwicklung. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen Getrieben von der kräftigen weltwirtschaftlichen Erholung legte auch die Wirtschaftsleistung in Deutschland im Jahr 2021 kräftig zu. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg um 2,9 % gegenüber dem Vorjahr, das Vorkrisenniveau des Jahres 2019 wurde aber in den meisten Wirtschaftsbereichen noch immer deutlich unterschritten. Während der private Verbrauch stagnierte, stiegen die Ausrüstungsinvestitionen und auch der staatliche Konsum, letzterer vor allem aufgrund der Ausgaben für Tests und Impfungen. Jedoch verhinderten angebotsseitige Engpässe u. a. bei Vorprodukten wie Halbleitern, dass die hohe Nachfrage nach deutschen Industrieerzeugnissen erfüllt werden konnte. Die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe lag trotz eines Plus von 4,4 % ggü. Vj. noch 6 % unter dem Niveau von 2019. Im Bauhauptgewerbe, in dem die Corona-Pandemie im Jahr 2020 keine sichtbaren Spuren hinterlassen hatte, erreichte die Wirtschaftsleistung 2021 nach Angaben des Zentralverbandes des deutschen Baugewerbes (ZDB) ein Plus von 1,2 %, was bei einer Preisentwicklung von +7,4 % einer realen Umsatzentwicklung von -6,2 % entspricht. Wichtige Baustoffe wie Bauholz (+61 %), Betonstahl (+ 53 %) und Kunststoffe (+21 % bis +27 %) verzeichneten deutliche Preissteigerungen im Jahresverlauf. Der Umsatz im Wohnungsbau erzielte einen Zuwachs von 2 % auf EUR 55,4 Mrd., der Umsatz im Wirtschaftsbau stieg auf EUR 51 Mrd. (+2,3 %) und der öffentliche Bau verzeichnete ein leichtes Minus auf EUR 38,5 Mrd. (-1,2 %). Erfreulich präsentierte sich der Auftragseingang in der zweiten Jahreshälfte 2021. Der Wirtschaftsbau lag hier mit einem nominalen Plus von 16 % vorne, gefolgt vom Wohnungsbau (+8,5 %) und dem öffentlichen Bereich (+3 %). Die Berliner Konjunktur erholte sich im Jahr 2021 mit einem über dem deutschen Durchschnitt von 2,9 % liegenden BIP-Wachstum von 3,3 %. Die Industrie wuchs trotz Lieferengpässen bei Vorleistungsprodukten um 2,3 %. Das Gastgewerbe scheint die Talsohle mit einer Umsatzsteigerung von 1,7 % offenbar überwunden zu haben. Vor dem Hintergrund von Fachkräftemangel, Lieferengpässen und Preissteigerungen bei Baumaterialien sanken die Umsätze im Bauhauptgewerbe um 1,4 %, wobei die Baugenehmigungen von Wohnungen um 8,7 % auf 18.732 einbrachen. Die Auftragseingänge stiegen in 2021 hingegen erfreulich stark um 25,2 %, so dass der Auftragsbestand mit EUR 2,1 Mrd. auf dem höchsten Stand seit 20 Jahren ist. Die Geschäftsentwicklung der deutschen E-Handwerke (Elektrotechnik, Informationstechnik und Elektromaschinenbau) verlief ähnlich wie im Bauhauptgewerbe, denn der Branchenumsatz konnte von EUR 68,4 Mrd. im Jahr 2020 um 5,6 % auf EUR 72,2 Mrd. in 2021 gesteigert werden. Dieser Umsatzanstieg wurde flankiert von einem leichten Zuwachs der Beschäftigten um 0,5 % auf 518.176. Der deutsche Elektrogroßhandel war insgesamt stark von Lieferengpässen betroffen, konnte aber nach den Angaben des Bundesverbandes des Elektro-Großhandels (VEG) e.V. im Jahr 2021 ein starkes - vor allem preisgetriebenes - Umsatzwachstum von 16,8 % (Vorjahr: 5,4 %) verzeichnen. Die DEHA-Gruppe, in der sich die Obeta-Gruppe mit vier weiteren regional führenden Elektrogroßhandelsunternehmen zu einem leistungsstarken bundesweiten System-Verbund zusammengeschlossen hat, lag mit einem Umsatzwachstum von 16 % geringfügig unterhalb des Marktdurchschnittes. 2. Geschäftsverlauf der Obeta-Gruppe Das Jahr 2021 war für die Obeta-Gruppe erneut ein herausforderndes Geschäftsjahr. Neben andauernden Lieferkettenproblemen, Materialengpässen und Preissteigerungen in der Breite des Sortiments sowie Preisvolatilität bei den Industriemetallen trat eine weitere schwere COVID-19-Welle im letzten Quartal des Geschäftsjahres hinzu. Gleichwohl gelang es, im Geschäftsjahr 2021 die Umsatzerlöse um knapp 10,6 % auf EUR 474,2 Mio. zu steigern. Das Geschäftsjahr startete mit moderaten Umsatzsteigerungen im ersten Quartal. Im zweiten Quartal kam es dann aufgrund der zunehmenden Materialengpässe zu sehr umfangreichen Vorratskäufen der Kunden, vor allem im Bereich Kabel und Leitungen vor dem Hintergrund eines stetig steigenden Kupfer-Preises. Auch im dritten und vierten Quartal blieben Kabel und Leitungen gefragt, es trat jedoch insgesamt wieder eine gewisse Marktberuhigung ein. Zu Beginn des Jahres 2021 erfolgte die Umstellung der Warenwirtschaft des Stammhauses, der Oskar Böttcher GmbH & Co. KG, auf SAP S/4HANA. Trotz gewisser anfänglicher Probleme und Friktionen verlief die Einführung weitgehend reibungslos und war kundenseitig kaum wahrnehmbar. Die neue Software schafft die Voraussetzung für die weitere Digitalisierung der Prozesse und bietet zahlreiche Schnittstellen für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten in Echtzeit. Der etablierte Omnichannel-Ansatz wurde im Geschäftsjahr um zusätzliche KI-Lösungen in den Bereichen E-Commerce und Logistik ergänzt und eine Vielzahl weiterer Projekte im Rahmen der fortwährenden Digitalisierung wurde angestoßen, um den Kunden ein reibungsloses und bequemes Einkaufserlebnis - von Verfügbarkeit bis Lieferung - zu gewährleisten. Grundlage dessen bildeten die akribische Optimierung der Geschäftsprozesse und der kontinuierliche Dialog mit sämtlichen Marktbeteiligten. Bei allem Bestreben um digitale Exzellenz bleibt Obeta aber weiterhin auf die Vorteile menschlichen Dialogs und Kundennähe bedacht und optimiert daher weiter das Offline-Angebot, das Filialnetz, und dies nicht nur aus quantitativer Sicht. Insgesamt verlief das Geschäftsjahr 2021 für die Obeta-Gruppe trotz anhaltender Widrigkeiten sehr erfolgreich - nicht zuletzt aufgrund der wiederum stabilen Entwicklung im Bau- und im Elektrogewerbe. Erneut bewiesen die Mitarbeiter großes Engagement und Flexibilität. 