Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 721848
Eingetragen
17.1.2008
Branche
Großhandel mit Bergwerks-, Bau- und BaustoffmaschinenGroßhandel mit sonstigen MaschinenVermietung von Baumaschinen und -geräten
Gegenstand
Handel (An- und Verkauf sowie Vermietung) mit und die Reparatur von Baumaschinen, Materialumschlagmaschinen für Bau- und Baunebengewerbe sowie für Hafen, Recycling, Schrott und Holzbearbeitung, die Übernahme von Vertretungen, von Beratungen und sonstigen Dienstleistungen auf diesem Gebiet, ferner der An- und Verkauf aller mit diesen Maschinen zusammenhängenden Hilfsstoffe, Zubehör und Ersatzteile

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

Kiesel Ost GmbH

Baienfurt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012

Bilanz zum 31. Dezember 2012

AKTIVA

EUR EUR EUR Vorjahr
TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäftswert 190.075,00 4
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen. Betriebs- und Geschäftsausstattung 302.151,00 281
2. geleistete Anzahlungen 0,00 200
302.151,00 481
492.226,00 485
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 1.875.456,00 1.969
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstande
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.766.603,99 2.841
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.102.446,40 317
3. sonstige Vermögensgegenstände 107.558,25 17
2.976.608,64 3.175
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 29.020,82 27
4.881.085,46 5.171
5.373.311,46 5.656

PASSIVA

EUR EUR Vorjahr
TEUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 1.100.000,00 1.100
II. Gewinnvortrag 2.811.277,03 1.832
III. Jahresüberschuss 506.706,19 980
4.417.983,22 3.912
B. RÜCKSTELLUNGEN 634.904,00 611
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 209.287,84 356
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 30.302,14 2
3. sonstige Verbindlichkeiten 80.834,26 775
davon aus Steuern: EUR 65.381,38 (Vj. TEUR 735,47)
320.424,24 1.133
5.373.311,46 5.656

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2012

EUR EUR EUR Vorjahr
TEUR
1. Rohergebnis 5.593.539,71 5.258
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.396.824,43 1.913
b) soziale Abgaben 438.932,44 331
2.835.756,87 2.244
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstande des Anlagevermögens und Sachanlagen 132.052,99 129
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.861.325,27 1.420
4.829.135,13 3.793
764.404,58 1.465
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 49.681,69 29
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 3.160,34 (Vj. TEUR 1,03)
davon Erträge aus der Abzinsung: EUR 45.900,00 (Vj. TEUR 25,00)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 47.613,47 78
davon an verbundene Unternehmen: EUR 34.184,03 (Vj. TEUR 60,98)
2.068,22 - 49
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 766.472,80 1.416
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 242.322,25 426
9. sonstige Steuern 17.444,36 11
10. Jahresüberschuss 506.706,19 979

Anhang 2012

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Es kommt sowohl die lineare als auch die degressive Methode zur Anwendung.

Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen zeitanteilig zum Zugangsdatum.

Im Geschäftsjahr zugegangene geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten im Einzelwert bis EUR 150,00 werden sofort als Aufwand erfasst. Bei Zugängen mit Anschaffungskosten über EUR 150,00 bis EUR 410,00 wird von dem Wahlrecht gemäß § 6 Abs. 2 EStG Gebrauch gemacht. Hiernach werden Vermögensgegenstände im Jahr ihres Zugangs voll abgeschrieben; ihr Abgang wird im Zugangsjahr unterstellt.

Bei den Vorräten werden die Handelswaren zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte an Kreditinstitute im vollen Umfang sicherungsübereignet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angaben der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt.

Die ausgewiesenen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR Vorjahr
TEUR
Personalbereich 132,20 192,42
Vertriebsbereich 386,60 221,70
übrige 57,80 71,90
576,60 486,02

Die Rückstellungen im Personalbereich werden im Wesentlichen für Provisions-, Urlaubsund Überstundenansprüche sowie fur Beiträge zur Berufsgenossenschaft und Tantiemen gebildet.

Die Rückstellungen im Vertriebsbereich betreffen die Garantierückstellung mit TEUR 59,00 (Vj TEUR 60,00), sowie die Rückstellung für Rücknahmeverpflichtungen mit TEUR 327,60 (Vj TEUR 161,70).

