Boston Scientific Medizintechnik GmbH
Klaus-Bungert-Straße 8, 40468 Düsseldorf, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jan Szemjonneck seit 20.3.2025 | Prokura |
Tobias Max Ludewigt seit 20.3.2025 | Prokura |
Emily Marie Woodworth seit 15.4.2024 | Geschäftsführer |
Yann Henri Fritz Kemper seit 20.4.2022 | Prokura |
Nadine Eumann seit 7.12.2021 | Prokura |
Regina McAnally seit 31.10.2018 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Boston Scientific International B.V. | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Boston Scientific Medizintechnik GmbHRatingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für 2023Das Unternehmen Boston Scientific Medizintechnik GmbH (Boston) ist ein Unternehmen der weltweit tätigen Boston Scientific Gruppe. Gegenstand des Unternehmens ist der Vertrieb medizintechnischer Geräte und medizinischer Artikel. Sitz der Gesellschaft ist Ratingen in NRW. Der Markt, welcher beliefert wird, ist der deutsche Gesundheitsmarkt. Die größten Absatzsegmente als auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind in den folgenden Abschnitten beschrieben. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres Mit Vertrag vom 19. Dezember 2022 und mit Wirkung zum 1. Januar 2023 hat die Gesellschaft sämtliche Anteile an der BAYLIS Medical (Deutschland) GmbH, München, von der Baylis Medical Company Inc. Mississauga, Ontario, Kanada, erworben. Mit Vertrag vom 24. Mai 2023 wurde die BAYLIS Medical (Deutschland) GmbH, München, mit Wirkung zum 1. Januar 2023 auf die Gesellschaft verschmolzen. Aus der Verschmelzung hat die Gesellschaft einen Gewinn von TEUR 51 realisiert. Entwicklung des Marktes in der Medizinbranche Der Markt für Medizinprodukte hat ein breites Produktspektrum, das von Einwegmaterial über Implantate bis hin zur High-Tech Bildgebung reicht. Der größte Absatzsektor ist der des Krankenhauses. Die Erträge der Medizintechnik-Unternehmen gehen 2023 weiter zurück. Zwar haben sich die Umsätze mit einem Plus von 4,8% gegenüber 2022 weiter erholt. Dem stehen jedoch stark gestiegene Logistik- und Energiepreise sowie die hohen Kosten für die MDR-Umsetzung gegenüber. (Quelle: BVMED, Ergebnisse der BV-Med Herbstumfrage 2022 vom 13.09 2023). Die Investitionen am Standort Deutschland werden weiter zurückgefahren. Die Forschungsinvestitionen werden zunehmend ins Ausland gelagert. Das Innovationsklima ist nach dem BVMed-Index auf dem Tiefpunkt. Hauptgrund sehen viele in der überbürokratischen EU-Medizinprodukteverordnung (MDR). Laut dem Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) sind daher eine Weiterentwicklung und Verbesserung der MDR, um die Investitionen zu stärken wichtig. Hauptaugenmerk sollte auf weniger Bürokratie, vorhersehbare und klare Fristen sowie berechenbare Kosten. Der digitale Wandel schreitet voran. Am häufigsten werden die digitale Vernetzung bzw. Kommunikation mit den einzelnen Kunden sowie die digitale Prozessoptimierung in verschiedenen Bereichen wie Vertrieb, Produktion sowie Einkauf genannt. Auch wurden elektronischen Abrechnungen sowie elektronische Beschaffungsmaßnahmen in der Praxis häufiger genutzt. Die Pandemie und der Ukraine-Krieg haben die globalen Lieferketten und die Herstellungskosten stark beeinträchtigt. Ab 2023 zeigte sich langsam eine Erholung der Lieferketten und es zeigte sich eine deutliche Verbesserung im Angebot, Verfügbarkeit und Vorlaufzeiten einzelner Produkte. Entwicklung der