Boerse Stuttgart AGLiquidiert

70174 Stuttgart, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 21060
Vorher
BOERSE-STUTTGART AG
Eingetragen
8.12.1997
Branche
BeteiligungsgesellschaftenErbringung von sonstigen InformationsdienstleistungenManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: a) Dienst- und Entwicklungsleistungen für den Betrieb von Börsen, insbesondere der Baden- Württembergischen Wertpapierbörse, sowie für den außerbörslichen Handel zu erbringen; b) die Informationstechnologie für den Börsenplatz Stuttgart zu betreiben; c) Informationen und Untemehmensmitteilungen über elektronische Medien zu verbreiten und damit im Zusammenhang stehende Dienstleistungen aller Art zu erbringen; d) Dienstleistungen aller Art im Zusammenhang mit der Öffentlichkeitsarbeit für den Börsenplatz Stuttgart und seiner Vermarktung zu erbringen

Historie

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Management

NameRolle
Oliver Semmler
seit 26.5.2015
Prokura
Stefan Bolle
seit 26.5.2015
Prokura
Prokura
Prokura
Rupertus Rothenhäuser
seit 21.10.2014
Prokura
Christoph Dr. Boschan
seit 5.10.2012
Vorstandsmitglied
Sven Becker
seit 24.3.2009
Prokura
Peter Bernd Litschel
seit 24.3.2009
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

BOERSE-STUTTGART AG

Stuttgart

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2007

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2007

Organisatorische und rechtliche Struktur

Die BOERSE-STUTTGART AG, Stuttgart, ist eine 100% Tochtergesellschaft der BOERSE-STUTTGART Holding GmbH, Stuttgart (Holding). Die Anteile an der BOERSE-STUTTGART AG wurden am 28. Dezember 2007 durch die Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V. in die Holding eingebracht. Zwischen der BOERSE-STUTTGART AG und der BOERSE-STUTTGART Holding GmbH besteht mit Wirkung zum 18. Januar 2008 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

Nach Ausgliederung der öffentlichrechtlichen Börsenfunktionen auf die neu gegründete Baden-Württembergische Wertpapierbörse GmbH im Juli 2005 fokussiert sich die BOERSE-STUTTGART AG auf ihre Aufgaben als reine Börsenbetriebsgesellschaft, d.h. vor allem auf den Betrieb von informationstechnischen Börsensystemen und deren Entwicklung sowie die Verwaltung und die Vermarktung des Börsenplatzes Stuttgart. Des Weiteren stellt die Gesellschaft Infrastruktur und Dienstleistungen für weitere Gesellschaften der Gruppe Börse Stuttgart sowie für die Baader Wertpapierhandelsbank AG bereit.

Wirtschaftliches Umfeld

Subprime-Krise stoppt Höhenflug an den Börsen

Die Entwicklung der internationalen Finanzmärkte zeigte in 2007 ein gemischtes Bild. Während die internationalen Aktienindizes in den ersten sechs Monaten neue Rekordstände verzeichnen konnten, war das 2. Halbjahr von der Krise des US-Immobilienmarktes, die sich auf die gesamte Weltwirtschaft ausweitete, geprägt. Die Kreditausfälle im privaten US-Immobiliensektor führten zu einer starken Belastung des Subprime-Marktes und schließlich auch zum Einbruch des gesamten Kreditmarktes. Diese Entwicklung traf die internationalen Finanzinstitute unvorbereitet und führte zu hohen Wertberichtigungen. Wie stark die Realwirtschaft davon belastet wird, ist zur Zeit noch unklar. Neben der Finanzindustrie, die einen weiteren Abschreibungsbedarf befürchten muss, wurde vor allem der private Konsum in den USA negativ beeinflusst. Die getrübten Konjunkturaussichten in Verbindung mit der Gefahr des Platzens der Bewertungsblase bei Aktien und Immobilien führten letztendlich im 2. Halbjahr 2007 zu größeren Korrekturen an den internationalen Aktienmärkten. Dieser Entwicklung konnte sich auch der DAX nicht entziehen. Nach einem neuen Allzeithoch von 8.152 Indexpunkten im Juli folgten deutliche Kurskorrekturen vor allem im 3. Quartal. Im Dezember erholten sich die Indizes wieder leicht. Der DAX lag zum Jahresende bei 8.067 Punkten und damit nur wenig unterhalb des Jahreshochs.

Auch an den Rohstoffmärkten erhöhten sich die Volatilitäten deutlich. Neben Öl und Gold erreichten viele Industriemetalle neue Höchststände. Auch wenn diese Entwicklung zum Teil von Spekulanten getrieben wurde, trieb vor allem der Rohstoffhunger Chinas und Indiens die Notierungen an den internationalen Terminmärkten in die Höhe. Diesen Ländern ist es dabei nicht gelungen, die Wirtschaft abzukühlen. Dies führte in 2007 zu Unsicherheiten über die weitere konjunkturelle Entwicklung der Weltwirtschaft. Auch die exportlastige deutsche Wirtschaft könnte dadurch belastet werden und zeigte deshalb zum Jahresende wieder einen merklich gedämpfteren Optimismus. Die nur leicht gestiegene Binnennachfrage kann dabei einen potentiellen Rückgang des Exportvolumens nur schwer kompensieren.

Abb. 1: Globale Aktienindices 2007

Quelle: Reuters und eigene Berechnungen

Wertpapierhandelsbranche blickt auf Boomjahr zurück

Die Aktivitäten der Anleger lagen in 2007 auf hohem Niveau. Während im 1. Halbjahr der Kursaufschwung am Aktienmarkt Basis der guten Entwicklung war, traten zu Beginn des dritten Quartals die hohen Volatilitäten vieler Märkte und Assetklassen in den Vordergrund und begünstigten ein gesteigertes Orderaufkommen. Der restliche Jahresverlauf gestaltete sich auf moderaterem Niveau, da eine Vielzahl von Anlegern trotz wieder anziehender Kursnotierungen an der Seitenlinie verharrte.

Erhöhte Volatilitäten traten während der kurzen Korrektur im 1. Quartal und insbesondere im 3. Quartal auf. Diese begünstigen traditionell die Handelsaktivitäten tradeorientierter Anleger, deren Produktfokus sich inzwischen sowohl auf Hebelals auch auf Anlageprodukte richtet. Insgesamt bewegten sich die Volatilitäten im Jahr 2007 im historischen Vergleich noch immer auf niedrigem Niveau.

Trotz der Rekordstände vieler Börsen hat sich auch im letzten Jahr die Anzahl der Anleger in Aktien und Investmentfonds in Deutschland nur schwach erhöht. Die Entwicklung stabilisierte sich aber zumindest, nachdem das Ende des Börsenbooms im Jahr 2000 zunächst für eine Verabschiedung vieler Privatanleger aus Börseninvestments gesorgt hatte. Die Gesamtzahl der in Aktien und Investmentfonds investierten Bundesbürger lag Ende des 1. Halbjahres 2007 bei rund 10 Mio. €. Rückblickend wurde in den Jahren 2002 bis 2004 die Euphorie im Umfeld des Neuen Marktes korrigiert. Im Rahmen des massiven Kursaufschwungs der letzten Jahre ist es zwar nicht gelungen, breitere Bevölkerungsschichten an Aktieninvestments heranzuführen, jedoch liegt das gegenwärtige Niveau noch immer fast doppelt so hoch wie vor dem Start des Neuen Marktes. Die genannten Daten basieren auf den Erhebungen des Deutschen Aktieninstituts, geben jedoch keinen Aufschluss darüber, wie viele dieser Anleger tatsächlich noch aktiv am Börsengeschehen teilnehmen und damit die Zielkundengruppe des Börsenplatzes Stuttgart definieren.

Neben der guten Kursentwicklung an der Mehrzahl der Aktienbörsen haben auch andere Assetklassen den Bullenmarkt der Vorjahre fortgesetzt. Öl und Gold standen aufgrund ihrer neuen Höchststände nicht nur in den Schlagzeilen der Tagespresse, sondern fanden auch Einzug in viele Depots und stellen neben der Möglichkeit der Spekulation eine sinnvolle und willkommene Diversifikation dar. Durch den Einbruch der US-Immobilienwerte und den hiermit verbundenen Belastungen vieler korrelierender Investmentvehikel ist den Anlegern jedoch deutlich vor Augen geführt worden, dass auch vermeintlich sichere Investments hohe Risiken bergen können und alle verfügbaren Anlageformen in eine ausgewogene Vermögensanlage einzubeziehen sind.

Die hohe globale Liquidität war der Treibstoff der Kursgewinne der letzten Jahre. Durch die Niedrigzinspolitik vieler Notenbanken nach dem Ende des dot.com-Booms und dem 11. September 2001 wurden insbesondere institutionelle Anleger im Überschuss mit Liquidität versorgt. Der Boom und Mittelzufluss der Private-Equity Branche verdeutlicht diese mehrjährige globale Entwicklung sehr deutlich. Auch der massive Einschnitt, den das Jahr 2007 brachte, ist an dieser Branche gut abzulesen. Nachdem die EZB und noch im stärkeren Ausmaß die US-Notenbank im Zuge der anziehenden Inflation und Überhitzungstendenzen der Wirtschaft einen kompletten Erhöhungszyklus vollzogen hatten, brach das Ende der Phase des billigen Geldes an. Banken hatten Hedge-Fonds und Private-Equity Gesellschaften zuvor massiv und teilweise mit laxen Risikoanforderungen förmlich mit Liquidität geflutet und so eine sich selbst befeuernde Maschinerie in Gang gesetzt, deren Dynamik mit dem Durchbruch der US-Immobilienkrise auf die Finanzmärkte zu einem abrupten Ende kam und große Löcher in vielen Bankbilanzen hinterlassen hat. Die Finanzierung bereits laufender großer Übernahmen platzte bei vielen Gesellschaften und verdeutlicht das veränderte Risikobewusstsein der Banken. Für die Börsen bedeutet dies, dass sich der den bisherigen Kursaufschwung bestimmende Faktor nachhaltig geändert hat.

Die Anzahl der eingestellten Orders an den deutschen Parkettbörsen nahm zum Vorjahr um 10% auf 42,2 Mio. Stück zu. Dies dokumentiert, dass sich das positive Börsenklima 2007 zwar auch in einem Anstieg der Transaktionen widerspiegelte, jedoch keine neuen Anleger durch das erhöhte Kursniveau in den Markt gezogen wurden. Die Umsätze erhöhten sich aus der Kombination von anziehenden Transaktionen und höheren Kursen. Die Orderbuchumsätze legten insgesamt um 25% auf 407,0 Mrd. € zu. Dabei stiegen die Umsätze in allen gehandelten Assetklassen. Als Haupttreiber des Wachstums können die nach wie vor stark nachgefragten verbrieften Derivate identifiziert werden.

Ein entgegengesetztes Bild zeigte sich an den Rentenmärkten. Die Orderbuchumsätze aller deutschen Parkettbörsen lagen im 1. Halbjahr noch merklich unter dem Vorjahresniveau. Im 2. Halbjahr konnten die Orderbuchumsätze auf 104,3 Mrd. € gesteigert werden. Nach den Rückgängen der Vorjahre lagen die Umsätze in 2007 über dem Vorjahresniveau. Dabei wirkten sich Zinssenkungen, insbesondere in den USA, positiv auf die internationalen Rentenindices aus.

Abb. 2: Orderbuchumsätze in Deutschland (ohne XETRA®)

Quelle: Orderbuchstatistik der Deutsche Börse AG

Verbriefte Derivate legen auch 2007 in Umsätzen und Produktvielfalt massiv zu

Auch in 2007 setzten verbriefte Derivate in Deutschland ihren dynamischen Wachstumstrend fort. Die Gesamtumsätze in den genannten Produkten erhöhten sich nach einer Messung des Branchenverbandes DDI im Zeitraum Januar bis Dezember um 49%, wobei sowohl Hebelprodukte (+55%) als auch Anlageprodukte (+44%) in der Gunst der Anleger standen. Dem in 2008 aus dem DDI und dem DDF hervorgegangenen Branchenverband Deutscher Derivate Verband zufolge, erreichte das in Zertifikaten und Hebelpapieren angelegte Vermögen im Dezember 2007 den Rekordwert von 135 Mrd. €.

Bereits in den Vorjahren glänzte der Markt für verbriefte Derivate und konnte als der Gewinner des Börsenaufschwungs bezeichnet werden. Beachtlich ist, dass auch in 2007 ein hohes relatives sowie absolutes Wachstum aufrechterhalten wurde. Die angebotenen Produkte erreichten eine weiter verbreiterte Kundenbasis und legten auch in der Produktvielfalt zu. Insbesondere den Anlageprodukten gelang es, sich zunehmend am Markt zu etablieren und zum Teil vormalige Alternativanlagen zu verdrängen.

Das erreichte Produktspektrum hat am 31. Dezember 2007 mit 257.364 an der EUWAX gelisteten Derivaten ein Volumen erreicht, welches für neu hinzukommende Anleger eine kaum noch zu überblickende Vielfalt bereithält. Die von der Börse Stuttgart auf ihrer Internetseite bereitgestellten Informationstools und Finder unterstützen die Anleger jedoch gezielt bei der Suche nach dem gewünschten Produkt. Positiv zu bewerten ist, dass die Vielzahl der Basiswerte in Kombination mit den bereitgehaltenen Strategien und Risikoabstufungen Produkte ergibt, die nicht nur Privatanlegern vormals verschlossene Anlageklassen zugänglich machen, sondern auch nahezu jede Markterwartung und Risikopräferenz abbilden.

Welche Gesamtzahl von Produkten die Anforderungen des Marktes optimal erfüllt und ob diese über oder unter dem heutigen Niveau liegt, werden die nächsten Jahre zeigen. Das erreichte Produktangebot hat in jedem Fall eine wichtige Ergänzung und Erweiterung der vormaligen Anlagemöglichkeiten generiert und dürfte sich weiter und fester in Depots und Anlagestrategien verankern.

Abb. 3: Börsliche Umsätze verbriefter Derivate in Deutschland

Quelle: DDI

Abb. 4: Orderbuchumsätze in Aktien und Anleihen nach Handelssegmenten (ohne XETRA)

Quelle: Orderbuchstatistik der Deutsche Börse AG

In den Aktienumsätzen sind die Umsätze von derivativen Anlageprodukten enthalten.

Wettbewerb und Marktstellung

Wettbewerb wird breiter und intensiver

Der Konzentrationsprozess der globalen Wertpapierdienstleistungsbranche schreitet beständig voran. Der Trend zu internationalen Zusammenschlüssen hat sich im abgelaufenen Jahr weiter verfestigt. Im Wettbewerb um die sehr preissensiblen großen institutionellen Kunden kann oftmals nur durch eine kritische Größe des Handelsvolumens eine ausreichende Erschließung von Skaleneffekten erfolgen. Aus diesem Grund dürfte sich der Trend zu Technisierung und Bündelung von Volumina weiter verstärken. Neben den sich herausbildenden Börsenriesen besteht nur eine Überlebenschance als fokussierter Nischenanbieter. Die erfolgreiche Ausrichtung kann hierbei sowohl auf eine Produktwie auch Kundennische erfolgen. Der Börsenplatz Stuttgart hat sich klar zur Fokussierung auf die Bedürfnisse von Privatanlegern bekannt. Diese in den vergangenen Jahren erfolgreich vorangetriebene Ausrichtung hat uns eine gute strategische Positionierung im Wettbewerb erreichen lassen. Die Gruppe Börse Stuttgart hat als einzige Regionalbörse in Deutschland eine ausreichend große Nische besetzt, die nicht nur in den vergangenen Jahren starkes Wachstum gezeigt hatte, sondern auch das Potenzial besitzt, um dauerhaft ein ausreichendes Geschäftsvolumen zu generieren, welches zukunftssichernde Investitionen ermöglicht.

Wie in den Vorjahren hat sich die Börse Stuttgart auch in 2007 in einem sehr intensiven Wettbewerbsumfeld bewegt. Besonders im attraktiven und wachstumsstarken Kerngeschäft, dem Handel mit verbrieften Derivaten, hat sich der Konkurrenzdruck weiter intensiviert und im Vergleich zu früheren Jahren eine völlig neue Qualität bekommen. Neben dem neu gestarteten und formierten Wettbewerb durch die Börsenplätze Frankfurt und Zürich mit ihrem gemeinsamen Handelsplatz Scoach, entwickelte sich auch der außerbörsliche Direkthandel konsequent weiter. Die historischen Differenzierungsmerkmale zwischen börslichem und außerbörslichem Handel verschwinden zunehmend. Zudem drängen Substitutprodukte wie CFDs und der direkte Futurehandel weiterhin teils aggressiv in den Endkundenmarkt vor. Die Gruppe Börse Stuttgart versucht, diesem Wettbewerb mit einer beständigen Weiterentwicklung der Dienstleistungsqualität für alle Kundengruppen zu begegnen, verbunden mit attraktiven Konditionen im Wertpapierhandel. Von besonderer Bedeutung ist darüber hinaus die Aufrechterhaltung der technologischen Innovationskraft.

Die etablierten Börsenplätze kommen insbesondere im institutionellen Geschäft hinsichtlich ihrer Dienstleistungsqualität und Preisgestaltung zunehmend unter Druck. Während die Augen vieler Börsenplätze auf die noch immer im Aufbau befindliche Handelsplattform „Turquoise“ gerichtet waren, erreichte die außerbörsliche Handelsplattform Chi-X bereits mehr als einen Achtungserfolg. Die vom japanischen Brokerhaus Nomura gegründete Plattform konnte im 2. Halbjahr 2007 teils erhebliche Liquidität auf sich ziehen und setzt Systeme wie Xetra zunehmend unter Druck. Der erfolgreiche Markteintritt von Chi-X dürfte nicht nur im Jahr 2008 weitere neue Anbieter in den Markt locken, sondern Ausdruck einer bereits eingeläuteten Phase der weiteren Wettbewerbsintensivierung sein.

Die intensiven Bemühungen um die Bindung von Orders an die jeweiligen Handelsplätze finden über die Qualität des Gesamtbündels der angebotenen Dienstleistungen statt. Die MiFID hat folgerichtig zentrale Elemente in den zu betrachtenden Kriterien abgebildet. Die Gruppe Börse Stuttgart hat mit den in 2007 implementierten neuen Marktmodellen auf die von Markt und Gesetzgeber definierten Anforderungen reagiert und sieht sich gegenwärtig gut in der Branche aufgestellt.