Die übrigen Rückstellungen werden für Prüflings- und Beratungskosten TEUR 14,60 (Vj TEUR 14,60), für ausstehende Eingangsrechnungen TEUR 16,00 (Vj TEUR 30,20) und für Verwaltungskosten TEUR 27,20 (Vj TEUR 27,10) gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel in TEUR im Einzelnen dargestellt:

Gesamtbetrag
TEUR
Restlaufzeit
bis l Jahr
TEUR
über 1 - 5 Jahre
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 209,29 209,29 0,00 0,00
(Vorjahr) (356,15) (356,15) (0,00) (0,00)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 30,30 30,30 0,00 0,00
(Vorjahr) (1,51) 0,51) (0,00) (0,00)
3. sonstige Verbindlichkeiten 80,83 80,83 0,00 0,00
(Vorjahr) (775,62) (775,62) (0,00) (0,00)
320,42 320,42 0,00 0,00
(Vorjahr) (1.133,28) (1.133,28) (0,00) (0,00)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignungen der finanzierten Baumaschinen, Abtretung der Mietpreisforderungen und durch Abtretungen der Forderungen aus dem Verkauf und der Reparatur von Baumaschinen gesichert.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die branchenüblichen Eigentums vorbehalte.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen TEUR 30,30 (Vj TEUR 1,51) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Haftungsverhältnisse

Aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten (gleichzeitig Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen) TEUR 86.335,87.

sämtlich zugunsten verbundener Unternehmen

davon durch Globalzession aus Warenlieferungen und Leistungen und Sicherungsübereignung der Vorräte gesichert TEUR 3.814,75.

Die Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit dieser Verbindlichkeiten schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor.

sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den Haftungsverhältnissen bestehen in Höhe von TEUR 5.168,08 sonstige finanzielle Verpflichtungen (davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 2.359,98). Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

gesamt
TEUR
Restlaufzeit
bis 1 Jahr
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
Zahlungsverpflichtungen aus Leasingverträgen 2.703,35 1.732,66 0,00
Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen 2.464,73 405,49 0,00
Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen 0,00 0,00 0,00
5.168,08 2.138,15 0,00

Die Leasingverträge für gewisse Bau - und Umschlagmaschinen wurden zu Finanzierungszwecken abgeschlossen.

Die Mietverhältnisse sind auf bestimmte Zeit, teilweise mit Verlängerungsoptionen geschlossen. Die vereinbarte Laufzeit beträgt seit Abschluss der Miet - Pachtverträge zwischen 2 und 12 Jahre.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

sonstige betriebliche Aufwendungen

Dieser Sammelposten enthält insbesondere Raumkosten, Versicherungen und Beiträge, Verwaltungs- und Vertriebskosten sowie sonstige Personalkosten und sonstige Betriebskosten.

Die aperiodischen Erträge und Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR
aperiodische Erträge
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 25
Erträge aus dem Abgang von Anlagegütern 5
sonstige 14
aperiodische Aufwendungen
Verluste aus dem Abgang von Anlagegütern 1
sonstige 0

Geschäftsführung

Als Geschäftsführer sind im Geschäftsjahr bestellt:

 

Herr Toni Kiesel, Dipl.-Betriebswirt (FH), (Kaufmann)

 

Herr Joachim Kiesel (Kaufmann).

Ist nur ein Geschäftsführer vorhanden, so vertritt dieser die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer gemeinschaftlich oder durch einen Geschäftsführer in Gemeinschaft mit einem Prokuristen vertreten.

Herr Toni Kiesel ist einzelvertretungsberechtigt. Er ist befugt die Gesellschaft bei der Vornahme von Rechtsgeschäften mit sich selbst oder als Vertreter eines Dritten uneingeschränkt zu vertreten.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter beträgt:

gewerbliche Arbeitnehmer 26,25
Angestellte 35,25
61,50
Auszubildende 0,75
62,25

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft wird als Tochterunternehmen in einen Konzernabschluss einbezogen. Die Muttergesellschaft des größten Konsolidierungskreises ist die Kiesel GmbH, Baienfurt.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Ergebnis in Höhe von EUR 3.317.983,22 das sich aus dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 2.811.277,03 und dem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 506.706,19 zusammensetzt, auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Baienfurt, 24. Juli 2013

