BfW - Bank für Wohnungswirtschaft AG
Selbe AdresseKreditinstitute des Sparkassensektors
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bruno Denis Armando Bartolomei seit 8.3.2019 | Geschäftsführer |
Arndt Harry Freytag seit 8.3.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
SOCOMEC S.A.S. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SOCOMEC GmbHMannheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die SOCOMEC GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der SOCOMEC GmbH, Mannheim - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SOCOMEC GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Mannheim, 23. Juli 2024 EY
GmbH & Co. KG
Hellmich, Wirtschaftsprüfer Janzen, Wirtschaftsprüferin Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
ANHANG 2023I. ALLGEMEINE ANGABEN Der Jahresabschluss der SOCOMEC GmbH, Mannheim, für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches über den Jahresabschluss von mittelgroßen Kapitalgesellschaften sowie den relevanten Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 1 HGB) gegliedert. Die SOCOMEC GmbH hat ihren Sitz in Mannheim und ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Mannheim unter der Nummer HR B 7046 eingetragen. II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Sachanlagen Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Anschaffungskosten umfassen auch die einzeln zurechenbaren Anschaffungsnebenkosten und nachträgliche Anschaffungskosten. Anschaffungskostenminderungen wurden abgesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen ermitteln sich durch gleichmäßige Verteilung der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten über die voraussichtliche Nutzungsdauer der einzelnen Gegenstände (lineare Abschreibung). Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00, die ab dem 1. Januar 2018 zugegangen sind, werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Für bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, die im Zeitraum 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 zugegangen sind mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250,00 aber nicht mehr als EUR 1.000,00, wurde ein Sammelposten gebildet und linear über 5 Jahre abgeschrieben. Finanzanlagen Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Ausleihungen sind auf den Barwert abgezinst. Vorräte Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Tagespreise am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu ihrem Nennwert abzüglich angemessener Einzelwertberichtigungen angesetzt. Die Abschätzung der Bildung von Einzelwertberichtigungen ist ermessensbehaftet. Guthaben bei Kreditinstituten Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen Bei der Bildung der Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen; sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Der unternehmensindividuelle Steuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Fremdwährungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenverzeichnis als Anlage 3 zu diesem Anhang dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Beträge in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr TEUR 0) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Es bestehen keine Forderungen gegen Gesellschafter. Latente Steuern Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge liegen zum Stichtag nicht vor. Rückstellungen Die Steuerrückstellung beinhaltet die voraussichtlich anfallende Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer der Veranlagungsjahre 2021 bis 2023 abzüglich der bereits geleisteten Vorauszahlungen. Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Personalkosten, ausstehende Rechnungen, Kundenboni, Gewährleistungen sowie Prozessrisiken. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten enthalten wie im Vorjahr ausschließlich Beträge mit Fälligkeiten bis zu einem Jahr, Besicherungen liegen nicht vor. Zur Deckung eines nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrages wurden der Gesellschaft in den Jahren 1992 bis 2004 Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt TEUR 6.287 erlassen, die wiederaufleben, wenn es die wirtschaftliche Situation der Gesellschaft erlaubt. Im Geschäftsjahr 2023 sind Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.162 wiederaufgelebt, was zu einem entsprechenden außergewöhnlichen Aufwand in der Berichtsperiode geführt hat. Die noch nicht wiederaufgelebten Verbindlichkeiten belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 683 (Vorjahr TEUR 1.845). Zum 31. Dezember 2023 bestehen gem. § 285 Nr. 15a HGB zwei Besserungsscheine. Mitzugehörigkeitsvermerk Im Posten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind TEUR 5.364 (Vorjahr TEUR 2.953) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und TEUR 1.162 (Vorjahr TEUR 1.567) sonstige Verbindlichkeiten enthalten. Die in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthaltenen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betragen TEUR 6.129 (Vorjahr TEUR 3.641). Anteilsbesitzliste
Sonstige betriebliche Erträge und sonstige betriebliche Aufwendungen Es bestehen keine Erträge oder Aufwendungen aus der Währungsumrechnung. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind keine Steueraufwendungen/-erträge enthalten, welche sich aus dem Mindeststeuergesetz oder vergleichbaren ausländischen Mindeststeuergesetzen für das Geschäftsjahr ergeben. IV. SONSTIGE ANGABEN 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen im Sinne von § 285 Nr. 3a HGB aus den folgenden Sachverhalten: Verpflichtungen bei Wiederaufleben eines Forderungsverzichts mit
2. Geschäftsführung Geschäftsführer waren während des Geschäftsjahres: Herr Arndt Harry Freytag (geschäftsführender Direktor) Herr Bruno Denis Armando Bartolomei (Bereichsleiter für die Region Nord-, Zentral- und Osteuropa) 3. Weitere Angaben a) Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Angabe hinsichtlich der Höhe der gewährten Gesamtbezüge von der Gesellschaft an die amtierende Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2023 wird aufgrund von § 286 Absatz 4 HGB unterlassen, da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhält. b) Anzahl der Mitarbeiter Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter betrug während des Geschäftsjahres: Angestellte 74 (Vorjahr 72). c) ErgebnisverwendungsvorschlagEs wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. d) Abschlussprüferhonorar Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 32 für Abschlussprüfungsleistungen. Andere Bestätigungsleistungen, Steuerberatungsleistungen oder sonstige Leistungen wurden im Geschäftsjahr nicht erbracht. e) Konzernzugehörigkeit Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der SOCOMEC S.A.S., Benfeld/Frankreich, einbezogen. Dieser wird in elektronischer Form unter www.inforgreffe.fr veröffentlicht. f) Ereignisse nach dem Stichtag Es sind uns keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres bekannt geworden, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage hätten.
Mannheim, den 23. Juli 2024 SOCOMEC GmbH Die Geschäftsführung Arndt Harry Freytag Bruno Denis Armando Bartolomei Entwicklung des Anlagevermögens 2023
LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023I. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Socomec-Gruppe ist Spezialist in der Herstellung und Vermarktung von Schaltgeräten, Unterbrechungsfreien Stromversorgungen und Energiemessgeräten im Niederspannungsbereich. Neben der Herstellung einer Vielzahl von Produkten ist Socomec-Gruppe Anbieter von Service-Dienstleistungen zur Inbetriebsetzung, Instandhaltung, Störungsbehebung und speziellen Dienstleistungen im Umfeld der gesicherten Stromversorgung. Die Socomec GmbH übernimmt im Konzernverbund den Vertrieb und den Service der weltweit hergestellten Socomec-Produkte in Deutschland und Österreich. Dabei bedient Socomec GmbH vor allem Endkunden, OEM-Partner, Distributoren und spezialisierte Wiederverkäufer. 2. Ziele und Strategien Die Socomec-Gruppe bietet eine breite Palette von Produkten, Lösungen und Dienstleistungskonzepten, die ständig verbessert und weiterentwickelt werden. Die Mitarbeiter von Socomec GmbH sind daher in den vier bedeutenden Technologien federführend, die eine hochverfügbare Stromversorgung kritischer Anlagen und Gebäude gewährleisten können:
