ITW (Deutschland) GmbH
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Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ITW LLC & Co. KGDüsseldorfKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20221. Allgemeines Der ITW LLC & Co. KG Konzern ist Teil der weltweit tätigen Gruppe Illinois Tool Works (ITW) Inc. mit Sitz in Glenview, IIIinois/USA. Der Konzernabschluss umfasst unverändert zum Vorjahr die ITW LLC & Co. KG, Düsseldorf, (im Folgenden ITW LLC) sowie 26 inländische Tochterunternehmen. Eine Tochtergesellschaft wird wie im Vorjahr in Ausübung des Wahlrechtes gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da sie für die Verpflichtung, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu vermitteln, insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist. Eine Konzerngesellschaft hat neben ihrem Hauptgesellschafter einen weiteren Anteilseigner, der im Rahmen einer Kapitalerhöhung im Jahr 2014 rd. 10 % der Stammanteile erworben und darüber hinaus eine Einlage in die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 160 erbracht hat. Dieser Minderheitsgesellschafter erhält einen festen jährlichen Ausgleich und ist nicht an den stillen Reserven dieser Gesellschaft beteiligt. 2. Wirtschaftliche Entwicklung und Rahmenbedingungen Das für das Jahr 2022 vom Internationalen Währungsfonds gemessene Weltwirtschaftswachstum von 3,4 % spiegelt eine deutliche Reduktion im Vergleich zum Vorjahr wider (6,1 %) und ist im Wesentlichen auf die Auswirkungen der kriegerischen Auseinandersetzung in der Ukraine zurückzuführen. (Quelle: International Monetary Fund) Das Bruttoinlandsprodukt in der für unseren Konzern wichtigen Euro-Zone ist in 2022 um 3,5 % gestiegen. Dazu beigetragen haben insbesondere die Veränderungen des BIP in Spanien, Italien und den Niederlanden. (Quelle: International Monetary Fund) Für Deutschland wurde für die abgelaufene Periode ein Anstieg des (preisbereinigten) Bruttoinlandsprodukts von 1,8 % (Vorjahr: 2,9 %) errechnet. (Quelle: International Monetary Fund; Statistisches Bundesamt) Im Laufe des Jahres 2022 hat die Europäische Zentralbank den Leitzins von 0,00 % auf 2,5 % angehoben, die US-amerikanische Notenbank hat ihren Leitzins im Jahr 2022 schrittweise von 0,06 % auf 4,42 % angehoben. Der Euro hat im Verhältnis zum US-Dollar in 2022 weiter an Wert verloren und ist von 1,132 Dollar zu Beginn der Geschäftsperiode auf 1,067 Dollar zum Ende des Jahres gesunken. (Quelle: New York Fed; Deutsche Bundesbank) Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für unseren Konzern, dessen Hauptabsatzmärkte in Deutschland und im übrigen Europa liegen, wurden insbesondere im Automotivebereich durch weiterhin zum Teil gedrosselte Produktionen bei den OEMs negativ beeinflusst. Demgegenüber haben sich die Rahmenbedingungen in den Bereichen Gastronomiebedarf und Lebensmittelindustrie im Vergleich zum Vorjahr weiter verbessert. 3. Konzernphilosophie und strategische Ausrichtung Das umfassende und differenzierte ITW-Geschäftsmodell spiegelt unsere strategische Ausrichtung wider und stellt gleichzeitig die Grundlage sämtlicher Wertschöpfungsprozesse dar. Dieses Modell besteht aus drei Säulen:
Als Ergebnis dieser Analyse und durch die kontinuierliche Weiterentwicklung der Kernmärkte und -Kunden hat ITW in Deutschland aus unserer Sicht ein Produktportfolio, das im Wesentlichen aus attraktiven und von den Wettbewerbern differenzierbaren Produkten besteht, mit denen wir uns für die Zukunft trotz des derzeit schwierigen konjunkturellen Umfeldes gut gerüstet sehen. Im Rahmen der Weiterentwicklung des ITW Geschäftsmodells werden wir die 80/20-Firmenphilosophie in sämtlichen Geschäftsbereichen und Abteilungen weiterhin konsistent umsetzen und "best practice"-Lösungen konzernweit implementieren. Unsere 80/20-Analysen sollen dabei weitere Potenziale identifizieren, um die Kostenstrukturen kontinuierlich zu optimieren. Das ITW-Geschäftsmodell und unser Leistungsspektrum bieten aus unserer Sicht einen starken und dauerhaften Wettbewerbsvorteil gegenüber unseren Wettbewerbern. Die Geschäftsleitung unserer US-amerikanischen Muttergesellschaft, ITW Inc., hat aktuell drei strategische Zielsetzungen definiert, um auch künftig gute finanzielle Ergebnisse und langfristig steigende Renditen erzielen zu können. Es handelt sich hierbei um die Portfolio-Disziplin, die konsequente Ausrichtung der operativen Geschäftseinheiten auf 80/20 und den kontinuierlichen Fokus auf organisches Wachstum. 1. Portfolio-Disziplin ITW als Unternehmen ist nur in Branchen tätig, in denen wir mit dem ITW-Geschäftsmodell langfristig einen signifikanten Wettbewerbsvorteil erzielen können. Unsere Unternehmen verfügen über die notwendigen Ausgangsbedingungen im Markt, um das ITW-Geschäftsmodell weiter auszubauen zu können, und wir glauben, dass unsere Unternehmen noch erhebliches Potenzial besitzen, um auch in der Zukunft am Markt gute Ergebnisse erzielen zu können. Unser Konzern konzentriert sich auf die Produktion und den Vertrieb von hochwertigen Produkten in den von uns bedienten Märkten. Weiterhin soll unsere Portfolio-Disziplin sicherstellen, dass sich unsere Unternehmen in Märkten mit langfristig positiven makroökonomischen Rahmenbedingungen weiterentwickeln und wir mit Kunden zusammenarbeiten, für deren Bedürfnisse ITW eine gute Lösungsmöglichkeit anbieten kann, damit die Weiterentwicklung unseres Konzerns auch in Zukunft durch den Vertrieb differenzierter Produkte, Dienstleistungen und Lösungen gesichert ist. Unser Konzern profitiert auch davon, dass wir in unterschiedlichsten Märkten tätig sind, wodurch ITW auch in einem derzeit weiterhin unsicheren Marktumfeld rückläufige Markt- oder Umsatzentwicklungen in Teilmärkten auffangen und eine zufriedenstellende Profitabilität erzielen kann. Weiterhin sehen wir es als ausschlaggebend an, dass sämtliche Gesellschaften diese strenge Portfolio-Disziplin in ihren Teilmärkten einhalten. Durch die Einhaltung dieser Portfolio-Disziplin sowohl auf allen Ebenen des Konzerns als auch in allen Abteilungen eines jeden Unternehmens sind wir zuversichtlich, uns langfristig einen Wettbewerbsvorteil gegenüber den Wettbewerbern sichern zu können. Gleichzeitig überprüfen wir konsequent unser Konzern-Portfolio in Bezug auf weitere Portfolio-Verbesserungen. 