Kiesel Ost GmbH

Dipl.-Betriebswirt (FH) Toni Kiesel

Joachim Kiesel

Entwicklung des Anlagevermögens Kiesel Ost GmbH im Jahr 2012

Anschaffungskosten
01.01.
EUR
Zugänge U = Umbuchungen
EUR
Abgänge U = Umbuchungen
EUR
31.12.
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäftswert 12.782,30 0,00
U=200.000,00
0,00
U=0,00
212.782,30
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 815.326,54 164.428,99 123.437,68 856.317,85
2. geleistete Anzahlungen 200.000,00 0,00
U=0,00
0,00
U=200.000,00
0,00
1.015.326,54 164.428,99
U=0,00
123.437,68
U=200.000,00
856.317,85
1.028.108,84 164.428,99
U=200.000,00
123.437,68
U=200.000,00
1.069.100,15
Kumulierte Abschreibungen
01.01.
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäftswert 8.522,30 14.185,00 0,00 22.707,30
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 534.510,54 117.867,99 98.211,68 554.166,85
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
534.510,54 117.867,99 98.211,68 554.166,85
543.032,84 132.052,99 98.211,68 576.874,15
Buchwerte
31.12.
EUR
01.01.
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäftswert 190.075,00 4.260,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 302.151,00 280.816,00
2. geleistete Anzahlungen 0,00 200.000,00
302.151,00 480.816,00
492.226,00 485.076,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012

der Kiesel Ost GmbH, in Baienfurt

INHALT

1.

Darstellung des Geschäftsverlaufs

2.

Darstellung der Lage der Gesellschaft

3.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

4.

Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft mit Chancen und Risiken

1. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1.1 Entwicklung der Branche

Nach einem sehr guten Jahr 2011 konnten die deutschen Baumaschinenhändler und -Vermieter laut einer bbi-Umfrage unter den bedeutendsten Branchenunternehmen auch im Jahr 2012 leichte Umsatzzuwächse erwirtschaften. So betrug die Umsatzsteigerung insgesamt gut 1,5 % und lag damit etwas unter den Anfang des Jahres 2012 geäußerten Erwartungen der Branchenunternehmen. Auffällig bei den Meldungen war die große Spanne der Angaben: Während die Hälfte der Unternehmen Zuwächse erwirtschaftete, gaben jeweils ein Viertel der Befragten Umsatzrückgänge bzw. eine Stagnation der Umsatzzahlen an.

Erfreulich waren, den Befragten zufolge, die Umsatzentwicklungen bei den Neumaschinen für den Hochbau mit einem Zuwachs von 5 % im vergangenen Jahr. Demgegenüber konnten bei den Neumaschinen für den Tief- und Straßenbau keine Zugewinne erzielt werden, die Umsätze stagnierten hier auf dem Niveau des zugegebenermaßen guten Vorjahres, insgesamt erreichten die Konjunkturtestteilnehmer mit neuen Baumaschinen und Baugeräten um 1 % höhere Umsätze als im Vorjahr.

Ein ähnliches Bild zeigt sich auch bei den Ergebnissen für Gebrauchtmaschinen: Hier konnten die Händler 2012 im Vergleich zum Vorjahr ein Umsatzplus von gut 1,5 % erwirtschaften. Höhere Zuwächse konnten zum Teil wegen fehlender geeigneter Gebrauchtmaschinen nicht realisiert werden. Hinzu kam, dass einige der bisher wichtigen Absatzländer 2012 weiterhin stark von der Finanzkrise betroffen waren und der Handel mit ihnen dadurch einbrach. Im Teilehandel gab es 2012 eine Stagnation auf dem Niveau von 2011. Leichte Steigerungen des Umsatzes um jeweils gut 2,5 % konnten sowohl in der Vermietung als auch im Technischen Service realisiert werden. Der Branchenumsatz erreichte damit einen Wert von 5,916 Mrd. EUR (2011: 5,829 Mrd. EUR).

