MEWA Textil-Service SE & Co. Management OHG
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Management
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Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
Kommanditgesellschaft (KG)
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
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MEWA GmbH, Groß KienitzAufgelöst | 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MEWA Textil-Service SEWiesbadenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Aufsichtsrat Gabriele Gebauer Wiesbaden Vorsitzende Dr. Dirk Mattes Wiesbaden Prof. Dr. Hartmut Werner Hofheim am Taunus Rudolf Küttelwesch Niedernhausen Ulrike Meyer Berlin Vorstand Rolf Beisse Wiesbaden Bernhard Niklewitz Frankfurt an Main Inhalt Zusammengefasster Lagebericht 01. Grundlagen des Konzerns 02. Wirtschaftsbericht 03. Prognose, Chancen- und Risikobericht 04. Wirtschaftsbericht der MEWA Textil-Service AG 05. Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht (§ 312 AktG) Konzernabschluss Bilanz Gewinn- und Verlustrechnung Anlagenspiegel Kapitalflussrechnung Entwicklung des Eigenkapitals einschließlich der nicht beherrschenden Anteile Konzernanhang Bericht des Aufsichtsrates Angaben zum Beteiligungsbesitz Bestätigungsvermerk ZUSAMMENGEFASSTER Lagebericht01. Grundlagen des Konzerns Die MEWA Textil-Service SE (bis 13. Juni 2022: MEWA Textil-Service AG) mit Sitz in Wiesbaden ging hervor aus der am 1. August 1908 von Hermann Gebauer gegründeten "Mechanische Weberei Altstadt GmbH" (Mewa) in Ostritz-Altstadt bei Görlitz (Sachsen). Das Unternehmen produzierte und wusch Putztücher, die durch Öle, Fette, Lösungsmittel und Farben verschmutzt wurden. Dieses Stammgeschäft blieb ein Fundament der Mewa-Gruppe. Ende der 60er Jahre kam im Rahmen der Dienstleistung das Berufskleidungsgeschäft hinzu. Heute ist die Mewa-Gruppe an 45 Standorten in 14 Ländern für ca. 196.000 Kunden tätig. Durch die Mewa-Gruppe wurden in 2022 ca. 106 Mio. Putztücher hergestellt. *) Über 1,1 Mio. Beschäftigte in Industrie, Handel, Handwerk, Gastronomie tragen heute Berufs-, Schutz- oder Businesskleidung von Mewa. Über 70 Konfektionäre fertigen im Auftrag der Mewa-Gruppe Kleidung an. *) Die Mewa-Gruppe ist in die drei Geschäftsbereiche "Marketing, Sales & Service", "Unternehmenssteuerung" und "Produktion & Logistik" mit flachen Hierarchien organisiert. Die Mewa-Gruppe hat ihren Schwerpunkt in der Versorgung von Kunden aus dem Bereich Industrie, Handel, Handwerk und Gastronomie mit Textil-Dienstleistungen. Die wesentlichen Produktbereiche sind hier Putztücher (Mewa-Tuch-system - MTS) und Berufskleidung (Mewa-Berufskleidungs-system - MBS). Daneben beliefert Mewa ihre Kunden mit Businesskleidung (Mewa-Businesskleidung - MBK), Fußmatten (Mewa-Fußmattenservice - MFS), Handtuchrollen (Mewa-Waschraumservice - MWS), Teilereinigern (Mewa-Equipment Service - MES) und verkauft an Bestandskunden die wesentlichen Produkte aus dem Bereich Arbeitsschutz (Mewa-buy4work - MBW). Mit einem Umsatz von 831,1 Mio. € gehört die Mewa-Gruppe heute zu den Marktführern der Branche textile Dienstleistungen in Europa. *) Der Umsatz nach Produktbereichen stellt sich wie folgt dar: MBS und MBK 49,8 %, MTS 41,0 %, MBW 4,7 %, MFS 2,4 % sowie weitere Umsätze 2,1 %.
*) von KPMG ungeprüfte sonstige
Informationen
02. Wirtschaftsbericht 2.1 Entwicklung der Branche und der Gesamtwirtschaft Gemäß dem International Monetary Fund hat der weltweite Kampf gegen die Inflation, Russlands Krieg in der Ukraine und ein Wiederaufleben von COVID-19 in China die globale Wirtschaftstätigkeit im Jahr 2022 belastet, und die ersten beiden Faktoren werden dies auch im Jahr 2023 tun. Trotz dieses Gegenwinds war das reale BIP im dritten Quartal 2022 in zahlreichen Volkswirtschaften, darunter die Vereinigten Staaten, der Euroraum und wichtige Schwellen- und Entwicklungsländer, überraschend stark. Die Ursachen für diese Überraschungen waren in vielen Fällen inländischer Natur: ein über den Erwartungen liegender privater Konsum und Investitionen bei angespannten Arbeitsmärkten und einer unerwartet hohen fiskalischen Unterstützung. Das globale Wachstum, das für 2022 auf 3,4 Prozent geschätzt wird, wird voraussichtlich auf 2,9 Prozent im Jahr 2023 fallen, bevor es 2024 auf 3,1 Prozent ansteigt (Stand Februar 2023). Im Vergleich zur Oktoberprognose sind die Schätzungen für 2022 und Prognose für 2023 jeweils um etwa 0,2 Prozentpunkte höher, was auf positive Überraschungen und eine unerwartet hohe Widerstandsfähigkeit in zahlreichen Volkswirtschaften zurückzuführen ist. Nach einem robusten Wachstum in der ersten Jahreshälfte 2022 ließ die Wachstumsdynamik in Europa laut der Europäischen Kommission im dritten Quartal nach, allerdings etwas weniger als erwartet. Trotz außergewöhnlicher Negativschocks konnte die EU-Wirtschaft den in der Herbstprognose für das vierte Quartal erwarteten Konjunkturrückgang abwenden. Die jährliche Wachstumsrate für 2022 wird nun sowohl in der EU als auch im Euroraum auf 3,5 % geschätzt. Nachdem die Inflation im Oktober mit 10,6 % ein Allzeithoch erreicht hatte, ist sie zurückgegangen und lag nach der Schnellschätzung vom Januar im Euroraum bei 8,5 %. Im wichtigsten Mewa-Markt Deutschland hat sich gemäß dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) die wirtschaftliche Entwicklung im vergangenen Jahr angesichts der Energiekrise und der Lieferkettenprobleme als erfreulich widerstandsfähig erwiesen. Nach ersten vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes nahm das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Gesamtjahr um 1,9 % zu. Damit ist die deutsche Wirtschaft trotz des Krieges in der Ukraine, Lieferkettenengpässen und Energiepreiskrise gewachsen. Gründe für den positiven Verlauf sind Nachholeffekte nach der Corona-Pandemie sowie nachlassende Lieferengpässe. So hat der private Konsum mit einer Wachstumsrate von +4,6 % stark expandiert. Die Inflationsrate hat sich im Dezember um 1,4 Prozentpunkte auf voraussichtlich 8,6 % verringert. Im Jahresdurchschnitt 2022 lagen die Verbraucherpreise damit um 7,9 % über dem Vorjahresniveau. Das zur Verfügung stellen textiler Dienstleistungen im Rahmen von Berufskleidung, Putztüchern, Fußmatten, Handtuchrollen und anderen Waschraumprodukten sowie von Textilien für die Hotellerie und das Gesundheitswesen ist am Markt in Europa fest etabliert. Der Markt der textilen Dienstleistung ist in Europa eine feste Größe. Sich verändernde Kundenansprüche, Preisdruck und Diskussionen um die Lohnpolitik bestimmen das aktuelle Branchenbild, nicht nur in Deutschland, sondern in Gesamt-Europa. Noch nie in ihrer Geschichte hat die deutsche Textilservicebranche laut dem Deutschen Textilreinigungsverband (DTV) in 2022 mit gleichzeitig stattfindenden Preisexplosionen in fast allen Bereichen zu kämpfen gehabt - von Rohstoffen über Personalkosten bis hin zu den Energiepreisen und den Textilien. Die Preissteigerungen im zweistelligen Prozentbereich sind für die Betriebe eine hohe Belastung. 