2. 80/20 Philosophie / Front-to-Back Spitzenleistungen Der 80/20-Front-to-Back-Prozess ist ein rigoroser, iterativer und stark datengetriebener Ansatz, um festzustellen, in welchen Märkten und mit welchen Produkten unsere Gruppe tatsächlich sich von den Wettbewerbern abgrenzende Produkte und Dienstleistungen anbieten kann. Wir wollen versuchen, die Komplexität in möglichst jedem unserer Geschäftsprozesse zu vereinfachen oder zu eliminieren, um uns auf die für uns wichtigsten Märkte, Kunden und Produkte zu konzentrieren. Mit diesem Ansatz sehen wir uns in der Lage, unsere Ressourcen in jeder unserer Divisionen und jeden Tag besser zu allokieren und kundenorientierte Performance-Verbesserungen in möglichst allen Divisionen zu erzielen, um weitere strukturelle Ergebnisverbesserungen in unserem Konzern erzielen zu können. 3. Organisches Wachstum hin zu vollem Potenzial Nachhaltiges, organisches Wachstum in Verbindung mit der Reduzierung der Komplexität in möglichst sämtlichen Bereichen der Unternehmen soll langfristig auch die Voraussetzung schaffen, die bereits seit Jahren gute Ertragslage zu verteidigen und weiter auszubauen. Die Herausforderungen, die durch die COVID-19-Pandemie entstanden sind, erfordern seit 2020 die volle Aufmerksamkeit unseres Konzerns. Es war die Summe von Fähigkeiten und Wettbewerbsvorteilen, die in den letzten neun Jahren durch die Umsetzung der Unternehmensstrategie aufgebaut und verfeinert wurden, die uns die Möglichkeit gegeben haben, angemessen auf diese Herausforderungen zu reagieren. Dies, gepaart mit dem proprietären und leistungsstarken ITW-Geschäftsmodell, dem diversifizierten, hochwertigen Geschäftsportfolio und deren sorgfältiger Umsetzung, versetzte unseren Konzern in eine Position der Stärke im Umgang mit der globalen Pandemie. Während der weltweiten Pandemie haben wir uns weiterhin auf die folgenden Bereiche konzentriert:
"Win the Recovery" ist eine Umsetzungskomponente unserer Unternehmensstrategie und keine separate Initiative, wobei jeder Geschäftsbereich des Konzerns spezifische Chancen identifiziert, die sich durch die Pandemie ergeben, um nachhaltiges Wachstum zu erzielen, das mit der langfristigen Unternehmensstrategie von ITW im Einklang steht. Wir erwarten, dass diese Anstrengungen einen bedeutenden Beitrag in Richtung organisches Wachstum und zur Umsetzung des vollen Potenzials leisten werden. Das volle Potenzial auszuschöpfen, bedeutet dabei, dass sich jeder Geschäftsbereich für ein nachhaltiges, hochwertiges organisches Wachstum positioniert. Wir haben klar definierte Aktionspläne aufgestellt, die darauf abzielen, die Leistungsstärke des ITW-Geschäftsmodells zu nutzen, um organisches Wachstum in jedem Geschäftsbereich zu erzielen, mit besonderem Schwerpunkt auf: Auf "80er"-Produkte und Prozesse fokussierte Marktdurchdringung - volle Ausschöpfung des erheblichen Wachstumspotenzials, das in unseren besten Produkten und Kundenbeziehungen steckt. Kundenorientierte Innovationen, die unseren Fokus auf fortlaufende Innovationen stärken und unseren Schlüsselkunden möglichst kontinuierlich neue und von Wettbewerbern differenzierbare Produkte liefern. Strategische Vertriebsexzellenz-Bildung, Ausbau und Einsatz von leistungsstarken Vertriebsfunktionen in allen Geschäftsbereichen. Wir werden uns weiterhin darauf konzentrieren, in jedem Umfeld gute Ergebnisse zu erzielen und gleichzeitig eine langfristige Strategie umzusetzen, um das volle Leistungspotenzial von ITW zu erreichen, und sind davon überzeugt, dass uns die vorgenannten Anstrengungen und diese Positionierung im Rahmen der erwarteten weiteren Erholung der Konjunktur auch bei unserem Ziel, überproportional organisches Wachstum zu erzielen, helfen werden. 4. Geschäftstätigkeit und -verlauf
1) EBT = Konzernjahresergebnis
[+/-außerordentliches Ergebnis] +/- Steuern vom
Einkommen und vom Ertrag +/- Abschreibungen/Zuschreibungen
auf Finanzanlagen +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf
Goodwill aus Erstkonsolidierung
Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren unseres Konzerns sind Umsatzerlöse und EBIT-Marge für die Ertragslage sowie "months on hand" für die Vermögenslage. Entwicklung der Geschäftsbereiche Unser Konzern besteht im Geschäftsjahr 2022 unverändert aus den nachfolgend aufgeführten Geschäftsbereichen:
Im Geschäftsbereich "Components" sind sämtliche Produkte und Anwendungen zusammengefasst, die Teil einer größeren Einheit bzw. Maschine oder einer maschinellen Anwendung sind. Dabei reicht die Palette von Produkten der Automobilzulieferindustrie bis zur Klebstoffindustrie. Das Geschäftsfeld verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr einen deutlichen Umsatzanstieg von 10,0 % (Vorjahr: 1,0 %). Das Segment "Instruments" ist im Jahr 2022 unser Hauptumsatzträger und umfasst hauptsächlich die Produktion sowie den Vertrieb von Werkzeugen und (Hand-)Geräten für unterschiedlichste industrielle Anwendungen. Wesentliche Einsatzgebiete sind Geräte für industrielle Groß-Küchen, Handwerksgeräte im Baubereich sowie Schweißgeräte und -anwendungen. Zudem werden Geräte für das Bedrucken von Verpackungen produziert. Die Umsatzerlöse in diesem Bereich sind in 2022 um 32,5% gestiegen (Vorjahr: 11,6%). Hierzu beitragen haben sowohl das organische Wachstum als auch der Erwerb von Geschäft von zwei Gesellschaften des ITW-Konzerns in den Niederlanden, die nicht zu diesem Konsolidierungskreis gehören. Der Bereich "Machines" produziert und vertreibt hauptsächlich maschinelle Anlagen, die einerseits von der Verpackungsindustrie genutzt und andererseits in der Qualitätskontrolle sowie der Riss- und Lebensdauerprüfung an nahezu allen Materialien und Bauteilen eingesetzt werden. Die Umsatzerlöse in diesem Geschäftsbereich sind im Vergleich zum Vorjahr um 8,7 % gestiegen (Vorjahr: 5,5 %). Der Bereich "Consumables and Service" produziert Waren und erbringt operative Serviceleistungen sowohl gegenüber ITW-Gesellschaften außerhalb dieses Konsolidierungskreises als auch direkt gegenüber Endkunden. Bedeutsame Umsatzträger sind Analyseprodukte für Labore, Spezialfolien, Schweißdrähte sowie chemische Erzeugnisse. Die Umsätze in diesem Geschäftsbereich sind im Jahr 2022, im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 % (Vorjahr: 4,8 %) gestiegen. Die operative Geschäftstätigkeit des Holdingbereiches erstreckt sich im Wesentlichen auf das nationale Royalty- Programm. Die Royalties sind Leistungsentgelte für die Bereitstellung von Managementleistungen, den Maßnahmenkatalog 80/20 und alle weiteren kontinuierlichen Verbesserungsprozesse, Patentüberlassungen und andere Konzerndienstleistungen. Weiterhin werden im Holdingbereich Grundstücke und Gebäude an einzelne Konzerngesellschaften vermietet, alle wesentlichen Anteile an verbundenen Unternehmen in Deutschland gehalten sowie der Cash-Pool für die deutschen Gesellschaften des ITW Inc.