Umsatzentwicklung 2012 / Umsatzprognose 2013 im Baumaschinen- und Baugerätehandel (in % gegenüber Vorjahr)

2012 2013
Gesamtumsatz + 1,5 ± 0
Baumaschinen/ Baugeräte (neu): Gesamt + 1 - 2
davon Hochbau + 5 + 1
davon Tief- und Straßenbau ± 0 - 4
Gebrauchtmaschinen Gesamt + 1,5 ± 0
Vermietung + 2,5 + 2
Technischer Service + 2,5 + 1
Teile ± 0 ± 0

1.2 Umsatzentwicklung

Die Kiesel Ost GmbH ist in folgenden Geschäftsfeldern tätig:

Baumaschinen für die Bauhauptgewerbe und -nebengewerbe

Umschlagmaschinen

für den Umschlag von Industriegütern, Schrott, Recyclingmaterial, Abfall, Holz sowie Hafenumschlag

Vermietung

Technik und Service

Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.404 bzw. 7,9 % auf TEUR 32.915 (2011: TEUR 30.511).

Grundsätzlich alle Bereiche des Unternehmens wiesen ein Umsatzwachstum aus und konnten somit zum positiven Geschäftsergebnis beitragen.

Die Entwicklung des Unternehmens ist insgesamt als gut zu beurteilen.

1.3 Geschäftsergebnis

Das Geschäftsergebnis belief sich auf TEUR 507.

1.4 Beschaffungsbereich

Im Beschaffungsbereich gab es keine Lieferengpässe.

1.5 Investitionen

In 2012 wurden Ersatzbeschaffungen in normalem Umfang getätigt.

1.6 Personal- und Sozialbereich

Durch die Übernahme des Betriebsteil Baumaschinen der Bausetra Potsdamer Baumaschinen- und Nutzfahrzeug-Service GmbH zum 01. Januar 2013 hat sich die Mitarbeiterzahl im Vergleich zum Vorjahr erhöht und führte zusammen mit dem leistungs- und ergebnisorientierten Anstieg variabler Vergütungsanteile zu einer Steigerung des Personalaufwandes. Die Personalkostenquote erhöhte sich im Vergleich zu 2011.

1.7 Kostenstruktur

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen i.e.S. haben sich um TEUR 437 erhöht, was auf die Kosten für den zusätzlichen Standort in Potsdam zurückzuführen ist. Prozentual zum Umsatz sind diese Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls gestiegen.

2. Darstellung der Lage der Gesellschaft

In der Region Kiesel Ost haben wir unser strategisches Ziel erreicht und bieten unseren Kunden ein flächendeckendes Vertriebs- und Servicenetzwerk an.

2.1 Vermögenslage

Das Eigenkapital hat sich durch den Jahresüberschuss auf TEUR 4.418 erhöht. Die Eigenkapitalquote erhöht sich auf 82,2 %. Die Eigenkapitalrentabilität ist auf 11,5 % zurückgegangen.

2.2 Finanzlage

Der cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit i.e.S. hat sich von TEUR 1.111 in 2011 auf TEUR 887 in 2012 vermindert. Dies ist hauptsächlich auf den Rückgang des Periodenergebnisses von TEUR 979 in 2011 auf TEUR 507 in 2012 zurückzuführen.

2.3 Ertragslage

Das Jahresergebnis hat sich von TEUR 979 im Vorjahr auf TEUR 507 im laufenden Jahr vermindert. Die Integration der neuen Niederlassung in Potsdam in die Organisation der Kiesel Ost GmbH hat das Ergebnis belastet.

3. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres, die Einfluss auf den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2012 haben, sind nicht eingetreten.

4. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft mit Chancen und Risiken

Das Risikomanagement als Führungsinstrument und das Erkennen und Beeinflussen von Einzelrisiken ebenso wie die Nutzung von Chancen haben im Unternehmen einen hohen Stellenwert. Das Risikomanagement wurde in den vergangenen Jahren den wachsenden Anforderungen angepasst und laufend verbessert. Kern des Risikomanagements ist ein detailliertes Planungs- und Berichtswesen. Den Schwerpunkt bildet das monatliche Controlling der wesentlichen Kennzahlen zum Geschäftsverlauf. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei Risiken in den das Handelsgeschäft prägenden Vorräten und Forderungen. Risiken, die den Fortbestand der Kiesel Ost GmbH gefährden könnten, bestanden weder im Berichtszeitraum, noch sind sie derzeit für die Zukunft erkennbar.

