Business Start EU Solutions GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Janina Klöpfer seit 10.10.2023 | Prokura |
Sandra, geb. Trovato Bengisu seit 13.3.2023 | Prokura |
Thomas Heinrich Christmann seit 13.3.2023 | Geschäftsführer |
Patricia Moyna, geb. Göbel Künduro seit 13.3.2023 | Prokura |
Mohammad El Khaledi seit 13.3.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Questax Professionals GmbHHeidelbergJahresabschluss zum 31. Dezember 2023Lagebericht1. Geschäftsmodell der Gesellschaft Die Questax Professionals GmbH (nachfolgend kurz "QXP") ist Teil der QUESTAX-Gruppe. Die QUESTAX-Gruppe ist ein spezialisierter, mittelständischer Anbieter für Personaldienstleistungen und Personalberatung. Die Gruppenunternehmen vermitteln hochqualifizierte IT-, Finance- und Engineering-Experten in unterschiedlichen vertraglichen Delivery-Modellen (Contracting, Arbeitnehmerüberlassung, Permanent und Gewerke) in Kundenprojekte aus den Abnehmerbranchen Industrie, Handel und Verwaltung. Sitz der Muttergesellschaft Questax AG ist Heidelberg. Wesentliche administrative Aufgaben werden dabei konzernweit von der Questax AG erbracht. Die Vertriebstätigkeiten sind in der Questax Management GmbH, Heidelberg, gebündelt. Die QXP ist dabei auf die Arbeitnehmerüberlassung nach dem Schweizer Projektmodell und Permanent spezialisiert, dabei besetzt die QXP als IT-Personaldienstleister Vakanzen im IT-, Engineering- und Finance-Bereich in der Vertragsform der Arbeitnehmerüberlassung. Der Fokus liegt gegenwärtig auf der Betreuung von Großkunden und Kunden aus dem Mittelstand. Das Leistungsspektrum umfasst die Identifikation passender hochqualifizierter Experten, die Begleitung des Rekrutierungsprozesses, die administrative Abwicklung der Beratungsprojekte sowie die Betreuung der Mitarbeiter während der Projektlaufzeit. Dabei greift das Unternehmen auf eine umfangreiche, proprietäre Datenbank und das vorhandene Expertennetzwerk zurück. 2. Allgemeine Marktentwicklung Das Jahr 2023 war weiterhin geprägt von dem Krieg in der Ukraine. Zudem brachte der aufflammende Nahost-Konflikt zusätzliche geopolitische Spannungen. Trotz der anhaltenden Energiekrise und Lieferkettenproblemen konnte Deutschland die wirtschaftlichen Folgen insbesondere der steigenden Inflation mithilfe von Entlastungspaketen bislang gut bewältigen. Dennoch lässt sich erwarten, dass die Inflation nur langsam zurückgeht. Der damit verbundene Kaufkraftverlust belastet die Konsumausgaben. Die geldpolitische Zinssteigerung verschärft diese Entwicklung und sorgt nach wie vor für wirtschaftliche Unsicherheit für unternehmerische Investitionen. Das Statistische Bundesamt berichtet für das Jahr 2023 von einem stagnierenden, preisbereinigten Bruttoinlandsprodukt (BIP), welches um -0,3 % niedriger ausfällt als im Vorjahr. Damit verzeichnet die deutsche Wirtschaft kein Wachstum im Jahr 2023. Auch der Gesamtverband der Personaldienstleister e.V. berichtet von einer seit Juli 2023 spürbar schwächeren Geschäftslage. Bitkom hat in einer repräsentativen Umfrage auch 2023 den Fachkräftemangel in der IT ermittelt. Im Jahr 2023 hat sich die Situation weiter verschärft, so ist die Anzahl der zu besetzenden IT-Stellen in der Gesamtwirtschaft mit 149.000 offenen Stellen nochmals um 12.000 offene Stellen gestiegen. Damit wurde erneut das bisherige Rekordjahr 2022 deutlich übertroffen. Daraus folgt, dass der Markt aktuell sowohl auf der Seite des Angebotes (die zu geringe Anzahl an Fachkräften) als auch der Seite der Nachfrage (die gehemmten Investitionen durch Unternehmen) vor besonderen Herausforderungen steht. Weiterhin Gültigkeit hat, dass die Corona-Pandemie in den Jahren 2020/2021 die Bereitschaft der Kunden erhöht hat, externe Fachkräfte remote arbeiten zu lassen und die Fähigkeit geschaffen hat, Software-gesteuerte Kommunikationsmodelle zu professionalisieren. Das Arbeiten hat sich grundlegend verändert und eine neue Modernität am Arbeitsmarkt etabliert, von der auch die Personaldienstleistungsbranche profitiert hat. Der Drang zur Digitalisierung und die damit verbundenen Remotetätigkeiten haben die Vermittlung von Spezialisten auf dem Personaldienstleistungsmarkt gefördert, da Raum und Ort flexibel auswählbar wurden. Das kommt der QUESTAX dahingehend zugute, dass IT-Fachkräfte deutschlandweit vermittelt werden können. Die Vertragsform der Arbeitnehmerüberlassung bleibt weiterhin "Vorreiter". Gemäß der Lünendonk-Studie 2023 gaben 91 % der befragten Personal- und IT-Dienstleister an, dass die Arbeitnehmerüberlassung in den kommenden 5 Jahren weiterhin stark wachsen wird; keiner der Befragten geht von einer Reduktion aus. Diese Marktentwicklung kommt insbesondere der QXP zugute, denn die Arbeitnehmerüberlassung ist die Vertragsform, die innerhalb der QUESTAX-Gruppe von der QXP angeboten wird. Als erfahrener Spezialistenanbieter von Arbeitnehmerüberlassung konnten hier gewinnbringend Erfahrungswerte etabliert werden. 