-Konzerns verwaltet. Personal Im Geschäftsjahr 2022 sind durchschnittlich 3.660 Mitarbeiter (Vorjahr: 3.609 Mitarbeiter) im Konzern beschäftigt gewesen; zum Bilanzstichtag 3.737 (Vorjahr: 3.612). Der Anstieg der Mitarbeiterzahl betrifft im Wesentlichen unsere Geschäftsaktivitäten in der Automobilzulieferindustrie und der industriellen Küchenausstattung und resultiert aus der nach der Pandemie ansteigenden Entwicklung des Gesamtmarktes. Die Arbeitnehmer sind aufgrund der diversifizierten Struktur und Branchenfokussierung unterschiedlichen Gewerkschaften und die Gesellschaften unterschiedlichen Arbeitgeberverbänden angeschlossen und werden ebenso von unterschiedlichen Tarifverträgen tangiert. In zahlreichen Ausbildungsberufen werden in unseren Konzerngesellschaften regelmäßig Auszubildende beschäftigt; dies betrifft sowohl den gewerblichen als auch den technisch-kaufmännischen Bereich. Arbeitnehmern in Führungspositionen werden überein von der ITW Inc. unter Mitwirkung der Tochtergesellschaften angebotenes Programm nach vertraglich festgelegten Regelungen Aktienoptionen gewährt, die diese nach einer Stillhaltefrist einlösen können. Sämtliche Tätigkeiten der Organe, Führungskräfte und Mitarbeiter unseres Konzerns unterliegen selbstverständlich den allgemeinen rechtlichen Regelungen. Hierbei stellen alle Konzernunternehmen durch geeignete Maßnahmen wie Schulungen und interne Revisionen sicher, dass sämtliche Aktivitäten gesetzeskonform sind. Unterstützt werden diese Maßnahmen auf Einzelunternehmensebene durch adäquate Gesamtkonzernrichtlinien und die ITW-Verhaltensgrundsätze, die regelmäßig aktualisiert und in zu absolvierenden Kursen vermittelt und überprüft werden. Daneben prüft die interne Revision des Gesamtkonzerns ITW in Einzelprüfungen die Einhaltung dieser Grundsätze. Beschaffung Sämtliche Konzerngesellschaften sind bestrebt, bei ihrer Lieferantenauswahl alle für einen erfolgreichen Geschäftsverlauf wesentlichen Aspekte wie Qualität, Zuverlässigkeit, Service, Preis, Innovation und Wirtschaftlichkeit zu beachten. Vor dem Hintergrund eines intensiveren Wettbewerbsumfeldes stand und steht die Beschaffung der einzelnen Gesellschaften und des Gesamtkonzerns weiterhin vor großen Herausforderungen, denen im Rahmen der Strategic Sourcing Initiative kontinuierlich begegnet wird. Im abgelaufenen Geschäftsjahr bestand die Herausforderung in diesem Bereich darin mitzuhelfen, drohende Kostensteigerungen aufgrund der hohen Inflation und weiterhin beeinträchtigter Lieferketten abzuwehren oder zumindest abzumildern. Eine wesentliche Kennzahl des operativen Geschäftes ist die durchschnittliche Verweildauer der Vorräte im Unternehmen (Months on Hand). Daher suchen sämtliche operative Konzerngesellschaften regelmäßig nach Lösungen, eine geringe Verweildauer der Vorräte durch geeignetes Vorrats- und Beschaffungsmanagement zu erzielen. Die Verweildauer beträgt zum 31. Dezember 2022 bei den wesentlichen operativen Einheiten zwischen 0,3 und 5,2 (Vorjahr: zwischen 0,3 und 4,2) und liegt somit in dem von uns erwarteten Bereich. Um auch in dem aktuell durch Lieferkettenprobleme beeinträchtigten Umfeld möglichst immer voll lieferfähig zu sein, wurden die Vorratsbestände nochmals planmäßig erhöht. Materialien zur Produktion größerer Anlagen im Kundenauftrag sind überwiegend durch erhaltene Anzahlungen finanziert. Produktion Die dezentrale Ausrichtung unseres Konzerns führt dazu, dass auch die Produktion an vielen verschiedenen Standorten deutschlandweit ausgeübt wird. Die Produktionsstandorte ergeben sich mehrheitlich aus den Akquisitionen der letzten Jahre und Jahrzehnte, da unser Konzern in der Vergangenheit wesentlich durch Zukäufe gewachsen ist. Die regionalen Schwerpunkte liegen in Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen sowie in Rheinland-Pfalz. Der im vergangenen Geschäftsjahr abgeschlossene Ausbau unseres Standortes in Offenburg stellt für unsere Gruppe eine wesentliche Investition in die bestehenden Standorte dar. Darüber hinaus investieren wir kontinuierlich in unsere Standorte, auch vor dem Hintergrund wichtiger werdender Nachhaltigkeitskriterien. Vertrieb Der Vertrieb der Güter wird in den Kernmärkten im Wesentlichen im Direktvertrieb abgewickelt. Daneben bedienen wir uns in einzelnen Teilmärkten aber auch Handelsvertreter oder Händler. Das Geschäft mit anderen ITW-Gesellschaften außerhalb des Konsolidierungskreises umfasst wie in den Vorjahren aufgrund der dezentralen und breit gefächerten Ausrichtung und der Kundennähe unserer Gesellschaften lediglich einen Anteil von rund 17,6 % am Gesamtumsatz. Ertragslage Die Ergebnisentwicklung unseres Konzerns wird einerseits von der inländischen Industriekonjunktur beeinflusst, da Deutschland in den meisten von ITW bedienten Segmenten einen Kernmarkt darstellt und dieser Teilkonzern des Gesamtkonzerns ITW Inc. insofern einen länderspezifischen Ausschnitt der Gesamtaktivitäten darstellt. Andererseits werden die in Deutschland produzierten Waren sowohl über eigene Kanäle als auch über ITW- Gesellschaften in anderen Ländern auf den Weltmarkt exportiert, so dass auch die Exportkonjunktur einen durchaus signifikanten Einfluss auf die Ertragslage dieses Konzerns hat. Die Umsatzerlöse konnten wir im Geschäftsjahr 2022 deutlich um 17,1 % steigern. Im Wesentlichen ist dieser Anstieg der Umsatzerlöse auf zwei Faktoren zurückzuführen. Zum einen auf die Erholung von der COVID-19-Pandemie, zum anderen auf inflationäre Effekte, welche einen Anstieg der Verkaufspreise zufolge haben. Zusätzlich resultiert