Die Strategische Ausrichtung des Unternehmens beinhaltet drei maßgebliche Säulen:
Das in Deutschland angestrebte Umsatzziel für 2023 von EUR 30 Mio. haben wir mit EUR 37 Mio. deutlich übertroffen. Für das Geschäftsjahr 2024 streben wir in Deutschland ein Umsatzziel von EUR 44 Mio. an. II. WIRTSCHAFTSBERICHT 1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Im Jahr 2023 betrug das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands rund EUR 4,12 Billionen, nominal ist das Bruttoinlandsprodukt also kräftig gestiegen. Dies liegt allerdings in der Inflation begründet, preisbereinigt ist die deutsche Wirtschaft im letzten Jahr in eine Rezession gerutscht, das reale Bruttoinlandsprodukt sank gegenüber dem Vorjahr um 0,3%. Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine, die steigenden Energiepreisen und die Rekordinflation fiel die ökonomische Regeneration im Jahr 2022 jedoch geringer aus, im Jahr 2023 kam es nun sogar zu einer Rezession. Weltweit stiegen die Preise, insbesondere für Energie und Rohstoffe, was wiederum zu Kostensteigerungen in nahezu allen Bereichen der Wirtschaft verursachte. Die Inflation stieg rasant an und lag im Jahresdurchschnitt in 2023 bei 5,9%. Neben den Energiekosten sorgte vor allem der Anstieg der Lebensmittelpreise für höhere Ausgaben. Das Konsumverhalten privater Haushalte in Deutschland war stark von der hohen Inflation beeinflusst, wobei sich die Konsumausgaben in den verschiedenen Sektoren unterschiedlich entwickelten. Zu diesen Faktoren kommen die zur Inflationsbekämpfung von der Europäischen Zentralbank durchgeführten Zinserhöhungen. Ende Oktober 2022 hat die EZB den Leitzins auf 2% erhöht und im Mai 2023 auf 3,75%. Die Erhöhung der Leitzinsen trugen zur weiteren Nachfragedämmung und zu Kostensteigerungen bei Investitionsentscheidungen bei. Laut der Prognose der Bundesregierung wird das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2024 lediglich um 0,2% im Vergleich zum Vorjahr wachsen. Damit befände sich Deutschland in einer Stagnation. Die Regierung rechnet für das Jahr 2024 mit einer erheblich schwächeren Entwicklung der Wirtschaftsleistung als noch im Herbst 2023 und korrigierte die Prognose um 1,1 Prozentpunkte deutlich nach unten. Die Auswirkungen der ansteigenden Preise im Energiesegment und allgemein der hohen Inflation sowie die allgemeine weltwirtschaftliche Schwäche, unter anderem bedingt durch die Folgen des Krieges in der Ukraine, belasten die deutsche Wirtschaft deutlich stärker als noch vor sechs Monaten angenommen. Auch für das kommende Jahr 2025 wurde die Prognose nach unten korrigiert. Die Bruttoanlageinvestitionen in Deutschland betrugen EUR 904,21 Mrd. gegenüber EUR 856,19 Mrd. in 2022 ;( +5,6%), davon Ausrüstungsinvestitionen EUR 275,47 Mrd. (2022: 253,36 Mrd. EUR; +8,7%). Dabei nimmt die Zahl der Rechenzentren - unseren Hauptkunden - rapide zu. Laut Schätzungen des Branchenverbands Bitkom wird der Umsatz mit Datacenter-Dienstleistungen in Deutschland bis 2025 auf insgesamt 12,9 Mrd. Euro steigen. Dies entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 9,6%. Durch die Digitalisierung steigt die Nachfrage nach Cloud-Computing-Diensten und damit einhergehend nimmt die Verlagerung von Unternehmensdaten in die Cloud massiv zu. Wachstumstreiber sind auch die Regulierungen des Energieeinspeisungsgesetzes. 2. Geschäftsverlauf und Lage Der Vertrieb der Produkte und Leistungen durch Socomec GmbH erfolgt überwiegend in Deutschland und typischerweise an in Deutschland ansässige Unternehmen. Socomec GmbH hat sich in einem mittlerweile wieder entspannten Umfeld behaupten können. Der Umsatz der Socomec GmbH lag mit rd. EUR 36,7 Mio. um 37,5% über dem Vorjahreswert (EUR 26,7 Mio.). Hierbei ist zu berücksichtigen, dass Aufträge in der Größenordnung von EUR 1,5 Mio. aus dem Vorjahr erst im Jahr 2023 umgesetzt wurden. Der Materialaufwand ist um EUR 8,3 Mio. gestiegen. Die Materialeinsatzquote stieg von 68,8% auf 72,5%. Dies erklärt sich aus der Veränderung des Leistungsmix. In der hohen Materialeinsatzquote drückt sich auch aus, dass Fertigungen ausschließlich im Werk der französischen Muttergesellschaft erfolgen und der Rohertrag der Gesellschaft sich neben den Serviceleistungen nur aus der Handelsmarge zusammensetzt. Absolut stieg der Materialaufwand auf EUR 26,7 (Vorjahr EUR 18,4 Mio.). Die Bruttomarge beträgt EUR 10,1 Mio. (Vorjahr EUR 8,3 Mio.). Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um 6,5% auf EUR 6,0 Mio. erhöht. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter stieg im Berichtsjahr auf 74 (Vorjahr 72). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind ohne außergewöhnliche Aufwendungen, insbesondere periodenfremde Aufwendungen um TEUR 417 angestiegen. Der Anstieg betrifft im Wesentlichen KFZ Leasing, Lizenzen und Messekosten. Das Ergebnis vor Steuern und vor den außergewöhnlichen Aufwendungen aus dem Aufleben erlassener Verbindlichkeiten konnte um TEUR 926 auf EUR 1,3 Mio. gesteigert werden und übersteigt damit die Prognose von einem Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahres. Die Steigerung resultiert insbesondere aus den höheren Umsatzerlösen im Geschäftsjahr 2023. In Höhe von EUR 1,1 Mio. (Vorjahr EUR 0,2 Mio.) sind Aufwendungen aus der Realisierung von Besserungsscheinen aus früheren Forderungsverzichten enthalten. Vor Ertragsteuern weist die Gesellschaft wie im Vorjahr einen Betrag in Höhe von TEUR 85 aus. Die Bilanzsumme hat sich um EUR 2,5 Mio. auf EUR 10,8 Mio. erhöht. Der Anstieg geht wesentlich auf eine stichtagsbedingte Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den Anstieg der liquiden Mittel zurück. Auf der Kapitalseite resultiert der Anstieg im Wesentlichen aus einem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und aus Umsatzsteuerverbindlichkeiten. Das Eigenkapital hat sich durch den Jahresüberschuss erhöht und um eine Gewinnausschüttung vermindert. Der Cash flow hat sich wie folgt entwickelt:
Der laufende Cashflow wird wesentlich beeinflusst durch die stichtagsbedingten Zunahmen der Liefer- und Leistungsforderungen sowie die der aus Lieferungen und Leistungen beruhenden Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Investitionen des Vorjahres beinhalten in Höhe von TEUR 214 die Übernahme der restlichen Anteile an einem assoziierten Unternehmen in Österreich. In dem Cashflow der Finanzierungstätigkeit sind neben Gewinnausschüttungen auch die Forderungen aus der Realisierung von Besserungsscheinen aus früheren Forderungsverzichten enthalten. Der Auftragseingang im Geschäftsjahr 2023 lag mit EUR 41,5 Mio. um EUR 9,4 Mio. über dem Vorjahreswert von EUR 32,1 Mio. Zum Ende des Geschäftsjahres beträgt der Auftragsbestand EUR 17,7 Mio. (Vj. EUR 11,7 Mio.) Wesentliche Steuerungsgrößen der Gesellschaft sind die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Steuern und vor den außergewöhnlichen Aufwendungen aus dem Aufleben erlassener Verbindlichkeiten. Die Umsatzerlöse in Höhe von EUR 36,7 Mio. lagen um etwa mehr als EUR 7 Mio. über dem Prognosewert. Insgesamt kann der Geschäftsverlauf als zufriedenstellend angesehen werden. III. CHANCEN UND RISIKEN Chancen liegen in der Marktentwicklung für unterbrechungsfreie Stromversorgungen. Die Entwicklung des Marktes für unterbrechungsfreie Stromversorgungen (USV) hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die technologische Innovation, die Nachfrage nach zuverlässiger Stromversorgung in verschiedenen Sektoren wie IT, Telekommunikation, Gesundheitswesen, Industrie und anderen, sowie globale wirtschaftliche Trends. Die Größe des Marktes für unterbrechungsfreie Stromversorgung wird im Jahr 2024 auf 11,72 Milliarden US-Dollar geschätzt und soll bis 2029 14,30 Milliarden US-Dollar erreichen, was einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 4,05 % im Prognosezeitraum (2024-2029) entspricht. Energiespeicherlösungen spielen in der gewerblichen Wirtschaft eine immer größere Rolle. Für den Zeitraum 2022 bis 2030 liegen die jährlichen Wachstumsraten