Börsenplatz Stuttgart gut aufgestellt

Im Jahr 2007 hat die Börse Stuttgart ihre Marktstellung als führende Privatanlegerbörse Deutschlands verteidigt. Diese gute Positionierung hat die Börse Stuttgart wie schon in den Vorjahren vor allem durch ihren hohen Dienstleistungsstandard in Verbindung mit technologischen Innovationen und attraktiven Konditionen erreicht. Die konsequente Weiterentwicklung der Dienstleistungen spiegelt sich auch im Anfang 2007 für verbriefte Derivate und zur Jahresmitte für Inlandsaktien, Fonds und Anleihen eingeführten neuen elektronischen Marktmodell wider. In diesem Zusammenhang wurde die klassische Skontroführung abgeschafft und durch „Quality Liquidity Provider“ (QLP) ersetzt. Dabei wurde die Orderausführung an die BOERSE-STUTTGART AG übertragen. Dieses neue Marktmodell ermöglicht es der Börse Stuttgart, auf die Herausforderungen des Marktes besser vorbereitet zu sein und schneller auf die Ansprüche der Anleger reagieren zu können. Auch für die Anforderungen der EU-Richtlinie MiFID (Markets in Financial Instruments), die am 1. November 2007 in Kraft getreten ist, ist die Börse gut gerüstet. Zum Teil konnten Vorgaben der MiFID schon vor Inkrafttreten umgesetzt werden.

Zentrale Forderungen dieser EU-Richtlinie sind insbesondere:

⁃ Bestmögliche Preisqualität (Auktionsprinzip, Referenzmarkteinbindung, enge Spreads)

⁃ Attraktive Transaktionsgebühren

⁃ Schnelle Orderausführung

⁃ Hohe Liquidität des Marktplatzes (hohe Ausführungswahrscheinlichkeit)

⁃ Vermeidung von wirtschaftlich nicht sinnvollen Teilausführungen

⁃ Ausreichende Anzahl anlegerfreundlicher Orderarten (z.B. Limitorders, Stop-Loss-Orders)

⁃ Nachprüfbare Schutzmechanismen im Regelwerk (z.B. Mistrade-Regelungen) und unabhängige Handelsüberwachung

⁃ Umfangreiche Informationsangebote (z.B. Pre- und Post-Trade-Transparenz)

⁃ Große und weiter zunehmende Produktvielfalt

In einer ersten Umsetzungsstufe haben viele Handelsteilnehmer versucht, mit Minimalanforderungen der neuen Richtlinie gerecht zu werden. Im Rahmen der Umsetzung der gegenüber ihren Kunden zu veröffentlichenden Best Execution Policy (BEP) wurden häufig nur die expliziten Kosten betrachtet. Allerdings hat der Dialog mit den Handelsteilnehmern gezeigt, dass eine Weiterentwicklung und permanente Anpassung der BEP´s erfolgt und weiter erfolgen wird.

Durch die Veröffentlichung eines im Markt vielbeachteten MiFID-Leitfadens sowie durch intensiven Austausch mit den Handelsteilnehmern hat die Börse Stuttgart sehr frühzeitig begonnen, auf ihre besonderen Qualitätsmerkmale aufmerksam zu machen und damit die Weiterentwicklung der BEP´s im Markt zu beeinflussen.

Führende Marktstellung im Kerngeschäft beibehalten

Der Börsenplatz Stuttgart hat 2007 von den insgesamt positiven Rahmenbedingungen profitiert. Die Zahl der an der Baden-Württembergischen Wertpapierbörse gehandelten Wertpapiere erhöhten sich deutlich. Zum 31. Dezember 2007 waren in Stuttgart 266.789 Wertpapiere gelistet. Die in Stuttgart eingestellten Orders betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 16,6 Mio. Stück und konnten somit um 10% gegenüber 2006 zulegen.

Ihre gute Marktstellung hat die Börse Stuttgart im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgreich behauptet. Im Handel mit verbrieften Derivaten als dem Kerngeschäft und Wachstumstreiber der letzten Jahre gelang es, an der hohen Dynamik der Branche erneut voll zu partizipieren. Die Marktanteile waren allerdings leicht rückläufig. Der in den von der EUWAX AG als zuständigem QLP betreuten Produkten gemessene Marktanteil in verbrieften Derivaten sank von 75% auf 72%. Der Rückgang resultiert zum einen aus dem leicht gesunkenen Marktanteil bei Hebelprodukten (von 88% auf 86%) und zum anderen aus der ebenfalls leicht rückläufigen Marktstellung bei Anlageprodukten (63% auf 62%). Die Börse Stuttgart hat ihre führende Position damit trotz leichter Einbußen erneut beibehalten.

Geschäftsverlauf

Das Jahr 2007 war für die BOERSE-STUTTGART AG ein erfolgreiches Jahr; dies trotz, wie auch schon in 2006, hoher Investitionen in verschiedene Zukunftsprojekte und obwohl das neue Markt- und Entgeltmodell zu einer merklichen Veränderung der Ertragsstruktur der Gesellschaft führte. Die Erwartungen wurden insgesamt übertroffen. Allerdings spiegeln sich die hohen Investitionen in einer Verschlechterung der Rentabilität und Wirtschaftlichkeit wider.

Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

⁃ Jahresergebnis vor Steuern steigt zum vierten Mal in Folge auf neuen Höchstwert von 13,3 Mio. €

⁃ Steueraufwand deutlich gestiegen

⁃ Erträge erreichen 3. Quartal 2007 absolutes Höchstniveau

⁃ Überproportionale Steigerung des Aufwands

⁃ Verschlechterung der Rentabilität und Wirtschaftlichkeit

Positive operative Entwicklung

Operativ entwickelte sich die Ertragslage der BOERSE-STUTTGART AG dank eines starken 3. Quartals erneut positiv. Das Ergebnis vor Steuern konnte um 7% auf 13,3 Mio. € gesteigert werden. Der Jahresüberschuss reduzierte sich um 2,3 Mio. € oder 23% auf 7,8 Mio. €. Dieser Rückgang ist auf eine höhere Steuerbelastung zurückzuführen. Im Geschäftsjahr 2006 wurde das Körperschaftsteuerguthaben aktiviert, das den Steueraufwand reduzierte. Die Steuerquote erhöhte sich folglich von 19,3% auf 41,6%.

Es ist der Gesellschaft somit gelungen, die positiven Rahmenbedingungen im Berichtsjahr in eine entsprechend erfreuliche Ergebnisentwicklung umzusetzen. Allerdings ist die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr aufgrund des am 1. Januar 2007 für verbriefte Derivate und am 1. Juli 2007 für Inlandsaktien, Fonds und Renten eingeführten neuen Marktmodells eingeschränkt.

Auf der Ertragsseite konnten die Umsatzerlöse auf 83,5 Mio. € mehr als verdoppelt werden (+121%). Dieser Anstieg beruht im Wesentlichen auf den erstmals vereinnahmten Transaktionsentgelten für die Preisfeststellung im Derivate-, Inlandsaktien- und Rentenhandel in Höhe von 66,6 Mio. €. Die Schlussnotengebühren (ohne Anschluss- und Abwicklungsgebühren), die im Rahmen des neuen Marktmodells durch Transaktionsentgelte ersetzt wurden, reduzierten sich dementsprechend um 22,9 Mio. € auf 5,7 Mio. € (-80%). Die Erlöse aus Anschluss- und Abwicklungsgebühren verdoppelten sich auf 0,9 Mio. €.

Während die Erlöse aus IT-Kostenerstattungen bei 5,2 Mio. € auf Vorjahresniveau lagen, entwickelten sich die Marketingerlöse und die Erlöse aus der Kursdatenvermarktung positiv. Letztere erreichten 2,4 Mio. € nach 2,1 Mio. € im Vorjahr. Das Wachstum bei den Marketingerlösen fiel mit fast 60% auf 2,3 Mio. € kräftiger aus. Der Zuwachs in Höhe von 0,8 Mio. € verteilte sich zu etwa gleichen Teilen auf die höhere Marketingumlage am Börsenplatz Stuttgart und sonstige Effekte, insbesondere Marketingerlöse aus der Website.

Das größte Wachstum verzeichneten die Indexerlöse. Diese stiegen von 23 T€ im Jahr 2006 auf 532 T€. Obwohl der Ergebnisbeitrag relativ gering ist, ist der Zuwachs der Umsatzerlöse aus der S-BOX-Familie eindrucksvoll.

Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich um 21% auf 2,1 Mio. €. Hierfür waren vor allem geringere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen verantwortlich. Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen werden auch die Erlöse aus der Vermietung von Räumlichkeiten an die am Börsenplatz Stuttgart tätigen Gesellschaften zusammengefasst. Diese betrugen unverändert 1,2 Mio. €. Die Erträge aus Geschäftsbeziehungen mit verbundenen Unternehmen verdoppelte sich nahezu auf 0,5 Mio. €. Der Anstieg ist auf Erlöse aus der Weiterberechnung an die EUWAX AG zurückzuführen.

Obwohl der Zinsertrag aufgrund eines gestiegenen Zinsniveaus und höherer Bankguthaben deutlich gesteigert werden konnte, verschlechterte sich das Finanzergebnis insgesamt um 26% auf 0,9 Mio. €. Maßgeblich hierfür waren Abschreibungen auf Wertpapiere des Anlagevermögens in Höhe von 0,9 Mio. €. Die Finanzerträge erreichten 2,0 Mio. € (+33%) und die Finanzaufwendungen 1,1 Mio. € (+318%).

Einführung des neuen Marktmodells bewirkt kräftige Aufwandssteigerung

Die Aufwandsseite erhöhte sich ebenfalls deutlich um 43,5 Mio. € auf 73,2 Mio. €. Ursache hierfür sind Aufwendungen im Zusammenhang mit dem neuen Marktmodell. Der Aufwand für den Handel betrug 41,7 Mio. € und besteht fast ausschließlich aus der QLP-Vergütung für die EUWAX AG . Die Transaktionsentgelte werden von der BOERSE-STUTTGART AG vereinnahmt und anteilig an die Quality Liquidity Provider weitergereicht. Die anderen Handelskosten erhöhten sich um 0,8 Mio. € auf 9,1 Mio. €. Während die größte Position, die Kosten im Zusammenhang mit Xontro, erwartungsgemäß nur leicht auf 7,6 Mio. € gestiegen sind, erhöhte sich der Aufwand für Kursinformationsdienste und Börsengebühren deutlich von 0,2 Mio. € auf 1,5 Mio. € (+679% gegenüber 2006). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf gestiegene Kosten für Kursinformationsdienste zurückzuführen. Des Weiteren reduzierten sich die IT- und Leitungskosten um 2% auf 5,8 Mio. €. Die Marketingleistungen erhöhten sich auf 1,6 Mio. € (+0,3 Mio. € oder +21% gegenüber 2006). Der Personalaufwand nahm von 4,6 Mio. € auf 5,5 Mio. € zu. Diese Entwicklung ist vor allem auf eine gestiegene Mitarbeiterzahl zurückzuführen.

Der sonstige betriebliche Aufwand verminderte sich leicht von 7,5 Mio. € auf 7,4 Mio. €. Die größten Positionen hierbei sind die nahezu unveränderten Gebäude- und Raumkosten (2,7 Mio. €) und die um 13% auf 1,8 Mio. € gestiegenen Werbe- und Repräsentationskosten. Maßgeblich für den Rückgang des sonstigen betrieblichen Aufwands waren jedoch die um 0,8 Mio. € niedrigeren Rechts- und Beratungskosten.

Die Abschreibungen reduzierten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 2,1 Mio. € (-29% gegenüber dem Vorjahr). Während die Abschreibungen auf Sachanlagen mit 1,5 Mio. € nahezu unverändert auf Vorjahresniveau lagen, gingen die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände um 59% auf 0,6 Mio. € zurück.

Bilanzsumme merklich erhöht

Im Geschäftsjahr 2007 erhöhte sich die Bilanzsumme um 25% oder 15,0 Mio. € auf 73,8 Mio. €. Dies ist auf der Aktivseite im Wesentlichen auf eine Erhöhung der Guthaben bei Kreditinstituten zurückzuführen, die zum 31. Dezember 2007 bei 26,2 Mio. € (+396%) lagen. Die Wertpapiere des Anlagevermögens reduzierten sich dagegen um 8,8 Mio. €. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens gingen um 1,6 Mio. € auf 0,8 Mio. € zurück. Außerdem erhöhten sich die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen, insbesondere gegenüber der EUWAX AG, um 1,5 Mio. € auf 2,3 Mio. €. Auf der Passivseite erhöhten sich vor allem die Gewinnrücklagen aufgrund des guten Vorjahresergebnisses um 8,9 Mio. € auf 37,1 Mio. €. Des Weiteren legten die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung (+351%) und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (+54%) stark zu. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist vor allem die QLP-Vergütung für die EUWAX AG enthalten. Wegen der stärker gewachsenen Verbindlichkeiten ging die Eigenkapitalquote von 81% um über 6 Prozentpunkte auf weiterhin sehr gute 76% zurück.

Liquiditätslage weiter verbessert

Die Liquiditätslage der BOERSE-STUTTGART AG hat sich gegenüber 2006 weiter verbessert. Der Finanzmittelbestand erhöhte sich um 19,6 Mio. € auf 27,0 Mio. €, was einem Zuwachs von 265% entspricht. Der Jahres-Cashflow reduzierte sich zwar aufgrund des niedrigeren Jahresüberschusses um 17% oder 2,1 Mio. €. Der Free Cashflow nach Steuern und Zinsen nahm dagegen um 27,8 Mio. € zu. Dabei trugen sowohl die Mittelzuflüsse aus operativer Tätigkeit in Höhe von 14,5 Mio. €, als auch der gestiegene Cashflow aus Investitionstätigkeit von 5,8 Mio. € zur Erhöhung des Free Cashflow bei. Somit konnte die Gesellschaft sämtliche Investitionen aus eigenen liquiden Mitteln finanzieren.

Eigenkapitalrendite unter Vorjahr, Liquiditätskennzahlen deutlich verbessert

Aufgrund der stärkeren Erhöhung des durchschnittlichen Eigenkapitals reduzierte sich die Eigenkapitalrentabilität vor Steuern trotz eines höheren Ergebnisses vor Steuern um 4 Prozentpunkte auf 26%. Die Eigenkapitalrentabilität nach Steuern ging wegen der höheren Steuerbelastung von 23% im Vorjahr auf 15% im Jahr 2007 zurück. Die Halbierung der EBT-Marge auf 15% ist auf eine deutliche Ausweitung der Gesamterträge zurückzuführen. Auch die Cost-Income-Ratio verschlechterte sich um 20% und betrug zum Jahresende 85%.

Dagegen konnten die Liquiditätskennzahlen merklich verbessert werden. Die Liquidität 1. Grades erreichte 149% (im Vorjahr: 68%). Die Liquidität 3. Grades, also inklusive der kurzfristigen Forderungen, erhöhte sich von 130% auf 209%. Diese Entwicklung beruht im Wesentlichen auf den stark gestiegenen Bankguthaben mit kurzer Laufzeit, welche die Barliquidität positiv beeinflussten. Der Anlagendeckungsgrad konnte ebenfalls zulegen und lag bei 158%.

Insgesamt hat sich die Ertragslage der BOERSE-STUTTGART AG trotz eines rückläufigen Jahresüberschusses positiv entwickelt. Insbesondere das operative Ergebnis vor Steuern konnte überzeugen und verdeutlicht den Erfolg des neuen Marktmodells. Auch die Entwicklung der Bilanzrelationen und der Liquiditätslage zeigten ein solides Bild.

Dieser positive Trend setzte sich auch in den ersten Monaten des Jahres 2008 fort. Aufgrund der gestiegenen Volatilität der Märkte konnte vor allem der Januar durch hohe Handelsumsätze überzeugen, während sich die Umsätze im Februar verhalten entwickelten. Durch die weiterhin sehr gute Liquiditätslage wird die Gesellschaft auch zukünftig in der Lage sein, anstehende Investitionen, vor allem in die IT-Infrastruktur aus eigenen Mitteln finanzieren zu können.

Derivatehandel auf Wachstumskurs

Wie in den Vorjahren war der Derivatehandel am Börsenplatz Stuttgart die Stütze der guten Ergebnisentwicklung . Mit 11,6 Mio. ausgeführten Orders (+29%) und einem Umsatzvolumen von 136,8 Mrd. € (+71%) konnten hohe Zuwachsraten verzeichnet werden. Der durchschnittliche Umsatz je Order erhöhte sich auf annähernd 12 T€ (+32%).

Die Emittenten hielten weiterhin ihr hohes Emissionsniveau aufrecht. Die Zahl der betreuten Derivate erhöhte sich auf einen neuen Rekordwert von 257.364 Stück. Insbesondere die Zahl der neu emittierten Zertifikate legte sehr stark zu. Insgesamt wurden bei den Anlageprodukten zum Jahresende 134.345 Wertpapiere betreut und damit erneut die Zahl der Hebelprodukte (123.019) übertroffen. Die gehandelten Umsätze erreichten sowohl im Anlagemit 60,4 Mrd. € als auch im Hebelbereich mit 76,5 Mrd. € ein neues Rekordniveau. Damit wurde zum einen der hohen Nachfrage privater und institutioneller Anleger nach Anlageprodukten Rechnung getragen. Zum anderen ist der Trend zur spekulativen Depotbeimischung bzw. zur Umsetzung von Absicherungsstrategien mit passenden Hebelprodukten ungebrochen. Die gestiegene Nachfrage von institutionellen Kunden ist vor allem auf die stetig steigende Nachfrage von Fondsgesellschaften, die sich verstärkt im Zertifikatemarkt engagieren, zurückzuführen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr übertraf die Umsatzdynamik der Hebelprodukte die der Anlageprodukte eindeutig. Während die Anlageumsätze im 1. Quartal 2007 nochmals einen kräftigen Sprung zum Vorquartal machten und dann bis zum Jahresende in einen leichten Abwärtstrend umschwenkten, wurde das Wachstum der Hebelumsätze erst im 4. Quartal durch die abflauenden Volatilitäten gestoppt. Im Jahresvergleich hatten die Hebelprodukte auch beim Wachstum der Umsätze mit 77 % gegenüber den Anlageprodukten mit 64 % die Nase vorn.

Bei den Umsatzmarktanteilen konnte das sehr hohe Niveau des Vorjahres nicht ganz gehalten werden. Die relevanten Marktanteile bei den Hebelprodukten verringerten sich um 2 Prozentpunkte auf 86%. Bei den Anlageprodukten musste ein leichter Rückgang von 63% in 2006 auf 62% hingenommen werden. Diese Entwicklung spiegelt den zunehmenden Wettbewerb im Derivatemarkt wider. Trotz eines weiterhin steigenden Gesamtmarktes nimmt die Intensität des Wettbewerbs, vor allem vor dem Hintergrund einer zunehmend reiferen Marktstruktur, deutlich zu. Die EUWAX AG und die Börse Stuttgart wollen sich nicht auf dem erzielten Erfolg ausruhen, sondern den Markt für verbriefte Derivate und den Wettbewerb um den Privatanleger auch weiterhin aktiv mitgestalten. Die Marktbedingungen hierfür sind günstig, auch wenn die Anforderungen an die technische und qualitative Ausgestaltung des Derivatehandels ständig steigen.