Gesellschaft / Umsatzentwicklung Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 54.495 bzw. 15,4 % zum Vorjahr gestiegen, damit lag die relative Umsatzveränderung deutlich über dem Vorjahresniveau und der Vorjahresprognose. Neben neuen Produkten durch die Akquisition von Apollo Endosurgery in der Boston Gruppe haben auch Bestandsprodukten im Bereich der Elektrophysiologie zu einem starken Wachstum beigetragen. Der Umsatz des Geschäftsbereiches minimal-invasive Produkte (MIP) erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 353.335 (Vj. TEUR 303.531). In allen Divisionen konnte eine Steigerung des Umsatzes erzielt werden. Die höchsten Umsatzwachstume wurden in den Bereichen Elektrophysiologie um 40,7%, Urologie um 21,9% und Neuromodulation um 15,2 % erzielt. Die Steigerung in den Bereichen Urologie und Elektrophysiologie ist neben einer besseren Liefersituation auch auf eine hohe Nachfrage im Bereich der Disposables (Verbrauchsmaterialen) zurückzuführen. Der Bereich Neuromodulation konnte im Jahr 2023 ebenfalls eine gute Umsatzsteigerung erzielen. Haupttreiber waren hier die Produktgruppen SCS und DBS. Treiber des Anstiegs im Bereich der Endoskopie um 8,3% ist im Wesentlichen die Akquisition der Apollo Endosurgery. Ergebnis der Gesellschaft / Mitarbeiter Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen betragen TEUR 286.407 (Vj. TEUR 246.716). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem erhöhten Umsatzvolumen. Da der Anstieg der Herstellungskosten leicht über dem Anstieg der Umsatzserlöse liegt, hat sich die Bruttomarge minimal auf 29,9 % (Vj. 30,4%) verringert und liegt bei TEUR 122.346 (Vj. TEUR 107.542). Die Vertriebskosten haben sich um TEUR 635 erhöht. Wesentliche Treiber waren sinkende Personalkosten (TEUR 2.012) aufgrund einer im Vergleich zum Vorjahr nur geringen steigenden Pensionsrückstellung sowie steigende Weiterbelastungen an verbundene Unternehmen (TEUR 505), wobei es sich im Wesentlichen, um gestiegene Gehaltskosten handelt, die aus Gehaltssteigerungen resultieren. Weitere gegenläufige Effekte sind gestiegene Provisionen an Mitarbeiter (TEUR 2.208) bedingt durch die deutlich gestiegenen Umsatzerlöse sowie gestiegene Kosten für Sponsorships (TEUR 906) aufgrund einer erhöhten Anzahl von Kongressen und Veranstaltungen im Vergleich zum Vorjahr. Die Vertriebskosten betragen 23,7 % vom Umsatz (Vj. 27,1 %) und sind daher geringer gestiegen als die Umsatzerlöse. Die allgemeinen Verwaltungskosten sind um TEUR 1.066 auf TEUR 5.587 gestiegen. Im Wesentlichen ist der Anstieg auf gestiegene Leasingkosten (TEUR 462) zurückzuführen. Der sonstige betriebliche Aufwand ist in 2023 um TEUR 55 auf TEUR 2.948 gestiegen. Im Jahr 2023 gab es keine Änderung in der Zuordnung der "Head Office Charges" - also der Kosten, die von der europäischen Zentrale an das Unternehmen für allgemeine Dienstleistungen weiterbelastet wurden. Diese betrugen insgesamt in 2023 TEUR 2.011 (Vj. TEUR 2.070). Insgesamt hat die Boston Scientific Medizintechnik GmbH für das Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss von TEUR 11.204 erzielt (Vj. TEUR 366). Wie bereits im Vorjahr wurden auch in 2023 Restrukturierungen vorgenommen. Die Kosten betrugen TEUR 1.407 (Vj. TEUR 896) und setzen sich im Wesentlichen aus Personalkosten zusammen. Diese Kosten entfielen im Wesentlichen auf den Bereich Vertrieb. Zum Jahresende 2023 betrug die Zahl der Mitarbeiter 636 (Vj. 586). Vermögenslage Bei den Vorräten ergibt sich eine Reduzierung um TEUR 2.664 auf TEUR 34.305 im Vorjahresvergleich (Vj. TEUR 36.970). Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen niedrigere Anschaffungskosten aufgrund eines besseren EUR/USD-Wechselkurses. Die Forderungen gegen Dritte sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 7.914 gestiegen. Wesentlicher Faktor ist eine gesteigerte Nachfrage resultierend in höheren Umsatzerlösen und Forderungen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich im Vorjahresvergleich um TEUR 4.132 reduziert. Die Reduzierung resultiert im Wesentlichen aus einer gesunkenen Forderung aus Cash Pooling. Die Veränderung des Eigenkapitals resultiert aus dem Jahresüberschuss von TEUR 11.204. Ebenfalls wurde eine Dividende in 2023 iHv TEUR 18.000 ausgeschüttet. Hierfür wurde die Kapitalrücklage um TEUR 7.900 reduziert und der Gewinnvortrag iHv TEUR 10.100 ausgeschüttet. Die Eigenkapitalquote beträgt 13,1% (Vj. 17,8 %). Die sonstigen Rückstellungen sowie Pensionsrückstellungen haben sich in Summe gegenüber dem Vorjahr um TEUR 6.531 erhöht, was im Wesentlichen auf Erhöhungen der Rückstellung für Kundenboni (+ TEUR 2.593) und der Pensionsrückstellungen (+ TEUR 1.332) zurückzuführen ist. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen verringerten sich minimal um TEUR 112 gegenüber 2022. Investitionstätigkeit Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in Höhe von TEUR 7.483 getätigt. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um medizinische Geräte in Höhe von TEUR 6.721 sowie in Höhe von TEUR 762 um Rechnungen für Ausbaukosten für das Bürogebäude. Die Abschreibungen auf Sachanlagen betrugen insgesamt TEUR 3.421 und auf immaterielle Vermögensgegenstände insgesamt TEUR 639. Finanzlage Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt über die operative Geschäftstätigkeit. Ferner nimmt die Gesellschaft am Cash-Pool System der Boston Scientific Gruppe teil, indem tägliche Zahlungen erfolgen. Zum Jahresende betrugen die Forderungen aus dem Cash Pool TEUR 58.672 (Vj. TEUR 62.392). Risikomanagement Die Gesellschaft ist in das weltweite Risikomanagement, in dem die Regelungen des des Sarbanes-Oxley-Act umgesetzt werden, der Boston Gruppe, unter der Führung der obersten Konzernmutter Boston Scientific Corporation, Marlborough, Massachusetts/USA, integriert. Risiken werden durch regelmäßige Audits der internen Revision sowie Analysen und regelmäßige Berichterstattungen frühzeitig erkannt und gegengesteuert. Wirtschaftliche Lage Langfristig gesehen besteht weiterhin ein attraktives Marktumfeld für die Boston Scientific Medizintechnik GmbH und ihr gesamtes Produktportfolio. Daher geht die Gesellschaft auch in 2023 von weiter steigenden Umsatzerlösen sowie einem positiven Jahresergebnis aus. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG (§ 289f Abs. 2 Nr. 4 HGB) Der Gesellschaft sind in der Regel mehr als 500 männliche und weibliche Beschäftigte zuzurechnen. Für das Unternehmen greifen daher die Mitbestimmungsregeln des Drittelbeteiligungsgesetzes. Aufgrund des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst (FFörderG) hat die Gesellschaft als der Mitbestimmung unterliegendes Unternehmen in einer Erklärung zur Unternehmensführung Angaben im Sinne von § 289f. Abs. 2 Nr. 4 HGB zu machen. Die Angaben betreffen die Festlegung von Zielgrößen und -fristen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat, in der Geschäftsführung