Stammdaten

Register
Amtsgericht Ludwigshafen a.Rhein (Ludwigshafen) HRB 5115
Eingetragen
23.9.2003
Branche
Wiederverkaufs- und Vermittlungstätigkeiten für die TelekommunikationHerstellung von Geräten und Einrichtungen der TelekommunikationstechnikLeitungsgebundene Telekommunikation
Gegenstand
Planung, Bau, Betrieb und Vertrieb von Einrichtungen zur Telekommunikation sowie das Erbringen von Telekommunikationsdienstleistungen im Sinne des TKG (insbesondere Sprach-, Internet- und Datenprodukte) sowie alle damit in Zusammenhang stehenden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Melanie Ulrike Brill
seit 13.3.2023
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

TWL-Kom GmbH

Ludwigshafen/Rh.

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht 2022

TWL-KOM GmbH

1. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses 2022

Marktentwicklung

Den digitalen Wandel gestalten

Die Digitalisierung begegnet uns überall - und hat die Art, wie wir arbeiten und leben, stark verändert. Videokonferenzen sind in vielen Berufen längst üblich, Lebensmittel bestellen immer mehr Menschen online, Urlaub bucht man zunehmend im Internet. Der technologische Wandel ist in vollem Gange.

Die Digitalisierung der Wirtschaft ist rasant und hat sich zunehmend beschleunigt: 3D-Drucker stellen Maschinenteile her, Roboter bauen diese zusammen, und der Vertrieb ist immer stärker digitalisiert. Insbesondere Künstliche Intelligenz hat das Potential, Prozesse in Industrie und Wirtschaft grundlegend zu verändern. Unsere Wirtschaftswelt befindet sich in einem disruptiven Prozess.

Dabei sorgt der digitale Wandel nicht nur für neue Produkte und Dienste, sondern verlangt auch nach neuen Antworten und Lösungen: Themen wie eine intelligente Vernetzung, eine leistungsfähige Dateninfrastruktur und eine größtmögliche IT-Sicherheit in der Wirtschaft rücken in den Vordergrund. Digitale Souveränität und Nachhaltigkeit werden zu Leitmotiven einer deutschen und europäischen Digitalpolitik.

Managed Services aus der Cloud

Die großen Public-Cloud-Anbieter nehmen verstärkt Managed-Service-Angebote in ihr Portfolio auf und treten damit verstärkt in Konkurrenz zu den klassischen Anbietern, vor allem beim Infrastruktur- und Plattform-Management.

Aufgrund des anhaltenden Trends zum Outsourcing und des steigenden Bedarfs an zusätzlichen Datenspeicher- und Rechenleistungskapazitäten, werden Umsätze im Segment Colocation & Housing weiter stark anwachsen. Der kontinuierliche Anstieg des Datenverkehrs bedingt einen hohen Bedarf an zusätzlichen Datacenterkapazitäten. High Performance Computing (HPC) ist der Prozess der Verwendung von Parallelverarbeitung zum effizienten, zuverlässigen und schnellen Ausführen fortschrittlicher Anwendungsprogramme. Hochleistungsrechner tragen viel zur industriellen Wettbewerbsfähigkeit, zur nationalen Sicherheit, zum wissenschaftlichen Fortschritt und zur Lebensqualität bei. TWL-KOM betreibt HPC Computing mit höchsten Leistungsanforderungen für einen stabilen und kontinuierlichen Workload.

Der digitale Wandel verändert die Internetwirtschaft rasant. Sowohl IT- als auch TK-Dienste werden zunehmend netzbasierend aus der sogenannten Cloud bereitgestellt. Die größten Herausforderungen beim Einsatz von Cloud-Lösungen sind unverändert die Themen IT-Security und Datenschutz. So verlangt eine Mehrzahl der Unternehmen, dass ihr Cloud-Anbieter Datacenter ausschließlich in Deutschland betreiben und alle erforderlichen Zertifizierungen nachweisen.

TWL-KOM kann an dieser Stelle punkten, da das Unternehmen eine rein deutsche Datacenter-Infrastruktur besitzt und den damit verbundenen strengen Datenschutzbestimmungen unterliegt. Hier genießen die Kunden alle Vorteile der Cloud wie Hochverfügbarkeit und nutzungsorientierte Skalierbarkeit, kombiniert mit der Geschwindigkeit und Stabilität und sichern sich zugleich die beste Datensicherheit in ISO-zertifizierten Datacenter.