3. Geschäftslage der Obeta-Gruppe Die Gruppe weist konstant eine sehr solide Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auf. 3.1 Ertragslage Die Umsatzerlöse des Konzerns stiegen im Jahr 2021 um 10,6 % auf EUR 474,2 Mio. (Vj.: EUR 428,6 Mio.). In den einzelnen Warengruppen wuchs der Bereich Kabel & Leitungen um 31,3%, der Bereich Installationsgeräte und -systeme um 8,1 %, die Bereiche Daten- und Kommunikationstechnik und 6,3 % sowie Schaltgeräte um 5,7 %, während die Entwicklung im Bereich Licht (-8,8 %) stark rückläufig war. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen um 47,9 % auf TEUR 1.515. Die Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren erhöhten sich um 13,1 % auf EUR 360,7 Mio. Der Rohertrag stieg um 4,2 % auf EUR 117,5 Mio. während die Rohmarge auf 24,7 % (Vorjahr: 26,2 %) sank. Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer (einschließlich der 84 Auszubildenden ohne Mitglieder der Geschäftsführung) erhöhte sich von 971 auf 990 (+2,0 %). Der Personalaufwand stieg um 3,8 % gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 42.054, die Personalaufwandsquote fiel auf 8,8 % (Vorjahr: 9,4 %). Die Abschreibungen erhöhten sich geringfügig gegenüber dem Vorjahr um TEUR 19 auf TEUR 3.141. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um 1,3 % auf TEUR 31.235 und erreichten eine Quote von 6,6 % vom Umsatz (Vorjahr: 7,4 %). Die Steuern vom Einkommen und Ertrag sanken um 3,2 % auf TEUR 3.602. Das Konzernergebnis verminderte sich um 19,0 % auf TEUR 1.781. 3.2 Finanzlage Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit verringerte sich um TEUR 24.707 auf TEUR 6.789. Dies ist im Wesentlichen auf die Zunahme des Vorratsvermögens zurückzuführen. Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit verminderte sich gegenüber dem Vorjahr auf TEUR +746 (Vorjahr: TEUR 987). Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit (Mittelabfluss) stieg auf -TEUR 24.072 (Vorjahr: -TEUR 23.657). Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit reichte nicht aus, um die Finanzierungstätigkeit zu decken. Per Saldo verringerten sich die liquiden Mittel um TEUR 16.537 auf TEUR 6.134 und erreichten 3,8 % der Bilanzsumme (Vorjahr: 15,4 %). Die Finanzlage der Obeta-Gruppe ist als stabil zu bezeichnen. 3.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme der Obeta-Gruppe stieg im Geschäftsjahr 2021 auf EUR 163,3 Mio. (+11,2 %). Die immateriellen Vermögensgegenstände erhöhten sich auf TEUR 372 (Vorjahr: TEUR 172). Das Sachanlagevermögen sank um 4,6% auf TEUR 25.668 (Vorjahr: TEUR 26.900). Die Finanzanlagen betrugen wie im Vorjahr TEUR 52. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme reduzierte sich auf 16,0 % (Vorjahr: 18,6 %). Das Umlaufvermögen stieg um 14,8% auf TEUR 136.931 und hatte einen Anteil von 83,9 % an der Bilanzsumme. Dabei stiegen die Vorräte um 30,7% auf TEUR 66.160 (Vorjahr: TEUR 50.632). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten auf TEUR 64.636 (Vorjahr: TEUR 45.982). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich von TEUR 4.404 auf TEUR 14.401 (8,8 % der Bilanzsumme). Das Netto-Umlaufvermögen (Working Capital) der Gruppe betrug TEUR 60.738 (Vorjahr: TEUR 53.931) und damit rd. 37,2% der Bilanzsumme. Das Anlagevermögen ist vollständig durch Eigenkapital bzw. Eigenmittel gedeckt. Das Eigenkapital stieg auf TEUR 80.692 und liegt mit einem Anteil von 49,4 % der Bilanzsumme (Vorjahr: 50,1 %) auf einem kontinuierlich sehr hohen Niveau. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (mit Restlaufzeiten über 1 Jahr) reduzierten sich aufgrund von planmäßigen Tilgungen auf TEUR 4.923, was 3,1 % der Bilanzsumme (Vorjahr: 4,4 %) entspricht. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Der Umsatz pro Mitarbeiter stieg gegenüber dem Vorjahr von TEUR 441 auf TEUR 479. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wurde um 9,4 % auf TEUR 41.066 gesteigert, und die EBIT-Marge betrug 8,6 %. Insgesamt ist die wirtschaftliche Lage der Gruppe als sehr gut zu bewerten. 5. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Die Obeta-Gruppe überprüft beständig die Anwendung zukunftsweisender Technologien, um das Einkaufserlebnis ihrer Kunden noch schneller, personalisierter, komfortabler und damit nutzenstiftender zu gestalten. Jedoch war, ist und bleibt der Mensch der wesentliche Erfolgsfaktor: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die den Kunden täglich als Problemlöser beiseite stehen und deren Einkaufserlebnis um Empathie, Kreativität und Leidenschaft bereichern. Mitarbeiter Zum 31. Dezember 2021 beschäftigte die Obeta-Gruppe 998 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (31. Dezember 2020:976). Die Mitarbeiterzahl ist leicht gestiegen. Das Durchschnittsalter lag bei 39,9 Jahren und damit unter dem Bundesdurchschnitt von etwa 44,6 Jahren. Die Gesamtfluktuationsrate (ohne Auszubildende) betrug 11,9 % und hat sich gegenüber dem Vorjahr (15,5 %) erfreulicherweise deutlich verringert. Die Obeta-Gruppe strebt eine Diversität hinsichtlich der Mitarbeiterstruktur an: Diese Vielfalt spiegelt sich in Nationalität bzw. Herkunft, Religionszugehörigkeit, Altersstufe, Geschlecht, Ausbildungsstand sowie ebenfalls im Behinderungsgrad der beschäftigten Mitarbeiter wider. Recruiting und Employer Branding Als attraktiver Arbeitgeber verfolgt die Obeta-Gruppe das Ziel, dass sich die Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen binden und persönlich wachsen. Die Obeta-Gruppe prüft daher ständig neue