ein Anstieg von rund 4 % aus dem Erwerb von Geschäftstätigkeiten von ITW-Gesellschaften außerhalb dieses Konsolidierungskreises. Die Bruttomarge ist in 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Prozentpunkte nur leicht von 28,1 % auf 26,4 % gesunken. Darin zeigt sich, dass unsere Divisionen sehr erfolgreich Preissteigerungen auf der Einkaufsseite aufgrund von Inflation und Lieferkettenengpässen weitergeben konnten. Außerdem zeigten unsere Projekte zur Kostendisziplin weiterhin Erfolge. Der Anteil der Vertriebskosten hat sich im Geschäftsjahr 2022 trotz eines nominellen Anstieges um mehr als 13 Mio. Euro aufgrund des Umsatzanstieges um 0,1 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr verringert. Diese Entwicklungen zeigen, dass einerseits die Reisetätigkeiten im Vergleich zum Vorjahr wieder zugenommen haben, dass aber andererseits unsere Anstrengungen zur weiterhin konsequenten Kostendisziplin erfolgreich gewesen sind. Die allgemeinen Verwaltungskosten betragen im Geschäftsjahr 4,1 % der Umsatzerlöse und verzeichnen im Vergleich zum Vorjahr somit einen Rückgang um 0,1 Prozentpunkte. Analog zu den Vertriebskosten steht einem nominellen Anstieg ein leichter prozentualer Rückgang entgegen. Der Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge sowie der sonstigen betrieblichen Aufwendungen hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 0,8 Mio. Euro verschlechtert. Zu dieser Entwicklung hat im Wesentlichen die Veränderung der Aufwendungen und Erträge aus der Fremdwährungsumrechnung (per Saldo -0,8 Mio. Euro) beigetragen. Im Ergebnis liegt das EBIT (Betriebsergebnis) rund 9,0 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Die EBIT-Marge in Prozent der Umsatzerlöse liegt bei 12,1 %, was einem Rückgang um 1,1 Prozentpunkte (Vorjahr: 13,2 %) und dem für das Jahr 2022 erwarteten Wert entspricht. Das Konzernjahresergebnis für das Jahr 2022 wird weiterhin belastet durch planmäßige Abschreibungen auf die aus der Erstkonsolidierung entstandenen Geschäfts- oder Firmenwerte (TEUR 54.212; Vorjahr: TEUR 54.320). Außerplanmäßige Abschreibungen sind im Geschäftsjahr 2022 nicht angefallen. Das Finanzergebnis umfasst Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 56.419 (Vorjahr: TEUR 57.655), die insbesondere aus der partiellen Fremdfinanzierung von Investitionen resultieren, sowie Erträge aus der Verzinsung einer Ausleihung an ein verbundenes Unternehmen, das nicht Teil dieses Konzernabschlusses ist (TEUR 15.719; Vorjahr: TEUR 15.740). Erträge aus Beteiligungen liegen aufgrund der Veräußerung der nicht konsolidierten Beteiligungsunternehmen erwartungsgemäß nicht vor. Die Steueraufwendungen im Geschäftsjahr 2022 umfassen zum einen Ertragsteuerbelastungen für das laufende Geschäftsjahr (TEUR 12.081; Vorjahr: TEUR 9.798). Zum anderen sind per Saldo Erträge aus Steuern für Vorjahre von TEUR 3.442 enthalten. Insgesamt ergibt sich ein Konzernjahresüberschuss von TEUR 36.335 (Vorjahr: TEUR 27.870). Vermögens- und Finanzlage Die Konzernbilanzsumme beträgt zum Geschäftsjahresende 2022 TEUR 1.919.228 und besteht hauptsächlich aus langfristig gebundenem Vermögen. Es handelt sich hierbei unter anderem um Ausleihungen an verbundene Unternehmen (TEUR 280.332; Vorjahr: TEUR 290.890), Anteile an nicht konsolidierten Unternehmen in Höhe von TEUR 2.277 (Vorjahr: TEUR 2.277) sowie Geschäfts- oder Firmenwerte von TEUR 169.207 (Vorjahr: TEUR 234.716). Der Geschäfts- oder Firmenwert aus den Einzelabschlüssen sowie der Konsolidierung resultiert im Wesentlichen aus der Erstkonsolidierung der deutschen Tochtergesellschaften dieses Konzerns. Die Abschreibungen des Geschäfts- oder Firmenwertes setzen sich zusammen aus planmäßigen Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte aus Erstkonsolidierung in Höhe von TEUR 54.212 sowie aus Abschreibungen auf in Konzerngesellschaften bestehenden Geschäfts- oder Firmenwerten in Höhe von TEUR 3.267. Die neben dem Geschäfts- oder Firmenwert bestehenden immateriellen Vermögensgegenstände (TEUR 60.849) beruhen in Höhe von TEUR 4.023 auf stillen Reserven, die ebenfalls im Rahmen der Erstkonsolidierung aufgedeckt wurden. Diese betreffen im Wesentlichen im Rahmen von Akquisitionen erworbene Kundenlisten. Darüber hinaus führte vor allem der Erwerb weiterer Kundenlisten zu Zugängen bei den immateriellen Vermögensgegenständen im Geschäftsjahr. Weiterhin bestehen langfristige Darlehensforderungen an ein ITW-Unternehmen außerhalb dieses Konsolidierungskreises in Höhe von TEUR 280.332, die auch im abgelaufenen Geschäftsjahr planmäßig getilgt wurden. Grund und Boden sowie die Gebäude weisen zum 31. Dezember 2022 einen Buchwert von TEUR 71.251 aus, während der Buchwert des übrigen Sachanlagevermögens TEUR 73.271 beträgt. Der Rückgänge im Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 3.027 betreffen im Wesentlichen planmäßige Abschreibungen. Das kurzfristig gebundene Vermögen besteht im Wesentlichen aus liquiden Mitteln, Vorräten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der Anstieg der Vorräte um TEUR 27.704 ist dabei insbesondere auf eine höhere Bevorratung aufgrund erwarteter Störungen der Lieferketten zurückzuführen. Die sonstigen Vermögensgegenstände verzeichnen einen Anstieg um TEUR 2.463. Die Eigenkapitalquote hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 0,8 % auf 2,7 % erhöht und entspricht dem für das Geschäftsjahr 2022 erwarteten Wert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 1.564.851 hauptsächlich langfriste Darlehensverpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen, die nicht in diesen Konsolidierungskreis einbezogen werden. Weiterhin sind Cash-Pool-Verbindlichkeiten enthalten, die durch Ausschüttungen von Gesellschaften außerhalb dieses Konsolidierungskreises von TEUR 81.157 im Vorjahr auf TEUR 48.353 im laufenden Jahr gesunken sind. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit TEUR 13.814 enthalten. Darüber hinaus bestehen Pensionsverpflichtungen (TEUR 74.433), Steuerrückstellungen für das abgelaufene und für vorherige Geschäftsjahre (TEUR 5.597) sowie sonstige Rückstellungen im Rahmen des operativen Geschäftes (TEUR 84.483). Die Veränderung zum Vorjahr beruht dabei bei den sonstigen Rückstellungen im Wesentlichen auf einem Anstieg der Restrukturierungsrückstellungen. Zum 31. Dezember 2022 verzeichnet der Finanzmittelfonds einen Anstieg um TEUR 17.404 auf TEUR 851.450 gegenüber dem Vorjahr. Dies beruht im Wesentlichen auf einem positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 155.855. Dem gegenüber stehen ein negativer Cashflow aus der Investitionstätigkeit von TEUR -56.305 sowie ein negativer Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR -82.146. Sämtliche Konzerngesellschaften sind in das zentrale Cash-Management der ITW-Gruppe in Deutschland eingebunden. Über das Mutterunternehmen dieses Konzerns erfolgt die Sicherung und Sicherstellung der Liquidität zentral durch die oberste Konzerngesellschaft der ITW-Gruppe, die ITW Inc. Die Sicherung der Liquiditätsausstattung umfasst das gesamte operative Geschäft inklusive Investitionen, den Abschluss angemessener Kreditlinien mit den Kreditinstituten sowie die sonstige finanzielle Absicherung von Geschäften. Überschüssige Gelder werden zentral im europäischen Cash-Pool angelegt. 5. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Zur Vermeidung und Früherkennung zukünftiger Entwicklungen, die negativen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten, sind entsprechende Überwachungs- und Lenkungssysteme installiert. Für die Abwicklung der vielfältigen Geschäftsvorfälle bestehen detaillierte Anweisungen sowie ein zeitnahes und umfassendes Berichtswesen an die oberste Konzernmuttergesellschaft, in das unser Konzern eingebunden ist. Somit ist neben der Kontrolle und Transparenz der internen Geschäftsabwicklung eine weitgehende und permanente Überwachung durch den Gesamtkonzern gegeben, die durch Prüfungen der Konzern-Revisionsabteilung vervollständigt wird. Im Rahmen der ITW-Geschäftsstrategie werden Risiken, die grundsätzlich den geschäftlichen Aktivitäten unserer Gesellschaften innewohnen können, minimiert oder sogar nach Möglichkeit vermieden, damit potenzielle Schäden von unseren Konzernunternehmen ferngehalten werden können. Risiken werden bewusst nur in den Fällen eingegangen, in denen sie kalkulierbar bzw. vertretbar sind. Durch die unterschiedlichen Märkte, in denen sich unsere Konzernunternehmen bewegen, sind diese auch den Risiken der einzelnen Branchen und Märkte ausgesetzt, was im Wesentlichen die Konjunkturlage in einzelnen Bereichen oder Regionen wie auch Rohstoffpreisschwankungen und Währungsrisiken betrifft. Gleichzeitig sind mehrere unserer Konzerngesellschaften als Lieferant von Komponenten vom Markterfolg ihrer Kunden und deren Lieferfähigkeit gegenüber den Endkunden abhängig. Die eigene Produktion der Gesellschaften ist im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit grundsätzlich potenziellen Produktionsstörungen ausgesetzt. Abgesehen von Großereignissen wie Bränden oder Explosionen, bei denen nur eine sehr geringe Eintrittswahrscheinlichkeit besteht, betrifft dies hauptsächlich einen möglichen Ausfall von Energieversorgung, technische Ausfälle und EDV-Störungen. Sämtliche dieser Geschäftsrisiken sind in angemessenem Rahmen durch geeignete Maßnahmen vor Ort sowie im Schadensfall durch konzernweite Versicherungen abgedeckt. Darüber hinaus wird von unseren Unternehmen ein geeignetes Qualitätsmanagement praktiziert, um Produkthaftungsrisiken weitgehend auszuschließen. Finanzwirtschaftliche Risiken sind im Wesentlichen Devisenkurs- und Zinsrisiken sowie Bonitäts- und Liquiditätsrisiken der Kunden. Sämtliche Konzerngesellschaften mussten sich auch im Jahr 2022 dem anhaltenden Wettbewerbs- und Preisdruck in ihren relevanten Märkten stellen, der aufgrund des intensiven Wettbewerbs in einem konjunkturell anspruchsvollen Umfeld in Verbindung mit weiter anhaltendem Kostendruck und konzernweiten Wachstumszielen anhalten wird. Zusätzlich verstärkt wird das Risiko durch die anhaltenden Unsicherheiten in Bezug auf die Entwicklung der Weltwirtschaft, die insbesondere zu höheren Bonitäts- und Liquiditätsrisiken führen kann. Auch wenn unsere Gruppe ein reiner Industriekonzern ist, der kein IT- oder Hochtechnologiegeschäft betreibt, nehmen Cyber-Risiken auch für uns einen höheren Stellenwert ein. Wir begegnen diesen durch regelmäßige Schulungen, umfangreiche Kommunikation inkl. Verhaltensempfehlungen und -anweisungen der Konzernmuttergesellschaft in Glenview sowie Investitionen in Technologie, Compliance-Tätigkeiten und die Treasury-Abteilung. Weiterhin versuchen die Konzerngesellschaften, ihren Fokus auf die Kostenseite zu legen und durch weitere Prozessverbesserungen das Ergebnis zu steigern. Unabhängig von der derzeitigen wirtschaftlichen Lage werden wir aber auch in Zukunft ein Hauptaugenmerk auf die Weiter- und Neuentwicklung von Produkten legen, um durch innovative Produkte und kundenfreundliche Lösungen die Marktpositionen weiter stärken und nachhaltiges, organisches Wachstum erzielen zu können. Die Eigenkapitalausstattung unserer Muttergesellschaft ist weiterhin ausreichend. In Verbindung mit der operativen Ertragskraft unserer Tochtergesellschaften und einem weiterhin hohen Bestand an liquiden Mitteln fühlen wir uns gerüstet, die weiter notwendigen Investitionen in bestehende Geschäftsfelder sowie neue Akquisitionen erfolgreich zu tätigen und die Finanzierung des Geschäftsbetriebs gewährleisten zu können. Eventuell in Zukunft auftretende Risiken im operativen Geschäftsbetrieb würden unter Umständen Kapitalmaßnahmen des Gesellschafters bzw. indirekt durch die ITW Inc. als oberste Konzerngesellschaft erforderlich machen. Derartige Risiken aus dem Geschäftsbetrieb sind uns zum derzeitigen Zeitpunkt nicht bekannt. Die durch die Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte verursachte Belastung des Konzernergebnisses wird in den kommenden Jahren abnehmen, allerdings auch künftig die Eigenkapitalquote noch belasten. Unser Konzern ist auf informations ("IT")-technische Netze und Systeme, einschließlich des Internets, angewiesen, um elektronische Informationen zu verarbeiten, zu übermitteln und zu speichern und um eine Vielzahl von Geschäftsprozessen und -tätigkeiten zu verwalten oder zu unterstützen, unter anderem in der Beschaffung, Herstellung, dem Vertrieb, der Rechnungsstellung und dem Forderungsmanagement. Diese