3. Geschäftsentwicklung Im Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 konnte QUESTAX einen Umsatz von 71.779 TEUR erzielen (Vorjahreszeitraum: 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022: 59.150 TEUR). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) beträgt für das abgelaufene Geschäftsjahr 3.711 TEUR (Vorjahr: 5.071 TEUR). Wesentliche Kundenbeziehungen konnten erfolgreich gehalten, weiterentwickelt und neu etabliert werden. Grundsätzlich war die Nachfrage nach externer Projektunterstützung durch IT-Spezialisten steigend und im Wesentlichen durch folgende Faktoren getrieben:
QUESTAX hat im Berichtszeitraum die sehr gute Reputation weiter festigen und ausbauen können. Dies drückt sich insbesondere im weiteren Zugewinn von neuen strategischen Kunden und Rahmenverträgen aus. In einer Marktlage, in der die Nachfrage nach Spezialisten in vielen Teilen das Angebot deutlich übersteigt und zudem in besonderen Expertisen eine extreme Skill-Verknappung herrscht, ist die Verhandlungsposition von QUESTAX zwischen Kunden und potentiellen Mitarbeitern davon geprägt, die Kundenpreisvorstellungen mit den erwarteten Marktpreisen auf Seiten der IT-Experten in Einklang zu bringen sowie eine adäquate Vergütung für den Verleih zu erzielen. Hierbei ist zu beobachten, dass sowohl die Einkaufs- wie Verkaufspreise pro Stunde für IT-Experten innerhalb der letzten Jahre im Durchschnitt konstant gestiegen sind. Die QUESTAX bietet ihren angestellten Projektexperten umfangreiche Dienstleistungen rund um das Kundenprojekt an, darunter Projektwohnungen, Cityguides, fachspezifische Weiterbildungsmöglichkeiten und Mitsprache in der Projektakquise. Dies fördert eine längere Beschäftigungsdauer und eine engere Zusammenarbeit mit den Projektexperten. Die It-Freelancing-Studie 2023 der Cumputerwoche bestätigt den Trend, dass Freelancer zunehmend bereit sind, im Rahmen einer Arbeitnehmerüberlassung tätig zu werden. Im Jahr 2020 stimmten 30 % dieser These zu, während es 2021 bereits 41 % waren. Die neuesten Erkenntnisse aus der Lünendonk-Studie 2023 unterstreichen einen weiteren Anstieg des Umsatzanteils durch Arbeitnehmerüberlassung - auf Kosten freiberuflicher Projekte. Die Entwicklung der Kundennachfrage zeigt einen stetigen Rückgang des Anteils von Werk- und Dienstverträgen. Während 2021 noch zwei Drittel aller Anfragen auf Dienstverträge entfielen, nähert sich dieser Wert 2023 der 50-Prozent-Schwelle. Gleichzeitig verzeichnet die Nachfrage nach Arbeitnehmerüberlassung im gleichen Zeitraum einen Anstieg von unter einem Viertel auf ein Drittel aller Anfragen. Die "IT-Freelancing-Studie 2023" der Computerwoche enthüllt einen signifikanten Anstieg von IT-Freelancern, die einen Wechsel in eine Festanstellung in Betracht ziehen. Der Anteil ist auf 41 Prozent gestiegen, und weitere 23 Prozent bevorzugen Arbeitnehmerüberlassung - eine Steigerung um 12 Prozentpunkte im Vergleich zu 2019. Gemäß der Lünendonk-Studie 2023 gaben 91 % der befragten Personal- und IT-Dienstleister an, dass die Arbeitnehmerüberlassung in den kommenden 5 Jahren weiterhin stark wachsen wird; keiner der Befragten geht von einer Reduktion aus. 4. Vermögenslage Zum Bilanzstichtag weist die Aktivseite der Gesellschaft eine Bilanzsumme von 18.403 TEUR (Vorjahr: 14.883 TEUR) aus. Der wesentliche Anteil des Vermögens entfällt auf das Umlaufvermögen. Aufgrund der vertraglichen Vereinbarungen sind die durch den Factoring-Partner angekauften und vorfinanzierten Forderungen (7.727 TEUR; Vorjahr: 7.996 TEUR) zum Zeitpunkt des Ankaufs auszubuchen. Durch diesen Umstand belaufen sich die bei der Gesellschaft weiterhin zu bilanzierenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Stichtag auf 14.006 TEUR (Vorjahr: 11.165 TEUR). Dies entspricht einem Zuwachs von 2.841 TEUR. Zur Finanzierung standen per 31. Dezember 2023 eine mit einem ausreichenden Volumen ausgestattete Factoring-Linie bei der TARGO Commercial Finance AG (gemeinschaftliches Volumen 20.000 TEUR; Inanspruchnahme durch die Questax Professionals 7.727 TEUR) sowie eine KK-Linie bei der Sparkasse Frankfurt am Main (Volumen 500 TEUR; Inanspruchnahme 0 EUR) zur Verfügung. Das Eigenkapital der Questax Professionals GmbH beträgt zum 31. Dezember 2023 aufgrund des bestehenden Abführungsvertrages an die Questax AG 1.262 TEUR (31. Dezember 2022: 1.262 TEUR). Die sonstigen Rückstellungen der Gesellschaft in Höhe von 2.199 TEUR (Vorjahr: 1.594 TEUR) tragen überwiegend vertragliche Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 605 TEUR ist im Wesentlichen verursacht durch Urlaubsansprüche der Mitarbeiter, dies ist insbesondere auf die deutlich angestiegene Anzahl der Mitarbeiter zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit 174 TEUR um 37 TEUR etwas niedriger als im Vorjahr (212 TEUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 9.329 TEUR (Vorjahr: 7.324 TEUR) beinhalten Verpflichtungen aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages in Höhe von 3.440 TEUR und aufgrund der umsatzsteuerlichen Organschaft in Höhe von 996 TEUR. 5. Ertragslage Mit Umsatzerlösen von 71.779 TEUR (Vorjahr: 59.150 TEUR) wurden die ambitionierten Planwerte zu 95,7 % erreicht (Planwert 75.000 TEUR). Der Deckungsbeitrag, als Differenz aus den Umsatzerlösen und den bezogenen Leistungen plus Personalaufwand, beläuft sich auf 11.488 TEUR (Vorjahr: 10.650 TEUR). Dies entspricht einer Marge von 16,0 % (Vorjahr: 18,0 %). Im Vergleich zu 2022 ist der Rückgang der Marge darauf zurückzuführen, dass die Gesellschaft mehr unbefristet eingestellte Experten beschäftigt, bei denen zwischen den Projekten einsatzfreie Zeiten vergütet werden und zusätzlich längere Projektlaufzeiten im Vergleich zum Vorjahr zu tariflichen Zulagen führt. Die bezogenen Leistungen belaufen sich insgesamt auf 1.147 TEUR (Vorjahr: 866 TEUR) und umfassen im Wesentlichen Provisionen in Höhe von 1.076 TEUR (Vorjahr: 832 TEUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen bei 7.908 TEUR (Vorjahr: 5.961 TEUR) und beinhalten im Wesentlichen Konzernumlagen (6.823 TEUR), Raumkosten (76 TEUR), Kfz-Kosten (74 TEUR), Reise- und Werbekosten (207 TEUR) sowie Kosten für Lohnbuchhaltung, Steuerberatung und Jahresabschlussprüfung (173 TEUR). Der Zinsaufwand (und zinsähnlicher Aufwand) ist bei 295 TEUR (Vorjahr: 89 TEUR) und umfasst im Wesentlichen die Zinszahlungen aus der Inanspruchnahme der Factoringlinie. Nach Abzug der Sachgemeinkosten und Abschreibungen ergibt sich zum Jahresende ein Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von 3.438 TEUR (Vorjahr: 5.012 TEUR). 6. Finanzlage Mit einem Bestand an liquiden Mitteln zum 31. Dezember 2023 in Höhe von 1.579 TEUR (31. Dezember 2022: 751 TEUR) war die Liquidität der Gesellschaft ausreichend gesichert und die QUESTAX konnte jederzeit ihren laufenden Zahlungsverpflichtungen fristgerecht und problemlos nachkommen. Im Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 wurde aus der laufenden Geschäftstätigkeit erwartungsgemäß ein Cashflow in Höhe 409 TEUR erzielt (im Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 lag der Vergleichswert bei 1.632 TEUR). 7. Finanzielle Leistungsindikatoren Ein Plan-Ist-Vergleich für die operativen Ergebnisbeiträge zeigt, dass die geplanten Umsätze in Höhe von 75.000 TEUR um -3.221 TEUR (-4,3 %) nur knapp verfehlt wurden. Das geplante EBITDA in Höhe von 6.300 TEUR wurde mit 3.711 TEUR deutlich verfehlt. Grund dafür ist, dass die geplanten durchschnittlichen Margen im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung nicht realisiert wurden. Grund dafür sind der zuvor genannte Zuwachs der einsatzfreien Zeiten zwischen den Projekten und die tariflichen Zulagen. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist im Geschäftsjahr deutlich gesunken (2023: 409 TEUR; 2022: 1.632 TEUR). Die Geschäftsführung ist der Auffassung, dass sich die Finanzlage der Gesellschaft weiterhin nachhaltig positiv darstellt. 8. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Das Geschäftsjahr 2023 verlief wie geplant positiv, wenn auch die ambitionierten Ziele nicht vollständig erreicht werden konnten. Es ist nach Einschätzung der Geschäftsführung in Anbetracht der Auswirkungen der veränderten Marktlage in Deutschland und des realisierten Mitarbeiterwachstums insgesamt und vor allem mit Hinblick auf die Leistungserbringung der Mitarbeiter hervorragend verlaufen. Das Umsatzziel wurde nahezu erreicht und die Gesellschaft hat trotz der allgemeinen Marktumstände ihren Wachstumskurs beibehalten. Im Rahmen einer überarbeiteten ambitionierten Planung wurde für das Geschäftsjahr ein EBITDA in Höhe von 6,3 Mio. EUR erwartet. Tatsächlich erreicht wurde ein EBITDA in Höhe von 3,7 Mio. EUR. Die strategische Aufstellung der QUESTAX sowie die derzeitige Marktentwicklung hin zur Arbeitnehmerüberlassung erlauben weiterhin einen sehr positiven Blick in die Zukunft. 9. Mitarbeiter Zum 31. Dezember 2023 beschäftigte die Questax Professionals 28 Mitarbeiter (31. Dezember 2022: 30 Mitarbeiter) im Vertriebs- und Verwaltungsbereich und 500 Mitarbeiter (31. Dezember 2022: 440 Mitarbeiter) im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung. Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr erstmalig die Grenze von 500 Mitarbeitern übertroffen. Aktuell die analysiert die Geschäftsführung, ob sich dieser Trend verstetigt und damit nachhaltig mehr als 500 Mitarbeiter beschäftigt werden. Sollte dies der Fall sein, wird die Geschäftsführung daraus resultierenden Verpflichtungen (§ 1 Abs. 1 Nr. 3 DrittelbG, § 289f Abs. 4 HGB, § 21 EntgTranspG) in den Folgejahren nachkommen. 10. Bestehende Zweigniederlassungen Die Questax Professionals GmbH hatte im Berichtsjahr ihren Unternehmenssitz in Heidelberg. Die Büroräume in Frankfurt wurden Mitte des Berichtsjahres aufgegeben. 11. Chancen- und Risikobericht Das zukünftige Wachstum von QUESTAX ist aus den im Folgenden genannten Gründen relativ unabhängig von der konjunkturellen Entwicklung des IT-Dienstleistungsmarktes in Deutschland. Zwar ist das Marktumfeld für reine IT-Personaldienstleistungsunternehmen, die Leistungen durch Subunternehmen oder selbständige IT-Experten erbringen, aktuell nicht nur wegen des kriegerischen Konfliktes in der Ukraine, sondern auch aufgrund der rechtlichen Rahmenbedingungen, ökonomischen Rahmenbedingungen einiger "klassischer" Kundenbranchen und Fachkräftemangels als schwierig anzusehen. Diese Schwierigkeiten haben sich aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland im Jahr 2023 und auch im ersten Quartal 2024 verstärkt. Insofern besteht auch für die QUESTAX eine Abhängigkeit von der konjunkturellen Entwicklung des IT-Dienstleistungsmarktes - sowohl im Negativen als auch im Positiven. Mögliche negative konjunkturelle Entwicklungen haben jedoch aus dem folgenden Grund nur eine eingeschränkte Auswirkung auf die QUESTAX. QUESTAX ist aufgrund der in den letzten Jahren erfolgten Weiterentwicklung der QUESTAX-Gruppe davon überzeugt, durch die vielfältigen Dienstleistungsmöglichkeiten im IT- und Engineering-Umfeld innerhalb der QUESTAX-Gruppe bestehende Kundenbeziehungen vertiefen und neue hinzugewinnen zu können. Das innerhalb der QUESTAX-Gruppe erweiterte Portfolio wird sich gerade wegen der rechtlichen Rahmenbedingungen, die sich aufgrund der Reform des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes im April 2017 ergeben haben, weiterhin zu Gunsten der Questax Professionals GmbH positiv auswirken. Insofern profitiert die QUESTAX durch die Beauftragungsform der Arbeitnehmerüberlassung von den grundsätzlich als schwierig zu erachtenden Gegebenheiten des IT-Dienstleistungsmarktes. Die QUESTAX sieht daher in diesem Geschäftsmodell weiterhin enormes Wachstumspotential und damit eine relative Unabhängigkeit von der konjunkturellen Entwicklung des IT-Dienstleistungsmarktes. Chancen Das größte Potential liegt in der weiteren Optimierung interner Prozesse im Vertrieb. Zu diesem Zweck wurden im Jahr 2020 verschiedene Vertriebssäulen definiert und strategisch aufgebaut. Ziel ist es:
Für die Questax Professionals GmbH bedeutet dies, dass sie von sämtlichen Vertriebssäulen profitiert - so beispielsweise von der neu geschaffenen Abteilung zum Ausschreibungsmanagement als Vertriebssäule. Diesen Ansatz gilt es nun weiter auszubauen und den QUESTAX-Konzern nicht, wie noch vor wenigen Jahren üblich, aus Vertriebssicht als reines "IT-Personaldienstleistungsunternehmen" zu platzieren, sondern als "Hybrid-Unternehmen", das im IT-Umfeld unseren Kunden passgenaue Lösungen anbietet. Dabei stehen die Vertriebssystematik und die Unternehmenswerte weiterhin im Mittelpunkt. Dabei gilt es, in Abhängigkeit von den Zielen unserer Kunden, die Möglichkeiten der Beauftragung von IT-Dienstleistungen, die durch selbständige Experten oder Subunternehmen erbracht werden (Geschäftsbereich der Questax Experts GmbH), und der Übernahme vollständiger IT-Projekte (Geschäftsbereich der Questax Systems GmbH) selbst oder durch Partnerunternehmen zu erläutern. Einen Schwerpunkt bildet dabei natürlich weiterhin das Geschäftsmodell der Arbeitnehmerüberlassung, das von der