Serviceangebote und stellt sie den Mitarbeitern zu Verfügung, um auf diese Weise ein attraktives Gesamtpaket als Arbeitgeber zu bieten. Anlässlich der Pandemie und deren Auswirkungen wird hierbei u. a. neuerdings mit einem Familienservice zusammengearbeitet, der den Mitarbeitern sowie deren Angehörigen in allen Alltagssituationen oder Herausforderungen zur Seite steht. Darüber hinaus wird kontinuierlich an der Neukonzeption der Corporate Site gearbeitet, um auch in der Außendarstellung einen ersten positiven Eindruck zu vermitteln und die Attraktivität als Arbeitgeber herauszustellen. Zur Mitarbeiterbindung und -zufriedenheit wird nach wie vor auf ein bedarfsgerechtes Recruiting gesetzt. Neben der persönlichen Direktansprache der Kandidaten in den Sozialen Medien - u. a. mit externen Dienstleistern - werden kurzfristige Auftragsspitzen und Mitarbeiterengpässe durch Zeitarbeitnehmer gefüllt. Dies sorgt für eine Entlastung unserer Mitarbeiter und fördert weiterhin die gute Vereinbarkeit zwischen Beruf und Privatleben. Weiterbildung Die persönliche Weiterbildung steht schon seit einigen Jahren im Vordergrund mit dem Ziel, die Mitarbeiter und ihre Entwicklung in den jeweiligen Bereichen in herausfordernden Zeiten bestmöglich zu unterstützen. So werden die Mitarbeiter entsprechend ihrer Funktionen innerhalb der Obeta-Gruppe qualifiziert und tragen so unmittelbar zur Erreichung der jeweiligen Bereichsziele bei. Talentschmiede Gerade in der heutigen Zeit mit einem engen Bewerbermarkt ist es wichtig, Mitarbeiter und vor allem Talente an die Obeta-Gruppe zu binden. Hierzu wurde ein Konzept für ein Talentprogramm entwickelt, das Talente aus allen Regionen und Abteilungen begleitet. So sollen die Führungskräfte und Spezialisten von morgen ausgebildet werden. Über zwei Jahre hinweg erhalten Talente im Pilotprojekt eine persönliche Förderung hin zur Führungskraft oder Spezialisten-Rolle (je nach eigener Vorstellung). Organisationsentwicklung und Beratung Die Digitalisierung des Personalbereichs wird durch Projekte wie die Implementierung digitaler Berichtshefte sowie die Einführung einer Online-Lernplattform vorangebracht. Im Bereich der Organisationsentwicklung spielen auf Grund von personellen Änderungen immer wieder Führungskräftecoachings und Teamentwicklungen eine zentrale Rolle. Sofern ein Mitarbeiter zur Führungskraft aufsteigt, kann er sich mit Hilfe eines Coachings oder der Führungsgrundlagen-Schulung weiterbilden. Auch ganze Teams werden nach Bedarf bei der Neuzusammensetzung und -ausrichtung oder bei konfliktbehafteten Situationen in einem Team-Coaching begleitet. Ein wichtiges Führungsinstrument sind die Mitarbeitergespräche, in denen die Wertschätzung ausgedrückt und die aktuelle Arbeitszufriedenheit hinterfragt wird. So können Schlüsse gezogen und Maßnahmen festgelegt werden, die zum einen die Weiterentwicklung und zum anderen die Identifikation mit dem Unternehmen fördern. Gesundheitsmanagement und Betriebliches Eingliederungsmanagement Die Gesundheit der Mitarbeiter hat für die Obeta-Gruppe einen hohen Stellenwert. Einige Gesundheitsmaßnahmen wie Grippeschutzimpfungen, das betriebliche Eingliederungsverfahren sowie Sportangebote oder Ernährungsberatungen wurden bereits eingeführt. Um das Gesundheitsmanagement weiter zu entwickeln, steht derzeit die Konzeptionierung zur Implementierung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements im Mittelpunkt. Ausbildung Die Obeta-Gruppe beschäftigte zum 31. Dezember 2021 84 Auszubildende (31. Dezember 2020: 105). Im Sommer 2021 haben 30 Auszubildende ihre Ausbildung erfolgreich beendet, davon wurden 25 in ein Arbeitsverhältnis übernommen. Der Bewerbungseingang für die ausgeschriebenen Ausbildungsstellen war, trotz anhaltendem Infektionsgeschehen und einem fehlenden Angebot an Netzwerk- und Messeveranstaltungen, mit rund 1.200 Bewerbungen höher denn je, sodass wir auch 2021 den größten Teil der Ausbildungsstellen deutschlandweit mit vielversprechenden Kandidaten besetzen konnten. Durch die Benennung von Ausbildungsreferenten für definierte Ausbildungsregionen haben wir kompetente Ansprechpartner für Auszubildende sowie die Ausbilder in den Filialen vor Ort, die in allen Ausbildungsbelangen als direkte Ansprechpartner fungieren. Durch diese Zusammenarbeit haben wir sowohl die Qualität der Betreuung in der Ausbildung als auch die Kommunikation und Zusammenarbeit bezüglich der Ausbildungsthemen gestärkt. III. Prognosebericht 1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die deutsche Bundesbank stellte im Monatsbericht April 2022 fest, dass sich die wirtschaftlichen Aussichten durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine weltweit verschlechtert haben. Dies liegt zum einen an den direkten Auswirkungen der Kampfhandlungen und der Unsicherheit hinsichtlich des weiteren Kriegsverlaufs. Zum anderen dürften die Sanktionen, welche die Europäische Union (EU) und ihre Partner gegen Russland verhängt haben, Spuren hinterlassen. Infolge dieser Entwicklungen stiegen die Preise für einige Rohstoffe, insbesondere fossile Energieträger, erheblich an. Auch an den Devisen- und Finanzmärkten kam es zu größeren Ausschlägen. Seit Beginn der militärischen Auseinandersetzung in der Ukraine hat die Unsicherheit im EU-Raum deutlich zugenommen. In ihrer Frühjahrsprojektion geht die Bundesregierung von einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um preisbereinigt 2,2 % im Jahr 2022 und 2,5 % im Jahr 2023 aus. In dem im Januar veröffentlichten Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung war noch mit einem Plus des BIP von 3,6 % gerechnet worden. Als Belastungsfaktoren für die wirtschaftlichen