2.2. Der Geschäftsverlauf der Mewa-Gruppe Die Mewa-Gruppe ist trotz der Pandemie und des Krieges in der Ukraine in den wesentlichen Produktbereichen gewachsen. Den größten Zuwachs in Menge und Umsatz erzielte der Produktbereich MBS. Der Produktbereich wuchs in Deutschland um 8,0 % und in den Märkten außerhalb Deutschlands um 8,7 %. Im Bereich Berufskleidung erzielte die Mewa-Gruppe 81,6 % des Umsatzes in Deutschland und 18,4 % außerhalb Deutschlands. Im Bereich Putztuch wurden 41,3 % des Umsatzes in Deutschland und 58,7 % bei Kunden im übrigen Europa erzielt. Im Bereich Handel, dem drittgrößten Produktbereich, ist der Umsatz von 40,2 Mio. € auf 38,7 Mio. € gesunken. 2022 erzielte die Mewa-Gruppe einen Gesamtumsatz von 831,1 Mio. €. Dies ist ein Plus von 7,7 % gegenüber dem Vorjahr. Das Ergebnis vor Steuern reduzierte sich leicht von 98,7 Mio. € in 2021 auf 98,5 Mio. € in 2022. Bezüglich der Eigenkapitalquote wurden mit 73,6 % die Erwartungen erfüllt. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit liegt mit 255,9 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres. Die Summe der in 2022 insgesamt getätigten Investitionen in Gebäude, Maschinen, Anlagen und Grundstücke liegt bei 42,9 Mio. € (Vorjahr: 49,8 Mio. €) und somit deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Insbesondere die robuste Kundenstruktur der Mewa-Gruppe, die sich wenig mit den von der Pandemie und dem Krieg in der Ukraine am meisten betroffenen Branchen überschneidet, führte unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen zu einem sehr zufriedenstellenden Geschäftsverlauf. 2.3. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage 2.3.1. Ertragslage Der Mewa-Konzern steuert die Ertragslage vor allem über die Entwicklung der Umsatzerlöse und des Ergebnisses vor Steuern, diese GuV-Posten stellen die zwei bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren dar. Der Mewa-Konzern erzielte im Geschäftsjahr ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 98,5 Mio. € nach 98,7 Mio. € im Vorjahr und lag damit leicht unter Plan. Zu nennen sind insbesondere ein Anstieg bei den Pensionsaufwendungen infolge von Parameteranpassungen, vorwiegend für laufende bzw. zukünftige Inflationserwartungen, eine Erhöhung der Beratungskosten und erhöhte Aufwendungen für abgegrenzte Waschleistungen aufgrund der Aktualisierung der Berechnungsmethode, ohne die das Ergebnis vor Steuern deutlich über Vorjahresniveau liegen würde. Die Umsatzerlöse erhöhten sich überwiegend preisbedingt um 59,6 Mio. € oder 7,7 % auf 831,1 Mio.€ und waren damit deutlich höher als geplant. Die Umsatzerlöse nach Regionen stellen sich wie folgt dar:
Die Umsatzerlöse sind in allen Regionen gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Dies gelang trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage insbesondere auch in Frankreich, Italien und Spanien. Erfreulich war die Entwicklung in dem neuen Markt UK. Die Umsatzentwicklung der verschiedenen Produktbereiche ist nachfolgend dargestellt:
Für die vertriebliche Marktbearbeitung war 2022 das dritte Jahr in Folge unter erschwerten Bedingungen, dennoch konnte der Mewa-Vertrieb Ende 2022 ein Vertriebsergebnis (Auftragseingang Jahresumsatz in Mio. €) von 63,2 Mio. € vermelden. Das Neukundengeschäft übertrifft damit das Niveau von 2021 und die Mewa-Gruppe kann ein Wachstum von 16,8 % zum Vorjahr verzeichnen. Dabei wurden fast 40.000 neue Verträge realisiert. Der Materialaufwand lag im Geschäftsjahr mit 92,2 Mio. € (Vorjahr: 81,7 Mio. €) deutlich über dem Vorjahresniveau. Gründe hierfür waren insbesondere ein höherer Materialeinsatz im Bereich MTS, der auch mit dem Umsatzanstieg in diesem Produktbereich zusammenhängt, sowie generelle Preissteigerungen für Rohstoffe und Energie. Die Materialaufwandsquote (definiert als Materialaufwand/Gesamtleistung) in 2022 beträgt 10,5 % (Vorjahr: 10,1 %). Die Personalaufwendungen erhöhten sich um 7,5 % auf 301,7 Mio. €. Die Erhöhung des Personalaufwandes resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der Zuführung für die Pensionsverpflichtungen aufgrund geänderter Parameter sowie Tariferhöhungen. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter erhöhte sich von 5.434 um 19 auf 5.453. Die Personalaufwandsquote (definiert als Personalaufwand/Gesamtleistung) in 2022 beträgt 34,2 % (Vorjahr: 34,5 %). Die planmäßigen Abschreibungen erhöhten sich um 3,0 Mio. € gegenüber dem Vorjahr auf 177,9 Mio. €. Der Großteil entfällt mit 134,5 Mio. € (Vorjahr: 133,7 Mio. €) auf Industrietextilien und andere Servicesysteme. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 41,2 Mio. € auf 208,4 Mio. € (Vorjahr: 167,2 Mio. €). Dabei erhöhten sich insbesondere die Beratungsleistungen um 8,1 Mio. € auf 27,2 Mio. €, die abgegrenzten Aufwendungen aus dem Waschleistungsrückstand um 7,7 Mio. € auf 9,5 Mio. € und die KFZ- Kosten um 4,9 Mio. € auf 28,8 Mio. € aufgrund gestiegener Treibstoffkosten sowie einem Anstieg bei den Vertriebsaktivitäten. Die Gebühren, Beiträge und Spenden erhöhten sich um 2,7 Mio. € auf 6,7 Mio. €. Ein besonderes Augenmerk lag auch in 2022 auf der Entwicklung der Forderungen. Die Forderungsverluste erhöhten sich deutlich um 22,8 % gegenüber 2021 auf 4,1 Mio. €. Die Zuführung zu Wertberichtigungen erhöhte sich um 2,0 Mio. € auf 2,7 Mio. € im Wesentlichen aufgrund der Vereinheitlichung der Ermittlungssystematik. Nach Berücksichtigung des negativen Finanzergebnisses in Höhe von 3,2 Mio. € (Vorjahr: 9,3 Mio. €) sowie der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag von 25,7 Mio. € (Vorjahr: 29,7 Mio. €) wird ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von 70,6 Mio. € (Vorjahr: 67,1 Mio. €) ausgewiesen, der mit 3,5 Mio. € über dem Vorjahr liegt. Insgesamt ist die Entwicklung der Ertragslage in der aktuellen Situation sehr positiv, jedoch durch den starken Preisdruck im Kerngeschäft MBS eingetrübt. 