valantic Operations GmbHLiquidiert

Ainmillerstraße 22, 80801 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 237629
Vorher
valantic Operation 2 GmbH
Eingetragen
14.12.2017
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Erwerb, Halten, Verwalten und Verwerten von Beteiligungen an anderen Unternehmen und Gesellschaften sowie Erbringung von Dienstleistungen, insbesondere Beratung, und Geschäftsführungstätigkeiten. Erlaubnispflichtige Tätigkeiten nach dem Gesetz über das Kreditwesen (KWG) und Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) werden nicht ausgeübt.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Karsten Ötschmann
seit 22.7.2021
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Holger Dr. von Daniels
seit 14.12.2017
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

valantic GmbH

München

Konzernbschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2021

Die Geschäftsleitung der valantic GmbH (die "Gesellschaft" bzw. "Mutterunternehmen" oder "valantic") legt hiermit den Konzernlagebericht zusammen mit dem Konzernabschluss (bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzernanhang, Kapitalflussrechnung sowie Konzern-Eigenkapitalspiegel) der Gesellschaft für das zum 31.12.2021 endende Geschäftsjahr vor.

Die Gesellschaft wurde im Januar 2019 mit dem Zweck gegründet, die bestehende valantic Gruppe zu erwerben, die Beteiligungen zu halten und zu verwalten sowie die valantic Gruppe perspektivisch bei der Akquisition weiterer Gesellschaften zu unterstützen.

Darstellung und Entwicklung von Geschäftsverlauf und Lage des Konzerns

Grundlagen des Konzerns

valantic ist ein Beratungsunternehmen im Bereich der digitalen Transformation und Anbieter von Software-Lösungen in diesem Bereich mit regionalem Fokus auf Deutschland, Österreich, Schweiz und seit 2021 auch Niederlande und Portugal und zählt zu den am schnellsten wachsenden Digital Solutions-, Consulting- und Software-Gesellschaften am Markt 1 . Das Unternehmen kombiniert markt- und technologieführende Kompetenz in SAP-Lösungen, Digitalisierung und Financial Services Automation. valantic begleitet seine Kunden dabei vollumfänglich von der Strategie bis zur Umsetzung und hat mit seinem tiefgreifenden Verständnis für die Herausforderungen der digitalen Transformation langjährige Beziehungen zu zahlreichen mittelständischen und großen Unternehmen auf- und ausgebaut. valantic ist an mehreren Standorten in Deutschland, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Portugal und Luxemburg vertreten und hat darüber hinaus noch weitere Near- und Offshorestandorte, welche bei der Bearbeitung von Kundenprojekten einbezogen werden.

Neben dem organischen Wachstum gehört auch das anorganische Wachstum zur Strategie von valantic. Daher wächst die Gruppe auch durch Zukäufe von Unternehmen.

Den Auftakt zu einer ganzen Reihe von erfolgreich umgesetzten Akquisitionen im Geschäftsjahr bildete der Erwerb der verovis GmbH im Juni 2021. verovis ergänzt durch C-Level-Expertise in der Digitalisierung von Finanzprozessen, wie etwa Unternehmenssteuerung, Planung, Konsolidierung und Reporting, das Lösungsportfolio von valantic.

Mit dem ebenfalls im Juni 2021 abgeschlossenen Erwerb der österreichischen proTask IT-Management GmbH konnte die valantic-Gruppe ihre Kapazitäten und Know-How im Bereich SAP Consulting & Services erweitern. proTask bietet ein breites Spektrum von SAP-Dienstleistungen einschließlich 24/7-Hosting der Server, Lizenzen, Consulting, Implementierung, Schulung, SAP-Entwicklung und Schnittstellenprogrammierung.

Der Bereich Digital Strategy & Analytics von valantic konnte mit dem Erwerb der wdp GmbH, einer Strategie- und Umsetzungsberatung für digitale Geschäftsmodelle und digitale Transformation, im Juli 2021 verstärkt werden. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Köln begleitet Unternehmen bei der Digitalisierung ihrer Wertschöpfung, ihrer Produkte, ihrer Prozesse, in M&A-Prozessen sowie bei Reorganisationen.

Durch die Akquisition der Innovative Solutions Media (ISM) B.V. und ihrer Tochterunternehmen im Juli 2021 konnte die CX-Division von valantic ihre Expansion in Europa fortführen und die Geschäftstätigkeit erstmals auf den niederländischen Markt erweitern. ISM ist eine Full-Service-Agentur für Digital-Commerce-Strategie, Online-Marketing und Webshop-Design und bietet Kunden ein vollständig integriertes Leistungsportfolio, das von Digital Commerce Beratung und der Optimierung der Customer Journey bis hin zum optimalen Einsatz von Online-Marketing Channels reicht. Über ein ISM-Tochterunternehmen konnte valantic zugleich Nearshore-Kapazitäten in der Ukraine erschließen.

Mit dem im September 2021 abgeschlossenen Erwerb der SyroCon AG ist valantic nun auch in den Technologiebereichen Industrial Internet of Things (IIoT) und Business Process Management vertreten. Die SyroCon AG bildet gemeinsam mit der valantic Supply Chain Excellence die neue Smart Industries Division, um Kunden bei IIoT-Lösungen und Cloud Strategies sowie E-Mobility und im Bereich des autonomen Fahrens noch stärker zu unterstützen.

Im November wurde mit dem Erwerb der Mehrheit am portugiesischen Unternehmen Abaco Consulting ein großer SAP Gold Partner hinzugewonnen. Abaco beherrscht große Teile des SAP-Portfolios und der damit einhergehenden Technologie-bedingten Business Transformation über alle Geschäftsprozesse hinweg. Hierzu zählen u.a. SAP S/4HANA Core, Finance, Purchasing, Logistics, Extended Warehouse Management und Manufacturing. Damit erhöht valantic die Fähigkeit die hohe Nachfrage in diesem Bereich bedienen zu können. Die Gesellschaft verstärkt die SAP Services Division.

Das stärkste anorganische Wachstum in der Unternehmensgeschichte wurde 2021 durch den Erwerb der Full-Service-Digitalagentur DGTLS GmbH abgeschlossen. Mit Standorten in München, Barcelona, Traunstein und Wien bedient DGTLS den gesamten Lifecycle und Entwicklungszyklus von Web- und Digitalisierungs-Projekten und verstärkt damit ab sofort den Bereich CX.

Neben dem Erwerb von operativen Gesellschaften ist valantic auch bestrebt die eigenen Kapazitäten durch die Rekrutierung von Entwicklern zu erweitern. Zu diesem Zweck hat valantic eine eigene Gesellschaft in Indien gegründet. Darüber hinaus wurde von einem langjährigen valantic-Partner die valantic CX SRL in Rumänien gegründet, an der valantic im November 2021 die Mehrheit übernommen hat. Ende 2021 konnte zudem die Gründung der litauischen valantic LT UAB abgeschlossen werden, die seit Januar 2022 Nearshore-Kapazitäten für die CX-Division bereitstellt.

Bereits seit Ende 2018 gehört die elements.at New Media Solutions GmbH zu valantic. Im Geschäftsjahr konnte die Beteiligung von zuvor 75% auf 100% aufgestockt werden.

Die valantic ist im Rahmen einer 100%tigen Beteiligungskette in den Konzern der VAL TopCo S.à r.l., Senningerberg (LU) eingebunden. valantic ist über den Konzern der VAL TopCo in Finanzierungsvereinbarungen eingebunden und hat aus diesen Darlehen erhalten und Sicherheiten gestellt.

Wirtschaftsbericht

Rahmenbedingungen

Nach einem starken Rückgang des deutschen Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2020 um 4,6% konnte im Jahr 2021 wieder ein Wachstum von 2,7% erzielt werden. Die Entwicklung war dabei nach wie vor durch die COVID-19 Pandemie beeinflusst. Deutschland ist mit einem Anteil von 68% am Gruppenumsatz für valantic der wichtigste Markt. Mit je 10% vom Gruppenumsatz stellen die Schweiz und Österreich den zweit- und drittwichtigsten regionalen Markt für valantic dar.

Wichtiger als das Bruttoinlandsprodukt ist für valantic allerdings die Entwicklung der ITK-Branche (Informationstechnik, Telekomunikation und Consumer Electronis), im speziellen dabei die Entwicklung des Marktes für IT-Services und Software 2 . Dessen Marktvolumen in Deutschland stieg laut Branchenverband BITKOM (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien) im Jahr 2021 um 5,6% an (2020 +0,4%), wobei das Wachstum im Markt für IT-Services mit 3,7% (2020 -2,4%) geringer ausfiel als im Software Markt mit +8% (2020 +5,1%). valantic erzielt den größeren Anteil seiner Umsatzerlöse im IT-Services Markt. Im Jahr 2022 soll der Branchenumsatz dann um 5,9% auf EUR 75,4 Mrd. wachsen, wobei auch hier der Software Markt mit +9% stärker wachsen soll als der IT Services Markt (+3,9%). 3 valantic konnte im Jahr 2021 ein stärkeres Wachstum als der Markt verzeichnen. Auch für das Jahr 2022 erwartet valantic ein Wachstum oberhalb des prognostizierten Marktwachstums.

Geschäftsverlauf

Der valantic-Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2021 eine Gesamtleistung (Umsatzerlöse zzgl. der Bestandsveränderungen) in Höhe von TEUR 216.257 (VJ: TEUR 161.013) und ein (bereinigtes) EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Sondereffekten) von TEUR 30.685 (VJ: TEUR 24.225). Die unterjährig erworbenen Gesellschaften werden dabei zeitanteilig entsprechend ihrer Konzernzugehörigkeit in die Ermittlung mit einbezogen.

In den Sondereffekten werden im Geschäftsjahr die Transaktionskosten dargestellt, welche im Rahmen beabsichtigter, aber nicht durchgeführter Akquisitionen angefallen sind, sowie Personalsonderzahlungen (welche z.B. im Zusammenhang mit den Akquisitionen stehen) und weitere Effekte mit einmaligem oder nicht operativem Charakter. Der Effekt wird bei der Ermittlung der Steuerungskennzahl EBITDA bereinigt, um die Entwicklung der operativen Ertragskraft besser beurteilen zu können. Im Geschäftsjahr 2021 sind dies in Summe Aufwendungen von TEUR 10.285 (VJ: TEUR 2.828).

Deutlich aussagekräftiger für die Leistungsfähigkeit des Konzerns ist die Entwicklung auf Basis von Pro-Forma Werten. Hierzu werden die unterjährig im Geschäftsjahr 2021 erworbenen Gesellschaften ganzjährig in die Betrachtung mit einbezogen. Darüber hinaus erfolgt der Ansatz von wesentlichen Projekten, welche nach deutschen handelsrechtlichen Regeln zu Herstellungskosten bilanziert werden müssen, für die Pro-Forma Darstellung bereits nach dem Projektfortschritt als Umsatzerlöse. Dieser Projektfortschritt ist durch Abrechnungen an den Kunden und erhaltene Anzahlungen von den Kunden auch dokumentiert. Aus rechtlicher Sicht verbleibt hierbei jedoch ein Gesamtfunktionsrisiko, welches das Management durch die Projektverläufe zwar als gering einschätzt, das die (volle) Gewinnrealisierung aber nicht zulässt. Für die Beurteilung der Entwicklung der Leistungsindikatoren Gesamtleistung und (bereinigtes) EBITDA ist diese Darstellung aus Sicht des Managements allerdings zielführender, da so größere Schwankungen im Gewinn, die allein aus dem Zeitpunkt der Fertigstellung von Projekten resultieren, entfallen. Im Jahr 2021 betrug der Effekt aus der vorgezogenen Gewinnrealisierung auf die Gesamtleistung und das EBITDA TEUR 357 (VJ: TEUR 577). Der Effekt aus der ganzjährigen Einbeziehung im Geschäftsjahr neu erworbener Gesellschaften bzw. Geschäftsbetriebe betrug auf die Gesamtleistung TEUR 28.855 (VJ: TEUR 5.701) und auf das EBITDA TEUR 5.904 (VJ: TEUR 925).