Durch das breite Spektrum der Branchen und Aktivitäten, in denen die Kiesel Ost GmbH engagiert ist, ergibt sich eine Streuung der gesamtwirtschaftlichen wie auch branchenbezogenen Risiken. Dem Risiko der grundsätzlich volatilen deutschen Bauwirtschaft wird mit einem laufend verbesserten Leistungsangebot, sowie einer Ausweitung des Produkt-Portfolios begegnet.

Die Gewinnung, Integration und langfristige Bindung von qualifizierten Fach- und Führungskräften sind für die Kiesel Ost GmbH das Fundament des Unternehmenserfolges. Neuen Mitarbeitern werden die Ziele und Strategie des Unternehmens in mehrtägigen Einführungsveranstaltungen näher gebracht. Detaillierte Einarbeitungspläne sichern die schrittweise Integration ins Unternehmen. Die Kiesel-Akademie steht für Qualität im Bereich Aus- und Weiterbildung mit strategisch ausgerichteten Qualifizierungsmaßnahmen. Das hohe Niveau der Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern bei technischen und kaufmännischen Schulungen, Vertriebstrainings, Förderprogrammen für Nachwuchskräfte und Vertiefung des Managementwissens für Führungskräfte wird weiter ausgebaut.

In 2013 wird unsere e-learning Plattform um weitere Inhalte ergänzt und ermöglicht individuelles, zeit- und ortsunabhängiges Lernen für alle Mitarbeiter. Es stehen zahlreiche Lerninhalte für verschiedene Mitarbeitergruppen zur Verfügung. Im Bereich Weiterbildung setzten wir auf blended learning, einer Mischung aus Präsenzveranstaltungen und Online-Lernen und versuchen somit die jeweiligen Vorteile der beiden Formen zu nutzen und miteinander zu kombinieren.

Unsere Social Media Präsenz mit eigenen Auftritten bei Facebook, Twitter, YouTube, Xing, Wikipedia und Google+ verbessert die Kommunikation über unser Unternehmen, und hilft dabei unsere Produkte und Dienstleistungen professionell zu präsentieren.

Die finanziellen Risiken sollen durch eine angestrebte Eigenkapitalquote von 25 Prozent und darüber begrenzt werden. Die Bonitätsprüfung der Kunden wird online oder telefonisch in Zusammenarbeit mit Auskunfteien laufend aktualisiert, der Forderungseinzug mit einem effizienten Mahnwesen und der Einschaltung von Inkassoinstituten konsequent gehandhabt. Zur Absicherung der finanziellen Folgen von großen Haftungsrisiken und hohen Schadensfällen sind Versicherungen abgeschlossen, deren Deckungsumfang regelmäßig überprüft wird.

Prognose

Laut der bbi-Umfrage fallen die Umsatzerwartungen der Händler und Vermieter von Baumaschinen in Bezug auf das Jahr 2013 sehr verhalten aus. So rechnen die Befragten insgesamt mit einer Stagnation des Gesamtumsatzes, gehen aber für die einzelnen Bereiche zum Teil sogar von Umsatzeinbußen aus.

Erwartet werden Rückgänge von -2 % im Neumaschinengeschäft insgesamt und Einbußen von bis zu -4 % bei den Neumaschinen für den Tief- und Straßenbau. Bei den Neumaschinen für den Hochbau und beim Technischen Service wird dagegen mit einem leichten Plus von 1 % gerechnet. Für das Gebrauchtmaschinengeschäft und das Teilegeschäft erwarten die Teilnehmer eine Stagnation der Umsätze, die Aussichten für die Vermietung werden mit einem voraussichtlichen Plus von 2 % etwas positiver eingeschätzt.

Um weiter erfolgreich am Markt tätig zu sein, werden wir unsere klare strategische Ausrichtung mit der Fokussierung auf unsere Geschäftsfelder Baumaschinen, Materialumschlagmaschinen, Gebrauchtmaschinen und Technik / Service fortsetzen. Unser Ziel ist durch Spezialisierung in diesen Bereichen und mit einem Dienstleistungsangebot, das an die Kundenbedürfnisse angepasst ist, unsere Marktposition weiter auszubauen.