2.3.2 Vermögenslage Der bedeutsamste Leistungsindikator des Mewa-Konzerns im Hinblick auf die Vermögenslage ist die Eigenkapitalquote. Die Eigenkapitalquote (definiert als Eigenkapital/Bilanzsumme) reduzierte sich leicht auf 73,6 % (Vorjahr: 74,6 %) und lag damit leicht unter dem Plan. Der Konzern weist weiterhin eine äußerst stabile Basis für die künftige Entwicklung auf. Die Bilanzsumme erhöhte sich leicht von 1.108,6 Mio. € auf 1.185,8 Mio. €. Die Sachanlagen erhöhten sich bei Zugängen (202,8 Mio. €) und Abschreibungen (172,9 Mio.€) leicht um 4,8% auf 639,4 Mio. € (Vorjahr: 610,1 Mio. €). Bei den Finanzanlagen ergab sich ein leichter Anstieg um 0,2 Mio. € auf 93,5 Mio. €. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich um 31,0 Mio. € auf 172,7 Mio. €. Der Anstieg betrifft mit 13,0 Mio. € zum einen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, korrespondierend zum Anstieg der Umsatzerlöse und zum anderen mit 18,0 Mio. € die sonstigen Vermögensgegenstände im Wesentlichen aufgrund höherer Steuerforderungen. Die Umschlagshäufigkeit der Forderungen reduzierten sich von 7,6 im Vorjahr leicht auf 7,35. Das Guthaben bei Kreditinstituten ist von 195,9 Mio. € auf 218,1 Mio. € deutlich gestiegen. Das Konzerneigenkapital erhöhte sich unter Berücksichtigung einer erfolgten Ausschüttung von 26 Mio. € um 45,9 Mio. € auf 872,7 Mio. € hauptsächlich aufgrund des gestiegenen Konzernbilanzgewinns infolge des erzielten Konzernjahresüberschusses. Bei den Rückstellungen war vor allem aufgrund höherer Pensionsrückstellungen und sonstiger Rückstellungen, hier i. W. die Rückstellung für abzugrenzende Waschleistungen, ein Anstieg um 24,2 Mio. € auf 189,4 Mio. € zu verzeichnen. Die Verbindlichkeiten erhöhten sich deutlich von 70,2 Mio. € auf 80,0 Mio. €. Die Erhöhung ist überwiegend auf den Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen zurückzuführen, korrespondierend zum gestiegenen Materialaufwand. Insgesamt beurteilen wir die Vermögenslage als positiv. 2.3.3 Finanzlage Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren für die Finanzlage des Mewa-Konzerns sind die Investitionsquote und der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Kapitalstruktur Die Finanzierung des Mewa-Konzerns erfolgt ausschließlich über die deutsche Muttergesellschaft und in Euro. Der Verschuldungsgrad, als Verhältnis von Fremdkapital zu Eigenkapital, erhöhte sich auf 35,9 % (Vorjahr: 34,1 %). Dies resultiert i. W. aus gestiegenen Rückstellungen sowie gestiegenen Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen. Investitionen Bedingt durch das ungebrochene Wachstum der Mewa-Gruppe sind neben der Optimierung von Prozessen zur intensiven Nutzung der bestehenden Kapazitäten in den Betrieben auch weiterhin umfassende Investitionen erforderlich, um an den Standorten der Mewa-Gruppe die benötigten Ressourcen im erforderlichen Umfang zur Verfügung zu stellen. Die Gesamtinvestitionen in 2022 mit 209,6 Mio. € verminderten sich um 42,3 Mio. € und fielen somit deutlich niedriger aus als im Vorjahr. Dies liegt in hohen Investitionen in das Finanzanlagevermögen im Vorjahr begründet. Die Gesamtinvestitionen haben die Abschreibungen in Höhe von 177,9 Mio. € somit deutlich überschritten. Die Investitionsquote (definiert als Investitionen/historische Anschaffungskosten zum Geschäftsjahresbeginn) reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 Prozentpunkte auf 13,0%. In Sachanlagen - Grundstücke und Bauten sowie die maschinelle Ausstattung unserer Betriebe und des Fuhrparks - investierte der Mewa-Konzern 42,9 Mio. € und damit 13,9 % weniger als im Geschäftsjahr 2021. Dies resultiert auch aus den Lieferengpässen bei Lieferanten, was teilweise eine Verschiebung von Investitionen in das Jahr 2023 erforderte. Dennoch konnten notwendige Investitionen für den Ersatz von Maschinen und Anlagen und in Gebäudeerweiterungen umgesetzt werden. Die Gesamtinvestitionen der Sachanlagen in 2022 lagen bei 202,8 Mio. €. Wie im Vorjahr auch, lag der Schwerpunkt der Sach-Investitionen auf dem Mewa-Berufskleidungssystem (MBS). Im Bereich der Berufskleidung, Industrietextilien und andere Servicesysteme wurde mit 159,8 Mio. € mit einer Steigerung um 19,8 % deutlich mehr gegenüber dem Vorjahr investiert. Diese Steigerung wird auch stark beeinflusst von den gestiegenen Einkaufspreisen. Liquidität Der Mewa-Konzern konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr seine Zahlungsverpflichtungen jederzeit termingerecht erfüllen. Die liquiden Mittel und der Cashflow des Jahres wurden nachhaltig durch das sehr gute Unternehmensergebnis gestärkt. Eine Aufnahme von Fremdkapital war, wie in den vergangenen Jahren, nicht erforderlich. Auch für die Zukunft sieht sich die Mewa-Gruppe aus der Innenfinanzierungskraft gestärkt und benötigt keine finanziellen Mittel von außen. Der Finanzmittelbestand in der Mewa-Gruppe ist von 195,9 Mio. € um 22,2 Mio. € auf 218,1 Mio. € deutlich gestiegen. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt 255,9 Mio. € und hat sich um 16,5 Mio. € gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht. Dies resultiert unter anderem aus dem Verkauf der Wertpapiere aus dem Umlaufvermögen. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist ein Finanz- und Erfolgsindikator, der über die Jahre unser stabiles Wachstum aufzeigt. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich im Berichtszeitraum auf einen Mittelabfluss von -208,3 Mio. € (Vorjahr: -218,8 Mio. €) und liegt damit leicht unter dem Vorjahr. Den höheren Investitionen in das Sachanlagevermögen und hier insbesondere in die Industrietextilien und anderen Servicesysteme standen die hohen Investitionen beim Finanzanlagevermögen im Vorjahr gegenüber. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von -26,7 Mio. € (Vorjahr: -26,3 Mio. €) resultiert größtenteils aus Dividendenzahlungen. Insgesamt beurteilt der Mewa-Konzern die Finanzlage als ausgewogen. 2.4. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Die folgende Übersicht fasst weitere interne Leistungsindikatoren, welche als Steuerungsgrößen identifiziert wurden, zusammen.