Aussichten werden die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine angeführt, insbesondere hohe Energiepreise, EU-Sanktionen, gestiegene Unsicherheit und brüchige Lieferketten. Zum anderen dürfte die Corona-Pandemie ein wesentlicher Faktor für wiederholte konjunkturelle Rückschläge bleiben. Auch in Berlin belasten die Auswirkungen des Ukraine-Krieges und die gegenüber Russland beschlossenen EU-Sanktionen den Ausblick. Die Investitionsbank Berlin (IBB) erwartet für das Jahr 2022 ein Wachstum des BIP von 3 %. Inzwischen sind die höheren Energiepreise infolge des Ukraine-Kriegs auch bei den Verbraucherpreisen spürbar. Die Bundesregierung erwartet dementsprechend eine Inflationsrate von 6,1 % für das Jahr 2022, rechnet aber mit einer sinkenden Inflationsrate im nächsten Jahr. Generell stehen die verfügbaren Prognosen unter dem Vorbehalt einer Konstanz der aktuellen Bedingungen hinsichtlich der russischen Gaslieferungen. Für den Fall eines Aussetzens von Gaslieferungen aus Russland ist mit drastischen Auswirkungen der Energiekrise und schlimmstenfalls einer Rezession im nächsten Jahr zu rechnen. 2. Branchenentwicklung Umfragen des Zentralverbandes des Baugewerbes e.V. (ZDB) zeigen einen verhaltenden Optimismus für das Jahr 2022. Aufgrund hoher Auftragsbestände erwartet das Bauhauptgewerbe eine nominale Umsatzsteigerung auf EUR 151 Mrd. (+5,5%). Davon sollen auf den Wohnungsbau EUR 59,3 Mrd. (+7 %), auf den Wirtschaftsbau EUR 53,3 Mrd. (+6 %) und auf den öffentlichen Bereich EUR 38,6 Mrd. (+2 %) entfallen. Die Branche blickt grundsätzlich optimistisch in die Zukunft und rechnet mit einer weiterhin hohen Nachfrage nach Bauleistungen, da der Koalitionsvertrag der Bundesregierung dies mit der angestrebten Modernisierung der öffentlichen Infrastruktur, dem Neubau von Wohnungen und der Realisierung der Klimaschutzziele unterstützt. Entsprechend wappnet sich das Baugewerbe durch hohe Investitionen in neue Anlagen und die Erhöhungen personeller Kapazitäten u. a. durch die Gewinnung ausländischer Arbeitskräfte. Diese positive Einschätzung wird flankiert von der Entwicklung der Baugenehmigungen, die ein wichtiger Frühindikator zur Einschätzung der zukünftigen Bauaktivität sind. Im Jahr 2021 wurde in Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamtes der Bau von 380.914 Gebäude (+3,3 %) genehmigt. Davon entfielen 328.636 auf Wohnungen, was einem Plus von 8.274 Wohnungen gegenüber dem Vorjahr (+2,6 %) entspricht. Vermutlich aufgrund des Auslaufens des Baukindergeldes im 1. Quartal 2021 und dem Ende der Förderung von Häusern der Energieeffizienz-Stufe 55 nahmen die Baugenehmigungen von Zweifamilienhäusern um gut ein Viertel (+25,1 %) auf rund 32.000 neue Wohnungen zu. Hingegen stieg die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser im Jahr 2021 gegenüber dem Vorjahr nur um 0,9 % und die Zahl der neu genehmigten Wohnungen in Mehrfamilienhäusern um 2,2 %. Bei den neu zu errichtenden Nichtwohngebäuden (Fabrikgebäude und Lagerhallen, Büro- und Verwaltungsgebäude oder landwirtschaftliche Betriebsgebäude) erhöhte sich der umbaute Raum gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,4 % auf 235,4 Millionen Kubikmeter. Hier war bei Hotels und Gaststätten pandemiebedingt ein starker Rückgang von -17,1 % zu verzeichnen. An unserem Berliner Heimatmarkt sind die Baugenehmigungen von Wohnungen nach Angaben der Investitionsbank Berlin im Jahr 2021 gegenüber dem Vorjahr um 8,7 % auf 18.732 zurückgegangen. Auch in den ersten beiden Monaten des Jahres 2022 ist ein weiterer Einbruch um knapp ein Drittel gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu verzeichnen. Es gelang offenbar nicht, den Genehmigungsstau in den Ämtern aufzulösen. Erstmals seit 18 Jahren ist die Bevölkerungszahl wieder gesunken (-5.403), und es bleibt abzuwarten, ob es sich um eine kurze pandemiebedingte Unterbrechung eines langfristigen Wachstumstrends handelt. Die Zahl der Baufertigstellungen erreichte in 2020 16.337 neue Wohnungen nach 18.999 in 2019. Es ist davon auszugehen, dass auch in 2021 das Ziel von 20.000 neuen Wohnungen weit verfehlt wird. Der rekordhohe Überhang an genehmigten, aber noch nicht fertiggestellten Wohnungen stagnierte bei 65.661 (+0,9 % gegenüber Vorjahr). Entsprechend bleibt der Auftragsbestand im Berliner Bauhauptgewerbe trotz sinkender Aufträge im Verlauf der Pandemie mit EUR 2,1 Mrd. auf dem höchsten Stand seit 20 Jahren (+17,9 % ggü. Vj.). Der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) vermeldet auf der Basis der Konjunkturumfrage im Frühjahr 2022 eine gute Geschäfts- und Auftragssituation der Branche. Der Geschäftsklimaindex der E-Handwerke hat sich indes bei 83,9 Punkten stabilisiert (80,0 Punkte). Trotz der allgemein guten Lage wirkten sich jedoch vor allem die Materialengpässe und Lieferverzögerungen in vielen Produktbereichen sowie die damit verbundenen Preissteigerungen aus, da Betriebe Aufträge teilweise nicht abarbeiten bzw. Preissteigerungen nicht weitergeben können. Die Einschätzung der zukünftigen Geschäftsentwicklung fällt dennoch positiv aus, denn 90% der befragten Betriebe gehen davon aus, dass ihre wirtschaftliche Situation gleichbleibt oder sich verbessert. Kritisch wird von den E-Handwerken die Situation am Arbeitsmarkt gesehen. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht 1.1 Branchenspezifische Risiken Der deutsche Elektrogroßhandel ist in seiner Entwicklung wesentlich von der Bautätigkeit in Deutschland abhängig, was neben den Neubau- auch die Sanierungs-, Renovierungs- und Modernisierungsaktivitäten im privaten und öffentlichen Hochbau umfasst. Das deutsche Baugewerbe befindet sich wegen eines strukturellen Nachfrageüberschusses nach Wohnraum und - vor dem Hintergrund einer lockeren Geldpolitik der Zentralbank(en) und des entsprechend niedrigen Zinsniveaus - eines sehr günstigen Investitionsumfeldes, in einer seit Jahren währenden Sonderkonjunktur. Das bevorstehende Ende der Nullzinspolitik der Zentralbanken könnte jedoch Investoren zu einem Umdenken bewegen und Investitionen in Anleihen gegenüber Immobilieninvestitionen wieder attraktiv machen mit entsprechend negativen Folgen für die Baukonjunktur. Das Jahr 2021 war für sehr viele Unternehmen des Baugewerbes geprägt von Personal- und Materialmangel sowie signifikanten Preissteigerungen beim Materialeinkauf. Die Kapazitätsauslastung ist historisch hoch und eine Ausweitung der Bauproduktion fällt allein schon aufgrund des Fachkräftemangels schwer. Die Zahl der im Jahr 2021 fertiggestellten Wohnungen dürfte aber dennoch bei wenigstens 300.000 liegen, so dass die Anzahl der Wohnungen im Bestand erstmals auf über 43,1 Mio. gestiegen sein dürfte. Bei durchschnittlich 1,9 Personen pro Haushalt wäre somit zusätzlicher Wohnraum für rund 570.000 Menschen geschaffen worden. Hingegen dürfte die Zahl der Einwohner angesichts des negativen natürlichen Bevölkerungswachstums nur geringfügig zugelegt haben. Die Nettozuwanderung müsste bei etwas mehr als 200.000 liegen, um die Einwohnerzahl konstant zu halten. Im Jahr 2021 dürften rund 300.000 Menschen netto - u. a. in der zweiten Jahreshälfte aufgrund des starken Zuzugs aus Afghanistan nach dem Machtwechsel - eingewandert sein, was eine Normalisierung darstellt nach einem Zuzug von lediglich 220.000 Personen im Jahr 2020. Die Einwohnerzahl sollte insofern in den Corona-Jahren nur leicht gewachsen sein und aktuell bei rund 83,3 Mio. liegen. In Berlin und in vielen anderen Städten hat der geringere Zuzug und der dynamisch wachsende Neubau in den Pandemiejahren die fundamentale Angebotsknappheit reduziert, so dass die Nachfrage nach Wohnraum etwas zurückgehen könnte. 1
1 Vgl. DB Research, Ausblick auf den deutschen
Wohnungsmarkt, 1. April 2022, S. 8
Als weiterer Risikofaktor tritt der unsichere Verlauf des Corona-Pandemiegeschehens hinzu. Im April 2022 gab es über 130.000 bestätigte Fälle bei einer 7-Tage Inzidenz von über 800 Fällen / 100.000 Einwohner. Das Virus scheint im Verlauf ansteckender geworden zu sein, jedoch Erkrankungen mildere Verläufe zu nehmen. Die Bundesregierung rechnet im Herbst / Winter 2022 mit einer neuen Corona-Infektionswelle. Bei einem positiven Verlauf der klinischen Studien der Impfstoffhersteller könne jedoch mit einer Zulassung eines an die Omikron-Variante angepassten Impfstoffs ab Herbst 2022 gerechnet werden. Durch einen sehr ungünstigen weiteren Verlauf des Pandemiegeschehens könnte der Erfolg der Obeta-Gruppe insbesondere auf kurze Sicht erheblich beeinträchtigt werden. Erneute Lieferkettenunterbrechungen durch die Schließung von Herstellerfabriken, wichtigen Häfen oder Seewegen in zentralen Beschaffungsländern könnten Produktions- oder Lieferverzögerungen zur Folge haben. Zum aktuellen Zeitpunkt sehen wir durch die Corona-Krise jedoch die positive Entwicklung der Unternehmensgruppe nicht grundsätzlich gefährdet. Schließlich bedeutet das am 22. Juli 2021 verkündete deutsche Lieferkettengesetz (LkSG) vor allem eine Belastung für kleinere und mittlere Unternehmen. Es gilt ab 2023 für Unternehmen mit mehr als 3.000 Beschäftigten in Deutschland, ab 2024 dann auch für Firmen ab 1.000 Beschäftigten. Das Gesetz gilt unbegrenzt für die gesamte Wertschöpfungskette auf allen Zulieferstufen weltweit, und es drohen hohe Strafen, wenn die Unternehmen ihren menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten in den Lieferketten nicht nachkommen. Es ist damit zu rechnen, dass die zunächst betroffenen größeren Unternehmen ihre Pflichten aus dem Gesetz unmittelbar auf ihre Lieferanten überwälzen und entsprechende Dokumentationen fordern. Auch die Obeta-Gruppe dürfte insofern bereits ab 2023 indirekt über unsere größeren Kunden betroffen sein, und sofern es nicht gelingt, eine zufriedenstellende Dokumentation bereit zu stellen, könnten Umsatzeinbußen die Folge sein. Die von diesem aufwendigen Prozess besonders betroffenen kleineren und mittleren Lieferanten könnten sich aus Lieferbeziehungen zurückziehen mit den entsprechend negativen Konsequenzen für die Materialversorgung und die Umsatzentwicklung. 1.2 Ertragsorientierte Risiken Der Elektrogroßhandel beliefert traditionell im dreistufigen Vertriebssystem lokal und regional agierende Handwerker baunaher Bereiche, fungiert jedoch teilweise auch als Zulieferer industrieller Unternehmen. Als Bindeglied zwischen Hersteller und Wiederverkäufer übernimmt der Elektrogroßhandel mithin eine Vielzahl von Funktionen, u. a. Sortimentsbildung, Distributionsfunktion, Markteinführungsfunktion, Lagerhaltung, Kreditgewährung und Beratung. Der Elektrogroßhandel muss diese Leistungen effizienter und billiger erbringen als seine Handelspartner, da sonst kein Grund bestünde, ihn als Intermediär in den Handelsweg einzubeziehen. Demgemäß bestehen Ansatzpunkte zur Umgehung des Elektrogroßhandels als Intermediär in Bezug auf alle von ihm übernommenen Funktionen - sowohl Online als auch Offline. Das Internet schafft eine höhere Markt- und Preistransparenz, vereinfacht den Informationsaustausch zwischen den Marktteilnehmern und reduziert somit die Transaktionskosten. Da die Differenzierung im Internet weitgehend über den Preis erfolgt, orientieren sich Handwerk und Endkunden unter Vernachlässigung der Dienstleistungskomponente zunehmend an den dortigen niedrigsten Preisen, was einen kontinuierlichen Verfall der