Aktienhandel im Zeichen das DAX Aufschwungs

Der Aktienhandel ist ein wichtiger Baustein, um den Anlegern am Börsenplatz Stuttgart das Handeln der vollständigen Wertpapierpalette und hierbei eine durchgängige Qualität in der kundenfreundlichen Ausgestaltung der Marktmodelle anbieten zu können. Zum 31. Dezember waren an der Börse Stuttgart 960 Inlands- und 3.952 Auslandsaktien notiert.

Die Zahl der ausgeführten Orders in Inlands- und Auslandsaktien betrug zum Jahresultimo 1,7 Mio. Stück. Davon entfielen auf Inlandsaktien 1,0 Mio., auf Auslandsaktien 0,7 Mio. Stück. Hierbei profitierte der Börsenplatz vor allem von der guten Entwicklung der Aktienmärkte in den ersten drei Quartalen mit neuen Höchstständen in den wichtigsten Indices. Diese Entwicklung wurde im 4. Quartal durch die sich abzeichnende Krise an den internationalen Finanzmärkten etwas gebremst. Weiter zurückgegangen sind auch die Marktanteile des Aktienhandels am gesamten deutschen Parketthandel. Der Marktanteil für Inlandsaktien reduzierte sich insgesamt um 3 Prozentpunkte auf 18%. Ausschlaggebend war vor allem der Marktanteilsverlust beim Handel mit DAX-Werten um 23% auf 21%, während in den anderen Bereichen des Inlandsaktienhandels die Marktanteile nur leicht gesunken sind.

Fondshandel mit positivem Ergebnisbeitrag

Positiv entwickelte sich im Berichtsjahr das im August 2006 gestartete Handelssegment für ausgewählte Publikumsfonds – IF-X. In diesem Handelssegment können Anleger auf ein Regelwerk mit normierten Qualitätsstandards vertrauen. Für die Umsetzung der Qualität ist die EUWAX AG als Quality Liquidity Provider verantwortlich, die Commerzbank fungiert als Market Maker.

Die angestrebte Erhöhung der Zahl an gehandelten Fonds konnte erreicht werden. Sie erhöhte sich um 322 auf 728 Fonds (aktiv und passiv gemanagte Fonds sowie ETC – Exchange Traded Commodities). Die Umsätze betrugen dabei erfreuliche 2,4 Mrd. €. Da es sich beim Segment IF-X noch um einen jungen Bereich handelt, ist ein Vorjahresvergleich noch nicht aussagekräftig.

Rentenhandel kann weitere Marktanteile gewinnen

Trotz der Finanzmarktkrise konnte der Rentenhandel gegenüber dem Vorjahr merklich zulegen. Die Zahl der Orders übertraf mit 303 Tausend Stück nicht nur den Vorjahreswert (272 Tausend Stück), sondern auch die internen Planungen. Das gehandelte Volumen konnte um 64% auf 29,7 Mrd. € gesteigert werden. Der Umsatzanteil des Rentenhandels an den deutschen Börsenumsätzen stieg im vergangenen Jahr um zehn Prozentpunkte auf 31%.

Des Weiteren waren an der Börse Stuttgart zum 31. Dezember 2007 169 Genussscheine notiert. Die Zahl der ausgeführten Orders betrug 17.258 Stück

Strategie

Neues Marktmodell für verbriefte Derivate im Januar 2007 erfolgreich gestartet

Mit dem im Januar 2007 gestarteten neuen Marktmodell für verbriefte Derivate reagierte die Börse Stuttgart auf den zunehmenden Wettbewerbsdruck. Die optimale Erfüllung der Anforderungen unserer Kundengruppen im Kerngeschäft erforderte eine Anpassung des Marktauftritts an neue Herausforderungen. Ziel war und ist es, sich bei den angebotenen Dienstleistungen durch klar definierte Differenzierungsmerkmale vom Wettbewerb im börslichen und außerbörslichen Handel mit verbrieften Derivaten abzuheben.

Das neue Marktmodell vereint die Vorteile des elektronischen Handels (Flexibilität, Geschwindigkeit und Kosteneffizienz) mit den bewährten Vorteilen des Stuttgarter Präsenzhandels (hoher Qualitäts- und Dienstleistungsstandard) und basiert auf einer neutralen und objektiven Überwachung durch öffentlichrechtliche Organe.

Konkret bedeutet dies, dass die Verantwortung für die Preisfeststellung von den Skontroführern (früher: Kursmakler) auf die Börse Stuttgart übergegangen ist. Dies bedeutet auch, den Wechsel von der Skontroführerbörse zu einem elektronischen Handelssystem gemäß § 25 Börsengesetz vollzogen zu haben. Dadurch werden auch in Zukunft die Vorteile einer Skontroführerbörse wie hohe Handelsqualität und Liquidität durch den Einsatz so genannter Quality-Liquidity-Provider (QLP) sichergestellt. Des Weiteren wurden die Voraussetzungen geschaffen, auch künftig den sich wandelnden Anforderungen von Privatanlegern, Emittenten und Intermediären gerecht zu werden und flexibel auf sich verändernde Marktanforderungen reagieren zu können. Die entscheidenden Kriterien hierfür sind nach wie vor enge Spreads, hohe Preisqualität, höhere Ausführungsgeschwindigkeit, transparente Gebühren sowie Flexibilität für Emittenten und Anlegerschutz. Gleichzeitig wurde die Basis geschaffen, um uns auch weiterhin von anderen börslichen und außerbörslichen Plattformen zu differenzieren.

Mit der Einführung der elektronischen Preisermittlung wurde nicht nur den Anforderungen des Marktes nach höherer Ausführungsgeschwindigkeit Rechnung getragen, sondern es wurde auch nachvollzogen, was bereits zuvor Usus war: der umfassende Einsatz von elektronischen Systemen im börslichen Handel zur Vorbereitung der Preisermittlung. Ohne den massiven Einsatz von technischen Ressourcen waren die Qualität und die Geschwindigkeit im Skontroführerhandel bereits früher nicht mehr darstellbar. Die Börse Stuttgart schloss diese technische Entwicklung mit dem Übergang zur elektronischen Preisermittlung ab.

Das System einer elektronischen Preisermittlung beinhaltet nicht automatisch Qualitätskontrolle und Liquiditätsspende. Auf Grund der Erfahrungen mit anderen elektronischen Handelsplattformen ist daher pro Wertpapiersegment ein so genannter QLP tätig. Dieser übernimmt die Aufgaben der Liquiditätsspende und der Qualitätssicherung, wie sie in ähnlicher Art und -Weise zuvor der Skontroführer inne hatte. Aufgabe des QLP ist es, insbesondere im Derivatehandel Plausibilitätsprüfungen (z.B. der Emittenten-Quotes und der Preisabfolge) durchzuführen sowie durch das Bereitstellen von Liquidität Teilausführungen zu vermeiden und die Ausführungsgeschwindigkeit zu erhöhen. Das privatanlegerfreundliche Auktionsprinzip sowie das Best-Price-Prinzip und das Best-Size-Prinzip bleiben erhalten.

Dem Wunsch der Emittenten nach bestmöglicher Flexibilität trägt das neue Marktmodell dadurch Rechnung, dass sie künftig zwischen unterschiedlichen Intensitätsstufen in der Betreuung beim Handel ihrer Produkte wählen können. Im Derivatehandel existieren drei unterschiedliche Handelsmodelle, die sich hauptsächlich durch den Grad der Liquiditätsspende des QLP unterscheiden.

Die Anbindung und Abwicklung der Geschäfte erfolgt weiterhin über das Orderrouting- und Handelssystem Xontro. Gleichzeitig werden die peripheren Systeme entsprechend der angepassten Bedürfnisse weiterentwickelt. Die eigenen Systeme sind so konzipiert, dass sie zügig an eine andere Handelsplattform angeschlossen werden können.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass im neuen Marktmodell alle potenziellen Differenzierungsmerkmale im Handel mit Wertpapieren, wie Transparenz, Qualität, Schnelligkeit, Transaktionskosten, implizierter Preis (Taxen, Quote, Spread) sowie Standards, die ein umfassendes Produktangebot ermöglichen, ihre Entsprechung finden.

Es war von Anfang an geplant, sukzessive alle weiteren Wertpapiersegmente der Börse Stuttgart auf das elektronische Handelssystem mit QLP-Unterstützung umzustellen. Am 1. Juli 2007 erfolgte die Umstellung für den Inlandsaktien-, Fonds- und Rentenhandel. Am 3. März 2008 folgten der Handel mit Auslandsaktien und Genussscheinen.

Ein Dienstleister pro Segment sichert hohe Qualität

Für die Sicherung und den Ausbau der Handelsqualität der Börse Stuttgart ist es entscheidend, sich von anderen Handelsplattformen zu differenzieren. Das Prinzip eines Dienstleisters je Segment war der Schlüssel zum Erfolg in der Vergangenheit und soll diesen auch in der Zukunft sichern. Die Börse Stuttgart hat sich aus diesem Grund für die EUWAX AG als alleinigen QLP für die Handelssegmente der verbrieften Derivate, der Inlandsaktien, der Fonds und der Anleihen entschieden. Die Baader Wertpapierhandels AG wird exklusiv mit der Betreuung des Wertpapierhandels in Auslandsaktien und Genussscheinen betraut.

Diese Entscheidungen gründen sich auf die Überzeugung, dass Qualität und Leistung schlanke Strukturen und klare Verantwortlichkeiten benötigen. Dies lässt sich innerhalb der Gruppe Börse Stuttgart am besten mit der exklusiven Vergabe von QLP-Zuständigkeiten umsetzen. Ein Spezialist pro Segment ermöglicht eine enge und effiziente Abstimmung zwischen Börse und Dienstleister.

Im Derivatehandel war die Bündelung der Kräfte durch die Börse Stuttgart und die EUWAX AG an nur einem Börsenplatz Basis des Erfolgs der vergangenen Jahre. Die verfolgte Strategie erfuhr mit der Übernahme der Kapitalmehrheit an der EUWAX AG durch den Börsenverein im Jahr 2003 eine kapitalseitige Untermauerung. Investitionen und Innovationen erfolgen auf den Börsenplatz Stuttgart konzentriert und sichern so einen auf den zukünftigen Erfolg fokussierten Einsatz der vorhandenen Ressourcen.

Transaktionsentgelt für QLP-Services ersetzt frühere Maklercourtage

Im neuen Marktmodell ersetzt das neu eingeführte Transaktionsentgelt die vom Anleger zu entrichtende Maklercourtage und die bisher an die Börse Stuttgart fließende Schlussnotengebühr. Die Börse Stuttgart berechnet dem Anleger im neuen Marktmodell nur noch ein Transaktionsentgelt. Dieses setzt sich aus einem fixen und einem variablen Bestandteil zusammen. Die QLPs erhalten einen prozentualen Anteil des Transaktionsentgelts.

Durch die höhere Kalkulationssicherheit der Handelsteilnehmer wird die Gebührenstruktur transparenter und berechenbarer, was nicht nur im Hinblick auf die MIFID-Umsetzung von hoher Bedeutung für die Zukunftssicherung der BOERSE-STUTTGART AG, der QLPs und des Börsenplatzes Stuttgart insgesamt ist.

Neue Struktur bündelt Kräfte am Börsenplatz Stuttgart

Die Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V. hat im Jahr 2007 die BOERSE-STUTTGART Holding GmbH als neue Muttergesellschaft unterhalb der Vereinigung zur Bündelung der Kräfte am Börsenplatz ins Leben gerufen. Bei der BOERSE-STUTTGART Holding GmbH handelt es sich um eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Vereinigung, in die die Vereinigung ihren gesamten Bestand an Aktien an der BOERSE-STUTTGART AG und an der EUWAX AG im Zuge einer Sachkapitalerhöhung eingebracht hat. Zu Jahresbeginn 2008 sind zudem Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge zwischen der neuen Holding und der BOERSE-STUTTGART AG sowie der EUWAX AG in Kraft getreten. Dadurch ist die Steuerung der BOERSE-STUTTGART AG und der EUWAX AG unter dem Dach der Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V. in der neu gegründeten organisatorischen Einheit, BOERSE-STUTTGART Holding GmbH, zusammengeführt worden. Die so formierte schlanke und zugleich schlagkräftige Organisation wird den Herausforderungen des Marktes noch besser gewachsen sein. Weiterhin unabhängig bleibt die öffentlichrechtliche Trägerschaft der Börse Stuttgart durch die Baden-Württembergische Wertpapierbörse GmbH. Unter ihrem Dach sind die gesetzlichen Börsenorgane eigenverantwortlich und unabhängig u.a. mit der Aufstellung des Regelwerks und der Überwachung des Börsenhandels befasst.

Für die Erreichung der sehr engagierten Ziele des Börsenplatzes wurde damit die weitere Konzentration der Kräfte am Finanzplatz Stuttgart erfolgreich vorangetrieben. Manifestiert wurde dies durch eine am 30. Januar 2008 durch den Börsenplatz Stuttgart kommunizierte Entscheidung des Aufsichtsrats, mit sofortiger Wirkung den Vorstand der BOERSE-STUTTGART AG, Dr. Christoph Mura, sowie die Vorstände der EUWAX AG Ralph Danielski, Thomas Krotz, Ralf Nachbauer und Thomas Rosenmayer für die Geschäftsführung der BOERSE-STUTTGART Holding GmbH zu bestellen, die künftig die operative Leitungsfunktion für die Gruppe Börse Stuttgart wahrnehmen soll. Ebenfalls mit sofortiger Wirkung hat der Aufsichtsrat der Gruppe Börse Stuttgart unter der Führung von Holger P. Härter neben den Gesellschaften BOERSE-STUTTGART AG und EUWAX AG auch die Aufsicht über die BOERSE-STUTTGART Holding GmbH übernommen.

Ralph Danielski wird für die Ressorts QLP Services und Geschäftsentwicklung verantwortlich zeichnen, Dr. Christoph Mura die Ressorts Börsenbetrieb sowie Unternehmenskommunikation und Marketing führen. Die weiteren Ressorts verantworten Thomas Krotz (Finanzen und Personal), Ralf Nachbauer (Verwaltung) sowie Thomas Rosenmayer (Informationstechnologie).

Abb.5: Neue Holdingstruktur am Börsenplatz Stuttgart

Marktbearbeitung Europa

Die Gruppe Börse Stuttgart will ihr Erfolgsmodell EUWAX in Europa weiter ausbauen. Gemeinsam mit den bestehenden Partnern der Gruppe Börse Stuttgart, den führenden europäischen Emittenten, soll der Handel mit strukturierten Produkten auf Basis der etablierten Plattform EUWAX gezielt europäischen Retailkunden angeboten werden. Dies führt zu einer Erhöhung der Liquidität auf der EUWAX-Plattform und damit zu einer weiteren Steigerung der Attraktivität des Handels in Stuttgart für Emittenten und Anleger. Dadurch kann die Gruppe Börse Stuttgart das internationale Wachstum insbesondere der Anlageklasse der verbrieften Derivate aktiv mitgestalten.

Zusammenfassung

Das Jahr 2007 hat Meilensteine in der Unternehmensgeschichte der BOERSE-STUTTGART AG gesetzt. Mit der Gründung der BOERSE-STUTTGART Holding GmbH erfolgte ein großer Schritt zur Bündelung der Kräfte am Börsenplatz Stuttgart. Die erfolgreich eingeführten neuen Marktmodelle haben zudem die Anforderungen von Kunden und Gesetzgebern effektiv aufgenommen und innovativ zur aktiven Weiterentwicklung der Dienstleistungen genutzt. Die Sicherung und der Ausbau unserer wichtigsten Erfolgsfaktoren stehen unverändert im Mittelpunkt unserer strategischen Überlegungen. Deshalb will sich die Gruppe Börse Stuttgart auch in den nächsten Jahren für die kontinuierliche Verbesserung und Erweiterung der Dienstleistungen und Services für Privatanleger einsetzen, die Marktführerschaft im Kerngeschäft festigen und die Diversifikations- und Internationalisierungsanstrengungen fortsetzen.

Die Sicherung und der selektive Ausbau der Wettbewerbsposition im Kerngeschäft ist ein zentrales Ziel unserer strategischen Stoßrichtung.

Technologische Innovation in Verbindung mit einem klaren Kundenfokus haben den erfolgreichen Weg der Vergangenheit flankiert und sollen auch zukünftig entscheidende Faktoren sein, um im intensiven Wettbewerbsumfeld weiterhin richtungsweisend wirken zu können.

Neben den Privatanlegern hat der Börsenplatz Stuttgart auch die Bedürfnisse der Intermediäre und Emittenten im Fokus. Jede dieser beiden Kundengruppen hat für die Gruppe Börse Stuttgart eine besondere strategische Bedeutung. Den Fokus alleine auf die Bedürfnisbefriedigung der Privatanleger zu richten, reicht daher nicht aus.

Die Marktbearbeitungsstrategien beinhalten somit auch für das Binden und Gewinnen von Emittenten und Intermediären entsprechende Ansätze.

IT - Entwicklung

Erhöhung der Systemlast

Im August 2007 erlebten die deutschen Börsen einen sprunghaften Anstieg der Systemlasten, welche im Wesentlichen durch eine Belebung des Marktes und damit verbunden einer Steigerung der Quotelasten von Emittenten verursacht wurden. Die BOERSE-STUTTGART AG als Betreiber des Systems hat zusammen mit den Herstellern (z.B. EUWAX AG – IT) entsprechende Maßnahmen ergriffen.

Die relevanten Systeme (Hard- und Software) wurden in der zweiten Jahreshälfte nochmals deutlich ausgebaut, um die Skalierungsfähigkeit und die Verarbeitungsgeschwindigkeit deutlich zu erhöhen. Die hier beschlossenen Maßnahmen werden auch für 2008 weiter verfolgt. Die Vergangenheit lehrt, dass die Anforderungen an die Informationssysteme einer Börse einerseits beständig, andererseits aber auch unvorhergesehen steigen. Dies gilt es im Vorfeld zu berücksichtigen, um dann für höhere Systemlasten gerüstet zu sein. Im diesem Zuge wurde im vierten Quartal ein neues flexibles Quotemanagement-System eingeführt. In der Spitze werden zur Zeit bis zu 100.000 Quotes pro Sekunde verarbeitetim Durchschnitt etwa 50.000. Das neue Quotemanagement-System ist darüber hinaus in der Lage, die Quotelast intelligent zu verteilen und kann damit in Situationen extremer Marktbewegungen die Lastspitzen ausgleichen. Auch das Limitkontrollsystem wurde optimiert und für höhere Lasten ausgelegt.