Technologienetze und -Systeme können durch Ausfälle bei der Aktualisierung oder dem Ersatz von Software, Datenbanken oder Komponenten, durch Stromausfälle, Hardwareausfälle, Computerviren oder andere Störungen beschädigt oder abgeschaltet werden. Die Angriffe von Computerhackern, die weltweit sowohl in ihrem Ausmaß als auch in ihrer Häufigkeit zugenommen haben, haben neue und noch nie dagewesene Formen angenommen, und es wird immer schwieriger, diese rechtzeitig zu erkennen. Kleinere Sicherheitsverstöße sind von Zeit zu Zeit aufgetreten und werden auch in Zukunft zu erwarten sein. Obwohl die bisherigen Cyberangriffe keine wesentlichen Auswirkungen hatten, könnten künftige Sicherheitsverletzungen zur unbefugten Offenlegung vertraulicher Informationen oder persönlicher Daten unserer Mitarbeiter, Partner, Kunden oder Lieferanten führen. Wenn unsere Informationstechnologiesysteme schwer beschädigt, gestört oder abgeschaltet werden und die Pläne zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs nicht rechtzeitig gelöst werden oder wir gegen Datenschutzgesetze verstoßen, könnte dies negative Auswirkungen auf das Betriebsergebnis haben oder der Konzern könnte finanziellen Schaden oder Reputationsverlust erleiden. Um dies zu vermeiden, arbeitet unsere EDV-Abteilung in den USA mit den operativen Einheiten zusammen an Prozessen zur Sicherung unserer Systeme. Darüber hinaus werden die Mitarbeiter in regelmäßig stattfindenden Schulungen für das Thema Cybersicherheit sensibilisiert. 6. Forschung und Entwicklung Forschung und Entwicklung werden sowohl in regionalen Technologiezentren als auch zentral durch die ITW Inc. mit ihrem Technology-Center in Chicago getätigt. Die für 2023 geplanten Investitionen der ITW Inc. im Bereich Forschung und Entwicklung sollen weiterhin zu vereinfachten, weiter standardisierten und qualitativ hochwertigen Produktentwicklungen führen und das Risiko von Fehlentwicklungen, nicht ausreichender Qualität oder der Nichteinhaltung von vorgegebenen Terminen minimieren. Die deutsche ITW-Gruppe betreibt Technologiezentren insbesondere in Offenburg, Röttingen, Creglingen, Darmstadt, Singen, Hodenhagen und Enkenbach. Insgesamt sind im Geschäftsjahr 2022 an den deutschen Standorten dabei Aufwendungen in Höhe von ca. TEUR 21.836 angefallen, was einen leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr darstellt. Diese Aufwendungen werden, wie in den Vorjahren an die ITW Ltd., Großbritannien, weiterbelastet. 7. Ausblick auf das kommende Geschäftsjahr Trotz der weiterhin bestehenden ökonomischen Unsicherheiten hat sich unser Geschäft in den ersten sieben Monaten 2023 insgesamt zufriedenstellend entwickelt. Die Nachfrage unserer Kunden ist im überwiegenden Teil unseres Konzerns stabil bis gut. Limitierende Faktoren sind weiterhin partiell Probleme der Materialverfügbarkeit aufgrund der Probleme in den internationalen Lieferketten, der kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine sowie die damit einhergehenden Sanktionen gegenüber Russland. Für den weiteren Verlauf des Jahres 2023 sind wir aufgrund der Entwicklung in den ersten sieben Monaten vorsichtig optimistisch. Allerdings sind die Aussichten zum derzeitigen Zeitpunkt noch mit einer Vielzahl von Unsicherheiten belegt. Wesentlichen Einfluss auf die Aussichten für das Gesamtjahr 2023 werden die Konjunkturentwicklungen in einigen zentralen Branchen wie Automobil- und Bauindustrie, die Investitionsentscheidungen unserer Kunden, die Sicherstellung einer ausreichenden Materialverfügbarkeit sowie auch die weitere Entwicklung der Inflation haben. Zum derzeitigen Zeitpunkt erwarten wir insbesondere im Gastronomiebereich eine weitere Erholung des Geschäftes und einen Wachstumstreiber für das Geschäftsjahr 2023. Weiterhin rechnen wir auch für den Schweiß-, sowie Test & Measurement-Bereich mit weiter steigenden Umsätzen. Im Automotive-Bereich liegen die Abrufzahlen der Hersteller aber weiterhin unter unseren Erwartungen. Hier wird in Zukunft auch die Entwicklung der E-Auto-Offensive der Hersteller und der Staaten ein wichtiger Faktor sein. Unser Konzern fühlt sich aufgrund der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten unserer Produkte gut gerüstet für diese Transformation der Branche. Für unseren Konzern erwarten wir insgesamt Umsatzerlöse und ein operatives Ergebnis oberhalb des Niveaus von 2022. Für das zweite Halbjahr 2023 können weitere Beeinträchtigungen auf unsere Geschäftstätigkeiten durch Unterbrechungen der Lieferketten sowie negative konjunkturelle Entwicklungen nicht ausgeschlossen werden. Für unseren Konzern gehen wir aufgrund der vorstehend beschriebenen Rahmenbedingungen von einem Anstieg der Umsatzerlöse um rund 3,7 % im Geschäftsjahr 2023 aus. Die Erwartung für die Bruttomarge für das Gesamtjahr liegt zwischen 27,0 % und 28,0 %. Bei den Vertriebskosten erwarten wir für 2023 einen weiteren Anstieg aufgrund weiter steigender Reisekosten als auch durch strukturelle Investitionen in unsere Vertriebsbereiche. Bei den Verwaltungskosten dagegen erwarten wir einen leichten Rückgang. Nach nun sieben Monaten Geschäft in 2023 erwarten wir für das Gesamtjahr Umsatzerlöse von insgesamt rund 1,2 Mrd. Euro sowie eine EBIT-Marge vor Goodwill-Abschreibungen zwischen 11,0 % und 12,0 %. Im Hinblick auf die Vermögenslage rechnen wir im Geschäftsjahr 2023 hinsichtlich der Umschlagshäufigkeit der Vorräte mit einem "Months-on-Hand" zwischen 0,2 und 5,0, somit keinem weiteren Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Mittelfristig erwarten wir einen Rückgang dieser Kennzahl als eine Reaktion auf eine erwartete Verbesserung der Lieferkettenthematik. Bis zum 31. Juli 2023 hat unser Konzern einen Umsatz von Mio. EUR 638 erzielt und liegt damit nicht inflationsbereinigt rund 6,5 % über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Dabei konnten Umsatzsteigerungen im Gastronomiebereich, in Test & Measurement sowie dem Schweißbereich Umsatzrückgänge im Baubereich und bei den chemischen Produkten überkompensieren. Die um die Beteiligungserträge bereinigte EBIT-Marge vor Goodwill- Abschreibungen liegt bei 11,3 %. In Bezug auf die Eigenkapitalquote erwarten wir aufgrund der positiven Jahresergebnisse einen weiteren Anstieg im kommenden Jahr.