QUESTAX umgesetzt wird. Dadurch grenzt sich die QUESTAX klar von Marktbegleitern ab und nutzt das existierende Compliance-Risiko bei der Beauftragung von selbständigen Experten oder Subunternehmen als Chance für das eigene Geschäftsmodell. Insoweit wird mit der Arbeitnehmerüberlassung eine rechtssichere Alternative angeboten. Von höchster Bedeutung erachtet die QUESTAX in diesem Zusammenhang die bereits bestehenden Kundenbeziehungen. Die QUESTAX durfte im Jahr 2022 eine Anzahl von über 120 Unternehmen zu seinen Kunden zählen. Diese Anzahl ist im Jahr 2023 auf über 130 angestiegen. Einige davon zählen schon lange zu den Kunden der QUESTAX. Es wird sehr vertrauensvoll und transparent zusammengearbeitet. Mit einigen anderen Kunden hat die Zusammenarbeit erst begonnen. Die Basis für gemeinsames Wachstum wurde gelegt - nun gilt es, durch Leistung zu überzeugen. Diesbezüglich sehen wir uns strategisch und personell - aber auch durch die kontinuierliche Weiterbildung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im Bereich der Rekrutierung tätig sind - gut aufgestellt. Eine weitere Chance stellt die Rekrutierung von IT-Fachkräften aus dem nahegelegenen Ausland dar. Die QUESTAX-Gruppe hat aufgrund von Kundenbefragungen zur Abmilderung des Fachkräftemangels eine erste Auslandsgesellschaft in Lissabon, Portugal, gegründet (Questax Unipessoal, LDA). Die Gesellschaft fungiert als Recruiting-Plattform, um die exzellent ausgebildeten lokalen Experten zu finden und für Projektabwicklungen über QUESTAX zu begeistern. Die QUESTAX ist damit gut gerüstet, um die Potentiale aus bestehenden oder neu entstehenden Kundenbeziehungen bestmöglich nutzen zu können. Risiken Der Aufwand für die Ausbildung der einzelnen Mitarbeiter ist im Vergleich zur Branche höher und verlangsamt das Mitarbeiterwachstum. Eine dreimonatige Academy, Ausbildung und Einarbeitung erhöhen letztendlich die qualitative Effektivität der Vertriebsmitarbeiter, verlangsamen jedoch den quantitativen Mitarbeiteraufbau. Es ist gut zu erkennen, dass Questax mit einer stabilen Mitarbeiteranzahl ihre Umsatzwachstumsziele verfolgen kann und bewältigt. Dies ist die Konsequenz einer strategisch ausgerichteten Academy und eines Ausbildungsplans, der Qualität und Umsatzwachstum erreicht sowie unseren Wissensstandard als Multiplikator etabliert. Marktrisiko Das Marktumfeld für IT-Personaldienstleistungsunternehmen, die ihre Leistungen im Wege der Arbeitnehmerüberlassung anbieten, ist wegen der vorgenannten Reform des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes im April 2017 und trotz der im Folgenden genannten Risiken positiv zu bewerten. Als Risiko wird erachtet, dass sich einige "klassische" Kundenbranchen schon vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie und auch vor Beginn der kriegerischen Auseinandersetzung in der Ukraine vor großen Herausforderungen befanden, die sich auf die Beauftragung von IT-Personaldienstleistungsunternehmen ausgewirkt haben. Zu nennen sind hier die Automobilindustrie (bspw. Elektrifizierung des Antriebs), die Bankenbranche (bspw. neue Wettbewerber, Regulatorik) und die produzierende Industrie (bspw. Industrie 4.0). Dies gilt weiterhin, neben den ohnehin schwächeren Erwartungen an die deutsche Wirtschaft im Vergleich zu den Jahren zuvor. Weiterhin sei der Fachkräftemangel genannt, der es den IT-Personaldienstleistungsunternehmen weiter erschwert, geeignete Experten zu finden, um die grundsätzlich vorhandene Nachfrage zu decken. Diese Herausforderung wird vor dem Hintergrund der Anzahl der zu besetzenden Stellen in der IT immer größer (siehe Allgemeine Marktentwicklung). Diesbezüglich nutzen Unternehmen regelmäßig die Möglichkeiten von Near- oder Off-Shoring. Die künstliche Intelligenz (beispielsweise Chat GPT) und damit verbundene Risiken bezogen auf nicht mehr benötigte IT-Fachkräfte stufen wir als gering ein, da die IT-Leistung von Fachkräften im Low-Level-Bereich ersetzt werden kann, die QUESTAX allerdings im High-Level-Sektor unterwegs ist. Liquiditätsrisiko Die Liquiditätssituation hat sich in den letzten Jahren stetig verbessert. Die Entwicklung der Liquiditätssituation hängt weiterhin maßgeblich vom Erreichen der Planwerte ab. Bei Planabweichungen gilt es, zeitnah Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Diesbezüglich wirken sich insbesondere unsere Beziehungen zu Großkunden aus. Die jeweilige Entwicklung dieser Kunden muss kontinuierlich beobachtet werden, da hier ein wesentliches Risiko für nennenswerte Planabweichungen bei Umsatz und Ertrag besteht. Diesem Sachverhalt wirken wir weiterhin entgegen, indem wir neue Kunden in unterschiedlichen Branchen gewinnen. Forderungsausfallrisiko Die Ausfallrisiken des Forderungsbestandes sind aufgrund der guten, diversifizierten Kundenbasis und der Bonitätsüberwachung durch unsere Finanzierungspartner als sehr gering einzustufen. Darüber hinaus geht im Rahmen des Factorings auch das Delkredererisiko auf den Factoring-Partner über und minimiert das Forderungsausfallrisiko zu Gunsten der QUESTAX. Um das Risiko von Forderungsausfällen zu minimieren, wurde zudem im Geschäftsjahr 2023 ein Team aufgebaut, dass sich um das Forderungsmanagement kümmert. 12. Prognosebericht In der aktuellen Herbstprojektion rechnet die Bundesregierung im Jahr 2024 mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von preisbereinigt 0,2 % und Anstiegen von 1,1 % im nächsten Jahr und 1,6 % im Jahr 2026. Allerdings enthielt die Projektion nicht das Auseinanderbrechen der Bundesregierung und den Ausgang der US-Präsidentschaftswahl. Vor diesem Hintergrund ist nicht auszuschließen, dass es in den kommenden Monaten zu einer erneut steigenden Unsicherheit bei privaten Haushalten und in Unternehmen mit einer entsprechenden Konsum- und Investitionszurückhaltung kommt, die die erwartete konjunkturelle Erholung weiter verzögern könnte. Grundsätzlich orientiert sich die Planung der Questax Professionals GmbH an den strategischen Zielen. Sie ist die Basis einer soliden Ergebniseinschätzung, berücksichtigt aber auch langfristige Aspekte bezogen auf zu tätigende Investitionen und ist die Basis für finanzielle Stabilität. Im Rahmen einer langfristigen Unternehmensplanung wurde für das anschließende Geschäftsjahr (1. Januar 2024 bis 31. Dezember 2024) mit einem stabilen Umsatz in Höhe von 71.700 TEUR und mit einem EBITDA von 3.900 TEUR kalkuliert. Die Rohmarge wurde mit 13.000 TEUR geplant. Entsprechend sollte der operative Cashflow der Gesellschaft gleichbleibend gut sein. Die geplanten Ziele sind auf die aktuelle wirtschaftliche Lage und die aktuell herrschende Preispolitik abgestimmt. Im Rahmen dieser langfristigen Planung, die Anfang 2024 zuletzt überarbeitet wurde, ist die Geschäftsführung davon ausgegangen, dass die ergriffenen strategischen Maßnahmen greifen und dass die Gesellschaft weitere interne Mitarbeiter:innen gewinnen und entsprechend einsetzen kann. Weiterhin wird davon ausgegangen, dass die dargestellten Chancen genutzt, bestehende Kundenbeziehungen weiter ausgebaut und neue Kundenbeziehungen hinzugewonnen werden. Diesbezüglich gehen wir davon aus, dass weitere Kunden als Folge der Reform des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes im April 2017 dazu übergehen, von der Beauftragung von IT-Dienstleistungen abzusehen und stattdessen einzelne Experten im Wege der rechtssicheren Arbeitnehmerüberlassung beauftragen. Die Bündelung der Vertriebsaktivitäten in der Questax Management GmbH erfolgte im April 2020. Es ist ein fortlaufender, iterativer Prozess, die Vertriebsaktivitäten zu steuern und zu optimieren - dazu zählt auch die bereits erwähnte "Vertriebssäulenstrategie". Weiterhin werden neue Mitarbeiter eingestellt, die in der hauseigenen Academy zielgerichtet und einheitlich ausgebildet werden - das Ausbildungs- und Weiterbildungskonzept wurde weiter optimiert und auch im Hinblick auf vollständiges Remote-Arbeiten erweitert. Die innovative und technisch moderne Vertriebssteuerung ist weiterhin zentrales Element, um die Ziele der Gesellschaft zu erreichen. Um diese zu überwachen, wurden weitere Reporting- und Controlling-Möglichkeiten eingeführt, um Steuerungsmaßnahmen zu überprüfen und zu hinterfragen. Die Mitarbeiter und eine niedrige Fluktuation der Belegschaft sind dabei ein bedeutendes Element, um die Ziele zu erreichen. Die QUESTAX hat daher schon vor einiger Zeit diverse Maßnahmen ergriffen, um in vielfältiger Weise in die Belegschaft zu investieren. Zu nennen sind beispielhaft Maßnahmen zur Flexibilisierung der Arbeitszeit und des Arbeitsortes, der technischen Ausstattung, der Team-Zusammengehörigkeit sowie auch dem Entlohnungsmodell. Dies wird entsprechend fortgeführt und ausgebaut. Langfristig baut die QUESTAX darauf, Mitarbeiter zu halten, um damit Stabilität innerhalb des Wachstumskurses zu erreichen. Durch Investitionen in die Belegschaft möchte die Gesellschaften den Senioritätsgrad erhöhen und unsere Kunden durch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter noch besser betreuen.
Heidelberg, den 18. Dezember 2024 Mohammad El Khaledi Thomas Christmann BilanzAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Grundlegende Angaben zum Unternehmen Die Questax Professionals GmbH hat während des Geschäftsjahres ihren Sitz von Frankfurt am Main nach Heidelberg verlegt. Sie war beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 101331 in das Handelsregister eingetragen. Seit März 2023 ist die Gesellschaft beim Amtsgericht Mannheim unter der Nummer HRB 746668 in das Handelsregister eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Die Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 erfolgte nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften gemäß §§ 242 ff., 264 ff. HGB und den ergänzenden Vorschriften des GmbHG. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung wurden nach den Vorschriften der §§ 265 ff. und 275 ff. HGB gegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. Von den Erleichterungen bei der Aufstellung des Anhangs gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht. Die im Vorjahr angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten (§ 284 Abs. 2 Nr. 2 HGB). Bei der Bewertung wird vom Grundsatz der Unternehmensfortführung (Going Concern) ausgegangen. Der Jahresabschluss wurde gemäß § 268 Abs. 1 HGB unter vollständiger Ergebnisverwendung aufgestellt. Soweit "Davon-Vermerke" nicht in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten sind, wurden sie im Anhang vorgenommen. III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Die Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und gegebenenfalls außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Zugänge im Laufe des Geschäftsjahres werden zeitanteilig abgeschrieben. Im Fall einer dauerhaften Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter, deren Anschaffungskosten maximal 250,00 Euro betragen, werden im Jahr der Anschaffung unmittelbar als Aufwand erfasst. Geringwertige Anlagegüter, deren Einzelanschaffungspreise über 250,00 Euro liegen und bis zu 1.000,00 Euro betragen, werden in einem Sammelposten aktiviert, der im Geschäftsjahr der Bildung und den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel gewinnmindernd abgeschrieben wird. Die Abschreibung erfolgt unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer wie folgt:
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert ausgewiesen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden abzüglich der am Stichtag in Anspruch genommenen Factoring-Fazilität ausgewiesen und gegebenenfalls um Einzel- oder Pauschalwertberichtigungen gemindert. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert ausgewiesen. Aktive Rechnungsabgrenzung Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Eigenkapital Das Eigenkapital ist zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen Die Rückstellungen decken in angemessenem Umfang die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen; sie wurden aufgrund der im Zeitpunkt der Bilanzaufstellung vorliegenden Erkenntnisse in Höhe der Erfüllungsbeträge gebildet, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind. Verbindlichkeiten Der Ansatz der Verbindlichkeiten erfolgt mit dem Erfüllungsbetrag. IV. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens auf Basis von historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten ergibt sich aus dem Anlagenspiegel. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 176 TEUR (Vorjahr 1.237 TEUR) sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr 1.026 TEUR) enthalten. Diese bestehen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. 0 TEUR (Vorjahr 139 TEUR) sowie 0 TEUR Finanzforderungen gegenüber der Questax AG (Vorjahr 887 TEUR). 75 TEUR stammen aus Lieferungen und Leistungen an Schwestergesellschaften (Vorjahr 211 TEUR). 101 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) resultieren aus Überzahlungen an Schwestergesellschaften. Mit 2.634 TEUR (Vorjahr 1.711 TEUR) umfassen die sonstigen Vermögensgegenstände im Wesentlichen Forderungen gegenüber der Factoringbank in Höhe von 2.215 TEUR (Vorjahr 1.542 TEUR), Forderungen aus Steuern 16 TEUR (Vorjahr 8 TEUR), Forderungen gegen Sozialversicherungsträger 10 TEUR (Vorjahr 36 TEUR) und Kautionen in Höhe von 17 TEUR (Vorjahr 11 TEUR). In den sonstigen Forderungen aus Steuern sind Forderungen in Höhe von 7 TEUR (Vorjahr 8 TEUR) enthalten, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen. 3. Eigenkapital Das Stammkapital der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 beträgt 25 TEUR (Vorjahr 25 TEUR) und ist vollständig eingezahlt. Die Kapitalrücklage zum 31. Dezember 2023 beträgt 250 TEUR (Vorjahr 250 TEUR). Der Bilanzgewinn ergibt sich wie folgt:
4. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
5. Verbindlichkeiten Sämtliche Rückstellungen und Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf einen Betrag i.H.v. 174 TEUR (Vorjahr 212 TEUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf einen Betrag i.H.v. 9.329 TEUR (Vorjahr 7.324 TEUR) und beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. 2.125 TEUR (Vorjahr 1.098 TEUR) gegenüber Schwestergesellschaften. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten ferner Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin i.H.v. 7.304 TEUR und stammen aus dem Ergebnisabführungsvertrag i.H.v. 3.441 TEUR, aus der umsatzsteuerlichen Organschaft i.H.v. 996 TEUR (Vorjahr 1.349 TEUR), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. 376 TEUR (Vorjahr -122 TEUR) sowie einem Darlehen über 2.474 TEUR (Vorjahr 0 TEUR). In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern i.H.v. 2.434 TEUR (Vorjahr: 1.124 TEUR) und aus Verbindlichkeiten der sozialen Sicherheit i.H.v. 1 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) enthalten. Es bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus dem Erwerb von Waren und Dienstleistungen. V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Gesellschaft erwirtschaftet ihre Umsätze ausschließlich im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung und fast ausschließlich gegenüber inländischen Kunden. 2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge i.H.v. 131 TEUR (Vorjahr 383 TEUR) resultieren im Wesentlichen aus verrechneten sonstigen Sachbezügen i.H.v. 39 TEUR (Vorjahr 39 TEUR) und periodenfremden Erträgen i.H.v. 69 TEUR (Vorjahr 300 TEUR). 3. Personalaufwand Der Personalaufwand beläuft sich im Geschäftsjahr auf 59.144 TEUR (Vorjahr 47.635 TEUR). Im Personalaufwand enthalten sind Aufwendungen für die betriebliche Altersvorsorge von 7 TEUR (Vorjahr 12 TEUR). 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten u.a. Aufwendungen aus Konzernumlagen i.H.v. 6.823 TEUR (Vorjahr 5.209 TEUR), aus Raumkosten i.H.v. 76 TEUR (Vorjahr 22 TEUR) sowie Kfz-Kosten i.H.v. 74 TEUR (Vorjahr 86 TEUR). 5. Finanzergebnis Das Finanzergebnis i.H.v. -270 TEUR (Vorjahr -58 TEUR) umfasst im Wesentlichen Zinsaufwendungen für die Inanspruchnahme der Factoringlinie. Gegenüber verbundenen Unternehmen besteht ein Zinsertrag i.H.v. 25 TEUR (Vorjahr: 32 TEUR) und ein Zinsaufwand i.H.v. 19 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR). VI. Sonstige Angaben 1. Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigte im Durchschnitt 28 (Vorjahr 30) Angestellte im Vertriebs- und Verwaltungsbereich und 500 (Vorjahr 397) Angestellte im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung. 2. Außerbilanzielle Geschäfte Die Questax Professionals GmbH hat zur kurzfristigen Liquiditätssteuerung und Fristentransformation mit der TARGO Commercial Finance AG einen Vertrag über den Ankauf und die Finanzierung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Gesellschaft geschlossen. Anhaltspunkte für technische oder rechtliche Störungen des Factoring-Prozesses liegen aktuell nicht vor. Das Delkredererisiko für verkaufte Forderungen liegt zudem beim Factoring-Anbieter. Grundsätzlich ist das Risiko von Forderungsausfällen aufgrund des bonitätsstarken Kundenstamms als unbedeutend anzusehen. Der Vertrag wurde nach dem Abschlussstichtag verlängert hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2025 und beinhaltet einen maximalen gemeinschaftlichen Finanzierungsbetrag (zugesagtes gemeinschaftliches Höchstobligo) von 25.000 TEUR für die Questax Professionals GmbH, die Questax Experts GmbH und die Questax Systems GmbH. Die Inanspruchnahme der Gesellschaft belief sich zum Stichtag auf 7.727 TEUR (Vorjahr 7.996 TEUR). Zum Stichtag 31. Dezember 2023 wurden Forderungen in Höhe von 2.140 TEUR (Vorjahr 3.270 TEUR) nicht angekauft. 3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die zu erwartenden Aufwendungen der Gesellschaft nach dem Bilanzstichtag aus fest abgeschlossenen Mietverträgen, Leasingverträgen und sonstigen Verträgen belaufen sich auf insgesamt 106 TEUR (Vorjahr 28 TEUR) und gliedern sich wie folgt:
Darüber hinaus bestehen Verpflichtungen in Höhe von 5.664 TEUR (Vorjahr 4.452 TEUR) gegenüber verbundenen Unternehmen aus Dienstleistungsverträgen, die eine Laufzeit von bis zu einem Jahr haben. Der Abschluss der Leasing- sowie Pachtverträge dient der Verringerung der Kapitalbindung, dafür wurden in den Leasing- und Pachtzahlungen enthaltene Zinsaufwendungen akzeptiert. Risiken aus Einmalzahlungen wurden bei Vertragsschluss als geringfügig eingeschätzt. 4. Geschäftsführung Während des bestehenden Zeitraums wurden die Geschäfte durch folgende Personen geführt: Herrn Mohammad El Khaledi, Kaufmann, Oftersheim Herrn Thomas Christmann, Jurist, Neckargemünd Die Gesellschaft macht von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. 5. Abschlussprüferhonorar Für das Geschäftsjahr 2023 wurde vom Abschlussprüfer ein Gesamthonorar in Höhe von 28,5 TEUR berechnet. Davon entfallen auf Abschlussprüfungsleistungen 18,5 TEUR und auf Steuerberatungsleistungen 10,0 TEUR. 6. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Bilanzgewinn beträgt 987 TEUR. Der Jahresüberschuss wird aufgrund des bestehenden Abführungsvertrages an die Questax AG weitergegeben. 7. Konzernzugehörigkeit Die Questax Professionals GmbH wird in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 der Questax AG, Heidelberg, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten sowie den größten Konsolidierungskreis aufstellt. Der Konzernabschluss der Questax AG kann im elektronischen Bundesanzeiger eingesehen werden. 8. Vorgänge von besonderer Bedeutung Es sind keine berichtspflichtigen Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten.
Heidelberg, den 18. Dezember 2024 Mohammad El Khaledi Thomas Christmann AnlagenspiegelAnschaffungs- und Herstellungskosten
Abschreibungen
Buchwerte
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersAn die Questax Professionals GmbH, Heidelberg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Questax Professionals GmbH, Heidelberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Questax Professionals GmbH, Heidelberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Heidelberg, den 18. Dezember 2024 FALK
GmbH & Co KG
Gerhard Meyer, Wirtschaftsprüfer Marco Muth, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss auf den 31. Dezember 2023 wurde von der Gesellschafterversammlung am 18. Dezember 2024 festgestellt. |
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