Da die Tuchmengen (MTS) und Trägerzahlen (MBS) maßgebliche Kennzahlen zur Kapazitätsauslastung und Generierung von Skaleneffekten im Mewa-Konzern darstellen, sind dies wichtige interne Steuerungsgrößen. Hinsichtlich der im Vorjahr prognostizierten Leistungsindikatoren für 2022 wurden die Erwartungen größtenteils erfüllt und teilweise auch übertroffen. Nach dem eingeschränkten Vertriebserfolg durch die Corona-Pandemie lag die Vertriebsleistung 2022 (Auftragseingang Jahresumsatz in Mio. €) um 9,1 Mio. € deutlich über der des Jahres 2021. Die Zahl der Träger von Mewa-Berufskleidung ist leicht gestiegen. Nachdem erstmalig in 2014 die Zahl von 1.000.000 Trägern überschritten wurde, lag die Zahl in 2022 bei 1.134.000 nach 1.121.000 in 2021. Die Produktionsauslastung unserer Betriebe ging leicht zurück. Die Zahl der bearbeiteten Teile in den MBS-Betrieben reduzierte sich von 48,6 Mio. Teilen in 2021 auf 47,8 Mio. in 2022. *) 2022 betrug die insgesamt aus der Weberei abgelieferte Tuchmenge 106,3 Mio. (Vorjahr: 103,5 Mio.). *) 03. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1 Chancen- und Risikobericht Risikomanagement 2022 wurde kontinuierlich über die Geschäftsentwicklung an Vorstand und Gremien berichtet. So ist sichergestellt, dass unternehmensgefährdende Risiken frühzeitig erkannt und Maßnahmen zur Gegensteuerung rechtzeitig eingeleitet werden können. Die enge Verzahnung des gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses ermöglicht eine permanente Überprüfung der Zielerreichungsgrade. Klare Arbeitsanweisungen, Prozesse und Verantwortlichkeiten gewährleisten eine zeitnahe und korrekte Bilanzierung aller geschäftlichen Transaktionen. Die Rezertifizierung des Energiemanagements (DIN EN ISO 50001) für Deutschland und Österreich konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Zudem sind die insgesamt verbesserten Ergebnisse der internen und externen Audits ein Zeichen dafür, dass die kontinuierlichen Veränderungen und Weiterentwicklungen an unserem integrierten Managementsystem der letzten Jahre, ihre Wirkung zeigen. Das im Dezember 2021 gestartete, geschäftsbereichsübergreifende Projekt zum Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz konnte zum Jahresende 2022 erfolgreich abgeschlossen werden. Mit der Etablierung der notwendigen Organisation und Prozesse, sind die Voraussetzungen für die erstmalige Durchführung einer Risikoanalyse für alle Mewa-Lieferanten im 1. Quartal 2023 geschaffen worden. In 2023 steht die Rezertifizierung der beiden Normen für das Qualitätsmanagement (DIN EN ISO 9001) und das Umweltmanagement (DIN EN ISO 14001) für die gesamte Mewa- Gruppe an. Einzelrisiken und -chancen Umfeldrisiken Aktuell sind die Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise und der Krieg in der Ukraine wesentliche Umfeldrisiken. Der Verlauf der Pandemie hat gezeigt, dass die für die Mewa-Gruppe bezeichnende Kundenstruktur, die den Fokus eher auf kleinere und mittlere Kunden ausgerichtet hat, sehr robust ist. Die Abhängigkeit von einzelnen Kunden wird dadurch nachhaltig verringert, die Position des Unternehmens gestärkt. Darüber hinaus hat sich gezeigt, dass die Branchen, die von der Mewa-Gruppe bedient werden, von den Krisen weniger betroffen sind. Die Beschaffungspreise für Roh- und Hilfsstoffe, Frachtraten, Energien und Textilien sind auf breiter Front zum Teil im zweistelligen Prozentbereich angestiegen und werden die Ergebnissituation in 2023 sehr deutlich beeinflussen. Die Stromversorgung für die Mewa-Gruppe konnte auch für das Jahr 2023 gesichert werden, jedoch zu deutlich höheren Kosten als bisher. Besonders bei den Gewebelieferanten kam es neben gestiegenen Rohstoffkosten zu stark reduzierten Gewebebeständen und damit zu längeren Wiederbeschaffungszeiten. Durch den Krieg in der Ukraine mussten Produktionskapazitäten aus der Ukraine in die Nachbarländer und nach Nordafrika verlagert werden, wodurch es zu entsprechenden Steigerungen der Konfektionskosten gekommen ist. Im Bereich der Beschaffungspreise sehen wir ein mittleres Risiko in Bezug Ergebnisentwicklung. Die OECD plant eine globale Mindestbesteuerung, genannt Pillar 2. Hier wird von Mewa die Gesetzesentwicklung beobachtet und es werden Projektvorbereitungen getroffen, um eine fristgerechte Umsetzung der gesetzlichen Regelungen sicherzustellen und damit mögliche Risiken zu minimieren. Um die Risiken im Bereich Datenschutz und Informationssicherheit zu minimieren, wurden 2022 neue eLearning Module evaluiert und beschafft. In 2023 werden die Module für spezifische Zielgruppen im gesamten Mewa-Konzern zur Verfügung gestellt. Branchenrisiken Die Marktsituation im Großkundengeschäft MBS ist schwierig und zeichnet sich durch eine verschärfende Preis- und Wettbewerbssituation, bei gleichzeitig steigenden Kundenanforderungen aus. Die Marktsituation im MBS-Geschäft mit klein- und mittelständischen Unternehmen gestaltet sich nach wie vor freundlicher. Daneben stellen Unternehmen, die teilweise mit hohem Marketingaufwand den Handel mit Berufskleidung forcieren, für die textile Dienstleistung ein merkliches Risiko dar. Um dem schwierigen Marktumfeld gerecht zu werden, wurde bereits Ende 2018 entschieden, die Marke Mewa präsenter und sichtbarer zu machen. Ziel ist es, die in den letzten Jahren angestrebte Entwicklung vom "Hidden Champion" hin zum "Visible Champion" weiter zu realisieren. Im Sommer 2022 wurde das neue Mewa-Corporate Design veröffentlicht - ein wichtiger Meilenstein. Dies beinhaltet ein vollständiges neues Design der Marke Mewa: Eine neue Wort-Bild-Marke (Logo), erweiterte Unternehmensfarben, neue Bildwelten und eine neue Hausschrift bilden die Grundlagen des modernen, sehr frischen Auftretens der Marke. Seit Sommer 2021 spielt der Fußball-Bundesligist 1. FSV Mainz 05 in der MEWA ARENA. Durch dieses Namensrecht, die Bandenwerbung und das Branding der Trainerbänke war Mewa nicht nur bei den Live-Übertragungen im Pay-TV national dauerhaft zu sehen. Die erste Internationalisierung des Sponsorings wurde mit dem Engagement bei einem belgischen Radsport-Frühjahrsklassiker im März 2022 umgesetzt. Dieses Sponsoring in West-Europa wird auch in 2023 fortgesetzt. Trotz der schwierigen Lage im Geschäftsjahr 2022 hat die Mewa-Unternehmensgruppe ihre Strategie der Digitalen Transformation noch stärker auf den Kunden ausgerichtet. So erfolgte der weitere Ausbau von CRM+. Seit dem ersten Rollout im Jahr 2019 in England wurde das CRM+-System in sechs weiteren Ländern ausgerollt, somit arbeitet bereits ein Großteil der Mewa-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfolgreich mit dem neuen System. Im Laufe des Jahres 2023 wird das CRM+System in den verbleibenden sechs Ländern eingeführt. In 2023 soll das Projekt "Digitales Verkaufserlebnis" zur Integration von der MMI (MEWA ME Insight) App und dem CRM starten. Ziel ist es, den gesamten Beratungs- und Verkaufsprozess digital abzubilden - von der Terminvereinbarung bis zum unterschriebenen Vertrag. Darüber hinaus soll die App die Vertriebsmitarbeitenden in ihrer täglichen Arbeit unterstützen und alle anfallenden Aufgaben und Informationen während eines Arbeitstages digital abbilden. Finanzwirtschaftliche Risiken Der wachsende Preisdruck im Bereich MBS ist für die Mewa- Gruppe spürbar. Daneben besteht für den Mewa-Konzern ein mittleres Risiko steigender Rohstoffkosten aus dem Textilmarkt, bei Vorprodukten für die Textilwäsche und gestiegener Energiekosten. Aufgrund der steigenden internen Anforderungen, als auch zunehmenden exogenen Einflüssen wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr das Berichtswesen weiter erneuert. Wichtige Meilensteine beinhalten die Einführung einer modernen Business Intelligence (BI) & Corporate Performance Management (CPM) Lösung. So wurde der Aufbau einer integrierten Business-Planung gestartet. Schrittweise erfolgt eine Erweiterung der Lösung um eine zunehmende Verzahnung der strategischen, finanziellen und operativen Planung in einer Business-Plattform, um einen effizienteren, effektiveren und kollaborativen Ansatz zu erreichen. Von dieser stabilen Basis aus, stellt die Mewa-Gruppe sich selbstbewusst den wandelnden Anforderungen des Marktes und betrachtet Risiken gleichwohl auch als Chance, die Potenziale für die kommenden Geschäftsjahre bietet. Zum heutigen Zeitpunkt sind keine Risiken ersichtlich, die einzeln oder im Zusammenwirken mit anderen Risiken den Bestand des Konzerns oder wesentlicher Tochtergesellschaften gefährden könnten. 