sowie in den Führungsebenen 1 und 2 unterhalb der Geschäftsführung, das heißt im Fall der Gesellschaft auf der Ebene der sogenannten Directors und auf der Ebene der Manager und Supervisor: Die Gesellschaft betrachtet die Förderung von Frauen - sowie allgemein die Förderung der Vielfalt und Gleichberechtigung - als wichtige Aufgabe und wird weiterhin daran arbeiten, den Anteil der Frauen in Führungspositionen zu erhöhen. Dabei steht nicht die Erfüllung einer Quote im Mittelpunkt, sondern die Gewinnung von talentierten Mitarbeiter:innen auf allen Ebenen. Die Gesellschaft ist davon überzeugt, dass die vielfältige Zusammensetzung von Teams mehr Innovationskraft bietet und zu höherer Produktivität führt. Dabei sollen alle Beschäftigten gleichberechtigt Wertschätzung erfahren, um motiviert ihr Potenzial einbringen zu können. Im Kalenderjahr 2023 hat die Gesellschaft insgesamt durchschnittlich 293 Frauen und 343 Männer beschäftigt, in Summe 636 Beschäftigte inkl. Auszubildende und Werksstudierenden. Der Anteil an weiblichen Beschäftigten lag bei 46 % und konnte im Vergleich zu 2022 um 5 Prozentpunkte gesteigert werden. - Aufsichtsrat: Die Gesellschaft prüft derzeit die Einrichtung eines Aufsichtsrates gemäß Drittelbeteiligungsgesetz. - Geschäftsführung: Zum 31. Dezember 2023 hatte die Gesellschaft zwei männliche Geschäftsführer. Am 26. März 2024 wurden die Geschäftsführer abberufen und eine weibliche Geschäftsführerin bestellt. Drei der fünf bestellten Prokurist:innen mit Einzelvertretungsmacht sind weiblich. - Weitere Führungsebenen: Auf den Führungsebenen 1 und 2 (unter der Ebene der Geschäftsführung) beträgt die Zielquote, die spätestens bis zum 31. März 2028 erreicht werden soll, jeweils 43 %. Per 31. Dezember 2023 wurde auf der Führungsebene 1 eine Quote für den Frauenanteil von 37 % und auf der Führungsebene 2 eine Quote von 26 % erreicht. Sobald es in der Zukunft zu personellen Veränderungen der Ebenen 1 und 2 kommt, wird die Gesellschaft sich nach besten Kräften bemühen, gezielt geeignete Kandidatinnen in den Auswahlprozess einzubeziehen. Für das derzeitige Abschneiden der Gesellschaft im Vergleich zu den Zielgrößen für die Ebenen 1 und 2 gibt es vielfältige Gründe. Dazu zählen der historisch bedingt vergleichsweise niedrige Anteil an Frauen in der Belegschaft von Medizintechnikunternehmen, der bereits durch einen geringeren Anteil an Frauen in wissenschaftlich-technischen Studiengängen beeinflusst ist, und der sich nur nach und nach ausgleichen lässt, sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, insbesondere im Hinblick auf eine Tätigkeit im Außendienst. Die Gesellschaft versucht diesem Zustand gezielt entgegenzuwirken durch geschlechtsneutrale Stellenanzeigen, die Zusammenstellung ausgeglichener Bewerber:innenlisten im Einstellungsprozess, die konzentrierte Entwicklung einer weiblichen Talent Pipeline, die Unterstützung eines internen Netzwerks zur Förderung von weiblichen Beschäftigten und eine weitestmögliche Flexibilisierung der Arbeitszeitmodelle, beispielsweise durch einen hybriden Ansatz und individuelle Teilzeitmodelle. Ausblick - Chancen und Risiken Die Liefersituation hat sich in vielen Bereichen deutlich verbessert. Dennoch kann es immer wieder in einzelnen Bereichen dazukommen, dass Lieferungen aufgrund von Personalengpässen oder Ressourcenknappheit verzögert werden. Diese Risiken werden jedoch durch die konzerninterne Einkaufs- und Produktionsstrategie auf ein