im globalen Markt für Lithium-Ionen-Batterien bei 18%. Während der Markt in 2022 eine Größe von rd. 54 Mrd. US-Dollar betrug, wird sich das Volumen bis 2030 auf rd. 183 Mrd. US-Dollar entwickeln. Unsere Anlagen liefern wir größtenteils in Deutschland. Die Socomec GmbH hat ein Risiko- und Managementsystem eingerichtet. Das Risikomanagement ist die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken. Hierbei werden bestehende Risiken analysiert und bewertet. Über die Risikosituation wird die Geschäftsführung zeitnah und regelmäßig informiert. Die Gesellschaft wird konzernintern, im Wesentlichen als Vertriebsgesellschaft geführt, akquiriert eigenständig Aufträge und führt eigenständig Wartungsverträge durch. Die Entwicklung der Gesellschaft ist damit eng verbunden mit der Strategie und der Produktpalette des Konzerns. Der Konzern setzt auf ein organisches Wachstum mit einer Steigerung der Profitabilität. Das Risiko der von Kunden erwarteten Produktqualität nicht zu entsprechen und den sich daraus ergebenden Garantie-, Gewährleistungs- und Kulanzrisiken wird durch die Muttergesellschaft der Socomec getragen. Forderungsausfallrisiken gehen zu Lasten der Gesellschaft. Diesem Risiko begegnet die Gesellschaft durch Warenkreditversicherungen. Weiterhin werden entsprechende Vorsorgemaßnahmen im Sinne von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen getroffen. Chancen ergeben sich aus der zunehmenden Elektrifizierung, Digitalisierung und Nachhaltigkeitsanforderungen und der erwarteten positiven Entwicklung der Elektro-Technologie-Branche. Risiken ergeben sich aus einer nicht marktgenauen Produktentwicklung. Risiken liegen in den mit der Marktstrategie verbundenen Herausforderungen wie Material- und Komponentenknappheit mit Preissteigerungstendenzen sowie Lieferkettenstörungen, einem starken Wettbewerbsumfeld, einem unter Druck stehenden Arbeitsmarkt sowie Krisenkonflikten wie Kriege oder Pandemien. Dem Fachkräftemangel begegnen wir durch die frühzeitige Einstellung von Auszubildenden, die wir fachlich schulen sowie auch durch Kooperationen z.B. mit der dualen Hochschule Baden-Württemberg in Mannheim. Risiken, die allein oder in Kombination mit anderen Risiken, den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind nicht erkennbar. Noch ist nicht abschätzbar, wie die anhaltende kriegerische Auseinandersetzung in der Ukraine, der sich zuspitzende Nahost-Konflikt sowie die politischen Spannungen zwischen China und Taiwan. Unsere Auftragslage ist weiterhin zufriedenstellend und nach Gesamtwürdigung übersteigen die Chancen die Risiken. Die Risikosituation hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. Risiken, die allein oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind nicht erkennbar. IV. BERICHTERSTSTATTUNG ÜBER DIE VERWENDUNG VON FINANZINTRUMENTEN Zu den genutzten Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Bankguthaben. Forderungsausfälle sind selten, zudem werden die Geschäftsbeziehungen bonitätsgeprüft und regelmäßig nur Kundenaufträge angenommen, wenn entsprechende Deckungszusagen eines Kreditversicherers vorliegen. Im kurzfristigen Bereich erfolgt die Finanzierung im Wesentlichen über die Socomec S.A.S., Benfeld/Frankreich als exklusiver Lieferant. Socomec GmbH ist zudem dem Treasury Management der Socomec S.A.S. angeschlossen. Aus Forderungsverzichten der Vergangenheit bestehen noch Besserungsabreden, die aus zukünftigen Jahresüberschüssen zu bedienen sind. V. PROGNOSEBERICHT Laut Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland in 2024 lediglich um 0,2 % im Vergleich zum Vorjahr wachsen. Für die Gesamtinflationsrate werden für 2024 2,3% und für 2025 1,6% geschätzt. Gleichwohl erwarten wir im Jahr 2024 einen deutlich steigenden Umsatz von rd. EUR 44 Mio. Dabei rechnen wir mit einem betragsmäßig leicht steigenden in der relativen Marge leicht sinkendem Ergebnis vor Steuern und vor außergewöhnlichen Aufwendungen aus dem Aufleben erlassener Verbindlichkeiten.
Mannheim, den 23. Juli 2024 Arndt Harry Freytag |
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