3.2 Prognosebericht Aufgrund der aktuellen Lage sind Prognosen äußerst schwierig. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft im Januar 2023 leicht erhöht. Das globale Wachstum wird voraussichtlich von geschätzten 3,4 Prozent im Jahr 2022 auf 2,9 Prozent im Jahr 2023 fallen und dann auf 3,1 Prozent im Jahr 2024 ansteigen. Die Prognose für 2023 ist 0,2 Prozentpunkte höher als im Weltwirtschaftsausblick (WEO) vom Oktober 2022 vorhergesagt, liegt aber unter dem historischen (2000-2019) Durchschnitt von 3,8 Prozent. In den Vereinigten Staaten wird das Wachstum voraussichtlich von 2,0 Prozent im Jahr 2022 auf 1,4 Prozent im Jahr 2023 und 1,0 Prozent im Jahr 2024 zurückgehen. Die Prognose eines geringen Wachstums im Jahr 2023 spiegelt die Anhebung der Zentralbankzinsen zur Bekämpfung der Inflation - insbesondere in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften - sowie den Krieg in der Ukraine wider. Die globale Inflation wird voraussichtlich von 8,8 Prozent im Jahr 2022 auf 6,6 Prozent im Jahr 2023 und 4,3 Prozent im Jahr 2024 sinken und damit immer noch über dem Niveau vor der Pandemie (2017-2019) von etwa 3,5 Prozent liegen. Die Geldpolitik beginnt zu wirken. Es gibt Anzeichen dafür, dass die Straffung der Geldpolitik die Nachfrage und die Inflation abzukühlen beginnt, die volle Wirkung wird aber wahrscheinlich nicht vor 2024 eintreten. Ein Jahr nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine ist die EU-Wirtschaft gemäß der Europäischen Kommission besser ins Jahr 2023 gestartet als noch im Herbst erwartet. Die Zuversicht steigt und Umfragen vom Januar deuten darauf hin, dass der befürchtete Konjunkturrückgang im ersten Quartal 2023 ausbleiben wird. Die Inflationserwartungen wurden gegenüber dem Herbst leicht heruntergeschraubt, in erster Linie wegen der Energiemarktentwicklung. Das in der Winterprognose für 2023 erwartete Wachstum von 0,8 % in der EU und 0,9 % im Euroraum liegt 0,5 bzw. 0,6 Prozentpunkte über der Herbstprognose. Die Wachstumserwartung für 2024 bleibt mit 1,6 % für die EU und 1,5 % für den Euroraum unverändert. Zum Ende des Prognosezeitraums dürfte die gesamtwirtschaftliche Leistung fast 1 % höher liegen als in der Herbstprognose erwartet. Insgesamt dürfte die Inflation in der EU von 9,2 % im Jahr 2022 auf 6,4 % im Jahr 2023 und 2,8 % im Jahr 2024 zurückgehen. Im Euroraum dürfte sie sich von 8,4 % im Jahr 2022 auf 5,6 % im Jahr 2023 und 2,5 % im Jahr 2024 abschwächen. Die Prognose hängt ganz entscheidend an der rein technischen Annahme, dass der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine zwar nicht eskalieren, aber im gesamten Prognosezeitraum weitergehen wird. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich verbessert. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Februar 2023 auf 91,1 Punkte gestiegen, nach 90,1 Punkten im Januar 2023. Insbesondere die Erwartungen zum Geschäftsklima hellten sich auf. Die aktuelle wirtschaftliche Lage wurde hingegen etwas weniger gut beurteilt. Die deutsche Wirtschaft arbeitet sich allmählich aus ihrer Schwächephase heraus. Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Index auf den höchsten Wert seit Mai 2022 gestiegen. Dies war auf merklich verbesserte Erwartungen der Unternehmen zurückzuführen. Sie beurteilten jedoch ihre laufenden Geschäfte etwas schlechter. Die Unternehmen verzeichneten weniger Neuaufträge. Die Bundesregierung geht gemäß BMWK in ihrer Jahresprojektion davon aus, dass sich nach einem schwachen Winterhalbjahr die wirtschaftliche Dynamik im Jahresverlauf 2023 infolge einer weiter stabilen Versorgungslage mit Energie, der Wirkung der umfangreichen staatlichen Stützungsmaßnahmen und der erwarteten weltwirtschaftlichen Erholung wieder etwas belebt. Im Gesamtjahr dürfte das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,2 Prozent zulegen. Der Markt für textile Dienstleistungen ist vor 2020 in nahezu jedem Segment und Produktbereich angewachsen. Die Branche für Textildienstleistungen in Europa könnte, selbst nach einer konservativen Einschätzung, langfristig ein Umsatzpotenzial von 26 Milliarden € erreichen. Nach der Corona-Pandemie haben insbesondere die starken Preissteigerungen in den Bereichen Berufskleidung, Roh-, Hilfs- & Betriebsstoffen, Waschmittel und Energiekosten in 2023 Auswirkungen auf die Entwicklung der Mewa-Gruppe. Die Folgen des Krieges in der Ukraine sind für die Mewa-Gruppe aktuell schwer prognostizierbar. Es bestehen für die Mewa-Gruppe keine direkten Kunden oder Lieferantenbeziehungen mit der Ukraine oder Russland. Gas ist ein wesentlicher Baustein in der Energieversorgung der Mewa-Gruppe und damit ein kritischer Faktor. Als Reaktion darauf wurden Maßnahmen getroffen, wo es möglich ist, von Gas auf Öl umzustellen. Im Rahmen der Planung gehen wir von leichten, hauptsächlich preisbedingten Steigerungen der Umsatzerlöse für 2023 aus. Aufgrund der zu erwartenden Kostensteigerungen erwarten wir aber einen starken Rückgang des Ergebnisses vor Steuern. Dieses wird voraussichtlich deutlich unter dem Niveau des Jahres 2022 liegen, aber immer noch ein deutlich positives Ergebnis vor Steuern darstellen. Einen ähnlichen Rückgang erwartet der Konzern für den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Die Investitionsquote soll aber trotz der aktuellen Situation in 2023 weiter leicht steigen. Die Eigenkapitalquote ist bereits auf sehr hohem Niveau und wird auch auf Basis der erwarteten Ergebnisse auf Vorjahresniveau bleiben. Die während der Corona-Pandemie getroffenen Maßnahmen zur Stärkung der Liquidität und das deutlich über Plan liegende Ergebnis 2022, führen für 2023 zu einer sehr soliden finanziellen Ausstattung der Unternehmensgruppe. Sowohl für die Tuchmengen als auch für die Trägerzahlen wird von leicht steigenden Zahlen ausgegangen. Insgesamt erwartet der Mewa-Konzern aufgrund des Krieges in der Ukraine auf Basis der im März 2023 vorliegenden Daten eine stagnierende Geschäftsentwicklung. Die Aussagen im Lagebericht enthalten zukunftsbezogene Angaben, deren tatsächliche Entwicklung bei einer Änderung der Prämissen deutlich von den getroffenen Prognosen abweichen kann. Lagebericht der MEWA Textil-Service SE Der Lagebericht der MEWA Textil-Service SE und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022 sind nach § 315 Abs. 5 HGB zusammengefasst. Die MEWA