Ausbau der Rechenzentrums-Kapazitäten

Das externe Rechenzentrum (ERZ) der BOERSE-STUTTGART AG wird in Stuttgart Vaihingen von der Firma ITENOS zur Mitte des Jahres 2008 bereitgestellt. Das ERZ dient unter anderem auch als Notfallrechenzentrum und im Gebäude befinden sich Notfallarbeitsplätze. Somit wird eine Infrastruktur geschaffen, die es der Börse Stuttgart ermöglicht, auch in Notfällen einen Börsenbetrieb aufrecht zu erhalten.

Mit der Inbetriebnahme des ERZ werden auch ausreichende Kapazitäten geschaffen, um die steigende Anzahl an Systemen unterzubringen.

Formulierung einer IT-Strategie und Aufbau einer operativen IT-Struktur im Konzernverbund

Die Strategie und erklärtes Ziel der BOERSE-STUTTGART AG war und ist es, durch Bündelung der Kräfte und Ressourcen am Finanzplatz künftig noch schneller und kosteneffizienter auf die Herausforderungen des Umfelds reagieren zu können. Vor dem Hintergrund der sich weiter intensivierenden Zusammenarbeit der beiden IT-Bereiche der BOERSE-STUTTGART AG und der EUWAX AG erarbeitet die IT-Leitung gemeinsam mit den Kollegen der EUWAX AG eine IT-Strategie für die Gruppe Börse Stuttgart. Daraus wird vorbereitend für die nun manifestierte Konzernstruktur der Gruppe Börse Stuttgart eine IT-Organisation entwickelt, um den Herausforderungen der Zukunft gemeinsam mit der Börse Stuttgart begegnen zu können.

Beschäftigte

Am 31. Dezember 2007 hatte die BOERSE-STUTTGART AG inklusive Vorstand, Teilzeitbeschäftigter und Praktikanten 72 Mitarbeiter. Im Jahresdurchschnitt waren (inkl. Vorstand, Teilzeitbeschäftigte und Praktikanten) 70 Personen beschäftigt. Dabei wurde vor allem aufgrund der im Oktober 2006 vorgenommenen Integration der BOERSE-STUTTGART.de im Bereich Marketing und dem im Zuge des neuen Marktmodells zum 1. Januar 2007 neu entstandenen Bereichs Marktsteuerung Personal aufgebaut. Aufgrund der deutlich gestiegenen Erträge verbesserte sich die Personalintensität, also das Verhältnis von Personalaufwand zu den Gesamterträgen, um 43% auf 6%. Der Anteil der variablen Vergütungsbestandteile am gesamten Personalaufwand betrug wie schon im Vorjahr 9%.

Risikobericht

Alle Geschäftstätigkeiten der Gesellschaft sind unvermeidbar mit dem Eingehen von Risiken verbunden. Nur hierdurch können unternehmerische Chancen genutzt und Ziele erreicht werden. Daher ist es auch nicht das Ziel der Gesellschaft, Risiken grundsätzlich auszuschließen, sondern sicherzustellen, dass diese rechtzeitig erkannt, korrekt bewertet und sinnvoll gesteuert werden. Um dies zu gewährleisten, hat die BOERSE-STUTTGART AG umfangreiche Regelungen getroffen. Im nachfolgenden Risikobericht wird ein Überblick über das Risikomanagementsystem der Gesellschaft sowie über die derzeit bekannten Risiken gegeben.

Das Risikomanagementsystem

Die Verantwortung für ein funktionierendes Risikomanagementsystem trägt der Vorstand. Er definiert die Risikostrategie des Unternehmens. Der Vorstand hat darüber hinaus interne Kontrollverfahren in Form einer Internen Revision implementiert. Des Weiteren ist ein Internes Kontrollsystem (IKS) vorhanden, das bis Ende April 2008 weiter ausgebaut werden soll. Hierbei sollen auch Risikosteuerungs- und Risikocontrollingprozesse implementiert werden. Das Interne Kontrollsystem setzt sich wiederum aus der Aufbau- und Ablauforganisation (Orga), sowie den Risikosteuerungs- und Controllingprozessen (Risikomanagement im engeren Sinne) zusammen. Die Ausgestaltung dieser Elemente in der BOERSE-STUTTGART AG wird nachfolgend in ihren wesentlichen Grundzügen beschrieben:

Die Risikostrategie

Risiken, denen die BOERSE-STUTTGART AG in der Zukunft ausgesetzt ist, werden im Wesentlichen durch die geschäftspolitische Ausgangssituation, das Umfeld sowie die eigenen unternehmerischen Ziele bedingt. Der Vorstand erarbeitet jährlich eine Risikostrategie für das kommende Geschäftsjahr, welche die genannten Faktoren berücksichtigt. Diese Risikostrategie ist eng mit der Jahresplanung verzahnt. Durch die Risikostrategie bestimmt der Vorstand die grundsätzliche Risikobereitschaft des Unternehmens. Für 2008 hält der Vorstand wie in den Vorjahren an seiner zurückhaltenden Risikopolitik fest.

Die Interne Revision

Die BOERSE-STUTTGART AG hat eine wirksame und unabhängige Interne Revision implementiert. Diese ist als Stabstelle dem Vorstand direkt unterstellt und diesem berichtspflichtig. Die Interne Revision prüft risikoorientiert insbesondere die Ordnungsmäßigkeit, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit aller betrieblichen Prozesse.

Die Aufbau- und Ablauforganisation

Die Aufbau- und Ablauforganisation der BOERSE-STUTTGART AG stellt die Ordnungsmäßigkeit betrieblicher Prozesse sicher und minimiert hierdurch Risiken. Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten sind in Organisationsrichtlinien klar geregelt. Durch Funktionstrennungen ist sichergestellt, dass miteinander nicht vereinbare Tätigkeiten personell voneinander getrennt sind. In den Organisationsrichtlinien sind, sofern notwendig, Kontrollprozesse wie beispielsweise das Vier-Augenprinzip vorgeschrieben.

Marktpreisrisiken

Unter Marktpreisrisiken sind potenzielle Verluste aufgrund von nachteiligen Veränderungen der Marktpreise oder der preisbeeinflussenden Parameter zu verstehen. Mögliche Einflussfaktoren auf das Marktpreisrisiko sind:

o Zinsänderungsrisiken o Währungsrisiken o Aktienkursbezogene Risiken o Rohwarenrisiken o Optionsrisiken

Die BOERSE-STUTTGART AG unterliegt bei ihrer Geldanlage Marktpreisrisiken, die sich aus Zinsänderungs-, Währungs- und Kursschwankungsrisiken ergeben. Die Wertpapierbestände der Gesellschaft sind zu weiten Teilen dem Anlagevermögen zugeordnet und sind nicht zur Veräußerung vor Laufzeitende vorgesehen. Dadurch ergeben sich Risiken aus Zins- oder Kursschwankungen nur bei einer vorzeitigen Veräußerung.

Adressenausfallrisiken

Unter Adressenausfallrisiken sind potenzielle Verluste oder entgangene Gewinne aufgrund des Ausfalls oder einer Bonitätsverschlechterung eines Geschäftspartners zu verstehen. Hierunter fallen:

o Emittentenrisiken o Kontrahentenrisiken o sonstige Adressenausfallrisiken

Emittentenrisiken und Kontrahentenrisiken entstehen im Zusammenhang mit Wertpapiergeschäften. Unter sonstigen Adressenausfallrisiken versteht die Gesellschaft alle weiteren Vermögenswerte, die einem Adressenausfallrisiko unterliegen. Hierunter fallen insbesondere bestehende Beteiligungen und Bankanlagen.

Das Unternehmen unterliegt nur moderaten Adressenausfallrisiken. Die Wertpapieranlagen erfolgen ausschließlich in Wertpapieren guter Bonität. Bei den Geldanlagen des Umlaufvermögens handelt es sich fast ausschließlich um Sicht- und Termingeldeinlagen bei Kreditinstituten. Die Wahrscheinlichkeit des Ausfalls oder einer wesentlichen Bonitätsverschlechterung wird als gering angesehen.

Liquiditätsrisiken

Liquiditätsrisiken ergeben sich dadurch, dass das Unternehmen seine Zahlungsverpflichtungen nicht mehr aus dem laufenden Geschäftsbetrieb bedienen kann. Ein weiteres Risiko besteht darin, dass Wertpapierbestände unter Umständen nicht schnell genug liquidiert werden können. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2007 jederzeit gewährleistet. Da die Gesellschaft ihre Geldanlagen zu großen Teilen mit kurzfristiger Laufzeit tätigt und die Liquiditätslage durch die Geschäftsleitung permanent überwacht wird, ergeben sich nach aktueller Einschätzung keine bestandsgefährdenden Liquiditätsrisiken. Ein erhöhter Liquiditätsbedarf ist kurzfristig nicht zu erwarten. Jedoch hat sich die BOERSE-STUTTGART AG im Rahmen des Auslagerungsvertrags mit der Baden-Württembergischen Wertpapierbörse GmbH verpflichtet, dieser in einer Liquiditätskrise finanzielle Mittel zuzuführen.

Des Weiteren hat sich die Gesellschaft verpflichtet, der BOERSE-STUTTGART Holding GmbH liquide Mittel in Form eines Kredits bereitzustellen. Diese Mittel sollen der Finanzierung von potentiellen Aktienrückkäufen im Rahmen des Abfindungsangebots an die außenstehenden Aktionäre der EUWAX AG dienen. Zum 31. Dezember 2007 wurden keine Beträge aus dieser Zusage abgerufen.

Auf eine Messung des allgemeinen Finanzierungsrisikos im eigentlichen Sinne wird unter Risikogesichtspunkten verzichtet.

Operationelle Risiken

Unter operationellen Risiken versteht die BOERSE-STUTTGART AG, in Anlehnung an Basel II, Risiken möglicher Verluste, die aufgrund der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder in der Folge externer Ereignisse eintreten. Über diese Definition nach Basel II hinaus zählt die Gesellschaft auch Reputationsrisiken (die oftmals als Folge von schlagend gewordenen operationellen Risiken eintreten) und strategische Risiken zu dieser Risikokategorie. Operationelle Risiken nehmen in der BOERSE-STUTTGART AG einen hohen Stellenwert ein. Hier besteht das größte Gefahrenpotenzial für das Unternehmen.

Die Bewertung dieser Risiken erfolgt hinsichtlich potenzieller Schadenshöhen und Eintrittswahrscheinlichkeiten. Dies ist naturgemäß kein einfaches Unterfangen. In der Firmengeschichte sind dank guter Unternehmensführung und wirksamer Kontrollmechanismen bisher nur selten Schäden durch operationelle Risiken entstanden, sodass nur wenige historische Daten existieren, die als Ausgangspunkt für eine Prognose zukünftiger Risiken herangezogen werden können. Auch sind mögliche Schadensereignisse, wie beispielsweise Marktanteilsverluste, oftmals nur schwer einem operationellen Risiko zuzuordnen.

Auf der Risikobewertung basierend können Maßnahmen getroffen werden, um vorliegende Risiken hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit oder Schadenshöhe zu minimieren. Hierzu zählen beispielsweise der Abschluss von Versicherungen oder organisatorische Sicherungsmaßnahmen (z.B. die Verankerung von Kontrollen im Rahmen der Ablauforganisation). Entscheidungskriterium für etwaige Gegenmaßnahmen sind sowohl die möglichen Auswirkungen bei Eintritt des entsprechenden Risikos, als auch die Opportunitätskosten der Sicherungsmaßnahme.

Ein besonderes Augenmerk wird auf die Steuerung und Minimierung der strategischen Risiken gelegt, da diese innerhalb der operationellen Risiken zu den bedeutendsten Risiken zählen. Hierunter fallen negative Entwicklungen, welche sich aus Fehleinschätzungen zukünftiger Marktchancen oder durch schwerwiegende operative Managementfehler ergeben. Weitere strategische Risiken erwachsen aus dem Wettbewerb. Bei dem stark servicebasierten Marktmodell der Gruppe Börse Stuttgart können sich Risiken beispielsweise aus einer sinkenden Handelsqualität bzw. einer steigenden Unzufriedenheit von Banken oder Anlegern ergeben. Aus diesem Grund sind alle Instrumente zur Messung der Handelsqualität in der Marktsteuerung der BOERSE-STUTTGART AG gebündelt. Die Kundenbetreuung ist für den Börsenplatz Stuttgart einheitlich bei der Baden-Württembergische Wertpapierbörse GmbH angesiedelt. Damit ist sichergestellt, dass Servicequalität und auftretende Reklamationen von unabhängigen Stellen bearbeitet und überwacht werden. Durch einen regelmäßigen Informationsaustausch ist sichergestellt, dass Ansatzpunkte zur Verbesserung der Servicequalität erkannt werden.

Die kontinuierliche Verbesserung der Handelsbedingungen ist ein zentraler Aspekt der Unternehmensphilosophie. Eventuell erforderliche Maßnahmen oder Planänderungen werden zeitnah durchgeführt und kommuniziert.

Nachfolgend werden die wesentlichsten operationellen Risiken dargestellt, welche aus Sicht der Gesellschaft zum Jahresende 2007 bestanden:

Kundenzufriedenheit / Wettbewerb

Der wirtschaftliche Erfolg der BOERSE-STUTTGART AG hängt stark vom Erfolg des Börsenplatzes Stuttgart als Ganzes ab. Die Dienstleistungen des Börsenplatzes müssen den Kunden einen Mehrwert gegenüber anderen Marktmodellen und Wettbewerbern bieten. Sollte dies nicht mehr gegeben sein, wird der Börsenplatz insbesondere seine derzeit bestehenden hohen Marktanteile im Handel mit verbrieften Derivaten nicht halten können.

Die BOERSE-STUTTGART AG als Börsenbetriebsgesellschaft ist sich dieser Verantwortung bewusst und arbeitet eng mit den anderen Gesellschaften der Gruppe Börse Stuttgart verzahnt an der kontinuierlichen Verbesserung der angebotenen Dienstleistungen. Basis hierfür bilden eine ständige Markt- und Wettbewerbsanalyse. Hiervon losgelöst überwacht der unabhängige öffentlichrechtliche Teil der Börse Stuttgart, die Baden-Württembergische Wertpapierbörse GmbH, die Sicherstellung eines ordnungsgemäßen Börsenhandels. Durch diese Konstellation ist sichergestellt, dass die notwendige und zunehmende Verzahnung der betriebswirtschaftlichen Bereiche nicht zu Interessenskonflikten mit den öffentlichrechtlichen Aufgabenbereichen der Börse Stuttgart führen kann.

Derzeit sieht sich die Gesellschaft den folgenden wesentlichen Wettbewerbsrisiken ausgesetzt:

SWX und Deutsche Börse haben ihren Handel für verbriefte Derivate in einer gemeinsamen Börse unter dem Markennamen Scoach gebündelt. In einem ersten Schritt wurde der Derivatehandel beider Börsen in eine gemeinsame Börsenträgergesellschaft eingebracht. Weiterhin ist geplant, im April 2008 den Frankfurter Handel in strukturierten Wertpapieren von XONTRO auf XETRA zu überführen. Damit einher geht die Einführung eines neuen Marktmodells. In einem weiteren Schritt soll der Handel in strukturierten Wertpapieren an der SWX ebenfalls auf XETRA wechseln.

Vom neuen Marktmodell gehen selbstverständlich erhöhte Wettbewerbsrisiken aus. Nachdem der Deutsche Börse AG mit ihren vorherigen Initiativen XETRA OS und Smart Trading kein Erfolg beschieden war, stellt Scoach einen neuen Angriff auf das Stuttgarter Erfolgsmodell dar. Erklärtes Ziel von Scoach ist die europäische Marktführerschaft im Handel mit strukturierten Wertpapieren.

Die BOERSE-STUTTGART AG nimmt die neue Initiative schon alleine aufgrund der Markt- und Finanzkraft der beiden Wettbewerber sehr ernst und beobachtet die weitere Entwicklung genau. Gleichwohl steht der Börsenplatz Stuttgart bereits heute mit beiden Börsen erfolgreich im Wettbewerb.

Im Zusammenhang mit der zum 01.11.2007 in Kraft getretenen MiFID haben Banken erstmalig so genannte Best Execution Policies für ihre Kunden aufgestellt. Sofern der Kunde bei der Erteilung einer Wertpapierorder nicht explizit einen Handelsplatz vorgibt, muss die Bank nach festgelegten Kriterien (Best Execution Policy) die Order an einen Handelsplatz weiterleiten, an dem regelmäßig das bestmögliche Ergebnis für ihren Kunden erreicht werden kann. Hierbei hat die Bank durch die MiFID vorgegebene Leistungskriterien zu berücksichtigen.

Die uns mittlerweile vorliegenden Best Execution Policies zeigen, dass viele Banken diese recht einfach und pragmatisch ausgestaltet haben und dabei zumeist recht einseitig auf das leicht zu quantifizierende Leistungskriterium der Transaktionsentgelte (explizite Handelskosten) abzielen. Aufwändiger zu beurteilende Leistungskriterien, wie die impliziten Handelskosten, oder qualitative Leistungskriterien, wie Wahrscheinlichkeit und Schnelligkeit der Orderausführung finden keine oder nur wenig Berücksichtigung. Eine solch einseitige Betrachtungsweise widerspricht der Zielrichtung der MiFID und führt im Ergebnis eben nicht dazu, dass das für den Kunden bestmögliche Ergebnis erzielt wird.

Für den Börsenplatz Stuttgart ergeben sich insofern Risiken, da unsere Stärken insbesondere in den oben beschriebenen qualitativen Leistungskriterien liegen, denen unseres Erachtens Banken oftmals zu wenig Beachtung schenken. Der Börsenplatz begegnet diesem Risiko durch entsprechende Presse- und Vertriebsarbeit und wird die weitere Entwicklung aufmerksam verfolgen.

Die möglichen Auswirkungen dieses Risikos halten wir derzeit jedoch für begrenzt. Der Erfolg des Börsenplatzes Stuttgart war in der Vergangenheit und ist auch heute zum großen Teil das Ergebnis einer bewussten, qualitätsorientierten Entscheidung der Anleger bei der Erteilung von Wertpapieraufträgen. Wir glauben, dass diese auch zukünftig dem Handelsplatz den Vorzug geben werden, der das für sie beste Ergebnis erzielen kann. Dies belegen auch die kaum veränderten Marktanteile zwischen den einzelnen deutschen Börsen, trotz der teilweise für den Börsenplatz Stuttgart benachteiligenden Ausgestaltung der Policies.