Düsseldorf, den 31. August 2023 ITW LLC & Co. KG vertreten durch die Direktoren der ITW German Management LLC Thomas Ehmans Randall J. Scheuneman Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022Allgemeine Hinweise Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß § 290 ff. HGB aufgestellt. Das Geschäftsjahr 2022 entspricht wie im Vorjahr dem Kalenderjahr. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss umfasst die ITW LLC & Co. KG, Düsseldorf, (im Folgenden ITW LLC; Handelsregister Düsseldorf; HRA 23084) sowie 26 inländische Tochterunternehmen. Im Geschäftsjahr 2022 wurde die Kleinmann GmbH, Sonnenbühl, auf die ITW LLC & Co. KG, Düsseldorf, verschmolzen. Eine Vergleichbarkeit zum Vorjahr ist weiterhin gegeben, da der Geschäftsumfang der ehemaligen Kleinmann GmbH weiterhin konsolidiert wird. Gesellschaften ohne Geschäftstätigkeit oder mit geringem Geschäftsumfang wurden gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Diese Gesellschaften sind auch zusammengenommen für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung, da ihre Vermögensgegenstände und ihre Umsatzerlöse weniger als 1 % der Bilanzsumme bzw. des Konzernumsatzes ausmachen. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung für Gesellschaften, die bereits bei erstmaliger Aufstellung des Konzernabschlusses zum Konsolidierungskreis gehörten (vor BilMoG), wurde auf den Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung (§ 301 Abs. 2 Satz 1 HGB a.F.) durchgeführt. Akquisitionen ab dem Geschäftsjahr 2010/2011 wurden zum Erwerbszeitpunkt konsolidiert. Die nach Aufdeckung stiller Reserven verbleibenden aktiven Unterschiedsbeträge wurden für sämtliche Gesellschaften als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und werden planmäßig abgeschrieben. Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises wurden - soweit vorhanden - eliminiert. Die Anteile anderer Gesellschafter betreffen die ITW Real Estate Germany GmbH, an der eine ITW-Gesellschaft außerhalb dieses Konzernkreises beteiligt ist. Daneben werden die Beteiligungen fremder Dritter an der VR-Leasing SARITA GmbH & Co. Immobilien KG und der VR-Leasing MAROS GmbH & Co. Immobilien KG sowie die Gewinnanteile der Komplementäre dieser Leasingobjektgesellschaften in den Anteilen anderer Gesellschafter ausgewiesen. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss der Muttergesellschaft einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen unter Berücksichtigung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung erstellt. Die immateriellen Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Abschreibungen bewertet. Planmäßige Abschreibungen werden linear vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 800 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Herstellungskosten unter Berücksichtigung von Abschreibungen bewertet. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Das Wahlrecht gemäß § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB wurde nicht ausgeübt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sowie die unfertigen Leistungen sind zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht aktiviert. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. es werden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten abzüglich der Wertabschläge für Einzelrisiken und für das allgemeine Kreditrisiko bilanziert. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Liquide Mittel werden zu ihrem Nominalwert angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Von dem Wahlrecht zum Ansatz des aktiven latenten Steuerüberhangs aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 i.V.m. § 298 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gebildet, soweit dies nach §§ 274 und 306 HGB zulässig bzw. geboten ist. Dabei werden im Konzern aufgrund der bestehenden steuerlichen Organschaft sämtliche Beträge beim Organträger einbezogen und ausgewiesen. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des Ertragsteuersatzes des steuerlichen Organkreises des Konzerns von 13,40 %. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt eine aktive latente Steuer, die aufgrund der Ausübung des Wahlrechts zum Ansatz des aktiven latenten Steuerüberhangs aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht bilanziert wird. Bei der Bemessung der Rückstellungen werden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei der Bewertung des Erfüllungsbetrages wurden Kostensteigerungen zwischen 1,78 % und 3,05 % berücksichtigt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren unter Verwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit einem Zinsfuß von 1,78% p.a. (Vorjahr: 1,87 % p.a.) auf Basis der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Dabei sind Lohn- und Gehaltssteigerungen mit 3,05 % p.a., die jährlichen Steigerungen der Beitragsbemessungsgrenze zu den Sozialversicherungen mit 3,05 % sowie die jährliche Rentenanpassung mit 2,20 % entsprechend berücksichtigt. Die Rückstellungen werden nach §253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Seit dem 31. Dezember 2016 wird für die Abzinsung der Pensionsrückstellungen der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre herangezogen. Im Vergleich zum bis dahin für die Abzinsung verwendeten Marktzinssatzes der letzten sieben Jahre ergibt sich zum 31. Dezember 2022 ein um TEUR 4.208 niedrigerer Betrag für die Pensionsrückstellungen. Die Bemessung der Verpflichtungen aus Jubiläen, Altersteilzeit sowie Sterbegeld wird ebenfalls nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren unter Verwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit einem Zinsfuß von 1,44 % p.a. (Vorjahr: 1,35 % p.a.) auf Basis der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Dabei sind Lohn- und Gehaltssteigerungen mit 3,05 % p.a. berücksichtigt. Die Rückstellungen werden nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Jahresabschluss mit dem Tagesmittelkurs zum Zeitpunkt der Ersteinbuchung bewertet. Am Abschlussstichtag werden auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr zum Stichtagskurs umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs angesetzt, soweit die Entstehungskurse nicht niedriger waren (bei Aktivposten) oder höher lagen (bei Passivposten). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften in lokale Währung werden erfolgswirksam erfasst und im Anhang gesondert unter dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" angegeben. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Unter den immateriellen Vermögensgegenständen werden im Wesentlichen Geschäfts- oder Firmenwerte aus Einzelabschlüssen, Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung sowie gewerbliche Rechte und Software ausgewiesen. Bei den selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um aktivierte Entwicklungskosten. Die Nutzungsdauer der im Rahmen der durchgeführten Erstkonsolidierungen entstandenen Geschäfts- oder Firmenwerte wird auf zehn bis 15 Jahre geschätzt. Die Nutzungsdauer der Geschäfts- oder Firmenwerte aus den Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften wird auf 15 Jahre geschätzt. Diese Schätzungen basieren auf der Dauer der Verwertbarkeit von vorhandenem branchenspezifischem Know-how, der Positionierung auf den entsprechenden Beschaffungs- und Absatzmärkten, den Lebenszyklen der verwendeten Technologien, der prognostizierten Entwicklung der Absatzmärkte, der Innovationsfähigkeit der einzelnen Segmente sowie der antizipierten Wertentwicklung des jeweiligen Geschäfts in den kommenden Jahren. Der Geschäfts- oder Firmenwert aus der Erstkonsolidierung wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr planmäßig um Mio. EUR 54,2 (Vorjahr: Mio. EUR 54,3) abgeschrieben.