Auf Basis der Pro-Forma Darstellung hätte valantic eine Gesamtleistung von TEUR 269.401 (VJ: TEUR 167.693) erzielt. Das EBITDA (adjusted) hätte TEUR 41.776 (VJ: TEUR 25.727) und die EBITDA Marge (adjusted) 15,5% (VJ: 15,3%) betragen. Zudem bilden diese Kennzahlen die Ausgangslage für die zukünftige Ertrags- und Ergebnisfähigkeit der Gruppe, da alle zum 31.12.2021 zum Konzern gehörenden Gesellschaften im Geschäftsjahr 2022 ganzjährig zum Konzernergebnis beitragen werden. Auch für die im Rahmen der Fremdfinanzierung wesentliche Kennzahl Nettoverschuldungsgrad wird auf eine Pro-Forma Darstellung abgestellt.

valantic hat die für das Geschäftsjahr 2021 gesetzten Ziele beim organischen Wachstum von 10% der Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr mit 18% deutlich übertroffen. Auch beim Aufbau neuer Mitarbeiter konnte valantic die gesteckten Ziele übererfüllen. Beim Ergebniswachstum ist kein adäquater Vergleich mit dem ursprünglich gesteckten Ziel möglich, da das überproportional starke anorganische Wachstum im Geschäftsjahr auch größere Auswirkungen auf die Bestandsgruppe hatte.

Die negativen wirtschaftlichen Folgen der Coronapandemie, welche sich im Jahr 2020 speziell auf Kunden aus dem Automotive Sektor und bei den Erlösen aus dem Verkauf eigener Softwarelizenzen im Bereich Supply Chain Management ausgewirkt hatten, konnten im Geschäftsjahr zum Teil aufgehoben werden. So erholten sich die Umsatzerlöse aus dem Verkauf eigener Softwarelizenzen im Bereich Supply Chain Management nahezu wieder auf das Niveau von 2019. Im Bereich der Logistikberatung konnte allerdings keine nachhaltige Trendwende erreicht werden. Die vorhandenen Kapazitäten wurden daher in andere bzw. neue Geschäftsbereiche weiterentwickelt. Die Performance im Geschäftsjahr 2021 ist vor den Hintergründen der anhaltenden COVID-19 Pandemie aber sehr positiv zu sehen, neben einem starken organischen Wachstum auch ein starkes anorganisches Wachstum gelungen ist und somit das Leistungsspektrum der valantic Gruppe weiter ausgebaut werden konnte.

Leistungsindikatoren

valantic verwendet zur Steuerung und Weiterentwicklung der Gruppe verschiedene finanzielle und nicht-finanziellen Leistungsindikatoren. Diese werden für die einzelnen Einheiten sowie für die Gruppe als Ganzes festgelegt und regelmäßig überprüft. Bei den finanziellen Indikatoren wird, neben dem Wachstum der Gesamtleistung, vor allem auch auf die Entwicklung der Rentabilität (EBITDA vor Sondereffekten im Verhältnis zur Gesamtleistung) auf Basis der Pro-Forma Darstellung geachtet. Ziel ist es, neben einem absoluten Wachstum der Kennziffern Gesamtleistung und Ergebnis auch die Rentabilität konstant zu steigern. Dies wird vor allem durch die ständige Überprüfung des angebotenen Leistungsspektrums unterstützt.

Bei den nicht-finanziellen Leistungsindikatoren legt valantic vor allem Wert auf die Mitarbeiterverfügbarkeit und -bindung. Dabei misst das Management die Entwicklung über die Fluktuations- sowie die Einstellungsquote der Mitarbeiter. Die für valantic maßgebliche Fluktuation lag im Geschäftsjahr bei ca. 9% und das Ziel ist es dieses niedrige Niveau auch beizubehalten.

Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2021 hat die valantic-Gruppe das bestehende Produktportfolio weiterentwickelt. Vor allem in den Bereichen Financial Service Automation, Supply Chain Management und den eigenen Lösungen für SAP wurden und werden die bestehenden Lösungen weiterentwickelt und zum Teil auch neue Lösungen entwickelt, um die bestehende Produktpalette zu erweitern und Bestands- wie auch Neukunden in Kombination mit entsprechenden Dienstleistungen zu bedienen. Im Rahmen der Entwicklung greift die Gruppe vor allem auf die internen Fachexperten zurück und unterstützt diese je nach Bedarf durch externe Dienstleister. Hierzu beschäftigte die valantic-Gruppe Ende 2021 ca. 200 Mitarbeiter, welche die Entwicklung der bestehenden, aber auch der neuen eigenen Lösungen vorantreiben.

Auf Konzernebene wurde in die Weiterentwicklung von Banking-Lösungen, die im Rahmen einer Kaufpreisallokation aus 2019 erworben und bewertet wurden, in Höhe von TEUR 2.685 investiert. Angefallene Entwicklungskosten wurden nicht aktiviert. Diese finden sich vor allem in den Personalkosten bzw. den sonstigen betrieblichen Aufwendungen wieder.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Geschäftsführung der valantic beurteilt die wirtschaftliche Lage des Konzerns, trotz der aktuellen Lage rund um die Pandemie und die Ukraine-Krise, positiv. Einen Überblick über die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns geben die Darstellungen und Erläuterungen unter den folgenden Punkten:

Ertragslage

Die Nettoumsatzerlöse des Konzerns betrugen im Geschäftsjahr TEUR 215.326 (VJ: TEUR 158.991). Im Geschäftsjahr wurden Bestandsveränderungen für unfertige Leistungen in Höhe von TEUR 931(VJ: TEUR 2.021) gebildet. Der Anstieg bei den Bestandsveränderungen fällt geringer aus als in den Vorjahren, da im Geschäftsjahr 2021 auch größere Projekte abgeschlossen wurden. Damit lag die Gesamtleistung für das Geschäftsjahr bei TEUR 216.257 (VJ: TEUR 161.013). Zur Aufgliederung des Umsatzes nach Märkten und Geschäftsbereichen verweisen wir auf den Konzernanhang.

Der Personalaufwand im Konzern wird durch variable Erfolgsvergütungen für das Management bzw. die Mitarbeiter wesentlich beeinflusst. Zum Ende des Geschäftsjahres wurden 2.041 Mitarbeiter beschäftigt.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte, Auftragsbestände, erworbene Software, Markennamen sowie weitere Vermögenswerte werden linear abgeschrieben und beeinflussen die Abschreibungen maßgeblich.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bestehen zu einem Großteil aus Mieten und Nebenkosten für Büroraum, Kfz-Kosten, Reisekosten, sowie Beratungskosten.

Das Zinsergebnis besteht zum überwiegenden Teil aus Zinszahlungen für Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstigen Kreditgebern, sowie für endfällige Kreditverbindlichkeiten einschließlich aufgelaufener Zinsen gegen Gesellschafter.

Das Konzernjahresergebnis beträgt TEUR -28.396 (VJ: TEUR -19.357) und wird maßgeblich durch die nicht liquiditätswirksamen Abschreibungen auf Firmenwerte sowie im Rahmen der Erstkonsolidierung aktivierte Vermögenswerte (i.H.v. TEUR 32.966; VJ: TEUR 30.089) beeinflusst.

Finanzlage

Der Finanzmittelfonds (TEUR 14.152; VJ: TEUR 6.913) besteht aus Guthaben bei Banken (TEUR 24.119; VJ: TEUR 17.806), die zum Großteil in Euro gehalten werden, abzüglich in Anspruch genommener Kontokorrentlinien (TEUR 9.967; VJ: TEUR 10.893). Beeinflusst wurde der Finanzmittelfonds neben dem Zufluss aus dem operativen Geschäftsbetrieb (TEUR 22.701) vor allem durch die erheblichen Mittelabflüsse für die Investitionstätigkeit (TEUR 112.146). Dies führte zur Aufnahme weiterer Darlehen zur Finanzierung der Akquisitionen (TEUR 103.096), sowie zu Auszahlung für Zinsen, welche für die Finanzierung der seit 2019 getätigten Zukäufe aufgenommenen Darlehen gegenüber Kreditinstituten und sonstigen Darlehensgebern angefallen sind (TEUR 10.162). Die Zinsen für die Gesellschafterdarlehen sind endfällig und haben im Geschäftsjahr 2021 zu keinen Abflüssen geführt.

In Summe verfügt die Gruppe über ein, für die laufenden Zahlungsverpflichtungen, ausreichendes Maß an liquiden Mitteln sowie der Möglichkeit der weiteren Inanspruchnahme der Kontokorrentlinie. Die zentrale Verfügbarkeit der liquiden Mittel auf Ebene der valantic GmbH wurde durch ein umfangreiches Cash-Pooling System, welches im Jahr 2020 aufgebaut wurde, deutlich erhöht.

Vermögenslage

Im Geschäftsjahr 2021 standen den Investitionen in immaterielles Vermögen und Sachanlagen in Höhe von TEUR 121.163 planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 34.888 gegenüber. Zugänge von Geschäfts- oder Firmenwerten und sonstigen Vermögenswerten resultieren aus der Erstkonsolidierung der im Geschäftsjahr erworbenen Gesellschaften sowie aus Zugängen zu bestehenden Firmenwerten durch nachlaufende Kaufpreisbestandteile. Der Restbuchwert der Geschäfts- oder Firmenwerte steigt auf TEUR 237.760 (VJ: TEUR 148.931) und begründet damit das um 47% gewachsene Bilanzvolumen. Der Anteil langfristig gebundener Vermögensgegenstände an der Bilanzsumme beträgt 75%.

Unter den Vorräten werden im Wesentlichen die zum 31.12.2021 abgegrenzten unfertigen Leistungen gezeigt.

Das Ausfallrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist insgesamt gering, da sich diese zum wesentlichen Teil gegen Großkunden mit einer hohen Bonität richten.

Das Eigenkapital beträgt zum 31.12.2021 TEUR 19.760 (VJ: TEUR 43.203). Maßgeblich wird das Eigenkapital durch den Konzernbilanzverlust vermindert, dessen Ursache die nicht liquiditätswirksamen Abschreibungen auf die Firmenwerte und die im Rahmen der Erstkonsolidierung aufgedeckten immateriellen Vermögensgegenstände sind. Noch aussagekräftiger ist eine Betrachtung des wirtschaftlichen Eigenkapitals als Summe aus bilanziellem Eigenkapital und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern, die mit einer Rangrücktrittserklärung versehen sind. Dieses wirtschaftliche Eigenkapital beträgt zum 31.12.2021 TEUR 118.066 (VJ: TEUR 129.413) und damit 31% der Bilanzsumme.