Die Digitalisierung ist in vollem Gange

Die Digitalisierung verändert weiterhin sämtliche Branchen von Grund auf. TWL-KOM begleitet Unternehmen auf dem Weg der Digitalisierung, wir sind der Digitalisierer für den Mittelstand und bieten Unternehmen sämtliche Komponenten für das digitale Zeitalter rund um die Themen Cloudlösungen, Telekommunikationsnetze und Managed Services. Mit diesem umfangreichen Portfolio können wir uns mit den Großen der Branche vergleichen. Wir differenzieren uns dabei vom Wettbewerb, weil wir mit unseren Kunden auf Augenhöhe agieren und für sie auf Wunsch auch individuelle Lösungen erstellen. Dieser mittelständische Ansatz, verbunden mit persönlichen Kontakten auf der Managementebene, ist ein wichtiges und oft entscheidendes Kriterium für den Vertriebserfolg. Unser Unternehmen deckt das gesamte Leistungsspektrum der IT- und TK-Leistungen ab und bietet den Kunden eine hohe Qualität entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Innovationen beschleunigen

Der Markt ist durch eine noch nie dagewesene Dynamik und Innovationsgeschwindigkeit geprägt. Die verschiedenen Teilmärkte, in denen TWL-KOM agiert, erfordern dabei immer größeres Expertenwissen und Flexibilität bei der Bereitstellung von Lösungen. Die Kunden erwarten in immer kürzeren Abständen die Entwicklung spezifischer Angebote und Handlungen.

Die Aussichten für das Geschäftsjahr 2023 stehen weiter im Zeichen von Wachstum. Die erforderlichen Produktionsfaktoren, dem TIER IV Datacenter mit Qualität und Sicherheit, der Netzinfrastruktur mit den nationalen und internationalen Netzkopplungen zu anderen Carriern, ermöglichen dem Unternehmen ein weiteres Wachstum. Zudem ist die breite Basis der Geschäftskundenbeziehungen, die getätigten Investitionen der vergangenen Jahre speziell im Wachstumsumfeld Datacenter und Netze ein stabiler Umsatzgrundstein. Ein weiterer wesentlicher Erfolgsfaktor sind die hochmotivierten und hochqualifizierten TWL-KOM Mitarbeiter, die weiterhin entwickelt und gefördert werden müssen. Ein zusätzlicher Garant für das weitere Wachstum sind unsere Partner, die als Direkte oder Indirekte Vertriebskanäle für das Unternehmen tätig sind und unser Produktportfolio im Lösungsgeschäft mit vermarkten.

Umsatz-/Auftragsentwicklung

Im Geschäftsjahr 2022 konnten wir trotz der immer noch vorhandenen Beeinträchtigungen der Corona Pandemie, weitestgehend in die geschäftliche Normalität zurückkehren. Alle Mitarbeiter konnten, dank der technischen Ausstattung, sowohl im Mobile Office als auch vor Ort uneingeschränkt ihrer Tätigkeit nachgehen. Durch den Anfang des Jahres aufkommenden Ukraine Konflikt, hat sich zudem eine weitere Herausforderung auf dem Beschaffungsmarkt aufgetan. Die Liefersituation für Hardware und technisches Zubehör bleibt weiterhin angespannt, viele Projekte konnten im Geschäftsjahr erst verzögert, oder noch nicht realisiert werden. Auch die bevorstehende Energiekrise und Inflationssorgen beeinträchtigen die Entwicklung des Marktes.

Trotz der angespannten Rahmenbedingungen konnten wir im Geschäftsjahr 2022 die geplanten Vorhaben weitestgehend umsetzen. Mehrere Bestandskunden, aber auch Neukunden erteilten uns Aufträge zur Bereitstellung von ITK-Lösungen, oftmals mit sportlichen Realisierungszeiten. Der Auftragseingang ist weiterhin erfreulich positiv zu bewerten, die Bereitstellungszeiten von Vorlieferanten und die Verfügbarkeiten von Hardware Equipment blieb weiterhin langwierig. Dadurch konnten Aufträge erst verspätet bereitgestellt und Projekte mussten in ihren Zeitplänen verschoben werden. Dies führte dazu, dass Auftragsbestände teilweise mit ihrer Realisierung in das Jahr 2023 verlegt wurden.