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zu diesem Konzernanhang dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen TEUR 6.282 (Vorjahr: TEUR 22.480) solche aus dem Cash-Pool und TEUR 34.291 (Vorjahr: TEUR 30.718) solche aus Lieferungen und Leistungen. Forderungen gegen Gesellschafter bestanden wie im Vorjahr nicht. Latente Steuern Aktive latente Steuern resultieren im Wesentlichen aus steuerlichen Zinsvorträgen, aus steuerlich höheren Wertansätzen von Firmenwerten in den Einzelabschlüssen der Gesellschaften des Konsolidierungskreises sowie aus Rückstellungen (§ 274 HGB). Unterschiede zwischen Konzernbilanz und Steuerbilanz, die zu passiven latenten Steuern führen würden, ergeben sich insbesondere aus im Rahmen der Erstkonsolidierung aufgedeckten stillen Reserven auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Grundstücke (§ 306 HGB). Eigenkapital Das Komplementärkapital von TEUR 9.376 (TEUR 1.421 Kapitalanteil und TEUR 7.955 variables Kapital) sowie das Kommanditkapital von TEUR 1.515.358 (TEUR 404.971 Kapitalanteil und TEUR 1.110.387 variables Kapital) entsprechen den im Einzelabschluss der ITW LLC ausgewiesenen Bilanzposten. Der in den Rücklagen ausgewiesene Ausgleichsposten in Höhe von TEUR -1.473.543 betrifft das gegenüber dem Einzelabschluss des Mutterunternehmens im Konzernabschluss niedrigere erwirtschaftete Eigenkapital. Pensionsrückstellungen Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB sind die beizulegenden Zeitwerte von Rückdeckungsversicherungen, die durch Verpfändung an den oder die Pensionsberechtigten dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, mit diesen Verpflichtungen verrechnet worden. Die Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände belaufen sich auf TEUR 591 (Vorjahr: TEUR 576), der Zeitwert der Vermögensgegenstände entspricht dem Buchwert, der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beträgt TEUR 1.492 (Vorjahr: TEUR 1.404). Es ergibt sich ein passiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung von TEUR 901 (Vorjahr: TEUR 828), der in den Pensionsrückstellungen enthalten ist. Der Zinsaufwand aus den Pensionsverpflichtungen beträgt TEUR 40 (Vorjahr: TEUR 47). Der Aufwand aus dem Aktivwert beläuft sich auf TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 29). Darüber hinaus wird der Zuführungsbetrag zu den Rückstellungen anteilig in den Herstellungs-, Vertriebs- und Verwaltungskosten ausgewiesen. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Gewährleistungsverpflichtungen, Kundenboni, Urlaubsansprüche und Mitarbeitervergütungen, Rechts- und Beratungskosten und ausstehende Rechnungen gebildet. Verbindlichkeitenspiegel
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 1.564.851 (Vorjahr: TEUR 1.564.851) Darlehensverbindlichkeiten, in Höhe von TEUR 48.353 (Vorjahr: TEUR 81.157) das Cash-Pooling in Deutschland und Skandinavien und mit TEUR 13.814 (Vorjahr: TEUR 18.904) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. In letzteren sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 3.198 (Vorjahr: TEUR 6.906) enthalten. Haftungsverhältnisse Im Rahmen des bestehenden Cash-Management-Systems der deutschen ITW-Gesellschaften besteht neben der Patronatserklärung der Illinois Tool Works Inc., Glenview/USA, eine gesamtschuldnerische Haftung aller beteiligten deutschen Konzerngesellschaften, somit sämtlicher konsolidierter und nicht konsolidierter deutscher Unternehmen des ITW-Inc.-Konzernkreises. Zum Bilanzstichtag ist von der Commerzbank AG eine Kreditlinie von rd. Mio. EUR 50,0 gewährt worden. Die Kreditlinie wurde insgesamt zum 31. Dezember 2022 in Höhe von Mio. EUR 43,4 (Vorjahr: Mio. EUR 33,0) im Wesentlichen für Avalkredite in Anspruch genommen, davon durch Gesellschaften des ITW-LLC-Konzerns Mio. EUR 32,3 (Vorjahr: Mio. EUR 32,7). Mit einer tatsächlichen Inanspruchnahme der Avalkredite wird nicht gerechnet, da die internationale ITW-Gruppe über ausreichend liquide Mittel verfügt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Nutzung eines Teils der Geschäftsimmobilien sowie der Betriebs- und Geschäftsausstattung (u.a. des Fuhrparks) erfolgt auf der Grundlage von Miet-, Pacht- und Operating-Leasingverträgen. Der Abschluss derartiger Verträge trägt auch zur Verringerung der Kapitalbindung bei und belässt das Investitionsrisiko bei den jeweiligen Vermietern bzw. Leasinggebern. Die im Zusammenhang mit den Verträgen bestehenden Verpflichtungen sind in den Angaben zu den sonstigen finanziellen Verpflichtungen enthalten. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Aufteilung des Material- und Personalaufwands
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung von TEUR 1.393 (Vorjahr: TEUR 692) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 2.212 (Vorjahr: TEUR 782). Zudem sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen Garantieaufwendungen in Höhe von TEUR 22.847 (Vorjahr: TEUR 22.846) enthalten. Zinsergebnis
Im Zinsergebnis sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 830 (Vorjahr: TEUR 952) enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Sonstige Angaben Geschäftsführung Die Geschäftsführung der ITW LLC & Co. KG wird durch den persönlich haftenden Gesellschafter, die ITW German Management LLC, Wilmington/USA, ausgeübt. Direktoren dieser Gesellschaft sind Randall J. Scheuneman (Kaufmann), Libertyville/USA, und Thomas Ehmans (Kaufmann), Willich. Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung der ITW LLC & Co. KG wird in analoger Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt wurden insgesamt 3.660 Mitarbeiter (Vorjahr: 3.609) beschäftigt, welche sich wie folgt auf die einzelnen Geschäftsbereiche aufteilen:
Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 834. Davon entfallen TEUR 589 auf Abschlussprüfungsleistungen und TEUR 245 auf Steuerberatungsleistungen. Nachtragsbericht Nach dem Abschlussstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, die sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in wesentlichem Maße auswirken können. Angaben gemäß § 313 Abs. 2 Nr. 1 und Nr. 4 HGB (Anteilsbesitz/Konsolidierungskreis) a) Inland
b) Ausland
Erleichterungen gemäß §§ 264 Abs. 3 bzw. 264b HGB Die nachfolgend aufgeführten Gesellschaften, die in den Konzernabschluss der ITW LLC einbezogen werden, nehmen zum 31. Dezember 2022 die Erleichterungsvorschriften gemäß §§ 264 Abs. 3 bzw. 264b HGB in Anspruch:
Düsseldorf, den 31. August 2023 ITW LLC & Co. KG vertreten durch die Direktoren der ITW German Management LLC Thomas Ehmans Randall J. Scheuneman Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2022
Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals für das Geschäftsjahr 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die ITW LLC & Co. KG, Düsseldorf Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der ITW LLC & Co. KG, Düsseldorf, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der ITW LLC & Co. KG, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 4. September 2023 Deloitte
GmbH
Prof. Dr. Holger Reichmann, Wirtschaftsprüfer Ralf Weskamp, Wirtschaftsprüfer |
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