Die Rückstellungen sind im Vergleich zum 31.12.2020 vor allem durch höhere Rückstellungen für nachlaufende Kaufpreisbestandteile angestiegen. Bis auf einen Anteil von TEUR 21.097 (VJ: TEUR 1.895) sind die sonstigen Rückstellungen kurzfristig fällig.

Von den Verbindlichkeiten sind zum 31.12.2021 TEUR 241.379 zwischen 1 und 5 Jahren fällig und betreffen fast vollständig Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstigen Kreditgebern. Die übrigen Verbindlichkeiten sind kurzfristig. Zum 31.12.2020 waren TEUR 88.178 zwischen 1 und 5 und TEUR 43.768 über 5 Jahren fällig.

Die Bilanzierung der passiven latenten Steuern basiert hauptsächlich auf der Aktivierung von immateriellen Vermögenswerten, welche im Zuge des Erwerbs der valantic und der weiteren Unternehmenskäufe zum beizulegenden Zeitwert angesetzt wurden.

Wesentliche Risiken und Unsicherheiten, Chancenbericht

Risikobericht über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Das Mutterunternehmen wendet konzerneinheitliche Grundsätze für das allgemeine Risikomanagement an und hat Konzernvorschriften für bestimmte Risikobereiche, wie das Wechselkurs-, Kredit- und Liquiditätsrisiko, implementiert.

Die von der Gesellschaft getätigten Käufe erfolgen hauptsächlich in Euro. Daher werden keine Finanzinstrumente zu Hedgingzwecken eingesetzt.

Kreditrisiken ergeben sich weitgehend aus der Konzernfinanzierung, welche zum Erwerb der Unternehmenskäufe aufgenommen wurde. Die Risiken unterliegen einer strengen Kontrolle und Nachverfolgung, da die Gesellschaft über Vorschriften verfügt, mit denen sichergestellt werden soll, dass die Regeln aus dem Kreditvertrag eingehalten werden. Die Gesellschaft erstellt monatlich ein Reporting, welches die Einhaltung der wesentlichen Pflichten und Regeln (z.B. Überwachung der Covenants) beinhaltet. Die Konzernfinanzierung ist langfristig angelegt und ermöglicht der Gesellschaft in den kommenden Jahren das operative Wachstum fortzusetzen. Unterstützt wird dies durch die endfälligen Gesellschafterdarlehen, welche zusätzlich mit einem Rangrücktritt versehen sind.

Aus dem operativen Geschäft bestehen nur unwesentliche Risiken. So zeigt die Fälligkeitsanaylse der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31.12.2021 eine hohe Quote an nicht fälligen bzw. nur im üblichen Bereich überfälligen (bis zu 60 Tagen) offenen Posten (94,7%). Bei den restlichen Posten ist von einer Bezahlung auszugehen bzw. wurde eine entsprechende Wertberichtigung gebildet.

Operationelle Risiken

Die Geschäftsstätigkeit der Gesellschaft kann vor allem durch die Bereitschaft der Kunden zu Investitionen in die Digitalisierung von IT-Systemen und Prozessen beeinflusst werden. Diese werden kontiniuierlich durch ein Monitoring der Vertriebsperformance bzw. der Profitablität der einzelnen Konzerngesellschaften überwacht.

Finanzrisiken

Aus der Verpflichtung zur Bedienung der Fremdfinanzierung bestehen verschiedene Risiken. Zum einen müssen vertraglich vereinbarte Zinszahlungen geleistet werden. Zur jederzeitigen Erfüllung dieser Zahlungsverpflichtungen muss der valantic eine entsprechende Liquidität zur Verfügung stehen. Dies wird durch das Bestehen bzw. den Abschluss neuer Ergebnisabführungsverträge zwischen der valantic und allen wesentlichen Tochtergesellschaften unterstützt. Durch die derzeitige Finanzlage des Unternehmens (Ertragslage, Bestand an liquiden Mitteln und der positive Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit) zeigt sich das Liquiditätsrisiko begrenzt. Das bereits im Geschäftsjahr 2020 bei nahezu allen deutschen Gruppengesellschaften eingeführte flächendeckende Cash-Pooling System führt zu einer hohen Verfügbarkeit der bisher dezentral vorgehaltenen Liquidität auf Ebene der valantic GmbH und wurde im Jahr 2021 um weitere Gruppengesellschaften erweitert. Ferner besteht ein Zinsänderungsrisiko, da der Zins für die Fremdfinanzierungen sich aus einer Zinsmarge sowie dem EURIBOR zusammensetzt. Ein mögliches Risiko aus einem deutlichen Anstieg des EURIBOR wird konstant bewertet und entsprechende Absicherungsmaßnahmen geprüft. Zum 31.12.2021 hat valantic allerdings auf den Abschluss von Zinssicherungen verzichtet.

Durch eine endfällige Tilgungsstruktur kann zudem die operativ erwirtschafte Liquidität zum Großteil in das Wachstum investiert werden.

Ein weiteres Risiko im Zusammenhang mit der Fremdfinanzierung kann sich aus der Nichteinhaltung bzw. Verschlechterung der im Kreditvertrag aufgeführten Finanzkennzahl ergeben. Sowohl zum 31.12.2021, als auch unterjährig, hat die relevante Gruppe allerdings die Finanzkennzahl mit ausreichendem Abstand zu der festgelegten Obergrenze eingehalten. Mit Blick auf die Planungsperiode der nächsten drei Jahre sieht die Geschäftsführung ein niedriges Risiko, da für die Zukunft der einzuhaltende Grenzwert sukzessive absinkt. Allerdings ist die Mittelfristplanbarkeit im Rahmen der aktuellen Krisen schwieriger geworden. Auf Basis der Ende 2021 erstellen Planung werden über die nächsten drei Jahre aber alle Grenzwerte mit ausreichend Abstand eingehalten. Für den Fall von Liquiditätsengpässen steht der Gruppe zudem eine umfangreiche Kontokorrentlinie zur Verfügung. Darüber hinaus besteht bei den Finanzierungspartnern und Gesellschaftern der valantic-Gruppe eine grundsätzliche Bereitschaft, auch für akquisitorisches Wachstum, weiteres Kapital zur Verfügung zu stellen.

Bei der Anlage etwaiger Liquiditätsreserven besteht grundsätzlich das Risiko, dass Anlagen aufgrund der Zahlungsunfähigkeit einer Bank oder anderer Adressen ausfallen. Aus diesem Grund achten die Unternehmen der Gruppe auf eine konservative Anlage der Liquiditätsreserven bei Banken. Zudem dienen diese Mittel als Sicherheiten für die Finanzierung. Eine Anlage in Form von Wertpapieren etc. erfolgt aktuell nicht. Die Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der Gesellschaften ist ein wichtiges Unternehmensziel. Durch das implementierte Cash-Pooling System in Kombination mit einer entsprechenden Liquiditätsplanung und -steuerung werden mögliche Engpässe rechtzeitig transparent gemacht, zum Großteil automatisiert ausgeglichen und bei Bedarf weitere angemessene Schritte ausgelöst. Im Rahmen der Unternehmensplanung wird die Liquiditäts- und Finanzierungslage für den Planungshorizont von drei Jahren prognostiziert. Der kurzfristige Liquiditätsbedarf wird auf Grundlage einer rollierenden Feinplanung abgeschätzt.

Ein Währungsrisiko besteht nur im geringen Ausmaß, da der Großteil der Umsatzerlöse in EUR umgesetzt wird und auch der überwiegende Teil der liquiden Mittel in EUR gehalten wird.

Rechtliche Risiken

Die Gesellschaften übernehmen im Rahmen des operativen Geschäfts in den Verträgen mit ihren Kunden zum Teil vertragliche Haftungen und Gewährleistungen. Diese sind teilweise durch Versicherungen oder Ansprüche gegen Dritte abgedeckt. Für sämtliche Rechtsrisiken und sofern sich aus den vertraglichen Haftungen konkrete Risiken ergeben, werden bei den betreffenden Gesellschaften entsprechende Rückstellungen gebildet. Zudem hat die Gruppe eine umfassenden Versicherungsschutz, welcher konstant auf die Angemessenheit in Bezug auf das operative Geschäft überprüft und bei Bedarf angepasst wird.

Sicherheits- und Umweltrisiken

Die Gesellschaft sieht aus ihrem operativen Geschäftsmodell nur geringe Sicherheits- und Umweltrisiken. Das Ziel ist es solche Vorkommnisse vollständig zu verhindern. Es wurden daher Sicherheitsvorschriften festgelegt, die von allen unseren Mitarbeitern eingehalten werden, damit dieses Ziel erreicht werden kann.

Corporate Governance

Eine gute Corporate Governance gehört zu den zentralen Werten der Gesellschaft. Sie stützt das Bestreben der Gesellschaft nach einer nachhaltigen Zukunft.

Die Geschäftsführung der Gesellschaft bzw. die Geschäftsführung der operativen Einheiten arbeiten gemeinsam daran, die Einhaltung der zentralen Werte innerhalb des gesamten Konzerns zu gewährleisten bzw. diese auch vorzuleben. Zu diesem Zweck wird eine Unternehmenskultur gefördert und unterstützt, die auf höchsten ethischen Standards, internen Kontrollen und der Einhaltung von Rechtsvorschriften aufbaut. Ende 2021 hat valantic auf Gruppenebene einen Code of Conduct und ein ESG-Konzept (Environment - Social - Governance) entwickelt, welche im ersten Halbjahr 2022 für alle Gruppengesellschaften verpflichtend werden.

Risiken aus der COVID-19 Pandemie

Die valantic Gruppe hat auch im Geschäftsjahr die Herausforderungen durch die Pandemie, ähnlich wie im Vorjahr, gut bewältigt und die Maßnahmen wie Homeoffice oder auch Beratung der Kunden ohne vor Ort Tätigkeit fortgesetzt. Auch setzte sich der Trend vieler Unternehmen zur Digitalisierung durch die Pandemie weiter fort (z.B. Investition in Webshops und Digitalisierung von Prozessen etc.). Mit Blick auf das Geschäftsjahr 2022 ist durch die sich abzeichnenden Verbesserungen in der Bewältigung der Pandemie daher nicht mit höheren Risiken als im Geschäftsjahr 2021 zu rechnen. Mittel- und langfristig ist eher mit einer weiteren Verstärkung des Trends zur Digitalisierung von Geschäftsprozessen zu rechnen, welcher wiederum auf den Tätigkeitsbereich der Gruppe einzahlt. Auch sieht valantic dauerhaft ein niedrigeres Nivau an Reisekosten als vor der Pandemie sowie Optimierungsmöglichkeiten bei den Bürokosten im Rahmen eines weiteren Wachstums, bedingt durch flexiblere Arbeitsmodelle.

Risiken aus dem Krieg in der Ukraine

Im Rahmen der Akquisition der ISM Gruppe hat valantic auch einen Standort in Schytomir in der Ukraine erworben. Aktuell werden dort ca. 60 Entwickler beschäftigt, welche ISM bei den Kundenprojekten in den Niederlanden unterstützen. Oberste Priorität hat die Unterstützung der Kollegen und ihrer Familien in der Ukraine. Die geschieht sowohl finanziell als auch durch Hilfsangebote für einen Umzug in die Niederlande oder an andere valantic Standorte. Zum aktuellen Zeitpunkt wird der Betrieb mit leicht reduzierter Kapazität aufrecht erhalten.