Textil-Service SE als Beteiligungsgesellschaft betreibt die Vermietung von bebauten Grundstücken an inländische Konzernunternehmen. Darüber hinaus betreibt die MEWA Textil-Service SE keine operativen Geschäfte. Ihre wirtschaftliche Entwicklung hängt hauptsächlich vom Geschäftsverlauf der operativen Konzerngesellschaften ab. Die MEWA Textil-Service SE hält direkt oder indirekt Beteiligungen an 24 Gesellschaften und erhält die Ergebnisbeiträge der wesentlichen Tochterunternehmen. Daher treffen die Ausführungen zu den Grundlagen des Konzerns (Kapitel 1) und zu der Entwicklung der Branche und der Gesamtwirtschaft im Wirtschaftsbericht (Kapitel 2.1) grundsätzlich auch auf die MEWA Textil-Service SE zu. Die MEWA Textil-Service SE ist an den Risiken und Chancen ihrer Tochtergesellschaften beteiligt, der Grad der Partizipation beträgt nahezu 100 %, direkt oder indirekt. Die im Prognose-, Chancen- und Risikobericht des Konzerns (Kapitel 3) getroffenen Aussagen beziehen sich daher auch auf die MEWA Textil-Service SE. Wegen der zu erwartenden Kostensteigerungen bei den Konzerngesellschaften gehen wir für das Jahr 2023 von einem stark rückläufigen aber immer noch deutlich positiven Ergebnis vor Steuern aus. Wir rechnen damit, dass sich das Eigenkapital auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2022 bewegen wird. Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren aus Sicht der MEWA Textil-Service SE sind das Ergebnis vor Steuern und die Eigenkapitalquote. 04. Wirtschaftsbericht der MEWA Textil-Service SE 4.1 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der MEWA Textil-Service SE 4.1.1 Ertragslage der MEWA Textil-Service SE Die MEWA Textil-Service SE erzielte im Geschäftsjahr ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 34,9 Mio. € nach 54,5 Mio. € im Vorjahr und lag somit unter Plan. Gründe für die Ergebnisreduktion sind insbesondere niedrigere Beteiligungserträge im Berichtsjahr. Die Umsatzerlöse resultieren aus der Vermietung von bebauten Grundstücken und erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 2,6 % leicht auf 14,8 Mio. €. Bei Betriebsaufwendungen von 5,9 Mio. € (Vorjahr: 5,9 Mio. €), welche hauptsächlich die planmäßigen Abschreibungen umfassen, ergibt sich ein Betriebsergebnis von 9,0 Mio. € (Vorjahr: 8,5 Mio. €). Die Beteiligungserträge liegen mit 23,4 Mio. € (Vorjahr: 44,3 Mio. €) deutlich unter Vorjahresniveau aufgrund des stark rückläufigen Ergebnisses der MEWA Textil-Service AG & Co. Deutschland OHG, bedingt durch hohe Kostensteigerungen. Nach Berücksichtigung des positiven Zinsergebnisses in Höhe von 2,5 Mio. € (Vorjahr: 1,7 Mio. €) sowie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag von 1,5 Mio. € Steuerertrag (Vorjahr: 10,1 Mio. € Steueraufwand) wird ein Jahresüberschuss in Höhe von 36,3 Mio. € (Vorjahr: 44,4 Mio. €) ausgewiesen, der um 8,1 Mio. € unter dem Vorjahr liegt. 4.1.2 Vermögenslage der MEWA Textil-Service SE Die Eigenkapitalquote (definiert als Eigenkapital/Bilanzsumme) ist mit 98,4 % annähernd auf Vorjahresniveau und entspricht den Erwartungen. Die MEWA Textil-Service SE weist weiterhin eine äußerst stabile Basis für die künftige Entwicklung auf. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 7,1 Mio. € von 550,5 Mio. € auf 557,6 Mio. €. Die Sachanlagen reduzierten sich um 1,9 %, von 130,8 Mio. € auf 128,3 Mio. €. Die Finanzanlagen sind mit 10,8 Mio. € unverändert gegenüber dem Vorjahr. Das Umlaufvermögen erhöhte sich um 2,3% leicht von 408,9 Mio. € auf 418,4 Mio. €. Ausschlaggebend für den Anstieg sind gestiegene Steuerforderungen. Die Verbindlichkeiten reduzierten sich von 603,1 T € auf 558,8 T€. Ursächlich hierbei waren die um 376,1 T€ auf 7,9 T € gesunkenen, stichtagsbedingt niedrigeren Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten gegenüber einer Tochtergesellschaft, denen eine Erhöhung der Steuerverbindlichkeiten um 348,1 T € auf 374,6 T € gegenüberstand. Das Eigenkapital erhöhte sich unter Berücksichtigung des Jahresüberschusses (36,3 Mio. €) und der Dividendenzahlung (-26,0 Mio. €) um 10,3 Mio. € auf 548,5 Mio. €. Insgesamt wird die Vermögenslage als positiv beurteilt. 4.1.3 Finanzlage Der Finanzmittelfonds der MEWA Textil-Service SE beträgt aufgrund des Cash-Pooling mit der MEWA Textil-Service AG & Co. Management OHG 398,7 Mio. € (Vorjahr: 408,7 Mio. €). Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt -6,6 Mio. € und hat sich um -14,5 Mio. € gegenüber dem Vorjahr aufgrund höherer Ertragssteuerzahlungen reduziert. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich im Berichtszeitraum auf einen Mittelzufluss von 22,7 Mio. € (Vorjahr: 34,6 Mio.€) und liegt aufgrund niedrigerer Beteiligungserträge unter dem Vorjahr. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von -26,1 Mio. € (Vorjahr: -26,0 Mio. €) resultiert aus Dividendenzahlungen an die Gesellschafter. Insgesamt wird die Finanzlage als ausgewogen beurteilt. 05. Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht (§ 312 AktG) Der Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen enthält folgende Schlusserklärung: "Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Berichtspflichtige Maßnahmen haben im Geschäftsjahr 2022 nicht vorgelegen." Konzernabschluss Bilanz zum 31. Dezember 2021 und zum 31. Dezember 2022in Tausend € Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2022in Tausend €
AnlagenspiegelMewa-Gruppein Tausend €
Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2022 in Tausend €
Entwicklung des Eigenkapitals einschließlich der nicht beherrschenden AnteileMewa-Gruppein Tausend €
KonzernanhangA. Allgemeine Angaben Der Konzernabschluss wird nach den Vorschriften des HGB und des AktG i.V.m. Artikel 61 der Verordnung (EG) Nr. 2157/2001 (SE) aufgestellt. Im Berichtsjahr erfolgte ein Formwechsel der Gesellschaft in eine Societas Europaea (SE). Der Formwechsel wurde mit Eintragung in das Handelsregister am 13. Juni 2022 wirksam. Das Unternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und zugleich auch kleinsten Kreis von Unternehmen für die Gesellschaften der Mewa-Gruppe aufstellt, ist die MEWA Textil-Service SE (bis 13. Juni 2022: MEWA Textil-Service Aktiengesellschaft) mit Sitz in Wiesbaden. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Wiesbaden unter der Nummer HRB 33491 eingetragen. Der Konzernabschluss ist beim Mutterunternehmen erhältlich und wird im Unternehmensregister veröffentlicht. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegen- stände sowie die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet und - soweit abnutzbar - planmäßig abgeschrieben. In den Herstellungskosten werden neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten berücksichtigt. In die Herstellungskosten werden keine Fremdkapitalzinsen einbezogen. Bei der Bemessung der Abschreibungen wird auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgestellt und die lineare Abschreibungsmethode angewandt. Die Vermögensgegenstände werden mit folgenden Nutzungsdauern abgeschrieben:
Der Geschäfts- oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung wird über eine Nutzungsdauer von 11 Jahren abgeschrieben und orientiert sich dabei an dem Zeitraum der vollständigen Marktdurchdringung eines erworbenen Unternehmens. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 800 €, mit Ausnahme der Industrietextilien und anderer Servicesysteme, werden im Erwerbsjahr voll abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden, sofern erforderlich, bei dauerhafter Wertminderung vorgenommen. Die Finanzanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet. Das Niederstwertprinzip wird bei dauerhafter Wertminderung beachtet. Die in den Vorräten enthaltenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die bezogenen Waren werden zu Anschaffungskosten oder - unter Beachtung des Niederstwertprinzips - zu niedrigeren Tageswerten am Abschlussstichtag bewertet. Die Bewertung der kurzfristigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt grundsätzlich zum Nominalwert. Langfristige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden auf den Barwert abgezinst. Einzel- und Pauschalwertberichtigungen werden, soweit erforderlich, gebildet. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert bilanziert. Liquide Mittel werden zum Nominalwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen für einen Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die Pensionsrückstellungen werden mit dem Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB bewertet. Die Bewertung erfolgt nach der Projected-Unit-Credit-Methode unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Der zugrunde gelegte Rechnungszins beträgt am 31.12.2022 1,78 % (Vorjahr 1,87 %). Die angenommene Restlaufzeit beträgt 15 Jahre. Der Rententrend wurde mit 2,6 % berücksichtigt. Die Fluktuationswahrscheinlichkeit wird als gering berücksichtigt. Die aufgrund der Anwendung des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB nicht ausgewiesenen Rückstellungen für Pensionen betragen am Bilanzstichtag 1.117 T € (Vorjahr 1.679 T €). Der jährliche Zuführungsbertrag wird unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB aus der Abzinsung der Versorgungsverpflichtungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre (1,44 %) und dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre (1,78 %) beträgt 7.198 T € (Vorjahr 9.769 T €). Soweit Rückdeckungsversicherungen zugunsten der Versorgungsberechtigten bestehen, wurde eine Verrechnung mit den entsprechenden Altersversorgungsverpflichtungen vorgenommen. Die Bewertung der Rückdeckungsversicherungen erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die Rückstellung für Altersteilzeit in Höhe von 1.756 T € (Vorjahr 1.391 T €) wurde mit der zum Zeitwert bewerteten Rückdeckungsversicherung in Höhe von 866 T € (Vorjahr 790 T €) verrechnet. Die Anschaffungskosten des verrechneten Deckungsvermögens betragen 791 T €. Ebenso wurden die Rückstellung für Pensionen in Höhe von 1.029 T € (Vorjahr 1.386 T €) mit der zum Zeitwert bewerteten Deckungsvermögen in Höhe von 857 T € (Vorjahr 1.014 T €) verrechnet. Auf eine Verrechnung der korrespondierenden Aufwendungen und Erträge wurde aus Gründen der Wesentlichkeit verzichtet. Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Ebenso werden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen bei der Bewertung berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Erträge für einen Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die anderen aktivierten Eigenleistungen enthalten neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigunsgemeinkosten. C. Konsolidierungskreis und Konsolidierungsgrundsätze Die Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist als Anlage beigefügt. In den Konzernabschluss sind neben der MEWA Textil-Service SE 5 inländische und 18 ausländische Gesellschaften einbezogen, bei denen der MEWA Textil-Service SE unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht. Anzahl konsolidierte Gesellschaften
Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum gleichen Bilanzstichtag wie der Abschluss des Mutterunternehmens erstellt. Tochterunternehmen werden grundsätzlich ab dem Erwerbszeitpunkt, das ist der Zeitpunkt, ab dem der Konzern die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt, vollkonsolidert. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch Mewa nicht mehr besteht. Im Geschäftsjahr 2022 gab es keine Veränderungen im Konsolidierungskreis. Bei der Kapitalkonsolidierung von Unternehmen werden die Anschaffungswerte der Beteiligungen mit dem Konzernanteil am Buchwert des Eigenkapitals der konsolidierten Gesellschaften verrechnet. Hierbei ergaben sich folgende Unterschiedsbeträge: Aktive Unterschiedsbeträge:
Der Buchwert der aktiven Unterschiedsbeträge wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und resultiert ausschließlich aus der Erstkonsolidierung der RS Kunststoff GmbH. Dieser wird über eine Nutzungsdauer von 11 Jahren abgeschrieben. Der erworbene Firmenwert stellt einen langfristigen Nutzen dar, der mindestens diesem Zeitraum entspricht. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 886 T € (Vorjahr 1.091 T €) an Abschreibungen auf die aktiven Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung gebucht. Hierin sind keine außerplanmäßigen Abschreibungen enthalten. Fremdanteile am Eigenkapital einbezogener Tochterunternehmen werden als Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile ausgewiesen. Die Innenumsätze, Konzernumlagen, Zinsen und übrigen Aufwendungen werden ebenso gegeneinander aufgerechnet wie die wechselseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten. Zwischengewinne und -verluste im Anlagevermögen und bei den Vorräten werden grundsätzlich eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt, welches die Hauswährung des Konzernmutterunternehmens, der MEWA Textil-Service SE, ist. Die in fremder Währung aufgestellten Abschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften werden, mit Ausnahme des Eigenkapitals, zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen umgerechnet und fortgeführt. Die Posten aus der Gewinn- und Verlustrechnung werden zu Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Die sich bei der Umrechnung der Gewinnvorträge sowie im Rahmen der Kapital- und Schuldenkonsolidierung ergebenden wesentlichen Kursdifferenzen werden erfolgswirksam behandelt. D. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem Konzern-Anlagenspiegel dargestellt. In den Wertpapieren ist ein Spezialfonds zum Nominalbetrag von 60.000 T € enthalten. Unter den Beteiligungen wird die 5% Beteiligung an der PION AG sowie die 0,167 % Beteiligung an der GSB GmbH ausgewiesen. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Steuererstattungsansprüche in Höhe von insgesamt 23.411 T € (Vorjahr 6.599 T €) enthalten. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben 286 T € (Vorjahr 263 T €) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle anderen sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Das Grundkapital des Mutterunternehmens MEWA Textil-Service SE von 13.000 T € setzt sich aus 13.000.000 Namensaktien im Nennwert von je 1 € zusammen. In den Konzernrücklagen sind gesetzliche Rücklagen in Höhe von 1.300 T € und andere Gewinnrücklagen in Höhe von 213.918 T € enthalten. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern über 15.617 T € (Vorjahr 16.840 T €), sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von 3.299 T € (Vorjahr 3.047 T €) enthalten. Gegenüber Gesellschaftern bestanden am Bilanzstichtag Verbindlichkeiten in Höhe von 1.470 T € (Vorjahr 8.185 T €), gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen in Höhe von 13.528 T € (Vorjahr 9.406 T €). Diese Verbindlichkeiten mit einem Gesamtbetrag von 14.998 T € (Vorjahr 17.591 T €) sind ebenfalls unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die mit den aktiven latenten Steuern in Höhe von 32.233 T € (Vorjahr 26.065 T€) verrechneten passiven latenten Steuern über 73.976 T € (Vorjahr 68.418 T €) ergeben einen passiven Überhang in Höhe von 41.743 T € (Vorjahr 42.353 T €). Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar: Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten in Tausend €
E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse lassen sich nach folgenden geografischen Märkten aufgliedern:
Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Bereichen ergibt folgendes Bild:
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 1.527 T € (Vorjahr 2.125 T €) enthalten. Daneben sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen periodenfremde Erträge von 7.087 T € (Vorjahr 5.851 T €) enthalten, u.a. Erträge aus der Auflösung von Rückstellung. Im Geschäftsjahr wurde eine außerplanmäßige Abschreibung auf Industrietextilien und andere Servicesysteme in Höhe von 161 T € (Vorjahr Zuschreibung: 706 T €) vorgenommen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 2.479 T € (Vorjahr 818 T €) sowie periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 7.453 T € (Vorjahr 6.274 T €) enthalten, i.W. Forderungsverluste. Weiterhin enthalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB einen Zuführungsbetrag in Höhe von 562 T € (Vorjahr 559 T €). Der Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhaltet den Zinsanteil der Zuführungen zu Pensionsrückstellungen sowie sonstigen Rückstellungen in Höhe von 1.773 T € (Vorjahr 1.910 T €). Auswirkungen aus Änderungen des Abzinsungssatzes sowie Zinsänderungseffekte werden im Finanzergebnis ausgewiesen. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind latente Steuererträge in Höhe von -611 T € (Vorjahr -2.043 T €) enthalten. Latente Steuern Die aktiven latenten Steuern wurden mit den passiven latenten Steuern verrechnet. Die latenten Steuern resultieren aus zeitlichen Bilanzierungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz, die sich aus der unterschiedlichen Abschreibung von Sachanlagen, der unterschiedlichen Bewertung von Rückstellungen für Pensionen und sonstigen Rückstellungen sowie aus Konsolidierungsmaßnahmen ergeben. Aktive latente Steuern wurden auf steuerliche Verlustvorträge ermittelt, die voraussichtlich innerhalb der nächsten fünf Jahre genutzt werden können. Der durchschnittliche Konzernsteuersatz beträgt 30 %. Die Überleitung vom erwarteten auf den ausgewiesenen Steueraufwand stellt sich wie folgt dar: Steuerliche Überleitungsrechnung
F. Sonstige Angaben Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 103.485 T €. Diese teilen sich wie folgt auf: Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen in Höhe von 21.668 T €, die im Folgejahr im Konzern zu einem Aufwand von ca. 7.354 T € führen werden. Darüber hinaus bestehen Kooperations- und Lieferverträge mit Lieferanten für Berufskleidung, aus denen Abnahmeverpflichtungen für das kommende Jahr in Höhe von 21.724 T € resultieren. Weiterhin bestehen Verpflichtungen aus Wartungs-, Service- und Lizenzverträgen, die bis zum jeweiligen Laufzeitende zu Aufwendungen in Höhe von insgesamt 60.093 T € führen werden. Davon fallen im Folgejahr ca. 21.938 T € an. Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt 3.536 T € und betrifft Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von 428 T €, Steuerberatungsleistungen in Höhe von 1.013 T € und sonstige Leistungen in Höhe von 2.095 T€. Für die deutschen Personenhandelsgesellschaften (siehe Aufstellung aller im Konzern einbezogenen Unternehmen) wird von der Befreiungsvorschrift des § 264 b HGB Gebrauch gemacht. Die durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Arbeitnehmer betrug im Konzern:
Vorstand im Geschäftsjahr waren Herr Rolf Beisse, Wiesbaden sowie Herr Bernhard Niklewitz, Frankfurt am Main (ab dem 19. Oktober 2022). Hinsichtlich der Angabe der Bezüge des Vorstands wird von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB i. V. m. § 314 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht. Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2022 folgende Mitglieder an:
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates im Jahr 2022 betrugen 45.000 €. Der Vorstand und der Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, von dem Bilanzgewinn der MEWA Textil-Service SE in Höhe von 384.153.510,60 € eine Dividende von 32.500.000 € auszuschütten und den verbleibenden Betrag von 351.653.510,60 € auf neue Rechnung vorzutragen.
Wiesbaden, 4. Mai 2023 MEWA Textil-Service SE Der Vorstand Rolf Beisse Bernhard Niklewitz Bericht des AufsichtsratesMEWA Textil-Service Societas Europaea, WiesbadenDer Aufsichtsrat wurde während des Geschäftsjahres 2022 durch mündliche und schriftliche Berichte des Vorstandes über alle bedeutenden Geschäftsvorgänge unterrichtet. Der Jahresabschluss 2022 für die MEWA Textil-Service Societas Europaea, Wiesbaden ist von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mainz, geprüft worden. Der Konzernabschluss 2022 der MEWA Textil-Service Societas Europaea , Wiesbaden und der Konzernlagebericht sind von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt, geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat die Betätigungsvermerke uneingeschränkt erteilt. Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Prüfung zu. Der Aufsichtsrat hat den vorgelegten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022 der Societas Europaea, den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und den Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinns selbst geprüft. Als Ergebnis seiner Prüfung stimmt der Aufsichtsrat den Jahresabschlüssen für das Geschäftsjahr 2022 der Societas Europaea und des Konzerns sowie dem Konzernlagebericht zu. Der Jahresabschluss der MEWA Textil-Service Societas Europaea und der Konzernabschluss sind damit für das Geschäftsjahr 2022 festgestellt. Hinsichtlich der Verwendung des Bilanzgewinns schließt sich der Aufsichtsrat dem Vorschlag des Vorstandes an.
Wiesbaden, 22. Mai 2023 Der Aufsichtsrat Frau Gabriele Gebauer, Vorsitzende Herr Dr. Dirk Mattes, stellvertr. Vorsitzender Herr Prof. Dr. Hartmut Werner Frau Ulrike Meyer Herr Rudolf Küttelwesch Angaben zum Beteiligungsbesitz nach § 313 Abs. 2 HGB
BestätigungsvermerkWiedergabe des Bestätigungsvermerks Als Ergebnis unserer Prüfung haben wir den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die MEWA Textil-Service SE (bis zum 13. Juni 2022: MEWA Textil-Service Aktiengesellschaft), Wiesbaden Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der MEWA Textil-Service SE (bis zum 13. Juni 2022: MEWA Textil-Service Aktiengesellschaft), Wiesbaden, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns (im Folgenden "zusammengefasster Lagebericht") der MEWA Textil- Service SE (bis zum 13. Juni 2022: MEWA Textil-Service Aktiengesellschaft) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts:
Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Geschäftsberichts. Die sonstigen Informationen umfassen nicht den Konzernabschluss, die inhaltlich geprüften Angaben im zusammengefassten Lagebericht sowie unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mainz, den 8. Mai 2023 KPMG
AG
gez. Janz, Wirtschaftsprüfer gez. Bauer, Wirtschaftsprüfer Notizen |
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