Handelsspanne nach sich ziehen könnte. Das Geschäftsmodell des Großhandels wird somit durch eine entsprechende Ausweitung des Angebotes von Marktplätzen/Plattformen und Versandhändlern sowie spezialisierten Online-Händlern bedroht. Auch auf der Herstellerseite besteht eine ganze Reihe von Bedrohungen. Durch die Einrichtung selektiver Vertriebsstrukturen könnten die Hersteller näher an den Handwerker oder den Endkunden heranrücken, mit entsprechend negativen Auswirkungen auf Art und Umfang des Großhandelsgeschäfts. Durch ein zunehmendes Angebot vorkonfigurierter Systeme könnte die traditionelle Auswahlfunktion von Produkten und Marken durch den Großhandel an Bedeutung verlieren. Solche Komplettlösungen könnten Herstellern die Umstellung auf den Direktvertrieb zur Einverleibung der Großhandelsmarge attraktiver erscheinen lassen. Dadurch erweitern die Hersteller ihr eigenes Vertriebsmodell und treten in direkte Interaktion mit Handwerkern und Bauherren. Die Handwerker umgehen den Großhandel, indem sie Materialien direkt beim Hersteller ordern, und informieren sich verstärkt im Internet. Die Beratungsfunktion der Großhändler verliert dadurch an Bedeutung. Weiterhin könnte sich die immer noch stark mittelständisch geprägte Herstellerlandschaft des elektrotechnischen Sortiments durch Übernahmen verändern. Multinationale Unternehmen könnten in Deutschland versuchen, internationale Standards und Strukturen umzusetzen. Durch die Änderung der Beschaffungsnetzwerke treten dann Marktteilnehmer ohne Verständnis für den dreistufigen Vertriebsweg auf. Es käme auch hier zwangsläufig zu einer Ausschaltung oder zumindest Beeinträchtigung der Großhandelsaktivitäten. Im stationären Handel stellen die Baumärkte mit adäquatem Elektro-Sortiment und entsprechenden Leistungsangeboten, die zuvor exklusiv beim Großhandel angesiedelt waren, eine gewisse Bedrohung für den Elektrogroßhandel dar. Der Wettbewerb der E-Handwerke mit den Nachbargewerken (Heizung, Lüftung, Sanitär) führt in bestimmten Produktgruppen wie bspw. der klassischen Elektrohauswärmetechnik und der regenerativen Energieerzeugung zu einer Verschärfung der Wettbewerbssituation. Schließlich etablieren sich leistungsfähige Konkurrenten in Dienstleistungsbereichen wie Zahlungsmanagement und Logistik, die Großhändler bisher häufig für ihre Kunden übernommen haben. Nicht zuletzt machen sich auch Veränderungen auf der Kundenseite negativ bemerkbar. Viele kleine und mittelgroße Betriebe werden aufgrund von Nachfolgeproblemen von größeren Unternehmen übernommen, es bilden sich größere Handwerksgruppen mit entsprechend höherer Nachfragemacht heraus und die "Mitte" fällt langsam weg. Auf der Kundenseite findet ohnehin ein Generationswechsel statt. Geordnete Nachfolgeregelungen gehen oftmals mit einem internen Kulturwandel hinsichtlich digitaler Prozesse einher und "verjüngte" Unternehmen weisen oftmals eine merklich höhere Onlineaffinität auf. Infolgedessen steigt auch die Anspruchshaltung an die vom Großhändler bereitgestellten Onlineservices und digitalen Prozesse. Wenngleich der ZVEH und die Innungen sich sehr aktiv um die Nachwuchsanwerbung und -förderung bemühen, führt der aktuelle Nachwuchs- bzw. Fachkräftemangel zu einer Situation, in der viele Betriebe an ihrer Kapazitätsgrenze arbeiten müssen. Die in diesem Zusammenhang immer wieder als mögliche Lösung genannte Aufweichung der Handwerksordnung, nach der für bestimmte Gewerke kein Meisterabschluss für die Führung eines Handwerksbetriebes erforderlich ist, könnte zu einer Schwächung der traditionell engen Bindung zwischen Fachhandwerker und Fachgroßhandel führen. Schließlich könnte sich auch eine Zunahme von direkt an Endkunden vertriebenen "Plug & Play"-Lösungen mittelbar negativ auf den Umsatz des Elektrogroßhandels auswirken. Der Großhandel könnte mithin zukünftig zugunsten von Herstellern und Online-Anbietern Marktanteile verlieren, dürfte jedoch aufgrund seiner Leistungsfähigkeit der wichtigste Vertriebskanal im Baugewerbe bleiben. 1.3 Finanzwirtschaftliche Risiken Angesichts der sehr stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation der Gruppe sind finanzwirtschaftliche Risiken derzeit nicht erkennbar. Der im Rahmen der Corona-Krise aus kaufmännischer Vorsicht erhöhte Liquiditätsbestand wurde etwas reduziert. Die Obeta-Gruppe entrichtet weiterhin auf Kontoguthaben Negativzinsen. Es wird ein aktives Liquiditätsmanagement betrieben. Die Liquiditätslage ist ausgezeichnet, es sind keine Engpässe zu erwarten. 2. Chancenbericht Angesichts einer bundesweit um 3,3 % gestiegenen Zahl der Baugenehmigungen im Jahr 2021 ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) der Wille zum Neubau ungebrochen. Jedoch scheitern viele Projekte an der zeitnahen Umsetzung der Projekte, denn der sogenannte Bauüberhang - also die Zahl der genehmigten, aber nicht gebauten Gebäude - ist 2021 erneut deutlich auf insgesamt 846.467 genehmigte, aber nicht gebaute Wohnungen gestiegen (+8,6 % ggü. Vj.). Es handelt sich somit um den höchsten Bauüberhang seit dem Jahr 1996. Die schwierige Lage im Bausektor, d. h. Materialengpässe, Fachkräftemangel und Preissteigerungen sind dafür verantwortlich, dass so viele genehmigte Wohnungen nicht gebaut werden können. So wurden im Jahr 2021 in Deutschland nur 293.393 Wohnungen fertiggestellt, das entspricht einem Minus von 4,2 % oder 12.983 Wohnungen gegenüber dem Vorjahr und ungefähr dem Niveau des Jahres 2019 (2020: 306.376 neue Wohnungen; 2019: 293.002). Der 2011 begonnene jährliche Anstieg der Zahl fertiggestellter Wohnungen setzte sich damit 2021 nicht weiter fort, und das von der Bundesregierung gesetzte Ziel von jährlich 400.000 neuen Wohnungen