Es besteht aber weiterhin ein Risiko, dass die Geschäftstätigkeit des Standorts weiter eingeschränkt wird oder sogar komplett eingestellt werden muss. Zudem verfolgt valantic konstant die Entwicklung der Sanktionsmaßnahmen gegenüber Russland.

Chancenbericht

Neben den bereits dargestellten Risiken bestehen auch Chancen, die über die in der Planung erfasste Geschäftsentwicklung hinausgehen. Die Geschäftsführung sieht diese insbesondere in den folgenden Bereichen:

Mitarbeiter

Durch das Wachstum und den am Markt weiter zunehmenden Bekanntheitsgrad des Brands "valantic" hat sich die Visibilität und Attraktivität der Gruppe stetig erhöht. Die Möglichkeit, den künftigen Erfolg der Gruppe mitgestalten zu können und in einem dynamischen Umfeld mit kurzen Entscheidungswegen und flacher Hierarchie arbeiten zu dürfen, zieht immer mehr Bewerber an. Zudem bietet valantic neuen Mitarbeitern die Möglichkeit an komplexen und herausfordernden Projekten mitarbeiten zu können. Auch investiert valantic konstant in die Weiterbildung und in Führungskonzepte und gewährleistet so, dass sowohl junge als auch langjährige Mitarbeiter sich konstant weiterentwickeln können und der Gruppe somit treu bleiben. Hierzu hat valantic im Jahr 2020 eine interne Akademie gegründet, welche die Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiter unterstützt. Verstärkt wird dieser Effekt durch die langjährige Betriebszugehörigkeit der Führungskräfte. Um auch weiterhin gegen den akuten Fachkräftemangel und den fortschreitenden demographischen Wandel bestehen zu können, ist valantic auch in der Zusammenarbeit mit Hochschulen aktiv, um über Praktika bzw. Traineeprogramme Talente langfristig an valantic zu binden.

Technologien und Märkte

valantic verfügt über umfassendes Know-how insbesondere in Trendtechnologien. Der beschriebene Wandel des IT-Marktes, der sowohl IT-Unternehmen als auch Unternehmen aus klassischen Branchen erfasst, eröffnet ein großes Marktpotential für die Gruppe. Die Expertise in technologischen Themen ermöglicht es den valantic Gruppengesellschaften auch zu neuen Geschäftsfeldern, mit bedeutenden Wachstumspotentialen, einen Zugang zu erlangen. Aber auch der Eintritt in neue Marktsegmente und Regionen durch organisches oder akquisitorisches Wachstum schafft neue Möglichkeiten. Die Gruppe arbeitet konstant auch an verschiedenen IT-Lösungen, welche zukünftig auch zur Ergebniskraft beitragen sollen.

Internationalisierung

Zwar bleiben Deutschland, Österreich und die Schweiz Kernmärkte von valantic, aber mit den erfolgreich umgesetzten Akquisitionen aus 2021 konnten weitere Länder, wie die Niederlande, Portugal, die Ukraine oder Litauen erschlossen werden. Perspektivisch sieht valantic auch in anderen Ländern ein mögliches Wachstumspotential. Speziell im Bereich der eigenen Lösungen eröffnen sich weitere internationale Wachstumschancen. Auch bei der Zusammenarbeit mit Dienstleistern im Near- und Offshorebereich, bzw. der Akquisition weiterer solcher Gesellschaften kann eine Option liegen, das angestrebte Wachstum zu unterstützen und gleichzeitig eine Verbesserung der Marge zu erzielen.

Akquisitionen

Auch im Geschäftsjahr 2022 will valantic durch Akquisitionen wachsen, da diese einen wichtigen Bestandteil der Unternehmensstrategie und -entwicklung darstellen. Neben den beschriebenen Risiken aus Akquisitionen stellen diese aber auch eine erhebliche Chance zur Beschleunigung des Wachstums für den weiteren, gezielten und strategischen Aufbau der Gruppe dar. Der Fokus der Akquisitionstätigkeit richtet sich hierbei auf mittelständische IT-Unternehmen, deren Geschäftsmodell sich in der Vergangenheit bereits bewährt hat, da diese Unternehmen am meisten davon profitieren, sich einer größeren Gruppe anzuschließen.

Prozesse und Systeme

Die stetige Verbesserung der internen Organisation und Zusammenarbeit hat für valantic hohe Priorität. Der Einsatz moderner Systeme und durchdachter Prozesse erlauben es, gruppenübergreifend effizient zusammenarbeiten zu können. Deshalb hat valantic im Geschäftsjahr 2021 den Roll-Out bestehender Systeme vorangetrieben aber auch bestehende Systeme durch neue ersetzt. Die Priorität liegt hierbei auf dem Teilen von Know-how und verfügbaren Ressourcen sowie auf der Intensivierung bestehender und neuer Kundenbeziehungen und dem erfolgreichen Durchführen von Kundenprojekten.

Gesamtbild der Risikolage

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das Gesamtrisiko, dem valantic ausgesetzt ist, unter Berücksichtigung des angewandten Risikomanagements und der positiven Marktbedingungen im Bereich Digitalisierung als begrenzt und überschaubar angesehen werden kann. Allerdings, eine durch die andauernde COVID-19 Pandemie und infolge der Ukraine-Krise verschlechterte gesamtwirtschaftliche Lage, kann diese Beurteilung ändern. Das konzernweite Risikomanagementsystem sowie die damit im Zusammenhang stehenden organisatorischen Maßnahmen erlauben es der Geschäftsführung, Risiken zeitnah zu erkennen, um adäquate Maßnahmen einzuleiten. Bestandsgefährdende Risiken bestehen für die Gruppe nicht.

Das Management sieht valantic für die Zukunft gut aufgestellt. Das Leistungsportfolio wurde im Jahr 2021 nochmals erweitert und ist auf die Bedürfnisse der Kunden im Rahmen der Digitalisierung ausgerichtet und wird durch die flexible Organisationsstruktur unterstützt.

Prognosebericht

Die Geschäftsführung sieht in der aktuellen Entwicklung zur Digitalisierung von Geschäftsprozessen einen wesentlichen Wachstumstreiber für die kommenden Jahre. Diese Entwicklung wurde durch die COVID-19 Pandemie in vielen Branchen nochmals verstärkt, was zu einer Stärkung der strukturellen Wachstumschancen des IT-Consulting und Solutions Markts führt. Speziell im Bereich der Großkunden sieht die Geschäftsführung die Chance für weitere gruppenübergreifende Projekte und damit einen weiteren Ausbau der Cross-Selling Aktivitäten, welcher bereits jetzt konstant gesteigert werden kann. Mögliche Risiken aus der Abhängigkeit von einzelnen Kunden für die Gruppe sind dabei überschaubar. Die Kundenbeziehungen zu Großkunden in der Gruppe sind in der Regel langfristiger Natur. Durch das organische und anorganische Wachstum und den damit einhergehenden Ausbau des Leistungsspektrums verspricht sich die Geschäftsführung zusätzliche Chancen bei der Gewinnung von Großprojekten, aber auch beim Recruiting neuer Mitarbeiter und somit einer Verstärkung des operativen Wachstums.

Die Fragmentierung bei anhaltender Konsolidierung des deutschen IT-Service-Marktes stellt für valantic eine bedeutende Chance dar. Zahlreiche IT-Servicegesellschaften werden von potentiellen Kunden als zu klein angesehen, um als verlässlicher Geschäftspartner mit "Preferred Supplier Status" geführt zu werden. Aus diesem Grund verfolgt valantic das Ziel, durch starkes organisches und anorganisches Wachstum in den kommenden Jahren die erreichte Größe weiter auszubauen, um bei immer mehr internationalen Großkonzernen und führenden Mittelständlern als starker Partner auftreten zu können.

Ziel von valantic ist es, neben einem operativen Wachstum der bestehenden Gruppengesellschaften ein zusätzliches Wachstum durch weitere Akquisitionen zu erreichen. Hierzu führt das Management fortwährend Gespräche mit potentiellen neuen Gruppenunternehmen.

Auf Basis der bestehenden Gruppengesellschaften und der für 2022 erstellten Planung, rechnet die valantic basierend auf den Pro-Forma Zahlen im Geschäftsjahr 2022 mit einer Steigerung der Gesamtleistung von über 10%. Das Ergebnis (EBITDA vor Sondereffekten) soll um ca. 8% gesteigert werden. Die EBITDA-Marge soll dabei im zweistelligen Prozentbereich gehalten werden. Bei den Mitarbeitern sieht die Planung ein ähnliches Wachstum wie bei der Gesamtleistung vor. Durch den Krieg in der Ukraine und noch nicht final abschätzbarer Effekte auf unseren Standort in der Ukraine bzw. die gesamtwirtschaftliche Lage in unseren Zielabsatzmärkten, kann eine Anpassung der Ziele allerdings unterjährig erforderlich sein.

 

München, 5. Mai 2022

Geschäftsführer

Dr. Holger von Daniels

Alexander Diepold

Dr. Sebastian Hauptmann

Joachim Lauterbach

Karsten Ötschmann

1 Lünendonk-Studie 2021: Der Markt für IT-Beratung und IT-Service in Deutschland
2 Definition von valantic für den relevanten Markt; setzt sich aus den gewichteten Werten der Märkte IT Services & Software des Branchenverbands BITKOM zusammen
3 BITKOM, https://www.bitkom.org/Marktdaten/ITK-Konjunktur/ITK-Markt-Deutschland.html

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

31.12.2021
TEUR
31.12.2020
TEUR
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. entgeltlich erworbene Software und gewerbliche Schutzrechte 22.499 27.283
2. Auftragsbestände und Markennamen 15.532 16.437
3. Geschäfts- oder Firmenwerte 237.760 148.931
  275.791 192.651
II. Sachanlagen    
1. Geschäftsausstattung 5.208 4.109
2. geleistete Anzahlungen 72 2
  5.280 4.111
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 1.877 2.273
2. Genossenschaftsanteile 0 0
3. sonstige Ausleihungen 45 0
  1.922 2.273
  282.993 199.035
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1 1
2. unfertige Leistungen 12.094 7.884
3. fertige Erzeugnisse und Waren 18 34
4. geleistete Anzahlungen 17 12
  12.130 7.931
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 47.013 25.453
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.517 1
3. sonstige Vermögensgegenstände 3.841 4.083
  53.371 29.537
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 24.119 17.806
  89.620 55.274
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.313 1.276
  375.926 255.585

Passiva

   
31.12.2021
TEUR
31.12.2020
TEUR
A. Eigenkapital    
I. gezeichnetes Kapital 25 25
II. Kapitalrücklage 83.121 78.482
III. Nicht beherrschende Anteile 1.928 1.342
IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 183 83
V. Konzernbilanzverlust -65.497 -36.729
  19.760 43.203
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 81 636
2. Steuerrückstellungen 6.941 4.944
3. sonstige Rückstellungen 44.555 15.757
  51.577 21.337
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.725 10.893
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 17.347 11.579
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.249 5.048
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 103.358 88.178
5. sonstige Verbindlichkeiten 148.098 60.372
  288.777 176.070
D. Rechnungsabgrenzungsposten 4.753 2.313
E. Passive latente Steuern 11.059 12.662
  375.926 255.585

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

2021
TEUR
2020
TEUR
1. Umsatzerlöse 215.326 158.991
2. Veränderung des Bestandes an fertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen 931 2.022
3. Gesamtleistung 216.257 161.013
4. sonstige betriebliche Erträge 4.093 2.761
5. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren 4.478 2.879
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 31.690 21.357
  36.168 24.236
6. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 112.512 82.428
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 18.356 13.565
  130.868 95.993
7. Abschreibungen    
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 13.420 14.320
b) auf die Geschäfts- oder Firmenwerte 21.467 17.270
  34.887 31.590
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 32.871 22.087
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 88 21
10. Ergebnisse aus assoziierten Unternehmen -396 -568
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 13.349 8.056
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -251 -561
13. Ergebnis nach Steuern -28.352 -19.296
14. sonstige Steuern 44 61
15. Konzernjahresfehlbetrag -28.396 -19.357
16. Nicht beherrschten Anteilen zustehender Gewinn 372 1.241
17. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -36.729 -16.131
18. Konzernbilanzverlust -65.497 -36.729

Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2021

I. Allgemeine Angaben

Angaben zur Identifikation des Mutterunternehmens

Die valantic GmbH hat ihren Sitz in München und ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Registernummer HRB 246035 eingetragen.

Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

Der Konzernabschluss der valantic GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2021 wird unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern) und nach den Vorschriften der §§ 290 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Die Geschäftsführung hat die Auswirkungen von Ereignissen nach dem Abschlussstichtag auf den Konzern und die valantic GmbH bis zum Zeitpunkt der Beendigung der Aufstellung überwacht. Wertaufhellende Ereignisse sind in diesem Abschluss berücksichtigt worden. Auf wesentliche neue (wertbegründende) Ereignisse gehen wir im Nachtragsbericht ein. Bezüglich zukünftiger Risiken verweisen wir auf die Ausführungen im Risikobericht des Lageberichts.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Zur Vergrößerung der Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung werden Davon-Vermerke sowie Angaben, die wahlweise in der Konzernbilanz bzw. der Konzern-Gewinn- oder Verlustrechnung oder im Konzernanhang gemacht werden können, weitestgehend im Konzernanhang gemacht.

Angaben zur Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr

Aufgrund von Zugängen zum Konsolidierungskreis ist die Vergleichbarkeit des Konzernabschlusses mit dem Vorjahresabschluss nicht ohne weiteres gegeben. Die Vergleichbarkeit wird daher durch zusätzliche Angaben im Anhang hergestellt. So werden die Veränderungen des Konsolidierungskreises im Folgenden einzeln aufgeführt. Die Auswirkungen der Änderungen zu den wesentlichen Posten der Konzernbilanz und -GuV sind wie folgt:

Veränderung wesentlicher GuV-Positionen aufgrund von Zugängen zum Konsolidierungskreis in 2021 TEUR
Umsatzerlöse 25.935
Verminderung des Bestandes an unfertigen Leistungen -80
sonstige betriebliche Erträge 2.593
Materialaufwand -7.324
Personalaufwand -11.653
Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.566
EBITDA 5.904
Anstieg wesentlicher Aktiva und Passiva aufgrund von Zugängen zum Konsolidierungskreis in 2021 TEUR
Vorräte 3.194
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 23.319
Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestand 10.864
Rückstellungen 8.744
Verbindlichkeiten 13.257

II. Konsolidierungskreis und Konsolidierungsmethoden

Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst die valantic GmbH und die nachfolgend aufgeführten Tochterunternehmen. Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, auf die die valantic GmbH unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann.

Ein Unternehmen, auf das mittelbar ein maßgeblicher Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik ausgeübt wird, ist als assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode bewertet.

Der Anteilsbesitz ist in nachfolgender Übersicht ersichtlich:

Anteilsbesitz zum 31. Dezember 2021

Nr. Gesellschaft Sitz Anteile am Kapital Währung Erstkonsolidierung
1. valantic GmbH München (DE) 100% EUR  
Unmittelbare Beteiligungen der valantic GmbH          
2. valantic Operations GmbH * München (DE) 100% EUR 31.03.2019
3. valantic Telco Solutions & Services GmbH Siegburg (DE) 100% EUR 31.03.2019
4. valantic Transaction Solutions GmbH ** Magdeburg (DE) 100% EUR 31.03.2019
5. valantic Business Analytics GmbH * Hamburg (DE) 100% EUR 31.03.2019
6. valantic Supply Chain Excellence GmbH * München (DE) 100% EUR 31.03.2019
7. valantic ERP Consulting GmbH * Langenfeld (DE) 100% EUR 31.03.2019
8. INTARGIA Managementberatung GmbH * Dreieich (DE) 100% EUR 31.03.2019
9. elemantic GmbH Salzburg (AT) 100% EUR 31.03.2019
10. valantic CEC Deutschland GmbH * Mannheim (DE) 100% EUR 31.03.2019
11. valantic CEC Schweiz AG St. Gallen (CH) 100% CHF 31.03.2019
12. valantic .more AT GmbH Wien (AT) 100% EUR 31.03.2019
13. valantic people GmbH * Fürth (DE) 100% EUR 30.06.2019
14. Circle Unlimited GmbH Hamburg (DE) 100% EUR 31.12.2020
15. "pro Task" GmbH Dornbirn (AT) 100% EUR 30.06.2021
16. verovis GmbH München (DE) 100% EUR 30.06.2021
17. wdp GmbH Köln (DE) 100% EUR 31.07.2021
18. Innovative Solutions in Media (ISM) B.V. Rotterdam (NL) 92% EUR 31.07.2021
19. SyroCon AG * Eschborn (DE) 100% EUR 30.09.2021
20. valantic consulting India Pvt Ltd Bengaluru (IND) 100% INR 26.10.2021
21. DGTLS GmbH München (DE) 100% EUR 31.12.2021
22. VAR3F - Consultoria Informática e Sistemas, S. A. Porto (PT) 75% EUR 31.12.2021
Mittelbare Beteiligungen über beherrschte Tochterunternehmen          
23. valantic Financial Services GmbH * Frankfurt am Main (DE) 100% EUR 31.03.2019
24. valantic Business Analytics Swiss AG Zürich (CH) 100% CHF 31.03.2019
25. Netz98 GmbH * Mainz (DE) 100% EUR 31.12.2019
26. elements.at New Media Solutions GmbH Salzburg (AT) 100% EUR 31.03.2019
27. Punkt und Komma GmbH Salzburg (AT) 100% EUR 31.03.2019
28. valantic Digital Marketing & CRM GmbH Langenfeld (DE) 75% EUR 31.12.2019
29. Nexus United Srl Iasi (ROU) 97% RON 31.12.2019
30. valantic Romania Srl Iasi (ROU) 90% RON 31.12.2020
31. "pro Task" Consulting GmbH Ulm (DE) 100% EUR 30.06.2021
32. ISM Online Marketing B.V. Rotterdam (NL) 92% EUR 31.07.2021
33. Guilty People B.V. Rotterdam (NL) 92% EUR 31.07.2021
34. ISM UA LLC Zhytomyr (UA) 92% UAH 31.07.2021
35. 2SA, Lda. Porto (PT) 75% EUR 31.12.2021
36. valantic CX SRL Cluj-Napoca (ROU) 76% RON 31.10.2021
37. valantic LT UAB Vilnius (LT) 100% EUR 20.12.2021
Assoziierte Unternehmen (at equity konsolidiert)          
38. pimcore GmbH Salzburg (AT) 25% EUR 31.03.2019

* Diese Gesellschaften nehmen die Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB im Berichtsjahr in Anspruch.

** Diese Gesellschaft nimmt die Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB im Berichtsjahr in Anspruch

und ist zudem durch die Einbeziehung in den Konzernabschluss und Konzernlagebericht der valantic GmbH von der Verpflichtung befreit, selbst einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen.

Im Geschäftsjahr 2021 ergaben sich folgende wesentliche Änderungen im Konsolidierungskreis:

Erwerb sämtlicher Anteile an der verovis GmbH durch die valantic GmbH. Die Erstkonsolidierung wurde auf den 30. Juni 2021 vorgenommen.

Erwerb sämtlicher Anteile an der proTask IT-Management GmbH durch die valantic GmbH. Die Erstkonsolidierung wurde auf den 30. Juni 2021 vorgenommen.

Verschmelzung der proTask IT-Management GmbH auf deren Tochterunternehmen "pro Task" GmbH im Wege eines Down-Stream-Mergers, rückwirkend zum 30. Juni 2021. Mit der Verschmelzung gingen sämtliche Anteile an der pro Task Consulting GmbH auf die "pro Task" GmbH über.

Erwerb sämtlicher Anteile an der wdp GmbH durch die valantic GmbH. Die Erstkonsolidierung wurde auf den 31. Juli 2021 vorgenommen.

Erwerb sämtlicher Anteile an der Innovative Solutions Media (ISM) B.V. durch die valantic GmbH. Die Erstkonsolidierung wurde auf den 31. Juli 2021 vorgenommen. Die Innovative Solutions Media (ISM) B.V. hält sämtliche Anteile an zwei weiteren Gesellschaften in den Niederlanden und einer ukrainischen Gesellschaft.

Veräußerung von insgesamt 7,72% der Anteile am Kapital der Innovative Solutions Media (ISM) B.V. an nicht beherrschende Gesellschafter. Die Veräußerung führte nicht zu einer Veränderung des Status der Innovative Solutions Media (ISM) B.V. als Tochterunternehmen und wurde bilanziell zum 31. Juli 2021 berücksichtigt.

Erwerb sämtlicher Anteile an der LMNTS Enterprises GmbH durch die elemantic GmbH. Die Erstkonsolidierung wurde auf den 31. August 2021 vorgenommen. Rückwirkend zum 31. August 2021 erfolgte die Verschmelzung der LMNTS Enterprises GmbH auf die elemantic GmbH. Zum Vermögen der LMNTS Enterprises GmbH gehörten 25% der Anteile am Kapital der elements.at New Media Solutions GmbH, die durch die Verschmelzung auf die elemantic GmbH übergingen. Damit hält die elemantic GmbH, und mittelbar die valantic GmbH, sämtliche Anteile an Kapital der elements.at New Media Solutions GmbH.

Erwerb sämtlicher Aktien der SyroCon AG durch die valantic GmbH. Die Erstkonsolidierung wurde auf den 30. September 2021 vorgenommen.

Erwerb sämtlicher Anteile an der DGTLS GmbH durch die valantic GmbH. Die Erstkonsolidierung wurde auf den 31. Dezember 2021 vorgenommen.

Erwerb von 75% der Anteile an der VAR3F - CONSULTORIA INFORMÁTICA E SISTEMAS, S.A. ('abaco') durch die valantic GmbH. Die Erstkonsolidierung wurde auf den 31. Dezember 2021 vorgenommen.

Erwerb von 76% der Anteile an der valantic CX SRL durch die valantic CEC Deutschland GmbH. Die Erstkonsolidierung wurde auf den 31. Oktober 2021 vorgenommen.