Zudem gehen wir davon aus, dass Banken zunehmend Fortschritte bei der Ausgestaltung ihrer Best Execution Policies dahin gehend erzielen, dass auch qualitative Kriterien verstärkt berücksichtigt werden.

BrainTrade / XONTRO

Das gemeinsame Börsenhandelssystem aller deutschen Parkettbörsen XONTRO wird über die gemeinsame Betriebsgesellschaft BrainTrade betrieben. Gesellschafter sind die XONTRO nutzenden Börsen.

Die Deutsche Börse AG scheint langfristig XONTRO verlassen und auch den Parketthandel auf XETRA überführen zu wollen. In einem ersten Schritt wird dies für den Handel mit verbrieften Derivaten im April 2008 geschehen. Ähnliche Tendenzen sind auch bei der Börse Berlin durch die Übernahme von Equiduct zu beobachten.

Diese Entwicklungen bergen Risiken, aber auch Chancen. Risiken bestehen insbesondere hinsichtlich der künftigen Betriebskosten des XONTRO-Systems, die für die Börse Stuttgart höher ausfallen könnten. Durch den Weggang von Frankfurt könnte auch der Fall eintreten, dass Handelsteilnehmer Interesse am Anschluss an XONTRO verlieren und die Schnittstelle z.B. aus Kostengründen nicht weiter betreiben wollen. Dem steht u.U. der Wunsch der Handelsteilnehmer entgegen, dass aus Wettbewerbsgründen in Deutschland neben XETRA ein zweites Handelssystem betrieben wird.

Chancen sind darin zu sehen, dass ein verkleinerter Nutzerkreis die zukünftige strategische Ausrichtung von BrainTrade und XONTRO wesentlich erleichtern könnte.

IT-Systemausfälle

Das expansive Produktwachstum in der Derivatebranche stellt alle Beteiligten hinsichtlich der eingesetzten IT-Systeme vor große Herausforderungen. Eine optimale Dienstleistungserbringung kann nur erfolgen, sofern die IT-Systeme aller Beteiligtenhier insbesondere Börse Stuttgart, QLP und Market Makerzuverlässig arbeiten. Auf die Zuverlässigkeit der Systeme Dritter hat die BOERSE-STUTTGART AG jedoch nur mittelbar Einfluss. Gleichwohl ist sie von den negativen Auswirkungen entsprechender Systemausfälle mit betroffen.

Im Bezug auf eigene IT-Systeme ist festzuhalten, dass die beobachteten Datenmengen in der jüngeren Vergangenheit rasant angestiegen sind. Wenngleich die IT-Systeme grundsätzlich für eine hohe Last ausgelegt sind und über ausreichende Reserven verfügen, stießen auch die Systeme der BOERSE-STUTTGART AG nach einem sprunghaften Anstieg der Quote-Datenlasten zur Jahresmitte 2007 in einigen wenigen Fast-Market Situationen an ihre Leistungsgrenzen. Die Gesellschaft hat zusammen mit der EUWAX AG daraufhin unverzüglich Maßnahmen eingeleitet, um die Belastbarkeit der Systeme weiter auszubauen. Diese Maßnahmen zeigen bereits deutliche Erfolge. So waren die Systeme im Januar 2008 in der Lage, eine in Spitzenzeiten im Vergleich zur Jahresmitte 2007 nochmals verdreifachte Quote-Datenlast weitestgehend problemlos zu verarbeiten. Dennoch bleibt bis zur vollständigen Umsetzung der bereits eingeleiteten Maßnahmen das Risiko vakant, dass in seltenen, extremen Fast-Market Situationen die Lastgrenzen kurzzeitig überschritten werden könnten.

Zur weiteren Reduktion des durch IT-Systeme bedingten Risikos wird in 2008 ein remote angesiedeltes Ersatzrechenzentrum mit Notfallarbeitsplätzen eingerichtet.

Rechtliche Risiken

In einer markenrechtlichen Angelegenheit wurde ein Einspruch gegen einen von der BOERSE-STUTTGART AG beantragten Markennamen eingelegt. Derzeit ist noch offen, ob es zu einem Klageverfahren kommt. Hieraus können sich auch finanzielle Risiken ergeben, die sich zur Zeit noch nicht quantifizieren lassen.

Sonstige Risiken

Des Weiteren bestehen Risiken, welche in sehr unwahrscheinlichen Szenarien für die Gesellschaft grundsätzlich bestandsgefährdend sein können. Hierzu zählen beispielsweise seltene Katastrophenereignisse, Terroranschläge, Kriege oder Unruhen, die verheerend auf den Firmensitz, die Belegschaft oder das Finanzsystem einwirken. Die BOERSE-STUTTGART AG hat weitere Maßnahmen zur Reduzierung entsprechender Eintrittswahrscheinlichkeiten sowie zur Begrenzung möglicher Schäden bei Eintritt unternommen. Hierzu zählen beispielsweise Brandschutz- oder sicherheitstechnische Maßnahmen. Darüber hinaus wurden Risiken, soweit möglich, auf Dritte abgewälzt. So besteht ein umfassender Versicherungsschutz, welcher beispielsweise Elementarrisiken, Betriebsunterbrechung oder Terroranschläge beinhaltet. Jedoch kann das Unternehmen aufgrund seiner Größe und Fokussierung auf einen Geschäftssitz verbleibende Restrisiken nicht zur Gänze ausschließen.

Des Weiteren können wie bei jedem Unternehmen grundsätzlich alle strategischen Risiken auf mittelbis langfristige Sicht bestandsgefährdende Ausmaße annehmen, sofern die Gesellschaft auf diese nicht angemessen reagiert oder reagieren kann. Dies wird von der BOERSE-STUTTGART AG aufgrund der dargestellten Risikomanagementprozesse jedoch für sehr unwahrscheinlich gehalten.

Ausblick

Verhaltene Aussichten für gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Zum Jahreswechsel äußerte die Mehrheit der Ökonomen und Kapitalmarktakteure hinsichtlich Wirtschafts- und Börsenentwicklung verhalten optimistische Erwartungen. Trotz Rekordverlusten in Q 4 2007 vor allem bei amerikanischen Banken war man überwiegend der Meinung, die sich abzeichnende globale Finanzkrise sei beherrschbar. Insbesondere für Deutschland wird noch immer ein recht positives Konjunkturbild gezeichnet, auch wenn das Bundeswirtschaftsministerium die Wachstumsprognose für das BIP auf 1,7% zurückgenommen hat. So deutete der Ifo-Geschäftsklimaindex im Januar und Februar 2008 wider Erwarten auf eine Stimmungsaufhellung in der deutschen Wirtschaft hin.

Der Börsencrash in der 2. Januarhälfte 2008 hat jedoch den Skeptikern recht gegeben. Nunmehr rücken die durch die globale Finanzkrise ausgelösten Risiken auch in Deutschland in den Vordergrund. Die beträchtliche Vernichtung privaten Vermögens und der damit verbundene Nachfrageausfall, der extrem starke Euro, anhaltend hohe Energie- und Rohstoffpreise und eine weltwirtschaftliche Abschwächung dürften für das Wachstum hierzulande nicht ohne negative Folgen bleiben. Das tiefe gegenseitige Misstrauen in der Finanzbranche bedingt eine Kreditverknappung, welche die Rezessionsgefahr weiter verstärkt.

Seriöse Prognosen über die Entwicklung der Kapitalmärkte im laufenden Geschäftsjahr sind angesichts der aktuellen Turbulenzen nicht möglich. Eine vorübergehende Rallye als Gegenbewegung zu den heftigen Kursverlusten im Januar ist ebenso möglich wie ein langanhaltender Bärenmarkt, wie er in diesem Jahrzehnt nach dem Platzen der dot.com-Blase bereits zu beobachten war. Insbesondere den USA drohen „japanische Verhältnisse“ mit einer langjährigen und schmerzhaften Vermögens- und Immobilienpreisdeflation. In diesem Szenario einer typisch keynesianischen Liquiditätsfalle wäre die Geldpolitik über viele Jahre machtlos. Zur Ankurbelung der realen Wirtschaft verblieben nur noch fiskalische Maßnahmen. Doch auch diesen sind in den USA aufgrund der bereits heute vorhandenen übermäßigen Verschuldung enge Grenzen gesetzt. Ob Europa und die asiatischen Emerging Markets die bisherige Führungsrolle der USA im globalen Börsengeschehen übernehmen und ausfüllen, darf bezweifelt werden. Insgesamt überwiegen die Argumente, die eine langanhaltende Kapitalmarktschwäche im Einklang mit ebenfalls sehr verhaltenen globalen Wirtschaftsaussichten wahrscheinlich erscheinen lassen.

Anhaltende Turbulenzen an den Kapitalmärkten begünstigen Derivatehandel der Börse Stuttgart

Auch für das Jahr 2008 sind weitere Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten und anhaltend hohe Volatilitäten zu erwarten. Dabei wirkt vor allem eine Ausweitung der Kreditkrise für die Finanzbranche belastend. Eine weitere Kreditverknappung erhöht die Gefahr einer langanhaltenden Rezession, die sich auf die gesamte Weltwirtschaft auswirken kann. Fraglich ist hierbei auch, inwieweit es den Notenbanken gelingen wird, durch Zinssenkungen und Bereitstellung von Liquidität die Märkte zu stabilisieren. Aufgrund dieser Entwicklungen und den verhaltenen Konjunkturaussichten können anhaltende Turbulenzen und hohe Volatilitäten an den internationalen Finanzmärkten nicht ausgeschlossen werden.

Für den Börsenplatz Stuttgart sind die Rahmenbedingungen aufgrund der Verwerfungen an den internationalen Finanzmärkten zumindest kurzfristig positiv zu bewerten. Innerhalb weniger Tage verdoppelte sich Mitte Januar 2008 der deutsche Volatilitätsindex VDAX auf über 30 Indexpunkte, was zugleich ein langjähriges Hoch darstellte. Entsprechend umsatzstarke Tage verzeichnete die Börse Stuttgart insbesondere im Kerngeschäft, dem Handel mit verbrieften Derivaten.

Während sich steigende Volatilitäten tendenziell positiv auf den Derivatehandel auswirken, würde ein Börsencrash den Aktien- und Fondshandel unter Umständen belasten. Ein drohender Vertrauensverlust in Aktien bei Privatanlegern würde sich vor allem negativ auf den Börsenplatz Stuttgart auswirken. Demgegenüber dürfte der Rentenhandel von der Krise am Aktienmarkt profitieren.

Wettbewerbsintensität nimmt weiter zu

Trotz eines erwarteten Marktwachstums ist mit einer weiteren Zunahme der Wettbewerbsintensität unter den Wertpapierbörsen zu rechnen. Einerseits hat sich bereits in der Vergangenheit ein Trend zu internationalen Zusammenschlüssen entwickelt, um vor allem für institutionelle Kunden attraktivere Konditionen bieten zu können. Es ist zu erwarten, dass sich dieser Trend auch in den nächsten Jahren fortsetzen wird. Mit der Ausrichtung auf Privatanleger hat sich der Börsenplatz Stuttgart in einer Nische positioniert, die auch zukünftig ein starkes Wachstum erwarten lässt. Andererseits betrachtet die Gesellschaft die Entwicklungen der börslichen und außerbörslichen Handelsplätze sehr genau. Dem zunehmenden Wettbewerb wird die Börse Stuttgart mit einer beständigen Weiterentwicklung der Dienstleistungsqualität sowie neuer Services und Dienstleistungen, verbunden mit attraktiven Konditionen im Handel, begegnen.

Ich rechne, wie auch der Vorstand der Schwestergesellschaft EUWAX AG, trotz des insgesamt ungünstigen Kapitalmarktumfelds mit einem weiteren Volumenswachstum für die Gruppe Börse Stuttgart. Die Erwartungen sind sowohl im Hinblick auf die Anzahl der handelbaren Produkte als auch bezüglich der Orders und der Orderbuchumsätze, vor allem im Derivatehandel, optimistisch. Darüber hinaus streben wir vor allem im Fondshandel einen signifikanten Ausbau unserer Marktposition an.

In diesem Zusammenhang ergeben sich Risiken aus einer weiteren Verschärfung des Wettbewerbsumfelds. Neben dem sehr intensiven Wettbewerb durch die Börsenplätze Frankfurt und Zürich mit ihrem Handelsplatz Scoach entwickelt sich der außerbörsliche Direkthandel konsequent weiter. Die historischen Differenzierungsmerkmale zwischen börslichem und außerbörslichem Handel verschwinden zunehmend. Zusätzlich wird Scoach im Jahr 2008 an XETRA angebunden. Wir nehmen diese Entwicklung ernst und werden auch weiterhin versuchen, diesem Wettbewerb mit einer beständigen Weiterentwicklung der Dienstleistungsqualität für alle Kundengruppen zu begegnen, verbunden mit attraktiven Konditionen im Wertpapierhandel. Wir haben uns weiterhin das Ziel gesetzt, das Wachstum mit einer gleichbleibend hohen Handelsqualität zu bewältigen und die Orderausführungsgeschwindigkeit weiter zu erhöhen.

Mittelfristige Ziele der Gesellschaft für die Jahre 2008 bis 2010

Die potenziell günstigen Rahmenbedingungen für den Derivatehandel der Börse Stuttgart dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass unsere IT-Systeme und unser Risikomanagement auch 2008 und in den Jahren danach vor großen Herausforderungen stehen. Die Anforderungen an die IT-Infrastruktur der Gesellschaft wie auch der Gruppe Börse Stuttgart nehmen durch größere Handelsvolumina aufgrund wachsender Märkte und die Forderung der Investoren nach einer noch schnelleren Orderausführung deutlich zu. Daher ist auch weiterhin von einem hohen Investitionsvolumen in IT- und Risikomanagementsysteme in den nächsten Jahren auszugehen. Die BOERSE-STUTTGART AG beobachtet diese Entwicklung aufmerksam, um frühzeitig auf geänderte Anforderungen reagieren zu können. Durch die gute Ertrags- und Liquiditätssituation ist die Gesellschaft zuversichtlich, diese Investitionen auch zukünftig aus eigener Kraft tragen zu können.

Aus dem ehrgeizigen und intensiven Investitionsprogramm, das wir uns in der Gruppe Börse Stuttgart zur nachhaltigen Zukunftssicherung vorgenommen haben, werden sich temporär belastende GuV-Effekte ergeben. Dabei werden die insgesamt guten Bilanz-, Liquiditäts- und Rentabilitätsrelationen gewahrt bleiben, soweit unsere Jahresplanung in Erfüllung geht.

Investitionen

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2007 2008 2009 2010
Finanzanlagen 1.512 0 0 0
Sachanlagen 1.946 5.934 1.115 1.430
Immaterielle Vermögensgegenstände 633 1.999 10 10
Gesamt 4.091 7.934 1.125 1.440
Angaben in T€

Abb. 6: Investitionen 2007-2010

Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass sich die BOERSE-STUTTGART AG mit der gegenwärtigen strategischen Positionierung und den zur Verfügung stehenden Ressourcen zur Bewältigung zukünftiger Herausforderungen auch für die nächsten Jahre gut aufgestellt sieht. Durch die erfolgte strategische und operative Zusammenführung der Kräfte am Börsenplatz Stuttgart wollen wir uns auch in Zukunft als Marktplatz Nummer 1 für Privatanleger behauptet. Das Anfang 2007 gestartete neue Marktmodell für verbriefte Derivate, welches im Juli auch auf andere Handelssegmente ausgeweitet wurde, ist hierbei ein erster wichtiger Schritt, der diesen zukünftigen Erfolg sichern soll. Die BOERSE-STUTTGART AG ist optimistisch, dem intensiven Wettbewerb in den nächsten Jahren nicht nur erfolgreich zu begegnen, sondern die angebotenen Dienstleistungen innovativ und am Bedarf des Kunden orientiert weiterzuentwickeln.

Sonstige Angaben

Die BOERSE-STUTTGART AG, Stuttgart, ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Der Jahresabschluss 2007 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs unter Beachtung der ergänzenden Regelungen des Aktiengesetzes aufgestellt.

Die Erstellung des Lageberichts erfolgte in Anlehnung an den Deutschen Rechnungslegungsstandard. Beim Risikobericht wurde der DRS 5 und beim Lagebericht der DRS 15 beachtet.

Schlusserklärung aus dem Abhängigkeitsbericht nach § 312 AktG

Der Vorstand der BOERSE-STUTTGART AG hat einen Abhängigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2007 über alle Beziehungen gem. § 312 AktG erstellt. Der Bericht wurde mit dem uneingeschränkten Testat der Ernst & Young AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart, versehen.

Der Vorstand erklärt am Schluss des Berichtes:

„ Unsere Gesellschaft hat bei den in diesem Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft im Rahmen bestehender Bandbreiten eine angemessene Gegenleistung erhalten. Sie ist dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden.“

Nachtragsbericht

Am 18. Januar 2008 wurde die Einbringung der Anteile der BOERSE-STUTTGART AG in die BOERSE-STUTTGART Holding GmbH im Handelsregister B des Amtgerichts Stuttgart eingetragen.

Der Aufsichtsrat der BOERSE-STUTTGART Holding GmbH, der mit den Aufsichtsräten der BOERSE-STUTTGART AG und der EUWAX AG personenidentisch ist, hat mit Wirkung zum 23. Januar 2008 den Vorstand der BOERSE-STUTTGART AG, Christoph Mura, sowie die Vorstände der EUWAX AG Ralph Danielski, Thomas Krotz, Ralf Nachbauer und Thomas Rosenmayer für die Geschäftsführung der BOERSE-STUTTGART Holding GmbH bestellt. Die Geschäftsführung der BOERSE-STUTTGART Holding GmbH übernimmt künftig die operative Leitungsfunktion für die Gruppe Börse Stuttgart.

Am 3. März 2008 erfolgte die Umstellung des Skontroführer-Handels der Baader Wertpapierhandelsbank AG auf das Stuttgarter Marktmodell für Genussrechte und ausländische Aktien. Damit stehen nun alle Anlageklassen in QLP-Servicequalität zur Verfügung.