Im Bereich Baumaschinen rechnen wir mit stagnierenden Umsätzen. Der lang anhaltende Winter führte im ersten Quartal zu Umsatzrückgängen. Die Bauma im April wirkte sehr positiv und belebend, doch wird es schwierig sein, die Einbrüche zu Jahresbeginn über das Jahr hinaus zu kompensieren, vor allem in den Segmenten Straßenbau- und Erdbewegungsmaschinen. Generell geht die Tendenz im Bereich Bau weg von Infrastrukturmaßnahmen hin zu lokalem Industrie- und Hausbau. Damit einhergehend ist ein Trend zu kompakteren Maschinen zu beobachten.

Unsere etablierte Vertriebs- und Servicestruktur bietet uns sehr gute Voraussetzungen um die geplanten Marktanteile zu erzielen. Als Exklusivpartner von Hitachi, innovativer Partner für Branchen-Systemlosungen und Anbieter von Kunden-Speziallösungen bieten wir entscheidende Wettbewerbsvorteile. Zusätzlich ergänzen neue Marken das Produktangebot: die schweren Gewinnungsmaschinen von Terex, die Multifunktionsmaschinen von Mecalac und die Kiesel Kompaktradlader auf Giant-Basis. Dadurch verstärken wir uns speziell im Bereich Kompaktmaschinen und kommen so unserem Ziel des Komplettanbieters, des Anbieters von Systemlösungen, noch näher. Mit spezialisierten Produkten, die zur Optimierung von Prozessen beitragen, können Arbeitsabläufe optimiert und Kosten gespart werden.

Der Bereich Umschlagmaschinen ist abhängig von der Preisentwicklung der Rohstoffmärkte, die sich unmittelbar auf das Investitionsverhalten der Branchen Schrottumschlag und Recycling auswirkt. Wir rechnen in diesem Bereich mit einer Seitwärtsbewegung der Rohstoffmärkte und einer damit verbundenen leicht rückläufigen Investitionsbereitschaft unserer Kunden.

Die Einbettung in das nationale Konzept der Kiesel GmbH erweist sich als vorteilhaft, vor allem unser Kiesel Produkt Engineering für innovative Praxis-Lösungen bietet unseren Kunden passgenaue Lösungen und damit einen hohen Mehrwert.

Weiter im Focus steht der konsequente Ausbau des Dienstleistungsangebotes an die Kundenbedürfnisse. Mit einem breiten Spektrum an Dienstleistungen und unseren Spezialisten-Teams bieten wir den Kunden einen echten Mehrwert und stellen wertorientiertes Wachstum in den Mittelpunkt.

Im Bereich Technik / Service erwarten wir leichte Umsatzsteigerungen. Auch hier wirkt sich das nationale Konzept der Kiesel GmbH positiv aus. Zur Verbesserung der Servicequalität wurde Mitte 2012 auf 13.000 qm Grundfläche unser Logistikzentrum in Stockstadt bei Frankfurt in Betrieb genommen. Mit über 45.000 lagernden Artikel und Arbeit im Zweischicht-Betrieb werden die Teileverfügbarkeit und die Reaktionszeit im Servicebereich über alle vertretenen Hersteller hinweg in 2013 weiter verbessert.

Im Rahmen des IT-Netzwerk der Kiesel-Unternehmensgruppe soll das Netzwerk der Kiesel Ost GmbH unter Berücksichtigung aktueller IT-Sicherheitskriterien weiter ausgebaut und verbessert werden. Ziel ist es den Vertrieb wirkungsvoll zu steuern und die Effizienz der Arbeitsabläufe zu erhöhen. Verbesserte Datenkommunikation und Informationsflüsse auf der Basis einer geschützten Kommunikationslösung schaffen die Grundlage für weitere Leistungssteigerungen.

 

Baienfurt, 24. Juli 2013

Kiesel Ost GmbH

Gez. Toni Kiesel, Geschäftsführer

Gez. Joachim Kiesel, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK

" Ich habe den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Kiesel Ost GmbH, Baienfurt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Ich habe meine Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet.

Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar."

 

Friedrichshafen, 24. Juli 2013

Dipl. oec. Christoph Kübler, Wirtschaftsprüfer

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