Gründung der valantic LT UAB durch die valantic CEC Deutschland GmbH. Die Erstkonsolidierung wurde auf den 31. Dezember 2021 vorgenommen.

Gemeinsame Gründung der valantic Consulting IndiaPvt Ltd durch die valantic GmbH und die valantic Operations GmbH. Die Erstkonsolidierung wurde auf den 26. Oktober 2021 vorgenommen.

Konsolidierungsmethoden und Equity-Bewertung

Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen sind auf den Stichtag des Mutterunternehmens (31.12.2021) aufgestellt.

Die Kapitalkonsolidierung (Erstkonsolidierung) wird nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 HGB) vorgenommen. Dabei werden die Anschaffungskosten der Anteile an den einbezogenen Tochterunternehmen mit dem jeweils anteiligen Reinvermögen basierend auf den beizulegenden Zeitwerten der übernommenen Vermögenswerte und Schulden dieser Unternehmen zum Zeitpunkt, zu dem das jeweilige Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, verrechnet.

Die Anschaffungskosten umfassen neben dem Erstkaufpreis auch variable Kaufpreisbestandteile, welche an die Erreichung zukünftiger Ergebnis- bzw. Umsatzziele gekoppelt sind. Die Höhe dieser variablen Kaufpreisbestandteile wird zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung auf Basis von Wahrscheinlichkeitsannahmen bewertet. Darüber hinaus umfassen die Anschaffungskosten sämtliche Kosten, die im direkten Zusammenhang mit dem Anteilserwerb stehen. Akquisitionskosten werden im Aufwand gebucht, sofern sie keine Anschaffungsnebenkosten darstellen. Bei der Neubewertung des Eigenkapitals werden die gesetzlichen Vorschriften sowie die bei der valantic GmbH geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet. Ein positiver Unterschiedsbetrag aus der Verrechnung wird als Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert.

Für Anteile von Minderheitsgesellschaftern an Tochterunternehmen wird im Konzerneigenkapital ein Ausgleichsposten unter der Bezeichnung "Nicht beherrschende Anteile" ausgewiesen.

Die Auf- oder Abstockung von Anteilen an Tochterunternehmen wird jeweils als Erwerbsvorgang abgebildet.

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. Konzerninterne Umsatzerlöse sowie andere Erträge werden mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet. Wesentliche Zwischenergebnisse aus Geschäftsvorfällen zwischen einbezogenen Unternehmen werden eliminiert.

Nach der Equity-Methode werden entsprechend § 312 HGB die Beteiligungen anfangs mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und der Buchwert danach um die dem Konzern anteilig zurechenbaren Eigenkapitalveränderungen des assoziierten Unternehmens korrigiert. Auf die Beteiligung entfallende Gewinnausschüttungen werden abgesetzt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert in der Konzernbilanz und dem anteiligen Eigenkapital wird im Konzernabschluss fortgeführt. Ein darin enthaltener Geschäfts- oder Firmenwert wird über 10 Jahre verteilt. Der Unterschiedsbetrag wird zu dem Zeitpunkt ermittelt, zu dem das Unternehmen assoziiertes Unternehmen geworden ist.

Bei der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse werden alle Vermögenswerte und Schulden, mit Ausnahme des Kapitals, zu Stichtagskursen umgerechnet. Das Kapital wird zu historischen Kursen umgerechnet. Die Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnungen erfolgt mit den monatlichen Durchschnittskursen. Eine sich ergebende Umrechnungsdifferenz wird ergebnisneutral im Eigenkapital im Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Die geringen Währungsumrechnungsdifferenzen im Rahmen der Schuldenkonsolidierung werden ergebniswirksam erfasst. Im Rahmen der Zwischenergebniseliminierung werden vereinfachend keine Umrechnungsdifferenzen ermittelt.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angewendet.

Aktiva

Immaterielle Vermögensgegenstände

a)

Software und gewerbliche Schutzrechte

Entwicklungskosten für selbsterstellte Softwareentwicklungen werden nicht aktiviert.

Entgeltlich von Dritten erworbene Software wird zu Anschaffungskosten aktiviert. Im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbene Software wird mit ihrem Zeitwert im Zeitpunkt der Erstkonsolidierung angesetzt. Die Abschreibung erfolgt jeweils über die betriebsübliche Nutzungsdauer.

b)

Auftragsbestände, Markennamen und sonstige Werte

Diese immateriellen Werte sind im Rahmen von Unternehmenserwerben zugegangen und werden mit ihrem Zeitwert zum Stichtag der Erstkonsolidierung bewertet. Sie werden über ihre betriebsübliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

c)

Geschäfts- oder Firmenwert

Geschäfts- oder Firmenwerte aus dem Erwerb von Tochterunternehmen, wie unter "Kapitalkonsolidierung" beschrieben, werden planmäßig abgeschrieben. Sie werden den erworbenen Unternehmen bzw. Sparten zugeordnet und bei voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßig abgeschrieben.

Die valantic GmbH sieht die Nutzungsdauer bei 10 Jahren, da die erworbenen Gesellschaften eine überdurchschnittliche Markt- und Wettbewerbsposition besitzen. Durch die Implementierung ihrer Produkte bei Kunden mit langfristigen oder sich in der Regel jährlich verlängernden Serviceverträgen gib es eine hohe Sicherheit was zukünftige Einnahmen betrifft. Darüber hinaus haben die erworbenen Gruppengesellschaften durch ihre Positionierung in Themengebieten mit stetig steigenden Anforderungen, wie z.B. der Banken-Regulatorik oder der Dokumentations- und Auskunftspflicht in der Telekommunikationsindustrie eine sehr gute Marktpositionierung. Die langjährige Betriebszugehörigkeit von Schlüsselmitarbeitern und Kompetenzträgern ist ebenfalls ein Grund für die gewählte Abschreibungsdauer.

d)

Abschreibungsmethode und Nutzungsdauern

Immaterielle Vermögenswerte werden linear abgeschrieben, im Zugangsjahr zeitanteilig. Nutzungsdauern:

Software: 3-7 Jahre
Marken: 5 Jahre
Auftragsbestand: 1-5,75 Jahre.
Geschäfts- oder Firmenwerte: 10 Jahre.

Sachanlagen

Die Sachanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, soweit sie abnutzbar sind, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Zugänge werden mit den Anschaffungs- oder den aktivierungspflichtigen Herstellungskosten bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Bei Sachanlagen mit zeitlich begrenzter Nutzung werden lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Für die Schätzung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern werden die landesüblichen steuerlichen Abschreibungstabellen herangezogen und, soweit die dort genannten Nutzungsdauern innerhalb des handelsrechtlich vertretbaren Schätzrahmens liegen, berücksichtigt.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von weniger als EUR 800 werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben.

Soweit notwendig werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Finanzanlagen

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten.

Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet. Diese Unternehmen werden im Zugangszeitpunkt mit ihren Anschaffungskosten bewertet. Sofern ein Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem anteiligen Eigenkapital besteht, der nicht einer bestimmten Kategorie von Aktiva oder Passiva zugerechnet werden kann, wird dieser grundsätzlich abgeschrieben. Der auf die gehaltenen Anteile entfallende Anteil des Ergebnisses der Beteiligung wird in der Folge in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung gesondert ausgewiesen.

Vorräte

Die nicht abgerechneten, in Arbeit befindlichen Aufträge, werden als unfertige Leistungen bilanziert. Erst mit der Übertragung des Risikos auf den Kunden wird der Umsatzerlös gebucht und der Gewinn realisiert. Für abgrenzbare Teilprojekte kann der Umsatzerlös auch früher mit Teilabnahme gebucht werden, wenn kein Gesamtfunktionsrisiko übernommen wird. Die unfertigen Leistungen sind mit einem auf Basis der handelsrechtlichen Herstellungskosten ermittelten Stundensatz bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten die Einzelkosten und die notwendigen, auf den Zeitraum der Herstellung entfallenden Gemeinkosten sowie angemessene Anteile an den allgemeinen Verwaltungskosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Der Grundsatz der verlustfreien Bewertung wird durch einen am Projekterlös orientierte retrograde Bewertung sichergestellt.

Die Bewertung der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. den ggf. niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nominalbeträgen unter Beachtung des Niederstwertprinzips bilanziert.

Flüssige Mittel

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nennwerten bilanziert. Guthaben in fremder Währung werden mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtages umgerechnet.

Passiva

Eigenkapital

Als Gezeichnetes Kapital wird das Stammkapital des Mutterunternehmens zum Nennwert bilanziert. Die Kapitalrücklage enthält sonstige Zuzahlungen der Gesellschafter.

Pensionsrückstellungen und Deckungsvermögen

Für ungewisse Verpflichtungen aus Pensionszusagen werden Rückstellungen gebildet. Bei der Ermittlung des versicherungsmathematischen Passivierungsbetrages wird jeweils die "projected-unit-credit-method" (Anwartschaftsbarwertverfahren) angewendet. Die Abzinsung der Pensionsrückstellungen erfolgt pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Geschäftsjahre bei einer pauschal angenommen Restlaufzeit von 15 Jahren.

Für die Berechnungen des Erfüllungsbetrags wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz: 1,35% bzw. 1,87%
Erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen: 0,00% bzw. 1,75%
Zugrunde gelegte Sterbetafel: Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck

Das Deckungsvermögen enthält Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen, die mit dem von der Versicherung mitgeteilten Aktivwert angesetzt sind, da ein beizulegender Zeitwert nicht verlässlich bestimmt werden kann. Das Deckungsvermögen wird mit dem Bestand an Pensionsverpflichtungen saldiert, zu dessen Erfüllung es gebildet wurde. Die verbleibenden Überhänge werden in den Rückstellungen für Pensionen gezeigt. Die Erträge und Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen werden mit den Ergebniswirkungen aus Aufzinsungen und Änderungen des Rechnungszinses im Finanzergebnis saldiert.

Steuerrückstellungen

Rückstellungen für laufende Steuern werden für die nach den lokalen Steuergesetzen berechneten Verpflichtungen für abgelaufene Geschäftsjahre gebildet. Steuervorauszahlungen werden bei der Berechnung der Rückstellung berücksichtigt.

Sonstige Rückstellungen

Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrages. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten alle bis zur Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Mit ihnen werden Verpflichtungen abgedeckt, die dem Grunde nach erkennbar, aber hinsichtlich ihrer Höhe oder des Zeitpunkts ihres Eintritts unbestimmt sind. Sofern die Restlaufzeit von Rückstellungen über einem Jahr liegt, werden diese mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahren abgezinst.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen bewertet.

Latente Steuern

Latente Steuern werden auf temporäre Differenzen zwischen steuerlichen und handelsrechtlichen Bilanzansätzen angesetzt. Bei der Berechnung wird ein konzerneinheitlicher Durchschnittssteuersatz von 30,0% zugrunde gelegt. Auf Geschäfts- oder Firmenwerte werden grundsätzlich keine latenten Steuern angesetzt. Aktive latente Steuern werden mit passiven latenten Steuern verrechnet.