Die Gesellschaft konnte somit im Geschäftsjahr 2022 das Wachstum der Vorjahre steigern und die Umsatzerlöse sowie das Ergebnis nach Steuern im Vergleich zum Vorjahr deutlich übertreffen. Die Auftragseingänge wurden in mehreren Produktgruppen - speziell in den Bereichen IT-Consulting, IT-Services und Datacenter - übertroffen. Die Gesellschaft konnte 2022 einen positiven Geschäftsverlauf verzeichnen und die Umsatzerlöse auf 20.59 Mio. € (17.11 Mio. € im Vorjahr) steigern.

Die Akquisition von Geschäftskunden für Lösungen aus dem Bereich IT-Services und Datacenter-Dienstleistungen sowie die weitere Entwicklung des Bereiches Cloud Solutions, hat das Unternehmen weiter positiv entwickelt. Die Nachfrage von potenziellen Neukunden an den von uns angebotenen Lösungen, ist anhaltend wachsend.

Im Bereich von Datacenter-Dienstleistungen konnten weitere Vertragsabschlüsse mit überregionalen Kunden erzielt werden. Darüber hinaus wollen vermehrt Kunden ihre komplette Unternehmensinfrastruktur in die TWL-KOM Cloud verlagern, um einen stabilen und hochwertigen IT-Service für den IT-Betrieb aus einer Hand zu erhalten.

Investitionen

Im Geschäftsjahr 2022 wurden kumuliert 0.98 Mio. € (0.44 Mio. € in 2021) in Netzwerktechnik, Technische Anlagen, Lizenzen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung investiert. Die Investitionen dienten größtenteils zur Anschaffung von Hardware für Cloudlösungen, für den Ausbau der Übertragungstechnik und zur Einführung einer internen ERP-Software.

Finanzierungsmaßnahmen

Die Investitionen wurden aus dem Cash-Flow finanziert.

Personalbereich

Im Geschäftsjahr 2022 betrug die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl 70 Mitarbeiter.

2. Darstellung der Lage des Unternehmens

a. Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich zum 31.12.2022 auf 5.84 Mio. € gegenüber 4.17 Mio. € zum Ende 2021. Das Eigenkapital konnte sich wie bereits in den Vorjahren, durch einen positiven Jahresüberschuss von 1.09 Mio. €, (Vorjahr 0.67 Mio. €) verbessern. Die liquiden Mittel erhöhen sich im Geschäftsjahr auf 0.88 Mio. € (Vorjahr 0.19 Mio. €). Der Anteil des Sachanlagevermögens hat sich im Jahr 2022 auf 1.80 Mio. € leicht reduziert (Vorjahr 1.82 Mio. €). Die Rückstellungen wurden nach sachlicher kaufmännischer Beurteilung gebildet.

b. Ertragslage

Die Gesamtleistung 2022 konnte sich trotz der angespannten Rahmenbedingungen positiv entwickeln. Die Umsatzsteigerung zum Vorjahr um 3.48 Mio. € auf 20.59 Mio. €, konnte vorwiegend durch zusätzliche Umsätze aus den Bereichen IT-Services, IT-Consulting und Datacenter erreicht werden. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Steuer konnte mit 1.60 Mio. € (Vorjahr 0.99 Mio. €) massiv gesteigert werden. Die Abschreibungen in Höhe von 0.93 Mio. € (Vorjahr 0.90 Mio. €) resultieren aus den dem Werteverzehr der Technischen Ausstattung sowie der Betriebs- und Geschäftsausstattung.

c. Finanzlage

Im Geschäftsjahr 2022 hatte die Gesellschaft keine zusätzlichen fremden Finanzmittel als Verbindlichkeiten. Die Investitionen in Höhe von 0.98 Mio. € konnten aus dem Cash Flow bedient werden. Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung haben sich erhöht und betragen 1.08 Mio. € (Vorjahr 0.42 Mio. €). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit 0.01 Mio. € (Vorjahr 0.01 Mio. €) blieben unverändert. Die sonstigen Verbindlichkeiten von 0.29 Mio. € (Vorjahr 0.43 Mio. €) bestehen hauptsächlich aus Verbindlichkeiten aus Steuern. Der Forderungsbestand hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich auf 2.93 Mio. € (Vorjahr 1.94 Mio. €) erhöht. Für das Geschäftsjahr 2022 werden Ertragssteuern in Höhe von 0.50 Mio. € angesetzt, welche im Geschäftsjahr 2023 fällig werden.

3. Voraussichtliche Entwicklung sowie Chancen & Risiken des Unternehmens

Die Planungen für das Geschäftsjahr 2023 sind beeinflusst von einer gewissen Unsicherheit der zukünftigen wirtschaftlichen und politischen Entwicklung. Dennoch stehen diese im Zeichen von weiterem Wachstum. Die Digitalisierungswelle im Mittelstand sowie die Nachfrage der Kunden in unser angepasstes Produktportfolio hält unvermindert an. Die Umsatztreiber werden weiterhin Cloud Lösungen mit unterschiedlichen Ausprägungen und digitale Arbeitsplätze sein.

Auf Basis der uns bereits vorliegenden Auftragseingänge und der weiterhin positiven Grundstimmung auf Kundenseite, verbunden mit den gesteigerten Vertriebs- und Marketingaktivitäten, wird die Gesellschaft die positive Entwicklung weiterführen können. Rund 70% der heutigen Umsatzerlöse sind wiederkehrend und speziell die Verträge mit Großkunden haben längere vertragliche Reichweiten.

Cloud-Dienste eröffnen Wachstumspotential

Die Zunahme der Komplexität und der Geschwindigkeit bei der Digitalisierung im IT-Bereich sowie die Schaffung von Betriebssicherheit, veranlasst mittelständische Kunden sich in der jeweiligen IT-Strategie neu zu orientieren und Veränderungen im Unternehmen herbeizuführen. Diese Entwicklung trägt dazu bei, dass TWL-KOM im laufenden Geschäftsjahr sein bereits erweitertes ITK-Leistungsportfolio bei mittelständischen Kunden und Vertriebspartnern ausbauen und platzieren kann.

Durch die bereits getätigten Investitionen in Datacenter-Kapazitäten der vergangenen Jahre und dem erfolgreichen Recruiting von qualifizierten Mitarbeitern, kann die Gewinnung und Abwicklung für Datacenter-Dienstleistungen planmäßig fortgeführt und ausgebaut werden.

TWL-KOM hat in den letzten Jahren die erforderlichen technischen und personellen Vorbereitungen getroffen und kann somit diese Entwicklung nachhaltig bedienen.

Diese Marktentwicklungen sind in den Planungen des Geschäftsjahres 2023 berücksichtigt worden und tragen dazu bei, dass die Gesellschaft auch im Jahr 2023 den positiven Ergebnistrend fortführen wird. Dabei ist ein Umsatz in Höhe von 21.6 Mio. € und ein Ergebnis von 1.03 Mio. € geplant.

Geplante Investitionen

Wie bereits im Vorjahr planen wir im Jahr 2023 weiterhin projektbezogene Investitionen in Serverplattformen im Datacenter und Netzinfrastrukturen, die uns ermöglichen die Nachfrage an Datacenter-Lösungen "Exclusive Cloud" und "Lemon Cloud" Dienste innerhalb des Jahres fortzuführen. Im Bereich der Netzinfrastruktur werden größere Investitionen in Übertragungs-Infrastruktur im Backbone-Netz notwendig werden, um die Stabilität und Performance des Telekommunikationsnetzes zu gewährleisten und sicherzustellen.

Chancen

Durch eine regelmäßige Optimierung des vorhandenen Produktportfolios, verbunden mit individuellen Kunden-Lösungen, können verstärkt Kunden aus dem Mittelstand angesprochen und bedient werden. Die regionale Stärke verbunden mit einer nachhaltigen Präsenz sowie einem wachsenden Bekanntheitsgrad, unterstützt die zukünftigen Vertriebsaktivitäten. Die Gesellschaft erwartet eine Fortsetzung der positiven Entwicklung.

Risiken

Die Gesellschaft ist mit ihren vorhandenen Geschäftskunden über alle Branchen breit aufgestellt. Eine Abhängigkeit von einzelnen Großkunden als Risikofaktor ist zwar gegeben, wird aber durch die kontinuierliche Gewinnung von weiteren Kunden verringert. Die Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Die Gesellschaft verfügt über ein gut funktionierendes Forderungsmanagement.

Die Risiken der Gesellschaft wurden im Geschäftsjahr 2022 mit Unterstützung des vorhandenen Risikomanagementsystems erneut überprüft, analysiert und in Risikoklassen aufgeteilt. Die jeweiligen Risiken wurden mit Schadenspotential und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Bei allen definierten Risiken wurde ein geringes Risiko festgestellt.

Dennoch sind potenzielle LWL-Netzausfälle, Cyberangriffe auf technische Einrichtungen, oder der Ausfall eines Datacenters ständig unter der Beobachtung stehender Risiken. Neben dem Imageverlust können insbesondere vermeintliche Schadensersatzforderungen, oder Vertragsstrafen nach längeren andauernden Ausfällen entsprechende wirtschaftliche Auswirkungen nach sich ziehen. Aus diesem Grund genießen der Erhalt und die ständige Verbesserung der Sicherheit aller Teilbereiche der ITK-Infrastruktur höchste Aufmerksamkeit im Rahmen des Geschäftsbetriebes. Verstärkt werden müssen Maßnahmen in den Bereichen IT-Security und interne Sicherheit, um nicht nur Kunden, sondern auch die Gesellschaft selbst, auf anstehende Risiken weiter zu sensibilisieren und den möglichen Eintritt eines solchen dadurch zu verringern.

TWL-KOM setzt auf Redundanzen innerhalb der Infrastrukturen, wozu eine auf zwei Netzanbieter gestützte Energieversorgung ebenso zählt, wie eine Spiegelung von Server-Kapazitäten in den beiden Datacenter. Die Gesellschafter der TWL-KOM werden in die Risikobetrachtung mit einbezogen.

 

Ludwigshafen, 02.02.2023

Richard Kuhn

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 1.923.717,00 1.870.831,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 125.514,00 51.217,00
II. Sachanlagen 1.797.653,00 1.819.064,00
III. Finanzanlagen 550,00 550,00
B. Umlaufvermögen 3.873.738,31 2.271.870,41
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.985.511,05 2.080.011,75
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 888.227,26 191.858,66
C. Rechnungsabgrenzungsposten 45.090,66 32.984,14
Summe Aktiva 5.842.545,97 4.175.685,55

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 3.255.939,60 2.559.799,80
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Bilanzgewinn 2.755.939,60 2.059.799,80
B. Rückstellungen 1.194.744,64 735.868,00
C. Verbindlichkeiten 1.391.861,73 880.017,75
Summe Passiva 5.842.545,97 4.175.685,55

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 10.561.143,77 9.774.098,06
2. Personalaufwand 5.175.822,92 4.728.304,98
a) Löhne und Gehälter 4.328.470,64 3.950.889,59
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 847.352,28 777.415,39
davon Aufwendungen für Altersversorgung 31.260,69 31.496,65
3. Abschreibungen 932.455,17 907.818,43
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 932.455,17 907.818,43
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.836.167,63 3.130.051,25
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,74 2,21
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 830,00 0,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 10.971,36 10.659,76
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 506.821,63 319.278,99
9. Ergebnis nach Steuern 1.099.735,80 677.986,86
10. sonstige Steuern 3.596,00 5.103,00
Jahresüberschuss 1.096.139,80 672.883,86

Ergebnisverwendung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.659.799,80 1.386.915,94
2. Bilanzgewinn 2.755.939,60 2.059.799,80

Anhang

A. Allgemeine Angaben

Die TWL-KOM GmbH hat Ihren Sitz in Ludwigshafen und ist beim Amtsgericht Ludwigshafen unter der Nummer HRB HR B 5115 in das Handelsregister eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH Gesetzes beachtet.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 II HGB auf.

Die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 bzw. 275 HGB wurden angewandt. Zur besseren Übersichtlichkeit der Darstellung wurden bei der Bilanz und bei der Gewinn- und Verlustrechnung zusätzliche Zwischensummen eingefügt

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§266 Abs. 1, 276, 288 HGB) und bei der Offenlegung (§ 326 HGB bzw. § 327 HGB) des Jahresabschlusses werden in Anspruch genommen.

Umstände, die dazu führen würden, dass der Jahresabschluss kein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt, liegen nicht vor.

I. Gliederungsgrundsätze / Darstellungsstetigkeit

Von der Darstellungsstetigkeit wurde gegenüber dem Vorjahr nicht abgewichen:

Die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sind mit denen des Vorjahres vergleichbar.

II. Bilanzierungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen, Grundstücksrechte nicht mit Grundstückslasten verrechnet worden.

Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden sowie die Rechnungsabgrenzungsposten wurden in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend aufgegliedert.

Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Aufwendungen für die Gründung des Unternehmens und für die Beschaffung des Eigenkapitals, sowie für immaterielle Vermögensgegenstände, die nicht entgeltlich erworben wurden, wurden nicht bilanziert.

Rückstellungen wurden nur im Rahmen des §249HGB und Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des §250HGB gebildet. Haftungsverhältnisse i.S. von §251HGB sind ggf. nachfolgend gesondert angegeben.

III. Bewertungsmethoden

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Einzelne Positionen wurden wie folgt bewertet:

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

2. Sachanlagen

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet.

Grundlage der planmäßigen Abschreibung war die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes.

Bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Werten zwischen 150,01Euro und 800,00 Euro werden sofort und voll abgeschrieben (geringwertige Wirtschaftsgüter).

3. Finanzanlagen

Beteiligungen wurden zu den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

4. Ford. aus Lieferungen u. Leistungen u. sonst. Vermögensgegenstände

Die Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Wertpapiere wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken oder niedrigere beizulegende Werte wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Sofern die Tageswerte über den Erfüllungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.

6. Guthaben bei Kreditinstituten

Die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert bewertet.

B. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

Die Entwicklung und Gliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens, sowie die Entwicklung des Postens "Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs" sind aus dem Anlagenspiegel ersichtlich, ebenso die Abschreibungen des Geschäftsjahres.

Bei der Ermittlung der Herstellungskosten von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens wurden keine Fremdkapitalzinsen berücksichtigt.

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 500.000,00.

Es bestehen Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 9 (TEUR 78). Diese sind in den Forderungen gegenüber verbundenen Unternahmen enthalten, hierbei handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Diese Forderungen haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

Im ausgewiesenen Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 1.660 enthalten.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten (TEUR 114), Mietkosten LWL Infrastruktur (TEUR 199), Leased Line Verträge (TEUR 330), Energiekosten Rechenzentrum (TEUR 263) und Beratungs- und Abschlussprüfungskosten (TEUR 21).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 17 (TEUR 11) betreffen insgesamt Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und bestehen in vollem Umfang aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen TEUR 294
davon entfallen auf:
a) Steuern TEUR 281
b) im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 8

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

C. Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für die Altersversorgung in Höhe von TEUR 31 (Vorjahr TEUR 31) enthalten.

Die Geschäftsführung schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 2.756, der sich aus dem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.096 und dem Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 1.660 zusammensetzt, TEUR 600 auszuschütten, TEUR 2.000 der Gewinnrücklage zuzuführen und den verbleibenden Betrag in Höhe von TEUR 156 auf neue Rechnung vorzutragen.

D. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz auszuweisen und auch keine Haftungsverhältnisse i.S. von §251HGB sind, bestanden am Abschlussstichtag aus Miet- und Leasingverhältnissen in Höhe von TEUR 1.635, hiervon fällig innerhalb eines Jahres TEUR 775.

Die Zahl der im Jahr 2022 durchschnittlich beschäftigten Mirarbeiter betrug 70.

Die TWL-KOM GmbH wird in den Konzernabschluss der Technischen Werke Ludwigshafen AG, Ludwigshafen/Rhein einbezogen. Diese erstellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen sowie für den größten Kreis von Unternehmen.

Geschäftsführer der Gesellschaft ist Richard Kuhn, Diplom Betriebswirt (FH). Unter Inanspruchnahme der Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Bezüge der Geschäfsführung verzichtet.

Gezeichnet, Richard Kuhn, 23.02.2023

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die TWL-KOM GmbH, Ludwigshafen am Rhein

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der TWL-KOM GmbH, Ludwigshafen am Rhein, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 so wie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hin aus haben wir den Lagebericht der TWL-KOM GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falchen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortfühung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hin aus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, 23. Februar 2023

BBH AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michael Koch, Wirtschaftsprüfer

Stefan Mackenrodt, Wirtschaftsprüfer

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 24.4.2023.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

16 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.