Minimum reduziert. Wesentliche Bonitätsrisiken werden vor allem durch ein gezieltes Forderungs-management und der regelmäßigen Überprüfung von Kreditlimits entgegengewirkt. Der Preis- und Wettbewerbsdruck im Gesundheitssektor insbesondere im Bereich von Ausschreibungen ist weiter gestiegen. Die Gesellschaft begegnet diesem mit einer regelmäßigen Verkaufspreis-Überprüfung sowie einer stetigen Neu- und Weiterentwicklung von Produkten. Zusätzlich werden interne Prozesse regelmäßig auf Einsparungspotenzial bzw. Effizienzsteigerung überprüft. Wesentliche Risiken durch den im Februar 2022 begonnenen Ukraine-Krieg ergeben sich für die Gesellschaft nicht, da keine direkten Geschäftsbeziehungen mit der Ukraine bzw. Russland gegeben sind. Insgesamt werden die Risiken und die Auswirkungen auf die Lage der Gesellschaft aufgrund des stabilem Konzern-Umfelds und den vorhandenen Maßnahmen als gering angesehen. Chancen ergeben sich insbesondere durch kontinuierliche Verbesserungen bzw. Erweiterungen des Produktportfolios durch Innovationen bzw. Akquisitionen von Produkten bzw. Unternehmen, die für die Wachstumsstrategie des Boston-Konzern vorteilhaftig sind. Ein weiterer Fokus der Gesellschaft liegt weiterhin in dem Vorantreiben der Digitalisierung. Neben der Digitalisierung von Eingangsrechnungen sowie von einzelnen Veranstaltungen, um den derzeitigen Beschränkungen entgegenzuwirken, wird der digitale Vertriebskanal weiterausgebaut. Dadurch können die Produkte telefonisch, vor Ort und auch über digitale Plattformen vertrieben werden, wodurch Produkte schneller und auch nachhaltiger vertrieben werden können. Zusätzlich ergeben sich durch das neue Trainingszentrum im neuen Bürogebäude am Düsseldorfer Flughafen Möglichkeiten, Schulungen mit neustem Equipment in einer modernen Umgebung anzubieten und so mehr Menschen von der Boston-Produktpalette zu überzeugen. In den ersten drei Monaten liegen die Umsatzerlöse in 2024 über den Umsätzen im Vergleichszeitraum 2023. Ein wesentlicher Wachstumstreiber ist der Bereich Elektrophysiologie, der insbesondere durch den Verkauf von Farapulse Verbrauchsmaterialien stark wächst. Auch die Akquisitionen Lumenis und Apollo tragen zum Umsatzwachstum bei. Weiterhin wird davon ausgegangen, dass die Umsatzerlöse auch in den nächsten Quartalen weiter wachsen werden. Um die Aufwendungen im Rahmen zu halten, werden Beschaffungsvorgänge effizient und kostengünstig gestaltet sowie weiterhin ein Fokus auf Cash-Management-Maßnahmen gelegt. In Summe wird aufgrund des erwarteten Umsatzanstiegs davon ausgegangen, dass die Aufwendungen leicht über dem Vorjahrsniveau liegen werden. Insgesamt hat sich die Gesellschaft in 2023 aus Sicht der Geschäftsführung sehr zufriedenstellend entwickelt. Auch in 2024 wird Boston versuchen, sich im minimal-invasiven Markt zu behaupten. Für 2024 wird mit einem Umsatzanstieg zwischen 8-10 % geplant. Eventuelle Risiken durch nicht ausreichende interne Prozesse sind durch SOX-Maßnahmen reduziert/minimiert worden. Hauptkonkurrenten sind nach wie vor die Firmen Johnson & Johnson, Medtronic, Biotronik, B. Braun und Abbott. Wir gehen aus heutiger Sicht davon aus, dass auf Basis der oben angeführten Punkte weiterhin der Fortbestand des Unternehmens gewährleistet ist. Durch die ergriffenen Maßnahmen wird davon ausgegangen, dass die Liquiditätslage der Gesellschaft weiterhin stabil bleiben wird und im kommenden Jahr eine weitere Ergebnissteigerung erzielt wird.
Ratingen, 8. Mai 2024 Emily Woodworth, Geschäftsführerin Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang für 2023Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma Boston Scientific Medizintechnik GmbH mit Sitz in Ratingen im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter der Nummer HRB 75146 eingetragen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) aufgestellt. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Für den im Geschäftsjahr 2021 übernommenen Kundenstamm der Lumenis (Germany) GmbH, Dreieich, in Höhe von TEUR 1.918 wird eine Nutzungsdauer von 2 Jahren zugrunde gelegt, da dies der durchschnittlichen Kundenbindungsdauer in den relevanten Geschäftsbereichen entspricht. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Die durchschnittlichen Nutzungsdauern liegen zwischen 3 - 15 Jahren. Die Waren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktwerten bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; zur Abdeckung des allgemeinen Risikos von Forderungsausfällen werden pauschale Abschläge berücksichtigt. Bei den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Vorauszahlungen für zukünftige aufwandswirksame Verpflichtungen zeitanteilig abgegrenzt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Verwendung der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der prognostizierte durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,83 % (Vj. 1,78 %) verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 3,0 % (Vj. 3,0 %) und erwartete Rentensteigerungen mit 2,5. % (Vj. 2,5 %) berücksichtigt. Unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird der sich aus der Änderung der Rückstellungsbilanzierung nach §§ 249 Abs. 1 Satz 1, 253 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 HGB durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) ergebende Zuführungsbetrag über den Höchstzeitraum von 15 Jahren gleichmäßig verteilt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuer unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke der Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 58.672 (Vj. TEUR 62.392) Forderungen aus dem Cash Pool Vertrag mit der Boston Scientific International Finance Limited, Galway/Irland, und in Höhe von TEUR 3.649 (Vj. TEUR 4.061) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen gegen den Gesellschafter in Höhe von TEUR 459 (Vj. TEUR 173). Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten einen Betrag in Höhe von TEUR 817 (Vj. TEUR 800) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Dieser resultiert aus einer Rückdeckungsversicherung, die kein Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 HGB darstellt. Aktive Rechnungsabgrenzung Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen Vorauszahlungen für die Unterstützungskasse. Aktive latente Steuern Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 31,225 % zugrunde gelegt. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Bilanzdifferenzen bei Personalrückstellungen, insbesondere für Pensionen. Die aktiven latenten Steuern wurden nicht aktiviert. Bilanzgewinn Der Bilanzgewinn ergibt sich wie folgt:
Die Kapitalrücklage wurde im Zuge der Dividendenausschüttung um TEUR 7.900 reduziert, sodass insgesamt eine Dividende von TEUR 18.000 ausgeschüttet wurde. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Der noch in künftigen Perioden anzusammelnde Fehlbetrag gemäß Art. 67 Abs. 2 EGHGB beträgt TEUR 348 (Vj. TEUR 695). Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 778 (Vj. TEUR 3.479) und unterliegt einer Ausschüttungssperre. Diese kommt nicht zum Tragen, soweit frei verfügbare Rücklagen in mindestens gleicher Höhe vorliegen. Unter Inanspruchnahme von Art. 28 EGHGB wurden mittelbare Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR 11.700 nicht in der Bilanz ausgewiesen. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Kundenboni, Sondervergütungen, ausstehende Rechnungen, Urlaubsansprüche, Reisekosten sowie Jubiläen gebildet. Verbindlichkeiten Die Aufgliederung der unbesicherten Verbindlichkeiten nach ihren Restlaufzeiten ergibt sich aus dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel:
Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten zwischen 1 und 5 Jahren als auch mit Restlaufzeiten von mehr als 5 Jahren liegen nicht vor. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von TEUR 26.889 (Vj. TEUR 26.854). Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die außerbilanziellen Geschäfte und sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind wie folgt dargestellt:
Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2024 und 2031. Geschäfte mit nahestehenden Personen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen wurden nicht durchgeführt. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
Es besteht eine Dienstleistungsvereinbarung mit der Boston Scientific International S.A., Voisins-le-Bretonneux/Frankreich, geschlossen, aufgrund derer sie für diese bestimmte Dienstleistungen erbringt. Für diese Leistungen erhebt die Gesellschaft eine Servicegebühr einschließlich eines marktüblichen Aufschlags. Für diese Dienstleistungen wurde insgesamt ein Umsatz in Höhe von TEUR 8.989 (Vj. TEUR 9.241) realisiert. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen betragen TEUR 286.407 (Vj. TEUR 246.716). Daraus ergibt sich eine Brutto-Marge in Höhe von 29,9 % (Vj. 30,4%) der Umsatzerlöse. Die Herstellungskosten entsprechen dem Materialaufwand für bezogene Waren. Personalaufwand Der in den Vertriebskosten und allgemeinen Verwaltungskosten ausgewiesene Personalaufwand in Höhe von TEUR 76.365 (Vj. TEUR 76.071) beinhaltet Löhne und Gehälter in Höhe von TEUR 64.836 (Vj. TEUR 59.939) sowie soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung in Höhe von TEUR 11.529 (Vj. TEUR 16.132). Die Aufwendungen für Altersversorgung betrugen TEUR 3.132 (Vj. TEUR 8.276). Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 62 (Vj. TEUR 155) enthalten. Diese resultieren aus der Auflösung von Rückstellungen. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 348 (Vj. TEUR 348) enthalten. Diese resultieren in Höhe von TEUR 348 (Vj. TEUR 348) aus der Anwendung von Art. 66 und Art. 67 Abs. 1 bis 5 EGHGB (Übergangsvorschriften zum BilMoG) und beziehen sich auf die Bewertung der Pensionsrückstellungen. Danach wird der Zuführungsbetrag aus der Änderung der Rückstellungsbilanzierung durch BilMoG über einen Zeitraum von 15 Jahren gleichmäßig verteilt. Sonstige Angaben Geschäftsführung Die Geschäftsführung setzt sich wie folgt zusammen:
Honorar des Abschlussprüfers Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen betrug TEUR 133. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Bezüglich der Angabe der Geschäftsführerbezüge macht die Gesellschaft von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4. HGB Gebrauch. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn von TEUR 11.204 auf neue Rechnung vorzutragen. Konzernverhältnisse Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss (für den kleinsten und größten Teil der Unternehmen) der Boston Scientific Corporation, Marlborough, Massachusetts/USA, als oberste Konzerngesellschaft einbezogen, der am Sitz der Gesellschaft erhältlich ist. Mindestbesteuerung Die EU-Richtlinie wurde Ende 2023 in lokales Recht umgesetzt, das ab 2024 gelten soll. Es wird erwartet, dass das Gesetz keine wesentlichen Auswirkungen auf die Gesellschaft haben wird. Nachtragsbericht Am 26. März 2024 wurden die beiden Geschäftsführer Jonathan Monson und Vance Brown abberufen und Frau Emily Marie Woodworth wurde als alleinige Geschäftsführerin bestellt. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Schluss des Geschäftsjahrs nicht eingetreten. Feststellung Der Jahresabschluss wurde am 20. Juni 2024 von der Gesellschaftsversammlung festgestellt. Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Ratingen, 8. Mai 2024 Emily Marie Woodworth, Geschäftsführerin Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Boston Scientific Medizintechnik GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Boston Scientific Medizintechnik GmbH, Ratingen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Boston Scientific Medizintechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die in Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung" des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die oben genannte Erklärung zur Unternehmens-führung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahres als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, 20. Juni 2024 EY
GmbH & Co. KG
Weigel, Wirtschaftsprüfer Scharfenstein, Wirtschaftsprüfer |
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