 

Stuttgart, den 09.04.2008

Der BOERSE-STUTTGART AG

Dr. Christoph Mura, Der Vorstand

Bilanz zum 31. Dezember 2007

AKTIVA

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31.12.2006
EUR EUR TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte
und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
954.420,30 849
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 48
954.420,30 897
II. Sachanlagen
- ) Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.879.520,00 3.549
3.879.520,00 3.549
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.051.475,43 1.320
2. Beteiligungen 200.000,00 200
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 29.296.753,68 38.134
30.548.229,11 39.654
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.876.010,89 3.302
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.348.902,97 849
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
24.249,68 17
4. Sonstige Vermögensgegenstände 2.499.862,42 2.666
10.749.025,96 6.834
II. Wertpapiere
- ) Sonstige Wertpapiere 799.625,36 2.350
799.625,36 2.350
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 26.227.255,48 5.285
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 687.699,27 326
73.845.775,48 58.895

PASSIVA

31.12.2006
EUR EUR TEUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 5.000.000,00 5.000
II. Kapitalrücklage 9.776.341,56 9.776
III. Gewinnrücklagen
- andere Gewinnrücklagen 37.066.032,21 28.123
IV. Bilanzgewinn 3.891.334,60 5.052
55.733.708,37 47.951
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.620.194,00 1.661
2. Steuerrückstellungen 2.244.291,75 1.479
3. Sonstige Rückstellungen 1.117.797,14 900
4.982.282,89 4.040
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 246.033,66 567
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.384.115,45 1.194
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.981.935,61 4.531
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht
252.906,09 181
5. Sonstige Verbindlichkeiten 200.490,08 359
- davon: aus Steuern EUR 190.720,19 (Vj. TEUR 312)
- davon: im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,00
(Vj. TEUR 11)
13.065.480,89 6.832
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 64.303,33 72
73.845.775,48 58.895

Gewinn- und Verlustrechnung für 2007

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EUR EUR 2006
TEUR
1. Umsatzerlöse 83.505.402,22 37.788
2. Sonstige betriebliche Erträge 2.120.412,06 2.692
3. Materialaufwand
-) Aufwendungen für bezogene Leistungen
58.296.902,78 14.645
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.672.666,63 3.820
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung
784.702,78 788
- davon für Altersversorgung EUR 232.493,68 (Vj. TEUR 285)
5.457.369,41
5. Abschreibungen
- ) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.088.651,92 2.959
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.375.131,27 7.542
7. Erträge aus Beteiligungen 288.564,70 260
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und
9. Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
1.039.192,69
654.096,49
1.041
192
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 859.203,28 29
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 201.357,86 224
- davon an verbundene Unternehmen EUR 197.259,19 (Vj. TEUR 168)
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 13.329.051,64 11.966
Außerordentliche Erträge 0,00 548
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5.545.261,45 2.409
15. Sonstige Steuern 1.121,00 1
16. Jahresüberschuss 7.782.669,19 10.104
17. Einstellungen in Gewinnrücklagen
-) in andere Gewinnrücklagen
3.891.334,59 5.052
18. Bilanzgewinn 3.891.334,60 5.052

Anhang für das Geschäftsjahr 2007

Erläuterungen zum Jahresabschluss

1. Anwendung der Vorschriften

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

2. Allgemeine Bewertungs- und Bilanzierungsgrundsätze

Anlagevermögen

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen werden zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten und vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und werden grundsätzlich nach der linearen und in wenigen Ausnahmefällen im Sachanlagevermögen auch nach der degressiven Methode vorgenommen. Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 2 Satz 3 HGB werden im Bedarfsfall vorgenommen.

Den linearen Abschreibungen werden die folgenden Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

Nutzungsdauer des Anlagevermögens

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Immaterielle Anlagewerte 3-5 Jahre
Sachanlagen 3-20 Jahre

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Gegenwert von € 410,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Finanzanlagen werden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip angesetzt.

Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken wurden bei der Bewertung berücksichtigt.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren Wert am Bilanzstichtag bewertet.

Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Fremdkapital

Die Pensionsverpflichtungen werden versicherungsmathematisch mit ihrem Teilwert gemäß § 6a EStG unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck auf der Basis eines Zinssatzes von 6 % p.a. angesetzt.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des Betrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag passiviert.

Allgemeines

Die Struktur der Kapitalflussrechnung wurde im Berichtsjahr an die Anforderungen des DRS 2 angepasst. Im Vergleich zum Vorjahr wurden die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in kurz- und langfristige Verbindlichkeiten gegliedert und die Veränderungen der langfristigen Verbindlichkeiten im Finanzierungsbereich bei der Tilgung von Bankdarlehn und der Tilgung der Darlehen gegenüber verbundenen Unternehmen berücksichtigt. Des Weiteren wurden die Rückstellungen ebenfalls entsprechend ihrer Laufzeit in kurz- und langfristige gegliedert. Die Veränderung der langfristigen Rückstellungen wurde bei der Ermittlung des Jahres-Cashflow berücksichtigt, während die kurzfristigen Rückstellungen in der Veränderung der kurzfristigen Passiva abgebildet wurden.

Bei der tabellarischen Aufstellung von Zahlen in T€ (insbesondere Vorjahreswerte) können Rundungsdifferenzen auftreten.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

3. Immaterielle Vermögensgegenstände

In dieser Position werden hauptsächlich entgeltlich erworbene Softwarelizenzen für den Wertpapierhandel und für den allgemeinen Geschäftsbetrieb ausgewiesen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden in immateriellen Anlagewerten Investitionen in Höhe von 632 T€ getätigt.

4. Sachanlagen

Der Buchwert der in den Sachanlagen enthaltenen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von insgesamt 3.880 T€ besteht zu rund 2/3 aus der für den Wertpapierhandel und den Geschäftsbetrieb notwendigen Computerhardware. Des Weiteren sind in dieser Position die Büro- und Geschäftsausstattung für die Büros in Stuttgart und Frankfurt, diverse Betriebsvorrichtungen und die Firmen-KFZ enthalten.

Im Berichtszeitraum wurden Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von 1.946 T€ getätigt. Diese fielen vor allem für die Verbesserung der Computerhardware in Höhe von 1.719 T€ an.

5. Finanzanlagen

Anteile an verbundenen Unternehmen

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Sitz Nennkapital Anteile der
BOERSE-STUTTGART AG
31.12.2007 31.12.2006 31.12.2007 31.12.2006
T€ % %
T. I.Q.S. GmbH & Co. KG Stuttgart 2.000.000,00 2.000 51% 51%
T. I.Q.S. Verwaltungs GmbH Stuttgart 25.000,00 25 51% 51%
nachrichtlich:
SBS Wagniskapital GmbH & Co. KG Stuttgart
0,00 1.023 100% 100%
nachrichtlich:
SBS Wagniskapital Verwaltungs-GmbH Stuttgart
0,00 26 100% 100%
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Sitz Buchwert in Bilanz
der BOERSE-STUTTGART AG
Eigenkapital
31.12.2007 31.12.2006 31.12.2007 31.12.2006
T€ T€
T. I.Q.S. GmbH & Co. KG Stuttgart 1.037.000,00 1.037 2.630.660,18 2.033
T. I.Q.S. Verwaltungs GmbH Stuttgart 14.475,43 14 30.207,49 28
nachrichtlich:
SBS Wagniskapital GmbH & Co. KG Stuttgart
0,00 243 0,00 264
nachrichtlich:
SBS Wagniskapital Verwaltungs-GmbH Stuttgart
0,00 26 0,00 39
scroll
Sitz Jahresüberschuss
2.007 2006
T€
T. I.Q.S. GmbH & Co. KG Stuttgart 598.017,84 517
T. I.Q.S. Verwaltungs GmbH Stuttgart 1.787,17 3
nachrichtlich:
SBS Wagniskapital GmbH & Co. KG Stuttgart
k. A. 5
nachrichtlich:
SBS Wagniskapital Verwaltungs-GmbH Stuttgart
k. A. 1

iskapital Verwaltungs-GmbH wurden im Laufe des Jahres 2007 liquidiert.

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Wert Bilanz 1.051.475,43 1.320.489,60
Nullkontrolle 0,00 0,00

Geschäftsgegenstand der T.I.Q.S. GmbH & Co. KG ist die Entwicklung, Vermarktung und der Betrieb sowie die Fortentwicklung einer Plattform für den börslichen und außerbörslichen Handel von Instrumenten und Produkten des Kapitalmarkts.

Die beiden SBS Wagniskapital-Gesellschaften wurden im Geschäftsjahr 2007 liquidiert.

Beteiligungen

In dieser Position sind die Anteile an der BrainTrade Gesellschaft für Börsensysteme mbH, Frankfurt enthalten. Die Beteiligungsquote beträgt rund 14%.

Wertpapiere des Anlagevermögens

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Buchwert Veränderung
des Buchwerts
31.12.2007 31.12.2006 absolut relativ
T€ T€ %
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 1.804.418,68 2.105 –301 –14%
- davon: Rentenfonds 1.804.418,68 2.105 –301 –14%
Schuldverschreibungen 27.492.335,00 36.028 –8.536 –24%
- davon: Renten 27.492.335,00 36.028 –8.536 –24%
Gesamtbestand an Wertpapieren des Anlagevermögens 29.296.753,68 38.134 –8.837 –23%
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Marktwert Veränderung
des Marktwerts
31.12.2007 31.12.2006 absolut relativ
T€ T€ %
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 1.804.418,68 1.989 –185 –9%
- davon: Rentenfonds 1.804.418,68 1.989 –185 –9%
Schuldverschreibungen 27.203.200,00 36.544 –9.340 –26%
- davon: Renten 27.203.200,00 36.544 –9.340 –26%
Gesamtbestand an Wertpapieren des Anlagevermögens 29.007.618,68 38.533 –9.525 –25%

Abschreibungen auf den am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert der im Anlagevermögen enthaltenen Schuldverschreibungen wurden bei allen Anleihen mit Endfälligkeit nach dem 31.12.2011 vorgenommen. Bei den Anleihen mit kürzeren Laufzeiten sind Abschreibungen in Höhe von 289 T€ aufgrund der Annahme unterblieben, dass diese Wertpapiere mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit bis zur Endfälligkeit gehalten und bei Endfälligkeit zum Nominalwert zurückgezahlt werden.

Umlaufvermögen

6. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

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Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
31.12.2007 31.12.2006 Veränderung
T€ absolut
in T€
relativ
in %
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
(davon mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr : 5.876.010,89 €; Vj. 3.302 T€)
5.876.010,89 3.302 2.574 78%
- davon: Transaktionsentgeld und Handelsgebühren 4.928.438,31 2.305 2.624 114%
- davon: Kursvermarktung und Marktingserlöse 480.119,95 296 184 62%
- davon: Leitungskosten 116.335,08 400 –284 –71%
- davon: Indexerlöse 113.873,44 24 89 366%
- davon: Sonstiges 237.244,11 277 –40 –14%
Forderungen gegen verbundene Unternehmen
(davon mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr : 2.348.902,97 €; Vj. 849 T€)
2.348.902,97 849 1.500 177%
- davon: EUWAX AG 2.163.049,15 720 1.443 201%
- davon: Baden-Württembergische Wertpapierbörse GmbH 92.401,14 75 17 22%
- davon: Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V. 51.752,30 38 14 38%
- davon: TIQS GmbH & Co. KG 40.450,38 15 26 176%
- davon: Tradejet AG 1.250,00 1 0 0%
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
(davon mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr : 24.249,68 €; Vj. 17 T€)
24.249,68 17 7 39%
Übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
(davon mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr : 1.075.350,42 €; Vj. 1.295 T€)
2.499.862,42 2.665 –165 –6%
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 10.749.025,96 6.834 3.915 57%

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

In dieser Position sind vor allem Forderungen aus Transaktionsentgelt und Handelsgebühren in Höhe von 4.928 T€ enthalten.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen:

Die Forderungen gegen die EUWAX AG resultieren hauptsächlich aus der Rückvergütung gegenüber Handelsteilnehmern am Finanzplatz Stuttgart.

Die Forderungen gegen die Baden-Württembergische Wertpapierbörse GmbH setzen sich hauptsächlich aus Mietkostenumlagen, IT-Umlagen und sonstigen Weiterberechnungen zusammen.

Die Forderungen gegen die Vereinigung setzen sich vor allem aus IT-Umlagen, Mietkostenweiterberechnungen und sonstigen Weiterberechnungen zusammen.

Die Forderungen gegen die T.I.Q.S. GmbH & Co. KG resultieren vorwiegend aus den Mietnebenkosten, der Weiterberechnung des Beschwerdemanagements und der Weiterberechnung von Leitungskosten.

Übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände:

In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen ist als langfristige Forderung (Restlaufzeit über 1 Jahr) der Barwert des aktivierten Körperschaftsteuerguthabens in Höhe von 1.425 T€ enthalten.

7. Sonstige Wertpapiere

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Buchwert Veränderung
des Buchwerts
31.12.2007 31.12.2006 absolut relativ
T€ T€ %
Fonds 799.625,36 2.350 – 1.551 – 66%
- davon: Geldmarktfonds 799.625,36 2.350 – 1.551 – 66%
Gesamtbestand an Wertpapieren des Umlaufvermögens 799.625,36 2.350 – 1.551 –66%
scroll
Marktwert Veränderung
des Marktwerts
31.12.2007 31.12.2006 absolut relativ
T€ T€ %
Fonds 799.625,36 2.354 – 1.555 – 66%
- davon: Geldmarktfonds 799.625,36 2.354 –1555 – 66%
Gesamtbestand an Wertpapieren des Umlaufvermögens 799.625,36 2.354 – 1.555 – 66%

Der Wertpapierbestand beinhaltet Anteile an einem DWS-Geldmarktfonds zur Liquiditätsanlage.

8. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

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bis 3 Monate Veränderung
31.12.2007
31.12.2006
T€
absolut
T€
relativ
%
Kassenbestand 3.300,62 4 0 – 12 %
Täglich fällig 19.995.954,86 1.566 18.430 > 1000 %
Andere Forderungen 6.228.000,00 3.715 2.513 68 %
Kassenbestand und Guthaben
bei Kreditinstituten
26.227.255,48 5.285 20.943 396 %

9. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Der Betrag von 688 T€ (Vorjahr 326 T€) besteht größtenteils aus bereits im Berichtsjahr geleisteten und das Folgejahr betreffenden Wartungsleistungen im IT-Bereich.

Eigenkapital

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31.12.2007 31.12.2006 Veränderung
absolut relativ
T€ T€ T€ %
Gezeichnetes Kapital 5.000.000,00 5.000 0 0%
Kapitalrücklage 9.776.341,56 9.776 0 0%
Gewinnrücklagen 37.066.032,21 28.122 8.944 32%
- davon: andere Gewinnrücklagen 37.066.032,21 28.122 8.944 32%
Bilanzgewinn 3.891.334,60 5.052 –1.161 –23%
Eigenkapital 55.733.708,37 47.951 7.783 16%

10. Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 5.000.000 €, eingeteilt in 5.000.000 Stückaktien, die auf den Namen der alleinigen Aktionärin, der BOERSE-STUTTGART Holding GmbH, lauten.

Gewinnrücklagen

Die anderen Gewinnrücklagen entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt:

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Stand am 01.01.2007: 28.122.460,64 €
Einstellung in dieanderen Gewinnrücklagen
aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres 5.052.236,98 €
aus dem Jahresüberschuss 2007 3.891.334,59 €
Stand am 31.12.2007 37.066.032,21 €

Fremdkapital

11. Rückstellungen

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31.12.2007 31.12.2006 Veränderung
absolut relativ
T€ in T€ in %
Langfristige Rückstellungen 1.620.194,00 1.661 –40 –2%
Pensionsrückstellungen 1.620.194,00 1.661 –40 –2%
Kurzfristige Rückstellungen 3.362.088,89 2.379 983 41%
Steuerrückstellungen 2.244.291,75 1.479 765 52%
- davon: Körperschaftssteuer 923.804,52 775 148 19%
- davon: Gewerbesteuer 1.320.487,23 704 617 88%
Sonstige Rückstellungen 1.117.797,14 900 218 24%
- davon: Urlaubs-, Tantieme- und Urlaubsansprüche 487.392,32 356 132 37%
- davon: Raumnebenkosten 196.019,37 101 95 95%
- davon: ausstehende Rechnunqen 175.490,00 79 97 123%
- davon: Aufsichtsratsvergütung 75.000,00 75 0 0%
- davon: Abschluss- und Prüfungskosten 44.800,00 51 –6 –11%
- davon: Aufbewahrungskosten für Geschäftsunterlagen 42.000,00 42 0 0%
- davon: übrige Rückstellungen 97.095,45 197 –100 –51%
Rückstellungen 4.982.282,89 4.040 943 23%

Die Pensionsrückstellungen betreffen Verpflichtungen aus drei laufenden Pensionsleistungen an ausgeschiedene Mitarbeiter der ehemaligen Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse zu Stuttgart e.V., Stuttgart bzw. deren verwitwete Ehepartnern. Grundlage für die Ermittlung des Wertansatzes für die Rückstellung (Teilwert) ist ein versicherungsmathematisches Gutachten zum 31.12.2007. Als Rechnungsgrundlage dienten die „Richttafeln 2005 G“ von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Bei der Berechnung des Teilwerts der Pensionsverpflichtungen wurde gemäß § 6a EStG ein Rechnungszinsfuß von 6 % p.a. angewendet.

Die übrigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen IHK-Beiträge, eine Personalabfindung und Berufsgenossenschaftsbeiträge.

Die Bezüge der früheren Organmitglieder betragen 165 T€.

12. Verbindlichkeiten

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31.12.2007 31.12.2006 Veränderung
T€ absolut
in T€
relativ
in %
Kurzfristige Verbindlichkeiten
(Restlaufzeit bis 1 Jahr)
9.923.584,86 3.065 6.859 224%
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 224 –224 –100%
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.384.115,45 1.194 4.190 351%
- davon: aus Transaktionsentgelt 2.524.371,82 0 2.524
- davon: EDV-Ausstattungen 1.460.440,36 160 1.301 815%
- davon: Börseninformationsdienste 309.970,65 127 183 145%
- davon: Anzeigen 294.822,21 134 161 120%
- davon: Rechnungsstellung für erbrachte Dienstleistungen 200.870,78 235 –34 –14%
- davon: Wartung 170.945,05 91 80 88%
- davon: Rechts- und Beratungskosten 142.985,37 254 –111 –44%
- davon: Miete und Nebenkosten des Gebäudes 63.133,45 68 –5 –8%
- davon: Gebäudeumbauten 12.332,21 45 –33 –73%
- davon: Sonstiges 204.243,55 80 124 154%
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.086.073,24 1.106 2.980 269%
- davon: Verbindlichkeiten gegenüber der EUWAX AG 3.198.745,69 41 3.157 >1000%
- davon: Verbindlichkeiten gegenüber der Baden- Württembergische Wertpapierbörse GmbH 887.327,55 1.064 –176 –17%
- davon: Verbindlichkeiten gegenüber der TIQS GmbH & Co. KG 0,00 1 –1 –100%
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 252.906,09 181 72 40%
- davon: Braintrade 252.906,09 181 72 40%
Sonstige Verbindlichkeiten 200.490,08 359 –159 –44%
- davon: Verbindlichkeiten aus Steuern 190.720,19 312 –122 –39%
- davon: übrige sonstige Verbindlichkeiten 9.769,89 47 –37 –79%
Langfristige Verbindlichkeiten
(Restlaufzeit über 1 Jahr bis 5 Jahre)
3.141.896,03 3.767 –626 –17%
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 246.033,66 343 –97 –28%
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.895.862,37 3.425 –529 –15%
- davon: Verbindlichkeiten gegenüber der EUWAX AG 0,00 0 0
- davon: Verbindlichkeiten gegenüber der Baden- Württembergische Wertpapierbörse GmbH 2.895.862,37 3.425 –529 –15%
Langfristige Verbindlichkeiten
(Restlaufzeit über 5 Jahre)
0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten insgesamt 13.065.480,89 6.832 6.233 91%

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen setzen sich hauptsächlich aus noch nicht bezahlten Rechnungen aus der Rückvergütung des Transaktionsentgelts, der EDV-Ausstattungen, sowie noch ausstehenden Rechnungen für Börseninformationsdienste zusammen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber der EUWAX AG ergeben sich aus der QLP-Dienstleistung am Finanzplatz Stuttgart sowie aus diversen erbrachten Programmierleistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber der Baden-Württembergische Wertpapierbörse GmbH ergeben sich im Wesentlichen aus der von der BOERSE-STUTTGART AG übernommenen und zum Bilanzstichtag noch ausstehenden Ausgleichsverpflichtung für die im Rahmen der Abspaltung des Teilbetriebs Börsenträgerschaft von der Baden-Württembergischen Wertpapierbörse GmbH übernommenen Rückstellung für Kotierungsgebühren.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren aus dem laufenden Liefer- und Leistungsverkehr mit der BrainTrade Gesellschaft für Börsensysteme mbH für die Xontro-Nutzung.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich hauptsächlich aus Lohn- und Kirchensteuerverbindlichkeiten zusammen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen unverzinsliche Refinanzierungsdarlehen von 12 Börsenteilnehmern.

13. Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Der Betrag von 64 T€ (Vorjahr 72 T€) betrifft einen in 2003 erhaltenen Baukostenzuschuss, der ratierlich über den Zeitraum des Mietvertrags verteilt wird.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (GuV)

14. Umsatzerlöse

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31.12.2007 Anteil 31.12.2006 Anteil Veränderung
absolut relativ
in % T€ in % in T€ in %
Handelserträge 73.082.617,18 88% 29.016 77% 44.067 152%
- davon: vereinnahmte Transaktionsentgelte 66.550.582,76 80% 0 0% 66.551
- davon: Schlussnotengebühren 5.676.643,44 7% 28.589 76% –22.912 –80%
- davon: Anschluss- und Abwicklungsgebühren 855.390,98 1% 428 1% 428 100%
IT-Kostenerstattungen 5.237.801,95 6% 5.256 14% –18 0%
- davon: aus Vertragsverhältnissen mit verbundenen Unternehmen 4.016.926,88 5% 4.009 11% 8 0%
- davon: sonstige IT-Kostenerstattungen 1.220.875,07 1% 1.247 3% –26 –2%
Kursdatenvermarktung 2.354.693,57 3% 2.066 5% 289 14%
Marketingerlöse 2.274.829,63 3% 1.427 4% 848 59%
- davon: aus Vertragsverhältnissen mit verbundenen Unternehmen 1.589.902,57 2% 1.189 3% 401 34%
- davon: sonstige Marketingerlöse 684.927,06 1% 237 1% 448 189%
Index-Erlöse 532.459,88 1% 23 0% 509 >1000%
Sonstige Umsatzerlöse 23.000,01 0% 0 0% 23
Gesamt 83.505.402,22 100% 37.788 100% 45.717 121%

Die vereinnahmten Transaktionsentgelte resultieren aus der Einführung des neuen elektronischen Marktmodells für Derivate, Aktien, Fonds und Anleihen im Geschäftsjahr 2007. Da im neuen Markt- und Entgeltmodell keine Schlussnotengebühren mehr in Rechnung gestellt werden, sind diese im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken.

Die Verdoppelung der Anschluss- und Abwicklungsgebühren resultiert aus der direkten Rechnungsstellung der Abwicklungsgebühren an die EUWAX AG.

Die Erlöse aus IT-Kostenerstattungen stammen aus diversen Weiterberechnungen von extern bezogenen IT-Leistungen an andere, am Börsenplatz Stuttgart tätige Unternehmen.

Der Anstieg der Erlöse aus der Kursdatenvermarktung ist auf eine Steigerung der Kundenzahlen zurückzuführen.

Die Marketingerlöse aus Vertragsverhältnissen mit verbundenen Unternehmen ergeben sich überwiegend aus vertraglich vereinbarten Umlagen auf die Schwestergesellschaft EUWAX AG. Der Anstieg ist auf die Ausweitung der Marketingaktivitäten im Berichtsjahr zurückzuführen.

Die sonstigen Marketingerlöse stammen insbesondere aus Umlagen mit anderen, am Börsenplatz Stuttgart tätigen Unternehmen, aus Websitemarketing und aus Seminarerlösen.

Das sehr starke Wachstum der Index-Erlöse ist ein Beleg für die erfolgreiche Vermarktung der S-Box-Indizes.

Die sonstigen Umsatzerlöse resultieren aus der Weiterberechnung von Fremdleistungen aufgrund eines Geschäftsbesorgungsvertrags.

15. Sonstige betriebliche Erträge

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31.12.2007 31.12.2006 Veränderung
absolut relativ
T€ in T€ in %
Erträge aus Vermietung und Verpachtung 1.164.640,32 1.150 15 1%
Sonstige betriebliche Erträge aus Geschäftsbeziehungen mit verbundenen Unternehmen 527.938,64 323 205 63%
- davon: EUWAX AG 263.282,46 73 190 261%
- davon: Baden-Württembergische Wertpapierbörse GmbH 248.209,72 239 9 4%
- davon: TIQS GmbH & Co. KG 8.616,34 8 0 1%
- davon: Vereinigung Baden-Württemberische Wertpapierbörse e.V. 7.830,12 3 5 183%
Sonstige betriebliche Erträge 427.833,10 1.219 –791 –65%
- davon: Ertrag aus dem Betrieb der Handelbar 75.352,48 0 75
- davon: Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 64.151,22 538 –474 –88%
- davon: Erträge aus der Vermarktung von Emittentenquoten 57.624,24 73 –16 –21%
- davon: Gewinne aus Anlagenabgängen und der Liquidation der SBS 54.321,16 11 44 413%
- davon: Kursgewinne aus Wertpapierverkäufen 21.260,00 92 –71 –77%
- davon: Zuschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 287 –287 –100%
- davon: andere Erträge 155.124,00 175 –20 –11%
- davon: periodenfremde Erträge 0,00 43 –43 –100%
Sonstige betriebliche Erträge 2.120.412,06 2.692 –572 –21%

Die Erträge aus Vermietung und Verpachtung stammen aus der Weiterberechnung von Raummieten und Nebenkosten an andere, am Börsenplatz Stuttgart tätige Unternehmen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge aus Geschäftsbeziehungen mit verbundenen Unternehmen setzen sich aus der Weiterberechnung diverser Fremdleistungen und erbrachten Dienstleistungen für andere Konzernunternehmen zusammen.

16. Materialaufwand

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31.12.2007 Anteil 31.12.2006 Anteil Veränderung
absolut relativ
in % T€ in % in T€ in %
Handelskosten 50.821.677,87 87,2% 7.350 50,2% 43.471 591%
- davon: Fremdleistungen für den Handel 41.720.416,64 71,6% 284 1,9% 41.437 >1000%
- davon: Braintrade-Kosten 7.614.503,70 13,1% 6.876 47,0% 739 11%
- davon: Kursinformationskosten 1.486.757,53 2,6% 191 1,3% 1.296 679%
IT- und Leistungskosten 5.833.760,33 10,0% 5.938 40,5% -104 -2%
- davon: IT-Fremdleistunqen 1.571.688,56 2,7% 1.233 8,4% 339 27%
- davon: Leitunqskosten 1.369.957,58 2,3% 1.532 10,5% -162 -11%
- davon: Mieten für IT-Einrichtungen und Lizenzen 1.970.057,97 3,4% 2.471 16,9% -501 -20%
- davon: EDV-Service 885.886,63 1,5% 677 4,6% 209 31%
- davon: EDV-Bedarf 36.169,59 0,1% 25 0,2% 11 45%
Bezogene Marketingleistungen 1.641.464,58 2,8% 1.356 9,3% 285 21%
Materialaufwand 58.296.902,78 100,0% 14.645 100,0% 43.652 298%

Die Zunahme der Handelskosten ergibt sich aus der Einführung des neuen Markt- und Entgeltmodells im Berichtsjahr. Die Fremdleistungen für den Handel bestehen hauptsächlich aus der QLP-Vergütung für die EUWAX AG.

Der Anstieg der Kursinformationskosten ist auf die Ausweitung der Handelsaktivitäten zurückzuführen. Das Produkt- und Orderwachstum führt in der Regel auch zu einer Zunahme der Zugriffe auf Reuters und anderer Kursinformationssysteme.

Die IT-Fremdleistungen setzen sich zu einem geringen Teil aus Leistungen der EUWAX AG und hauptsächlich aus sonstigen bezogenen IT-Beratungsleistungen zusammen.

Die Mieten für IT-Einrichtungen fallen insbesondere für die Zurverfügungstellung des TIQS-Systems an.

Der EDV-Service resultiert vorwiegend aus den Wartungskosten für Hard- und Software.

Die Marketingleistungen bestehen aus Lizenz- und Markenkosten, die von der Baden-Württembergische Wertpapierbörse GmbH in Rechnung gestellt werden, und aus diversen bezogenen Fremdleistungen.

17. Sonstige betriebliche Aufwendungen

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31.12.2007 Antei I 31.12.2006 Anteil Veränderung
absolut relativ
in % T€ in % in T€ in %
Gebäude- und Raumkosten 2.736.127,02 37% 2.691 36% 45 2%
Werbe-, Repräsentations- und Marketingkosten 1.830.567,74 25% 1.616 21% 214 13%
Rechts- und Beratungskosten 1.089.434,93 15% 1.913 25% –823 –43%
Fremdleistungen und Wartungskosten 1.022.242,00 14% 819 11% 203 25%
Bürokosten und Betriebsbedarf 145.334,38 2% 65 1% 80 124%
Beiträge, Gebühren, Versicherungen 128.788,07 2% 125 2% 4 3%
Telekom munikationskosten 115.637,97 2% 52 1% 64 123%
Aufsichtsratsvergütung 75.000,00 1% 75 1% 0 0%
Reisekosten 74.959,60 1% 59 1% 16 28%
Fortbildungskosten 70.603,41 1% 47 1% 23 50%
Übrige Verwaltungsaufwendungen 44.990,58 1% 44 1% 1 3%
Kfz-Kosten 27.373,04 0% 18 0% 10 55%
Mieten für Einrichtungen 14.072,53 0% 19 0% –5 –27%
Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.375.131,27 7% 7.542 6% –167 –2%

Die Raumkosten beinhalten Mieten, Neben-, Reinigungs- und Instandhaltungskosten sowie die Kosten für den Sicherheitsdienst der Börse Stuttgart.

Der Anstieg der Telekommunikationskosten ist auf ein größeres Leitungsvolumen und die gestiegene Mitarbeiterzahl zurückzuführen.

Die Rechts- und Beratungskosten sind vor allem für die Beratung der neuen Holding-Struktur angefallen.

Die Zunahme der Werbe- und Repräsentationskosten hat ihre Ursache in intensivierten Marketinganstrengungen, die sich im Wesentlichen auf folgende Positionen verteilen:

⁃ Agentur-, Druck- und Anzeigenkosten

⁃ Kosten des Fernsehstudios

⁃ Kosten für das Internetportal der BOERSE-STUTTGART AG

⁃ Allgemeine Werbekosten

18. Erträge aus Beteiligungen

Der Ausweis betrifft die Dividendenausschüttung der BrainTrade Gesellschaft für Börsensysteme mbH, Frankfurt.

19. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

Der Ausweis betrifft die im Berichtsjahr vereinnahmten Zinserträge aus den variabel- und festverzinslichen Wertpapieren des Finanzanlagevermögens.

20. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

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31.12.2007 31.12.2006 Veränderung
absolut relativ
T€ in T€ in %
Zinsen aus Bankguthaben 554.456,12 115 440 383%
Zinsen und ähnliche Erträge aus Wertpapieren 40.609,94 50 –9 –18%
Zinserträge aus Steuerguthaben 59.030,43 27 32 116%
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 654.096,49 192 462 241%

21. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens

Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens

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31.12.2007 31.12.2006 Veränderung
Absolute Relative
T€ in T€ in %
Abschreibungen auf Finanzanlagen 858.325,72 29 829 >1000%
Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 877,56 0 1
Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf
Wertpapiere des Umlaufvermögens
859.203,28 29 830 >1000%
Wert GuV 859.203,28 29.305,00
Nullkontrolle 0,00 0,00

22. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

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31.12.2007 31.12.2006 Veränderung
absolut relativ
T€ in T€ in %
Zinsaufwendungen aufgrund kurzfristiger Verbindlichkeiten (Restlaufzeit bis 1 Jahr) 4.098,67 57 –53 –93%
Zinsaufwendungen aufgrund langfristiger Verbindlichkeiten (Restlaufzeit über 1 Jahr) 197.259,19 168 30 18%
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 201.357,86 224 –23 –10%

Der Zinsaufwand resultiert nahezu ausschließlich aus Verbindlichkeiten gegenüber der Baden-Württembergische Wertpapierbörse GmbH für eine im Jahr 2005 übernommene Ausgleichsverpflichtung für eine übertragene Rückstellung für Kotierungsgebühren.

23. Steuern vom Einkommen und Ertrag

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31.12.2007 31.12.2006 Veränderung
absolut relativ
T€ in T€ in %
Körperschaftssteuer 2.408.687,06 254 2.155 849%
Gewerbesteuer 2.449.829,40 1.721 728 42%
Kapitalertragssteuer/Zinsabschlagssteuer 525.301,57 327 199 61%
Solidaritätszuschlag 161.443,42 107 54 51%
Steuern vom Einkommen und Ertrag 5.545.261,45 2.409 3.136 130%

Kapitalflussrechnung

Die Aufstellung der Kapitalflussrechnung erfolgt gemäß § 264 Abs. 2 HGB und nach den Grundsätzen des DRS 2. Sie zeigt die Bewegung des Finanzmittelbestands und die dafür verantwortlichen Mittelbewegungen.

Kapitalflussrechnung
für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007 der BOERSE-STUTTGART AG, Stuttgart

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31.12.2007 31.12.2006 Veränderung
absolut relativ
T€ (T€) (%)
I. OPERATIVER BEREICH
1. Jahresergebnis laut GuV 7.782.669,19 10.104 –2.322 –23%
2. Abschreibungen (+) / Zuschreibungen (-) auf immaterielle Vermögensgegenstände und Gegenstände des Sachanlagevermögens 2.088.651,92 2.959 –871 –29%
3. Abschreibungen (+) / Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des Finanzanlagevermögens (ohne Kursverluste und -gewinne) 858.325,72 –258 1.116 433%
4. Zunahme (+) / Abnahme (-) der langfristigen Rückstellungen –40.376,00 4 –44
5. Sonstige zahlungsunwirksame Erträge (-) und Aufwendungen (+) 0,00 0 0
5. Jahres-Cashflow (1 bis 4) 10.689.270,83 12.810 –2.121 –17%
6. Zunahme (-) / Abnahme (+) der kurzfristigen und sonstigen Aktiva –4.275.550,60 –1.987 –2.289
7. Zunahme (+) / Abnahme (-) der kurzfristigen Passiva 8.058.434,13 –880 8.938
8. Gewinne (-) / Verluste (+) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 37.510,58 –18 56 303%
9. Sonstige kurzfristige zahlungsunwirksame Erträge (-) und Aufwendungen (+) 0,00 0 0 100%
9. Ein- (+) und Auszahlungen (-) aus außerordentlichen Posten 0,00 0 0
9. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (Cashflow from Operation; Summe 6 bis 9) 14.509.664,94 9.924 4.585 46%
II. INVESTITIONSBEREICH
10. Einzahlungen (+) aus Abgängen von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen 84.490,86 20 64 322%
11. Auszahlungen (-) für Investitionen von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen –2.578.742,22 –1.987 –592 –30%
12. Einzahlungen (+) aus Abgängen des Finanzanlagevermögens 9.738.644,17 5.737 4.002 70%
13. Auszahlungen (-) für Investitionen in das Finanzanlagevermögen –1.512.150,00 –21.222 19.710 93%
14. Cashflow aus Investitionstätigkeit (10 - 13) 5.732.242,81 –17.452 23.184 133%
15. Free Cashflow nach Steuern und Zinsen (9 + 14) 20.241.907,75 –7.528 27.769 369%
III. FINANZIERUNGSBEREICH
15. Einzahlungen (+) aus Eigenkapitalzuführungen 0,00 0 0
16. Auszahlungen (-) an Gesellschafter (Dividenden) 0,00 0 0
16. Einzahlungen (+) aus Kreditaufnahme / Tilgung (-) von Bankdarlehen –96.685,29 –224 128 57%
17. Einzahlungen (+) aus der Begebung und Auszahlungen (-) aus der Tilgung von Darlehen gegenüber verbundenen Unternehmen –528.853,00 –564 35.495.180 6%
16. Einzahlungen (+) aus der Begebung und Auszahlungen (-) aus der Tilgung von begebenen Anleihen 0,00 0 0
19. Vermögensminderung aufgrund Abspaltung 0,00 0 0
18. Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (Summe 16 + 17) –625.538,29 –789 163 21%
IV. FINANZMITTELBESTAND
19. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands (15 + 18) 19.616.369,46 –8.316 27.932 336%
20. Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 7.410.511,38 15.727 –8.316 –53%
21. Finanzmittelbestand am Ende der Periode (Summe 19 und 20) 27.026.880,84 7.411 19.616 265%
- davon: Kassenbestand 3.300,62 4 0 –12%
- davon: Nettoforderungen an Kreditinstitute mit einer Restlaufzeit bis zu 90 Tagen 26.223.954,86 5.057 21.167 419%
- davon: Geldmarktfonds 799.625,36 2.350 –1.551 –66%
- davon: Nettoforderungen an Kreditinstitute mit einer Restlaufzeit von 90 Tagen bis 1 Jahr 0,00 0 0
22. Netcash inkl. Termingelder 27.026.880,84 7.411 19.616 265%
(+) iquiditätserhöhend; (-) liquiditätsmindernd

24. Operativer Bereich

Zusammensetzung und Herkunft der Zu- und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände, Sach- und Finanzanlagen ergeben sich aus dem Anlagenspiegel sowie den Textziffern 3 – 5 dieses Anhangs.