in Deutschland wird bei weitem verfehlt. Die Regierungskoalition hat mit ihrem Koalitionsvertrag unter dem Titel "Mehr Fortschritt wagen - Bündnis für Freiheit, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit" ein ambitioniertes Programm für die Transformation unserer Gesellschaft zur Klimaneutralität vorgelegt. So soll es innerhalb von neun Jahren knapp 30-mal mehr Elektroautos auf deutschen Straßen geben als bislang - zum 1. Juli 2021 gab es 440.000 E-Autos, bis Ende 2030 sollen es 15 Millionen sein. Doch eine steigende Zahl an Elektroautos benötigt die entsprechende Infrastruktur. Der Koalitionsvertrag sieht eine Million öffentliche Ladepunkte bis zum Jahr 2030 vor, ein großer Teil dieser Ladesäulen sollen Schnellladesäulen sein. Dies bedeutet das Erfordernis der Ertüchtigung der dafür nicht ausgelegten Verteilnetze und letztlich auch das Bedürfnis nach genügend Strom für die Ladesäulen - und zwar grüner Strom. Zwei Prozent der bundesdeutschen Landesfläche sollen daher künftig für Windenergie ausgewiesen werden, und für gewerbliche Neubauten soll es eine Pflicht zur Ausrüstung mit Photovoltaik-Anlagen geben; private Neubauten sollen ebenfalls mit PV-Modulen bestückt sein und private Bauherren von vielen bürokratischen Regelungen beim Betrieb einer PV-Anlage entlastet werden. Sofern die Koalition mit der Umsetzung ihrer Vorhaben Ernst macht, steht den E-Handwerken und dem Elektrogroßhandel insoweit ein "Klimaschutz-Sonderkonjunkturprogramm" in Bezug auf Elektromobilität, Erneuerbare Energien und Energiemanagementsystemen ins Haus. Die E-Handwerke dürften zusätzlich auch von der Bestandserhaltung und dem Wunsch nach höherem Wohnkomfort darunter auch vernetzte Anwendungen im Gebäudebereich (Smart Home) profitieren. Die Regierungskoalition ordnet die Digitalisierung als eines der zentralen Zukunftsfelder ein. Unabhängig davon schreitet die digitale Entwicklung mit enormer Geschwindigkeit voran und ist durch die Pandemie sogar beschleunigt worden. Im Fokus der Obeta-Gruppe stehen daher die professionelle Weiterentwicklung bestehender Stärken sowie die Suche nach neuen innovativen Details und Lösungen, um die Dienstleistung noch effizienter für die Kunden aus den E-Handwerken zu gestalten. Es ist unser Bestreben, technologische Neuerungen zu verstehen und hinsichtlich ihrer Relevanz für unser Geschäftsmodell bewerten zu können. Entsprechende Kompetenzen müssen aufgebaut werden, vor allem im Bereich der Datenanalyse (Big Data) und der Künstlichen Intelligenz (Kl), die unterstützend auf die gesamte Wertschöpfungskette wirken können. Bei allem Bemühen um Prozessoptimierung und -rationalisierung und die Nutzung der Vorteile digitaler Technologien steht der Kunde als Mensch im Mittelpunkt des Handelns. Von besonderer Relevanz ist in diesem Kontext natürlich das umfassende Netz von 65 Filialen, das Offline den unmittelbaren Dialog mit den Kunden gestattet und ein tiefes Verständnis der Probleme der Kunden ermöglicht. Das Filialnetz wird daher konsequent arrondiert, optimiert und ausgebaut. Die starke Kundenorientierung und der unmittelbare Dialog mit den Kunden, die hohe fachliche Kompetenz und die Qualität der Beratung durch Mitarbeiter, die leistungsfähige und verlässliche Logistik, die spezielle Sortimentsfokussierung auf das Elektrohandwerk sowie attraktive preisliche Konditionen stellen - gepaart mit der finanziellen Stärke und der Unabhängigkeit der Obeta-Gruppe als Familienunternehmen - einen Wettbewerbsvorteil dar. Die Obeta-Gruppe sieht sich daher mit schlanken Prozessen, umfangreichen digitalen Angeboten und dem bewährten Filialkonzept gut aufgestellt, um zukünftigen Anforderungen der Kunden und den Herausforderungen des Marktes gerecht werden und sich dem Konsolidierungsprozess der Branche stellen zu können. 3. Gesamtaussage Nach wie vor besteht in Deutschland eine große Nachfrage nach Bauleistungen, die Zahl der Bauvorhaben, die zwar genehmigt, aber noch nicht begonnen oder abgeschlossen wurden (der sogenannte Bauüberhang) nimmt seit einigen Jahren zu. Jedoch haben sich Lieferengpässe, Rohstoffknappheit und eine erhöhte Nachfrage im In- und Ausland preistreibend auf den Bausektor ausgewirkt. Mit einer gewissen Abkühlung der Baukonjunktur, vor allem im Neubaubereich, ist daher zu rechnen. Die für unsere nachhaltig positive Geschäftsentwicklung identifizierten Risiken stellen sowohl einzeln als auch in ihrer Gesamtheit keine Risiken im Hinblick auf Illiquidität oder Überschuldung im Zeitraum von mindestens 1 Jahr dar, die den Fortbestand der Obeta-Unternehmensgruppe gefährden könnten. Aus der Corona-Krise sind derzeit keine wesentlichen, nachhaltig negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Obeta-Konzerns erkennbar. Es besteht Zuversicht, dass die Ertragskraft der Obeta-Gruppe eine solide Basis für eine nachhaltige, positive Geschäftsentwicklung und die Nutzung vielfältiger Chancen bietet. Grundlegende Änderungen der Chancen- und Risikolage werden derzeit nicht erwartet. Insgesamt erwartet die Obeta-Gruppe im Jahr 2022 einen volatilen Geschäftsverlauf mit einem zum größten Teil preisgetriebenen Umsatzwachstum im zweistelligen Prozentbereich und ein operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) leicht unter Vorjahresniveau bei weiterhin sinkender Rohmarge. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den in dem Konzern genutzten Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Geldmarktfonds sowie Guthaben und Kreditlinien bei Kreditinstituten. Die bei verschiedenen Banken vorhandenen kurzfristigen Kreditlinien werden voraussichtlich in 2022 nicht benötigt. Derivative Finanzinstrumente wie Zins- oder Rohwarenswaps zur Risikoabsicherung bestehen nicht bzw. wurden im Geschäftsjahr nicht abgeschlossen. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gruppe im Wesentlichen über Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sowie Lieferantenverbindlichkeiten. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Skontofrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates straffes Debitorenmanagement unterstützt von einer leistungsfähigen Kreditmanagement-Software. Die Gruppe verfügt über einen langjährig bekannten breiten Kundenstamm. Abhängigkeiten von der wirtschaftlichen Entwicklung einzelner Kunden sind nicht gegeben. Vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung informieren wir uns stets ausführlich über die Bonität eines Kunden. Soweit bei Kundenforderungen Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. VI. Nachhaltigkeitsbericht Seit unserer Gründung im Jahr 1901 setzen wir auf langfristiges nachhaltiges Wirtschaften. Wir handeln verantwortungsbewusst, rücksichtsvoll und ressourcenschonend mit einem klaren Bekenntnis zur Natur und Gesellschaft. Seit nunmehr über 120 Jahren begleiten und unterstützen wir das Elektrohandwerk. In unserer Rolle als Großhändler und somit Zulieferer leisten wir so einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz. Schließlich ist es unsere Käuferschaft, die energiesparende zukunftsfähige und zukunftsweisende Materialien und Technologien verbaut, sei es im Rahmen der Gebäudeautomation oder Elektromobilität. Das wir darüber hinaus natürlich auch aktiv und unmittelbar für Umwelt und Klima eintreten, ist so selbstverständlich wie notwendig. Wir spüren unsere ökologische Verpflichtung und handeln entsprechend. Wir agieren vorausschauend und passen Prozesse fortwährend den Erfordernissen der Zeit an. Dafür schaffen wir auch auf kultureller Ebene Rahmenbedingungen, die das individuelle und gemeinschaftliche Klimabewusstsein fördern. Als Unternehmen langfristig und nachhaltig zu planen, bedeutet für die Obeta-Gruppe, künftige Umsätze umwelt- und sozialverträglich zu erwirtschaften. Die zur Verfügung stehenden Ressourcen bringen wir dabei effizient mit unseren Prozessen in Einklang. Bestehende Prozesse analysieren wir kontinuierlich. Daran leiten sich unsere Ziele und Aufgaben ab, die in adäquate Maßnahmen münden. Als Orientierung und Unterstützung fungieren dabei die in 2014 und 2015 eingeführten Managementsysteme DIN-EN 16247 (Energieaudit nach EDL-G) und ISO 50001 (Energiemanagement). Die Gesellschaften der Obeta-Gruppe, die Oskar Böttcher GmbH & Co KG, deren Tochterunternehmen eldis electro distributor GmbH und Heinrich Häusler GmbH sowie das Logistik-Tochterunternehmen Technilog Technik und Logistik GmbH haben sich zum Ziel gesetzt, den CO 2 -Ausstoß dauerhaft zu reduzieren. Jährlich überprüfen wir:
In unseren Vertriebsniederlassungen stellen wir mit den Abteilungen "Gebäudemanagement" und "Energiemanagement" sicher, dass sich unsere Energiebilanz kontinuierlich verbessert. Energieströme vorhandener Liegenschaften werden analysiert, Hauptenergieträger ermittelt und ein Tausch von Altgeräten nach vorangegangenen Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen vorgenommen. Darüber hinaus stehen bei der Suche neuer Immobilien der Energieausweis, insbesondere die Gebäudestruktur und -wärmeisolierung, im Fokus. Das beinhaltet:
Im Bereich Logistik optimieren wir logistische Strategien kontinuierlich und dazu sämtliche angeschlossene Systeme, Strukturen und Prozesse. Das beinhaltet:
Neben den bisherigen Bestrebungen bauen wir den Automatisierungsgrad weiter aus und setzen dabei auf innovative Technologien. Unser Anliegen ist:
VII. Bericht über Niederlassungen Neben der Zentrale in 12277 Berlin, Motzener Straße 40, unterhält die Oskar Böttcher GmbH & Co. KG Niederlassungen in:
Die eldis electro distributor GmbH unterhält Niederlassungen in:
Die Heinrich Häusler GmbH unterhält Niederlassungen in:
Die Logistik-Tochter Technilog Technik und Logistik GmbH hat ihre Niederlassung in 14974 Ludwigsfelde, Gottlieb-Daimler-Str. 13.
Berlin, 27. Mai 2022 Obeta Elektro Vertriebsgesellschaft mit beschränkter Haftung Geschäftsführung Dr. Dirk Jandura Thomas Wintels Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Obeta Elektro Vertriebsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Obeta Elektro Vertriebsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Berlin, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Obeta Elektro Vertriebsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 01.09.2022 Martina
Schmidt-Wirtschaftsprüfung GmbH
Holger Schmidt, Wirtschaftsprüfer Martina Schmidt, Wirtschaftsprüferin Billigung des Konzernabschlusses Der Konzernabschluss zum 31.12.2021 der Obeta Elektro Vertriebsgesellschaft mbH, Berlin wurde am 16.09.2022 durch die Gesellschafterversammlung gebilligt. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
13 nahegelegene Organisationen
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Großhandel mit elektrischen Haushaltsgeräten
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Großhandel mit elektrischen Haushaltsgeräten
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Reparatur und Instandhaltung von elektrischen Ausrüstungen
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Herstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen Erzeugnissen
Herstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen Erzeugnissen
Großhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Großhandel mit chemischen Erzeugnissen
Herstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen Erzeugnissen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen