Ehrhardt Immobilien GmbH & Co. KG
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Nadin Melanie Lucie Müller seit 29.10.2020 | Vorstandsmitglied |
Alexander Beyer seit 17.1.2018 | Vorstandsmitglied |
Thomas Hayn seit 16.11.2006 | Vorstandsmitglied |
Michael Ehrhardt seit 19.1.2006 | Vorstandsmitglied |
Holger Schmidt seit 19.1.2006 | Vorstandsmitglied |
Georg Michael Ullrich seit 19.1.2006 | Vorstandsmitglied |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Firma Ehrhardt AGEigenbeteiligung | 100.00% |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Ehrhardt AGHildburghausenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. Darstellung der Gesellschaft Die Ehrhardt AG ist eine Automobilhandelsgruppe mit 12 Standorten in Thüringen, Bayern, Sachsen-Anhalt und Sachsen. Der Hauptsitz befindet sich am Standort Hildburghausen. Die Ehrhardt AG ist spezialisiert auf den Vertrieb von Neu- und Gebrauchtwagen der Marken Volkswagen, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Audi, Seat, Cupra, Skoda, Hyundai und MG. Entsprechend bildet der After Sales Bereich (Reparatur, Teile, Vermietung usw.) eine weitere Säule des Geschäftsbetriebes. Mit zwei öffentlich zugänglichen Ladeparks für Elektro- und Hybridfahrzeuge sowie einem Waschpark für Fahrzeuge wird das Portfolio rund um das Automobil abgerundet. Als Mobilitätspartner werden zudem Wohnmobile der Pilote Group (z.B. Frankia, Joa) sowie E-Bikes der Marken Haibike, Winora, Ghost und Lapierre vertrieben. Mit dem Wohnpark "Kirschallee" wird ein völlig neues Geschäftsfeld mit der Vermietung von Wohnungen erschlossen. 2. Entwicklung von Gesamt- und Branchenwirtschaft Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. Die preisbereinigte gesamtwirtschaftliche Bruttowertschöpfung ging im Jahr 2023 leicht zurück (-0,1 %). Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dank überwundener Produktionsengpässe wurde am Automobilstandort Deutschland im vergangenen Jahr mehr Umsatz erwirtschaftet als je zuvor: Die in Deutschland ansässigen Autohersteller und -zulieferer steigerten ihre hierzulande erwirtschafteten Umsätze im Jahr 2023 insgesamt um zehn Prozent auf 558 Milliarden Euro. Die Beschäftigungssituation hat sich trotz der positiven Umsatzentwicklung zuletzt allerdings kaum verbessert: Zwar stieg die Zahl der in Deutschland beschäftigten Mitarbeiter im Jahr 2023 um 0,7 % auf etwa 780 Tausend, wodurch der Negativtrend der vorangegangenen vier Jahre gestoppt wurde. Die Beschäftigung lag damit aber weiter deutlich unter dem Höchststand des Jahres 2018, als 834 Tausend Personen für Automobilhersteller oder -zulieferer in Deutschland tätig waren. Die Rekordumsätze sind allerdings auch ein Ergebnis der hohen Inflation und stark gestiegener Einkaufs- und Materialpreise. Unterm Strich sorgten gerade die hohen Energie- und gestiegene Lohnkosten bei vielen Unternehmen für eine rückläufige Marge. Trotz alledem hat die Automobilindustrie eine enorme wirtschaftliche Bedeutung für den Industriestandort Deutschland. Etwas mehr als 7 % aller Beschäftigungsverhältnisse waren direkt oder indirekt hierauf zurückzuführen. Im Jahr 2023 wurden rund 3,7 Millionen Fahrzeuge neu zugelassen. Dies entsprach einer Zunahme um +5,5 %. 2.844.609 Pkw wiesen gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg von +7,3 % auf. Knapp die Hälfte aller Pkw sind mit einem alternativen Antrieb ausgestattet. Batterieelektrische Pkw (BEV) nahmen um +11,4 % zu, Plug-in-Hybride waren mit -51,5 % rückläufig. 67,1 % (+12,4 %) der Neuwagen wurden gewerblich und 32,8 % (-1,9 %) privat zugelassen. Insgesamt gab es 2023 rund sechs Millionen Besitzumschreibungen von Personenkraftwagen in Deutschland. Mit rund 1,260 Millionen Besitzumschreibungen wurden im Jahr 2023 fast doppelt so viele Gebrauchte der Marke VW umgeschrieben, wie von Mercedes, mit etwa 635.600 Pkw-Besitzumschreibungen. Damit erreichte VW einen Marktanteil von fast 21 %. Mercedes folgte mit rund 10,5 % und Opel mit 9 %. BMW erreichte einen Marktanteil von 8,4 %. Auf den Plätzen 5, 7 und 9 der Statistik folgen die Marken Audi (467,000; 7,8 %), Skoda (248.000; 4,1 %) und Seat/Cupra (185.000; 3,1 %). Insgesamt wird der Gebrauchtwagenmarkt von den von uns vertriebenen Marken mit einem Marktanteil von 36 % in Deutschland klar dominiert. Viel Bewegung gibt es 2023 im Markt für gebrauchte E-Autos. Während die Kaufanfragen hier europaweit um 2 % rückläufig sind, steigt das Angebot deutlich an - um 143 % im Vergleich zu 2022. Doch so erfolgreich Volkswagen und die deutschen Autobauer insgesamt im europäischen Gebrauchtwagenmarkt agieren, im Wachstumsmarkt der E-Modelle spielen sie 2023 eine untergeordnete Rolle. Dreimal in den Top 5 der beliebtesten Stromer ist hingegen Tesla vertreten: Mit dem Model 3 und dem Model Y erhalten die Amerikaner die meisten Kaufanfragen und belegen so die ersten beiden Plätze. Zudem fahren sie mit dem Model S auf Rang 4 vor. Dass es für die Texaner nicht zu Gold, Silber und Bronze reicht, liegt am Renault ZOE, der den 3. Platz behauptet. Boden gut macht auch der Smart forTwo, in dem er den Nissan Leaf von Platz 5 im Ranking der beliebtesten Stromer verdrängt. 3. Darstellung des Geschäftsverlaufs 3.1 Umsatz- und Auftragsentwicklung Das Unternehmen erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Umsatzleistung von 288.767 TEuro. Zum Vorjahr ist das eine Steigerung um 18,33 %. Im Wirtschaftsjahr 2023 lag der Wareneinsatz bei 81,23 % und blieb damit im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant. Durch eine disziplinierte Hereinnahme von Gebrauchtwagen und ein marktgerechtes Nachlassverhalten im Neuwagen-Bereich konnte die Stabilisierung des Wareneinsatzes erzielt werden. Die Ehrhardt AG konnte, im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023, die gestellten Planziele beim Umsatz erfüllen. Der Jahresumsatzplan wurde - vornehmlich aufgrund eines höheren Gebrauchtwagenabsatzes - um 19,2 Mio. Euro übertroffen. Die Umsatzprognose des Vorjahres konnte übertroffen werden. Unsere Ergebnisprognose, ein Ergebnis auf Vorjahresniveau zu erreichen, ist eingetroffen.
Zum 31.12.2023 gab es über alle Marken (VW, Audi, Seat, Cupra, Skoda, Hyundai) einen Auftragsbestand an Neuwagen in Höhe von 1.841 Stück. Im Vorjahr belief sich dieser auf 2.934 Stück. Das Gebrauchtwagengeschäft wurde in 2023 vollständig über die Niederlassungen der Ehrhardt AG abgewickelt. Das Gebrauchtwagengeschäft entwickelte sich im abgelaufenen Jahr positiv. Durch die Kaufzurückhaltung im Neuwagen-Bereich, bedingt durch die Inflation und den gestiegenen Zinsen, wurde der Gebrauchtwagenmarkt sehr stark forciert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden 5.042 gebrauchte Fahrzeuge verkauft, das sind 542 Fahrzeuge mehr als geplant waren. 3.2 Beschaffung Der Bedarf an Neuwagen konnte am Anfang des abgelaufenen Geschäftsjahrs von den Herstellern nicht immer fristgerecht abgedeckt werden. Die Gründe dafür finden sich in den langfristigen Auswirkungen der Corona-Pandemie und der Halbleiterkrise. Die mit den Lieferanten vereinbarten Jahresabsatzziele konnten somit auch nicht vollständig realisiert werden. In Summe fehlten 539 Fahrzeuge zu der vereinbarten Abnahmemenge 2023. Durch gezielte Zukäufe wirkte sich die PKW-Knappheit nicht in den Gebrauchtwagensektor aus. 3.3 Investition Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2023 gliederte sich die Investitionstätigkeit folgendermaßen auf: • Fertigstellung des Schnellladeparks inkl. Speicher und Photovoltaik am Standort Suhl in Höhe von 0,75 Mio. Euro, • Umstellung des DMS-Systems von VAUDIS Classic auf VAUDIS X, • Betriebsübernahme eines BMW-Betriebes am Standort Sonneberg à Erweiterung des Marktgebietes, • Umbau der Cupra Standorte nach Vorgaben der neuen Hersteller-CI 3.4 Finanzierungsmaßnahmen bzw. - vorhaben Die Finanzierung des Schnellladeparks erfolgte über ein Tilgungsdarlehen bei der VW Bank. Die Umstellung des DMS-Systems wurde durch ein Leasing bei MMV abgedeckt. Der Betriebsübergang und der Umbau der Cupra Standorte wurden durch Eigenmittel finanziert. 3.5 Personal- und Sozialbereich Die Ehrhardt AG beschäftigte im Jahr 2023 durchschnittlich 515 Arbeitnehmer. Davon waren 250 Angestellte und 187 gewerbliche Mitarbeiter. Die Ehrhardt AG unterhielt im Jahr 2023 durchschnittlich 74 Ausbildungsverhältnisse und 4 angestellte Vorstände. Die Rekrutierung und das Binden von Fachkräften und Talenten gehörten weiterhin zu den höchsten Prioritäten des Unternehmens. Um die eigene Reproduktion im Personalbereich sicherzustellen, wurden im Jahr 2023 neun kaufmännische und 18 technische Auszubildende eingestellt. 3.6 Umweltschutz Alle gesetzlich vorgeschriebenen wesentlichen Maßnahmen auf diesem Gebiet wurden in vollem Umfang eingehalten. Darüber hinaus besitzt und betreibt die Ehrhardt AG Schnellladeparks für E-Fahrzeuge mit Photovoltaikanlagen und Speicher. Diese sind öffentlich zugänglich. 4. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 4.1 Vermögenslage Die Bilanzsumme der Ehrhardt AG lag zum 31.12.2023 bei 127.781 (106.711) TEuro und somit über dem Niveau des Vorjahres. Vermögensstruktur
Die Erhöhung im Bereich Vorräte resultiert aus dem Betriebsübergang am Standort Sonneberg. Hier wurde insbesondere der Fokus auf die Vermarktung von Gebrauchtwagen gelegt. Ebenso am Standort Leipzig. Durch die Anmietung des benachbarten Grundstückes konnte das Gebrauchtwagengeschäft an diesem Standort ausgebaut werden. Im Weiteren ist die inflations- und branchenübliche Preissteigerung zu berücksichtigen. Auch im Bereich der Neuwagen schlägt sich dieser Umstand nieder. Dazu bedingt eine hohe Lieferung von Neuwagen gegen Ende 2023, die nicht mehr umgesetzt werden konnte. Kapitalstruktur
Aufgrund des Jahresergebnisses 2023 erhöhte sich das Eigenkapital auf 26,527 Mio. €. Die Eigenkapitalquote der Ehrhardt AG liegt nunmehr bei 20,76 %. Analyse der Kapitalstruktur Eigenkapitalquote
Um Nachrangdarlehen erweiterte Eigenkapitalquote
Bedingt durch die höhere Investitionstätigkeit (in Sachanlagen und Vorräte) wurden die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie die Nachrangdarlehen in den sonstigen Verbindlichkeiten erweitert. 4.2 Finanzlage Durch eine vorausschauende Finanzplanung und ein gut funktionierendes Forderungsmanagement wurde erreicht, dass die für die Betriebsabläufe notwendigen liquiden Mittel jederzeit verfügbar waren. Der Cash-Flow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr 8,9 Mio. Euro. Cash-Flow-Analyse
4.3 Ertragslage Bei der Bewertung der Ertragslage der Gesellschaft sind folgende Gesichtspunkte anzuführen: Der Durchschnitts-Bruttoertrag pro verkauftem Neuwagen ist im Jahr 2023 auf 1.664,00 Euro/Fzg. gesunken (2022 1.692,00 Euro/Fzg.). Der Neuwagenverkauf konnte jedoch um 438 Stück im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden. Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr ist es gelungen an fast allen von den Herstellern ausgelobten Aktionen erfolgreich teilzunehmen, dies wirkte sich insofern positiv auf die Ertragserwirtschaftung aus. Die Vermittlung von Finanzprodukten wurde auch im abgelaufenen Geschäftsjahr forciert. Selbstkritisch muss man jedoch einschätzen, dass hier noch erhebliches Potenzial besteht. Zwischen den einzelnen Verkäufern gibt es teils erhebliche Leistungsunterschiede beim zielgerichteten Verkauf von Finanzprodukten. Neben dem stabilen Ertragsbringer After Sales leistete die Gebrauchtwagenabteilung einen starken Ergebnisbeitrag im Jahr 2023. Die Umsatzerlöse wurden mit 85 % (245,65 Mio. Euro) im Bereich Handel mit Kfz und Zubehör und in Höhe von 15 % (43,35 Mio. Euro) im Bereich der Reparatur und Material erzielt. Das Ergebnis der Ehrhardt AG war leicht rückläufig im Geschäftsjahr um 0,1 Mio. Euro auf 5.416 Mio. Euro. Dies entspricht einer Umsatzrendite nach Steuer von 1,88 %. Die Gründe liegen in den gestiegenen Personal- und Zinskosten. 4.4 Gesamtaussage zur Lage des Konzerns Das abgelaufene Wirtschaftsjahr kann insgesamt als äußerst positiv betrachtet werden. Die positive Gesamtentwicklung aus dem Jahr 2022 konnte in 2023 fortgesetzt werden. Bei einem gesteigerten Umsatz konnten die Qualität der Geschäfte und somit die Erträge nahezu gehalten werden. Eine nachhaltige Prozessoptimierung und absolute Disziplin sind neben der Belegschaft die Fundamente des Erfolgs. Die Implementierung der Wohnmobile und E-Bikes in das Geschäftsfeld der Ehrhardt AG stellt sich als gewinnbringend dar. Geplante Investitionen wurden trotz der Unsicherheiten am Markt durchgeführt, um den Konzern nachhaltig aufzustellen. 5. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 5.1 Prognosebericht Die Geschäftspolitik der Ehrhardt AG wird sich auch im Jahr 2024 am aufgestellten und vom Aufsichtsrat der Ehrhardt AG bestätigtem Wirtschafts- und Investitionsplan 2024 orientieren. Auch für das Wirtschaftsjahr 2024 gilt es insbesondere die Qualität der Einzelgeschäfte weiter zu halten. Der Schwerpunkt wird hier sowohl im Neuwagen-Geschäft, wie auch im Gebrauchtwagen-Geschäft liegen. Des Weiteren wird es eine Hauptaufgabe sein, dass Geschäft mit Finanzprodukten, sowohl qualitativ als auch quantitativ einen entscheidenden Schritt voranzubringen. Alle eingeleiteten Maßnahmen zur Prozessoptimierung werden zielgerichtet fortgeführt. Es bleibt das Ziel der Ehrhardt AG, auch unter schwieriger werdenden Marktbedingungen mittelfristig eine konstante Umsatzrendite von 1,2 - 1,4 % zu erreichen. Das Service- und Teilegeschäft wird im Jahr 2024 weiter optimiert, damit ist gewährleistet, dass diese beiden Unternehmenssparten ihre Funktion als ökonomische Basis des Unternehmens festigen. Der Vermietbereich wird in seinem Umfang dem Bedarf aus Service und Verkauf angepasst. Es bleibt die Aufgabe diesen Bereich so zu gestalten, dass ein stabiler Beitrag zum Gesamtergebnis geleistet wird. Der Bereich Controlling wird fachlich und personell der Unternehmensphilosophie angepasst. Um das Thema Kundenzufriedenheit, auch im Hinblick auf die hier liegenden Ertragsreserven, weiter voranzutreiben, wird die Arbeit der Marketingabteilung qualitativ und quantitativ weiter verbessert. Die Personalpolitik wird auch 2024 zukunftsorientiert weitergeführt. Trotz des demographischen Wandels bleibt es das Ziel der Ehrhardt AG die Reproduktion des Arbeitsvermögens dauerhaft sicherzustellen. In einer stetigen Sondierung des Marktes wird nach weiteren sinnvollen Ergänzungen im Bereich der Marken und der Standorte im regionalen Bereich gesucht. Aufgrund unserer Planung für 2024 gehen wir von einer leichten Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr und einem stabilen Jahresergebnis aus. Aufgrund hoher Zinsen und Energiepreise gehen wir bei steigenden Umsatz von einem leicht rückläufigen Ergebnis aus. Bei unserer Prognose sind wir davon ausgegangen, dass die derzeitigen Einschränkungen aus den modellabhängigen Lieferverzögerungen abnehmen. Sollten die Einschränkungen bestehen bleiben, so wird dies entgegen der Prognose negative Auswirkungen auf Umsatz und Jahresergebnis des Geschäftsjahres haben. 5.2 Chancenbericht Die Größe, starke Präsenz des Ehrhardt-Konzerns und das innovative Handeln lassen die Erschließung und Investition in neue branchennahe Geschäftsfelder zu. Flache Hierarchien führen zu schnellen Entscheidungen und treiben den kontinuierlichen Verbesserungsprozess voran. Hieraus ergibt sich eine Vielzahl von Chancen, den Geschäftsbetrieb langfristig erfolgreich fortzuführen. Weiterhin stehen wir dem Ausbau und Weiterentwicklung sowie Konsolidierung unserer Standorte bzw. Niederlassungen und unseres Leistungsportfolios positiv gegenüber. 5.3 Risikobericht Auch die Ehrhardt AG ist unmittelbar vom bundesweiten Trend eines Fachkräfteengpasses betroffen. Durch die zunehmende Überalterung der Gesellschaft nimmt die Zahl der Personen im erwerbsfähigen Alter stetig ab. Anzeichen für einen bestehenden Fachkräftemangel, wie übermäßig lange Besetzungszeiten und eine überdurchschnittliche Gehaltsentwicklung, sind auch in der Ehrhardt AG festzustellen. Die Situation auf dem Arbeitsmarkt wird von uns kritisch gesehen, aber mit gezielten Aktivitäten lässt sich die Arbeitskräftereproduktion dennoch sichern. Hierzu hat die Gesellschaft folgende unternehmensinterne Maßnahmen eingeleitet: • Flexibilisierung der Arbeitszeiten, • Qualifizierung von Fachkräften im Unternehmen, • Implementierung vielfältiger Anreizsysteme, wie z. B. finanzielle Incentives, regelmäßige Weiterbildungen, weitreichende Handlungsspielräume gestalten. Das Risiko der Ehrhardt AG im Zuge des Ukraine-Kriegs und den damit verbundenen Lieferengpässen erstreckt sich auf Umsatzeinbußen bzw. Verschiebungen. Erschwerend kommen die Steigerungen am Zinsmarkt sowie im Energiepreissektor hinzu. Mittels operativer Maßnahmen, wie Einschränkung der Öffnungszeiten und dem konsequenten Ausbau der digitalen Abteilung sollen diese Einbußen minimiert werden. Oberste Priorität hat die Sicherstellung der Liquidität des Unternehmens. Das Management des Neu- und Gebrauchtwagenbestandes bleibt ein wesentlicher Risikofaktor im Unternehmen. Das Restwertrisiko der Leasingrückläufer wird durch das Abschließen eines Restwertabsicherungsmodells minimiert. Im aktuellen operativen Geschäft stellen diese Rückläufer kein wesentliches Risiko dar. Der Wandel des Gebrauchtwagenmarktes aufgrund von Lieferengpässen im Neuwagenbereich begünstigt diesen Umstand. Die Forcierung des Herstellers auf die Elektromobilität und der damit verbundenen Zunahme des Agenturgeschäftes stellt die Herausforderung langfristig im Neuwagenbereich am Markt erfolgreich zu sein. Die Ehrhardt AG zählt zu den 44 größten Händlern des VW-Konzerns und erstreckt sich territorial über die Bundesländer Thüringen, Sachsen, Bayern und Sachsen-Anhalt. Insbesondere bei der Marke Seat befindet sich die Ehrhardt AG im Neuwagenabsatz unter den Top 3 in Deutschland. Somit ist eine solide Basis geschaffen, um langfristig zu bestehen. Im Weiteren unterhält die Ehrhardt AG ein Risikomanagement. Alle Aufgaben des Risikomanagements werden in der Gesellschaft durch organisatorische Verfahren auf Ebene der einzelnen Unternehmensbereiche abgebildet. Die umfassenden Dokumentationen und Handlungsanweisungen hierzu liegen im Unternehmen vor. Die personelle Umsetzung des Risikomanagements der Ehrhardt AG ist gewährleistet. Drei Mitarbeiterinnen bearbeiten das Spektrum nach vorgegebenen Kriterien. Zur Eindämmung von Cyber-Risiken wird weiterhin in die IT-Landschaft und deren Sicherheit investiert. Folgende Maßnahmen sollen den Geschäftsbetrieb und die damit verbundenen Daten sichern: • Umstellung des gesamten E-Mail-Verkehrs über Hardware-Firewall, • MPLS-Netz Redesign, • Absicherung des kompletten Internetverkehrs durch ZScaler Firewall, • Personalisierte VPN Zugänge mit 2-Faktor-Authentifizierung und definierten Sicherheitsrichtlinien, • Deinstallation der Virensoftware Kaspersky und Umstieg auf Securepoint Antivirus Pro, • zusätzliche Datensicherung wichtiger Server in ein zertifiziertes und verschlüsseltes Cloudsystem. Das Risikomanagement ist fester Bestandteil der Geschäftsprozesse. Im Prozess der Identifizierung und Bewertung von Einzelrisiken wird die Eintrittswahrscheinlichkeit geschätzt und die potenzielle Schadenshöhe quantitativ bewertet. Über wesentliche Risiken wird dem Vorstand und dem Aufsichtsrat regelmäßig berichtet. Es wird eingeschätzt, dass unter Berücksichtigung sämtlicher bekannter Tatsachen und Umstände keine Risiken vorliegen, die den Fortbestand des Unternehmens in einem überschaubaren Zeitraum gefährden können. 6. Sonstige Angaben 6.1 Bestehende Niederlassungen Nachstehend eine Übersicht über die bestehenden unselbständigen Niederlassungen der Ehrhardt AG, deren Umsätze und Mitarbeiter 2023
6.2 Abhängigkeitsbericht Schlusserklärung zum Bericht des Vorstandes über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG: Die Ehrhardt AG war im Jahr 2023 ein von der Ehrhardt Immobilien GmbH & Co. KG abhängiges Unternehmen i. S. d. § 312 AktG. Der Vorstand der Ehrhardt AG hat deshalb gemäß § 312 Abs. 1 AktG einen Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt, der die folgende Schlusserklärung enthält: "Wir erklären, dass die Gesellschaft bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. In dem Umfang, in dem die Gesellschaft hierdurch benachteiligt worden ist, wurde ihr vor Ablauf des Geschäftsjahres 2023 als Ausgleich ein Rechtsanspruch auf einen adäquaten Vorteil eingeräumt. Dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, ist die Gesellschaft nicht benachteiligt worden."
Hildburghausen, den 18.Juni 2024 gez. Michael Ehrhardt, Vorstandsvorsitzender gez. Georg Ullrich, Vorstand gez. Nadin Müller, Vorstand gez. Alexander Beyer, Vorstand BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Der Jahresabschluss der Ehrhardt AG wurde nach den maßgeblichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches und denen des Aktiengesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 i. V. m. Abs. 2 HGB auf. 1. Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht Die Gesellschaft ist im Handelsregister Jena, Abteilung B mit der Registernummer 500069 eingetragen. 2. Grundlagen der Rechnungslegung Die Bilanz, sowie die Gewinn- und Verlustrechnung sind entsprechend den Bestimmungen des HGB gem. §§ 266, 275 HGB gegliedert. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB erstellt. II. ANGABEN ZU GRUNDSÄTZEN DER BILANZIERUNG UND BEWERTUNG Die Wertansätze in der Bilanz der Ehrhardt AG zum 31.12.2022 wurden unverändert als Bilanzvorträge in neue Rechnung übernommen. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den im Vorjahr angewandten Methoden bis auf die Bewertung des Aktivvermögens, das ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dient und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen wurde. Immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die erworbenen Firmenwerte werden auf ihre Restnutzungsdauer, ausgehend von einer Abschreibungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Wirtschaftliche Erwägungen waren hier Anlass, die Abschreibungsdauer abweichend von den handelsrechtlichen Regelungen zu bestimmen. Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der Nutzungsdauer sowie - falls notwendig - um außerplanmäßige Abschreibungen angesetzt. Eine Einbeziehung der Fremdkapitalzinsen in die Herstellungskosten erfolgte nicht. Als Abschreibungsmethode kam die lineare Absetzung für Abnutzung zur Anwendung. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden gem. § 6 Abs. 2 EStG Satz 1 und § 6 Abs. 2a EStG abgeschrieben. Der steuerliche Sammelposten nach § 6 Abs. 2a EStG wurde in die Handelsbilanz übernommen. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bzw. soweit erforderlich zum niedrigeren, beizulegenden Wert bewertet. Die Vorräte sind nach den folgenden Grundsätzen aktiviert worden: Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren wurden mit den Anschaffungskosten zzgl. Anschaffungsnebenkosten und abzgl. Anschaffungspreisminderungen bzw. unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Die unfertigen sowie fertigen Leistungen und Waren sind zu Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Eine Einbeziehung der Fremdkapitalzinsen in die Herstellungskosten erfolgte nicht. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferung und Leistung sind Einzelrisiken durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung, berücksichtigt. Der Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks sind zum Nennwert angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Die Eigenkapitalpositionen sind mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Rückstellungen beinhalten sämtliche, nach vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung erkennbaren Risiken und werden mit dem Erfüllungsbetrag (ggf. abgezinst) angesetzt. Die Steuerberechnung ist auf der Grundlage der steuerlichen Vorschriften erfolgt. Die Pensionsrückstellung beruht auf versicherungsmathematischen Berechnungen entsprechend den handelsrechtlichen Regelungen. Die Ermittlung des Erfüllungsbetrags erfolgt nach § 253 Abs. 1 S. 2 und 3 HGB unter Anwendung des IDW RH FAB 1.021 (Passivprimat). Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden unter Anwendung des IDW RH FAB 1.021 mit dem Erfüllungsbetrag der korrespondierenden Rückstellung bewertet und entsprechend verrechnet. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Grundlagen der Währungsumrechnung Im vorliegenden Jahresabschluss sind Währungsforderungen zum Tageskurs (Devisenkassamittelkurs) am Bilanzstichtag oder bei Laufzeiten über einem Jahr zu einem niedrigeren Kurs angesetzt. Währungsverbindlichkeiten sind zum Tageskurs (Devisenkassamittelkurs) am Bilanzstichtag bzw. bei Laufzeiten über einem Jahr einem höheren Kurs bewertet. III. ANGABEN ZU POSTEN DER BILANZ 3. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem nachfolgend dargestellten Anlagengitter zu entnehmen. Die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres ergeben sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel (§ 284 Abs.3 HGB). Im Anlagenspiegel werden Zu- und Abschreibungen, die aus einer steuerlichen Außenprüfung für die Jahre 2016 bis 2020 resultierten, in den Zugängen und Abgängen abgebildet. In diesem Zuge erfolgten ebenso Umqualifizierungen (Umgliederungen) in den Vortragswerten der historischen Anschaffungskosten sowie der kumulierten Abschreibungen innerhalb der Bilanzposten des Anlagevermögens. 2. Anteilsbesitz Aufstellung des Anteilsbesitzes gem. § 285 Abs. 11 HGB: An den nachfolgend aufgeführten Unternehmen besteht ein Anteilsbesitz von mindestens 20,0 %. Name und Sitz der Gesellschaft: Autohaus Ehrhardt & Co. GmbH, Hildburghausen
Mit Notarvertrag vom 27. Dezember 2018 (UR. Nr. B2491) hat die Ehrhardt AG die Geschäftsanteile an der Autohaus Ehrhardt & Co. GmbH, Hildburghausen zu 100,0 % erworben. Die Gesellschaft ist im Handelsregister B, Amtsgericht Jena, unter der Nr. 104843 eingetragen. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stellen sich wie folgt dar: Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände von mehr als einem Jahr betragen sowohl im Geschäftsjahr als auch im Vorjahr 0,0 TEuro. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind 100,9 TEuro, in den sonstigen Vermögensgegenständen 7,4 TEuro Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten. 4. Eigenkapital Das Grundkapital beträgt aufgrund der Kapitalerhöhung vom 29. Dezember 2006 100,0 TEuro. Das Grundkapital ist eingeteilt in 93.750 nennwertlose, auf den Inhaber lautende, Stückaktien. Die gesetzliche Rücklage beträgt wie im Vorjahr 20,0 TEuro. Bilanzgewinn Der Gewinn des Geschäftsjahres 2023 beträgt 5.415,9 TEuro. Unter Einbeziehung des Gewinnvortrags ergibt sich ein Bilanzgewinn von 26.407,2 TEuro. Einstellungen in und Entnahmen aus den Rücklagen erfolgten im Geschäftsjahr nicht. 5. Rückstellungen Pensionsrückstellung Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode) angewendet. Rechnungsgrundlage für die versicherungsmathematischen Barwerte sind die "Richttafeln vom 2018G"von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Der Rechnungszins beruht auf den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssätzen (Rechnungszins 10-Jahresdurchschnitt 1,83 %). Die Rentenanpassungen werden mit bis zu 1,0 % p. a. und der Gehalts- bzw. Anwartschaftstrend mit bis zu 2,0 % berücksichtigt. Zum 31. Dezember 2023 beträgt der Erfüllungsbetrag für die Ausschüttungssperre nach § 253 (6) HGB 14,7 TEuro (Rechnungszins 7-Jahresdurchschnitt 1,76 %). Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellung für die Handelsbilanz beträgt zum 31. Dezember 2023 887,3 TEuro. Der Erfüllungsbetrag der Leistungen aus den verpfändeten Rückdeckungsversicherungen beträgt zum 31. Dezember 2023 412,9 TEuro (Aktivwert: 476,2 TEuro), der aufgrund vorliegender Verpfändungsanzeige mit den Rückstellungen saldiert wurde. Darüber hinaus wird nicht verpfändetes Rückdeckungsvermögen in Höhe von 111,7 TEuro aktivisch ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen wie folgt zusammen: Gewährleistungen 358,0 TEuro, Personalkosen 405,6 TEuro, Prämien 108,0 TEuro, Jahresabschlusskosten 101,7 TEuro, übrige Rückstellungen 207,2 TEuro. In den übrigen Rückstellungen ist eine Rückstellung für Risiken im Zusammenhang mit Leasingrückläufern enthalten. 6. Latente Steuern Auf den Ausweis der aktiven latenten Steuern wurde verzichtet. Differenzen aus abweichendem Bilanzansatz zwischen Handels- und Steuerbilanz betreffen die Bilanzposition Pensionsrückstellungen. 7. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt: Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Als Sicherheiten dienen die Warenbestände durch Hinterlegung der Kfz-Briefe. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
Sonstige Verbindlichkeiten
In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 261,3 TEuro enthalten. Darüber hinaus bestehen für Verbindlichkeiten im üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind nachrangige Darlehen in Höhe von 9.402,0 TEuro, davon 1.136,0 TEuro aus Aktionärskreisen enthalten. Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse i. S. d. § 251 HGB: Die Ehrhardt AG hat gegenüber der Bank11 eine gesamtschuldnerische Höchstbetragsbürgschaft (250,0 TEuro) übernommen. Mit der Bürgschaft wird die Einkaufslinie, welche die Ehrhardt Mobile GmbH bei der Bank11 in Anspruch nimmt, besichert. Das Risiko der Inanspruchnahme wird aufgrund der wirtschaftlichen Lage der betroffenen Gesellschaft als gering eingeschätzt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen/Angaben nach § 285 Nr. 3a HGB Zum Bilanzstichtag bestanden die folgenden finanziellen Verpflichtungen: - aus einem Mietvertrag mit der Ehrhardt Immobilien GmbH & Co. KG
- aus einem Immobilienmietvertrag
- aus Leasingverträgen (Betriebsstätte in Suhl, Leipzig, Ilmenau, Arnstadt, Meiningen und Hildburghausen für Ausrüstungsgegenstände)
- zwischen der Gesellschaft und Leasinggesellschaften bestehen Verträge, in denen unter bestimmten Voraussetzungen ein fester Rückkaufswert für an Dritte von den Leasinggesellschaften geleaste und finanzierte Fahrzeuge garantiert wird. Die Rückkaufverpflichtung beläuft sich auf 103,4 Mio. Euro. IV. ANGABEN ZU POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Für das Geschäftsjahr 2023 wird ein Jahresüberschuss in Höhe von 5.415,9 TEuro erzielt. Die Umsatzerlöse werden mit 85,0 % (245,6 TEuro) im Bereich Handel mit Kfz und Zubehör und in Höhe von 15,0 % (43,4 TEuro) im Bereich der Reparatur und Material erzielt. Periodenfremde Erträge/Aufwendungen sowie Erträge/Aufwendungen von außergewöhnlicher Bedeutung: In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 212,0 TEuro (Rückzinsberechnung VW Bank 2010 bis 2023) enthalten. Im Zuge der Betriebsprüfung (2016 bis 2020) ergeben sich periodenfremde Erträge (383,0 TEuro) aufgrund von Nachaktivierungen auf Vermögensgegenständen. Periodenfremde Aufwendungen (10,0 TEuro), Ertragsteuerbelastungen der Vorjahre (51,0 TEuro) sowie sonstige Steuern in Höhe von 34,0 TEuro resultieren ebenfalls aus der Betriebsprüfung. Zinsen aus der Auf- bzw. Abzinsung von Pensionsrückstellungen sind in Höhe von 32,0 TEuro im Zinsaufwand ausgewiesen. Der Wegfall einer Pensionsverpflichtung führt zu einem Ertrag in Höhe von 144,0 TEuro (Auflösung Rückstellung abzüglich Abfindung), der in den Personalaufwendungen enthalten ist. Aufgrund einer behördlich auferlegten Verwendungsbeschränkung sowie des Bescheides des Finanzamtes Halle (Saale) über den Grundsteuerwert des unbebauten Grundstückes Leipziger Chaussee wird eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert in Höhe von 179,0 TEuro vorgenommen. V. SONSTIGE ANGABEN 1. Personalstand Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 437 Mitarbeiter beschäftigt. Hiervon sind 187 in den Bereichen Werkstatt und 250 im Bereich Handel tätig. Die Berechnung erfolgt methodisch nach § 267 Abs. 5 HGB. Darüber hinaus werden im Unternehmen 74 Lehrlinge und Auszubildende sowie 4 Vorstände im Geschäftsjahr beschäftigt. 2. Geschäftsführung Während des abgelaufenen Geschäftsjahres liegt die Führung der Geschäfte unverändert beim Vorstand: Vorstandsvorsitzender: Michael Ehrhardt, Kfz-Mechaniker Weitere Vorstände: Georg Ullrich, Dipl.-Ing. Kfz-Technik Alexander Beyer, Dipl. Kaufmann Nadin Müller, Bilanzbuchhalterin - Bachelor Professional Die Gesamtbezüge betragen für das Geschäftsjahr 495,0 TEuro. Für Angaben gem. § 285 Nr. 9b HGB wird von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Während des Geschäftsjahres gehören zum Aufsichtsrat: Vorsitzender: Andreas Städtler, Dipl.-Finanzwirt, Steuerberater Stellvertreter: Harald König, Bankdirektor Weiter: Dr. Peter Traut, Ingenieur Der Aufsichtsrat erhielt eine Vergütung von gesamt 16,0 TEuro im Geschäftsjahr. Vorschüsse und Kredite an Mitglieder der Geschäftsführung werden nicht gewährt. Die Voraussetzungen des § 264 Abs. 2 Satz 2 HGB liegen hinsichtlich dieses Jahresabschlusses nicht vor. 3. Weitere Angaben Soweit dieser Anhang keine Angaben über sonstige, nach den §§ 264 ff, 284 ff HGB angabepflichtigen Sachverhalte enthält, haben diese im Geschäftsjahr nicht vorgelegen. Die Vergütung des (Konzern-) Abschlussprüfers beträgt 66,0 TEuro netto. Das Unternehmen wird in den Konzernabschluss der Ehrhardt Immobilien GmbH & Co. KG (Mutterunternehmen), Hildburghausen, einbezogen. Der Konzernabschluss inkl. -lagebericht wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Jahresüberschuss 2023 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. VI. NACHTRAGSBERICHT Die Ehrhardt AG erwirbt im April 2024 die Hans Haberbosch GmbH, Zellingen, mittels Share Deal. Gleichzeitig wird das Betriebsanwesen samt Betriebsgebäude in Zellingen von der Eigentümerin erworben.
Hildburghausen, den 18. Juni 2024 Ehrhardt AG gez. Michael Ehrhardt, Vorstandsvorsitzender gez. Georg Ullrich, Vorstand gez. Alexander Beyer, Vorstand gez. Nadin Müller, Vorstand Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung betreffend das Geschäftsjahr 2023der Ehrhardt AGIm abgelaufenen Geschäftsjahr fanden insgesamt 3 ordentliche Aufsichtsratssitzungen sowie weitere Telefonkonferenzen statt. Der Aufsichtsrat befasste sich im Geschäftsjahr 2023 mit der wirtschaftlichen Entwicklung sowie der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Ehrhardt AG und nahm die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Beratungs- und Überwachungsaufgaben wahr. Ein Schwerpunkt der Tätigkeit des Aufsichtsrats war die Beurteilung der strategischen Unternehmensentwicklung. Der Aufsichtsrat beschäftigte sich dabei insbesondere mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Lieferengpässen auf die Ertragslage des Unternehmens sowie mit den Chancen und Risiken der zukünftigen Ausrichtung des Automobileinzelhandels. Der Aufsichtsrat überprüfte die Investitionsvorhaben des Vorstandes und hat diese im Rahmen der Aufsichtsratssitzungen genehmigt. Der Aufsichtsrat wurde im Rahmen seiner Beratungs- und Überwachungsaufgaben während des Geschäftsjahres anhand schriftlicher Berichte des Vorstands sowie mündlich in Sitzungen über die Unternehmensentwicklung informiert. Im Fokus der Berichterstattung standen insbesondere die wirtschaftliche Lage des Unternehmens, der Geschäftsverlauf und die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Der Aufsichtsrat hat in die ihm vorgelegten Planungs- und Abschlussunterlagen Einsicht genommen und sich von deren Richtigkeit und Angemessenheit überzeugt. Er prüfte und erörterte alle ihm unterbreiteten Berichte und Unterlagen im gebotenen Maß und hinterfragte diese kritisch. Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende im Berichtszeitraum in stetigem Kontakt mit dem Vorstand. Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 wurde vom Vorstand nach den Regelungen des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Er wurde durch die abts GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hof geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Sämtliche Abschlussunterlagen und der Prüfungsbericht standen allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur Verfügung. Der Aufsichtsrat stimmt den Prüfungsergebnissen des Abschlussprüfers zu. Als abschließendes Ergebnis seiner eigenen Prüfungen hat der Aufsichtsrat festgestellt, dass keine Einwendungen zu erheben sind. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 gebilligt. Der Jahresabschuss ist damit festgestellt. Darüber hinaus hat auch der vom Vorstand gemäß § 312 des Aktiengesetzes erstellte Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) sämtlichen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vorgelegen. Der Abschlussprüfer hat den Abhängigkeitsbericht geprüft und einen uneingeschränkten Vermerk erteilt. Der Aufsichtsrat hat den Abhängigkeitsbericht geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung sind keine Einwendungen gegen den Abhängigkeitsbericht des Vorstands und die darin enthaltene Schlusserklärung des Vorstands zu erheben. Den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns hat der Aufsichtsrat geprüft und er schließt sich ihm an.
Hildburghausen, den 22.08.2024 Gez. Der Aufsichtsrat Einladung / TO HauptversammlungProtokoll über die Hauptversammlung Nr. 1/2024 Am 23.08.2024 um 10:00 Uhr in Hildburghausen fand die ordentliche Hauptversammlung der Ehrhardt AG statt. Der Aufsichtsratsvorsitzende übernahm auf Bitte des Vorstandes die Leitung der Versammlung. Der Aufsichtsratsvorsitzende stellte fest, dass alle Aktionäre oder deren Vertreter anwesend sind. Der Aufsichtsratsvorsitzende sellte außerdem fest, dass die gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften über die Einberufung und Bekanntmachung der Hauptversammlung gem. §§ 121 bis 128 AktG nicht eingehalten seien. Der Aufsichtsratsvorsitzende fragte alle Aktionäre und Aktionärsvertreter, ob sie mit der Durchführung der Hauptversammlung unter Verzicht auf die vorgenannten gesetzlichen und satzungsmäßigen Form- und Fristvorschriften über die Einberufung, Bekanntmachung und Durchführung der Hauptversammlung einverstanden seien. Daraufhin erklärten die Aktionäre und Aktionärsvertreter einzeln ihr Einverstätndis. Die Beschlussfähigkeit ist gegeben. Folgende Tagesordnung wurde beschlossen: Top 1 Bericht des Aufsichtsrats über den Jahresabschluss an die Hauptversammlung Top 2 Beschluss des Jahresabschlusses 2023 Top 3 Beschluss des Bilanzgewinns und Gewinnverwendungsvorschlag Top 4 Entlastung des Vorstandes Top 5 Entlastung des Aufsichtsrates Top 6 Wahl des Abschlussprüfers Top 1 Bericht des Aufsichtsrates über den Jahresabschluss an die Hauptversammlung Der Aufsichtsratsvorsitzende, Herr Städtler, trägt den Bericht des Aufsichtsrates der Hauptversammlung und dem Vorstand der Ehrhardt AG vor. Der Aufsichtsrat hat den Bericht im Umlaufverfahren am 22.08.2024 beschlossen. Dieser Bericht wird dem Protokoll als Anlage beigefügt. Top 2 Beschluss des Jahresabschlusses 2023 Der Jahresabschluss über das Geschäftsjahr 2023 wurde durch die vom Aufsichtsrat beauftragte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft abts GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hof geprüft. Der Jahresabschluss wurde mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Das Jahr 2023 schließt mit einer Bilanzsumme von 127.781.140,17 EUR und einem Jahresüberschuss von 5.415.922,39 EUR. Top 3 Beschlussw über den Bilanzgewinn und den GewinnverwendungsvorschlagDer Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes lautet:Vortrag des Jahresüberschusses auf neue Rechnung. Die Hauptversammlung beschließt einstimmig dem Gewinnverwendungsvorschlag zuzustimmen. Top 4 Entlastung des Vorstandes Die Hauptversammlung beschließt einstimmig dem Vorstand Entlastung zu erteilen. Top 5 Entlastung des Aufsichtsrates Die Hauptversammlung beschließt einstimmig dem Aufsichtsrat Entlastung zu erteilen. Top 7 Wahl des Wirtschaftsprüfers Der Aufsichtsrat schlägr vor, abts GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Graben 37, 95028 Hof zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2024 zu bestellen. Die Hauptversammlung beschließt einstimmig die Beauftragung des Abschlussprüfers gemäß Vorschlag. Der Aufsichtsrat schließt die Hauptversammlung um 10:30 Uhr.
gez. Andreas Städtler, Vorsitzender des Aufsichtsrates gez. Andreas Städtler, Protokollführer sonstige BerichtsbestandteileAnlagenspiegel
Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 23.08.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Ehrhardt AG, Hildburghausen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Ehrhardt AG, Hildburghausen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ehrhardt AG, Hildburghausen für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der begefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beiefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hof, den 19. Juni 2024 abts
GmbH
gez. Diplom-Betriebswirt FH Bernd Herpich, Wirtschaftsprüfer |
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