Die Entwicklung der langfristigen Passiva ist in Textziffer 12 und 13 erläutert.

Die Zunahme der kurzfristigen und sonstigen Aktiva in 2007 um 4.276 T€ oder 115 % ergibt sich aus den Textziffern 6 und 9 und ist auf folgende Einflüsse zurückzuführen:

- Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 2.574 T€ auf 5.876 T€.

- Zunahme der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 1.500 T€ auf 2.349 T€

- Zunahme der Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, um 7 T€ auf 24 T€

- Abnahme der sonstigen Vermögensgegenstände um 165 T€ auf 2.500 T€

- Zunahme der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten um 361 T€ auf 688 T€.

Die Zunahme der kurzfristigen Passiva in 2007 um 8.058 T€ oder mehr als 1000 % ergibt sich aus den Textziffern 12 bis 14 und ist auf folgende Einflüsse zurückzuführen:

- Zunahme der Steuerrückstellungen um 765 T€ auf 2.244 T€

- Zunahme der sonstigen Rückstellungen um 218 T€ auf 1.118 T€

- Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 4.190 T€ auf 5.384 T€

- Zunahme der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 2.980 T€ auf 4.086 T€

- Zunahme der Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, um 72 T€ auf 253 T€

- Abnahme der sonstigen Verbindlichkeiten um 159 T€ auf 200 T€

- Abnahme der passiven Rechnungsabgrenzungsposten um 8 T€ auf 64 T€.

25. Investitionsbereich

Die Einzahlungen aus dem Abgang von Anlagevermögen setzen sich folgendermaßen zusammen:

- 84 T€ aus dem Abgang von Sachanlagen

- 9.739 T€ aus dem Verkauf von Wertpapieren des Anlagevermögens

Die Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen beinhalten:

- 632 T€ für immaterielle Vermögensgegenstände, insbesondere für Software.

- 1.946 T€ für die Neuanschaffung von Sachanlagen, insbesondere für Computer-Hardware und Betriebsanlagen.

- 1.512 T€ für das Finanzanlagevermögen.

Zusammensetzung und Herkunft der Investitionen und Desinvestitionen in immaterielle Vermögensgegenstände, Sach- und Finanzanlagen ergeben sich auch aus dem Anlagenspiegel sowie den Textziffern 3 – 5.

26. Finanzierungsbereich

Die Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und Krediten in Höhe von 626 T€ betreffen zum einen die Tilgung der langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute in Höhe von 97 T€ und zum anderen die Tilgung des Darlehns gegenüber der Baden-Württembergische Wertpapierbörse GmbH (Kotierungsgebühr) in Höhe von 529 T€.

27. Finanzmittelbestand

Der ausgewiesene Finanzmittelbestand setzt sich zusammen aus dem Kassenbestand, einem Geldmarktfonds und den Forderungen an Kreditinstitute mit einer Restlaufzeit bis zu 90 Tagen abzüglich der laufzeitkongruenten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Sonstige Angaben

28. Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen BOERSE-STUTTGART AG und BOERSE-STUTTGART Holding GmbH

Am 28.12.2007 hat die BOERSE-STUTTGART AG mit der am 19.03.2007 (14.07.2007 Eintragungsdatum im Handelsregister) gegründeten Muttergesellschaft BOERSE-STUTTGART Holding GmbH, Stuttgart, einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Bei der BOERSE-STUTTGART Holding GmbH handelt es sich um eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V., in die die Vereinigung ihren gesamten Bestand an Aktien (5.000.000 Stück) an der BOERSE-STUTTGART AG im Zuge einer Sachkapitalerhöhung am 28.12.2007 mit Wirkung zum 31.12.2007 (wirtschaftlicher Übergangsstichtag) eingebracht hat.

29. Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns

Der Jahresabschluss zum 31.12.2007 wurde unter Berücksichtigung der teilweisen Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

Nach Zuführung von 3.891.334,59 € aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2007 in Höhe von 7.782.669,19 € in die anderen Gewinnrücklagen der BOERSE-STUTTGART AG ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von 3.891.334,60 €.

Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn vollständig in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen.

30. Arbeitnehmer und Organe

Beschäftigte

Im Jahr 2007 beschäftigte die BOERSE-STUTTGART AG im Durchschnitt 56 Mitarbeiter (VJ. 49 Voll- und Teilzeitkräfte).

Mitglieder des Vorstands

Im Berichtsjahr war Herr Dr. Christoph Mura Vorstand der BOERSE-STUTTGART AG.

Auf die Angabe der Vorstandsbezüge wird im Hinblick auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Mitglieder des Aufsichtsrats

Die folgenden Aufsichtsratsmitglieder waren für das Geschäftsjahr 2007 bestellt:

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Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten sowie in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien

Holger P. Härter
Vorsitzender des Aufsichtsrats seit 03.12.2007
Mitglied des Aufsichtsrats seit 01.08.2007
Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der Porsche Automobil Holding SE, Ressort Finanzen Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der
Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG,
Ressort Finanzen

VOLKSWAGEN AG
Porsche Cars North America, Inc.
Porsche Enterprises, Inc.
Porsche Financial Services, Inc.
Porsche Cars Great Britain Ltd.
Porsche Italia S.p.A.
Porsche Ibérica S.A.
Porsche Japan K.K.
Porsche Deutschland GmbH
Porsche Financial Services GmbH
PIKS Porsche Information-Kommunikation-Services GmbH
Mieschke Hofmann & Partner GmbH
Kuratorium Vereinigung Baden-Württembergische
Wertpapierbörse e.V.
EUWAX AG
BOERSE-STUTTGART Holding GmbH (seit 17.12.2007)

Horst Marschall
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats seit 03.12.2007
Vorsitzender des Aufsichtsrats bis 03.12.2007
Mitglied des Vorstands der
Baden-Württembergischen Bank; Dezernat Unternehmenskunden/Privat- und Anlagekunden Baden-Württemberg

Württembergische Investmentgesellschaft mbH
LBBW Asset Management GmbH
LBBW (Schweiz) AG (seit 23.08.07)
Universal-Investment-Gesellschaft mbH
Karlsruher Versicherung AG (bis 29.11.2007)
Kuratorium Vereinigung Baden-Württembergische
Wertpapierbörse e.V.
EUWAX AG
(Stellvertretender Vorsitzender seit 03.12.2007)
(Mitglied des Aufsichtsrats seit 29.06.2007)
BOERSE-STUTTGART Holding GmbH (seit 17.12.2007)

Hans-Joachim Strüder
Mitglied des Vorstands der
Landesbank Baden-Württemberg, Dezernat Financial Markets

Baden-Württembergische Investmentgesellschaft mbH
AdCapital AG
Baden-Württembergische Wertpapierbörse
Baden-Württembergische Wertpapierbörse GmbH
(Vorsitzender des Beirats seit 08.10.2007)
LBBW Asset Management GmbH
LBBW Ireland Limited
(Mitglied des Board of Directors bis 19.12.2007)
LBBW Ireland International Finance unlimited company
(Mitglied des Board of Directors bis 19.12.2007)
LRI Landesbank Rheinland-Pfalz International S.A.
Meridian Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH
(Mitglied des Aufsichtsrats seit 01.07.2007)
EUWAX AG
(Mitglied des Aufsichtsrats seit 29.06.2007)
BOERSE-STUTTGART Holding GmbH
(Mitglied des Aufsichtsrats seit 17.12.2007)

Dr. Jan Wittig
Mitglied des Aufsichtsrats seit 01.08.2007
Rechtsanwalt

Manz Automation AG
Otto Ficker GmbH
Blessof GmbH
Diakonie Stetten e. V.
Zieglersche Anstalten e.V.
EUWAX AG
BOERSE-STUTTGART Holding GmbH (seit 17.12.2007)

Hans-Peter Bruker
Mitglied des Aufsichtsrats seit 01.08.2007
Geschäftsführer der BCM Bruker Capital Management GmbH
Vorstandssprecher der EUWAX Broker AG bis 30.09.1999
Vorsitzender des Aufsichtsrats bis 18.07.2003

Kuratorium Vereinigung Baden-Württembergische
Wertpapierbörse e.V.
EUWAX AG
BOERSE-STUTTGART Holding GmbH (seit 17.12.2007)

Thomas Munz
Mitglied des Aufsichtsrats seit 01.08.2007
Mitglied des Vorstands der
Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V.

Baden-Württembergische Wertpapierbörse GmbH
EUWAX AG
(Mitglied des Aufsichtsrats seit 17.01.2007)
BOERSE-STUTTGART Holding GmbH (seit 17.12.2007)

Mit Wirkung zum Ende des 31.07.2007 sind folgende Aufsichtsratsmitglieder form- und fristgerecht gem. § 8 Abs. 5 der Satzung der BOERSE-STUTTGART AG als Mitglied des Aufsichtsrats ausgeschieden:

Dr. Paul Wick

Baden-Württembergische Investmentgesellschaft mbH
(Mitglied des Aufsichtsrats seit 01.11.2007)

Christoph Lampert
CEO Citigroup KAG bis 31.12.2007

Citigroup Holding
(Direktor bis 31.12.2007)
Citigroup Europe Operating committees
(Mitglied bis 31.12.2007)
Pensionsanlageausschuss der Citigroup Deutschland
(Vorsitzender bis 31.12.2007)
Mitglied der Börsenrates der BOERSE-STUTTGART AG
(Mitglied bis 31.12.2007)

Herbert Pfennig
Stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der Frankfurter Sparkasse; Treasury, Unternehmenskunden und Firmenkunden

Frankfurter Bankgesellschaft AG
(Vorsitzender des Aufsichtsrats)
Corpus Immobiliengruppe GmbH & Co. KG
(Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats)
Deutsche Factoring Bank GmbH & Co
(Mitglied des Aufsichtsrats)
Innovectis Gesellschaft für Innovations-Dienstleistungen mbH
(Mitglied des Aufsichtsrats)

Der Aufsichtsrat erhielt im Berichtsjahr eine Vergütung in Höhe von 75 T€ (Vorjahr 75 T€).

31. Haftungsverhältnisse

Die BOERSE-STUTTGART AG verpflichtet sich zur Einräumung einer Kreditlinie von bis zu 37 Mio. € gegenüber der BOERSE-STUTTGART Holding GmbH (Weisung vom 07.02.2008 an den Vorstand der BOERSE-STUTTGART AG gem. § 308 AktG).

Des Weiteren hat die BOERSE-STUTTGART AG im Spaltungs- und Übernahmevertrag gegenüber der Baden-Württembergische Wertpapierbörse GmbH zugesichert, im Falle einer Liquiditätskrise dieser finanzielle Mittel zuzuführen.

32. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die BOERSE-STUTTGART AG ist in den Jahren 2007 bis 2013 aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von T€ 10.389, aus Leitungsverträgen in Höhe von 988 T€, aus Lizenzen in Höhe von 907 T€, aus Online-Kooperationen in Höhe von 862 T€, aus Wartungsverträgen in Höhe von 795 T€, aus dem Betrieb der Webseite in Höhe von 348 T€ und aus Verträgen mit Datenlieferungen von 141 T€ verpflichtet.

33. Konzernverhältnisse

Die BOERSE-STUTTGART AG wird in den befreienden Konzernabschluss der Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V., Stuttgart, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

34. Veröffentlichung nach § 20 Abs. 6 AktG

Die BOERSE-STUTTGART Holding GmbH hat der BOERSE-STUTTGART AG am 28. Dezember 2007 nach § 20 Abs. 1, Abs. 3 und Abs. 4 AktG Folgendes mitgeteilt:

"Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 20 Abs. 1 AktG mit, dass der BOERSE-STUTTGART Holding GmbH seit 28. Dezember 2007 mehr als der vierte Teil der Aktien an der BOERSE-STUTTGART AG gehört. Die Beteiligung nach Satz 1 wird von der BOERSE-STUTTGART Holding GmbH unmittelbar gehalten, sodass ihr mehr als der vierte Teil der Aktien an der beorsestuttgart AG ohne Hinzurechnung von Aktien im Sinne von § 20 Abs. 2 AktG unmittelbar gehört (vgl. § 20 Abs. 3 AktG). Weiter teilen wir Ihnen gemäß § 20 Abs. 4 AktG mit, dass der BOERSE-STUTTGART Holding GmbH seit 28. Dezember 2007 unmittelbar eine Mehrheitsbeteiligung an der BOERSE-STUTTGART AG gehört."

Die Mitteilung wurde im elektronischen Bundesanzeiger am 4. Januar 2008 veröffentlicht.

 

Stuttgart, 09. April 2008

Der BOERSE-STUTTGART AG

Dr. Christoph Mura, Der Vorstand

Entwicklung des Anlagevermögens 2007

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Anschaffungs- Zugänge Abgänge Umbuchung
kosten
01.01.2007
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.755.995,62 632.409,89 205.680,63 48.400,00
2. Geleistete Anzahlungen 48.400,00 0,00 0,00 -48.400,00
3.804.395,62 632.409,89 205.680,63 0,00
II. Sachanlagen
- ) Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.956.231,34 1.946.332,33 229.944,97 0,00
10.956.231,34 1.946.332,33 229.944,97 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.788.857,66 0,00 530.382,23 0,00
2. Beteiligungen 571.428,00 0,00 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 38.165.324,40 1.512.150,00 9.490.890,00 0,00
41.525.610,06 1.512.150,00 10.021.272,23 0,00
56.286.237,02 4.090.892,22 10.456.897,83 0,00
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Anschaffungs- Abschreibungen Zuschreibungen Zugänge
kosten
31.12.2007 01.01.2007
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.231.124,88 2.907.530,62 0,00 574.854,59
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
4.231.124,88 2.907.530,62 0,00 574.854,59
II. Sachanlagen
- ) Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.672.618,70 7.407.627,34 0,00 1.513.797,33
12.672.618,70 7.407.627,34 0,00 1.513.797,33
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.258.475,43 1.468.368,06 0,00 0,00
2. Beteiligungen 571.428,00 371.428,00 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 30.186.584,40 31.505,00 0,00 858.325,72
33.016.487,83 1.871.301,06 0,00 858.325,72
49.920.231,41 12.186.459,02 0,00 2.946.977,64
scroll
Abgänge Abschreibungen Buchwert Buchwert
31.12.2007 31.12.2007 31.12.2006
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 205.680,63 3.276.704,58 954.420,30 848.465,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 48.400,00
205.680,63 3.276.704,58 954.420,30 896.865,00
II. Sachanlagen
- ) Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 128.325,97 8.793.098,70 3.879.520,00 3.548.604,00
128.325,97 8.793.098,70 3.879.520,00 3.548.604,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 261.368,06 1.207.000,00 1.051.475,43 1.320.489,60
2. Beteiligungen 0,00 371.428,00 200.000,00 200.000,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 889.830,72 29.296.753,68 38.133.819,40
261.368,06 2.468.258,72 30.548.229,11 39.654.309,00
595.374,66 14.538.062,00 35.382.169,41 44.099.778,00

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der BOERSE-STUTTGART AG, Stuttgart, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Stuttgart, 9. April 2008

Ernst & Young AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Prof. Dr. Caduff, Wirtschaftsprüfer

Bolle, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats zum Geschäftsjahr 2007 der BOERSE-STUTTGART AG

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2007 den Vorstand bei der Führung des Unternehmens beraten und überwacht. In insgesamt vier gemeinsamen Sitzungen haben Vorstand und Aufsichtsrat die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft, grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik, die Unternehmensplanung, die Erreichung der Planziele sowie zahlreiche Einzelthemen und Projektvorhaben ausführlich erörtert. Neben dem regelmäßigen Informationsaustausch im Rahmen der Sitzungen standen der Vorsitzende des Aufsichtsrats sowie der stellvertretende Vorsitzende in regelmäßigem Dialog mit dem Vorstand.

Auf diese Weise war der Aufsichtsrat in die wesentlichen Entwicklungen und Entscheidungen eingebunden und verfügte über den Wissensstand, dessen er zur sachgerechten Wahrnehmung seiner Aufgaben bedurfte.

Schwerpunktmäßig hat sich der Aufsichtsrat im abgelaufenen Geschäftsjahr mit dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der BOERSE-STUTTGART Holding GmbH und den Umstrukturierungen am Börsenplatz beschäftigt.

Außer auf den Sitzungen wurden auch verschiedene Aufsichtsratsbeschlüsse im schriftlichen Umlaufverfahren herbeigeführt. Inhalte waren beispielsweise Beschlussfassungen über diverse IT-Projektmaßnahmen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr gab es im Aufsichtsrat der BOERSE-STUTTGART AG folgende personelle Veränderungen.

Die Herren Dr. Paul Wick, Christoph Lampert sowie Herbert Pfennig haben mit Wirkung zum 31.07.2007 das Amt als Mitglied des Aufsichtsrats niedergelegt.

Neben Herrn Thomas Munz, Vorstand der Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V., sind Hans-Peter Bruker, Geschäftsführer der BCM Bruker Capital Management GmbH, sowie Dr. Jan Wittig, Rechtsanwalt, am 01.08.2007 als neue Aufsichtsratsmitglieder bestellt worden. Ebenso ist seit dem 01.08.2007 Herr Holger P. Härter, Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der Porsche Automobil Holding SE und Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Mitglied und seit dem 03.12.2007 Vorsitzender des Aufsichtsrats. Im Zuge dessen wurde Herr Horst Marschall, Mitglied des Vorstands der Baden-Württembergischen Bank, am 03.12.2007 zum Stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats ernannt.

In seiner Sitzung am 30.04.2008 hat der Aufsichtsrat in Anwesenheit des von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfers Ernst & Young AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007 ausführlich behandelt. Der Abschlussprüfer hat über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet sowie ausführliche Erläuterungen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft gegeben.

Der Prüfungsbericht mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk liegt vor. Der Aufsichtsrat erklärt, dass nach abschließendem Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen zu erheben sind und er den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss billigt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinnes schließt sich der Aufsichtsrat an.

Der Aufsichtsrat hat ferner gem. § 314 Abs. 2 AktG den vom Vorstand gem. § 312 AktG erstellten und vorgelegten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft und für in Ordnung befunden.

Die Prüfung durch den Abschlussprüfer ergab keine Beanstandungen. Über das Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts wurde folgender uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt:

„ Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht

unangemessen hoch war und

3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen.“

Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung sind keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen zu erheben.

 

Stuttgart, den 30.04.2008

Für den Aufsichtsrat:

Holger P. Härter, Vorsitzender

Gewinnverwendungsbeschluss

Dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat entsprechend hat die ordentliche Hauptversammlung am 26.05.2008 beschlossen, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2007 in Höhe von EUR 3.891.334,60 vollständig in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen.

 

Boerse - Stuttgart AG

Dr. Christoph Mura, Vorstand

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

59 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
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