Fremdwährungsumrechnung

Das Mutterunternehmen sowie die meisten der einbezogenen Tochterunternehmen führen ihre Bücher und Aufzeichnungen in Euro. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden werden bei Zugang mit den Kursen am Transaktionstag eingebucht und zum Devisenkassamittelkurs am Stichtag umgerechnet und die entstehenden Kursdifferenzen in den Erträgen und Aufwendungen abgebildet. § 256a S. 2 HGB wird beachtet.

IV. Erläuterungen der Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und der Abschreibungen sind im folgenden Anlagespiegel dargestellt:

Immaterielle Anlagewerte Entgeltlich erworbene Software und gewerbliche Schutzrechte
TEUR
Kundenbeziehungen, Auftragsbestände und Markennamen
TEUR
Geschäfts- oder Firmenwert
TEUR
Bruttowert zum 01.01.2021 36.612 30.377 177.114
Zugänge zum Konsolidierungskreis 240 5.704 110.296
Zugänge 202 0 0
Abgänge 56 0 0
Währungsdifferenzen 2 0 0
Bruttowert zum 31.12.2021 37.000 36.081 287.409
Kumulierte Wertberichtigungen am 01.01.2021 9.329 13.939 28.182
Zugänge zum Konsolidierungskreis 147 0 0
Zugänge 5.075 6.610 21.467
Abgänge 53 0 0
Währungsdifferenzen 2 0 0
Kumulierte Wertberichtigungen am 31.12.2021 14.501 20.549 49.650
Nettowert am 31.12.2021 22.499 15.532 237.760
Nettowert am 31.12.2020 27.283 16.437 148.931
Sachanlagen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen
Bruttowert zum 01.01.2021 10.684 2
Zugänge zum Konsolidierungskreis 2.773 0
Zugänge 1.831 72
Abgänge 623 0
Umgliederungen 2 -2
Bruttowert zum 31.12.2021 14.693 72
Kumulierte Wertberichtigungen am 01.01.2021 6.576 0
Zugänge zum Konsolidierungskreis 1.745 0
Zugänge 1.735 0
Abgänge 589 0
Kumulierte Wertberichtigungen am 31.12.2021 9.485 0
Nettowert am 31.12.2021 5.208 72
Nettowert am 31.12.2020 4.108 2
Finanzanlagen Anteile an assoziierten Unternehmen
TEUR
Genossenschaftsanteile
TEUR
Sonstige Ausleihungen
TEUR
Bruttowert zum 01.01.2021 2.273 0 0
Zugänge zum Konsolidierungskreis 0 0 45
Zugänge 0 0 0
Abgänge 396 0 0
Bruttowert zum 31.12.2021 1.877 0 45
Kumulierte Wertberichtigungen am 01.01.2021 0 0 0
Zugänge zum Konsolidierungskreis 0 0 0
Zugänge 0 0 0
Abgänge 0 0 0
Kumulierte Wertberichtigungen am 31.12.2021 0 0 0
Nettowert am 31.12.2021 1.877 0 45
Nettowert am 31.12.2020 2.273 0 0

Der Abgang der Anteile an assoziierten Unternehmen von. TEUR 396 (VJ: TEUR 568) beinhalten Ergebnisanteile aus der Fortschreibung des Equity-Wertansatzes von TEUR -172 (VJ: TEUR -344).

Geschäfts- oder Firmenwerte

Die Zugänge zu den Geschäfts- oder Firmenwerten entfallen im Wesentlichen auf die Erstkonsolidierung der im Geschäftsjahr erworbenen Gesellschaft (TEUR 110.296; VJ: TEUR 2.852)

Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden bei entsprechenden Anzeichen gesondert auf außerplanmäßigen Wertminderungsbedarf hin überprüft.

Von den Geschäfts- oder Firmenwerten per 31.12.2021 sind TEUR 235.521 (VJ: TEUR: 146.436) im Rahmen der Kapitalkonsolidierung (Share Deal) und TEUR 2.239 (VJ: TEUR 2.495) aus Erwerben von Geschäftsbetrieben (Asset Deal) entstanden.

Der Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten der Beteiligung und dem anteiligen Eigenkapital der Pimcore GmbH wird nach der kapitalmäßigen Beteiligung am Nennkapital bestimmt. Abweichend vom Gewinnbezugsrecht besteht ein Erlösvorzug in Bezug auf den Liquidationserlös. Der Unterschiedsbetrag entspricht dem vergüteten Firmenwert und beträgt per 31. Dezember 2021 TEUR 1.624 (VJ: EUR 1.848). Auf Anpassungen an einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurde im Rahmen der Equity-Bilanzierung verzichtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben TEUR 830 (VJ: TEUR 0) eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen gegen die Gesellschafterin und betreffen sonstige Vermögensgegenstände.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen aus deutscher Gewerbe- und Körperschaftsteuer, vorwiegend aus Vorauszahlungen in 2021, von TEUR 697 (VJ: TEUR 2.916) enthalten. Daneben werden hier debitorische Kreditoren, Kautionen und im Folgejahr abziehbare Vorsteuer bilanziert. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 1.494 (VJ: TEUR 102) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen von TEUR 296 (VJ: TEUR 151) enthalten, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen.

Eigenkapital

Die Entwicklung des Eigenkapitals ist dem Konzern-Eigenkapitalspiegel zu entnehmen.

Rückstellungen

Die Pensionsrückstellungen belaufen sich auf TEUR 81 (VJ: TEUR 636). Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen beträgt zum 31. Dezember 2021 TEUR 474 (VJ: TEUR 1.241). Das mit dem beizulegenden Zeitwert bewertete mit den Pensionsrückstellungen verrechnete Deckungsvermögen beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 393 (VJ: TEUR 605). Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten.

Bei den Rückstellungen für Altersvorsorgeverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 34 (VJ: TEUR 148).

Unter den sonstigen Rückstellungen (TEUR 44.555; VJ: TEUR 15.757) sind im Wesentlichen Personalrückstellungen, Rückstellungen für Urlaub und Überstunden, Rückstellungen für variable Kaufpreisbestandteile, Rückstellungen für Gewährleistungen, Jahresabschlusskosten, ausstehende Rechnungen und Archivierungskosten bilanziert.

Verbindlichkeiten

Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag davon mit einer Restlauzeit
31.12.2021 (31.12.2020
TEUR
von bis zu einem Jahr
TEUR
von einem bis fünf Jahren
TEUR
von mehr als fünf Jahren
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.725 10.322 403 0
(Vorjahr) (10.893) (10.893) (0) (0)
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 17.347 14.523 2.824 0
(Vorjahr) (11.579) (11.579) (0) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.249 9.249 0 0
(Vorjahr) (5.048) (5.048) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 103.358 0 103.358 0
(Vorjahr) (88.178) (0) (88.178) (0)
sonstige Verbindlichkeiten 148.098 13.304 134.794 0
(Vorjahr) (60.372) (16.604) (0) (43.768)
Gesamt 288.777 47.398 241.379 0
(Vorjahr) (176.070) (44.124) (88.178) (43.768)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen mit TEUR 9.967 (VJ: TEUR 10.893) in Anspruch genommene Kontokorrentlinien.

Die erhaltenen Anzahlungen betreffen in Arbeit befindliche Aufträge.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (zugleich Gesellschafter) in Höhe von TEUR 103.357 (VJ: TEUR 88.178) beziehen sich zu einem Großteil (TEUR 98.306; VJ: TEUR 86.210) auf Darlehen, welche zusätzlich zu den Darlehen gegenüber Kreditinstituten und sonstigen Kreditgebern im Rahmen des Erwerbs der einzelnen operativen Einheiten aufgenommen wurden. Diese sind erstmals wieder zum 27. März 2023 kündbar und verlängern sich jeweils um 1 Jahr. Die Darlehen sind mit einem Rangrücktritt versehen und werden endfällig mit einem Zinssatz von 6% p.a. verzinst. Es handelt sich bei den Verbindlichkeiten um sonstige Verbindlichkeiten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind mit TEUR 135.768 (VJ: TEUR 43.768) Darlehen eines weiteren Kreditgebers (DebtFund) enthalten, welche ebenfalls für die Finanzierung des Erwerbs der valantic GmbH im Jahr 2019 sowie der weiteren Zukäufe in 2020 und 2021 aufgenommen wurden. Darüber hinaus bestehen Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 7.358 (VJ: TEUR 4.015) sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 831 (VJ: TEUR 479). Die sonstigen Verbindlichkeiten aus Steuern und sozialer Sicherheit haben wie im Vorjahr ausnahmslos eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Weiterhin werden hier auch der Höhe nach feststehende Kaufpreiszahlungen für Erwerbe von Unternehmen bilanziert.

Für die bei dem DebtFund aufgenommenen Darlehen sowie die in den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthaltene Kontokorrentlinie wurden die folgenden wesentlichen Sicherheiten bestellt:

Anteilsverpfändung der Anteile an den wesentlichen Tochterunternehmen

Globalzession der Forderungen, Ansprüche und Rechte (einschließlich solcher aus Lieferungen und Leistungen und Versicherungen, Darlehen sowie Unternehmensverträgen) der wesentlichen Tochterunternehmen,

Verpfändung der Guthabenkonten bei Banken der wesentlichen Tochtergesellschaften

Latente Steuern

Die latenten Steuern beruhen im Wesentlichen auf Differenzen aus den im Rahmen der Erstkonsolidierungen vorgenommenen Neubewertungen der immateriellen Vermögensgegenstände sowie aus der Zwischengewinneliminierung.

Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:

Entwicklung der latenten Steuern
(in TEUR)
Buchwert zum 01.01.2021 Zugänge aus Erstkonsolidierung Sonstige Veränderungen im Geschäftsjahr Saldierung aktiver und passiver latenten Steuern Buchwert zum 31.12.2021
Aktive latente Steuern 0 +37 +14 -51 0
Passive latente Steuern 12.662 1.733 -3.387 +51 11.059

V. Erläuterung der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse lassen sich wie folgt aufgliedern:

2021 2020
Land TEUR % TEUR %
Deutschland 146.262 68% 112.670 71%
Österreich 21.374 10% 17.492 11%
Schweiz 20.696 10% 16.797 11%
Niederlande 4.670 2% 498 0%
Tschechien 3.088 1% 2.446 2%
United Kingdom 2.681 1% 2.235 1%
Luxemburg 2.546 1% 1.363 1%
Sonstige 14.009 7% 5.489 3%
Gesamt 215.326 100% 158.991 100%
2021 2020
Division TEUR % TEUR %
Customer Experience 75.318 35% 61.598 39%
SAP Services 42.922 20% 19.282 12%
Financial Service Automation 37.716 18% 40.685 26%
Digital Strategy & Analytics 29.888 14% 19.874 12%
Smart Industries 29.482 14% 17.553 11%
Gesamt 215.326 100% 158.991 100%

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen verrechnete Sachbezüge und Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen enthalten. Die Erträge aus der Währungsumrechnung betragen TEUR 89 (VJ: TEUR 33), die periodenfremden Erträge inklusive Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 800 (VJ: TEUR 254). In diesen ist ein einmaliger Ertrag aus der Auflösung von Pensionsrückstellungen von TEUR 577 enthalten.

Der Personalaufwand beinhaltet Aufwendungen für Altersvorsorge in Höhe von TEUR 1.033 (VJ: TEUR 590). Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 3.581 resultieren aus Sonderboni, die in Zusammenhang mit Transaktionen gewährt wurden.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Kosten für Miete, Reisen, KfZ, Marketing, IT und Lizenzen enthalten. Die periodenfremden Aufwendungen betragen TEUR 88 (VJ: TEUR 34) und Aufwendungen aus Währungsumrechnung ebenfalls TEUR 88 (VJ: TEUR 11). Wesentliche einmalige Kosten betreffen im Geschäftsjahr mit TEUR 1.460 (VJ: TEUR 1.597) Aufwendungen für erfolgte Akquisitionen, welche nicht als Anschaffungskosten aktiviert wurden bzw. für geprüfte aber nicht durchgeführte Akquisitionen sowie einem Buchverlust von TEUR 673 aus dem Verkauf von Anteilen eines Tochterunternehmens an nicht beherrschende Gesellschafter.

Das Ergebnis nach der Equity Methode enthält Aufwand aus der Auflösung des Unterschiedsbetrages in Höhe von TEUR 224 (VJ: TEUR 224). Das Jahresergebnis des assoziierten Unternehmens für das Geschäftsjahr des Konzerns wurde auf der Basis von vorläufigen Zahlen des assoziierten Unternehmens und vor Kürzung von Ertragsteuern berücksichtigt.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen stammen mit TEUR 5.484 (VJ: TEUR 5.174) aus Darlehen von verbundenen Unternehmen, die zugleich Gesellschafter sind. Weitere Zinsen und ähnliche Aufwendungen von TEUR 7.796 (VJ: TEUR 2.654) resultieren aus Bank- bzw. sonstigen Darlehen, wovon TEUR 3.339 (VJ: TEUR 105) auf einmalige Bankgebühren und -provisionen entfallen. Aus der Abzinsung von Rückstellungen resultiert Aufwand von TEUR 93 (VJ: TEUR 225).

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ohne latente Steuern betragen TEUR 3.530 (VJ: TEUR 4.246). Aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern ist ein Ertrag in Höhe von TEUR 3.279 (VJ: TEUR 3.685) entstanden.

VI. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

In der Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme entsprechend dem DRS 21 des Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee e.V. nach Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit aufgeteilt.

Ein wesentlicher zahlungsunwirksamer Geschäftsvorfall betrifft die Abfindung des Pensionsanspruches eines Begünstigten durch Übertrag von Ansprüchen aus einer Rückdeckungsversicherung auf diesen. Aus dem Vorgang resultiert ein zahlungsunwirksamer Ertrag von TEUR 577. Die Auszahlung aus Kaufpreisanteilen nicht im Geschäftsjahr erworbener Gesellschaften betreffen Earn-Out-Zahlungen, welche bei Erreichen zum Kaufzeitpunkt festgelegter Ergebnisse fällig werden. Der Finanzmittelfond umfasst den Posten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten abzüglich in Anspruch genommener Kontokorrentlinien von TEUR 9.967, die in der Bilanz unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen werden. Von den Guthaben bei Kreditinstituten sind TEUR 109 nicht im Zugriff des Konzerns, da es sich um Kautionskonten handelt.

VII. Weitere Angaben

Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 1.554 angestellte Arbeitnehmer und 59 Geschäftsführer im Konzern beschäftigt. Zum 31.12.2021 waren es 2.041 angestellte Arbeitnehmer und 76 Geschäftsführer. Der Großteil der 2.041 angestellten Arbeitnehmern ist in Deutschland beschäftigt (1.479), 547 sind im europäischen Ausland angestellt und weitere 15 außerhalb Europas.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Konzern hat in der Vergangenheit Fördermittel in Höhe von TEUR 2.488 von der öffentlichen Hand erhalten, die bei Verstößen gegen die im Bewilligungsbescheid genannten Auflagen ganz oder teilweise zurückgefordert werden könnten. Nach aktueller Einschätzung ist eine Rückforderung sehr unwahrscheinlich, da bei dem weit überwiegenden Teil der erhaltenen Fördermittel der Förderzeitraum bereits abgelaufen ist und auf nationaler Ebene alle Anforderungen erfüllt wurden. Lediglich eine noch mögliche Prüfung auf europäischer Ebene könnte hier zu einer Rückforderung führen.

Die valantic-Gruppe hat weitreichende Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten bestellt, die der Absicherung eines Darlehens eines verbundenen Unternehmens (VAL HoldCo S.à.r.l.) dienen. Die Haftungsverhältnisse werden begründet durch:

Globalzessionsvertrag bezüglich der Forderungen,

Verpfändung von Geschäftsanteilen an verbundenen Unternehmen,

Verpfändung der Guthaben-Konten bei Banken,

Eine konkrete Verfügungsbeschränkung in Bezug auf die Liquidität ist damit jedoch nicht verbunden, da die Verfügung im Rahmen des gewöhnlichen Geschäftsbetriebes nach den Bestimmungen des Darlehensvertrages gestattet wurde. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Sicherheiten wird als gering eingeschätzt, da der VAL HoldCo S.àr.l. ausreichende Cashflows zur Bedienung des Darlehens über die Gruppengesellschaften zur Verfügung stehen. Am Bilanzstichtag valutierte der nicht direkt von der valantic GmbH in Anspruch genommene Kredit in Höhe von MEUR 89.

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen für die folgenden 5 Jahre beläuft sich auf TEUR 44.912, davon für das Folgejahr TEUR 12.138. Die Verpflichtungen resultieren überwiegend aus Miet- und Leasingverträgen.

Für Mietverpflichtungen und Kreditkarten wurden Sicherheiten in Form von Bankavalen in Höhe von TEUR 921 gestellt.

Konzernzugehörigkeit

Der Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen, in den die valantic GmbH als Tochterunternehmen einbezogen wird, ist der Konzernabschluss der VAL TopCo S.à r.l, Senningerberg (LU). Der Konzernabschluss der VAL TopCo S.à r.l wird beim Luxemburger Handels- und Firmenregister (RCS) elektronisch eingereicht und veröffentlicht. Der Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen, in den die valantic GmbH als Tochterunternehmen einbezogen wird, ist der Konzernabschluss der VAL HoldCo S.à r.l, Senningerberg (LU).

Honorar des Abschlussprüfers

Honorare des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen sind im Geschäftsjahr i.H.v. TEUR 229 angefallen.

Gesamtvergütung der Geschäftsführung und Kredite

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführer betrugen im Geschäftsjahr TEUR 1.700. Ein mit 1% verzinster Kredit in Höhe von T€ 250 wurde im Geschäftsjahr zurückgezahlt.

Nachtragsbericht

Im Februar 2022 wurde der Vertrag über den Kauf des Geschäftsbetriebes der Alper & Schetter AG durch die verovis GmbH vollzogen. Im März 2022 wurde der Vertrag über den Kauf sämtlicher Geschäftsanteile an den belgischen Gesellschaften C-Clear Partner BV und Atom Ideas BV vollzogen.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, sind nicht aufgetreten.

Geschäftsführung

Der Geschäftsführung der valantic GmbH gehören an:

Dr. Holger von Daniels, CEO

Joachim Lauterbach, Geschäftsführer valantic GmbH

Alexander Diepold, CFO

Dr. Sebastian Hauptmann, Geschäftsführer valantic GmbH

Karsten Ötschmann, Geschäftsführer valantic GmbH (ab 31. März 2022)

 

München, den 5. Mai 2022

Geschäftsführer

Dr. Holger von Daniels

Alexander Diepold

Dr. Sebastian Hauptmann

Joachim Lauterbach

Karsten Ötschmann

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021

2021
TEUR
Konzernjahresfehlbetrag -28.396
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 34.888
Zunahme/ Abnahme (-) der Rückstellungen 5.561
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen -576
Zunahme (-)/ Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -10.455
Zunahme/ Abnahme (-) der Verbindlichkeiten sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 8.758
Gewinn (-)/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen  
des Anlagevermögens 673
Zinsaufwendungen / Zinserträge (-) 13.261
sonstige Beteiligungserträge 396
Ertragsteueraufwand / Ertragsteuerertrag (-) 251
Ertragsteuererstattungen / -zahlungen (-) -1.659
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 22.702
Auszahlungen (-) für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -197
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 0
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Sachanlagevermögen -1.879
Auszahlungen (-) für Abgänge aus dem Konsolidierungskreis 0
Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis -93.306
Auszahlungen für Zugänge des Vorjahres zum Konsolidierungskreis -11.371
Einzahlungen aus der Veräußerung von Anteilen an andere Gesellschafter 791
Auszahlungen für den Erwerb von Geschäftsbetrieben 0
Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen anderer Gesellschafter -3.677
Auszahlungen an Gesellschafter im Rahmen des Cashpooling -2.517
erhaltene Zinsen 10
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -112.146
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens 4.639
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 91.000
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten des Gesellschafters 12.096
Auszahlungen (-) aus der Tilgung von Krediten 0
Gezahlte Zinsen (-) -10.162
Auszahlungen (-) Dividenden an andere Gesellschafter -989
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 96.584
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 7.140
Wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelfonds 99
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 6.913
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 14.152
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds  
Liquide Mittel 24.119
Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Banken -9.967
  14.152

Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2021

Eigenkapital des Mutterunternehmens (MU)
Gezeichnetes Kapital
TEUR
Kapitalrücklage
TEUR
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
TEUR
Konzernbilanzverlust
TEUR
Summe
TEUR
Stand am 01.01.2021 25 78.482 83 -36.729 41.861
Erwerb von Minderheiten 0 0 0 0 0
Verkauf an Minderheiten 0 0 0 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0 0
Gewinnauschüttungen an Minderheiten 0 0 0 0 0
Einzahlungen in die Kapitalrücklage 0 4.639 0 0 4.639
Währungsumrechnung 0 0 100 0 100
Konzernergebnis 0 0 0 -28.768 -28.768
Stand am 31.12.2021 25 83.121 183 -65.497 17.832
Nicht beherrschende Anteile (Minderheiten) Konzerneigenkapital
Minderheiten vor Konzernergebnis
TEUR
Auf Minderheiten entfallendes Konzernergebnis
TEUR
Summe
TEUR
TEUR
Stand am 01.01.2021 100 1.242 1.342 43.203
Erwerb von Minderheiten -506 0 -506 -506
Verkauf an Minderheiten 1.464 0 1.464 1.464
Änderungen des Konsolidierungskreises 245 0 245 245
Gewinnauschüttungen an Minderheiten -989 0 -989 -989
Einzahlungen in die Kapitalrücklage 0 0 0 4.639
Währungsumrechnung 0 0 0 100
Konzernergebnis 0 372 372 -28.396
Stand am 31.12.2021 314 1.614 1.928 19.760

Ergänzende Angaben zum Konzerneigenkapital per 31.12.2021 *

davon zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung stehend: 0
davon gesetzlichen Ausschüttungssperren unterliegend: 0
davon gemäß Satzung einer Ausschüttungssperre unterliegend: 0

* diese Angaben beziehen sich auf das Mutterunternehmen, die valantic GmbH

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die valantic GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der valantic GmbH, München, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der valantic GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, den 25. Mai 2022

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Carl Erik Daum, Wirtschaftsprüfer

ppa. Markus Salzer, Wirtschaftsprüfer

Der Konzernabschluss zum 31.12.2021 wurde am 16.09.2022 gebilligt.

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